oleum Deg4? sus kippet, die zeigen müssen, ob man nicht etwa in der Umgebung von Obernhain, dem Fundort keltischer Münzen, oder Wehr heim, der Fundpelle schöner La Tönc-Armbänder, die Liedetungen der Urbewohner oder germanischer Zeitgenossen zu suchen hat. In Berbindung mit diesen Forschungen bedarf die P r e u ß e n s ch a n z c, südwestlich vom »kastelt, einer gründlichen Turchgrabung, da man diese Stelle sur die älteste römische Niederlassung im Saaldurgpassc anzusehm pflegt. Gleich große Aufmerksamkeit ist dem unmittelbar an der Restauration belegencn germanischen Rosengarten zu scheuten, in dem anscheinend ein römischer Massivbau steckt, ferner dem Ring walle derGicketsburg, der allerdings hessischer Besitz ist. Die zerstreut im Taunus liegenden W a l d s ch m i c d e n und Schlack en Hügel mit ihren vielen mittelalterlichen Scherben sind bis heute unberührt. Weitere Probleme sind die Feststellung dec Grenzen des Reichswaldes, der Hohen Mark, in dessen Besitz sich 40 Gemeinden des Riddagaus teilten, die Erforschung der Wüstungen des Taunuslanoes, und endlich bic Untersuchung des Limes, der ja immer wieder den Rahmen zur Loalburgforschung abgibt urid von dieser nicht getrennt werden kann. Mit dem Pfahl- qraben ist auch die Untersuchung der Türme und Zwischen- tanellc auf der Strecke rtapersburg bis Zugmantel, mit den üastellen Alteburg-Heftrich, Feldberg und Zug- mantel wieder aufzugreifcn. So ist beim Feldberg- lastcll eine Wiederherstellung der zerfallenden Mauern und ein Schutz des gesamten Gebietes von zwingender Notwendigkeit. Erfreuliche Ergebnisse brachten die Ausgrabungen am ftaitcll Zugmantcl. Tiese planmäßig betriebenen Untersuchungen an dem Taunuslimcs verhießen jur die GcsamtlimesForschung mit der Zeit reiche Ausbeute, vor allem aber sichere Grundlagen für die zum Teil noch in der Lust schwebenden bisherigen Ergcbin.se. Diese sollen luru) Ausgraoungen im Hinierland des Limes ergänzt werden, so daß sich der Attionsradius der Saalburgforschung verschollene polarsorscher wiedergefunden. Das Komitee für die Alabama-Expedition, die im Jahre 1909 unter Führung des Kapitäns Mikkelsen nach Grönland abging, erhielt heule an Telegramm aus Aalesund, daß Kapitän Mikkelsen und der Maschinist Iversen, die Mitte 1910 die übrige Expedition verließen, um Grönland zu durchqueren, und seitdem verschollen waren, glücklich in Aalesund eingetronen sind. Als der Fangkuller „Sjoeblomslen" sie sand, ähnelten sie mehr Tieren als Menschen. Eine Holzüange auf der Walroßursel mit der eingeschnitlcnen Jahreszahl 1912 brachte den Kapitän des Kutters zuerst aus die Spur; er folgte ihr bi- zu der Hütte, die Mikkelsen und Iversen erbaut hatten. Als er anklopite. kamen beide heraus, fast nackend, die Gewehre mit gespanntem Hahn in der Hand, weil sie glaubten, es feien wilde Tiere vor der Tür. Pienschen hauen sie nicht erwartet. Sie hallen reichlich MuniLon und konnten sich also Lebensmittel versckiaisen. Mittelst soll sehr krank gewesen sein, so daß Iversen ihn auf einem Schlitten über hundert Malen wett ziehen mußte. Die beiden Polarfahrer halten sich letzt bei dem dänischen Konsul in Oerskog auf. Kapitän Mikkelsen ist bereits von einem Mitarbeiter der „Asien Posten", die in Ehristiania erscheint, interviewt worden. Er gab an: Am 10. April 1910 verließen Mikkelsen und Iversen die übrigen Teilnehmer der Expeoilwn auf 76 Grad nördlicher Breite. Sie gingen auf beschwerlichen, lebensgefährliche» Wese» Die tage in der Türkei. Ter ehemalige Großwesir Fc rid Pascha ist zum PTalib c n t c n des Senats ernannt worden. Der Finanzminister Zia Pascha hat das Ministerium des Innern übernommen. An seine Stelle im Finanzministerium ist das Mitglied des Finanzreformausschusfcs Abdul R a h m a getreten. Tic j u n g t ü r ki s ch c n Offiziere haben sich zu einer Liga: „Militärgesellschaft für den SchutzdcrBer- assung" zusammenaeschlossen. Eine Abordnung der Liga überreichte dem Kriegsminister die Forderung nach rücksichtsloser Bestrafung der Militärliga. In einer Kundgebung an den Kammerpräsidenten erklären die Offiziere ihre Bereitschaft zur Verteidigung der Volksrechte gegen jeden Angriff. Ein Tagesbefehl des neuen Marinern i n i st e r s legt den Offizieren und Mannschaften der Marine brüderliche Kameradschaft und die Fernhaltung von politischen Kämpfen ans Herz. Die Frage der Kammerauflösung wird ständig weiter erörtert. Ein oppositionelles Blatt rät der Regierung, unverzüglich vor der Kammer zu erscheinen und diese auf Grund der seinerzeit der Pforte gemeldeten Wahlexzcsse als ungesetzlich konstituiert zu erklären, die betreffenden Deputierten zur Nieder- legung ihrer Mandate aufzufordern, die Kammer aus- zulöscn und die Neuwahlen auszuschreiben. Die albanische Mission unter Akif Pascha, dec angeblich krank war, ist in Pristina eingetroffen. Sie wurde auf allen Stationen begeistert begrüßt. Das Lager der Arnauten erstreckt sich bis drei Kilometer vor Pristinu. In der Stadt, wo die Mission mit Hochrufen auf den Sultan empfangen wurde, erschienen der Mutessarif und der Kommandant zur Begrüßung. Tie Pforte hat die Reservisten aus den Dardanellen und Smyrna enttassen, weil England eine Versicherung abgegeben hat, daß Italien sich in Zukunft jedes Angrtffs auf die türkische Küste enthalten werde. Der deutscheBotschafter Freiherr v. W a n g e n- heim ist in Konstantinopel eingelroffen und übernahm die Geschäfte der Botschaft, beginnen amMonn.' nli, abends S’ .lü- iercm Nereinözir^ ; fs Ebel einen *(|crfarN amen u. fotv. » It G Mk.l und tir ■ ,6 \vx Maschinn schreiben it Teilnehmer ante» igerkursub unb ■ IW r (Honorar 2 INA IW ,ngen nlsbaldan Lcl71| sh, Mühlsttallc ZU. IN eginn des Unterut' || lsb. Ltenogravdki cein Eicken IE. 2- gegr. M- Die Bestrebungen des Deutscden Monistenbundes seien im wesentlichen darauf gerichtet, die t«estebeiideii Monfrif?ortnt, ms- befonbcrc die öifenilicb anerkannten ReligionSgemeinftyaften zu bekämpfen. Ter S 12 des Reicksrbfä-aflssteuergefetus beaunngc jedack) gerade die öffentlich anerkannten Rcligivno iefcMclicnten und deren Zwecke Taraus ergebe sich mir zwingender Notwendig' keil, daß es nid»t in der Absicht der gleickxn t^fetzesbeNimnmna gelegen sein iönne, diese Begünstigung auch solchen Benrebungen zuzinvenden, weldie die erwähnten Rekigionsgescllfchaften und deren Zwecke bekänipfen, und daß eS daher auch nickn angängig sei, solche Bestrebungen als gemeinnützig im Sinne des 8 12 be5 fflcttW erbschaftssteuergefetze- anzuerkennen. „Hiernach hat," io schließt der Erlaß, „die Regierungsfinanzkammer das weitere zu ver- anlaffcn und die bisher zu wenig erhobenen Erbschaftssteuern nach fordern zu lassen". _ . . Wir sind feine Verfechter deS Monismus, aber dtese Begründung des bayerischen Finanzministers ist doch höchst merkwürdig. Wie man mit Worten ein System bereiten kann, das wird hier wieder einmal trefflich bewiesen Man lönnte vielleicht darüber streiten, ob Monisten- und Kepler- Bund die erwähnten Begünftiglmgen beanspruchen können, sicher ist aber dieses Hineintrageit anderer als rechtlicher Gesichtspunkte gänzlich unzulässig. ______ lassen, in denen Primärwahlen über die Ausstellung der Elektorenkandidaten entscheiden. Und Teddv versteht sich nicht minder auf die Jagd nach Stimmen, wie auf die nach wilden Tieren. Man hat als Abzeichen der neuen Partei das Bandana-Taschettluch, das beiaunte bunte Sack- tüchlein des einfachen ManneS, gewählt. Möglich, daß tic neue Partei, die zu ihrem Konvent die Fortschritt lichen aller Parteien ladet, die Smnpathien bc* einfachen Mannes gewinnt. Aber die einfachen Leute machen in Amerika keinen Präsidenten, vor allem teilte Präsidentenwahl, bei der ungeheure (Mbiununcn anfgewandi werden müssen Und aus welchen Quellen sollen sie Roosevelt fließen? Eines wird er aber wahrscheinlich erreichen, daß die „Grand old partn", die so oft aus der Zerrissenheit ihrer demokratischen Gegnerin Nutzen gezogen hat, nun vom gleichen Schicksal heimgesucht wird. . Gleichzeitig ist eines sehr wahrsch inlich geworden, daß zum ersten Male feit 1824 die Wahl des Präsidenten durck) das Repräsentanten l>aus geschehen muß. Wie wir schon früher eingehend darlegten, stimmt das amerikanische Volk nicht direkt für seine Präsidentschaftskandidaten, diese werden vielmehr durch Wahlmänner („eleetors") auSgewählt, die durch Urwähler zu bestimmen sind. Diese Wahl- männer, deren eS für die nächste Wahl 532 geben wird, sind der Verfassung zufolge an keinerlei Weisungen gebunden, sie können ihre Stimmen irgend einem Kanoidaten geben, selbst solchen, die nicht nominiert wurden Der Theorie nach sind sie vollständig frei, in Wirtlichkeit aber werden sie auf die von ihrer Partei ausgestellten Kandidaten verpflichtet. Die Wahlmänner kommen in jedem Staat gesondert zusammen, um ihre Stimmen für die von ihren Urwählern gewählten Präsidentschaftskandidaten ab- zugeben. Das Ergebnis dieser Abstimmung wird nach Washington gesandt, wo in einer gemeinsamen Sitzung beider Häuser des Kongresses die Feststellung der Stimmen stattfindet. Nur wenn eine absolute Mehrheit aller abgegebenen Stimmen für einen Kandidaten abgegeben worden ist, hat die Wahl einen Präsidenten ergeben. Sonst wählt das Repräsentantenhaus — dabei hat jeder Staat nur eine einzige Stimme — den Präsidenten, aber nur ans den drei Kandidaten, die die höchste Zahl der Stimmen von der Gesamtheit der Wahlmänner, also vom sog. Elek- toral-Kollege, erhielten. Zu diesen drei Kandidaten rechnet man Roosevelt, ailf den man 150 Wahlmännerstimmen er- hosst. ________________________________________ ohttranc 9. ! politische Lagesschau. Ter bayerische Fillauzmimster und der Monismus. Der "bayerische Finanzminißer v. Breunig ist gegen den Monismus zu Felde gezogen. Die Regieruirgsfinanz- fammer von Oberbayern hatte nämlich unlängst entschieden, daß der Deutsche Mornstenbund ebenso wie der Kepler- Bund, dem die preußische Regierung schon das Steuer- Privileg zuerlannt hat, zu denjenigen gemeinnützigen Vereinen zahle, die für Vermächtnisse uns Schenkungen Steuerermäßigung nach dem Erbschaftssteuergejetz vom 3. Juni 1906 beanspruchen können. Das „Monistische Jahrhundert hatte mit ebenso großer Freude wie die uUramontanc „Augsburger Posizcitung" mit Enttäuschung und Betrübnis von dieser Entscheidung Kenntnis genommen. Nun ist aber das tleritale Blatt heute, wie wir der „Frls. Ztg." entnehmen, in der gliicklichen Lage, mitteilen zu können, daß der „Triumpl-gesang der 9Jtoni|ten" verfrüht war, denn bereits am 20. Juni d. I. hat Finanzminister v. Breunig an die Kreisregierung von Oberbayern und an sämtliche übrigen Regierungsfinanzlammern einen Erlaß gerichtet, wonack) die Entscheidung der voerbayerischen Regierungs- fiiianzlammer n i ch t a u f r e ch t e r h a l t e n werden könne. In der Begründung dieses Erlasses heißt es:___________ Die „Partei des männlichen Lichr". „Amerika, du hast es besser als unser Kontinent, der alte, hast keine verfallenen Schlösser und keine Basalte" — so feierte einst Goethe den neuen Erdteil. Ob sein Lob für Amerika, das in lebendiger Zeit durch fein unnützes Erinnern, durch keine Romancik gestört wird, heute ebenso erklänge? Das Land, dessen Unabhängigkeit Benjamin Franklin und Georg Washington erkämpften, hat ganz erstaunliche Fortschritte gemacht. Wohl nirgends kann die Industrialisierung, kann die Entwickelung der Technik iveitcr getrieben fein. Häuser von schwindelnder Höhe nwrbcn in New Äorks Straßen, in denen jeder Quadratmeter Raum fast Goldeswert erreicht hat, errichtet, die gewaltigen Miss erfülle des fJHaflara find eingespannt in den Dienst der Indu ftrie. Und während die Kinder Uncle Sams unter dem Glanze des Sternenbanners daran gingen, die reichen Na- lursckfätze des weiten Landes auszubeuten, da haben sich die Dinge doch ganz anders entwickelt, als das Dichterauge des großen Olympiers in Weimar es vorausschaute. Hat es „das Land der unbegrenzten Möglichkeiten" wirklich so viel besser, als »vir? Wir wollen gar nidjt an den Kampf der Polizei in New ?)orf gegen Gcscü und Recht erinnern, an diese Polizei, die sich von Spielhüllenbesitzern und Gastwirten jährlich Millionen an Bcstcchungsgcldcrn zahlen läßt. Aber diese Hermandad, die einen unbequemen »rronzeugen auf der belebtesten Straße der 5-Millionen Stadt ruhig in Mrahams Schoß spedieren ließ, steht unter dem Schutz einer mächtigen politischen Partei. Gegen die Bosses dieser Partei ist der Staatsanwalt, ttric er selbst zu gestand, ohnmächtig. Wer wird den Kamps gegen die die Nüoral korrumpierende Parteiherrschast ausnelstiwn? Etwa der kühne frühere Anführer der Rauhreiter? Roosevelt hat ja angekündigt, daß er den organisierten Diebstahl, die Vergewaltigung und Ausbeutung der Massen zugunsten der Trust-Magnaten unterdrücken will, er hat es an den jhestigsten Besehdungen und Beschuldigungen gegen feine wichtigen politischen Freunde nicht sehlen lassen. Teddy und Taft haben die politische Arena in einen Kampsplatz verwandelt, auf dem statt der Schwerter die Schimpsworte sausen. Noch kann man nicht entscheiden, wer von beiden als Sieger hervorgeheu wird. Vielleicht, je ziemlich wahr- jcheinlick) werden beide vergeblich um die höchste Würde, die das freie Volk der Vereinigten Staaten von Nordamerika zu vergeben hat, ringen. Bisher ist nur eines erreicht: die Geschlossenheit der „Grund old Party", der republikanischen Partei ist gestört. Roosevelt, dem angeblich nichts weiter am Herzen liegt, als das Wohl seines Vaterlandes, will mit einem eigenen Wahlzettel vor die Wählerschast treten. Noch ist das genaue Programm für feinen „National Progressive Party" oder — wie sie inossiziell, aber packender genannt wird — die „Bull Moose Party" (die „Partei des männlichen Elchs") nicht gefunden. Aber ,'chon tritt fic in bewußten Gegen jatz zu den Interessen der HochschutzzöKuer, ö;e von ihren enormen Gewinnen einen erklecklichen Teil zum Schmieren der Wahlmaschine Tafts abgeben. Roosevelt hat seine neue Partei als eine selbständige politische Organisation gekennzeichnet, deren Zweck in der Forderung und Sicherung sozialer unb industrieller Gerechtigkeit, sowie politischer Freiheit besteht. Es fragt sich nur, was man alles in diesen weiten Rahmen hlneinpacken wird. Erst am 5. August tritt der Konvent zusammen, um das genaue Programm der neuen Partei auszuarbeiten. An werbeiiden Vorarbeiten für fic hat man es nicht sehlen lassen. Und Roosevelt, einst der vollstumlichjte Mann der transatlan- tisck-en Republik, schickt sich bereits an, neue Anhänger zu werden. Seine Ueberredungstunste will er zuerst in Kansas, Iowa, Michigan, bann in allen anderen Staaten spieleii demnach westlich bis zum Jugmanteltaftell erstreckt unb als Arbeitsgebiet ben Lbertaunuskreis, einen Teil bes Untertaunuskreises und den K-rcis Usingen umsaßt. Zunächst kommt für die Arbeiten das alte Kulturland in der Umgebung von Homburg, Gonzenheim, Friedrichsdorf, Seulberg, Oberstedten und Lberurjel in Angriff. Mit der Tätigkeit draußen hat natürlich die Einrichtung des Museums gleichen Schritt zu halten. Das ist in großen Zugen das bevorstehende Arbeitsprogramm, das die Saalburgforschung unter Jacobis bewährter Hand sich gestellt hat, auf lange Zeit eine große und lohnende Aufgabe und gleich wichtig für die Frühgeschichte des Nausiauerlandes wie für die weitere römrsch- gcrmanifche Forschung. Heuere Ausgaben der Saalburgsorschung. Aus Homburg v. d. H. wird uns geschrieben: Wenn Auch feit 10 Jahren mit größter Planmäßigkeit an der Durchforschung der Saalburg und Ihrer Umgebung gearbeitet worden ist und Fragen gelöst wurden, die man vor wenigen Jahren noch für unentwirrbar hielt, )o harren der Forscher doch noch zahlreiche Arbeiten von hervorragender Bedeutung, über bie sich Baurat Jacobi (Homburg) im letzten „Saalburgjahrbuche" in fesselnder ujeifc ausläßt. Im Mittelpunkte der gegenwärtigen Grabungen steht bie Untersuchung von zwei kleinen Schanzen vor dem östlichen Tore, durch die der Limessorschung gcuiz neue Perspektiven gegeben werden. Diese Ausgrabungen sührten zu einer Reche wichtiger Entdeckungen. Tie schanzen sind die frühesten Befestigungen des Saalburgpajses,- ihre schwierige Freilegung war von hoher wiifenichaftlicher Bedeuluna, da sie in enger Beziehung zur vorbeiziclienden Römerstraße Saalburg-5?cdder.iheim stehen. Dem Gebrete westlich vom Kastell ist jetzt erneute Aufmerkfarnkert geschenkt worden; vor allem soll Die Umgebung Der V i11a wegen Der übcmnanDcrliegenDcn BauperioDcii noch einmal von GruuD aus umgegraben lucrücn, roobei auch Der wenig zwecklose P l i n i u s g a r t e n weiter verkleinert luerDen muß. Auch in Bezug aus den Umsang Der b u r g e r 11 d) e n Niederlassungen muß hier ein bis jetzt völlig unbekanntes Gelände frcigclegt werden. In der weiteren Umgebung der Sani bürg sind ferner die Vorgänger oder Nachfolger der bislang bc- kannten römischen Anlagen zu suchen, wobei auf Die vor- r ö m i)‘ d) c n Anlagen besonderer Wert zu legen ist. Tie zahlreichen Funde aus Der «stein-, Bronze- uuD -a Tömzeii, Die Entdeckung zyklopischer Mauern und anderer nicht römischer Baureste soreer.i schon lange zu lliiterfucm uiigen heraus. Wich.ig sind seiner Ausgrabungen ver- udü;iiger Steilen vor dem Psahlgraven an dem Slhäfervorii, Dem D r c i m u h l b o r n unD Dem -t r u* ®aehyelt Welne«ig.DoPD.' 1 uniü)läuten V6 ^cker.' gemahl-.. ■r> KrßtaHziudrg. enraffinade. I »nGewirze.Salüyi,. irflaeientpapitr; iannter Setteraweg 2i GegrOndit 1869 ~Privät ~ s-ünterrici ÄU jeder Tagedil chmidtjaiilfc L*Bi*i* ZU Giessen, iptberianimluni Stag, den 30. M R Ubr, >m v-e Orinborn. -nnedorbnung. JefchästsbeM stecbnungc«ablagc. liorilandsivavl. lll!» n6a?r: ltorftt. - borgen, Btag. 28. > ist bet I<6k Große Montag, 29. Juli 1912 162. Fayrgang Erster Blatt Nr. 176 8 Mlchener Anzeiger fiernfpred) - Anschlüße: 'KJp > & »ZW General-Anzeiger für Gberhesten „aahm^von Anzeigen Rotationsbrud und Verlag der vrühk'schen Univ.'vnch- und Steinöruderei R. Lange. Redaktion, Lrpedition und Druderet: Sdiulftraffe 7. bis wrmiuagd^ä'iib” Büdingen: Zernfprecher Nr. 269 Geschäftsstelle vahnhofstrahe 16a. ____________________________ monntlid) 75151« viertel- fährluf) Mk. 2L0. durch eibholc- il monatltch dlePo'i ’l'u.2.—viertel läbrL mi61d)l. L'cilellg. Zeüenpreia: lokal 15 Pf, uuSivan» 20 Pfemna (ibefrebarteur: 9t Goetz Verantwortlich für ben politifchen Teil: August (tzoer,; für .Feuilleton', .Vermischte-' unb .(öerichissaal-: R. 9tcu- ratb; für .Elabt unb L'anb*: E.Hcir: für ben Anzeigenteil: H. Beck Deutscher Reich. Die bayrische Kammer der Abgeordneten genehmigte den neuen Lokalbahn-Gesetzentwurf, nach dem fünf neue Lokalbahnen gebaut werden sollen. Die Gesamt- kvsten belaufen sich mit Reserven und Berwaltungstosten -auf 7 883 700 Mark. DieGroßherzoginvonSachsenistam Sonntag nachmittag auf Schloß Withelmstal von einem Prinzen 'entbunden worden. Der Witwe des am Samstag verstorbenen sächsischen Staatsministers Dr. v. Otto ist folgendes Beileidstelegramm des Königs aus Juist zugegangcn: Die so unerwartet gekommene Kunde von dem Ableben Ihres Gemahls erschütterte mich tief. Ich spreche Ihnen mein herzlichstes, tiefgefühltes Beileid aus. Gott stärke Sie in Ihrem tiefen Kummer. Auch ich verliere viel, einen treuen, erprobten Ratgeber, dec stets mein volles Vertrauen besaß, und mehr als das, einen wirklichen Freund. Friedrich August. Tie Wahl des Bürgermeisters Matting von Char- lottenburg zum ersten Bürgermeister von Breslau erhielt die königliche Bestätigung. Ausland. Varis, 27. Juli. Im heutigen Ministcrrat teilte Münster- Präsident P o i n c a r 6 mit, daß er sich am 5. AuguN in Dünkirchen einschiffen werde und am 9. August in K r o n st a d t einzutreffen gedenke. — Marineminister Delcasse erklärte, die Flottenmanöver, besonders diejenigen der Unterseeboote, seien gut gelungen und hätten Ausdauer und ernsten Elfer der Besatzungen gezeigt. — Der Ministerrat beschloß, daß der internationale Kongreß zur Regelung der Zollfragen im Mai 1913 in Paris stattfinden solle. Der Kongreß würde die Frage der Schaffung eines internationalen statlstlichen Zollbureaus zu prüfen haben, ferner die Abfassung von Besten mungen für Handelsreisende und ihre Proben, weiter die Befreiung bcdingsweiscr eingeführter Waren von den Einfuhrzöllen und endlich die Frage eines internationalen Abkommens über eine einheitliche Regelung über Brutto- und Rettogennchls. Paris, 27. Juli. Tie hiesige „Daily Mail" meldet: xer kanadische Marineminister Hazen, der heute nach- mittag hier eintrifft, wird mit D e l c a s s 6 eine besont^re Unterredung haben. Gleichzeitig mit Hazen kommen der Premierminister Borden und der Justizminister Tohetty nach Paris. Der Minister für Post und Telegraphie, Pelletier, wcüt bereits seit einigen Tagen hier. Der Besuch der kanadischen Minister in Paris bilde ein Zeichen dafür, daß Kanada an der Leitung der Geschäfte des britischen Reiches einen größeren Anteil nehmen solle als bisher. Sowohl vom. Gesichtspunkt der Geschichte wie von dem der Stammesverwandtschaft aus seien die Franzosen nach ben Engländern diejenige Nation, mit. denen die Kanadier die engsten Beziehungen unterhielten. Es sei natürlich, daß, wie der Postminister Pelletier erklärte, die kanadischen Minister die .Gelegenheit benutzten, um mit den leitenden Persönlichkeiten der französischen Republik genauer bekannt zu werden. London, 27. Juli. Bei der Wahl in Crewe wurde der Unionist Craig mit 6260 Stimmen anstelle des verstorbenen Liberalen Mac Laren gewählt. Der Liberale Murphy erhielt 5294, das Mitglied der Arbeiterpartei 2485 Stimmen. Glasgow, 27. Juli. Tie Admiralität forderte acht private Schiffsbaugesellschaften zur Einreichung von Offerten für sechs Panzerkreuzer mit hoher Geschwindigkeit und Schüssmaschinen von 40000 Pserdekrästcn aus mit der Maßgabe, daß die .^breuzer im Juni 1914 in Dienst gestellt werden können. Die Kreuzer sollen kleiner, aber schneller sein als die entsprechenden der deutschen Flotte. Zwei andere Kreuzer sollen auf Negierungswerften erbaut werden. Washington, 28. Juli. Infolge einer Verständigung zwischen den progressiven und regulären Republikanern nahm die Kommission des Senats den ganzen Z u ck e r g e s e tz e n t w u r s der Senatoren Bristow und Lodgc an, der die Abgabe für rafsi- nierten Zucker auf 1 Dollar 60 Cents für 100 Pfund festsetzt, statt 1 Dollar 90 Cents. Tokio, 28. Juli. Die Temperatur des Kaisers betrug heute früh 38 Grad Celsius, Puls 105, Atmung 32, sehr unregelmäßig. Ter Kaiser verbrachte die Nacht schlaflos. Es ist zweifelhaft, ob die Besserung, die sich gestern bemerkbar machte, anhält. Bulletins von heute nachmittag geben die Temperatur auf 39,3 Grad Celsius an und bezeichnen den Zustand als sehr kritisch. 16. Ruder-Regatta in Gießen. Gießen, den 28. Juli. Vom besten Wetter begünstigt, begannen am Samstag nachmittag die Vorrennen zu der 16. Ruderregatta der Gießener Rudergesellschaft, die zugleich die 6. Regatta des Lahn-Regatta- Verbandes war. Bereits am Samstag hatte sich eine große Anzahl von Zuschauern zu den spottlichcn Wettkämpfen eingefundcn, die zum größten Teile recht gut beschickt waren. Deshalb mußte ein Teil der Borrennen auch noch am Sonntag vormittag ausgefahren werden. Im ganzen hatten 22 Vereine 59 Boote mit 273 Ruderern gemeldet, von denen nur ein kleiner Teil seine Meldungen zurückgezogen hatte. Besonders erfreulich war es, daß sich sogar weit entfernt wohnende Vereine, wie der Berliner Akad. Turn-Verein Arminia und der Hamburger Ruderklub Alemannia am Start eingttunden hatten. Die sportlichen Leistungen waren z. T. sehr anerkennenswert, wenn auch nicht zu verstehen ist, daß sich einzelne recht unfertige Mannschaften an den Rennen beteiligten. Am besten schnitten die Mainzer Vereine ab, die zusammen 5 Preise errangen, von denen der Mainzer Ruderverein, der in vier Rennen gestartet batte, zum Tanmarks-Fjord, wo sie den Bericht M y l i u s (Sri ch- scns sanden. Damit war der Hauptzweck der Expedition erreicht, unter furchtbaren Leiden wurde am 29. Mai 1910 die Rückreise angetreten. Tie Hunde gingen nacheinander ein. Tie letzten wurden erschossen uird gegessen. Mikkelsen und Jversen hungerten und froren. Am 29. November war die Shannon-Insel m reicht, wo die beiden Polarfahrer den ganzen Sommer 1911 vergebens auf norwegische Robbenfänger warteten Als das Jahr soweit vorgeschritten war, daß jede Hoffnung, sortzukommen, wx- gebcns war. zogen die beiden zum lieberwintern nach Shamrock. TaS Komitee für bi c Alabama-Expedition empfing in Aalesnnd ein von Kapitän Mikkelsen abgesandtes Telegramm, in dem dieser mitteilt, daß die Wanderung über das Inlandeis sehr lang gewesen sei. Er habe überall Karten aus genommen. In Tanmarks-Fjord habe er Nachrichten von dem verunglückten Forsclier Milins Erichsen oeiunben. Tie erste sei vom 12. September datiert. Tarin teilte Ericksen mit, daß er aus der Heimreise, nut Proviant für sechzehn Tage, begriffen sei. Die zweite vom Sommerlagerplav datierte Meldung enthielt Mitteilungen über die von ihm gemachten Entdeckungen, nämlich, daß der Pear» Kanal nicht durchgehend, und daß Nav» Cliff landfest und mit Heilprin Land in Verbindung stehe. Ende Mai begannen Kapitän Mikkelsen und Jversen die Heimreise an der Küste entlang. Im Herbst gingen sie mit Schlitten nach Sbamrock und überwinterten dort. Im Frühjahr versuchten sie eine Scklittenreise nach Kap Talton zu unternehmen, mußten sie aber ivegen Entkräftung ausgeben. Am 17. Juli fand sie der Fang- (nitet „Sioeblomsten' . * — Die Mannheimer I n t e n d a u t e n f r a g e, die in folge des plötzlickten Rücktritts des Intendanten G r e g o r i eine rasche Lösung erforderte, ist vom -^tadtrat in folgender Weife geregelt nvrden: Bis ^itr definitiven Anstellung eines neuen Intendanten wird dem Oberregisseur Emil Reiter die Leitung bet Schauspiele, dem ersten Ma pell mein er Adolf Bodan ; kh die Leitung der Over übertragen. Tic Leitung der Geschäfte besorgt bis auf weiteres Stadtsyndikus Landmann. allein drei eroberte. Weniger günstig schnitten unsere einbeimilmen Mannschaften ab, die in vier Rennen nur einen Preis zu erringen vernwchten, wobei jedoch nicht übersehen werden bort, daß sich die akademische Mannschaft sehr wacker hielt und ihr Rennen gegen den Akad. Turn-Verein Arminia in Berlm^nach scharfem Kampf mir mit einer knappen Länge in schöner tform verlor. Tie Strecke, die beim Felsen begann unb_ am Bootsbaus endete, war 1900 Meter lang und wurde meist in sehr guten Zeiten zurückgelegt. Tie kürzeste Zeit fuhr der Achter der Open bacher R.-G. Undine mit 6 Min. 8 Sek. Tie kürzeste Zett 'in Vierer fuhr die Mainzer Hoffmann-Mannschaft n^it 6 Min. 45 ^k. Ter Verlauf der Rennen gestaltete sich solgendermatzen: 1 Jean Kirch-Gedäcktnis-Rennen (Vierer), Herausforderungsvreis, gestiftet von der tyamme Kirch zum Andenken an ben verstorbenen Ehren-Vorntzenden der G. R.-G. Herrn Jean Kirch, dreimal (auch ohne Relhcnsolge> zu gewinnen. Offen für die dem Lakm-Regatta-Derband angehörigen Vereine. Sieger 1910: Weilburger Ruder-Verein. 1- ~ t m = burger Ruderverein 1895 (H. Höhn, G Bme, I. Bruhl, W. Wiesemann (Schlag), F. Hammerscklag (Steuer) tn < JJcin. 9’/c Sek. 2. Gießener Rudergesellschaft 7:17. 2. Junior-Achter, Ehrenpreis des Geh. Kom.-Rat xr. phil. h. c. D. Gail. 1. Mainzer R.-V. (Friedrich Korn, Karl Lenz, Ludwig Wiener, Karl Jcrtz, Joh. Bapt. Rath Wilhelm Willms, Hans Berle, Fritz Waltzinger, Steuer: Hans Kalkhm) m 6:18. 2. Frankfurter R.-G. Germania 6:19=75. Schones, geschlossenes Rennen. 3. Lahn-Pokal (Einer), gestiftet vom deutschen Ruder- Verband, Heraussorderungspreis. Ter Preis muß dreimal in ununterbrochener Reihenfolge gewonnen werden. Sieger von 1910 Mainzer R.-G. 1. Hanauer R.-G. Hasna (Karl Vau- icavers) in 7:25. — 2. Mainzer R-G. 8:2VS. Mainz versteuert sich, worauf Hanau scharf vorgeht und nach Belieben ge- 4 Vierer. Wanderpreis, gestiftet von Prinz Eitel Friedrich von Preußen für die Regatten des Lahn-Regatta-Verbandes^ -ter ’iegenbe Verein erhält bei Rückgabe des Preises einen Ehrcn- schild. 1. Mainzer R.-V. -E. Sander, PH ecbreincr, E. Tetter, K. Hoffmann, Steuer: H. Kalkhoft in 6: 4s. — 2. Maitcler R.-G. 6:56«/5. Frankfurter R.-V. ausgegeben. Mainz ruckt nut langen Schlägen unaufhaltsam vor und geht mit gewaltigem Spott durchs Ziel. „ _ . 5. Zweier ohne Steuermann. Herau^orderung-- preis. Gestiftet von einem Gönner der G. R.-G. (zweimal, auch ohne Reihenfolge zu gewinnen). 1. Hanauer R-G (Fr. Stock, E. Krolikowski) in 8:12. 2. Gießener R.-G. Gießen gckt bei etwa 1300 Meter auf und Hanau gewinnt, obschon ihm 120 Meter vorm Ziel ein Ruder bricht, ganz nach Belieben. _ _ 6. Zweiter Vierer, Ehrenpreis. In entern auRcrft charsen Rennen setzt sich die Offenbacher R.-G. Undine an die Spitze, die es bis zum Ziele behält. (Zeit 6:55.) Ans den Protest des R.-V. Ems wird zum Schluß der Regatta das Rennen nochmals gefahren. 1. Mainzer R -G. in 6:45V5 Sek. (Karl Stockhausen, Peter Spangemacher, Paul Schattka, ^oieph Ko- rinlkenberg, Steuer: Wilhelm Wirth.) 2. Offenbacher R.-G. Undine 6:50. Tos Rennen ist äußerst scharf, wird aber mir von Mainz und Offenbach bestritten. Ems kommt schon früh nicht mehr in Betracht. Anfangs wechselt die Führung wiederholt, aber 900 Meter norm Ziel geht Mainz an die Spitze und halt sie mit zäher Kraft. 7. Junior-Vierer, Ehrenpreis des Regatta-Aus,chusses. 1 Frankfurter R.-G -Oberrad (Thomas Weiß, Willi Zohm, Willi Rußmann, Jean Bott, Steuer: Jean Strohhecker) 6:48; 2 Offenbacher R.-G. Undine 6:49; 3. Frankfurter R.-G. Germania 6 : 523/s. Ein schönes, bis zum Ziel geschlossenes Rennen, das mit einer knappen Länge gewonnen wird. . „ 8 Junior-Einer, Ehrenpreis des Regatta-Ausichuii es: 1 Hanauer R.-Kl. Hassia (K. Vautravers) geht in 7:442/s über die Bahn, da ein Verein nicht am Statt erschienen ist, einer ausgeschlossen wurde. 9. Akademischer Vierer, Herausforderungspreis, ge- Hftet von der alma mater Ludoviciana, zweimal (auch ohne Reihenfolge) zu gewinnen. Offen für immatrikulierte oder vor dem Staatsexamen stehende Studierende Deutscher Hochschilien. Sieger 1910: Rudergesellschaft Heidelberg 1898. 1. A.-D-V. Arminia Berlin (W. Güntl-er, W. Blasse, Fr Litten, W. Wei- nitzsckfte, Steuer: H. Lattner); 2. Gießener R.-G. führt bis etwa 1500 Meter, dann nimmt Berlin die Spitze und gewinnt nut einer Länge, hart bedrängt von Gießen, das in sehr schöner Fahrt über die Bahn geht. Erft kurz vorm Ziel holt Berlin seinen Vorsprung. 10. T oppelzweier ohne Steuermann, Ehrenpreis: 1 R.-Kl. Alemannia Hamburg (G. Frank, F. Frank) in 7:94/5- R.-V.-Kassel bei etwa 1000 Meter aufgegeben. 11. Junior-Vierer, Ehrenpreis. Offen für die dem Lahn-Regatta-Berband angehörigen Vereine. Gestiftet von 4, fr. Schmieder: 1. Gießener R.-G. (P. Berg, O. Schürmann, H Stegmaier, G. Spoerhase, Steuer: W. Roloff) 7:24; 2. Limburger R -V. Sehr schönes Rennen. Gießen führt über die ganze Bahn ünd geht in famosem Spurt mit 3 Längen Vorsprung bUrC?2.Vierer, Wanderpreis der Stadt Gießen nebst 5 Ehrenzeichen. Sieger von 1910: Hanauer R -G. 1879. 1. Mainzer R.-V. (E. Sander, Ph. Schreiner, E. Detter, K. Hoffmann, Steuer: H. Kalkhof). Mainz geht in tadelloser Falnt mit 7:14 allein über die Bahn und erringt als erster hessischer Verein ben Preis der Stadt. 13. Ermunterungs-Vierer, Ehrenpreis. Offen für Ruberer, die bis zum 28. Juli 1912 noch kein offenes Rennen im Pierer (2luslegerreniiboot) gewonnen haben. 1. R.-Kl. Gries heim (Karl Tötz, Joseph Diefenbach, Emil Schmidter, Adolf Eifel, Steuer: Friedrich OÄtz) 6: 511/.-,: 2. Mainzer R -G. 7:13. Mainzer R.-B. mrfgegeben. Griesheim gewinnt nach Belieben 14. G r o ß e r A ch t e r, Wanderpreis des Großherzogs. Sieger von 1910: Offenbacher R.-G. Unbine. 1. Offenbacher R.-G. Undine (Wilhelm Lenz, Fritz Mrüger, Ludwig Klotz, Ftttz Stein, Richard Tierlow, Otto Riege, Georg Klees, Karl Plitt, Steuer: Ludwig Herrmann) 6:8; 2. Kaftelcr R.-G. 6:9. Tas sckwnste Rennen des Tages, vollständig geschlossen bis kurz vorm Ziel. Offenbach gelingt cs erst 'wenige Meter vorm Ziel, seinem Gegner vorzukommen und geht mit eqter halben Bootslänge vor ihm burebä Ziel. Nack den Reimen überreichte Herr 4.H. «ckwieber ben Siegern ihre Preise, inbem er u. a. aurfi darauf lnnwics, daß nur ein tüchtiges Training zum Erfolg verhelfen könne. Tie Preise der Fürstlichkeiten, der Universität und der Stadt überreichten der Provinzialdirektor, der Rektor und der Oberbürgermeister mit kurzen Glückwumckiansprachen. Abends sand im Hotel Groß- herzog eine gesellige Bereinigung statt. 21u» Stadt und Land. Gießen, 29. Juli 1912. ♦* Erledigte Lehrerstellen. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Walldorf. Eine Lehrerstelle an der kath. Sckplle zu Groß-Ziinne ein. •• Stadttheater. LeharS neuestes Werk ,Gua*, das am nächsten Donnerstag beim letzten diesjährigen Operetten- Gastspiel zur Aufführung gelangt, macht gegenwättig mit großem Erfolg die Runde über die Operettenbühnen. In den Hauptrollen sind beschäftigt die Tarnen Thaller und Wallö und die Herren Beer und Harden. In kleineren Partien ivirkt atißerdem da? gesamte Operettenpersonal mit. " Sp ichcrer bergfest. Bei dem gestern auf dem Spichcrerberg bei Saarbrücken abgehaltenen Detturnen, zu dem 480 Turner angetreten waren, erhielten die Mitglieder des Gießener Turnvereins von 1846 Ludwig Bepler den 2., Hch. Hamel den 15. und Karl Loos ben 22. Preis. Ausflug. Prof. Rauch unternahm am Sams- tag und Sonntag mit den Studierenden der neueren Kunst- geschickte einen Ausflug in das Lahntal und in die benachbarten Teile des Rbeintales. Nach dem Besuch des 'chönen Weilburger Schlosses des Luxemburgischen Fürstenhauses im Stile der Frührenaissance und der da. rocken Schloßkirche besichtigten die Teilnehmer in Limburg die got. Stadtkirche und besonders das viellcichr bedeutendste Denkmal des Uebergangsftiles in Deutschland, den Limburger Dom. Besonders schön war im weiteren Verlauf der Fahrt der Besuch der auf einem Bergkegel liegenden Kirche des Klosters Arnstein, die ein romanisches Langhaus und einen gotischen Chor sowie eben- olche Seitenschiffe besitzt und sich mit ihren Türmen recht malerisch von den rpalbigen Höhenzügen abhebt. Gleich» salls viel Genuß bot der Aufenthalt in Nassau, dessen gräfliches Schloß in dem dem Andenken des Freiherrn von Stein gewidmeten Anbau über zwei recht wertvolle Glasgemälde aus dem 13. und 14. Jahrhundert verfügt Recht interessant war es auch für die Teilnehmer, in dec ursprünalich romanischen, aber spater im Innern gotisch umgeftalteten Kirche des benachbarten D a u s e n a u ben Einfluß des sog. Hausbuchmeisters an einigen Darstellungen der Heimsuchung Mariä feststellen zu können. Bei der Inaugenscheinnahme der gotischen Klosterkirche in Born Hofen a. Rhein, jetzt ein bekannter Wallfahrtsort, erregte namentlich die kunstvolle Art Bewunderung, mit der der Baumeister es hier verstanden hatte, die beiden Schiffe des Langhauses in den einschiffigen Chor überzu- fübren. Tie bei allem modernen (Vepräge an mittelalterlichen Denkmälern dennoch sehr reiche Stadt B o p p a r d bol nicht minder große künstlerische Belehrung. Neben der rom. Stadtkirck>e, die aber schon telliveise gottsche Einwirkungen verrät und deren Inneres in den Emporen au den Limburger Tom erinnert, hinterließ vornehmlich das mit prächtigen gotischen Schnitzereien bedeckte Chorgestühl der restlich von der Harrptkirche sich erhebenden zweiten Kirche der Stadt den tiessten Eindruck. Für etwaige Besucher des Ortes sei auch aus die ausgezeichneten Grabsteine aus dem 14. Jahrhundert in dem Hauptschiff des letztgenannten Gotteshauses hingewiesen. Unmittelbar am Rheine ragt ein weiterer Zeuge des Mittelalters auf der anderen Seite der Stadt empor, nämlich der Bergfried der Bopparder Wasserburg, die die Jahrhunderte ziemlich gut überdauert hat. Das in der Burg selbst eingerichtete Bopparder Museum enthält eine Reihe von wertvollen Funden aus der keltischen und römischen Zeit Boppards. Auch der Besuch dieser Sehenswürdigkeiten befriedigte allseitig ** Iustizrat Kraft f. Zu unseren Mitteilungen über den plötzlichen Tod des Herrn Justtzrat Kraft wird uns von Bad Salzhausen geschrieben: Der Unfall, dem Herr Justizrat Kraft zum Opfer gefallen ist, ereignete sich am Sonntag ab ent) auf dem Weg vom Bahnhof Bad Salzhausen zum KJrrhaus. Wer jemals spät abends ben Weg zurückgelegt hat, weiß, daß die Laternen zum Teil recht unglücklich angebracht sind und leicht irresühren können. Besonders ist geradezu gefährlich die Stelle, wo man an die Steingrotte kommt, die l)albkreisförmig ben Mufiktempel umgibt. Dort ist der, wie eine hinter ihm herkommende Familie bemerkte, sehr vorsichtig gehende alte Herr ossenbar gestolpert und über die Steinbrüstung zwei Meter tief hinuntergestürzt. Die Herzueilenden fanden ihn stöhnend auf dem Geficht liegen; er erhob sich dann mit ihrer Hilfe, wollte aber von Wagen oder Tragbahre nichts wissen. Vielmehr erreichte er, nur von zwei Hep«l gestützt, die Pension Stillsried und erstieg allein die Treppe Der sofort gerufene Arzt wie auch der an dem Vormittag ein treff ende Schwiegersohn, der Arzt in Worms ist, stellten unter leichteren Quetschungen einen Bruch des linken Schlüsselbeins fest. Bedenklicher erschien der schwere Chok, der die natürliche Folge des Sturzes war. Die Herztätigkeit besserte sich aber im Lause dieses und des folgenden Tages derart, daß die Aerzte hofften, die gesunde Natur des Siebenundsiebzigjährigen werde ben Unfall überwinden. Der sehr geduldige Patient nahm auch den ganzen Mittwock Amtsgeschäfte vor, er diktierte ein langes Gnadengesuch und vollzog etwa 50 Unterschriften. Am Donnerstag trat unerwartet eine erhebliche Verschlimmerung ein, die bann zum Tode führte. Wie wenig die nächste Umgebung auf diesen Ausgang gefaßt war, erhellt daraus, daß der älteste Sohu und der Schwiegersohn nicht mehr rechtzeitig genug benachrickftigt werden konnten, um den Verblichenen noch am Leben zu treffen. ** O b st- und Gemüseverwertungskurse. Der Lf. E- hattrn sich m,gesamt 18 Gesangvereine eingefunden. Der Festplatz befand sich im I ©arten des Gastw.rlS Engelhardt. 9lad) dem festlichen Um- ua begrüßte Schremcrmetster Adam Schmidt die Gäue. I Tct Gesangverein Heiterkeit sang unter Leitung scmeS Din- Zenten Kasten-Gießen ein DegrüßnngSlied. NamcnS des VundeS sprach BiindeSprasident Lehrer Buß-Leihgestern: die Festrede hielt Pfarrer Groth-Rödgen; Fräulein Mohr übergab die von den Frauen und Jungfrauen gewidmete Fahnenschleife. Den Masienchor leitete BundeSchorme.ster Seller-Gießen. Abends brachte der Turnverein turnerische 'lufführungen und stellte Pyramiden. KreiS Büdingen. q Bleichcnbach, 27. Juli. Einem Maschinenführer ser Etraßendampfwalze, gegenwärtig auf der Strecke Bleichen- ?ach— DücheS beschäftigt, wurde gestern fein Fahrrad ge- ighlkn. TaS Rad war an einem auf der Strecke stehen- >rn Wohnwagen angekettet. In Entfernung von einem Kilometer konnte ein Stromer unbeachtet das Fahrrad lo8- „achen und fuhr in der Richtung Büdingen davon. Unter» vegS ließ er sich in BüchcS eine Zange geben, um das Rest-1 chen der Höngen gebliebenen Kette zu entfernen. Der Bursche •Qxn aber nur eine Stunde über Büdingen hinaus. Die Gen- barmerie war alsbald benachrichtigt worden und faßte den Räuber in der Nähe von Rinderbügen, um ihn inS Amts- nerichtSgefängniS nach Büdingen zu bringen. =, Bad Salzhaufen, 27. Jul». Gestern fiel hier der Zimmererlehrling Klaus von Unter-Cchmitten von einem Neubau und verletzte sich erheblich. Kreis Lauterbach In Oed en bürg kam eS wutben b i a c n n c r n unb ber Gendarm - rie zu einem blutigen Zirtanmtenstosv 4.cr «n südrer der Ziaeuner wurde hurtb einen schütz MS ver» ge»«^ In M b o i a n b-> st a idifla rvt eine iv tut rSbrunjt auSgebroeben: e> wurden über 1'^ »au,er ;mb faftfämmje Darenballen icrfiört Da» "vnirr wurde von ^.'uttn der inilu angelegt, die sämtliche au» dem Feuer g-retteten ^aren raubten. - Zuchtgeraten. Starkenburg und Rheinhessen. w. Darmstadt, 27. Juli. Der im Ruhestand lebende frühere KreiSrat dcS Kreises Oppenheim, Mitglied des 93er- waltungSgerichtShofS, Geheimer RegiernngSrat v. Zangen ist heute hier im 74. Lebensjahr gestorben. m. Klein-Auheim, 29. Juli. Unter BergiftungS. erschcinungen starb dieser Tage das 10 Monate alte Töchterchen des Bäckermeisters Johann August Löffler, hier Das Kind hatte als Beruhigungsmittel Mohntee erhalten und war bald nach dem Genuß des Tees verstorben. Am SamStag nachmittag wurde die Sektion der Leiche des Rinbe* vorgcnoinmen. Da jedoch die Sektion keine Klar heil Über die Todesursache ergab, wurden die mneren ------ ....... Körperteile des verstorbenen Kindes dem chemischen Unter- war, brach ein fürchterlicher Hagelschlag unb snchungsamt in Offenbach zur Analysierung übergeben. p - - «.r«. -a m Offenbach a. M., 28. Juli. Eine Bluttat verübte heute nachmittag gegen 6 Uhr der ledige Tagelöhner Christian Kern, der mit dem Kcsselschnned Georg 91 a q u e in dem Hause FrühlingSaustraße 13 wohnt. Kern und Raquo, die im Laufe deS TagcS tüchtig dem Alkohol zugesprochen hatten, waren auS geringfügigem Anlaß in Streit geraten, m dessen Verlaus Kern ein langes, dolchartiges Messer zog und seinen Gegner auf der Straße vor seiner Wohnung stach. Ragus erhielt mehrere Stiche in den Kops, von denen der eine das Nasenbein durchstach. Er brach blutüberströmt zu- fanunen und wurde schwer verletzt inS städtische Kranken- a» L $eiiuS k "nk fei T Mit Vi? feiii ■ «SuSl 5,5 ! Mebl. laffQU ; b-s Jr’tj* r«ö)t ibettw Ändert veps> ! . Innern floi-i. QuienauV 1 '^.>rst< I ^nnen. Klosterkirche , I wunderuna, »* Me, bie be5 611 Ehor iibtrb, ; °n miltelflß tlÖ0Pparbh Ln9- Neben d. gasche einaii* Sporen der Boppard? . Etallmaslschase: iStba l alatt Mastlämmer und jüngere Masthammel . . . iSlyat giau | ycUere Maflammcl, gut genährte ,unge Schate Märkte. le. Frankfurt a. M. V i e 5 I, s< - M a r k t b e r ich t 3uh- Auftrieb l-'iO Rinder, darunter Achsen *>1 <, Bullen 4 , Kühe und Sorten Kälber 21\ Schate 192, Sch.veme 2322. Lenden»: Rinder flau nbgcseyl, Kalber '-6-, auLverkauft. Schate tutjig, auSoerkanst, Schweine langsam, ble'^^^lim,d^ Leveno- od)lad)i- turtidHTfabrt. Berlin, 27. Juli. Das Lustschiss ,Schntte-Lanz- ist' um 9 Uhr 10 Diinuten ans dem Flugplatz Johanni 7. . gelandet, nachdem cS über d,e Siadt Berlm geflogen war und über dem Flugplatz mehrere Schleisen ansgetuhrt halte. Leute morgen stieg ant bciu „lngplatz Johanmsthal der Flieger R 0 s e n st e t n mit zwei Paflagieren aut. Bei der Landung ger,e der Apparat an einen Echuopen, tubr biS zur Halste In den Schuppen und wurde.flart b=1d)ät>igt. E,n Taffagier wurde, nm Hopse ickuver verletzt, in« Krankenhaus gebracht. Rosenstem trug eine senkrechte Fleischwunde an der Stirn davon und eine -Verletzung am Auge. Ter zweite Paflagier ist unverletzt München, 27. Juli, deute früh sind aus dem Gelände l zwischen Feldmoching und Mosach der Aviatiker 6'scher von den Otto-Werken und der Monteur Kugler nut einem Doppeldecker aus beträchtlicher Höhe abgeflürzt. Beide waren so ort tot. Fischer, der erst vor 14 Tagen ferne Pilotenpruiung abgelegt hatte, wollte ivahrscheinlich einen Stundenflug mit einem Paflagie, unternehmen, um an dem Weltflug in Gelienkirchen teilnehmen zu können. Die der Absturz erfolgt ist, steht. vorlausig noch nicht fest, doch dürste Fischer während eme? Gleitfluges abgeflürzt sein- — 91 e u e S e 11 e r | e r TI i n e r a l 0 u e 11 e 91. • ®. 6e 11 e r • an der Lahn. Au' der Taaesordnuna einer zum 14. -lugull nach Wiesbaden einbevutenen onflerordentlichen 0 encralverfamm- lung fleht: Lrhöbnng des Gr und la pi t« Vtwn bar ein- znzahlende Mk. 3o0 000 auf Alk. 600uuo durch Ausgabe von 30V neuen Jndaber-Aktieu A Mk. 1000 - iowie eine wettere Erhöhung -.von -:'f. 400 000, .... Ganzen .... - Wandlung von Povolucken, bic auf ^e.» ^uell^,-Gmndsi.>cken der ' »cfellschaft lasten, in Aktienrechte durch Aufgabe von 4iK) Jnbaber aflien an die Lwpotbelgläul-lgcr, sowie »nm Erwerb weUerer Grundstücke zur Vergrößerm^g 2‘fitifbcv. A Ilbeshausen, 28. Juli. Tie Feuerwehren aeS DogelSbergcS gaben sich heute in unserem Dorfe em '3telldichein und KreiSseuerwchrinspektor Jockel-Lauterbachs fielt eine gemeinsame Ucbung mit anschließender Besichtigung! ob. ES waren etwa 500—600 Wehrleute auS Herbstein, Bermuthshain, Grebenhain, Altenschlirf, Steinfurth, Schlechtenwegen, Lanzenhain, NößbertS, WcidmooS, Crainfeld, Vaitshain und Ilbeshausen an der Hebung beteiligt Die Besichtigung bestand auS Paradeaufstellung, Geräteexerzieren unb Brandangriff. Die Hebung hatte zum Zweck, ein besseres Zusammenwirken der meist kleinen Wehren bei größeren Bränden (z. B. in Herbstein) zu ermöglichen. Nach der Be- sichtigung rückten die Wehren auf den Jestplatz bei Hochwaldhausen, wo Kommandant OchS und Inspektor Jockel die Gäste begrüßten. KreiS Friedberg. h Vilbel, 28. Juli. Der Oberhessische Btenen- züchterverein hält hier am 18. und 19. August seine 61. Wanderversammlung ab unb verknüpft damit einen großen Bienen- und Honigmarkt nebst Ausstellung von Irr, beide vom 10. banerildvn ^etdari.u iierei nmU, bobm a* 17. Jul, eine e ± t 0 u r in den laue r " uulernommen und sind seitdem spurto-? verschwunden Bereit0 am A» batten die beiden Cffüicrc nneber in ihrer Garnnon emtrdren Grossh. Eessischer Mmd !Hr Flipesen Lutter-tereio Giessen. Der Verein ist eingeladen zu der qm Mittwoch, den -»1 F 7 nbr nbcndo. mit 2dtauflünen oerbunbenen "(^intucibuna^feicr der auf dem "fronen Lande errlch- leien ^luahalk bcc< Vereins für ^Inatoefcn in Main». Wir buten unsere Mitglieder, nch zur Teilnahme mxgcdond bei nne azurne Iben. Wetteraussichten in Hessen <ür Dieitötag, den 30. Juli 1912: Wechselnd bewölkt, ohne erhebliche Niederschläge, Temperatur roenig oerändert. Letzte Nachrichten. Binz, 29. Juli. Das Unglück an der Landebrücke stellt sich doch als größer heraus, als man ursprünglich annaljm. Bis jetzt find 14 Leichen geborgen. Die Namen der Berunglückten konnten noch nicht fcstgestellt werden, da es sich ausschließlich um Kurgäste und Ausflügler handelt. Konstantinopel, 28. Juli. Der ehemalige Mali unb Kommandant von Tripolis, Ibrahim Pascha, i|t zum Führer der a l b a n e s i s ch e n Vt i s s i 0 n ernannt worden. Er reift unverzüglich nach Albanien ab. Balestrand, 28.Juli. Am vormittag hielt der Kaiser auf der .Hohenzollern" Gottesdienst ab und unternahm am nachmittag einen Spaziergang an Land, wobei er Professor Dahl b esuch t c. bauS gebracht. Kreis Wetzlar. Krofdorf, 28. Juli. Der Gesangverein ..Germania- feierte fein 70jässriges Jubiläum und der ,m vorigen Jahr gegründete D ü n S b e r g - S a n g e r b u n d fern erstes Stiftungsfest, verbunden mit OAangwettstreit. traten die sechs Bundesvereine im Akoosichen Saale zum Wett singen an. Musikdirektor Scbmibt jnebberg und ^usiklehrer Gernhardt-Gießen waren Preisrichter. ^e(r bc™ Preischor „Es ist ein armes Wort Men nur u>w. voll v.>-',ngcri trug jeder Verein ein selbstgewähltes Lied vor. ^er warl bi-? auf den letzten Platz gefüllt ^»m'chen wa«n die Gast hprriuc cinaetroften, und 10 konnte Punkt 1 -3 Um oer »renzua aufqeHellt werden. Eröffnet vom Radfabrerklub, Festdamen, Ger- mania-Wagen und der .straf darf er 17 Vereine, meist nut ihren Fahnen Der grotz. Moos'che Owrt n war als Festplatz prächtig ausgesckMÜckt Äauptlehrer \ 01 mann der langjährige Dirigent des ^ubelvereiN.-. hielt Die ^.1 grüßungsrede und Bnndesdirigent Löll-Bieber »berbracht^ d Glückwünsche des Bundes, Fräulein Wildelmme Bei'uer u reichte eine Fahnenschleiie Gleich dem Bearnßungschvr »(^ettt zur Leier, Sangesbrüder", landen auch die^.wt^rvort ^un^c- ; Ä ÄÄULicd«b°m Mcb» Lantenbach mit 39 sänemt 106 dunktt. 4 mnnie fitumbach mit 22 sangern 9b 'Bmte. 5 «eiragpcte- Ä» - Ären Nahmen gewicht Mk, ) gut überbaue ■ Bopparber 3U Funben aus br Auch ber Brsv: Iseitig ren Mtteilunpe kizrat Kraft wir >en: Der Unfall dien ist, ereigne om Bahnhof spät abenbS ba g iternen M 2ti leicht irreführa lch bie Stellt, n I Ibkreisförmig br ■ eine hinter ibi ichtig gehenbe c> ■teinbrüftung zre lenben sanden r erhob fick ber t ober Traabat- - non zwet pev allein bk Tro . i dem 'Sotmihq | Worm^ ist, siel Bruch des link ber schwere Gbd war. Die pen- ' und des folgend . die gesunde te Unfall überwindc: | n ganzen Mttvor ,ges Gnadengc^ i Donnerstag ung ein, die bac i ste Umgebung g ! ;u§, daß der älirc r rechtzeitig gcr^ Verblichenen ncc; Äjurfe. Md in iw. "ä* Bad-Nauheim n» en im iqstmKoMMieM.- Ws- und LaNvt^ td7^Ä ®£n11Äw ‘ und Eb-V sssg ,ancn e6luB- Hcflen-N°Is°u. , p OSRobDeim a. b. Bieber. 29. Mi. H-vt- neunen (m hiesigen SchulaussichtSbczirk bic brenpo^tgtn Sommer Nm Sonntag nachmittag 5 Uhr ging über Ha m b u r g und llmadmna ein Gewitter nieder, verbunden nur emmr ,chwe ren Hagelwetter, wobei Eisitücke bis zu der Grotze von Taubeneiern mir einem Gewichr bis ;u lv Gramm aut bte Erde mtiyerbiaH'eltcn. Bielc Menschen und Pferde lorote das Breh „ten bm hol, mit bet Sp-ckttrl glatt g-str>-b-n- WädKlfetien ,dr„ Snfana. In «Lmq.bng unb jtanttnbad)I^b^Brit» ™rbrn i, bis 1 Zentimeter breit hrrvi,teilen. Da- Holziverk ^llen sie au«, da dort Henfenen gewahrt wurden. I^stuni n angrrichtct. uamcntlui Obst i't idxver bcichädrgt. rirb zweckrnäßig in einer schwarzbraunen ober bunretroten n Marburg, 28. Juli, «in in wetten Rreifen he- nnmdter dauerte etwa 15 Minuten 7arbe gehalten, während Fensterrahmen und ^ensterkreuze\(annlfr ift gefckehen, als ber Tamvier Kronprinz Wilhelm anlcgen I wollte Ucber 200 Personen warteten am Anlegesteg. Ebe der Dampfer anlegte, brach ber Steg, lieber 60 Perwnen stürzten in U OA« Ei» auf der Drücke befindlicher Seeon, z,er gab sofort den Scknifen „Preußen", „Henen", Pommern und Schlesien" Nott'ignale. Tte Motto,en eilten lot ort herbei. Besonders bic Mannschaft der „Pommern" rettete mele. Shc Zahl Oer loten ist noch nicht festgestellt. Viele der Verunglückten waren bewußtlos Tas EinstürM' ber Lanbungsbrucke wird. auf den aroßen Verkehr anläßlich der Anwesenheit ber Ategs,cknife iuttlck Sffi Tie 600 Meter lange Brücke gilt als Lieb.lmgsau,enthalt ber Badegäste Tie ungeheure Verwirrung, die mwlge der »ata- frropbe Suni6il äntrai. (56t sich tomrr brnben. Im Wamr trieben vor Schreck halb roabmmniae Leute und klammerten 'ich an Trümmer der Brücke an Am Lande drängte d.e Menge mtt milden Schreien nach dem stehen gebliebenen Teil ber «ruefe. Es p einige Minuten aus, als ob der -tob Dickt. Pet,onen im .T4düer gewiß iei. Fm Augeiiblick ber höchsten Geiahr encbiencn hie Matroien des Flaggschi'is „Pteutzen" nm ber 3 -tttmwn I des in Bini vor Anker liegenden tzochfeegefchwadets mtt Booten öilfeleilhing. . Kieme dagesthromL hi i«>Ä r . It W“d’l£ bei «y- Ws’i I I r Erhalts | $#** n l ■ 1 ,.A Bahnhof^tr. 14. Vom 29. Juli bis 12. Awnst GßlegenheitSKail haus 14 Reklametage. Verkaat*1 a”/; ic. Fraullnrt n. M., 29. Juli. (Drig.-Tejeqr. des „Weh. 2l«, »i 2lnttliche Notierungen der heutigen zeucht nlarktprei ie. Wetten (Se? 21.60-00.00, Kurhefsifcher Mk. 21.50-00.00, Wellerauer Mk. 00.00-00.00. Roggen (hiesiger) !Mk. 17.75 bis 18.00, Gerste (Wetteraner) Eerfle, Franke., Pfalzer, Ried kein (^ejchäfl, Hafer Mk. 21.25—22.00, Ma» -Bit. J5.5O bis I6.0O, Weizenmehl 0 Mk. 32.50—32.75, Weizenmehl I Mk. 30.50—30.75, Weizeimiehl III Mt. 27.2o—27.50, Roggen- mebl 0 Mk. 27.75—28.00, Roggcnmehl 0/1 Mk. 26^0—26.76, Roaaeiimehl I Mk. 00.00—00.00, Weizenkleie Mk. 13.60-18.75, Wettenfchalen Atk. 12.25-12^0, Roggenkleie Mk. 15.00-15.26, Dtalzkeime TU. 14.00—14.50, Biertreber 15.00—15.50, RapS nicht aehanbelt. Alle« per 100 Kg. ab hier. " fc. Frankfurt a. M., 29. Juli. (Orig.-Tecegr. de4 Dies. AnreiaerS^.j tta rt o ff el inn r ft. Man notierte: Kartossein in Waggons Mk. 7.75—8.00, im Kleinhandel Mk. 9.50—10.00, für je Kreis Am 20. Juli waren verseucht: Vom 2U. l iS 26. Juli "mb neu verseucht : Vom 20. biS 1 2>=. Juli ist die Seuche erloschen in : | Darmstadt . Arheilgen — — BenSheim . Dieburg . . Urberach ■■ — Erbach . . . — ®r.-0)erau . — deppenheim ■■ Lssenbach . Dietzenbach, Hainhausen, Treieichenhain — Giessen Lang-(ÄönS — AlS'eld . . . —— — Büdingen. . Büdingen, Nieder-Mock» fladt Ccfftabt, Harheim, Ossenheim, Fauerbach, Friedberg •— —- Friedberg . — — Lauterbach. Holzmühl *• — Scholten . . Ulrichstein Alainj . . . —— Alzey . . . . Alzey Bingen . . . — 1 Lppenhelm. | LLonnS . . . — E— — 1570. 5187 aus statt. Danksagung 06236 ßt Schmidt, Lehre 5179 Alten-Buseck, den 29. Juli 1912. Für die Reise Die von dem Gelegenheitskauf Utphe, den 29. Juli 1912 billig verkauft. Eier Marktstr. 9 10 Pfund 48 Pfg. [a*A Gebrüder Benins Fcrnspr Bahnhosstr Poröse Unterkleider t. 50 Pf. ifl) und 1.50 M. (33 stärkste Hosen Mmoni Grösste Auswahl. Bewährte Qualitäten 'llbnmi, Earl Schtvaab, Nachnahme 4980 günstigste Gelegenheit für wenig Geld hochelegantes Schuhwerk zu kaufen! bei Gkori (^bctb. 9J -Pack. ICRCll cDqcc Nchs., E. Fischbach vorm) cinlrocknen reinigt,bleicht und fcbont die Wöfdie I Ueberall erheblich । Seifenfabrik ' Aug. Jacobi Derwftedt Die trauernden Hinterbliebenen: Friedrich Deibel 5. nebst Tochter Maria Bad-Nauheim, Grüningen, Mainz, den 29. Juli 1912. Die Beerdigung findet Dienstag, den 30. Juli, nachm. 5 Uhr, vom Portale des Isr. Friedhofes in Bad-Nauheim Hemden mit and ohne Einsatz „Schöne Aussicht" Telephon-Anschluss Nr. 399 Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass unser lieber Sohn, Bruder, Neffe, Schwager und Onkel Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir allen auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karoline Zey Wwc. und Kinder. feinste hiesige Siedware, 10 Stück 72 Pfg 100 Stück 7 — Mk. einen Versuch nut unserer 10-Pf. Sters echt u. frisch zu haben in ( Unreiner Teint, Pickel. Mitesser. 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