Erstes Blatt 162. Jahrgang Die heutige Nummer umsatzt 12 Seiten. ZentralvorftaMsitzung der HatioiialLberalen Pattei. Tie auf Sonntag, 24. März 1912, einberufene konstituierende Sitzung des Zentralvorftandes der Nationalliberalen Partei mar, fo berichtet die „Nationallib. Korresp.". vollzählig aus allen Teilen des Reiches besucht. An der Spitze der Tagesordnung stand die Wahl des Vorstandes. Es wurden die bisherigen Vorsitzenden wiedergewählt: Reichstagsabg. Bassermann als Bor- sitzender, Landtagsabg. Dr. Friedberg als erster, Abg. Vogel Präsident der sächs. zweiten Kammer, als zweiter Stellvertreter des Vorsitzenden. Generalsekretär Breithaupt, erster Geschäfts- sührer des Zentralbureaus, nmrbc in den Zentralvorstand zu- gewählt. Die Neuwahl des Geschästssührenden Ausschusses hatte ^ksenxslotte und drei neu zn bauenden Linienschiffen. Gegen diese Verwendung der erstgenannten vier Schiffe ist nichts euv zuwenden; die des Flottenflaggschifss mutz als Verlegenheits- matznahme betrachtet werden, denn es ist nicht einzusehen, aus welchen Gründen die zweite Kampflinie kein Flottenflaggschiff braucht, wenn ein solches bei der ersten notwendig ist. Ter Neubau von drei Linienschiffen über das jetzt geltende Flotten- gesetz hinaus leidet an dem schweren Mangel, daß das erste schiss erst 1913, das zweite 1916 auf Stapel gelegt werden soll ^brenb die Inangriffnahme des dritten noch gar nicht festgesetzt rst. Ta die ersten beiden frühestens 1916 und 1919 fertig und dienstbereit fein werden, so hat es mit dem dritten Geschwader noch gute Weile. Zur Sicherung des Reiches in der gegenwärtigen gesahrvollen Weltlage trägt es also so gut wie nichts bei, da auch nach den in der Presse bekannt gewordenen 'Jin» gaben über die Kostenberechnung wohl nur mit einem jährlichen Zuwachs von einer Linienschifjsindienststellung zu rechnen sein wird. Ganz besonders zu bedauern ist, daß dieses minimale Ergebnis zum Teil auf Küsten der zweiten Kampslinie erreicht werden soll. Während nach dem jetzt geltenden Flottengesetz bei bcr Reserveflotte die Hälfte aller Linienschiffe und Kreuzer dauernd in Tienst gehalten werden soll und dazu Besatzungsstämme von zwei Tritteln des Maschinenpersonals und der Hälfte des übrigen Personals vorhanden sein sollen, bestimmt die Novelle, daß die zweite Kampflinie mit der Hälfte der bisherigen Besatzung^ dämme sich begnügen müsse. Tiese Maßnahme befremdet um so mehr, als das halbamtliche Blatt selbst es für nottoendig hält, besonders aus die Schwierigkeit der Ausbildung an Bord moderner Schlachtschiffe hinzuweisen. Zieht man dazu die relativ geringe Gesamtstärke der ersten Kampflinie in Bettacht, so ist schwer verständlich, warum in so bedrohlichen Zeilen der Weit der zweiten Kampflinie gegenüber den jetzt gültigen Bestimmungen um die Hälfte herabgesetzt werden soll. lieber die Zndiensthaltungen der Kreuzer macht die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" keine Angaben, auch nicht über die Lösungder Kreuzerfrage, mit der aber nach allgemeiner Ansicht die Novelle sich nicht beschäftigen wird. Bis zum letzten Augenblick hat jeder, der die Not der Flotte an modernen Panzer tteuzern kennt, der sich vorzustellen vermag, wie gerade diese Schifssklasse in unserer Lage unentbehrlich ist und durch nichts ersetzt werden kann, gehasst, daß durch Uebergang zum Drei- Schiff tempo endlich der Anfang zur Besserung gemacht würde. Jünfundvierzig englischen Panzerkreuzern, zu welchen in diesem viahre noch acht Neubauten kommen sollen, stehen elf deutsche Schiffe gleicher Gattung gegenüber, von denen drei int Kriege unverwendbar sind, zwei höchstens für die zweite Kampslinie genügen und zwei neuere in Ostasicn tätig und dort unentbehrlich sind: bleiben also für die erste Kampslinie vi>w Schiffe, zu denen nach dem jetzigen Bauplan jährlich nur ein Schiff hinzu- ireten wird. Ist es begreiflich, daß die Novelle an dieser Not vorübergeht, ohne auch nur den Versuch zu ihrer Beseitigung zu machen? Tas ist's also, abgesehen von einer Vermehrung der Untersee b o t e, was dem sehnsüchtigen Verlangen des deutschen Volkes nach einer Stärkung seiner Wehrmacht zur See, nach einer Sicherung gegen fremden Zwang und Bedrohung durch die Flotten- Vorlage gebracht wird. folgendes Ergebnis: Die Abg. Bartlina, Beck Heidelberg, Tr. Blankenhorn, Hausmann, Dr. Klause. Dr. Paasche. Tr. Röcli Ijng, Schiffer-Magdeburg, Schwach, Dr. Sentier, Sieg, Prinz Lchönaick)-Earolath, Generalsekretär Breithaupt und Banldireltor Tr. Weber-Löbau. Im Anschluß an den gedruckt vorliegenden Jahresbericht, der mit den Reick>stagsivahlen abschloß, gab Reichstagsabg. Baffer mann einen Rückblick auf die bisherigen Ergebnisse und besprach vor allem die Wehrvorlagen. Tie Lage in den letzten Wochen lei nicht erfreulich gciveien, aber es sei doch zu begrüßen, daß nunmehr durch die veröffentlichten Gnindzüge Mlarbcit darüber geschallen sei, datz in der Stärkung unserer Rüstung zu Wasser und zu Land zielbewußt fortgeschritten iverbe. Die DeckungS- Trage werde Schwierigkeiten bereiten; den Unstimmigkeiten in bcr Regierung sei bereits der Schatzsekretär Wermuth zum Spsti gefallen, dessen Rücktritt in den weitesten Kreisen bedauert werde. Fest stehe, daß die E r d a n s a l l st e u e r der u r f p r ü n g l i d> c Plan des Kanzlers gewesen sei. Tie jetzt angebotene Be icitigung der Liebesgabe werde vielleicht lö Millionen bringen, die allerdings vom Konsum getragen würden, demgegenüber die Fraktion sich il/re Stellung Vorbehalten müsse. Trotz der dadurch geschaffenen schwierigen Lage werde di" Nativ- nalliberale Fraktion im Reick)stag ihre Schuldigkeit tun, wie ste die nationalen Traditionen der Partei erforderten. An die Ausführungen Bassermanns knüpfte sich eine ausführliche Besprechung, die sich sowohl mit der letzten Vergangen- heit der Partei, wie auch mit der Politik der Partei gegenüber den neuen Ausgaben beschäftigte. In erster Beziehung wurde bei aller Verschiedenheit der Auffassungen in Einzel frag en fest gestellt, daß die Partei ebensoweit von grundsätzlicher Abneigung gegen ein positives Zusammenarbeiten mit allen bürgerlichen Parteien entfernt fei, wie fie die Unterstellung der Absicht, eine Großblockpolitik im Reiche treiben zu wollen, entschieden zurück weisen müsse. Bezüglich der neuen Ausgaben war man einmütig; der Ueberzeugung, daß die Nationalliberale Partei ihren Traditionell gemäß alles aufbieten werde, ,um die Wehrvorlagen zur Verabschiedung zu bringen. Bei Punkt 3 der Tagesordnung wurde folgender Antrags angenommen: „dem nächsten Vertreter tage den Entwurf einer Statutenänderung vorzulegen, nach welchem nur solche speziellen Vereine der Parteiorganisation angeschlossen werden können, welche ihrerseits den Landesverbänden angefchlofjen sind und nicht einen besonderen organisierten Gesamtverbatid mit eigener Spitze bilden". Ferner wurde ein Antrag angenoin men, innerhalb von sechs Äßodfcn einen Vertretertag einzuberujcn, der sich vornehmlich mit Satzungsfragen befassen soll. Die J-est- setzung von Ort und Zeit dieses Vertretertages wurde' dem Ge- schäftsführenden Ausschuß überlassen. Wie das „Berliner Tageblatt" noch.wissen will stießen in; der Sitzung die Vertreter der beiden Richtungen sehr heftig zu sammen. Die Sitzung endigte, so schreibt das Blatt, mit dec Niederlage des linken Flügels der Partei. Bassermann wurde wiederum zum Vorsitzenden gewählt, aber bei der Abstimmung erhielt er nur 79 Stimmen, während 30 unbeschriebene Zettel abgegeben wurden. Der Führer der Jungliberalen Dr. Fischer wurde nicht wiedergewählt, ebenso unterlag Dr. Sttesemann mit 39 von 112 abgegebenen Stimmen. Wa; an den Wehrvorlagen seh». Es unterliegt keinem Zweifel, daß die Heeres- und die Flottenverwaltung in den Vorlagen das angefordert haben, ivas ihnen zum Ausbau der deutschen Wehrmacht notwendig erfchicn. Aber doch nur eben das, was sich aus Grund des seligen Standes der deutschen Rcichssinanzen und unter Hinzunehmen der Beseitigung der Liebesgabe erreichen ließ, also nur das Allernotwendigste. Deshalb kann, wenn auch die Friedenspräsenzstärke des Heeres um etwa 29 000 Mann erhöht wird, von einer Durchführung der allgemeinen Wehrpflicht auch heute nicht die Rede sein, obwohl uns doch in diesem Punkte gerade das Beispiel Frank- rcichs zur Nacheiferung reizen sollte. Denn wollte man alles, was in Deutschland wehrfähig ist, zum Dienst mit der Waffe heranziehen, so würde das deutsche Reichsheer, das infolge des neuen Quinquennatsgesetzes vom Jahre 1911 jetzt eine Stärke von 586 000 Mann ausweist, um weitere 100OoO Mann emporschnellen, die jetzt der Ersatzrescrve zugeteilt werden. Von diesen nimmt die neue Heeresvorlage nun, da jvir ja immer mit zwei Jahrgängen rechnen müssen, nur 15 000 Mann in Anspruch. Auch durch die neue Heeresvorlage wird die Frage der Reorganisation unserer Artillerie nicht gelöst. Cb es zweckmäßig ist, die Geschützzahl unserer Batterien von 6 auf 4 herabzusetzen, wie es Frankreich getan hat, um der Batterie dadurch eine größere Beweglichkeit zu sichern, kann zweifelhaft sein, weil damit auf jeden Fall eine Herabsetzung der Feuerwirkung verbunden ist. Zu bedauern aber bleibt es jedenfalls, daß man nicht, wie in Frankreich, die Bespannungen vermehrt hat. Nimmt man hinzu, daß die neue Heeresvorlage weder die Ergänzung der sogen, kleinen Regimenter durchgängig bringt, noch die Ausstellung selbständiger Kaval leriedivisionen verlangt, deren Frankreich jetzt 10 besitzt, so läßt sie manche Wünsche unerfüllt. Aber immerhin find die für die jetzige Heeres- reform erforderlichen 338 Millionen Mark gut dort verwendet, wo die größten Lücken klafften. Eine Kritik der Flottenvorlage. Die .Mitteilungen deS Deutschen Flottenvereins" stellen fest, daß der Inhalt der Wehrvorlagen .auch die bescheidensten Hoffnungen schwer enttäuschen inüffc*: Die Flottennovelle nimmt sich nach der angeführten Quelle vor, zwei Mißständen zu begegnen: 1. der Notwendigkeit, in jedem Herbst ein Drittel der Besatzungen der aktiven Flotte durch Reservisten zu ersetzen und 2. dem geringen Prozentsatz der voll kriegsbereiten Sdjifie der Gesamt 'otte auszuhclfen. Beide sollen durch allmähliche Bildung eines dritten attivcn Geschwaders beseitigt werden. An sich -ein Vorsatz, der nur mit Freuden ausgenommen werden könnte, nur unterläßt das Blatt mitzuteilen, in welcher Weise dies beim ersten liebel stand geschehen soll, während die weiteren Angaben erkennen lassen, daß bis zur Fertigstellung dieses dritten Geschwaders wohl mindestens 8 Jahre vergehen werden! Also wieder eine Z u k u n f t s h o s f n u n g. Dem ersten Uebelstand könnte unseres Erachtens durch das dritte Geschwader nur in der Weise abgeholfen werden, wenn dieses im Herbst zwei Drittel seiner Mannschaften an das erste und zweite Geschwader abgeben und seinen Bestand durch Rekruten auffüllen würde. Es ist offensichtlich, daß es alsdann mindestens 6 Monate lang nur noch den Wert eines nicht kriegsbereiten Schulgeschwadcrs besitzen würde. , Der Aufbau des dritten Geschwaders soll erfolgen aus den vier Linienschiffen der Materialreserve, dem Flottenflaggschiff der Aus hoffen. Ans der Ersten Kammer. bs. Darmstadt, 23. März. Der Bericht des ersten Ausschusses der Ersten Kammer über den Hauptvoranschlag der Staatseinnahmen und -Ausgaben für 1912 liegt nunmehr vor. Der^ Ausschuß tritt den in der Zweiten Kammer gefaßten Beschlüssen bei. | Nur beim Ministerium der Justiz konnte er ftch nicht dazu ent- schlicßen, der unter Titel 3 im Hauptvoranschlag aufgenommenen Bemerkung, wonach von den vorgesehenen 137 Amtsrichterstellen! 15 nur aus den Inhaber bewilligt werden sollen, zuzustimmen.. In der Einleitung zu diesem Bericht des ersten AuSfchujns heißt» es ,rach einem kurzen Rückblick auf das Rechnungsjahr 1910,' daß gegenüber den sehr pessimistischen Darlegungen der Regierung! El iö2. Jahrgang Montag, 25. März 1912 W Gießener Ammer ?-enLPrc$I* ~ ~ V Chefredakteur:A Goetz. für die Redaktion 112 Verantwortlich für den u; 61 /■? A r ♦ *99 zIa <■ ir ** politischen Teil: August ä» General-Anzeiger für Oberhessen Anvahme von Anzeigen HöfnHnttchntrf mmS ivuaa x.. v -5? I • I f „®evid)t6|aal": K.9leu- M a nö Perla9 ®et bruhl scheu Unw.-Vuch- und Steindruckerei H. Lange, Nedattion. Lrpcdition und Druckerei: Schulftratze r. ,fi‘ ..2'ad> UN» 9 Uhr. ____________________ Bfitingen: zerniprecher Rr. 269 S-schästspelle vahuh»,Pratze ,6a. Gieszonor Staöttbeatcr* Erde. Eine Komödie von Karl Schönherr. Gießen, 25. März. Selten nur hat man in unserem Theater einen solchen Beifall gehört, wie er gestern abend dem von der Bühne scheidenden Herrn Bakof in seiner Benefizvorstellung von den zahlreich erschienenen Zuschauern nach jedem Aktschluß gezollt wurde. Ein vorlauter Verehrer des Küniuers sprach anangebradtterivcife Dankesworte unb brachte ein Hoch auf Herrn Bakof aus, dem viele Ehrengaben und Blumen überreicht wurden. Herr Bakof, der sich während seiner Wirksamkeit an dem hiesigen Theater sowohl als Regisseur wie auch als Darsteller manches Verdienst erworben hat, hatte zu seinem Ehrenabend Karl Schönherrs Erde erwählt und brachte diese „Komödie des Lebens" in einer sehr schönen, gut abgestimmten Darstellung heraus, die auch in den einzelnen Leistungen eine sorgfältige Durcharbeitung bewies. Die Komödie des Lebens, wie Schönherr das Werk nennt, die mit einer kleinen Verschiebung auch eine Tragödie des Lebens (aber nicht der Kunst- genannt werden könnte, berichtet von einem alten Bauern, der mit inniger Liebe an seinem Besitze hängt und den einzigen Sohn — der schon sechsundvier',ig Jahre alt ist — nicht an das Ruder läßt. Still und gedrückt tut der Hannes seine Arbeit, die Liebe zur Trine, die seit Jahren aur ihn wartet, ist falt und welk geworden, da erscheint an einem Markttage das Eishofbäuerlein mit seinen drei Jungen, von denen 'der älteste studieren soll, weil er — der dümmste ist, und^ hält um die Mena, die Wirtschafterin, an. Er wird auf das rzrüh- lahr vertröstet, weil das Mädchen auf den Hannes hont, der im Spiel mit den drei Kindern von seiner alten Sehnsucht nach eigener Familie und eigenen Sprößlingen gepackt wird. Er bäumt ftch -auf gegen den Druck des Vaters, als ihm befohlen wird, ein störrisches Roß beim Beschlagen zu halten, und , durch ein höhnisches Wort der Mena gereizt, geht der Alte selbst. _ Der Öuf des Pferdes trifft ihn schwer aus die Brust — er kränkelt den ganzen Winter lang, und mit gespannten Nerven warten die beiden Mägde auf seinen Tod. Im Frühjahr, als der ttste Kuckuck ruft, zimmert der Hannes eine Wiege, in die die Mena das Kind legen soll, das sie von ihm empfangen bat. >a tritt der Alte aus der Nebenstube, in der er sich den Winter über eingemurmelt hatte — reckt sich hoch auf und nimmt das Regiment wieder in die Hand. Nun geht die Mena nut denn srtshofbäuerlein, der .Alte zerhackt den Sarg, den er |id; tm 0 erb ft anfertigen ließ, zu Brennholz und der Hannes duckt stch vieder wie seither^ Tie Jahre alte Dichtung, die bei L. Staadmann in Leipzig als Buch erschienen ist, offenbart Schönherrs sichere Charakterzeichnung und seine Fähigkeiten, mit em paar Strichen ein leibhaftiges Bild von der Welt seiner Menschen zu entwerfen, sie offenbart seinen Blick für das bühnenmäßige, bühnenwirksame. Er schildert flott und sicher, der Dialog ist flusiig und nicht ohne tiefere Töne, wie sie nur dem wahrhaften Dichter zur Verfügung stehen, aber die ganze Handlung in diesem Drama wird von dem Dichter nach seinem Belieben gelenkt — es ist fast nichts zwingend, nahezu alles vom Zufall abhängig. Wenn Schönherr das Werk auch eine Komödie genannt hat, so wirkt es doch zu schwer, um die Widematürlichkeit des Vorganges und die Herrschsucht dieses alten Bauern, der mit geheimem Behagen Die Jugend um sich altem und mürb werden sieht, genügend als ungesund und unfruchtbar zu kennzeichnen. Im Vordergrund der Aufführung stand natürlich Herr Bakof, der den alten Grutz in seiner schätzbaren, klar durcharbeitenden Art mit _ einer pfiffigen Gemütlichkeit spielte, einer machtvollen Lebenslust und Heimatliebe und so dem an sich nicht gerade siunpathifchen Charakter des greifen Bauern seine beste ccüe abgewann. Eine ganz hervorragende, bis ins letzte lebensechte Mena schuf Frau B au me i st e r - F e 1 se g g: die Geste, die den Kampf mit der Trine einleitete, war prächtig ersaßt. Als Trine gab Fräulein Brehm das ansprechende Bild einer guten, treuen Seele, die das Schicksal unwirsch und bitter gemacht hat. Den gedrückten, zermürbten Hannes, in Dem plötzlich noch einmal die alte Jugend, die fast vergessene Sehnsucht nach Glück machtvoll aufsteigt, spielte Herr Bruchwiy mit sehr schönem Gelingen. Das Eishofbäuerlein des Herrn Gühne war sehr gut gegeben. Bon den übrigen Darstellern sind noch die Herren sckiröder als Lberknecht, Schn mack als Roßknecht und der auf dem Theaterzettel vergessene Herr VoIck als mittlerer Knecht, die alle sehr gut charakterisiert waren, und Frl. Scholz als Totemoeibele zu nennen. N. Sranffurtcr Heues Theater. Gastspiel von Tilla Durieux. In dem schönen, sehr vornehm au4geftatteten Neuen Theater in der Mainzer Landsttaße, das dem Schauspielhaus ernstlich Konkurrenz macht, giot Frau Tilla Surieuj vom Deutschen Theater in Berlin gegenwärtig ein achttägiges Gastspiel, das sie als Rhodope in Hebbels Gyges begann. Tie Vontellnng, die Herr Tr. Alberty mustergültig leitete, fyob das Wort des Dichters aus seinem papierenen Grab zu edelster Bedeutung und gab der machtvoll und energisch vvrgehenden Handlung einen auf» glücklichste abgefummteii Hintergrund. Tie Ausstattung, von Shakcspeareschen.Einfachheit, war auf die unbedingt notwendigen Versatzstücke beschränkt, und zwei in grün uni» violett vorzüglich! SU einander abgestimmte Vorhänge gaben der Bühne, die durch eine imrdfgefrenbe Treppe sehr klug gegliedert war, einen feinen,; wohltuenden Reiz. Etwas nüchtern mutete allerdings in bcr Schlußszene vor dem Altar die kahle Mauer an, Die in manchen Auftritten durch ein einfaches Bogenfenster sehr wirkungsvoll unter* brochen war. Hand in Hand mit dieser feinfühlig erwogenen äußeren Bearbeitung der großen Dichmng, Die wohl als die harmonischste unb grbiitc Schöpfung des immer noch zu wenig gemürbigten Tithmarschen zu gelten hat, ging die innere, den (^oigkeiiswerten des Werkes nachspürende Verarbeitung, die von unzweifelhaften^ Werten war. Frau Tilla Durieux, der voruehnllich Alfred Kerr schon manche kritische Lobeshymne geschrieben hat, und bie in Berlin als eine der tiefschürfenden, geistvollsten Darstellerinnen weiblicher Charakterrollen gilt, und sogar einen königl. preuß. Polizeipräsidenten begeistert hat, schuf als Rhodope, der engherzig in der Ueberliefenmg der Sitte befangenen Königin, eine Gestalt, die zwar der äußeren vom Dicyier verlangten Reizen antiter Schönheit in ettoas ^rmangelle, uni auch in Der Aussprache Der Tiphtonge manchmal itarf an „Provinz" erinnerte (sie sprach mitunter ein häßliches offenes ö und ein garstiges nach ei verschlissenes äu , aber in der rein darstellerischen Hinsicht eine hinreißende Kraft offenbarte. Wie lodernde Flammen kamen ihr manchmal die Wone vom schmerz ich gebogenen Mund und mit göttlich hoheitsvoller Gebärde heischte sie Sühne für ihre entehrte Weiblichkeit, deren Größe Hebbel m Gyges ein leuchtendes Tenkmal geschaffen hat. Herr A. Hellmer, em Grieche von tadellosem Wuchs, goß die feinen Verse des Dichters in eine Sprache, die voller Wohllaut und Schönheit war, und zeigte sich Dem Gaste. Dem er rednerisch überlegen war, auch als Darsteller fast völlig gewachsen, wobei allerdings zu bedenken ist, daß ihm der Tichter eine ungleich leichtere Ausgabe stellt als der Rhodope. Als Kanoaules war Herr Alberty, der, wie schon gesagt, auch die Regie führte, in seiner letzten Unterredung mit Gyges wirklich bedeutend; in den früheren Auftritten hatte er in seiner Mimik mitunter stark übertrieben, was namentlich durch eine eigenartig verzogene Mundstellung zum Ausdruck kam, woburch^auch eine unschöne Färbung feiner Sprache bedingt wurde. Sehr sein war F-rl. Go er icke als beseelte, hingebungsvolle Lcsbia und Herr A u en- zer als Thoas; auch Frl. Schaffer als Hero war vorzüglich. K. N. — Eine Ueberpflanzung des Ellbogens. In Der französischen Akademie für Medizin entartete am Mittwochs der bekannte Pariser Chirurg, Dr, Tuffier, Bericht über zwei j über die wirtschaftlichen Verhältnisse und die daraus für die Staatsfinanzen sich ergebende ungünstiae Lage der Finan^russchuß der Ersten Kammer betont hätte, daß nach dem Ergebnis der Steuerveranlagung -u solcher Beurteilung feine Veranlassung vorliege und daß man die aus der Monopolstellung der Staatseisenbahnen sich erbenden Vorteile nicht unterschätzen dürfe. Es wird dann in dem Bericht aus die günstige Entwicklung der Gemeinschaftseinnahmen hingewiesen, die nur in den Jahrei 1901 und 1908 kleinere Unterbrechungen erfahren haben. Sei. dem Jahre 1908 sind die Einnahmen besonders stark gestiegen, ! wahrend der Betriebskoeffizient gleichseitig nicht unerheblich zurück - Sing. Neben dem Zuwachs der Steuereinnahmen ist es den Überschüssen, welche Hessen aus der Gemeinschaft anteilmäßig empfing, zu danken, wenn die Rechnung des Jahres 1910 so überaus günstig abschloß, daß nicht nur in den Etat 1912 ein Ueberschuß von 2 103 487,23 Mark überführt, sondern auch der Ausg.leichsfonds noch mit 496 627,50 Mark dotiert werden kann. Tie von der Ersten ftantmcr in Aussicht genommene Steuererhöhung von 10 Prozent war also nach dem endgültige:, Ergebnis noch zu hoch gegriffen, und es wäre möglich s gewesen, mit einem noch geringeren Prozentsatz auszukommen. Diese Erfahrungen des Jahres 1910 lassen es angezeigt erscheinen, bei 'Steuererhöhungen möglich st vorsichtig zu Werke zu gehen und nur solche Steigerungen zu bewilligen, die als dauernd notwendig erkannt worden sind, denn eine Vermehrung der Staatseinnahmen führt, wie die Erfahrung zeigt, sehr selten zu Steuerermäßigungen, viel eher zu einer Steigerung der Ausgaben. Ter Bericht weist dann auf die Ersparnis hin, die durch bad Ausgeben des Ablösungsoerhältnisses mit der Reichspostver- wallung erzielt wurden. Auf diesem Gebiete ist eine Ersparnis !von über 80 000 Mark erzielt worden. Es wird der Wunsch ausgesprochen, daß es der Vereinsachungskommission gelingen möge, auch weiterhin Vorschläge zu machen, die dauernd das Budget günstig beeinflussen. Als eine besonders wichtige Ausgabe bezeichnet es der Bericht, 'bei Vermehrung der Staatsschuld für nichtwerbende Zwecke Einhalt zu gebieten. Ter Bericht schließt mit einem Hinweis auf Die Besolbungsorbnung, in dem es heißt: ,^Jn dem Hauptvoranschlag sind in Kapitel 40 (Lehrerseminarien, pädagogischer Kursus und Präparandenanstalten) und 53 (Aerztlicher Tieusl) Aenderungen an dem Tarif der Beamtenbesoldungsordnung vorgenommen worben, inbem einzelne Beamtengruppen in andere Klassen einrangiert wurden. Ter Tarif bildet einen Bestandteil des Gesetzes über die Besolbungsorbnung unb kann deshalb nur durch Gesetz abgeändert werden. Auch der Herr Staats Minister hat in der gemeinschaftlichen Sitzung hierauf aufmerksam gemacht und in dankenswerter Weise die Bereitwilligkeit der Großh. Regierung erklärt, wenn es seitens der Ersten Kammer gewünscht würde, einen entsprechenden Gesetzentwurf vorzulegen. Der Ausschuß hat demgemäß Großh. Regierung ersucht, eine solche Vorlage den Ständen zugehen zu lassen, und diesem Ersuchen wurde entsprochen." Erotzseuer aus dem windhos. Gießen, 25. März. Heute nacht wurde der „Windhos" ein Raub der Flarn- men, nachdem noch am Nachmittag ein Gießener Verein eine Veranstaltung dort hatte. Außer den massiven Umfassungsmauern ist nur noch der untere Stock von dem stattlichen Bau erhalten und das Feuer ist auch heute vormittag 9 Uhr noch nicht ganz erloschen gewesen. Mr erhielten über den Brand solgcnde Mitteilungen: Heuchelheim, 25. März. Heute nacht gegen 3Uhr entstand Feuer auf dem Windhos. Das Gebäude ,brannte bis auf die Mauern nieder. Die Bewohner Konnten noch rechtzeitig das Haus verlassen. Die Ursache des Brandes ist noch nicht aufgeklärt. Von einiger Entfernung aus bot das brennende Gebäude ein interessantes 'Schauspiel mit herrlichem Lichtefsekt. Von anderer Seite erfahren wir: Das Feuer wurde von einem Bediensteten der Kinzenbacher Mühle bemerkt, der etwa um 2 Uhr von Heuchelheim nach Hause aing. Es brannte im oberen Saal. Der Mann wollte dre Leute wecken; da er aber nicht wußte, wo die Wohnung war, holte er einen in der Nähe wohnenden Brauer, mit dessen Hilfe es gelang, die Bewohner zu wecken, so daß sie sich retten konnten. Im anderen Fall wären die Insassen vielleicht erstickt. Das Feuer sprang vom großen Saal auf den Turm .über, dessen oberer Teil umgcstürzt ist. Der Dachstuhl ist voll- fländig zerstört und der Saal ausgebrannt. Bloß die unter Dem Saal befindlichen Wirtschaftsräume scheinen unbeschädigt zu sein. Die erste Hilfe brachten die in der Nachbarschaft wohnenden Leute, bis die Feuerwehr von Heuchelheim auf der Brandstelle eintraf und zu retten suchte, was zu retten war. Heute vormittag 9 Uhr war das Feuer noch nicht ganz gelöscht. Ueber die Entstehungsursache des Bran- tdes ist nock) nickts bekannt. Der Schaden ist beträchtlich und lein größerer Teil der verbrannten Gegenstände ist nicht versichert gewesen. -gelungene Operationen, die in der französischen Aerztewelt Aufsehen erregen. Es handelt sich um eine regelrechte Knoche n- überpflnnzung unb zwar um einen einschneidenden chirurgischen Eingriff in den Ellbogen. Die beiden Operationen liegen bereits wehr als ein Jahr zurück, und da die Patienten sich einer vortrefflichen Gesundheit erfreuen, kann an dem endgültigen Erfolge de» Wagnisses nicht mehr gezweifelt werden. Dr. Tuffier chenchtete, daß er gerufen wurde, um einen 23 jährigen jungen |Manu an! Arm zu behandeln. Das Ellbogengelenk war von lAnkYlosis, ergriffen und mußte entfernt werden, weil der ganze lArm gelähmt war. Dr. Tufficr uMernahm den Versuch, die | beseitigten Ellbogenknochen durch Knoche Mecke eines anderen Pmien- tcn zu ersetzen und benutzte dabei die Fußknochen einer Kranken, Iber der Fuß amputiert worden war. Die radiographischen Auf- ^nahmen, die der Chirurg jetzt der Akademie vorlegen tonnte, zeigen, daß diese eingesetzten frentben Knochen vortrefflich eingekeilt sind: nach dreizehnmonMlichcr Behandlung ist der Pattenr .beute imstande, seinen Arm zu gebrauchen. Der zwecke Fall bezieht sich aus einen 21 jährigen Patienten, beffdt Ellbogen durch Tuberkulose zerstört worden war. In diesem Falle übertrug der Chirurg die Knorpel aus dem Sein eines anderen Patienten, der fünf Tage früher operiert worden war. Auch diese lieber* tragung der fünf Tage konservierten Knochenteile gelang vollkommen. Die Operation liegt jetzt vierzehn Monate zurück und ba Patient kann ebenfalls beute seinen Arm wieder gebrauchen. ,, -7 Kurze Nachrichten aus Kunst und Wfien- schäft. Die letzt abgeschlossen vorliegende Zählung der Stolze- iscbreyschen Kurzschriftgemeinschaft für das Jahr 1910/11 ergibt 1907 Vereine mit 75 671 Mitgliedern unb 122 756 Personen (8278 mehr als im Jahre vorher), bie im Zähljahre um errichtet worden sind. — Der Berliner Zentralverband zur Bekämpfung des Al ko Holismus (E. V.) veranstaltet vom 9.—13. Aprck 1912 wissenschaftliche Vorlesungen zum Studium des Al ko Holismus in der Universität zu Berlin. — Die Jnfer- I nationale Hygiene-Ausstellung Dresden 1911 hat einen lReingewinnvon einer Million Mark ergeben. Der Ueberschuß [fall nach einer den Stadtverordneten von 'Gelxnmim Lingne zu- Sien Denkschrift zu den auf 3 594 000 'Mark veranschlagten n des Hygiene-Museums in Dresden verwendet werden, ndc Summe von 2^, Mcklwncn Mark soll von der Staate '.regierung erbeten werden. — In Badn-Baden fand am Samstag nachmittag die feierliche Eröffnung der ständigen Kunstausstellung in Auwesenheck einer zahlreichen Kunille Schaft und ,gefabelter Mste statt. — Au» Statt und CanO* Gießen, 25. März 1912. ** Landesuniversität. Ter Assistent Dr. M i l - ler hat den Ruf nach Kiel abgelehnt. *' In Audienz empfangen wurden vom Groß- Herzog am SamStag u. a. Forstmeister BuS von Grebenau, Finanzamtmann Schnupp von Gießen und Oberlehrer Dr. Collin von Gießen. ** Das Tenkmalarchiv für Hessen in Darmstadt ist nach der neuen Benutzungsordnung Montags und Donnerstags von 3—6 Uhr, zu anberen Zeiten nur in besonderen Fällen unb nach Vereinbarung geöffnet. Vor Benutzung der Sammlung tragen sich die Besucher in bie aufliegende Liste ein und verständigen den Vorstand vom Zweck und voraussichtlichen Umfang ihrer Arbeiten im Archiv. Die Beamten des Archivs sind zu jeber arbeitförbernben Auskunft bereit. Zeichnungen, Photogramme usw. werben dem Besucher von den Beamten vorgelegt. Die aus der Handbibliothek gewünschten Werke können von den Besuchern selbst entnommen, dürfen aber nach Benutzung von ihnen nicht wieder eingestellt werden. Zu zeichnerischen Arbeiten ist in jedem Falle bie besondere Zustimmung des Vorilandes erforderlich. Das Archiv übernimmt auf schriftlichen Antrag bie Besorgung von Vervielfältigungen der vorhandenen Sammlungsgegenstände (Umdrucke, photographische Abzüge unb dergleichen) auf Kosten der Antragsteller. Aus den Archivräumen heraus wirb nur an Behörden unb zum behördlichen Gebrauch verliehen. Ausnahmen bedürfen der Genehmigung des Ministeriums des Innern. Veröffentlichungen aus den Sammlungen des Denkmalarchivs können — unbeschadet der nach den reichsgesetzlichen Vorschriften über das Urheberrecht etwa einzuholenden besonderen Genehmigungen — nur mit Erlaubnis des Vorstandes geschehen. Von jeder Veröffentlichung ist dem Archiv ein Beleg zu überweisen. Von dieser Bestimmung ausgenommen sind alle wissenschaftlichen Veröffentlichungen, bie im Auftrage des Ministeriums bes Innern erfolgen. Bei jeber Benutzung ber Sammlungsbestände ist unbedingte Schonung selbswerständlich. Für Beschädigungen haftet ber Benutzer. — Vom Kolosseum roirö uns geschrieben, baß von heute ab eine große Umwandlung dort oorgenomnien wird. Die Preise der Plätze werden nach englischem System, also sehr billig, eingerichtet, so daß der stärkere Besuch dazu beitragen muß, die Kosten der Unterhaltung zu bestreiten. (Siehe Anzeige.) -Gestohlen wurde im Laufe der vorigen Woche aus einer Scheuer am Leihgesterner Weg ein großer kupferner Waschkessel. Vor Ankauf wird gewarnt. •• Sonderbarer Schwärmer. Gestern morgen gegen 10 Uhr sprang ein angetrunkener junger Mann in dec Löbec- straße in die Wieseck und landete am anderen User. Die Polizei nahm sich seiner an und ließ ihn mittelst Droschke nach seiner Wohnung bringen. Gegen den Rausch zeigte das Bad keine größere Wirkung. — Messerstecherei. In der Nacht auf Sonntag ent- stand in der Marktstraße eine Schlägerei, wobei das Mester eine Rolle spielte. Ein Kutscher erhielt einen Stich, der die Lunge verletzte, so daß seine Verbringung in die Klinik veranlaßt werden mußte. Ein anderer erhielt einen Stich in den Kopf. ** Pferbemarkt. In der Prämiierungsliste sind einige Ungenauigteiten enthalten. ES erhielt den 3. Preis bei der Klasse 5, schwere Arbeitsschläge, Simon Kaufmamr-NieberWeisel. Bei der Abteilung 12, Zuchtstuten, erhielten die beiden ersterwähnten Preise Otto Gg. Walther-Langd für eine Rapp- sücke und Gg. Dietrich-Langd für eine braune Stute. Kreis Büdingen. ---- Dauernh eirn, 22. Marz. Heute nachmittag gegen V,2 Uhr brannte die mit Stroh reichlich gefüllte Scheuer des Landwirtes Karl Pfannstiel gänzlich nieder. Die telephonisch beorderte Wehr von Ranstadt konnte wieder zurückbestellt werden, da die hiesige Wehr, unterstützt von der Wasserleitung, das Feuer auf feinen Herd beschränken konnte. KreiS Lauterbach. ~ Ilbeshausen, 24. März. Das seit etwa Jahresfrist im Gange befindliche Projekt über Errichtung einer Privat- Resorm-Schulechei Hochwaldhausen scheint jetzt seiner Ver- wirllichung entgegen zu gehen. Dem Vernehmen nach ist bie Genehmigung hierzu von der Oberschulbehörde bereits erfolgt und die Erbauung der Schule als sicher anzunehmen. Die „Erziehungsschule Hochwaldhaufeu (Freie Schulgemeinde)", jmc die Anstalt später bezeichnet werden soll, ist als sechsstusige Refarmanstalt gedacht, bie sich allmählich zur Vollanstall mit 9 Klassen (Sstta. bis Oberprima) entwickeln unb eine Vorschule erhalten soll. Die Aufnahme der Kinder geschieht vom 7. .Lebensjahre ab für Knaben und Mädchen. Die Zöglinge werden zur Ablegung ber staatlichen Prüfungen vorbereitet unb -war für das Einjährigen-Examen einer Real- bezw. Ober-Realschule unb für bie Reifeprüfung an einem Realgymnasium bezw. einer Ober-Realschule. Das Gelände, auf dem die Anstalt zu stehen kommt, liegt über 500 Meter Hohe am östlichen Abhang des Hoherodstopses und etwa 25 Minuten vom Bahnhof Jllies- baufen entfernt. Inmitten prächtiger Buchen Waldungen werden Sportplätze jeglicher .Art angelegt werden, um auch körperliche Hebungen im Freien pflegen zu können. Der Vogelsberg erhält durch das neue Unternehmen eine wesentliche Forderung des Verkehrs. Kreis Friedberg. Lu Friedberg, 34. März. Heute nachmittag fand im großen Saale des Hotel Trapp das 4. und letzte Konzert des hiesigen MuslkoereinS (gemischter Chor) statt. Aufgeführt wurde ,Sam s on*. Saal und Nebensaal waren biß auf den letzten Platz besetzt. Die Solisten leisteten Vor- züglicheS. Der Chor unter Fritz UsingerS Leitung stand auf der Höhe der Zeit. DaS aus der ganzen Wetterau herbei- geströmte Publikum spendete reichen Beifall. Nach dem Konzert sand ein Esten statt. Starkenburg und Rheiuhesten. rm. Darmstadt, 23. Mörz. Tie auf dem Truppenübungsplatz Griesheim zusammengezogene 220 Mann starke Offizier-- Aspiranten-Kompagnie machte am Freitag früh eine achtstündige Marschübung nach dem Messeler Schießplatz, wo ein Scharfschießen mit Gefecht statt fand. Sämtliche Unteroffiziere gehen am Mittwoch wieder zur Fotts^ung ihrer achtwöchenllichen Uebung wieder -u ihren Regimentern zurück. — 207 Reserveoffiziere auS dem 18. Armeekorps sind gestern zu einer vierwöchenllichen Uebung unter Oberstleutnant Krehenberg auf dem Uebungsvlatz eingetroffen. Für die Hebungen steht eine Kompagnie bes Infanterie-Regiments Nr. 80 aus Wiesbaden zur Verfügung. Kreis Wetzlar. ---- Fellingshausen, 24. März. Großes Jntereste bringen die Gemeinden am DünSberg der geplanten Hinterland-Bahn entgegen. Tie für Samstag abend einberufene Versammlung war trotz der ungünstig gewählten Stunde von nahezu 100 Personen besucht. Gleich starke Versammlungen folgten heute in Crumbach und Frankenbach. Auch im nahen VerStal wird die Bahnfrage lebhaft erörtert; überall wünjcht man den Anschluß an Gießen. Lrrftjchijsahrt. Paris, 24. März. Tie Sammlung für das Militärflugwesen hat heule den Betrag von 2 'Millionen überschritten. Hessen-Nassau. 0 Marburg, 23. März. Heute fand unter dem Vorsitz des Landrats von Löwenstein eine Sitzung deS Kreistags statt. Ter Kreishaushalt für 1912 wurde auf 524 771 Mark festgesetzt. Ein Antrag, die vor einigen Jal)ren vom Kreise eingerichtete Wanderhaushaltungsschule, für deren Inanspruchnahme sich in diesem Jahre trotz wiederholter Aufforderung nur eine Gemeinde gemeldet hat, ein Jahr ruhen zu lafsen, fand Annahme. Tie freigewordene Lehrerinstelle soll vorläufig nicht wieder besetzt werden. Es wurde angeregt, eine gemeinsame Hrrushaltungsschule für die Kreise Marburg und Kirchhain einzurichten. Bei der Beratung des Voranschlags der K.reisbayn, der mit 87 700 Mark Betri.bs.innahmen und 80 485 M.. Bet.ittS2ug.ben abschließt, wurde diese als ein Schmerzenskind für den Kreis bezeichnet und ein Verkauf der Bahn fürs beste gehalten. Für Verzinsung und Amortisierung des Anlagclapitals sind in diesem Jahre allein wieder 4o 172 Mk. durch Kreis steuern zu decken. — Der heute in der Aula der Töchterschule abgehaltenen Schlußprüfung der Landw. Winter sch ule wohnten etwa 200 Landwirte bei. D ic unter der Leitung deS Oetonomierats Direktor Dr. Hesse stehende Anstalt hatte ir diesem Semester die vorher noch nicht erreichte Zahl vor 69 Schülern. Kleine Lageschronit. In Petersburg Tburbe der Nesse des russischen Ber- kehrsministers, der Erbauer der mittleren Teilst-cke der Amurbahn, Ingenieur Trogubow, wegen Unterschlagung verhaftet. Das aus 52 Gebäuden bestehende Dorf Saloenoch (Schweiz) ist ein Raub der Flammen geworden. 42 Familien sind obdachlos. Die Gebäude waren nicht versichert. Bei Bradford (Grafschaft Jork) wurden 10 Knabe n in einer Lehmgrube verschüttet. Sie suchten nach Kohlen. Einer wurde getötet, neun schwer verletzt. Terz> -eines § oui Lllieil in» igs G i vluiUlL n-oboM iii per 11 W Wj, 5-Zii zu vermiv xichi und ( 1. Zuli er vermieien. j gehört (Mt Dl G (ew. verfielen 3 2 bn -uuifle toobnunoi (»üitenanti M_j [22 idione gr woblluog lmier zu v $9i Mm aut Sofort 20Sß Ni 'M Hoatlni Vert den V Ä8en Aaii s SÄ büuer als ui. (harter ohne Stint fieiudL ß Kre'sangl wiener I Verst Itol (üerä iäobnanfl Familie zu Sranfin tec yiflnffl itzruchstr. । >l.Wobni lomn. Mo bl «diöB ni vermieien. Kenner, Z rchön mi wat Eiug LI Bleie r «öbl. V tiinmer zu ___(9i Dreuüst, y ötrm. Ularbi Eingesandt. Gießen. Mit gelindem Erstaunen hott man, der Platz vor dem Neuen Schloß solle gegen bie Senckenberg ft r aß e durch eine 1,40 M eter hohe Mauer abgeschlossen werden, und sieht auch schon bte Vorbereitungen dazu an Ott und Stelle im Gange. Der Platz soll ja boch wohl eine Art Schmuckplatz werden mit gärtnerischen Anlagen unb dergleichen. Schön! Warum bann eine Mauer davor, die ben Einblick jedenfalls bchemnck? Und wenn nun einmal ein Abschluß wünschenswert sein sollte (löauun eigciuhdj?), weshalb bann nicht ein niedriges GrmrbmLucrchen, worauf ein weites Ersengur er ftünbe? Man hat doch genug an der einen verhunzten Senckm- bergstraße, in der man zwischen hohen Z regel mauern wandelt, hinter deren unsichtbar bie schönsten botanischen Gärten steheu An einer kürzeren Stelle ist eine Lücke gelassen, wo man durch ein Güter vorübergehend schön hineinsehen kann, damck man recht auf den Gedanken gestoßen wird, daß es so eigemlich im Laufe der glur-cn, prachtvoll gelegenen Straße sein sollte. Die Mehrtosten eines durchlaufenden Elsenzauns hätte man damals wahrlich nicht scheuen sollen, und nun will man ebenso auch die Aussicht aus den Platz behindern? Denn eine so hohe Mauer, wie geplant, hindett Heinere Saite schon genug und kann auch im ganzen nur unschön wirken. Sollte bas nicht noch zu ändern sein? H. Hantel. X. Gewerkschaft Gießener Sraun ft einberg» werke tiorm. Bernie. Der in der Gewerkenversammlung am 16. März durch den Grubenvorstanb unb bie Direktion erstattete Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr liegt jetzt im Truck vor. Er stellt fest, daß Ende Februar b. I eine langsame Besserung ber wirtschaftlichen Lage eingetreten sei unb die gute Konjunktur Anfang März auf ber Höhe war. Die Entwicklung sei burch den jetzt abflauenben Kohlen streik unterbrochen worben. Es ließe sich nicht sagen, daß nach Beendigung des Streiks bie wirtschaftliche Lage ihre Aufwärtsbewegung fortsetzen wird, wahrscheinlich aber sei es. Der Absatz der Erze ber Gewerkschaft ging im Berichtsjahr ohne Störung vor sich unb überflieg den Verfanb von 1910 um 20 Prozent. Da 1911 nur 8 Proz. mehr gefordert wurden als im Jahre vorher, so ergab sich eine Verminderung der Vorräte des Werkes um etwa 40 Proz. Im letzten Jahre waren im betrieb die Tagebaue 1, 2, 3 unb 8 westlich, 9, 10, 16, 16 a, 18, 21 sowie ber neu eröffnete 22 unb bie unterirbischen Betriebe. Der Betrieb 9 würbe tm Sommer aufgegeben, da er erschöpft ist. Wie im Vorjahr, konnte auch im abgelaufenen Jahr bie Belegschaft die normalen Attests- schichte.: verfahren, zeitweise, besonders im unterirdischen Betriebe unb am Verladewerk mußte mit Ueberstunden gearbeitet werden. Beschäftigt waren im Durchschnitt 547 Mann (508 in 1010-, von denen 151164 Tagewerke zu 10 Stunden geleistet wurden. Hiervon entfallen auf die eigentlichen Hauer in den Gruben 94 968 Tagewerke, während der Rest auf das Verladewcrk, die Werkstätten, die Agglomerieranlage, daS Fuhrwerk usw. entfällt Da bie Gruben im laufenden Jahre jedenfalls einen außergewöhnlichen Versand haben werden, wurde 1911 im Tagebau verstärkt abgeräumt unb der Tagebau 22 in Betrieb genommen. Diese außergewöhnlichen Vorrichtungsarbeiten erforderten erbeb- liebe Mittel, die vorn betrieb getragen wurden, womit der geringere Ueberschuß des Werkes gegenüber dem Vorjahr erklärlich wird. In der Agglomerieranlage wurden 1911 nur 12 654 Tonnen Agglomerat hergeftellt Die Aufschlußarbeiten wurden fortgesetzt und ergaben zum Tell überraschend gute Ergebnisse. Ter Grubenvorstand bemerkt in dem .Bericht: Wenn auch die Nachfrage nach Manaanerzen ltthaft geworden ist, so Haden doch die Preise dafür sich noch nicht im gleichen Verhältnis gebe sett: die ausländische Konkurrenz ist außerordenllich stark, unb eS bedarf der größten Umsicht der Abnehmerin der Eisenerzgesell chast in Frankfurt a. M. und der Verwaltung des Bergwerks, um die Produktion zu guten Preisen unterzubringen. Nach wie vor gereicht das Vertragsverhältnis mit der Eisenerzgesellschaft der Gewerkschaft zum Votteil und zur Sicherheit bes Betritts. WetterauSstcbten in Hessen für Dienstag, den 26. März 1912: Wolkig, bud? meist trocken, müb. setzte Uacbricbten. bs. Darmstadt, 25. März. Heute früh fand eine außerordentliche Sitzung der drei Minister statt, die fÄ bis nach 12 Uhr hinzog. Wie verlaufet, handell eS sich um die letzten Beratungen über die Besoldungsvorlage. MotorWfr£en Fahrräder ----iMmwrY—7-- Preisliste. Man verfange Antomohüvertreter: Wilh. Hamel Gteflen, Bleichste. 7 s5 Rüsselsheim^M- Vermietungen 6 Zimmer Ter zweite Ttoct meines Hauses, G Simmet mit allem Zubehör, Warten- anteil mit Bletchvlatz, per 1. Avril au vermieten. 80 (farl ftrailina, LÜd-Anl. 22 6 Zimmer i l .mm. ' tua mcm.-vauicv Scltersweg 35,5-Simmer- hfobnun« m. allem Zubehör, iit ocr 1. Juli au vermieten. 1723» M. Levi, DeUerSweg. BUwilölgirttit. 608] 5Zimmcr-4Vobuuug zu vermieten per 1. Avril. ___________Neustadt 7n. 5 Zimmer, Licht und allem Zubehör, p. 1. Zult er. eventU früher au vermieten. 12121 Schott, Wabnbofftra fee, f^rfe Wolkeugafle 27 L | 4 Zimmer Ü24th 4-Ztmmerwoh». au vermieten Uaiier-Allce iS. 3 Zimmer . uuiae Xieute d*3immer- toobiiuua (pari.) mit grobem Oiaitcnanteil zu vermieten. 2039] Schöne Aussicht. 2 Zimmer | Schone grobe 2 Zimmer wobnuug per 1. 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Steinmetzeiche, Hungert, Am Steteseld und Stete- rain öffentltch mciitbictenb verkauft werden: Eichen: 50 Stämme 1.-4. .Ql. von 2,6-7 Mtr. Länge, 30—66 Ztm. Durchniefser mit 31,<6 Fstm. — vorzügliches Schreinerholz —, 41 Stämme 5. Klasse von 3—8 Mtr. Länge, 17-27 Ztm. Durchmesser mit 9,05 Fstm. 7 Nm. Nutzscheit 1. .QL, 1 Mtr. lang — Küserholz —, 23 Rm. Nutzscheit 2. Kl. in Nollen, 2,5 Mtr. lang, 15 Rm. ÄtutzknüvpeL 2,5 Mtr. lang, ca. 33 Rm. Scheit und Anbruch, 25 Rm. Stammknüppel, ca. 20 Rm. Astknüppel, ca. 270 Rm. Reitz 3. KL m : Buchen: ca. 33 Rm. StammknüppeL, ca. 350 Rm. Reis 3. Klasse. Fichten: ca. 589 Stämme 3. unb 4. Kl von 6-14 Mtr Länge, 13-27 Ztm. Durchm. mit ca. 133,68 Fstm., ca. 1856 Stangen 1.-7. KL (gute Bohnenstangen«, 3 Rm. Scheit, 12 Rm. StammknüppeL Tas Porbczeichnetc Holz lagert nnr 3 km von der Bahn unb ist gut anzufahren. Der Herr Förster Keller in Caldern erteilt auf An suchen nähere Auskunft über die Hölzer. Zahlungsfrist bei Stellung bon Bürgschaft bis 1. November 1912. Marburg, den 23. März 1912. D"/, ___________Königliche UniversitätS Kasse.___ ÄuMßcMsit Ht6 toiHgtl. ithilttKrtiaü zu Gießen Eingetr. Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Bilanz für das Jahr 1911. na w ■ attonni ffi M eü MB! und Blattstern feinste Sternen Den . und Violetstem hochfeine StemvoUe» OtibStern und Braunstern alad die besten Konsuro-Slernwollen I bnnqWl« nrta ■# "md dtnk* »4er =w 4* erael. Sternwoll-Spinnerei, Alioaa-Bahrenfeli Sämtlich. Farben Wbodtlllmksiirbtil ^elfarben.Pinfel.Parketl wachs unb Stahlspäne in bester Qualität empfiehlt Optima Fahrräder w -X Rst we «e£t*rtre8ee*T /aS.—s 6U< e. bewertet- Ws mil Firma liefert billigst die Brühl’sete Universitäts-,Buch-und Stehi- druekerei, Gießen, Schulstr. 7. Zn haben bei J. EL Fuhr, Julius Schulze und Friede. Teipel in Giessen und bei Job. Herrn. Schmidt I in Lieh. Central-Drogerie Central-Drogerie Marktstrasse 9 v"/. Pfirsiche, kaliforn. Pfd. 70 !! ,1 !! !! 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SO, 110 , vor der Verlegung des gesamten Geichflffsbefriebes in meine neu« erbauten Husftellunflshdufer Hfterweg 47, Zteinltrahe 56, 58 und 60 D so bet vormi! um, w Kaiser am S Festsch' fünft i Lahch geschim Sahnst' roeilent gesund! des bei mr in und bei bis Gäi gesunde brunnei Wh sogen. beide ganz e geleitet appart« nuten i auf das aus Pet ilußerde Maria i stattete i 2ankbesi jjn intiö Theresier Jdnffltm litt 20 I. tt 40 Sperrsilz 60 Mi intonier des Pu! eines ö Lalonm Dator, d übrigen staltete Prinzen Luise eii die prii errichtet der deut Erzherzc kompagr das Zell begrüßte Fürstlich des Reg lttzherzc unter de brunner Mischobfi, schön sortiertPfd. 60,50,40 , Kranzseigcn Pfund 30 „ SHHie* Cielei Dir.: Hermann Stelngeetter. TieuStaa, 2*. Marz 191« abrnbe 8 llbr: Ll.Dienötag-Äbonn.-Vorstell. Gewöhnliche Preise . Neuheit! Reuheit Die lüof fraeMer Lustspiel in 3 Auszügen von Carl Röhler. Ende 10V« Uhr. Kolosseum Direktion: Karl Ohm. Walltoretraewe 36—38. 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Boxcalf und ohne Lackkappen. und Chevreau. Für Wirte 1 Kegel 002477 1«-Pockbolzkegelkngelll I Morrtz Greaori L Sohn. Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. A wurde heute eingetragen: Die Firma Wagener & Volk zu Großen- Linden. Gesellschafter sind: Johannes Wagener, Fabrikant in Großen-Linden, Wilhelm Volk, Fabrikant in Klein-Linden. Die offene Handelsgesellschaft be- ginnt am 1. April 1912. xr»/ Gießen, den 22. März 1912. _________Großherzogliches Amtsgericht.__________ Bekanntmachung^ m,..Don den von dem Lberhesnschen Verein für Innere Mljsion für die Herberge zur Heimat dahier auSgegebenen 4/oinen Schuldvcrtchretbungen wurden gelegentlich der iicutigcn, bet Großh. Polizeiamt vorgenommenen Aus- losung die nachstehenden Stücke zur Rückzahlung gezogen: Llt- A Nr. 17, 29, 3/, o4, ;>ß, 58, 69, 70, 93, 97, 160, 175, 177, 187, 198, 200, 213, 230, 330, 350 — 20 Stück ä 50.— Mk....... 1000— Mk Lit. B Nr. 20, 26, 39, 42, 48, 91, 116, 117, 140 149 = 10 Stück ä 200 Alk. = Mk. . , 2000.- „ Wir brMgen dies hiermit m?"'d?m ^AMÜ^en ff. sl J*cv Interessenten, dan die Stücke de> Mrttcldcutfchen Ereditbank, Filiale Gienen, zur Einlösung gebracht werden können. Gießen, am 22. März 1912. d»/3 . „ , Der Vorstand deS Qbcrhes„schcn Vereins für Innere Mission __zu Gießen. zinal - Seife, ä St. 50 Pf. (15 °'o tgl und ILO M. (35 % ig, s^rkste Form) einlrocknen laßt, schäum erst morgens abwatchen u. mit Znckooh- Creme iä 75 Ps. u. 2 Md nachttreichen. Großartige Wirkung, von Tausenden be« nötigt Au haben in der Uni versitats Avotbeke, Hirsch Avotbcke, bei Aua. Noll, b. eeibcl, W. fttlbingcr, £ ?rbyj,^lRarn' Ernst Noll u. W. Schrader, Trog. lsP/9 Seftrausch dem Tagcbuche einer Chansonette. Amerikanisches Großstadt- Drama in drei Akte« von Wedelbo und RaSmnsen. 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ZchadeWllgrabe Bahnhofstraße 26 — Telephon 186 Neu eröffnet: Ludwigftraße 30. Prompter Versand frei Hau«. a« Ban- unö NiltzhoWerßeigmng. Freitag, den 29. März 1912, von V.ll Uhr vor- ''""^ nb, wird m der Gastwirtschaft zum PoslhäuSchen sämtliches in den Fornwarteien Sichenhausen, -vurkhardS, Cichelsachsen, Wingershausen und Kilians- Herberge der Cbcrfdritcrei Scholten angcsallene, noch nicht verwertete Ban- und Nutzholz der 1912er Holzernte versteigert: - L Stämme. .245 Stiikt — 17.^» r>m. und zwar 79 Stück " K 5,b- KL b, ^tuck = 52 Fm. 5a. SIL, 16 Stück 4«lÄL,o-:t0,(£l.üd “ 41 i>m. 3. KL, 3 Stück 2-, Kl- Lärche 3^-tiick 1 Fm. 5. KL Kiefer l Kl. Elche 134 Stück — 46 fitem unö 4’üar 97,Stück = 27 Fm. G. StL, 24 Stück = 11 Hm" 6 81” ’oÄ 27 Stück =4 ftm. ». KL, 3 Stück = 2 0m. 5. KL Aborn 1 Stück = 0,12 Fm. ?' Ä" = 0/49 &m. 5. KL, 1 Stück = 0,45 Sm. 9 Ä" nT"ck = fi51 Fm 3. Kl. Buche 3 Stück = 3 Fm. X 6 ®tücf «=> 7 Fm. 3. KL, 5 Stück •= 2,5 ,>m. 4. Kl 1 ^lück — 0,61 Fm. 3. StL, 2 Stück - 0,34Am A..QL, 4 Stück = 1.22 Fm. 5. Kl, 4 Stück = 1 &nC a Sl 1 ^u.ck = o,:35 »m. 4. KL, 1 Stück-0,22 Fm = 0,87 ® *6.7m. ® = 0,23 öin< a ftL Erle 3 Stück II. Derbstariefen. 198 Fichte l.tkl. = 18 Frn. und 144 Fichte II. Kl. ' ^0 Elchen I SU. = 3.13 Km. 6 Aboru I Kl ,,0'F Crm. 8 Buche >-Kl. = 0,25 Km. und 16 Buche II. Kl. — 0^0 Km. 3 Manbolder I Kl. 0,11 Km. UI. Nutzscheit rm: ^Kiefer.' IV. Nutrtnüppel rm: ,, ? Aichte I. Kl. und 6 Fichte 11. Kl., 50 Eiche ^llmtlich 3 Mtr. lang» und 1,15 Fichte = 1,5 Mtr. lang. Nähere -ludkunst erteilen die Großh. Förster Bina zu Orscha,lS KlltanSherberge bei Schotten und Sauerwein zu Burkhards lPvü Gedern) - Korstw. Kiliansherberge brzw. Burkhards — und die Korftwarte Strauch zu ^lchenhamen j.t'oft Gedern), Gritsch, Eichelsachsen tVost schotten und Schott zu schotten — Aorüwarteien Sichen- bansen bezw. Etchclsachsen und Wingershausen. — Sie Genannten zeigen auch das Holz bei rechtzeitiger Mit- teiuing vor^ 2.nmmerverzeichmsse werden von der unterzeichneten Stelle koüenlvs geliefert. Schotten, den 18, März 1912. Eroßb. Hesi. Qbersörsterei Schotten. ____Seidel.d»/3 a oiitdemHerz^ kiifdtrCe11^ die Fussbekleidung der vornehmen Welt „Herz“ 0g5O Spezial-Stiefel | " Mk. in schwarz und farbigen Boxcalf und Chevreau für Damen und Herren. o» *2*5- llfo y 3 I/O