Nr. 72 geleitete Kaiser Franz Josef s Appartements. Die beiden 9J Monarchen blieben einige Mi- niederlegen. Die Abendtafel. Die „Aktien« Kamilkndlotter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, da- „NrelrblaN für -ev Kreil Siehen" groeimal wöchentlich. Die „randwirtschaftlichen Seit- fragea" erscheinen monatlich zweimal. ganz ohne Öffentlichkeit abspielte. Nach der Begrüßung --«..1^1.- >---|c(nc Güste nach den Frernden- SRebartion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Exped-.tion und Verlag: esit^bL Redaktion: e-sA HL. Tel.-Adr>AnzeigerGieben» ** Ordensverleihung. Der Großherzog hat dem städtischen Gartendirektor W. Schröder zu Mainz die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von benr König von Preußen verliehenen Königlichen KronenordenS^ 4. Klaffe und des ihm von der Großherzogin-Regentin von Luxemburg verliehenen Ritterkreuzes 2, Klaffe mit der Krone des Raffauifchen Militär- und Zivilverdienstordens Adolfs von Raffau erteilt. - Pfarrdienstnachrichten. Ernannt roueben:, Pfarrverwalter Töll zu Dittelsheim zum Pfarroerwaltor in Freiensteinau; PfarramtSkanbibat Bönning zu Tarmstabt zum Pfarroerwalter inBrauerfchwenb; PfarramtSkanbibat Flöel, z. 3t beurlaubt, zum Pfarrasststenten ber PetruSgemeinbe zu Tarmitabt. Zur Wiederbefetzung werden ausgeschrieben: bie eoang. Pfarrstelle zu Frischborn; ben sämtlichen Riebesek Freiherren zu Eisenbach steht bas Präsentationsrecht zu; die' zweite eoang. Pfarrstelle an ber Johannesgemeinbe zu Darmstabt; bie evangel. Pfarrstelle zu Wohnbach; bem Grafen Wilhelm zu SolmS-Laubach stehl bas Präsentationsrecht zur bie eoang. Pfarrstelle zu Ilbeshausen. ** Eisenbahnpersonalien. Tas allgem. Ehrenzeichen wurde verliehen bem Weichensteller JohS. Herrmann H. in Wenkbach bei Rieberwalgern unb bem Labemeister Hch, Weber in Wetzlar. Dem Regierungsbaumeister Sammet in Friebberg würbe bie etatsmäßige Stelle eines RegierungS- baumeiuers bei ber Staatseisenbahnverwaltung verliehen. Ernannt würben bie kommiffarischen Eisenbahnassistenten Ra u. m HerSfelb und Baumann in Weilburg zu Eisenbahn- afsiilenten, sowie der komm,ffarische Eisenbahnassistent Jlge in Bad-Nauheim zum Elsenbahnafsistenten. Versetzt routb^ b et Uni ber f i t fi t Marburg ohne Rücksicht aus die etwa errichtete Universität Frankfurt mit tunlichster Beschleunigung zu fördern. Am 22 b. Mts. hielt auf der diesjährigen Hauptversammlung deS Vereins für Hebung der Fl uff- und >t a n a I - schtf fahrt in München in Gegenwart deS Protektor- deS Vereins, ^brrnien L u d w i g von Bavern, Zahlreicher höherer Beamten der Ministerien. deS Präsidenten der Handele lainmer, Profestoren der Universität und technischen Hochschule Geh Reg - Rat v. I Hering auS Gießen einen mit lebhaftem Bestall mlfgenommenen Vortrag über die Rbeinschiisahrt Basel—Bodensee, an welchen sich eine lebhaste, durch den Prinzen Ludwig eingeleitcte Aussprache anschloß. rlrbeiterbewegung. Vom englischen Bergarbeiterauestand. 2 o n b o n, 23. März. Der Bergarbeitervcrband beschloß, am Montag vormittag mit ber Regierung zusammen 5U kommen unb seine eigenen Beratungen erst am Nachmittag wieder aufzunehmen. Montag, 25. März sys2 Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen UniversilälS»Buch- und Steindruckeret. R. Lange, Gießen. l?eer und Flotte. Die bayerische Heeresverwaltung beabsichtigt aus Anlaß der Heeresverstärkung die nachstehenden Maßnahmen auszuführen: Bei der Infanterie soll eine Anzahl Bataillone auf höhere Etats gebracht werden. Zwei Bataillone werden von beim diesseitigen Bayern nach ber Pfalz verlegt. Die der Grenze benachbarte dritte Division wird dadurch schon im Frieden auf die volle Anzahl von Bataillonen gebracht. Bei sämtlichen Jnfanterieregimen- tern, denen noch keine Maschinengewehrkompagnien zugeteilt sind, sollen Ma^chinengewehrkompagnien errichtet werden. Die Zahl der Stellen der Majore und Hauptleute beim Stabe und den Jnfanterieregimentem soll lermehrt werden, um über die Besetzung der Stabsofsizier- tellen bei der Mobilmachungsformation benötigten Offi- jiere zu verfügen. Beim fünften Chevaulegers Regiment in Saargemünd wird eine fünfte Eskadron errichtet. Fünf Artillerie-Regimenter sollen die noch fehlenden sechsten Batterien erhalten. Die Batterien niederen Etats ollen auf mittleren Etat gebracht werden. Mit Rücksicht auf den Bedarf an Offizieren im Mobilmachungsfall ist beabsichtigt, bei der Feldartillerie Stellen für sechs Oberleutnants und sechs weitere Hauptleute beton Stabe zu etatieren. Die Fußartitleriebrigad e wird in drei Regimenter zu je zwei Bataillonen gegliedert. Als Standorte ollen zugewiesen werden dem ersten Regiment München und Neuulm, dem zweiten Metz, dem dritten Ingolstadt. Jedes Regiment erhält eine Bespannungsableilung. Die in den Etats schon bestehenden BespannunasabteUungen werden erhöht. Bei den Pionieren wird ein viertes Bataillon gebildet: zwei Kompagnien werden neu errichtet. Bei den Berkehrstruppen werden die Etats erhöbt. Tas Telegraphenbataillon erhält eine dritte Kompagnie und eine eigene Bespannungsabteilung. Eine Fliegerkompagnie wird neu errichtet. Bei den 'Pionierbataillonen sollen vier Komoagnien aufgestellt wer- >cn. Endlich werden vier Landwehrinspektionen errichtet mit dem Sitz in München, Nürnberg, Würzburg und Landau. Die Durchführung der beabsichtigten organisatorischen Maßnahmen ist verteilt auf die Jahre 1912 bis 1914. Deutsches Reich. Zur zweiten Lesung des P o st o o ran schla gs beantragt die wirtschaftliche Vereinigung mit Unterstützung der Zentrumsmitglieder im Reichstag, ben Reichskanzler zu ersuchen, Erwägungen barüber anzustellen, wie für bie Arbeiter unb Handwerker der Reichspost- und Telegraphen- verwaltung bas Arbeitsverhältnis günstiger zu gestalten ist, insbesondere durch Aufnahme in ein ständiges Arbeitsverhältnis unb Umwandlung der Tagelöhne in Wochenlöhne. Ferner sollen die Arbeiter und Handwerker einen angemessenen Teil ihrer Arbeiter- und Handwerkerdienstiahre aus das Besoldungsdienstalter angerechnet erhalten. Schließlich soll eine Denkschrift über das Ergebnis der versicherungstechnischen Ermittelungen und Erwägungen über die Errichtung einer Pensionskasse für diese Arbeiter und Handwerker vorgelegt werden. Zur zweiten Lesung des Kultnsetats im preußischen Abgeordnetenhaus beantragt das Zentrum mit Unterstützung der Konservativen den Ausbau, der Universität Münster zu einer vollen Univ ersität sowie ben weiteren .Ausbau lieber die vesörderungraursichten der Richter schreibt Dr. Michelsen in der „Deutschen Richterzeitung": Weitaus am besten sind sie in den Hansastädtcn, wo im Oberlandesgerichtsbezirk Hamburg gegenüber 83 Landrichter- und 105 Amtsrichterstellen (zusammen 188) 67 gehobene Stellen (36 beim Oberlandesgericht und 31 bei den Landgerichten) vorhanden sind, so daß beinahe jeder Dritte in eine höhere Stellung einrücken kann. Daneben stehen die Reichslande mit 25 Proz. gehobener Stellen. In Oldenburg, Braunschweig und Mecklenburg ist jedem fünften Richter solche Aufrückungsmöglichkeit gegeben, und fast ebenso sieht es in Sachsen und Baden aus. Dann folgt Preußen (kaum jeder fünfte). Schlechter sind die Aussichten im Oberlandesgerichtsbezirk Jena und in Württemberg, wo nur für fast jeden Sechsten eine gehobene Stelle bereitsteht, und endlich schließen Hessen und Bayern mit dem annähernden Verhältnis von 1 zu 7. Die einzige Veranstaltung, die über den intimen Charakter des Besuches des deutschen Kaisers hinausging, war die Tafel, die abends in der großen Galerie des Schönbrunner Schlosses stattfand. Ihn 7 Uhr betrat der Hof die große Galerie unter Borantritt Kaiser Wilhelms, der die Erzherzogin Marie Christine führte. Tann folgten Kaiser Franz Josef mit der Prinzessin August Wilhelm. Hierauf Prinz August Wilhelm mit der Erzherzogin Blanko, Er; Herzog Peter Ferdinand mit der Erzherzogin Maria Valerie, Erzherzog Leopold Salvator mit der Prinzessin Maria To- lores, Erzherzog Karl Alfred mit der Erzherzogin Maria Immaculata, Erzherzog Rainer mit der Erzherzogin Margarete. Dann folgten die übrigen Gäste. Nach der Tafel zogen sich die Majestäten zurück, um Cercle zu halten. Die Abreise. Wien, 23. März. Kaiser Wilhelm ist um 9 Uhr abends nach dem Süden ab gereist.. Der Abschied des Kagers und seiner Kinder im Schönbrunner Schlosse von Kaiser Franz Josef war ungemein herzlich. In Vertretung des Kaisers begleitete Erzherzog Leopold Salvator den deut- schon Kaiser zum Bahnhof. • Tic Ankunft in Venedig. Venedig, 24. März. Kaiser Wilhelm, das Prinzenpaar August Wilhelm und Prinzessin Viktoria Luise sind um 12 Uhr hier eingetroffen. Darauf begab sich der Kaiser mit einer Rudergig der „Hohenzollern" durch den Canal Grande zur Kaiserjacht, auf dem ganzen Wege begleitet von den reich geschmückten Gondeln der Rudervereine. Auf Brücken und Ufern hatten viele Menschen und Vereine mit Fahnen Ausstellung genommen. Von der Musik wurde die Nationalhymne gespielt. Auf der ganzen Fahrt erfolgten herzliche Kundgebungen. Biele Paläste waren mit Fahnen unb Teppichen geschmückt. Unter dem Salut begab sich der Kaiser an Bord der ,Hohenzollern". Der Kaiser, Prinz und Prinzessin August Wilhelm sowie Prinzessin Viktoria Luise besuchten heule nachmittag die Gräfin Moncenigo. Sie nahmen bei der Comtessa Brando- lini den Tee ein. Zur Abendtafel auf der „Hohenzollern" touren geladen der deutsche Botschafter in Rom, die anwesenden Herren der Botschaft und Gras Facini. Der Kaifer in Wien. Wien, 23. März. Auf der Reise nach dem Süden ist, so berichtet das Wolffsche Bureau, Kaiser Wilhelm heute vormittag »u eintägigem Aufenthalt In Wien eingetroffen, um, wie alljährlich, seinem Freunde und Bundesgenossen Kaiser Franz Josef in Schönbrunn einen Besuch abzustatten, am Schönbrunner Schloß liegenden Stadtteile haben Festschmuck angelegt und waren schon lange vor der Ankunft des Kaisers von Menschenmassen dicht besetzt. Der Bahnhof Penzig ist mit Girlanden, Fahnen und Blumen geschmückt. Schon frühzeitig hatte die Ehrenkompagnie am Bahnsteig Aufstellung genommen, wo sich auch bie in Wien weilenben Erzherzöge in preußischen Uniformen ein- gefunben hatten. Ferner waren erschienen bie Gemahlin des deutschen Botschafters v. Tschirschky. Der Botschafter war in Begleitung des Militärattaches Grafen v. Kageneck und des Marineattachäs Grafen v. Posadowsky dem Kaiser bis Gänserndorf entgegengefahren. Sodann hatten sich etn- gefunden: der Botscljafter Prinz Stolberg-Wernigerode mit den Herren der deutschen Botschaft und deren Tarnen, der bayerische Gesandte Freiherr v. Tücher, der sächsische Gesandte Graf Rex mit den Herren der Gesandtschaft, der deutsche Generalkonsul in Ofenpest Graf v. Brockdorff- Rantzau, der deutsche Vleneralkonsul v. Kiebig und Konsul v. Vivenot mit den Mitgliedern des Konsulats und Vertreter der reichsdeutschen Vereine in Wien. Die Ankunft. Pünktlich lief der Hofzug im Bahnhof ein. Die Musik intonierte die deutsche Nationalhymne. Unter dem Jubel des Publikums entstieg Kaiser Wilhelm, der die Uniform eines österreichisch-ungarisckzen Feldmarschalls trug, dem Salonwagen. Er begrüßte den Erzherzog Leopold Salvator, der als Vertreter des Kaisers erschienen war und die übrigen Erzherzöge auf das herzlichste. Gleich herzlich gestaltete sich die Vorstellung unb Begrüßung zwischen bem Prinzenpaar August Wilhelm unb ber Prinzessin Viktoria Luise einerseits unb ben Erzherzögen andererseits. Währenb bie prinzlichen Damen sich nach bem auf dem Bahnsteig errichteten Zelte begaben unb bort die Herren und Damen der deutschen Botschaft begrüßten, schritt der Kaiser mit den Erzherzögen und dem Prinzen August Wilhelm die Ehren- kompagnie ab. Hierauf begab sich der Kaiser ebenfalls in das Zelt, wo auch er die anwesenden Herren und Damen begrüßte. Nach kurzem Cercle bestieg der Kaiser mit den Fürstlichkeiten die bereitstehenden Hofwagen, welche wegen des Regens geschlossen mären. Kaiser Wilhelm nahm mit Erzherzog Leopold Salvator im ersten Wagen Platz und fuhr unter den begeisterten Hochrufen des Publikums zum Schönbrunner Schluß. Tie Begrüßung durch Kaiser Franz Josef. Nach V* 12 Uhr fuhr die kaiserliche Hofequipage im Schönbrunner Schloßhos ein. Hier fand der Empfang Kaiser Wilhelms durch den Oberzeremonienmeister statt. Auf der sogen. Blauen Stiege erfolgte dann die Begrüßung beider Monarchen, eine Willkommenszene, die sich Aus Stadt und Land. Gießen, 25. März 1912. Straßenbahn Wieseck—Gießen. Wir erhalten von unterrichteter Seite folgende Zuschrift, die wir wiedergeben, da sie uns geeignet zu sein: scheint, zur Klärung Der Frage beizutragen: Die Verhandlungen zwischen Gießen, dem Kreisamt und der Gemeinde Wieseck wegen der Anlage einer Straßen- babnverbindung werden fortgeführt. Die Kreisverwaltung unb bie Stabt Gießen haben ein Interesse daran, wegen ihrer Straßen den Autoomnibus als Verkehrsmittel zu be- seittgen. Wenn dies nicht gelingen sollte, so würde in yoch nicht einem Jahre das Kleinpflaster in Der Oft- unb in der Süd-Anlage vernichtet sein. Die Anlieger beider Straßen haben übrigens gegen die Belästtgung, die der Omnibus verursacht, Einspruch erhoben. Es wird behauptet, daß die Wohnungen, die bisher wegen ihrer ruhigen Sage gesucht waren, durch den Autoverkehr entwertet worden sind. Auch die Gerichtsbehörde hat sich dem Protest an- geschlossen. GS ist übrigens unrichtig, daß die Einnahmen ber, grünen Linie unserer Straßenbahn — wie behauptet wird — täglich um 20—30 Mark zurück gegangen seien. Wie die! Direktton ber Straßenbahn auf Anfrage mitteilte, ist bie Einnahme ber Linie Friebhof—Bahnnhof in ben 14 Tagen, die ber Autoomnibus verkehrt, gegen bie Einnahme der! gleichen Tage des Vorjahrs sogar etwas geftiegen. Zweifellos würde der Verkehr der grünen Linie noch stärker gewachsen sein, wenn der Autoomnibus nicht ins Leben gerufen worden wäre; aber eine Konkurrenz für unsere Straßenbahn ist der Autoverkehr sicher nicht. Es ist auch unrichtig, daß die Vertretung der Gemeinde Wieseck der Stadt 50 000 Mark für die Verlängerung der Elektrischen Bahn bis Wieseck geboten hätte. Ganz unverbindlich für bie Gemeinde, die vorher 20000 Mark geben wollte, haben zwei Bewohner von Wieseck nach einer öffentlichen Versammlung, die in dieser Angelegenheit getagt hat, auf der hiesigen Bürgermeisterei in Aussicht gestellt, daß der Gemeinderat für die Verbindung mit Gießen wohl 50 000 Mark bewilligen werde, worauf der Oberbürgermeister feine' erste Forderung von 75 000 Mark auf 60 000 Mark ermäßigt hat. Ein Angebot von 50 000 Mark ist von dem Gemeinde-, Vorstand von Wieseck an die Bürgermeisterei nie gemacht worden, sonst wäre man wohl einig geworden. Es ist alfoi unwahr, daß die Stadt Gießen bezw. deren Vertretung das Angebot von 50000 Mark ausgeschlagen hat. Tatz Gießen eine Bahn nach Wieseck baut, ohne einen Zuschußj von dieser Gemeinde zu erhalten, glaubt wohl auch iip Wieseck kein Mensch, denn die dafür aufgelnenbcten An-, läge- und Betriebskosten können sich unmöglich verzinsen, dazu ist der Verkehr zwischen beiden Orten nicht ausreichend^' Auch die Frequenz des Autoomnibus beweist nichts, da bei ihm — wie bei jedem neu eröffneten Verkehrsmittel —. der Reiz der Neuheit mitspricht. Die Stadt Meßen hat ihre ursprüngliche Forderung auf 40000 Mark ermäßigt und kann davon aus Rücksicht auf ihre Steuerzahler nicht abgehen. Wenn die jetzigen Verhandlungen ergebnislos bleiben, darf die Gemeinde Wieseck sich später nicht be-i schweren, daß sie den Anschluß an die Gießener elektrisch/ Straßenbahn verpaßt hat. vom italienisch-türkischen Kriegsschauplatz. Konstantinopel, 23. März. Das Kriegsministerium veröffentlicht eine Depesche des Kommandanten von Benghasi über den Kampf bei Fojat am 12. März Danach griffen 2000 Türken und Arader nachts das Fort Foiat an. Die Italiener zogen sich aus dem Fort zurück und ließen sechs Feldgeschütze im Stich, welche die Türken aber nicht Mitnahmen konnten. Die italienischen Verluste waren äußerst groß. Tie Türken und Araber hatten 120 Tote unb 55 Verwundete. Am 13. März nachts griffen die Türken von neuem an und erbeuteten Kriegsmaterial. Arn 19. nachts besetzten die Türken die italienischen Verschanzungen 700 Meter von dem Fott, toobei drei Türken getötet und drei verwundet wurden. nuten im Gespräch. Hierauf begab sich der beutfdw Kaiser auf bas Plateau ber Blauen Stiege, wo sich inzwischen Die aus Penzing angekommenen Erzherzöge versammelt hatten. Außerbem hatten sich bie Erzherzoginnen Maria Josefa, Maria Christiana, Blanka und Marie Valerie sowie Erzherzog Rainer zur Begrüßung eingefunden. Hierauf stattete der deutsche Kaiser dem Kaiser Franz Josef einen Dankbesuch ab. Tie beiden Monarchen blieben längere Zeit im intimen Gespräch. Inzwischen hatten sich im Maria- Theresien-Zirnmer die höchsten Hofwürbenträger, die gemeinsamen Minister, bie beiben Ministerpräsidenten Gras Stürgkh unb Khuen Hebervary zur Aufwartung berfammeü, bereu Vorstellung der deutsche Kaiser entgegennahm. Um 121/4 Uhr fand allerhöchstes Familien frühstück im inttmftcn Kreise statt. Der deutsche Kaiser empfing nach bem Frühstück ben Minister bes Aeußern in Aubienz. — Der österreichische Kaiser hat ber Prinzessin August Wilhelm bas Großkreuz des Elisabethvrdens verliehen. Ein Besuch im Botschafterpalaiß. Nach einer einftüubigcii Audienz des Grafen Berch- 10 l d fuhr Kaiser Wllhelm in die Stadt und besuchte gegen i/25 Uhr die Gemahlin des deutschen Botschafters im Botschaftspalais, wo sämtliche Herren der Botschaft mit ihren Damen versammelt waren. Ter Kaiser wurde vom Botschafterpaare, dessen Tochter und den Damen der Botschaft empfangen. Unterdessen traf Prinzessin Viktoria Luise zum Besuch der Frau v. Tschirschky im Palais ein. 7 ic Herrschaften nahmen den Tee ein und unterbieten sich etwa eine Stunde mit ben Anwesenben, woraus die Rückfahrt nach Schönbrunn angetreten wurde. Im Laufe des Nachmittags ließ Kaiser Wilhelm in der Kapuzinergruft an den Särgen der Kaiserin Elisabeth und des Kronprinzen Rudolf Kränze Zweites Blatt 162. Zahrgang Ettchetnt täglich mit Ausnahme des Sonntags. • Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Iber komm Mansche Etjenbahnafsistent Eulenberg oon (Bußen i,ach Betzdorf. Eine Belohnung für Umsichtigkeit erhielt der Arbeiter Siegel in Friedberg. ** Der Turngau Hessen hielt gestern hier in «Steins Garten s-einen 80. Gau turnt ag ab. Ms Festort -Kr das nächstjährige Gauturnfest itntrbe Frankenberg 'bestimmt. 7Die Abhaltung des diesjährigen'Jubiläumsgau- tuimfestes in Gießen am 7. und 8. Juli wurde cmtge- 'Heißen. fMherer Bericht folgt.) Landkreis Gießen. X Hungen, 24. März. Gestern tagte hier in der Traute Her Kreisziegenzuchtverein. Regierungsrat Dr. Merck, der Direktor des Kreisziegenzuchtvereins Gießen, begrüßte besonders den Vertreter der Landwirtschaftskammcr, Sekretär Schwarz-Gießen Der Jahresbericht des Direktors zeigt, das' Has Jcchr 1911 eine erfreuliche Entwicklung und eine innere Kräftigung des Vereins mit sich brachte, das Arbeitsfeld mutte beträchtlich ausgedehnt. Die Zahl der Ortsvereine und der Mit glieder ist gestiegen und die finanziellen Verhältnisse haben sich gekräftigt. Die Kreistierschau 1911 mußte wegen der Maul und Klcmenseucl-e ausfallen, es sollen dieses Jahr Stallschcmcr abgehalten werden mit Prämiierungen, z. B. in Grvßcn-Linten, Leihgestern, Grünberg und Stangenrod, im April gedenkt man zu beginnen, 300 Mark sind vorgesehen. Die Stallschau soll ein Ansporn für bessere Haltung der Tiere, bessere Klauenpflcge usw. sein. Die Vcrmiltelsstelle, die voriges Jahr eingerichtet wurde, hat ihre Erwartungen übertroffen. Die Vereine Burk haichsfelden und Taubringen, die Ziegenweiden und Tummel Plätze anlegten, erhielten vom Kreisverein eine Unterstützung von !je 50 Mk. Die 20 Vereine des vorigen Jahres zählten 645 Mit glieder, Wieseck und Lich sind ausaeschieden, ba]ür traten untere Vereine bei, z. B. Lollar, Trohe, Steinbach, Treis-Lumda, Beuern und Queckborn, andere stehen in Aussicht, Rodheim, Steinheim, Utphe, Langd und Trais-Horloff. Jetzt sind es ohne die letzteren schon fast 800 Mitglieder. Der Dirittor hofft, daß außer den 37 Gemeinden, die korporative Mitglieder sind, auch noch andere Gemeinden die Zucht unterstützen möchten. Die Landwirtschafts- tammer führt über die Vereine eine gewisse Aufficht. Die Unterstützungen des Vereins aus anderen Quellen waren: Sparkasse iLich, Sparkasse Grünberg 50 Mark, Gießen 100 Mark, Kreis- ! fasse 100 Mark, Landwirtschaftlicher Bvzirksverein 100 Mark. >Die Landwirtschaftskammer gibt für Körungen 100 Mark, für «Kennzeichnung ter Lämmer 40 Mark. Bei ter Besprechung des >JalneSberichtes begrüßt zunächst Bürgermeister Fendt-Hunden «die Versammlung. Er macht auf die Bedeutung der Tummelplätze aufmerksam, die in jeder Gemeinte gelegentlich der Feldbereinig- ungen angelegt werden sollten. Ein Tummelplatz ließe sich vielleicht mit dem Tiergarten bei Hungen verbinden. Von den Vereinen zählen: Gießen 85, Grünberg 36, Hungen 32, Lauter 8, Stangenrod 19, Bellersheim 44, Daubringen 37, Großen- Linden 44, Hattenrod 19, Inheiden 30, Langsdorf 30, Lang- Göns 39, Leihgestern 21, Obbornhofen 40, Saasen 25, Utphe 40( Vatzenborn-Stcinberg 25, Burkhardsfelden 11, Ober-Hörgern 6 und Großen-Buscck 40, Lollar 38, Steinbach 31 und Beuern 41 Mitglieder. Am 19. Mai hält der Verein Burkhardsfelden eine Verlosung zum Besten seiner Ziegenweide ab, damit wird ein Vortrag verkmnden über Ziegenzucht und Vogelsberger Rindviehzucht. S chneider-TraiS-Horloff spricht für die neuen Vereine zu Treis, Steinheim, Langd. Der Voranschlag für 1912 sieht 1467,15 Mark in Einnahme und Ausgabe vor, für die Kreis- schau in Gießen sind 150 Mark, für Stallschauen 300 Mark vor- I gesehen. Die Landwirff chaf tskamm er unterstützt den Kreis Verein .bet ter Kreistierschau zu Gießen mit 700 Mark. Die Mitglieder- beiträae sind 780 Mark, die Zuschüsse auS Kassen usw. 490 Mk. Der Ziegenmarkt zu Hungen am 18. September wirb von ter Landwirlschastskammer unterstützt, vom Kreisverein biefeS Jahr nicht. Schäfer-Gießen beantragt, ben Ziegenmarkt in Gießen dieses Jahr wieder abzuyalten. Sekretär Schwarz- Gießen führt aus, daß ben Züchtern gelegentlich der Auktionen zu Alsselb, Butzbach und Schotten, sowie aus ben städtischen Märkten, z. B. Hungen, Ridba, Friedberg unb Lauterbach genügenb Gelegenheit zum An- unb Verkauf gegeben sei. Mit Rücksicht aus die KreiSticrschau zu Gießen wurde von einem besonderen Ziegen- markt abzusehen. Später soll vielleicht auch eine Auktion in Gießen eingerichtet werten. Bei Prüfung der Rechnung 1911 betrugen die Einnahmen 1146,32 Mark, die Ausgaben 985,17 Mark, bas Vermögen beläuft sich auf 1345,91 Mk. Dem Rechner Bechtold-Gießen mürbe Entlastung erteilt. Ms Preisrichter für die Kreisschau wurden Philipp-Steinberg unb Faber-Großen-Linden gewählt. Eine weitere Aussprache erfolgte Über die Anschaffung und ben Import von Zuchttieren. Sekretär Schwarz führt aus, baß die Güte des Zuchtviehes in ter Schweiz nicht mehr auf der Höhe sei, nrie in den 90 er Jahren, man solle in Deutschland taufen, am besten molst in Starkenburg, Rheinhessen ober in den Kreisen Alsfeld und Lauterbach. Das deutsche Material sei besser als das Schweizer, auch habe ter Züchter beim Import aus der Schweiz keine Gewißheit über die Abstammung. Anfang Juni sollten zwei Herren die Hauptzuchtorte besuchen und Jungtiere antaufen. Regierungsrat Dr. Merck teilt mit, daß jetzt Jungviehregister angelegt werten; S chm all -Gießen ist beauf« trägt, die Kennzeichnung ter Lämmer vorzunehmen, die Körungen finden im September statt. Kreis Friedberg. — Friedberg, 22.März. Die Städtische Polytechnische Lehranstalt Friedberg ist eine höhere technische Lehranstalt akadelnischen Charakters, die mit ihren Lehrzielen über den Rahmen der Techniker hinaus geht. Die Anstalt ist kein Er- werbsinstitut, da die Stadt sehr namhaste Zuschüsse leistet. An der Anstalt bestehen vier Abteilungen: Maschinenbau, Elektrotechnik, Bauingenieurwesen und Architekur. Sie besitzt bedeutende Lehr- mtttel, darunter eine reichhaltige Bibliothek, ein mechanisches und ein elektrotechnisches Laboratorium und vermittelt eine abgeschlossene Ausbildung zum Ingenieur der vier angegebenen Fachrichtungen. „ ,,?< Bad-Nauheim, 24. März. Hier ist eben alles in grtmger Vorbereitung für die K u r u n f e r e r Kaiserin. Nach der Billa Grötel, wo die Kaiserin wohnen wirb, wird vom Postamt auS ein besonderer Drain geführt, um bie direkte Tclc- bboit Derb ui bimg mit Berlin zu ermöglichen. In ben Hauptbade- Mnb VerkehrSstraßm beschleunigt die Dampfwalze gegenwärtig chre Jrbett. Am Bahnhofsum- und -Neubau wird, seitdem die Ankunft der Kaiserin gemeldet ist, ununterbrochen Tag und Nacht und mit vermehrten Arbeitskräften gearbeitet, damit der Bahnhof mS zum 9. April einen einigermaßen freundlichen unb fertigen Eindruck macht. Selbst am heutigen Sonntag ist die Arbeit nicht niedergelegt worden. — Im vergangenen Winter wurde mer eine Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz neu organisiert. Sie setzt sich aus etwa 30 Mitgliedern d« verschiedensten Vereine zusammen und wurde von Oberstabs- arzt Dr. Schrater, dein Chef des hiesigen Militärkurhauses, aus- aebiltet Heute morgen legte die Kolonne, bie durch die in ftnebberg bereits bestetente Abteilung verstärkt wurde, durch eine Hebung am neuen GiHerbahnhof Zeugnis von ihrem rwnnen ab. Generalarzt Dr. Lindemann-Darmstadt, der die Prüfung vornahm, sprach sich sehr zuftieten übet die Leistungen dn Kolonne aus. Für die Hebungszwecke stand zur Kur biet toeüenW Militär zur Verfügung. — Am 22. März waren es 40 Jahre, seitdem der hiesige Kriegerverein gegründet wurde Hatte beging er deshalb eine Feier. .Etwa 30 Veteranen von hier konnten sich am Jubiläum beteiligen. Nachmittags wurde cm Frstyottesdlenst m ber Dankeskirche veranstaltet, wobei Pfarrer Wissig d,e Amvrache hielt. Danach gingen die Veteranen, begleitet vom Mililärverein „Hafsia" und den zur Jhir gegenwärtig hier weilenden Soldaten, mit Musik nach dem alten Dnedhos. Dort gedachte in schlichten Worten der Vorsitzende Pf* Kriegervereins, Veteran May, der im Feldzug gefallenen Kameraden und legte am Kriegerdenkmal einen Kranz nieder. Mtends landen Abendunterhaltung und Ball im Tawsienhos statt Der Gesangverein „Frohsinn" und der .Turnverein hatten sich dabei nuten Dienst des festgebenden .Vereins gcjtdlL Starkenburg und Nheinhessen. — Tarmstadt,23. März. Tie Hauptversammlung beS Hessischen Tiakonievereinswar zahlreich besucht. Der Vorsitzende, Dekan Z a u b i tz - Bensheim, gab dem Ausdruck, daß der Diakonieverein auch im letzten Jahre wieder bedeutende Fortschritte gemacht habe. Tas beitätigte der vom Bereinsgcist- lichen erstattete Jahresbericht. Dieser berichtet zunächst über bie Errichtung zweier neuer Krankenpslegeschulen zu Nordhaufen und Hanau, die sich als Schwesternausbitdungsanstalten sehr aut bewähren. Als drittes neues Krankenhaus ist das Kreiskrankenhaus zu Groß-Gerau belegt worden, in dem auch solche Mädchen zu Schwestern ausgebildet werden, die nur Bolksschulbildung haben und ein Schwestervorbildungsiahr durchmachen. Tie Beziehungen zu der seitherigen ersten Krankenpflegeschule _yi Hamburg sind die alten Das Schwesternseminar zu Darmstadt entwickelt sich immer besser zu einer wirklichen Einsührungsschule in die evaug. Gemeindepffege. Tie Zahl der Schwestern ist aus 77 gestiegen, davon sind 49 in Krankenhäusern, 8 sind in den Gemeinde- dienst getreten, 2 stehen im Dienst ter Darmstädter SäuglingS- pffege usw. Eine Organisation der Schwestern (Schwesternton- serenz, Schwestemrat, „Mitteilungen") ist angebahnt worden. Tas Kindergärtnerinnenseminar hat seinen alten Bestand behauptet. Tie Zahl der Berrinsmifalieder beträgt 1015. Tie finanziellen Verhältnisse sind nach Ausweis der Rechnung gut. — Nach Erledigung des geschäftlichen Teiles der Mitgliederversammlung iand eine öffentliche Versammlung statt, in der Professor Dr. Schoell - Friedberg über „Ausgabe und Stellung ter Schwester im Rahmen des organisierten evang. Gemeindelebens" referierte. Hauptaufgaben der evcmg. Gemeinte sind: Krankenpflege, Armenpflege, Jugendpflege, Glaubenspflcge, allgemeine kulturelle Beeinflussung ihrer Mitglieder usw. Aus allen diesen Gebieten ist die Mitarbeit der Frau, also hier ter Schwester, nicht zu entbehren. Allerdings ist zu solche^ Mitarbeit nicht jedermann geeignet; notwendig ist eine gründliche technische Vorbildung, ein reiches Maß von natürlicher Intelligenz, prakttscher Anstelligkeit, eine frische und frohe Art, vor allem aber auch sozialer Sinn und religiöses Leben. Auch die anstellende Gemeinte hat die Pflichten gegen ihre Schwester: rechtlich zu gewähren hat sie Beamtenqualüät, eine genügende Wohnung und anständigen Unterhalt, regelmäßigen Urlaub, Hilfskräfte aut Vermeidung der Ausnützung; moralisch verpflichtet ist die Gemeinde zur Schaffung eines Anschlusses der Schwester an gute Familien und gesinnungsmäßige Arbeitsunterstützung. Dafür ist ter Gemeinde einzuräumen bas Recht ber Anstellung der Schwester und das Recht ausschließlicher Oberaufsicht. Das Amt der Schwester ist für die Gemeinde der Zukunft so notwendig, wie das Amt des Gemeindepsarrers. — An diesen Vortrag schloß sich eine Aussprache, in der u. a. noch die Notwendigkeit einer besonderen intellektuellen Bildung der Schwester hervorgehoben wurde. Hessen-Nassau. — Frankfurt a. TL, 22. März. Zu dem ® e t ft I i d) e n TI u f i ff e ft in der Frankfurter Festhalle am 3., 4. und 5. April werden außer den angefaglen Fürstlichkeiten (Grobherzog von Hessen nebst Gemahlin, Prinz Heinrich von Preußen re.) auch Frau Mahler, die Witwe deS Komponisten, nebst Familie, als Ehrengäste erwartet. — Aus Holland bringen zwei Sonder- züge 350 Sanger unb Sängerinnen, 120 Musiker und über 500 Zuhörer, darunter auch den Ministerpräsidenten Hemsferf und Gattin, in unsere Stadt. Gießener Strafkammer. Gießen, 23. März. Wegen Kindes aussetzung wurde die Artistin L. M. von Frankfurt a. M. mit einem Jahr Gefängnis bestraft. Jrn Juli vorigen Jahres hatte sie in der Marburger Klinik geboren und war dann mit ihrem Kinde nach Gießen gefahren. Zu ihren Eltern durfte sie mit dem Lind nicht kämmen urtb sie wollte es daher in Gießen int Säuglingsheim unterbringen. Sie tat dies aber nicht, sondern setzte es an der Kreuzung ber Leihgesterner Sttaße unb bes AulwegeS aus. Hier lag es, in eine Jacke gehüllt, im Straßen- graben, als spielente Kinder bar auf aufmerksam würben. Bereits eine Stunde nach ihrer Ankunft fuhr die herzlose Mutter nach Frankfurt weiter. Auch heute zeigte sie Gleichgültigkeit und Kälte und erst der Richterspruch schien ihr bie Beteutung ihrer Tat vor Augen zu rücken. f An Wucher ( grenzendes Geschäftsgebaren ergab bie Verhandlung gegen ben Kaufmann A. P. unb ben Fuhrmann Ehr. B. in Gießen. Beite standen in Diensten des früher in Gießen wohnhaften Kaufmanns St. Dieser hatte hier und auswärts eine Reihe von Geschäften, die mehr ober weniger von ihm abhängig waren. In Garben- teich hatte er ber Fran tes Schuhmachers I. B. Waren zum Verkauf geliefert unb bafür 270 Mk. zu forbem. In seinem Auftrag terebete ber Kaufmann K. Sch. bie Eheleute B., ihm für senie Forderung Sicherheit zu gewähren unb setzte einen Vertrag auf, in bent sämtliche Kolonialwaren bem St. zu Eigentum übertragen wurden unb ferner auch eine Registrierkasse, bie allein 500 Mk. gekostet hatte unb bie B mit etwas Verlust abzugeben gewillt nxir. Der Vertrag wurde unterschrieben, aber angeblich von den Eheleuten B. nicht gelesen, da Sch. zur Eile drängte. Am nächsten Tage effchienen bann bie beiden Angeklagten im Auftrage des St. mit einem Wagen. Sie räumten den ganzen Laten aus und fuhren mit sämtlichen Maren und der Registrierkasse davon. B hatte sie nncterfolt zum Verlassen seines Ladens ausgefordert, aber vergeblich. Auch batten sie ihn, als er sich ihrem Vorhaben widersetzte, bedroht. Sie mußten sich deshalb wegen gemeinschaftlichen Hausfriedens^ bruchs und Nötigung verantworten. Tas Gericht hielt ihnen zu gut, daß sie lediglich Werkzeuge in ter Hand St.'s gewesen seien und verurteilte den P. zu 60 Mk. und den B. zu 25 Mk. Geldstrafe. Falsche Anschuldigung. Der Kellnerlehrling G. Sch. von Marburg, ter im Sommer vorigen Jahres in ber Konbitorei H. bffchäftigt war, hatte einem anderen Lehrling einen Geldbettag geliehen. Als dieser von H wegging, ohne ihm das Geliehene zurückzugeben, behauptete Sch bei seinem Meister, ter andere Lehrling habe ihm das Geld gestohlen. Er erreichte auch, daß H. ihm die entliehene Summe zurückerstattete. Auch auf ter Polizei, die von der Sache Kenntnis erhalten hatte, stellte c5 so bar, als ob ihm tes Gelb gestohlen worben sei. Erst vor bem Schöffengericht bequemte er sich zur Wahrheit. Sein Verhalten trug ihm eine Anklage wegen falscher Anschuldigung ein, sie war icboch nicht ausrecht tu erhalten, ba sich ergab, baß bie Anzeige bei ter Polizei nicht von ihm au5gcgangen war. Den Falschen hatten im November vorigen Jahres drei Arbeiter au5 Groß- Karben verprügelt. Sie barten es auf ben Verwalter H. abgesehen, gerieten in ber Dunkelheit aber an ben Musiker Sch. von Klein-Karben. Bon bem Schöffengericht Vilbel mit 14 Tagen Gefängnis bestraft, erstrebten sie unter Bestreitung ihrer Täterschaft Freisprechung. Auf Grunb einer umfangreichen, mehrere 3:hinten in Anspruch nehmenden Beweisaufnahme erscheinen sie aber durch die Aussage tes Verletzten unb einer Reche von Verdachtsgrunben überführt. Ihre Berufung würbe verworfen. vüchertisch. ,^runnet: In türkischer Gefangenschaft. Bibliothek August Scherl, Berlin. 212 Selten. (Heg. t Leinwand geb. Mk. —,90. ,Jn türkischer Gefangenschaft' — das Hingt wahrend ber Wirren deS türkisch-italienischen Krieges beunruhigend genug, um so mehr, wenn der Gefangene ein Deutscher ist. Aber die neue Zugendschrifl führt keine politischen Verwickelungen heraus W,r werden ui die Pergan.ienheit verseyt, in die Zett deS 16. Iahr- ^yntertfi. ES ist bie Epoche, tn der die Türken noch eine drohende ("efafjr für Europa bedeuten. — Und nun gerät em Deutscher nach Dielen abenteuerlichen Fahrten in die Gefangenschaft der Türken. Wie eS ihm als türkischem Sklaven erging, rote er sich durch List KreiS: '«L'Oin 15. dis 22. März «st die Seuche erlolcben in: TouTTTThT 22. März sind neu verseucht : Am 16. März roaren verseucht. und Mut aus der Lttciverel roteoer erteile, oas ur jmstrotoemnci spannend erzählt. Hochmterefiant ist übrigen» eine Schilderung deS Damaligen Tripolis, bie uns das Buch gibt. Nachweisung über den Stand der Maul- und Klaue« seuche in Heften vom 16. dis 22. März 1912. Arheilgen Tarmstabt . Gr.-Zimntern Steinbach Gießen Bretzenheim Bingen . . . Engelstadt Oppenheim Eimsheim Worms. . . Heppenheim Offenbach. . Tarmstabt Schlachlhos Dffenheim Weinheim ZramerSheiw Leihgestern» (Brimingen Leihgestern, Mufchenheim, Harbach, (Brimingen Kl.-Auheim, MainNlngeu, .^eu-Jsenburg Darmstadt Schlachthof Alsfeld . . . Bübingen. . ütiebberg . Groß-Gerau Mörfelden Steinbach, Hainstabt Jügesheim Bensheim . Ticburg . . erblich . . Groß-Gerau Lauterbach. Schotten. . Tioiitj . . . Alzey. . . . Groß-Zimmern, Hainstabt. Neuslabt Kelnerdach, Groß-Gerau, Tlörfelben Ranstadt. Leibhecken, Rieder-Eschbach, Afsen- heim, Okarben, Rob- heim, Etammhetin Heimersheim, ErbeS- Büdevheim, Bornhenn, Schafhausen, Framersheim, Lssenheim, Weinheim , Bermersheim, Lonsheim Engelstabt, Schwaben- Heim Eimsheim, Dolgesheim, Guntersblum, Selzen Meteorologisch« veobachtungen der Station Sieben. März 1912 Börsen-Wochcnbcricht. — Frankfurt a. M^ 22. März. Tie Börse zeigte In dieser Woche etwas schwankende Haltung. Während man aber unter bent Einfluß bet ArbeiteiauSstäube, ber unklaren politischen Beihältnlsie unb ber schwierigen Lage beS Gelb- uiaikteS in ber ersten Wochenhälste mehr zur Schwäche neigte, konnte sich die Gruubstimmung später wieder befestigen. Den Anlaß zur besseren Haltung gab vor allem bet überrafdjeiib gekommene Abbruch beS Bergarbeiter st reikS im Ruhrrevier. Früher als man ermatten bürste, haben bie Leiter ber AuSstanbs- beroeqnng bie Unmöglichkeit, angesichts ber Unstimmigkeiten unter den Atbeiletotganisatloneit selber ihre Bestrebungen burchzufühten, eingeiehen, unb sich entschlossen, bie Beenbigung deS AuSstanbeS zu proklamieren. Diese Tatsache mürbe oon Der Börse mit Recht als em erfreuliches Moment begrüßt, um fo mehr, als man ermattet, baß bie Niederlage ber Arbeiter im Ruhrreoier auch elitbämmenb auf bie anberen Stretkbemegungen mitten mird. Die ungünstigen Emmitkungen beS Streiks in Englanb auf bie Bötsenstimmuna ließen ebenfalls allmählich nach, vor allem in ber Ermattung, batz bie Wlebetauinahme ber Vethandlungen zu einem guten Enbe führen roetbe, nachdem jetzt durch bas (iingreifen ber Regierung durch gesetzliche Festlegung ber Mmbestlöhne em Ausgleich geschaffen miiröe. Tlan mar um so menlger geneigt, sich btesethalb Besorg- niffen hinzugeben, als ja bie beutschen Zechen burch bie Aus- jchaltung des englischen Wettbemerbes unb burch bie günstigen Absatzverhältnisse vom AitSlanbSmarktc nur profitieren können. Aus gleichem (Brunbe schenkte man auch den Gärungen unter bet Arbeiterschaft im Kohlengeblet von Norbftankrelch, Belgien unb bem Anthrazitkohlenbergbau ber Bereinigten Staaten feine gröbere Beachtung. Im übrigen wirkte befeftigenb, daß auS Amerika neuerbing9 bessere Berichte kamen. Tlan roirb ja auch bort so kurz vor ben Wahlen keine Haiiffebegeistetung ermatten bütsen. Aber bie Depression scheint brühe« übetrounDen zu (ein, unb auch bie Ttustvraktiken roerben gegenroärtig mllbcr gehandhabt als bisher, so baß man von Amerika vorerst keine unliebsamen Ueberraschungen glaubt befürchten zu müffen. Aus bem heimischen WirtschastS- leben lagen tn biefer Woche ebenfalls einige recht ermutigende Berichte vor. Tie hohen Abfahziffern am Eifenmattt, bie roieberum sehr günstigen Verkehrseinnahmen ber beutschen Eisenbahnen und bie guten statistischen AuSmeise über ben Außenhanbel können als neuer Bemeis für baS Fortbestehen ber günstigen roittfchaftlichen Konjunktur betrachtet roerben. Wenn bie Börse bennoch an einigen Tagen stärkerer Verstauung anheimgefallen mar, so ivar bieS einesteils auf politische Tlelbungen mehr ober weniger sensationeller AN, in ber Hauptsache aber auf bie Gelbverhältmffe zurück- zuführen, beren Ernst sich bie Börse nicht länger verschließen konnte. Tie Lage beS Gelbmarktes bleibt äußerst gespannt, unb man kann bem Monatsschluß mit seiner betonteren Krediterschmerung nicht ohne Bedenken entgegensehen. Wirb Ultimogelb im allgemeinen doch aus 7 Prozent geschätzt. Die Gelbsucher halten allerdings einst- weilen noch xurücf, in ber Hoffnung, später vielleicht billiger an- zufommen. Anbererseits nimmt man aber auch vielfach an, boB bie Gelbgeber nicht sehr entgegenkommenb sein werben, so baß mit ber Möglichkeit ber Ausmerzung weiterer schwacher Elemente gerechnet roirb. Obwohl im Hinblick auf bie hohen Zinssätze ver- schiebentlich PoiitionSlösungen oorgenommen mürben, war ba« 'Angebot boch kein brängenoes, so baß sich bie Kurse ziemlich behaupteten. Montanpapiere konnten sogar schließlich ihre anfangs erlittenen Einbußen roiebev einholen. Bon anderen Jnbustrtepapteren zeigten chemische Wette, namentlich Höchster Farbwerke unb Scheibeanstalt, recht feste Haltung. Ansehnlich gebeffett roaren auch roleber Akkumulatoren Berlin, während Bergmann aus einen zu erwartenden starken Tivibenbenrückgaug über 20 Proz. verloren. Verkaafe- Mtelien durch dienen Plakat kenntlich. Fabrikant: Aoroit Jacebh Nebel WSW SW 88,1 45,0 501 Höchste Temperatur am Niedrigste „ , Niederschlag: 6,0 mm. biS 24. März - + 10,6 • Q , 24. , - + 5,8*0. 23. 23. 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Giessen (Nord-Anlage 33), den 23. März 1912. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 26. März, nachmittags Statt besonderer Anzeige. Heute nachmittag 5 Uhr entschlief sanft unsere liebe Schwester und Tante Eulalie Fels. Statt jeder besonderen Anzeige. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten teilen wir hierdurch tiefbetrübt mit, dass es Gott dem Allmächtigen nach seinem unerforschlichen Willen gefallen hat, meine innigstgeliebte Frau, unsere treubesorgte liebe Mutter, Schwiegermutter und Grossmutter Frau Regina Stern geb. Joseph nach kurzem Leiden in ihrem 65. Lebensjahre zu sich zu nehmen. Die in tiefer Trauer Hinterbliebenen. Wieseck (Hessen), Hachenburg, Frankfurt. Friedberg, 25. März 1912. Die Beerdigung findet Dienstag, den 26. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause in Wieseck aus statt. 2254 Danksagung Lang-Gons, den 24. März 1912. 2252 Lang-GönS, den 25. März 1912. (02507 Für die vielen Beweise Herzlicher Teilnahme bei dem unS betroffenen Verluste sagt innigen Dank Im Namen der Hinterbliebenen: Konrad Klös. Familie Kuhl and Wagner. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste sagen wir innigsten Dank. -> p-. 1 x in j«drr beliebigen Schriftart u. Karton- VI I 11K3F iCll forte,fowic mit Zirkeln aller studrntifch en ¥______________Vereinigungen,lief ert zu mässig en p reifen BrühlTche amverfitäts-Drutkcrri, dchulftr. 7. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unser innigstgeliebte! Töchterchen, Schwester, Enkelin und Nichte Emmi im kaum vollendeten 6. Lebensjahre nach kurzem, schwerem Leiden beute abend Uhr au rieh zu rufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Malkomeslus, Schaffner. Gießen (Mittelweg 14). den 25. März 1912. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 27. d. M. nachmittag* 3 Uhr auf dem neuen Friedhof statt 2239 ■ 9?erronnbtciL Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung dak mein lieber Mann, unser guter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Grobvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Heinrich Wagner SamStag morgen um 10 Uhr nach langem, schwerem Veibcn im Alter von 58 Jahren sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Wagner. Giehen (Frankfurter Strahe 88), Kassel, Baltimore, den 23. März 1912. Die Beerdigung findet Dienstag, 26. März, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus Halt. 2240 sagen wir innigsten Dank. (2250 Familie Dörr. Großen-Buseck, den 24. März 1912. Danksagung. Für die vielen Bewetse herzlicher Teilnahme, sowie die trostreichen Worte beB Herrn Pfarrer Barth und für die liebevolle Pflege der Krankenschwester, beim Hinscheiben meiner lieben Frau, unserer guten Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Margarethe Dörr Klavier- Stimmen Reparieren Polieren 0»/, in tadellos. Ausführung. 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Halbleinene Jacquardtücher Prima Drell-Qualität 110x160 cm Grosse Posten feinfädige Qualitäten Weiss Gerstenkorn mit Band Glatt Leinep mit Borde Grau gemusterte Tücher Schwerste Drell-Handtücher Bunt gemusterte Köpertücher */j _____Sämtliche Posten äusserst preiswert Schwere Drell-Qualität 130x130 cm 130x160 cm 130x225 cm Herren-Tücher, prima Percal, in. neuesten Bordüren Einzelne elegante Nachthemden FM" weit unter Preis “WX Rohnessel Grösse 160x230 cm Haustuch , 160x230 „ Elsässer Tuch „ 150x240 n Vorzügliches Louisiana-Gewebe „ 160x240 „ Bestes Linontuch , 160x240 n „ Sämtliche Posten ausserordentlich vorteilhaft. Mk. 1.85 „ 2.50 Reinleinene Qualitäten Schwere Drcllware 48x110 cm'/, Dtzd. Mk. 5.00 und 5.25 Schwere Jacquardware 48X115 cm '/, Dtzd. Mk. 5.00 Schwerstes Gerstenkorn 50X120 cm */» Dtzd. Mk. 6.50 u. 6.75 Bestes Schützer Fabrikat '/, Dtzd. Mk. 7.00 und 7.25 Sämtliche Qualitäten wind geeit nm t u. gebändert. Nachthemden, ausgeschnitten Feinfädiges Hemdentuch mit roten Besätzen Mk. do. mit prima Stickerei ... „ do. sehr reich mit Stickerei, Einsatz und Durchzug . . . Mk. 6.50, Elegante Kissen, la. Stickerei-Einsätze und Fältchen Mk. 1.50, 1.85, 1.95 und höher Solide Kissen mit Zwirn-Einsätzen Mk. 1.25 und 1.50 Kissen mit Sprüchen Mk. 1.75 Taghemden, Vorderschluss Extra schwerer Kretonne mit Feston . Mk. do. mit herzförmigem Koller „ Prima Renforce mit Handlanguette Taghemden, Schulterschluss Feinfädiges Hemdentuch mit Stickerei 2.85 2.50, Kräftiges Haustuch mit Barmer-Feston . Mk. Feinfädiger Stoff mit Stickerei . „ Prima Hemdentuch, gestickte Madeira-Passen 1.50 1.95 Sommer-Nachtjacken Prima Renforcä mit Klappkragen und Barmer Feston Mk. 1.75, 2.25, 2.45. 2.75 Weisse Gerstenkorn, gemust 48X115 cm */* 45X112 cm */i 48X115 cm'/, 115X126 cm Mk. 1.95 130x160 cm 130x225 cm Servietten Konfirmanden-Röcke mit breiter Stickerei Mk. 3.50. 4. , 4.25 do. reich garn. Mk. 4.50, 5.—, 6.—, 6.50 Dasselbe mit breiter Stickerei Mk. 5.25 und Prima Renforce, elegante Stickerei „ 5.25 „ Prima Stoff mit Handfeston . . . Mk. do. mit eleganter Stickerei und Einsatz Mk. 6.50, do. mit Handfeston und Madeira-Ecken . Mk. 2.70 2.85 3.- Mk. und Grau gemustert Panama >/, Dtzd. Mk. Baumwollen Gerstenkorn */i „ „ Grau gemustert Halbleinen */. „ Prima halbleinene Gläsertücher V, Dtzd. Mk. 1.35 u. Allerbestes Halbleinen >/, „ „ 1.75 u. 1.95 Sämtlich weit unter Preis. Mk. 3.25 n 3.50 Grosse Posten Gardinen abgepassl und am Slüek weil eoler Preis. I fr Spannstoffen s,"äz.SSb',‘ Mk. 2.95 3.75 5.75 */» Dtzd. Mk. 3.75 Extra schwere Haus wäre 115x165 cm 130X160 cm 130x225 cm Servietten * Mk. 3.45 3.75 5.25 */i Dtzd. Mk. 3.75 Extra prima Jacquard-Ware 130X160 cm 130x225 cm 130x330 cm Servietten Neueste Dessins Mk. 3.75 5.25 7.50 Dtzd. Mk. 3.75