wird. Ter neue Herrscher Japans. inter taöt Dresden m Wien vcrausialtci rourDe, >089- le en sr rs 1 in SS* LM Der Kaifcr von Japan f. Tokio. 29. Juli. Ter Kaiser von Japan ist heute morgen gestorben. Der Tod des Kaisers erfolgte um 12 Uhr 43 Minuten nachts. Der Kaiser Mutsuhito stand im 60. Lebensjahr: er war im Jahre 1852 geboren und folgte -1867 seinem Vater komci auf den Thron. Mutsuhito hat bei den erstaun lichen Umwälzungen, die sich in den letzten Jahrzehnten in seinem Reiche vollzogen, zweifellos einen sehr großen Anteil gehabt. Im Innern wie in seiner auswärtigen Politik hat Japan völlig andere Wege cmgeschlagen, und wenn cs ihm dabei auch an klugen Staatsmännern und Feldherren nicht fehlte, so hatte doch der Kaiser alle Fäden in seiner Hand. Der verstorbene Herrscher genoß bei feinen Untertanen denn auch die allergrößte Liebe. Er hatte den Erfolg für sich, indem er nicht nur zahlreiche Kriege, darunter das große Ringen mit Rußland, gewann, sondern auch sein Volk wirtschaftlich zu heben verstand, so daß es heute als fleißig, regsam, lernbegierig, geachtet in der Welt dasteht und als Weltmacht entsprechend eingeschätzt Kein Monarch der Gegenwart bat in seinem Reich' so gewaltig Umgestaltungen und Umwälzungen erlebt und mitgcfdiaifcii, wie "iutfutnto, der Kaiser von Japan. Er, der in der Frudzett Kiner Regierung noch in einer Art strenger Klausur lebte und die Großen des Reiches nur in einem Jelle cmpmg, das überdies durch einen dichten Vorhang abgeschlossen wurde, damit nur ja [ein Sterblicher das geheiligte Antlitz des Lohnes des Hlinmett- erblicke, — er ist heute ein so moderner Herrscher, wie nur irgend einet seiner fürstlichen Genossen im alten Europa, und wenn naiser Adutsuhito tn seiner der Ofsi-iersunnorrn der iranrösgch'n Artillerie ähnelnde,i Uniform aus schwarzem Tuche, auf der Brust ein paar Orden, entern europäischen Besucher gegen über trat, so konnte dieser nicht leicht vermuten, welch gesdstdstttche Per ionlichkeit er vor sich ljabc. Allein bei näherer Betrachtung wurde doch jeder aumierksamc Beobachter von der Erscheinung des Kaisers gefesselt. Schön war er nicht, aber burd)aus mtcrtfiant. Er war jür einen Japaner von hohem Wüchse und batte längeres Haar, als in Japan sonst gewöhnlich ist. Dies Haar war dicht und struppig, das Gesicht sahlgelblich, die Augen grog, schwarz, aufmerksam und lebendig, die Rase fleischig, schnurr- und Vollbart dünn. Die Züge im gattzen zeigten Eharakter, seine Manieren waren die höchst höslicl-en eines wohlerzogenen Japaners, aber, mochte er sich noch so leutselig geben, es blieb um Alkut sicht to doch immer eine Atmosphäre der Unnahbarkeit, ja des Geheimnisvollen, die vielleicht die Erbschaft der von ihm überitommenen, Jahrhundette alten Ucbcrlicfcrung des japanischen Kaiserhauses au feinem Nachfolger Hal Mutsuhilo seinen Sohn Boshihito, der aus der Verbindung mit einer Reben- frau stammt und im Jahre 1879 geboren ist bestimmt. Yoshihilo gilt als besonderer Freund europäischer StuUuL T?r künftige Kaiser Harmw-mya nt am 31. Juguit 1879 geboren. Tas japanische Gesetz hattet dem Herrschet, zwölf Nebenfrauen zu nehmen, die zwar nicht Kai setinnen sind, deren Kinder aber durckxius als legitim und sukze^- ionsjübig gelten. Seine Mutter in früh ^torben, und d e Kaiserin hat ihn in frühester Jugend erzogen. bcugung der Europäer entgegen. Harn war der erste iap«inttd)C Prinz, b'*r ui Jt ■eine rein gci t litte Vorbildung erhielt, wie s,c bisher allen Mikados. alS rel aiösen OberlKiiiptern des Volkes, zuteil geworden war, sondern ein. moderne, balbmihtärücbe Erzielning: er wurde tn fer tigens ür ihn ins Leben gerufenen, auf alter L rahtttmt beruhenden m d aus itnoio stammenden „Adelsiclmle" ausgebildet Er batte in der ersten Zeü einige Male liegen beit in der ».memlichkeit zu erscheinen, so, als er mit kaum neun Jahreii, wahrend einer Krankheil des Kaisers, einigen Jetern ini adligen gtauinn|ti|te und in der Tcdmifien Hodndwlc zu Tokio präsidierte, auch hatte er einige Zeit Umgang mit d.mtscden Kindern, denen des Kammer- Herrn v. Mohl. Auch bei der feccrlcdun Vcrfassungsproklarna- tion befand er sich iit der Umgebung seines Vaters. Jhtgcblid, lill Harn ans der Adelsschule eine airopmfdx Sprache oclmit wben, und einige Zeit nahm man an, daß es deunch sei. Cr bat aber nur ein wenig englisch gelernt, ist dasür aber um so gründlicher in der chinesischen Schriftsprache unterrichtet worden In Die Armee ist er nicht eingetreten, da dies javanijchen Anschauungen ividersprickt, ja der Kaiser nicht einmal O|ftziere m wru« Umgebung haben soll, doch trug er in der Adels, chulc die Umiorin der Anstalt Seine Wohnung war zuerst daS alte Kaiserliche Palais, auch halte er sofort nad> dem 31 August 1887 einen eigenen Hofstaat erhalten. Am 10. Mai 1900 vermahlte cr sich nut der Prinzessin S.idako. Tie künftige Kaiserin stammt auS dem Hause Konone Dieses ist eines von den log 0>efrfe, dl. von d sproffen, von denen der älteste, Hirohito Miti iw-Miha, geboren 29 April 1901, Thronfolger wird. Der neue Kauer hat fün, .Halbschwestern. Ein Halbbruder, Prinz Alti, der wie er und die Prinzessinnen von Nebcnsrauen stammte, ist srub gestorben xas künftige Kaiser, dem ein freundlidjes Wesen nachgerühmt wird, war früher häufig krank, bod) soll sich seine Gesundheit gebenerl ( haben. . । . _ ... hen Hauptstadt, daß oic kleine Erzeig [cm die Ritter des Schwarzen Adlers, des Ordens pour le mente I und' von 20 iremben Orden war, nod) keine österreichische Aus- ustchnung besaß. Es wandten sich daher Vertreter der Wiener tünfilcr?d)aft an den Lberhofmattchall, dem sie m einer Audienz! die Sache vortmgen. Dieser Hoswurdentrager war aber etwas- taub, und es kostete Mühe, ihm verständlich zu machen, worum, cs sich handelte. Endlich hatte er bcgrmen und zeigte sich sehr, entgegen iommcnd. ,.M°n mub bi=.iremben fftaft er an«Be Idee gencl oem Lberhosmarsehall und man wurde hanottS- einig Als die Delegierten schon m der Tur ftanben, rief tfeari herttraf nach: „Uebrigens, Ihr Menzel ist ja wohl der Matt., der o bädschc kleine Landschaften macht'?" Was sollten die!Tettgurten. antworten? Es war nicht am Platze, den Hofherrn zu belehren, sie verbeugten sich schweigend und — gingen. Und also, so weist btt '• . (.mann des sran-witschen Blattes zu berichten. S«'‘-jj han Der Maler Friedrich- des Gro,;en als Land'chattsrnalerdu- gmke österreichis^ Me^tlle für Kunst und Wissenschast betont kt R ro c i neuerkannte Werke Rassaels. A/en Ver^ liner Kunsthistoriker O. Fischel ist es geglückt, zwei bisher ver-. kannte Wttrte Raifaels thru nrcchmmßigen ^höptt^Jgj“ erteilen Wie wir der Kuiistchronrk entnehmen, hanoelt es sich um einen Gottvater in den Wolken md vier Eherubinkopsen r^ g?o,innalmufeum in Neapel, sowie um einen Jungllngskopr in btt, Äc^e Ma^nengo zu Brescia. Diese beiden Arbeiten ,.nd bTr Krönung des hl. Nikolaus von Tolentino, du-! ISl in irineT Srnb lÄX) gemeinsam mit Evangelist^ Ä ”i MÄ ägoirino zu Sittä bi L-ft-ll-. malte unb Die nachweislich ün 18. Jahrhundert zerschnitten wurde. Es ist ^schcl gettmgen, das ganze BÜd zu rekonstruieren und nackzuwclscn, daß die erwähnten stücke Teste davon stnd. Nid,, unwoalich daß sich auch noch die gleichfalls zu Dieieni Bilde g^ hör^ Gesttstr dir Mana :n Wolken findet, die noch .Erowe und Eavalcaselle in Neapel gejehen haben. ncmädKr Kaiser Mutsubitos, die lagen in einer Gruppe nichtiger Häuser inmitten prachtvoller Gärten, und waren kahl, wie neblige altiapanische Wohnungen eben sind. Pcwicrwände bildeten sie: kein Stuhl, kein Bett, keine Peauemlichkeit. Der Boden.nut geflochtenen Matten belegt, eine barte Matratze htc -chlaMattc des Kaisers von Japan Selbst der KonnoN eines modernen Badezimmers fehlte, und wenn Kaiser Mutsuhito badete, was nach japanischen Brauche jeden Tag unweigerlich gc'chah so be^ nutzte er einen Bottich, wie der bescheidenste seiner Untertanen. Alte javanisdse Hofsitte verlangte, daß, wenn der Stauer an heißes Bad nahm, die Hofdamen ihin tn Eimern das benötigte Trotz der Machtfülle, die sich in seiner Hand vereinigte, war Kaiser Mutsuhito in seiner persönlichen Lebensführung von grosttcr Bescheidenheit. Seine Lebensweise war Ijöchlt regelmäßig. Um 6 Uhr des Morgens erhob er sich und begab sich, nactöem er ui bau , chrwürbigen Mundspülraumc" seine Morgentoilette vollendet hatte iuin frühstück. Punkt 9 Uhr sand sich der Arzt zu fernem U!ick>ä" B-such- -in, iu, um 10 Uhr iaü drr MUudu ba Der Wrbtit '"iit der kurzen Unterbrechung einer Mittagsmal)lst!it, die, wenn nicht fremde Gäste eiiigclabe» waren, stets sehr ansach bergeridnet war, saß dann der Kaiser bis um 5 und 6 Uhr nachmittags ununterbrochen bei der Arbeit. Er nahm sane vcrrscher- ausgabc sehr ernst, suchte sich über alles zu untcmdücn und Pflegte einen großen Teil der japanifdKn Zeitungen selbst au leien Ausländisdrc Zeitungen waren ihm unzugänglich, er hat woyt in den 80er Jahren einmal den Versuch gemacht, Gnglmf) und ."ranzösisch zu lernen, gab ihn aber bald wieder auf. -r.melbe Einfachheit, die seine Lebaissühning kennzcid>net, war auch sur die Räume dsarakteristisch, in denen er sich hauptiachlich anshiclt. Die Staats- und Praastsälc des KaiferschlosicS in 4.oho sind Übrigens zu erheblichem Teile mit Möbeln aus putschen Werk- tätten — modern und oft prunkvoll ringcriilitit, alnr tu l-rioat ^"r'soig gerade dieser Abteilung der Tr°sdener Ausstellung, die vielen Millionen Besuchern rst,r Jlehrung diente, hat den Gedanken gefordert, den der -chopser d^scr aanzcn Ausstellung, der Wirkt. Gehennerat Exzellenz Karl August Lin gne r, damit verband, und der daraus hinauf ließ den größten Teil des damals gezcigten uberaus wertvollen Materials zusammen zuhalten und stir «n in . ben au errichtendes Ra1ronal»Hhgien>.^- M vettvert^i Die Durchführung des Planes ist durch den als Grundstock für den Museu^fonds uberwrchen.n Ue^ schuß der Dresdener Ausstellung und durch reiche A- Willigungen des sächsischen -Staates und dtr -taöt ~ - in weitestem Umfang gesichert^ Gnieber deS Kronprinzen irar S?iiikta, bar aber bald fein ftmi niebcrlegte, als er zum Ackerbaumimster ernannt würbe, «pater nod) würbe er Nadiwlger^.s Grafen Tiefes war es, der alS Minister des «aiicrhdfcn Hames am 31. «ugult 18H7 bäi achtjährigen Kronprinzen un Auftrage des Kaif^s »um Thron folger von Japan proNamierte In einem jug auf einem Hautpas von 9)?arten empfing damals der Kron prinz beit Hoi und nahm den Kotau ber Japaner vnb btc Xur» ?ejStr«n„ 'hoiitr. .Ä' e öiflorren- * MZr ;n^ta*i24L" gtifierunn u glimmt uW 2Klweise Mnchiövolhj^ in_@icBen. p- '^eigerun^ “69-. den 30. S "kmittaas ii m. J.m Aunrage i «’Cflninnb Sloi- dessen Lager. »nhoien r.$twtittik ibbanbelegeftöiit ninflen uerfteißen __ «wie Menzcl einen österreichischen Orden »rfinfien f n 111 c. Das Journal bes Tebats" weiß eine bübfehe Menzel-Anckbote zu erzählen, deren Quelle ungenaun. /. .,ur s;P aher eine Wiedergabe verdient. Lie bezieht sich au bas Jahr 1*9ts als eine Kollektivausstellung von Werken Mcn^ls vu» . .. . ----x, ,u oeren Erossnung Der Meister LS 7u"^U"U-^u HUU-, erinnere man Bevor nun das künftige Museum, das in ungefähr drei I fahren seine Pforten öffnen wirb, in» ~ebcn treten kann, ollen die Hauptgruppen der populären Abteilung ,,^er Mclisch" nochmals vereinigt und in einem geschlossenen einheitlichen Ganzen in Tarnt st a ^/or^efuhrtwe^ Die Idee, die Sondcr-Ausstellutig „Der Mensch' tn Darmstadt zu wiederholen, geht aus die IntttatiD€ bes GroßherzogS Ernst Ludwig zurück, der ^stch im vorigen Jahre mehrere Tage zu eingehendem «tudtum tn der Ausstellung in Dresden ausgehalten hat. Tie Lage von Tarntstadt auf der mittleren Linte zwischen Rord- und Süddeutschland und an einer der Hauptreiserouten Don Rorden nach der Schweiz macht die hessische Residenz aanz' besonders geeignet, zu einem Ausstellungszentrum für Den Westen des Deutschen Reiches, und bietet m diesem besonderen Falle allen denen, bie nicht die Dresdener Ausstellung besuchen konnten, Gelegenheit, die Besichtigung der interessanten Veranstaltung nachzuholen. . D^er Großherzog hat für Die Ausstellung, bic Ansangs August eröffnet werden soll, die früheren Museumsraume im 1 Stock des Refidenzfcliloises zur Verfügung gestellt die von den Dresdener Architekten Prose,,or Lossow und Max ^anfi^hte§trauTbcm Gelnet'der Volkswohlfahrtspflege nur erinnern nur an die hier mustergültig organisierte Mutter- und Säuglingsfürsorge — unter den deutschen Bum Saaten an erster Stelle Auch die populäre Ausstellung Ter Mensch", Die berusen ist, Aufklärung über Wesen und Bedeutung der Gefundheitspflege m die weitesten kreise zu bringen, wird dazu beitragen, den Rus des Äessen- landes und der Residenzstadt Darmstadt neu zu sestigen unD zugleich den Samen weiter zu verbreiten, der in oer großen Dresdener Hygiene-Ausstellung gepslanzt war. Nas; herbeibrachten. K .... Unburckchringlich, im höchsten Grabe zuruckhaltenb zeigte Kaiser Mutsuhito aud) nicht gerade ausgeprägte Liebhabereien. Man weiß indeß, baß er in früheren Jahren gern rtttt wie er denn auch bic Pferdezucht und btc Ptcrdercnncn in 'N'wm Latwe begünstigt hat. Seit Jahren aber erlaubte ihm seine Gcsunbheit diese Freude nicht mehr. , , Zuweilen liebte cr HoUichnitzcreicn anzufertigen-, aud) _bc- schäftigte cr sich gern mit feinen Sammlungen von ansicstoptten Tieren, Porzellan- und Ladarbeiten. Hervorragend ist fei in Schwertersammlung, die viele hundert seltene und schone Exemplarc umfasst Aber seine Licblingsbeschättigung und -Unterhaltung war bai Dichten. Kaiser Mutsuhito hatte lebhafte literarische Interessen: bereits im 8. Lebensjahre soll er fern erst^ Gedicht verfasst haben, und im reiferen Mannesalter hat er ledensalls eine umfängliche poetische Tätigkeit entsaltet. Es bandelt |ich dabei um jene bekannte japamidje Gattung kurzer Vierzeiler, deren Reiz im Deutsdsen nur selten sich wiedergeben lasst, da er zum großen T ilc in der Wahl und Anordnung der Wortt liegt Doch mag als Prob der vo Aschen Lotungen d-S Kaisers Mutwh.to nn Vierzeiler dienen, den er wahrend des I oerfaf-t haben soll, und der einen fludstigcn Einblick ,n btc Der schlaf jene und rätselhafte Seele btcfcS dürften 8U eröffnen fcbcutt. Der Kaiser bidjtcte damals: „Id) denke, alle söhne smd zum Heere abgcgangcn, Ihre Sd)uidigkeit alle zu tun unter den Staffen, Und ihr alter Herr zu Haus, cinjam, bewacht und behütet ihre verlassenen Heimstätten." Eine russische Kundgebung. Petersburg, 29. Juli. Die offiziöse „R o s s i j a" schreibt zu Dem Tode des Kaisers von Japan, das mit Japan befreundete Rußland teile die tiefe Trauer des japanischen Volkes, das in der Person des Kaisers den Schöpfer des heutigen Japans, das ein wichtiger Has^or in der Weltpolitik geworden sei, beweine^ Auch darin zeigten die japanischen Staatsmänner eine aeschickte Hand, daß sie nach dem stegreichen Kriege in der Anknüpfung besserer Beziehungen zu Rußland ihrem Reiche weitere Fortschritte ebneten. Die Einflußsphäre Japans hat stetig zugenommen, und das ist für ein Volk, das großen Bevölkerungszuwachs hat, von der größten Bedeutung. Die endgültige friedliche Auseuiandersetzung mit den Vereinigten Staaten, die den japaitischen Einwanderungen mit scheelen Blicken zusahen, wird wohl auch eines Taaes vollzogen werden, wenn keine Zwischensalle ein treten und die bisherige japanische Politik stetig fortgesetzt 6ine Darmstädter Ausstellung „Der Mcnjch". p. Darmstadt,^9. Juli. Im Leben der alten Kulturvölker haben die Gesetze, Sitten und Gebrauche, die sich auf die Pflege der menschlichen Gesundheit richteten, stets den breitesten Raum em- aenommen. Ter Mensch von heute will mit scinem Ver. stände erkennen, und es muß ihm daher da» Zerstaudnis dafür beigebracht werden, daß die Gesundhettspstege dtc Grundlage sowohl seines persönlichen Wohlbefindens wie der staatlichen Wohlfahrt ist. . Dieser Aufgabe diente auf der vorjährigen internationalen H y g i e ii e - A u s st e l l u n g i n D res d e n eine besondere Abteilung, die in einer architektonisch hervorragenden Halle untergebracht war und der man den bezeichnenden Namen „Ter Mensch" gegeben hatte. Diese Sonderausstellung verfolgte int Gegensatz zu dem mc.hr wissenschaftlichen Charakter der übrigen Abteilungen, die gc- imsscrimlßcn ein „Lehrbuch " der darftellte den gweck in möglichst gemeinverständlicher ^ste den suchcr mit den elementaren Dingen der Gesundheitspflege bekannt zu machen. Sie wollte gleichsam ein Leitfaoen sein, der jedermann ohne Vorstudium ein Verständnis für die Eigenschaften und Bestimmungen des mcnschllchen .lor- pers vermittelte und ihm bic Wege ""cs, line er den gc siinden Körper gesund erhalten und vor Schädigungen be Deutsche» Reich. Aus B a l e st r a n d wird gemeldet: Der Kaiser begab! sich am Montag früh zu der anßefagten Partie nad) Oub» vangen, wo die Anlunft um eis Ilhr erfolgte. Er untloü.__________L mach-Zultci lmach EssijI je alle Sevürze zyl-PtMM mpfieblt billigst r rttai WK Perle von Eri'ir ^Nemudgeuva^, '^vüttä fi ickllÄ tofe Pantber Nr \U Erster Blatt , 162. Jahrgang Dienstag, Sv- Zuu .1^2 Mietzener An«iger MZW General-Anzeiger für Oberhessen ,,WW lins.igat notationsörud und Verlag 6er vrührichen Unio.-Vuch. nn6 Stcinöruderel K fange. Re6attion, drpeöition und Pruderet: Sdiulfttatie 7. * 1ut^, g XwaSTZ »üdingen: Zernlprecher Nr. 2d9 val-nN^ratz- U>a. ' ' - . Ausland. Die österreichisch-ungarische Regierung bereitet anläßlich der „Titanic"-Katastrovhe einen Gesetzentwurf zur Sicherheit der Seereis enden vor. Jeder Reuende mutz einen Platz im Rettungsboot erhalten, die Angestellten sollen sämtlich ruderkundig sein und jeder Dampser mutz eine Station für drahtlose Telegraphie haben. , t In der Nähe des tschechischen Dorfes Laska wurden ber einem Zusammen st ost zwischen tschechischen und deutschen Sportsleuten, Radfahrern und Turnern, mehrere Deutsche durch Steinwün'e blutig verletzt. , Ter „Malin" meldet aus Marakesch, daß ein bei den Gebr. Mannesmann angesicllter Teutscher namens Opitz, der am 26. Juli außerhalb der Stadt einen Spazierritt unternommen habe, seither verschollen sei. Man befürchte, daß er von Wegelagerern umgebracht worden sei. Der britische Geschäftsträger in Washington hat dem Staatssekretär Knox mitgeteilt, daß die Regierung von Großbritannien ihrer Note über den Panama-Kanal, die am 8. Juli überreicht wurde, nichts hinzu;ufügen habe. Das wird dahin ausgelegt, daß die britische Regierung vorläufig keine werteren Schritte betreiben will.________________________ Der Einsturz der tandungsbrucke in Binz. Wie wir schon gestern meldeten, ist das Unglück größer als zuerst angenommen worden war. Bis Montag früh wurden 14 Leichen -geborgen. Da so viele Personen ins Wasser gestürzt waren, die zum Teil zum Pferderennen aus der Umgebung gekommen sein mochten, war es nicht leicht, sofort umfassende Feststellungen zu machen. Bis heute sind die Nachrichten noch nicht abgeschlossen. Der durchs gebrochene Dampfersteg befindet sich am äußersten Ostende der Prinz-Heinrich Brücke und ist ungefähr 10 Meter lang und 2V2 Meter breit. Die Brücke selbst war von über 1000 Personen besetzt, die Bruchstelle von etwa 200, von denen im Augenblick des Zusammenbruches etwa die Hälfte in die See stürzten. Binz ist der besuchteste Badeort auf der Insel Rügen. Am südlichen Ufer der Prorer Bucht gelegen, von schönen Buchen- und Kiefernwaldungen umgeben, mit Wasserleitung und elektrischem Licht ausgestattet, zählt der Ort heute etwa 1200 Einwohner. Wir erhalten heute folgende Meldungen: Ein Augenzeuge. Greifswald, 29. Juli. Ein Augenzeuge des Binzer Unglücks, der Direktor der landwirtschaftlichen Schule in Eldena Tr. Koch, erzählt: Ich war aus dem Dampfer „Kronprinz Wilhelm". Als der Dampser an der Brücke anlegte, begrüßte ich einige Bekannte. Plötzlich hörte man einen furchtbaren Krach. Man sah große Holzsplitter und zahlreiche Menschen im Wasser. Im nächsten Augenblick waren alle versügbaren Rettungsmittel von den Mannschaften und dem Publikum herangebracht. Wegen der großen Zahl der ins Wasser Gefallenen reichten die Stangen und Haken nicht, so daß viele der im Wasser Treibenden mit der Hand herausgezogen werden mußten. Tie Verunglückten klammerten sich in Todesang st aneinander und wurden dadurch in die Tiefe gezogen. Ich sah, wie eine Frau an der Hand emporgezogen wurde, dann aber ins Wasser zurückfiel. Vermutlich batte ein Herzschlag ihrem Leben ein Ende gemacht. Ein junger Mann aus Greifswald rettete mehrere Personen. Viele Menschen standen dabei, ohne helfen zu können. Alles war vollgepfropft mit Leuten, besonders auf dem unteren Teil der Brücke. Bisher war es üblich, daß man das Publikum beim Anlegen des Dampfers auf dem oberen Teil warten ließ. Vermutlich trug man gestern dem starken Verkehr Rechnung und gab auch den unteren Teil der Brücke frei. Die direkte Ursache des Unglücks mag gewesen sein, daß der mittlere Balken zwischen den beiden Stützen d n r ch b r a ch. Putbus, 29. Juli. Nach Meldung des hiesigen Kreisblattes befindet sich unter den bei der Landungsbrücke bei Binz ertrunkenen Personen auch der Polizeibeamte P a e p e r, der das Ein- und Aussteigen überwachte. Eine Mutter, die ihren einzigen 16jährigen Sohn verlor, wurde wahnsinnig. Von den geretteten Personen trugen viele schwere Verletzungen davon. Die Namen der Verunglückten. Bisher wurden folgende Namen der Toten festgestellt: 1. Frau A ß m a n n (Wohnort unbekannt!, 2. Kind Hans Mauersberge r - Radeberg, 3. Frl. Marie Springer-Greifswald, 4. Frl. Änni Wieprecht - Greifswald, 5. Kapellmeister Wohle- Greiz, 6. Frau Elise Heyer, 7. Kind Gertrud Heyer, beide aus Kalkberge, 8. Drogist Ziegler- Steglitz, 9. Gemeindediener P ae- ver-Binz. Die übrigen Leichen sind noch nicht rekognosziert. Die Baüeverwaltung vermutet, daß alle Leichen geborgen sind. Sämtliche Ertrunkene sind in die Leichenhalle gebracht worden. Der Unfall dürfte nach Ansicht der Badeverwaltung auf den Bruch eines Balkens zurückzuführen sein, der vor sechs Wochen von einer Greifswalder Firma neu eingesetzt war. — Gerichtliche Untersuchung ist eingeleitet. Binz, 29. Juli. Die bei dem Unglück getötete Frau Aß- mann stammt aus Blasewitz. Nach einer weiteren Meldung wurden nochzwei Tote rekognosziert, eine Frau Tegge - Bergen und Hausbesitzer Mitt Zarnekow bei Greifswald. Bis 11 Uhr wurden ferner beim Polizeipräsidium als vermißt gemeldet: Ratsherr Nofske, der Inspektor des Taxameterdepots Mannegel und Frau Telegraphenassistent W e p n e r und Tochter. Binz, 29. Juli. Marineboote und Taucher suchen die Unsallstelle und die Umgebung ab. Von den Geretteten sind mehrere verletzt, die in Hotels, Pensionen und bei Badeärzten untergebracht sind, da ein Krankenhaus nicht vorhanden ist. Eine weitere Meldung spricht davon, daß niemand mehr vermisst werde. Wie kann man das aber behaupten, da man nicht weiß, wer aus den umliegenden Ortschaften auf der Brücke gestanden hatte! ,Bins, 29. Juli. Die Marinetaucher haben ihre Arbeit eingestellt. Es wird niemand mehr vermißt. 14, nicht 22 Personen find im ganzen umgekommen Außer den bereits gemeldeten 11 sind nod> Fräulein Anna Schievelbein aus einer Ortschaft bei Stralsund, Frau Mina Kupfer geb. Wiese aus Greifswald sowie Fräulein Gertrud W e p n e r aus Greifswald ertrunken. Für die Verletzten besteht keine Lebensgefahr, sie befinden sich auf dem Wege ber Besserung. Die Untersuchung. Binz, 29. Juli. Heute nachmittag sind Regierungspräsident Blomeyer, Regievungsbaurat Hentschel, Baurat Westphal aus Stralsund und Staatsanwaltsck>aft rat v. S ch r a m m aus Greissrvald zur Untersuchung des Unglücks hier eingetroffen. Greifswald, 29. Juli. Nach der von der Firma Heinrich Spüth-Greifswald gegebenen Darstellung ist die von ihr im Jahre 1905 erbaute Binzer Brücke durch Eistreiben im vergangenen Winter beschädigt worden. Eine Abnahme der Reparaturarbeiten durch die Wasserbauinspekiion, die gesetzlich nicht vorge- schrieben ist, hat nicht stattgefunden. Durch die 9? 0 r o« (türme der letzten Tage ist die Brücke vermutlich sckmd- haft geworden. Einige Bolzen haben sich wahrscheinlich gelöst, so daß der dem Anschein nach in Frage kommende Mittelbatten nur an einem Bolzen gehangen haben kann Infolge des gestrigen großen Andranges dürfte der Bolzen nachgegeben haben, wodurch das Unglück herbeigeführt wurde. Schadeuerlatzaafprüche an die Badeoetwaltuog. Greifswald, 29. Juli. 36 der bei Binz Geretteten hielten heute abend eine Versammlung ab. Sie spendeten dem Heldenmut der Matrosen alles Lob, bemängelten aber die Regelung des Zuganges zu der Brücke, deren Konstruktion sowie das Verhalten des Führers des „Kronprinz Wilhelm". Tie Versammlung beschloß, an die Badeverwaltung Schadenersatzansprüche zu stellen. Die Versammlung machte auch dem Gemeindevorfland Vorwürfe, weil zu wenig Beamte und zu wenig Rettungsgürtel auf der Brücke vorhanden gewesen seien. Tie Brücke selbst müßte verstärlt werden. Ter Gemeindevorstand sagte Abhilfe zu. Es wurde auch der Beschluß gefaßt, für die Retter, die Hinterbliebenen und die Witwe des Gemeindedieners eine Sammlung zu veranstalten. Ter Regierungspräsident hat heute die Anordnung aetroffen, Verquerungen in die Brücke einzuziehen und den Anlegesteg mit einem Geländer zu versehen. Die Badeverwattung ist, da die Gebrechlichkeit der Brücke festgestellt wurde, von Schuld nicht sreizusprechen. Im Grunde hat eine solche Badeverwaltung doch nur wenig zu tun. Ihr obliegt es nicht nur, die Kurtaxengelder zu sammeln, sondern ihre Haupttätigkeit sollte gerade daraus gerichtet sein, für die Sicherheit der Badegäste zu sorgen. Hoffentlich werden ähnliche Verwaltungen aus dem Unglück die entsprechenden Lehren pichen. Aber auch das Verhalten des Publikums gibt wieder einmal zum Kopfschütteln Anlaß. Als der einstürzende Teil der Brücke mit den Verunglückten bereits im Wasser schwamm, als man wissen konnte, wie weit die Gefahr reichte, oder doch, daß vorne die Gefahr, hinten die Rettung und Sicherheit war, da drängten nach den Berichten der Augenzeugen fortgesetzt die Leute nach vorne und stießen noch Dutzende ins Meer. Wer vielleicht wirklich schon helfen wollte, wurde von den Kopflosen erdrückt und mitgerissen, und unten im Wasser klammerten sich die Verunglückten in ihrer Todesangst aneinander und wurden dadurch in die Tiefe gezogen. Tie Panik hatte wieder einmal die Regie des Dramas übernommen! Und es hat sich leider wieder das erwiesen, was man die „ungünstige Psychologie der Masse" nennt, eine außerordentliche Kopflosigkeit bei fast allen Beteiligten, ein Mangel an Geistesgegenwart und Hilfsbereitschaft, wie ihn der einzelne von sich sicherlich nicht glaubt, den er aber zweifellos aufweist, wenn er als Teil in einer vielköpfigen Menschenmasse steckt. Tie einzigen, die bei dem großen Unglück zuerst handelnd eingrissen und dadurch das Rettungswerk in Fluß brachten, waren Offiziere und Soldaten, also Männer, die durch Pflicht, Beruf und Gewöhnung ein entschlossenes und rasches Handel'.! selbstverständlich finden. Die Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der Hochseeflotte hatten kaum gesehen, was sich da zugetragen, als sich ihr Schrecken auch sofort in ein planmäßiges, wetteiferndes und incinaiidergreifendes Wirken umsetzte. Das gute Beispiel rief hilfsbereite Zivilpersonen hinzu, und schon kamen auch die Militärärzte mit den Sauerstoffapparaten herbei, um ins Leben zurückzurufen, was noch Odem hatte. Auf der einen Seite also die vom Schrecken narkotisierte, wie toll tziewordene Masse, touf der andern Seite einige wenige, die sofort handeln und helfen. Diese einigen wenigen sind es überall, die durch ihre Geistesgegenwart einen Teil der Riesenschuld abtragen, die durch die allgemeine Kopflosigkeit gehäuft wird. Die Eingliederung ist die Menge lähmt die Selbstbestimmung des einzelnen, schaltet das Verantwortlichkeitsgesühl aus. Man Hilst nicht, weil man sich daraus verläßt, daß andere Helsen. Man bleibt stehen, weil andere stehen bleiben; man drängt, weil andere drängen. So entsteht ost aus einem unter Umständen kleinen Unglück eine furchtbare Katastrophe. Wir haben vor einigen Wochen darüber berichtet, daß einige Burschen in der Nähe von Berlin ein badendes Mädchen belästigten, so daß es um Hilfe rufen mußte. Die Burschen stießen die Hilflose immer weiter ins Wasser hinein. Als ein Offizier in einem Kahn zur Hilfe herbeieilte, erhielt das Mädchen noch einige Stöße und versank. Auch hier hat wohl jeder der Burschen die Verantwortung dem arideren zugedacht, und wenn es sich von Haus aus gewiß um verrohte Gesellen handelte, so hat ihre gemeinsame Uebeltcrt ihnen den Rest von Menschlichkeit und lieber- legung geraubt. Das ist auch ein Beitrag zur Beurteilung der Masseninstinkte, die oftmals, wie mit Recht z. B. bei der nationalen Zeppelin-Spende, als löblich gepriesen iv-er- ben. Eine entzündete oder entfesselte Menge ist vorn Standpunkt der Ethik aus doch meist eine fragwürdige Erschein nung. Aus Stadt und Land. Gießen, 30. Juli 1912. • • D i e Großherzogin kam gestern mittag 12 Uhr hierher und besichtigte unter Führung be6 Prof. Tr. Koeppe die Kinderklinik. Die Abfahrt erfolgte um 1 Uhr. * * Pfarrpersonalien. Der Großherzog hat bem Pfarrverwalter Gustav Rörnhelb zu Treicichenhain die cvgl. Psarr- stelle daselbst übertragen. * * Steuerpersonalien. Der Großherzog hat den Revisionskontrolleur bei bem Hauptsteucrarnt Mainz, Karl Carl zu Mainz, zum Steuerkontrolleur ernannt. •• D le Verteilung der Weinbau gebiete in Hessen. Im ganzen sind in Hessen 57 776 Morgen Land mit Weinreben augepflcmzt. Am meisten besitzt die Provinz Rheinhessen mit 55464 Morgen. Von diesen fallen die meisten auf den Kreis Oppenheim, nämlich 17 400 Morgen. An zweiter Stelle steht der KreiS Bingen mit 13 180 Morgen. Ter Kreis WormS hat 10488 Morgen, der Kreis Alzey 10096 Morgen und ber Kreis Mainz nur 4300 Morgen. Die Provinz Starkenburg besitzt im ganzen nur 2304 Morgen Weinberge. Davon entfallen auf den Kreis BenS- heim 1316 Morgen, auf den Kreis Heppenheim 808 Morgen, auf den Kreis Dieburg 148 Morgen und auf die Kreise Darmstadt und Groß-Gerau je 16 Morgen, lieber» Haupt keine Weinberge besitzen die Kreise Erbach und Offenbach. Ob er Hessen besitzt nur 8 Morgen, die im Kreise Büdingen liegen. In den übrigen Kreisen trifft man den Weinstock nur als Zierpflanze an. "TerAllgemeineVcrcinfürArmcn-und Ä rankenpflege hat auch im letzten Geschäftsjahr, wie aus dem von Kirchenrat D. Schlosser auf der Jahresversammlung erstatteten Jahresbericht hervorgeht, in den gewohnten, altbewährten Bahnen weiicrgearbeilet und den Armen und Kranken unserer Stadt viel Liebe und Hilfe gebracht. Verschiedene lctztwillige Zuwendungen und Schenkungen sind ihm wiederum zugeflossen. 112 Personen wurden mit Lebensmitteln, Brennmaterial oder barem Geld unterstützt. Sehr segensreich wiriie die K r i p p e im Schwesternhaus für kleine Kinder; älteren Kindern wurde die Aufnahme in die K l e i n k i n d e r s ch u l e ermöglicht. Tie Schwestern pflegten in beinahe 700 Familien und machten 13500 Besuche. Im Schwesternhaus selbst wurden 600 Kranke verpflegt. 39 stellenlose Dien st- Mädchen fanden im Marlhahaus vorübergehend Auf-' nähme. In der Waisenpf lege wurden 31 Kinder beaufsichtigt An die Stelle von Rcchnungsrat Wilker, der aus Gesundheitsrücksichten die Rechnungsführung niederlegen mußte, wurde Finanzaspirant Freundlieb gewählt; an seine Stelle als Vorstandsmitglied Fabrikant Troß. Außerdem wurde Pfarrer Ausfeld neu in den Vorstand gewählt. Für den Mobilmachungsfall erllärt sich der Verein dem Roten Kreuz gegenüber bereit, 20 Betten im Schwesternhaus zur Pflege Verwundeter zur Verfügung zu stellen. •• Durch den Amtsgerichts - Neubau ift ber Beginn des Wiesenweges nach bem Philofophenwalde nicht mehr gangbar. Die Verbindung wird durch den Hof beS Fuslizgebäubes hergestellt, worauf hingewiesen sei. •• Silberne Hochzeit feiern heute KreiSamtSbiener Georg Scbröbel und Gbcrrau. ** Arbeitseinstellung. Eine Anzahl beim Straßenbau in ber Walltor st raße beschäftigte Arbeiter stelltep gestern bie Arbeit ein und verlangten höheren Stundentoün. Abenbs kam es zu einer Rauferei jroifchcn den Arbeitern, wobei die Polizei einschreiten mußte. Zwei Arbeiter, die trotz polizeilicher Verwarnung die Ruhestörung fortsetzten und einen Meufchen- auflauf verursachten, wurden festgenommen und in das Polizei- Gefängnis abgeführt. Landkreis Gießen. — Reiskirchen, 28. Juli. Das heute hier gehaltene MiffionSfest nahm bei günstigem Wetter und zahlreichem Bestich einen schönen Verlaus. Die Festpredigt hielt Pfarrer Strack auS Echzell, ein Reiskirchener Kind. Fesselnde Bilder auS dem Leben der Heidenwelt bot der Bericht deS Missionars Rüger auS Leipzig. Daran schloß eine Ansprache von Pfarrer NieS auS Melbach. Der Posaunen- chor von Beuern und der Kirchenchor von Burkhardsfelden taten zur Verschönerung des Festes in dankenswerter Weise das ihre. Die für Leipzig bestimmte Kollekte ergab 140 Mk. Kreis Büdingen. )(' A u s Bad Salzhausen, 29. Juli, schreibt man un5: In der oberen Wandelhalle der Bäder ist gegenwärtig eine kleine Ausstellung Oberhessischer Künstler zu sehen. Maler F r i e ß - Ortenberg ist durch eine Anzahl sehr hübscher und farbenfreudiger Landschaften vertreten. Seine lieblichen Felder, Wiesen und Wälder leiten den Blick in entzückende sonnige blaue Fernen. Von ganz intimen Reiz sind seine farbigen Zeichnungen, Aussämitte malerischer Gassen und Winkel aus Ortenberg und Umgebung. Bildhauer K ö d d i n g - Gelnhaar zeigt einige Porträt Büsten und Plaketten, ferner kleinere Figuren und Gruppen, Menschen bei der Arbeit, von herber, großzügiger Charakteristik. Ebenso versteht er es wieder Kindersiguren von außerordentlichem Liebreiz zu schassen. Das Porträt eines sitzenden Mädck»ens in Tcrracotta ist von bezaubernder und graziösester Anmut. In seinen Kohlezeichnungen läßt uns Pfarrer Man ns selb schwere, düstere Herbst- und Abendstimmungen seiner Westerwälder Berge wahrhast miterleben. Frl. Minna Web er-Lick bringt einige Blumen stücke und ihr bestes gibt sic in einem Bild „Eva", besten poetische Stimmung seelisch mitempsunden sein will. Eine'Anzahl ihrer beliebten Keramiken zeigen sie auf einem anderen ArbeitSgetxn. Tie Ausstellung ist noch etwa drei Wochen jeden Tag unentgeltlich zu besichtigen und ein Besuch kann empfohlen werden. Kreis Alsfeld. w. Alsfeld, 29. Juli. Heute fand der weit über die Grenzen Alsfelds hinaus bekannte Alsfelder Prämienmarkt mit Verlosung statt, der sich allmählich zu einem der bedeutendsten Pserdemärkte Oberhest'cns entwickelt hat und mit dem zugleich eine Volksbelustigung verbunden ift Der Markt erfreute sich dieses Jahr eines außerordentlich regen Besuch. An Prämien allein für Pferde kamen ctioa 1200 Mark zur Verteilung. Tie Prämiierungskommission unter dem Vorsitz des Oberlandesstallmeisters v. Willich und den Mitgliedern Frhr. von Riedesel zu Stockhausen, Graf Erbach, SDetonomierat Muller- Neuhof hatte reichliche Arbeit zu bewältigen. Mittags fand in der städtischen Turnhalle ein von der Stadt Alsfeld den Preisrichtern und Kommissionen gegebenes Festessen statt, bei dem Bürgermeister Tr. B ö l s i n g namens der Stadt die erschienenen Gäste begrüßte und die Festrede lyteh. Sie klang in ein Hoch auf die Teutsche Landwirtschaft aus. Namens der Regierung sprach Kreisamtmann Tr. S e y f e r t h, der das Hoch auf den Landesherrn ausbrachte. Oekonomierat Korell, Vizepräsident ber Zweiten Kammer, bankte namens der Lanbwirtschastskammcr ber Stadt Alsfeld und ihrer Verttetung. Oekonomierat Müller- Neuhoi sprach namens des Landespferdezuchtvereins und feierte die Oberhessische Pferdezucht. Nach Beendigung des Essens begann unter starkem Andrang die öffentliche Verlosung in der Turnhalle, die namentlich schöne lebende Gewinne aufwies. Starkenburg und Rheinhefsen. = Tarrn stabt, 29. Juli. Die „Freie Vereinigung Darm» ftäbter Künstler" veranstaltet in biesem Jahre roieber eine Ausstellung, unb zivar eine Jubiläumsausstellung beson- bercr Art. Sie feiert den 7 0. GeburtstagEugenBrachtS, ihres Seniors und Ehrenmitgliedes. Während in Dresden die Ausstellung der Brachtschüler kürzlich geschlossen wurde, ist in Darmstadt in dem von Olbrich geschaffenen Ausstellungsgebäude auf der Mathildenhöhe die erste große Ausstellung des Lebenswerkes Eugen Brachts selbst am 20. Juli eröffnet worden. Tie Ausstellung ist ungemein reizvoll für den Liebhaber der zeitgenössischen Kunst, für den Kunsthistoriker und nicht zuletzt für den Käufer und Sammler. Was ihr besonderen Wert verleiht, ist die Anwesenheit einer großen Anzahl völlig unbekannter Werke, die -um Teil jahrzehntelang in Privalbesitz verborgen waren und jetzt bereitwilligst zur Vcrsügung gestellt worden sind, dann aber auch eine überraschend große Zahl von Arbeiten — größeren und kleineren — aus dem Atelier des Künstlers, die noch kaum jemand gesehen. Daneben bekannter Werke aus staallichen und städtischen Galerien Teutschlands und des Auslandes, Zeichnungen, Ülguarelle, Radierungen, Lithographien. Alles in allem über 400 Werke, die Ernte einer Arbeit von fünf Jahrzehnten, die Gesclnchte der Entwickelung eines Künstlerlebens, die sich in den prächtigen Räumen ganz nmndervoll repräsentiert. Tie weitaus «Trößte Anzahl ber ausgestellten Werke ist verkäuflich, so baß sich für Sammler unb Galerien eine überaus günstige Gelegenheit zum Erwerb Brachtscher Bilder bietet. Hessen-Naffau. w. B iebrich, 29. Juli. Ter 70 Jahre alte In- valibe Heller sprang gestern von der Kaimauer am Groß- herzoglichen Schloß in den Rhein unb ertrank. Der Grund zu der Tat ist Lebensüberdruß. Frankfurt«. M., 29. Juli. Tie beutsch-arnerr» kanifchen Lekncer und Lehrerinnen trafen heute nachmittag auf ihrer Deuffchlanbreise hier ein unb würben am Haupt« bnbnbofe von bem Ortsausschüsse unter Führung von Direktor Walter willkommen geheißen. Nach einer zweistündigen Paule, in der die Gäste mit ihren Ouartieren bekannt gemacht wurden, begann eine Besichtigung der hervorragendsten Schulbauten des Westendä und des Senckenbergmuseums. Hieran schloß sich in Vermischtes Nor echt mit Schotxmirkc „H-Rlng". hv7f Fritz Rosenbaum Telephon 69z. Löwcoaanc 20 06267 Alten-Buseck, 29. Juli 1912. Dr. Richter X verreist 06283 n i i Ä1U. 1J liefert In jeder gewünschten tatata aller in sää H-Ring Haematogen” Hüte, Blasen, Schürzen. Flore, Schleier Cr<-pe, Krawatten, Schwarze Seidenstoffe &MWV AWÜfywt' *KfU von Adolf Homme! & Co., Hanau bestes blutbildendes, wohlschmeckendes Präparat. Uler Bedarf hat hexte hier «, Ik'N Wetter u» ^ie Jestpredir 'elSkirchener Rin* iwclt bot der Dciran schloß ein • Ter ^oioiintr. verBestattuugSgtii offen schäft der freien Lchrcinervereiuiguug Suüen Schnaken stechen nicht, wenn man 'ich mit Rccontipulin iGlas 50 Pia.' cinreibt. 5148 Adler-Drogerie, Seltersweg 39 Otto Schaaf.__ er zu jehen. M liibscher und farbi ien Fcldn, Wikin inifle bldue Ferm mungen, Ausschuß tg und Umgtbinu Porträt-Büslen ir n, Menschen bei k it. Ebenso Gerl!-:, tlichem Liebreiz p lzens in Terra«- In seinen M? ld schwere, bfc Iber Serge wahrt.' igt einige Blum cha", beiien boet:" Eine'Anzahl if. >eren Nröeilsger i Tag unen/gcltj. roerbeit . • - ■ y»1 70 75 Vertreter die Herren: Dr. Geyer Dr. Klein »en. San.-Bat Dr. Zlnßer Dr. Schliephake Prospekte und sonstige Auskunft durch: Chr. Emil Derwchow in Frankfurt a. Kaiserstrasse 14, Kaiserplatz-‘1V >r Nechtzschutzstelle. Frauen n. Mädchen crbnltcn unentgeltlich Rat und «uskunst inRechtSanlielcgenhcitcn im alten Rathaus Marktplatz 14 Mittwoch nachmittags von 6'/«—8 Uhr. Auskunftstelle für Frauenberufe. Jraucn u. i-vtndchcn erhalten unentgeltlich Rat und Auskunft für alle Berufe im alten RathauS, Markivlatz 14, Dienstag nachmittags von 6'/, bis 7'/, Uhr. D1/. handel. - Konkurse in Hessen, lieber daS Vermögen des Kaufmanns August Gabriel junior, Inhabers der ttirnta „Vabntalt- und Marmorindiistrie Aug. Wobricl jr. in Wieben wurde am 24. Juli das Konkursverfahren eröffnet. Rnujnmnn A11hosf in Lieben wurde -nm Konkursverwalter ernannt, »on- kuröiordenmgen find bis zum 10. Agust bei dem Amtsgericht Gtevcn anzumeldett. — Neber das Vermögen deS Franz u n d I a c.), Kaufmann und Friseur in Bingen, wurde am 15. Juli daS Kon- knrSvcrtahren eröffnet. Burcauvorsieher Niederauer in Bingen wurde zum Konkursverwalter ernannt. KonknrSforderungen und bis »um 12. Angnst bei dem Amtsgericht Bingen anzmneidew — lieber den Nachlaß des Kaufmanns Johann Hetnrich
rl Tcchert die NonknrS- Einirittsalt. Jahre^SO^S^' 60 ' 65___ Jahresrente: M. 72.48 82 44 96.12 11* 96 141.96 181 20 CnKp iqll. «laufende Kenten: 7'.', Millionen Mark. Ende 1911. {vorhandene Aktiva: 122Millionen Mark. ■>te * 2lmtlid}tr Wetterbericht Deffcntlieber Wetterdienst, Dieben. Wetteraussichten in Hessen für Mittwoch, den 31. $u(i 1913: Wechselnd bewölkt, meist trocken, Temperatur wenig verändert. ........ »■: »chetidcHtw $6- liwjtr $i3blearti »«teilt »eien in dfleeca Inter«»« unteren fiairtW- tjloa über timende Artikel alle’ Art. den wir sti: i und irjnko emenden. Gebr. Bell Gräfraliii37 b. Soling ____ jabnli-Umaidbai». ■--- Gebrauchsmuster, frUiCIUl, Warenzeichen, erwirkt—verwert. schnell tugut Conrad Köchling. Fng., Mit- ilted der Kammer beeid. Gerichts- und Handelskammer- Sachverständiger.—Bureau: Mainz-BabnbosstrH. Tel.2754 «uöfübrl., lefenSw. Brosch, kostenfrei. Erste Referenzen. 14629] ‘Flaschenbiere aus dem Giessener Brauhaus 'Brauereifüllung empfiehlt Heinrich Zinn lei.807 Giessen Steinstr.76 .slk 3* ZerM- rtrank. ie deutete u „ trafen1,1 kSSÄ Hieran w Zlmtliche Bekanntmachungen der Ltadt Gießen. Tie Maurer-, Zimmer-, Dachdecker, Svengler», schreiner, Schlosser-, Glaser- und Weistbinderarbenen für die Errichtung einer Bedürfnisanstalt in der Markt- laubenftraße sollen Dienstag, den 6. August, vormittags 11 llbr, nut unserem Tiefbauamt vergeben werden. — Tie Bcroingungsunterlagen liegen daselbst offen und und Angebote auf Bordruck an das Tiefbau tunt emzuretchen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. ß * In keinem frauöhalt fehle Roggenbrot (Spezialität' v. Kinzenbacher Mühle. Tclcvbon //0. Lieferung: DicnSt.,Donnerst, und Samstag. 065,1 Wiedcrverkäufcr gesucht. Erhöhung des Einkommens durch Versicherung von Leibrente bei der Preussischen Renten-Versicherungs-Anstalt. Beispiel für Männer iFrauen erhalten weniger»: Sofort beginnende gleichbleibende Rente für 1000 M- frerren ab, in boten die mildtätigen Sirte die Manner in ihrem eigensten Interesse beschworen, doch aus einige Soeben in Sonn Beach Gast zu sein. Und zwar Gast im udönsten Sinne hce Wortes geladener Gast, ohne Rechnung, ohne Verpflichtung zum Bezahlen Und wirklich kamen noch vor Ablauf der Urin eine ganze Reihe von praktisch gesinnten jungen verrat, die iitb bi eie kostenlose Sommerfrische nicht entgehen lassen wollten und seist in Long ’-tkadi logieren, ohne einen Pfennig Pension zu zahlen. 'Tas Geschlecht der Auster. Ter .Academie des ScieceS" wurde in ihrer fetzten Sitzung durch Edmund 1 erriet, den Direktor deS Naturwisienlchaftlichen Muleums, eine Neide von Ergebnissen über Austerulorschung vorgelegt, die Tr. Tanton_ im Verlaufe langjähriger Studien geglückt sind. Tr. Danton hot über das Geschlechtsleben der Auster ganz überraschende Tatsachen entdeckt. Vor allen Dingen roid er herauSaestmden haben, das; jede .'lüstet ou6 dem männlichen durch cm Zwitter'tadmm hmburdi_iu< weibliche Geschlecht hinüber gehen kann und uinaekehrt. Ta- mannliche Wesen ist schwächer und weniger lebcnsst'.liig al- da- weibliche. Sobald die (rmähtungSbedingungen qünst aet iverber, zeigt ba5 männliche Seien Neigung, sich zu vetweidlichcn. und andererseits ,degeneriert' lozusaqen baS weibliche Wesen bei Nahrungsmangel zum männlichen. Kleine Tageschronik. I be'id)3l': i» 31 Aid» L . ä«U"M,ö „ 9 leb Äb« "'“.'n ter;? erilon iit.. iur Versüß. Lrntestricke empfiehlt billigst 5,06 M.RgskvtliilM^ erbnmmg beantragt bat. Kaufmann Karl -t e dje rt in t ormflabt wurde zum Konkursverwalter ernannt. stonkntS'rrbenmgen Und bi- zum 21. August bei dem Amtsgericht r armstadt anzunielben. — liebet das Vermögen der offenen jdandelsaeiellschast in oirma 0 T e g e n &. 7 of. Sanier die zahllosen Fäden aeistiger Natur, die immer | . . hfr bte Brücke zwischen hüben und drüben bilden unb nie ger- f c firn. Ten Dank der Gäste drückte Tr. Hick aus. Nach die«em j [ ... bet allen Teilnehmern unvergesslich bleiben wird, fand unter I ; ibrun.i von Direktor Siebert eine Besichtigung des Valmen- j „tens statt Tann folgten die Gäste der Einladung zu einem | m jrantiurter Bürgern gegebenen Festmahle. w. Fulda, 29. Juli. Telegraphisch wird die gestrige I Reibung von der Einlieferung deS Zigeuners Ernst Ebender , Fulda dahin berichtigt, dost er nicht ouS Genf, sondern vsm Amtsgericht Gandersheim eingeliefert worden ist. "phmwdldk ri2 ben W M n lei. : ^kiSdmtSd^ beimLtrdi-.. Arbeiters tte" 1 ^beitnn, ro:;- ;?ie stob DoiiiQ, bmenNeni'L lb in dos der weit über di I Iber Prömicr ■ allmählich zu eine j entoiefelt hat dben ill Ter ue: tlich regen Beim 1200 Mark zur er dem Vorsitz M , Mgliedcrn 1 ekonomicrat Mulla i Mittags sand: Alsfeld den M _ ssen W, bei jtabt die endnenen.- e klang in nn. ^s der Reg'^- t das hoch au . b« iren, Vizcpran^- säS® *.Ä“ rotä. essen- ieVereinigung^. bre wieder nne - eröfMt W f? I n .s-L-s -4ni>i(24i • ff in ulkige» 9DH 6 v e r ft 6 n b n i 6. Im Wiener Lust- 1 hifllbrn'tr wo zurzeit d,e toefonapofie .Parkettsitz Nr. 10* in . c aebf,' ereignete sich, wie Wiener Blätter erzählen, in einer letzten- Aufführungen ein komischer Zwischenfall. Das et Cid bramnt im ■hilrbwerrmim mit einem Streite der beiden frouvt- barheQet (feetr Alvasiy und frerr Pointner) über bie Gültigkeit •iTft (iintritt»foiten. frerr Alpaffn erwidert die Infuiien seines ' -ltnerS seiner Rolle gemäß mit einer schallenden Ohrfeige. Ein ii\ iiebenber Theaterbesucher, der über das Benehmen De» frerrn hnfio lehr erzürnt war, mischte sich nun erregt in den Konflikt und unter dem schallenden Gelächter de« Publikum« war nun ein Ju (iaer Theaterskandal entstanden. Noch mehr aber lachte das iiblifuni über das erstaunte Gesicht dieses »unfreiwillige» -Dht- hieler«*, als er plötzlich auf der Bühne den Fortgang jener frand- I. ua Iah, in der er selbst eben eine frmiptroüe übernahm. — Ter Tarnen ft reif im Badeort. Es scheint, hast he liebreizenden Töchter Kaliforniens, die in den Lommer- i imaten am Strande des Ozean Erholung suchen, bei ihrer luder eise nicht nur von dem egoistischen (Gefühl geleitet sind, sich 3>n tn-n Strapazen der winterlichen Geselligkeit zu erholen. Im . aenteil, sie sind altruistisch gesinnt, und bei der Fahrt in-3 rebab erfüllt sie die froffnnng und der Wunsch, einen Mann zu iben ben sie auf einige Zeit, wenn möglich lebenslänfflich, be ucken zu können. Tas zeigt jedenfalls ein nicht alltäglicher riait von dem die Dailv News berichten und der sich ui dein ! rfbionablcn kalifornischen Badeort Long-Beach ereignet lmt. Ein n'er iuiall wollte es, dast in diesem Jahr die Zahl der jungen nnen sehr grob wurde, während die jungen heiratsfähigen oder iiigsteiis flivtfdbigcn Männer durch ihre Abwesenheit auifielcu. uh einer gewissen durch den Anstand gebotenen Wartezeit taten w > die jungen Damen zusammen und das Ergebnis war, das; den 1f Her» und den Pensionsbesitzern am gleichen Tage von den i inen Tanten ein energisches Ultimatum gestellt wurde: ent- schreibt man ur’ tt'der ihr sorgt dafür, dast binnen einer Woche genügend frerren SgK hi lind, die einen zum Strand begleiten Tennis spielen und für ug eine timt „tlTbaItung sorgen, oder wir reuen sofort nach Ablauf der ge- jrliten urilt ab. In ihrer Verzweiflung blieb den Oktsthosbefitzern Unb Peiisionüinl-abern nur noch ein Gewaltmittel übrig, um f inen Preis konnten sic sich il)re Saison ruinieren lassen. Zwei •Tage später gingen Hunderte von Zirkularen an bekannte ,unge Fahrräder - ■ntlhmalrfWD Zubehörteile^ —* - - -' y) belle." Quabitii. - Intfrngtionc^ Elaftigen Compagnie ßarmstadt j . - -— I I X! VyJangen SieKaiatog '■ <■ ** Wh-Kliriosseln la. Wcttcraucr Perle v. Grfnrt vcrfcndct » otr. 4.50 Mk. intl. 2ad gegen Nactzuahme ab Echzell A. Simon II.. 5 Gerucb- i farblos. Rcmlgt d. Kopfhaut v. Schupptn, beförd. d- Haarwuchs, verbot. Znzng v. Para- • :ccn.Wicbilg für Schulkinder. Tauende v An. rkennunßcn. 11. M 1.— u.O.SO in den Dro-1 ccrien und Apotheken. w. Schrader. Viktoria-Drog. Iss”/»! $8116 HM» versendet gegen Nachnahme AU :Vit. 4.75 ver 50 Kla. mtL 2ad. V. Sulzbach & Sohn, jungen iWenerau' Tel. 1». ■Trauer ■ .] Auswahl und Muster bereitwüligrst P A. 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