Zweiter Blatt <62. Jahrgang 208 Arztes in den kleinen Garnisonen, die einem tüchtigen. fonstrebenden Mediziner die Lust an der Karriere rauben a kann. Gewiß mag manche« berechtigt fein. Aber au di ft Al'legung des Staatsexamens beim Zwttarzt ts-u' ^aqry, iuhh «« ’ T A bl Einführung ehe er eine ausreichende, den Mann erna.hrende Praxi- volksw. .Korresp.^, imt getM. Deulsdckands befiht Der junge Militärarzt wird fast 'nnncr nach kurzer ^'nMri^ro^ffk^Zntstfur ~ worden, da Seit schon «ffifcnjarst und behebt im ^rchschn. al» ' »'H , '8Sr brr Somienjeit solcher !^ Mk Monatsgrhall Wenn auch ,Ll S^. ML! M M. bä» am 1. April jeden Jahres die Uhren eine stunde vor- terüdt und am 1. Oktober wieder zurückgestellt werden tollen. Aus dem fdwn je^t erschienenen ersten Teil des Jahresberichts der Handelskammer Köln für 191, ersehen wir. daß die Kammer es abgelehnt hat, m der j-ache Stellung zu nehmen, und fic hat bad, so meint lul “ 0 . . ...... Turdi S..« (Tuitiihnnin 19161 Winterzeit, indem der Tagesarbeitsbeginn im Wtn^r xnr Verhältnis zur Sonnenzelt zu früh liegt. Für den Westexx könnte daher wohl die F-rage der Anführung exxxer besonderen Winterzeit dasselbe Interesse beanspruchen. Die erste Anregung in dieser Sackft geht denn auch vom Osten aus, und zwar war es die Handelskammer So rau, die mit einer Anregung in diesem Sinne an den Deutschen Handelstag herangetreten ist. Da der Sonnenzeitunterschied zwischeit der östlichen deutschen Grenze und der westlichen etwa eine Stunde beträgt, so hegt allerdings tm rften heute der Sommerlag nach der Normaluhrenzext zu spät, nicht aber für den Westen. Man kommt über dxe tatsächlich gegebenen natürlichexx Zeitmxterschxede mcht Mittwoch, 4. September 10(2 Rotationsdruck und Verlag der Ar übl ichen UniversuLtS - Buch- und Steinbrucferei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Scbnl- straße 7. Expedition und Verlag: 5L 9iebaft.on:e«112. Tel.-Ad^Anzeiger'vießen. 'ich strecken, damit der >rieislauf des Blutes erleichtert wird. — 3m Anschluß an die Ratschläge zur Körpererziehung rntb Kvrper- krästigunq ist auch der Nackpveis von Jnicres.e, woher das deuffche S)ecr seine Rekruten nimmt. Nach einer dort ailfgehongten Tabelle über die Herkunft der de u t s che n L, o l d a t e n liercrn bei 100 Geburten gerechnet im Deutschen Reich Landgemeinden bis zu 2000 Einwohnern 114 zum Milt la r Aus gehobene, Landstädte von 2000- 5000 Einwohnern 91, kleine stabte Don 5000—2U uuu Einwohnern 86, Mittelstädte von 20 000—100 000 Einwohnern 8.1 und die Glroüftäbte über 100 OOO Einwohnern nur 6o Ausgehobene bei 100 Geburten. Daraus erhalt doch die Wehrkraft des^ deutschen Volkes in erster Linie von der ländlichen Bevölkerung gestellt wird. Je größer die Städte sind, desw geringer ist bie Tauglichkeit ihrer Söhne zum Militär. Der Körperpflege nahe verwandt ist die B ekletdung des Menschen. In dieser Abteilung xverden uns nicht nur Dutznxde von guten Ratschlägen über eine einfache und zweckmäßige Weital' tung der Kleidung erteilt, sondern es wird vor allem auch dar- getan, wie sckxädlich und geiundhcttsxvchrtg die «Mvde^ hcnmg auf den menschlichen Orgarnsmus cmwxrkt. -^n erster Lmte das tr o r f c 11 Der nxoderne Mensch glaubt vielfach, daß der wetb liche Körper ,n der Mitte, der „Taille", sanduhrförmig verengert sein müsste und deshalb schnüren sich dte Frauenbund Mädchen über der Hüfte eng zusammen, um biciem log. Lchonhettvtdeal möglichst nahe zu kommen. An plastischen farbigen Darstellungen ^ g?nzen weiblichen Körperdurchschnitts sehen wir nur0 wie durch das moderne Marterinstrument, das.Morrett, wlt^amtliche inneren Organe in gröblichster Det,e mißhandelt werden ^er Sen wiw unten. b.e Diihjur Seite gebru* unb »er- laaert die Eingeweide auetschen nch tn den unteren Teilen der HÄ zusammen Der Brustkorb, brr beim Werbe weit veranlagt ist, wird ebenfalls zusammengedruckt und nne unnatürliche Rwpenverschiebung herbei gerührt. Ein dresdener Arzt hat tat» ^stellt ban ein Mädchen ohne Korxctt mit einem Atemzug •’800 ccm Luft cinarmcn konnte, während cs xntt Sonett^ an» äetan nur 2200 ccm cnyuatmcn Dcnruxfee xxc ublunmnc «folge tzjcseg KorsettschnürenS aber ist die Biümixg von OlaNen- fteinen, bie sehr sckrvere und gualvolle Ltzden v^urmchen. -ie tteten bei der Frau, wie aus den graphilchen Tadel en der Aufstellung hervorgeht, brei» bis mermal w hämtg am, al^ beim Manne und zwar entsteht ste beim Ltauen des G^lcm^tchlun^', das meist eine Folge des zu engen ^schnürens ist. Wie lange wird es nockx dauern, daß unsere Damenwelt ihren Kower n«h mit dieser Modetorheit unserer Zat ,D,tematilch mifthandelt ^ie Abteilung Bekleidung gibt uns auch wenn noeb über unsenx Körper im Derbälmis zur Außenwelt Annchlmle und Be- , aller Art. Wir sehen, warum em test nyender Buttel , übCT ein Band um den Leib drucken muß; das -tragen hoher Stiefelabsätze ist unvorteilhaft und unnatürlich, weil baba bet Fust in Streckstellung arbeiten unb bei jebem Stritt uba ben "lbsatz gehebelt loerben muh, wozu er eigentlich nicht eingerichtet ist In verschiedenen Modellen unb Abbilbungen wird bic richtige unb bie verkehrte Gangart bes Menschen bargetan imb ae- Äciat, wie das Schuhwerk dem anatomischen Bau des Fußes angcpaßt fein sollte. Wohin die Mode der Fußvcrkrüppeluna tührt, zeigen die Bilder mit den Füßen der Chineimnen. Durch zahlreich Jllusttationen wird der Ba'ucher darüber belehrt, wie die Kleidung des Menschen sich allmählich entwickttt hat. Wie aus verschiedenen prähistorischen Funden erhellt, ist ste schon vor ca 20 000 Jahren in Europa ^itte gewesen. Der Mensch hat nach dem allmählichai Verlust seines natürlichen Haarkleides zur Bekleidung gegriffen nicht nur, um den ftorher nor «u starken unb plötzlichen Wärmevalusten, also vor bem Einslust ber Witterung, zu schützen, und aus Gründen der Scham hastig kat, sondern auch aus Schmuckbedürsnis, zur Erhöhung der Würde, Zau- bereisurcht, Eifersucht usw. Es wird behauptet, daß die Fehler der modernen Kleidung nicht nut schädlichlür den TrägN, sondern auch durch Verdeckung von Körperfehlem usw. für die Nachkommenschaft wirken können. DaS größte Interesse auf der Ausstellung dürfte namentlich für umere tzausirauen und Mütter das Köpftet „Ernährung einnehmen. Lier ist eine wahre Fundgrube für praktftche Ftauox zusammengetragen. Auf einem großen Wandbild »mrd zunächst dargetan, wie sich in der Natur alles un ewigen WechiÄ und Kreislauf vollzieht. Tie Nahrungsswfte für Mensch unb Tier iverben von der Pilanze unter Mitwirkung der Sonnenstrahlen aus den Bestandtalen von Wasser, Luft und Erde .ausgickartt. Mensch unb Tier zersetzen die von der Vnonze bezogenen Nah- rungsstosse unter Mitwirkung des eingeatmeten Smterxtones wieder und ihre Absallstoffe dienen wiederum als Nährmittel mr y Pflanzen. Da wird nun dem Beschauer unter anderem m yand- gra'licker Weise vor Augen geführt, wie grost daS^ Quantum an Nahrungsmitteln ist, das an normaler Mairn an Lauft emes 3ahreS verbraucht, nämlich: 600 Kalograimn Waner, 17v ÄÄo- gramm Kartoffeln, 250 Kilogramm Getreide, 20. Mognraim Zucker, 30 Kilogramm DÜlsenftüAe, autzerdem: M^ches Gemüse etwa 100 Kilogramm, Milch 250 Kilogramm, ,yett 2o Stlo- qramm, 50 Kilogramm Fleisch unb Fische unb 7,5 SMogrorott Kochsalz Alle diese Dinge |tnb tn großen Glas- ober Dttcht- behältern aurgatellt unb nehmen einen mehrere Kubikmeter großen Raum ein Gegenüber von diesem Quantum Nahrung werben wir weiter belehrt, daß der Nahrungsbedarf des normalen Menschen täglich sich auf 2630 Kalorien berechnet, für deren Bildmxg ent» lieber 4 Liter Milch ober 795 Gramm getrocknete Erbsen oder 39 Eier, ober 2683 Gramm Kartoffeln erforderlich sind. 23ir müssen dem Körper Em»eib zuführen, weil wir fotzen hier Txe Bedenken gegen die Einführung der besonderen Sommerzeit vom eisenb ahnt echnxs che n Standpunkte aus werden für sehr erheblich gehatten. Scmt diese audx durchaus nicht unüberwxndlxch erschlnn«t, sid> vielmehr mir auf die beiden Tage der Dor- und Rückstellung der Uhren (1. April und 30. September) beschtunken, o würden doch an diesen Tagen Mexfellos große Unregelmäßigkeiten austreten. Sie wären bedextkltch namentlut) vom militärischen Standpunkte aus, da dxe .^eeresvnwal- tung künftig in ilsren Mobilchachungsplanen mit diesen beiden kritischen Tagen besoitders zu rechnen hatte und besondere Maßnahmen für fxc treffen müßte^ Dte Inter- essen der Landesverteidigung in dieser Sache aber sxnü ausschlaggebend. __ Allgemeiner Mchtertag. ~ Wien, 3. Sept. Im Verlaufe der weiteren Verhandlungen des Allgemein«' Richtertagcs legte Landesgerichtsrat Dr. Altnvann lWim> M bem Thema Geschworenen- oder SchössengevuSrte im einzelnen dar, daß die angeregte Frage.deshalb für Oe^er- reich bon so großer Bedeutung sei, weck die Ifvme Strafgerrck^- organifation, nach der zum Teck dte imt 4 RickLern bei egten Gerickstshöse und zum Teil bie Ge,ckvvvrenengmchte bte »erbrechen unb Vergehen aburtedten, geändert werden lOHe. uno zwar sollten nach der Regierungsvorlage sogenannte, klane Schvffm- gerichte, bestehenb aus 2 Rickstern unb 2 Schöffen, und fogciiaxnüe große Sckwffengerichte, bestehen» aus 3 Rlästern xrnd 3^choffen gebildet unb bic jetzigen Geschworenengerichte auf dxe YUnäciUuig von politischen Delikten unb ber schwersten Verbrechen beschrankt Einführung einer Sommerzeit. In welcher Verleaenheit viele Leute um geeignete Unterhaltungsthemata sein müssen, geht aus bem Anträge hervor, der die Einführung einer „Sommerzeit" bezweckt. Es handelt sich hierbei darum, die Normaluhrenzext der Sonnenzeit anzupassen, so daß eine bessere Ausnutzung des Tageslichtes ftattfinben kann, was auch mit erheblichen Ersparnissen infolge geringeren Verbrauchs künstlichen Lichtes verbunden sein würde. Die bessere Ausnutzung des TageslicksteS im Sommer soll dadurch erreicht werden, Drei große Gruppen ber Ausstellung, die jetzt besonders stark ' - H auswärtigen Besuchern belebt ist, verdienm noch eine et , || »Andere Betrackstimg: xnc Körperpflege, die u n a o B lur a und bic Bekleidun g. Dem weckverzwngten (Gebietber 1,verpflege ist der große Saal Nr. gewidmet, in welchem c rster Stelle durch Bild und Wort bic große Dahrhnt des Iltn Wort»^ Juvenals bargetan wirt»: ux einem gex und en Körper I Lnt ech gesünder Geist! Durch zahlreiche TarstoUun^ uxch - ^nsviele loirb Incr in sckxxrs in bic Augen JidiDcid geführt, wie notivenbig namentlich bn ber hernnrtwt^- . 'tom Jugend neben der Geistesbildung dxe korperftche Fürsorge f und daß die rationelle Körperausbildxmg wcht hinter der Jnfip^Tiifhiina zurücksteheii darf, sondern als vollkommen üleickr toben muß. An einzelnen vergleickumden Bildern nnr» dar i ttrn daß gesunde und kräftig enttvickelte Kinder den körperlich ; Vttur entwickelten Minbern auch in g^'O^.^iNiicht ' ^ siüd Wie bedeutend überhaupt bic Volker.des Altertums, Ijn allem bic Dcllenen, auf dem "^^er Ko^P^ i. tfbfrncu Menschen voraus waren, cnchen wir mer an .xvon Btoger, und Modulen °°n Beschauer I *’ «ter incrbm wir auch an bflv Wort oes 4iarail,,u- p mim: „Dc ScitqueUffl iinb bic V finb voMommcncr an Jugend und tmm o lu Jnt>crc re moderne Gcsunddcilovilcgc tut gut daran, on I Lxfn vorhandenen unb wiederauf gefundenen spurm uno zrxn rdfunaen für Leibesübungen reckst gründlich zu studieren Uru. ^nLdrr und gdmuastischen Nebmtxn t-m?mcn Einrickstungexi zu gestalten Dx pn.-hin3'c11 ionbem ['.bangen der Körper nicht nur -u ^roßmn Lei'tu 9 , I J ; iSfeWOfflK äSsäTKÄ» §5 SS -timen von einem Beispiel, wie man stch nach * ^mgunqen am besten lieber ersten kann. ' lMM Rasen ohne Kleitxw lang hinlegen und „alle Biere^ von Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen ipetben. Den Leitsätzen wurde hauptsächlich ans Kreisen der deutschen Richter widersprochen, bic darauf hinwiesen, baß bex Zuziehung von Laien den Schöffengerichten, in denen Berurs- ridn er unb Laien eng unb gleichberechtigt zusammen arbeiteten, der Vorzug zu geben sei. Auch für Bulgarien nmrde dies nach 'den bortigen Verhältniffcn als das allein nckstige bezeichnet, wäbrenb für Ungarn die Frage der Beseitigung der ^»vur- geridne als noch nicht spruchreif erklärt wurde Es bestand schließlich Einverständnis darüber, baß bic Frage, ob den Schwurgerichten ober den Schöffengerichten der Vorzug zu geben sn, zurzeit nicht einheitlich entschieden n«ben könne, sondern daß dies von den besonderen VerhalMissen des betreffenden Landes unb besten historischer Entwickelung abhängig |a. Ferner war man sich darüber einig, daß jedenfalls eine stark erweiterte Ausdehnung des Laienrichtertums nicht anzustreben und insbesondere für die BemfungS^n- Die Regelung des Anßverkaufäwefenß wird jetzt in Berlin lebhaft erörtert. Die Meinungen hierüber sind aber, wie uns der „Verband Deutscher $$ar^y ■ unb Kaufhäuser, e. B." schreibt, in der Kaufmannschaft so geteilt, daß es kaum möglich erscheint, zu einer, auch nur einigermaßen befriedigenden Einigung .zu gelangen. Die Wünsche nach einer Regelung des Ausverkaufs'vcfciiS gehen hauptsächlick) von den weisen foldjcr Gesdstistsleute aus, die wenig von der fOtobc berührt werden, ivahrend fast alle diejenigen Geschäfte, deren Artikel in erheblichem Maße der Mode unterliegen, sich gegen eine Regelung des Saison-Ausverkaufswesens sträuben: denn bte Verhältnisse liegen nicht nur in den einzelnen Branchen, sondern auch in'jeder Branche selbst wieder so verschieden, daß ste völlig unübersehbar sind, und eine einheitliche Regelung einem großen Teile des Detailhandels in Berlin geradezu Zwang antun würde. Ferner ist nod) zu bedenken, daß die Begriffe Ausverkäufe" Und „Gelegcnhextssäusc" aller Art nod) völlig schwankende und flüssige sind, und daß von oerjd),ebenen Gerichten, sogar vom Reichsgericht, Urteile gefallt worden sind, die bet Praxis keineswegs gerecht werben unb gerabeju Verwirrungen gestiftet haben. Eine begrisssrichtige und der Praxis aud) wirklich gerecht merbenbe Scheidung ber Begriffe „Ausverkäufe" unb „Gelegenheitskäufe" wäre daher die unerläßliche Voraussetzung für die Regelung des Ansverkaufsweseiis hx Berlin Schließlich ist es aber auch selw fraglich, ob die Kleingewerbetreibenden von exner Regelung des Ausverkaufswesens mehr Vorteile oder Nach- teile haben werden. Wirkliche Ausverkäufe kommen wett mehr bei den kleineren Geschäften vor als bex den größeren. Eine Erschwerung ber Ausverkäufe würde also gerade dxe kleineren treffen, und bei einer zeitlichen Regelung der Saison- und Inventurausverkäufe würben bic kleineren Geschäfte Gefahr laufen, mit ihren Saisonwaren ichcn Zii bleiben Aus allen diesen Grünbcn dürften einer befrie- bigenben polizeilichen Regelung bes Ausverkaufswesens in Berlin und überhaupt in den größeren Städten unuber- ivindliche Schwierigkeiten im Wege stehen. bauet Ihre Mbcttna“ tlid) warm kv s. u. 1M. ll'ilick W. ftilbingtr. 79 a, 51. M ; dL Ern» Sil pcibcLyran!;.; oLchaa!,-ü 1^. Torfmull,'. politische Tagesschau. Brieftelegramme. L Die versuchsweise Einführung des Bricstelegrammver- We. ist von den Handel- unb Gewerbetreibenden banFbar lEJruBt worden; ber Brieftelegrammverkehr dürfte sich Saer mehr und mehr einbürgern. Doch hat sich ein Miß- ; Äfft) bemerkbar gemacht in den Fällen, in denen die brief- |E* Einsendung des Telegramms an ein für den Brief- Slirammvcrkeyr zuständiges Postamt notwendig ist. And) jrr. die ztuverts, in denen die Brieftelegramme sich bc- j|&«i, mit der Aufschrift „Brieftelegramm" versehen mcr> £i, sind sie doch nicht rechtzettig aus den sonstigen Briei- herausgenommen und ihr Inhalt als Telegramm Kiicr befördert worden, augenscheinlich weil die Beamten Ui unter der Menge der eingegangenen Briefschaften üba: machen Würbe, nicht nötig erscheint/ Eis itt Ii. benbltiiatt h n eingett-iLcu- » Wall« MarkM, Televd« » iqiler Seriai’-: augtorrl an Sie vor leche iden Ucker den Mangel an Sanitätsoffizieren im deutschen Heete Siktibt man und: , Nach den neueren Ermittlungen herrsckft zurzeit tm toftidxcn Heere ein empfindlicher Mangel an Santtäts- »fhucrcn, der sicki int kommextden Winter nach Errichtung intrch bic Heeresvorlage bebingteit neuen Truppen-- ntationen noch mehr bemerkbar machen wird. Es hält t außerorbcntlich schwer, bei diesem Mängel Ersatz an nrn Aerzten bei kleinen Garnisonen zu eehalten. Der kitäretat spricht von 1120 etatmäßigen Ober- und Asff- trii raten, nod) nicht 50 Proz. sind vorhanden, na ml ick) r 518 Von ben 2269 etatmäßigen Santtatsoffizierstellen etwa nur 1700 besetzt, es fehlen somit 570 Mttitar- ärttr, um die dringend notwendigen arztlickftii jsoften Vv >en Truppenteilen zu besetzen, ungerechnet bte stellen für t)ic neuen Truppeneiithetten. Unter diesen Umstanden üilfi en aus großen Garnisoticn die Mckitärärzte in kleinere ’Wirbt werden, weil bie kleinen Garnisonen uiibcbingt .tie etatmäßige Zahl von Sanitätsoffizieren aujiucifcn Een. In ben großeii Garnisonen hilft man lieh über kn Mängel mit Vertretungen hinweg, ein Notbehelf, der icd: unangcnelffiie Folgen nach sick) zieht. Zn letzter Zeit hat ber Andrang zum medlzinffchcn kmdium sick) wieder gehäuft, obwohl die ärztliche Zivtt- iroiiö, xmmexttlich in ben Städten, überfüllt ist. Dieser « indrang dürste sich, nach gewissen Anzeichen zu urteilen, y pä; vermehren. Es kann deshalb beit Medizi n | tu bi er enden J in- empfohlen werben, sich der militärifd>en Laufbahn Idir als bisher zuzuwcndeii. Gegen das Einschlagen dieser .iniMm werden oft gewisse Bedenken erhoben. Bemängelt trb der Zwang, sich auf Jahre hinaus zu binden, die langelnde Bezahlung, die einseitige Praxis des lungen stanzen, in denen die geschulten und von oben und unten freien Berm^richler allein entscheiden müßten, durchaus zu verwerfen sei. Die Ausführungen des Landgerichtsrates Tr. W o h l i (Wien) über „Die Stellung des Richters im Zivilprozeß", die er in folgende Leitsätze zusammenfaßte, fanden lebhaften Anklang: „1. Tie Ausfüllung der Parteidisposition über dieTcr- imne ist die erste, unerläßlich? Voraussetzung für einen wahrhaft münblidpunmittelbaren Zivilprozeß. 2. Die Strcitoerharrdlung muß vom Richter vorbereitet werden durch Bereitstellung der für die Verhandlung und Beweisaufnahme erforderlichen ErkenMnis- auellen (Parteien, Zeugen, Sachverständigen, Urkunden, Akten usw.). 3. In der Streitverhandlung hat der Richter durch ziel- bewußte Prozeßleitung für die Vollständigkeit des Parteienvorbringens und für das Herausarbeiten der entscheidenden Streitpunkte zu sorgen: von besonderer Wichtigkeit für die Prozeß- ökonomic iß die richtige Verwendung der Prozcßleitungsmittel, der Verbindung und Trennung der Verhandlung. 4. Tic Beweisaufnahme soll, wenn dies tunlich ist, vor dem erkennenden Richter im Rahmen der Streitverhandlung vor sich gehen. 5. Ter Grundsatz der freien Würdigung der Beweise durch den Richter darf auch vor dem Beweismittel der Patteiaussage nicht Halt machen." In der Ausspracl)e wurde darauf hingewiesen, daß die demnächst in Kraft tretende ungarische Zivilprozeßordnung ähnlichen Prinzipien >oie die jetzige österreichische Prozeßordnung huldige, und dargelegt, daß schon seit geraumer Zeit in Deutschland sich eine starke Strömung geltend mache, um in Anlehnung an das österreichische Vorbild den Richter zum wirklichen Herrn des Prozesses zu machen und den Prozeßabsolutismus der Pattcien und der Anwälte im Interesse eines schleunigen Verfahrens und einer wirklickjen Wahrheitsermittlung zu beseittgen. Landgerichtsrat Dr. Hauke (Wien) behandelte das Thema der „Vormundschaftsrichte r". Seine Ausführungen gipfelten in folgenden Leitsätzen: Die Ohervormitndschaft hat bei den Gerichten zu verbleiben. Die Gerichte als Vormundschaftsbehörden sind von den in den Wirkungskreis des Vormundes fallenden Funktionen zu befreien. Die obcrvormundschaftlichen Agenden gehören teils in das Gebiet der Verwaltimg, teils in den Bereich des eigentlichen Richteramtes. Die Agenden der Verwaltung sind von dem Gerichts- vott'teher unter Beihilfe von geeigneten Beamten und Hilfsrichtern zu besorgen. Bei Ausübung des Richteramtes in Vor- mundschaftssachen soll der Richter über Einrichtungen verfügen, die ihm eine schnelle und richtige Information ermöglichen. Das Verfahren soll mündlich und möglichst formlos fein. Infolge der vorgerückten Zeit wurde zu diesen Leftsätzen nicht Stellung genommen und nur aus ungarischen Richterkreisen darauf hingewicsen, daß dott zu allgemeiner Zufriedenheit das Vormnndschastswcsen den Verwaltungsbehörden und ebenso das Verlassenschastswesen den Notaren überwiesen sei, so daß man sich in dieser Hinsicht dem J^eal der möglichsten Befreiung des Richteramtes von Verwaltungsgeschäften nähere. Das wichtige Thema: „Die Stellung des Richters im Rechtsstaat" behandelte Landgerichtsrat Dr. v. EnLel (Salzburg), der folgende Leitsätze ausstellte: 1. Die gegenwärtige Stellung des Richters vermag der Aufgabe, die er im Rechtsstaate zu erfüllen hat, nicht zu genügen. 2. Tie Stellung bc§ Richters bedarf einer Reform durch materielle Begrenzung des Richteramtes, wobei möglichste Rcinmaclmng des richterlichen Arbeitsfeldes von Verwaltungsgeschästen anzustreben wäre: außerdem durch rechtliche und materielle Ausstattung des Richteramtes in einer den Aufgaben dieses Amtes entsprechenden Weise. 3. Die Ausgestaltung der ttchterlichen Stellung hat in besonderen Richtergesetzen zu erfolgen. Eine Aussprache über den Vortrag fand nicht statt, um seine Wirkung nicht abzuschwächen. Nach Dankesworten des Vorsitzenden des Deutschen und Oester- reichischen Richterbundes wurde die Tagung für geschlossen erklätt. Hieran reihte sich im weißen Saale des „Riedhofer" ein Festmahl, an dem viele Hunderte von Richtern teilnahmen. In zahlreichen Reden wurde der Hoffnung .Ausdruck verliehen, daß die Tagung zum Besten der Rechtspflege und zur Schaffung eines modernen Richtertums sich wiederholen möge. Deutscher verein für öffentliche Gesundheitspflege. :: Breslau, 3. Sept. Unter zahlreicher Beteiligung feiner Mitglieder aüs allen Teilen des Reiches traf beute hier im Konzetthause der Teutsche Verein für öffentliche Gcsundlieitspslege zu feiner 37. Verfarnrn- liinfl zusammen, nachdem gestern im großen Saale des Konzerthauses ein Begrüßungsabend vorausgegangen war. Nach den begrüßenden Worten der Vertttter der Staats- regierung, der Universität und der Stadtverfvaltung erftattete der ständige Sekretär des Vereins, Prof. Dr. Pröbsting (Köln) hierauf den Iahresbettcht. — Als Beittag für die Errichtung eines Koch-Den km als sind vom Verein 500 Mark beigesteuert worden. Hierauf erftattete Stabsarzt Tr. Mayer, Dozent an der militärischen Akademie in München einen Vortrag über im wesentlick)en den auf der Ausstellung schriftlich fixierten Er- läuterungen — die lebendige Körpersubstanz zum größten Teil aus Eiweiß besteht. T-ieseS wird durch die Kürpettätigkeit andauernd abgenutzt und muß ersetzt werden. Ta Eiweiß auch Glidfiofi enthält, kann zum Aufbau von Körpereiweiß auch nur eine stickstoffhaltige Substanz verwendet werden, aber das in der Nghtnug enthaltene Eiweiß, Kohlehydrate und Fette ent» halten keinen Stickstoff, sic können.also in der Nahrung das Eiweiß nicht ersetzen. Nach diesen allgemeinen Feststellungen wird eS interessieren, die Zusammensetzung einiger der wichtigsten Nahrungsmittel naher zit betrachten, die auf der Ausstellung teils in natura, teils in tauschend ähnlichen Nachbildungen gezeigt Iverden. Fettes Rindfleisch enthält pro Kilogramm 145 Gramm Eiweiß, 373 Gramm Fett, 7 Gramm Salz und 475 Gramm Wasser, mageres Rind- fleisch 205 Gramm Eiweiß, 28 Gramm Fett, 12 Gramm Salz und 755 Gramm Wasser. Hühnerfleisch enthält 210 Gramm Eiweiß, *5 Gramm Fett, 10 Gramm Salz unb 735 Gramm Wasser, Pferdefleisch dagegen 215 Gramm Eiweiß, 35 Gramm Fett, 10 Gramm Salz und 742 Gramm Wasser; eine normale Leberwurst 160 Gramm Giroei6, 359 Gramm Fett, 26 Gramm Kohlehydrate, 36 Gramm Salz und 423 Gramm Wasser. Weiter enthält ein gesalzener Hering 189 Gramm Eiweiß, 169 Gramm Fett, 164 Gramm Salz und 478 OJramin Wasser, geräucherter Speck 90 Gramm Eiweiß, 728 Gramm Fett, 80 Gramm Salz und 102 Gramm Wasser, Butter enthält 835 Gramm Fett, 135 Gramm Wasser und 30 Gramm Kochsalz, Kartoffeln 20 Gramm Eiweiß, 2 Gramm Fett, 209 Gramm Kohle- hudrate, 10 Gramm Holzfaser, 11 Gramm Salz und 748 Gramm Wasser, /.ul,milch 31 Gramm Eiweiß, 35 Gramm Fett, 49 Gramm Kohlehydrat, 7 Gramm Salz und 875 Gramm Wasser. Der Fisch besitzt im allgemeinen den gleichen Nährwett, wie das Fleisch von Schlachttieren, Rind und Schwein, und wird auch in gleicher Weise gui verdaut unb vom Körper ausgenützt. Die Fische enthalten jedoch keine sog. Extraktivstoffe, man kann keine Bouillon aus ihnen bereiten. Von einem nicht gefütterten Karpfen enthält 1 Kilogramm 184 Gramm Eiweiß, 17 Gramm Fett, 12 Gramm Salz und 787 Gramm Waner: es muß aber hierbei mit in Betracht gezogen werden, daß bei 1 Kilogramm Fisch ca. 250 -300 Gramm an Eingeweidcn, Kopf, Schuppen, Schwanz usw. verloren geht Im Deutschen Reich wurden im Jahre 1909 pro Kops der Bevölkerung 7 Kilogramm verzehrt, 6 Kilogramm Seefische und 1 Kilogramm Süßwasserfische. Der deutsche Fifchfana stellte sich 1909 auf 33 Millionen Mark, für 44 600000 Mark Fische und für 32’; Millionen Mark gesalzene Heringe wurden vom Ausland eingeführt. Ein stärkerer Gewiß voit Fischen in Deutschland könnte im Interesse des Massenerkrankungen durch Nahrungs- und Genußmittel. Er stellte hierbei eine Reihe von Leitsätzen auf,, in denen er zunächst die Ursache der Mafsenerttankungen auf chemische Ohne, Bakterien und deren Giftstoffe, sowie auf Trichinen zurückfühtte und erläuterte, auf welche Weise die Massenerkrankungen als Folge dieser Ursachen austreten. Als Mittel zur Abhilfe schlug er polizeiliche Aufsicht und Verordnung, sowie Belehrung von Produzenten und Konsumenten vor. In seinen weiteren Ausführungen teilte der Redner einige besonders krasse Fälle von Nahrungs- und Genußmittelfälschungen mit, besprach im Zusammenhang damit die einzelnen Materialien, die zur W u r st b c r c i t u n g verwendet würden. In der Aussprache nahm zunächst das Herrenhausmitglied, Oberbürgermeister Fuß (Kiel) als ehemaliger Staatsanwalt das Wort, um gegen einen Teil der von dem Redner verlangten, gesetzlichen Beittmmungen zu polemisieren. Die Forderungen des Redners seien zu weit gegangen. Gegen Nahrungs- und Genußmittelfälschungen gehöre sich natürlich ein durchgreifendes gesetzliches Vorgehen, und diesem würden die maßgebenden Persönlichkeiten wohl gern die Hand geben. (Beifall.) Rechtsanwalt Häublein (Nürnberg) verlangt eine Bestimmung, wonach Hunde in Räumen, in denen Nahrungs- und Genußmittel hergestellt, ausbewahrt oder verkauft werden, weder gehalten noch mitgebracht werden dürfen. In feinem Schlnßwott stellte der erste Redner fest, daß allseits schüttere Mittel gegen Nahrungs- und Gcnuß- mittelvettälschung verlangt würden. Für die Auswüchse auf diesem Gebiet genügten Geldstrafen .nicht, es müßten unbedingt Gefängnisstrafen hierfür eingesetzt werden. Hierauf sprach Rechtsanwalt Dr. Ed. Brackenhost (Hamburg) über die Feuerbestattung und ihre Ausführung. Er legte folgende Leitsätze vor: 1. Tie Bestattung der Toten bildet eine wichtige Aufgabe der öffentlichen Gesundheitspflege. Als eine auch den Anforderungen der Pietät entsprechende Vc- stattunasart ist aus hygienischen und volkswirtschaftlichen Gründen die moderne Feuerbestattung anzuerkennen. 2. Für die Gestattung und Ausführung der Feuerbestattung ist bezüglich der gesetzlichen Voraussetzungen für die Einäscherung im Einzelsatte die Versicherung der nächsten Angehörigen zu fordern, daß die Feuerbestattung den Anschauungen des Verstorbenen nicht widerspricht und die Feststellung der Todesursache durch einen beamteten Arzt: bett, die Anlagen und Einrichtungen (Krematorien) ist die Herstellung einwandfreier Einäfcherungsappdrate, sowie geeigneter Räume und Einrichtungen in dem Zweck entsprechender Würde der inneren und äußeren Ausgestaltung für die Abhaltung von Trauerfeierlichkeiten, die Unterbringung von Leichen und die Beisetzung einer begrenzten Anzahl von Aschenüberresten zu verlangen. 3. Tie Aschenüberreste einer jeden Leiche sind in einem besonderen Behältnis in einer behördlich genehmigten Bestattungsanlage bcizusetzen (Beisetzungszwang). Ter Vortragende wies darauf hin, daß diese Grundsätze sich auch die Städte mehr als bisher zu eigen machen möchten, nachdem die zunehmende Bevölkerungszahl mit Naturnotwendigkeit zur Verbrennung der Leichen im Gegensatz zur bisherigen Erdbestattung dränge. In der Aussprache sprach zunächst Medizinalrat Dr. Riedel (Lübeck) gegen die finanziellen Bedenken, die vielfach noch gegen die Krematorien geltend gemacht würden. Tatsächlich sei der Betrieb der Krematorien sehr billig. Bürgermeister M ayr (Hameln) beschäftigte sich mit dem Ministerialerlaß betreffend die Feuerbestattung, und bemängelte, daß die Bestimmungen wegen Errichtung der Oesen so umständlich seien. Oberbürgermeilter Bender (Breslau) erflärtc, daß er kein Freund der Feuerbestattung sei, ihre Vorzüge jedoch anerkenne. Morgen werden die Verhandlungen fortgesetzt. Das neue statistische Jahrbuch für das Deutsche Reich (33. Jahrgang, 1912), herausgegeben vom Kaiserlichen Statistischen Amte, ist jetzt erschienen. Es schlioßt sich in Form und Inhalt im wesentlichen den früheren Jahrgängen an. Die Zahlenreihen find auf den neuesten Stand ergänzt, einige ältere Uebersichten sind fortgelassen, andere neu ausgenommen worden. Von den Neuaufnahmen sei einiges kurz erwähnt: Die Haushaltungen betrugen am 1. Dezember 1910 in Deutschland 14 346692 (Preußen 8 807 405). In den Haushaltungen überwiegt das weibliche Element stets um ein geringes, 32 040166 Männern standen 32 885 827 Frauen gegenüber. Berlin hatte 556 113 Haushaltungen, darunter 55 800 von einzelstehenden Personen, darunter 70 Proz. Frauen. Der Stand der Ausländer ist folgender: Es befanden sich in Deutschland am 1. Dezember 1910 an Ausländern aus Europa 1 236 048, aus Afrika 148, aus Amerika 22 462, aus Asien 1215, zusammen 1 259 873, darunter 542 879 Frauen, 1900 waren es nur 778 737 Ausländer. A m stärksten sind vertreten die O e st e r r e i ch e r mit 634 983, die Niederländer mit 144 175, die Russen mit 137 697, die Italiener mit 104 204 Personen. Die übrigen Nationen fallen schon bedeutend ab: Schweiz 68 257, Ungarn 32 079, Dänemark 26 233 (geringe Abnahme seit 1900), Frankreich 19 140 (Abnahme gegen 1900), England 18 319, Luxemburg 14 356, Belgien 13 455, Schweden 9675, Norwegen 3334, die übrigen Staaten haben weniger als 3000 Repräsentanten. Die Zahl der Nordamerikaner betrug Volkswohls nur erwünscht sein. Auch gegen den erhöhten Genuß von Pferdefleisch ist vom sanitären Standpunkt aus nichts ein- zuwenden. Die alten Germanen aßen es sehr gern, und es ist auch, wie seine Zusammensetzung zeigt, immer besser, als Fleisch von alten Kühen. — Im gleichen Raum werden weiter auch die verschiedenen Arten von Obst und Gemüse gezeigt und nach ihrem Nährwert zerlegt. Sie enthalten meist sehr viel Wasser und sehr wenig Nährstoffe, haben aber für die Ernährung des Menschen deshalb eine große Bedeutung, weil sie eine Mwechse- lung in die täglichen Mahlzeiten bringen, wichtige Salze liefern und meist sehr günstig auf die Verdauungsorgane einroirfen. Ten Hausfrauen wird es besonders erwünscht sein, auf der Ausstellung auch eine große Reihe praktischer Unterweisungen über die Fleisch-, Obst- und Gemüse-Konservierung zu erhalten, wie überhaupt bei fast allen ausgestellten Nahrungsmitteln zweckmäßige Winke und Ratschläge erteilt werden. Tie Ausstellung erweist sich, wie aus den vorstehenden Schilderungen zur Genüge erhellt, im allgemeinen als ein höchst willkommenes Jnformierungs und Belehrungsmittel für Jeder- mann. Wenn auch die zahlreichen plastifck>en Vorführungen der verschiedenen Kran kheitserschei nun gen und Mißgebilde bisweilen bei manchem ein Gefühl des Unbehagens ober Widerwillens her vorrufen sollten, so steht es ja jedem frei, sie zu übergehen und sich den ihm mehr zusagenden Dingen zuzuwenden. Es ist überdies unmöglich, an einem Tage alles Wissenswerte zu betrachten und wir möchten deshalb wiederholt empfehlen, zu beftimmten Tageszeiten mehr generelle Führungen durch die Ausstellung zu arrangieren. Erst wenn der Besucher einen allgemeinen Hcberblicf über das ganze gewaltige Nusstellungsmaterial erhalten hat, wird es ihm möglich sein, sich mit Muße und Erfolg die ihn besonders interessierenden Abteilungen zu betrachten. Fr. H. . — Erne H undertjahrfeier der Dampfschiff- tabrt. In Glasgow und in andern Hauptstädten Schottlands finden gegenwärtig Jubiläumsfeiern zur Erinnerung an ein histo- rifc&c4 -Latum in her Gefänckte der Dampfschinahrt statt, bei benen unter Teilnahme verschiedener englischer Kriegsschiffe iitter- es,ante historische Bilder vorgeführt werden. Im Jahre 1812 wurde durch den Heinen Dampfer „Gomct", den Henry Bell erbaut hatte, der erste regelmäßige TampffchiffverkeHr für Pafsa- giere in England organisiert. Der erfte englische Dampfer ver- lehrte auf dem Clyde. Erst sieben Jahre später, im Jahre 1819 vollbrachte der Dampfer „Savannah" die erste Ueberauerung des Atlantischen Ozeans, zwischen New York und Liverpool 1'4 n Brg m*» 8 Das Schwesternhaus leistete btc Heute morgen fuhr hier ba6 de« die t w «rodle ti a € ar( tr cale cha! b b fc. vS erlitt innere Verletzungen, erste Hilfe. = Eifa, 3. Sept. > bi Stift >e au 1 sich lerig, ein ist ■cb, die mliefeni der tzka flehen: ' sich bi anbcrn. ( um die ?. waren •’fle Apvar KrciS Alsfeld. t. Alsfeld, 3. Sept. Die Bürgermeister bc8 Ärci’H Alsfeld unternehmen vom 15. September ab auf mehren Tage eine vom Großh. HrciSamt vorbereitete Studien- reise nach Kassel, der WilhelmShöhe, der Edertalspettc uiü Waldeck. R. Alsfeld, 3. Sept. Das 25jährige Arbeit-« jubiläum begeht der Schneidergehilfe Konrad Dechert d« der Firma N. Spier Söhne. — In der neuen Synagoee findet zurzeit eine Erneuerung der Inneneinrichtung statt. — Die dritte diesjährige Gaufahrt des Gaues IXa Sieg-Lah» des Deutschen Radfahrer-BundeS sand Sonntag nach hier statt. Eine große Anzahl von Radfahrern war dazu erschienen. Mittags sand im BundeShotcl .Deutsches Hou»' ein Festessen statt. Nachmittags wurde die Stadt besichtigt und daran schloß sich ein Tanz. A Ruhlkirchen, 3. Sept. Hier verletzte sich brm Dreschmaschinenfahren ein Landwirt dadurch, daß eine Zug- kette platzte und das Sielscheid gegen seinen Leib flog. | P' h 17 572. Sehr stark vermehrt haben sich die Chinesen 623 unb Japaner (455). Sehr interessant sind neue Statiniken über die Ehe, schließenden nach Altersgruppen. So heirateten Jahre 1910 unter 20 Jahren 795 Manner und 43 015 hierunter bereits 17 Witwen, 3 Geschiedene, bis 25 Jahr,» 148 205 Männer und 245966 Frauen, bis 30 Jahren 2039^ Männer und 129 496 Frauen, bis 35 Jahren 76 510 MSm»r und 40 210 Frauen, bis 40 Jahren 28537 Männer und 17 21b Frauen, bis 45 Jahren 14 222 Männer und 9171 ^tdues, hierunter 4020 erstmalige, lieber 60 Jahre waren bei der schließung 3958 Männer (214 Ledige, 3619 Witwer, 125 schiedene und 1010 Frauen (80 Ledige, 888 Witwen, 42 schieden^. Die meisten Männer heiraten zwischen 25 und Jahren, die meisten Frauen bis zum 25. Jahre. Tie mci Witwer heiraten zwischen 30 uitd 45 Jahren nochmals, Witwen zwischen 30 und 50 Jahren. Auch die neuesten Zahlen über die Arbeiterve bände im Jahre 19 11 haben Ausnahme gesunden, freien Gewerkschaften erhöhten von 1910 auf 1911 die gliederzahl von 2 128 021 auf 2 400018, die christlichen werkschaften von 316 115 auf 350 574, die unabhängigen von 711177 auf 763 935, die wirtschaftsfriedlichen Vereine 121 126 auf 162 262, die konfessionellen Vereine von 675 651 711414. Nur die Hitt'ch-Tunckerscken Gewerkvercine Mitglieder, von 122 571 ging ihre Mitgliedcrzahl auf 107 herab. In den Arbeiterverbänden sind zurzeit 3 791 665 beiter organisiert. ____________ ; - ■ , z,-"k J 6»“' ?’■ < Silin'1 t ■' rjöiuenl1 al« I Tas crfti n mrrKa Kreis Wetzlar. - w. Wetzlar, 3. Sept. Für den Kreis Wetzlar lou ein vierter Schulaufsichtsbezirk unter Ceminordircktor Gretb gelnldet werden. Es kommen dafür 25 Klaffen mit 18 Lchmr rrwftnng « Sktmd afle biibci U zur Li lu?m, gat ,R Mir l 'ü->i ic MVMungcn in Smi« ,n kri.it dm )kl Naiv „ Die al iÄ fes fcss oufgenony Dlttuin' dltstl n Ä'tiel Dl 1« MM f »X bn W rnst bort bi -pVrdeu and) 3 M imlll, die e rührttn , 2. «i wmilatarcn Aus Stadt und Land. Gießen, 4. September 1912. ** Die Manöver. Nach der jetzt bekannt gewordenen gültigen Zeiteinteilung über die Herbstmanöver im 18. Armer, korps sind nachfolgende Einzelheiten zu berichten: Tie Bri Manöver der 41. Insanteriebrigade werden vom 9. bis 13. tember bei Lindenfels, die der 42. Insanteriebrigade vom 9 bj 13. September bei Reinheim abgehalten. Tie Tivision' der 21. Tivision werden vom 14. bis 20. September Aroiidn Fürth und Reinheim abgehalten. Tie Brigademauöver der 49 Insanteriebrigade werden vom 6. bis 10. September bei Mainz. Alzey, die der 50. Insanteriebrigade in der gleichen Zeit da WormS abgehalten. Die Tivisioitsmanöver der 25. zicniuja finden vom 12. bis 18. September in Rheinhessen statt. U« auf dem Truppenübungsplatz Darmstadt in der Zeit vom 6. bü 19. September übenden zwei Reserveinfanterieregimenter werde» als geschlossene Reserveinsantettebrigadc zu den Manövern ba 25. Division am 16., 17. und 18. September herangewgen. Üt schwere Artillerie nimmt an den Manövern nicht teil. Tas eigas- liehe Korpsmanöver fällt aus. ** Gegen den Tabaktrust. Tie Tatsache',, daß dn amerikanische Tabaktrust eine ganze Reche beutfeher Zigartttn». fabriken in seine Gewalt gebracht hat, veranlaßte eine stark besuchte Versammlung Wiesbadener Zigarrenhändler folgende (fn-- schließung anzunehmen: „Tie am 29. August 4912 ouncrorbeittti| zahlreich versammelten Zigarrenhändler von Wiesbaden crLimn in dem amerikanischen Tabakttust eine iuTtfrtbarc Gefahr st: das deutsche Tabakgewerbe und für die deutschen Raucher, eil verpflichten sich daher auf Ehrenwort, sich jeder Rettamc für all' trustverdächttgen Marken zu enthalten, insbefondere gllc 'Blcfa: und Reklamestücke zu entfernen, trustverdäcküiye Ware weder ie Schaufenster noch auf dem Kerkaufstisch auszustellen und nur aui Verlangen das unbedingt Notwendige zu verkaufen, wobei di: Raucher über die ihnen und dem Tabakgeroerbe drohenden flk* fahren aufzuklären sind." •• Die 91 u8fte 1 hlng »Der Mensch* in Darmst ist am Sonntag von über 5 0 00 Personen besucht worden. ** Aberglaube. Mit einem eigenartigen Anli kam dieser Tage eine Frau aus Westphalen zu einem sigen Rechtsanwalt und bat ihn um Hilfe, da auS dem ihrer Kühe statt Milch Blut komme. Sie behaupt ihre Kühe seien verhext und ersuchte den Rechtsau einen Einwohner ihres Ortes, den sie als Täter int to dacht hatte, zu belangen. Einige Zettel mit Beschwörung formeln hatte sie gleich mitaebracht. Natürlich konnte * der Rechtsanwalt nicht Helsen, sondern suchte sic, all» dings mit wenig Erfolg, zu überzeugen, daß die fflbt erkrankt seien und gab ihr den guten Rat, sich an einen Tierarzt zu wenden, wenn sie das Nebel mit Erfolg bt- seiligen wolle. Esf t jZ, Hotelier Krone-AlSseld gehörige Automobil beim Nehmet» einer Kurve gegen ein HauS und wurde zertrümmert. $'T drei Jnsaffen wurden erheblich verletzt. Kreis Lauterbach. x Engelrod, 3. Sept. Zwischen hier und lammen wurde ein ausgedehntes Erzlager Roteisenstein) entdeckt. Obersteiger Rau leitete die Sckwrfungs- arbeiten. Das Lager ist etwa 1 Kilometer lang und ' • -ylm breit. Es wäre zu wünschen, daß bald die Eisenbahn von Mücke durck das OlMtal über Ulrichstein, Enarin nach Rixfeld gebaut würde, damit man Die Bodeichhatz« heben könnte. Starkenburg und Nheinhessen. ! Mainz, 3. Sept. Heute nachmittag hat die stin- liche Einweihung der neuen Synagoge der frcitr israelitischen Religionsgemeinde stattgefunden. Sie ist in de: BonifaziuSstraße gelegen [unb gereicht dem Straßenbild großen Zierde. In die alte Synagoge in der Margarete- slraße wird ein Museum für israelitische Altertümer gelegt. — Gestern vormittag stieß am Aliieplatz das einem hieftger Möbelfabrikanten gehörige Auto mit einem städtischen siciftichl- wagen zusammen. Tie Insassin, die Tochter deS Fabukavlor erlitt erhebliche Kopfverletzungen; das Auto wurde fror^ beschädigt. iiÄtfcb L r^n- beffe E von ± ,dd£« M Attersbu) ü_. JfntralW Eknie bedeut uioocn düd^, tkftriidic pH lat erste u iriitn bei n von di 2h. muhten d & keleuckiuitt imirhf gtigcnabtcilc frn außerhalb Ü5 trarch i'ihm aiiai in Prem L» Königs V fad wegen für fctWtben j Wer eck vc fricn, zumeist inng nacfi. § jrölnnnlampm r irr Aieders-1 K iWIniditu irrige gckrönt 1 Irfc Julius Pi mc 6 flinwiW In Truck von < eiibm die 8ct i«; aus Del V nti'rtan Zustc frieudrtungstotti ■ der ganzen 1 1t Jahre 1894 Li»zent aller 3 n ^ellam-en ftx der neun; tntiibnag des L Frankfurt 89-96 *3-52 Universitätr-Nachrichten. 95—106 50—67 45—43 72—80 SS—42 vermischter 86—00 41-00 85-87 Llritrische Beleuchtung von Liienbahnwagen 88-84 handel und Verkehr, Volkswirtschaft. Wetter Sept. Höchste Temperatur 9licbrigfle , Niederschlag: 0,0 mnu Eetreidepreife in Mannheim lern „Pints, and werden, Badegäste 1911; 13 596, versend 1911t 2 071 16 85—87 84—86 65' ',-69 66-67*/, 68-69*/, 66-67 + 16,0e C. + 10,0’C 86-93 88—94 15.2 11.4 9.5 108—115 101—108 03—99 88-89 60—86 74—79 Mk 749,8 751,6 Tir. 54—57 53-56 Bed. Himmel Bew. H»mmel Nebel 64—68 60—64 55—59 49—63 Lebend- Schlacht- am 2. bis . 2. , NW WNW 3 eitert werden. ES mangelt an Höriälen, nnb <5 ist beabsichtigt, Unioersitäisgarten zu bebauen Gegen btric Absicht macht sich itr Studentenfchast eine Opposition gellend, einmal weil cm rölungSgärtchen geraubt wird, schließlich weil der vorhandene 13 nicht ausreichen wird. Alan hat deshalb den alten Porfchlag Der scher, Eduard Oehler, hat auf einer Reise, die er tech daS Kilimandscharogebirge in Ostafrila ausführte, den h-cher unbezwungenen höchsten Gipfel, den 5355 Meter ^htn Mawensi erstiegen und von diesem gewaltigen Ge- Tie Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch, und Vrotpreise am 2. September 1912.____________ meister M' er ob oui - | «eiktt 6h: K Ederlalsptr Ochlcn. fenflfUcMoe, milgrmäftett, köchel en Schlacht wertes nn Alter von 4—7 Jahren itbler folge» f I 1912 ai^t.-rn I Wiesbaden ch i cklbare «Vst | schen Saute xr fReflom-T . sondere ulk- % ige Ware i» 1 uftdlcn unb s t »eikausen, ®t j »erbe dn>hküa>. 1 isch' in Tack | n besuch! sä-. i martigen Mu ilen zu ein,? j , do aus dm c.l Sie iMi 1 ben Wä 1 [-? Täter va nit MM' atürlid) hr l suchte sie,: en, daß du Rat, sich er bel mit Lis- — D i e alte König l. Oper in Berlin lsirUni-i . MriitätSz wecke. Bekanntlich loll die Berliner Uniucrfitäl 19', „2", Betracht- Ter hiesige Kreis zählt in seinen drei Bezirken , Klassen, 167 Lehrer. Hessen-Nassau. Keine schlaflosen Nächte in der Zahnzeit des Kindes wird die Mntter durchnlachen, die ihm vor und während dieser Zeit ScottS Emulsion gibt. Tausende von Müttern bestätigen, daß Scotts Emulsion ihren Kleinen während des Zahnens ein Segen gewesen ist und ihnen zu starken, gesunden Zähnchen verholsen hat. Die große Vorliebe der lieben Kleinen für Scotts Emulsion ist bekannt, leider weniger die Tatsache, daß das Präparat im Sommer ebenso schmeckt und ebenso gut bekommt wie zu jeder anderen Jahreszeit. Scotts Emulsion ist und bleibt auch im Sommer fräs befteUinüer-tträstiglmgsmittel. edUwbtrUe: stetiger Mrbtpnal-Lebertran 1'06, prima aüj*erin 'JSJO ,uutttpbe»D6ortgd 917t » Uten f* i f)te. tn nodte^ , , der 25. inhessm ic n SeitbKij cregimentn 3 tot Mc berongnm ht teil, Tatsache., dä eutscher Bia iloftte eine ir chin h'tt etc die v j S die »tlfl ton d'- brr iw örtlichen Züge erleuchtet werden. r , । ■ Q Aber erst vom Jahre 1K4G ab kamen bic Eisenbabngesell- »u v « schoflen, zumeist erst nach Androlning 7»vn Strafen, dieser Der ägintg nach. Bald verdrängten die Oellantpen und später die Anroleumlanipen das Kerzenlicht und i. I. 1868 luurden bereits cvj der Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahn die ersten Versuä>c nl Gasbeleuchtung unternomnlen, die jedoch von keinem grasten Erfolge gekrönt waren Nach Erfindung des Truckredurierventils ter* Julius Pintsch i. I. 1871, welches gestattete, den Ckx^brudf ton 6 Atmosphären im Behälter auf den sitr den Brenner pasien- ten Truck von 30—40 Millimeter Wassersäule herabzumrndern, ngaben die Versuche mit der Gasbeleuchtung günstige Resultate, los aus Oel hergestellte sogenannt Fettgas gelangte in kom- tetmierlem Zustand,' zur Verwenduya und zcigw sick allen früheren kkleuchtungsarten Jo überlegen, dan die meisten Personenwagen ix i> r ganzen Wett mit dieser Beleuchtung ausgestattct wurden. 3m Jahre 1894 ivaren in Deutschland, ausgenommen Bayern, 85,4 Hiozent aller Personenwagen mit Prcstgasbeleuckitung, 10 Proz. eit Ocllampen und noch 4,6 Proz. mit Kerzenlicht versehen. . Ende der neunziger Jahre erfuhr die Zugbcleuchtung durch die Einführung des MischgaseSJ75 Teile OelgaS, 25 Teile Azetylen) eine weitere Berbcsseruna, wodurch das Licht in den Wagen auf tef Doppelte ohne groste Mehrkosten gesteigert werden tonnte. Tie ersten Versuche mit elektrischer ZugbelcuclUunA fanden t«0e der siebziger Jahre in England und Amerika stall und «Htden dort die» Aiim Jahre 1885 allein weit er geführt. DlerMif rtrbcn auch Persticke in Teuti'ckland. Jrankreich und Schweden > man^ww , oer ausgenommen und will dahin wirken, die alte Lper zu fjitm Ilollegsiaus auSzubauen. ES verlautet, dast auch daS Kultus- gtnifterium diesem Plane nähergelrelen fei und zurzeit erwäge, ob solcher Umbau möglich fei und ob für die Uebernahme die ver- »j-baren Mittel vorhanden sind. ahrigrAk!! lontab Brotpreife in Gießen Weißbrot 2 Kg. 62 Piq., Schwarzbrot 2 Kg.54 Pfg. Schaf« 7 ', Schiveine 292. ^Tladroerlfluf: Ruhiges Gefchäst, langsam g-raumt. «. rette nir hvw. neuen Svr-i I icinri^tung » nieS iXa gonntog w’l item wat -v c( ,DeuW fl j bie Stott * 1 Tvnamomalchme normaler Evnstruktwn ;ur Verwendung, ötf so geschalter ist, dast ihre Spannung von Jdbfl stets konftaill bleibt, unabdängig von der Tourenzahl und Strrnchelastun^ Aach lahrelangcn Versuchen beschlost die preußische Dseu- bahnverwalkuna, bei ihren v-Zügen eine gemischte Befeuchtung dniutütrm. Alle v-Zugwagen erhalten danach GaSgsübtickt aU L>auptbeleuchruag und in icdem Abteil erster und »weiter Xtasie eine elektrische Zusapbeleucktung, bestehend auS wer horizontal liegenden, fest angebrachten röhrenförmigen t^iüblanwen ',e »wer , .über ,edem RücklehnpoUlerf: d,e Abteile dnller «klasse erholten, -7 b rfftode genaue photoqrammetrtfche Attfnahmen gemacht, nur t ^ ialüdlick! Tte Slektr,zuät für dir momt • elektrtube I Tie ao° nff QC*?TI mm« 'n a«m.mlcha'. mit kinem «-l«u. Mi«.« «üb«; . . . ..... ------ 1 Kal der. Seit mebr al- 40 Jabren ist in Hunderttausenden von stallen die vorzügliche Berdaulichkeit und Rährwirkling des Restle'schen .Qinbermcblc?. das die Kinder so gern nehmen, gründlich erprobt worden. Immer gleühmästig und gebrauchstertig fteto bekömmlich, nie säuerrrd oder sich zersetzend, bringt das Reftlc-Mcbl den Säugling durch die schwierige Periode des Sommers glücklich hindurch. ________________________________________________________. Messinghausen- 4. 2evt 1912. Der gesamte Bedarf an Kalk für den im nächsten Frübiahr beginnenden Bau der Diemel- talsperre wurde der Sauerländischen «calkindustrie. G. m. b. £)., deren Kalk wegen seiner hohen Ergiebigkeit und Reinheit sich mit Recht eines ausgezeichneten Rufes sowohl als Baukalk, als auch Tünaekalk erfreut, in diesen Tag.n übertragen. Die Saner- ländische «•alfmbinme hat auch die Lieferungen des gesamten Be- darses sür die Listertalsperre in 1911 und 1912 ausgeführt und ist alleinige Lieferantin für die seit zwei Jahren im Bau befindliche, Edertalsperre. D*lt | * Die allgemeine Volksschule AuS Lehrerkreiien schreibt man dem Wiesb. Tgbl : Tie Stadt München hat d,e allgemeine Bolksschule. Sie wird von Kindern aller Stände. Reichen und Armen, Adeligen und Bürgerlichen, bie ersten vier SckuUabre lang besucht, dann werden die Kleinen je nach Wahl und, CanöWirtfcbatL IBedürfnis in eine höhere Lehranstalt ausgenommen Tte All' m , ,, d, ’ 'r-Ä r.u:r,' nabmeprusung wird von fleißigen Schülern leicht bestandet Es Deter6burg, A., Lepr Nach der «sckiapunq M Stallsll lüut) vast es selten vorkommt, dast z. B die höchsten toen äentrallomttee- ubertrrflt dresia hrt g e JLrn t c bu; 2tantr.benmten (Minister ihre Ktndcr nidn tn die allgemeine tzmährtgc bedeutend. Ter Mehrertrag beträgt mindestens 11b zi^^schulc schicken. Selbsivcrständlick köntien auch in München Millionen Pud. | ^hnbCT ^m Besuch der allgemeinen Volksschule entbunden werden: Privatunterricht oder der Besuch einer staatlich genehmigten und beaufsichtigten Privatschule kann dem Schüler den ösfentlichen - c- - . r I Schulunterricht ersetzen, von 70 000 Schulkindern von ti bis In den ersten Anfängen des Enenbahnwesens gestaltete sich 3af)ten bIcibCn aber nur 664 der öffentlichen Volksschule teS Reifen bet so angenehm tllck bequem wte ietzü,' I Der Unterricht in der Volksschule ist unentgelthd) - von der Mit prtmt wen Einrichtung der VMoncn- Die Frage der allgemeinen Volksschule wird and) in unserer Zeit muhten die Reisenden abends und nachts am irde' ,ielsach in den Lehrervereinen aufgeworfen: sie ist aber nicht MmU,ter rVÄ&ÄÄÄ; " Srog, d.r beutftfrn SeDmfMt. '°ad-n b„ «anSfn kicbt durch schmale Fenster in das Innere. Acht Jahre ipater I Drückenkonitritkl,oncn und abnltchen. Anlagen wird ost,das^lui — Zu b» Namen Heienenqnelie. In haben in dhn Apotheken tmd Drogerien, ber verdichteten in die atmosphäriichc Lust im O^olge lwt, erscheint das Leben und Arbeiten unter so abnormen Verhalllu wn ohne Nachteil für die Ost-sundheit möglich: bei unvermittelten Sept. Ilebergängen wird das Elchör beeinslutzt, im Trommel teil ent- > stehen heftige Schmerzen, nach einigen Stttnden ftclll jtm vaut» I 1912 jucken ein, Muskel- und (Melcnlfrtmicrwn treten auf, und fckltkchltch kommen Krampfanfälle und Lähmungen vor, die tödlich wirken können. Ueber die Ursack>en der Krankheit war man lange im Zweifel, da die meäiautsche Wirkrtng des veränderten Lustdritcks nur Einssust auf das Wär haben konnte und die Muskellchmerzeii usw. sich auch nicht als gichtige Erkältungen erklären lalsen. .Nun bat jüngst Tr. Mager in der „Oesterreicknschen Wochenichritt für den öffentlichen Baudienst" nachgewicsen, dast biefe Krank- 1 heitserscheinungen auf bae Verhalten des Blutes zurück^,führen sind. Unter höherem Luftdruck nimmt das Blut mehr Gase auf, die - bei der Abnahme des Druckes wieder abgeschieden werden. I (Mangen nun solche Gasbläschen in bestimmte Körperteile, B. in die Endarterien des Rückenmarkes, oder bilden sie lich dort, > ' so wird der Umlaufwiderstand des BlutcS erhöht, die betroffenen ! t^ewebsteile werden nicht ernährt und sterben schliessttch ab, wenn I nickt rechtzeitig Hilfe gebracht wird. Zur wirksamen vilfe muh mboi dort bis uun Jahre 1™ altem mnieraeruuru ^u.tau, niuu eqwobt hat, die dlufnahmefälngkeit des Blutes ttrtvn auch V^che in Deutsch and, Frankreich ^Schweden ^gnn und elloa die^nkenin einen Lustkessel bringen und sie «iie.tellt, die tetstoecke zur Emfuhrung der.^n ^mcttungS |QnniQm unter entsprechenden Luftdruck sc Yen ^tes »er- «n führten. In Deutschland lieft es nck besonders dve RE- «J aber sehr vorsichtig geübt werden, p's Verwaltung selw angelegen sein, bie Ernrichttingen der def- umu \ m y, Zücken Beleuchtung sür die Balmposnvagen zu » >T.- re(<)tc ggafse Lch hörte Sie heute morgen #urblHrf»^°nna,^e"trtt,Ä^nS^ie^£?i^,rcle,>^re iingen.'.' fang ein Zn' f. i.nuten, gab; man l-alo "«bm jeden, »^r.mgen zur Lfeiernng von Esiklrizttat^.die sich beiltatwnaren * qhrem Vorteil fdn " — „Entschuld'chen Sie, Verr ÄMÄ1 Db^ v-.chme, die v/n einer besondewn Dampfmaschine angetrieben\ crncninai nut nur bie (Hin butt.n^ ;8„,e6J Wlla»ie‘ttM S»ftm““id>n>tSg°9Mlang gtfunbm. d- cs feit int«te?fen. cincr Ausgabc °i-Ifcic>gcn Indolls unlnbnchl to^TnUd) ftirbeÜcT ^uf^r sibirischen Bahn verkehren Züge,«die illustrierte Zeitschrift „Deutschland" /Düsse^orser Verlags-1 fr denen hinter der Loki'mvlive ein Wagen mit einer Keinen def- lnstalt A.-G ihre Serie von interessanten Stadtebildern durch tn V-n Bcnikalf fährt bestehend aus Meifd, Dampfturbine, die nut 45 prächtigen Ällnstrationen ver,ebene Uugun -Num - müUchalt! mtd Regulierapparaten. Diese Zentrale ver- m er. Zunächst führt uns nn illusllnerter Äufiatz vonR^Braun-I se.'t nickst mrir die Lampen in den Wagen, sondern auch die «dgnol ftdn in bie Bäuerliche Gewerbetchau 191- in München. Lipcii i ni/ die Lokomotwlaternn: nut dem nötigen Strom, kleinere, ebensalls wit künstleinschem Bilckchmuck versebme Blau- Sc »zweite ^System, bei dem der Antrieb der Dnnamomasckine von I ^cien führen uns alsdann kreuz und euer durch öcuti^c »stäbte Radacklfe au'» erfolgt, Iwt zwar für den Laien etwao »ehr ver- „np ihre Sehenswürdigknieii: nach Traunstein im ^""^au, DdS ühi sich, stellt jelwch den Techniker vor die Lösmtg einer in die Topssteinhöblen zu Rubstein im Äarz, nach .Hildesheim Eibe idnTjicriflCT fragen. Erstlick must die Belenckstung un* seinen allen Shinfncba^cn, nach Bu d 1 n g e n i n O der - ck- nq g ^ein von der UahrtrickNing und Geschwindigkeit bes essen, wo am 30. 'luguft ber 2o. Dcrbandstag der deutschen ist demnach ersorderlich, eine Akkumulatorenbatterie! ^rgs- und Wandervereine tagt m den berühmten Leipziger »iWtüh ' n, die bei Ausenibatt und sehr kleinen Gefchwindigkeittm I mengarten und endlich m die Rheinilcke ^mst- und ^arten> d. Giro nilieserung übernimmt, ferner must das Em- nnd AuS-1 s.^dt Düsseldorf, wo die Ausstellimg west^ullcher Ltadte m dem testen lter Maschine und Batterie während der Fahrt MtiHähg :Aurc^ Neubauten wesentlich nergrochertcn Kunppalast, und die be- k- sicick «dien auck must die Lichtspannung konstant bleiben ^hmte Sammlung des Barons Marczell von Nemcs aus Buda- r> ö3uf sich bei steigender oder abnehmender Zuggesckmnndlgkeit I gegenroärtig ;u sehen sind. \ /indem. Es müssen also besondere Vorkehrungen getrosten - 1 totbe/n, um die Spannung auf gleickn-r L?öhe ru halten. (7 » ivaren hierbei vor allem empiindlicke und^ daher unzu ti.iffnae Apparate zu venneiden und e»5 galt, eilten ctromerrcuger | 1 Lauen, dessen Spannung bei veränderlick>er Tourenzahl und Lüning M fefbil konstant bleibt. Eine ideale Lotung Met Irdiabe "id-ieu unmöglich: man war daher aut empnudlichc Regu. faawarate angewiesen oder man begnügte nck nnt_ pjnanw •: ibinen die trotz veränderlicher Tourenzalst unb verarckt-rlickian ^/rn Widerstand konstante Stromstärke erzeugen. Es würde »weit thLreu, alle Systeme, die auf diesem Wege nne -o,ung Blireben zu bejd,reiben: es seien daher nur dem Namen nach ■DlOnnt 'ba4 Dick sch? Zugbeleuckstung-wstem, das tnOesterreicki MÄ L'wnLun, iu.be;: Ntojn en,Im» .n vxbraua; bo Hbiidv 5^ n ft cm der fsirma I. >Ltone u. Eo., dem in ncucitcr KlW Sristem „Leitner ' Konkurrenz macht: das wüstem der der Sckwei^ und ^deuttche a. M., 2. Sept. Ein hiesiger Schlachtviehpreise in Frankfurt tu TL Fleischpreise in Gießen Dchsen I Kälber I Schweine 50 Kg. 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