Zweites Blatt Nr. 128 162. Jahrgang Giehener Anzeiger »r1d>ftni tiffi» mH «uSnakmr brt Sonntag«. General-Anzeiger für Oberhe^en r>e „eitBcMi femUitnblätttr" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, da« „Kittsblafl fir den Krdi Sieben" ironmal wöchentlich. Die ..kandwinschaftlichen Sett- tragen" erscheinen monatlich grocimaL Montag, 5. Znni 19(2 Rotationlbmcf und Verlag der Brüblichen Universität« - Buch- und Lteindnickereu R. Lange» Gießen. Nedaklion. Srpebition und Druckerei: Schul- Kratze 7. Expedition und Verlag: e*» öl. 9tfbahion:e*e 118. IeL-$lbr^81njeifl«®iefiHL ■■ Vie Belagerung von $ej. Nach einem Funkcntclcgramm aus ftej vom 31. Mat traf General Miautet) bie erforderlichen Kaßnohmen, um gegen die hinter den Zalagbergen nörd- ich von Fez versammelte 15 — 18000 Mann starke Abteilung zu marschieren, da er der.An- icht ist, daß der gegenwärtige Zustand nicht fortdauern lönnc Man inüjfc um jeden Preis bie Stabt frei machen unb verhinbern, baß bie Marokkaner sich täglich nerfiarfen. Alle Strafte» rings um Fez sinb abgeschnitten. Eilboten können nicht mehr abgehen. Eia Auisall der Belagerte». Paris, 2. Juni General Lyautey fanbte aus Fez dem Ministerium bes Acufterit folgenbes Telegramm unter bem 1. Juni, abends 9 Uftr: Die Kolonne bes Lbersten Jour and, welche fünf Bataillone Inf an icre, sechs Abteilungen Artillerie unb zwei ESkadrons j.avallcrie umfaßte, rückte fünf Uhr früh gegen len Fcinb vor, ber fick) 10 Kilometer norböstltch von Fez gefanimeli hat.e. Das Fetter wurde um sechs Uhr । bie Bo:.ui qcn bett Feind auf bem Zelaghügel (iöffnet, ber iujolge bes Artilleriefeuers von ben Abhauaen ndit heruntersteigen konnte. Um 10 Uhr gelang eS der Artillerie, den Feind von den Abhängen zu vertreiben, der in Hellen Hausen floh. Der Anführer der Abteilung fiel in unsere Hände Ter Feind lieft Iahlreiche lote zurück W i r hatten neun Tote, 28 verwundete Ein englischer Instrukteur wurde eben- falls getötet Um 11 Uhr 30 Minuten machte die Kolonne auf bem rechten Ufer beS Scbu Halt. Die Operation )virb morgen fortgesetzt. AuS Fez wird gemeldet, General Lyaulcy bereite ben Vormarsch in twrdlicher Richtung von Fez vor. Ain Satns- t,g wurde ein h e f t i g e r A u g r i f f g e g e n S e s r u durch den scherisischen Tabor z u r u ckg e s ch l a g en. Der Da- vor nahm die Berfolgung auf. Fez, 1 Juni Zwei Postläufer wurde» gelötet und beraubt Im Osten von Fez bildete» sich !,vei neue marokkanische Abteilungen. Die r a n z ö s i s ch e n Berstärkungeit sind cingetroffen. Morgen eabsichttgen die Franzosen zur Offensive süberzugehen. Ter letzte Angriff der Marokkaner. Tätiger, 2. Juni. Ei» Telegramttt aus Fez vom 129. Mai meldet folgende Einzelheiten über den Angriff ber Marokkaner am 28. M a i. Zioische» 2 und fünf lltftr nachmittags rückten die Feinde in Heinen Gruppe» vom Hügel Za lach gegen die Worbfcite von Fez vor, viel- llticht mehrere taufeiib Mann stark. Bon 5 Uhr an fielen bic ersten Flintenschüsse. Ter Angriss war hauptsächlich auf bas europäische Viertel gerichtet. Ilm 6 Uhr war der Horizont durch zahlreiche brennende Heuschober erhellt Zwischen 9 unb 11 Uhr hörte das Feuer ISer Marokkaner fast vollständig auf und lieft einen lieber- •ult auf der andere» Seite befürchte». Um 11 Uhr wurde es lieber eröffnet unb bauerte bis 4 Uhr früh, ohne da ft eS zu einem Sturmangriff kam. Sechs Kompagnien rückten aus ber Stabt vor, worauf fick) bie Angreifer zu- cückzoaen, inbem sie ihre Tote» mitnahmen. Ihre Verluste linb ziemlich beträchtlich. Gestern früh wurden An- iammlungcn ber Marokkaner in Stauf ara, 15 Kilometer nordöstlich von Fez, gemeldet. Rach einer Berösfentlichung des „Journal wurden ÖDm 1. Januar bis 6 Nai dS. Js. in Marokko 16 Offi- ziere unb 105 Maun getötet, 90 Off iziers und 299 Rfr a n » verwundet. Mit den schweren Verlusten der Maiwoche dürften die Franzosen etwa 600 xote and Verwundete zu verzeichnen haben.____________ Verstärkungen. Toulon, 2. Jun, 8rH Mant, Kolonialinfanterie und eine M a s ch, n e » g c w e h r a b t e i l u n g habe» sich auf bem Postbampfer „Mongrslie" noch Casablanca e i n g e s ch i f f t. Gin zweites Bataillon folgt nächsten Sonnabend. Der italienisch-türkische Krieg. Die Unternehmungen zur See. Konstantinopel, 1. Juni Das ftriegöminiftcrium teilt mit, daß bie Italiener am 98 Mai Hoaza unb Ebuzahra am Roten Dieer bombardierten In tzoaza wurden bm kleine Moscheen unb ein kleines fi beschädigt, i» Ebuzahra eine Moschee und zwei Häuser gänzlich zerstört, sowie eine Frau und zwei runder getötet. -- Das KriegSniinistcriliin verösfentlicht eine Mit teilung über die am 26. Mai vor Tobruk gewesene» Kämpfe, wobei i,ch die Italiener mit 70 Toten zurück Aoae». Die Verluste ber Türken und Araber seien unbedeutend. Smhrna, 1. Juni Zwei italienische Torpedoboote erschiene» gestern vor Sealanova im Golf von Samo Sie fuhren in der Richtung auf Plaka (Tlbelos) weiter, cnlbedlen v i e r H an d e l s f ch i f f e, gaben ungefähr fünfzig Schüsse auf sie ab und nahmen sie fort. Konstantinopel, 2 Juni. Rach Meldungen, die bei ber Pforte eingegangen sind, bombardierten italienische Schiffe H i b j a T a n b e h s an ber Küste beS Vilajets Smyrna Neue Kampfe. Bucharnez, 1. Juni CSlgenzta Stcfani.) Auf bic Nachricht, baft eine grofte Karawane zwischen ber tunesischen Grenze und den Zelte» vorüberziehen würde, unternahm General G a r i o ii i mit einem Operationskorps, bestehend auö einigen Bataillonen Infanterie mit Feld- unb Gebirgsartillerie, gegen 5 Uhr ntoraenS einen Zua in ber Richtung auf Sebfa unb Brega Während ein Teil feiner Truppen ben Feind Don ber Seite von Sibi Saib aus beschäftigte, rückte das Operationskorps in zwei Kolonnen nach dem Westen und Südwesten vor. Die Linke ber beiben Kolonnen entwickelte auf ber ganze» Länge zwischen Seb la unb Bucha mez sowie zwischen Sebfa unb Brega ein hestiges Feuer, um bie feindlichen Streitkräfte, bie hinter Sebfa in einer Stärke von ungefähr b r e i t a u f e n b M a » n stauben, heranz». locken. Inzwischen überschritt ein Teil ber rechten Kolonne, bie aus Bersaglu ris, AskariS unb Gebirgsartillerie bestand, die Forts bei Sebla und Brega unb rückte bis zur zweiten Karawanenstrafte vor. Tie Kolonne traf babei mit fcinb lichen Fufttrnppen und Reitcrti zusammen und zerstreute sie. Sodann vereinigte sich bie rechte Kolonne mit der linken. Beide vollendeten die Zerstreuung ber feiiiblichen Streitfrage unb fügten ihnen erhebliche Verluste zu. Die Verluste der Italiener belaufen sich auf zwei Tote, baruntcr ein Askari, und fünfzehn Berwunbete, barunter zwei Offiziere unb vier ASkaris. Paris, 2. Juni. Der Kriegsberichterstatter des „Siede" telegraphiert aus De ft ib ab an der lunefifch* tripolitanifchetr Grenze: Am 31. Mai unternahmen die Italiener, 6000 M a n » st ark, einen AuS i e Familien, etwa 400 Personen, sind gestern abend mit einem Sriuff des österreickstschen Lloyd abgereift. Weitere Familien reifen heute ab. Der Minister des Innern, der von feiner Reise zurück- gekehrt ist, bestätigte die Beschlüsse, »ach denen italienische Hofpitalärzte, Kranke, Greise, » n v eist e i r a t e t e Frauen unb Witwen, ferner Werk- füftrer von der Ausweisung ausgeschlossen sei» lotl.u DeutscheK Ncich. Der Kaiser hielt am Samstag vormittag auf dem Tempelhofer Felde Parade über bie Truppen d c r Garnison Berlin unb Nachbarorte ab. Tie grofte» Tribünen waren gut besetzt, ebenso war ein graftet Wagenpark angesahren, unter dessen Insassen man viele Angel,o rige des diplomatischen Korps bemerkte. Grofte Menschenmengen umsäumten das Paradefeld unb die Anmarsch- strafte Um 9 Uhr mar bic Truppenausstellung beendet Die Parabe befehligte General v Voiveufelb. Die Kaiserin wohnte ber Parabe nicht bei Der Kaiser traf gegen 9 Uhr im Automobil vom ''freuen Palais beim Steuerhäuschen ein, stieg bort zu Pferbe unb ritt sogleich bie Fronten ab Es folgte ein zweimaliger Vorbeimarsch ber Truppen Der Kaiser führte beibc Male das 2. Garberegiment zu Jnft Nach ber Kritik führte ber Kaiser unter den Hochrufen des biditgebrängten Publikums bie Feldzeichen in bas Schl oft zurück Zit Beginn ber Parabe kreiste eine Flugmaschine über dem Feld. Am Sonntag trafen ber K önig u n b ber Kronprinz von Sachsen mit Gefolge im Automobil im Neuen Palais ein und wurden m in Kaisei empfangen. Um 1 Uhr sand Frühstück st a sei beim Kaiser statt. Die Rückfahrt nach Dresden erfolgte abends Ein Buch bes beut scheu Kronprinzen wird in wenigen Tagen, wie uns der Verlag der Dentscheii Verlags-Anstalt (Stuttgart, Berlin) mitteilt, erscheinen unter bem Titel: „A u ö meinem Jagdiagebtt ch". -Der Kronprinz ist, wie man weift, ein pasnouierter Jäger unb erzählt nun in biefem Buche von seinen Pirschen auf Elefanten, Tiger, Steinböcke, Gemsen usw. Von dem reichen Schmuck ber Illustrationen, ber dem Buche beigegeben ist, find bic meisten Bilber vom Kronpiliize» selber, einige von bei Frau Kronprinzessin ansgenonimen. Der Erste Staatsanwalt beim Landgericht Berlin 1 hat die von ben sozialdemokratischen Landtags- abgeorbneten Borchardt unb Leinert gegen ben Polizeileutnant und bie vier Schutzlenie, welche am 9. Mai ben Abgeorbueten Borcharbt ans bem Abgeorbneteiii, inse entfernten, erstattete Anzeige zurückgewiesen ■ -- - - - Xnilaiid. Das Königspaar von Bulgarien mit ben bulgarischen Prinzen ist am Samotag nachmittag 3 Ufti in Wie» cingetroffc» Sie mürben am Bahnhof vorn y.uifer, Erzherzog Fraw^ Ferdinanb, Erzherzogin Maria Annunziata, den in Wien weilenden Erzl-erzögeu, dem dort weilenden Prinzen von Sachsen-Koburg unb Gotha und ben Spitzen ber Zivil- und Militärbehörden empfangen. 'Ji'arft dem Abschreiten der Ehren kompagnie begaben sich bic Majestäten im offenen Wagen zur .yofburg, aus bem ganzen Wege vom Publikum lebhaft begrüftt. Das Aussehen des Kaisers ist feljr frisch Ter Berliner „Lokalanzeiger" meldet aus Paris: Ter Poti zeipräfeki von PanS, XI6 v i n c, reift morgen nach Peters- b u r g. 'ji1^1«^ tiändmial wird man Franzose, odne es zu wis^n, wie der . Sitoticn Friedrich Schiller . In den Tagen nach dein Ubichluv des deutsch-französischen Abkommens sahen wir frier in einem S.rfu' eine Bande marokkanischer Woringer und Tänzer. Euuge ff reamöfifde Patrioten setzten den wilden Leuten auseinander, dah irSfta « *" leien; die Fremdlmge aumtertoi | mü Xien X biefe «tac r»Hl*» «« f,t ' wahrscheinlich mit Flintemchuften geaniroortel "»riihcr waren bie französischen Naturalisierungsgeieve lehr streng, ^ie Republik ist erst nnlder geworden als bas^us^eibcn lxr natürlichen Bevölkerungszunahme Zumhrung tremden LM-NMZWUz SLL-Z-Z-WMI«- Üx Frankreich. Heute kann man uach zehntdi Raturali- mer Anwesenl>cit auf^anzösnchem ^„zur i crung bewerben. Die vorherige Donnzi e^n:agi Llbiürzung dieser ^ortezeit b wird man schon Uwatct eine Jungfrau des Okiliicrnamiirev Söbne rrad) einem Jabr als femigend von ihr erzog an- -on in Frankreich ledernden Lisla"Lss werden als atrfannt, wenn sie in franzofifchcr Lust ihren eruen tosten iKtbcn und bis zum 22. Lebensiahr von dem Reckü, die ranzösifche Staatsangehörigkeit abzulefrnen, feilten (Gebrauch xitQd;en. Französinnen werden die fremden Damen, d»c einen ranzoflfäLii Gallen wählen, ohne icdes weitere Verfahren. Rach einem Jahre können auch alle d i e Franzchen werden, bic bic )stepublik im Kriege, durch Enldcckuugen, Erfindungen, hohe Verdienste um Industrie, Landwirtsäiail, Handel und fo iveiter iu besonderem Danke verpflichtet haben Vorzugsrechte haben naui ■ l,ch auch die Elfaf Lothrin aber von Jahr zu Jahr weniger Relgung, sich zu franzöllickien Bürgern machen zu lasten. Die mcillcn Reuiranzofen sind nach einer .'Utlunalifierung von zehn oder mehr Jahren naturalisiert Tas ist das bequemste. Man irrt sich aber, wenn man glaubt, baft man auch als RaturaUiierter nun als GleiäVercchtigter angefelfen wirb. Rur wenigen gelingt es, den Racbbarn d»c Uebcrzeugung bcizubringen, baft man wuNich mit Hirn und Herz, mit Haut und Haaren Franzose geworden ist. Ratürlich macht der Franzose auch Unterschiede zwischen den einzelnen R^ubürgcrn. Belgier und stanzösischc SchneizerJverden rasch assimiliert. Dagegen bleiben die Italiener und Spanier noch lange unter sich. Recht unerwünscht sind ort die Fremdlmge aus RuMand und den Balkanländern. Tie Mischung mit angel- sächsischem Blut scheint vielen ententebeaeifierten Franzoien am meilten erstrebenswert. Gerade aber die Insulaner lassen sich nur sehr selten naturalisieren. Seit gröster ist die Zahl der Teutleben, ivolx i nach unseren Erfahrungen die seltsame Feststellung zu machen ist, da» die Rordostdeutsehen meist leichter Wurzel jassen m Frankreich als die Südwestdeustchen. Vom nationalen Sland- vunki sieht man die stanzösiichen Deutschen arawöhnisch an. sie bleiben stets die „alboches“. Volkswirtschartlich sind iic aber ber wertvollste Teil der Neufranzosen. Schlicstlich ist es immer eine Oklbfragc. Tic Fremden, die am meisten zu verdienen geben, sind auch im nahinümencn Zustand am willkommensten 1911 sind 13 480 Ausländer (mit 5088 Kindern, naruralifiert. 'Sapi lom • men 6991 Personen, die auf andere Weise französische Staatsangehörige geworden iinb. Tas ergibt zusammen säst 24 000 künstliche Franzosen — seit 15 Jahren die höchste der sestgestellten Zahlen. • Die „Mahnblume". Wenn Lessing noch lebte, dann würde er jept um diese Zeit wieder manche „Mahnblume" im Wiiide roanfcn sehen. Tie Pflanze, die der Dichter der „Minna von Barnhelm" mit diesem Namen zu bezeichnen pflegte, hat nichts mit irgendwelcher „Mahne- tei" zu tun, iic ist ganz einfach unsere „Mohnblume". Zu Lessings Zeiten aber durfte man sie sehr wohl noch „Mohnblume" nennen, ohne damit einen Version gegen bie Schrüiiprachc zu tun. Den» erst gegen das Ende des 18. Jahrhunderts hin wurde die Bczeich- niing „Mohn" als die „allein edle Jorm" seitgesebi Aus die Wandlungen zurückzusckiauen, die der Raine jener schonen und uralten Kulturpflanze in unserer Sprackp ouichgemachi Ix», ift nicht unintercffaiü. Tie Griechen nannten den Mohn „Melon", im dorischen Tialekt frieft er „Makon" llmermanot mit bi ser ^zeichnung ist das bohmudK und pvlnisckjc „mak" für den Mohn, den man auch in Ruszland „maku“ nennt Im Alt hochdeut sd>e» aber liiesz die Pflanze „mLuo". Daraus entwickelten ftd> all» mablidi die Formen mage, mähen, man. Dao ahprcuftiicbe Wort war moKe. Die heute gültige Bezeid-nung „Mohn" taucht vereinzelt fd»n im 16. Jahrhundert am. Man war hinsichtlich dieses Pflanzennanikns sehr wetihcrzig und lieft eine ganze Reihe von Formen als gleichberechtigt, d h. als schriftdeutsch, n een- einander gelten. Man durste reden von bem „Magen" vver „Mag" oder „Moh" oder „Mahn", und Lohenstein konnte auch die schlesische Fornt anwenden und singen: „. . . . Wenn die kühle Nacht Wird ihr Haupt mit Maah bekrönen." Uebrigens kannte man auijcr diesen Varianten auch noch ein oberdeutsäxs „Möhn". An oae altl-ochdeutsd»c mago erinnert bis auf den heutigen Tag der in Bayern üblich. Ausdruck „Magen" (neben „Mähen", für „Mohn". In Kärnten sagt man „die Mage". 'Jfrur wer dies weift, versteht bat VerS: „G füllt fein der Magen ihre Kröpfe, Kahl stehn der Rosen ihre Köpfe ..." DaS, was in den „Kröpfen" des Mohnes reifte, nannte man ben „Magiamen" — ein Ausdruck, der sich noch erhalten bat. Sunädit um dieser Körner willen baute jnon — auf Verordnung Karls des (^roftcn — den Mohn in deutschen Gärten an Später legte man beim Mohnbau das Hauptgewicht aus die Lelgcwiniiuiig. Ter Mohn erhielt darum aud> die Bezeichnung „Oelmögen". Ja, im späteren Mittelalter drängt sich gerade fein Wen als Del- pflanze fo sehr in den Vordergnind, baft man ihn selbst mitunter ganz einsach „mägenöl“ — „Mohnöl" nennt. Man nimmt an, baft es zunächst wohl der einheimische Feldmohn war, den man zum geregelten Anbau benubte — der sogenannte „Klatschmohn" also. Wie er zu diesem und zu anderen ähnlichen Beinamen laut, das erklärte vor mehr als 350 Jahren der berühmte Professor Fuchs, den man zu den „Vätern der Botanik" rechnet, mit Len folgenden Worten: „Tie kinder haben jrc hirbivcil mit dicke» blumcn, bann fie mit ben bl etter» schnallen in ber Handt über turn machen (bie einzelnen Blättchen *u einem Beuteld^n zu lammen drehen und an ber Stirn zerknallen-, baher würol dis Kraut KlapoerrvS ober Hrrnschnoll gen ent." Jhrdnen erhöbt werden, das heißt um 850000 Kronen weniger, als die Vorlage der Negierung vorsah. Die Biersteuer wird derart erhöht werden, daß gegen die Vorlage ein Ausfall von 350000 Kronen entsteht und die Spiritussteuer so, daß ein solcher vor: 300 000 Kronen eintreten wird Um den Ausfall für die Herabsetzung der Steuereinnahmen teilweise auszugleichen, wird eine Erhöhung der Stempel abgaben und der Abgaben der Totalisatorumsätze oorgefcf)lagen. Aus Athen wird gemeldet: Militär hinderte den kretischen Abgeordneten den Eintritt in die Kammer ohne Gewalt. Offiziere und Soldaten weinten bei Erfüllung ihrer Aufgabe Die Sitzung der Kammer wurde ausgesetzt. Eine Abordnung der kretischen Delegierten trat mit dem Ministerpräsidenten zu einer Besprechung zusammen. Aus Malta wird gemeldet: Asauith, Churchill und K i t ch e n e r beendeten am Sonntag ihren Besuch Der erste Lord der Admiralität drückte in einer offiziellen Erklärung die Befriedigung über die gute Organisation der Hafen imb Dockanlagen aus und bemerkte, man habe Die Absicht, vollen Gebrauch von den Möglichkeiten, die diese bedeutende Flottenbasis biete, zu machen und sie zu jeder Zeit in solcheni Zustand zu erhalten, daß sic im Frieden wie im Kriege den Bedürfnissen der im Mittetz- meer operierenden Flotte entsprechen kann. Aus Kuba wird gemeldet: Die Regierungstruppen haben die Aufständischen niedergeschlagen. 147 Aufständische und 18 Frauen, die sich bei ihnen befanden, sind getötet worden.________________ Cufticbinabrt. Eine Fliegerstation in Posen. Vosen, 1. Juni. Die Sammlung der Redaktion des „Vos. Tageblatts" und der „Ostdeutschen Warte" für eine Flieg er- 'tation in Posen erreichte die Höhe von 7 0 000 Mark. Daß Gesetzbuch der Luft. Der in Gens tagende internationale Kongreß für Lustrecht, zu dem Deutschland, England, Frankreich, Italien und die Schweiz ihre Delegierten entsandt haben, hat nach langer Beratung eine Anzahl von Bestiinniungen genehmigt, die eine wesentliche Ergänzung der bei dem letzten Pariser Kongreß getroffenen luftrecht- lieben Bestimmungen darstellen. In Paris waren seinerzeit bekanntlich die 17 Paragraphen angenommen morden, in denen die Nationalität der Lusifahrzeuge, die Verkehrsfreiheft, die Landnngtz- bestimmungen und in großen Umrissen auch die Schadenersatz- oerhältniffe lengelcgt worden waren. Die neuen jetzt in Genf genehmialen Bestimmungen beschäftige» sich mit der gesetzliche» und gerichtlichen Zuständigkeit der Lustschiffer ivährend der Fahrt. 'Artikel 18 seht fest: »Das Luftschiff, )as sich über hohem Ticcre oder über einem Gebiete befindet, das Der Souveränität keines Staates untersteht, steht unter den Gesetzen iind unter der Gerichtsbarkeit des Landes, dessen Nationalität das Fahrzeug hat." Artikel 19 bestimmt: „Befindet sich ein Luftschiff über dem Gebiete eines fremden Staates, so unterliegen alle Taten und Vorgänge, die die Sicherheit der öffentlichen Ordnung gefährden können, der Gesetzgebung und der Gerichtsbarkeit des betreffenden Staates." Von besonderer praktischer Bedeutung ist der Artikel 20: „Der Ersatz des Schadens, der Angehörigen oder Gegenständen des unter dem Schiffe liegenden Staates zugefügt wird, richtet sich »ach beit Gesetzen des betreffenden Staates. Ter Echadensersatzanspruch kann sowohl vor den Gerichten dieses Staates geltend gemacht werden als auch vor den Gerichten jenes Staates, dem das Fahrzeug angehört.' Wen» deutsche Luflschiffer also etiva :n Frankreich Schaden verttrsachen, so entscheiden französische Ge° richte über den Schadenersatzailspruch. Interessant aber ist die Bestimmung, daß in einem solchen Falle die Klage auch bei deutschen Gerichten angestrengt werden kann. Ter Geschädigte hat also auf jeden Fall Die Wahl; er kann darüber bestimmen, ob in feinem Paterlande oder ob in dem Vaterlande des Luftschiffes der Schadenersatzanspruch anqemeldet werden soll. Bei der großen Verschiedenheit der gesetzlichen Bestimmungen über Schadenersatz in den einzelnen Nationen kann das für den Geschädigte» von großem Vorteil sein, da es ihm damit möglich gemacht ivird, feinen Anspruch in dem Lande geltend zu machen, deffeii gesetzlichen Bestimmungen über Schadenersatz ihm die günstigeren 'Aussichten bieten. Der ferner angenommene Artikel 21 beschäftigt sich mit den Vorgängen an Bord, die die Sicherheit des überflogenen Landes nicht gefährden. Tie Bestimmung lautet: „Die cingetretcncn Ereignisse und die begangenen Taten an Bord eines Luftschiffes, die die öffentliche Sicherheit des unter dem Fahrzeug liegenden Landes nicht berühren, bleiben unter den Ge- jetzen und unter der Gerichtsbarkeit des Staates, dem das Luftschiff seiner Nationalität nach angehört.' Ein weiterer Paragraph, 22, sieht die Anmeldung von Geburten oder Todesfällen ivährend Luftfahrten vor. Der Führer des FahrzeiigeS ist verpflichtet, Geburten oder Todesfälle sofort in das Bordjournal einzutragen und eine Abschrift dieser Eintragung bei der ersten Landung sofort der zuständigen Behörde zu unterbreite». Im Auslände ist diese Abschrift dem Konsulat der Heimatnation zu übergeben; ist an dem betreffenden Orte kein Konsulat so liegt dem Lltftschiffer die Pflicht ob, die Meldung durch eingeschriebenen Brief dem nächstgelegenen Konsulat zu übermitteln. * Hamburg, 2. Juni. Tas Luftschiff „Z 3" ist unter Führung von Graf Zeppelin mit bem Prinzen Heinrich und Bürgermeister Burck-ard um 3.50 Uhr ausgestiegen. Nach einigen Manövcrn trat das Luftschiff die Fahrt nach Bremen an, wo es um 5.15 Uhr über der Stadt eintraf. Es ist wegen eines Un- ivcttcrs nicht gelandet, sondern trat sofort den Mukweg nach Hamburg an. Bremen, 2. Juni. Bei der Abfahrt zum Nordwestdeutschen Rundflug stürzte der Flieger Buchstätter mit Leutnant Stille ab. Beide sind tot. Bremen, 2. Juni. Das Parseval-Luftschiff gab die Fahrt nach Bremen wegen der ungünstigen Wetterlage auf. — Aus zuverlässiger Quelle erhalten wir die Nachricht, daß der Flieger AYicgcr auf Jeannin Apparat bei Hätte int Kreis Nienburg, kurz vor Minden, wegen starken SttirmcS und Gewitter auf einer sumrnigcn. moorigen Wiese landen mußte. Die Räder und das Fahrgestell des Apparates sanken fnietief in den Boden ein. Tas Fahrzeug stellte sich auf den Kopf, wobei das Bordergestell und )ie Propeller zertrümmert wurden Krieger sowie sein Begleiter Leutnant Steffen blieben unverletzt. Sport. D. Frankfurter Regatta des Südd. Ruderoer- bandes. Bon den audgeidTn ebenen 13 Rennen sind 12 zustande gekommen. Tie einzelnen Meldungen verteilen sich wie folgt: 1. Junior-Einer: Frankfurter R.-So.-B. „Ami- citia", Franks. R.-Kl. „Alemannia". 2. Anfänger Vierer: R.-V. Niederrad, Offenbacher R.-Kl. „Germania", Limburger R.-Kl., 1907,^Franks. N.-V. „Undine", Mainzer R.-Kl. 1903, Franks. R.-Sp.-B. „Amicitia", Franks. R.^A. „Borussia". 3. Zweiter Senior-Vierer: R.-Kl. Sturmvogel-Halle an der Saale, Offenbacher R.-Kl. „Germania", Gießener R.-Kl. „H a s s i a". 4. Vierer ohne Steuermann: Frankfurter R.-G. „Borussia", Mainzer R.-Kl. 1903. 5. I u n i o r - V i e r e r: Kastel er R Kl. „Germania", Franks. R.-Sv.-B. „Amicitia", Franks. R.-Kl. „Alemannia", Wassersporw. Mainz. 6. Dritter Senior-Vierer: Franks. R.-Kl. „Alemannia", Limburger R.-Kl 1907. 7. Erster Senior-Vierer: Ääfteler R.-Kl. „Germania", Ottenbacher R.-Kl. „Germania", Franks. ^R.-So.-V. „Amicitia". Gießener R Kl „H a s s i a". 8. -3_u nior - A chter: Franks. R.-Sp.-V. „Amicitia" < fällt aus). 9. Senior- Einer lVerbandsmei st erschaft): Gießener R.-Kl. „Hassia". 10. Gaftvierer: R.-Kl „Sturmvogel"-Halle, Limburger R.-Kl. 1907. 11. Ermunterungsvierer: Franks R.-B. „Undine", Franks. R.-Sp.-B. „Amicitia", Wasser- svortverein Mainz. 12. Tro st vierer (Meldungen nach Schluß des Rennens 11,. 13. Großer Achter ^Verbandswan- derpreiSu Franks. R.-Sp.-V. „Amicitia", Lffeickacher R.-Kl. „Germania", Gieße ner R.-Ä. „Hassia". Landwirtschaft. 8 Marburg, 1. Juni. TieGetreideernteimKreise Marburg 1911 bat folgende Erträgnisse gebracht: Dimer - neizen: 1733 Hektar Anbaufläche ergaben 22 797 Doppelzentner (ober 19,0 Doppelzentner pro Hektar), Sommerweizen: 24 Hcktar Anbaufläche ergaben 396 Doppelzentner 16,5), Winterroggen: 6144 Hektar Anbaufläche ergaben 113 070 Doppelzentner 18,4), Sommergerste: 876 Hektar Anbaufläche ergaben 14 366 Doppelzentner 116,4), Hafer: 6457 Hektar Anbaufläche ergaben 109 424 Doppelzentner (16,9). _______________________________ Rachweisung über den Stand der Maul- und Klauen- seuche iit Hessen vom 25. bis 31. Mai 1912.______ KreiS: Am 25. Mai waren verseucht: Vom 2ö. bis 31. Akai ünd neu verseucht : Vom 2ö. bis 31. Mai ist die Seuche erloschen in: Darmstadt . — Darmstadt Schlachthof Darmstadt Schlachthof Bens bei m . — — — Dieburg . . — — — Erbach . . . — — — Är.-Eerau . — —— — Heppenheim — — — Offenbach . Mainflingen, Offenbach- Bürgel, Dudenhofen — — Gießen Großen-Buseck — — Alsfeld . . . — — Büdingen. . Büdingen, Hof Oppelshausen, Nieder-Alock- stadt —■ Hof Oppelshausen Friedberg . Rodheini, Stammheim, Ockstadt, Groß-Karben, Maibach Maibach Lauterbach. — — — Schotten. . — — — 'Mainz . . . — — — Alzey.... Bingen . . . Framersheim — Framersheim — *— — Oppenheim. Bodenheim — — Worms. . . Herrnsheim — —- Dar Müllheimer Eisenbahnunglück vor Gericht. 0 Freiburg i. Br., 1. Juni. Der Staatsanwalt Beantragte gegen Platten 2 Jahre 6 Monate Gefängnis, unter Anrechnung von 10 Monaten Untersuchungshaft und Msprechung der Fähigkeit zur weiteren Beschäftigung als Lokomotivführer, gegen den Zugführer Baehr beantragte er 6 Monate Gefängnis und gegen den Heizer Männle drei Monate Gefängnis. Die Verteidiger beantragten für die drei Angeklagten Freisprechung. Die Urteilsverkündung wurde auf Montag nachmittag 4 Uhr festgesetzt. vermischte-. * Der Metzgermeister streik in Pirmasens, über den wir kürzlich berichteten, ist nun beendet. Die Metzgermeister hatten in ihren Schlachtbänken im Schlachthaus einen sogenannten Einheitspreis für Ochsen-, Rind-, Kuh- und ^Faselochsensleisch eingeführt, wogegen die Stadtverwaltung Protest erhob. Der daraus entstandene Streit endete damit, daß die Metzgermeister ihre Läden schlossen und die Stadtverwaltung sich daraufhin mit einem Großschlächter aus Mainz in Verbindung setzte, der dänisches Fleisch nach Pirmasens einführte. Der Großschlächter erhielt in der Schlachthalle einen Platz zum Verkauf seines Fleisches angewiesen Daraufhin boykottierten die Metzger das städtische Schlachthaus. Mit Unterstützung der Stadtverwaltung errichteten dann noch drei auswärtige Metzger in Pirmasens Geschäfte und der sozialdemokratische Konsumverein übernahm einen Teil des Absatzes des eingeführten dänischen Fleisches. Durch diese Maßregel sahen sich die streikenden Metzgermeister in ihrer Existenz bedroht und die Innung beschloß, ihre Läden wieder zu öffnen, aber nicht im Pirmasenser Schlachthvf, sondern auswärts zu schlachten. * Italienische Adv okatrn kniffe. Der italienische Rechtsanwalt O. Veneziani veröffentlicht einen lustigen Aufsatz über die Mittel und Wege, durch die berühmte italienische Rechtsanwälte die Geschworenen zu rühren verstanden, um für ihre Klienten einen Freispruch ober ein sehr mildes Urteil zu erwirken. Vor mehreren Jahren hatte ein Rechtsanwalt einen Raubmörder zu verteidigen. Am Tage seines Plaidoyers erschien der Anwalt kreidebleich und abgemagert an Gerichtsstelle, ein Freund mußte ihn stützen und mit ersterbender Stimme erklärte der Advokat: „Seit drei Tagen habe ich keinen Bissen genossen. Ich tooTltc erproben, zu welchen Ausschreittingen die Qual des Hungers mich treiben könnte. Ja, meine Herren Geschworenen, jetzt, unter den Qualen des Hungers vermag ich es zu verstehen, wie aus dem Raub ein Totschlag werden konnte." Und er schilderte die gräßlichen Leiden des Hungernden. Ter Angeklagte erhielt die niedrigste Strafe. Ein anderer Rechtsanwalt,'der gegenwärtig Abgeordneter ist, hatte eine Frau zu verteidigen, die ihren geistesgestörten und gewalttätigen Mann ermordet hatte. Als sein Plaidover begann, stürzte der Anwalt zu dem vergitterten Käfig, der in Italien die Anklagebank birgt, klammerte sich mit den Händen an die Eisenstäbe und schrie schluchzend: „Tritt heraus, du unglückseliges, hilfloses Opfer der menschlichen Grausamkeit. Tenn nicht du sollst hier schmachten, nein, ich!" Dann kreuzte der Anwalt die Hände, hielt sic den ffarabiirieri entgegen und rief, am ganzen Körper bebend: „Carabinieri, mich nehmt fest, fesselt diese Hände mit Euren Eisen, denn wahrlich, an Stelle dieser Frau hätte ich das gleiche Verbrechen begangen und begeben müssen." Und diese Szenen erfüllen bei den Geschworenen in Italien fast immer ihren Zweck Ter vor einiger Zeit verstorbene Anwalt Satoli brach eines Tages vor Gericht in haltloses Schluchzen aus. Nach ein paar Minuten weinten alle Geschworenen mit, niemand wußte eigentlich, warum. Als endlich Satoli die Sprache wiederzusinden schien, schluchzte e: noch immer fassungslos: „Ja, meine Herren, ich meine, ich wcine beim ich vermag nicht die Worte zu finden, die würdig wären die Unschuld zu verteidigen." Satoli war ein kluger Anwal: und ein guter Psychologe. Er sagte kein Dort weiter, schloß mu diesem Satze sein lapidares Plaidoyer und konnte eine halb Stunde später seinen Klienten zum Freispruch beglückwünschen T a s u n a u f m e r k s a m e S ck a f f n e r s ö b n ck e n. Lehre; „Nenne mir ein nützliches Insekt, Karl!" —■ „Die Biene." —, Schüler: „Gut, und du, Fritzcheu?" — „Tie Notbremse." * I n der In st ruktions stunde. In einer schlesischer Garnison ist Jnstruttion der Herbstrekruten. Es ist gesprochen worden über Unerschrockenheit und Geistesgegenwart Von dr kommt der Sergeant auf Großmäuligkeit zu sprechen und frag., lebhaft auf den Einjährigen seiner Korporalfchaft zwinkernd, seiner echtesten Oberschlesier: „Na, wer hat die größte Fresse von uns'** Tie verblüffende Antwort war: „Ter Herr Sergeant." Sandel. Düsseldorf, 1. Junu Hier rourb-n mehrere Versammlungen abgebalten zur Gründung eines Exportverbandez deutscher Qualitätsfabrikanten. Ten Anlaß zu dieser Gründung bildet die Erfahrung, daß Deutschland noch immer viel zu sehr als Fabrikationsland für billige und schlechte Ware angesehen wird infolge der vielen, nur auf billige Preise ohne Rücksicht am gute Qualität binzielenden deutschen Slngebate. Dem Ervortverband sind bereits zablreiche bedeutende Firmen aus allen Teilen Deutsch- lcmds beigetreten, und es sollen demnächst auch Versammlungen ir. Berlin, Dresden, Eisenach, Frankfurt a. M. und Stuttgart statt- finde». Tie vorläufige GeschäftSfübrnng befindet sich in Remscheid Vieringhausen in den Händen des Herrn David DominicuS. 8- Zweihundert JahrePrivatbank. Tas Berliner Bankhaus Gebrüder Sckickler feiert demnächst ein seltene: Jubiläum: 200 Jahre sind seit seiner Gründung, die am 16. Juli 1712 erfolgte, verflossen. Tie Bankfirma Gebrüder Schickler ift seit 1910 mit dem alten Berliner Bankhause Telbrück, Leo & Co, — jetzt Delbrück, Schickler & Co genannt — verbunden, dessen Inhaber beide Firmen leiten. Tas bevorstehende 200jährige In- b i l ä u m des Hauses Gebr. Sckickler hat nun den Anlaß gegeben, die Geschichte dieses Hauses in den 200 Jahren seit der Gründung gcllenmäßig durch die Herren Tr. Friedrich Lenz & Otto Unholtz darstellen zu lassen. Tas Werk bietet nicht nur eine ausgezeichnet durchgearbcitete Geschichte des Hauses Gebrüder Schickler, sondern zugleich einen interessanten Beitrag zur preußischen Wirtschaftsgeschichte in diesen 200 Jahren. Die Firma war durch Generationen das Bankhaus der preußischen Könige. Tie Firma, die sich namentlich unter Friedrich Wilhelm I. und Friedrich dem Großen sehr stark industriell betätigte, betrieb schon im 18. Jahrhundert ein ausgedehntes allgemeine» Bankgeschäft und ein Warengeschäft, zu dem sich auch später noch ein Reederei. Geschäft auf mehreren eigenen Schiffen gesellten. Spidplan der vereinigten frankfurter Stadttheater. Gpernhaur. Dienstag, den 4. Juni'): .Figaros Hochzeit/ Mittwoch, den 5. Juni: „Der Rosenkaoalier.' Donnerstag» den 6. Juni : .Fidelio.' Freitag, den 7. Juni, geschloffen. Samstag, den 8. Juni: .Dunja.' * Hierauf: „Flotte Bursche.' Sonntag, den 9. Ium: .Rlgoletto.' ] Montag, den 10. Juni, abends 1% Uhr: Zum ersten Male: ,Eva.' 1 Dienstag, den 11. Juni: „Rigoletto.' Mittwoch, den 12. Ium W abends 7^ Uhr: .Ter Freischütz.' Donnerstag, den 13. Juni ir (letzte Vorstellung vor den Ferien): .Eva' Zchauspielhaur. Dienstag, den 4. Juni*): Trittes und letztes Gastspiel roe Ernst v. Possart: .Nathan der Weise.' Mittwoch, den 5. Ium: .Ter Herr Hofrat." Donnerstag, den 6. Juili, abends 71/, Uhr: „Madame Sans Gene.' Freitag, den 7. Juni: .Alt-Heidelberü' Samstag, den 8. Juni: .Alt-Frankfurt.' Sonntag, den 9. Ium: .Alt-Frankfurt." Montag, den 10. Juni: .Götz von Berlichiinien Dienstag, den 11. Juni: .Alt-Frankfurt." Mittwoch, den 12. Ium: ^Alt-Frankfurt." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Ubr. Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben. Juni 1912 94 SSE 2. 85 83 SE 8 £ j c w S *C7. H 2. iu 38,3 115 3. 7«!| 39 1 11,9 Z 'S" gj-S" So C es -c 2 ! 10 2 | 10 4 1 9 Wetter Siegen Bed. Himmel Bem. Himmel Höchste Temperatur am 1. bis 2. Juni — ■+ 18,0' C. Niedrigste , , L , 2. „ ™ +12,06 C. Niederschlag: 8,3 mm. A mtlicher Teil. Bekanntmachung. B e t r.: Die Abhaltung eines Schweinemarktes in Lang- Göns. Die Abhaltung eines Schweinemarktes in Lang-Göns ot 4. Juni l. Js. wird unter der Voraussetzung, daß kein Fall t"? Maul- und Klauenseuche in einer Entfernung von 15 Milometert von Lang-Göns auf tritt und unter folgenden Bedingungen gestatte : 1. Händlerschweine sind nicht zugelassen, sondern nur Schwei rr aus unverseuchten oberhessischen Zuchten. 2. Die Zufuhr von Schweinen aus Orten eines Sperr- ob'- Beobacktungsgebietes ist verboten. 3. Der Auftrieb der Schweine darf nur in Wagen erfolge:, dieselben müssen so eingerichtet sein, daß eine Besichtigung burl den überwachenden Tierarzt leicht ausgeführt werden kann. 4. Durch ein ortspolizeilickn's, dem beamteten Tierarzt uorti* log ndes Zeugiiis ist nackzuw.'ifen, daß b e au z>:treibenden Schw tr? unmittelbar aus der Zucht des Besitzers stammen und daß dck Herkunftsort unvcrseucht ist und nicht zu einem Sperr- und B»' obachtungsgebiet gehört. Alter und Zahl der Schweine ntu< auf dem Zeugnis vermerkt fein. 5. Die Anordnungen des beamteten Tierarztes müssen Punk« lich befolgt werden. Jede Zuwiderhandlung wird inrnachsichttick zur Anzeige gt< brockt werden. Die Ortspolizeibehörden haben Vorstehendes ortsüblich belang zu machen. > Gießen, den 31. Mai 1912. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. B.: Langermann. __ Jede echte Osrant-Lampe muss die Inschrift „OSRAM“ tragen — Überall erhältlich Auergesellschaft Berlin O. 17 Osram Drahrtampen Unzerbrechlich WliilaS' WS Site 2=5immerwoi| »i Zubehör an rubu »Perm. Wcierltr.' -ch. L-3- Wohn, m ottni Walllorstr. k ctböne 4-Zimm. au Aarienanteil pe zu vermieten. tlah. Eredoeritr.l \ Ver schiedt. ' fll. LVoüiiuim zi üeibgeüeruer Wi ■-5»» allem 3 ■%-u uevmieten. ^«irchcllvlaS ÄZZimmrwo inzuverm-swutzk r^Ziwinerw^T etrm. SeftcM 3Zimme W Dein overcn -ön-vauiK’ fmööZi iuit uni) Zubehör v- ^rrweill» »u vermi ZctterSw iilj z-Zimmerwö> Liyergenchtebiol-zi M, skauge, '^euff «75] Sch. ü-Zimme .oerm. Hammjtra ichönc 3 3im i M auf 1. Juli rieien tirabenfiraBe öu erfv- Vleichitr. 2 Zimme ®1»| ttlciuc u penn. Bleichf 18. ZfehBjTg 5. KL ® "Zlehang vom 1 Wjed*Jetocfle,uaer I» de 4U Gewinne über •« Nummern in 101m Gewlhr.) i°J16 23 352 424 hÄ 2 53 206 329 0 AM 91 818 626 244?|*4121 818 902 K? 6043 M ({ ’ ” W 1600] 226 S ä 81 180001 712 - ^;74 Hs k0 55 91 ?,LW 72 898 U «SWW! -ML ' ! US J ®]3 744 11 18 82 241 77 9 ®’;52 267 3 ' 83 31059 78 WA V 38125 44» « A'Ä6 90 325 ■ ■ ;q 413 7^3 ?68 3C WD WK !?. ’ J [500] ■'X j?' KW ! «« U-:'.' 107 ^3 5 Lelm mb Ichlech., MU °; M. UNb ctuitnn^ 9 befind« R* ; lOatbant .^ung.trieonuf. Muie Telbrüch CTcf JjSt verbunden ce- r bat nun den Mx J 1 ken 200 Jahren y. n Tr. Friedrich Setyth S ddltt? «cht mn r.f des vaults Mtr-i ' W^Ä“8 m trr.^ 200 Jahren, tu jct derpreutzischen Sema- > Friedrich Wilhelm I B ItrieH betätigte, betrieb i» allgemeines Banheihe luh Mer noch ein State, en gesellten. rnden S?**- *•! »S. '4- ** 1 war etn ■' I ULM - fr' ”x’f nbc.'"^ Mte* Juten Ä ft'% ^‘«9^ D TC11 iU ihrZ? «t . Mrf2* iMrter StaHtfljer !. os Hochzeit.' Mittwoch J rslag, den 6. Juni: ,ftbtL | nslag, den 8. Juni: .Tur-.', I, ben 9. Juni: ,iRigotr-| c: Zum ersten Male: ,Gu| >.' Mittwoch, ben 12. TounerStag, ben 13. .J Eva' ms. les und letztes Sastsviel I e.' Mittwoch, ben 5. 3d !ii 6. Juni, abends 7‘, li m 7. Juni: .Atl-Hrideltal irt* Sonntag, ben 9. Jd uni: ,@ög von Äerlicku-H rt." Mittwoch, den 12.3-1 emertt. abends um 7 Ufc en der Station _ i,«, SchtveineniaMS ! (MW“-' n, HÄ .Verden , . KM i«’t » 9 Oimi -» + 18,9 C. 5 * ™ = 4- 12,o;’ Regen Beb. HS Bew. r O4W3) Landgaffe 19. (ÄD6 arbeit erfahrenes Handleib - loslsll von Saub. Lauimädcbea är“ Marktplatz S. 046681 Selterswea <4. wuj llailet-41Ucc 7 i. V4660 6k, Tarmitadt. Ihv*1/ gewehene deutsche •■'icu'inM 50 lO467v gesucht. 135116 erbeten. b‘/< 104676 *u vermieten. werden gesucht. I3U33 Gebr. Imheuser. wtenr •rfeilen, eed iwar J. >f die Loie CNnchdruekf verboten.>. (Nachdruck verboten.) 4Ohne Gewähr.) (Ohne Gewähr.) 110210 36 352 490 610 891 949 111118 264 301 114116 99 247 408 99 603 62 856 927 1 15 6 161 77 793 25128 36 49 65 214 99 376 439 70 95 503 879 26046 [600] 187 307 434 630 758 2 7105 21 281 73 944 188 308 184221 67 249 819 42 46 66 914 61 64 21203 32 98 485 628 48 [1000] 22161 228 (1000] 622 728 921 23287 493 670 780 957 24159 63 234 [600] 426 30 85 666 989 914 572 Mädchen könn. d. Weißzeug naben u. Zuichuctdeu eiL 110 819 461 482 7 4 1 24003 125060 70 97 34 56 43 (1000) 34030 64 106 82 45 311 99 408 71 [500] 820 82 3 5037 38 612 602 844 999 195 [600] 214 322 (600] 692 742 [600] 60 863 1600] 3 7 013 149 337 41 [6000] 653 769 916 62 407 80 616 84 726 98 828 60 33257 [500] 705 31 82 88 34 89 711 643 741 984 386 628 627 647 664 646 498 858 964 227 473 637 >"g MV 672 733 41 802 82 0C3 169.53 210 76 812 II 770 18 187 637 65 99 912 27 34 989 (3000] dSWJedw jrevixfae Wammer «lad rwel gl eich hohe 6e- wtkae ««feilen, und rwer je einer auf die Loee giMrher Kammer in den beiden Abteilungen I nnd II 33026 65 927 38261 am Dien-tag, 11. Auni 1912, vormitt. 9 Uhr, Brandgaffe H statt. Onb- Hans Rra». Tic Versteigerung verfallenen Pfänder verschoben und findet Liu Pensionär oder sonst geeigneter Herr, der seine Einnahmen durch Uebernahme einer Vertretung für eine anher ist erst 701 31 (3000) 36 ( 600) 953 40041 315 663 767 68 998 41124 249 408 638 46 94 [60000] 650 982 42096 [3000] 213 69 64 82 368 Mailt(flf jwet iunge, zirka öl|UUJl 7 aohtc (Ute, harte Lnndpfeidc 617 62 836 966 28472 608 72 73 [600] 620 42 62 738 800 (1000) 28037 171 95 97 246 [1000] 348 418 696 769 820 932 30043 75 189 90 391 92 446 873 3 1 000 2 3 34 348 96 '446. 586 623 901 27 "46 49 1 464 639 86 843 60 032 2260 65 865 (500) 94 3022 36 80 148 74 614 (16000) 727 69 92 4020 113 85 274 (1000) 380 519 63 642 174015 (600) 421 95 5C: €55 745 818 1 75 ' 48 112 308 18 76 637 652 784 178005 (1000) 421 30 39 82 618 68 80 95 (500) 685 709 815 24 ^39 1 77 258 93 (10001 317 30 412 42 724 92 (3000 ) 916 1 78779 207 620 762 40 62 520 667 [500] 987 49065 166 (3000] 68 302 91 432 746 96 (3000] 890 970 50121 62 ( 600) 336 8 2 435 636 897 000 51127 81150 55 318 i 73 431 1 Nur die Gewinne Uber 240 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beige füge 716 803 24 5011 106 16 49 292 (1000] 309 686 ,767 90 (600) 836 38 6182 220 21 64 466 676 709 841 7000 67 [3000] 166 270 72 302 443 662 84 (500) 840 84 8173 312 47 406 616 [3000] 783 (600) 931 49 84 9016 29 84 124 39 78 223 438 605 931 10336 606 34 41 706 858 968 11667- [3000] 86 (600) 705 822 12038 44 48 (600) 67 74 (3000) 111 67 (600) 71 76 264 331 62 99 401 [3000] 634 69 (1000) 819 13051 [600] 72 109 209 314 [1000] 46 86 789 93 14036 662 821 987 15151 204 308 [600] 705 898 [3000] 944 16067 71 390 601 83 715 (600) 884 962 17221 309 474 663 670 712 901 89 1 5199 267 609 19 22 24 792 824 46 [500] 79 911 [600] 15033 [600] 128 319 616 762 20291 334 67 407 (600] 68 534 42 603 93 727 (600) 432 648 62 81 606 742 69 826 936 87 112 [1000] 13 214 397 407 [1000] 88 881 906 20 126024 74 84 484 612 721 847 (5001 127159 267 371 (1000) gleicher Nnemw la den beiden Abteilen««* I end II 820 993 130492 549 926 71 (600) 131092 99 218 88 26 654 69 612 63 822 82 84 901 (6001 37 84 .. —------------ 133078 228 Höhen Ltthitllsl sichern (ich dauernd tüchtige ProvtsiottsreiseltSk. Anfragen beförben u. 1087 Haaicnnein L Vogler ’2l. 18. Ziehung 8. Kl. 226. Kgl. Prenss.'kotierte 'Ziehung vom 1 Joni 1913 vormittags. - Pi: i (. JSnKec tu oerm. Wolkeuaaffe 21. OKEmi umf modl. 3immer «n. sev (fing, cm einr. Berten An oernt. Bletchnr. INI. Schlafstelle au vermieten. Nur die]Gewinne Ober 240 Mark eind den betreffenden. Nummern, In Klammern belgefugt.1 )teb. tSrcbucrür. 12, pari. | Verschiedene \ " “i NI. Wolinuiiii zu verm. t'cibgcitcrucc Weg 24. Lebens-Versiehe rungs- Ak> IVII-Gcm-Hm'Ii. mit Sehen brunchen vermehren oder sich vollständig dem Berate widmen will, gegen gute Bezüge alsbald gesucht. Domizil möglichst i Kreisstadt oder sonst größeren Ort. 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Mitesser, Blüten vn schwinden (ehr schnell, wenn man abends den Lchaum von Zuckcr's Pntent-Medi- xlnal-Ncire. a Lt. 50 Ps (15u0 tfli und LöO M. iSV , in. stärkste iVormi eintrvcknen Inül. 2d>nuni erst morgen ■ abwaschen u. nniZuckooh- Creme nachstrcichcn. Grogartige Wirkung, nun rausenden bc hättet, haben in der Um berntäte QUiotbcfe, <*tddi iMvotbrfr, bet Aug. '.'toll, ti. Letbcl, W- Slilbinger, C. 2chaas, C«1. Rar», <3 mit Noll u. W- Lchradcr, Drog. 1 Mtbulk Simmentaler Ra]sc, vorzüglich im Sprung, ist wegen Platzmangel sofort zu verkauf, bei £». Heuschkel, Wagner,Seulbergi launud (30021 70 110 23 862 424 83 687 619 808 66 020 (1000) 81 1005 43 53 206 329 98 417 670 717 49 61 64 899 2162 80 86 91 318 625 68 867 61 92 3202 (600) 608 62 633 80 4121 818 902 39 5023 338 65 681 787 [5t0] 804 9 [3000] 90*3 66 [600] 83 132 69 88 498 699 956 7013 17 1 03 [ 500] 226 67 614 631 848 8010 (10001 359 654 81 [30001 712 818 907 40 68 9180 421 696 816 039 10074 116 60 66 91 482 638 60 647 11134 208 70 379 <69 716 72 898 12042 293 462 600 86 688 745 820 39 13030 121 41 663 725 04* 14009 568 1504 2 193 214 *63 92 606 686 91 [6000] 814 36 974 19 44 61 77 92 341 67 453 (3000) 626 64 618 48 797 948 17294 (600) 427 662 606 837 79 181*2 234 60 76 395 406 10 45 [1000] 65 67 655 983 19084 97 217 331 667 701 837 927 96 (3000) 20160 228 72 492 942 21062 (3000) 287 95 308 23 48 415 612 90 838 64 7 0 8 5 22176 274 378 824 23191 652 633 742 870 961 24040 230 364 608 788 99 961 25008 65 212 80 306 22 38 42 410 607 764 816 42 088 2910* 278 404 66 631 716 82 801 60 89 27000 20 130 33 295 531 86 613 744 630 67 29*16 6*4 842 (3000) 978 28118 32 241 77 97 309 76 664 79 630 781 812 30037 95 159 267 319 438 [1000] 615 58 633 862 »06 26 6 7 83 3 1 059 78 290 397 423 (1000 ) 78 5*5 63 •41 70 827 78 32109 337 835 43 75 33 ')4 (IOC 3. 28 442 611 601 (600) 33 40 820 963 78 34089 263 72 409 751 68 90 717 (600) 24 828 62 [1000) 35236 600 549 746 90 856 64 39068 80 374 433 638 732 946 17071 88 (600) 263 67 374 86 (1000) 469 91 602175 Ml 758 91 38125 *48 57 649 (1000) 64 631 38 1000 ’21 037 (1000) 48 68 05 39095 247 [600] 305 [3000] 4*9 719 910 16 43 45 40128 207 10 90 325 447 91 847 83 °S7 41126 82 442 609 58 4 2060 76 214 461 505 46 7 6 909 4 3005 43 64 (600) 173 259 316 424 60 678 603 790 92 997 44032 509 13 36 646 68 821 45222 41 347 56 69 477 '30001 641 (600) 730 801 46159 >2000] 312 423 68 687 550 -1000) 91 727 33 46 69 848 86 01 909 (600) 4710* 16 418 728* 825 968 48*85 584 87 [600] 90 820 65 48041 490 633 717 805 16 66 054i »2 50106 (600] 367 418 629 38 62 ,54 871 74 [5000] 51008 4* [6CD] 54 60 247 372 488 774 935 52030 112 3*9 414 523 616 885 53C37 88 153 ®e 81 ^38 ( 500) 95 814 5 4 0 93 183 368 305 70 2 57 ^0) 632 9-7 88080 454 542 613 738 [1000] 819 928 8 6 063 120 212 85 550 618 [1000] 721 61 573*1 *42 618 767J9 829 60 931 58010 14 141 51 221 29 82 316 659 (1000) .4 792 8*2 53 59175 379 435 624 31 780 82 805 29 83 BO’-l 360 418 653 91 721 857 61 U - 0] 61135 « ’2 223 308 1* *05 1* 569 [500] 614 >3000] 747 84* 1 85 924 [500] 77 62111 '1 *»? 617 61 ^>1000) 8?P 63066 186 [500] 247 3*6 '72<5 813 641*8 75 321 501 695 873 78 S5°6* 396 453 626 768 68103 311 [1000] 423 610 58 (500) 727_60 67305 456 514 51 80 99 839 798 960 68097 111375 420 593 623 825 912 660*0 109 32 33 377 «'8 7?» »08 69 70056 79 112 95 222 38, 370’97 •477 5^27 M7 757 ©13 71095 121 27 95 343 [3000] 45 428 " *46 78 *27 91 804 (1000) 987 72236 48 63 68, 317 “ Cll 40 50 649 931 [500] 47 83 73002 106 337 99 63 679 (600) 702 4 83 892 74066 62 242 309 588 695 93 rSOO) 899 [1000) 750*0 81 123 64 >.500 295 326 62 4U3 3102) 571 775 899 »35 (5(X)1 7601- (SCO) 276 3*6 86 665 701 804 925 80 771 <8 3C»,29O1^ " -3 -3 612 79 [500] 776 81 06 [3090] 812 13 S04 38: 3 313 431 61 823 7* 948 "2 7920*^618 <1 9 2 £0012 104 67 *'-0 S3 570 787 810*2 110 IC »38 415 26 44 (3000 ) 88 62 * 23 605 (600) 858 »2 1 25 91 157 225 83 353 517 714 70 828 88 92- 83 Ä5 [3000] 107 39 347 61 *51 676 85 728 ■4073 148 83 591 98 698 '*! 845 (1000] 97 938 8 50^ E79 292 310 54 65 *89 65? 878 9,. 86 29 71 2 1500] 388 68? 369 957 [30001 87031 416 683 817 - 0*10001 90 88218 [500] 6: 538 56O36 66 “41 89016 108 (500) 19 258 375 8* ö** ®O* •>? -.60088 172 478 611 34 709 *9 91039 432 [WO faikwm *.,^»2093. 240 . [aQß01-A& 592 Mgll Müll ivcicrabcuö Beschäftigung, gleich welcher Art. Schnitt. Angeb. unter 3021 a. d. Äietz. Anz. erbeten. 0WlieJ Bcss. Aräul. sucht Stell, in feinem Haufe. Offert, uni. „K 450** vostl. Wetzlar. Wtitöj liicbt. tverkäuferiu sucht Stell, in Manufaktur- od-Waschegesch. Sckristl.An- geböte um. J. 100 stadivostl. Lucht, solide Mädchen suchen Stelle, (.dewerbomatzige Siel- Icnoenuittlunp Katharine Schmidt, Weserstr, ö. 04677 Weitere Mädchen mit gut. Zeugn. s. Stellung. 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Oktober 1884 H .Vir.'os, als der letzte se mü dem Königre fortan durch <| Milchen war Hannovc .■;fT bes letzten Kör nie anerb - glichen Reiches des werden ? Sc 1879 d - tan Lode des Pri, Anspriiche nf(. D0ni -,s- Seb -dz aI(cni richtige Ar !ll' L-l^Klagen- i AM?« 9 . Ae heutige M Dit Wnnunimer 'n.®/3 deS rsgäPh» > ^rtaWen fe - . ' "rmnädler % Artzs. MO -^llnZe^ung" jung u;°Jltie V*- !5. V ton8 blie ■ Wen sm-r1 ui Üir hT&W Üb.,.6,* "Vl i 14 un( ' 'veitz