viettes Blatt 162. Jahrgang Erscheint ti-Nch mifAuSnahme bei Sonntags. gerne gestattet. FStor, Bahnhote • aus früherer! früh. Preis Mi R W r' Harkt*»» erhalten Frauen-Feuilleton. Frani tie „ti<8Micr Semllieablötltr" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, dal „Kreisklatt fBr de« Kreis Gießen" zweunal »öchentlich. Die „L«ntz»sttschastliche« Lett- feige«" erscheinen monatlich zweimal. am Main Reellitt ribenttimen — r ~-----„ , . ..cntnlen fühlt er nicht das leiseste Bedürfnis nach irgend iucr Art von Hebung oder Bewegung in freier Luft (seit - x ' er so selten wie gehenwir.nD] zu räumen, jett M fr lichte i t und (Geradheit zu finden, verbunden ■nrt einer Begabung für das politische Schachspiel, die groß Iqkiua ist, um einen europäischen Staatsmann von heute ^jo leicht zu schlagen, wie Talleyrand die Staatsmänner ■ inner (Weueration schlagen konnte Er ist körperlich kein ! if1« großer Mann, aber er ist kräftig und untersetzt mit I st« entschlossenen und bestimmten Zügen — wirNich eine ' chinesische Bulldogge Seine weit geöffneten Augen Khlben einen festen, aber niemals schlauen Blick: und doch . frhlt man, daß diese beobachtenden Blicke zugleich den Men- K fd ni verstehen und zu enthüllen suchen, was hinter seiner I öi f,ereil Maske verborgen liegt - eine ftunft, die man in | Kmopa nur sehr unvollkommen kennt. Hat Manschikai den 3 t:n und die Motive einer Frage erfaßt — und das tut er io rasch, wie ein Hund nach feinem Änochcn schnappt — Rbern antwortet er offen und bestimmt, und dann sitzt er E frfber unbeweglich da und wartet geduldig auf den näch I-ep Mn orten. So kann er fich durch eine Unmenge von & 3 egeu ohne das leifestc Anzeichen von Müdigkeit durch- ■arbeiten; breit, eckig und ruhig sitzt er da und hört erst r. s, wenn der letzte nochen verzehrt ist. Und gerade so wie - ti »ich im passiven Reagieren verhält, so bestimmt er sich g eid), wenn er Bläue schmiedet, organisiert, leitet, befiehlt. l$tet« ist er voll Energie, nie um Hilfsmittel verlegen, ein ■vierer Arbeitsfresser. Es ist ein Rekord, daß er während Md r drei Monate der Revolution 20 Stunden täglich tätig ■ vir, jedes Telegramm und jede Nachricht, die kam ober (ic-n beziehen, nicht zu wissen, daß ße nur den Zuhal, der Gefäße, für die Gn'äßc höchstens Piandgelb bezahlt haben, daß btc Gesäße selbst aber Eigentum nneS anderen und unt bleiben, Es erscheint deshalb notwendig, erneut darauf hinzu- weisen, daß solche Pfand-Flasckensofort nach der Entleerung zurückerstattet werden müssen, daß sie vor allen Tinnen zu nichts anderem verwendet werden, erst recht Nicht zuruckbehallen werben bürfen! Bei der Bestrafung herangezogen merben bie Unter- chlagungS», sogar die DiebstahlS-Paragraphen *• 5 H — 3. £». „Eine neue Abgcschinacktb^t verbreitet sich mit Riesenschritten, wie denn in deutschen Landen leider GotteS nichts mehr Aussicht auf Erfolg und Ueberersolg hat als Modedummheiten Man erhält jetzt kaum noch Bnc,e ohne die rätselhaften Buchstaben S. H und p. H. Born Hochwohlgeboren, das vernünftige Leute eigentlich als eine Beleidigung anffassen müßten, haben sich viele glücklich losgeeist: flugs aber wird etwas ,Mcues" erfunden. Vornehm, „direkt vornehm ist e* jetzt, auf Briefumschlägen an einen Herrn vor „Herrn: . . .' S. H-" zu setzen, das „Seiner Hochwohlgeboren" heilen soll, und entsprechend an allen Weibsen „3 H" ‘Tic sclniljungen schreiben schon kaum mehr anders, die bümmjte und kleinste Gore erhält diesen Ehrentitel, und es wird nicht lange bauen,, bis sich die Tienftboten auch so anhaucben: 1 ha, es ha/ So tiaflt ein Mitglied des „Deutschen Sprachvereins", und wenn der Unfug S. H — 3 H- wirklich so schlimm »st, wie er hier geschildert wird, dann ist die Klage ganz berechtigt. Lecher kommen derartige überflüssige, unschöne und fmnloic -Titulaturen nicht nur im Verkehr von Privatleuten, sondern ichlimmer nod: im Verkehr amtlicher Stellen vor. Namentlich die „vorgeord- neten Behörden" leisten sich oft Ergötzliches, wenn sie „nach geordnete Stellen" mit amtlichen Verfügungen beglücken. Tas «Wiesb. Tgbl." erzählt hierzu: Der 3ufhjnuniftcr und der Minister des Innern haben einigen Behörden etwas mitzuteilen. Von dem Schriftstück wird vernünftigerweise eine flrohere Anzahl l^emplare auf mechanischem Wege in gleichem Wortlaut hergestellt, dabei erhält ein Satz folgendes Aussehen: „Eure Exzellenz, (Hochgeboren, Hochwohlgeboren» versichern wir usw. Warum das? Damit ja keiner der Adressaten mehr erhalt, als ihm St. Titularius zubilligt, aber auch keiner zu kurz kommt Zuerst kommt der Herr Oberpräsident, der i|t Exzellenz, dann kommen die Herren Regierungspräsidenten, die sind Hochgeboren Und endlich kommen — wir wissen's nicht genau, nehmen d aber an — die Herren Landräte, die sind Hochwohlgeboren. Das muß natürlich in einem Schriftstück beachtet werden, da. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen nachdem der körperliche .. Brandenten Buanfcknkai kündigt die _ , f a n 11 tb e r Adelotitel an, die aber nicht erblich und unb den Bürgern verliehen werden sollen, die bem Lande hervorragende Dienste geleistet haben. Es sollen sechs Titel geschanen werben Der Erlaß setzt sich aus acht Artikeln »uiammen: a Wenn ein Bürger für das Vaterland, für die Republik ober lüt bas Gemeinwohl viel getan bat, so kann ihm ein hoher Aitel verliehen werden b Die Namen der sechs neuen Titel find folgende 1. Tatschunwe oder Groß-Grande. 2 Erster Grande, 3. Siveiter Grande, 4. Dritter Grande, 5 Vierter Grande und b Runttcc Grande, c Ter Präsident allein hat bas Recht, diese Titel zu verleihen, ohne die Zustimmung irgendeines Minister- emholcn zu müssen d Mit jedem Titel ist eine jährliche Pension ver- bunben, deren Höhe durch das Gesetz bestimmt wird. D,es ist der ciiuiflc Vorzug, den die Inhaber der Titel vor den anderen Burgern besitzen. Im übrigen sind alle gleich e' Tic Titel werden am Lebenszeit verliehen, ausgenommen im Falle der Verurtcilung zu einer Freiheitsstrafe ober zum Verlust ber bürgerlichen Ehren- rechte fi Diese sechs neuen Titel entsprechen den sechs Rangliste n d e r f r ü h e r e n M a n d s ch u p r i n z e n und ber irüheren Edlen, k Tic alten Adelstitel entsprechen den neuen Titeln in solgender Weise: Die Prinzentitel Tschangwannn «1. Rang. Tschunwang <2. Rang, Pcitse .3 Rang, und Peile (4. Rang. gleichen dem Titel Tatschunwe oder Grost Grande. Der -itcl eines Herzogs entspricht dem des 1. Granden, der SRorauiatitcl tem des 2. Granden, der Grasentitel dem des 3. Granden, Vicomte gleich 4. Grande und Baron gleich 5. Grande h’, Xl£c neuen Bestimmungen treten sofort in Straft. Puamchikai vat Tr. su- njatsen unb HwangtschiNg zu den ersten Rittern ber neuen Titel, unb zwar zu ersten Granden, ernpnnt. 4.er Rang des Groß-Grandcn soll nur für den Präsidenten selber be- M von H Kleiderstoff»' Baum*»11’;' milbig' Enpr°*p . AufS8bei oennogen künftig von vornherein durch Untersuchung mit den Ragelschen Farbentaseln zu erfolgen hat. Gleichzeitig ist verfügt worden, daß die genauen Untersuchungen aus .>arben- tüchtigkeit sowie auf sonstige körperliche Tauglichkeit in lebcm »■yafle bereits vor dem Beginn der Ausbildung für den Beamtendienst zu veronlasten ist. In Betracht komiuen also namentlich: Lokomotio- und Fahrbeamte. StattonS. und Streckenbeamte. , •• Die Aussichten sür die reib ei beer- ernte sind nach einer Mitteilung der Zeitschrift „Rvrd- land", Berlin, in ganz Schweden, das Deutschland l^upt- sachlich mit Preißelbeeren versorgt, außerordentlich günstig so daß die Preise erheblich niedriger fein werden als u den letzten Jahren. Vom schwedischen Generalkonsulat \i Berlin wird bereits jetzt darauf aufmerksam gemacht, daß die Mtftcit 50 Kilogramm Beeren enthalten müssen uiw während des TransponS nicht lustdicht verschlossen fein Intimer von Yuanschilai. Der in den letzten Tagen wieder so viel genannte luanschikai ist der „Mann des Schicksals" für Ein na, schon Wunder" dir Revolution bic M.ind kubnnnftic vernichtet hat und nun die Geschicke des Reiches ||t Mitte bestimmt Was hat diesen Mann an die Spitz? h; Millionenreiches gestellt? War es der Zusall, die I nbe Gottheit? War es die ungewöhnliche Geisteskraft ßier überragenden Persönlichkeit? Diese Frage beant krtet der bekannte chinesische Korrespondent des „Tailn !jck?arapl/" in Peking, Putnam Weale, der aus lang- ™ rr^cr Kenntnis des jetzigen Präsidenten heraus ein in- toied Eharakterbild des „chinesischen Bismarch' entwirft. Ke Antwort bietet sich dar in dem Mann selbst, in seiner ö ltung, nicht der physischen, sondern der geistigen, die Krrchans an das besondere Milieu erinnert, in dem er ge» Sei t hat „In England wäre er ein stitchener oder Palmerstone gtrorben; in Doutsck)laiid vielleicht ein Bismarck: aber weil n in China lebt, so ward er ?hi.anschikai, die seltsamste Mi- [jiung von eiserner Entschlossenheit und wundersamer Ge- Mtneidigkeit. Es ist wirklich etwas Wunderbares, in dem- Heben Manne eine unter den Lrientalen fast unbekannte Tic neue Bluscnmodc. In keinem Zweige der Mode tritt das Gesetz des „ewigen 29e(hiris", d. h. des Zweifarbenturns bei ein unb demselben Kleidungsstück, hat die Modckönigin dazu geführt, Blusenmobellc herauszubringen mit in der Farbe abweichenden Acrmeln. Besonders Satin Ltbetty wird hierzu verwandt. Ter Gedanke an mittelalterliche „Lands- kneckste" wird wohl manchmal auftautfrn, wenn eine besonders tlcgantc Schöne mit besonders abfirtfenben Aermeln sich präsentiert. Für Kragen und Kascaden Jabots wird nur Spitze verwendet, sptre spielt bei Blusengarnierungcn jetzt die Hauptrolle. Großw- Beliebtheit werden sich wohl bie io-genanmen Tailormabe-Bluien erfreuen, die als einzigen Schmuck nur eine Krawatte aus gleichem Stofs oder aus Spitze unb große Knöpfe haben • — Mukay Hafib als Kritiker ber Moden. Der Exsultan Mulav Hafib, ber sich jetzt in Frankreich gemüllich eingerichtet hat, findet an den Fraucnmodcn recht wenig Ge- ;allen Beionders ärgern ihn bie großen Hüte. „Tie französischen Frauen haben so schönes Haar," eiferte er, nachdem er auf einer Autofahrt die elegante Gesellschaft von Moulins sur-Allier genau beobachtet hatte. „Es ist lammerschade, daß sie diese Pracht unter solch ungeheuren Gebäuden verbergen, die auch nichts von ihren Gesichtern sehen lassen. Sören Die Frauen Qug, bann trügen sie gar nichts auf den Köpfen ober doch höchstens solche Heine Mützen, wie sie ber französische General Moimcr oder Der General Liautey in Marokko trugen. Warum sollen nur die Männer hübsche Kopfbedeckungen tragen?" für alle gilt! KreiS AlSfeld. H. Alsfeld, 30. Äug . Die Landgartendiebstähle sind hier seit einiger Zeit an der Tagesordnung So streng auch die Flurschützen sind, überpll können sie nicht sein. Tas beweist, daß in der letzten Nacht unserem l ingjährigen Flurschützcn S. sämtliche Aepfel gestohlen tüurden. i. Homberg a. d. D., 29. Aug. Am Sonntag und Montag feierte der Turnverein sein bOjährigeSIubi- lau in. Gleichzeitig beging der Männer-Gesangverein fein 2bjährigeS Stiftungsfest. Wenn auch die letzten Tage vor dem Feste etwas Mißstimmung durch das an- hallende Regenwetter in die Gemüter brachte, hellte sich am Sonntag mittag noch der Himmel auf. fireiSrat Dr. Heinrichs war zum Feste erschienen und überreichte dem Turnverein im und 2 in Elektrochemie. ♦* Militärische Anordnungen Tas Generalkommando des 18. Armeekorps hal aiigeordnet, daß vom März 1913 ab die Krieasbcorderunaen und Paßnotizen nicht mehr durch die Poliznorgane, sondern durch bic Post oder durch lsierfür zur Hebung einyezogene Mannschaften bes Beurlaubtenstandes ausgebändigt werden .luf die Zustellung von Gestellungsbefehlen an Hebungsniannschaf- ten, Rekruten und Freiwillige durch die Polizeiorgane könne aber nicht verzichtet werden. . . . _ • . f * Einstellung von Treiiahrig-Fretwii- ligon. Zum 1. November 1912 werden bei der 4. Ma- trafen-Artillerie-Abteilung .stnrhaven noch Dreijährig-Frei- willige angenommen. Mindestarößcnmaß: 1,68 Meter, ferner trästiger ztzörperbau. Gesuche sind unter Beifügung eines Meldescheins zum freiwilligen Eintritt, welche unter Vorlage einer Geburtsurkunde, einer schriftlichen bezw. mündlichen Einwilligung deS Vaters bezw Vormundes, polizeilicher Führungszeugnisse vom 12. Lrbensiahre an, von dem Zivilvorsitzenden der Ersatzkommifnon (Mrciö- amt) zu erhalten sind, zu richten an das Kommando der 4. Matrofenartillerie-Abteilung ünxhaven. •• Die Farbentüchtigkeit der Eisenbahn- beamten. Ter Eisenbahnmimster hat mit Rücksicht au bic gerade im Lokomotivdienst der prcußisch-hessischcn Staats- bahn bcfonberS wichtige Farbentüchtigkeit der Führer und Heizer nunmehr bestmunt, daß baS FarbenunterfcheidungS- Tic Verweiblichung der amcritanifcheu «ultur. In allen angelsächsischen Ländern, haupnächlich aber in den Reinigten Staaten, wirb die gesamte Kultur mehr und mehr Etnocibhdit - baS ist der Sck luß, zu dem Profesior Earl Barnes •_Wi der Leland Stanford Junior llnivenitat komm.. In einem Aussatze des .-Atlantic Monthlv" führt er an ber icnb amtlidxr Zahlen ben überzeugenden Beweis iur die,e Be nimtuna ^n den letzten Jahrzehnten, etwa vom Jahre 1880 ^i"hat sich eine Veränberung der Lebensgewohnh^tcn der ^mcri »ner'lnncn bemerkbar gemacht. Bis zu lener 3«l roaren ^ EM Ä‘"‘« ntb lb‘M) 27, »räbrenb an der Iahrhunbertwenbe schon 3.4 0. H icthant^n waren. Tie meisten Studenttmven g^ 'N^Lehr- '-'N über macken dort den Mannern .Zdonknrrenz und oer lrängen sic In ben amentanischen Rieienstablen mb«■ l’ebrctn volle 89 v. v- tvraucn. M Hbiladelpm ■'mal» 97 unb in Eharlestoti erreicht ber Pro-,eM,atz «ar du. v.H, haben sich bei den höheren schulen unb bei ben exW !^rin^n'ber^7en in ^U^erricht üst "^üttich^auch «ne üenbcrunQ des. Unterrichts, und damit ber ganzen Kultur oer stimmt sein. Ans Ktadt und CanO* Gießen, 31. August 1912. •• Prüfungswesen der Technischen Hochschule. In der Zeit von Juli 1911 bis einschließlich Juli 1912 haben an der Technischen Hochschiile insgesamt 157 Studierende den Grod eines Tiplom-IngenieurS erworben, und zwar 35 in Architektur, 36 im Bau-Jngenieurwefen, 40 im Maschinenbau, 11 in Papierfabrikation, 80 in Elektrotechnik, 3 in Ehemie Ade? eisen 1 üllI*'«U.hn, ’’ nsn Schaufa* ehe “ sein Leben ifi er so selten Pu lull.nullllir - > lusgcgaugcu, unb seine sitzende Lebensweise tyit rä.WÜll UUÜD- , über ihn gewonnen, daß er sich sogar die ‘; (i 11 6 e 1 n e m 3 1 m m er seiner Wo i> n u n g In-3 andere in einer sauste von vier L rägern L f ö r b e r n laß t. Und dabei l;at dieser seltsame Mensch, (er so still in seinen vier Wänden sitzt, einen phä no meta l e n Appetit, einen geradezu wölfischen Hunger. Im Trugen Gegensatz zu ben meisten bohen Beamten China», ic wenig essen und nur für Leckereien empfänglich sind, jcift '.')uanfd'tlüi wie ein Bauer aus seiner hbeimatprovinz konon. Sckiisselii mit Mattaroni, grob gebackenes Brot, . es bie niederen Massen essen, Sckstveine- unb Hammel- ird(h in großen Mengen verschwinden m bem Magen loses Unersättlichen, der am Eßtisch ganz so leistungsfähig 1 nvic am Arbeitstisch. Er T.at eine^g roße Fami lie , in Dutzend Frauen unb 26 söhne und T od)» er. Wie die meisten .HTaftnaturen, nt er in seinem «e- Lbmen zu Hause barsch und derb, läßt sich geben, nimmt Im Blatt vor den Mund und verstößt beständig gegen hc lsöfischen Sitten des so streng zeremonwsen Lstens. bet znegierung eine Fahnenschleife. Als fernerer des GaueS war Gauturnwart Will auS Gießen erschienen, der dem Verein herzliche Glückwünsche zu seinem Jubelfeste darbrachte. Pfarrer PrätoriuS hielt die Festrede. Eine Musterriege deS Turnvereins führte verschiedene Hebungen, der Gesangverein trug einige Lieder vor. Zum Tanz spielte die Fuldaer Artillerie-Kapelle. DaS für Montag vorgesehene Jugendfest mußte etwas beschränkt werden, da eS Montag morgen wieder regnete. Die Schuljugend bekam auf dem Felsenkeller Bretzeln. h. Homberg a. d. O.. 29. Aug. Heute weilte Oberschulrat Block auS Darmstadt hier und wohnte dem Unterricht an der Höheren Bürgerschule bei. R. Gontershausen b. Homberg, 29. Aug. Seit Wochen herrscht in unserem Orte die Maul- und Klauenseuche. Die Seuche ist mm im dritten Gehöfte auSgebrochen. Kreis Friedberg. = Bad-Nauheim, 30. Aug. Bis zum 29. Aug. sind 32418 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 5798 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 29. August 416113 abgegeben. Hessen-Nassau. fc. Kloster Eberbach, 29. Aug. BiS zum 15. September werden die Näume in Eberbach, die der preußischen Justizverwaltung übergeben waren und seither als Gefängnis dienten, geräumt. Die Gefangenen werden nach der Gefangenenanstalt Freiendiez überführt, worauf die Gebäulichkeiten dem MilitärsiSkus für ein Genesungsheim für Unteroffiziere und Mannschaften überantwortet werden. 3n der Zohannerklrche. Vormittags 8 Uhr: Siebe Stadtkirche. vormittags 97, Uhr: Pfarrer Ausfeld. Beichte und heilige-Abendmahl iür die Lukas- und Johannes- gemeinde. Anmeldungen Iür beide Gemeinden vorher bei Pfarrer AuSfeld, Süd-Anlage 8, erbeten. Wartburg. Christlicher Verein junger Männer. An jedem Sonntag, abends 8 Uhr: Versammlung und Vortrag, Gemeindehaus, Kirchstr. 9; An jedem Dienstag, abends 8'/, Uhr: Bibelstunde, Wetzsteinslr. 38; , „ Mittwoch , 8 , Turnstunde, Turnhalle der Stadlknabenschule; „ , Donnerstag, , 8 „ Lese- und Svieladcnd, Wetz- stcinstraße 38. Die kirchliche Vereinigung jur Betämpfung der Alkoholelendr hält jeden Samstag, abends von 8 — 10 Uhr, Versammlung in den Räumen deS Warlburgvereins, Wetzsteinstrabe 3H, ab. Tie nächste Sitzung des Vorstandes findet Freitag, den 6. September, abends 8 Uhr, statt. Sport. Bad-Nauheim, 31. Aug. Hock eh-Wettspiel. Für das morgen nachmittag auf dem Golfplatz stattsindende Hockey-Wettspiel des Aanksurter Turnvereins (1860) und des Deutschen Hockey-Klubs zu Hannover zeigt sich in allen Sportkreisen viel Interesse. Bei günstigem Wetter werden zahlreiche Mitglieder benachbarter Klubs, wie des Wiesbadener Hockey-Klubs, die Damen und Herren des Frankfurter Hockey-Klubs, Vertreter der Gießener, Homburgc r und Hanauer Sport- und Golsvercinianngen als Begutachter dieses intereifcmtcn Spiels sich einfinden. Tas Hockey-Spiel gehört zu den beliebtesten modernen Bewegungsspielen. Der Spielplatz ist hierbei aenau 90 Meter lang und 45 Meter breit. An sedcm Ende befindet sich ein Tor. Der Zweck des Spieles ist, einen ledernen Ball mit einem Schlagholz durch die von Torwächtern verteidigten Tore hindurchzutreiben. Sieger ist, wer während der zweimal 40 Minuten dauernden Spielzeit die meisten Tore erzielt hat. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 1. September, 13. nach Trinitatis: Kollekte für die Kaiser-Wilhelm-Stiftung für deutsche Kriegsinvaliden. Gottesdienst. 3n der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schwabe. Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der MarkuS- gemetnbe. Vormittags 9M Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Beichte und heiliges Abendmahl für die Matthäus- und MarkuSgemeiude. Anmeldungen für beide Gemeinden vorher bei Pfarrer D. Schlosser, Kirchstraße 1, erbeten. Katholische Gemeinde. Sotterdienft. SarnStag, den 31. Augustr Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag, den 1. Sept., 14. Sonntag nach Pfingsten: Schutzengelfest. Vormittags von 6V, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. , um 7 Uhr: Tie erste hl. Messe. , um 8 Uhr : Austeilung der hl. Kommunion. „ um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. , um 11 Uhr: Heil. Messe mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Fest-Andacht mit Segen. Freitag vormittag um 77, Uhr ist SegenSmesse. Märkte. Gießen, 81. Aug. M arktbertcht. Ank heutigem Wochenmarkte kostete: Butter daS Pfund 1,05—1.15 Mk^ Hühnereier 1 Stück 8—9 Big* 2 Stück 00 Pfg., Enteneier 1 Stück 10—0 Pfg., Oänfetter 16t. 20 Pf^ Käse das Stück 6—8 Pfg^ Kasematte 2 Stück 5—9 Pfg.' Tauben pr Br. 0,80-1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hahnen pr. Stück 0,80—1,80 18,1 • C. 4-11,2*0. BorziiglicheS bemal inner iür Schwei 10 10 94 93 98 W 8 8 Bed. Htmniel Sprühregen 10,8 11,1 G.SCHULZ Mjjck-bv^^Niiuitadi ^Serbai I Orient. Jäbak»u. Ggarettenfabrih yeniÖ3eJ)nesden statt von Pferden, Wagen, landwiri'waftlichen Maschinen und Gerätschnficn. Fahrrädern. f)iähmaschincn, -HauS- haltungv- und GebrauriiSgegenstandeti. Der Wcnernlnemicb der Lose A 1 Mk. ist dem Herrn Richard Buchackcr «Weiten übertragen. Die üädtifche Picrdemarkt Deputation. Schrotmühle „Verakht" Äug. Gruse Schneidemühl 51 Vormittags 8 Vormittags 10 fchoppenl Nachmittags 3 Kennen Nachmittags 6 Bnmtrhung: Die Rciovrcnfuttcr (Hoffmanns Retsichlemve', bill. Bezug-- aueüeHändler, desgl.Maiö- futt.Ara u.Erbsen Mchlmelf. 21. Emmrich, Paderborn, läfcai Vormittags 8 l Vormittags 9 Ul Vormittags 11 jachmitiags x/>! über die 1 Vachmittags 2- Vachmittags Vi Vachmittags do Konzert i Station unter Nachnabme Reinhold Spratler. Rückingen, Kr. yannu a-M. Neue Kartoffeln la. Metterauer tierlc v. Erfurt versendet ü Ztr. 8.50 Mk. inkl. Lack gegen Nachnahme ab Echzell lM A. Kimon II.. Kartoffclvrriandgc schatt, Echzell in der Mcncrau. Telcvbonaufchluh. 30. Aug. 30. , Monopoldaunei ifltf. gefch >Vs«ndM.t.W 3-4 Piund genüg, zu rttohfr Oberbeit. tier'. aeg. Nack' nähme. Bcrvackung irrt Gnstav Lustig Berlins 154. Prinzenstr. ♦ b. 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Bon 7,10 Ubr ab Skonzert und Restauration aus dem Marktplatz. Arn 26. September, nachmittags 2 Uhr, findet in der Turnhalle der Stadtknabenfchule eine | Opn vonn- 10 | Lrzeugn'slc Maschinen. * lÄ. Arnds 8 Grummetgras - Versteigerung dcS cvangclischcn Maricnstifts zu Sich. o ... Donnerstag, den ö. Lcvtember 1S12, vormittags 8 Ubr aniangcnd, loll das Grunuuelgras von den dem Martenm,t Ltw gebbrigen etwa M) Morgen Wiesen in den (McnmTjiinoc|i Vtrii L der- u. .'iieber tief fingen an Crthmb Stelle dhenthd) und mcntluetcnb versteigert werden Der Slnfann ist an der Storibrücke. -^19 Die Verite.gerung injicr Gemarkung Cbcr Beffingen beginnt um 11 Ubr tm ^muentor bet Abteilung Nr 1 Vtch, den 28. August 1912. Büchsen schütz. Grummetgrasversteigerungen der Fürstlich Solmsischcn Rentei Lich. DaS Grummetgraö von den Fürstlichen Wiesen rc. wird versteigert: Ticnötag, 3. September l. Iö., vorm. präzis 8 Ubr, von den Fürstlichen Wiesen in der Gemarkung Lich oberhalb der Stadt, zusammen zirka 80 Morgen. Zusammen- fünft auf der Fürstlichen Wiese gegenüber der Peinmühle. An dcmiclbett Tage uachmittaas präzis l Ubr von den Fürstlichen Wiesen unterhalb der Stadt Lich, zusammen 6 Morgen. Zusammenkunst in dem Schloygarten an der Eisenbahnbrücke. D*/« Mittwoch, 1. September l IS., vorm. präzis 8 Ubr, von den Fürstlichen Wiesen in den Gemarkungen Mübl- sachsen.Ober- und Nieder Bessingen, itn ganjen 125 Morgen. Zusammenkunsl in Mühlsacken. Lich, den 28. August 1912. Fürstlich Solmsische Rentei. S -- Grand Prix °-^— Weltausstellung Turin 1*11 Grobe SHb. Denkmünze der Deutsch.Lendwlrlechafte- geeellachafl 1*11 l. Freie Goldene Medaille Int. Strohpreeeenkonkurrenx Lonlgo 1909 D*/x —■ - Grand Prix - Weltausstellung Brüssel 1*10 I Badenia fleiidampl-Loioii* biie 1905, um ps .t.t i Dresctiwagen 54zOII.| 1 Lokomobile I verkaufen bitt- evtl, aufftredi Blmnenbach A Co«- Gelnbauien b Franks.«vH B 2 Iribünenhart Kinder untei Doroerfatifsl Drogerie Sei Jakob Häufei Neuen Laue Dalitorstr.. E Heinr. Noll, f l"ng, Seltersa Handlung (Em Wir lad besuche der L Liehen, ^Dorftienöi Erldrutscher von H, aiiuiiii) Cigaretten II'ä ÄMM Carl Stückrath - IHobelfabrik fdnfte Referenzen Bepdjtigung erbeten e2 Uhr: Festessen in der Festhalle. 2-4 Uhr: Konzert auf dem Festplatze. 4 Uhr: Vorführung der prämiierten Tiere. 5 Uhr: Verkündigung des Prämiierungsergebnisses Landwirtschaftliche Kreisschau zu Bietzen in Verbindung mit der Rotvieh-Ausstellung des Verbandes mitteldeutscher Rotviehzüchter vom 13.-16. September 1912 aus Bichler's Hardt. Programm. Freitag, den 13. September: Von oorrn. 10 Uhr ab: Prämiierung in den Abteilungen: Geflügel, Erzeugnisse des Pflanzen- und Obstbaues, landwirtschaftliche Maschinen, Geräte und Hilfsstoffe, milchwirtschaftliche Erzeug, nisse und des Vogelsberger Rindviehes. Abends 8 Uhr: Begrützungsabend in der Festhalle mit Konzert. Samstag, den 14. September: vormittags 8 Uhr: Deffnung der Ausstellung, Beginn der Prämiierung in der Rotviehausstellung. vormittags 9 Uhr: Beginn der Prämiierung für die Kreisschau in den Gruppen: Pferde, Simmentaler Rinder, Schweine, Ziegen und Schafe. Mittags 12 Uhr: Eröffnung der Ausstellung mit anschließendem Wersen Sie ihn hinaus "N altenIVMKSJ"‘»»'Ä Ät Wichen ‘vÄ'SSfiüÄ MMWMUZSZM Dal. Waas, 3nb.: Gebr. Waas, Hoflieferanten, Geisenheim a. RI), iwldjcr Ihnen bei Anfrage umsonst zugeschickt wirb. Zflcfat Vertreter oeiutbt. prächtige Ernten sind | der Lohn einer wirklich zweckmäßigen Düngung. bei der neben Stickstoff und Phosphorsäure vor allem die für jede Pflanze 17 //’ez? 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