Erst« Blatt 162. Jahrgang General-Anzeiger für Gberhessen Nr. 3 Erst« Blatt 162. Jahrgang Donnerstag, 4. Januar W2 Der Gießener Anzeiger jMWy A O VeznaSvretS: erscheint täglich, außer ▼ ftp RH ▼ monatlich75W.,viertel- Sonntags. - Beilagen: JJ Ä ▲ A ▲▲ Td Jk A. A dk ▲. A AA Jäbrlid) Rlk. 2.20; durch säini4>K4MtO? Jl 1twtA4>r»6®B Ä« V / IV IIV IVl 44 I |V IUV 1 wirtschaftliche Zeitfrage« B 3® *■ W Lhefredakleur: A Goetz. Ferusprech-Anschlüße: M WM Verantwortlich sür den für die Redaktion 112, lp^ « a.« • * .. politischen Teil: August BW General-Anzeiger für Gberhessen -MM- lür"Ä^Ta'" nunnner Notationrdnid und Verlag der vrühl'schen Univ.-Buch- und Stcinöruderet R. Lange. Redattion, Expedition und Druderet: Schulstratze 7. 2°^.:^E.Heß-^sür den bä vomtittan^Tußä Büdingen: Fernsprecher Er. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. Die Uonservatwen aus dem Rückzug. Auf dem ostpreußischen Parteitag der Konservativen hatte ihr Führer Herr v. Heydebrand u. d. Lasa eine Stich Wahlparole für die Konservativen dahin abgegeben, daß mir derjenige liberale Kandidat gegen den sozialdemokratischen zu unterstützen sei, der folgende drei Fragen mit „Ja" beantwortete. Nämlich 1. Bist du bereit, jede Verminderung der kaiserlichen und der RegierungSgcwalt unter allen Umständen zu v.-rhindern'? 2. Bist du bereit, unter allen Umständen für einen lückenlosen Schutz unseres wirtschaftlichen Lebens mit Hilfe des Zollsystems einzulrcten? und 3. Bist du bereit, jede Maßnahme zu unter stützen, die den .Schutz der bürgerlichen Gesellschaft gegen die Sozialdemokratie bezweckt? Diese Forderungen des Herrn v. Heydebrand fanden ehre fast einmütige Zurückweisung durch die liberale Presse. Sie waren wohl zunächst an die Nationalliberalen gerichtet, in deren Kreisen man namentlich für Pnult 3 einiges Verständnis voraussetzte, aber der ungekrönte König von. Preußen erlebte hier eine Abfuhr, die" ihresgleichen sucht Denn die parteiamtliche Nationalliberalc Korrespondenz verspottete die Meine Majestät von Klein-Tschuukawe, indem sie ihrerseits den Konservativen ebenfalls drei Bedingungen stellte, von deren Erfüllung die Nationalliberalen ihre Stich Wahlhilfe sür einen konservativen Kandidaten abhängig machen würden. Und diese Bedingungen lauteten: 1. Bist du bereit, die Verminderung der kaiserlichen Gewalt und die Verletzung der Autorität des Staates durch die päpstlichen Uebcrgriffe in die weltliche Hoheitssphäre unter allen Umständen zu belämpjen! 2. Willst du unter allen Umständen einer kräf tigeren Heranziehung der Erbschaften zum Ausgleich der nnge reellen SteurrreHeilung beistimmen? Und 3. Wie hältst du es ■nut der preußischen Wahlrechtsreform? Bist du bereit, jeder Maßnahme zuzustimmen, welche dem Liberalismus die politische Gleiacherechligung cinräumt? Aeußerst gereizt nahm man deshalb bei den Konservativen die frühere Parole wieder auf, nämlich, sich an einer liberal-sozialistischen Stichwahl überhaupt nicht zu beteiligen und so die Sozialdemokratie indirekt zu unterstützen. Das Sprachrohr dafür war Herr v. Oldenburg-Januschau, der in Marienburg ungefähr ausführte, daß die Liberalen H*|t durch den Sieg der Sozialdemokraten gefügig gemacht werden müßten, daß sie also von den Konservativen rücksichtslos zu bekämpfen wären, um die rote Flut int Reichstag bedenklich ansteigen zu lassen. Diese Tesparadopolitik ist nun doch im konservativen Lager ernstlichen Bedenken begegnet. Zwar hatte sich der weit erschau en de -Teil der konservativen Presse schon früher bemüht, die Heydebrandsche Stichwahlparote in ihrer tatsächlichen Bedeutung abzuschwächen, aber erst heute nimmt die parteiamtliche Konservative Korrespondenz an den Hende- brandschen Stichwaslbedingungen sür Liberale eine Korrektur vor, die den deutlichen Rückzug der Konservativen in dieser Frage erkennen läßt. Denn, während Herr v. Heydebrand von dem! liberalen Kandidaten verlangte, daß er jede Verminderuttg der kaiserlichen und Regierungsgewalt verhindere, sollen jetzt nur poch „die verfassungsmäßigen Rechte der Kaisergewalt ungeschmälert erhalten werden", und die Forderung eines lückenlosen Zolltarifs wird zu der eines „ausreichenden" herabgestimmt, lieber bi cd aber soll es sich in diesen beiden Puntteu, ebenso wie. bei dem dritten, der den Schutz der bürgerlichen Gesellschast gegen die Sozialdemokratie betrifft, nur um Grundzüge handeln, die zwar unter keinen Umständen aufgegeben werden dürfen, bereit Formulierung selbst aber dem Takte unb ber Gewissenhaftigkeit ber einzelnen konservativen Wahlkreisvorsitzenden überlassen bleiben muß. Steht alles bieses fd>oit in-direktem Widerspruche Zclix Vahn f. Felix Dahn ist, wie wir gestern nur noch in einem Teil unserer Auflage mitteilen konnten, int Alter von 78 Jahren in Breslau gestorben. Fclir Dahn, ber nun nach einem mühevollen und arbeitsreichen Leben ausruhen darf, der Gelehrte und der Dichter des „Kampfes um Rom" hat uns in seinen vierbändigcn Lebcns- erinncrungen vieles berichtet von den schweren Kämpfen, die er als junger Forscher durchkosten mußte, um Anerkennung und Stellung zu finden. Der in Hamvurg geborene Sohn eines Schanspchlervaares — sein Vater Friedrich Dabn stammte aus einer alten Berliner Bürgerfamilic — verlebte seine Jugend in München. Als der junge Felix mit 16 Jahren die Universität bezieht, treibt ihn Wunsch und Neigung zur Philosophie, und sein Lebenstranm ist, dereinst vom Katheder herab die Jugend zu erleuchten. Aber ein Vermögen hatte er nicht zu erwarten, die Austührung des schönen Traumes scheiterte in der rauhen Wirklichkeit und ber junge Stuckent beugte sich Vernunftsgründen und studierte Rechtswissenschaft. Noch war fein Leben sorglose Hoffnung auf eine schöne Zukunft: erst mit der Habilitation a^s Privatdvzent der Rechtswissenschaften in München begann der Ernst des Daseins seine ersten Schatten zu werfen. Tie Sorgen um das tägliche Brot zerrissen bald die schönen Träume. „Ich hatte die letzten drei Jahre jeden Tag viele Stunden Aufsätze in allerlei Zeitschriften unb Zeitungen schreiben müssen, das Notwendige zu verdienen. Ich litt hart: ich erkrankte an Lungenentzündung. Mit Mühe hergestellt, mußte ich 1862 nach Meran, in den Süden, die ßttrk angegriffene Brust zu heilen. Nur schwer war das möglich zu machen." Und als der junge Rechts- icljrci" nach seiner Heimkehr die heißersehnte Anstellung noch immer nicht sand, entschloß er sich, — „mit wahrer Verzweiflung im Herzen" — den Traum einer akademischen Laufbahn aus dem Scheiterhaufen der Armut zu opfern. Im letzten Augenblick kam die außerordentliche Professur in Würzburg. Schon zwei Jahre später wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt. Als lms Jahr 70 zum erstenmal nach langer Zeit alle deutschen Stämme vereint gegen den Erbfeind im Felde sieht, leidet es den Rechtsprofessor der Universität Würzburg nicht daheim. Aber sein Gesuch um Einstellung als Freiwilliger wird in Bayern wie in Preußen abgewiesen. Von jenen Tagen, in denen in ihm die alte patriotische Begeisterung mächtig wieder auflohte, erzählte er noch als alter Mann; zu den Heydebrattdsck>en Erklärungen, so wird man in dem Verdachte, daß den Konservativen sehr viel daran gelegen ist, einen Einbruch der Sozialdemokratie, auch in ihre Wahlkreise, mit Hilfe liberaler Stichwahlunterstützung zu verhüten, noch weiter bestärkt, wenn man lieft, dag dort, wo teilt lokales konservativ-liberales Stichwahlabkommen existiert, ein solches auf Grund gegenseitiger voll- und gleichwertiger Verpflichtung für weitere geeignete Fälle gemäß ber nach links revidierten Heydebrandschen Bedingungen zu erstreben sei. Au8 dem Wahlkreis Kießen-Grünbcrg-N bba. Ter Wahlausschuß der Vereinigten Liberalen in Gießen bittet uns um Aufnahme folgender Zuschrift: Tie Anhänger des Herrn Werner suchen aus dem Lande vielfach die Sackte ihres K.mdibaten durch die Behauptung zu fördern, die liberale Einigung sei nur von einigen N.ttionalliberalen der Star: Gießen herbei geführt, die ländlichen Vertrauensmänner seien nickt befragt werden und ständen dem Kandidaten Erkelenz gleich- gü.tia \*r ablehnend gegenüber. Dem gegenüber sei festgestellt: Tie nc-tiengllibevale Beririnensmännerrersammlung vom 10. Tc- ’ember war sehr gut besucht unb in ihr überwogen bie ländlichen V. rlianenSmanncr. Tiefe Versammlung hat einstimmig, ohne das der geringste Widerspruch eines länd ickcn Vertrauensmannes ncäurcrl wurde, erklärt, sie wünsche die liberale Einigung und -? r Kandidat Erkelenz sei ihr genehm. Wer in den letzten Tagen bte jubelnde Zustimmung gehört hat, mit du in den ländlichen Crtcn, n ie Musi enheim, Lang:darf, Atzenhain, Obcrsecmcn, Ge- dun, Hungen usw. das Eintreten r.ationalliberaler Redner für die liberale Einigung unb den Kandidaten Erkelenz begrüßt wurde, der weiß, daß d:e Vertrauensmänner vorn Lande die Stimmung der natianailiberalcn Wähler rick.iZ zum Ausdruck gebracht haben. Du Natianalliberalen aus dem Land? nie in der Stadl stehen einmütig zu dem Kandidaten Evl.ün.'., der sich durch seine ebenso kraftvolle wie maßvolle, echt bentjd-c Persönlichkeit täglich neue Sympathien und neue Anhänger gewinnt. Friedberg-Büdingen. x Bad-Nauheim, 3. Jara. Während der Wahl' kampf seither fast ausschließlich auf dem Lande geführt wurde, haben sich die Parteien die Städte bis auf die letzten Tage aufgehoben. In Friedberg, Büdingen, Vilbel unb hier werden in bett nächsten Tagen noch die Hauptwahlschlachten int Wahlkampfe geschlagen werden. So fanb teilte die erste Wahlversammlung hier unter dem Vorsitz von Sanitätzsrat Dr. Baur statt. Ter von beit National- liberalen ausgestellte unb vorn Bund der Landwirte unterstützte Kandidat Landgerichtsrat Strack-Gießen entwickelte in außergewöhnlich stark besuchter Versainm- 11111g seine Programmrebe, in der er das Zusammengehen mit dem Bund rechtfertigte. Es gelle den Wahlkreis der Sozialdemokratie zu entreißen, und das sei nur durch den Zusammenschluß der bürgerlichen Parteien möglich. Eingehend verbreitete sich der Redner über die äußere Politik des letzten Jahres und über bie baraus sich folgernbe Stellungnahme der Partei zur Heeres- unb Flottenfrage. Neben ber nationalen Grundlage seines Programms hob Tr. Strack vor allem seine Stellung zu den wirtschaftlichen Fragen hervor: er stehe, so betonte er iausdrücklich, auf dem Boden einer vernünftigen Schutzzollpolitik und werde stets für die Interessen des Mittelstandes und der Reichsbeamten sowie für die Rechte unserer Arbeiter ein treten. Nach den mit Beifall ausgenommen en Ausführungen sprach Rechtsanwalt Kaufmann-Gießen über die gegenwärtige politische Lage im Reich und über die Aufgaben des neuen Reichstags unb trat warnt für bie Kandidatur Strack ein. In der Aussprache sprach Rechtsanwalt Tr. B rüch er--Bab-Nauheim für bie fortschrittliche Kandibatur Leuchtgens unter lebhaftem Beifall ber anwesenden Fortschrittler. ■wirrtnnx—m—mtj."-. tri.--nwtwwiWMWWMBanmgwMHai Aus dcm Wahlkreis Darmstadt-Groß-Gerau. bs. Dar m st a b t, 3. Jan. Es verlautet, baß die Zen- trumskandibatursür ben Wahlkreis Darin stabt-Groß- Ger au heute nachmittag durch Beschluß ber Vertrauensmännerversammlung dieser Partei zurückgezogen wurde. Wie es heißt, soll die Zentrumswahlparole lauten: für Dr. O s a n n. Mawz-Oppenheim. Mainz, 3. Jan. Als Kandidat des Bundes der Landwirte wurde für den Wahlkreis in einer Vertrau ensmännerversammlung der Gutsbesitzer Otto D e 11* weiler aufgestellt. Er ist dann neben dem Zentrum', dem Sozialdemokraten und dem Nationalliberalen ber vierte Kandidat. Aus dem Wahlkreis Marburg-Kirchhain-Frankeuberg. 0 Marburg, 3. Jan. Der Vorsitzende des liberalen Volksvereins Prof. Tr. Schücking krläßt folgenden Aufruf: „Nachdem die dcmokratisckie Vereinigung, abgesehen von unserem Wahlkreise, Kandidaten ausgestellt hat, welche einzig unb allein wider die Fortschrittspartei gerichtet sind, sehen wir airgefichts unserer Zugehörigieit zu dieser Partei uns außer stände, an der ebenfalls im Namen der demokratischen Vereinigung proklamierten unb von uns früher in Aussicht genommenen Kandidatur des Herrn von Gerl ach in unserem Wahlkreise sestzuhalten. Wir Verzicht c n bei den Verhältnissen des Marburger Wahlkreises auf die Ansstellung einer S 0 n be r t a n b i b n t n r , halten es aber in Anbetracht der politischen Sage im Reich für ausgeschlossen, daß einer unserer Partciginwsscn seine Stimme einem Kandidaten der Rechten zuführt." Aus dkw Wahlkreis Fraustadt-Liffa- Berlin, 4. J'an. Im Reichstagswahlkreise Fraustadt- Lissa, wo der frühere Reichstagsabgeordnete für Glatz- Habelschwert, Graf Oppersdorf, sich selbst als Kandidat ausgestellt hat, wendet sich der Vorstand des nationalen Wahlvereins ber deutschen Katholiken an bie tatholisch- beutschen Wähler mit dem Aufruf, den Grasen von Oppersdorf nicht zu wählen. Im ersten wiirttembergischcn Neichstags.vahlkreis- ber bisher durch einen Sozialdemokraten vertreten war, haben die Konservativen die Unterstützung des gern eins am en Karrdidaten der liberalen "Barte i c n , des Oberbürgermeisters M ü hlberg , beschlossen. Das Zentrum hat eine aussichtslose Zählkanbidatur auf» gestellt. (Eine eigenartige Meuterei in (England. Eine foitberbarc Meuterei mit noch sonderbarerem Aus» gang wird aus England gemeldet: Im Lager 0011 Sonant o or in ber Nähe von Peters- fielb (Grafschaft Southampton) brach am Silvesterabend eine Meuterei aus, bie erst jetzt bekannt wirb. Es scheint, baß einige schottische Soldaten, bie in Longmoor lagen, empört barüöer waren, baß ihnen nicht ber ganze Neujahrstay freigegeben worden war. Sie versammelten sich, als die Lichter ausgelöscht waren, warfen einige Baracken um unb bombardierten unter Ser«, wünjchungen bie Quartiere ber Offiziere mit Steinen. Offiziere und Unteroffiziere kamen sofort in ihren Nachtgewändern hervor, woraus die Leute Karre bildeten, in das einige Serganten zu bringen versuchten. Sie erhielten babei aber Bajonettstiche, unb einer von ihnen würbe erschossen. Schließlich forbertc ein als guter Boxer bekannter Offizier den beften Boxer unter ben Leuten zum Einz e l kamp fe heraus. Offtziere unb Mannschaften stellten sich im Kreise auf. Ter Offizier besiegte ben Soldaten. Darauf kehrten bie Leute langsam in ihre Baracken zurück. „Hinein mußte ich: so schloß ich mich der Nothelferkolonnc des hessischen Majors von G r 0 l m a n n an, die das Recht hatte, dem Kronprinzen von Preußen auf die Schlachtfelder zu folgen. Ich erachtete es als das großartigste Glück meines Lebens, daß es mir vergömtt war, die große deutsche Siegesschlacht bei Sedan von morgens 7 Uhr bis zu ihrem Crrde in unmittelbarster Teilnahme mitzumachen." Er begleitet die bairischen Jäger bei dem Sturme auf BazeilleS mib hier trifft ihn ein Prellschuß eines Granatsplitters am Arm und schleudert ihn in den Straßengraben. Aber zum Glück ist die Vertvunduug übcrrascheirderwcise mir leicht, und wieder auf die Straße getrieben „sah ich — wohl eine der allerersten — die weiße Fahne auf der Bastion von Sedan wehen und wies cs unserem Hauptmann. Wie soll man das schildern!" Sechs Jahre später erschien „Ein Kampf um Ro m", der Tahn mit einem Schlage berühmt machte. Er war inzwischen einem Rufe nach Königsberg gefolgt. In seinen Lebenserinne- rungcn gibt uns Tahn ausführlich Kunde von dem Werden und Wirken seiner Tichtmrg. Er erzählt nickt ohne Humor, daß seine dichterischen Neigungen ihn in seiner akademischen Laufbahn geschädigt hätten., „Die Hauptursachen einer späten und langsamen „Karriere" sind der Mangel an jeder . . . sagen wir Betriebsklughcit in mir und bann das „verfluchte Tickten", das ja den echten und gerechten Professor Kaste verlieren läßt unter seinen Amtsgenosscn." * — Ge in äldedieb stahl. In der 91at^t vorn 1. auf 2. Januar sind Diebe in die Kircho des heiligen Sebastian von Siena eingeb rangen und haben bart ein äußerst kostbares, aus bem 16. Jahrhundert von Ser Hand eines unbekannten, alten Meisters stammendes Gemälde gestohlen. Tie dort angestellten Nachforschungen nach dem Tckebe hatten bis jetzt noch fein Ergebnis. kf. Was französische Schriftsteller den Frauen zum neuen Jahre wünschten. Ter „Gaulois" Hal bei einer Reihe der bedeutendsten LchriftüelleT- Fr- ■.reirh-' - r*' • frage gehalten und sie um ihre 'Jici Frau gebeten. Jean Aicard, ein M-.rgtied Der Arader ic aaneaye, antwortete: ,,Was soll man denn Den trauen noa- rnnrren? Sie besitzen ja alles: sie sind se n, r.e haben bie rischsten Reize, die ihnen eine nahezu unumichr^ geben, sie haben Treue und Falschheit. Was soll man einem solchen Wesen noch wünschen? Tas einzige wäre vielleicht, daß es verstehen lernen möchte, daß die großen Tl?eaterhüte keineswegs von gutem literarischem Geschmack zeugen." Rene Bazin, ein anderes Mitglied der Academie, spricht den Wunsch aus, daß „die Frauen doch wieder für die Männer beten möchten". Ter Akademiker Brieux bedauert, daß „die Erziehung des jungen Mädchens heutzutage geradezu darauf hinauslausc, den Eharakter zu verderben und ihm, Falschheit, Hochmut und Eitelkeit einzuimpfen. Tie Heirat ist zu einem Finanzunternchmen geworden, und die Liebe spielt, nur eine ganz nebensächliche Rolle. Ich wünsche deshalb, daß die Frauen sich von diesen Vorurteilen, lossagen, sich unabhängig mackzen und klug und gut werden". Jules Claretie und Grenet-Tancourt bedauern, daß „bie Frau von heute so wenig ber Frau von vorgestern gleicht", und alle Eigenschaften, die ehedem eine Zierde der Frau waren, heute verloren gegangen sind. Emile Faguet wünscht, daß „die Frau von beute wenigjtens nicht iwch weiter auf diesem Wege fortschreiten möchte und nicht zu einer — vielleicht noch mehr zu verdanimenden Frau von morgen werden möchte". Henri de Regnier und Emile Fabre predigen ebenfalls die Rückkehr zum „wahren weiblichen Eharatter". „Tie Frauen können ja Aerzte, Rechtsanwälte und auck Droschkenkutscher werden, wenn sie dabei nur „Frauen" bleiben, und cs stets als ihre erste Taseinspflicht betrachten, dem Manne zu gefallen und ihn zu beglücken. Sie mögen bleiben, wie die Natur sie geschaffen hat, d. h. entzückende We,en, schwach — doch nicht allzu schwach —, mit einem großmütigen Herzen und mit nur mittelmäßiger Klugheit." Julcs Bois hat ein Buch veröffentlicht, das den bezeichnenden Titel „Tas Ehepaar der Zukunst" trägt und für ihn ist die Frau das Ideal, „die die „Tugenden ber Vergangenheit" mit den „Kräften der Zukunft" zu vereinigen versteht". Ws Tugenden ber Vergangenheit bezeichnet er Sanftmut, Bescl-eidenheit, ein ewig sreunbliches Lächeln, Häuslichkeit und — Sparsamkeit, sowie bas Bestreben, den Mann glücklich zu machen. Tie „.Vträitc der Zukunft" sinb besonders ein starker Wille, strenge Beharrlickück unb eine große Individualität, ohne brr hie f~ic • 1: Unia y^afein ,ugrunb^ gehen wmv r~uittPe ort ' .»iiui. it i,t »H!i uer D 2vn '-eute -.1 "3 sm neben und wünscht nur, emß ,.ue ein wenig mch. nuu in den Naturwissenschaften sich anetgne: \ Veutscbes Reicy. Der Kaiser hat am Mittwoch vormittag den R e i ch Z - kanzler besucht. Am Mittwoch mittag traf in Karlsruhe zu zweitägigem Besuch der Großherzog Friedrich Franz IV. von Mecklenburg-Schwerin mit seiner Gemahlin, der Großherzogin Alexandra, einer Schwester der Prinzessin Max von Baden, ein. Ausland. Wie der „Nieuwe Courant" im Haag meldet, iß das Fernbleiben der Königin Wilhelmine von dem Galaball, am 3. Januar nicht aus einen minder günstigen Gesundheitszustand der Königin -urückzuführen: unter den Gästen des Äoses verbreitete sich vielmehr ein Gerücht freudiger Art, dem keinerlei Dementi entgegengesetzt wurde. Eine Note der Agence tzavas stellt in Abrede, daß batüit die RÄ>e sei, die Garnisonen des 1. Armeekorps um mehrere Infanterie- und Kavallerie-Regimenter zu verstärken. Erne weitere Note dementiert amtlich, daß für die Fremdenlegion in Deutschland oder anderswo Anwerbungen gemacht würden, und daß den Angeworbenen oder den Agenten eine Prämie bezahlt würde. Die Zahl der Anwärter übersteige übrigens den Bedarf bei weitem. m , < _ Präsident Taft äußerte am Mittwoch zu Besuchern des Weißen Hauses, daß er nicht die Msicht habe, sich von dem Wettrennen um diePräsidentschaft zugunsten Roosevelts zurückzuziehen. Nur der Tod könne ihn letzt am Kampfe hindern. Kreis Büdingen. X Nidda, im Januar. Neujahr — und noch fein Winter, noch keine Schneeflocken, noch keine Schlittschuhbahn. Auf dem Weihnachtstische funkelten die Schlittschuhe so verheißend und jetzt sind sie wieder hinweggeräumt.^Jm Garten blühen die wunderbaren .Christrosen", auch koommerroien sind noch vereinzelt zu finden; am Neujahrstage pflückte Schreiber dieses blühende, duftende Veilchen in seinem Garten. Möge und das Frühjahr nicht entgelten lassen, was wir jetzt genießen. rij. ± Nidda, 3. Jan. Heute vormittag ereignete sich auf dem hiesigen Bahnhof beim Verladen einer Weiche ein bedauerlicher Unfall. Zwei Bahnarbeiter, Her, mann Klüs und W. Prieb eck, wurden von der fallens ben Weiche so schwer getroffen, daß ersterer einen Ober, chenkelbruch erlitt und sofort in die Klinik nach Gießen gebracht werden mußte. Der Schwerverletzte ist der Sohn ;es Bahnwärters Otto Klös in Kohden Weniger schwer erwiesen sich die Verletzungen des anderen Arbeiters: er )atte eine Knöchelquetschung davongetragen und wurde mittels eines Bahnwagens nach Kohden in seine Wohnung geschafft. 0. 011 e n b e v g, 2. Jau. Einen wohlgelungenen Ball veranstaltete gestern der Fußballklub .Germania'. Eine Tombola mit hübschen Preisen und die ausgezeichnete Holzheimer Kapelle jorgten in ausgiebigster Weise für die Unterhaltung. Kreis Alsfeld. (?) Nieder-Ohmen, 3. Jan. Vier junge Burschen verübten in den Abendstunden allerlei Unfug. Sie klopften den Leuten an den Fenstern und erschreckten sie, sie zerschlugen oder zerwarfen auch manche Fensterscheiben, sie überschritten unbefugter Weise den Bahnkörper und machten sich an der Weiche zu schaffen und was solcher Tollheiten noch mehr waren. Sie sind jetzt zur doppelten Anzeige gebracht worden und zwar von her Gendarmerie und der Bahnverwaltung. § Ober-Ohmen, 3 Jan. Unsere Pfennigspar- kasse, die von Pfarrer Jung geführt wird, hat sich als ein Bedürfnis der Gemeinde erwiesen. Allerdings ist sie keine reine Pfennigkasse, sondern nimmt alle Beträge als Einlagen an. Ihren Höhepunkt erreichte die segensreiche Kasse im Juni vorigen Jahres, indem ihr Vermögens^ bestand sich auf 31480 Mk. belief. Gegenwärtig ist dev Bestand der Einlagen 28 900 Mk., wovon allein 1200 Mk. am 1. d. Mts. zur Einzahlung gelangten. Kreis Lauterbach. fc. Schlitz, 3. Jan. Die Leiche deS Erbgrafen trifft am Donnerstag abend oder Freitag früh von Ehrisliania in Schlitz ein; die Beisetzung findet in der gräflichen Familiengruft am 6. Januar statt. 200 Beileidstelegramme sind von Fürstlichkeiten, Verwandten und Freunden der gräflichen Familie eingetroffen, darunter ein Telegramm vom Kaiser, dem Großherzog und dem Staatssekretär des Auswärtigen Amtes von Kideclen-Wächter. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 3. Januar. Wie verlautet ist der durchgegangene Rechner der Modauer Sparkasse auf dem deutschen Konsulat in Ohio verhaftet worden. ES ist aber fraglich ob ein Auslieferungsantrag gestellt wird, da die Kosten sehr hoch sind. ch. Heidesheim, 3. Jan. Bon vier mit allen EmbruchS- werkzeugen und Waffen, wie Revolver und Dolchen, ausgerüsteten Kerlen,'umrde in der Nacht in die hiesige Konservenfabrik von Faber ein Einbruch unternommen. Nachdem die Einbrecher sich in das Gebäude Eingang versäufst hacken, raubten sie sämtliche Messing- und Kupferteilc, deren sie habhaft werden konnten. Um ihren Raub besser fortschaffen zu können, stahlen sie aus einem Gehöft zwei Handwagen und wollten sich mit ihrem Raube aus dem Staube machen. Der in der Nähe wohnende Landwitt FvanA Lauer war auf das Treiben der Einbrecher aufmerksam geworden, batte die Polizei und seinen Bruder verständigt und lauerte nun mit einer geladenen Flinte den Einbrechern auf. Als sie sich entfernen wollten, gab Lauer einen Schuß auf die Einbrecher ab, . Leicht gelang es dann, die überraschten Einbrecher feft-unchmen. , Es sind vier Burschen aus der Umgegend, die schon manches auf dem Kerbholz haben. Hessen-Nassau. fr. Frankfurt 2. Jan. Nachdem an dem Projekt einer , Schnellbahn Wiesbaden-Frankfurt a M. von der s. Lollar, 3. Jan. Ge m e i nd e r a ts s i tz u n g. Anwesend sind Bürgermeister Schmidt, Beigeordneter Ger- lach, die Gemeinderäte Weber, Erdmann, Ringleb, For- bach, Back, Schupp, Schmitt, Römer und Hofmann. Der Vorsitzende verliest folgende Stattsti 1 aus dem verflossenen Jahre: Es fanden 19 Gemeinderatssitzungen statt, in denen 75 Punkte erledigt wurden. Bon der Bürgermeisterei wurden 1902 Angelegenheiten erledigt. Zu gezogen sind 227 verzogen 218, Geburten 63, Sterbefälle 35, davon fünf tragische Fälle, der Zuwachs der Seelenzahl beträgt 37, die Gesamteinwohnerzahl 2260 S-eelen. — Vor Eintritt in die Tagesordnung rüst die Erwähnung eines Zeitungsartikels durch Gemeinderat Schupp einige unliebsame Erörterungen hervor. Nach Klarstellung durch den Vorsitzenden konnte zur Tagesordnung übergegangen werden. Dem Bau- gesuch der Buderusschen Eisenwerke steht nichts im Wege, da es sich um einen Neubau auf dem Werke handelt. Die Lohn führten in der Gemeinde werden künfttg aus- geschriebetl und möglichst int Akkord an den Billigsten vergeben. Zum Bau der neuen Lumdabrücke gibt der Vorsitzende ein Schreiben des Kreisamtes bekannt, worin empfohlen wird, die zu erbauende Brücke nicht nach dem vorgesehenen Projekt, sondern der Straßenbreite entsprechend zu bauen. Nach Einsicht in die vorliegende Karte, beschließt die Versammlung, die Brücke statt 6 Meter 8 Meter breit zu errichten. Die von Joh. Schäfer nachgesuchte pachtweise lleberlassung von Gemeind-egelände wird genehmigt. Als Pachtpreis wird 3 Pfg. für den Quadrat - ineter festgesetzt. Das Angebot des Balth. Römer auf Ouarzit wird von ihm vor Eintritt- in die Verhandlung motiviert. Nach Verlesung der früheren sich hierauf beziehenden Protokolle empfiehlt der Vorsitzende, darüber ab- zusttmmen, ob Quarzit gebrochen wird oder nicht. Tie Versammlung beschließt das erstere, ist jedoch der Ansicht, die Steine nicht aus der Hand zu vergeben, sondern offent» Elektrizitäts-Aktiengesellschaft vorm. W. Lahmeyer.u. Eo. in Frankfurt a. M. seit Jahr und Tag fortgesetzt gearbeitet und mancherlei Schwierigkeiten, die sich der Ausführung dieses 18-Millionen- Projekts in den Weg stellten, bmweggeräumt, vor allem die sehr schwierige Frage der Einmündung in die beiden Städte eine befriedigende Lösung gefunden ist, ist es nunmehr an der Zeit, die an der Strecke liegenden Orte zu hören. Ter Bau der Bahn wird nämlich von der Hergabe des nötigen Geländes abhängig geinacht Es ist dies ein großes Opfer, das die Gemeinden feit bringen haben, aber sie werden dazu sich verstehen müssen, um den Bahnbau nickt scheitern zu lassen. Tie Bahnbaugesellschaft hat bei der Nackmcki-ung der Konzession, wie auch 6et ben vv» läufigen Entscheidungen des Ministers der öffentlichen Arbeiten betont worden ist, ausdrücklich vorgesehen, daß auch Personenzüge m verkehren l-aben, die die sämtlichen an der Bahnstrecke liegenden Zwischenorte bedienen, sowie daß außerdem der DorortsverkeHr für Wiesbaden und Frankfurt a. M., soweit er hierbei in Betracht kommt, einschließlich des Arbeiterverkehrs mit aufzunchmen ist, ein Projekt, das den Interessen der sämtlichen Zwischenorte gerecht wird. 'Tie Linienführung ist derart, daß die Bahn südlich an Ettenheim vvrbtt nach dem Remtplatz laufen wird. Tort ist die erste Haltestelle geplant. Von da geht die Bahn entlang der Ehauss« Wiesbaden—Frankfurt a. M. zur Haltestelle Nordenstadt, bon da nach der Haltestelle bei der Schlagmühle, weiter sind Halte* bürg 37 (21). — 5. Armee-Korps: Sprottau 36 (2OV2). — 6. Armee-Korps: Beuthen (O.-Schl.) 36 (20). — 7. Armee- Korps : Minden 37 (2IV2). — 8. Armee-Korps: Mühlhttm a. Rh. 37 (211/2). — 0. Armee-Korps: Kiel (als Marinegarnison) 36 (20). — Neustrelitz 35 (1 '. 10. Armee-Korps: Aurich d7 r2Ö3/4). — 11. Armee-Korps: Arolsen 36 (20). — 14. Armee-Korps: Bruchsal 37 (21V,), — 15. Armee-Korps: Straßburg i. E. 37 (21*,). — 16. Armee-Korps: Forbach 40 (24*/.-). — 17. Armee-Korps: Strasburg (W.-Pr.) 35 (19). ** Ei n Militär-Genesungs he im. In der ehemaligen Abtei Eberbach wird ein Genesungsheim für Unteroffiziere und Mannschaften deI 18. Armeekorps errichtet und zwar in den Gebättden, die zurzeit der Justizverwaltung zu sGefängniszwecken dienen. Die Gefangenen werden am 1. Oktober d. I. nach Diez überführt. Die von der Königl. Weinbaudirektion seither teilweise perwendeteu ehemaligen Abteigebaude, wie das Refektorium, das tzum Kelterhause umgeschaffen ist und die weiten Kellerräume, in denen die Perlen des „Steinberg" lagern, den ein ft fleißige Mönche von Eberbach angelegt, werden dieser verbleiben, ilyr aber noch einige Wohnungen für Küfer und Hofleute, über die seither die Justizverwaltung beringt, über lassen werden, die in Eberbach besteh?nde Volksschule, die von den Kindern der Strafanstaltsbeamten sowie denen der Landes-Heil und Pflege-Anstalt Eichberg und von Kindern aus den umliegend n Gehöften und Mühlen besucht wird, bleibt erhalten, da bei Kriegsminister feine Anzahl Beamte und Unterbeamte zur Vermal tung des Httms beftinuneu wird Auch ist geplant, Insassen der Landes-Heil- und Pflege-Anstalt Eichberg, die dem Unterricht zu folgen imstande sind, ber Eberbacher Schule zuzuführen Der obere Stock des Konventsgebäudes, der eben zu Strafanstaltszwecken benutzt wird und das Dormitvrium, den einstigen gemttusamen Schlafsaal der Mönche, «enthält, wird vollständig restauriert, um als Sehenswürdigkit erhalten zu bleiben. " Stiftung für baS Lehrerheim. Assistenzarzt Dr. Regensburg stiftete in dankenswerter Weise dem Lehrerheim bei Schotten als Wandschmuck vier sehr schöne Stahlstiche: „Die Schule'', rTic junge Mutter*, ,5lranz- roinberin'", .Brotneid". •• Stadttheater. Zur Aufführung der „Frösche' deS AristophaneS am kommenden Montag, den 8. Januar erhalten Schüler und Schülerinnen höherer Klaffen dieselbe Preisermäßigung wie die Herren Studierenden. — Am Dienstag nach der Aufführung der .Frösche" fällt die Abonne- mentSvorstellung auS; an diesem Abend wird zu Volkspreisen die bekannte Posse ,Ky ritz-Pyrttz' wiederholt. — Auf vielfachen Wunsch nach guten älteren Lustspielen ist für nächsten Freitag ,Dr. Klaus" angefetzt worden, doch sei schon heute darauf hingewicsen, daß daS Stück bann nur noch im Mittwochabonnement wiederholt wird. ** Zither-Konzert. tas Fasetvieh erroeift sich als vollständig genügend und soll in Zukunft genau eingebalten werden. Zur T i l g u n g d er G e m e i n d e s ch u l d e n stellt der Vorsitzende den Antrag, sämtliche Schuldscheine auf einen zu vereinigen und ihn mit 2 Proz. zu amortisieren. In 35 Jahren sei dann die Schuld getilgt. Nachdem Einzelne die 2 Proz. als etwas stoch finden, beschließt man doch demgemäß, da das Kreisamt eine geringere Tilgung nicht angemessen findet. ± Lich, 3. Jan. Wie schon mitgeteilt, beging gestern Aus Stadt und Lund. Gießen, 4. Januar 1912. In Audienz empfangen wurden vom Groß- Herzog am Mittwoch u. a. Professor Schaumann von Gießen und SanitätSrat Dr. Platz von Großen-Linden. ** Bahnpersonalien. Der Großherzog hat den Baurat in der Hessisch-Preußischen Eifenbahngenieinschaft, Friedr. Weiß in Mainz, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste in den Ruhestand versetzt und rym aus diesem Anlaß das Ehrenkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen, den Bahnmeistern Friedr. Dammer zu Grünberg und Peter Schemel zu Gießen, und dem Bahnhofsverwalter Adolf Weck zu Ehringshausen die unkmrdbare Anstellung verliehen. Ferner wurde den Bahn Hofs aus s ehern Otto Seibert zu Häuserhof und Aug. Lind zu Grund-Schwalheim, den Eisenbahn-Unterassistenten Eberhard Schmidt und Wilh. Lu h zu Gießeir, Adam Helfrich zu'Büches-Düdelsheim, Wilh. Rühl zu Büdiiigen, den Weichenstellern erster Klasse Angelin Keller, Weigand Müller und Friedr. Heinrich zu Gießen, dem Rangiermeister Konrad Drucker zu Mücke, den Lademeistern Gg. Sänger zu Lauterbach, Joh. Schmulbach zu Lollar, sowie den Lokomoitv- führerri Peter Arnold und Friedr. Dörr zu Niederhausen, Ludw. P f a f f zu Gießen, Otto Wie ch a r d zu Friedberg, Gg. Lehr zu Mdda, Albert Gern and und Peter- Horn zu Stockheim und Gottlieb Rufer zu Friedberg die unküiidbäre Anstellung verliehen. Das Beköstigungsgeld für Mannschaften der Armee und Marine. Nach einer Bekanntmachung des Königlich Preußischen Kriegsmiuisteriums im Armee-Verordnungs- blati vom 29. Dezember 1911 stellt sich das sog. niedrige Be- köstiguugsgeld für Mannsckjaften für das 1. Halbjahr des Kalenderjahres 1912 in den Garnisonen des 18. Armeekorps täglich auf nachstehend angegebene Sätze (die darin enthaltenen Vergütungen für die täglichen Fleischportionen sind dabei in Klammern angegeben); Babenhausen 41 Pfg. (24^/1 Pfg.), Biebrich 38 (22), Butzbach 41 >25*/,), Darmstadt 41 (25), Frankfurt a. M. 41 (25* 0'1, Gießen 42 (26*’3), Hanau 40 (42), Homburg v. d. $1/43 <263/4), Mainz 38 (22*,.), Offenback 41 (25), Weilburg 41 (25i/i), Wiesbaden 39 (23), Worms 39 (223/0. — In den übrigen Armeetorps sind hiernach als billigste Garnisonen zu verzeichnen: Garde-Korps Berlin und Großlichterfelde mit 39 (23) Pfennigen. — 1. Armee-Korps: Ottelsburg 34 (18). — 2. Armee-Korps: Bromberg 36 (20i/i). — 3. Armee-Korps: Brandenburg ia. H. 37 '(211/4). —- 4. Armee-Korps: Magde- cr di llniticriiiiit Gießen, um Tierheit runde zu studreren; 1862 im Frühjahr machte er sein Staatsexamen und vromo^ vierte als Dr. phil. am 22. April 1864 an der llniocrjital Rostock. Seine tierärztliche Tätigkeit übte er hi -berheften aus. Als Kreisveterinärarzt wurde Dr.^Kreuder 181)6 in Lauterbach angestellt und als solcher 1877 nach Nidda ver-i setzt, wo er den heute noch bestehenden segensreich wirkens ben Pferdeversicherungsverein gründete. Nachdem Dr. KreuM der als Kreistierarzt 1886 pensioniert worden war, siedelte er als Stadttierarzt nach Lich über, wo er als erfahrener Praktiker gefchätzt wird und soweit es seine Jahre zulaften, heute noch wirkt. Auch schriftstellerisch ist der ^nbilar, besonk.rts auch durch seine gemeinverständlich behandelten: Artikel zur Abwehr von Viehseuchen usw., hervorgetreten. Der Jubilar, der jetzt gerade ein viertel Jahrhundert in unserer Stadt wohnt, hat hier keinen Feind und in allen Schichten unserer Bevölkerung hegt man den Wunsch,, daß es dem Jubelpaare vergönnt sein möge, noch bre eiserne Hochzeit feiern zu dürfen. . r. Londorf, 2. Jan. Auch hier verunglückte em junger Bursche beim Neujahrsschießen. Tie ganze Puloerladung erhielt er inS Gesicht, so daß er erhebliche Brandwunden bekam und sofortige ärztliche Hilfe erforderlich war. Es war einen Tag lang ungewiß, ob der Verletzte seine Sehkraft nicht eingebüßt hatte. Heute geht eS wieder bester. ich unter der Leitung seines ruhicigen Dirigenten Herrn G. Rabenbrock auch hier in Gießen bewahren bürftc. Außer Ensemble-Vorträgen gelangen auch Einzelvortrage und Quartetts sowie Tyrolerliebee mit Instrumentalbegleitung u. a. „Am Wörthersee") zur Aufführung. . . ** Im Kolosseum ist auch diesmal wieder ein lorgtgltiq ausgewähltes Programm ausgestellt, das sich lebhafteiren Btttalls erfreut und im allgemeinen auch einen guten Zuipruck achzu- weisen hat. Anni de Sawa unterhält die Besucher durch ihre hübsch und flott vvrgttragenen Lieder. Die Geschwister van Hell erweisen sich als vorzüglich geschulte L'ylophomo^elermnen von gutem Geschmack und Temperament. Fritz ^^bes> erfreut durch einige gute humoristische Vorträge, die starken B Hall Nnden und das Strauß-Duo erntet mit seinen höchst lustigenBer- wandlungsvotträgen die ausgelassenste Httterkeil. Als tüchtiger Mirniter erweist sich Franyois Rivoli, der große Ncanner aus Geschichte und Leben z. T. „mit überraschender Aehnlichteit da*' stellt. Eine ganz vorzüglick^ Nummer bringt das A b s -A v,e l l 0- Trio am hoben Trave;; mit fast staunenswerter Straft und Genauigkeit vollführt es seine verblüffendsten Uebungen, die^edes- mal ftürmifd)en Beifall finden. Svlvestr 0? ?, ben bie Fragezeichen schon als eine der bekannten „Damenherm kenntlich machen, tritt als entzückend echte Tarne auf, bie mit Cl>arm' ihre Lieder singt, um schließlich als öerr abiiitretcn, nachdem er mit seiner natürlichen Stimme einige Wellen gelungen hat. Akrobatische Tänze von feinen Reizen bringen die Eha101 r s, ein gewandtes Paar, das in verschiedenen Stostümen allerlei Tänze ausführt. Den Schluß des interessanten Programmes bildet S 0 m-S a m sa , das Menscken-Rätsel, der durch ganz außerordentliche Gliederfimststücke verblüfft, u. a. eine -chwere Hantel rückwärts mit den Zähnen von dem Boden aufhebt und zum Schlüsse durch einen kaum 40 Zentimeter großen Rmg kriecht. Alles in allem ein sehr sehenswertes Programm. ** 3 u b c m b e b a u e r (i d} c n SS 0 r f 0 m m 1115 in der Neujahrsnacht schreibt uns ein Augenzeuge.^ Die -laier flüchteten von der Bahnhofstraße nach der Süb^Anlage in die Grundstücke von Jaeger, Weißbäcker und Krailing. -ter in die Hand Gestochene lief bis zum Selterstor und rief nach Schutzleuten; diese stellten die Namen der Täter fest und nahmen dann die ^Verfolgung anf.~ Gleichzeitig kam cm Pächter des Gießener Wach- und Schließ-Instituts hinzu, der, gefolgt von einem Friseurlehrling, die obengenannten > Grundstücke absuchte. Die Täter wurden von dem Lehrling im Krailingschen Garten entdeckt, wo sie von ben nachkom ment) en Schutzleuten fest genommen würben. *• Unfall. Gestern vormittag, als Fuhrunternehmer Bender in der Blechstraße zwei erst erworbene Pferde ein- spannte, war ihm der Sattlergehilse Diebel behilflich. Die Pferde gingen aber gleich durch und Diebel geriet unter den Wagen. Er erlitt einen Beinbruch und wurde nach Anlegung eines Verbandes von Btannschaften der Sanitätskolonne nach der chirurgischen Klinik gebracht. Diebel ist gestern abend infolge seiner Verletzungen geworben. •• Selbstm ord? Am Lahnufer bei den Klärbeckenanlagen wurde gestern ein brauner Samthut und ein graue? Damen-Jackett gefunden. Fußspuren führen nach der Lahn, so daß angenommen wird, es sei dort eine Frauensperson in das Wasser gegangen. Als vermißt wurde indes bis jetzt niemand gemeldet. ** Frühling im Winter. Heute wurde uns ein munterer Schmetterling, ein kleiner Fuchs, vorgezeigt, der gestern nachmittag in einer Küche in der Lonystraße zugeslogen ist. Landkreis Gießen. das Kreisveterinärarzt Dr. K r e u d e r s ch e Ehepaar das Fest der diamantenen Hochzeit und zwar im 'engsten Familienkreise. Beide Geistlichen unserer Stadt nahmen an der Feier teil. Zahlreiche Gratulationen von nah und fern waren für das Jubelpaar eingetroffen. Der Fürs: zu Solms-Lich und dessen Gemahlin sowie der Erbprinz batten sich in der Wohnung des greisen Jubelpaares ein- gtfunben, um ihre OKnckwünsche auszusprechen. Der Groß- herzog übersandte fein Bild mit Unterschrift und einem sehr liebenswürdigen Begleitschreiben. Dr. Kreuder ist 82 Jahre alt, er stammt von Alsfeld. Seine Gattin, die in Winnerod geboren wurde, ist zwei Jahre jünger; beide erfreuen sich noch körperlicher und geistiger Frische. Der Jubelbränitgam war ursprünglich Landwirt. 1856 bezog Amtlicher Teil. Jena, den 2. Januar 1912. B1/, SchniKek o.Taielgeräte in Gold o.Si!l]er Stücke mit der 1731 . i?Q rftfxL Iru mit den „STarmen allen Grössen Lager in reinigt man ohne Mühe und Zeitverlust, ohne Beschädigung der FABP.1KV Sellersweg9. Paris, 4. Jun. Eine anscheinend offiziöse Wote des „Malin" bestätigt, das: in den f r a n ö s i s ch - s v a n i s ch e n V c r Handlungen eine Krisis eingetreten ist. Trotzdem hofft die Madrider militärijdyc Korrespondenz, da st die Verhandlungen int Februar zum Abschluß.gebracht werden. Tanger, 4. Jan. Nach hier einaclaufenen Meldungen sind mehrere Stämme entschlossen, die Feldarbeiten in diesem Jahr ganz ruhen zu lassen und das ganze Jahr hindurch die Kämpfe gegen die Spanier fortzusetzen. Van Houtens Cacao zeichnet sich nicht allein durch Reinheit, Aroma u. wunderbaren Wohlgeschmack aus, sondern ist leicht verdaulich, nahrhaft u. ohne schädlichen Einfluss auf die Nerven. Stets in ge- schloss. Büchsen, niemals lose zu haben. Nur eine Qualität, die beste I ErbgraskN jn Lhristiania jen Familien- ime sind von >er gräflichen vom Kaiser, Auswärtigen Die glückliche Geburt eines Sohnes zeigen an om Privatdozent Dr. Clemens Thaer Gertrud Thaer geb. Pasch 5 noch kein sichuhbahn. >he so ver. Fm Garten ommenoitn lge pflückte iem Garten. Q8 wir jetzt Amtlicher Wetlerdericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. WetteranSstchten in vessen am Freitag, den 5. Januar 1912 t Wolkig, geringe Niederschläge, mild. Nutzrcing, Rm.: Eiche 67, zu Obstbaumstützen geeignet. Bemerkt wird, daß infolge der Verwertung des Geländes zu landwirtschaftlichen Zwecken, im Feldbercini- gungsoerfahrew der Abtrieb erfolgt. Es sind nur Forst- wellen und Stammbriegcl I. Kl. Lich, den 27. Dczeinver 1911. Großh. Bürgermeisterei Lich. Dörmer. Mete sich ner Weiche »eiter, Herder fallen, inen Lbeo ach Gießen t der Sohn iger schwer beiters: er nb wurde ' Wohnung i Ball ver- ni a". Eine te Holzheimer altung, Bekanntmachung. Betr.r Maul- und Klauenseuche im Kreise Gieße«. Nachdem die Maul- und Klauenseuche in Rödgen und Birklar erloschen ist, werden die über diese Gemarkungen angeordneten Lperrmaßregeln aufgehoben. Gleichzeitig wird wegen Erlöschens der Maul- und Klauenseuche in Lteinberg der dort für Watzeuborn-Lteinberg gebildete Sperrbezirk auf den Ortsteil Watzenborn beschränkt. Die Gemarkungen Annerod, Alten-DuseL, Grotzen-Buscck, Trohe und Wiese« scheiden ans dem BeovachtungSgebiet aus. Die Gemarkung Birklar und ver Ortsteil Lteinberg wird in das Beobachtungsgebiet einbezogen, Gießen, ben 3. Januar 1912. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.; Langer mann. junge Bur- et Unfug. erschreckten che Fenstev« Bahnkörper n und was nb jetzt zur oit bei Gm- ans Eis in la. feinster lcbendfrischer Ware soeben eingelr. u. billigst bei 7 «7. > f gieren; ö Pronin uversit^ iKx Ut Jbbü verq ÄS Malta, -öUbi(Qt MNbelten getreten, uniert in 1 'n allen W, daß te eiserne lütfte ein ganze erhebliche erforderlich -r Verletzte wieder Schirme werden repariert, sowie neu überzogen. Kohler-platte Tausende im Gebrauch. Schellfische o. Cabliau sind i. lebendfrischer fft. Nordseeware eingetrofsen bei (ITW GeorgWallenfels Marktplatz 21 Telefon 46 gegenüber d. Engelapotheke. Ausgabe der Vereins-Rabattmarken. Flrucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Aasstattung preiswert die Brühl’sche Universitäts-Druckerei, Scbulstr.7 Ludwig Kröll, Plockstr. Haus-«.Küchengeräte-Artikel-Sp.-Geschäft hat. Von den Patienten, die noch in den verschiedene« Krankenhäusern liegen, ist der Arbeiter Dictel gestorben. Die Zahl der Todesfälle ist damit auf 72 gestiegen. In der Behandlung der Ertränkten ist fetzt, nachdem Vergiftung durch Methylalkohol ab: >krankheitsursache angenom- incii wird, eine wesentliche Aendcrung eingcrretcn, und, wie das Berl. T. erfährt, besteht bei den Aerzten die Hoffnung, den weitaus größten Teil der Patienten am Leben zu erhalten. Tie Todesopfer, die die Krankheit bisher gefordert hat, sind inzwischen sämtlich zur Beerdigung freigegeben worden. Von den Toten sind nur sehr wenige von ihren Verwandten rekognosziert worden, so daß die weisteu aus Mtiftcii der Armendirektion bestattet werden müssen, lieber die neuen Ergebnisse der polizeilichen Feststellungen ist auch bei« Kaiser ausführlich Bericht erstattet wordeu. In ärztlichen .^reifen ist man überdies noch immer der Ansicht, daß viele Fälle doch auf Vergiftungen durch den Bacillus botulinus zurückzuführen sind, denn die Tatsache ist nicht aus der Welt zu schaffen, daß dieser Bazillus in wisseusclmftlich einwandfreier Weise nachgewieseu worden ist, und daß auch bei den Tieren, au denen Versuche angestellt wurden, sich die gleichen tnpischen Erscheinungen zeigten, wie bet den erkrankten Menschen. Es bleibt deshalb nichts anderes als die Annahme, daß beide Erkrankungen — durch den Bacillus botulinus und durch Methylalkohol — nebeneinander hcrgegangen sind Millionen Husten, Katarrh, Heiserkeit. Vergeh I ei munx. Kraninr- 11 KeneliiitiHten Todesanzeige Heule entschlief sanft infolge eines Gehirn- schlageS unsere liebe unvergeßliche Mutter, Großmutter, Schwester und Tante die Frau Wwe. Joh. Luschgy, Urusla geb. Engels im Alter von 79 Jahren. 0102 Um stille Teilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen. Gießen lWalltbor'tr. 5i, 3. Jan. 1912 Die Beerdigung findet statt Freitag, 5. Jan. 3 Ubr nachmittags. nigspar- t)d M als vings ist sie Beträge als segensreiche Vermögens artig ist bet itn 1200 Wk. Letzte Nachrichten. Der Hausabund im Wahlkreis Darmstadt—Groß-Gerau. bs. Darmstadt, 4. Jan. Der tzansabund faßte gestern den Beschluß, bei der Reichstagswahl in den Wahlkreisen Darmstadt—Groß-Gerau und Bensheim—Erbach neutral zu bleiben, da die in beiden Wahlkreisen ausgestellten liberalen Kandidaten den Richtlinien des Äansabundes entsprechen. Tic nationalliberalen und fortschrittlichen Kandidaten, die mit den Sozialdemokraten oder dem Bund der Landwirte in Stichwahl kommen, werden vvm Hansabund unterstützt werden. Rechtskonsulent Karl Stappel Sonnenstraße 31 Tel. 634 ort. Rat in Rechtssachen, emvs. sich itz Ansertig. v. Gesuchen, Steuerdeklarationen, Forderungsbeitreibung, Aufstell. v. Dermögenö-Berz. u. Bertrei. in Erbichaftssach. vor Gericht. Sprechstunden auch Sonntage- von 9—2 Ubr. c»»si Holzversteigerung Im Sicher Stadtwald, Distrikt Plattenwald (15 Minuten von der Stadt entfernt), werden Freitag, den 5. Januar 1912, vormittags 10 Uhr an der ÄbtriebsflÜche ansangend, nach Zusammenkunft am Waldeingang an der Hattenröder Strane, versteigert: Scheiter, Rm.: Birke 9, Eiche 4, Kiefer 2, Knüppel, Rm.: Birke 19, Eiche 83, Aspe 5, Reisig, Rm.: Eiche 2335, Kiefer 5, Fichte 10, Stocke, Rm.: Birke 19, Eiche 12, Fichte 2, Stämme, Fstm.: Eiche 2.13 (18—16 Ztm. Durchmesser), Birke 5.75 (13—21 Ztm. Durchmesser), beides zu Wagnerbolz geeignet, Kiefer 0.6Ö (19 und 24 Ztm. Durchmesser), Fichte 1.84 (13—17 Ztm. Durchmesser). Derbstangen. Fstm.: Eiche 5.71, zu Wagnerholz geeignet, Fichte 0.47, Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagt innigsten Dank Familie Spaar. Reiskirchen, den 3. Januar 1912. 160 Landwirtschaft. Gießen, 3. Jan. Landwirtschaftlicher Bortragskursus der Latidwirtschastskamuier in Gießen. Am Ticnstag, den 2. Januar, vormittags 10Vs Uhr eröffnete, wie schon 1 utÄ berichtet, der stellv. Vorsitzende der Landwirtschafts lammcr Bähr, den Vortragskursus der Landwtrischaftskammer. Er begrüßte die zahlreichen Anwesenden, besonders ben Vertreter der Regierung, Regierungsrat 5panter und den Beigeordneten Keller. Letzterer dankte für die Einladung der Stadt Gießen und sprach den Wunsch und die Hoffnung aus, daß auch biefer Vortrags- kursUs der Landwirtschaft von Nutzen sein möge. As erster Redner sprach Regierungsrat Bast: an, Direktor der Großh. Landcshypotheftnbanl Tarmstadt, über Geldmarkt und Gc! dvcr! ehr in anschaulicher, leicht verständlicher Weise. Seinen Aussührungeu, besonders denen über ben kurzfristigen und langfristigen Kredit, entnahm man die Erfahrungen des Praktikers. Er berichtete u. a. über die Bedeutung der Reichsbank, die verschiedensten Einflüsse, die auf die Veränderung des Diskonts wirksam sind, weiter über den Hhpoihsienkredit, die Bedeutung der Landeshvpothetenbanl, der Sparkassen usw. An zweiter Stelle berichtete Professor Berghoff-Jting aus Tannstadl über „die neuere weltwirtschaftliche. Ent- Wicklung Teutschl ands und ihre Rückwirkung, insbesondere out die L a it d )v i r t s cha f t". Zum Beginn seiner Ausführungen jprad) ei über die Weltwirtschaft, ihre Entstehung und Bedeutung. Er schilderte die Eniwicklung und die Baränderungen in der der Produktion augeliörigen Zahl von erwerbstätigen Personen. Im Anschluß hieran besprach er die Bedeutung Deutschlands als Industrie und Agrarstaat. Wenn auch die Zahl der in Industrie und Handel beschäftigten Personen heute etwas größer sei wie die Zahl der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft, so sei dock) die Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft nicht zurückgegangen, sondern ganz außerordentlich gesteigert worden. Beide Vorträge wurdett mit lebhaftem Beifall ausgenommen. In der am Nachmittag abgehaltenen Nussprache wurden noch die verschiedensten mterestantesteu Fragen eingehend erörtert. Ter zweite Tag des Vortragskursus der Landwirtschaftskammer am Mittwoch war ebenfalls von einer sehr großen Anzahl Landwirte besucht. Tiefer Tag galtj>er Behandlung einiger wichtiger Fragen aus dem Gebiete der Tierzucht. Es sprach Professor Tr. >1 r a e m e r - Lohenheim über „Beziehungen zwischen ftörperfornten und Leistungen bei Milchkühen". Nicht nur vvm theoretischen Standpunkte, sou- dern insbesondere auch aus dem reichen Schatz seiner praktischen Erfahrung behandelte der Redner dieses heute sehr aktuelle Thema. Es liegen zurzeit schon eine gvoße Zahl von Arbeiten vor. die dte Frage über die Beziehungen zwischen Körperform und Leistung, insbesondere der Milchleistung, behandeln. Vielfach wurden hierbei widersprechende Ergebnisse gefunden. Ties wird von den Gegnern des sogenannten Formalismus als Beweis dafür betrachtet, daß die Körperformen in keinem Verhältnis zu den Leistungen des Tieres stehen. Ter Referent weist aber darauf hin, daß diese Schlußfolgerungen nicht berechtigt seien, da sich die Widersprüche in den verschiedensten Arbeiten bei tieferem Nachdenken meist sehr leickt Hären lassen Nicht eine einzelne Körpersorm allein stellen südlich von lieben bergen, bet xxsiheim und Zeilscheim gt afant Die Haltestellen liegen sämtlich etwa 12 Minuten von ben bett. Orten. Tie elektrische Kraft wird der von der Finanz Gesellschaft gegründeten lleberlandzentrole in Lochst a. M. entnommen. , L Schlüchtern, 2. Jan. Em bet dem Tunnelbau beschäftigter Kroate schoß in der Silvesternacht aus dem Zimmer seiner Wohnung und traf einen vorübergehenden jungen Mann in den Oberschenkel. Der Verletzte wurde in daS Krankenhaus nach Fulda verbracht, der Kroate geriet in Haft. Als der Gefängnisbeamte am Tage darauf das Abendessen brachte, wurde er von dem Kroaten überfallen, der die Schlüssel an sich zu reißen versuchte. Der Beamte rief um Hilfe und der Fluchtversuch des Kroaten wurde vereitelt. F. C. Wiesbaden, 3. Jan. Der Geschäftsführer der Beamten- und Handwerker-Krankenkasse in Wiesbaden, Moritzstraße 23, Lorsch, ist wegen verschiedener Unregelmäßigkeiten, die er sich bei der Kasiensührung hatte zu Schulden kommen lasten, Ende November v. IS. aus seiner Stellung entlasten worden. Da sich inzwischen noch mehrere Unredlichkeiten herausgestellt haben, erließ die Staats- anwaltschaft, bet der bereits vor längerer Zeit Anzeige er- stattet worden, einen Haftbefehl gegen Lorsch. 5äs Ende der Berliner Asylerlraniungen. Keine neuen Krankheitsfälle. Die Feststellung der Polizei, daß der an die Asylisten verkaufte Methylalkohol die Ursache der mhsterischen Vergistungserscheinungen gewesen sei, scheint den Tatsachen zu entsprechen. Wenigstens ist, seitdem mehrere Schnaps lokale in der Nachbarschaft des Asyls in der Fröbelstraße polizeilich gesperrt wurden, kein neuer Krankheitsfall im Asyl zu verzeichnen gewesen. Es sind zwar noch hier und da in den Straßen Berlins einige wenige Männer hilflos aufgefundcn worden, aber ihre Erkrankung dürfte auf allzu reichlichen Alkoholgenuß zurückzuführen sein. Tie Polizei rechnet überdies damit, daß noch immer in Gastwirtschaften, die vorläufig noch nicht ermittelt sind, kleinere Mengen von dem mit Methylalkohol versetzten Schnaps verschänkt werden. Aus diesem Grunde dürften im Laufe des heutigen Tages noch weitere Lokale geschlossen werden, nachdem es gelungen ist, aus den Buchern des verhafteten Drogisten Scharmach festzustellen, welche Destillateure er mit seiner Ware versorgt - r“*? 65* •Sm : an der« ^hängig Sss LZ ■Sfe! könne Tür sich benachter werden, sondern nur die Summe der Br trad.iung der verschiedensten Kurverformeit könne zum Vergleich l.erangezogen werden. Tas Gepräge des Tieres weife ohne Zweifel auf mehr oder weniger gute Milchleistung bin. Beachtet man die Erklärungen, welche man für die verschiedensten Widersprüche, die auf tiefem Gebiete hier und da zu beobachten sind, geben kann, so könne und müsse auch heute noch gesagt werden, daß zwischen Mörpmorm und Milchleistung Beziehungen bestehen, ivcltbe liir den praktischen Landwirt von Bedeutung sind, langjährige Hebung und praktische Erfahrung ist allerdings notwendig, um den richtigen Blick zu erhalten für die Beziehungen zwischen Körper form und Milchleistung. Tie überzeugenden Ausführungen des Referenten wurden mit lebhaftem Beifall auf genommen. lieber ein gerade in der gegenwärtigen Zeit nicht minder aktuelles Thema sprach Geh. Hoftat Professor Tr Kirchner- Leipzig, wobei er die Frage behandelte: „Welche Nutzungs r t d) tu n g , Milchwirtschaft oder Z u ck t verdient im mittleren oder 11 c i n b ä u e r l i d) e n Betriebe den Vorzug?" Von der Bedeutung ausgehend, welche die Vieh- zuckst heute bei der steigenden Bevöllertingszahl Deutschlands als Fleisch- und Milchlieferant Hal, macht der Referent daratsi aufmerksam, daß der Mild verbrauch, welchen man früher im Durch schnitt auf 120 Liter für ben Stopf der Bevölkerung im Jahr berechnete, vielfach) erheblich gestiegen sei. Mit der Abnahme des Altoholkonsums nimmt der Mildwerbrauch zu. Ter Milchbedari im Großherzogttim Hessen ist groß, dies ergibt, fiel) aus der Be völkerungsdichtigkeit und zeigt sich in der Größe des Milchkühe bcstandes. Der Referent bemängelt die viel fad) noch) in geringem Maße vorhandene genossenschaftliche Verwertung der Frischmilch und bezeichnet dies als eine der wichtigsten Aufgaben der Landwirte für die Zukunft. Die Einfulw pasteurisierter Milch aus dem Auslande fei nicht ohne Bedenken, währeild der Transport tief gekühlter Milch auf größere Entfernung wohl möglich, aber mein nicht rentabel sei. ES sei deshalb auch, für die fernere Zukunft eine besondere Aufgabe der Landwirte, für den Frischmilchbcdrrs der Bevölkerung Deutschlands Sorge zu tragen. Tie Anforderungen an die Befckwffcnheit der Frischmild) sind gestiegen, und der Landwirt ist diesen Forderungen gerecht geworden und bestrebt, diesen Forderungen nachzukommen. In eingehender Weise behandelte nun der Referent noch weiter die Frage der Aufzucht in mittleren und kleineren landwirtschaftlichen Betrieben und kommt zu dem Schluffe, daß die eigentliche Zucht für den kleinen und mittleren Betrieb vorteilhafter wie für große Betriebe sei.^Daß gerade der kleine und mittlere Betrieb in erster Linie die etättc der Viehzucht ist, ergibt sich aus den Zahlen der Statistik, wonach die größte Zahl der Rinder in den Betriebsgrötzenklaften von 2—5 und 5—10 Hektar zu beobachten ist. Lebhafter Beifall folgte den Ausführungen des Referenten. , Am Nachmittag fand eine Besichtigung des Landw. Instituts mit Demonstrationsvortrag statt. Professor Dr. Giseoru-.-, der Direktor des Jnstttuts, begrünte hierbei die Teilnehmer des Kursus. Im Anschluß hieran fand >wch eine außerordentlich rege Aussprache über den Inhalt der beiden Vorträge statt. Am letzten Tag des Vortragskursus, Freitag, den a. Januar, werden Vorträge gehalten von Geh. öofrat Professor Tr. P. Wagner-Darmstadt über „Neuere Erfahrung en auf dem Gebiete ^er Düngung unter besonderer Berücksichtigung der Frage: Kann man durch stärkere Düngung Ertrag uni) Reingewinn noch erheblich steigern und wie ist in Ansehung des trockenen Jahres 1911 die Düngung im kommenden Jahre zu regeln?" und Professor Dr. Gisevius-Gießen über „Futterbau, insbesondere die Pftege der Wiesen und Weiden und über den Anbau schnellwachsender Futterpflanzen im Frühjahrs Here und Erweiterte Ifitebeiscteite zu Giessen. Die Anmeldungen der Mädchen, die von Beginn des kommenden Schuljahres ab unsere Schule besuchen sollen, werden Donnerstag, den 11. und Freitag, den 12. Januar von 9 bis 11 Uhr im Schulhause, Aord-Anlage 14, entgegengenommen. Vorzulegen sind Geburtsurkunde und Impfschein, hezw. Bescheinigung der 2.1 m pt u n g, und bei K.i n d er n, die aus einer anderen Schale kommen, ein Abgangszeugnis. Mädchen, die erst schulpflichtig werden, sind bei der Anmeldung vorzustellen. [B4/, Anmeldungen nach der festgesetzten Zeit können nur berücksichtigt werden, insofern die betr. Klassen nicht schon vollzählig sind. Giessen, 28. Dezember 1911. Grossherzogliche Direktion Dr. Störiko. ttaufet ff der erfüll- worden. 63 gestellt wird, T^wt ervelNabnr *it konnten..US ' Ke aus einem re!n Raube Landwirt . Änbrechs^ er festr-KA U)N manche- lvo nUu uegl Zeugnisse voll UUUU Aerzten und Privaten. Paket »5 Pf., Dose 50 Pf. zu haben bei: Apotheke x. Sold. Engel, Gg. Wallenfels, Marktplatz 21, August Wallenfels, Marktplatz 17, E. Dort. Walltorstr. 15. Jac. Maternus, Chr. Bieker, Neustadt. Stadt - Apoth. in Kirtorf, J. Beppler in Lanß- 4 Tig;. Seibert nnd M. ,"7 , Fr. V«., i. la. a. Pii. Beel. rill, in H-ochelbeim. Wilii iiahi «u Cr -B" V. Mk. 1.10 ab — Schon verzollt! — Verlangen Sie Muster! — D,2/10 G. Henneberg, Zürich« (174 Telephon 2 1-xompter Werfet: *• v. SchuhhausW 0 I ffc } Beachten Sie Fenster I. „Alljemeinß Rabattmarken Sämtliche Winter-Artikel zu bedeutend reduzierten Preisen Damen-Lack-5tiefel , hochmodern v. KL 10.50 an Herren-Lack-Stiefel, neue st. Modell v. M. 10.50 an Militär-Lack-Zu^stiefel, elcg. Passt v. M. 12.50 an Tanz- u. Gesellschafts-Schuhe v.m. 2.80 an — aparteste Fassons — 094 Giessener Konzert-Verein Fünftes Konzert der mW» Men Parteien. Am Tonntag, den 7. Januar, vormittags IO1/2 Uhr, findet in Gi ßen, Caf^ Metropol, Plockstraßc, im oberen Saale eine gemeinschaftliche Versammlung der Vertrauensmänner der fortschrittlichen Volkspartei und der nationalliberalen Partei statt, in welcher die Organisation für den Wahltag besprochen werden soll. Wir bitten unsere Vereinsmitgl'eder und Freunde sich zu dieser wichtigen Besprechung recht zahlreich einfinden zu wollen. Gießen, den 3. Januar 1912. Der Porftild dcs Tttmnü Jtt sorMrittl. BalksMrtei. Dcr VorKilld laV‘ i)C5 nationaltiücralcn 1'crcins. Biograpli Plockstrasse 12 099 Plockstrasse 12 ZweiterKammermusik-Abend Nur noch heute und morgen der hervorragende Schlager: Aufsehen erregend! Spannung ohnegleichen! alolleric 1 1 M. 10 - 1.20- M.40.- as/i Verlangen Sie nur Vabnhontraßc 54. Dcr Vorstand. 181 65 70 | 75 fiebesHatnpf Kaiserstrasse 14, Kaiserplatz. Ih v»/ls für 171 Fernruf 666 Mäusbur^ 10 für jede Klasse sind, so lange Vorrat, zu beziehen durch d. Kgl.Preuß.Lotterie-Einnehmer inGießen- .Nachahmungen weise m.zurück:< Bncbacker Neuen Baue 11 Olga-Puiver. seit Jahr. bew. f. Kühe u. Pf., b. n. trnchtiq werd. Pak. 1 Mk- Z.h. Hirsch Avoth. Gicßcu. Ausgabe von Marken der Habatt- 5par- Vereinigung. zu erscheinen. Gießen, den 31. Dezember 1911. Dcr Vorstand des Vereins dcr fortschrittlichen Volksvartci. Der Vorstand des nationallibcralcn Vereins. Einlage: Eintrittsalt. Jahre: 50 55 60 Außerdem unser großartiges Programm! Wer wirklich etwas hervorragendes sehen will, besuche den Biograab i i Die unterzeichneten Vereine machen hiermit aus den ans Veranlassung der hiesigen Ortsgruppe dcS Hansa VundcS am Samstag, den 6. Januar 1912, abends 8V3 Uhr, im gtoften Saale bco Gaf6 Vcib in öffentlicher Versammlung stattsindcnden Vortrag beö Herrn 8ch. Zusltzrnt Proscssor Br. Richcr ans $trlin, Praüdcntcu dcs deutschen Hansabuudes, über die Befreiung des Bürgertums aufmerksam. Wir bitten unsere VcreinSmitglicdcr und alle Parteifreunde, in dieser Versammlung recht zahlreich Die Ziehung der I. Klasse 226. Lotterie beginnt am 12. Januar 1912 Flimm Walltorstrasse 63 Drama aus dem Lehen eines Irrenarztes in 2 Akten. Herren, Damen und Kinder = in bewährten Qualitäten z=z Vereinigte Chemische Werke Aktiengesellschaft, Charlottcnburg, Salzufcr 16. Abteilung Lanolin Fabrik Martinlkenfelde. „#i<‘ 25 Pfg pro Stück. 3 Stück 65 Pfg Legler io Firma Ricker'sche Buchlwiiloiig Süd-Anlage 5. 95 Ällcilligts Allfführllllgsrtcht für ßitgtn Äut- im LUucmatogrnph zu sehen. Jahresrente :M. 72.48 82.44 j 96.12 114.96 141.96 181 20 Häufende Renten: über"1 j Millionen Mark, tnaeiyiu. tvorhandene Aktiva: fast 122 Millionen Mark. Prospekte und sonstige Auskunft durch: Chr. Emil Dcrschow in Frankfurt a. M., zweier j-rauen Drama in 4 Akten 1200 m lang. Borführungsdauer über 1 Stunde 1. Ein grandioses Schauspiel. 2. Sensationell in der Handlung. 3. Brillant in den Szenen, 4. Hervorragend in der Dramatik. Spezialgeschäft Franz Bette Zuschneide-Lehranstalt Kaiser-Allee 14 a. Die verschiedenen Kurse in Maffnehmcn, Munerzeichnen. 3iiidincibcn und Anscrtigen von Alleibern aller Art beginnen am 8. Januar 1912. 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Platz 50 Pfg. ä Person, zu haben in den Bigarren- geschäiten von G. Sonntag, Schulstr. und Seltersweg, I. FrieSleben, Bahnhofstr., Jriseurgeschäften Wiffner, Neuenweg 14 und Müller, Wagengasse. (DV1 Sonntag, 7. Jan. 1912, abds. 574 Uhr, im Klubsaale (Sonnenstr). Ausführende: Here* Otto Semper Hofopernsänger aus Darmstadt (Bariton) Herren Adolf ßebner (Violine), Walter Davissen (Violine), Ludwig Natterer (Viola), Johannes Hegar (Violoncell), €L Trautmann (Klavier) Programm: Cesar Franck, Quintett F-moll, G. Sgambatt, Quintett B-dur, Lieder von Gustav Mahler und Richard Strauß. Pintrittqk Arten • Saal, vordere Reihen Estrade, u. erste Reihe Mittelgalerie Mk.3.—, ijininilSKarien. (;alcric unfl hintere Reihe Estrade Mk. 2 - . Stehplatz Mk. 150, Studentenkarten Mk. 1.—. Kl.-I artitur-Ausgaben sind in der Musikalienhandlung von ERNST (’HALLIER (Rudolphs Nachf.l, Tel. 671, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter RITTER und abends an der Kasse zu haben. OelFnung des Saales nachmittags 4Vs Uhr. »/i Es wird gebeten, den Blngang \on der Weidengasse, sowie die Garderobe im Gartensaal und auf der Gallerie zu bevorzugen. Zuckerkranke .,Sanitns- Brot“ von Aerzten und Gelehrten warm ^empfohlen. [61 Reformhaus, Krenzpl. 5. Kanfm. Verein. Zufolge gefl. Einladung bitten wir unsere Bkitglleder um zahlreichen Besuch deS öffentlichen Vortrags von .verrn Geh. Junizrat Proi-Dr. Aicncr ans Berlin Präsident des Hansabunbes, am Samstag, den ti. 3an., abends 8l/s Uhr, int (rase tetb über w*\ Die Befreiung dcs Bürgertums. Der Vorstand. AxkC Sektion Giessen B. i.le. 1.-T. Sonntag, 7. Januar: .Ironhausen — Dünsberg — Gießen. Abfahrt 1(F- vor- mittagö. 4 Stunden. ev. H. C. Zweig-Verein Giessen Freitag, den 5. Jan. 1912: Monats-BttsaiWlung im „ttaiscrbof-. Sonntag, den 7.Jan. 1912: X. Pcrcins-WmUcning: Gieffen—Hangelst. — Beuern —Bersrod—Neiökirchen. 5 Stunden. Abmarsch 9V« Uhr v. GerichtSgebäude. Führer: E- Wenzel u. Ehr. Georg. [v*/i s. L 861. 1. ÄniitJUHrMll. Br. Ld. Br». Ttotertele „Kolosseum“ Dir.: KARL OHM. Tel. 615. Walltoretr. Am 4., 5. u. 6. Jan. finden iNF keine Vorstellungen statt. Sonntag, 7. Jan. 2 grosse nachmittags 4 Uhr abends 8 Uhr. Tas crouisitc Januar Programm. 11. a.: Geschwisler vanfleli.SylvesiH? 9 Attraktionen Im vorderen Restaurant jeden Abend K Uhr: 096 grosse Künstler-Konzerte des Wien. Damen LrchesterS „Presto". 8 Personen. 8 Personen. Mltaler Heo Dir.: Hermann Steingoetter. Jrcitag, den 5. Jan. 1912, abends H Uhr: 13. Freitag Abonn.'Borstellg (Gewöhnliche Preise. Doktor Klaus Lustspiel in 5 Akten von Adols L Arrongc. (Silbe 10' , Uhr. Sonntag,dcn7.Jan. 1912, nachmittags 3' _. Uhr: Kleine Preise. Kleine Preise. DieHaubenlerche Schauspiel in 4 Akten von Ernst von Wildenbrnch. Ende 6 Uhr. Abends 7* Ubr Gewöhnliche Preise Aeuhcit t Neuheit! üBummelftuöentcn. Groffe Poffe mit Gelang und Tanz in 5 Bildern von Ber- nauer n. Schanzer. Musik von Eonradi, Breitschneider und Bogumil Bevler. Ende 10'/, Uhr. Montag, den Jan. 1912, abends 8 Ubr Gewöhnliche Preise Außer Abonnement. — Abonnenten genießen Ermäßigung. Gastspiel der Herren Georg Hacker. Nichard Jurgas u. Guido Vehrmann vom (^roffh. Hosthcatcr in Darmstadt. Die J-rösche. Ein Lustspiel des Arista- vbaneü. Eingerichtet in 3 Abteilungen von Regisseur Hacker. , Ende 10 Uhr.