I Die heutige Nummer umfatzt 10 Seiten- nach Durchschnitt jährlich 1 Mill. Mk II 1 ,) Telephon N vtn Insgesamt Davon zollpflichtig Es wurden also im ation Zllht-L ckgtil. 1911 7 941 896 dz 1 040 484 „ ‘lepljint- u. Anlagen, jtllngs-ßörprk i Zoll erhoben, während der Wert der Gesamteinfuhr in Kartoffeln im Jahre 1910 rund 20 Mill. Mk. und l Jahre 1911 rund 50 Mill. Mk. betragen hat. Dieser jnjuhr steht aber eine Ausfuhr von 16 Mill. Mk. Wert i Jahre 1910 und von 19 Mill. Mk. Wert im Jahre 1911 genüber. So sind im letzten Jahre z. B. nach Frank- Ans Tobruk wird gemeldet, daß am 25. Februar zwischen 10 Uhr vormittags und 1 Uhr nachmittags zahlreiche arabische und türkische Mteilungen wiederholt ein Fort angegriffen hätten. Die Angriffe wurden, so heißt es in einer Meldung der Agenzia Stesani, durch Artillcrieseuer zurückgewiesen. Die Italiener erlitten keine Verluste. Vor B e n g h a s i ist das Meer wieder ruhiger geworden. Die Ausschissungen werden hier wieder ausgenommen. Ein Italiener in Tunis getötet. Tunis, 26. Febr. Im Verlause eines Streites mit Eingeborenen wurde ein Italiener getö- -Mi eleganter 3- tig bei S d weih I** iftalt „(er Sir*11 Blsfeld «•>* 1910 3106620 dz 952344 ,, Deutsche Kolonien. Die Neubesetzung der Gonverneurposten in Deutsch-Ostafrika, Togo und Samoa dürste, so schreibt man uns aus Berlin, erst in einigen Wollten erfolgen. Vorläufig sind endgültige Dispositionen für die Neubesetzung noch nicht getrosten. Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg hat allerdings den Wunsch geäußert, den Gouverneurposten in Togo übernehmen zu wollen. Seine Ernennung ist wahrscheinlich, ist aber bisher noch nicht erfolgt. Für den Posten eines Gouverneurs in Deutscli-Ostasrika kommen zwei Beamte des Reiche- kolonialamts in Frage. Die Neubesetzung des Postens für Samoa ist noch eine offene Frage. » Wie die „Tägliche Rundschau" von untcrrick^eter Seite erfahren haben will, erwägt man eine Vetteilung der Gouverne- mentspostcn in folgender Weise: der Herzog Adolf.Friedrich von Mecklenburg kommt nach Togo. Der jetzige Gouverneur von Togo Dr. Brückner soll nach Südwcstafrika geschickt werden, wo er aus seiner früheren Tätigkeit in großem Ansehen steht. ,Dr. Seitz, der jetzige Gouverneur von Südwest dürste als Nachfolger des Frhrn. p. Reckrenberg jrntb Ostairika acben. Was mit Samoa arr*)cben soll, steht noch nickst lest. Cs licat der Vorschlaa vor. Samoa dem Gouvernement Neu-Gmnea äu .unterstehen, dock scheinen die maßoebenden Stellen zu einer solchen Neuerung keine Neigung zu haben. Au8 Dkutsch-Ost-Afrika wird gemeldet, daß die erste Lokomotive am Montag ist Tabora, dem Hauptplatz im Innern Deutsch-Ostasrikas, cingo fahren ist. Tie von Tar-es-Salam ausgehende Zcntralbahn hat damit eine Länge von 850 Kilometer erreicht. Der KartoffcljoH. Es ist nicht zu erwarten, so schreibt die „Deutsche Helksw. Korresp.", daß die vom Bundesrat beschlossene ZuSpeudierung des K'artoffelzolles eine fühlbare Ermäßigung der Kartosfelpreise zur Folge haben wird. Dieser .Zoll im Betrage von 1 Mk. für den Doppelzentner wird gemäß Nr. 23 des deutschen Zolltarifs nur in der Zeit vom 15. Februar bis 31. Juli erhoben und soll also vor- ( zugsweise die Einfuhr ausländischer Frühkartoffeln treffen, ! bic von den wohlhabenden Klassen konsumiert werden und vegen ihres hohen Preises für die Ernährung der breiten Lolksmassen kaum in Frage kommen. Die Einfuhr von tartofseln, soweit sie in der Zeit von 1. August bis 14. Fe- j frruar erfolgt, ist zollfrei. In den letzteren zwei Kalender- Ausland. Aus N e u h o r k wird gemeldet: Roosevelt erklärte in Beantwortung einer von den Gouverneuren der Weststaaten an ihn gerichteten Anfrage, ob er Präsidentschaft!) k a ndidab sein wolle: Ich nehme die Nominierung an, falls sie mir an geboten wird. Ich verharre bei diesem Entschluß, bis der Konvent seine Wahl getroffen hat. jähren hat nun die Einfuhr von frischen Kartoffeln ^Deutschland betragen: |Äeid) 541 963 dz, nach Holland 551 782 dz, nach der Sckstveiz !y<0303 dz, nach Oesterreich-Ungarn 414 602 dz, nach Belgien 189 dz Kartoffeln aus Deutschland ausgcführt worden. | 8n der Einfuhr nach Deutsck>land waren u. a. beteiligt iRholland mit 3 874 896 dz, Rußland mit 2185139 dz, Bel- jljicn mit 970 136 dz. Aus Italien und Malta kamen »>389853 dz. Selbstverständlich wird durch die Einfuhr nur ein ganz geringer Bruchteil unseres Bedarfs an Kar- tosseln gedeckt, und von diesem Bruchteil war, wie aus den obigen Zahlen ersichtlich, wiederum nur ein Bruchteil bis- Iler mit Zoll belastet. Der Marttpreis der Kartoffeln kann hirdj diesen Zoll nur wenig gesteigert worden sein, und tr wird ebensowenig durch die Suspendierung des Zolles 1 »mäßigt werden. ___________________ Zur veschiehung von Beirut Konstantinopel, 25. Febr. Wie verlautet, geht B c s ch l u ß d e s M i n i st e r r a t s dahin, daß die Jtalie- rc aus allen Gegenden ausgewiesen werden, welche der Folge von der italienischen Flotte angegriffen werden, au behauptet, daß im Ministerrat eine Strömung be- nd, welche die allgemeine Ausweisung der Italiener laugte. Aber die Ansicht, daß eine teilweise Ausweisung verfügen sei, drang durch. Einem Gerücht zufolge soll Pfund die Negierung beabsichtigen, auch einige der wohlhabenden Klasse angehörige Italiener in Konstantinopel auszuweiseu. Eine Depesche des Walis von Beirut besagt, es wurde festgestellt, daß während des gestrigen Bombardements fünf Kanonenkugeln die Danque Ottomane getroffen haben, drei eine deut s che Bauf, welche gegenüber liegt, fünf die Kkilagerhaus-Gesellschast, eine Kugel die Bank von Saloniki und das Paße-Bureau. Eine Kirgel traf ferner eine private Bank im Innern der Stadt. Einige uugeln sielen im städtischen Garten bei dem Hospital und der Industrieschule nieder Kugeln trafen auch das Zollamt und beschädigten Waren. Während der gestrigen Erregung wurden bei einem Waffenhändler Waffen geraubt. Die Schuldigen werden gesucht. Die genaue Zahl der Getöteten und Verwundeten ist noch nicht festgestellt. 50 Mann der Besatzung des Kanonenbootes „Ain Jllah" werden vermißt. Ein Geschoß fiel in das Libanon- dorf Tjedide, welches sechs Kilometer vom Hafen entfernt liegt, und explodierte, ohne Schaden anzurichtcn. Es heißt, daß die Italiener auch zwei Torpedo gegen die „Ain Jllah" abgeschossen haben. Agenzia Stefani meldet: Zuverlässigen Nachrichten aus Beirut zufolge sind bei der Beschießung der türkisckzen Schifse lediglich die Gebäude der Banque Ottomane und der Bank von Saloniki ohne Absicht leicht beschädigt worden. Die Gesamtzahl der Getöteten und Verwundeten beläuft sich auf dreißig türkische Soldaten. Die türkische Protestnote an die Mächte. Paris, 26. Febr. Nach einer offiziösen Mitteilung hat der hiesige türkische Botschafter Rif aat Pascha im Namen seiner Regierung dern Ministerpräsidenten und dem Minister des Acußcrn, Poincare, heute die an alle Mächte gerichtete Protestnote gegen das Bombardement von Beirut überreicht, in der" unter Berufung aus Artikel 2 der Haager Konvention erklärt wird, daß die von Italien den türkischen Schiffen gewährte Frist von 20 Minuten nicht als eine billige Frist im Sinne dieses Arttkels angesehen werden könne. Wieder Ruhe in Beirut. Hamburg, 26. Febr. Nach den letzten Telegram- men, die der Deutschen Palästinabank hier von ihrer Filiale in Beirut zugegangcn sind, ist die Stadt wieder ruhig. Dank der energischen Maßnahmen der Behörden herrscht eine musterhafte Ordnung. Da die Beiruter Garnison schwach ist, rückte Militär von D a- m a s k u s i n d i e S t a d t e i n. Auf den Straßen patrouillieren starke Truppcnabteilungcn. Europäer sollen nicht verletzt sein. । Klimu u :: 40? ßeio clP‘ . no^ SE Ä gol erklärte die Astronomie so, daß er ein Toppelstern ist. Der Algol selbst ist sehr lichtstark, sein Begleiter dagegen ist dunkel, und da die beiden Sterne umeinander kreisen, schneidet der dunkle Stern bei jedem Umlaus das Licht ab, das zur Erde gelangte. Tieser „dunkle" Begleiter ist nun, wie Professor Stebbins von der JNinois Universität aus genauen Beobachtungen erschlossen haben will, durchaus nicht „dunkel", sondern strahlt ungefähr fünfmal soviel Licht aus, wie die Sonne! Tic Hclligkeitsschwankungen des '211 goU lassen sich hieraus genau so gut erklären, als sei der Begleiter wirNich ganz dunkel, denn cs genügt, wenn die beiden Sterne in ihrer Helligkeit wesentliche Untcrscküede zeigen. Das ist nach Stebbins Messungen durchaus der Fall. Tte dem Algol zugekehrte Seite des „dunklen Sternes" soll 5,9 mal so hell leuckücn wie die Sonne, die dem Mgol abgcwandte, 5,3 mal so hell. Er selbst aber sendet ein Licht aus, das etwa 50 mal so hell ist, wie das der Sonne. Gegenüber dem Algol ist der „dunkle Stern" also wirklich dunkel. Wie hell er ist, sucht Stebbins in einem Vergleiche klar zu machen: stände die Sonne dar, wo das Algolsystem sich befindet, so wäre sic für menschlickx? Augen selbst mit den stärksten Fernrohren nickt aufzusinden, denn sie erschiene dann als Stern der 26. Größenordnung Ter Algol selbst hat nach früheren Beobachtungen eine Größe von 2,2 wahrend sein dunkler Begleiter für fick nach Stebbins betrachtet zwischen den Größen 4,6 und 5,2 einzuordnen wäre. — König Georg von England als Erfinder. Georg V. von England hat fick, wie die „Nature" mitteilt, eine Erfindung durch Patent schützen lassen, die als „Toppel- ofen mit einfacher Heizung" zu bezeichnen ist. Bei dicfcm patentierten Ofen wird ein einziges. Feuer in zwei Heizungsanlagcn verwendet: allerdings müssen diese beiden Heizungsanlagen Wand anb Wand in zwei benachbarten Räumen liegen und einen gemeinsamen Schornstein haben. Noch der Beschreibung hatte der königliche Erfinder dabei einen Kochherd und einen Ofen zu h ttcn im Sinne. Tas wesentliche an der Erfindung ist, daß durch einen einzigen Hebelgriff der ganze Rost mitsamt dem Feuer darauf ^us einem Ofen in den anderen geschoben werden kann, wodurch Zeit und Brennstoff gespart wird. — „I h n traf des Himmels Strasgerich t." Aus Mülhausen i. E wird der Straßburger Post folgendes Geschicht- dwn erzählt: „Ein ehrsamer Bürger unserer Stadt, der die in Italien und der Schweiz so vorzüglich bergeftelltm Lalamiwurst zu seinen Lieblingsspeisen zählt, beabsichtigte kürzlich einer dieser wohlschmeckenden Würste von einer nach Basel unternommenen Geschäftsreise mitzubringen. Nun dürfen-ecker unter teiner Bedingung Fleiicüwaren angeführt werden, selbst trenn man sie verzollen möchte. Unser Freund beschloß daher kurzerhand, eine Salamiwurst von beträchtlicher Länge über die Grenze zu schmuggeln. In sorgfältiger Verpackung steckte er sie in seinen zu- launnengcroHten Regenschirm und eilte in letzter Stunde dem „d B** Celepl''*”' I -1 - Bahnhöfe zu. Bei der Zollrevision öffnete er bereitwilligst seinen Haudkosser. Ten Schirm stellte er ivährenddesseti behutsam in die nächste Ecke. Als der diaisttuende Beanite pflichtschuldigst die Revision vorgenommen hatte, packte der Elsässer seine sieben Sachen wieder zusammen und lenkte vergnügten Sinnes seine Schritte dem bereitftehcnden Eisenbahnwagen zu. Als aber der Zug sich in Bewegung setzte, merkte er, daß er seinen Scktirm mit dem wertvollen Inhalt vergessen hatte. Es braucht tvohl nicht gesagt zu werden, daß er den „in Gedanken stehenden liegenschirm" nicht zurückverlangtc. Auch brauchte er sür den Spott seiner Freunde nicht zu sorgen." — Beim arabischen Wahrsager in Tripolis. Ein' lustige Erfahrung mit einem arabisckum Wahrsager auf dem Kriegsschauplätze von Tripolitanien erzählt Alan O st l e r. Im Lager herrschte Ruhe und der Korrespondent unternahm einen kleinen Spaziergang in ein benachbartes arabisches Tori „Heule konsultierte ich auf dem Markt diesen würdigen Mann, der mit ernster Miene dasaß und geheimnisvolle Zeichen in den Sand zeichnete. „Wann loerde ich in meine Heimat zurückkchren?" fragte ich. „(9ebt mir zwei Grüsch" (ungefähr 80 Psg. Ich gab ihm das Geld und er drückte mir eine Hanovolt Sand in. die Hand. „Nun denket an einen Wunsch, dessen Erfüllung Ihr. erjehnt." Tann nahm mir der Zukunftsdeuter den Sand ab, streute ihn über die Zeichnungen am Boden und bat mich, auf einige Zeit zu verschwinden Ich ging auf dem Markte spa- zieren und kehrte nach einer halben Stunde wieder. Ter Wahrsager hatte mir etwas Freudiges mitzuteilen. „Jubele, o Eng- länger, Deine Kinder sind wohlauf." Die Absicht des Mannes war anerkennenswert, aber ich wurde doch ein wenig verwirrt: der Wert der Prophezeiung schien mir zweifelhaft, da ich doch nun einmal nicht verheiratet bin. Aber schon fuhr der Wackere fort: „Daheim sitzt Dein Weib und gedenkt Deiner und verehrt sich in Sehnsucht: sie sendet zum .Himmel ihre Geb t^, auf daß Du bald heimkehrest und sie wacht emsig darüber, daß fein unredlicher Diener Deines Hauses Dick betrüge unb, entwende, ,vas Dein Eigen ist." Tas war nur ein großer Trost. Tie Wahrsagerei ist auf der ganten Welt gleich. Ter braune Araber sagte nur, was mir ein Handleser in der Bondstreet wahrscheinlich auch sagen würde: aber eines hat dieser arabisch»? Zn- kunNsdcuter vor seinen europäischen Kollegen doch voraus: er ist billiger und bescheidener. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Ein neuer Thoma. Ludwig Thoma hat ein Drama vollendet, ein dreiaktiges Volksstück, das den Titel Magdalena führt. Die Uraufführung des neuen Werkes, das die Tragödie eines Bauernmädchens zum Inhalt hat, wird im Oktober dieses Jahres gleichzeüig am Münchener Residenz- tbeater und am Kleinen Theater in Berlin stattfinden. tiert Mig. J 'franz. nrS i, 60 Pj I «»trat. ’b P'z. M ■ uo ,b ’® Pj°.I b' 28 »I kirnen» Hk. 49 Erstes Blatt 162. Jahrgang Dienstag, 27. Sebruar 1912 >r »ieheuer Anzeiger JRW Äb A vez«q»vret»: | scheint täglich, außer JH» ▼ MI ▼ monatlichviertel sks 1 g%T AliA TI Ar Js Ts iT |[fitlfirb"X ■ ■ 1 ■ Zeilenpreis: lokal Loeimal monail. £anb- W F 64, VV H B H Ä, BL [3 O M »L ausivan; 20 l-cnrnq. rlrtf4aftlid)<5 sernsprech -Aulchlüffe: M ■ MM BeraiUworUich stir den t die Redaktion 112, Wr politifdjen Teil: Aupiü MS? General-Anzeiger für Gberhessen LEK- Botationsbrud und Oerlag der Sruh^chen Univ. Onch und Sleindrnderei R. fange. ReOaftion, Lrpedttisn und Ornderei: Sdtulffraüe 1. Rn »«n h vormittags 9 Uhr. vüdingen: Sernfpred)er Hr. 269 SefchäftLftelle vahnhofftrahe 16a. Anzeigenteil: H. Beck. tct. Darauf fand eine Kundgebung vor dem italienischen Konsulat statt. Patrouillen durchzicstcu die Straßen. Deutsches Ein neues Fraktionsverzeichnis ist im p r e u ß i - dien Abgeordnetenhaus ausgegcbcn wordcn Nach Vic- cm am 25. d. M. abgcsdilosscnen Verzeichnis stellt -sich die Stärke der Fraktionen wie folgt: Konservative 150, Frcikon- crvative 61, Nativnalliberale 65, sortschritlliche Voltspanei 36, Zentrum 103, Polen 15, Sozialdemokraten 6, sraktionslos find 3. Erledigt sind 4 Mandate <2 Posen, 2 Berlin, 1 Frankfurt, neun Kassel). Tie Zahl bet Toppelmandate beträgt nur 58, hiervon entfallen 20 aus die Konservativen, 16 auf das Zentrum, 12 auf die liberalen Parteien, 5 auf die Polen, 4 aut die Freikonf'ervativen und 1 auf die Sozialdemokraten. Der „Berliner Lokalanzeiger" m.-ldct auS Berlin: Nachdem in Köln bereits mehrere geheime Konicrellzeu fomobl der MdI ■ ncr, wie der Berliner Richtung deS Katholizismus stattgefunden haben, beruft die Berliner Richtung auf den kommenden Osterdienstag eine Versammlung ein, die nach dein Beispiel der bekannten Osterdienstagkonserenz, die den Kamps einleitete, bedeutende Entschließungeli bringen dürste. Kun ft, Wissenschaft nnd Leben. — DcrGe schich tsschreiberdesSiebenjährigen ricgcs Johann Willfelm v. Archenholz, der vor hun- t Jahren, am 28. ?vbruar 1812, starb, verdanken wir eine iulär geivorbenc Geschichte des Siebenjährigen Krieges, dessen e Feldzüge er als Offizier mitgemacht Imrtc. Die wcrrme vatrio- )? Beacistcruiig, mit der er von Friedrich dem Grotzen sprüht, t nicht vermuten, daß er des Königs Ungnade auf fich ge- en, und z.var mit Recht auf sich gezogen hatte und dcs- b Preußen verlassen mußte. Mltrs nach Beendigung des Krieges te er al» Hauptinann seinen Mschied genommen und lebte Berlin. Hier lernte er einen jungen, unerfahrenen aber r wohlhabenden Sckiveizer kennen und machte ibn jmt Drei ruicren bekannt, die beschlossen, den Fremden un spiele zu .ncn. Als einer von ilmen Wacktdienst hatte lud man den pveizer und Arckrenpolz ein und ichlug endlich eine Lottie wmbre vor, zu der jeder Mitspieler ein Kästchen mit Marken „idt. Aus die Frage, wie hoch man unele, jvurbc dem hweizcr mvibert: „Wie gewöhnlich!" Merstvurbigerweife ver er forno.ihrend und war nickt ,vorig erschrocken, als man it beim Sckliisse sagte, der Satz lei w hock, datz ,etn -terluit :i 1000 Taler betrage. Er machte ^imgfcitcn, ^cr mun Ung ibn, neu kurzfristigen Wechsel auszustellem Prosefsor liier, den er um Rat anging, empfahl ihm, .Wkort ockzureisen i» die Regelung ber Geldangelegenheit thnt ^ überlas,en. Kaum • :r hatte der eine ber Offiziere bavon Kenntnis crbalttm a« er anberen Getvinner unb Archenholz ben°ckrickMgtc worauf dem Schweizer zu Pferbe nachcilten. Mit der Pistole tn ber 3ib zwangen sie ibn, um zukehrcn, um tn Berlin leine schuld , zahlen. Nun roanbte sich Sulzer an den Jtomg unbleg e n den Sackverhalt bar. Sofort erging eine ^duiettsorber, die lisiere zu arretieren, den Wechsel zu vernichten und den schweizer len zu lassen. So gesckab es, die schuldigen wurden kawert und Ikiun mit Archenholz auf Festung. Nach teurer Cntlcinung inci er auf Reisen und übersandte als bernt Druckt Kin guti. fj* „Eitglaiid und Italien" an einen ihm geneigten Lmäier n Gefolge des Königs. Der gab es Dem ^Konig, unb aj4 iefer es lobte, bat er ihn, den Verfasser wieder in -tienit n-. pmem s sei der Hauptmann Arckenbol;, der früher beim itegiment ruunbe gedient habe Friedrich aber antwortete mir „äo, tr ist cs, der Spieler!" und damit war die sache abgetoir k-ickd mußte sofort zurückgeschickt werden, weck „se. ..caieuat »t dem VersaÜer nichts zu tun haben wollteii . ' hufitc sick bei Hamburg an und entwickelte eine lebhafte uno wo Igrciche schriftstellerifche Tätigkeit. — Ein „dunkler Ster n", der fünf m a l s o b e l list Siet die Sonne, lieber den bcfaimtcitcn -stern mit wec^ *in3er Helligkeit, den Algol, macht ein amcrikanifcher einronom i?t2nxürbige Mittetlungen. Die Heiligkeirsverschrcbungen des Aus Stadt und Land. Gieren, 27. Februar 1912. Aus dem städtischen Voranschlag. II. Tie Jagden bilden einen feststehenden Einnahmeposten für die Stabt, da sie noch bis 1920 verpachtet sind. Tie Jahreseinnahme daraus beträgt 4538 Mk., von denen 425 Mk. für Gemeindesteuern und für Anteile von Grundbesitzern abgehen. Tie Märkte erbringen lt. Voranschlag im nächsten Jahr nur 7850 Mk. statt der für das laufende Jahr angesetzten 8800 Mk. Es hat dies seinen Grund darin, daß infolge des bestehenden Verbots der Viehmärkte das Standgeld hieraus und aus den Krämer- märkten nur mit 2000 statt seither 3800 Mk. angesetzt werden konnte. Dagegen konnte das Marktstandgeld von den Wochenmärkten mit 5000 anstatt seither 4000 Mk. angesetzt werden. Die Ausgaben betragen für die Märkte 4278 Mk., fast genau so viel wie seither. Tie Kirchen bilden im städtischen Voranschlag in der Hauptsache einen durchlaufenden Posten, da die von der Stadt erhobenen Lokalkirchensteuern (62 000 Mk. für die evang. und 4500 Mark für die kath. Gemeinde) selbstverständlich den Kirchen- f aff en ungekürzt zufließen. Die Friedhöfe bringen bei 30 627 (1911: 27 637) Mk. Einnahme eine Ausgabe von 39 690 (37 400) Mk. Die Mehreinnahme rührt daher, daß der Erlös aus Gräbern mit 15 000 Mk., also 3000 Mk. mehr als seither, angesetzt werden konnte. Die Mehrausgaben sind hauptsächlich durch erhöhte Anforderungen für die bauliche Unterhaltung der Friedhofsbauten hervorgerufen worden. Einen größeren Ausgabeposten bilden die Aufwendungen für die Schulen. Es sind an Ausgaben vorgesehen für die Volks- und Fortbildungsschule 243133.24 (235 407.70) Mk., für die Höhere und erweiterte.Mädchenschule 107 786.35 (103 772.17) Mk., für das Realgymnasium und die -Oberrealschule 47 429 (47 880) Mk., für die Vorschule des Gymnasiums 12 340 (12 090) Mk., für die Gewerbeschule 6000 (6000) Mk. und für die Aliceschule 1670 (1550.40) Mk., zusammen also 418 358.69 (406 700.27) Mk. Währeno die Vorschule des Gymnasiums sich aus ihren Einnahmen fast ganz erhält — sie nimmt 11000(10 000) Mk. ein — und die Höhere und erweiterte Mädchenschule bei 56 694.29 (54 694.29) Mk. Einnahme über die Hälfte ihrer Ausgaben selbst deckt, sind die übrigen Schuleinnabmen kaum erwähnenswert. Insgesamt nehmen die Schulen 69 579.31 (66 661.31) Mk. ein, so daß die Stabt aus allgemeinen Mitteln 348 779.38 (340 039.96) Mk. zuschießen muß. Tie Mehraufwenbungen für bie Schulen beruhen zum größten Teil auf ber wegen Errichtung neuer Klassen erforderlich geworbenen Vermehrung ber Lehrkräfte. ♦ * * Tageskalen der für Dienstag, 27. Februar: Stadt- tb eatcr; „Tie Bildschnitzer", „Der Barbier von Berriac", „Lottchens Geburtstag'. Aistang 8 Uhr. F r a » e n st i m >n r c ch t s - Verein. Vortrag von Miß Ty s o n-London: Die englische Ctiinmrechtsbewegung und die Snfsragcttes. Abends v'/, Uhr im Hotel Schütz. * * * Landesuniversität. Der Großherzog hat den außerordentlichen Professor bei ber juristischen Fakultät ber Lanbesuniversität Gießen Dr. Hans Albrecht Fischer zum orbentlichen Professor in biefer Fakultät ernannt. * * Ordensverleihung. Der Großherzog hat dem Bürgermeister, lOrtsgerickstsvorsteher und Standesbeamten Phil. Hch. Fritzel zu Ober-Eschbach das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. * * F i n a n z p e r s o n a l i e n. Der Großherzog hat den Finanzamtmann bei dem Finanzamt Friedberg Erich Doerr zu Friedberg zum Vorstand des Finanzamts Schotten ernannt. ** Erledigte Stellen. Eine ebang. Lehrer-, stelle an der Gemeindeschule zu Off en Herrn. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Die Stelle des Finanzamtmanns beim Finanzamt Friedberg. ' Neue Zugv erb in düng. Man schreibt uns: Der seither nur an Sonn- und Feiertagen zwischen Gießen un b Frie dberg verkehrende Personenzug 798 (Gießen ab 1140 n.) und sein an den gleichen Tagen verkehrender Gegenzug (Bad- Nauheim ab 900, Gießen an 946 n.) wird in der Zeit vom 1. Mai bis 30. Sept. b. IS. erstmalig versuchsweise täglich befördert. Diese Verbesserung unserer Verkehrsverhältnisse ist auf die Bemühungen des ReichStagsabg. Dr. Werner zurückzuführen und wird hoffentlich im Jntereffe des geistigen, künstlerischen und gesellschaftlichen Lebens auch in Zukunft bestehen bleiben. ** Eine Theaterfahrt würbe gestern von Marburg hierher unternommen, an ber etwa 600 Personen teil- nahmen. Im Stabttheater würbe „Julius Cäsar" gegeben. Da die Aufführung des Stückes in Marburg nicht möglich war, wurde die Fahrt hierher unternommen, die zur allgemeinen Befriedigung aller Teilnehmer ausfiel. Das Theater selbst, wie auch das Stück und dessen Ausstattung fanden die ungeteilte Anerkennung der Gäste. ** Stadl thc ater. Da ein Teil der Mitwirkenden für nächsten Sonntag zur Julins Cäsar-Vorstellung verhindert ist, nnst; diese Vorstellung aussallcn: die Aufführung von Julius Cäsar am morgigen Mittwoch ist also die letzte des Werkes. Am Sonntag nachmittag wird „Im weißen Rößl" bei Volkspreisen gegeben. *" Der Verband der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften hält seinen 49. Verbands- t a g am Montag, 4. März in D a r m st a d t ab. Auf der Tagesordnung steht außer den geschäftlichen Angelegenheiten ein B o r t r a g des Herrn Geh. Hofrat Prof. Dr. Wagner- Darrn- stabt: -Die Propagandatätigkeit auf dem Gebiete der Duuger-Verwendun g". ** Der Bienenzüchterverein für Gießen und Ilmgegend hielt am Sonntag nachmittag im Hotel Einhorn hler eine Bon etwa 50 Mitgliedern besuchte Versammlung a°- ..- s8egrüfiunfl machte der Vorsitzende zunächst einige gcid)anltdte Mitteilungen über den Rcämungsabschluß für 1911 und den Bezug von Futtertafeln. Hierauf hielt Lehrer Hensel von Hirzenhain, der Redakteur der „Biene", einen Vorttag über Früh, ahrsarbeiten auf dem Bienenstände. Er machte zuerst Mitteilungen über die letzte Ueberwinterung, die al^ gut bezeichnet werden kann. Als febr wichtige Frühjahrsarbeiten bezeichnete Herr Hensel das Einengen der Völker und begründet diese rvorderung durch längere 'Jludfübrungen über die Anordnung ber Brut , Futter und Pollen woben im «locke, um einen sicheren und starken Brutansatz zu erreichen. Ferner emvsabl er iebem Anlage einer Bienen!ranke, wenigstens für die erste Flugzeit Zu diesem Punkte wird ausführlich die Anlage ber tränte, ihre Notwendigkeit und die Gewöhnung der Bienen an sie besprochen Eine weitere, nicht nünber wichtige, Frühjahr'- arbeit ist die Feststellung der Weiselrichtigkeit der Völker Weisellose Völker, wenn sie stark sind, sind alsbald mit einer Reserve kömgui ui bewendn oder falls sie schrvach surd, mit einem wasel richtigen Volke zu vereinigen, Völker mit Buckelbrut werden am besten faificrt, da bie Heilung derselben selten gelingt. Weiterhin verbreitet ,ich der Redner noch über Futter- und Reizmittel MW bü> »ur Trachtzeit starke, leistungsfähige Völker zu erzielen.' Hühnerrassen. Kreis Büdingen. ßioc kr noch heute 1 liftl IIB rebefotr. 54 ■Bi C, QU§ dem jetzt Be- An- Ab- 1 v ISfil tr°ma aus d Vorarbeiten der Kulturinspektion (Vermessungen re.) auf sirt warten, andererseits will der Besitzer des Grundstückes, woran' üch die in Aussicht genommene Quelle befinbet, dleieS nur zu einem für die Qualität deS Grundstückes unoerhältniSmäßiq hohen Preise hergeben. Falls bei dauernder Weigerung nicht zur Enteignung geschritten werden soll, wird die Gemeinde gezwungen sein, sich einer anderen Quelle zuzuwenden. Jeden« falls wäre es zu wünschen, daß nut den Arbeiten recht bald begonnen würde, zumal die Witterung sehr günstig ist und sich der Wassermangel in unserer Gemeinde recht unangenehm fühlbar macht. Im vergangenen Sommer hätte diese Tai« fache bei einem etwaigen Brande recht schlimme Folgen haben können. Krcis Schotten. # Feldkrucken, 26. Febr. Die Arbeiten zu der von Gemeinderat beschloßenen Wasserleitung wurden bst noch nicht in Angriff genommen. Einesteils lasten du 6eWe. a allen < Emil । "Wichtig fürHundebesitzer. Am Freitag, 1. März, tritt die abgeänderte Hunde-Polizeiver- ordnung in Kraft, die fitzr die Hundebesitzer neue stimmungen wegen des Verkehrs mit Hunden in den lagen und Straßen bringt. Wir verweisen auf den druck der Verordnung in dem heutigen Amtsblatt. stattsinden. ** Kinderfest. Auf Einladung des Lehrers Marx von der israelitischen Religwnsgem i ide hatten sich am Sonntag nachmittag die Mitglieder der Israeli scheu Rett- gionsgemeindc zahlreich in Steins Saalbau i lgefunden, um einem wohlgelungenen Kinderfest beizuwohnen. Unter den mannigfachen Darbietungen des jungen Nachwuchses der Gemeinde waren besonders gelungen die Kinderfzenen wie der Puppendoktor von Paula Tahmel, das kranke Kind von Ed. Mörike und Kinderspiele von Helene Wallach. Ferner wurde zur Ausführung gebracht der Einakter „Hans der Träumer", eine Kindcrkomödic von Paula Lehnhard. Ter Glanzpunkt der Darbietung war der Tanz „Grosmütterchen. Großvaterchen", cinstudiert von der Ballettmeisterin Jrau Goll-Lldini, der wiederholt werden mußte. Dem Kinderfest schloß sich ein Tänzchen für die Erwachsenen an. ** Vom Elektrizitätswerk wird uns zu der gestrigen Mitteilung über die Betriebsstörung am Sonntag abend geschrieben: „Es ist nickst richtig, daß das Licht in der ganzen Stabt versagte, sondern durch das Schmelzen einer Hauptsicherung im Elektrizitätswerk wurde dieSpa n- n un g der einen Netzhälfte vermindert, so daß die Lampen, die an diese Netzhälfte angeschlossen sind, rötlich brannten, während die andere Netzhälfte intakt mar und auch überall gebrannt hat. Es ist ferner unrichtig daß das Licht in Krofdorf versagt hat, sondern die Lampen in Krofdorf brannten mit einer etwas geringeren Spannung." (Taß das elektrische Licht auf vielen Stellen vollkommen versagte, steht trotz dieser „Berichtigung" ein- wandsrei fest, so z. B. in der Licher Straße, im Stadttheater — wo ein großer Teil der Lampen vollkommen versagte — und nach Mitteilung unseres durchaus zuverlässigen Berichterstatters in Krofdorf und Gleiberg. Auf telephonische Anfrage im Elektrizitätswerk wurde uns übrigens die vorgekommene Störung bestätigt, aber eine nähere Auskunft über den Umfang und die Ursache nicht gegeben. Red.) ** WegenfehlenderSchutzvorkehrungen an der Kreissäge wurde der Zimmermeister D. zu B. von der Strafkammer zu Marburg zu 1 Monat und der Heizer H. zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Ter Sachverholt ist folgender: Im Mai v. Js. wurde auf der Kreissäge Brennholz geschnitten. Dabei fehlte der vorgeschriebene Spaltkeil und die Schutzhaube. Während der Kreissägearbeiter Ha. vorn Buchenknüppel zerschnitt, hielt der Heizer He. ein Stück Holz hinten quer an die Säge, um es zum^Einheizen zu verkleinern. Dieses Holzstück wurde dem Ha. von oer Säge in's Gesicht geschleudert, so daß dieser umfiel und alsbald wegen der Schädelzertrümmerung starb. Märe Spaltkeil und Schutzhaube vorhanden gewesen, dann hätte der Heizer das Stück Holz nicht von hinten an die Säge halten können, wodurch der Unfall herbeigeführt worden ist. Ist nur eine Schutzhaube angebracht, dann kann das Stück .Holz keinesfalls in die Höhe geschleudert werden. '• Bll lige Fl-ischangebote hat die Provinzial- Siechenanstalt für ihren Bedarf vom 1. April 1912 bis 31. März 1913 erhalten. Es bot als Billigster an Metzger- meister Von-Eif: Schweinefleisch (3000 Kg.) Mk. 1,46, Speck Mk. 1,50, Dörrfleisch (800 Kg.) Mk. 1,58, Koteletts (100 Kg.) 'Mk. 1,50, Schmalz (600 Kg.) Mk. 1,40, Knoblauchswurst (100 Kg.) Mk. 1,40, Frankfurter Würstchen (100 Kg.) Mk. 1,45, Leber- und Blutwurst Mk. 1,00, Schwartenmagen Mk. 1,55, roher Schinken Mk. 2,20, Zervelatwurst Mk. 2,30, Mettwurst Mk. 1,80. Metzgermeister Rothschild verlangte folgende Preise: Ochsenfleisch (1000 Kg.) Mk. 1,52, Hammelfleisch (550 Kg.) Mk. 1,40, Kalbfleisch (350 Kg.) Mk. 1,56, Nierenfett (550 Kg.) Mk. 0,90, Rindsleber (100 Kg.) Mk. 1,20, Zunge (20 Kg.) Mk. 2,00 das Kilogramm. Die Zahlen in Klammern bedeuten das etwaige Quantum, welches im Jahre hindurch bei Bedarf in kleinen Portionen angeliefert werden muß. •u l!, ü bie vo W> >1 beit,1 L> <1/,, Lerha" E-'üa'F* W Ni. W9£kn, fc^Ätnbrt ba r' '' dnh llpat non d- -h« Srvier, gegLN ' U »* ..shrü^en, - Und) Renner 1 Koo Mark tL U! 2 Jahre Sojte Kellner 7^" verurteilt. r^»heiti, 26. *'-d) vier Der^ Karolrne it Gerichtssaal. Strafkammer. Zu dem gestrigen Sttafkammerbericht fei mitgeteilt, daß der Wirt und Weißbinder Pf. in Watzenboni (nicht Schwarzenborn) entschieden bestritt, die Eingabe an M Kreisamt geschrieben zu haben, und feine Aussage in dem Gutachten des Schreibfachverftandigen eine Stütze fand. (b) Mainz, 27. Febr. Ein Massen Prozeß, n>t< er wohl icften vorkommen dürfte, spielt feit heute vormittag vor der ersten Strafkammer in Mainz ab. Für den Prozeß sind drei Tage vorgesehen. Die Verhandlung stellt mit Rücklicht auf dir große Anzahl der Angeklagten — es sind 33 Verkäuferinnen und der Bruder einer Verkäuferin — große Anforderungen an fr» Gericht, besonders an den Vorsitzenden und an die el' Verteidiger. Es handelt sich um geringe Diebstähle der Verkäuferinnen eines hiesigen Warenhauses: bie Mädchen wurden bis auf zwei entlassen, damit hätten sie nach Absicht der Leitung des Warenhauses genug gesühnt Tic Sache kam aber zur Kenntnis der Behörde und es erfolgte Strafanzeige. Bei der Verhandlung kam es Vormittag zu einem Zwischenfall. Tie Angeklagte Raulb er litt einen Weinkramps und die Verhandlung mußte hine unterbrochen werden. Die meisten Angellagten nnberrtefen ifre bei der Polizei gemachten Aussagen. Rechtsanwalt Soldav ersuchte einzelne Angeklagten, sich über ihre polizeiliche» s0* Bei der dem Vortrage folgenden Besprechung rrwrr nochmals I gelaufenen . nrJ.: an auswanigen Ausstellungen be:? die Ueberwinterung, Ursachen der Ruhrkrankleit, Vermehrung der was jetzt in iunw regerer Weise geschehen wll. -Lk bald Völker durch Ableger und die Wahlzucht zur Besprechung^ auch Erfahrungen über Lchweizerbienen kamen zur Mitteilung. Sck.i.ß sich gab der Vorsitzende noch der Hoffnung auf ein gutes Bienenjahr Ausdruck und dankte dem Referenten namens der Versammlung. Tic nächste Versammlung soll Ende März oder int April t lunfo regerer Weise geschehen soll. _____ findende Bezirks-Ausstellung in Nidda wird von einigen Mit« gliedern mit Tieren beschickt werden. Es wurde serner bricblüiien, zu dem in Lsienbach stattsindenden Gef.ügelzüchtertag ein Mn-stied zu entsenden. Nach längerer Beratung gelangte ein neuer Vertrag zwischen dem Verein und den Zuchlstasionsballern zur Annidim, der gegenüber dem allen Vertrag viele Vorteile für Verein und Zuck.lhalter enthält. Gegenwärtig bestehen 6 Zuchtslationen für Landkreis Gießen. △ Steinberg b. Gießen, 26. Febr. Der Vertrete r t a g zu dem Gesangswettstreitdes Gesangvereins „Eintracht" fand gestern statt. Nach längerer Äesprech-- ung erllärten neun Vereine ihre Teilnahme am Wettstreit. Infolge dieser geringen Beteiligung fallen zwei Klassen aus. Der Wettstreit .findet in drei Klassen statt, in jeder Klasse fingen drei Vereine. 1. Klasse: Germania-Großen- Linoen, Kchst am Main, Männerchor Nieder-Weisel mit je 50 Sängern; 2. Klasse: Eintracht-Klein-Linden, Frohsinw- Nieder-Wollstadt und Liederkranz-Holzchausen, je 36 bis 45 Sänger; 3. Klasse: Eintracht-Hörnsheim, Konkordia-Holzhaufen v. d. H. und Liederkranz-Zollhaufen, je 20 bis 35 Sänger. Es gelangen zur Verteilung 700 Mk. Geldpreise und Eh-rendiplome. An das Wettsingen schließt sich ein Ehrenpreisfingen. Der Gefangswettstreit findet vom 8. bis 10. Juni statt in Verbindung mit dem 43. Stiftungsfest des Gesangvereins Eintracht. s. Lollar, 26. Febr. Lehrer Bolp von der hiesigen Gemeindefckiule hat sich aus vier Jahre verpflichtet, eine deutsche Schule in Mexiko zu verwalten. Er wird im nächsten Monat die Reise dorthin antreten. Man sieht den jungen, tüchtigen Lehrer ungern scheiden. >m. Langd, 25. Febr. An unserer vor zwei Jahren erbauten Wasserleitung, die bisher sehr gut funktionierte, stellt sich eine unliebsame Erscheinung ein. Tas Wasser kam bis jetzt immer klar und in genügender Menge zutage, seil den letzten Regentagen ist es jedoch so trübe geworden, daß es kaum zu Kochzwecken verwendet werden kann. Die Einwohner sind darüber in begreiflicher Erregung. Hoffentlich kann dem Fehler äbgeholsen werden, wozu der Erbauer auch bis zum Juli vertraglich verpflichtet ist. b. Trais-Horloff, 25. Febr. Am 7. und 8. JiUi leiert der hiesige Krieg e rverein sein 25j'ähriges Stiftungsfest, wozu Einladungen an die Nack<>arvereine ergehen und die Vorbereitungen zu demselben bereits un Gange sind. _ 'M. $ u n gen , 26. Febr. Gestern nachmittag fand hier im .,L>olm,ei vot" die Hauptversammlung des Vogel-, Geflügel und Kanin chenzuchtvcreinsfürHungen und Umgebung patt. Sic war auch von auswärtigen Mitgliedern gut bqucfct. Der seitherige 1. Vorsitzende Gustav Kohl dener, der L Borntzcnde Gutspächter Kammer und der Rechner Gustav Heßler nmrden wiedergewähtt. Durch die im vorigen Jahre enolgte Vcrichmelzung des Kaninchenzüchter- und Geslugel- vererns ist die 8ahl der Mitglieder auf 89 gestiegen. Wegen öcr Maul- und Klauen,euche Eonnien sich bie im ab» Kreis Friedberg. L. Friedberb, 26. Febr. Auch unsere Stabt gehört zu den Orten, die sich um eine Gar nis on bewerben Von maßgebender Seite sind Schritte dazu geschehen. Fried« berg war von Anfang des vorigen Jahrhunderts, als die alte Reichsstadt hessisch wurde, bis zum Jahre 1871 Garnison. Lange Jahre lag das 2. Bat. des 4. Infanterieregiments (jetzt 118.) hier in Garnison. Dann ein BataÜlon des 2. Regiments (jetzt 116.). Einige Jahre das hessische Garde-Jägerbataillon. A Bönstadt, 26. Febr. Der Gesangverein .Germania" feiert am 15., 16. und 17. Juni d. IS. fein SO. Stiftungsfest. Starkenburg und Rheinhcffen. ch. Bingen, 26. Febr. Die häufigen fRegenniebcr« । fchläge der letzten Tage haben schnelles Steigen des ft Rheines gebracht. Seit dem 20. Januar hat das Wasser J| nicht so hock) gestanden ftne jetzt. An einzelnen Stellen i ist bereits die Hochwassergrenze erreicht und noch weiteres ■ Steigen wird vom Oberrhein gemeldet. Der hiesige Pegel ■ zeigte heute abend einen Stand von 2,06 Meter an. jnH oen letzten 24 Stunden ist das Wasser der Nahe um einen ■ Meter gestiegen und hat an der hiesigen Brücke einen Stand 1 von 5 Metern erreicht. An einzelnen Stellen in Kreuz- 1 nach und an verschiedenen anderen Teilen des Naheflusses ist das Wasser bereits aus den Ufern getreten. Hessen-Nassau. h. Frankfurt, 26. Febr. Die „Bereinigten Land» d wirte von Frankfurt und Umgegend" hielten heult 51 unter dem Vorsitze von E. Viehmann« Rumpenheim in Frankfurt ihre sehr stark besuchte Hauptversammlung ab. Ter I vom Geschäftsführer Direktor Hirsche!- Friedberg erstattete 1 Jahresbericht nahm eingehend auf den letzten Milchkrieg Bezug j und wies dann auf entstehende Kämpfe um den MilchpreiS mit dem Frankfurter Konsumverein hin. Der vorjährige Milchkrieg hat den Verein große Summen gefoftet, so daß der Reservefonds zu Hilfe genommen werden mußte. Die Einnahmen betrugen ij 7664 Mark, die Ausgaben dagegen 8926 Mark. Dem Verbände ? sind die Landwirte von etwa 100 Ortschaften anaegliedert. Zum 1 1. Vorsitzenden wählte die Versammlung Gutsbesitzer Viehmann« Rumpenheim, zum 2. Vorsitzenden Pächter Kalb Henn ^Oberlieder- back, zu Beisitzern Christoph-Eschborn und Ludwig Krapp-Tiepen- bach. Im Anschluß an den geschäftlichen Teil hielt Professor Dr. G is e v i u s - Gießen einen mit reichem Beifall auf genommenen Vortrag über: „Abmelk- oder Zucktwirtschaft in Reineren und mittleren landwirtschaftlichen Betrieben mit Frislb- milch-Berkauf". W. Frankfurt a. M., 26. Febr. Gestern abend hat sich in einem Restaurant der Altstadt der 45 jährige Schauspieler i Gustav Dupout aus Stuttgart durch einen in selbstmörde- j rischer Absicht beigebrachten Schuß in die Brust so schwer verletzt, daß er heute morgen seinen Verletzungen im Krankenbause erlegen ist. Büdingen, 26. Febr. ^Schöfiengcricht.) Der Maurer L. R ;u Eckartichcmsen wird wegen Bedrohung zu einer tMbftraft 1 0 Mk. ober 3 Tagen Gefängnis verurteilt. — Der Taglöbner 5 M XIII. in Mittelgründau wird wegen Körperverletzung in sine Geldstrafe von 3 Mk oder 1 Tag Gefängnis verurteilt. — Tie Tienstknechtc H. G. und Ch. K., der Trainsoldat H. K„ r. Zk. m Darmstadt, und der Landwirt G. B., sämtlich von Rohrba», werden wegen Körperverletzung je in eine Geldstrafe von 5 ober 1 Tag Gefängnis verurteilt. — Ter Landwirt H. K. tn Hettersroth ist des Viehseuchenvergehens beschuldigt. Zur freieren Beweiserhebung wurde neuer Termin auf den 11. Män 1912 bestimmt. — Ein Jugendlicher wurde wegen Äawer.e: letzung zu einem gerichtlichen Verweis verurteilt. — In bei Priva.klage des Lehrannsreferendars Dr. T. Sch. in Darmstadt gegen den Kohlend ndler L. L. in Büdingen wegen übler Nachrede wurde unter Ausschluß ber OÖffentlichkeit verhandelt. — Blnqenyemn, 26. Febr. Bei den gemeinsam^ Trainaqearbetten in den ©emarfungen Leiddecken, Binaenkenii und Echzell trat eine stark kohlensäurehaltige Quelle zu Tage. cq. Echzell, 25. Febr. Der gestrige Familien« abend des Zweig Vereins Echzell vom V. H. C verlief in schönster Weise. Zwischen den allgemeinen Lu dern und der guten Musik zweier Friedberger Künstler sanden abwechselnd Darbietungen von Mitgliedern statt So sangen Frl. Gutti Bocher und Lehrer Krämer ein heiteres Duett. Der Schwank ,^Vom selben Sckflag" gelang vortrefflich. kW den 2.)' In unteren Sau fePensionsve der Priva V-r. Herr Kauf Deutschen jrnann, besonder fcmmen. Technische Reitz ■r» . k 1 t- Ein guterBekannter Freie Aussprache. wilkommen. • ZJTtf der Kaffeemühle als Schutzmarke iograph Plockstraßc 12 01533 Bbdi'ttafie 12 Nur noch heute unser hervorragendes r Gesangvnl MMSff» 17. Juni d.H. vppe/i c,,0h iinematograph & Schwarz, ROTTI-Gesellscliaft m. b. H, München. Bahnhofstr. 54 01520 I taknhofstr. 54 xn s v ft O :3 s ■§ iU der Fährte der Wäre» DpK' IUI UbI rflllHb Uöl Uli Sen Drama aus dem wilden W> «zz°"sS< Als mein Abnerl, lonbilö r Drama aus dem ivilden Westen. Gemüse- u. 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Versuchen Sie besonders: BB '* in jeder Rüche: „Aechl Franckkaffee- Zusatz" •. I» seiner Ausgiebigkeit liegt seine Billigkeit 1 . Große Packungen noch vorteilhafter als kleine . i = Pilz, Grünkern, Bumford, Königin, Erbs mit Schinken, Sago, Beis-Julienne ä 10 Pfg. Tomaten, Krebs, Ochsenschwanz, Mocturtle ä 15 Pfg. Jeder Würfel ist ausreichend für 2—8 Teller feinster Suppe. Die Kochvorschrift befindet sich auf dem Einwickelpapier! _______ Oetfenllicher Vortray -amstae,den 2. März, abends SV2 Uhr. im unteren Saal dee C’af6 Ebel, über: DasPensionsversicherungsgesetz der Privatangestellten. Jedner: Herr Kaufmann, Berlin, Beamter des Deutschen Techniker-Verbandes. jiMermann, besonders die Privatangestellten, Rechtsschutzstelle Frauen und Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Auskunft in RcchtSangelegenheiteu im alten Rathaus Marktplatz 14 Mittwoch nachmitt. von ß*/<—8 Uhr. D*/i Technischer Verein Giessen. Reitz, 1. Vorsitzender. Mitgliedern» rerärämei, eiben Lchl^, $ tetv 'Der jJgi veriineili ? JA von hj hnßrt h ? °us den n V >vegen irtedt, - S J41- 7c-*», ^en Mi rhandelt. ,b'n decken, ^n;?T> Öaltifle c., %e Fami!-,'. 11 Dom allgemeiner?^ _ Cafe Amend Dienstag und Hlttwoch, abends 8'/i Ehr: Grosses karnevalistisch-humoristisches Konzert Kreppei täglich frisch bei Hosbäcker ftriebr. Noll m Mäusburg 12 ;“«> le. h 'l-K [ * Oherhessische Gesellschaft Ihr hier- ond Beilknnde Naturwissenschaftliche Abteilung. Wissenschaftliche Sitzung Samstag, den 2. März 1912, abends 8»/, Uhr pünktlich, im Hörsaale des physikalischen Institutes, Stephanstrasse 24. Vortrag des Herrn Dr. W. Eckardt-Weilburg: [je geographisch. GruollageQ des Eiszcitproblems Gäste willkommen. v»/, 2,06 Meter an 1 der Nahe um 4 [ Brücke einen i Stellen in ilen des NaM getreten. •reinigten 2r Nunipenhem in ft ammlung“; ) dab der W* > Einnahmen^ Marl 5» rten rKalbhenn^ Ludwig n Teck W Km Beifall.^ getrieben ;ungen tm J» ,59cnn Sie von hartnäckigen Flechten, juckenden Hautausschlägen nfro. geplagt sind, so daß der Hautreiz Sie nicht schlafen läßt, bringt Ihnen Zuckers „Laluderma" rasche Hilfe." Aerzllich wann emps. Dose 50 Pf u. 1 M. lstärkste Rorm) bei W. flilbinger, SelterS- iöcn 79a, 41. Noll. Babnbof- ftr. 51 u. Ernst Noll, Drog. isl'V lrbeiten zu btt t llung routtit J Steile lafitrl l'NgkN 1C.) 0u: 1 Grundstückes, ic J ludet, dieses ne 1 1 unDertjätlniSrJ der Steigerung Jj wird die ®emj A uzuwenden. Arbeiten recht Lil sehr günstig ist | e recht unangtw] ier hätte diese U limme Folgen: Lctzfc 21 acb richten. Aus brr Hessischen Zweiten Kammer. bs. Darmstadt, 27. fobr. Zn der Zweiten Kammer teilte vor Eintritt in die Tagesordnung Minister von vomdergk mit, daß ihm Abg. K o r e l l eine Persön- lichkeit genannt habe, die nach ihm gewordener Mitteilung an einer Elcktrizitätsgesellschast beteiligt sein soll. Nach Sen Feststellungen des Ministers ist dtes aber nicht der Fall. S?£bg. Korell ist von der ErNärung befriebigt. In der allgemeinen Aussprache über den Voranschlag spricht zunächst Abg Molthan « r machen, wie die polizerlichen Vernehmungen zustande kämen, i’rre der Angeklagten erhoben^hieraus schwere Beschul- |7 t n <1 e n gegen den aus dem Schapirovrozeß bekannten frühe- ^ßolizeikommissaraspiranten Bruder. Von morgens bis abends L nan sie ununterbrochen ohne Speise und Trank auf dem £j , tarnt zurückgehalten. Nur um nach tzause zu kommen, E r sie zu allem, was ihnen vvrgelesen, ja gesagt. Einige L Angeklagten bclwuptcten auch von Bruder „erbärmliche und ihre Lügnerinnen" geschimpst worden zu sein. Bruder soll » ebenen Angeklagten gedroht haben, wenn sie nicht unter- A fctn, würden sie drei Tage eingesperrt. Eine der Angeklagten W trüber am (Genick gesoßt und zum Zimmer hinouSgestoßen ,'fcx, ferner soll er einem der Mädchen Ohrfeigen angetragen Ejr Aus der Verhandlung ging hervor, daß die Angeklagten Er sich die entwendeten Gegenstände austauschten. Ter größte E t Großh. Ebcrfönterei Lchistenberg: Tra uiroetn. Der Ansverkanf LLsdknPliststfitr.l» bietet noch große Auswahl in Koffern, Rckrutenkoffern, Schulranzen, HutkartonS, Damen-vandtafchen, Portemonnaies, Lchreibmappen, Toilettenkastcn, Figuren, Baien. Gießkannen, Wasch- garniluren, Xonnengarni« turen, Handtuchhalter, Stein- tövsen, Kämmen, Taschen messem. GlaS-, Zink- und EmaiUewaren, Outnabeln, Stöcken ufro. 1412 Frische Lier auch Bruteier täglich abzugeben. triebet Straße 69, vor der Kaserne. (01~x>7 Ein prima 1911er Mstlmiii (Zeller) von heute ab im Ausschank. 1338 Weinstube Seibel LudwigSplatz. Die Retterin ies Regiments ptBeB Drama auS den amerik. Freiheitskriegen. fcHöclizeil$[eisi!zy[lrBiefl humoristisch. I ier Schwelle der Schuld Schauspiel. Ittr ans den italienischen Hochalpen herrliche Naturaufnahme. von dem Fort gegebenen Signale in der Nähe des großen Kaps Kara Burun ausgelaufen. . In Petersburg wurde die Frau des staatsrats Frei gang, welche von ihrem Gotten getrennt lebte, von dem verabschiedeten 3dHi&mann Pr > kul, von dem sie ein öintmet abgemietet batte, ermordet Ter Täter wurde verhaftet. Er batte iie berauben wollen, aber nur sechs Rudel gesunden. Nach der Mordtat war er zu einer Lechzest gefahren. fl.leiternu8fid'ten in befien für Mitiwock, den 28. Februar 1912 : Wolkig, nur gelinge Niederschläge. etiva< kälter. Staatsanwalt Lachmann in zwei stündiger Rede die Anklage. Er hielt es auf Grund der dreitägigen Beweisaufnahme für un- widerlegllch nachgewiesen. daß dre vier Personen — der erste Ehemann der Angeklagten, Maurerpolier Reschke, ihre Eltern Wilhelm und Euphrofine Treichel und ihr dritter Ehemann Wilhelm Kieper — an Arsenik gestorben sind. Ginckialls hielt er für erwiesen, daß daS Gist den Verstorbenen schon bei Lebzeiten hergebracht worden ist Nur die Angeklagte könne die Täterin fein. Eie habe ohne Zweifel ihren ersten Ehemann Reschke ermordet. Die Annahme eines Selbstmordes scheide auf bei der Gleichartigkeit der Todesursache bei allen vier Personen. Denn man alles in Betracht ziehe, bleibe fein anderer Schluß übrig, als daß die Angeklagte auch ihren Ehemann Wrl Helm Kieper und ihre &trrn ermordet habe — Der B^rterd.gcr, Rechtsanwalt Tr Eohnberg, führte demgeaerrüber aus, daß bei Angeklagten in der Verhandlung absolut nichts nadxjennefen fei, und datz sie deshalb auch nicht wegen dreifachen Mordes verurteilt werden könne. — Tie Geschworenen bei ahten d.e Schuld- frage wegen Ermordung des letzten Ehemannes WUHelm Kieper, verneinten aber die beiden Schuldfragen wegen Ermordung der Eltern der Angeklagten. — Auf Grund diese- Wahrfprucks oerurteilte das Gericht die Angeklagte wegen Mordes zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Die Angeklagte nahm das Urteil gefaßt entgegen. Kleine dnaeschronit. Infolge der starken Niederschläge der letzten Tage steigt da- Wasser des Rheins mit großer Geschwindigkeit. In der Bochumer Gußstahlsabrik waren drei Monteure in einem 40 Meter hoben Dasserturm mit Ausbesserungsarbeiten beschäftigt, als plötzlid) das Gerüst ins Schwanken kam. Ein Monteur konnte sich durch Wspringen retten. Die beiden anderen wurden getötet. Das Stammschloß des sächsischen Königshauses, die Burg Wett in bei Halle, soll in ein Beteranenheim umgewandelt werden. Aus der Mckfahtt von Monte Earlo nach Nizza wurde eine Pariserin durch Chloroform eingeschläfert und um 1800 Franls beraubt. Der englische Dampfer „V a y e t" aus tzull mit einer Petroleumladung an Bord ist infolge unrichtigen Kurses trotz aller V) Ifcibncitcrncr 'Wen 9 icboflc 2-Zimmcr Wobnung unn 1. j)^äiÄ a» vermieten. [1261 2-Zimmer Wobnung mit Siibcbör per 15. Plärz oder fviitcr zu vermieten. [01494 M. Kehler, Neuenweg 33. Z-Zimmmvohming^' Dyrandgaffe | Verschiedene \ 3«u.4 öimiiicviiuiieuüevn., hl tiav z. v. Wilheluchr. 3 p. Die trauernden Hinterbliebenen. Lieh, 26. Februar 1912. 1442 Für die vielen Beweise innigster Teilnahme an dem Hinscheiden meines lieben Mannes, unseres lieben Vaters, Schwiegervaters und Grossvaters Herrn Carl Kreiling Fürst!. Rentmeister i. P. sagen wir unseren herzlichsten Dank. Vermietungen Die seither von Herrn Prof. Strackbe-Msü^ Kaiser-Allee wohnte XMUU'jir. 89 ift oom 1. Avr. 1912 ab andw. z. verm. Näh b.Aberma n n&RIin fl.[18 | 7 Zimmer In unserem Neubau Kepler ttraste 5 sind per 1. Juli drei 7-Zimmerwobnungen mit Etagenheizung zu verm. |1142 Abermann A Kling. tooctbcrtroRc .30 eine elegante 7—8-Zimmer- wohnung mit allen Beguem- lichkeiten: Zentralheizung, Gas- u. elektr. Lichtanlage, Wohndiele, Bügelzinmier, Rad, Auszug etc. per sofort oder später zu vermieten. E. H. Müller. 1355 Sdnllerstrasie 20. | 6 Zimmer ÄidiviKchc 46 i$ 6-Zimmerwohn. zu vermiet. Zwei schöne 6-Zimmer wobnungen nebst Küche und Badezimmer, in der I. u. II. Etage im Hause Plockstr. 14 per 1. Avril bill. zu vermiet. 5331 Näh. 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