vom Jahre 1912 theimber. M KerrerwiW- , Man und bekanntzugeben, dt Giessen. fm Taunus STGeEi 8 SLloritz jtäi Asthma und dt - Nachkur^ /'"Sä Stärkung des Stadt- ur dle elektrische ^scheinen versehen =etzhchen Vertreters wachs der ersparter tugt, die Tilgung zq irückbezahlt. buldverschreibungen, Zeitung, die Dann- n der bereits früher itmachung über zur s unter Angabe des -ter ein, so wird an Reichsanzeiger, noch tkasse in Giessen Saar '°m 20 Ar, '?* nde 4Wit nl 1912 1 olße Beiten. _7kiess^ ob-tii« "tX »‘Kür' »^-1 istempi* । -Kordel lonnens^ •in 151 Tee Lieberer Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wockenllich SletzenerZamllirnblätler, noeimal roödfcnlLKreis» blatt für den Areir Liehen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Landwirtschaftliche Seilfragen Fernsprech - Anschlüße: für die Redaktion 112, Berlag u. Expedition 51 illdresse für Depeschen: -lnzeigcr Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnuminer biS vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt (62. Jahrgang Samstag, 29. Zuni 19(2 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhesfen Rotationsörutf und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Stcinörnderet H. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulftrahe 7. Büdingen: Fernsprecher Ur. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Bczn g »vrei 4: monatlich 75 viertel« jährlich Ölt. 9.2O; durch Abhole- tu Zweigstellen inoimklich 65 Ps.: durch diePost 'Iik.2.—vlertei- jährt, au sicht. Beste ug. Zeileiwrcis: lokal 15i3L, anSivöna 20 Pfeimi-. liefredakteur: ?l Goetz. Berantwortlich für den politischen teil: August Goetz, für .Feuilleton', .BernuschleS' und ,(Srtid)iefrtal*: K. Neu- raih; für .Stadl und Ümrb*: E.Heß; für den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfaßt 24 Seiten. politische Wochenschau. Gießen, 29. Juni. Es ist in diesen Tagen viel von Naturzustand und Gefühl, von Erziehung und Philosophie gesprochen worden, und die Helden der Bücher und des Papiers haben aufgehorcht wie bei einem lauten Signal. Seit 200 Jahren haben Berge des Schrifttums sich aufgerichtet, und dennoch hört man heute noch so deutlich die Klänge des armen, gehetzten Autodidakten, der ja auch ein Musiker war: Jean Jacques Rousseau. Das Frankreich von heute hat dem so wenig galanten, alles weltmännische hassenden Stürmer und Dränger, der in einer Zeit des Wohllebens und Lu^us ein armseliges Dasein fristete, im Pantheon das schone Denkmal mit den stillen und sinnenden Verkörpe- rungen der Tugend, der Kunst und des Wissens gesetzt. Und in der Schweiz, der Heimat Rousseaus, ist sein zwei- hundertjähriger Geburtstag zu einem Volksfesttag gemacht worden. Was gelten uns heute Rousseaus Gedanken? Keiner von denen, die da ausgehorcht haben, spendet seinen Lehrern uneingeschränkt Beisail, aber alle lauschen doch, als müsse ihr Ohr von dem Toten noch etivas vernehmen. Er hat in seiner Art auch Weltgeschichte gemacht wie der erste Napoleon, dessen Andenken ja auch wieder erivacht ist. Die besten Deutschen haben aus Rousseaus Gefuhlsschätzen Nahrung gesogen, das hat auch uns den 28. Juni zu einem Gedenliag gemacht. Rousseau war im Grunde der größte Reattionur, der je gelebt hatte. Denn sein Ideal war ein entschiedener Rückschritt auf der ganzen Linie zur Emanzipation von allen Fesseln der Bildung und Kultur. Er wollte den Naturzustand, der allein Freiheit, Glück und Tugend verbürge. Freiheit und Gleichheit, diesen Wahlspruch der großen Revolutionszeit, hat er zuerst zündend unter die Menschen geworfen. Aber das Weltbild, das sich in Rousseaus Kopfe spiegelte, wechselte die Farben; das schaffende Feuer feines Schöpfers, tue Gefühlswelt, die es geboren hatte, wurden jedoch weiter vererbt, und niemals 1/at sich deutlick)er gezeigt, daß die Systematik des Buchstabens die großen Siege im Geistesleben ii i ch t verbürgt. Vtousseau predigte mit feuriger Zunge das ursprünglichste, lebhafteste Gefühl, das der Menfch mit sich herurnträgt, das nie untergehen kann, wenn es auch zuzeiten mit allerlei Kultursarben übertüncht wird. Er war ein Warner vor den Jrrgängen der bloßen Ideen, und das hat er mit Kant gemeinfam. Der in all seiner Nüchtern- l)crt dem französischen Romantiker dock) sein Interesse zu- nxmbtc. Aus der Natur geht nichts Schlechtes hervor; Rousseau pries ihre Schönheit, ihren Frieden. Er lehrte auch, daß das Sinnen und Trachten des Nionschen Nicht böse von Anfang an sei, und er überzeugte auch darin durch die überströmende Wärme seiner Empfindung. Diese Empfindung ist das Lebenerweckende in seinen Werken, die so manchen Fehlschluß des Denkers auflveisen. Sein ur- prünglicheS Nu.mrgefühl hat die Dichter und Romantiker zu herrlichen Werten begeistert; seiner Staats- und Ge- sellschastslehre aber war es vorbel-atten, umstürzlerisch im gefährlichen Sinne zu wirken. Rousseaus Irrtum war es, die Natur mit dem Streben nach .Kultur in Widerspruch zu setzen; er vergaß, daß die menschliche Natur über das tierische Vegetieren htnausgesetzt ist. Goell)e, der in Rousseaus Gefühlswelt schwebte, als er seinen unvergleichlichen „Wertl-er" schrieb, sagte im Alter noch: „Wer die Natur als göttliches Organ leugnen will, der leugne nur gleich alle Offenbarung." Es war ein gutes Bekenntnis, daß auch der deutsche Kronprinz in der 'Natur eine Heimat sucht. Sein Jagd- buch atmet ja auch etwas von der Frische, die die Qtatur ausströmt. Liebenswürdige und friedliche Bilder läßt der Dreißigjährige an uns vorbeiziehen. Obgleich er der Jagd, des „ernsten Kriegsgottes lustigen Braut", zugetan ist, liebt er das Idyll in Der Natur, wenn er, das Gewehr über den Knien, Dem Geheimnis der stummen Welt entgegenträumt. Er ist ein wenig nüchterner und ljat nicht die hinreißende Begeisterung des junge» Goethe, Der auch am sanften Fluß zwischen den lispelnden Rohren saß und dem auch „die herrlichen Gestalten der unendlichen Welt allbelebend in seiner Seele sich bewegten". Dem zukünftigen deutschen Kaiser aber steht diese Schlichtheit, die sich von den Ansprüchen seines Umkreises nicht so uberempfind- sam entfernt, ganz gut. Wir kennen ihn jetzt als einen offenen, empfänglichen Menschen, Der im Rousseausck-en Sinne auf die einfachen, ursprünglichen Formen des Lebens sein Dasein gründen will. Er wird Dann leichter ein feines Ohr sich bewahren für die Erfordernisse der Zeit, und er wird die wahren und echten Töne von den falschen zu unterscheiden wissen. Tie Bescheidenheit und Unauf- Dringlichkeit, mit Der er von seinen Erlebnissen erzählt, hat Sympathie erweckt. Roosevelt hat auch allerlei Zagd- geschichten erlebt unD wieder erzählt, aber an ihm hat der Kronprinz sich glücklicherweise kein Beispiel genommen. Und wir schätzen das neue Hohenzollernbuch nicht darum, weil es uns von waidmännischen Heldentaten erzählt, sondern weil wir daraus entnehmen können, daß sein Verfasser sein Ohr zu schärfen gefonnen ist für die guten, ursprünglichen Elemente des Lebens, daß er die Einfachheit liebt und hohlem Prunk und Schein aller Voraussicht nach später an seinem Hofe keine Stätte bereiten wird. Eine sehr betrübende Meldung ist uns aus Düsseldorf gekommen. Tas Zeppelin-Luftschiff, das uns so oft frohe Grüße durch die Luft getragen hat, ist verbrannt, und von dem stolzen Bau ist kaum noch etwas übrig geblieben. Es ist derselbe Vorgang, den wir bei den Zeppelin-Kreuzern schon so ost beklagen mußten: bei heftigen Winden kann Die Landung nicht immer glatt vollzogen werden. Die großen Schiffe bieten dem Winde eine zu große Angriffs» fläche, und zur festen Verankerung haben Die verfügbaren Menschenhände bisher oft nicht ausgereicht. Nock) schrecklicher aber berührt uns Die rätselhafte Erscheinung, daß Die Ballonhülle mit einem Male in Flammen ftanD. Was bewirkte Diese Entzündung, und wie kommt es, daß es Miseren Technikern noch nicht möglich nxrr, aus den früheren, ganz gleichen Vorgängen Oie erforderlichen Konsequenzen zu ziehen und bessere Vorkehrungen zu treffen? Diese technische Aufgabe zu losen erscheint uns als eine nicht allzu schwierige Ausgabe. Wenn man vor der geschlossenen Halle noch eine zweite offene errichten ivüroe. Die sich nach hinten konisch verengt und deren Eingang so groß gehalten sein könnte, daß Die Einfahrt ohne Schwierigkeit vonstatten gehen mußte? Es roiro unD muß Mittel geben, Die Landung auch Der großen, starren Luftschiffe ohne Gefahren zu bewerkstelligen, Denn daß die Zeppelin-Schiffe vor allen anderen sich bewährt haben, das beweist Die lange Fahrtenperiode gerade Der „Schwaben". Und zur selben Zeit, Da dieses Luftschiff den Elementen verfiel, hat Das Schwesterschiff, die „Vittona Luise", ihre prächtige dtordseefahrt zuruckgetegt, über deren imponierenden Erfolg alle Stimmen sich einig sind. Daß die „Vittoria Luise" sich auf das Wasser nieoerlaffen, den flüssigen Ballast auf* neymen und Dann, wie em stolzer Wasservogel, sich wieder in Die Lüfte erheven konnte, das ist dock) ein Schauspiel von übewaltigenDer Wirkung. So berührt uns Der gestrige Unfall nicht mehr so erschütternd, wie Die erste Katastrophe bei Echterdingen. Immer, bei allen Mißgeschicken, hatten wir den Trost, daß Die Luflschisfer selbst doch ihres Lebens sicher waren. Es ist ein Ruhm der Erfindung Zeppelins, daß sie noch keinem Menschen das Leben gekostet hat. Und so tvirb man jetzt mit neuem Mute Der Aufgabe sich zuwenden, die LanDungsvorricknungen noch zu vervollkommnen, zu verhindern. Daß Durch Reibung Die entzündlichen Stoffe in Flammen gesetzt 1 verben. Vielleicht erhalt Die „Nalionalflugspende" Durch das neue Ereignis einen neuen Antrieb, Denn der Stolz der Deutsck)en Luslschisfahrt liegt zioeisellos heute noch vorwiegend in Der Leistungsfähigkeit unserer lenkbaren Lustkrenzer begründet. Verlobung der deutschen ^aftertochter? Ans Gmunden verlautet, Daß Die Deutsche Kaisertochter sich Demnächst mit dem Prinzen Ernst August von Cumberland unD Prinzessin Olga von Enni der land mit einem preußischen Prinzen verloben wirb. Das „Berliner Tageblatt" erinnert daran, daß Prinz Ertast August von EumberlanD erst vorigen Monat dem Kaiser in Potsdam aus Anlaß des Auiomovil- unglücks von Friesack, bei Dem sein ältester BrnDer Den Too fanD, einen kurzen Besuch abgcitattet hat. Das Pro- icft einer Verlobung ist aber offensichtlich, wie so viele vorangegangenen Phantasiemeldungen, aus Der Luft gegriffen. Der itaiienisch-lürljjche Krieg. Ein Borstog der Italiener bei Buchamez. Rom, 28. Juni. Die Agenzia Stefani meldet au5 Bucha- mez vom 27. Juni: Gegen Tagesanbruch machten Die italienischen Truppest in Buchamcz, imterfiüut von heftigem Geschützfeuer, einen Angriff auf Die Stellung en Dcö Feinbes gegenüber Sidl Said. Der Feind wurde, über 6000 Mann Hart, aus seinen Verschanzungen vertrieben unD zur Flucht gezwungen. In Den erstürmten feindlichen Stellungen sanden Die Italiener 500 Leichen Wahrend dieses Angriffs auf die Front drang eine italienische äußerste Linie bid tief in das türkische Lager hinein und zerstörte es. Tie Italiener machten mehrere Gefangene. Sie selbst hatten 18 Tote und 114 Verwundete, darunter zlvei Ofsizjcre. Die siegreichen Truppen bleiben nachts in Den eroberten Stellungen. Frirden.Vermittelung zwischen Ztalien uub der Türkei. Die „Voss. Ztg." schreibt über den Besuch des italienischen Botschafters Pansa: Der italienische Botschafter Pansa stattete dem Reichskaii-ler o. Bethmann Hol Iw eg einen Besuch ab. Im Zusammenhang damit erfahren wir, daß sich Herr Paiisa gestern früh von hier nach K i s s i n g e n begeben hat, um mit dem dort zur Kur weilenden Staatssekretär des Auswärtigen v. Kiderl en -Wächter zusamnientreffen. Beide Besuche des Botschafters, sowohl beim Reichskanzler als auch beim Staatssekretär werden nach der von den beteiligten Kreisen auögegcbeneu Lesart als Abschiedsvisiten bezeichnet, da Herr Pansa, wie unsere Leser wissen, von seinem Posten scheidet. — Allein vor dem Spätherbst wird Herr Pansa, wie von vornherein bestimmt war, sein Amt in Berlin nicht niederlegen. Man ist deshalb berechtigt, seine Begegnung mit den beiden deutschen Staatsmännern die Deutung zu geben, die am nächsten liegt, daß es sich um eine Erörterung der allgemeinen politischen Lage im Hinblick auf den tripolitanischcn Krieg sowie auch der Bestrebungen der Plächte zur Herbeiführung des Friedens handelt. Das ist umso wahrscheinlicher, als sich Herr Pansa von Kissingen direkt nach Rom begibt, von wo aus er in etwa 3 Wochen nach Berlin zuttickzukehren gedenkt. । Vie schwierige Lage der Franzosen in Marotto. Paris, 28. Juni. Nach einer Blattermewung aus Fez wurde Der Bruder des Sultans, Mulay El Kebir, oct schon wiederholt Prätendentengelüste gezeigt habe, jüngst dabei ertappt, wie er von der Terrasse feines Hauses nid; den Aufständischen, die vorn Zalagh^ebirge auä Reinhardts internationale plane. Auf der Reise nach einem ftanzoflschen Leebade, in dem Max Reinhardt seine Sommerferien verbringen will, hat Der Letter Des Deutschen Theaters in Paris einem Mitarbeiter Der Daily SJlail Mitteilungen über seine nächsten Plane gemacht, tts war schon früher von der Absicht Die Rede^ die bekannte Zirkusauf- tubrung des Ödipus im kommenden Frühjahr auch in P a r t S zu wiederholen; dieser Plan kann letzt so gut wie gefichert gelten, Reinhardt beabsichtigt aber nicht etwa ein Gastspiel Des ^eutichen Theaters mit deuifchen Kräften: er will in Parts nach Dem -IKufter Der Dcut)d)en ZirkusauNahrungen Den Ldipus nnt franjofi- fchen Künstlern inszenieren, und zwar wird Sarah Bern- Hardt Die Jokaste und Mr. De Max den Ödipus Mel en. Auch Suzanne Despres wird bei Dicfer Vontellung Mitwirken. Als Raum für diese Aufsuhriiiig i|t die mächtige Konzerthalle des Trocadero in Aussicht genommen. Reuchardt äußerte Dabei, baK er sich vollauf Der „Verwegenheit" des Planes bewußt jet, in Paris ein Stück zu inszenieren, tn dem |onft der tragüche Veteran der Comsdie Franeatfe Mounet^xllY Die Glanzrolle {pielt; aber er mochte unter allen llmitanDen Den Paryern eine Wier „großen Inszenierungen", vorführen , _ . Reinhardts Pläne beschranken sich fedoch keineswegs aus Pan^. er hofft auch, in Kürze wieder in London als Regmeur auf» treten zu können. Im Januar oder im Februar de» konrnienden Jahres wird Martin Harvey, Der bereits den r-dipu- mit der Regie Reinhardts in London herausgebrackt hat, eine grotze Hamlet- Aufführung veranstalten, bet der Max Remyardt die Regie übernimmt. Diese Aufführung wird im weientltchen une Wiedergabe Der Inszenierung des Berliner Deutiä>cn Theaters sein, und die Londoner sollen Gelegenheit haben, hteroei die auf Schlichtheit und Einfachheit abgestimiinen Tekorationen der deutschen Aufführung kennen zu lernen. Autzerdcm aber will juinijaroi in London die „Schöne Helena" inszenieren, doch tu die Ausführung Diefc Planes noch davon abhängig, hb ein geeigneter Theaterraum in London gefunden wird. Wetter ]eben feine ternnc dann noch eine Aufführung des „Mirakels" in Wien vor Doch ist Berlin nicht völlig vergessen. Die Verhandlungen De» Deutschen Theaters wegen llebcrnahme des grotzen „Sportpalastes" stehen unmittelbar vor dem Abichluß. Reinhardt will in dieser Halle Den ,^Julius Cäsar" aufführen. Die Alabaster-5phinx von Memphis. Die Arttisck>-Acgyptische Schule für Archäologie, die gegen* roärtig in der Gegend von Memphrs, ein dankbares Ausgrabungs- seld gesunden Hai, hat soeben eine Sphinx entdeckt. Die aus einem einzigen Alabasterblock gemeißelt roorDen ist unD cm loscht von insgesamt 00 Tonnen hat. Die Fundftätte liegt zwi- ffchcn Den Pi-ramiDen an Der Straße nach SaMaret, Die einen groben Tett Des Jahres übenchwemmt ist. Deshalb tonnen Die Ausgrabungsarbeiten nur zeitweilig unternommen werden. Augenblicklich ist die Sphinx zur Halste ausgegraben, und man hofft, sie bis zum nächsten Jahre in eine aufrechte Stellung an einem Otte oberhalb Der Wafserlinie gebracht zu haben. Tie Auffindung geschah unter seltsamen llmnanden, insofern nämlich, als ein Schuler der archäologischen Akademie, Mr. Mackay, zuerst Den — Schwanz Der Sphinx entdeckte Das geschah vor einem Jahre. Als m diesem Jahre das Wasser zuruckgetreten war, legte man das Denkmal völlig frei unD stellte fest, daß Die Sphinx etita eine Höhe von 4*/* Metern und eine Lange von 8 Metern besitzt. Leider tragt die Figur keinerlei Inschrift; aber Professor Flinders Petrie, Der Leiter der Akademie, schätzt, daß ste ungefähr 1300 vor Ehristt gemeißelt worden ist. Da das Alabaftergestein in Der Gegend durchaus nicht zu Lause ist, so muß Die Sphinx aus der Ferne dorthin gebracht .worden jein, und Professor Pclrte behauptet, daß es die größte Sphinx sei. Die ihren Platz je gewechselt habe. Aber noch andere sehr wichtige Funde, die interessante Streiflichter auf Die altägyptifche Kumt unD Kultur werfen, sind Der Sdjule geglückt. So in eine Granitgruppe ans Tageslicht gebraoft worden. Die Ramses II. und den Gott Ptah, ten Ottsgott von Memphis, Der Dem griechischen Hcphänos entspricht, zeigt. Ihr Alter wird auf 7.>oU Jahre geschätzt. Ein weiteres dankbares Ausgravungsfeld hat Die Schule in Tarka Han, einem ausgedehnten Kirchhofe ungefähr 35 Metten füDlich von Kairo, gefunDcii, Der Zeugen von der älleuen Zett an bis zu der iogenannten Pyramidenperiode Der ägyptischen Geschichte enthält. Tort hat man unter anderrn in einem Grabe eine Seit ft eile gefunden. Die hufanige Füße aufweist, und die augenscheinlich rnr höchst gewichtige Menschen gebaut ist. Ferner find dort gro&e Seinen rollen aufgefundcn worden. Die ebenfalls ein ehrwürdiges Aller von 6000 Jahren haben. Deren Material aber heute noch so zäh ist, wie irgend ein modernes Fabrikat. Em tönernes Gefäß mtt Doppeltem Henkel spricht Professor Petri als ein altägyptifches Neuiahrsgeschenk an, wie Die Inschrift anzetgen soll. Ein solch tönernes Gefäß soll zu Anfang jeden Jahres dem FanrttieiwberHaupte von Den Angehörigen überreicht wo rDen sein. Der schönste deutsche Schmetterling stirbt aus! In unserer Zett Der Naturschutzbestrabungen werden alle Freunde Der heimischen Tierwelt mit Betrübnis die Nachricht vernehmen, daß unser schönster und größter Schmellerlütg, Der Avolloialler (Parnafstus apollo L.), Dem Aussterben ziemlich nahe steht und daß, wenn nicht ausgedehnte Schutzmaßregeln getroffen weroen, das Aussterben ziemlich bald erfolgen nnro. In Der „sJlatur" Der Zeitschrift Der Deutschen NaturwissenschaftllchLn Gesellschaft weist Julius Stephan in Settenberg auf Diese bedenkliche Tai>ache hin unD führt zum Beweise einige Mitteilungen naturwissenschaftlicher Vereine an. Innerhalb Deutschlands ist der Falter noch in Der Eissel, im Moseltal, im Fränkischen unD im Schwäbischen Jura, im Fichtelgebirge, ün bayerischen WalDe, im Böhmerwalde, un sudivest- lichen Schwarzwalde, sowie in Den bayerischen Alpen^ vorhanden, und vor etwa vier Jahrzehnten war er auch in den Sudeten und im Riesengebirge nicht allzu selten. In den schlesischen Bergen ist er nun bereits seit einem Vierteljahrhundert nicht mehr beobachtet worden. Ter Grund hierfür liegt nicht etwa im Vordringen der Wald- und Ackerkultur, die den Falter seiner Nahrungspflanzen beraubt hätte, sondern fein Ausfterben ist allein auf Rechnung des gründlichen Vorgehens von Schmetterlings- und Raupen- l'ammlem zu fetzen. Das gleiche ^ewisfenlose Vorgehen, das den prächtigen Falter in einer Landschaft Deutschlands ausgerottet hat, bedroht ihn gegenwärtig in ankeren Gegenden, namentlich in der fränkischen Schweiz, bei Regensburg und in der Eissel. Nach der Stuttgarter Entomologischen Zeitschrift sind in Der Gegend von Winningen jeden Sonntag sammelnde Einwohner von Koblenz beim Werk und fangen .Hunderte von Raupen und Schmetterlingen, gerade als ob sie es Darauf anlegten, den Schmetterling auszurotten, wett er, je seltener, desto wertvoller wird. Aehnliches wird aus Südtttol berichtet: dort sollen allein in der Gegeno von Waidbrnck alliährlich 5000—10 000 Apollo- einen Angriff auf Fez unternehmen tooHien. optische Signale austauschte. Die französische Be- Hörde ersuchte ihn, eine andere Behausung zu wählen, und verfügte, daß davor eine Wache von vier Schutzen mit aufgevflanztem Bajonett aufgestellt werde. Der Sonderberichterstatter des „Mattn" schreibt aus Fez, die Haltung des Sultans habe dem General- rezenten Liautey eine Enttäuschung bereitet. Dieser habe sich bemüht, dem Sultan Vertrauen einzuflößen und dessen 'Ansehen zu erhöhen. Er habe Mulay tzasid auch veranlaßt, wenigstens für drei Monate feine Abdankungsabsicht auf- lugeben, aber sonst habe er bei dem Sultan jenen ehrlichen Beistand nicht gefunden, auf den er rechnen zu können glaubte. Der GeneralresidentLiautey, der klare Situationen liebe, wolle sich deshalb so bald wie möglich nach Ra- b at begeben, um die Frage der Stellung des Sultans in bem einen ober dem anderen Sinne zu lösen. Auch sonst dürfe man nicht verhehlen, daß keineswegs alle Gefahren überwunden seien, und die öffentliche Meinung Frankreichs dürfe nicht überrascht sein, wenn auf irgendeinem Punkte Marokkos plötzlich große Schwierigkeiten auftauchten. Deutsche» Reich. Die beiden Kammern deselsaß-lothringischenLand- tages sind auf Befehl des Kaisers mit Zustimmung des Landtages bis zum 14. Januar nächsten Jahres vertagt worden. Bei der Reichstags stich wähl im Wahlkreis Hageno w-G re v e s nrü hle n wurden bis jetzt für Pauli (Kons.) 6573, für Siv kopick (Fortschr. Bp.) 9119 Stimmen gezählt Ts stehen noch 30 Ortschaften aus. Die Wahl von Sivkovich äst gesichert. lieber einen großen polnischenGüterankaufin Pommern wird den Berliner Morgenblättcrn aus Stettin gemeldet: Die seit Jahrhunderten im Besitz des deutschen Hochadels befindliche FideikoMmißherrschaftNassenheide ift heute ■auf dem Wege der Zwangsversteigerung für 4 200 300 Mark von dem Hamburger Kaufmann R. Müller erworben worden. Wie wir dazu erfahren, ist die Herrschaft aber nicht für seine Rechnung gekauft, sondern für Rechnung der von dem bekannten polnischen .Güteragenten Biedermann verttetenden Interessenten. Es ist also ein uraltes pommersches Stück Erde unter polnische Herrschaft gekommen. Besitzer des Gutes waren ehedem Graf Henckel von Donnersmarck, Graf 'Arnim, der Schwager Bismarcks u. a. Ausland. DaL österreichische Herrenhaus nahm das Land- wehrgesetz an. Damit sind die Wehrreformvorlagen von beiden Häusern des Landtages erledigt. London, 28. Juni. Als der König mit der Königin gestern im offenen Auwmobil durch Cardiff fuhr, sprang in einem der ärmeren Stadtteile ein Mann auf den Herrscher zu und streckte die Hand aus. Er wurde von den umstehenden Personen festgehalten, ehe er dem König nahe kommen konnte. Der Mann hatte scheinbar nur die Absicht, dem König die Hand zu schütteln. Tie Barrieren in den Straßen waren fortgenommen worden und jeder Mensch konnte ohne Schwierigkeit an das Herrscherpaar herankommen. Die Frauenstimmrechtlerinnen in London veranstalteten gestern nachmittag erneut einen Feld zug gegen die Fensterscheiben der Läden. In der Provinz, namentlich in Man- ichester und Dundee wurde beträchtlicher Säwden angerichtet. In »London warfen sie die Scheiben der Postanstalt in der Regent- ,str eet ein. „Schwaben" verbrannt. DaS Luftschiff .Schwaben", das über ein Jahr lang als Paffagierschiff diente, ist gestern nach einer glänzenden Fahrt von Frankfurt nach Düffeldorf vor der dortigen Halle verbrannt. Wir haben folgende Nachrichten über den Unglücksfall erhalten: Düsseldorf, 28. Inni. Do, Luftschiff „Schwaben" ist heute mittag verbrannt. Mehrere Personen wurden verletzt, aber niemand gelotet. Als da, Luftschiff heute um 10 Uhr 50 Min. landete, konnte eS wegen de, starken Winde, nicht in die Halle gebracht werden. Hebet mittag wurde da, Luftschiff von einer Bo erfaßt und entzwei gebrochen. Die Gaszellen entleerten sich und während da, Luftschiff in die Hohe gerissen wurde, entzündete sich da, KaS und explodierte. S, ist wahrscheinlich nicht? von dem Luftschiff übrig geblieben. Düsseldorf, 28. Juni. Bei der Zerstörung des Luftschiffes „Schwaben" wurden etwa 30Personen veicketzt, darunter 7 schwer. Die Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht. Unter den Verletzten befindet sich auch OVer- in^cnicur Dörr, der Führer des Luftschiffes. Dorn Luft- schiff sind nur das Gerippe und die Gondeln übrig geblieben. Das Unglück war in wenigen Minuten gesck^hen Eine authentische Darstellung wird erst später erfolgen können. Düsseldorf, 28. Juni. Unter den bei der Zer- törung des Luftschiffes „Schwaben" schwer verletzten Per- onen befinden sich der Daurnonteur Frütz au5 Straßburg, >cr Baumonteur Kiefer aus Friedrichshafen und der Luft- schiffkellner Knbis. Der Führer des Luftschiffes, Ober- ingcnicur Dörr, hat nur leiclste Brandwunden an den Händen und im Gesicht erlitten. Die übrigen Leichtverletzten sind in der Hauptfach« Soldaten tron dem hiesigen Füftlier- Regiment und Hilfsarbeiter. Morgen tritt ein Ausschuß unter dem Grafen Zeppelin zusammen, der die Ursachen der Katastrophe feftfteUen wird. Frankfurt a. M., 28. Juni. Nach Mitteilung der Deutschen Luftschiffahrts-^eseNschast handelt es sich bei den bei dem Brande des Luftsckftfses „Schwaben" in Düsseldorf vorgekommenen Verletzungen nur um Brandwunden leichterer Art. Etwas schwerer verletzt wurden der Monteur Kiefer und der Luftsck)iissfteward Kubis, bereu Zustand aber nicht lebensgefährlich ist. Oberingenieur Dörr begab sich nach seinem Hotel: fein Zustand ist ebenfalls nicht ernst. Von den Passagieren hat niemand Schaden genommen. Die Lustfchiffahrts-Gesellschast macht übrigens mranf aufmerksam, daß es sich nicht um eine eigentliche Explosion, sondern um eine einfache Verbrennung handelt, was auch schon aus der Tatsache hervorgeht, daß die Der- lehungen nur leichter Natur sind und nur Mannschaften des Luftschiffes betroffen haben. Berlin, 28. Juni. Der zurzeit in Berlin weilende Direktor der „Delag", Eolsmann, teilt uns zu der Katastrophe des Luftschiffes „Schwaben" folgendes mit: Die „Schwaben" wurde heute mittag durch Brand zerstört, während sie vor der Halle lag, in die sie wegen des starken Ouerwindes nicht eingefahren werden konnte. Die Ur» ächen des Brandes scheinen ähnliche zu fein, wie die des Brandes in Friedrichshafen, dessen Untersuchung folgendes ergab: Bei der Entleerung des Luftschiffes wurden die Zellen, nachdem sie fast vollständig von Gas entleert waren, nach unten aus dem Gerippe des Luftschiffs herausgczogcn. Dadurch rieben sich die gummierten Jnnenfläck-en einer Gaszelle gegen einander. Versuche ergaben, daß hierbei unter gewissen atmosphärischen Bedingungen Funken ent- tehen können, die imstande sind, das in der Zelle noch vorhandene Gas zu entzünden. Dieses Entleerungs- Verfahren wird deshalb in Zukunft nicht mehr angewendet. Auch bei der „Schwaben" scheinen, nachdem durch die 23er- etzung des Luftschiffs infolge einer starken Böe die Zellen zerissen waren und Gas ausströmte, durch eine gewaltsame Bewegung des Ballonstoffs eine Reibung und eine Funkenb ildun g entstanden zu sein. Während der Fahrt >es Luftschiffs ist, da die Gaszellen aefüllt sind, eine Rei- ;ung des Stoffes nicht möglich und ein solches Unglück ausgeschlossen. Die hinterlandbahn-Zrage. Dm 8. Juni konnten wir davon Mitteilung machen, >aß über die Wünsche von Wetzlar und Gießen in der Hinterlandbahnfrage eine Verständigung angebahnt sei, die den beiderseitigen Interessen und besonders auch denen des Üdöstlichen Teiles des Hinterlandes (Bieber- und Verstal) Rechnung trage und damit auch Aussicht auf allseitige Zustimmung habe. In der Beratung der Vertreter des Wetzlar—Gladenbacher Projektes und der des Bieber- und Verstales am 6. Juni war vereinbart worden, innerhalb der nächsten vier Wochen sollte die Zustimmung feer Stadt Gießen zu diesem Abkommen eingeholt und die leclMischen und wirtschaftlichen Unterlagen für die vom Bieber- und Versdachtal gewünschte Abänderung des ursprünglichen Wetzlarer Projektes beschafft werden. Die Lösung beider Aufgaben hatte man den Vertretern des Bieber- und Verstales überlassen. Anstatt nun zunächst daS Ergebnis dieser Bemühungen abzuwarten, gab etwa zwei Tage nach der Eini- aungsverhandlung der „Arbeitsausschuß des Eisenbahn- omitees zur Förderung des Bahnprojektes Wetzlar—Gla- wnbach—Biedenkopf—Battenberg" einen offenen Brief an Oberbürgermeister Mecum heraus. Der Zeitpunkt des Er- cheinens dieses, den Wetzlarer Standpunkt einjeilig vertretenden Flugblattes war mit Rücksicht auf die inzwischen angebahnte Verständigung recht unglücklich gewählt. Das mag nicht absichtlich geschehen fein. Der offene Brief war wohl vor der BerständigungZe'Versammlung beschlossen worden und man hat es lediglich versäumt, seine Verbreitung zu unterlassen, nachdem sein Inhalt durch die Beschlüsse vom 6. Juni sachlich gegenstandslos geworden war. In bem offenen Brief war ein Gegensatz zwischen >cr Haltung des Oberbürgermeisters von Gießen und der >es Beig. Grünewald in der Bahn frage konstruiert wor- >en, der zum mindsten damals — bei Abfassung des offenen Briefes — nicht mehr bestand. Oberbürgermeister Mecum hatte in einer Abmachung mit den beteiligten Landräten zugestanden, die Betreibung der Gießener Bahnwünsche bis nach Ferttgstellung der 23-afyn nach Wetzlar zurückzu- kellen. Er war aber, nachdem Wetzlar entgegen wn früheren Abmachungen seine Bahnwünsche beim ireußischen Eisenbahnministerium einseilig betrieben hatte, von dieser Vereinbarung zurückgetteten und hatte inzwischen zufolge eines Beschlusses der Gießener StadtverordnetenEersannnlung die Wünsche Gießens wegen Erbauung der Hinterlandbahn mit dem Endpunkt in Gießen in einer Eingabe ebenfalls dem preußischen Minister der öffentlichen Arbeiten unterbreitet. Schon vorher hatte Bcig. Grünewald in seiner Eigenschaft als Landtagsabgeordneter für Gießen zusammen mit Abg. Urstadt und mit Wissen der Bahninteressenten des Biebertales eine Anfrage an die hessische Regierung gerichtet, in der er die Vertretung der Gießener Interessen erbat. AuS dieser Anfrage sucht Der offene Brief dem Beig. Grünewald einen Strick zu drehen, indem er ihm eine gröbliche Verletzung seiner Wichten als Beigeordneter der Stadl Gießen vorwirft. Beig. Grünewald wehrt sich in einem „offene Abwehr" betitelten Flugblatt mit Recht gegen diesen Vorwurf. Wie wir feit längerer Zeit im Gießener Anzeiger, so ist er mit feiner Anfrage für die berecl-tigten Interessen Gießens und des Hinterlandes eingetreten. DaS mag für die Wünsche Wetzlars unangenehm fein, aber Gießen und dem Hinterland gegenüber war es richtig und zweckmäßig. Dir möchten mit Rücksicht auf den gegenwärtigen Stand der Verhandlungen jetzt nicht weiter auf diese Reibereien eingehen und überhaupt dem Wunsch Ausdruck geben, daß die Austragung persönlicher Streitigkeiten im Interesse des Zustandekommens der Dahn von jetzt ab unterbleibt. faltet erbeutet werden. Julius Stephan schlägt nun vor, den Falter durch Gesetze zu säpltzen. Geyenden, in denen er noch vorkonnnt, müssen als -Lxhutzgebiete crflart werden, und in anderen, wo er ehemals zu finden war, kann man ihn wieder cinfübror In einzelnen Gegenden sind solche Schutzmaßregeln bereits getroffen. Bor zwei Jahren hat das Bezirksamt von Berchtesgaden eine Polizeivorschrift von dreijähriger Gültigkeit erlassen, die daS Fangen des Falters oder seiner Raupen ohne Erlaiünns mit 150 Mk. (Selb)träfe ober Haft bedroht. Ächnlich soll die Koblenzer Regierung jüngst 6orgegangen sein, und «n mtomologiicher Verein in BreSlau hat einen NaturnrUnd im Waldenburger Ge- birgc für den Plan gewonnen, dort Futterpflanzen für den Äpollo- faitcr anzubauen, wo dann später Falter ausgesetzt werden sollen. Schließlich hat die Fürstlich Pleßstlrc Verwaltung innerhalb de« fürstlichen Besitzes durch Fangverbote den Falter geschützt, so daß zu hoffen steht, er werde sich in dieser Gegend allmählich wieder ausbreiten. • — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Dem Astronomen, ständigen Sekretär der preußischen Akademie der Dissenfchaften, Wirklichen Geheimen Cberrrgimmnd. rat Professor Dr. Arthur Auwers in Berlin wurde der erbliche Adel vettieben. Geheimrat v. Auwers feierte am 25. Ium das goldene Doktoriubiläum. — Der Aelteste der Bonner medi- «irischen Fakultät, Professor der Pharmakologie, Geh. Medizinalrat Dr. med. Karl Binz feiert ant 1. Juli seinen 80. Geburtstag. Au» Stadt und Land. Gießen, 29. Juni 1912. TageSkalender. K in em a t o g r a p h : Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. Museum deS o b e r h e f fisch en GeschichtsvertzinS. Geöffnet Sonntag vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich. Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittag von 11— i Uhr. Gemäldeausstellung des Kunstvereins im Turmhaus nm Brand. Geöffnet täglich (mit Ausnahme von eainfltag), von 11—1 Uhr, Sonntag» von 11—3 Uhr Aorteier zum Iubtläums-Gouturniest des Turn- gaucS festen: 2 Uhr Festzug von L-ivald» Garten ab; 2*/. Uhr Wethe de» Iatm-LcdcnlftemS; 37, Uhr Schülerturnen auf dem Zeltplatz; abenbi 8 Uhr Ron tert und Tanz. Landkreis Gießen. Wies eck, 27. Juni In der heutigen Ge mein berat S s i tz u n g wurde beschlossen, oen neu protektierten Bauplock an der Turnstraße und dem Lichtenaucrweg mit der Wasserleitung zu versehen. Die Arbeiten, die im Voranschlag mit 2100 Mk. vorgesehen sind, sollen unter den hiesigen Unternehmern zur Submission ausgeschrieben werden. Eine lebhafte Aussprache entspann sich über die Ablage einer neuen Straße von der Kirchlttaße nach der Alienbusecker Straße. Nachdem der Vorsitzende die Not- Wendigkeit der schon teilweise bebauten Straße näher erläutert halte, wurde zur Abstimmung geschritten. Das (Ergebnis war Stimmengleichheit. Der Vorsitzende erklärte sich hierauf für die Projektierung, wodurch sie als angenommen zu betrachten ist. Die Ortssatzungen über die Gehalts- und Dienstverhältnisse der Beamten und Be- bienfteten der Gemeinde Wieseck wurden, da sie eine längere Beratung benötigen, auf die nächste Sitzung verschoben. Ferner wurde beschlossen, der Stadt Gieyen für die Anlegung der Elektrischen Straßenbahn nach Wieseck ein Angebot von 30000 Mk. zu machen. Auch dieser Punkt wurde mit knapper Mehrheit angenommen, )enn durch den Autoverkehr, der nicht den Bedürfnissen entsprach, ist die Rentabilität der Strecke Gießen—Wieseck als nachgewiesen zu betrachten, weshalb sich auch der Gemeinderat nur schweren Herzens zu dem Angebote ent- 'chließen formte. Durch die Genehmigung der Sttecke Gießen—Krofdorf, die etwa sechs Kilometer beträgt, mit einem Zuschüsse der Gemeinde Krofdorf von 50 000 Mk. erachtet der Gemeinderat ein Angebot von 30000 Mk. ür die Strecke Gießen—Wieseck, die nicht ganz zwei Kilo- meter lang und zu annähernd zwei Drittel auf städtischer Gemarkung ist, vollkommen gerechtfertigt. Die Nctturali- ierung des Franz Voigt wurde genehmigt. Die Anlegung >er elektrischen Straßenbeleuchtung auf verriebenen freien Plätzen wurde auf später vertagt. -m. Utphe, 28. Juni. Als Täter des vor einigen Tagen bei Gastwirt Tag hier verübten Einbruch di eb- stahlS wurde von der Gendarmerie ein ISjäbriger feiger Bursche ermittelt, der nach anfänglichem Leugnen eingestand, in ^Wesenheit der Bewohner vom Hofe auS in das Gebäude eingeftiegen zu fein und einen größeren Geldbetrag entwendet zu haben, um damit eine Teilzahlung auf ein Fahrrad zu leisten. Die Höhe der entwendeten Summe konnte nicht genau festgestellt werden. — Lich, 29. Juni. Die Großherzogltchen Herr, schäften begaben sich gestern nachmittag 2 Uhr in Be- gleitung deS Oberleutnants v. Schroeder im Auto hierher. Die Rückkehr nach Jagdschloß Wolfßgarten erfolgte abends 11,30 Uhr. Kreis Büdingen. X Büdingen, 28. Juni. Der in diesen Tagen in Kaffel versammelte Landesausschuß des Regierungsbezirks Kassel hatte sich u. a. auch mit der Bewilligung eines chy po t he karr scheu Darlehens in Höhe von 395 000» Mark an die für den Bau und Betrieb einer Kleinbahn Hanau — Büdingen zu errichtende Aktiengesellschaft zu befassen. Zu einer Beschlußfassung kam es noch nicht, da einige Unterlagen noch beizubringen sind. Infolgedessen wird erst die nächste Sitzung einen Beschluß fassen können. Da der Landesausschuß sich früher grundsätzlich dafür ausgesprochen ist, ist an der endgiltigen Genehmigung nicht zu zweifeln. Kreis AlSfeld. = Mücke, 28. Juni. Herr H. Wittich teilt un5 mir, daß er mit der Schießangelegenheit, über die wir in Nr. 147 berichteten, nichts zu tun Hal. Er habe von der dlngelegenheil erst durch die Zeitung erfahren. Kreis Wetzlar. Dulenhafen, 29.Juni. Auf dem Jagdschlößchen findet morgen Sommerfest mit Konzert und italienischer Nacht statt. (6. Anzeige.) Hessen-Nassau. V. Höchst a. M., 28. Juni. Bei der heute abend stallgefundenen Wahl eines besoldeten Beigeordneten für die Stadl Höchst wurde MagistralSasieffor Dr. Hog- Frankfurt a. M. mit 20 von 36 abgegebenen Stimmen auf die Dauer von 12 Jahren gewählt. Hessen-Nassau. W Kassel, 28. Juni. Auf den Niederhessischen Basalt- Werken bei Malsfeld wurde durch plötzlich einstürzende Gesteinsmassen eine Anzahl Arbeiter verschüttet. Zwei uwrdcn lebensgefährlich, mehrere andere leicht verletzt. vermischtes. * Ein gewaltiger Brand wütete gestern abend auf einem Baumaterialienlagerplatz in der Schloßstraße in Schöneberg. Das Feuer entstand vermutlich durch Funkenflug aus einer Lokomotive. In wenigen Minuten hatte es eine große Ausdehnung gewonnen und drohte den gesamten Lagerplatz sowie einen angrenzenden Kohlenlagerplatz zu vernichten. Bei der außerordentlichen Hitze, die das brennende Holz entwickelte und dem sehr starken Qualm, mußten die tapfer voraehenden Feuerwehrleute immer wieder rasch abgelöst werden. Fast znwi Stunden wähtte der Kampf mit dem enffesselten Element, bis dessen Gewalt gebrochen wurde. Amtlicher Wetterbericht. Oesfenllicher Wetterdienst, Gießen. WetterauSsichten in Hesien für Sonntag, den 30. Juni 1912: Warm; Gewitterneigung. ......... ■ . — Letzte Nachrichten. bS. Darmstadt, 29. Juni. Die Erkrankung des Staats- Ministers Dr. Ewald hat einen ernsteren Charakter angenommen, da der Minister neuerdings noch an einem Gallenleiden erkrankt ist. Potsdam, 29 Juni. Der Kaiser ist heute morgen 6 Uhr auf Station Wildpark angekommen. T ödes-Anzeige Heute nachmittag 2*/, Uhr entschlief sanft nach langem Leiden unser innigst geliebtes Söhnchen Otto Im Alter von 2Vs Jahren. Die tiefttouernben Eltern: Jamilie Ludw. Pb. Schmidt. DieseL den 2& Juni 1912. Die Beerdigung findet Sonntag, 30. Juni vormittags 11'/, Uhr statt. 4563 Trauer a*/el Hüte, Blusen, Schürzen. Flore, Schleier Crepe, Krawatten, Schwarze Seidenstoffe Auswahl und Muster bereitwilligst. A. Salomon & Cie. “eT Üns< übernommen zum Preise vc zllr öffentliche Die Die Aus: Wir Giesse Johannes Mit Anf Grund des bei ■lilliNM Buderns’sc mm Handel und zur N< der Obligationen zum H Von diesen Tei Betrag von n unter den nachstehenden 1. Dn Zeichnung findet i 1 in Beilin* in Frankfurt in Dortmund; w Elberfeld: 18 Essen-Buh Giess, iaCöln: Limburg; J^ellch 4y 0/ (V. . Die Zeichw,/0 1 Bei K^ten BefrlJ?1 liehe Re- ^®lche « der di. i di« i Sl-Jtli a Ben. C,nznz' Ci zum Preise von am Mittwoch, 3. Juli 1912 100 °|0 Unsere Bank hat in Gemeinschaft mit anderen Instituten M 6000000.— obiger Anleihe übernommen und wird einen Teilbetrag von Wl 3 000 000.— zur öffentlichen Zeichnung auflegen. e *•/, Die Anleihe ist eingeteilt in Stücken von M 500.— und 1000.—. Die Zahlung des Kaufpreises kann sofort, muss jedoch bis spätestens 21. Juli d. Js. erfolgen. Ausführliche Prospekte stehen Interessenten gerne zur Verfügung. Wir nehmen von heute ab Anmeldungen zur Zeichnung entgegen. Giessen, 29. Juni 1912. Johannesstrasse 17, gegenüber der Johanneskirche. Mitteldeutsche Creditba.uk Filiale Giessen - der jungen NN öu dem üinürfint. "ÄmiMng dtt cJS »«» M SWr. Asss “UHta vertagt Bewohner bor: tlcp M sein unb ewr 11 haben, um damit cir L leisten Die Höhe br 8« sestgestellt werben ovherzoglichen Herr, nachmittag 2 Uhr in B-. chroeder im Auto hierher, 'alskgarten erfolgte abend: Zeichnung* auf nominal M 3000000—AVI» zu 103°|o frühestens vom 1. Dezember 1917 ab rückzahlbare, hypothekarisch sichergestellte Teilschuldverschreibungen der Buderus’schen Eisenwerke zu Wetzlar. Betrag von nom. M 3000000 in Berlin: Frankfurt a. M.: in Giessen in €öln: Stelle Früherer Schlau ist dem Ermessen jeder 5. in Limbarg: in Weilburg: in Wettlar: Dortmund: Elberfeld: Essen-Ruhr: in in in bei bei bei bei lagistrateassessor Lr. H°S i 36 abgegebenen ehmmr fett. h. Wittich teilt uns nn‘. ,enheit, über die wir ■ un hat Er habe von be mq erfahren. Klar. Aus demJagdschlößch«' t ßonjcrt und Mit* bei der Mitteldeutschen Creditbank bei der Deutschen Bank, Filiale Frankfurt bei der Dresdner Bank in Frankfurt a. M. bei der Firma Bass & Hera bei der Firma Gebr. Sulzbach bei der Essener Oredit-Anstalt bei der Firma von der Heydt-Kersten & Söhne bei der Mitteldeutschen Creditbank, Filiale Essen-Bnhr bei der Essener Credit-Anstalt bei der Rheinischen Bank » bei der Mitteldeutschen Creditbank, Filiale Giessen bei der Firma SaL Oppenheim jr. &, Co. bei dem A. Schaaffhausenschen Bankverein bei der Firma Hermann Hera, Bankgeschäft bei der Firma Hermann Herz bei der Mitteldeutsehen Creditbank, Deppsiten- kaase bei der Firma Julius Kellner . «blichen Geschäft« tun den auf Grund eines bei den der Mitteldeutschen Creditbank der Deutschen Bank der Dresdner Bank dem K. Schaaffhausenschen Bankverein Mitteldeutsche Creditbank. Deutsche Bank. Dresdner Bank. A. Schaaffhausenscher Bankverein. Fahnenstoffe in allen Farben Fahnenstangen, Quasten. Kordel u. Spitzen empfiehlt billigst Julius Schulze, Kreuzplatz während der bei jeder Stellen erhältlichen Anmeldeformular«. faU. । m. Bei der Heck W I (beten Beigeordneter unter den nachstehenden Bedingungen zur Zeichnung auf: 1. Die Zeichnung findet statt am Mittwech, den 3. Juli 1912 einzelnen Stelle vorbehalten. 2. Der Zeichnungspreis beträgt: 100% inze*9e KM"" to $£•«•* 'gen. r in diesen Tagen in LG Verungsbezirts Lasset foit: eines.hypothekarischer * Mark an die für den 9t. nau—Büdingen zu er n. Zu einer Beschlußsasim..- agen noch beizubnngen siii! :itzung einen Beschluß fasse- ch früher grundsätzlich dasr tigert Genehmigung nicht ► LsSi jiaüid) eine p , tonnten - d-» S«> gewählt. ichl verletzt. —. il « i Ci£J^ eonntag» Auf Grund des bei uns erhältlichen Prospektes sind ooninl M 6fHM0 Mziilft il. Unter I1H rrötiil- dm, Wltetmld mterpUe TeilstitoMufl der Buderus’schen Eisenwerke zu Wetzlar tum Handel und zur Notiz an der Berliner Börse zugelassen worden. Die Zulassung der Obligationen zum Handel an der Frankfurter und Kölner Börse wird beantragt Von diesen Teilechuldverechreibuiigen legen wir hierdurch einen zuzüglich 4l/,% Stückzinsen vom 1. Juni 1912 bis zum Zahlung!tage. ni« Zaicheer tragen den Schlusssebeinstempel. 3. Bei der Zeichnung ist auf Verlangen der Zeichenstellen eine Kaution von 6•/. des gezeichneten Betrages in bar oder in solchen Effekten zu hinterlegen, welche von Hat betreffenden Stelle als zuläwig erachtet werden. 4 pje Zuteilung welche sobald als möglich nach Schluss der Zeichnung durch schnft- Hebe Benachrichtigung der Zeichner erfolgt, unterliegt unserem freien Ermessen. Zeichnungen, welche unter Uebernahme einer Sperrverpfhchtung erfolgen, finden ^T^au^r^teT^di’e0zugeteflten Teilschnldverschreibungen ist bei derselben Stelle, bei der die Anmeldung erfolgt ist, in der Zeit vom 13. Jnli bis spätestens 21. Juli d. J. cinzuzahlen; von letzterem Tage ab gelangen die Stücke zur Ausgabe. Berlin, im Juni 1912. 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Der Vorverkauf beginnt Sonntag, 11 Uhr, au der Tageskasse dcS Stadttdcaters. aN/e WW-KMM Wir danken unseren Mitbürgern für die uns bis jetzt für die angemeldeten Turner bereitgestellten Quartiere. Da aber deren lil6e»Än Friedberg u. Ilmgcgtnd die Mitteilung, daff wir 14543 Montag;, den 1. Jnli d. Je. unsere VerteiiungstelBe Nr. 9 Fanerhacheretraeec Xr. 3 in Friedberg eröffnen. Zahl nicht hinreicht, um den Kampfrichtern und Wetturnern nach ihren mühevollen Arbeiten eine häusliche Ausnahme gewähren zu können, so bitten wir um weitere Wchlliiiigen gegen mtzige Vergütung. Meldungen bitten wir an den Wohnungs- Ausschuß — Herrn E. Horst, West- Anlage 46 — zu richten. c*/fl Der geschäftsführende Ansschnss 3ubiläums-6auturnfelt Wir ersuchen unsere Mitglieder, sich bei dem morgen stattfindenden Festzug zur Einweihung des Jahngedenksteins recht zahlreich lmögl. in der Vereinskleidungi zu beteiligen. Ter Vorstand v20/6 des MännerturnvereiuS. des Turnvereins von 1846. Steins Garten. Mittwoch, den 3. Juli Umirt-Konzerl der Kapelle des Inf.-Regts. „Kaiser Wilhelm“ Nr. 116, unter Mitwirkung des I. Deutsch-Amerikanisch. Männerquartetts Anfang 81/« Uhr. C Kiiiematograpii Bahnhofetr. 64 O.j382 Bahnhofstr. 54 flammen im Schatten großes Sensationsdrama in 3 Akten. Nlvike wird aus Liebe BerMrer, humoristischer Schlager. Ein positiver Beweis, Drama aus dem Amerikanischen. Eine unruhige Woche, humoristisch. Der Ameisenlöwe, interessante Studie. Hotel Schütz, a Plockstraße 12. 05419 Plockstratze 12. Heute Premiere Wir gestatten uns ausdrücklich darauf binzuweisen, daff die Mitgliedschaft von jedermann erworben werden kann. Sie ist weder an die BcrusSstcllnng, noch nn die Zugehörigkeit zu irgend einer politischen Partei gebunden. Die Dorteile eines Konsumvereines sollen allen Interessenten, nicht nur-einer eng begrenzten Grnvoe zu Gute kommen. Ter Eintritt betragt 50Psg.; ein Geschäftsanteil von 30 Mark ist innerhalb der Tauer von drei Jahren zahlbar. Dieser wird nach Vollzahlung verzinst und bei eml. Austritt zurlickgezahlt. Tas beim gemeinsamen Einkauf Erübrigte wird nach Jahresschluff an die Mitglieder zuriickaezablt.____________ Ter Vorstand. Großes dramatisches Schauspiel. Ein wunderbarer Zauber umlebt dieses Bild, dessen packende Handlung und mit unwiderstehlicher Gewalt zum Mitfühlen hinreißt. Ferner: Moritz als Schwindler Posse, gespielt von Herrn Prince. Snsis Heirat Humoristischer Schlager. Pathe Journal Hochinteressante Neuigkeiten aus aller Welt I® Firnqln der Schweizer ilpeö Herrliche Naturaufnahme. Drama in 3 Akten aus dem Chinesenviertel St. Franciscos. Eigenartige fesselnde Handlung, spannend vom Anfang bis zum Ende. Eine Sensation ohnegleichen. Außerdem heben wir au§ unserem hervorragenden Programm hervor: Slick lick Kolosseum. Telephon 645. Inh.: Karl Cbm. Walltorstr. Täglich abends ab 7'/, Ubr: Künstler-Konzert. Am Sonntag, den 30. Juni findet wieder ein Heute und folgende Tage 4411 Konzert Kavalier-Ball statt. Anfang 7 Ubr. a”/„ Ende 5 Ubr morgens. Eintritt für Herren50Pfg. infl. Tanz. Tamen frei! derOnpal-Tiroler Sänger-, Instromenlal- ö.IäDzerlreppe D’Fernstoaner. 6 Damen, 3 Herren. Anfang 6 Ubr. Eintritt frei. Tanzmusik «3* sa. Kaiser Allee oösöö Neu! Achtung! Neu! Jagdschlösschen Dutenhofen Sonntag, den 30. Funi 1912 : Sommerfest Grosses Konzert auSgefllhrt von der s>euerwebrkavelle Lich Eintritt frei. 'Kapellmeister Hisgem. Eintritt frei. Bei cintretcnber Dunkelheit: ItallcnlHche Va< ht. CS ladet ergebenst ein 05358:(gfl. t'eil Phil. Hofmann, Gasthaus zur neuen Welt Gienen, Wevtteingaffe 10. t Aettrischer Tldeibeil-LihieWnd lelbstmarkierend, paffend für Gastwirte u. SrbüvcugcieN »chastcn. ylntcreficnicn können denselben bei nur emieben. Zagdschlöhchen Dutenhofen Telcpbou 423 (4,380) ^nh.: Gg. Peil. ■ ■■■■ Beliebter Ausflugsort. — >CU Schöner, schattiger Aanen, grober Saal, Terraffe. 0d403Gute Küche, helle und dunkle Siere, Weme crstertzirmen. Klein-Linden. Großes Sängerfesl 25-jäbr. Jubelfeier des Gesangvereins Kannonie am 28., 30. Juni und 1. Jnli d. I. 438i Der Fest-Ausschuss. Unser gesamtes Warenlager unterstellen wir für die Zeit vom 1. bis 13. Juli einem Hur-Ins wM Nur Waren guter, bewährter Qualität zu erheblich herabgesetzten Preisen Bett-Damaste Hemdentuche Halbleinen Bettuchleinen Pikees Bett-Kattune Schürzenstoffe Blusenstoffe Handtücher Tischtücher Servietten Gläsertücher Taschentücher Schlafdecken Steppdecken Bettüberdecken Damen-Wäsche Herren-Wäsche Kinder-Wäsche Bett-Wäsche Unterzeuge Damenschärzen Kinderschürzen Zierschürzen Grosse Posten abgeschnittener Blusen, Schürzen Jeder Art, farbiger Herren-Hemden und Reste aller Artikel zu bedeutend ermässigten Preisen, Rabattmarken werden trotz der Preisermässigung für Barzahlung gewährt. C. Röhr & Co. Aiitiqiitäten Geschnitzte,eingelegte^emalt. und gekehlte Kleiderfchränke u Trüben sowie Kommoden, Tische, Sestel, Stühle usw. Groffe Auswahl 3741 Billige Preise! 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Mutigen Al ««lOTität Aufhe Ertragt. toU^eiL im r Untonnx J^^Sl Waltungs^ dm 5L6l Reed n ^chikde, k^hatie L.^te Gl Die^tt^rte »»?.\lctl L.Sr«Und >re2"Ne $= b ben («h)ar „ ein LÄO? Starte Sun tof i- im ^rch>ch"-t im Deutsche» Rei in Preußen Sayern ' Sacken * Württemberg ' Baben ' Hessen Mecklenburg ' tzachsen-Weimt ' Berlin * Hamburg Mr die beiden SrMsse noch mcht -ishen'gen Beroffent -cbeidungsprozey mr< idttitie gemacht M- düngen sind auch die Sevölleruna beteckgi den geschißenen Per über 77 o. !p. ebana fern weisen diebeidc nur. Die starke Bet Verbindung mit and Pevöllerungsdichtigke Ehescheidungen ist; cornehmtich durch dc setzbuches gefördert 1 Was die Ebesch die sehr sorgfältig t auch für das Deuts stab abgibt, aus, d geschiedenen Ehen, no ehe und widernatürli und Frauen wurde: gleiäM Teilen „al- tannt; dagegen war, Verletzung der durch weaen böswilliger V nicht in dem Maße nismäßia groß ist kurzer Geltungsdau werden; in Preuße Scheidungen insge 10 Jahren wurden 10 bis 15 Jahren 2 zahl der Ehescheidm p. auf bie Stabte, LA >aoli|