162. Jahrgang Zweiter Blatt r. 254 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag». stanz idilfpiel BahnhoÜ* 31 l Tie „Giehener Hamiliendlätter" werden dem »Anzeigert viermal wöchentlich beigelegk, dar „Kreistlatt |Br den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Tic „tandwirtlchastllchcn Zeit» tragen" erscheinen monatlich zweimal. v V r- -r id n: s- !N iv ch il- n. n- r- 5- ,s eS iS’ te- !e- IP en es !N- tdl eit- ts- ls- en jn; in- ls- icn er- m* int or- ibc iel. ite. ^s- »Ao bestimmt siall. Lorn abend Jnsanicrie-ÄenilM!! -finiter Villiclni Wr. r- wüchse, versteht sich, des bürgerlichen Lebens, denn .in hoher ?ldcl war selbstverständlich der Satire entrückt, — tm Keben hingegen von reinster Güte und einschmeick)elnder Höflichkeit. „Er schrieb Satiren und hatte keinen Feind," sagte ,em Schuler Mofrebuc von ihm, und ihm, dem Freunde aller literarstckxm Größen Weimars, konnte Herder in seiner Gedächtnisrede nut Fug nachrühmen: „Eine gefällige und friedfertige ^ccle hat der Verstorbene besessen, der an Einfalt des Charakters, an Güte des Herzens ein Kind, an unverdrossenem Fleiße und an Liebe zum allgemein Besten ein Mann, ein redlicher Mann war." schliinmst^r ^lr yu^iImmgcn tm:breitete sich wdann noch Geheimer Regierungsrat Professor Foerster (Berlin) über, „Moral und sogenannte .Staatsraison", woraus die Tagung gesckstonen wurde. stLma1 strahlende srmer gehabt. Musäus war am 29. Mär; 1735 zu Jena geboren, studierte P rGeologie und sollte die Pfarre in Fernroda bei Eftcmack er -n ten. Allein seine th.ologisckx' Laufbahn fand ein >ahes Ende, h'iin die Bauern weigerten sich, ihn al* Marr er zu nehmen, reii er an einem Tauiv.rgnügen leilgenommen hatte! Er wurde ltn Philologe und als solcher 1763 Pagenhofmeister in Weimar, 1769 ebendort Professor am Gnmnasium. ^inen Namen in r Literatur machte er sich durch seinen Kampf gegen Rtckaickion | Lavater Musäus, eine durchaus rationaliitisch gerichtete I »Qtur tvar ein abgesagter Feind aller Gefühlsduselei und Schwär nerei' In seinem anonnm erschienenen dreibändigen Roman c^randison der Zweite oder Geschichte des Herrn v. N." gelang ihm in witziger Form nicht so lehr.Rickrardion, wie dessen lefchmacklose deutsche Nachahmer zu trenen trotzdem er leibet k Wirkung durch breite Langweiligkeit stark abickstvachte. j-te | krkenntnis dieser Mängel bewirkte nach zwanzig Jahren eine Eckige, in zwei Teile zuiammengesckstoiiene llmarbettung. 1788 »ersuchte er sich noch einmal Mil Glück am dem Gebiete der ’-ttirc als er in seinen „Plmiiognonusck^n Reisen, voran ein Ylviswgnomisch Tagebuch," Lavater und die jrrmtger.es m seiner Äeise durch bis in die Sprache durckigesuhrtc Parodie trat. We Niger von Belang sind seine S in g spiel texte: „xaS Anstnsrs- n..dck>en" und „Die vier sturen des menschlichen Alters . Auch dais 17S5 erschienene Buch „J-reund ^eins Erscheinung m Dol- be-ns Manier", m dein er den Text zu R. Lck^llenbcrgb, rartentanz schrieb, erfriert in Eagsnioral Jn ie.nem Lwdes- vfK 1787 erschien ein Bändchen unter dem Tuet. straust- ieücrn", in dem er nach entlehntem Stoss wer Novellen veröffentlichte, platt und unbedeutend, deren Kern lüsterne Liebes - etoenteuer und plumpe Intrigen, bilben. 'Jiuiau» ilj^ eine in nscke Erscheinung des 18. Jahrhunderts, in dem ~ebcn und Dicksten noch durch Welten voneinander getrennt waren, sinnlich und lüstern in seinen Werken, — ein trockener, braver Philister am Leben: ein mit schirfern Witz begabter Satiriker gegen Aus- — Karl Goedeke. Dieser Name des heute vor einem Bierteljahrhundert, am 28. Oktober 1887, verstorbenen Literarhistorikers ist ein Begriff geworden. Wenn man ui dem Antiqua- riatskatalog eines deutschen Buchhändlers hinter einem dort angezeigten alten Buch den Vermerk lieft: „selbst bei Goedeke nickst genannt", oder: „Nickt einmal von Goedeke erwähnt , so bezeichnet das den Superlativ der Seltenheit eines Buches, denn in Karl Goedekes Lebenswerk „Grundriß zur Geschichte der deutschen Dichtung" ist eben nahezu alles erwähnt, was die deutsche Literatur bis in unsere Zeit hinein hervorgebracht hat. Das Werk ist eine Fundgrube literarhistorischen Wissens von autoritativem Werte, ein einzigartiges Denkmal von eckst beutf schein Gelehrtenileist, bas Karl Goedeke in die Reihen der unsterblichen einreiht. Die Laufbahn dieses Gelehrten war eigenartig genug. Am 15. April 1814 in Celle geboren, studierte er in Göttingen Philologie und Literaturgeschickste und lebte dann in seinem Geburtsort lediglich seinen privaten Studien und ckchte- nschen Arbeiten. In einem unter dem Pseudonvm Karl Stahl erschienenen aristophanisck^n Lustspiel „König Kodrus, eine -liß- geburt der Zeit", liest er seinem Mistmut über ine damaligen Zustände in Hannover, die zur Absägung der „Göttinger Sieben' geführt hatten, in satiriscker Weise freien Lam, Zustande, die es ihm versagten, einen Lehrstuhl an der vannovericken Landesuniversität anzustreben. Nack-dem er dann and noch Novellen und einige literarhistorische Arbeiten veröffentlick t hatte, trat er als Korrespondent in die Hahnsche Hofbuchhandlung in Hannover ein widmete sick aber doch vom Jahre 1846 an wieder ganz, abwechselnd in seiner Geburtsstadt Celle, in Göttingen und Hannover lebend, literarhistorischen Studien, denen zahlreiche Werke versckiedener Art enN'loi'sen. Erst als Hannover dann eine preu- gisck-e Provinz und Goedeke durch den ersten Band seines „Grundrisses" eine Berühmtheit und literarhistorische Autorität geworden war, wurde er, dem Greisenalter nahe, zum austerordentlichen Professor an der Göttinger Universität ernannt. Sein gesamtes literarhistorisches Schaffen ist ungemein reickhaltig und zeugt von Bienenileist und Sammeleifer seltener Art. — Mascagni über seine neue Over. Mascagni hat sein neues Werk, die Musik zu Gabriele d'Annunzios Tragödie „P a r i s i n a" nunmehr im Entwurf vollendet und in römischen Kunstkreisen erwartet man mit lebhafter Spannung nachmittag 2 Uhr, v steigere ich 'BalinlwM dahier, argen zahle 1. iReMneiMewaL:. - 30 Lorbeerbäume. 2.4'l^riUc Aiaarn,»^ Aiqarenen, 10 i hüte,Ä Paar Herm-i I iLadeneinrickia-sti- ichrankZPianmo,!,. i-lid, 1 5d)rcibtud)u.;-. Lersteigerung iu L r Zum 125. Todestag von Z. Karl August Itlufäus. Anr 18. Oktober waren 100 Jahre versttichen, seitdem die bi über Grimm die Vorrede zu ihnen Märck^u schrieben. f ftni >. Oktober nun begehen wir den Tag, an Pem der Vertaner >-r , .Volksmärchen der Deutsckxn" vor 125 Ja In en neitorbcn ist Hier 1 erricht eine völlig unterschiedene Welt, denn die Mu uissck ii Märckien sind keine editen Volksmärchen, londern eher iMärckxmNovellen zu bezeichnen. Eine sttaffe Handlung, eine fc-rgftiÜige Charakteristik, vfvchologischc Vinrieinerung und gute UAfd mückuiig der alten Mtsthen und Lokalsagen — denn richtige Zstksuuirck .n hat Muffius weniger benutzt — sind ihr ^vrzug, »ährend eine stark didaktisch? Note, rationalilttsche Erklarungs- ,-t und nickst iinaiifdringlicke Anspielungen aus nwdernes Leben md Literatur ihrer Unbefangeiih.rit und dem Märchenduft Abbruch "in Trotzdem haben sie eine breite Wirkung und .viele Nack>- Montag, 28. Moder M2 Rotationsdruck und Verlag der Br ü! I'lchen Universität- - Buch- und c tcinbrudcccie R. Lange, Siesten., Redaktion, Expedition und Tnicfcrei: Schul» slraste 7. Erpedltiou und bei lag: 31. Redaktion.«^S112. Tel.-Adr.:AnzeigerLiesten. politische 2age,schau. Teutschtn-Hehe in England. Welch unsinnige Blüten die Deutschenfurcht in ®ng ,d treibt, beivrtst, so teilt das B. T. mit, eine Postkarte, it mit eine englische Zeitschrift - keine von den befand ,i — für fick Reklame zu machen sucht Immerhin scheint >, verhetzendc Machwerk ziemlich weit verbreitet zu wer i. Die Rückseite dieser Postkarte ist mit folgender „Stunb ; bunfl" bedruckt: m „Deurickloud trifft aewaltige «orbereitUNgen zum m ritannicn. ' -cm Ziel ist, unfern Handel an sick AU reiften, dadurch, haft es UNS ruiniert. Unter Heim int unfern Sieben ist in Gefahr. 3ober Pennn der für deuticke Waren verwandt wird, ist H,lis- I rh für den deutschen Feldzug. Und beraubt unsere eigenen Tmikn Sie sick entsckließen, vom heutige,i Tage an kein „Made • ^ermann" mehr zu kaufen? Unter gar keinen Umständen? Indem Sie dies tun, werden Sie einen Streich lür König, ii'rrib und Heimat führen. Wollen Sie sich dem „Sckneeball"-«hstem der . . Titel der 1 idiriit anscklieften? Wenn ja, senden Sie gefälligst diese - „karte an einen Bekannten und verlangen Sie von uns kostcn- 3. soviel weitere Karten, wie Sie zu haben wüm'cken. God save thc kinp.“ Wir haben, so schreibt dazu das „Berl. Tgbl ", den lernen der Zeitschrift weggelassen, um für ein Hetzblatt keine ’i.flame zu machen. Um den ganzen Irrsinn der Hetze ii erkennen, braucht man sich nur die Zahlen des englisch- 'iiilschen ("üterailstausches anzusehen, lvie ihn englische den für 1910 angeben. Er stellt eine Summe von ;cmmi Pfund, 2> ! Milliarden Mark, dar. Davon sind h ^30000 Psnnd deutsche Einfuhr nach England, 54 905000 xfiuild englische Ausfuhr nach Deutschland. 9hn der Güter- lu stansch mit den Bereinigten Staaten, in Höhe von r, ,8918)0 Pfund, ist höher. Wie können Leute mit halb iJcflS gesunden Sinnen den Güteraustausch unterbinden iat.. 1 en zwischen zwei Kulturvölkern, von denen jedes dem ,ii?mi jährlich Werte im Betrage von mehr als einer Mil° - linrbe Mark zuzusühren hat? * Der Entwurf über das Petrolenmmonopol u.da5übrige9lä^ Programm !LL_^nsprechen- WlUJMÜllttli! JSieVkierung an Karwneln soll bei' das Ergebnis dieser Zusammenarbeit der beiden ■ Tie neue Over soll bereits im kommenden Monat in der Mailänder Scala ihre Uraufführung erleben. Einem Zeitungsmann machte Mascagni einige interessante Mitteilungen über das Werk und ein Zustandekommen. „Ich freute mich ungemein, eine Dichtung d'Annunzios in Musik setzen zu können, aber gerade diese Freude erschwerte mir auch die Arbeit. Tie große Verehrung, die nich der Sprachkunst d'Annunzios entgegenbringe, machte meine Ausgabe schöner, aber auch schwerer, denn Annunzio hat ganz eigene Ideen über das Theater. Für ihn bietet die Bühne keine Beschränkung, alles scheint ihm möglich und alles muft ausgeführt werden. An einer Stelle verlangte er, um die Großartigkeit des Augenblickes auck äußerlich auszudrücken, einen Chor von 350 Mitgliedern, ohne sich dabei um die finanziellen Schwierigkeiten zu kümmern und die Raumvcrhältnisse einer Bühne zu berücksichtigen. Aber unsere gegenseitige Svmpathie, unsere Begeisterung und unsere Achtung vor den Absichten des anderen ermöglichten es uns schließlich doch, säst alle Schwierigkeiten zu überwinden. Eines der größten Probleme für mich war die wortgetreue Beibehaltung des Textes. Ich mußte alle Neigungen, hier und da gewisse Zeilen zu ändern, unterdrücken, um dem Publikum einen klaren Eindruck der wundervollen Tragödie zu ermöglichen. Nur einige Kürzungen waren nötig. Das Werk umfaßte 1730 Zeilen und nach langer Prüfung beschloß ich, nur 250 davon fallen zu lassen, ohne dadurch im geringsten die Schönheit des Rhlsthmus und die Kraft der Sprache zu gefährden. Nun liegt die Arbeit hinter mir, und ich kann sagen, daß mir bas Werk gefällt. Ich glaube sicher, daß das Publikum den zweiten Akt als eine der schönsten Leistungen bewerten wird, die bei der Vermählung von Dichtkunst und Musik in einem Theater geboten werden können. Nach meinem Gefühl ist dieser s2Ih der schönste. Die Hauptttelle der ganzen Oper ist das Duett zwischen Ugo und Parisina, das 35 Minuten dauert; hier entfaltet sich die ganze Dramatik der Situation. Der vierte Akt ist sehr originell, denn hier läßt d Annunzio Ugo und Parii'ina selbst noch nach ihrem Tode von ihrer Liebe sprechen: hier wird ein Eindruck von etwas Uebermenschlichem, Unirdri'chem erftrebt, die Summen sollen wie aus dem Grabe erklingen." Tie Oper enthält kein Vorspiel, nur eine kurze Einleitung, eine Klage, die gleich das Hauptmotiv des ganzen Werkes anschlägt. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. In Göttingen ist am 22. d. M. der o. Professor der inneren Medizin an bet dortigen Universität Geh. Medizinalrat Dr. Wilhelm Ebstein im 76. Lebensjahre gestorben. — In Paris ist der Tramatiker Pierre Verton im Alter von 77 Jahren gestorben. — Vom 26.—3Q. März 1913 findet in Berlin unter dem Protektorate Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen August Wilhelm von Preußen der 4. internationale Kongreß für physikalische Therapie' statt. Der Generalsekretär des Kongresses ist Herr Dr. Jmmelmann-Berlm, Lützowstraße 72. l e g u n g eines [o genannten N ormalja dr csundd.e Zugrundcleming bestimmter Ausgabeiummni, um aur tuet er Dans Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheften das Thema: „Bal kan krieg und Friedensbewegung. Er wies daraus hin, daß mit dem Interesse an der Friedensbewegung auch eine unerfreuliche Erscheinung verbunden sei in* sosern, als die Begriffe über das Wesen des Pazisismus, ihr den man sick immer erst allgemein zu interessieren beginne, wenn ein Krieg aus gebrochen sei, vielfach irrige Meinungen verbreitet seien. Der eine Teil ber Wegner wende ein, diq Bemühungen der .vtiedeus freunde seien zwecklos, weil ja der Krieg schon im1 Wange iei, die anderen erheben den Vorwurf, es sei nichts gescheheii, um den Ausbruck zu verhindern. Demgegenüber stellte der Redner die Fragen: Was will die 7e Kiichenverwaltuu-!. zureichen. \v III. Baiailloti Seer und Flotte. Ein Denkmal aus dem Schlachtfeld von Vron ville. Metz, 27. Okt. In Anwcftnlunt von Vertretern der Zivil- und Militärbehörden, zahlreichen Veteranen, Offizieren Kriegcrvereinen und Psadfiudervereinen, sonne Abordnungen sämtlicher Metzer Regimenter und eines trotz des regnerischen Wetters und der- weiten Entfernung zahl reichen Publikums erfolgte heute mittag tue Einweihung des an der Landstraße Rezonville-Vionville errichteten Denkmals zum Gedächtnis der tn dem bu- tiqen Ringen nach lst-ldenmütigem Kampfe am 16. August 1870 gefallenen Offiziere und Mannschaften des Infanterie- Regiments v. Alvensleben, 6. Brai^enburaisches Nr 52. Das Denkmal ist errichtet an jener Stelle, bis zu der das Regiment trotz des mörderischen der Gegner vorzndringen vermochte und durch seinen Borstoß den F^eine^ zum Haltet ztvang. Der Vorsitzende des Deiikmalkomitees, General der Kavallerie z. D. v. Kleist aus Wussekcn in Pommern, lftelt die Festrede. Das Denkmal ist eine Schop- ftinq des Berliner Bildhauers Pros. Arthur Schulz. Es stellt aus granitenem Postament eine überlebensgroße Sol- datenaruppe, ein Momentbild aus der schlacht vom 16. llug. 1870 dar. Der Kaiser lftitte die Bronze aus alten Geschützen sür den Guß der Gruppe gestiftet. 25. Zahrerseft öes hessischen hauptvereinr der Evangelischen Bunöes. bs. Darmstadt, 27. Oktober. Der Hessische Hauptverein des Evangelischen Bundes, bet am 27. unb 28 Oktober hier sein 25. Jahresfeft abhält, leitete die Feier durch Geläute ber Glocken ber evang. Shrthen am Samstag abend ein. Heute vormittag sanden in sämtlichen evan- ...Ehre um Ehrt ’Ä frl. Pina Fabbn. (sehmai® imßoi® Pole i"1 in der HouptreUe Herr Deed. neuer bauen zu fönnen _ r * Fn einer akademückeii Periaminlnng im großen ^aale des Schillert Heaters m Charlottenburg gab 'iinäckn Geheimer cke gierungsral Professor Foerster Berlin' bekannt, datz Begrüßungstelegramme cingclaufen leien vom ^nternaitonalen tvrie bensbnreau m Bem, dem nationalen Friedensrat in Sonhmb ber Oesterreickiscken FriebenSgeselllckwst m Wien, umer |Ol®e aii'-> Elsaß Lothringen, Turin, ber «ckweiz unb aus «taiaii, lltzteres in Efparaiitospracke. - Der Vertreter der ^an.osischen Friedensliga Maure Paris' überbradi. bie Grüßr des Itair bigen Aussckufses ber französischen Friebensgeselllckast und w,es am die erfreuliche Tatsackf bin, bau die s^"-bsische und bie beistfcke Regierung hinsicktlick ber Amrechterbaltung beS enro- väiscken Friedens Hanb in Hand gingen. . Mail) über „D i e internationale C r e k u live. Er betonte, baß vor allem bie Verhähnille anders gefraltet roerbn, müficn burd) eine «eeinnerlichllNg' bes Sulammenlebcnä ber Völker, so bau bte Dtsterenzen innerhalb bir Voller ohne Kriege beseitigt werden können. Mächtiger als alle Armeen und mförinen ber Erbe sei bie moralische >tdee. Auch b e verschiedenen Interessen würden ftck auSgleichenlasieii^ Die Friedensfreunde Dcrlangtcn nichts unmögliches, sondern nur vie Beteiligung einer ntenfchlicken Einrichtung durch bie Witter ent Wickelung ber menschlichen Kultur, denn ber Krieg fei reine gott- licke Cinrickituna, sondern eine reut men schlicke SlJenn bic ganzen und halben Könige auf dem Balkan den öcgcn des -lll erb ochst eit anrufen für den Sieg ihrer Armeen, so ist- bas eine Blasphemie inshr'imsaau '©rs .. der in die Heimat zurückgekehrt ist, in Kaufmann Kämmerer - Bensheim den Verein hat eine Einnahme von 10 971,37 Römheld aus Hessen, Judenburg tätig. Danach erstattete Rechnungsbericht. Ter als Bezugspreis für zwei Monate allgemein daS Doppelte EinmonatspreiseS erhoben, während bisher besondere Bezugspreise hierfür bestanden. ** Bund deutscher Frauenvereine. Ter für Samstag abend im Hotel Schütz angekündigte Vortrag von Fräulein Tr. Schulz aus Frantfurt fand vor einer großen Zuhörerschaft statt. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt und alle Anwesenden lauschten mit großem Interesse den jedermann verständlichen Ausführungen. Tie Rednerin verstand es, bei ihren Darlegungen den richtigen Ton anzuschlagen An der Hand von Beispielen entrollte sie Bilder sozialen Elendes, wie sie in der Großstadt und auch an kleineren Orte?? zu finden seien. Der allgemeinen Rot nach Kräften zu steuern suchen, wurde als Menschenpflicht hingeftellt, so viel dari?? auch schon geleistet" sei, es tue trotzdem noch reichliches Wirke?? not. — Der eigentliche Zweck des Vortrages gipfele darin, der Zuhörerschaft klar zu machen, daß nicht allein das reifere Alter bestimmt sei, helfend einzugreifen, auch die vom Geschick bevorzugte, in guten Verhältnissen lebende und großgewordene Jugend müsse sich berufen fühlen, ihren bedauernswerten Jugendgenossen zu Hilfe zu kommen und ihnen etwas über die Trostlosigleiten des Lebens hinweg zu helfen. Welche Befriedigung es gewähre, Tränen getrocknet und Leid gelindert zu haben, tonnte die Rednerin aus eigener Ueberzeugung anführen. Ter Weg zu Betätigung bei einem so hohe?? Wenschenwerk wurde gezeigt. Tie Säuglinasfürsorge, die schon großartige Erfolge zu verzeichnen habe, biete reichliche Gelegenheit, ebenso das Eingreifen in der Kindererziehung bei überlasteten Eltern. Für den Sommer wer- de?i Ausflüge, für de?? Winter die Gründung einer K'inder- lesehalle, Vorlesen und Hilfleistuugen in Armen- und Kran- kenhäusern u. a. m. empfohlen. Daran knüpfte sick) der Wunsch, daß auch in Gießen zur Förderung der gute?? Sache eine Jugendvereinigung zustande komme, zur Leiterin wurde Fräulein König gewählt. Nachdem der Rednerin Dank ausgesprochen und das Publikum seinem Beifall Ausdruck gegeben hatte, zirkulierte eine Liste zur Ein- zeichnung der jungen Damen, die sich in den Dienst der Sache zu stellen gedenken. zu motten. Oppenheimer empfiehlt mit einer hiesigen Großbank- firma Giroverkehr ernzuführen. Tie geheime Abstimmung über den Antrag Heyd ergab Stimmenmehrheit für de?? Vorschußverein. Tr. Bogt beantragte, die Finanzkornmiision mit der Ausarbeitung einer ausführlichen Dienstanweisung für den Stadtreckmer zu beauftragen. Tem Anträge wurde e?nstimmig zugestimmt. — Tic Einwendungen gegen den Ortsbattplan, des Teils nördlich der Taunus Straße, wurden verlesen und der Bankonrmission zur Erledigung überwiesen. Tem Einspruch Riedel wurde entsprochen und der Beschluß vom 27. September 1912 dahin abgeändert, die Straßenflucht anstatt 1 Meter 2 Meter vom Riedel fax n Grundstück nach Nordet? zu verlogen. L. Bad - Nau he im, 25. Okt. In? abgelaufenen Iahrt wurden attf unserer neuen Saline in den drei Pfannen 35 000 Zentner Salz bereitet. Die andere Pfanne diente zur Bereitung der Mutterlauge. Kreis Lauterbach. ^Lauterbach, 25. Okt. Tem Vernehme?? nach soll demnächst in der Turnhalle att der Blitzenröder Straße hier ein ständiges Kinematographen-Theater eröffnet werden, das im Laufe des Winters regelmäßige Vorstellungen geben toirö. Tie Leitung hat ein hiesiger Einwohner übernommen. Hessen-Nassau. 0 Marburg, 25. Okt. Tcrn in der Nähe des Landgraf«, schlosfes wohnenden Universitätsprofefsor Geh. Reg.-Rat Tr. Shirt Hensel wurde heute nachmittag eine Ehrung zu Teil. Gegen 3 Uhr erschienen unter Führung des Rektor Hentzo, sonne der Klassenlehrer Engelhardt und Weishaar etwa 250 Knaben une Mädchen der obere?? Klassen der Südschule (Volksschule) ?md brach ten, nachdem sie vor der Villa Aufstellung gctwtnmen hatten, vier unserer schönsten Volkslieder mehrstimmig zum Vortrag. Es ban bette sich um eine Anerkennung für Herrn Geh. Reg.-Rat Hensch, der als eifriger Freund der Jugendpflege kürzlich 25000 Äk. für einen im Süden der Stadt anzulegenden Jugendtspielplatz stiftete. FC. Braubach a. Rh., 25. Okt. Eine Burgenaus- st e l l u n g auf der Marlesburg wird von Frühjahr bis Herbst 1914 in zwölf Gruppen stattfinden. Das Kriegswesen, das häuslich Leben aus der Burg und die Inneneinrichtung wird vorgeführt sodan?? die landwirtschaftlichen Geräte im Mittelalter, Trachten, mittelalterliche Kunst, Burgenbau, Gartenkunst, Wisfenschaft, Spiel und Sport, Verkehrswesen, Geschichte des Mittelalters und moderne Burgenliteratur. Die Gegenstände werden Museen und oo?t Privaten usw. entnommen. Tie Kosten der Ausstelliuq sind auf 225 000 Mark angesetzt. Aus Stabt und Land. Gießen, 28. Oktober 1912. ** O r den Sa n g ele g en heit. Der Großherzog bat dem Architekten Professor Georg Metzendorf zu Essen die Erlaub niS zur Annahme und sunt Tragen des ihm von dem Wnige der Belgier verliehene?? Ritterkreuzes des Kronen-Ordens und dem Kreisamtsbureauvorsteher Kanzleirat B e n s e l in Mainz die Erlaubnis zur Annahme und zum Trage?? des ihm von den? König von Preuße?? verliehenen Kron en-Ordens 4. Klasse erteilt " Lehrerpersonalien. In den Ruhestand verseht wurden der Lehrer an der katholischen Schule z?t Ben8- heitn Viktor Kempf auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner mehr als 50jährigen treuen Dienste und der Lehrer Karl Blank ai? der Gemeindeschule zu Gonterskirchen auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner mehr als 50 jährige?? treuen Dienste. Beide?? wurde?? auS diesen? Ansaß die Krone zum Ritterkreuz 2. Klasse deS Verdienstordens Philipps des Großmütige?? verliehen. •• Ausstellung .Der Mensch*. Wie die Leser schon aus der Anzeige in der FreitagS-Nummer erfahren haben, beabsichtigt die Universität, der sich ?>nsere wissen- schaftl?chen Vereine anschließen wollen, am 16. November eine ge???einsame Fahrt zur Ausstellung „Der Menschs in Darmstadt zu unternehmen. ES geschieht kurz vor den? Schluß der Ausstellung. Um so mehr ist die Teilnahme allen bene?? 8" empfehlen, die bisher noch keine Gelegenheit zum Besuch fanden. Aber auch solchen, die die Ausstellung schon besichtigt haben, werden die vo?? der Direktio?? zugesagte?? besondere?? Beranstaltu??gen mandjeS bieten, waS den? Einzelbesucher nicht vorgeführt toerbeit könnte. ES ist bantnt' zu erwarten, daß sich Biele an der Fahrt beteiligen werden. m 7 ^Ereinfachung in? PostzeitungSwesen. ~onJ ynnuQt 1913 ob wird beim Postoertriebe der im RetchS-Pollgeb.et, ?.? Bagern und Württemberg erscheinenden Zettungen und Zettschristen iv.it vtetteljährlicher Bezuaszett bereu Verleger ein- und zweimonatige Bestellungen zulasten, Mark und eine Ausgabe von 10 066,88 Mark, so daß der Kassenvorrat sich auf 904,45 Mark beläuft. Nachdem den? Rechner Entlastung erteilt wurde, erfolgte b?6 Neuwahl des Vorstandes. Aut Vorschlag wird der Vorstand durch Zuruf wiedergewählt. Oberkonsistorialrat D. Nebel gibt seiner Freude über die Fortschritte Ausdruck, die die evang. Bewegung i?? Oesterreich mache. Er tritt dem Gerück t entgegen, daß von einem Rückgänge der Bewegung wissen will. Man darf der Zukunft der evangelischen Sache in Oesterreich viel vertrauen. Die Jubiläumsftistung wird den Betrag von 10 000 Mark erreichen. Weiter werden Dankschreiben der vier österreichischen Gemeinde?? Leoben, Eisenerz, Knittelfeld und Judenburg verlesen. In der Turnhalle und dem Kaisersaal fanden nachmittags- 3 Uhr evang. Volksversammlungen statt, die stark besucht waren. Die Bersamtnlung ist der Turnhalle leitete Hauptlehrer Lösch- Darmstadt, die im Kaisersaal Professor Knoll-Darmstadt. Beide Versammlungen wurde?? eröffnet durch den Vorsitzenden des Zentralvorstandes, Generalleutnant v. Lessel. Er führte aus, daß wir evangelische Christen und evangelische Bundesleute sich der Rückkehr des Ordens der Gesellschaft Jesu nicht zu wider - setze?? brauchten, da echte, im Evangelium wurzelnde Religion römischem Fanatismus allemal überlegen sei und die Jesuitenfrage dem Bunde nur Vorteile gebracht habe. Aber als deutsche Staatsbürger müßte man des vaterländischen Friedens und Wohles der Religion, Sittlichkeit und Bildttng roegen den zugedachte?? Be such entschieden ablehnen. Ter Jesuitismns sei der Todfeind des Protestantismus, einer staatlich anerkannten Religionsgemeinschaft, er sei kulturfeindlich und der entschiedenste Gegner des rno- beTnen Staates. In beide?? Versammlungen sprachen darm abwechselnd Stadtpfarrer D. Tr. Diehl - Darmstadt über „Tie Reformatio?? und das Hessenland — was verdanken beide ein ander?" und Pfarrer D. W a i tz-Darmstadt über den „Evan gelisckien Bund und das hessisckte Volk — was haben beide einander gegeben? und was haben beide voneinander z?? erwarten?" Abends 7 Uhr wurde int großen Saale des städtische?? Saal baues das Devrientsche Festspiel „Luther" ipicberlyott; um 8 lkhr wurde in der Turnhalle eine Festversammlung unter Rttt- wirkung der Kirckiengesangvererne der Stadtgemei??de und der Paulusgenteinde abgehatten. J?t dieser Versammlung sprach namens des Zentralvorstandes Generalleut??ant v. Lessel, der u. a. folgendes aussührtc: „Die Gegenwart ist nicht vo?? Sorgen frei: es drohen uns nette, schwere K'äntpfe. Tie Gefahr droht weniger an der Front, von unfern alten Gegner?? ber: — sie kommt aus den Reihe?? unterer, eigenen Glaubensgenossen, die tmS i?? den Rücke?? fallen und bestrebt sind, Zank und Stank iit tmfere Mitte zu bringen. Eine häßliche Veratiickung von religiösen ??ud tvirtschaftliche?? Motiven liefert ihnen die Waffen. Als erster Vorfitze??der des Bundes, als alter Soldat, als streng konservativ gerichteter, politisch wie kirchlich rechts stehender Mann erhebe ich Einspruch gegen die Unterstellungen, daß der Bund de?? Bode?? der Heilswahrheit et? des Evangeliums verlassen, u??d daß er i?r innerpolitischer Be ziehung die Neutralität verletzt habe, und weise diese Behauptungen als u???vahr, die Anzettelunge??, die unsere Mitglieder zum Abfall und zur FahnensluckK verleite?? sollen, als unfair und als für de?? gesamten deutschen Protestantismus verderblich hiermit entschieden zurück. Wir aber wolle?? gegenüber diesen Bestrebungen erst recht Zusammenhalten, und es wird u??S auch gelingen, wenn wir allezeit dessen eingedenk bleiben, was uns eint und ivemi wir die Unterscküede, bi? sich in jeber große?? Organisation .bemerkbar madjen, zurückAustellet? wissen." gelischen Kirchen der Stadt Festgottesdicnste statt und ?rm 111 i Ubr war Iugendgottesdienst in der Stadtkirche. Im Gemeindehaufe der Stadigvmeindc hatten sich um 111 Uhr die Mitglieder und Abgeordneten des Hessischen H i l f s a u s s ch u s s e s zut För derung der evang. Kirche in Lesterreich eingefinibcn. Kapitän- leutnant a. T. Grill- Bensheim begrüßte die Erschienenen Pfarrer D. Loos führte im Jahresbericht aus, daß seil Be ginn der Bewegung bis Ende 1911 im ganze?? 65 635 Katholiken evangelisch geworden seien, davon 1911 4891. Zur alt- katholifchen Kirche Lesterreichs iind in der gleichen Zeit 17 594, im Jahre 1911 1097 Katholiken übergetreten. Seit 1898 sind gottesdienstliche Kirchen, Kapellen und Betsälc durch die evangelische Werocgiing in Gebrauch genommen worden. 51 deutsch evangelische Pfarrgemeinden wurd-»? ins Leben gerufen. Daneben wird an 'ahlreiche?? Unterrichtsstellen an der religiösen Erziehung der Jugend gearbeitet. Ein lebendiges Glieb im Hilfsausschuß ?ft seit 12 Jahren der Hessische Hilfsausschuß. Auf Anregung des Hessifche?? Hauptvereins trat am 28. Juni 1900 ins Leben Tank des Entgegenkommens der Kirchenbehörde, der Kirchen Vorstände und Kirckiengemeindevertretunge?? und, des Hessischen Hauptvereins der Gustav - Adolf - Stiftung, der Zweig- und Fraue??vereine ist es dem Hessischen Hilfsausschuß mögltch gewesen, eine Anzahl österreichischer Pslegegemeinden in Fürsorge zu nehmen. I?? Steiermark, das im ganzen 22 350 Evangelische zählt, darunter rund 9000 durch die evangelische Bewegung Uebergctretcnc, liegt das Arbeitsfeld des Hessifchen Hilfsausschusses. Mit der Besetzung Judenburgs durch den Vikar Psarrassistent Göttert-Tarmstadt im Herbst 1901, begann der Ausschuß seine Tätigkeit. An Götterts Stelle trat im Herbst 1907 der Vikar Psarrassistent Kuab. Zurzeit stehen unter hessischer Auffüht die Pfarrgemeinde Leoben mit Pfarrer Spamiuth aus Schleswig-Holstein, die Vikariate Leoben mir Vikar Kappler aus Sachsen, Knittelfeld, feither mit Vikar Knab und Judenburg mit Vikar Storck, beide aus Hessen. Bis Herbst 1911 war Vikar Gießener Strafkammer. )( Gießen, 25. Oktober. Wege?? Erpressungsversuchs und Beleidigung wurde der 17jährige Handlungsgehilfe 5k T. von D. zu 2 Woche? Gefängnis verurteilt. Er hat den? dortigen Beigeordnete?? H. einet anonymen Briet geschrieben, in dem er ihn der Tenimzierung bei Bürgermeisters M. zieh un? ihn unter Drohungen aufforbette, nach Frankfurt einen 50-Markschem vosllagernb emzujendeü. Der Angeklagte ging in bie ihm gestellte Falle unb mürbe, als er den '-tirier abhole?? wollte, verhaltet. Bei feiltet Festnahme berief ei sich auf den großen Unbekannten, der ibn mit bet Abhebung deü Briefes beauftragt habe unb in einer Wirtschaft auf .Im warte. Doch erwieset? s?ch seine Angaben als unwahr. Ter Angeklagte ist geftänbig ttnb will burch Romanlektüre unb Berichte ein« Frankfurter Blattes zur Tat verleitet worben sein. Tret medizinische Sachverständige bezeichneten ihn in ihren Gutachten als geistig minderwertig. Tas Gericht erachtete ihn für strafrechtlick verantivortlid?, brachte jedoch die Bewertung seiner beschräiikter ZurechiiungSfähigkeit bei der StrafznMessung zum Ausdruck, indem es auf die verhältnismäßig gelinde Strafe erkannte. Z?? einer Gesamt strafe von IJahr 6 Monaten Gefängnis wurde der Strafgefangene S. S. von Temesvar verurteilt, tr besuchte im vergangenen Jahre einen Gießener Geschäftsmann, gab sich ihm gegenüber als Mitinhaber emer Wiener Firma au5, Pihrte ihm ein Fnßbodenrciniglingsmlttel als neue Crf?nb??ng vor und schloß schließlich mit ihm einen Beitrag, nach dem er ihm die alleinige Herstellung unb den Vertrieb des angeblich gesetzlich geschützten Mittels für Gießen und Umgegend verkaufte. Ten Vertrag unterzeichnete er mit dem Namen Der nicht bestehenden Firma unb verschwand mit der Anzahlmig von 100 Alk auf Nimmerwiedersehen. Tas Rüttel ist weder gesetzlich geschützt, noch wegen seiner cheinischen Zusammensetzting verwendbar. Tie Tal des Angeklagten charakterisiert sich strafrechtlich als Urkuitdenfälschnng ?:nd Betrug. Wegeii zahlreicher Betrügereie?? ist der Angeklagte vielfach, m den letzten 10 Monate?! allein von sieben Gerichten vorbestraft. Ein Rionat der erlittenen Untersuchungshaft wurde aus die erkannte Strafe aufgerechnet. Verletzung der Eidespfltcht wurde dem Landwirt I. K. non S. zur Last gelegt. Der Angeklagte soll in einem vor dem Amtsgericht Drtenberg anhängig gewesene?? Zivilprozeß ????ter Eid fahrlässigerweise Tatsachen be- hauptet Haven, die der Wahrheit ??ichl entsprechen. Turch die widersprechenden Zeugenattssagen der damaligen Prozeßparteien und anderer Zeuge?? konnte sich das Gericht von der Schuld deS Airgeklagte?? nicht überzeuge?? und sprach ihn frei. Unerfreuliche Z u st ä n d e herrschen ii? bei?? Armenhaus ii? Klein-Karben. Die Insassen J.T. Eheleute unb I. W. Eheleute sinb inteinig, Zusammenstöße zwische» ihnen wege?? ber räumliche?? Verhältnisse unausbleiblich unb Anklage wegen Körperverletzung, Bebrohung m?b Ruhestörung bie unausbleibliche Folge. Das Schöffengericht Vilbel hatte aus diesei? Grü??den ben I. T. zu einen? Monat Gefängnis und bre? Tagen Haft unb besten Ehesrau zu z?vei Rlouaten Gefängnis unb drei Tagen Haft verurteilt. Auf die Berufung ber Angeklagten wurde das erstinstanzliche Urteil a??faehobe?? unb gegen bie beiben Angeklagten auf je eine Woche Gefängnis erkannt. Wege?? Vergehe??? g e g e ?? bas Viehseuchengesetz würben die Angeklagten 'Di. R. von WeningS, H. St., E. G., Ehr, Sch. unb I. V. von Hitzkirchen zu je 15 Mk. Gelbslrafe verurteilt. Sie habe?? aus Preußen Klauenvieh e???geführt unb entgegen den Verwaltungsverorbnungen in Gehöfte?? untergebrad?t, Die mil anderem Klauenvieh bestellt rvaren. Das Gericht empfahl ben Angeklagte?? bie Einreichung eines Gnabengesuchs, ba es zufolge der gesetzlichen Bestimmungen m?ch in Erkenntnis ber Notlage ber Angeklagten eine Freisprechung nicht erzielen ko??nte. Z?vei weite« A??geklagte, bie Lanbwirte W. F. und A. K. vo?? Hitzkirchen rvurber wegen besselbei? Vergehens jreigesproche??. Sie hatten, bevor Hl die Tiere aus Preußen einsührren, bei dem zuständigen KreiSanr ?1ber die gesetzlichen Bestimmungen telephonisch (Srfunbigungen ein- gezogen, bie ihnen aber, sei cS burch ihre?? ^Beauftragten, sei et durch em Versehen des betreffenban Beamten, falsch übermittelt morde?? wäre??. ** Tas angesagte gute H a f e n j a h r ist zum Leidwesen für die Jäger nicht eingetroffen. Äe Hasen zeigen sich in verhältnismäßig geringer Anzahl im Revier. Man versicherte dagegen mehrfach, daß die Hafen in diesem Jahr besonders feist und kräftig entwickelt seien. Kreis Alsfeld. § Merlau, 27. Okt. Gestern ereignete sich hier ein recht bedauerns?verter Unfall. Das einzige, 4 Jahre alte Töchterchen eines hiesigen Landwirts, welches beim Dick- wurzruahlen zugegen war, hatte in einem unbewachten Augenblick bie Hanb in den Trichter ber D i ckw u rz m ü b l e gesteckt, wob??rch ?h?n der Mittelfinger der rechten Hand vollständig auSgerissen und der Ringfinger loSgerissen und zerquetscht ivurbe, Kreis Friedberg. k. Butzbach, 26. Oft. Gemeinderatssitzung. Ctadtrechner Bayersdorf hat für feine Anstellung als Stadtrechner ein Tankschreiben an den StadtvUstand gerichtet. Oppenheimer beantragte alsdann auf die nüchffe Tagesordnung „die Gehaltsregulierung des Stadtrechners Bayersdorf" zu setzen. Tem Einträge wurde zugestimmt. Bürgermeister Flach berichtete, daß die Be- sci-werde des Realschuldirektors Schnell n>egcn ber Schuldienerwohnung, in dem von Kreisrat Schliephake abge halten en Termin hier erledigt worde?? sei, habe man sich dahin geeinigt, daß ber neue Schuldiener Ad er hold die Tienstrechnung in der Realschule beziehe. Testen Besck-n>erde wegen Beseitigung der Sckmitzelgrube in dem Garten des Oekonomen Reitz sei dagegen nichl erledigt, da Reitz die Grube nicht beseitigen »volle, weil sie früher vor Hande?? gewesen als das Realschulgebäude erbaut worden sei. Tie Angelegenheit rourte der Baukommission überwiesen und diese beauftragt, eine Ortssatzung auszuarbeiten. — Nach der kreis- amtlichen Verfügung vom 8. Oktober 1912, die verlesen wurde, empfwhtt das Kreisamt die Aufnahme der Bestimmung i?? das Ortsstatut, daß auf den mit Vorgärten versehene?? Grundstücken die Vordergebäude mindestens 3 Meter von der Nachbargrenze entfernt bleiben, und daß der Sroifdienraum zwischen der Nachbargrenze unb dem Vordergebäüde auf bie Tiefe des letzteren unbebaut liegen bleiben muß. Oppenheimer teilt mit, daß diese Bestimmung bereits in dem neuen Entwurf des Ortsbauskatuks von der Baukommission vorgesehen worden sei. — Dem Lehrer Bauer wird gestattet, in der Gutenbergsttaße einen Fußpfad auf feine Kosten Herstellen zu lassen, unter der Bedingung, daß er denselben sofort ohne jede Entsck>ädigung entfernt, wenn es von der Stadtverwaltung verlangt wird. Ter Anttag Tröster, die elektrische Lampe in der Gutenbergsttaße in ber Nähe des Garten zauns des Lehrers Grohe anjubringvn, wurde mit (Stimmenmehrheit angenommen. — Ter Antrag der Baukommissivn, Anbringung einer elektrische?? Lampe in der Taunus Straße in der Nähe des Pinzersdren Hauses, rm?rde auf Anttag Heyd vertagt, da erst eine Augenscheinnahme stattstnden soll. — Bürgermeister Flach teilte mit, baß der Kassenschrank der Stadtkaste Eigentum des ehemaligen Stadtrechners sei und ein solcher für dieselbe cmgeschastt werden umsse. Ter Gemeinderat beschliefp, diese?? Gegenstand aus d?e nadme Tagesordnung u? setzen. — Die Finanzkonunifsioi? wurde beauftragt, mit der Ausarbeitung eines Statutentwurfs über Filialsteuer, eines solchen über Befreiung der E?n komme»? bis zu 499 Mk. von der Gemeindestkcher, der Prüfung der Rechnung des Armenfonds für 1911 und des Voranschlags des Am?ensondS für 1913. — Oppenheimer berichtet über seinen Antrag: Lehrmittelfreiheit, folgerndes: -Lae Schulkinder, deren Ernährer 1200 Mk. oder weniger E?nko?nme»? hat und vo»? den? gleichzeitig 2 Kinder, oder mehr1 b?c schule besuche!?, erhalten sämtliche Lehrmittel kostenlos von der Zladt. -ber Nachweis über d?e Höhe des Einkommens wird von der Großl). Burgerme?stere? ausgestellt. Tiefe Unterstützung gilt nicht als Armenunterstützung in? Sinne des (Petzes. Tie 'Maßnahme tritt am 1. April 1913 in Kraft und wird von der Grosch Bürgermeisterei amtlick) bekannt gemacht. In den Voranschlag sind dafür 150 Mk. emzu,teilen. Gemeinderat Heil ist da gegen, da bereits den Minderbemittelten vom .KugelhauSsonds Bucher augescham toirrben. Er empfiehlt eine alljährliche Ver- otsentlichung Die,er Besttmmung. Bürgermeister Flach meift eben jattö daraus hin, daß fchon eine gennifc Lehmmielfreihett bestehe Lppenheimer em psi e hl t nodmials, ) ein em Anträge zu zu stimm en ba ct hiermit ein Recht schaffen wolle. Muller hält eine andere «Formulierung des Anttags Oppenl>e?mer für notroenbiq tiiben? er einen Fall ,dulden, worauf auch andere ^erfonen bie ein höheres (hntonnnni als 1200 Mk. haben, bedürftig feien xr. o g t brridjtete über bk gehabte Besprechung mit dem 'Wi'f tn A t H v Vt'Urmii taf «M \ ... Q3___ - , , » man einen höheren JMrag mr Tehnnittel in ben Voran,drlag einstellen solle, den man dein Hauptlobrer zur Versügung^ stelle. Tie von bn Bürgermeistern attiabrlut auigcftelltc ^rchülerliste könnte in vom Ge- mcinbcTat geprüst nxrben. Oppenheimer beantragt Abstimmung U?Ct( K111 $er ^"trag wurde mit 6 gegen 6 Stimmen abgdefmt. -He v d sprach ui ausführlicher Weise über innen Antrag bnrnsend: Einsührung des Giroverkehrs bei ber <51 a d^t ka ss e nrit einem kiesigen Bankinstitut. Er schlägt vor e?Rcn ^ch^verkebr mit dem Vonchufwerein emrusühren, da die -Stadt seither schon zur größten Zufriedenheit mit dem Vor sckmßvcrem int Konwkorrenlverkekn aestanden habe Ter Vor 'lüutzverein in au E^enostenschaitsrcginer mit unbadnänFtn öaf hing eingetragen und biete der Stadt genügende Garantie Scnb bittet auch Ternedyin dem Vorschi'ßverein bas Verttaucn schenken Kaninchen- und Geflügel-Ausstellung in wieseck. Wieseck, 27. Oft. Der Kaninchen- und C6e* slügel zücht verein veranstaltete bei Gastwirt Bierau gestera und heute eine Allgemeine Kanin che n - und Geflügel« Ausstellung, die auch aus der Gegend von Frankfurt und Kassel reid, beschickt war. Unter ber Hauptabteilung Kaninchen waren alle Rassen vertreten, besonbers Farbenkaninchen. Tai Zuchtmaterial war im allgemeinen recht gut, unb es mußte manches gute Tier bei der Preisverteililitg leer ausgehen. Tic Erösfnung der Ausstellung geschah durch den Bereinsvorsitzende» Adolf Rau. Sonntag nachmittag fand bei Gastwirt Bierau eine Versammlung des Mitteldeutschen Kaninchenzuchtvereins statt. Tie Preisvcrteilung hatte folgendes Ergebnis: ^..'Abteilung Kaninchen: Alttiere. 1. Belgiscke Riesen. Ehrenpreis Franz Moritz-Trol»e, 2. Preis Jakob Rotb-Trohe, 2. Preis K. Hünermnnd-Wieseck: 2. Franzö^ fische W i b b r r: _ Ehrenpreis Kornelius Sdsuhmachcr-Frank- surt, 3. Preis I. Hämmerling-Eppstein: 3. Deutsche Riesen, checke: Ehrenpreis Hch. Müller-Gießen, 3, Preise G- ff- S 8. 2 < Der erfolgte im9abrtl91 '! slavia", da in dm [ irr att §iege erriti .in f beit Leniol-Nerer, 6 jrner (Sttbnfti, der Rest olgt nut 20 Liegen de i. a. 6 vikge nn Senior > rm SeiM-Amr unb iS Liege hatte der Lu drrieichnen. Tessen Mm l/ rt ii 'W tew i? G-hicn ML- i Preis ^od^1Cf picied, - ,u^ Epstein, ' natierkl- B. 3unL.Hr.-Li! 4 s $rci i OiM - I f. Füller \ . ■; iN&K 7. •> Prei^ . c aapancr. 'M« niina-SiM a; v'ustav -El .?■ r'erd. ftiin üodi und C Steilung ßo’l trrii J VI" ?“llar Md ■ IanFL'nborn, i>4 6onl^ inb Preis Sj. W IM. M ßiröf, lob. M W 7168 ist im w. Dr. Die BeiUttw m Die B g08tem wist. Wieseck, Lz Heute Schwester c ^erwanc traurige Mit H ^Uen hat, ■ sorgenden und Onkel ifl 49—58 86—89 108 60-65 86-00 36-00 87.00-88.00 68.00—69.00 •rit bcr ©fTpetbc 86.00—87.00 67.00—68.00 87^0-89.00 87.00—80.00 66.00—69.00 (strcitenbergcr^Dönifl Nrep-Leihgestcrn hv,4A Samie u.Vehels, m!ä 1. Salomon 8 Cie. Kaufmann Emil Pistor 7168 7188 Giessen (Liebigstr. 39), 27. Oktober 1912 Wieseck, Rödgen, den 28. Oktober 1912 7175 Beamten, Gießen, den 28. Oktober 1912. 7171 8. Oktober 1912 Giessen, den 7180 DQiMr 31 Sophie Zoeppritz Wilhelm Will Mathilde Sattler Marie Will 66.00—69.00 Am 26. Okt. starb nach schwerem Leiden mein geliebter Gatte, unser lieber Vater und Bruder Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir hiermit allen unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Jakob Törner und Kind. Gießen, den 27. Oktober 1912 und geringere Mastlämmer . . . Schwe im. VoDfleiicbifle Schweine von 8G—100kg Lebendgewicht ..... yoliheiidnge Schweine unter 80 kg Lebendgewicht. Dollsteischige Schweine von 100—120kg Lebendgewicht 2;ollfleilrt)ige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht Urteil einer Hausfrau: Mit dem von Ihnen erst vor 8 Tagen bezogenen Grudeofen „ Hannover a?‘ bin ich ausserordentlich zufrieden. Alles Kochen, Braten und. Backen gerät mir vorzüglich. Auch als Bügelofen leistet er nur sehr gute Dienste. Ich kann daher die Grudeöfen dieses Systems jeder Hausfrau nur empfehlen. Frau A. R. XBraunkohlen-Presssteine}^ der staatlich. Grube Lrrdwigshoffmrng billiger und vorzüglicher Brand, gleichwertig jedem Braunkohlenbrikett. (Dtol0 GroNKh. Bererrt erksdirekt. Friedberg (Kernen) Zu beziehen in Gienen von der Kohlenhandlung: Johann Fincher, Alicestraßc 28. Di*. Stuhl von der Reise zurück 7166 Giessen, (Wilhelmstrasse), am 28. Oktober 1912 Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dreier Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlel Verantwortung.) Lollar. Ter hiesigeScduldiener brhmrmi einen jährl. (bebolt von 500 Mk mit einer werktäglichen Beschäftigung von früh bis Danksagung. Allen Denen, die uns anläßlich des Hinscheidens unserer lieben Entschlafenen ihre Teilnahme erwiesen haben, sowie Denen, die uns am Krankenlager hilfreich zur Seite standen, ganz besonders der ev. Schwester, sagen wir hiermit unfern innigen Dank. Postschaffner Johannes Frank n. Kinder. in welcher Bootsganung sie achtmal siegten, sowie im Zweier ohne Steuermann nur 0 und im Vierer ober Steuermann mit 4 Siegen Tic nächst erfolgreichen Vereine waren nut 17 Siegen der Essener Turn- und Frcht - fflub, mit 15 der Kölner Club für Wassersport, mit je 11 der Würzburger Ruder Verein und der Heidelberger Ruder-Club, sowie mit je 10 der Berliner Ruder-Club „Hellas" und der Ruder-Club „Nelson'- Hallc Tic erfolgreichsrrn Senior-Skuller waren der Mainzer Hoffmann und der. Holler Furtig, die irtrr sechsmal siegten Erfolgrnster Skuller war nut 8 Siegen Gras vom Heidelberger Ruder-Club. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die ffrauzivende bei der Beerdigung unseres lieben Vaters, Schwiegervaters und Grohvatero Ludwig Freitag!., Landwirt sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Heuchelheim, am 28. Oktober 1912. 7161 Die BeeUttang findet statt von der Kapelle des alten Friedhofs aus Dienstag, den 29. Oktober, vormittags 11’/» Uhr. WeifciriBssÄ Prrtlfür 100 Psd. toeno- o -bta 4t» gewlcht lreife Hch. Faber Gr-Linden W Schuuvcis-Lol ar, »m. wuuer- (dirfien, 2 und 3. Preis Hch. Wcher-Gießen, 2. und 3. Preis H Müller II Bad-Raubrim, 2. und 3. Preis Ernst Petr,, ledern bei m, lobende Anerkennung , Öd). Müller-Gleyen und ' Schmidt-Lollar: 2. yranzösische Widder: 3. Prnse . Riehm 111 Lollar, Hch. Mobr.Nteder.Gtrmes, lob. Anerk. 1t. Zchultheis Lollar und E.Brokov!-Lollar: 3. Deutsche Kiefen Schede: 3 Preis W. schultbcis Lollar, lob. Ancrk. .. b Weber Dutenhofen und ff «irchner-Gikhen: 4. Belgisch- Hnb- 2 Preis' W. Schmelv-Gr.-Linden, 3. Preis I. Krop- beiik-n; 5. Japaner: 3. Preis I. Krov-Hausen: 6. Silber: i Preis Ludw Viehmann-ffinzenbach, 2. und 3. Preis Hemr. Meiling Wieseck, 3. Preise ff. Wellcr-Wieseck, Hch. Alt-ffmzen- heil), -Nber Lrihgestern, V Bierau-Wieseck: 4. Tauben: Ehrenpreis lio 3. Preis Gg. Häuser Steinberg, 1., 2., 3. Preis und lob. sl'-erk Hch Mever Vieseck, 3. Preis und lob. Anerk. A. Rau- Mcseck, lob. Anerk. Hch. Schwarz-Lollar und Fr. Lob-Wiescck. Sport. ♦ T>er erfolgreichste R uderverein Deutschlands 1 in I a h r e 1 9 1 2 ist der Breslauer Ruder-Club „W r a- t ir- l a v i n", der in den verschiedenen Bootsgattungert nicht weiter als 28 Siege erringen konnte Davon cntt'allen 11^ Siege in' den Senior Vierer, 6 aus den Doppelskuller, 4 auf den Senior- fnier (Stahnkcs, der Rest tauf kleinere Rennen. An zweiter Stelle ’olut nut 20 Siegen der Mainzer Rudcr-Verein, der 1. a. 6 Siege im senior Einer (Homnann), 5 im Senior-Allier, 1 in Senior-Vierer und 2 im Vierer ohne Steuermann errang. [1P Sieg- hatte der Ludwigshafener Ruderverein zu Vet u ickmen. Dessen Mannsckrnften dominierten nn Senior-Vierer, Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Mitteilung, dass es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meinen lieben Mann, unseren guten, treusorgenden Vater, Schwiegervater, Grossvater, Schwager und Onkel Herrn Balth. Weller II. gestern mittag 3 Uhr im Alter von 73 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Weller, Familie Schwalb. Die znnebmende Verteuerung der Lebenshaltung macht die Cmpsebluna geinndcr und billiger ^enusunittel besonders wertvoll. Eines der besten (Getränte bietet uvenellof MESSI! E R S 3 V h ibn« Pfd. von Mk. 2.60 nn). der Woblgcschmack und Beköniinlllbkett mit aunerordentliwer Ausgiebigkeil verbindet M k SS M k 0 nd 0 n - Te c“ stellt tidi auf nur 1 Ufg. bic Xauc, ,.ls n n 11 f rti e Mischung" tMk.3.20 das Pid.» nui nur einen Bruchteil böber. Iss , Für die Hinterbliebenen A. Schäfer, geb. Pistor ic Gbr in» ^r.fc Sieftot haar etwa ,oh* -11™« 90i™“ S,fc' 'Wege »ä’ä® llc im Äülelalttt T™* ^es Mittelalters und r tÄ -chmidt-Sinzenbach, «arl Fleischer Bietzen, Hch Multer^te«en: Silber, Rammler: Ehrenpreise Ludwig Btchmann-ffrn,en- >ech C. fr Teuker Rodheim, 2. Preise Gustav Koch-Aichen, ifii. Bock-Olienen, 3 Preise C. X Deuker Rodhetm, feeb «anw r ohe, &>. C. Schmidt Binzenbach, <6g ^isf-stemberg, vck» Voge- >iser-Wieseck, Hä' üreil.ng.W,escck, «. PierNer^Wteteck: 0. silier, Häiinnen: Ehrenpreis ühiftao schrader-Leihq^tern und Preise Ph. Zimm ermann-Gr.'Linden, Friedr. Ltreitenberger Edniohrim: t>. Holl ander: Ehrenpreis Hch. Krnhng-Wie,eck, k Preis Hch' Pan^ Trohe: 7. H a s en, S a n 1 n chc n: Ehren- nei» Ur. Streitenberaer Tönigdeim: Black and'ton: I Preis Ät|. Bock Mienen, 2 Preis Heinrich flmlmgkirnen, ! Preise Frz Bod (^cn, 3- dämmerletn-EpPttcin, W. Lom- °i-rlad ^rosun Linden: 9. Hermelin: 1.Preis K. WeUer- lücfnf, 2 und 3 Prew iNuttav Lchrader-LeidgeNern 3. Pre.ie 3 Hännnerlern Eppstein, Ludw Kreil,na Reiskirchen: 10. Eng- ische Schecken: '2. und 3 Preis L. Rohrbach-Lollar. spät, ebenso auch Sonntag vormittag in der schule Warum spart man gerade an dieser Stelle? Gibt es nicht andere Gelegenheiten, wo man sparen könnte? Unsere Rachbargemeinde Wieseck besoldet ihren Schuldiencr jnit jährlich 1000 Mark Auch die Wohnung des Schuldieners ist so, dass man sie überhaupt einem Menschen nicht anbieien sollte. — Es wird schon wieder von der Erbauung eines weiteren Schul- lwuses gesprochen. Haben wir nicht Gelegenheit, in unseren schön massiv gebauten alten Schulhäusern eine oder zwei fflassen ans Jahre unterzubringcn? Der Neubau einer Schule könnte für unsere Gemeinde erspart bleiben, wenn Herr Lehrer S. eine Privatwohnung bezöge und die Gemeinde ihm ein angemessenes Wohnungsgeld bewilligen würde. Märkte. fe. ssran kfnrt a. M., 28. Cft. (Oria.-Telegr. des „Mied. Anz.') Amtliche Notierungen der heutigen Frucht marttprei se. Weizen (hiesiger) 21.60—21.75, Kurhessischer j Mk. 21.60—21.75, Wetterauer 'JJIf. 00.00—00.00. Roggen (hiesiger) Alk. 18.90 bis 19.00, Herste (Wetterauer) Alk. 20.50—21.75, Gerste, Franken, Psälzer, Ried 9)1 f. 21.00-22.00, Hafer Mk. 18.75—21.00, Mais Mk. 16.50 bis 00.00, Weizenmehl 0 Mk. 82.50—32.75, Weizenmehl I Alk. 30.50— 30.75, Weizenmehl III Alk. 27.25—27.5 », Roggen- mehl 0 Mk. 27.75—28.00, Roggenmehl 0/[ Mk. 26.50—26.75, Noggenmehl I Rik. 00.00—00.00, Weizenkleie Mk. 13.50-13.75, Weizenschalen Alk. 12.25—12^0, Noggenkleie 9)lt. 15.00 — 15.25, Dlalzkeime 2lk. 14.00—14.50, Biertreber 16.00—15.50, Raps Mk. bl.75—32.75. Alles per 100 Kg. ab hier. fo. Zranksurt a. M., 28. CttL (Orig.-Telegr. des r«iiei?. Anzeigers^.) llartosfelnrarkt. Mmi notierte: Kartoffeln in Waggons Mk. 3.50—4.00, im Kleinhandel Mk. 5.00-6.00, iür je 100 Rg. le. Frankfurt a. M. Biehhok- Marktbericht vom 28. Cft. Austrieb: 126; Rindes darunter Ochsen 435, Bullen 28, Kühe und Färsen 801 Kälber 244, Schafe 272, Schweine 2155. Tendenz: Ochsen gedrückt, bleibt UeberUand, Kälber und Schake rege, fein Ucberftnnb, Schweine lebhail, bleibt Uebcrftnnb. Cnfticbifiabrt. w Berlin, 26. Okt Tas .Armee' uird Verordnungsblatt^ enthalt eine allerhöchste Kabinett ordre, wonach die von privater Seite zur Unterstiigung von verunglückten Militärluktsahrern und deren öinterbhebenen zur Verfügung gestellte Summe von 100000 Alark zu einem ,^onds unter dem Namen ^Kaiser Wtlhelm-Luftsahr- Stiftung^ gebildet werden soll. Die Beerdijnmp findet Dienstag, den 29. Oktober nachm. 3 Uhr vom Stprhchnuse Rabenauer Str. IN aus statt. Ockisen Dollfleischige, ouMemnfiete, höchsten Schlachtwertes, 4—7 Jahr« alt die noch nicht gezogen haben (iingdodite) Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere emtflemäftete............ Bullen. Dollsteischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtiv. Vollstetjchige, jüngere ...... Färsen. Kühe. Dollsteischige auSgetn. Aätfen höcb‘L Scblachtw. Dollsteischige auSgemästeteKühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren . wenig gut entwickelte sjärsen ältere auSgemästete Kühe Kalber. Mittlere Mast- und beste Sattgkälber .... Geringere Mast» und gute Saugkälber . . . Scha le. Ctallmastschase: Mastlärnmer und jüngere Masthammel . 21 eitere Masthammel. gm genährte junge Schafe Heute nacht entschlief sanft unsere liebe Schwester Caroline Will. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem uns betroffenen schweren Verluste danken herzlichst Lager in Grudeherde und Koks Ludwig Kröll, Blockstrasse. 71M Käsigen (u;. /"NlINw ■IycWt r? der tzg, ? uörülich, ipr K-lNtnS' E stammet. ( Gießen, 25. Lklober. »nd Belcidiguni - R' D. von V. zu 2 Woh »rngen Beigeordneten p. eir. et ibn der TenimzietM: t Ärohungen auffotberte. n: igemö einzusenden, i« j lalle und wurde, als er J 'ei seiner Festnahme bene er ihn mit der Abhebunz > ter Wirlschait aus ibn irr- als unwahr. Ter Singrün anleltüre und Berichte r. :et worden sein. Trei ihn in ihren Gutachten. erachtete ihn iür straitiL- Bewertung seiner beschiß messum zum Ausdruck, tt :/rafe erkannte. 11 1 flat) t 6 Mo nun n Teinesvar oerurtexU. i Siebener ÄefchMman«,, »er Wener Mma au5, i neue Echndung Kt. :lrag, nach dem er in? eb des angeblich gesetzliL mgegend verkmiile. Tn» en öet nicht bestehenden 't g von 100 M. aui 9li^'- aesehlich geschs'tzl, noch mr lerwendbar. Die Tal^! tlich als Urkundenlälschunz r ereien ist der Angellagtt» lein von sieben ©endjten u , Untersuchungshast wurdt. Eidespslicht 2. zur Last gelegt. ~« - Mgttichi Ostenberg Mt enl prechen. Turch )cr damaligen Gericht von der Schuld- prach it)11 ra 1u|mn"lfl,,l0?t |IÄ ’’ S 3 (bei b«l« “s ? jetidlt • . iretl» lat ®c al,gS iä „iS M» ’ «cnaleLÄlmI? ’Ä; h ei"ge'u^ Mcht, du ] hosten MgJ cmp(abl ben - im Namen der trauernden Hinterbliebenen W. Trantmann, Landwirtschaftslehrer. Dr. W. Bo eck, Oberlehrer. eleganter Wäsche, Irsch-Wäsche, Künstler-Decken, Spitzen=Decken, lischläufer Großer Poften Spißen= Großer Posten a"/w I Cxtra=flngebote I Decken, Tifcßiäufer und vamast-^eidenglanz-vecken a-jOUr-flrbeiten 80x80 grofj, in golb, lila, grün u[w„ C) H C 2O°|o unter Preis regulärer wett TTTk. 5.—, jetzt JTlk. 2* l e A. Husftattungsgefdjäft und wäsche-radrik • nelteftes und * I größtes Spezial = flusftattungs = fjaus am Platze t I I lAr I IVMZ lBeÄns’ ljerb[t=Dekoration Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde eingetragen: a) bezüglich der Firma Karl Bieler in Gießen. Das Geschäft ist infolge Erbgangs auf die Witwe des seitherigen Inhabers Karl Bieler, Minna geb. Wallenfels, übergegangen, die dasselbe unter der bisherigen Firma weiterführt. Dem Kaufmann Fritz Bieler in Gießen ist Prokura erteilt. b) bezüglich der Firma Christian Wallenfels in Gießen: Die Firma ist erloschen. b78/10 Gießen, den 25. Oktober 1912. Gronberzoalickes Amtsgericht Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Gewerkschaft Weißenburg in Garbcn- teich eingetragen: Anstelle des aus dem Grubenvorstand ausgeschiedenen Direktors Arnold Koepe in Erkelenz wurde das Vorstandsniitglied Wilhelm Siebe! in Gießen zum Vorsitzenden mit dem Titel Direktor gewählt. Zum Stellvertreter des Vor- .sitzctlden wurde der Bergdirektor Hieronymus Kossuth in Wansleben bestellt. b28/10 Gießen, den 24. Oktober 1912. _________Großherzogliches Amtsgericht.__________ Fischerei-Verpachtung. Nächsten Donnerstag, den 31. Oktober, nachmittags 4 Uhr, soll auf dem Gemeindehaus in Muschenheim die Fischerei der Gemeinde Muschen- heim in der Wetter, in vier Losen, öffentlich meistbietend verpachtet werden. Die Bedingungen werden vor der Verpachtung bekannt gemacht. 7110 Großh. Bürgermeisterei Muschenheim. ________________I. V.: Eifer.________________ Handarbeitsschule und Pensionat von Frl. Landmann, Giessen Nüd-Anlage 7 6006 Süd-Anlage 7 Unterricht in allen weiblichen Handarbeiten, sowie Kunstarbeiten, Brandmalerei, Tiefbrand, Schnitzerei, Lederplastik, Porzellan- und Glasmalerei usw.________ Alle Magen- u. Darmleidende, Zuckerkranke, Blutarme usw. essen, um zu gesunden, das (äiih nttSh vn* eckte Kasseler ^IMoNSvror, versehen mit Streifband und schwarz- weis? roter Schuhntarke. Man mache einen Persud) mit unserer 10 Pfg.-Pack. Sters echt und frtfd) zu haben in Gießen bei Carl Sckwaab, Eberb. Metracr Nacks.(hva/t Perzina-Mignon- 1.56 m fhinp 1.56 m lang I lUyUl lang den besten kleinen Flügel der Gegenwart, empfehle gegen bar zu 1330 Mk., gegen Ratenzahlungen (v. monatl.30 Mk. an) zu entsprechend höherem Preise und lade ich Interessenten zum Besuche meines Lagers höflichst ein. Hofpianist Hoehn urteilt: In der Tat wüßte ich diesen Perzina-Mignon- Flügel mit keinem derartigen Flügel aus einer anderen Fabrik zu vergleichen; das Instrument besitzt eiaen überaus klaren, vollen und modulationsfähigen Ton; die Starkegrade pp bis N sind mühelos „horaus- zuholen“, was sonst bei kleinen Flügeln wohl selten der Fall ist. Professor Georg Schumann: Mit Interesse habe ich den kleinen Mignon- Flügel kennen gelernt und mich über die große Tonfiille des kleinen auch äußerlich hübschen Flügels gefreut; insbesondere sind auch die Baßregister volltönend. Felix von Weingartner: Der kleine Mignon-Flügel wird weitgehendsten Anforderungen gerecht. . Wilh.Rudolph Großh. Hess. Hoflieferant c30, ’ PIANOLAGER SELTERSWEG 91 INlOllö 47 Pritz Rosenbaum Löwcugane 20. 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