Nr 120 Donnerstag, 23. Mai 1912 162. Jahrgang Erscheint tL-lich mü Ausnahme bei Sonntag! liches Amtsgericht. am der Zu Cie ..«leßener LamUlendlLNer- werden dem .llnjetflcr* ttetmal wöchentlich betgelegt. da« „Xrelsblatl für ötn Kreis -letzen- jroetmal wöchentlich. Die „landwirtschaftliche, itU» fragen" erscheinen monatlich irocunaL Rotatwns druck an» Vertag bei Br ühllcheo Unwersuäl» • Buch- und 6ietni>ruderet 8L Bengt. Gießen. Abg. Dr. Südeknm: Im übrigen ist auch Herr Mumm nicht weit von der Partei entfernt, die jahrelang gegen den Kaiser eine Mini erarbeit treibt. (Zuruf v. d. Soz.: Scheiterhaufenbrief.) Sie stehen ja den Streifen nicht fern, die durch allerhand Intrigen, ftunftjtücfc, durch Sche^terhaufenbriefe usw. Verwirrung m iie BundeSratStische Platz. In der allgemeinen Besprechung nimmt das Wort Abg. Ledebour (Soz.): ES ist ungemein schwer, bei der ausgesprochenen Abneigung Majorität des HauseS überhaupt noch zu erörtern. Soeben Dizevräsident Tove: Ich bitte sehr, nicht die Person des Kaisers in die Debatte ziehen, (Unruhe rechts) — auch nicht durch ein Zitat. Abfl. Schuld: In der Erregung ist mir der Ausdruck entschlüpft. Tas, toa3 die Herren untereinander als Kritik in Anspruch nehmen, das barr man hier im Hause ja nicht weiter sagen. Herr Ledebour bat bier einmal gezeigt, vor dem ganzen deutschen Volke, wohin die Fahrt gebt, was Sie wollen, — Herunterwürdigung der Person des Trägers der monarchistischen Gewalt. (Lebhafter Beifall rechts. Lärm der Soz.) Dem deutschen Volk werden die Augen offen geben. Die Zahl der Mitläufer hört auf, denn der Krone hängen sie mehr an — (die letzten Worte gehen unter in dem tosenden Lärm). Abfl. Ledebour (Soz.): Meine Herren, der Abgeordnete Schultz hat, um von der Frage, um die es sich hier eigentlich handelt, abzulenken. Tinge hinein- utmachnng s bomäneitiiofaiiichcü Hai. ..Gcutboi zur Traube", Labn. ltrenommierte, äufjerit aüniiigc» auc-einem Hiobiifmulcimii^ute. )it voiraum, Stall eic. soll 1912,11*1.2 Ilhr i »ich meiilbiefenb verlaust roerid lache: 4 ar Ä qm. erteilt das Äöniqliche Tomun^ )er die unterzeichnete Stelle. Xa iquitnen können von letzterer gei len werden. L Mi 1912. Abteilung für direkte Slcuc. ien und Forsten. ! B** -kauf" AÜeinver\n. 5 Giesse»' p"r$»'6O* Ihre letzten Ziele geben, unb das ist ein Glück. Das begrüßen wir, daß Sie Ihre Bestrebungen nicht mehr verbergen, sondern offen auftreten gegen d i e Person des Kaisers, den Sie beschimpfen. (Lärm der Soz.) Ist das keine Beschimpfung? am 19. April 1912 feflgefu: i °°'a Henrich und Karl^i N- Die Gesellschch wird r- gemetnschafllich oertreir m-ungen der Heselljchaij scheu NeichSanzeiaer. Mai 1912. fall rechts), wenn das nicht heißt, um die Dinge herumgchen und für d i e heutigen Protest Versammlungen cs den Genoffen an die Hand zu geben: der Ledebour hat es dem deutschen Kaiser einmal ordentlich gegeben, der bat es verstandenI (Hörti Hört!) Wir können uns gegenseitig bekämpfen, aber bei unS werden Sie diese Taktik nicht finden. Wir nennen die Dinge beim richtigen Namen, auch in Zukunft. (Leb- bafter Beifall rechts. Großer Lärm. Rufe von den Soz.: P o st l Postl) Der Abgeordnete Ledebour, glaube ich. bereite! auch seinen Parteigenossen ein beklemmendes Ge- fühl, wenn er in solchen ernsten, schweren Fragen hier daS fühl, wenn er in solchen ernsten, schweren Fragen hier daS Wort ergreift. Auf einem Parteitag ist er in einer Weise charakterisiert worden, daß ich es hier nicht wiederholen will. (Lärmende Zurufe der Soz.) Davon ist nichts zurückgenommen worden. .Taktlosigkeit" hat Herr Bebel damals als Kritik gegen Ledebour gesagt. (Abg. Kreth ruft: Bebel ist ein kluger Mannl) Es war nicht nur eine Taktlosigkeit, was er heute produzierte. — Sie haben wieder einmal Ihr Herz enthüllt dem deutschen Volke, daß darüber etwa noch unklar war, wohin gebracht, die gar nichts mit der Sache zu tun haben Ich berufe mich gegenüber der Bemerkung des Abg. Schultz darauf, bas meine Parteigenoffen, wenn ich rebc. von einem beklemmenden Ole fit bl bedrückt würden darüber, daß sie mich nicht für die dritte Lesung zur Generaldebatte als Redner bestimmt haben. (Hört, hörtk bei den Soz. Rufe von rechiS: Sie sind ja alle raufrgelaufcn!) Tamil erledigt sich vollkommen das was der Abg. Schultz in seiner Beklemmung (Lachen rechts) versiickt bat, als Ablenkung liier vor- zubringen. Dann hat der Abg. Schultz aber gegen mich den Vorwurf erhoben, ich verschleierte. (Sehr richtig! rechts.) Und am Schluß feiner Rede bat er gegen mich in donnernden Worten erklärt, daß ich endlich hier einmal die wirklichen Ansichten unb Ztele enthüllt hätte. Das - ein Widerspruch und ein Beweis für die politischen Fähigkeiten deS Äbg. Schultz. Es ist aber auch nicht einmal richtig, daß ich etwa in ver- schleierten Worten meine Ansicht über Kaiser Wilhelm II. und das, was ihm gegenüber das deutsche Volk tun müßte, ausgesprochen habe. Zu dem Beispiel aus England bin ich veranlaßt worden durch Herrn Abg. bau Golfer. Ich habe diese Beispiele bann vollständig durchgesührl unb dann ausdrücklich am Schluß der Ausführungen gesagt, indem ich darauf hm- wies, was nach aller geschichtlichen Erfahrung, wa,- nach aller Mcnntnid deS englischen Staatswesens unb de. englischen Volks- ck'araktcrS das englische Volk gegenüber einem König tun würde, der droht, die Verfaffung in Scherben zu schlagen Da Labe ich gesagt in längeren Ausführungen: Ich wünsche als Sozialdemo- kat durchaus diese Auffassung des englischen Volkes und habe gesagt, ich wünsche dem ganzen deutschen Volke soviel Selbstgefühl, wie die Engländer haben. cBeiiall der Soz.) Kann man deutlicher fein? (Der Redner schlägt mit der Faust auf das Pult. — Stürmischer Beifall der Soz.) Reichskanzler Dr. v. Bethmann Hotlweg: Meine Herren, der Abg. L.'debour hat in seiner Rede gemeint, ich hätte am vorigen Freitag, als wir über Elsaß-Lothringen sprachen, Schwierigkeiten gehabt, die Worte deS Kaisers zu verteidigen. Meine Herren, ich kenne keine Schwierigkeiten, für meinen Kaiser einzutreten. (Lebhafter Beifall, Lärm und Lachen der Soz.) Ich weiß, daß ich dabei die überwiegende Mehrheit des deutschen Volke» hinter mir habe. (Erneuter lebhafter Beifall und Lachen der Soz.) Daß ich mich mit Ihnen nicht verständigen kann, meine Herren Sozialdemokraten, das gebe ich Ihnen zu. (Sehr richtig!) Sic haben heule wieder als Ideal hingestellt, bad deutsche Volk unter ein sozialistisches Regiment zu stellen. Davon will das deutsche Volk nicht» wissen. (Lebhafter Beifall rechts und im Zenlr.) Da» deutsche Volk hält an seinem Kaiser, an feinen verfassungsmäßigen Institutionen fest. (Sehr richtig! recht».) Daß deutsche Volk fühlt sich verletzt, wenn der Kaiser hier in einer Weise kritisiert wird, wie cö der ?lbg. Ledebour getan hat. (Lärm und Beifall.) DaS deutsckie Volk wird Ihnen — der Tag wird noch kommen — die Antwort geben auf diese Angriffe gegen Kaiser und Reich. (Stürmischer Beifall, Unruhe bei den Soz.) Abfl. Schultz (Rv.) c Ein Widerspruch zwischen meinen Ausführungen über Herrn Ledebour besteht nicht. Ich habe darauf hingewiesen, der Abg. Ledebour hat geschickt verschleiert gesprochen, daß er sich dem Ein- schreiten des Herrn Präsidenten entzog. (Sehr richtig!) Aber darüber kann fein Zweifel sein, feine Ausführungen richteten sich gegen den Träger der Krone. Da» wollen wir hier fest- stellen. Daß Volk wird entscheiden zwischen Ihnen und unS Der P r ä s i d en t erteilt dem Abg. Dr. Sübekum da? Wort. (Abg. Kreth ruft: DaS ist der Diplomat.) Abfl. Dr. Südekum (Soz.): Der Herr Reichskanzler hat geglaubt gegen meine Partei aussprechen zu können, der größte Teil der Deutschen stehe hinter ihm (Sehr wahr!), wenn er nicht nur den Kaiser, sondern wie er sagte, auch die Verfaffung dieses Reiches gegen Angriffe von link» verteidigt. ES ist nicht ungeschickt, daß der Reichskanzler den Streitpunkt verschiebt. Denn eß bandelt sich hier nicht darum, daß wir Angriffe gegen die Verfaffung richten (Sehr richtia! bei den Soz.), sondern e 8 handelt s i ch darum, daß wir drohende Angriffe aus die Verfassung minde- stenS eines Teils dieses Reiches zurückweifen (Stürmifcher Beifall der Soz), und damit etwas tun, wav bet Amtes des Reichskanzlers wäre. (Sehr richtig! bei der Linken.) Der ist verpflichtet die Verfassung zu wahren. (Sehr richtig! bei der Linken.) Die Verfaffung gegen solche gefährlichen Drohungen zu wahren, wie sie in Straßburg ausgesprochen worden find. Im übrigen befindet sich der Herr Reichskanzler in einer beklagenswerten Unkenntnis der Dinge, wenn er glaubt, indem fr auch solche Worte seines kaiserlichen Souveräns decken will, daß ci dabei die Mehrheit des Volkes auf feiner Seite hat. (Sehr richtig! bei den Soz.) Meine Herren, es gehört Jahre lang zu dem Sport in Kreisen, in denen die Sozialdemokraten nicht zu verkehren pflegen, die Person des Kaisers zum Gegen ft and der abfälligsten Aeußerungcn zu machen. (Sehr richtig! links. Große Unruhe rechts.) Es waren nicht Sozial, bemofraten, die noch vor kurzer Zeit geschrieben haben von tcir Poltron malheureux, ober während des Marokkobandeli fei so etwas wie Landesverrat begangen worden, (große Unruhe), sondern die Leute, die das getan haben, sitzen auf einer ganz anderen Seite, als bei uns (Unruhe rechts. Zuruf von den Soz.: Ihr Parteiorgan!) Das Parteiorgan derjenigen Partei, der Herr Schultz-Bromberg sich zurechnet und als deren Parteigenoffen Herr v. Zedlitz den Reichskanzler bezeichnet hat. (Unruhe. — Der Reichskanzler erhebt sich halb und wendet sich zum Präsidenlentisch. Abg. Mumm ruft: Darf er das?) Vizepräsident Tove: Was er darf, habe ich zu entscheiden : ich habe wenigstens nach feinen Worten nicht erkennen können, daß er diese Kritik etwa zu der feinigen gemacht hat. Sobald das eintreten würde, würde ich einschreiten. Mb. Deutscher Reichstag. 69. Sitzung, Mittwoch, den 22. Mai. Am Tische de» Bundesrat»: Delbrück. Kühn, v. Heeringen. v. Tirpitz. Präsident Dr. Kaernpf eröffnet die Sitzung um 10 Uhr 15 Min. Die Vertagung des Reichstags bis zum 26. Rovember. Abg. Haase (Soz): Wir bedauern, daß der neue Reichstag wieder so spät einberufcn werden soll. (Sehr richtig!) Ter gegenwärtige Reichstag hat so eifrig gearbeitet, hat so viel geleistet, wie kein Reichstag zuvor. Viele von uns haben die Empfindung, daß mit der Arbeitskraft der Abgeordneten geradezu Raubbau ge. trieben wird. (Zustimmung.) Auch an die Arbeitskraft der Journalisten und der Beamten des Hause» werden jetzt ganz ungewöhnliche Anforderungen gestellt. (Sehr richtig!) Initiativanträge konnten fast gar nicht erledigt werden. Ich kann erklären, daß wir un» im Herbst jedenfalls nicht so zur Arbeit hetzen laffen werden. Wir werden vor allem sorgen, daß die Initiativanträge behandelt werden. (Beifall.) Der Antrag wird darauf einstimmig angenommen. Die Verträge mit Luxemburg und Bulgarien werden fn dritter Lesung verabschiedet, ebenso daS Militär-Luftsahrfür- sorgcgesetz, wie es noch in der zweiten Lesung hieß; cs erhält auf Grund eine» Antrags von Dr. Südekum (Soz.) den Namen: Fürforgegelef) für mHlfflrifdie Luftfahrt Auf die Erledigung von Rechnungssachen folgt dann die dritte Lesung der Deckungövorlagen. Auch hier ist keine Wortmeldung. Die Beschlüffe über die a l l g e m e i n r B e - sitzsteuer unb über die Erbschaftssteuer werden mit den gestrigen Mehrheiten bestätigt. Ter Unter» staalSsekretär der Reichskanzlei Wahnschaffe beglückwünscht den Schatzsekretär Kühn. Eine Minute danach erscheint ter Reichs- kanzler und tritt zum Schatzsekretär, der sich tief verneigend den Glückwunsch entgegennimmt. Dann tauscht der Kanzler Händedrücke mit den anderen Staatssekretären. Inzwischen ruft Präsident Dr. Kaernpf die Dritte üefung des Etats auf. T«r Reichskanzler nimmt mit der Reihe ter Staatssekretäre Kaiser» erfahren. Einem Privatmann hätte man solch: Worte al» Hochverrat angerechnet. Der Kaiser findet in tiefer Frage GesinnungSgcnoffen nur noch in der Redaktion der »P o ft". Die Vorgänge im Elsaß, die den Landtag zur Mißbilligung dcS Verhalten» der Regierung veranlaßt haben, haben den Kaiser nicht betroffen. Und deshalb b i e Verfassung in Sehe rden schlagen ! Ter Reichskanzler ist selbst zum Be- wußtsein gekommen, taß sich biefe Aeußcrung nicht verteidigen läßt, sonst würbe er nicht mit ticfbekümmertem Gesicht hier sitzen (Heiterkeit) und nachdenkcn, was in aller Welt sich sagen ließe, um au» der Tinte herauSzukommcn, in die der hohe Herr hinein, geraten ist. Herr Kollege Schultz hat sich über dic Aeußcrung meine» Freundes Scheibemann entrüftet, und al» der Präsident ihn rügen wollte, mutig erklärt, daß er natürlich kein Mitglied de» Hanse» gemeint hat. (Abg. Spahn: DaS hat er nicht getan! Unterstaatösekrctär Wahnschaffe macht ben Präsidenten Dr. Kämpf auf dic Angriffe LedcbourS aufmerksam. Große Ent- rüftung bei den Soz. Zuruf: Herr Wahnschaffe, daS geht Sic gar nichts an!) Herr v. Calker behauptet, in England gib 1'8 keine MajestätSbcleidigungen, weil dic Engländer zu gentlcmanlike dazu sind. (Abg. Dr. Heck scher: Sehr richtig!) Waö wäre in England gcsckiehcn, wenn ein König fold)e Acußcrnngcn tun würde? Entweder würde man den Thron in Scherben schlagen (Lebhafte Unruhe), ober man würde dafür sorgen, daß ein foLter König in Balmoral (Große Unruhe) ober in einem stillen Schlöffe etwa wie am Slam- bcrgcrsec (Anhaltende Unruhe) ein stille» unb zurückgezogene» Leben führen müßte wie etwa ?IbtuI Hamid. (Große Unruhe.) In England ist cö aber unmöglich, daß ein Inhaber des Thrones sich so etwas erlaubt. (Große Unruhe unb Rufe: Unerhört!) Präsident Dr. Kaernpf: Schon die Vergleiche vorhin waren unzulässig; wegen der letzten Aeußcrung rufe ich Sie zur Ordnung. (Lebhafter Beefall.) Abfl. Ledebour (Soz.): Ich glaube, mich mit genügender Deutlichkeit über die ganze Angelegenheit geäußert zu haben. (Unruhe.) Ich habe gesagt, was geschehen müßie, wenn das deutsche Volk in hinreichendem Maße fein Selbstbewußtscin wahren würbe. (Stürmische Ent- rüftungerufe.) Präsident Dr. Kaernpf ruft den Redner zur Ordnung. (Große Unruhe b. d. Soz.) Abg. Lcdcbour (Soz.) spricht dann über bie Polen- und Dänenpolitik. Wir sind auf alles gefaßt und gewappnet. Abg. Schultz-Bromberg (Rv.): Der Abg. Ledebour hat nach dem stenographischen Bericht über meine Rede vom vergangenen Freitag gesagt, charakteristisch sei, daß ich, als der Präsident fragte, ob meine Aeußcrung gegen ein Mitglied be» Hauses gerichtet sei, das in Abrede gestellt habe, den besseren Teil der Tapferkeit für mich in An. spruch genommen hätte. Der Redner verliest die Stelle deS Steno- gramms mit der Unterbrechung des Präsidenten unb seiner Ant- wort. Ich habe auf die Frage de» Präsidenten erwidert: Herr Präsident, ich habe damit auch die Worte des Herrn Scheidemann gemeint. (Hört! Hört!) Der Präsident bemerkte darauf: „TaS Wort »Verachtung" ging also nicht gegen eine Person, Ioniern gegen Worte." Ich habe darauf erwidert: Herr Präsident, ich kann solche Worte beim besten Willen nicht wiederholen, ick kann nur sagen, daß sie sich auch auf bie Perlon b eß Herrn Scheidemann bezogen haben. (Hört! Hört!) Wa» sollte ich denn anderes sagen, wenn wir entrüstet waren über das, was Sie uns in» Gesicht geschleudert haben! (Beifall. Sehr wahr! Unruhe.) Ich nehme zur Ehre des Herrn Ledebour an. daß seine Erinnerung ihn im Stich gelassen hat, als er mir vorwars, ich hätte die Vorsicht als bcffercn Teil der Tapferkeit erwählt. W i e hat Herr Ledebour heute über den deutschen Kaiser gesprochen! Die schärfsten Beleidigungen, die man — (Dem Redner versagt bie Stimme. Große Bewegung. Lebhafter Beifall rechts.) Er hat die Form gewählt, den englischen König zu zitieren, ihm unterzulegen, was er mit beiden Fausten auf den deutschen Kaiser meint. (Hört! Hört! Leb- hafte Zustimmung rechts. Bewegung. Lärm der Soz.) Wenn das nicht Vorsicht, der bessere Teil Tapferkeit ist (Lebhafter Beisister Abt. ß 1 bie ®e|e4“7 1 - «mmemta,™ j, „ , Inventar '..gehend aus wascht '‘ Wof «IS.ÜJem,.. rusaninien ini Werst - " bet genannten 9, Mion von 2000 M. ; ; Tel>> Istra536 (.spar»”' de'"11'* ............ l Gold@el I find eine Anzahl der wichtigsten Vorlagen angenommen, ohne daß btt Herren ein Interesse hallen. (Zuruf: Sie auch nicht!) Präsident Dr Kaempf: E» ist unzulässig, dem Hause Mangel an Interesse vorzu- werfen. (Heiterkeit.) Abg. Ledebour (Soz.): Herr Baffermann sprang in bie Dresche, um in ter Funktion eine» Zeigcrtelegraphen aufmerksam zu machen, worüber abgestimmt würbe. Darin liegt die beste Kritik für Ihr unzeit- gemäße» Rebebedürfnis — Ihr in Gruppen Herumstchen und Plaudern (Zuruf: Geht Sie gar nichts an!) Sie sind Vertreter des Volkes und scheinen eine merkwürdige Auffassung davon zu haben. Diese Vorgänge, die sich jetzt abspielen, steh.'n ja im engsten Zusammenhang mit der von Haase schon zutressend charakterisier- ten Du rchpeitschung der Vorlagen in den letzten Tagen dieser Session. Die Reichsregierung hat die Reichstagsauf- lösung in den Januar verlegt, um die Session auSeinanderzuspren- gen und die wichtigen Beschlußfassungen auf einen kurzen Zeitraum zusammenzudrängen. Wenn Sie Ihr KonversationSbedürf- niz nicht cinschränken, dann mache ich eine Pause und wiederhole dann zunächst daö, ivaS ich gesagt habe. Wir haben eine vollständige Desorganisation, eine Reichsregierung einer kleinen Minderheit, vollkommen allen konstitutionellen Grundsätzen Miderstreitend. Dazu kommt daS Diätengesetz; eine Reihe von Monaten werden bie Diäten gezahlt, bann hört es auf, und alles drängt deshalb zur Verkürzung und Verkümmerung der Arbeit. Deshalb ist eS notwendig, daS Diätengesetz zu ändern, daß nur für dir wirklichen SitzungStage Diäten gezahlt werden; die Höhe ist gleichgültig; dann fällt diese Prämie auf Verdumme- tung der wichtigsten RcichStagsarbeitcn zum schnellen Schluffe der Session weg. Alle Parteien müßten sich zur Wahrung der A r b e i t S f ä h i g k c i t, der Würde be» Reichstag» zusammentun. Die Vorgänge im Preußischen Abgeordnetenhaus, bie Vorgänge in Elsaß-Lothringen, alle daS ftnb Auswüchse ber reaktionären Regierung. Alle Wahlrechtsanträge, auch bie bescheidensten, sind abgclehnt von einer Majorität, die auf Grund des Dreiklassenunrechts gewählt, mit_ Klauen und Zangen cS aufrecht erhalten will. (Glocke des Präsidenten.) Ter Zeitpunkt ist gekommen, daß daS Deutsche Reich auf Antrieb des Reichstag» mit der stärksten Wucht dafür sorgt, daß in allen Einzelstaaten bie Volksvertretung ein modernes Wahlrecht erhält, in Mecklenburg wie in Preußen. Auch in Preußen muß das Reich durchgrciren. Dieser Gedanke darf nicht einschlafen. Unsere wirksamsten Bundesgenossen sind da. bei die Männer, die auf Grund deS Dreiklassenunrechts die Mißhandlung der Volksvertreter im Preu- bischen Abgeordnetenbaus vom Präsidentensitze aus dekretieren. (Unruhe rechts.) Das sind die Herren v. Erffa und ihre Handlanger v. ..): Man macht unß den Artikel der „Post" zum Vorwurf. Da» ist die Sommerarbeit eine» SommerrcdakteurS, für die der Chef- redaktcur moralisch nicht verantwortlich war. (Laute» Gelächter der Soz.) Der Artikel ist auch von der Leitung der „Post" sofort auf da» energischste widerrufen worden. Sie können den Artikel also nicht der Zeitung und noch weniger der Reichspartei, die damit nicht» zu tun hat, anhängen. (Lachen der Soz.) Nun behauptet Dr. Südekum, wir hätten baß Thema verschoben. Sie haben aber bem Kaiser unterstellt, baß er bie Verfassung brechen wolle. Der Kaiser hat aber 24 Jahre lang burch leine Regierung bewiesen, baß er eß treu mit der Verfassung meint. (Lebhafter Beifall.) Daß hat er mit der Tat bewiesen. Aus Ihren Worten — nicht aus benen beß Dr. Südekum — aber aus den Worten, die auf Parteitagen gesagt werden, au» der mehr oder minder verhüllten Drohung des Massenstreiks, da klingt e» ander». Der deutsche Kaiser steht treu zu den Gesetzen. Und wenn wir im Außlande mit Ausländern über unseren Kaiser sprechen, da hört man oft daß Wort: Hätten wir docheinen solchen Kaiser! (Lebhafter Beifall, Ge- lacht er der Soz.) Abg. Scheidemann (Soz.)7 Wenn jemals eine Rede gefälscht worden ist in der Deffent- kichkelt und eine ganz falsche Deutung erfahren hat, so gilt davon meiner Rede. (Gelächter recht».) Ich nehme von dem, was ich gesagt habe, kein Wort zurück und brauche lein» zurückzunehrnen. (Gelächter recht».) Wer ich empfehle allen da» Stenogramm zur Lektüre, und ich stelle au», drücklich fest, daß ich nicht» daran geändert habe, wa» irgendwie den Sinn ändern könnte. Ich stehe auch auf dem Standpunkt, daß auch der Reichskanzler mich an verschiedenen Stellen meiner Rede durchaus mißverstanden hat, so daß eß ihm gar nicht in den Sinn hätte kommen sollen, den Saal zu verlassen. (Gelachter recht».) Wenn er da» wirklich verstanden hätte, was ich gesagt habe, bann hätte er daß auch unterlassen. (Gelächter rechts.) Man hat mich in einen gewissen Widerspruch zu dem Genossen Sude- tum bringen wollen. In diesen Dingen gibt eß zwischen Revisionisten und sogenannten Radikalen nicht die geringste Mei- uungsverschiedenheit. (Beifall der Soz.) Eß ist niemals, weder in unserer Literatur, noch im Partei- Programm, noch in unseren Parteitagsbeschlüssen irgendwie ein Unterschied gemacht worben zwischen Revisionisten und Radikalen, dahin, daß die einen etwa daraus bringen, mit Gewalt daß au er- reichen, hxtß wir erstreben. Im Gegenteil, eß wird immer erklärt, daß die sozialdemokratische Partei feit ihrem Bestehen jede Gewalt ihrerseits abgelehnt hat. (Zustimmung der Soz.) In unserer gesamten Literatur finden Sie daß. Eß wird immer gesagt, wir wollen daß auf friedlichem Wege erreichen. Wenn Sie nicht geradezu gewaltsam die Ent- Wicklung dahin treiben, bann werden nicht Zustände kommen, die unß selber nicht erwünscht sind. (Rufe: Aha! rechts.) Warum haben wir denn in Deutschland nicht Anarchisten und alle möglichen Gewalttaten, wie in allen anderen Ländern? Weil wir eine starke Sozialdemokratie haben. (Beifall der Soz., Gelachter rechts.) Weil wir eß verstanden haben, die Leute auf gesunde Bahnen zu lenken. Wir wollen keine Gewalt, sondern die friedlicheFortentwicklung. Sie haben es in der $anb ob wir un» friedlich und gesund foctcnttoideln. (Lachen rechts.) Bei Ihnen liegt es, ob nicht hier und da unüberlegte Dinge ge- macht werden, die niemand mehr bedauern würde al» wir, für die Sie aber die Verantwortung haben. (Lautes Gelachter rechts, Beifall der Soz.) Damit schließt die G e n e r al d i» k u f f i o n. ES folgt bie Einzelbesprechung. Beim Etat be» Re ichskanzler ß spricht Abg. Emmel (Soz.) nochmal» über bie Verhältnisse in E l sa ß ' Lo th - ringen. Der NationaliSmu» bort ist bet den letzten Wahlen vollständig geschlagen worden.. Er gab .kerne Veranlassung zu unfreundlichen Worten, wie sie der Kaiser in Straßburg gesprochen hat. Alles Unglück kommt von den Patrioten und Scharfmachern. Direktor Hehler von der Grafenstadener Ma- schinenfabri» ist ein Scharfmacher nach bem Herzen Sreitenbad)». ein brutaler unb schikanöser Unternehmer (ÖiAeprafibent ~r. Paasche bittet solche AuSbrücke zu unterlassen).. Als ber Redner den reich-ständischen U n t e r st a a t - s c k r e rar Mandel heftig angreift, ber ein ostelbischer Polizeimann sei, wird er vom Vizepräsident Dr. P a a s ch e ermahnt, einen Dbgeorbneten nicht in biefer Weise anaugreifen. Der Redner erklärt: Wenn et nicht hier ist, so ist bad bie Schulb ber Reich-regierung. Minister v. Brcitcnbach: Nach ber Behandlung de» Grafenstadener Falles in den ber- schiedenen Parlamenten konnte man den Fall für unklar halten. Da» ist nicht der Fall. Die Leitung zeigte trotz langjähriger Lic- ferungen an deutsche Bahnen nach ben Feststellungen der Behörden ein durchaus deutschfeindliches Verhalte n Ge. wiß sind einzelne Vorgänge Kindereien, eß sind aber auch Symp- tome für eine deutschfeindliche Bewegung. Das Vorgehen der Eisenbahnverwaltungen ist ganz berechtigt. Eß ist sonst nicht im Leben üblich, daß man seinem Gegner Waffen gibt, trotzdem haben wir nur in Außsicht genommen, daß derjenige, den wir verantwortlich machen für diesen feindseligen Geist, auß bem Unter- nehmen ausscheibet, und daß Sicherheiten geschaffen werden, baß Gleichartige- sich nicht wieberholt. Nimmt man baß an, so erhalt das Werk die 2JZi 111 o n e n I ie f e r u n g en . die es bisher ge- habt bat Wir wollen diese Industrie unter allen Umständen halten. weil wir ihre große Arbeiterschaft nicht in Ungelegenheiten bringen wollen. . Die Angriffe auf die elsaß-lothringische Regierung weise zurück, wir sind ihr dankbar, baß sie burch eine sorgfältige Unter- suchung Klarheit geschaffen hat. Die elsässische Kammer hat, bewußt ober unbewußt, bem Nationali»- muß Vorschub geleiftet. (Sehr richtig! recht-; Unruhe links.) Ihre Taktik ist höchst gefährlich. Zweifellos hat sich in jenem großen Betriebe ein deutschfeindlicher Geist gezeigt. Deshalb haben bie Verhanblungen beß LanbtageS keinen Nutzen gehabt. Wir waren entgegenlommcnb unb werben eß auch weiter sein, aber wenn in ber gestellten Frist baß Werk nicht Abhilfe schafft, werben wir ihm bie Aufträge entziehen. Die Verantwortung fällt ihm zu. (Beifall rechts.) Els.-Lothr. Bnndesratsbevollm. Dr. Sievekina nimmt Untcrftaatßfefrctär Manbel gegen ben Vorwurf in Schutz, baß er bie Untersuchung eigenmächtig unb orbnungfltoibrig geführt habe. Die Regierung Elsaß.Lothringen» verfährt nicht kleinlich. Der Wg. E m m c I möge mit seinen Parteifreunben allen chauvinistischen Anwanblungen nachbrücklich entgegentreten. Abg. Roeser (Vp.): Die Angriffe gegen bie Elsaß-Lothringer weise ich zurück. ES sind gute Deutsche. In ber Grafenstadener Angelegenheit ist bie Regierung auf bem falschen Wege. Eine Beschleunigung ber Aussöhnung beß ReichSlanoeS mit dem Reiche wird dadurch nur erschwert Der Etat beß Außwärtigen Amt» wird ohne Debatte erledigt. (5)er Reichskanzler verläßt ben Saal.) Das Reldisamf des Innern. Abg. Ahlhorn (Vp.) führt Klage über Fälle von Doppelbesteuerung. Abg. Fegter (Vp.)' begründet einen Antrag Dr. Wiemer (Vp.), Frhr. v. Richt- Hofen (Natl.), ben Fonds zur Förderung der See- f i s ch e r e i hn nächsten Etat wesentlich zu erhöhen, insbesondere behufs wirksamer Unterstützung ber beutschen H e - r ingßf ifd) er ei Abg. v. Böhlendors-Kölpin (Kons.) stimmt bem Anträge zu. Der Antrag wirb angenommen. Die Wohnungskommission beantragt, Dte Negierung zu ersuchen, bem Reichstag schon in ber nächsten Tagung G e s e ye n tw ür fe zur Regelung be 8 WohnungS. wesen» vorzulegen. Abg. Goehre (Soz.): Die Regierung muß auf bie Einzelstaaten einen Druck au»- üben; besonder- auf Preußen. Denn bort hat ja jetzt der Staat-anwalt gegen den Provagandaausschutz für Groß-Berlin Anklage wegen Aufreizung zum Klasscnhaß erhoben. (Hört! Hört! und Heiterkeit.)* DaS geschieht in demselben Augenblick, da der Reichstag auf weitere Wohnung-fürsorge drängt. (Hört! Hört!) Gerade der PropagandaauSschuß verfolgt in hochherziger Weise dasselbe Ziel. Der Antrag wird nach kurzen Shmpathieerklärungen ber Abgg. Laser (Natl.), v. TrampczynSki (Pole), Dr. B r a. band (Vp.) und Mumm (Wirtsch. Vgg.) ei nft i m m ig angenommen. Der IIlHIfdrefat. Abg. Gothein (Dp.): In bem Falle beß Straßburger Reserveoffizier- Aspiranten (Zuruf: Die Eiertantel) hat der Kriegs- Minister eine Erklärung abgegeben, bie objektiv unwahr ist. (Ohol-Ruse.) Er hat eine Dame, bie Derwanbte beß Aspiranten, schwer bcleibigt unb geschädigt. Gegen die Dame ist absolut nicht» einzuwenden. Ich erwarte eine Ehrenerklärung vom Krieg-- Minister. Sollte er baß nicht tun, so kann ich bet Dame nur ben Rat geben, ben Krieg-minister wegen öffentlicher Seiet- bigung z u verklagen. Man ging gegen biefen Aspiranten nur vor, weil er I u d e ist. Bei Christen ist man nicht so zimperlich. Gerabe im Straßburger Bezirk ist ein Reserveoffizier, dessen Bruder auf der Säufer! ist e stand. Der Bruder eine» an- deren war Schweinehirt. (Schlußrufe.) Wenn da- Taufwasser über die Juden kommt, dann sind sie auf einmal qualifiziert. Jubenmission ist nicht die Aufgabe be» Krieg-minister». Abg. Schulz-Erfurt (Soz.) bringt einen Fall vor, in bem einem jungen Mann bet Berech - tigung»schein zum Einjähtigen-Dienst vrtwei- gert wurde, weil er wegen Unterlassung bet Anmeldung eine» unpolitischen Jugendverein» mit 6 Mk. vorbestraft war. (Höttl Hört! link-.) Kriegsminister Frhr. v. Hkkringcn: Die Auskunft über ben Offizieraspiranten beruht auf amtlichem Material. Es wird tatsächlich kein Unterschied ge. macht zwischen Christen und Juden. (Gelachter auf der Linken.) Es ist durchaus wahrscheinlich, daß hie und da noch antisemitische Bestrebungen in der Armee vorhanden sind; die sind durchaus zu mißbilligen; wo sie greifbar hervortreten, wird eingegriffen, da können Sie sich drauf verlassen. Zweifellos aber itz baß da» Tauf wasser einen so merkwürdigen Unter, schied nicht macht. (Lachen links.) ES sind zwei Fälle einmal in ber Zeitung behandelt worden, ich hab« vergeblich versucht, ihnen nadjaugenen, unb nehme keinen Anstand zu erklären, daß, wenn sie zuträfcn, eS zweifellos unrichtig wäre. Der Kriegs- Minister crwibert sodann bem Abg. Schulz: Zum Einjährig. Freiwilligen-Dienst ist ein Unbescholtenheit»- z e u g n i S notwenbig, und da» stellt nicht bie Militärverwaltung auß sonbern bie Zivilbehörde; auch bte cntscheibende dritte Instanz besteht nur zur Hälfte au8 Militärbehörde. Herr Müller-Meiningen hat in der zweiten Lesung die Verurteilung des Obersten Hüger erwähnt. Ich habe über den elf Jahre zurückliegenden Vorgang alsbald geantwortet; ich stell? au» den Akten nur noch fest, baß ber Offizier nach Abschluß eine» ehrengerichtlichen Verfahren», in dem er freigesprochen wurde und vollste Genugtuung erhielt, ein Gesuch einreichte um Ge- nebmigung zum Verzicht auf baß Tragen der Uniform; in der Begründung diese- Gesuche» beleidigte er Offiziere, bie al» Richter im Ehrengericht mitgewirkt und auch sonst dienstlich mit ihm zu tun hatten. Unter solchen Umständen würde daß Gesuch auch heute nicht genehmigt, sondern auf ehrengerichtliche Unter- suchung erkannt worden sein. Abg. Dr. Frank-Mannheim (Soz.)! Der Krieg-minister hat den Sinn beß Gesetzes baburefi frß Gegenteil zu verkehren gesucht, baß er bie Begriffe Unbescholten- beit und Unbeftraftbcit gleichgesetzt hat. Von Strafe steht kein Wort im Gesetz, sondern von Unbescholtenheit. Der betreffend« junge Mann ist, weil er gemeint hat, bet Verein sei nicht sozial- bemokratisch, sonbern ein unpolitischer Jugendverein unb ihn bc». halb nicht angemclbet hat, zu sechs Mark Geldstrafe berurfeilt worden, und auf Grund dessen wird ihm die Unbescholtenheit abgesprochen! Ter Reichstag müßte einen derartigen Uebergriff auf das allerschärfste zurückwcisen. Die Zeiten können sich ändern unb sinb noch nicht so fern, baß auch anbere Parteien, bürget- liche, als reichsfeindlich erklärt würben; baß könnte auch wieber einmal einem katholischen fflef eilen berein passieren. Schon zum zweitenmal hat ber KrieaSminister klare gesetzliche Bestimmungen hinwegzuräumen versucht und hier wirt wieder in unerhört brutaler Weise in baß Leben eine! jungen Menschen eingegriffen, ohne baß ber Kriegsminister den Mut hat, zu erklären, wir haben baß Gesetz gebeugt! Kriegsminister v. Heeringen: Ich muß mich namentlich gegen bie letzten Ausführungen auf baß allerem ft e ft e verwahr? n. (Beifall rechts.) Ich habe ausdrücklich erklärt, es ist ein Unbescholtenheitszeugni» erforderlich, baß von ber Zivilbehörbe ausgestellt werben muß unb daß biefem Herrn verweigert würbe. Tie Ersahbchörde trit. ter Instanz hat ben Anspruch vernrint, nicht die Militärverwaltung hat baß Zeugnis verweigert. Abg. b. Massow (Kons.): Ich komme mir vor wie ein Stein unter ber Dachtraufe. Im bitte, mich nur zehn Minuten reben zu lassen. Der Redner bittet um kleine Garnisonen im Osten, vor allem eine in seinem Wahlkreis. Die Oifmarkenzulage. Da auch bie Beamten ber Militärverwaltung für bie Ost. markenzulage in Betracht kommen, wirb tiefe Frage, die im übrigen fast durchweg die Postbeamten angeht, schon hier verhandelt. Die Ostmarkenzulagen sind bekanntlich in zweiter Lesung gc- strichen worden. Die Nationalliberalen beantragen, sie wieder- herzustellen Dasselbe beantragen auch bie beiben Parteien der Rechten. Für ben Fall bet Ablehnung bieseß Antrages sollen die Zulagen in Höhe von Dreiviertel beß JahreSbetrage» gezahlt werden. Daß Zentrum hält bie Streichung aufrecht, will aber ben Beamten, bie am Enbe beß GehaltSjahre» 1911 bie Zulage behoben haben, Dreiviertel des Betrages als Entschädigung gewahren. Die Sozialdemokraten beantragen, eine Verallgemeinerung der bisherigen Ostmarkenzulage auf da» ganze Reich. Abg. Wendel (Soz.): Bet der Ablehnung der Zulage in ber zweiten Lesung hat ber Abg. Schulz ben nationalistischen Trompeter von Sackmgen gespielt. Seine Entrüstung ist für un» eine Bagatelle, über bie wir zur SCageßorbnung übergehen. Die Ostinarkenzulage ist em häßlicher Weichselzopf, ben wir abschneiben müssen. Staatssekretär Krätke: Eß wäre eine große Härte, ben Beamten jetzt bie Zulagen zu nehmen, nachbem sie sich darauf eingerichtet haben. Ta» war« ein Unrecht. E» handelt sich um Beamte, deren Gehalt ohnehin nicht übermäßig hoch ist. Der Antrag der Sozialdemokraten if nur ein Wahlmanöver, sie bewilligen doch nicht», und die Beamten wissen baß. Abg. Dr. Spahn (Zentr.): Die Zulagen müssen au» dem Etat verschwinden. Eine Ent- fdjäbiguna ist nur berechtigt bei ben Beamten, die die Zulage bisher bekommen haben. Abg. Graf Westarp (Kons.): Streichen Sie bie Zulage hier, so stellen Sie bie Reichsbeamten schlechter al» die preußischen, die ein gesetzliche» Anrecht haben. Aba. Dchlee (RatL) und Abg. Schultz (Rp.) fordern die Wiederherstellung der Zulage unb machen barauf aufmerksam, daß die Regierung sie im nächsten Jahr sicher wieder einbringen werde. Abg. Hubrich (Vp.)r Wir werden bem nationalliberalen Antrag auf Dieber Herstellung ber Regierungsvorlage zustimmen. Der sozialdemokratisch« Antrag wirb abgelehnt, ebenso de: nationalliberale auf Wiederherstellung der Lstmarkenzulage. Darauf werden die Anträge de» Zentrum» angenommen. Aba. Guusser (Vp.) beantragt, die neue Maschinengewehr-Kompagni« für Württemberg nach Gmünd zu verlegen. Dbss b. Payer (Vp.) tritt für Tübingen ein. Württembergischer Generalmajor d. Graeveuitz hält Gmünd für geeigneter. Ter Antrag wird abgelehnt. Ter Marineetat wird ohne Debatte erledigt, ebenso der Ju st i z e t a L Der Etat wird in der Gesamtabstimmung gegen bemofraten unb einigen Elsässern angenommen. Die Resolution ber Konservativen betreffend 81 b c i i»* willigenschutz wirb in namentlicher Abstimmung mit 870 gegen 63 Stimmen bei 3 Enthaltungen abgelehnt. Zum Schluß bankte der Reichskanzler bem Reichstage ü*j Namen beö Kaiser» für die Bewilligung der Wehrvorlag« UJI* »erla» bann bte öertagunge^Crber be» Kaiser». Mit einem Kaiserhoch ging ba» Hau» auSeimmber. Schluß 7% Uhr. Bekai 3n das Hand 5 'n Unna Spr :Tn9mann in ®i ' :W. Ter Kc M m dos Ge Mrringetreti kgannen. -• dkc Tesellscha Men, den : Großhe •,-Ä drn sjiei Haltung bi S,gehend '" Wifyn unb s Dachi fO Md» » Qnl) Zer taff*» JW«e n » unb ig ^>n Srössr r4en ■4" n b, Ski« !> .... : rült V* ^ZSekrio ■ • tu .'Tunt ' Mellen. • ’-jijftd nnder ^nnrf ~z> W . • ■— Q S S = e» Q — "Z *c S Z es »t Winbl motorcn (Entöle Aationalspende zu werben! Meteorologische vcodochtmigcn der Station Sichen. Mai Wetter 191? 40,3 :otorcn aber mir *'| '41.8 21. bi8 23. 21. 22. stellen, um die 'eit den Flug- Deibel. Hildebrand. 3654 14.50 12.50 Alleinverkauf Passform Karl Waldschmidt, Hechler. NE NNE SW Tonangebende Marke Bestes deutsches Fabrikat Unerreicht in Qualität, Eleganz. nrm SteHtur! von Anfang an Der- vor, daß em völlig noier deutscher ----- ——» — _ sagte ytotortxi'Äe waren überhaupt an der Tagesordnung. Wir txnmnrn nicht schneller vorwärts, wenn hier nicht bald Wandel geschossen wird, (hnc ernste Mahnung, mit allen Stäfien Tür . Httrinqen: en die letzten Aursührunza :tvahr.'n. (Seifall re^tSJ st ein Unbeschollenheitszeuxr-t örde ausgestellt werden nun ouibe. Tie Ersatzbchörde ick eint, nicht die Militärdertval' srmime 108000 ML, vnd die mn 31. Teiember 1911 vorhanden« Reserven 109 500 ML Tie Verhandlungen wurden durch den, Vorhänden des Aufsichtsrates, Oekonvmierat r-chmiu m Runter*- bl um geleitet An den Geschäftsbericht knüptte ,,ch eine lebhafte Ausivraclx Bilan; und ^ahresrechnung merben eumuming genehmigt und dem Borsland Entlastung erteilt Tie Vorschläge Tür die Benvendung des Reingewinns iverden cimhmmui genehmigt. Tie aussctxndenden Mitglieder des Vorstandes und Aullubt.-rares werden einsttmmig jxneber- und anstelle des durch 406 abgeschiedenen Mitgliedes des AussichtSratS, Alt-Bürgermeiner Stirn in Wonsheim, wurde der teyge Bürgermeister in Wonsheim einstimmig neu gewählt. denn seit Ich den Emdern täglich einen Pudding d. berühmten Liebigs | Puddingpulver mache, gedeihen sie zusehends. Nur eebt mit der Marke »Bäckerjunge*. Zu haben bei Herrn Emil Fischbach CuftfcbifYabrt. Beim zweiten deutschen Zuverlafftgleittflvg Vergebung von Bauarbeiten Die zur Wiederherstellung der evangelischen Kirche zu Allendorf a. Lda. nötigen Maurer-, Zimmer-, Schreiner-, Schlosser- und Weitz- binderarbeiten sollen im Wege öffentlichen Wettbewerbes vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten sRegierungsgebäude Landgraf- Philipp-Platz 3, Zimmer No. 18) zur Einsicht der Interessenten auf. Angebote sind postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis spätestens Freitag, den 31. Mai d. I., nachmittags 3*/< Uhr, bei dem evangelischen Kirchenvorstand zu Allendorf a. Lda. einzureichen. Die Eröffnung der Angebote erfolgt im Rathaus daselbst zum gleichen Termin in Gegenwart etwa erschienener Bewerber. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt Vorbehalten. Gießen, den 19. Mai 1912. B”/t Der Grobherzogliche Kreisbauinspektor. Hechler. Schuhmachenneister, Giessen Friedrichstr. 3 Am Bahnhof Telephon 844 feinste Schuhmarke Hauptpreislagen .Zucker 4 „Salnderma" hcu mich von einem schweren Hautausschlag rasch u völl-beireit. lOOOTant E. Vbvlivv,Aulleber." Aerztl. warm emvs. Dose 50 Pf. u. 1 'JIN. lliarkste stzorml bei W. ttilbinger, TelterSweg 79a, A. Roll, Babnbosstr. 51, (». Noll, .Kaiser - Drogerie, E. Seidel, Frankfurter Str. 39, Cito Schaaf, SelterSweg 39 sP/i Nachtrag zur Bilanzveröffcntlichuug des Landwirtschaftlichen Konsumvereins e. G. m. u. H. zu Wicscck vom 31. Dezember 1911 betreffend die Mitgliederbewegung, 8707 daß anstatt 6, neun Genoffen auSgeschieden sind. Daher Stand der Mitglieder Ende 1911 334 Vergebung von Bauarbeiten Zur den Neubau eines SchulhauseS und die Instandhaltung des Backhauses zu Ruttershausen iallen nachstehende Arbeiten und Lieferungen im ix.ege öffentlichen Wettbewerbes vergeben werden: Erd- und Maurer-, Steinmetz- (Lungstem), 3hnmer«, Dachdecker- (Ziegeldach), Spengler-, Schlosser-, Glaser-, Schreiner-, Weißbinder-, Tape- lier-, Kanalisations-, Pflaster- und Chausster Urbeiten, Blitzableiter-Anlage, Träger-, Ersen-, ttöhren- und Zementlieferung. Angebotsunterlagen, die gegen Erstattung der Selbstkosten abgeholt werden können, sowie Plane mb Bedingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten (Regierung« - Gebäude Landgraf. Philipp-Platz 3, Zimmer Nr. 18) auf. Angebote mit entsprechender Aufschrift sind verschlossen und postfrei spätestens bis Mittwoch, ben 5. Juni 1912, vormittags 10 Uhr, an den Unterzeichneten einzureichen. Die Eröffnung der Angebote erfolgt zum gleichen Termin in Gegenwart etwa erschienener Erwerber. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt dop schalten. Gießen, den 21. Mai 1912. Der Großherzozliche Kreisbauinspektor. i b-'tibfi Herstellen. Allgemein ist ixm ben Beteiligten bei dem 'l rrhemrschen Fl»g die Ansicht cuisgesprvchen, datz hier dieBer Haltung der National spende ein hervorragendem Feld iDcr Xätigfeit sinden würde. Topthit gibt, wer schnell gibt! Es 'nnmt Darauf an, tetzs Mittel zur Verfügung zu fte" sibnken zu veranlassen, ihre besondere Aufmerksamk« Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. A. wurde bezug- sich der Firma SpringmannS SchuhwarenhauS, Anna Cpringmann in Gießen eingetragen: Offene Handels- Gesellschaft. Der Kaufmann Friedrich Busch tn Matm- ,heim ist tn daS Geschäft als persönlich haftender Ge- ellschafter eingetreten. Die Gesellschaft hat am 25. März 11912 begonnen. Zur Vertretung der Gesellschaft ist fciur dec Gesellschafter Leo Katzenberger ermächtigt. Gießen, den 13. Mai 1912. a»/» Großher-ogliches Amtsgericht. »heim Tsb-CV'c,efee5 doliuchsh | ??ieme6nifc U^|iol;eu I H Von Strafe steht!t- I ÄÄd irb ihm die llnbcHv!: r',.l e einen derartigen Hebers D>e Zeiten können i auch andere Parteien, Bütm tourben; das könnte and scheu Gesellendeiei: I Fischmehl, Kückenfutter Fasanenfutter, Geflügelfutter, Hundekuchen, PhoSphor- Lebertran-Welpeu- futter, Viskuit, Kraftfutter 6. (S. 5 von Gebr. Herbst, Magdeburg stets frisch in jedem Quantum am Lager bei Adolf Geisse (1823) jat der KriegSminiiter klw 1 autnen versucht und hier Bä ■ c Weise in das Leben cirti ■ e datz der Kriegsminister tn ■ das Gesetz gebeugt! I la. Büdinger Iplelwein emvs. tn Flaschen, Stohons u. Gebinden Emil Nchmall, SBiergrohbonblunn, »Vrantt. Strane 7. Delevdvn Ä. 13136 Handel. — Darmstadt, 21. Mai. Tie 22. ordentliche Hauptversammlung der Aentralgenossenschaft der Hess landw Konsumvereine, e. G m b £>. ju Tarmitadt bat gestern beet ücutgesunden sie war gut besucht Wir entnebmni aus dem durch den Vorsitzenden des Vorstandes, Lekonomierat Tr föeibenrcid), vor getragen en Geschäftsbericht für 1911, datz der Genossenschaft am Ende des Jahre- 148 Mitglieder und -war 139 Bezug»- und Äbsapgenossenschai ten und 9 Einzel per wnen angebört haben Der Gesamnoarenbcjug 1911, bestehend aus Hllis- bänger, ft raftiutt ermittel n, D)h!en, isxmmnen, Torfstreu, Schwefel, ftupfervunol usw. betrug 537 254 604 ZeMner im Werte von 1 731 641,31 Mk. Ter Tüngerbezug ist wiederum gegen das Vorjahr erheblich gestiegen, besonders bei Si: perPhosphat, äali- büngcr, Amtnonuu und (Tbilifalpeirr. Ter Ncingennnn einschl. dem Vortrag aus 1910 betragt 70 502,76 ML hiervon sollen nach dem Antrag des Aufsichtsrats und Vorstandes verweichet werden für die verschiedenen Reserven 11 000 Mk, die Geschäfts^ guthaben sollen mit 5 Proz. verzinst und als Rückvergütung aut die verschiedenen Warenbezüge sollen 52 404,60 Mk. ausgeschüttet werden. Tie Geschästsguthaben von 216 GeschäftSaMerlen betrugen am Ende deS Jahres 21 483 ML, die entsprechende Last- . f-itinununfl Mai — 4- 17,5'0. , - 4-18,1 • a iv (Kons.): ein unter der Dachtraufe. I t zu lassen. Der Redner bitte | ten, vor allem eine in seinerI enzulage. litärvertvaltung für die C'- wird diese Frag:, die im uv» j angeht, schon hier vechrndck, nllich in zweiter Lesung g». ralen beantragen, sie wbl auch die beiden Dat eien * rung dieses Antrages foDcn x . ie§ Jahrekbetrages gezahlt w ltsiahreS 1911 die Zulage» aJg Ents-Had'gung °agen, eine Verallgememem ’j das ganze Reich. 1 ^n°zweiten Lesung N & Ä* * ** -ine Bagatelle, über. i Die M-nkenzulag- >l-' bschneiden müssen. ir Krätke: den if 3c,I”s 'rÄ«» fo 6“ ** f '-«•n unsere Flieger gezeigt, daß sie, was Schneid und _ Jnteit aidangt, wobt kaum den FranMN'en luxdtfteben, was n aber unbedingt fehlt, ist, fo schlecht man unS von fach- uimidxr Seite, kne nöttge Erfahrung. Man mutz immer- :i bedenken, datz die menten Flugfülhver erst seit kurzer Zeit tia such und daß sie Ixiuhg das praktische Fliegen untc-rbrecheu nfen, wnl ibrc_ Apparate nachgesehen und repariert werden ussen. Es ist 3adx der Militärlerwaltung, sich die erfordere ix Anzahl von Flugmaschinen >u beschaffen, damit stets genügend ' eservemajchmen yit Bcriü.rung stehen. Fn Frankreich gibt es genannte Eskadrilles, das bedeutet -nne Serie von 8 Mmchinen, nm denen 3 Sektionen ^u je 2 im täglichen (Gebrauch sind, wah rmb '•ine Sektion $ur Reserve zuruttg'-balren wird Es hat •1 bei dem Zuverlässigkeitsftug her ausgestellt, datz n am ent- ich unsere Motoren noch autzerordentli ch unzu- s! oerlässig sind Zur Abstellung dieses Uebelstandes kann uth der Staat nichts bettvagen, denn es ist Sache der Fabriken, [1 biran zu arbeiten, die Motorenrndustrie zu heben Nun kann aber niemand den 7rabri8en verdenken, wenn sie sich haupt- , chlich mit der vorläufig noch immer aussichtsreicheren Auw- ir,>tul Motoren-FavrAatton beschäftigen, Flugmotc Un b-'nbei Herstellen. Allgemein ist von den Beteil S.nSS’r: Ie-.fbar Ä hb;. f "erlassen -'3 en io > ich hab, ”7C| Jalle t;r., M »i,T '£»"■ * °UZ Ä hü ■U'ä'S-s L äfc.« 2 St- etcSrmL,n^- fonft dienstlich Nankn mürbe ba$ °uf ehrengerichtlich! U Höchste Temperatur am Niedrigste , , Niederschlag: 3,4 mm. 11,4 10,8 0 8 22. 22. 140,0 ‘5,*6-3-" rag LS»-" rt« ., . er*»1** -ralmai01 Bekanntmachung. In daS Handelsregister Abt. A wurde eingetragen: 1. Bezüglich der Firma Geschwister Altenpohl zu Gießen: Der bisherige Gesellschafter Mane Altenpohl ist durch den Tod aus der offenen Handelsgesellschaft auSgeschieden und diese hierdurch aufgelöst. DaS Ge- schäft wird unter der seitherigen Firma durch den bisherigen Gesellschafter Pauline Altenpohl fortgeführt. 2 Bezüglich der Firma A. Bender zu Gießen: DaSGeschLst ist nach dem am 2.Mai 1904 erfolgten Tode deS Spinnereibesitzers Adam Bender auf dessen Witwe, Elisabethe geb. Krombach übergegangen und wird von derselben unter der bisherigen Firma weitergeführt. Die dem seitherigen Geschäftsführer Adam Bender erteilte Prokura bleibt bestehen. 3. Bezüglich der Firma H. F. Nassauer zu Gießen: DaS Geschäft ist auf die Witwe deS bisherigen Inhabers, Dora Nassauer geb. Kurz, übergegangen und wird von derselben unter der bisherigen Firma weitergeführt. 4. Bezüglich der Firma Jean Weisel zu Gießen: Die Prokura der Jean Weisel Ehefrau ist durch deren Tod erloschen. 6. Bezüglich der Firma Kaufhaus Bertha Elsoffer zu Gießen: Die dem Samuel Elsoffer erteilte Prokura ist durch dessen Tod erloschen. Gießen, den 22. Mai 1912. a,B/t Großherzogliches Amtsgericht. Spezial M. 16.50 Excelsior M. 18.50 Ä— Die Hingslwoche r 9 Machen Sie daher Braun ist modern! kurz entschlossen Zur Zeit ist die Auswahl enorm Ihren Giessen Seltersweg 19 a*7i Achtung! Achtung! 2981 Süd-Anlage 7 Süd-Anlage 7 Während des Neubaues befindet sich mein Geschäft Ferd. Nennstiel Plockstrasse 7 Fernsprecher 236 10 80 100 7.50 Linoleum 31 33 Linkrusta 10 4.50 Carl Horn Musterkarten auf Wunsch sofort zu Diensten Kitze zu 420 Stück, Zitronen // ML Giessen, Bahnhofstrasse. 37' Verlangen Sie nur SPORT ARTIKEL VereinIrte Chemieche Werke Alrtleegesellechafl, aurloltenborf. Saliefer 16. AbtellnnR Lanolin Fabrik MertinikeDfelde. 8L große mittel 6aUI Netz Handarbeitsschule und Pensionat von Frl. Landmann, Giessen habe ich dazu ausersehen, um meine ganze Leistungs- :: fähigkeit zu entfalten :: Unterricht in allen weiblichen Handarbeiten, sowie Kunstarbeiten, Brandmalerei, Tiefbrand, Schnitzerei. Lederplastik, Porzellan- und Glasmalerei usw. Für Auswärtige ganze oder teilweise Pension im Harne Celephon 395 • Ritfergasse 11, nahe der IRarktsfrasse gegenüber der Restauration Peking. .*. Wie billig ich meine feinen Schuhe / verkaufe, zeigen meine prachtvoll dekorierten Schaufenster. Verzagen Sie nicht vcriuch.Sic b Kovnchm.. LchlafloL Aufreg. Dr. Berg- munnö Nervcntce „BeWc- «Herb. Seron.i Pack 50 Pf. u. L Mt Ädler Drogerie, öeüerßntX4,Ctix>ed) aa f ."■» .Nachahmungen weise m. zurück- 50 „ 100 „ Extra grosse: Wafctie mordendes \ modernes Wafchmittel „Chloro** bleicht o">e|id)t u. Hände in kurzer Zeit tetn welk. Dorzüql. er. probt. unroAbL MIlirl gcg. unschöne Hautsarbe, Sonrmersprossen, Leberflecke, fldbt Flecke, Hnutunrcinlgleiten. Tcht „Cbilorocreiue“ Tube 1 j|. ffl)irf|am unterftUM Mird) < hloro»cif«- 60 J vom Laboratorium Leo" Dresden 3. GrhoUHd) in Ülpothcrcn, Erörterten und •l’nrfümerien. Jn Gtehen: C*ivfd) '2ü»otbcfe. Adler Trog., Otto Schaaf. (hv=*/,) 714 1064 200 300 300 sondern nur Pfeildreieck-Seife! Für Landwirtschaft u. Gartenbau PflanLcunatirung,Rauvcnleim,Obstbaumkarbolmcaa Kunstdünger, samereicn, Blutlauotiuktur, ZmkN^e Karboltncum, warben, Lacke, Bast :c. re. 5,1 Firma Otto Schaaf, Seltersweg 39 Billigkeit und Qualität, gepaart mit strenger Reellität sind die Grundprinzipien meiner Geschäftsführung :: 10 Stück 110 Pfg. 100 Stück Ml. 10.- Echte Messina-Zitronen War saftige Waren 10 Stück 40 Psg. 100 Stück Mk. 3.75 „Pfeilring“ 25 Pfg. pro Stück. 3 Stück 65 Pfg A. Goldschmidt Schulst!; 6 GIESSEN Schulstr. 6 Günstiges Angebot tö? M- uni Hm Echt spanische Weine Günstige Gelegenheit für Pfingsten Wein-Angebot W- und Mzmim Catalonlcr u. Penades, leicht, bei 5 Liter ä 65 Pi. Venchell und Valencia. 3-jährig, sehr angenehmer Tifchwein, bei 5 Liter ä 75 Pfg. Prlorato und Alicante, feurig, herb, 5 jährig, 5 Liter ä 95 Pfg. Feine spanische Süssweine Mlstella. rot und weih .... bei 5 Liter ä 95 Üf- Tarragona lsehr feilt) und Itoscatella 'Damenwcin bei 5 Liter ä 1.30 Pik. Tlalaga. hell und dunkel . . . bei 5 Liter ä 1.50 M- bei Abnahme von 20 bis 100 Litern 5 Prozent Haban Direkter Import. Grösste spanische Wein - Kellerei am Platze Die Bcstelluugcu werden frei inS Haus geliefer Spanische Weingrosshandlun: Grosser Kopfsalat Stück 5 Pfg. Täglich frische Bananen, Gurken usw. awr- Billige Tagespreise. *1S Spanischer Garten Babnbofftr. 48 K. Hase Babnbosstr. 48 Filiale Bismarckstrahe 11, Erke Ludwigstrahe. ■T Zu selbigen Preisen *1S W verkaufe Samstag auf dein Markt *WI Bind faden o. Seilerwaren aller Art empfiehlt zu billigsten Preisen Ludw. Lazarus Asterweg 53 Fcrnspr. 505 SchuhhausWOLFF 34.-, 35.- 13—, 14.- 14.-, 15 — 10.-, 1L-, 12.- 10 Stück 70 Pfg. 100 Stück Mk. 650 Für Wiederverkauf er enorm billige Preise Mk. 21.50, 22 -, 23.- „ 29.-, 30 -, 31- schreibe ich nicht aus, dafür enthält Hflti Piktt des so beliebten Dr. (fartwert Vcilchrnseifrirpulvrr» ----- „Goldperle" ----- ein reizendes Geschenk. Alleiniger Fabrikant auch des flüssigen Metallputzmittels „(kltOl“: Cwl etumcf, Fabrik chem. rechn. Prod. 6öpphifti. L- ii ^ehlh : '1' i r @icB' Pfingsteinkauf bei Ritfergasse 11 Auf sämtliche Herren-, Burschen- u. Knaben-Einzüge gewähre ich von fetzt bis Pfingsten bei Bar-Einkauf 10 Prozent Rabatt üblen" Mundgeruch*® ________n i 6 em ar r MEElKrj flBMBHHtm M«nbt u twilchrn ben fläbnrn und bleicht mißfarbene Rfline bknbtnb weitz, ohne A «chmrlz zu Irtiacen Herrlich erfrilck ichmrck. Zahnrrerne s. Erwachs, u. Sind., 4—fi tvache" anvieich., 1 Mk, Pradrtude 50 Pf«. In d. Intern. HWiene-Audsiell. Dresden allfeil» brwundrrl. Man »erlange Prosp. u. «Xtattltnifflev diretk v. foboratorinm Dresden 3 »d. ,. d 6»«th, Drag.. Stil. u.Ve.rfkmkrlkqelchSftrn. Haut - Bleiehcreme Morgen ;-reitag trifft ein Waggon Apfelsinen und Zitronen ein. 04SM .Vor saftige dünnschalige süsse Waren: Prima Valenzäa-Apfelsinen 10 Stück 45 Pfg. 100 Stuck Mk. 4.- 10 „ 55 „ 100 „ „ 5.— 10 „ 65 „ 100 „ „ 6.- Grosse: 10 Stück 80 Pfg. 100 Stück Mk. 750 Extra grosse: 10 Stück 95 Pfg. 100 Stück Mk. 9.- la. Soretto Biufc - Apfelsinen 10 Stück 60 Pfg. 100 Stück Mk. L50 Ke heut'! [—iiiTi«! |;-S"S inofratie W berc ■ei die dir / Em* Erimde, her ungarilst Liriac Revolutic inancbem pi : v imcii fricbl Cb, sollte es t Kmi ein lag de Eu8 str dic L; |^tts werden. -g sozialdemokrc : neu Leute, llZMnbahnlvag' »Fleute schieß -^rung ihrer r m Lahlrechtsi |- «t der prcußisc s Kreits, daß i I« gleichen Wa r mrdc, oh^ W ttrsgekonnnen lg‘i, das am 8. Mi damals zur »Wbe, das all MW zu rufen. |üZanuar 1910 |»ie, es sei de Mdiadrstage 19t iBniertc: „Vor Iöt gar Beseitig ghi das Kabinet ■Elan), dem |« Lukacs - El der Frage k'-Ässrage war pblem der ui |i.tm5 zu Oesteri Ordnung der W ■ xilammt steckt ‘ " immer wie ' •" wieder einer MMli? bringt, )d Vünschc. Lir erhalten rteinbow §ien, 23.8 Aus Ar Zusammen "iilir. An ein g‘j*? Arbeiter eit ' lizei. Ein zwei Salr ViDcr verwu E?hrer? Husar Mragenbahi Mhalten, die -i jM'^öste verwui ^-'seihauptmani verletzt ; f6rniIi= ; ^eten mehre l’F-it ^^^ich l *[e ~fenp ;.b,t Redakti L LLau‘f b I Gtr h5kt Und n.?le zweier verle *3en wurde I Pi | hr^.W, f ^arbeite 111 auf ; ILS öuf der s h^,$on ei b» ^wa?o |L neuer ■' ' '"ei .& !I°H Life hi lL"pest I W? >aub l --Den in bis Pfingsten' Weisse Damen-Blusen mit Stickerei und Einsatz Mk. 7.75, 5.95, 4.50, 3.75, 2.25, 1.75, 1.25 Farbige Damen-Blusen in Wollmusseline und Batist Mk. 5.50, 4.25, 2.95, 1.85, 1.50, 0.95 Damen-Hüte neueste Formen und schick garniert Mk. 17.50, 13.75, 10.50, 8.75, 6.95 bis 0.95 Mädchen-Hüte reizende Formen und Garnierung aB'4 Mk. 2.95, 2.25, 1.75, 1.25, 0.95 Uebcrell crhllllldi Seifenfabrik — Aug. Jacobi Damliad Sie reinigt, bl ekhi und fchont die wäfche .V