Nr. 100 Ter «ießener Anzeige, erscheint täglich, außer Sonntag«. - Beilagen: viermal roöd)emlid) Sitbener.samillenblätter riveiinal ivöchentl.Hrei5- blattsürdenNreisSiehen (Tienstng und Freiings; jincunal moimtl. Land wirtschaftliche Seltsraaen fimilpied) - Ausch.'üsie: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzeiger «ictzcu. Annahme von Anzeige« hir die Tagesnunnner bi« vormittag« 9 Uhr. Erster Blatt 162. Jahrgang Montag, 29. April (9(2 GiehenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen Rotationsörud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und vruckerei: 5chu!stratze 7. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Bezugspreis: monatlich75Vi^ vierteljährlich 'Ulf. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 63 Pf.; durch diePost 'Ulf. 2.—viert d- jährl. ausschl. Bcflcllg. Zeilenpreis: lokal IdPs^ auSivärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich siir den politischen Teil: August Goetz; für .Feuilleton^,.Vermischtes' und „Gerichtssaal-: K. Neurath; für „Stadt und Land': E.Heß; für den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten- IHuloi) Mohammed der Einäugige. Am 8. August 18,0 erließ die französische Negierung, nachdem das grandiose Lügengewebe ihres Siegesdepeschen- Schwindels zusammengebrocken war, jene denkwürdige Pro- flamation an das französische Volk, die mit den kennzeichnenden Worten einsetzte: „Jetzt, Franzosen, haben rotr euch die volle Wahrheit gesagt!" Und wie lautete diese Wahrheit: „Einige unserer Negimenter sind unterlegen; unsere ganze Armee ist noch nicht besiegt; derselbe Hauch der Unerschrockenheit beseelt sie noch immer." Man kann ohne Uebertreibuiig sagen, daß den Parisern die volle Wahrheit über den Ausgang des „militärischen Spazierganges nach Berlin" erst überbracht worden ist durch — die deutschen Truppen. Die französischen Machthaber haben nichts gelernt und nichts vergessen. Und so wenden sie denn die Taktik von 1870 jetzt erneut an auf die offiziöse Berick)terftattung über den Aufstand in Marokko, den man in Paris noch amtlich zu leugnen versuchte, als bereits die französische Garnison in Fez niedergemetzelt wurde. Die telegraphischen Leitungen lvaren nicht in Ordnung, so wurde später versichert, ganz wie vor Jahrzehnten, lvahrend die Aiängel bei ganz anderer Leitung zu suchen waren. Auch jetzt noch arbeiten die Beschwichtigungshofräte — auch in der französischen Republik gibt es solche Einrichtungen — mit einem einer besseren Sache würdigen Eifer, um die Alarmnachrichten aus “bent Scherifenretche nach Möglichkeit zu vertuschen, oder sie doch wenigstens den Franzosen, wie jede schlecht schmeckende Medizin, nur tropfenweise beizubringen. Wenn in dem veröffentlichten Bericht des Gesandten Regnault versichert wird, daß die Meutereien der Truppen in Fez nur infolge der Ersetzung eines Teiles des Soldes durch freie Beköstigung veranlaßt wurde, und daß die Truppen später Beweise von Ergebenheit und Disziplin gezeigt hätten, so erinnert das lebhaft an die vorhin erwähnte Methode vom August 18<0: „Jetzt, Franzosen, Haden mir euch die volle Wahrheit gesagt." Die wirkliche Wahrheit steht zweifellos ganz anders aus. Richt amtlich, aber auch aus französischen Quellen stammende Nachrichten besagen, daß zwar in Fez, wo unter den Kanonen des Generals MoinierS der Belagerungszustand herrscht, alles ruhig sei, daß sich aber in den Rvrdwestdistriktcn des Reiches eine allgemeine Erhebung gegen Frankreich vorbereite, und daß der mächtige Häuptling Achmed Hiba sich, angeblich miber seinen Willen, an die Spitze seiner Stämme gestellt habe, um den heiligen Krieg gegen die Franzosen zu verkünden. Eine gemifie Ironie der Geschichte liegt darin, daß die Marokkaner hierbei die französische Taktik anmenben, indem sie Überall iht Lande die Sieger der scherisischen Truppen über die französischen Eindringlinge ausposaunen und auf diese Weise die Kricgsbegeiste- rung zu entflammen suchen. Die für die Franzosen bedenklichste Meldung aber ist die von der Ausrufung Mulay Mohammeds des Einäugigen, des Bruders des Sultans Mulay Hafid, zum Gegensultan. Ueberraschen lann diese Alarm nach richt nicht, denn das Institut der Kronprätendenten war in Rtarokko, das, wie alle muselmännischen Staaten, keine seste Thronsolgeordnung besitzt, sogar vor der französischen Invasion außerordentlich bctiebt. Der jetzige Sultan Mulav Hafid hat detanntlich mit Unterstützung der Franzosen seinen älteren Bruder Abdul Asis vom Thron gestürzt, weil dieser sich nicht zum gefügigen Werkzeug der Eroberer degradieren lassen wollte. Mulay Hafid aber ist nur ein Strohmann des französischen Regimes, und es märe daher nicht weiter verwunderlich, wenn jetzt die nicht unterworfenen Stämme in Rtarokto der Fahne des neuen Gegensultans zulaufen würden. Gilt doch Ätulay Hafid feinen Untertanen als ein Feigling, der nicht einmal wie der letzte europäische Mourenköntg Boabdil el Chico, der im Jahre 1492 zur Flucht nach Afrika gezwungen wurde, Tränen für fein Land hat. Mer wenn uns die Geschichte weiter berichtet, daß die Mauren, als sie damals aus Granada vertrieben wurden, die Schlüssel ihrer Häuser mit sich nahmen, weil sie nicht an der Möglichkeit ihrer Rückkehr verzweifelten, so deutet das zugleich darauf hin, daß auch ihre jetzigen Nachkömmlinge kaum bereit sein dürften, ohne ernstliche Gegenwehr ihr Land und ihre Freiheit preiszugeben. and so werden denn die Franzosen damit rechnen müssen, daß der Spaziergang nach Marokko sich zu einem sdhr ernstlichen Kriege ausdehnen kann, der durch die politische Lage noch verwickelter wird, da naH den Erklärungen Poincares im französischen Ministerrat die französisch- spanischen Verhandlungen über die Teilung deS fcherifischen Bärenfelles so schlecht stehen, daß mit ihrem Abbruch gerechnet wird. Niemaiid wird eS unS verdenken dürfen, wenn wir hierbei in Deutschland etwas von jener Freude empfinden, die als die reinste gilt, nämlich die Schadenfreude. Aber die Franzosen können versichert sein, dag man in England, dessen Machtstellung im Mittelmeer durch die französische Festsetzung im Ätaurenreich erheblichen Abbruch erfährt, nicht anders denkt, und daß man eüdlich in Italien angesichts der zerfahrenen Sage In Tripolis, wohin ja die Italiener durch die französische Marokkopolurk gedrängt wurden, halb spöttisch, halb wehmütig spricht: geteiltes Leid ist halbes Leid! T>e Ausrufung des neuen Sultans. P aris, 28. April. Nach einer Depesche des „Jrn- parcial" aus Melilla sollen mehrere Stämme im Innern Marokkos einen Bruder Mulay Hafids, Mohammed den Einäugigen, zum Sultan ausgerufen haben. Sie Ernennung des franzöfischeu Eeneralresidenlen in Marokko. Paris, 27. April. Der in Rambouillet tagenbe Mini st e r r a t beschloß, General L y a u t e y zum General- r e f i b e n t e n von Marokko und G a i 11 a r b, den gegenwärtigen Konsul von Fez, zum Generalsekretär zu ernennen. Regnault, der bisherige Gesandte von Tanger, erhält einen Gesandtschaftsposlen in Europa. Eine Note der „Agence Havas" besagt: In dem Bericht, den der Ministerpräsident in der Frage der Ernennung des Generals Li aut eh dem Präsidenten Fallieres unterbreitet, heißt es u. a.: Durchaus nötig fei es, daß die bürgerlichen und militärischen Machtbefugnisse in die Hand eines einzigen Mannes gelegt würben. Tie Ausgabe, die seiner harre, sei schwierig und Dcrnndclt. Er solle dem Protektorat Geltung verschaffen unter Beobachtung der Verpflichtungen Frankreichs gegenüber den Mächten, er solle gerade der Auffassung des Protektorats treu bleiben, die in Einklang stehe mit den internationalen Verträgen und er soll auch verstehen, durch geschickte Verfügung über die französischen Streitkräfte in Marokko und durch vernünftige Ausführung des politischen, ökonomischen und strategischen Programms, die Annahme des Protektorats seitens der marokkanischen Stämme vorzubereiten und zu sichern. Ter paffenbe Mann für diese Aufgaben sei Liautey. Die Ernennung des Generals Liautey zum Generalresidenten in Marokko wird von der überwiegenden Presse mit lebhafter Befriedigung begrüßt. Tie Zunahme des Aufstandes. Aus Tanger wird gemeldet, bay bie Gärung im Charb gebiet zunehme. Nach Arbaua feien dem Rittmeister Vary zwei Kompagnien Kolonialinfanterie und eine Maschinengewehrablcilung als Verstärkung geschickt worden, doch sei es sehr fraglich, ob die Verstärkungen genügen werden, da auch die von Vary befehligten Fußtruppen ausreißen dürften. Die Wirkung der Ereignisse von Fez und die Meuterei von Arbaua werden sich wohl bald auch int Norden Marokkos fühlbar machen und man kann nicht leugnen, daß bereits unter den europäischen Ansiedlern in Tanger eine gewisse Beunruhigung Platz gegriffen hat. Wenn diese auch nicht ganz gerechtfertigt fein möge, so täte doch die Regierung aut daran, durch die Entfendmig einiger Kriegsschiffe die Besorgnisse der Europäer zu zerstreuen. -------------—1_ — ■---J SS Ans Hessen. Zur BcamlknbesolduutSsrage. Darmstadt, 28. April. Der DerbandderHcssi- schen Finanzbeamten hielt heute hier seine 14. Hauptversammlung ab. Nach Erledigung der ge- schästlick)en Angelegenheiten fand eine vebhaf.e Aussprache über die Regierungsvorlage betr. die neue 'Beamten- bes oldungsordnung statt. Es wurde folgender Beschluß einstimmig angenommen: „Ter Verband begrüßt eS bankbar, baß die Großh. Regierung eine Vorlage cingcbracht hat, die die Möglichkeit bietet, der hessischen Beamtenschaft nach langer Wartezeit eine wesentliche Erleichterung in dem schweren Existenzkampf zu verschaffen, den sie unter dem Truck der anhaltenden und noch weiter steigenden Verteuerung aller Lebensbedürfnisse zu bestehen hat. Wohl sind in der Vorlage nicht alle Wünsche erfüllt, die die hessische B<> amtenschaft im Hinblick aus die Verhältnisse in anderen Bundesstaaten zu äußern berechtigt ist. Namentlich in der Richtung der Ausgleichung von Härten in der bestehenden Besoldungsorbnung und der Verbesserung der Hinterbliebenenversorgung. Ter Verband hofft icdoch zuversichtlich, baß die Regierung unb die Lanb- stände in gemeinsamer Arbeit auf ber Basis der Grundlage baldigst und jedenfalls noch in der gegenwärtigen Tagung ein Gesetz schaffen, das der hessischen Beamtenschaft eine Besserung ihrer Einkomm ensverhältnisse mindestens in dem Umfange bringt, wie sie durch die Vorlage in Aussicht gestellt ist. Zugleich aber protestiert ber Verband energisch und laut gegen die etwaige Auffassung, daß die Vorlage zu Fall kommen soll, wenn nicht eine völlige Beseitigung der bestehen de u Harten mnb Mängel erreicht werden kann." Deutsches Reich. Ter Ausschuß des Reichstages zur Vorberatung des Entwurfs des Gesetzes, betreffend die Beseitigung des Branntweinkontingents konstituierte sich unter Vorsitz des Abg. Tr. Zehnter (Ztr.). Ihr gehören fünf Deutsch-Konservative, sieben Mitglieder des Zentrums, ber Vorsitzenbe mit eingerechnet, ein Pole, drei Nationallibcrale, vier Mitglieder der Fortschrittlichen Volkspartei und acht Sozialdemokraten an. Ter Hauptvorstand des Deutschen O st m a r k e n v e r e i u s nahm in seiner letzten Sitzung eine Entschließung an, in der eine Schwankung in der Änsiedelungspolitik ber^fnegierung als erwiesen bezeichnet wird. Im einzelnen erhebt die Endschließung die Vorwürfe einer Einschränkung der Ansiebelungs- tätigfeit und einer Verzögerungspolitik betreffs des Parzellierungsgesetzes. An die Vertreter ber nationalen Parteien im £anbtagc, und an die öffentliche Meinung wird die Bitte gerichtet, für die Fortführung der BiSmarckschen Polenpolitik ein^utreten. Laut „Bcrl. Morgenpost" geht in parlamentarischen Kreisen daS Gerücht, das Zentrum beabsichtige in der Fommcnbcn Aussprache über die Hecresvorlagen im Budgetausschuß des Reichstages den Antrag zu stellen, das Militär- strafgesctzbuch dahin zu ändern, daß jedeArtvonTuell- vergehen mit sofortigem schlichten Abschied bestraft wird. Für den Wend des 1. Mai sind in Groß-Berli» siebzig politische Versammlungen der Sozialdemokratie vorgesehen. Tie Baugewerbe- unb Holzindustrie-Organisation beschloß, alle Arbeiter, die am 1. Mai feiern, bis zum 6. Mai auszusperren, die Metallindustriellen sollen zumteil ebenso lange aussperren, zumteil die Feiernden gänzlich entlassen. Ausland. Tie Sammlung für das Militärflugwesen in Frankreich hat, so wird aus Paris gemeldet, den Betrag von drei Millionen überschritten. „Morningpost" meldet aus Teheran vom 20. April: Die Beschießung der Moschee in Mesched durch die Russen hat die Bewegung unter den Mullahs gefördert, die mit einem heiligen Krieg gegendie Fremden drohen. Eichener lionzerloerein. V. Üorrzert. Dritter Rammcrmusikabeud. Gießen, 28. April. Der heutige Kammermufikabend vermittelte uns die Kenntnis zweier interessanter urfb für Gießen neuer Werke moderner Richtung, die schon für ba3 Konzert vom 7. Januar geplant waren, aber wegen Erkrankung eines Mitglieds des Redner-Quartetts verschoben werden mußten. Es ist ein sehr verdienstliches Unternehmen der Konzertleitung, neben den bewährten und beliebten Werken älterer Meister auch die neueren und weniger bekannten zu Wort kommen zu lassen, — selbst auf die Gefahr hin, bet manchen konservativeren oder bequemeren Elementen der Zuhörerschaft es nicht immer voll nach Wunsch zu treffen. Tas vortreffliche Rebner-Quartett aus Frant- furt, sowie unser Professor Trautmann sind überdies Künstler von so festbegründetem Ansehen, daß sie sich selbst gewagte« Versuche, als der heutige Abend darstellt, getrost gestatten können; sie verfügen auch über Die erforderliche technische und geistige Vielseitigkeit, um Neues und Neuestes Der verschiedensten Richtung mit Sicherheit und Reise zu bewältigen und zur Geltung zu bringen. Die Reihenfolge der Darbietungen war klug gewählt: zuerst — bei noch frischer Aufnahmefähigkeit der Hörer — die schwerste Kost, das F-moll-Cuintett von Cäsar Franck, Dann das wohlbekannte, aber immer wieder gern gehörte C-dur-Cuartett von Mozart, zum Schluß das wirkungsvolle, aber weniger tiefe B-dur- Ouintett von Sgambati. Bei dem Mozartschen Wert überrascht immer wieder die für jene Zeit merkwürdig ernste und kühne Einleitung; Der langsame Satz, der ganz in Wohllaut und Holdseligkeit schwelgt, wurde mit besonderer Warme und in musterhaftem Zusammenllang gespielt. E. Franck, in Teutschland hauptsächlich durch sein schönes Cratorium „Tie Seligpreisungen" bekannt, hat, wie so mancher Künstler, erst nach.feinem Tode Die verdiente Beach.ung gefunden; Die Tiefe und Der Ernst feiner Künstlernatur — toi: auch ein gewisser Hang zu schwerblütigem und grüblerischem Wesen — deutet auf die germanische Slbitammung dieses bedeutende» »ylftanzöjifchen Misters bin; such fein Quintett zeigt diese Eigenschaften. Bemerkenswert ist, soweit nach einmaligem Horen geurteilt werden kann. Die Neigung zu orchestralen Wirkungen und ein gewisser tiefbohrender, beinahe pessimistifckicr Zug, Der das ganze Werk durchzieht und chm einen sehr einheitlichen, wenn auch düsteren Charakter verleiht; am packendsten schien uns ber tief empiundene Mittelsatz, Der auch eine besonders schöne Wiedergabe fand. — 'Das Sgambatische Quintett kann wohl nicht auf gleich hohe Stufe gestellt werden. Es ist sehr geschickt unb gebiegen, auch wirkungsvoll gearbeitet, und sucht mit Glück mo- Derne Pfade zu wandeln, vermag aber doch nicht eine gewisse Aeußerlich kett und Zerfahrenheit zu vermeiden; zuweilen schleichen sich auch opernhafte Wendungen und pathetische Kantilenen cm. Die Dem Italiener nun einmal im Blute zu liegen scheinen. Nichtsdestoweniger schätzen wir auch Die Bekanntschaft mit diesem Werke als einen Gewinn — zumal bie Ausführung eine vorzügliche war und durch Schwung und Feuer auch über schwächere Stellen glücklich Hinwegtrug. Erfreulich war die bantbare Anteilnahme Der Zuhörerschaft. Leider zeigte der Saal einige Lücken, die wohl auf Rechnung des Frühlings---sonmagnachrnsttags zu setzen sind. P. • — Preisausschreiben. Zur Tausendiahrseiet der Stadt Kassel im Sept. 1913 ist die Aufführung eines Festspiels tn ber neuen Stadthalle geplant. Ter Stoff des Feftspiels muß ber Kasseler Geschichte entnommen sein, kann aber dichterisch frei gestaltet werden. Um geeignete Stücke zu gewinnen, wirb ein allgemeines deutsches Preisausschreiben erlassen unb cm Preis von 2000 Mark für die beste Arbeit ausgesetzi. Ter Ankauf weiterer geeignet erscheinender Manuskripte bleibt Vorbehalten. Tie näheren Bedingungen des Ausfchrcibens versendet gebührenfrei bas Stadtoerkehrsamt Kassel (Rathaus). — Eine neuentdeckte Oelskizze Vermeers. Ter junge Berliner Kunsthistoriker Tr. Eduaro Plietzsch hat unter den Handzeichnungen des königl. Kupferstichkabinetts in Berlin eine Lelskizze von Vermeer, dem Zeitgenossen Rembrandts, wiederentdeac, bie bisher in ber sogenannten zweiten Garnitur als Zeichnung eines Unbelannten ausbewahrt wurde. Tie Siizze gibt ein sehr charakteristisches und lebensvoUeS Knabenportrat wieder unb bereichert unsere Kenntnis PermeerS und in Sonder« heil feiner Technik nicht unwesentlich. — Ei n „neuer Caras o". Die Londoner Blätter berichten über das erste Auftreten eines bisher unbekannten Tenors, Giovanni Martinelli, in „Tosea". Als der junge Sanger, ber noch vor kurzem in Neapel die Klarinette in einer Militärkapelle spielte, den wundervollen Wohllaut seines Organs sieghaft erklingen ließ, ging ein leises Raunen ber Bewunberung durch bas Publikum des Covcnt Garden Theaters unb nach Beendigung {einer ersten Arie bereiteten ihm bie Zuhörer eine begeisterte Huldigung. Der Fortgang ber Oper mußte eine kurze Zeit unterbrochen werden, bevor sich ber Beifall ausgetobt hatte. Neben ber ungewöhnlichen Schönheit ber Stimme trug auch bas ausgezeichnete Spiel, baS der „neue Caruso" in ber Nolle beS Malers Cavaraiwssi entwickelte, zu dem fast beispiellosen Erfolg bei. lck. Schlangengift als Heilmittel geaen Tuberkulose. Tr. I. Ambrose Thompson in Hyattsoille (Maryland) har sub, wie sich der „Standard" berichten läßt, durch Schlangengift selbst von ber Tuberkulose befreit Er hat dabei an sich selbst ein Verfahren durchgeführt, von dem schon bie Medizin des Sanskrit weiß: 4000 Jahre vor unserer Zeitrechnung kannte der Weise Sushruta bereits die Heilwirkung des Schlangengiftes bet Infektionskrankheiten. Tie alten Inder verwandten es, indem sie sich mit dornigen Zweigen peitschten und dann die Haut mit dem Blute eines Tieres einreiben ließen, das an einem Schlangenbisse gestorben war. Tr. Thompson hat sich das Sdjlangengr' in ab-gemessenen Mengen eingespritzt, wobei er sich eines Gemisches der beiden bekannten Schlangengiftarten, des Eolobrins unb des Viperinö bediente. Jedes Der Gifte einzeln schädigt oen ttarper des Menschen stark, beide gemeinsam aber heben sich in ihrer Giftwirkung fast völlig auf. Tr. Thompson behauptet, in seinem Körper könnten nach der Schlangengiftkur ferne Tuberkeln mehr nachgewiesen werden. — Kurze 'Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. In der Universitätsklinik zu Halle a. S. ist der bekannte Chirurg ujtb Orthopäde Dr. Nürnberg- Erfurt nach einer Nierenoperation gestorben. Tie ganze Feierlichkeit am Grabe Er mar ein Lehrer'. wurden. Anschließend daran hielt der OrtSgeinliche, Pfarrer prinzessin bei. tUUÜill’ld iDICßl'U. X Lollar, 27. April. Die Arbeiten Ueberbrückung der Lumda tn unserem der nächsten Woche m Angriff genommen, wird nach Planen des llrelSvau-JnjpeklorS - Jugendwehr. Zur Beteiligung an der Jugend« wehr hatten sich am Can,Stag nachmittag auf dem fcofe der ZcngbauSlascrue 25 0 Rnnben ouS allen Schulen ein. Gerich^jaal. Leipzig, 27. Aprll. x‘O« Meuusgericht verurteilte Spionagevtozeß gegen den Schlosser Wolf aus Preich^ den angetiagun nach Eintrag des ReicysanwaUeS wegen veriucyla Verrats militärischer Geheimnisse zu l8/* Jahren Zuchthaus, luue: Einrechnung der früheren nicht verbüßten sechsmonaligen gelang* nisstraje wurden beide Strafen zu zwei Jahren Zuchthaus zu« Nu» Stadt und CanO. G le sren, 29. April 1912. t., Dauvtsübrer Said Ali iS wegen aufrührerischer Reden verhaftet worden. Eine Abordnung von Mullahs hat dem Regenten erklärt, daß er abgesetzt werden würde, wenn er tm negerv raärtigen Augenblick Persien verlasse. Man g aubt, datz Nasiat el Mulks Reise nach Europa infolge der Haltung der dltullahs aus gegeben wurde. Heer und Flotte. Alarmierung war umrahmt von Gesängen, die von den Schülern der 1. Klaffe und vom Gesangverein stimmungsvoll vorgetragen i worden war: der darin enthaltene Tausendmarkschein ferne. Daraufhin wurde gestern der Schreinerlehrling W. Weber von hier verhaftet und eifrig nach dem Gclde gesucht, da der Junge angab, er habe unterwegs das Geld einmal zählen wollen und dabei den Kassenschein verloren. Allein alles Sueben war vergeben«: vielmehr trat der Verdacht auf, datz er den schein unterwegs versteckt habe. Heute morgen wurde daher vom hiesigen I Amtsgericht unter Zuhilfenahme deS Gendarmeriewachtmeiuers IR e e s aus Butzbach mit seinem Polizeihund längere Zeil im Beisein des Lehrlings »wischen Robben und Unter-Schmitten nach dem Gklbc gesucht: aber alle Angaben deS Verdächtigen erwiesen sich als unwahr, und die Suche verlief erfolglos. Auch eine Haussuchung mit dem Polizeihund in der Wohnung der Eltern des Jungen blieb ohne Ergebnis. Der Lehrling blieb in Haft. Da die Shimmer des Kassenscheins bekannt war, ist er gesperrt. = Mittel-Gründau, 26. April. Der Firma Bal- lerstedt u. Co. in Hain-Gründau wurde Die jederzeit widerrufliche Erlaubnis zur Anlage eines Anschlußgleises an die Strecke Gießen—Gelnhausen (bei Kilo- I metcr 62, nächst dem Bahnhof Mittel-Gründau) und die I widerrufliche Erlaubnis zum Lokomotivbetrieb auf dieser Gleisanlage erteilt. Der Betrieb wird nach den noch zu I erlassenden besonderen Bestimmungen geführt werden. = Von hausen, 27. April. Der im Alter von Doggen. In der Abteilung deutsche Schäferhunde. konkurrierten 80 Tiere um die ausgesetzten Preise. Die Mehrheit dieser Tiere waren schön gebaute Exemplare, denen man dre Psiege aniah, die ihnen von ihren Besitzern zu teil wird. Auch die Dobennann- Pinscher und die deutschen Boxer nahmen eine stattliche Reihe von Boxen in der Ausstellung in Anspruch und bildeten emen ganz besonderen Anziehungspunkt für bte »unbeirtirnbe und Züchter. Das Geschlecht der Pudel und Spitze war nur m wenigen Exemplaren vertreten. Diese früher im Hau« so gern geiebenen Freunde der Menschen scheinen immer mehr zu verschwinden, weil die Mode, die auch aus dem Gebiet der Hundehaltung regiert, von den beiden Rassen sich abgeroenbet hat. Dagegen waren bte Pinscher reckst zahlreich vorhanben. Recht viel würben beionberS von der Damenwelt die Zwerghündchen bewundert, unter denen allerdings Exemplare in einer Kleinheit vorhanden waren, daß man sie bequem in der Tasche rnitnehmen konnte. .. Am Schluß der Ausstellung war bte offizielle Prämiierung«- liste noch nicht zusammengestellt. ES kamen nicht weniger als 130 Ehrenpreise zur Vergebung. WS tzW Sys» Krc.S Schotten. Ruppertsburg, 26. April. Ein oberhessisches Bauernfest soll im Sommer hier stattfinden, zu dem bereits eine Anzahl Redner gewonnen ist, darunter auch der Reichs tags ab g. Dr. Werner-Butzbach. Kreis Friedberg. w. Bad-Rauheim, 27. April. Ter Vorstand der Groß- herzoalichcn Bade- und Kurverwaltung, Geh. Baurat Tr. E s e r und der Großh. Kurdirektor Oberst o. Frankenberg und P r o s ch l i tz waren heute von der Kaiserin zur Tafel geloben. Starkenburg und Rheinhessen. (!) Mainz, 28. April. Am Samstag abend gegen 6 Uhr belustigten sich mehrere Kinder damit, eine auf dem städtischen Anschlußgleis beim Hauptgüterbahnhof eingebaute Drehscheibe in Betrieb zu setzen. Hierbei geriet ein fünfjähriger Knabe zwischen die Laufschienen und einen Vorleger, und wurden ihm beide Füße nahezu abgedrückt. Tie sofort herbeigerufene Sanitäts- I kolonne verbrachte das schwer verletzte Kind in das Rochus« Hospital. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. Hessen-Nassau. )( M a r b u r g, 28. April. In der Nähe der Universität kollidierte heute nachmittag die elektrische Straßenbahn mit einem Automobil, wobei ein Insasse des letzteren 27. April. .5,SÄ rLIe auf dem Mf Luftschiff ben -iMonern an Bord ,2 landete. Leutr . ■ :um ersten Male a ÄfünsWgemUl daqelande bet Frescal Lin de-M Hriedrichshafe . q 12" ist heute morgi Isiustättenfahrt a Lee. ——, Der Unt; «rüffel. 27. « Mlltlrloiiserenj Ui gelte rzfä Beerraert zu et hat beschloffen, die zum Ähutze bi ■jyaaleit Reglementimmc Die Unteriu Sufbington, 27. joint Temple", Meere, ii? Position ungenau fs deS „Mount Temple' .n Er verlas eine .Lsnocht, darunter sl M, daß die „Frank ibtrftcroart der „T biffine seien erst 50 2 i geweckt worden. bestritt, daß die - 15. April neu zu vesi Aashington, 27. -3 aus die englische Ki 7 den Untergang der fW der „Tiianik" hc ;-a '^runb iui Veschvt an vie brüische Wevorder Mmvser mit 2 M ganz nahe an • * -‘t lammen würde. Pi "'u E hielt die B« 1 r Ampfer in dn Näh . Washington, 2L .Eätwilligkeü aus, ^>.iruhrung einer grö ' -laat^wariementä » Ehrung bei ber' . «öl&injton, 98 des Tenatsaussck WWW «n Informationen^ , . t>ie pariiei x 27. y/hrif die Untersuch fc;1* U ffij?1?".00 Schl, KT habe LiMoufe« in 5 Stapettauf deS Linienschiffes Ersatz Aegir. Danzig, 27. April. Der Stapellauf des Linienschiffes „Ersatz Aegir" fand in Gegenwart des Königs von Sachsen, des Kronprinzen und der Kronprinzessin statt, ll. a. waren anwesend Staatssekretär v. Tirpitz Gesandter v. Salza und Lichte, der Militärbevollmächtigte Generalmajor Leuckart v. Weisdorf, Staatsminister Gras Vitztum v. Eckstaedt-Tresden, Oberwerftdirektor Kontre- admiral v. Holleben-Danzig, der kommandierende Giene-1 ral des 18. Armeekorps v. Mackensen, der Kommandant von Danzig, Generalleutnant v. Baerenfels-Warnow, Oberpräsident von Jagow, Regierungspräsident Förster, Oberbürgermeister Scyoltz-Danzig, eine Deputation des Dragonerregiments König Atoert von Sachfen, Vertreter des Deutschen Flottenvereins und des Landesverbandes von Sachsen. Nach dem Stapellauf nahm der König den Vorbeimarsch der Ehrenkompagnie entgegen und begab srch zu Wagen mit dem Kronprinzen, von Husaren eskortiert, zum Danziger Hof, wo ein vom Staatssekretär des Rerchs- martneamtes gegebenes Frühstück stattfand. Bei dem Stapellauf hielt König Friedrich August von Sachsen seine Tauf rede, in der er sagte: Mein ganzes Haus und Land sind gleichzetttg erfüllt mit hoher Freude, und herzlicher Zustimmung tm ganzen Reiche wird es begegnen, daß nach dem Willen S. Maj. dos Kaisers dieses Schiff dem Gedächtnis eines Monarchen geweiht fein soll, der getragen von der Liebe Seiner Sachsen, von dem Vertrauen aller ctniad), aber doch architektonisch roir(|am von der Lollat- Eisenbeton-A.-G. hergeitellt. Kreis Lüvingcu. Nidda, 28. Avrll. izm gieiigct Möbelfabrikant hatte am Freüag nachmürog einen Lehrling mü 1300 Mark nach Unter-Schmitten geschickt, die in einer dortigen Holzschneider ei bezahlt werden sollten Der Empfänger merkte sofort, daß 1000 Mark an dem angegebenen Betrage reyiten und verständigte telephonisch ben Foor stauten. SU tr aah üxk geöffnet zu Mitgliedern des Landwrrtschastslammer-Ausschusses. Im 7. Wahlbezirk Herbstein-Ulrichstein Büraermeister Jost-Bermuthshain als Mitglied der LandwirtschaftSlam- mer; Bürgermeister Rühl-Ulrichstein und Büraermeister Heitzenröder-Nieder-Moos zu Ntttgliedern des Landwirt- jcha>tskammer-Ausschusses. Sämtliche Herren, mit Ausnahme des Pächters Junker, hatten auch in der verflosfenen Wahlperiode die beiden Wahlkreise vertreten. ^oheefl v e,r^8t meinen ;/ndeiA Unig8teu ^ltt|took 8170 Im 11. Bezirk Worin«: Bürgermeisier SDetonomicrat Mahler-HerruS- heim. 12. Bezirk Pieddcysheiin: Jatob Heinrich Stauf^er-Wachen- heim. 13. Bezirk Alzev-Oder-Flörshcun: Karl Brand-Gon- Oderttheim. 14. Bezirk Flonheim-Gan-Bickelheim: Bürgermcistcr Roemer-ErbeS-BüdeSheim. 15. Bezirk 5prenblingen*tu)üll|icin: Bürgermeister Eibach-Pjaffen-Schwabcnhcün. Sänfte allgemeine Ausstellung von Hunde. aller Haffen in tvi.tzen. iy. Gießen, 29. April. Die vom Verein Hundeioort jur Gießen und Um- gegend E. V. gestern auf ber Ltebigshöhc txraniuiitete Hunde- Ausstellung hatte sich bei gümagem Wetter eines Massen- besuck)« zu erfreuen und die Besucher ivaren uoer das zur Scpau Gestellte hoch beffiedtgt. Allerdings stellten die 300 ausgestellten Tiere ihrer Zahl nach zwar nur eine mittelmäßig beschickte Schau dar, aber die Qualität ber Hunde ging durchschnittlich über das hinaus, was unsere früljercn Hundeausstellungen geboten haben. Wundervoll waren vertreten Jagdhunde, darunter zahlreiche erstklassige Tterc in beuiiütcn Von.te^utioeri, tui^aar.g foivahl wie langhaarige, und Dachshunde, sowie ^-oxterriers. Bewundert wurden, besonder« von den Laien, die tn der Abteilung Wack'- und SchM>ttunde ausgestellten Riesen unia Dem Hundegefchlecht, bic St. BerichardsHunde, Neufundländer, Leonberger und die deutschen herauögeschleudert wurde und Verletzungen erlitt. Der I Ltraßenbahnwagen und das Auto wurden bcfdjäbigt. ± Gladenbach, 28. April. Am Frettag wurden auf der alten Straße tn der Suppach zwischen hier und dem Ärofdorfer Wald an derselben Stelle, wo Anfang des vorigen Jahrhunderts die Post ausgeraubt wurde, zwei Zigeunerinnen in Begleitung eines übelberüchtigtcn Vagabunden Elkan fest genommen und in das hiesige Amtsgerichtsoesängnis eingebracht. Ein weiterer Mann, der bei den Verha.teten war, konnte in dem dichten Walde entkommen und blleb verschwunden. Eine der verhafteten Zigeunerinnen hat zugestanden, daß der flüchtig gegangene Mann einer der gesuchten Bruder Ebender war, der in der vergangenen Woche in Lohra bei einer näher bezeichneten Familie drei Nächte hindurch Untev- kommen gesunden hatte. Es wurde |e|tgeftelli, daß die im Gladenbacher Gesängnis schon länger in Ha,t befindlichen Zigeuner sich mit Stammesgenossen, die nachts dem Gefängnis sich nähern, Zwiesprache halten bezw. sich durch Zeiafen mit der Außenwelt verständigen. Die Möglichkeit etrügereien bamit dazu ist natürlich für die Folge beendtgll ausge.uhrt werden könnten, sei hiermit davor gewarnt. w. Wiesbaden, 27. April. Der im 78. Lebensjahre ’♦ Einen widerlichen Auftritt verursachte gestern stehende Generalleutnant z. D. Friedrich v. Haugwitz be- nachmittag eine dem Trunk ergebene und gegenwärtig obbatf * ging heute sein vO^ähriges Mllitärjubtlüum. Aus diesem lose Fran. Sie erregte öffentliches AergerniS unb, muüie in ist ihm eine Kaiser!. Kabinettsorder zugegangen, Polizeigewahrsam genommen werden, wobei fie den ss(bu61euten sUC£ß ihm die Erlaubnis zum Tragen der Uniform de« übel mitspielle unb einen logar in die Hand biß. ^rena^itr-R.giineniS stais.r W.lhelm Q., Z.oeitcS westpikuß. l Nr. 7, erteilt wird, bei dem er vor 60 Jahren dafür die neue getreten war. Ort werden in d. Wiesbaden, 28. Aprll. Heute konnte die Deutsch« Da» Banwert Gesellschaft für K a u f m a n n s e r ho l u n g s he i m e dtt ,7° , Feier der G r u n b ft c 1 nl e g u n a bes dritten x>tymt4 bt# Hechler-Giegen | gcljen einem Berghange im 28albe bei bem Bahnbos CHaussee- bau« wirb fich bas dritte Heim der Gesellschaft erheben. 164 Jahren zu Bübingen verstorbene Lehrer Ehr. Schwalm, .üfunbrn. wurden in »»'«"se SOrinneirilt »« M 1874 di. di.fi«. Sch..!. ,..n»chft «Urin, noch Er. die sich wieder in je b Ran.rtabtooitfn mit einem aemLHIten ncht.ma der zwe.i.n Kinsie^ dl. 1. Stelle bi« zu ferner im Obmann und deffen Stellvertreter .intellten. fll..derdem H.Y"n Herbll. erfala'.n Pem.on.er>.nsi verwaltete, wurde ben e fallen noch 60 Lebrl.ng. .6« Tellnal,.... angemeldet haben, unter auü.rard.ntl.ch nro6cr Beteiligung der ganzen «e.nemd. Nachdem die Jugend in Liüen emadragen war, wurde sie und ni'l» «o legen au« nah und een auf dem £>«rnbaaget b.« San.Stag nachmittag 4 Uhr .ntlasien und foll sich dann Sri.dbat. zur letzten Ruh. beftattell Kn.ger. und wefang. auf d.m Trieb wieder zufammenfinden. verein hatten es sich nicht nehmen laffen, ihrem Gr.inder und .. Di.Äikßen-r freiw^ F e u. r w eh r hielt diefer langzahrig.n Präsidenten die letzt- Ehre zu erroeifen und zum Tage tm CafS Ebel ihre ordentliche L aup t° er f am m- Zeichen der Lieb, und Tanlbarkeil Kranze an feinem Stabe sunO ab Drandinsvektor Wiaanbt gab den Jahresbericht nikberzulegen. Auch da« Lchrerkolleqmm des BczirkSocrem« W Sewert ll.-Sung-n, Durg.^uler Rillos-Stem- datz sich noch viel- fdb|tänbige Leute zum Bei- ^ber-Ofleibm^(Bür^ermeister^De^Bgßf^"^e®bo^'S?ciu-Grüu-! lrid ^Euer^y.e^r-, berg). 5. Bezirk Alsselb-Groß-Felba: Oekonornierat Gustav für 2ofahrige Drenftzeit erhielten brer Mitglieder. ^ie Korell- Angenrob (Oekonornierat Heinrich Enaclanb-Altenburg, vorgetragene Reckfnung war von der ^inanzkommisf ion des Eduard Lutz-Elpenrob). 6. Bezirk Lauterbach-Schlitz: Mühlen- Vorstandes und der Rechnungspcü,ungSkommisiron ge» bescher Karl G o p p e l - Pfordt (Wilhelm Euler-Haar, Hermann yrüjt morden und dem Rechner wurde von der Versamm- Junker-Grebenau). 7. Bezirk Herbstein-Ulrichstein: Sürgermcifter [unfl Entlastung erteilt, ebenso sand der Voranschlag für mriü«CRa‘Ötonb«^bD9. fa1SaM: AL der zum Brandmeister des Wschz^°s August Dickvrsi germeister V i e h l - Rainrob (Theobor Eellarius - Schotten, zum Brandmeister des 2. Loschzuges, Adolf Bourgeois zum Bürgermeister Lehr-Ruppertsburg). 10. Bezirk Nidda-Echzell: Schriftführer, Wilh. Rtebel zum Rechner Im 1. Losch- Gustav Mogk - Grund-Schivalheim (Bürgermeister Schmidt- wurden als 1. Obleute (Gerätefüyrer) gewählt: Rub. Echzell, Jakob Schuch-Hos Schleifeld). 11. Bezirk Büdingen- Röoiger für die große mechan. Leiter, Fritz Wenzel für Altenstadt: Wilh. B ä h r I. - Rohrbach (Hemnch ©d)id-^icbati, steinertoaaen Peter Berg für Metzer Spritze und Will). WÄ-iWÄ N°"«ur ^rantenwagen^ Jm^Lös^u^^Kad Gm- wd?(OdonoMerat^Mws^Äh^-Fwrj?adt^Bürg^rm"tstrr'Mö?kr- Rettungswagen.^Jofcph für Ockstadt). 14. Bezirk Bad-Nauheim: Karl B r e i d e n b a ch-Tor- Spritze und Georg Kraus für Hybrantenwagen. Für oom- heim (Bürgermeißer Geibel-Ober-Mörlen, Bürgermei.ler Leoparb- mer 1912 sind 12 Hauptübungen vorgesehen, bte erste fm- Melbach). 15. Bezirk Butzbach: Friedrich F e n ch e l - Griebel pet am 6. Mai statt. (Friedrich Häuser Ill.-Nieber-Weisel, Wilhelm Fcnchel-Ober-Dör- ♦♦ Ballonaufstieg. Gestern stieg ein Lüftballon gern). In Starkenburg wurden zu Mitgliedern der Land- mit einem Führer und drei Passagieren auf, der gleich in 900Meter wirtschastskammer gewählt: 1. Bezirk RüsselShcim-Trebur: Aug. Hzhx. gino- überjlog das südliche Gießen und wandte sich Nuhlanb-Trebur. 2. Bezirk Groß-Gerau: Dr. Dehlinger-Weiler- gfjer Klein-Linden nach Wetzlar zu. In ber Nähe bes Stoppelhof. 3. Bezirk: Griesheim-Gernsheim: Geheimrat Haas-Darm- hexgs flog er wieder südlich bis Usingen, von wo aus bic Bik - stabt. 4. Bezirk Darmstabt: Oekonomierat Fritsdf-Tilshosen. g xLuise gesichtet würbe. Nun begann ber Ballon plötzlich 5. Bezirk Ossenbach-Langen: Ebuarb Viehmann-Rumpcnheim. iu fallen, fo baß bas Schleppseil zur Hälfte über bic Erbe 6. Bezirk Scligenstabt: Bürgermeister Martin Wen^el-Hainftabt. schleifte unb man sich auf eine Lanbung gefaßt machte. Nach 7. Bezirk Babenhausen: Bürgermeiilcr Krapp-Sickenhojen. 8. 23e- turser Zeit stieg der Ballon jeboch toieber auf über 2000 Meter Mt! Groß-Umstabt: Oekonomierat Jakob Walter XVI.-Lengseld. ^b wandte sich über die Tauiiusruinc Alt- und Neu-Wellnau 9. Bezirk Dieburg-Reinheim: Georg Heil-Habitzheim. 10. Bezirk ^nb Reifenberg !tnu> bein Fciooerg, der tief unten nichts Groß-Bieberau - Reichelsheim: (Wahlergebnis steht noch aus), mehr von seiner Höhe erkennen ließ. Man hatte ben Einbruck,! 11. Bezirk König-Höchst--Micheluadt: Abam Bär Il.-Lan^en- ducke er sich furchtsam vor dem Ungetüm, was über ihm flog. Brombach. 12. Bezirk Erbach Wimpfen: Bürgermeisier Schwmn- Rebt [am Wiesbaben in Sicht, aus bas ber Ballon zuflog. Schöllenbach. 13. Bezirk Fürth-Walb-Michelbach: Dclonomietat Änr, üoc Wiesbaden überlegte er es sich aber anders unb roanbte Trautmann-Rimbach. 14. Bezirk Bensheim-Heppenheim: Guts- mehr nach (y r a n f i u c t, uni X'iuut L.4U llhr bei Hochst Pächter Konrab Keutzer-Hos Stubemvalb. 15. Bezirk Lampertheim- in 23U0 Meter Hohe ben Main zu überfliegen. Als Lanbungsplatz Biblis: Jakob Fnebrich II.-Groß-Rohrheim. In Rheinhessen Wurbc der Griesheimer Sanb ausgcwahlt, jeboch begann würben zu Mitgliebern der Landwirtsa-allskammcr gewählt: 1. 25c- ^r Ballon wieher plötzlich in rasender Geichwinbigkeit zu fallen, »irk Bingen: Bürgermeiitcr Scholl-Aspisheim. 2. Bezirk ®au- ,-0 daß bie Landung schon in Walldorf um 2.26 Uhr vor- Algesheim: Johann Eberle IV., Gemeindeeinnehmer, Wolssheim. genommen werden mußte. Auf den starken Bobcnwind war ber 3. Bezirk Ingelheim: Bürgermeisier Saalwächter-Nieber-Iiigel- ^hrer bei ber 2Binbitillc in bet Höhe nicht gefaßt, so baß es beim. 4. Bezirk Mainz: Nikolaus Möhn-Laubcnhcim. 5. Bezirk ^rn sebr tu gute tarn, bi* bic Bewohner lieber eine ®ccrbijung Obcr-Olm-Nicber-Saulheim: Bürgcrmeiitet Adam Schott I.-Es'iCn- Stiche liepen und im WGMWd» Tatin 5 'Owie einen Posten Handtuchstoffe 78—88 68-78 47—60 40-44 40-45 40-44 35-38 80—34 26—00 Hüte, Blusen. Schürzen. Flore. Schleier Crfcpe. Krawatten, Schwarze Seidenstoffe Ml. 60-65 45—49 74-81 77—Mö 66-70 60-68 46-67 und edinfe schleppend, oueueitoutt, Schweine licher Ueberstand. 70.00—78,00 68.00—7 L0) Freibank echsenffeii» 70 Pfq. [B*/, 92-98 86-99 76-83 54-58 60-63 46-49 Sohnes. Bruders, meinen innigsten W itts took Dank. und Giessen, am 29. April 1912. Namen der trauernden Hinterbliebenen: Alma Vogt geb. Oertel. 90—95 81—89 FABRIK L) SelterswegS. Lchwe ins. Polllleifchige Schweine von 81 — 100 kq* Lebendgewicht ........ Hiohi.tmuiqe Schweine unter 80 k? ItebeiidgeiöiM ...... yoUncifdiifle Schweine von 100 —120 kg Lebenogewicht aiolifietiaiirtc -Lchweine von 120—150 kg Lebendgewicht 21iiiuid>er U)etierDerid)t. Wetteraussichten in Hessen für TienStag, den 80. April 1912: Wechselnd bewölkt, vorwiegend trocken, kühl, in höheren Lagen Nachtirost. frttt. auhergewöhnlich billig. Wm.-eiilillgN'L Preis hlt 100 Psd lieoenj» o-ma.Qi- geiuicüi Die pariser Hutomobilbanöiten. Paris, 27. April. Nach einer polizeilichen Mittet» lung hat die Untersuchung ergeben, daß die Behausung Ttd anarchistischen Trödlers Gauzy in Petit-Jvrl) den ^utobanbiten als Schlupfwinkel und zum Zusammen» kunftsorl gedient habe. Ter Untersuchungsrichter fand im fall er des Hauses in Lampenruß den Namen des Auto» iHuriie. te. Frankfurt a.«. Biedho«» Narktberi dit vom8^.Avril. Auftrieb 15-iti 9iinder, darunter Ochsen 657, Bullen 68, Kühe und das wegen seines Wohlgeschmackes, seiner milden, sicheren Wirkung mit Recht beliebteste Mittel zur Regelung des Stuhlganges und Verhütung von Verstopfung für Erwachsene und Kinder sollte in keinem Haushalt fehlen. Von zahlreichen Aerzten wärmstens empfohlen. Originalblechdosen mit 20 FruchtkonfitUren M. I.— Man hUte sich vor minderwertigen Nachahmungen und verlange ausdrücklich LAXIN. eet,/1 London, 29. April. Tie bei bet „Titania-Katastrophe geretteten Seeleute sind gestern hier angekommen und auf den Docks unteraebracht worden. Dem Publiwm nmrbe der Zutritt zu ihnen nicht gestattet, da man vorher die Beendigung des Verhörs abwarten wollte. Nach dessen Beendigung fahren die Leute nach ihrer Heimat Southampton. 300 Pfund Sterling, die aus Amerika für sie eingetrofsen sind, wurden an die Seeleute verteilt. Schirme werden repariert, sowie neu überzogen ichuell und billig. C*l. Färsen *26» Kälber ^auS in Choisp le Roi, das den Automobilbanoiren alS Zufluchtsort dient, Heute früh eröffneten die Banditen auf die Beamten und Pioniere, die hin- »ugezogen waren, um das Haus in die Luft zu sprengen, ein regelrechte- Feuer. Tie Pioniere entzündeten um a/*12 Uhr zwei Tnnamitpatronen bei dem Dause, in dein sich. die Automobilbanditcn befanden, ohne jedoch einen Mauercinsturz zu erzielen. Im Innern des Hauses ertönten Rcvolverschüsse, weshalb angenommen wird, daß die Banditen Selbstmord verübt haben. AlS man in daS HauS eindrayg, wurde B o n n o t schwer verletzt, der Eigentümer Dubois tot ausgefunden. Letzte Iladmcbtcn. Ter Aufstand in Marokko. Paris, 29. April Ter „Matin" meldet aus Fez vooi 25. April, daß man noch nicht sagen könne, daß jede AufstandS- g e sa hr beseitigt sei. In der letzten Nacht fei auf offener Straße ein Gewehrschuß auf einen französischen Wachtposten abgegeben worden. Gegenwärtig sei man damit beschäftigt, den Einwohnern die Waffen abzunehmen. In einzelnen Bezirken habe man Tausende von Gewehren beschlagnahmt Nieren- u. Blasenkranke finben burd) Altbochhore- ter Jlarknprudel Stark- quelle raschErleichierunau. Hilfe. Die Nierenarbeit wird wohltuend erleichtert, Land, Gries, Steine aufgelöst und fortgesvült, die Harnsäure gebunden und Schmerzen Drücken, Brennen schnell behoben. Bon -ablr.Prosefforea u. Aerzten glänzend begutachtet Ft 95 Pf. in der Uni verntäts Ävotbeke z. gold. Engel u. in den Drogerien (c. Seibel, W. ttilbinger, A. Noll, Q. Schaaf u.E.Nou Preiselbeeren! feinste, ohne Syrup, mit 50% Raistnade dick eingekocht in 12*/»*» 6-, 2*/f, 1-, '/^Silo-Packung, nur für Wieder- ve käufer, billigst 3163 Benner & Krnmm, mmche Herren, mit Austen auch in der verflossenen L eise vertreten. itten. il. Ein oberhesslschek frier stattfinden, zu dem«- men ist, darunter auch bv ; hbach. £9*2et SßarilanbbetM üum Geh. Baurat Tt öset Ä v Frankenberg und f ■Ä*E ■mcsäkTI “en M-d kämm engt zogen. Autzeroem wurde »u u ^a^cu v-vtixtiuu uS^Sidlung unter Polizriaufficht verurteilt. Berlin, 27. April (De r Antrag des Staats- anwaltS im Mctbylalkoholprozeß) In dem Pro- ^eß gegen S ch a r m a ch und Genossen wegen frr Methylalkohol- vergii ungen war der heutige Tag durch das Plödoper deS Staats- anwallS ausgefüllt, der mit einer einstündigen Pause von 9 Uhr vormittag biS gegen 4 Uhr nachmittag iprach. irr beantragte gegen Zcharmach wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung, sowie auch evtl, wegen Betrug? fünf IahreGefüngniS und 10 3 obre Ehrverlust; gegen MeyenundZastrowje zwei Zahre Gefängnis und gegen Dahle neun Monate Gefängnis -ttn Angeklagten Rcdomski beantragte er freizusprechen. Darauf wurden die Verhandlungen auf Dienstag vertagt. München, 27. April. Tas Schwurgericht verurteilte nach zweitägiger Verhandlung den 25 jährigen Maler Albert Speckner, der am 18. Tczember 1911 an der ll jährigen MaurerStochter ffrieda Bracher ein SütlichkeitSverbrechen verübt und dann daS Lind durch Ersticken getötet hatte, wegen Sittlichkeitsverbrechens und Mordes zum Tode und zu 4 Jahren Zuchthaus. TodeSAnzcige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die fchiiierzliche PiilieUung, daß mein guter Mann, umer treuiorgender Baler, Schwiegervater und Großvater Herr H. inrich Hardt, Dirnstmann nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von 70 Jabren Samsiag nachmittag 2 Uhr sanft entschlafen ift Die trauernden Hinterbliebenen: I. d. Nu Margarethe Hardt. Gießen IFrankfurter Str. 23», 29. Avril 1912. Die Beerdigung findet am DienStag. den 30.Avril nachmittags um 3 Uhr von der Savelle des neuen Friedhofes auS statt- 3167 Ochsen. Vollllellchiae, rtufncmhftete, höchsten Schlacht- wertes, 4—7 Jahre all die noch nicht gezogen haben (nugcjocbte) . . Jni'ge fleischige, nicht auSgeniäsiete und ältere auSgeinästete ..... ..... Bulle ii. Vollsteiichige, ausgewachsene, höchsten Lchlachtw. Bollfleischige, jüngere . Jar|en, K n h e. Vollsteischige auSgeni. Färsen höchst. Lchlachtw. Loilfleiichige aiisgeinäsietetiühe höchslenLchlacht- wertes bis zu 7 Jahren wenig gut entwickelte Järfen ältere auSgemäslele Hübe . 'Mäßig genährte Mülie und Färsen Gering genährte Hübe und Harfen Halber. Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... bleiiiigere 'Man- und gute Saugkälber . . . Geringere Saugkälber . . . ..... c n> n * e. Etailmauicbafe: Mastlämnier und jüngere Masthammel . . . a»/,J Auswahl und Muster bereit willigst. A. Salomon & Cie. (llftidMfrobrt. Metz, 27. April. Seutnunt Braun ist mit seinem Taubeapparat gestern abend 6 Uhr 35 Min. von Saarbrücken zurückgeflogen und aegen 7 Uhr 20 Min. hier glatt gelandet. Tie heutige Nacht ist zu mehreren Flügen benutzt worden. Tas Parscval-Luftschiff fuhr um 2 30 Uhr heute früh von hier nach Straßburg ab. Es kam dort gegen 6 Uhr 5 Min. heute morgen in «Stdyt, fuhr in schnellem Tempo über die Stabt und landete um 6 Uhr 15 Min. bei der Halle aus dem Polygon, die nunmehr zum ersten Male von einem Lu'tschisf benutzt roirb. Leutnant Car ganice flog heute früh 5 Uhr 40 Min. mit einem Leutnant von den 9. Dragonern an Bord nach Saarlouis, roo er um 6 Uhr .54 Min. landete. Leutnant Reinhard voUführte heute früh zum ersten Mnle auf seinem neuen Doppeldecker insgesamt fünf Flüge mit jedesmal einem Passagier über dem Fluggelände bei Frescaty und war damit insgesamt eine fctunoe in der Luft. Friedrichshafen, 27. April. DaS Luftschiff „L. Z. 12" ist heute morgen 7 Uhr 20 Min. au einer weiteren Werkstattenfahrt aufgesliegen und kreuzt über dem See. Der Untergang der C tank. Brüssel, 27. April. Das Bureau der Internationalen beerechtslonferenz ist gestern unter dem Präsidium des Staatsministers Beerraeri zu einer Sitzung jufammengetreten. DaS Surean hat beschlossen, die Frage der Verhütung und Bvrsichts- maftregeln zum Schutze von Mensck)enleben auf See zur internationalen Reglementierung in eine eingehende Prüfung zu nehmen. Die Untersuchungen vor dem Senat. Washington, 27. April. Der Kapitän des Dampfers Mount Temple", Meere, sagte aus, er glaube, die „Titanic" tdbe die Position ungenau angegeben. Er bestritt, daß die Passa- 6 erc des „Mount Temple" die Notsignale der „Titanic" gesehen hätten. Er verlas eine Fülle drahtloser Meldungen aus der Unglücksnackit, darunter solche des Dampfers „Frankfurt", die j-fagien, daß die „Frankfurt" zur Hilfeleistung herbeierlte. — Ter Cberflcroart der „Titanic", Cunningham, sagte aus, die Bafiagicre seien erst 50 Minuten nach dem Zusammen- i o B geweckt worden. Der Direktor der White Star-Linie, Z-ranklin, bestritt, daß die Gesellschaft versucht habe, die „Titanic" sm 15. April neu yu versichern. Washington, 27. April. Senator Smith nahm heute Vezug auf die englische Kritik über die Leichng der Untersuchung über den Untergang der „Titanic". Smith sagte, die meisten Lffiziere der „Titanik" hätten ihm persönlich versichert, daß sie feinen Grund zur Beschwerde hätten und daß sie keine Beschwerde an die britische Botschaft gerichtet hatten. Ein Matrose der „Titanic" sagte vor der Hoipmission aus, daß, als die „lüanic" sank, ein Dampfer mit 2 Lichtern am Mast zu sehen war^ DaS G-diirf fuhr ganz nahe an uns vorüber und wir dachten, daß es zu Hilfe kommen würde. Die Rettungsboote fuhren auf diese Lichter zu und dao hielt die Boote zusammen. 'Drei Stunden lang blieb der Dampfer in der Nähe, aber er gab fein einziges Signal. « Washington, 28. April. Das Staatsdepartement sprach die Bereitwilligkeit aus, an der internationalen Konferenz zur Herbeiführung einer größeren S icherhe i t des Verkehrs auf dem Ozean teilzunehmen. Der stellvertretende isekrelär deS Staatsdepartements, Wilson, erklärte, Deutschland tverde die Führung bei der Vorbereitung der Konferenz Übernehmen Washington, 28. April Senator Smith, der Vorsitzende des Senalsausschusses für die „Titanic"-Untersuchung, hat sich telegraphisch an die d eu t s che,R e g ie ru n g gewandt und um Informationen von dem Dampfer „Frankfurt" gebeten. vermischtes. • Heidelb era a l s Gartenstadt. Aus Heidelberg, 27. April, meldet uns ein Privattelegramm: Aus einem vom badischen LandeSwohnungsverein veranstalteten, sehr zahlreich besuchten Vortragsabend befürwortete der Hauptredner Dr. Kampfm ey er-KarlSruhe und Geh. Justizrat Dr. V o h s e n - Heidelberg die Errichtung einer Garten st adtznHeidelberg. Oberbürgermeister Professor Dr. Walz gab namenS der Stadtverwaltung die amtliche Erklärung ab, daß der Heidelberger Stadtrat vorbehaltlich der Genehmigung des Bürgeraus- schusseS bereit sei, die Errichtung einer Gartenstadt in der Weise zu unterstützen, einer zu aründenden Ballgesellschaft em genügend großes Gelände unter noch zu vereinbarenden Bedingungen bereitzustellen. * Wassernot durch Rohrbruch. Aus Nikolassee, 27. April, wird gemeldet: Heute nachmittaa gegen 6 Uhr entstand in Beelitzhof ein Wasserrohrbruch der Charlottenburger Wasserwerke Aktien-Gesellschaft. Beelitzhof war fast gänzlicy überschwemmt und unter Wasser gesetzt. Im Restaurant Beelitzhof geht das Wasser bis zur Tischhöhe. Zahlreiche Feuerwehren der Umgegend und eine große Anzahl der Arbeiter der Wasserwerke sind damit beschäftigt, die Maschinenhäuser auszupumpen und die Bruchstelle zu dichten. Man hofft, daß sie in der Nacht fertig werden. Friedenau, Charlottenburg, Schoneberg, Halensee und Grünewald sind gänzlich ohne Wasser. Kleine Cageschronik. Ju Berlin erbeuteten in der Nacht zum Sonntag Geloscl)r»'.nkknacker 40 bis 50 000 Mark Juwelen aus einer Pfandleihe. Sie brachen von der über dem Laden liegenden leeren Wohnung ein Loch in die Decke und ließen sich mit Strickleitern hinab. Auf demselben Wege haben sie dann mit ihrer Beute die Flucht ergriffen. Bei Schlachtensee ließ sich der etwa 13jährige Schüler Wonneberger aus Berlin von einem Zuge überfahren. Er war sofort tot. Der Grund ist unbekannt. Ein mit mehreren Personen besetzter Kraftwaben rannte auf der Chaussee zwischen Duisburg und Vier- s e n in der vergangenen Nacht gegen einen Chauseebaum. Tie Insassen wurden schwer verletzt und der Wagen zertrümmert. , , Trotz schärferer Ueberwachung riajteten streikende Winzer in den oberrheinischen Weinbergen erneut große Zerstörungen an. Es ist noch nicht gelungen, der Täter habhaft zu werden. In M.-Gladbach feuerte der Arbeiter Schotten auf seine verheiratete Schwester und deren 14jährige Tochter, an der er sich vergangen haben soll, mehrere Revolverschüsse ab. Er verletzte das Mädchen lebensgefährlich durch einen Schuß in die Lunge. Der Täter ist flüchtig. In Wechselburg in Sachsen wurde das erste Deutsche Veteranenheim eingewriht. Zwanzig Veteranen aus den Kriegen von 1866 und 1870/71 sind die ersten Ansasfen. Bei dem Dorfe H e ck e r i tz auf Usedom geriet ein Auto- mobil ins Schleudern und stürzte um. Von den drei Insassen wurde der Ingenieur Jahnisch von der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft in Berlin, der unter das Fahrzeug geriet, getötet. Ingenieur Bachmann-Stettin wurde schwer verletzt, während der Wagenführer, Ingenieur Ritter, mit einer leichten Quetschung der Schulter davon- In Genf ist der deutsche Konsul Goeerger gestorben. In Damaskus (Palästina) brach in der Nacht im Bazarvier tel ein Brand aus, der einen großen Teil des Viertels einäscherte und bisher nicht gelöscht werden konntx. DaS Gebäude der Ottomanbank ist durch das Feuer bedroht. Mehrere Tote sind bereite geborgen. Der Schaden beträgt schätzungsweise fünfzig Millionen. Kein G i c h 11 k e r vermäume eine häusliche Trinkkur mit der «•% AsamnnnnhUuiter Lithlonchermalqaelle Broschüre frei durch Brunnenverwaltung Gichtbad Assmannshausen am Rhein. Ihr» Itttl« Sendung habe (ch M chronischem, heftigem Blanenka- tarrh mit rieht gutem fr-folg ancjmoendn. MeiUcinelrat Dr. R. i, B Depot für Gteeem. Jean WelaeL T iephon »85. ic. Frauijnrt n. M., 29. April. (Criq.-Ietegr. bet „Gien Anz.') Amtliche Notierungen der heutigen Frucht niarktprei ie, Weizen chiesiger, Alk. 24.60—24.76, Kurhessifcher Alk. 24.50—23.75, Wetterauer Ulf. 00.00—00.00. Roggen (bieüger) 'Ulf. 21.00 bis c!2.i., Gerste tWetteraner) Gerste, Franken, Pfälzer, Ried kein Geschäft, Hafer Alk. 22.00—22.60, Mai« Mk. 18.50 bis 18.75, A.eizeniuel)l 0 Alk. 33.50—00.00, Weizenmehl 1 Alk. 00.'io—00.00, Weizenmehl III Mk. 00.00—00.00, Roggen- mebl 0 Pik. 27.00-2-.ÖO, Rogqemnebl 0/1 Mk. 00.00—00.00, Roggenwebl I Pik. 00.00-00.00, Weizenkleie Pik. 13.75-11.00, Weizen! balen Pik. 14 50-14.75, Aoggenkleie Mk. 11.50-14.75, Pialzkeiiue Pik. 13.90—14.10, Biertreber 16. iö—16.50, RapS nicht gehandelt, Wei^enlchalen 14.50—14.76. Alles ver 100 Kg. ab hier. fc Frankfurt a. M., 29. April. (Orig.-leieqr. des .(Ließ. Anzeigers'.) H a r t o H e ( ma r f L Man notierte: Kartoffeln in Waggons Pik. 8.60—9.00, im Kleinhandel Pik. 10.o0—11.00 iür je 100 Ng. Verkaufn- ■tellen durch diese« Plakat kenntlich. Fabrikant: Aucnat Jacobi, Darmstadt. 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