21 DI Der Kampf um Adrianopel. Das Reutcrbureau meldet aus Sofia: Nach Prioat- Be'lgrad, 26. Okt. Amtlich toirb gemeldet, daß Uesküb um 2 Uhr nachmittags von den serbischen Truppen afelöl nd Mayonaise Vom griechischen Kriegsschauplatz. Athen, 27. Okt. Hier traf folgendes Telegramm des Generals Sapundjakis aus Ar ta ein: Unsere Armee nahm gestern abend Philipipiadha, Luros, Leotb^-rochorr und die Brücke über den Pantanafsa ein und darauf Strivina. Tie türkischen Truppen befinden sich auf der Flucht. Sie ließen große Mengen Munition, Lebensmittel und Kriegsmaterial zurück. Em türkischer Offizier und zwölf Soldaten lugrbcn Nemngen Ich nab die nötigen Befehle, um die Sicherheit der Bewoh n er des eroberten Landes ohne Untersclncd der Religion zu gewährleisten. _ „ . .... Konstantinopel, 27. Okt. Tas KrregsrNrnisteri»m veröffentlicht folgende amtliche Meldung aus Janina: Um den Feind ins Im,ere zu locken und ibn dann zu vernichten, ließ die Militärverwaltung Kasa Luros absichtlich ohne Truppe Tie Türken unternahmen am 23. Oktober einen Angriff auf Kumuzade und die .Höhen von Cribowo. Tie Höhen wurden sämtlich wiedergenommeii. Ter Feind, der bedeutende Verluste erlitten hat, wird eifrig verfolgt. Ein Telegramm des Valis von Janina meldet einen Lieg über bie Griechen bei Kasa Louros. Der Berliner „Lok.-Anz." hat aus Athen erfahren, in K u m t h a b e im Epirus seien bieFrauenunbKin- bct auf Befehl eines höheren türkischen Offiziers in ein Haus gesperrt unb unerhört grausam b cf) anbei t worben. Etwa 25 ganz junge Leute würben erschossen. Tas ist selbftverstänblich eine einseitige und wahrscheinlich parteilich gefärbte Darstellung, ber man nicht ohne weiteres Glauben schenken barf. Das „Berl. Tagebl." melbet aus Konstantinopel: Amtlich verlautet, baß gestern P r e v e s a von griechischen Schiffen bombarbiert würbe. Diese hätten sich aber unter dem Feuer des Forts zurückziehen müssen. die Aufforderung unbeantwortet. Tie Kämpfe mit den Montenegrinern. Rjeka, 26. Okt. Bon militärischer Seite wird über die Kampfe bei Skut ari gemeldet: Die montenegrinische rechte Flügelkolonne unter General Martinowitsch ist bereits im Besitze der Höhen westlich von Tarabosch unb gefährdet so die türkische Hauptstellung, die auch I aus fübfidjer Richtung von Oblika bedroht wird. Sobald Lin Hilferuf der Ortet? Die „Deutsche Tageszeitung" meldet aus London: Nach einer Blättermeldung soll die Türkei während der lehtent8StundendnrchihreBotschafterinden europäischen Hauptstädten wiederholt versucht haben, die Mächte zur sofortigen Intervention zwecks Beendigung des Krieges zu bewegen. Die Türkei sei zu weitgehendstem Entgegenkommen bereit. Vielfach spricht man von einem Wechselt m Thron - w e s i r r a t. Kiamil, -er nachts vom Sultan empfangen wurde, soll .Großwesir werden. Der „Ilbam" verlangt, daß der Sultan sich auf den Kriegsschauplatz begebe. Auf ber deutschen Botschaft in Konstantinopel, wo sich ein Lazarett befindet, sind die ersten' zehn leicht verwundeten türkischen Offiziere eingetroffen: Ter Pferdebahnbetrieb in Konstantinopel. Ta die Pferde der Straßenbahn requiriert wurden, ist der Pferdebahn betrieb in Per a eingestellt worden, während der Verkehr in Stambul aufrechterhalten wird. Info^e der Bemühungen der deutschen Botschaft ist jedoch eine Abmachung mit der Behörde getroffen worden, nach welcher die Regierung nur ein Fünftel ber vorhanbenen Pferde requiriert. Infolgedessen können drei Gesellschaften, die den deutschen Schutz in Anspruch genommen haben, den Betrieb aufrechterhalten. Tie türkische Zollverwaltung gibt bekannt, daß die Waren aus Bulgarien, Griechenland, Serbien und Montenegro vom Tage der Kriegserklärung ab einem Ein fuhrzoll von 100 Die montenegrinisck)en und serbischen Truppen vereinigten sich gestern in Sienitza, wo eine freudige Be- grüßung erfolgte. In Eetinjc unb Rjeka erweckte diese Meldung große Begeisterung. Ter Kronprinz Tanilo begab sich gestern früh zu dem Berge Tarabosch. Tie Operationen ruhten gestern wegen des Regens. Heute früh versuchten die Türken einen Gegenangriff. Es entwickelte sich ein Kampf, dessen Ausgang unbekannt ist. Der König Nikita begab sich heute morgen in Begleitung be- österreichisch-ungarischen unb bes italienischen Militärattaches, bes serbischen Generals Alanskowitsch unb ber biplomatisckxm Vertreter ber Balkanstaaten auf bas Zcklachtselb. Es verlautet, ber König habe burdi einen Parlamentär bem Oberbefehlshaber in Skutari Vorstellun- qcn machen lassen, daß ein weiterer Widerstand nutzlos ! sei unb, um ein unnötiges Blutvergießen zu vermeiden, die lle Vergabe vollzogen werden möge. Skutari, das von ber Außenwelt vollständig abgeschnitten ist, ließ bisher Neue Kämpfe- Tie türkischen Abendblätter vom Samstag bringen Orivattelegramme über neue deftige Kämpfe der Türken mit den Bulgaren vor Abnanopel. xie Bulgaren drangen danach von den Holten von Marasch bis auf hausend Meter an bie Befestigungen heran, erlitten aber unter dem Feuer ber Artillerie unb ber Infanterie große Verluste. Ter Kommandant von Adrianopel erließ eine Bc- fiinntmadiung, baß die Kampfe fortbauern unb zwar mit (yrfolqen für bie türkische Armee, bie ihre Pflicht tue Sofia, 26. Ott. In ber Oeffentlichkeit befestigt sich d,ic Annahme, baß Abrianopel nicht planmäßig belagert, fondern wie Kirk Misse durch ungestümes S rau so eh en erstürmt werben soll, umsomehr, aals aus verschiedenen Melbiingen hervorgeht, baß bie Ver- 9nnOi re»»: monatlich 75BL, Giertet- inhvltd) Mk. 9.20. durch 'Jlbbole- il Zweigstellen monalhcti 60 IM.; durch tue Bost V1’IL 2.—viertel- jähvL ausjchl. Bestell^. 3eilenprei»: lokal IbPl, airfroärtl 20 Pienmq. 0 velredakteur: A Goetz. BeraniivoNlich für den politischen Teil: August Goetz. für ,Feu»Ue- io»*, .Vermischte«' und .Genchlssaaf: K.Neu- ratb; liir .Stadt und Land": E.Hev; hit den Anzeigenteil. H. Beck. die ans 15 Zentimeter-Mörsern bestehende Angriffsartillerie in wirksame Entfernung herangebracht ist, dürsten die türkischen Befestigungen sich trotz tapferer Gegenwehr kaum länger halten können Nordöstlich voin ojutnri» s c c ist die Kvlonne des Kronprinzen tanilo bi» in die Gegend von Braks vorgedrungen und steht nur noch I bis 5 Kilometer von den türkischen Verschanzungen bei Schtoj nördlich von Skutari und wird im Lause des Tages noch näher heranrücken. , Kronprinz Danilo dirigierte 11 Bataillone und meh rcre Gebirgsbatterien von Golemi über den Drinfluß zur Umgehung der Höhen zwischen B a r d a n j o l t und der Stadt Skutari, gleichzeitig überschritt die rechte Kolonne unter General ^artino Witsch bei Samrie den Bojanafluß, um .Skutari von der Südseite her anzugreifen. Ein heftiges.Artilleriefeuer ilnterstützle die.Insanterie. De» Kampf dauerte .um drei' Uhr nachmittags noch an. Romantik auf dem Schlachtkelde. Heber ein Säbelduell vor bei Front berichtet, wst aus Paris gefdmeben wird, der Korrcfpondi'nt des „Journal" in Eetinje: „Man bewundert hier unumwunden den Mut der kämvsenden Türken. Im Spital von Rjeka sah ich einen türkischen Offizier, dessen Kopf und Schultern fürchterlich von Säbelhieben zerhackt waren. Er hatte eine klaffende Wunde über ber Stirn, einen gräßlickwn Schnitt am Halse, Löcher in der Brust und selbst schwere Verletzungen an den Armen. Er war noch ganz jung, hatte einen Vorposten vor Larabosch befehligt und war den montenegrinischen thia ein entgegengeritten: bann hatte er mit lauter Stimme die feindlichen Heerführer heräusgefordert unb geschrien, der Tapierste von ihnen möge kommen und mit ihm einen Zwei k a m p s aus,'echten. Es war Abend, der Mond schien hell über tue Fehcnlanb« schüft. Ein alter montenegrinischer Offizier, Sße- ter an aller Heldeukämpse, nahm die Herausforderung an. Die beiden Männer standen sich gegenüber unb hieben nut ihren Säbeln nach den striktesten Vorschriften eines ehrlichen Duells aufeinander los. Ter Montenegriner erhielt nur einen Streich über bie Schulter, aber ber Türke würbe in gräßlicher Weise verfäbelt Lange hielt er stanb mit blutbebecktem Glicht: trotz- bem er kaum noch sehen konnte, fuchtelte er unausgesetzt nut seinem Schwert um sich. Dann fiel er zu Boden. Sein Feind beugte sich über ihn nieder, reinigte die Wunden und rief HUse herbei. Sorgsältigst wurde der Türke nach Rjeka gebracht, wo • er noch in Behandlung ist. Er weiß, daß er sterben muß scherzt aber und sagte, als er den Kanonendonner von Tarabosch herüber- i bröbnen hörte: „Möge Gott verhüten, daß die Kugeln meinen eiten Gegner treffen. Er verdient den Tod mit blanker Waffe. (Cbtrbttt, Unterbett, 2 M mit boppflt fiereinigtntnrr if(bent,tcli.Setftni5,19Ji. ■ Setten 15,», 32WUifulro.Seri.gta.la»--’ Pretrltlie.Pt°d.Stlkack;>'-- Justo MJÄ! L SrSb>.e»-»rilbTeutl:. । Tapeten ilNaiitrcllTavet.v.ld ltzZolvTavcicnvott^ 1 bL.idiönif.u.ncucit.-." h)i.ücrl.foiteiiir.l|ii!iiiv tiebr.Zicgler«iint. jmmer ’qq neuest. Ernte *0, soW»; ide, W* ourbon, Erd' per-, Himbeer- Kognak gebr.Hoehl eingeirommen worden ijt. Um 7.20 Uhr ist die amtliche Bestätigung von der Einnahme Ueskübs eingetroffen. Die fremden Konsuln gingen dem ferbifdyen Kronprinzen entgegen unb erbaten seinen Schutz für die Bevölterung der Stadt Uesküb. Der Einzug des >bronprinzen in Uesküb vollzog sich »/mw --------------.feierlich. Die Konsuln wohnten ihm in Uniform bei. Am fit'[bungen aus der Umgebung Adrianopels »stein eil g.achmittag nahm der Kronprinz an dem Gottesdienste kldrianopels durch bulgarische Artillerie in Brandl bcr |cr5i|cf)rn Kirche in Uesküb teil. Der offizielle a.-schoss en worden. Die Bulgaren hätten drei Forts $ t übcr von Uesküb spricht davon, daß gr u 0 m m e n , das Fort Marasch, in dem 1600 Oiciangenc ^.c' dürfen aus Uesküb geflohen seien. ,-macht worden seien, das Fort Havaras, das ,\ort bei ti um anoroo eufiUr unb den -ustcrixsib bet Stabt gelegenen delgrak Amttich we"e.7 io.genbe Ein- ' 96 DFt ^n der aestriacn Nacht zelheiten ü b e r d i e S ch l a ch t b e i K il m a n o w o gc- *:• erforderlich sein sollte, gezwungeii, die ^ruppen zi I '"vfuriit' acidilaaen. Die serbischen Truppen i iterstützen. Personen, die beunruhigende Eeru itt ver-Lr^eu ten 30 Kanon c n. Unter den bei Kumanowo "C,,4a.t f°t ü ?!i' die ™r ”e ini fter ium rerüfsent. Gefallenen besinben sich zahlreiche Lffiziere unb Solbaten d’te Weber am frreitag noch ant Samstag SRtftedunaen | au« unb fcrbii(fKn Trubven vet. iber die kriegerischen i perationen. xsit Militär.scheu „reisen ist man der Ansicht, daß die Bulgaren Adrianopel telagern wollen, da sie östlich pnd westlich der Stadt Bc r-ftigungcu errichten. Wegen der Möglichkeit der Belage- ■ung ziehen sich immer mehr Einwohner nach Tede Agatsch und'Konstantinopel zurück. Tie A d r i a n o p e l e r A r m e e log am Freitag abend, vaterländische Lieder absingenb, -r.i die Festung ein Ter Kommandant vcrösfentlichte eine Lrollamation, in der es heißt, die Ostarmee beendete ihre Wattierung und benötige keiner Verstärkungen mehr Adria i-opel wird nach dem Muster von P lew na verteidigt. Hr. 254 Erstes Blatt 162. Jahrgang Nontag, 28. Gttoder 1912 T er flefjeiier »nzet-e, V W GtehenerAMM , ernsprech - Anschlliste: SS General-Anzeiger für Oberhessen Annahme^ von Anzeigen Rotationsörud und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steinöruderd R. Lange Redattion, (Expedition und vruderei: bchulftrahe 7. ” cornmmgen9niii^ vüdingen: Fernsprecher Nr. 2b9 Geschäftsstelle vahnhofstrahe lb2. umfnht in Poitou Ibinbuna ber Adrianopeler Armee mit der ans r' Die heutige Nummer umfaßt 10 beiten. lmc aurt) mit ben gegen liot.ta , --------------—— Ikonzentrierten Truppenvolllomm n abgeschnitten uni d Die Kriegslage auf dem Balkan, '31C mrb 2lt»rianopel von ben Bulgareii umzingelt, Uesküb und A rn t l i di wird' folgende Depesche des W a l i v o n ; f^ovibazar von den Serben genommen, skutari den Monte- lUhriaziopci bekannt gegeben: Im Laufe der Kämpfe I*H'grinern preisgegeben und Janina von den Griechen be- Kirk Kilisse bewies die Division des Obersten Hilmi I dioht! Tas in das Fazit der gegenwärtigen Lage aus bem gro^c japfCrteit und fügte dem Feinde Verluste zu, die iegsschauplatz, wo die Türkei vor dem ersten, mit be-1 groß jvaren, als ihre eigene Essektivstärke betrug. . nirrten«troerteni Elan unternommenen Vorstoß des Balkan ^er entfernt sich von Kirk Kilisse. ' virrbnndes auf der ganzen Linie zurückgewichen ist. Ob die ^ach Meldiingen aus Konstantinopel besteht dort die Ab- ? brrd) fHncrlei Konstantitiopeler Schönfärberei zu vertuschen- bcn Zohn des Grospvesirs, General M a h m u d M u t ben .'heberlagen nun auf die mangelnde Vorbereitung ber tar Pascha, dem man die Schuld an der Nieder- Lirfen, ob sie auf die Unterminierung des Onizierkorps s^ge von Kirk Kilisse beimißt, vor ein Kriegs- ober endlich aus die mangelnde nationale Geschlossenheit zu stellen Sicher drohen ihm schwere Strafen, n. rückzuführen ist, das ist für die Kriegslage zum Schluß ' Konstantinopel, 26. Okt. 8 Uhr abends. Korr Bur > n ,-ht ai'sschlaggebend. Wenn man sich aber vor übereilten Das Ministerium des Aeußern erhält soeben von dem Kriegs Ecfilüffen hüten und immerhin feststellen muß, daß die bis minislerium die Meldung, daß Kirk Kilisse wieder genommen I) l(ini ^,C1K> bc,3 Balkanvierbundes noch keine entschei-1 wordeii sei Man ist bier über das »wied^: genommen' erstaunt, t iN'n jffid da das Gros der türkischen Feldarmee nod) ba man allgemein geglaubt batte, daß die Bulgaren in Kirk Kilts,e 0 OTt mc iniart ift, so wird man es doch immerhin als überhaupt n,d« nngoogni Taen, }’ atter ÄWu tonftantin^to^ffiXl bie «ntunft jal,I- |I“1US!,.T (hnrfif «.»uff» „neh hnni Art des Berliner Der Der bulgarische Ministerpräsident Geschont kaae5 und den Resckrmen für Mazedonien? Wer glaubt bat dem Vertreter des „Mir" gegenüber folgende ^ils;e- cuu- noch daß die Bulgaren freiwillig auf ein trüstiges rimgen bemacht:^Die Bedeutung des von Kirk Kilt st n. St "Li ^‘unb' e^Ä'^nk We^n fc^aff ® tSÄ "ftart airUneni*trSt)aifeen?mirb sie sich in bi^^tarfenÄertu^nidülmiten tonnten o ... (X. thrnriipu • M tri 71 4daterland must arößer sein! Iwerden sie auch weiter südlich schwerlich ^ölderstand letjti n ^berrit'0 Shmm^n6 ohne tonnen. %arum wären Wie best en Frennde ber ikrÄWÄ CXÄ °°"r. nun g7l o'feisä StM^f o'-t z ufe st en. je richer. MZZUZZW MWW-ZM Ich- gefährliche Probe gestellt werden. Der französische 'wünschten, könne der Friede sehr bald geschttfu sein. " I niftcipräiibcnt, der in Nantes eine große Rede ge-j llCSfÜb VON ÖCR ScrbOR geNOMMeN! ten hat, hat trotz seiner Hoffnung aus Erhaltung des I !- llsriedens diese schwierige Lage angebcutet unb zugc- u beit, daß viele verschiedenartige Interessen an der fünf rinen Weftattung bcr Dinge auf bem Balkan mitspieleit. N im es bann schließlich gelingt, ohne neue Kriege btefe Streitigkeiten zu schlichten, wird vielleicht manches jetzige „k inveruehmeii" in bie Brücks gehen. Lin Vortragsabend von Lmil Milan. Gießen, 28. Oktober. u .^esMckMsverein hat sich gestern abend wieder einmal von trinil Milan Uterariiche Genüsse darbieten lassen. Sein r-)rgan hat noch die alte Klangfülle, uub in den Prosa stücken die wir gestern von «hin hörtet,, zeigte er, nw seine besondere 'Be- gabung liegt. Jens Peter Jakobsen, der Dichter des Niels Lohne und Theodor Storm sind nah verwandte Geister. Beide vertiefen slclt m psychologische Feinheiten unb werden von den Verfechtern der althetischen Eiufiihlungsll>eorie nent für sich in Anspruch ae- nommcn. Man konnte von einem Impressionismus der Seelen malerei sprechen : beide Tictüer sind gute Realisten, und Storm, ei« literarischer tforot, ist der mit beni lvärmeren Herzen, während Iakobsen bei seinen Schilderungen leidender und resignierter Gemüter ott etwas Bedrückendes hat. In „Fran Fönß" ist eine wunderbar seine Stelle, die für Iatobsen ganz charakteristisch ist: Tie ihrer frühen Jugendliebe zurückgeführte Frau und Mutter verbindet ihre Halbtraume auss (Sngtte mit dem dämmernden Lese zimmer, wo das singende Gaslicht nnd die abschließende Fenster portiere diese ctgcntümlid>c Seelenatmospi>äre l^rvvrbringen £>crr Milan belebte diese Dichtung mit Meiftersdwit. Noch lebendigt-r ging er in der hübschen Skizze Storms auf, die. ,a um tnele* frischer und lebha'ter ist als das Jakobfensch? Wert: „der Saal«' ist geradezu ein Meuterstück feinsinniger ,md gemütvoller Erzählung Wie Jakobfen und Swri» mrr bestimmte intime Lebensspharen zu durchs puren und zu erlauschen wußten, so hat die Stärke der Vor- tragskunst Emil Milans.auch ihre (Sinfdnänfuiig. Die Ökhidite Heb- M«, die zu den eben erlvähnten Prosastücken und) manche verwandt fdwstlidien Beziehungen habeu, gluckten seiner zvunst noch recht 0'*! ' "d, des frommen Matthias Claudius schlichtes Volkslied ''7n" .Mond ist ausgegangen", llmtg überzeugend in die Herzen. Uber ui dem Bortrag von WenherS erster Begegnung mit Lotte landen wir nicht ganz die Pollendung, die erhofft lverden durfte ^•-3 HHir_audi die schwerste Llufgabe, die Herr Milan sich gestellt patte. Lenn der fveiierateni des. Hingen Goethe Hal nicht mir Cl,rSn ckwÜtiG Neil Rhythmus u Hera «eilender Lebenseittpfindungen getd'gffen, sondern ledem Won uud Sah ein Ausstrablunasver uJEJl wol.l teniperierte Gemütsanlage er sordiit. oft spnd'i Werther von seiner Resignation, wie ♦ a er GetudlSNUle den Dingen dock» immer ab' eine Künstlernatur gegenüber ^o audi bei dem „rawnbften Sck»u- 5-''r Zulauf, den Milan bei dieser wundervollen stelle nahm, war mitreißend und zündend 01 -I leitz aber unterstrich er zu sehr txiS Entzücken, und die seine Abtönung des Behagens, die wir aus Goethes Jeil.-n Mich beraub hören, wurde ein loentg erdrückt. \*Ln anderen Stellen de>-. Wercher- fgcftedlc chäcke in nächster Nähe des Zieles zur Erde, so daß er im Ernst, falle seine Aufgabe glänzend gelöst gehabt hätte. Fräulein Möhring konnte leider nicht auffteigen, da der Motor ihrer Flttgmaschine nicht richtig in Oking kam. Sie vollführte deshalb nur einige Sprünge und fuhr eine Anzahl Kurven am Boden. Eine Gedächtnisserer für Watloi. In der >tuppell>alle des Reichstagsgebäudes fand am Sonntag mittag eine Gedächtnisfeier für den verstorbenen Erbauer des Reichstagsgebäudes, den Architekten Paul Wallot statt. Außer dem Staatssekretär Tr. Solf befanden sich unter den Anwesenden: Exzellenz v. Eucken-Addcn- hausen, v Wedell-Piesdorf und der zweite Vizepräsident des Reichstags Geheimer Justizrat Dove mit mehreren Rcichstagsabgeordn^ten unb Vertretern der Architekten-Ver- einigungen. 'Die Gedächtnisrebe hielt Architekt Professor Tr. Friedrich v. Thiersch-München. Ein Besuch des italienischen Ministers des Auswärtigen in Berlin. Die Agenzia Stefani gibt bekannt: Der Minister des Acußern di San Guiliano reist in Begleitung des Kabinettschefs Martino am 2 November nach Berlin ab, um den Besuch des Staatssekretärs v. Kiderlen- Wächter zu erwidern. Guiliano tritt die Rückreise am 7. November nach einem Festmahl an, das die italienische Kolonie gibt. Die „Tribuna" erklärt, die entsprechende Meldung der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", daß di San Giuliano außer nach Deutschland auch nach Oesterreich-Ungarn reisen werde. Die Reise, die die Erwiderung des Besuches des ^Grafen Bcrchtold sei, werde demnächst erfolgen. "Der Zeitpunkt sei noch nicht festgesetzt und falle nicht mit iber Reise nach Deutschland zusammen, die die Erwiderung auf den im Januar dieses Jahres in Rom er folgten Besuch ^des Staatssekretärs von Kiderlen-Wächter erstelle. Der französische Ministerpräsident über die Lage. Nantes, 27. £)ft. Ministerpräsident Poincar6 hielt auf dem Bankett, das ihm zu Ehren gegeben wurde, eine Rede. Er sprach von dem Sturm, der soeben auf dem Balkan losgebrochen jei und erinnerte daran, daß die Regierung getreu der vor den Kammern übernommenen Verpflichtung den französischen Finanzquellen die Unternehmungen vorzubehalten, welche der französischen Politik dienen, in kluger Weise, trotz der friedlichen Versicherungen Bulgariens, die .Eröffnung des französischen Marktes für eine bulgarische .Anleihe verhindert. „Wir haben die Genugtuung gehabt, festzustellen, daß die friedliche Initiative, die von Frankreich in Uebereinftimmung mit seinen Freunden und Verbündeten untergebilligt wurde. So nützlich und unerläßlid) diese allgemeinen Besprechungen sind, so dürfen sie weder heute noch morgen den Zweck oder das Er gebnis haben, die wesentlichen Linien unserer auswärtigen Politik zu verändern. Fran kreid) ist einer Unbeständigkeit oder Untreue nicht fähig, wir suchen auch keine Freundschaften zu wechseln und glauben, daß die große Nation es sich selbst schuldig ist, in der Leitung ihrer auswärtigen Politik Beständigkeit ihrer Ideen und Festigkeit ihrer Absichten zu zeigen. Wir bleiben eng verbunden mit Rußland,' unserem Verbündeten, und mit England, unserem Freunde. Wir bleiben verbunden mit ihnen durch die fest verknüpfte und unzerreißbare Bande des Gefühls, des Interesses und der politischen Redlid)keit. In schwie rigen Fragen, die der Krieg im Osten aufrotF, haben sicherlich sie wie wir das Recht, besondere Neigungen (preference^ respeetives), bezüglich der zu studierenden Lösungen zu haben. Aber da wir in diese Prüfung im Geiste vollen Vertrauens und unverbrüchlicher Freundschaft cintrcten werden, wird nichts dies Einvernehmen durchbrechen können, dessen Festigkeit notwendig ist und bleibt für das europäische Gleichgewicht. Frankreich gebrauchte .ohne Unterlaß alle seine .Kräfte, um diese Ueberein- stimmung zu verstärken und zu festigen. Und wenn es hier und da vorkam, daß ein Teil der öffentlichen Meinung sich nervös und ungeduldig zeigte, so haben die drei Regierungen in der Ueber- zeugung, die tiefen und dauernden Gedanken i,hrer Länder zum Ausdruck zu bringen, nicht ausgehört, in Ruhe und Kaltblütigkeit zufammenzuwirken. In dieser fortbestehenden Herzlichkeit finden wir einen der besten Grunde für die Hoffnung, daß der Krieg auf dem Balkan beschränkt bleibt, und daß er im er ft en g u n st igen Augenblick von Europa zum Stillstand gebracht werden kann. Die Unterzeichnung des italienisch-türkischen Friedensvertrages hat bereits die Möglichkeit gefährlicher Verwicklungen vermindert. Nach der Abfahrt des Zeppelin veranstaltete Herr von Stoephasins, der Inhaber der Mainzer Fliegerschule, eine ganze Reihe von schönen Flügen, worunter namentlich die wunderbaren Kurvengleitflüge lebhafte Begeiste- rung hervorriefen. Auch das Bombenwerfeu verlies sehr gut. Herr von Stoephasins überflog das als Ziel aufr*“1 Zelt und brachte seine als Bomben dienenden Sani rcJ u^. Entwicklung des Anschauungsvermögens bet Kindern. gibt in dieser wichtigen Angelegenheit noch mancherlei zu Horen und besonders diese Frage ist für das Verständnis des tindlick-en Geifteslebens und für die richtige Anpassung des Schul' Unterrichts an das Mnd von grober Wichtigkeit. Um nun über ein reckst reiches Tatsack-emnaterial verfügen zu fthmen, wenden wir !!• Nicht vergeblich an die Eltern, insbesondere aud) an bie Mutter, die hier einmal die schönste Gelegenheit finden, ihr Knw nach einer besonderen Anleitung pshchologisch zu beobachten. ,^as hierzu notwendige Material (Anleitung nebst den auszu füllenden Fragebogen) findet ein jeder im ersten .Heft des be- her „Deutschen Ellermeitschnft". Md ötr Verlag »ermann Beyer u. Söhne .Beyer u. Mann in ^.angensalza allen Eltern auf Wunsck) gerne kostenlos zu sendet. fv Berichtigung Der Romanschriftsteller Tr. *• Stilgebauer m Frankfurt a. M. ichreibt uns: Es ist ei» von Herrn Pfarrer Erich Fverster in Frankfurt a. M. aus der r.uft gegriffene und in pem dort erscheinenden Blatt „Die Gemeinde verbreitete Erfindung, die durch keinerlei Anhalt^puiilb 'n meinem Roman gestützt wird, daß die Figuren Flach, Glarner 'n meinem Roman „Pfarrer Schröder" die Herren Ernst Leicknnaini und Battenberg seien. Ich fordere Herrn Foerster auf, feine Behauptung vor der Oefsentlichkeit zu beweisen' Die 'nfame Unter,trilung, daß ich rinnt Racheakt an einem $er m ebenen unternommen hätte, iveise ich hierdurch voll Entrüstung zurück. In vorzüglicher Hockwchtung sehr ergeben Tr Ewald stilgebauer. frhn7t ??°^ichten aus Kunst und Wissen- 1«°' k Kultusministerium hat dem außerordentlichen Pro- m Heidelberg die Einstellung feiner ttfSÄSSStej ^nkeit bis zum Austrag des gegen ibn bei der VhUoioph11chen Fakultat fchwebenden Disziplüiarveriahrens geboten, x .au n^irbe am Tamstag vormittag das neue „Zahn Pi™Är?n'htu4 Universität in der Jnvalidenstraße feierlich ~ dar ts ist der Professor der Chirurgie S egon °0,V t61 fahren gestorben. - Der König von nrüffltif*lTr9iub01, ,nxe-2f-r "^>taatsanzeiger" meldet, dem ffnl vreuylfchen Geueralmunkdirektor an der Berliner Hofoper Tr. a f? V Sn“ 9. r P & c Goldene Medaille ffl« f“zn b Wi, senIchaft am Bande des Ordens der roflrt* 1-5lT0*!1n m Direktor des Deutschen ?beaters in V0,S,,or R em Hardt sowie dem Schriftsteller ?"0v^v. Hof m a nn st ha l in Wien dieselbe Medaille am Bande .bcm Sireftor Edmund Reinhardt am Deutsches Reich. Das Kaiserpaar ch am Samstag nachmittag von Weimar wieder in Potsdam emgetroffen. Dasinternationale Uebereinkommen zurRe- gelung des Aus stellun g s w esens ist am Samstag in Berlin unterzeichnet worden. Damit fanden dre Arbeiten der seit Anfang Oktober tagenden ersten diplomatischen Ausstellungskonferenz ihren Abschluß Erne der wichtigsten Bestimmungen des Uebereinkommens beschrankt die Zahl der großen allgemeinen Ausstellungen die von den Vertragsstaaten nur noch beschickt werden dürfen wenn sie nicht häufiger als alle drei Jahre und innerhalb desselben Landes nicht häufiger als alle zehn Jahre veranstaltet werden und außerdem durch eine genaue Klassi- sikation sestgelegt ist, welche internationalen Ausstellungen als amtliche oder amtlich anerkannte gelten. Für die Art der Einladung zu solchen Ausstellung'eii, für die Orqani- ation, Tauer und die,Einrichtung der fremdländischen Abteilungen, besonders für die Zusammensetzung, das Verfahren des Preisgerichts und die Verteilung der Auszeichnungen sind gewisse Grundsätze vereinbart. Das Ueber- einkoninien erstreckt sich nicht unmittelbar auf private Ausstellungen: es laßt aber voraussehen, daß seine Grundsätze auch auf diesem Gebiete in den Vertragsstaaten an Bedeutung gewinnert werden. Nach der Landung, zu der sich die beiden freiwilligen Gießener Feuerwehren in anerkennenswertester Weise zur Verfügung gestellt hatten, hielt Oberbürgermeister Mecum eine kurze Begrüßungsansprache, in der er betonte, daß Gießen eine der ersten deutschen Städte gewesen sei, die dem Grafen Zeppelin nach dem Unalück bei Echterdingen 3000 Wt. zur Verfügung gestellt habe. Seine Aussprache schloß er mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf den Grafen Zeppelin, woraus die Nationalhymne gesungen wurde. Ter Führer des Luftschiffes dankte und darnach wurde der Passagienvechsel vorgenommen. Nachdem dann noch bie, Mannschaften bewirtet worden waren, stieg das Luftschiff mit 12 Fahrgästen wieder auf, um seinen Weg nach Frankfurt zu nehmen, wo um 3.50 Uhr gelandet wurde. Das ziugsest in Gietzen. Gießen, 28. Oktober. Der erste Gießener Flugtag, der vom Wetter sehr begünstigt war, verlies unter der lebhaft n Anteilnahme nicht nur der Stadt, sonderii auch ihres nähereii und weiteren Hinterlandes auss glücklichste und beste. Schon in den Morgenstunden brachten die Züge viele Schaulustige und lange vor Mittag schon begann eine wahre Volkerwande-- rung nach dem Trieb, den der L u f t f a h r e r-V er e i n Gießen nach den Plänen der Herren Stadtbaumeister Braubach und Bautechniker Köhler sehr geschickt und sachgemäß zu einem Flugplatz umgestaltet hatte. Fliegerzelt, Wirtsck>aftshalleii und Sanitätswache waren glücklich in die Gesamtanlage eingefügt, doch war es übersehen worden, die Ankunft des Zeppelin oder das Aufsteigen der Flieger durch farbige Wimpel oder Körbe, wie das sonst wohl üblich ist, vorher anzuzeigen. Dadurch kam es auch, daß die Flieger mehrfach miteinander verwechselt wurden. 3in übrigen aber waren die Vorbereitungen sehr überlegt und auch völlig ausreichend getroffen worden, und der veranstaltende Verein hatte eine große Arbeitsleistung darangesetzt, um einen schönen und erfreulichen Verlauf dieses eriten Gießener Flugfestes zu ermöglichen. So war es ihm unter erheblichen Schwierigkeiten gelungen, die Viktoria Luise zu einer Landung zu' gewinnen und damit war der Erfolg des Tages schon im vorhinein gesichert Tie Viktoria Luise, die am Samstag früh von Friedrichshafen nach Frankfurt gekommen war, verließ die alte Kaiserstadt gestern mittag um 1.03 Uhr, nachdem 16 .Herren und Damen aus Gießen in der Kabine Platz genommen hatten. Sie umflog den Vilbeler Berg und schlug bann bie auch von ber Eisenbahnlinie verfolgte Richtung nach Gießen ein, wo sie kurz nach 3/42 Uhr gesichtet wurde. Die Fahrt, deren Genuß durch den herrschenden Nebel zunächst ettvaS beeinträchtigt wurde, verlies auss schönste und eine Minute vor 2 Uhr ging das Luftschiff unter dem Jubel der Anwesenden auf dem Trieb nieder, nachdem es vorher eine Schleife gefahren und feinen Wasserballast abgegeben hatte. bricf Ivar Milan glücklicher. Sv besonders, als er bei dem Hereinbreck^en des Elewitters anlangte und bie überschwänglich empfundene Klopstok-Stimmung meisterte, nwbei er es sich nidtf nehmen ließ, bie betreffende Stelle der Ode selbst in den Vortrag aufzunehmen. Mit den fd)Iid>teit Tönen Konrad Ferdinand Meyers gab er der Goethesckxrn Gesühls,oelt zum Abschluß einen wirksamen Rahmen. Der Vorttag des Goethesck)en Gedichtes „Ter Fisck-er" imrd nach manchem Empfinden ein wenig zu viel der rhetorifck>en Künfte gebracht haben. Man denkt an die Freude, die man beim Lesen dieses Gedichtes so oft gehabt hat, und daS Spiel der ge- sprod^eneii Worte geht rigene Wege: man ist ein wenig enttäuscht, z. — Darmstädter Hoftheater. „Der liebe Augustin" Nach all dem Guten, das unser Hoftheater in der letzten Zeit hervorgebracht hat, darf man dieses Zugeständnis an den modernen Opereittngeschmack nicht allzu schwer nehmen. Einem funftlüiniqen Theaterleiter wird es selbst einige Ueberwindung kosten, einen derartigen odjinarren in den Spielplan aufnehmen zu müssen. Einer ernsten Kritik unterliegen solche Erzeugnisse ja nicht, und so nimmt man das Geboiene eben hin als eine kurze Unterbrechuna per kunstleriichen Arbeit der Darmstädter Hosbühne. Tie Ge- fchichte von dem Wiener Klavierlehrer, den das Schicksal nach dem Balkan ialfo ein durchaus aktuelles Thema verschlagen hat, und der sich dort in eine Pseudoprinzessin verliebt, obwohl er nut ihrer- Pseudokammerjungfer verlvbt ist, hat wenig Sinn ^as Mimkalische dieser „Operette" steht dem Inhalt nicht allzu JSc1;. ^j^aaiw Mätzchen in der Jnfttumentation sollen den Effekt erhöhen. Einige Walzer wirken auf bie Beine, und damu i 1,0 6 acsichert. Die Darstellung durch die Damen v. Blank Lcytrub und die Herren Jordan, Jürgas, Schützendorf war recht' munter. Herr Thomson, der siä» als neu engagierter Operetten- tenor zum ersten Male in einer größeren Partie zeigte, blieb leider zurück. ” z ** Die Wissenschaftliche Gesellschaft Freiburg, die aus Anlaß der Einweihung des neuen .'kvllegien- 3av6re ,nit emem Kapital von einer halben v»1 itfcj ^rundet wurde, hielt am Sonntag vormittag L1 der Universität ihre erste Festsitzung ab. Ziel und Aufgabe der Gefellidmit :1t die Gründung einer Akademie an ber henqcn Univerittät, wie solche bereits an verschiedenen Um oerntäten, u. a, in Heidelberg, bestehen. Hierauf hielt der Ge- Heime Hoirat Protei,or -br. Himstedt, der Physiker der Unt- verutat einen Vortrag über Atemlehre. , 3 u r Psychologie des Kindes. Ter ®inbrrnfnrf>-i fcng_c, “J?. Mitherausgeber der Zeitschritt für Kinderwridm^g Tr A' lITfr jeno bittet alle beutfdxm Ettern um Mit die bei eurer krnderpfydZslogischen .Untersuchung. Es handelt Unter Leitung des Architekten Schramm wurde bann bie Urfunbc, ein Verzeichnis der Mitglieber unb alten Herren ber Burschenschaft, je ein Burschen und Korpsbanb in ben Grundstein eiilgefügt unb der Stein jofort feftgemauert. folgten dann bie üblichen Hammerfchläge, bie zumcisl von Wünschen und Wah-lsprüchen burschenschaftlickien J>i^ Halts begleitet wurden. Der schöne (^brauch mürbe geübt bon Pros. Hanfs, dem Rektor der Lanbesuniverfität Pro» v. Eck, einem Vertreter des Offizierkörps, Architekt Schramm, Geh. Hofrat Prof. Dr. Haupt als Vertreter bes Verbandes alter Burschenschaftler von Gießen, Forstmeister Weber, Vertreter der Burschenschaften Alemannia und Germama und der hier stubierenben auswärtigeti Burschenschaftler. Den Tank der jetzt aktiven Bursdmi schaftler für die alten Herren, bereu Opferwilligkeit die Errichtung des Houses ermöolicht hat, sprach der Vorsitzende _ntC^ d l aus, der seine Rebe mit einem Hoch Tie Burschenschaft Frankonia beging am Samstag nachmittag die Feier ber Grundsteinlegung zu ihrem Burschenschaftshaus, das an ber Kaiser-Allee zwischen dem Teutonen- unb beni AdelpdenhauS errichtet kvirb. Um 4 Uhr begaben sich die Mttglieder der Burschenschaft, die alten Herren und zahlreiche'Angehörige anderer Bursck-enschaften vorn „Andres" aus im geschlossenen Zug nach dem Bauplatz. Nach einem Musikvortraq hielt der Vorsitzende des Vereins „Fran^ihauS" Pros. H au f f-Tarmftobt die Festrede, in ber er ein Bilb bet Entwickelung der Frankonia entwarf unb bie Bestrebungen zu einem eigenen Verbinbungshaus zu gelangen, fchilbertc. Ziiin Schluß gab er dem Wunsche AuSbrilck, daß daS neue Heim ber Frankonia allezeit Zeuge echt beutschcn burschen- schaftlichen Lebens sein möge. Sodann verlas Forstmeister Schneider die Stistungsurkunbe: „Am 26. Oktober 1912 — eintausenbneunhundertundzwölf — ilt an dieser Stelle in Gegenwart ber B u r s ck> c n s ch a f t Fran, tonia, ihrer Alten Herren unb ihrer Gäste ber Grundstein « dresem Hause, dem neuen Heim der Burschenschaft Frankonia z« Gießen, gelegt worden. Tie ant 4. Juni 1872 gegründete Fran- foma gebärt seit Pfingsten 1908 der Teutschen Burschen schal als Mitglied an. Tie Erbauung dieses Hauses verdankt sie ihr« allen Herren, die am 23. Juli 1910 den befondcrni Verein „Frankenhaus Gießen" gründeten, dessen Vorstand zurzeit ange- Horen: Oberlehrer Professor Georg Hanfs zu Tarmstadt, Bor- sitzender, ^lpotheker Will>elm Seriba zu Tarmstadt, Schrittfuhrer, Rektor Professor Dr. Ludwig Schüz zu Langen, Rechner, Dterarzk ^akob Dexheimer zu Gladenback), Tr. Adam Olt, Professor der Universität Gießen, Direktor Karl Sä)warz zu Frankfurt a. M, Oberlehrer Professor Heinrich Wcyell zu Darmstadt. Die Bau- plane sind von dem Architekten Philipp Schramm zu Gießen, Altem Herrn der Karlsruher Burschensdwft Germania, entronnen Arden. Sn feinen Händen liegt auch bie Bauleitung Am 28. August 1912 geschah ber erste Spatenstich, im Som nur rmefter 1913 soll bas ^-rankenhaus feiner Bestimmung übergeben werden. Möge in seinen Räumen, das ist der Wunsch der Stifter, die Burschensd)ast Frankonia durch die Pfleg, nigmtp lichen Frohsinns und studentischer Ritterlichkrit ihren Arikgliedern das Wort von den goldenen Stu deuten jähren auf viele Gescheckter wnaus zur Wahrheit machen, möge das Frankenhaus aber auch für alle Zett eine Heimstätte ernsten, idealen Strebens und be geistert er Hingabe an die vaterländischeir Ausgaben der deutschen Bursd>enschafl sein und bleiben!" Prozent unterworfen sind. Die Waren aus anderen Landern müssen mit Ursprungszeugnissen versehen sein. Dreiprozentige Zollerhöhung der Türkei? Paris, 25. Okt. Betreffs ber von ber Türkei angeblich beschlossenen dr e i p r oz en t ig e n Zollerhö hung melden mehrere Blätter, baß bie interessierten Mächte sich unverzüglich über biese Angelegenheit ins Einvernehmen setzen iverben. Tie „Liberte" schreibt: Italien unb bessen Verbünbete mögen bie türkischen Maßnahmen über sich ergehen lassen. Frankreich unb En g - lanb, welche burch bie Zvllerhöhung betroffen sind unb keinerlei Kompensationen erhielten, haben ihre Antwort noch nicht bekannt gegeben. Mil einem letzten Flug von etwa 200 Meter Höhe nahm bas gut gelungene Flug fest sein Enbe. Besonders hcroorzuheben ist bie musterhafte Ordnung, die bas Publitum hielt. Eine unrühmliche Ausnahme machte nur eine Anzahl Besucher des Startplatzes, bereu soziale Stellung sie eigentlich dazu verpflichtet hätte, ben übrigen mit gutem Beispiel voranzugehen. Ter Verkehr in ber Stabt war außerorbentlich lebhaft, unb bie elektrische Straßenbahn, bie verstärkten Betrieb ausgenommen hatte, machte außerorbentlich gute Gesck-äfte. Aus Stabt unb £attö« Gießen, 28. Oktober 1912. Die Grundsteinlegung für das FrankoniahauS. - Aug. Jioll, C. Schaaf uno Ernst Noll. &lu/i Länder den Stcrrtplcch'verließen. AIS letzter BaNon fiiett um 61/s Uhr bei völliger Dunkelheit ^Düsseldorf II" mit bcm Sternenbonner in die Höhe. Donk der mustcrhafteir O r ganis ation er eignete sich kein weiterer Unfall. teiioren u. Aerzten glänzend begutachtet Fl. 95 Pf. in der Uuiverntäts-Avotbekezum gold. Engel u. in den Drog. (£. Seibel, W. Üilbinger, Rechtsschutzftelle. Frauen u. Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und -lustunft in Rcchtsangelegcnhciten im alten Rathaus Markt- plav 14 Mittwoch nachmittags von 61/«—8 Uhl- PiovinzialGcflügel rlurftellnng zu Zriedberg. A Fr tedberg, ^7. CIL Leit Freitag imöei in den Räumen der Möbelfabrik Bindeivald die P r o v»n z i a l - G e f 1 ü g e l f ch a u iür Cb erhesi en statt. Lte ist anS allen Teilen CbeiheiienS reichlich beid)idt und zahlt mit Ü4V Nummern lou Stummer»» mehr als d,e bisher graute Proviiizialschau, die in Echzell stattland. Ve- ionderS reichhaltig und schält »vor die Abteilung iür Tauben. Fn der tzcrkaufsttaße waren etwa 300 Tiere ansgestellt. ^»t aueit Klassen »vnxeu prächtige Zuchttiere ausgestellt, vor allem Italiener, Minorlas und Wpandotles. Tie Landwirlschastskamiucr und dte oberheisischcn Eeflügelzuchtvereine unterstüsrten dte Ausstellung. Letter »vor Lehrer Hildebraudt-Getienau. Tie ^andwirtschasts- kantiner batte eine besoiidere Abteilung lür dte Stämme ihrer ^uchtstationen eingerichtet. Von den übrigen Ausste Ilern leie» noch erivähnt: Lpratls Patent-Verlin (vertreten durch I. Hermann (Inhaber B. Schneider) mit beflügel- und Bogelsulter.DpeztalUateni; die Firma hatte die Alorgeiilütterung der Ttere kostenlos übernommen: Adoli Schmidt-Friedberg ebenfalls Geslugeliutter, Kohler- Neichelsheint (Fischmehl), Uoch-Flonbeim mit Frejzgelchtrren und (Geräten, L. Alarbürg indectcr und Vertreter der üandwirtschaftstammer. KreiSaintinaiin Herberg, der Vorsitzende deS Vretterauer EeflügelzuchtveremS, crofl- uete die Ausstellung. Er dankte den Züchtern lür tue rege Beteiligung, wies aul die Bedeutung der Geflügelzucht und aul ihren hohen Aulichwung in Cberheslen hin und forderte die Züchter zum Wefter- arbelteit auf. Als Vertreter der Landwirtlchaltskammer sprach Landtagsabg. B r e i d e n b a ch - Torbetm, der die Gründung einer Eierverkauls-Ge»iossenlchalt nach dänischem Aluster vorschlug. Unter de»» Ehrenpreisstiftern befanden sich u. a. der Graf zu Ajsenheim, die Stadt Friedberg und die Landwirlfchaftskammer, letztere sttstete 120 Mk., die als Kannner-Ehrenpreife vergeben wurden. Ergebnis der Prämiierung wird morgen mitgeteilL bi etungen. - Raturheilve rein Gießen. Am Donnerstag h«lt Frl. Marg. Paeßler aus Berlin im Saale von Steins Lorten einen Vortrag .Funktionelle Störungen im Frauen- leuen, unter besonderer Berücksichtigung der Wechseljahre«, welcher von Damen sehr gut besucht war. Tie Rednerin, die bereits vor einem Jahre hier sprach, gab nach einer ki czeu Einleitung zuerst an der yanb von großen Farbtafeln eine kurze Anatomie der Organe, der dann eme emgehendc Physiologie derselben folgte. Dann besprach sie dieses auS- fEhrlich in Bezug auf normale und krankhajlc Erscheinungen, erklärte die Ursachen der letzteren, gab für die einzelnen Leiden entsprechende Ratschläge zu ihrer Verhütung an und nannte die bei der Behandlung im Naturheilverfahren dafür gebräuchlichen AnwendungSformcn. Der Vortrag, der pen zahlreich erschienenen Damen viel Anregung und Belehrendes bot, — besonders auch in Bezug auf ein gutes Ueberstehen kritischer Uebergangvzeiten im Frauenleben — wurde durch ctichcn Beifall gelohnt. Zum Schluß beantwortete die Rednerin bereitwillig noch die von den Damen an sie geachteten Fragen und empfahl ihnen, im eigenen Interesse d«cm Naturheiloerein bcizutrcten. " Zusammenstoß. Am SelterSweg stieß am Samstag abend ein Wagen der elektrischen Straßenbahn mit einem Rollfuhrwerk zusammen. Taö Fuhrwerk stand unbeaufsichtigt auf der Straße, weil der Fuhrknecht mit dem Wegtragen von Frachtstücken beschästigt war. Die Pferde waren mit dem Wagen dem Geleise zu nahe gerückt. Der Straßenbahnwagen wurde leicht beschädigt. Kreis Büdingen. sp. Alten st ad l, 27. Ltt. Am Freitag abend 6 Uhr wurde an dein Bahnübergang der Straße Oberau- 9,11 c n st adt, kurz vor dem Stationsgebäude, das Fuhr> werk eines Bcühlenbesitzers von Staden von der Lokomotive Vcrmifdytcs. • „Bad^-Heidelberg! Aus Grund einer bereits int Februar dieses Jahres von dem hiesigen Professor für Ökologie Dr. Wilhelm Salomon aiiffleftellleii und inzwischen von drei bervorragenben Sacksverstündigen genützten wissenschaftlichen Hnpollft'sc bat der Heidelberger Stadtrat geftem die 'Jlnforberung eines MTcbite» bis zu 100 000 Mark zur Aufsuchung einer Thermalquelle auf Heidelberger Stadtgebiet in der 'Nähe der alten Bergheimer Mühle beschlossen. Kleine Gagcschronit. Ter Berliner Mcunftrai befcküoß in der heutigen Sitztma auf Antrag des Bürgermeisters Dr. Slcide, den Ercrziervlatz ocbdiv- bautet Allee für 6i/S Mülionen Mark anzulaufen und ibn unter Au.5 jdüuh all er Bebauung zur .'Intage von Parks zu vcnvenocn. Amtlicher Wetterbericht. Dcffentlid)e W e 11 c r d i e n ft stel l e Gießen. Wetteraussichten in Hessen für Dienstag, den 29. Oft. 1912 : Vorn'iegend heiler und trocken, tags mild, nachts kühl, MorgennebeL 8 höohete Auszeichnungen 19111 Bel Installateuren, Elektrizitätswerken, bezw. in allen einschlägig. Geschäften erhältlich. Wolfram-Lampen- Aktiengesellschaft, Augsburg (fkricbufaal. Zweibrücken, 26. Ckl. Mach ziveitSaiger Verhandlung wurden wegen Mordes an dem Feldhüter Becker in Speyer die Angeklagten Peter Dörr »en. und Peter Dörr jau^ Vater und cohn, von, plälzischen Schwurgericht zum Tode verurteilt. Die Ver- dandlitng sand unter großem Andrange des Publikums statt. Brüssel, 27. Ctt. ,° ba f ' 4 \ - nich S -ufti.,. । ®ätt Hitz i^cän^ ' 28’ Cttober H1. 06 rsWrü *uJed. «us im qejd)[ni 15 "iftanzßihaus" Pr er ein Mt «f und die Bestrebung >yu gelangen, Silber Ausdruck, daß das nt ehe(6 deutschen butfdw >öann verlas Fvrstmeü sum 18/2 gegründete Jit er putschen Buischem'chs es Sauses verdankt sie ih besondemi efien .Borstand zurzeit m.- Vausf zu Tarmstadl, zu xarmitflöt, Sdjtiitfök' iu Langen, Rechner, Tiere r. Adam Ott, Prosessoi v chwarz zu ifranksurt a. 5 l, zu Tamstadt. Tic (v Mpv Schramm zu Gicp auch die Bauleitung - Spatenstich: im Gor- einer Bestimmung übe? bay ift her S?um i burd) bic fyleae Mi erlich^il ihm, fflrewiir latyren Ms viele Beschltt ins Franlenhaiis abcc. idealen Strebens in. , hm Ausgaben der dm- Schramm mrde dam: Glieder und alten yt"’ n- und Kvrpsband in! stein sofort feftgemr ammerschläge, die zur n burschenschaftliclirn. ine Gebrauch wurde gf. er Landesuniverjitat Pi' Osfizierkorps, SW- l)r. Haupt alZ Bertm «stler von Gießen, g« !u schenschaften Aemm tuhicrenhcn ausmm ' ^tzt aftiöen W ”erin hat, sprach der KorsiY5 eine Rede nut einem Lustschifsahrt. m. Stuttgart, 27. Cft. Die Gorbon-B-en- nett-Wettfahrt nahm heute nachmittag auf den Ea.nri- slädter Wiesen ihren Ausgang. Am Startplatz war das U'öuigspaar mit den Mitgliedern der dwniglichen FamMe erschienen. Der amerikanische Ballon „rtansas Eity II" platzte, als er beinahe gefüllt war. Die Bedienungsmannschaft kam mit dem Schrecken davon. Die Startlertung entschloß sich aber, dem amerikanischen Führer Watts den deutschen Ballon „Düsseldorf II" zur Verfügung zu stellen, so daß von nachmittags 4 Uhr ab im ganzen 20 Ballons unter den ülängen der Naftonalhynincn der betreffenden Herren mit trockenem, lorch bem ober dünnem Haar sei zwecks Anregung eines volle», kräftigen Haar- Wuchses, b»w. der Haarwurzeln, folncubco dcwavrte u. billige Äezevl emvtohlen: Wöcheni- Lieb 2 maliges Waschen des ebaareö mit Zucker » kom- UimcrteiuKrttuter-Sham- ,een iVak. 2» Vf.), daneben imöglichst tägliches lratnges Lrinveiben des Haarbodens mit Zucker’» Original- Kräuter - HaarwaNwer i.Fl. 1.25), außerdem regelmäßiges Massieren derriovt linut mit Zucker’s Lveztal- IKräuter-ilaarnährfett grose ÜO Pf.). Großartige Wirkung, von Lausenden be- -längt. Echt bei Ä. Rott, E. Mott, E. Lcivct, C. Ätbaar, K?. «ant, W. «ilbtngcr, Drogerien, und H. *‘*0, Parfümerie. Lsl h die durch erschövsende Kiratck' heften geschwächtsind, trinken mit größt, dftrtzen Altbuch- horMter Harkeprudel starkquelle. Sem hoher Gehalt an werwolLMineral- u. Aährsalzen hebt schnell die gesunkenen 5träste> steigert mächtig den Avvetit, fördert den Swmvechselu. macht den Körper blutreicher u. wider standssähiger. Lebensfteude, Mut u. Energie kehren rasch I wieder u. verscheuchen die I letzten Reste körperlichen Unbehagens. Von rahlr. Pro- ©S,’‘SiäS® S*j Dr r- . schreibt M . ■ in .^jftlatt „D'k J iB die die L- Ifarret.^jÄcm 'en- ben>eisen> «t uötraa ^Jcria^rlj 3 •• rroielior Der 5^ t 'rben- „ meldet, ; Atz Letzte 21ndhrid?tcn» Einschreiteu der Großmächte? : Konstantinopel, 28. Cft. (Priv.-Tel.) Tie Bok« '(halten stehen in ständigenl Memungsaustausch über em evtl. Einschreiten der Möchte. Der Minister des Aenßereii soll neuer- dings einer ZnterveMion der Großmächte nicht mehr so völlig ablehnend wie früher gegenüberstehen. Bom Kriegsschauplatz. Konstantinopel, 28. Ckl. Die Militärattaches der Großmächte sind jetzt nach dem Kriegsschauplatz ab- gereist. — Nach einem angeblich beim SVrieiusminiltcniim eup gegangenen Telegramm haben die Türken die starke Positwn westlich von Adrianopel wieder genommen. Adrianopel ist ruhig. Konstantinopel, 27. Oft. Der Mali von Adrianopel telegraphiert: Tie Stadt ist ruhigr seit 48 Stunden hat lern 51 amVI stattgesunden. Ein türkischer Mmisterrat. Konstantinopel, 27. Oft. Gestern nachmittag fand im Palais ein großer Mini ft err a t statt. Jufcet ben Ministern nahmen zahlreiche militärische,^ zivile und geutlicbe Würdenträger sowie einige hervorragende Senatoren an dec sehr wichtigen Beratung teil, die bis Mitternacht wahrte. Man beriet Über die Lage aus dem 5t r ie g s , ch a u pl atze. Gleichzeitig sand ein lebhafter D epes chen wechsel mit dem M r i e g 5 m i n i ft e r statt. Es wurde beschlossen, alle Mag^ nahmen zu treffen, um die militärische Ehre des Landes zu verteidigen. Nach den letzten vom Kriegsminlster stammenden Nachrichten hält sich die türkische Armee M der Defensive. Tie allgemeine Situation sei gut. xer Sultan wurde von den Beratuiigen des Ministerrats am dem Lwi,enden gehalten. Er empfing nachher den Grotzweftr, der ihn von den gefaßten Beschlüssen unterrichtete. Wie es beiBt, bat fup tm Palais eine hohe außerordentliche 5Lommifsu>n gebildet, um über die gegenwärtige Lage zu beraten. Bom rnffiichen Thronfolger. Petersburg, 27. Ckt. Ein Abendbulletin besagt: Der Thronfolger verbrachte den Tag und die Nacht gut. xad allgemeine Befinden hat sich gebessert. Die Temperatur betrug am Tage 37,8, abends 37,9, Puls 120. ♦ < Kartoffeln für den Winterbedarf Magnum bonum Industrie Np to Date 6912 Rote Tabcrschc »rauhschalige» Royal Nidney verbesserte Magnum bonum Ella Paulsens Julie gelbe Salatkartoffel empnehlt in prima C-ualitat zu billigsten Prenen I. Weisel Tel. 88, Sonncnstraßc 6. Proben stehen zu Diensten. kauten Sie sehr preiswert bei S65 A. 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Vertragsbedingungen liegen nur dem Zahlmeister- Geschäftszimmer des Bataillons — diene Kaserne — zur Einsicht ans, können auch ä Abschrift bezogen werden Versiegelte Angebote für die ganze Lieiertmg mit der Aufschrift „Angebot für Kartoffeln" sind bis ztim Erüss- nungStermin nm 1. November 1912. 12 Uhr mittags, an die Küchenverwaltung ein- zureichen. [D="/,. III. Bataillon Fnfantcrie NegimentS ..»nifpr gujliiclni st?r. 11fi. Jahresfest zn Gießen am 5. und 6. November. Dienstag 3 Uhr im Gemeindehaus, Kirchstr. 9: Mitglieder- Versammliing. Jahresbericht. Unsere Ltellung zu Jung-Deutschland. _ c , mr 6 Uhr Festgouesdienst in der Stadtktrche: Pfarrer Mahr-Langsdorf. 87« Uhr Familienabend in Steins Garten. Vorträge über deutsch evangelisches Gemeindeleben in Paris. Sekretär Ahl mann aus Paris u. a. Mittwoch 10 Uhr im ZohanueSsaal: Oeffentliche Jahres- 1 Versammlung. Die weitere Entwicklung der Arbeit der inneren Mission in der Gegenwart. Psarrer Wurm-Stuttgart. Prof. D. 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