Nr. 285 Erscheint tL-ltch mit Ausnahme bei Sonntag». Sie „Siebener Lamiltendlätter- werden dem .Anzeiger' viermal ipöchentlich bergelegt. da» „KitUblati für den Kreis Sieben- zweimal Wöchentlich. Die „LanbwtrNchattltchen Selb fragen" erscheinen monatlich zweimal. 162. Jahrgang Dienstag, 3. Dezember Ü5M2 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen $Ro?ottpn5bnid and Vertag der VrÜbk'lchen UnwersitätS - Buch- und etttndrudectL UL Lange. «Sieben. Redaktion. SxpedlNon und Druderet: Schub (Irafee 7. Cxpebition und ilcrlaq; Redaktion;«^ US. Lel.-illdru AnzeigeriSleßen. Mb. Deutscher Reichstag. 75. Sitzung, Montag, 2. Dezember. Das Haus ist stark besetzt, die Tribünen sind überfüllt. Am Tische des Bundesrats: u. Bethmann Hollwcg, Delbrück, v. Kidcrlen-Wächter, 5 o I f, K ü h n , Kractkc, v. Tirpih, Dr. Lisco. Präsident Dr. Kaempf eröffnet die Sitzung um 2 Uhr 20 Min. Die erste Lesung des Etats. (Auswärtige Politik.) Präsident Dr Kacmps: Ter Reichskanzler luirb sofort beim Beginn der Sitzung die Erklärungen abgeben, die er abzugeben gedenkt. Ich schlage Ihnen vor, sogleich die Beratung der äußeren Angelegenheiten anzuknüpfen. Der Staatssekretär deS Rcichsschatzamtes hat sich einverstanden erklärt, daß er nach Beendigung der Beratung über die äußeren Angelegenheiten seine Etatsrede hält, und daß wir dann in die weitere Beratung des Etats eintreten können. Reichskanzler Dr. v. Bethmann Hollweg: Bei einer Besprechung der austoärtigen Lage sind es die Ereignisse auf dein Balkan, die zurzeit so ziemlich unsere ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen. Allerdings haben die Verhältnisse aus der Balkanhalbinsel schon seit Jahrzehnten die Aufmerksamkeit der europäischen Großmächte in besonderem Maße beschäftigt. Wiederholte Versuche sind gemacht lvorden, die Zustände daselbst zu bessern und zu ordnen, wobei die Haupt- schwicrigkeit in der Verschiedenheit der Nasse n u n d der Religionen beruhte. Bei dem Scheitern aller dieser Versuche mußte immer lvieder mit einem gewaltsamen Ausbruch der Leidenschaften gerechnet werden. Das Bestreben der Regierungen der Großmächte lvar darauf gerichtet, diesen Ausbruch möglichst lange hintanzuhalten und wenigstens solange zu verschieben, daß er nicht zu einem Kampfe aller gegen alle a u f dem Balkan selbst und vor allem nicht zu Verwicklungen unter den Großmächten führte. Nun hatte sich aber im Laufe dieses Jahres die Stimmung zwischen der Türkei und den Balkanstaaten so zugespitzt, daß der Ausbruch des Konflikts nicht mehr zu verhindern war, trotz des eifrigen Bestrebens der Mächte, den Frieden zu erhalten. Insbesondere mußten wir auf eine gewaltsame Lösung der Frage gefaßt sein, feitbem uns im Beginn dieses Sommers bekannt geworden war, daß sich die B a l k a n st a a t e n zu einem Bunde zu sa m m c n ge schlos sc n hatten. Als wir den Kampf als unvermeidlich ansahen, haben wir vor allem daraufhingewirkt, ihn zu lokalisieren. Dies ist bisher gelungen und ick kann wohl die b e st i m m t e Hoffnung aussprechen, daß dies auch w eiter gelingen wird. (Bravo!) Von den Vorgängen im Balkan lverden wir zwar nicht unmittelbar berührt und in manchen Punkten steht unser Interesse hinter dem anderer Mächte zurück. Immerhin sind wir berechtigt, gleich den anderen Mächten an der Neuregelung der Dinge, die die Folge des jetzigen Krieges sein wird, mitzuwirken, denn an der ökonomischen Gestaltung der Tinge am Balkan sind wir sehr wesentlich direkt interessiert. Ich erinnere nur an die Erhaltung der den türkischen Staatsgläubigern gewährten Sicherheit. Außerdem werden wir bei Regelung mancher Fragen unser Wort z u g u n st e n unserer Verbündeten mit in die W a g s ch a l e z u legen haben. (Sehr richtig!) Von den Kriegführenden wird es nicht bestritten, daß bei der endgültigen Regelung der künftigen Grenzen die Groß Mächte ihre Interessen zur Geltung bringen können und müssen und auf Grund dieser Interessen zur Mitwirkung berufen lverden. Wenn über das Maß der Mitlvirkung zwi schen den einzelnen Großmächten und einzelnen der Kriegführenden Meinungsverschiedenheiten b e steh e n oder entstehen, so wird den Groß machten die Durchsetzung ihrer Forderungen wesentlich erleichtert, wenn sic ihre Forderungen gemeinsam vertreten. Um dies zu erreichen, schwebt ein lebhafter Gedankenaustausch unter den Mächten, über den ich heute nichts näheres sagen kann, da er noch andauert. Ich kann aber sagen, daß er bisher in entgegenkommendem Geiste geführt wurde und alle Aussichten auf Erfolg bietet. Natürlich werden die Ansprüche der Mäckte im einzelnen erst dann sesrgestellt und bekannt gegeben lverden können, wenn die Stipulationen vorliegcn, die die Krieg- führenden unter sich getroffen haben werden. Tann wird zu übersehen sein, wie iveit sie in die Interessensphäre anderer Mächte eingreifen. Sollten sick bis dahin — was w i r nicht hoffen — unlösbare Gegensätze ergeben, so wird cs Sache der im einzelnen Fall direkt i n t cr = rssierten Mächte sein, ihre Ansprüche z u r G e l - t u n g 3 u bringen. Das gilt auch s ü,r unsere Bundesgenossen. Wenn sie aber bei der Geltendmachung ihrer Interessen wider alles Er w arten von dritter Seite angegriffen und damit in ihrer Existenz bedroht >verden sollten, dann würden »vir unserer Bundes- pflicht getreu, s e st und entschlossen an ihre Seitezu treten haben. (Lebhafter Beifall.) Und dann würden wir zur Wahrung unserer eigenen Stellung in Europa, zur Verteidigung unserer eigenen Zukunft und Sicherheit fechten. (Lebhafter Beifall.) Ich bin fest überzeugt, daß wir bei einer solchen Politik das ganze Volk hinter uns haben werden. (Erneuter Beifall.) Meine Herren, ich will noch einmal auf die großen Interessen hier eingehen, die wir bei der Lösung des Streites zwischen der Türkei und den Balkanstaaten zu verfechten haben. Unsere Politik war seit langen Jahren daraus gerichtet, bei guten wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu den Balkanstaaten die Türkei in »virtschaftlicher Hinsicht zu erhalten und zu stärken. Wir glauben dadurch der Türkei manchen D i e n st erwiesen zu haben, ohne daß »vir dabei unsere guten Beziehungen zu anderen Mächten gestört hätten. Dieser Politik, die allerdings bei Ausbruch des türkisch-italienischen Krieges gerade bei uns heftig angegriffen »vurde, möchte ich es als einen Erfolg vindtzieren, daß »vir uns während eines Krieges zwischen einem Freunde und einem Bundesgenossen die S»;mpathien beider 311 e r - halten geivußt haben. Diese Politik werden wir auch weiter fortsetzen. Wir hoffen, daß unsere bisherigen freundschaftlichen und regen Beziehungen zu den Balkanstaaten durch deren zweifelloses Erstarken namentlich in lvirt- schaftlicher Hinsicht, einen neuen Aufschwung nehmen lverden. Dabei wird unser Streben auch ferner dahin gehen, d i e Türkei n a ch dem F r i e d e »» s s ch l u ß als lv i ch t i g c 11 ökonomischen und politischen Faktor zu erhalten. In diesem Wunsche und Bestreben begegnen wir uns nicht nur mit unseren Bundesgenossen, sondern auch mit anderen Mächten, die sich mit uns die Erhaltung einer lvirtschaftlich gesunden Türkei angelegen sein lassen. Dieses Bestreben wider- spricht schon an sich dem von der Presse den Großmächten oder einzelnen derselben vielfach u n t e r st e l l t e n Absichten v 0 n Lander tverb auf K 0 sten der Türkei aus Anlaß deS gcgcnivärtigcii Krieges. Ich kann diese U n t e r st e I l ll n g nach den bisherigen Besprechungen unter den Mächten a l s unrichtig bezeichnen. Der rege G e - d a n k e u a u s t a u s ch unter den Möchten bauert an und wenn ich auch noch nicht sagen kann, in welchen Formen er fcrtgesetzt lverden lvird, so wird er fortgesetzt lverden, und nach den günstigen Ergebnissen, die er schon jetzt gehabt hat, lvird er eine allseitig befriedigende Lötung unter den Großmächten erwarten lassen. (Vereinzelter Beifall.) Abg. Lcdcbour (Soz.): Aus dem erstaunlichen Stillschweigen, das der Rede deS Kanzlers folgte, darf ich wohl den Schluß ziehen, daß alle Parteien des Reichstags denn doch eine etwas ausgie big c r c Auskunft in dieser außerordentlich kritischen Lage erwartet hatten. Eine ausführlichere Austunft lväre schon deswegen jetzt am Platze gewesen, weil den ganzen Sommer hindurch die Regierung sich beharrlich geweigert hat, den Reichstag einzuberufen. Was lvir heute gehört haben, waren Allgemeinheiten, Latituden, wie wir sie jedes Jahr hören. (Heiterkeit, in die auch der Reichskanzler einstimmt.) Vor allem vermissen wir Auskunft darüber, ob Deutschland g e lv i l l t i ft, seinen ganzen Einfluß z u g u n st e n des Friedens in die Wagschale zu werfen. Der Kanzler hat nicht von den Dingen geredet, er hat u m sie Hern m geredet. (Heiterkeit und Zustimmung links.) Das sind wir ja nun seit Jahren gewohnt. (Zürns rechts: Warum wundern Sie sich denn bann?) Ter Unterschied zwischen uns und Ihnen besteht darin, daß Sie (nach rechts) sich diese Nickt a ch t u n g des Reichstages ruhig gefallen lassen, lvährend »vir auf das schärfste dagegen protestieren. (Beifall bei den So- zialdemokraten) Ter jetzige Kanzler und sein Vorgänger haben sich von jeher ausgezeichnet durch eine völlige Verkennung der Weltlage Ich erinnere an die falsche Beurteilung der ostasiatischen Frage durch den damaligen Staatssekretär Bülow, bereit Folge die Besetzung Kiantschous »oar, nach unserer Ansicht ein totaler Mißgriff. (Wiberspruch. Zustimmung Lei den Soz.) Dann folgte die Reise des Kaisers noch Palästina. Die Rede des Deutschen Kaisers in Damaskus bedeutete die leichtfertige Festlegung Deutschlands aus ein Bündnis mit der Türkei, wenigstens mußte der Sultan aus dem Auftreten de? Kaisers den Schluß ziehen, daß sie unter allen Umständen gegenüber Angriff--,, fremder Staaten auf die Unterstützung Tent'chlandZ rechnen könnte. Durch die deutschen F r e u n d s ch a j t L v e r s i ch e r u n g e n wurde das reaktionäre Regiment Abdu' Hamids gestützt und Deutschland trägt deshalb mit Schuld daran an all den Scheußlichkeiten, die sich in der Türkei herauSgekuldet haben. (Sehr richtig! bei den Soz.) Ich weile nur hin auf die Metzeleien unter den Armeniern. Als daun die Junglürkeu ans Ruder zu kommen schienen, schlug sich Fürst Bülow auf ihre Seite und trat also mit einer revolutio- ren Partei in Verbindung (Heiterkeit.) Von uns hier zur Rede gestellt, sagte er: ja, das sind unblutige Revolutionäre. (Heiterkeit der Soz.) Und kurz daraus stürmten diese unblutigen Revolutionäre Konstantmopel, und Fürst Bülolv hatte von alledem keine Ahnung. (Lachen.) Wenn der Frieden belvahrt geblieben ist, dann liegt das daran, daß das internationale Proletariat (Lautes Lachen rechts und im Zentrum), das allein in Deutschland, gering geschätzt, 10 Millionen klassenbewnßter aufgeklärter Männer und Frauen zählt (Erneutes Lachen rechts), ihren unzweideutigen Willen gegen einen Krieg kundgetan hat. (Stürmische Zustimmung b. d. Soz.) Die proletarischen Massen Europas haben vor kurzem in Basel gesprochen. In Petersburg haben die Arbeiter durch einen eintägigen Demonstrationsstreik der russischen Regierung gezeigt, was sie zu geioärtigcn hat, wenn sie das Verbrechen eines europäischen Krieges wagen sollte. Ich spreche hier im Name n und in Uebercinslimmung der s 0 z i a l i st i s ch e n Parteien der Kulturländer der gauzeu Welt. (Beifall l>. d. Soz.) Das ist der fundamentale Unterschied zwischen unserer Stellung zu Fragen der auswärtigen Politik und der Ihrigen. Sie vertreten . . . (Abg. Graf Westarp: Niemals ausländische Interessen! Beifall bei den bürgerlichen Parteien, Unruhe b. d. Soz. > Sie vertreten allerdings persönliche Interessen, die Interessen der kapitalistischen Ausbeuter. Sie vertreten nicht einmal deutsche Interessen. (Oho-Rufe.) Meine Rede hier könnte sinngemäß ebensogut von einem Franzosen, Engländer, Italiener oder Serben gehalten werden. Abg. Kretli: Na also! Ausländische Interessen!) Das können nur Sie in Ihrer Jnteressenoerblcndung sagen. Das sind keine ausländischen Interessen, das sind proletarische W e l t i n t e r e s s c n. (Beifall b. d. Soz.) Tiefe Weltinteressen find identisch mit den Jmeressen des deutschen Proletariats. Tic Ankündigung des Kanzlers, daß Deutschland an der unbedingten B ü n d n i s t r e u e mit Oesterreich festhält, bedeutet eine Blankovollmacht für unseren Bundesgenossen z u jeder Maßnahme. (Widerspruch.) Tas gesamte deutsche Volk hat aber ein Interesse daran, daß dem Erzherzog Franz Ferdinand keine Blankovollmacht gegeben wird, mit feinen magyarischen und österreichischen Magnaten einen Krieg vom Zaune zu brechen. (Sehr »vahr! bei den Soz.) Manche Maßnahmen Oe st erreich- geben zu große» Bedenken Anlaß. Allerdings konnte es auch manche G e n c r a l b I a m a g c buchen, an denen Deutschland sein gerüttelt Maß Schuld tragt. Von den bürgerlichen Parteien werden für die Mißerfolge die Diplomaten verantwortlich gemacht. Nun ist es gewiß nicht richtig, daß die Diplomaten btc befähigten fein sollen, die einen gntjitzenden Frack und ein goldenes Armband tragen. (Heiterkeit.) ES wird erst besser werden mit unserem diplomatischen Dienst, »oenn mit ben* reaktionären Regierungen überhaupt aufgeräumt sein wird. (Lachen.) Aber freilich, diese Herren »vollen ihren angeblich gottgewollten Statusquo aufrecht erhalten. (Heiterkeit.) Lediglich in agrarischen Interessen der magyarischen Magnaten »vurde den Serben der notivenbige Zugang zur Adria verwehrt. Das Recht der Albaner auf volle Autonomie ist damit zu vereinigen. Der Internationale Kongreß von Basels hat das ausdrücklich anerkannt. Für Montenegro würde dasselbe gelten. W i r »varnen aber davor, irgendeinen st e l l u n g s l 0 s c n deutsche»» P r i n z e n de n Albaniern a u f z u d r ä n g c n. Wird doch schon berichtet, daß ein Mitglied des Hauses in dieser Angelegenheit schon nach Wien gereift sei. (Abg. Erzberger: Ist längst widerrufen!) Wie die B a l k a n st a a t e n nach dem Siege sich einigen werden, darüber brauchen »vir uu» den Kops nicht zu zerbrechen. Aber cs muß verhütet locrbcii, daß Oesterreich dabei den Versuch zu territorialen Eroberungen macht. Gerade lucr so großen Werl auf die Bundesgenossenschast mit Oesterreich legt, mußte mit uns dafür sorgen, das; Oesterreich mit seiner fetzigen verderblichen und gefährlichen Politik ein Ende macht. Sonst geht Oesterreich feinem Ende entgegen, und der neue Balkan- bund mit der Gleichberechtigung aller seiner Nalioualitäien wird inic ein Sprengpulver auf die Toppelinonarchie wirken. Was bet Kanzler über die Unabhängigkeit der Türkei gesagt hat, findet unsere Zustimmung. Tie Frage ist nur, ob sich die Türkei in Asien wird batten können. Die Türkei muß mit der Tcspotenwirtschasl in Asien ein Ende machen, nachdem sich diese in Europa für die Türkei so verhängnisvoll erwiesen hat. Darauf muß Deutschland hinwirken, wenn es ein wirklicher Freund der Türkei sein will. Russische Agenten »vühlen in Armenien unter dem Vorwand, die Armenier befreien zu wollen. DaS ist der abscheulichste Hohn, den mau sich denken kann. Denn der Zar und seine Schergen wüten in ihrem eigenen Lande in nichtswürdiger Weise. Diese russische Polit'k wird nur ermöglicht durch den deutsch-englischen Gegensatz. Ihn schüren aber die Panzcr- p l a 11 e u p a t r i 0 t c n , die die gesährlichsten Feinde Deutschlands sind. Von ihnen Moral zu verlangen, ist ebensoviel, als den Haifischen predigen, sie sollten kein Menschenfleisch fressen. Der deutsche und englisch-' Handel können sehr gut nebeneinander bestehen. Auf dem Weltfriedenskongreß wurden wir von den Baseler Regierungsbehörden und im Münster von der Geistlichkeit begrüßt. Die kleine Schweiz steht kulturell weit über dem großen Deutschland. Im Balkankriege haben sich freilich die Vertreter aller christlichen Konfessionen als Kriegshetzer er- »vicsen. Nur von dem internationalen Proletariat kann der Weltfriede endgültig geschaffen werden. Diese Erkenntnis bricht sich immer weiter Bahn, dank der Opferwilligkeit des klassenbewußten internationalen Proletariats. Wir sind zu Taten bereit, um den Frieden zu wahren. Wenn das Verbrechen des Krieges durch bic kapitalistischen Regierungen wirklich begangen luirb, werden die Sozialisten aller Länder — auf einen baldigen Friedensschluß Iiintoirfcn. (Heiterkeit.) Das Proletariat muh so stark werden, daß es solche Scheußlichkeiten verhindern kann. Wenn niedergehende herrschende Klassen in ihrer Verzweiflung zu solcken Mitteln greifen, dann zwingen sie uns Sozialisten, der Gewalt Gewalt e n t g c g c n z u s e tz e n. Das tun wir im Namen der Menschlichkeit. (Beifall b. d. Soz.) Staatssekretär des Auswärtigen von Kiderlen-Wächter: Gegen zlvei Stellen in der Rede des Abg. Ledcbour muß ick Verwahrung einlegen. Der Abgeordnete hat Angriffe gegen den uns befreundeten Herrscher eines großen N a ch - barreiche's gerichtet, mit dem wir in Friede und FreundsckmfI leben und zu leben wünschen. < Sehr richtig! rechts.) Diese Angriffe hat der Herr Abgeordnete durch nichts motiviert. Sic lassen sich auch nicht inolivicrcu. (Widcrspruck b. d. Soz. — Zustimmung rechts.) Diese Angriffe stachen eigentümlich ab gegen btc Friodensibeen, b'c der Herr Abgeordnete für sich als Privileg in Anspruch nehmen will. I ch w c t se d i e s e A n g r i f f e h i e r zurück und bin überzeugt voll der Zustimmung der über- wiegenden Mehrheit dieses Hauses. (Leblmfter Beisall.) Der Herr Abgeordnete hat sodann die kaiserliche Negierung ermahnt, ihre Bcziehungen zu anderen Staaten 311 bessern und hat ihr dabei den Vorwurf gemacht, einen Zwist mit England zu nähren. Diese Aeußerungen sind mir ein willkommener Anlaß, auSzusprechen, das; während der g a n 3 e n letzten Krise unsere Beziehungen speziell zu England besonders vcr- tranensvoll waren. (Lebhaftes Hört! Hört! und Bravo!) Tie offene, von vollem Vertrauen getragene Aussprache zwischen London und uns während aller Phasen dieser Krise hat nicht nui eine erfreuliche Intimität unserer Bczi-'lmngen hervorgerufen, sondern sie hat auch einer V c r st ä n d i g u >i g aller Mächte gute Dienste geleistet. Ich möchte die bestimmte Erwartung aussprechen, daß sie das auch weiter tun wird. (Lebhafter Beifall. — Zuruf b. d. Soz.: Und die Scerüstungen?!) Abg. Dr. Spahn (Zentr.): Wir sind uns wohl alle mit dem Bundesrat bnJn einig, daß wir alle unsere Bemühungen auf den Frieden richten müssen. Aber das möchte ich doch gegenüber dem Abg. Ledcbour hier betonen, daß wir im Falle eines Defensivkrieges alles daran setzen w e r b c n, bic Ehre der Nation zu wahren. (Lebhafter Beifall.) Tie Zeitungen berichten uns über ein Abkomme n, das nunmehr zwischen Frankreich und Sbaiiicn übet. Marokko abgeschlossen worden ist. Dieses Abkommen ist wohl inzwischen den Regierungen bekannt gegeben worden (Staatssekretär v. Kiderlen nickt mit dem Kopse), und wir erwarten Aus, fünft darüber. Wir haben an der Gestaltung der Verhält- n t 1 f c auf dem Balkan ein rege» wirtschaftliches Interesse. ES hanbelt sich um einen Verkehr, der sich auf Mitteleuropa und auf die angrenzenden Teile von Kleinasien bezieht. Wir können mit Genugtuung feststellen, daß der deutsche Handel dort nicht gering ist. Wir haben auch ein Interesse daran, dafür zu sorgen, daß der Weg nach diesen Gebieten uns frei bleibt. Oesterreich- Ungarn hat nicht nur ein wirtschaftliches, sondern auch ein politisches Interesse. Es sind feine imperialistischen Neigungen, wenn cs Serbien gegenüber feinen Standpunkt wahrt, und cL liegen auch auf unserer Seite keine imperialistischen Interessen vor, wenn wir Oesterreich dabei unterstützen. W i r können Oesterreich keine Vorwürfe machen. Der österreichische auswärtige Minister har ausdrücklich zur rechten Zeit auf die Bedrohlichkeit der Lage hingewiesen. Erfreulich ist, daß sich eine erhebliche AnnLherung zwischen Italien und Oe st erreich vollzogen hat wegen der gemeinsamen Interessen in Albanien. Sie wollen ein unabhängiges Albanien. Wir werden Oesterreich die Bundestreue halten. Dir Frage, ob die Serben einen Hafen an der Adria bekommen dürfen, müssen die beteiligten Länder entscheiden. Tie Frage ist eigentlich aber schon gelöst, als Bismarck den Dreibund schloß. Wenn Rußland Serbien beispringt gegen Oe st erreich, dann werden wir und Italien azu gezwungen, gegen Rußland aufzutrcten. Der Redner fragt dann an, welche Stellung Oesterreich zu der Polenfrage einnehme. Es kann keine bessere Nachricht geben, als daß England und Deutschland Zusammenarbeiten, um den Frieden auf dem Balkan zu fördern. In diesem Sinne hat sich der Staatssekretär und auch unser Botschafter in London ausgesprochen. Das erfüllt uns mit Hoffnung und Freude. Sobald die Entscheidung auf Friedensschluß gefallen ist, werden die europäischen Negierungen, um die Verhältnisse auf finanziellem und wirtschaftlichem Gebiete zu reaeln, einen Kongreß abholten, das ist vorauszusehen. Wenn aber die Konferenz einen dauernden Frieden auf dem Balkan erzielen will, so muß sie nicht nur die wirtschaftlichen und materiellen, auch nicht nur die kulturellen Beziehungen ansehen, sondern auch hinüberschaucn auf die kirchlichen Zustände. Es gibt auf dem Balkan eine große Zahl von Nassen und Konfessionen, und darauf wird bei einer Neugestaltung der Verhältnisse Rücksicht zu nehmen sein. Wir haben in dem türkischen, griechischen, bulgarischen, rumänischen, albanischen Volk und bei ollen, mit Ausnahme der mohamedanischen Türken verschiedene Konfessionen. Darin liegt eine gewisse Gefahr. ES ist mit Recht darauf hingewiescn worden, daß bei einer Ncukonstituierung deS Balkans auch die religiöse Freiheit gewahrt wird für alle Konfessionen. Troß innerer Zerrissenheit luirb die Regierung in diesem Bestreben daS Volk hinter sich finden. (Lebhafter Beifall im Zentr.) Abg. Graf Kanih (fonf.): ES ist mir niemals schwerer geworden, dem ?lbg. Ledebour zuzuhören als heute. (Heiterkeit und Zustimmung rechts.) Wo finden Sie kavitalistisches Ausbeutertum in dem Kriege zwischen Italien und Tripolis? (Lachen bei den Soz. — Sehr richtig rechts.) Oder auf dem Balkan? (Unruhe bei den Soz.) Ich bitte, doch solche Behauptungen zu beweisen. Der Abg. Ledebour hat d i e Macht der Internationale erheblich überschätzt. Wie soll sic cs fertig bringen, den Krieg zu beendigen? Eines ist richtig, wenn hinter dem Frieden die einheitliche Geschlossenheit der Mächte und hinter den Regierungen das Volk steht, so kann der Friede als gesichert gelten. Herr Ledebour ist, glaube ich, mit dec Rede des Reichskanzlers nicht übermäßig zufrieden gewesen. (Heiteret rechts.) Sehr viel neues war in der Rede allerdings nicht. (Heiterkeit und Zustimmung.) Aber wir wollen nicht verkennen, wie schwierig es ist, während über den Frieden verhandelt wird über diese Unterhandlungen zu sprechen. Sic werden durch lange Reden, die darüber gehalten werden, nicht gefördert. (Sehr richtig! und Heiterkeit.) Ich habe aber nicht erwartet, daß der Reichskanzler heute mehr sagen würde. Hätte er einiges mehr gesagt, desto besser, aber wir müssen uns mit dem Gesagten begnügen. Es ist erfreulich, daß cs mit den Friedensaussichten günstig bestellt ist. Leider hat die Furcht vor einem europäischen Riesenbrande auch auf unser Wirtschaftsleben einen Druck ouSgeübt. In vieler Beziehung erinnert ja die Situation an die von 1000, auch damals verlangten die Serben, auf russische Hilfe vertrauend, einen Weg nach dem Adriatischcn Meer. Ich kann nur wünschen, daß die jetzigen Dinge ebenso friedlich verlaufen wie damals. Jetzt liegt die Frage allerdings insofern viel schwieriger, als die Türkei bereits einen beträchtlichen Teil ihres europäischen TcrritorialbesihcS verloren hat. Daraus ergibt sich die schwierige Frage: Welches Interesse haben die Großmächte und besonders Deutschland daran, daß eine lebensfähige Türket Malten wird? DaS deutsche Interesse an dieser Frage ist bc° oeutsam. Wir haben rege Handelsbeziehungen mit der Türkei. w kem Freund von Zahlen. (Zuruf linfd: Wie olle $cJtc,rfeiL) Aber viele deutsche Millionen stnd in industriellen und konunerziellen Unternehmungen in der Türkei angelegt. Wir haben deshalb alle Veranlassung, eine !'?^ Fortentwicklung dieser Handelsbeziehungen zu wünschen. Del der Regulierung der turki,chcn Staatsschuld und ihrer Verteilung auf die verbleibenden Gebiete dürfen die deutschen Glaubt- gcr nicht zu kurz kommen. Nun besteht die Gefahr, daß nach de,n Frici.cneschlusse die hohen Verbündeten auf dem Haare geraten. (Heiterkeit.) Wir ^ben keme Veranlassung, e.ne Aufteilung Albaniens zu unterstützen. Oesterreich und Italien denken auch nid>t daran, einer Annexion eines Teils von Albanien durch Serbien zuzusehen Oesterreich unb Italien sind da völlig einig. (Zuruf links- Wo- 'Een Sie das?) Herr Ledebour bat behauptet, daß wir un» willenlos vor den.Wagen Oesterreichs spannen lassen ES verständlich, daß der Reichskanzler diesen Punkt nicht be. rührt hat. <>ch kann Herrn Ledebour versichern, daß von einer Gefolgschaft, von einer fold^n Trabanten schäft nicht die Rede fein kann kPrn^'r tann c5„ auch nicht um den adriati. W. Hafen handeln, sondern allein um unsere Bnndesgenosscn- JdjQft mit Oesterreich. Aur Wortklaubereien an dein Bundes- EX Ä?? ln,i E. ein. Wir sind unschuldig daran, daß Rußland auscheiucnd auf die Freundschaft Deutschlands jetzt keinen besonderen Wert mehr legt. Wir fraßen es an Freund- fchaft^l'.zc.'gung-n gegenüber Ruf-laud nicht fehlen lassen. Ich kann nur wünschen, daß das freundschaftliche Ver- hol t n i S zu Rußland wieder hcrgestellt wird. (Sehr rich- 1'gl rechts.) Das wäre die sicherste Garantie für den Weltfrieden. Wir erwarten von unserer Regierung, daß sic aber auf jeben Fall unsere Wehrkraft auf der vollen Höh« erhält. Ich kann daher folgende Erklärung abgeben; Wir sind überzeugt, daß unser Heer vollkommen kriegsbereit ist. In dieser Ucberzeugung bat unS die 3nt- teort deS Kriegsministers auf die kürzlich hier gestellte Frage be« stärkt. Sollten sich später noch irgend welche Mängel heraus, itellen, so wäre eS selbstverständlich Pflicht der Kriegsverwaltung, daraus die Konsequenzen zu ziehen. Wenn eß aber wider Erwarten nötig erscheinen sollte, die bereits bewilligte Heercsvcr- starkung früher durchzuführen, so wäre der Reichstag ohne Frage bereit, nachträglich seine Zustimmung dazu zu erteilten. (Beifall.) Da S deutsche Volk ist zu jedem Opfer bereit. Wir wünschen den Frieden, es darf aber nur cm Frieden in Ehren sein, der unsere Machtstellung und die unserer Verbündeten auf. rechtcrhält. (Beifall rechts.) Abq. Basscrinnnn (Natl.): Die Erklärung deS Kanzlers, daß der Krieg lokalisiert bleiben wird, wird überall mit Befriedigung ausgenommen werden. Daß das internationale Proletariat den Weltkrieg verhindert hat. glaube ich nicht. Die Vernunft der Kabinette und der Völker mürben vielmehr vor dem Weltkrieg bewahren, denn bei dieser großen Schlußabrechnung würde cd sich um Reiche und Throne bandeln. Was die Friedensliebe deS internationalen Proletariats ober anlangt, so haben die italienischen Sozialisten wenigstens den Tripoliskricg in den meisten Phasen gulgefieißen. (Hort! bürt?) Der Kanzler setzt die tiirkcnfrcundlichc Politik seines Vor. gangerS fort. Das gute Verhältnis Deutschlands zur Türkei ist daS Werk deS Botschafters oder Marschall, dessen zu frühes Hin- scheiden wir tief beklagen. Das vernichtende Urteil Lcdcbourö über die deutsche Orientpolitit ist unberechtigt. Im großen und ganzen hat der Reichstag vielmehr unsere Orientpolitit dauernd iirbilligt. Wenn jetzt durch die Siege des Balkanbundeö der Statusquo nicht aufrecht zu erhalten ist. so müssen wir alle wünschen, daß die Türkei als lebcnssähiger Staat e’:$Ql?cn bl? fbf- Das verlangen die wirtschaftlichen Inter essen Deutschlands. Andererseits sollten wir den Balkanstaatcn die Früchte ihrer Sicac neidlos zuaestchen. (Zustimmung.) Mark per 10UU Haler (+ 1/ (- (- 2) ( (- (- 8) o) 4) ez. 204.50 Ei« Geschenk des Meeres gebrauche nur Scotts Emulsion! C*/|. Wenn das so weiter geht, leg' ich mich nieder l*CJze V?. a,.!en Arten. Qualitäten und Ausführungen von ü Mk. 3. bis 200.- bei A. Salomon 4. Cie? (a'/v ) ) ) 1- i- l- 170 168 178 176 187 1) ) ) ) 172 173 169 201 190 195 194 191 169 190 190 190 200 190 195 188 (- i- (— l- 3) (- 6) 2) 1) i (• ( 3) 2) 1) 1) > ) 1) ) ) ) 2) ) 2) 1) 1) ) 210 (- (- 215 (- 220 (— (- 5) (- 7) (— 1.00), 182V, (— 182*/, t- 190 (- 185 (- l- ) (- 2) (- 2) (- b) Weizen - (- ) - (- ) kg wie folgt: Roggen reits im August zugesagt, in Wien einen Vortrag in der Katholischen Miffionzii halten. Meine Reise hatte also mit dem nichts zu tun, was später die Blätter behaupteten. Herr Lede. 6our scheint sich für den albanischen Hofstaat zu interessieren. Ich kann ihm mitteilen, daß dort noch eine Stelle frei ist: d i e des Hofnarren. (Große Heitcrlcit.) Abg. Ledebour (Soz.) Herr Erzberger scheint sich also um die Stelle gekümmert zu haben, für die er am meisten geeignet ist. Dienstag 1 Uhr: Kurze 21 nfragen, Deiterbcratung. Schluß 6Uhr. 191 200 199 199 198 199 194 197 202 194 208 Getreide-Wochenbericht der Preisberichtsstelle des Deutschen LandwirtschastSrats vom 26. November bis 2. Dezember 1912. Erwies sich zu Beginn der Berichtswoche bic Politik als preisstützender Faktor, so waren cs im weiteren Verlause die argentischen Wetterberichte, die der Tendenz des Weltweizen Marktes zeitweise einen festeren Anstrich gaben. In den nörd- .lichen Gebieten Argentiniens, wo man jetzt schönes Wetter für die Ernte braucht, wurde ui der letzten Woche wieder viel über Regen geklagt: stellenweise sollen die übermäßigen Riedcrschlägc sogar schon einigen Schaden verursacht haben. Die Folge davon war, daß die argentinischen Exporteure etwas mehr Zurückhaltung bekundeten und daß die amerikanischen und englischen Märkte daraufhin wiederholt ihre Kurse erhöhten, um aber stci» wieder abzuslauen, sobald die Wetterberichte doh La Plata günstiger lauteten. Rußlands Getrcideaussnhr zeigte wesentlich kleinere Zistern als in der Borwoche, und Die Weltverschissungen sind daher von 450 000 Tonnen auf 297 000 Tonnen zurückgegang- gen. In Deutschland ließ das Wcizengeschäft auch in der Bc- richtswochc viel zu wünscl)en übrig, denn die ausläitdischen Quali täten eignen sich nicht $unt Export und sind daher aus den Absatz an die Mühlen angewiesen, die aber sehr schlechte Preise bieten. Im Lieserungsgeschäft wurde vielfach Dezember im Tausch gegen Mai abgegeben, dost» machte sich zum Schluß im Hinblick nut den könnte man Lebertran neunen. Doch ist dieses, um richtig ausgenutzt zu werden, erst einer Behandlung 3U unterziehen, wie ja auch z. B. ein Diamant erst, nachdem er Bearbeitung und Schliff erhalten, den rechten Wert für uns bekommt. Dem Lebertran muffen im Scottscheu Herstellungs-Verfahren, feine thur anhaftenden 9iachteile, wie schwere Verdaulichkeit, unangenehmer Geruch, widerlicher Geschmack, ge- nommen werde«, um ihn zuträglicher und wohl, schmeckender zit machen. Die so gewonnene ScottS Lebertraii-Eniulsion besitzt alle Borzüge des gewöhn« Ilchcn Tranes in erhöhtem Jh'ajje, wirkt appetitanregend, ist äußerst uahrhast und bekömmlich, selbst jur einen empfindlichen Gaumen und Magen. Bei regelmäßigem Gebrauche von Scotts Emulsion wird ost nach kurzer Zeit eine allgemeine Kräftezunahme beobachtet. Wer >olche herbeiführen will, der möge sich je eher desto besser zu einer Kur mit Scotts Emulsion entschließen. Doch hüte er sich vor Nachahmungen und 172 172 167 168 172 174 170 175 hÄh. laf,e b "stach alles tm Stich. So bös crfältetet bin id) oru nie gewesen, und der See, Der mir immer geholfen yj; „v"lagt total. — Aber iver wird sich denn hmtegcu' ''.^. n^dme in solchen «ynUcn einfach IapS Lodener Mineral' NN Men. die ich in irgend einer Apotheke ober Drogerie J-J*’0-, ^auw, und ich habe noch immer ncimibcn, bau sie uei oerarligen Zuständen ganz ansgereichnet luirfcn. (s»u/it Mangel an lieserfähigem Material auch mehrfach Dustnngsbcgehr geltend. Für Roggen, der weiter mäßig angeboten blieb, zeigte sich an der Küste ab und zu Begehr, auch die Mühlen traten als Käufer auf, so daß die Preise sich verhältnismäßig gut zu behaupten vermochten. Für Lieferungszweckc steht bisher wenig Material zur Verfügung, so daß am größere Andienungen zunächst nicht zu rechnen ist. Intolgedessen bestand Deckungsbegehr, wahrend Abgeber sich vorsichtig vcrhielteng. In Haler fand starkes Angebot ooii geringen Oncuüäten wenig Kauflust vor, so daß die Preise einen weiteren Rückgang erfahren mußten. Im Anschluß Daran war auch Lieferung gedrückt, obwohl die. Forderungen für aus- lündisst-en Hafer keine Veränderungen auswiesen. Auch Brau- gcrste behielt weiter schleppenden Absatz, da Die Verbraucher sich für längere Zeit gedeckt haben und bei Anschaffungen nur feine Qualitäten berücksichtigen. Russische Futtergerste war aus Deckuw gen für Hamburger Rest-nung namentlich in schwimmender Ware n'hr feit und bis 5 Mark hoher gehalten. Auch Mais loar in- folge erhöhter argcntini|chcr Forderungen in festerer Haltung. Es stellten lick) Die Preise für Ultimo. Getreide am letzten Martttage in ‘ ....... (- ) Königsberg Ranzig Stettin Posen Breslau Berlin Magdeburg Halle Leipzig TresDen stiostock )?nmburg Hannover Düsseldorf Frankfurt a. M. Mannheim Straßburg Rtünchen Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Bkai 209 (— 1), Pesl April 201.55 (— 2.20), Vioerpool ÜJiärj 16J.6U O.^o), Chicago Dez. 130.40 (- 1.35). Roggen: Berlin Tezör. 17o,7ö (—0.7o), iDlai 176.95 (— 0.75). Hafer: Berlin Dez. 176.75 ( 2.50), Blai 15 i— 0,75). Jnllergerste: Süditlss. irei Hambtlra unverzollt schivim. 136.50 t-j- 4.00), Rov. 135.75 (-f- 2.25;. Biais La Plma schivrin. 111.00 (-j- 2 50;, Mixed Tez./März 109.00 (-I-I2.00- Biark. lieren Länder ohne Krieg, "auf die wir berechtigte Ansprüche hatten. Achnlich können wir sagen: andere Länder erhalten territorialen Zuwachs, Deutschland neue Mstitärvorlagcn. (Heiterkeit und Zustimmung.) Auch die nationalen Vereine, die den Kolonial- gcdankcn und überhaupt die nationale Gesinnung und Tatkraft pflegen, sollten uns eine Freude sein. Wir haben alle ein Interesse daran, die Freude an großen nationalen Fragen warm und wach zu halten. Wir können hier feine Passivität und Dureaukratisierung brauchen, sondern Vereine, die die nationale Energie predigen und Hochhalten. Im Auftrage meiner Fraktion stelle ich fest, daß wir cs nicht für einen befriedigenden Zustand halten, wenn in Fragen der auswärtigen Politik, die LebenSfrageli deS Reiches sind, teinebernünftige Fühlung zwischen Regierung und Volksvertretung vorhanden ist. (Sehr richtig!) In solchen Fällen muß ein Vertrauensverhältnis möglich sein. Dieses Verhältnis iit niu t vorhanden. Das erhöht natürlich die Verantwortung der Negierung ungemein. Gleichzeitig kann es die Negierung mit großer Unruhe erfüllen. Es ist un- erfreulicki, wenn wir darin lediglich auf die Mitteilungen der »Norddcutsckfen Allgemeinen Zeitung" angewiesen sind, die ich nach bet Aeußerung des Landwirtschaftsministers nicht ckxirakte- risisren will. Diese Mitteilungen sind immerhin zu wenig, um ein Vertrauensverhältnis zwischen Negierung und Volksvertretung herzustellcn. Der frühere Abg. Frhr v. Hertling hat eS früher selbst ausgesprochen, daß es wiinschenkivert ist, öfter über hohe Politik zu sprechen. Tie Einigkeit Deutschlands in diesen Dingen ist sein Lebcnsintercssc, die Einigkeit zwischen Volksvertretung und Regierung, lieber die Notwendigkeit eines guten Verhältnisses zwischen Deutschland und England sind wir alle einig. Aber daS von Ledebour vorgeschlagene Mittel ist nicht geeignet, eine Besserung herbcizufüfrren. Ein MüstungSabkommen wird wieder nur einen erbitterten Streit Hervorrufen, welcher von beiden das Abkommen auch cingcbaltcn hat. Wir freuen uns, bafo wir allein schon durch unsere Machtmittel den Wert unserer BniideSgcnosscnschäft erweisen können. Zur Durchführung einer kraftvollen Politik bedürfen wir einer starken weitsichtigen Diplomatie, einer lückenlosen Rüstung und großer klarer Ziele. Hoffentlich gelingt eS der Vernunft der großen Staaten, den Frieden auf dem Balkan zu erhalten, aber die Regelung der dortigen Verhältnisse wird vielleicht den Anlaß zu neuen Konflikten geben. Tas deutsche Volk ist friedlich und opferwillig, aber auch bereit, einen cmfgcdrungenen Krieg auf- /o’rk-fn‘ m •« r7\ö°c cS Reiben: Friedliebend und kriegbereit. (Lebhafter Beifall.) v Abg. Cchßstz Vrombcrg (Rp.)7 Der Bakkankrieg kann eine Mahnung fein, die Rüstung stark und lückenlos zu halten. Wir hoffen, daß wir in der Lage sein werden, im gegebenen Fall schnell l o L z u s ch l a g e n. Dar- „ornmt ks an, dafür ist der Balkankrieg eine Probe gewesen, r r^^Cr,lJc^e' ?cn durch Demonstrationen zu wahren, sind solche mit untauglichen Mitteln, die hätten leicht den Friedensstörern und das Gegenteil der Absicht erreichen können. Erfreulich war, daß untere Diplomatie mit der Oesterreichs eine identische Haltung zu den Poincareschen Konfcrenzvorschlägen eingenommen unb bewahrt fiat. Was wir brauchen, ist eine kraftvolle Politik nach außen und nach innen. Unsere Tiplornatie ist nicht schlechter alS die parlamentarisch regierter Länder, zum Beispiel Frankreichs. Die schlechteste würde freilich die Diplomatie der Sozialdemokraten sein. (Heiterkeit.) _ Wer die Serben stark gemacht hat. Oesterreich Widerstand zu leiiieu, hat der Sache des Friedens keinen Dienst geleistet. Daß der „Bcrlüärte" in diesem Sinne gearbeitet hat, erkennt sogar daö ^Berliner Tageblatt" an, baß doch gewiß nicht be- sonders von Verurteilen gegen die Sozialdemokratie erfüllt ist Es bezeichnet den Auölandspolitikcr des „Vorwärts" als ,.p o l i - tischen Wirr ko pf"; hoffentlich bin ich damit niemand im Hause zu nahe getreten. (Heiterkeit.) Niemals fiat sich die Un- fahigkcit der Sozialdemokratie zur Losung auswärtiger Fragen so gezeigt, wie gerade frier. Ifire FriedeuSresolutionen geben ein oanz falsches Bild unserer Politik, die feit 60 Jahren den Frieden erhalten fiat. Tie Sozialdemokraten mögen nur einmal probieren, r Angehörigen aller Nationen auf einen Kongreß zusainmen- -uberuscn und Uber diese Fragen verbandeln zu lassen: in drei Sa-flcn »?aben Sie d ie schön st e Prügelei! (Heiterkeit.) unsere Politik, die entschloifc» ist. ihren Verbündeten die Treue zu holten, wird dtc k r, e g e r i s ch e n S p u k g e st a l t e n am ehesten verscheuchen. ’ 1 ffiii Vertagungsantrag wird angenommen. Al'g. Erzberger (Zentr,, persönlich): ScbcIlDUr 1)01 behauptet, ich hätte eine Reise nach Wien unternommen u nt mich um den albanischen Thron ZL^.bEwerben. sHc.tcrkeit.) Diese Nachricht mar eine .Schwindelnotiz des „Berliner Tageblattes". Ich habe aber be- Ersrculich ist, daß Den heutigen Ausführungen des Kanzlers sit entnehmen war, daß von irgendeinem Protektorat F^inkreichS über die Christen oder Katboliken im Orient nicht die Rede sein kann. Ucbcrhaupt hoffen wir, daß die Kan z l e r rede 11 a» renb unb beruhigend wirken wird. Deutschland steht fest zum Dreibund. Abg. Spahn hat die Polenfrage in Beziehungen gebracht zu unserem Bündnis mit Oesterreich. Die Frage der Polen in Deutschland aber keine internationale Frage. Daß ist lediglich eine preußische Frage. (Zustimmung rechts und bei den Natl.) Der Drei- l'und ist durch die letzte Zeit nicht erschüttert worden. Wird Oesterreich angegriffen, so stehen wir ihm fest und entschloßen zur Seite. Diese klare Politik wird zweifellos vom deutschen Volk gebilligt. (Bravo!) Mein: Fraktion wünscht gewiß gute Beziehungen zu England. Wir anerkennen auch das dankenswerte der beiden Botschafter, für ein gutes Verhältnis zwischen England unb Deutschland zu sorgen. Aber keine Ucbereilungcn, sondern eine ruhige und obwartende Politik ist auch hier am Platze. (Zustimmung.) Oesterreichs Politik im Balkan kann nicht als crtravagant bezeichnet werden. Daß Oesterreich die Serben unb damit Rußland von der Adria fern- halten will, ist doch verstäiidlicb. Tie sozialdemokratische Politik in dieser Frage liegt nickst im Interesse des deutschen Volkes. Tie Folge wäre, daß Oeskerreich zur Triplcentente überginge, und das ivärc doch gewiß nicht zu wünsch-.«. (Zustimmung.) Was sollen überhaupt die maßlosen und ungezogenen sozialdemokratischen Beschimpfungen unseres Bundesgenossen Oesterreich, auf dessen Unterstützung iin Ernstfall loir doch auch angewiesen sind. (Bravo l) Es hat doch Tage gegeben, in bcnen der Weltfrieden tatsächlich bedroht war. Solche Tage der Spannungen können wicderkommen. Wir sind nicht schuld daran, denn wir wollen den Frieden, wenn auch nichl den Frieden um jebcu Preis. Aber soviel haben uns die Ereignisse ber letzten Zeit gelehrt, daß wir st a r f gerÜstet fein m ü f f e n. Der Balkcmkricg hat bie hohcBebcutung berOffensive für den Kriegsfall glänzend bewiesen. Daher müssen auch wir dafür sorgen, daß wir im Ernstfall möglichst rasch mobil machen können. Wir sind überzeugt, daß i m Ernstfall alles klappen wird. Wir haben auch volles Vertrauen zu unserer Armee- und Marineverwaltung. Aber wo Lücke n sind, müssen sie ausgefüllt werden. Wir denken da an die Schaffung einer deutschen Luftflotte (Bravo!), damit wir den vom Grafen Zeppelin (Lautes Bravo!) errungenen Vorsprung behalten. (Beifall.) Noch eins. Wir haben gewiß gute Diplomaten. Wenn wir aber nicht überall glänzcnd vertreten sind, so liegt daß an der zu geringen Auswahl, die die Kreise bictcn, au» denen unsere Diplomaten genommen werden. Ter Zugang zur Tiplomatic muß erweitert werden. Sic war über die Dinge auf dem Balkan nicht gerade glänzend orientiert, auch nicht über kleine Informationen, die auf andere Weise be« kannt wurden. Es ist richtig, daß die Großstaaten in letzter Zeit territoriale Erwerbungen gemacht haben. Die wirtschaftliche Kultur folgt aber namentlich in halb entwickelten Ländern der pelilischeii Macht, der Grundsatz von der offenen Tür bleibt nur a u f d e m P a p i c r. In Oesterreich sagt man sich vielleicht, andere Länder erwerben Länder ohne Krieg, wir ver- (- 2) (- ) (-5) mmi-Schuhe^- 8. 5 Z - LZ 5 ZL 3*5 *18 5 .•§ IcL c X 0 «£ LL-2.S ^r> - d « 3 3 (yk 3 “5 * cc <. tf) to C2 s: >5? -3 5,5-2 CM o « s C/2 V K V L Z? « ?! 3.d'- M.tJPQ Haler c g «1 3 £(5 Efe II g?B S ?LD ®,Ä® 6 2 02.506 ■ 1) e LZ s» • 2) (-8) • 4) ' 3 '-» Ü « "»ft M n-> "7> *0 — 2 K “ U CT. '3 fee- e vi L — 12® e 3 5- v» 3 tl 2 a? . s Meeres s -2 3Z -E VI V» V» <3 L O>jO e <=> ^?.-2 3 8:« fe e- 3) 3 H *= A = ä2 EE w c“!s?«==“ (9 e? EtJjaw <» . K’£ H e ro 2 04 — O — 1 §F^ M Jo « ~e t 3, *=> e»a «a -o ä 5-.vE«3(j) rc «Sß^E A a>, 19 Z « *38*5* LZ L MlsioN! Z E E t L> 3 e/ 5'5) a- g E «- "2 fe Ä c 3 j- g c s E c g L, C.T3 V C (9 r-i g?^ 2 S- s £ s> 35§ Kä s- Jo<9 ~'9 k'~5? Lt9 Q 15) =5 !,q M (-31 (- 6) sr s c c r- ftfe §fe ZZK ZD , . na -e 19 2) II 1) e# 50 K « 5 a s « HZ s 5 2 D ■z. ad 1 «3 ►—• .8? t-s. i- ) (-21 (-2) e*. c 3 e c S 5-9 C/E oc na «I ü II . S.o 5ZD S’Sorf -Z-t5) 2 D fu L s ZG I GrZ e — 8? 2 D s ® e 5 L C E ZI N v 4 •C ? s s 8? -A. 5 H D sm ro fe.ic 2 ä V-e L « - GQw q"9cä , 2 - Eti*gP? | |S> -Z--S *2^ s 5 i 89 6i — ^2> 'S "E 5 8« ns, feJofe S ufi <3 E ~ 2 Sro k-9« feg ■e 11 ■ 2) • 1) • 21 S| = s r ß «jis Ä E .LS CD 0 S«? -L a SP®. ’S E Ät tttzr 11 *lt .s-B E 3 L 172 173 169 201 190 195 194 191 169 190 190 1H0 200 190 195 188 V —» s R-o ZS *» e _ -3 , <3.3 in Tez. 204.50_(-U. , Liverpool ’Diötj 161A ilioggen: Beilin 2 C-. 6?!Z^ v a LZ X o-. 5 _ 2, p na .E3X7JS-Z '£.3 — K Ü ZAZ s:c> —V ßfeM^ S m^C-"C5 9ZLSäst te^g® s Z S-1.9 5 ■- g^’S a, fe 5 E 5t£« uiO > . <3> •H M • — >—N «3 §te 2f| 5I® E-R « 9 S VG5.— ■5 >O i E»»»- ® tu ~* Ee . ;»-. <=>.— tu 38s *c:Q : 9,11 «Sn "' ®!ill^ a tG,- , 3 ö va L eu Z g E ar> d E E ® D — O* 3 Q LZ -OJJ V» Ltz LZ Z^Z ■s .-*2 -5 S ö fe 8 a.”Q.= 5?.= ®3"eui t- — K « r-i 0 'h ■S °'S3? 3'° 3.7 r-7 o"9 - ej-s“? w:r - egfeX «0 e « -®?Ä 3t9 S g löXCj *F '-> M CM i- e5 o 2 2'5 Bo ÄLZ. «1 s5^.8 flTlgliS-Z >5 — N M- ^_u* TÄoJC fe-tt ' £W.£a v v »a ° jO rt _ tu a2-~ 's »w6 4U.2 B® §64 ■g S "n- fern 3 *^So 5 fefeci? O O R S? ä "°.fe 7 0 „ » ß feÄZ-Zo© "S"3 ® fe^M 4 Ü 2 0 7^0 Ä«n»iS _—4 » ±2 E ©Ö J88? Z ,d -K' 1 ,0-«" fe-s ** = R 3 .03 § s na «fräs i®E£=l 1 ich nucL ’»i"ä ““S#1' KW' lüften,höcMJ ' ü= cht S?"K^ &» -nz äs:■ oben, p.W'taS1, ?'ß UÄ Men unb Ff *n, « S* e 130,1 l!ft ®l«h : A° wesentlich lkJ“; ^llüeridjiiiungen • SjBen iWÄ&aS? ?a,t auü in hA jj ■ auslauöiidjen M« Quj ben .ibi:; 'N e ’^eile bi«« '«'"'M ' XiAW °°' la »geboten blieb, ur "-.Mühlen traten c. »lSWtzig gut Jtt c *j* wA Jinoieimugtn junc^i elkmigSbegcyr, ludbut r 'and starleS Angri, '°r, 10 boß öie _ 3m Änschluß bor-: ootbemngen ijit diesen. Luch $3 a. bic Verbraucher j nichassungen nut itu Leiste war aui Sein n ichwimmenber Ba Auch Mais war u in scslerer halliir; )■ ticticiöe am leftic Igt: r?ü- a ■eaea 6 <&■»;««» 5 ” »vD.Z-3-fe * -■•ä-trc fc t, <« cfe- ._ S.q.Se*< R®*- ZW ZHZsZZZM 9 = >d3: . ., „ r *ti _ e = 19.5 o c-? O-ZZ 5 VI •* *3""3'S.3"Z K =6^ ED Z ZZ »ä§N.$'5 o n. „ 3x. 3 Jo tt uEvSCSsfE'O -9.55.3 3 -2.3(2? .3 3 — n» = tu ~ R feD'LD-Q^D E£<“? - t 3 .36? s «fe ■° a P 3 » -- -©R- E 0 'S 5 •23'2 v. £5 2:g£« 8 2Z C" XÜ -* ns, 5 <• E S-QÄ W !3 Ri «2 3 i-.jp p®i .c®; *» s»3 D £2 a - v U X E -ß erf-'S’iE S3L ^e>-B ^^3-r E' q -5 .9 v> 3 3 3 25; 3 ist? d-Z E r-feil R 3 K 5 35 y 5 .ff 3 © 3 ß 1.8^ >och ist dieses, um einer Behandlung ein Diamant erst, jlijj erhalten, den Dem Lebertran z,Verjähren, jein« jere Verdaulichkeit, r Geschmack, ge- MO und.»* gewonnen« 4( d-s g«°p :, wirtt iw*» btlömnM. I1” «nd SDl«f' " iä emultw"»» wil, dn ""V(!$ ’««Ä £=<^•6 o • E K§?ßfe - a G § | g c-jw rCJ r . s o r a .ts V' —- 5 ‘3 §-€.is5 S «la »^tSS c3c«ß«ßk - D5M^4ZZ &=.® S- ' e:fe 1-s c g bXX’ " ’OC0' ’s'S §x -Ä? apfesfe-v c vSfftu y'— 3 N » »CQ 3uQ®6“? eft ' CÄ ü KZZZL^Z O^^D.9 - «M- fe ®FJ® .JC 5 c, I tu 3 tu = o er. O C-. O a . ., 3*C(9^(9±i(9^ LD ZH Zs j’g /5 E 3 3 .3 — 3: S *Sö 0 e-cP» fe^-Jna CO.— ' .SMC 3 »3'3 k- ■*-<-' -O0C e«-. «u *a *—' 4. -t. S-2 lu* C =fe B53 t.E - _; 55^.H'o 3 DZLZ^Z «2« ZJÄjO 3XJZJÄ 3 3 3 3 - 3 R 3.— 1 — «« H Z — 72 3 r Su -u _ ZZ..Z.K (1 II1II feZ' 8 'S«» ® 't7-~ 3 »h ü q D «b 1 2 £j6 ? D D D M Z» x» (9ß 3 2>fi iäjO '- — 0 3 AHZSZLVDZsS g kE — -urrrr6 e-'3 C2 2 X? 5'ä SDW«§««?L? £ LbZHK D ”ä.fä”= » nC O ’’ 11 e-. a L ci äs « ii ti^ fe ZZ^L u •^0-23 S1 — — yS! 5 .2. — • co co oo 5 5 ®sh4s<“- C.B V - 3 .3 Ä 3 — -=>.-£•3 r?2 "fe^ E.s ._ ; L-t9 H •» ^5 >0 1 8> &: = -jS fli ^R-S v.Er L 8 Ä D S Stu* 3 -Ä 3 3 -S a c >» Z ,3 .3 K'S L8 B P & SvJ ' <51 B Vorderseite Rückseite. Postkarte Des Angestellten ten.. am (Bor- und Zuname, bei Frauen auch GebnrtSname), (Zuname unterstreichen), (Geburtstag) . 191 (Kreis, Amt) (Geburtsort) Fällige Schräge (Dor- u. Zuname des Arbeitgebers) Sp- S o in sm. (Wohnort und Straße) 2. s. Summe | (Postamt) (Oberpostdirektion) Kalender-, monatc, für dir Beiträge fällig sind Gezahlte» (tntgclt in Mt. Dem Postscheckkonto der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte bei dem Postscheckamt in Berlin sind die umseitigen Beträge Bei Befreiung de» Angestellten von der eigenen Beltrag»- ieistung nach 5 390 a a.D. sind in Spalte 3 nur 4®fe al» Entgelt einzustellen. Für da» vorstehende Beispiel würde zu zahlen sein: 0,04. 15,60 — 0,624 Mt., ausgerundel 0,70 Ml. Bierieljährliche Beitragszahlungen sind nach vorheriger Anzeige an die Rrich»versicherung»anstalt für Angestellte bei der Beschäftigung von Lehrern oder Erziehern zulässig Die PostscheckamtSgrbühr betrogt bei Einsendung durch Zahlkarten diS aus weitere» 12 Psg., bei Ueberweiiung 7 Psg. die Reichsversicherungsanstalt für Angestellte Abteilung II deS'Entflrlte aulgerundet iSp- 2, ans 10Psg. Zur Beachtung. 1. Zu Lpalie 3 4 Beispiel: Entgelt 15^0 Mk., Beitrag — OßS. 15.60 — 1,248 Mk., ausgerundet (Sp. 4) nach