Nr 97 E^chetnl titgttch mÜ Ausnahme bei Sonntags. Die .,Gießener LamlUendlätter" werden dem „Slnieigtr* viermal wöchentlich beigelegl. da» * Xretsblatt für den Kreti Gießen" zweimal Wöchentlich. Die ..Landwirt,chastllchev Leit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. 162. Jahrgang Donnerstag, 25. April 1912 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen StolaNon-druck und vertag der Br üblicher Unwersuäl» - Blich- und SienibrudcteL 9L Lang». Gießen. Redaktion. ExpedtNon und Druckerei: Schul- straße 7. ExpediNon und Verlag: 6L Redaktion:«^ 11L LeU-Adr^ AnzeigerGiehen. Mb. Deutscher Reichstag. 46. Sitzung. Mittwoch, den 24. April. Am Tische des Bundesrats: Delbrück, Frhr. v. Heesingen. v. Tirpitz. Kühn. Präsident Dr. Kaempf eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Minuten. Die Wehrvorlagen. (Dritter Tag.) Abg. Dr. Gradnaucr (Soz.)r Die bürgerlichen Parteien wetteifern an Bewilligungsbereit, fchaft. Der Rechten find die Forderungen sogar noch zu gering. Las ist ja begreiflich, da diese Herren die neuen Lasten ja nicht tragen Wir allein st ehen in scharfer C P Position. Wir sind hier die Minderheit, aber bad Verständnis ist nicht immer bei der Meh'hcit zu finden. (Hörtl Hortfund Heiterkeit.) Tie Rechte wirft sich besonders ins Zeug, weil die Armee ja allmählich zu einer V e r s o r g u n g S a n st a t t für die Söhne der Besitzenden geworden. Der Vorwurf der Vaterlandslosigkeit, der an sich eine besonders schwere Beleidigung ist, läßt und ganz kalt, wenn er aus dem Mund der Konservativen kommt. Tic Konservativen sollten bei sich selbst Einkehr halten, sic sind dic letzten, dic von Vaterlandslosigkeit sprechen dürfen, denn ihnen ist die „Vaterlandsliebe" nur ein Geschäft. Ten Rational- liberalen ist cö wohl ganz angenehm, einmal geschlossen für eine Vorlage cintreten zu können, ja, sie erleben den Triumph, daß ihr Wunsch nach besonders großer Heercsvcrmchrnng erfüllt wurde. So sind sie gleichsam dic Väter dieser Wehr- vorlagen. TaS Zentrum hat früher eine ganz andere Stellung zu den Militärvorlagen eingenommen wie jetzt. Früher hörte man von ihnen Aeußerungen gegen eine Dchrvorlage, die mit unserem Standpunkt bedenkliche Aehnlichkcit hatten. Auch die Volkspartei hat sich wesentlich geändert. Hinsichtlich der Erbschaftssteuer haben sich die Freisinnigen zum Besseren bekehrt. Aber in bezug auf Militärvorlagen beten sie heute das an. wak sic früher verdammt haben. Hinter dem lebhaften Wort- feuerwerk des Dr Müller war deutlich die Bereitwilligkeit herauSzuhörcu, auf den Boden der Wehrvorlagcn zu treten Tie Politik im Interesse dcS Kapitalismus führt in allen Ländern zu Rüstungen und KricgStreibercicn. Unsere Partei, wie noch neulich in Frankreich JaureS. wirkt auf eine V e r st ä n d i - gu n g zwischen d e n V ö l k e r n hin gegen jene bösartige und unsinnig« Treiben. Anstalt die Leute vom Fetten- und Wehrverein durch eine krästige Erbschaftssteuer zu beruhigen, laßen sich die Regierungen von der Flut des Chauvinismus tragen. Die Kosten für das Militär betragen jetzt schon über anderthalb Milliarde oder 24 Mk. auf den Kopf der Bevölkerung. Tas ist eine schwere Belastung. Der jetzige bewaffnete Friede ist kein Friede, kein Kulturzustand. Alle DerständigungSaktionen, wie die Haldanes, müßen so ohne Ergebnis bleiben. Die ReichSreg'.erung sollte endlich einmal wirklich Ernst damit machen. Die europäischen großen Kultur- stoaten England, Frankreich und Deutschland müßen zu einer Verständigung kommen. M i t einer besonderen Kommissior. zur Beratung der Branntweinsteuer sind wir einverstanden. Die komplizierte Frage kann nur dort gelöst werden, und auch neue Steuer Vorschläge körn ten nur dort beraten werden. Die Vorschläge des neuen Schahsekretärs Kühn sind keine Deckung, sondern eine Schiebung. (Sehr richligl bei den Soz.) Tas Elend des Volkes soll weiter auSgebeutet werden. Wie wäre c8 mit einer Fideikommiß. steuer? Wie wäre es. wenn die Fürstenhäuser auf ihre vielen Steuerprivilegien verzichten würden? Da wären die Wehrvorlagen bald gedeckt. Es ist eine Schmach u nd Schande, daß die besitzenden Klaßen immer noch nichts her tragen wollen, daß sie sich auch gegen die E r b a n f a l l st e u e r wieder sträuben. Beauem ließen sich erhebliche Summen — drei bis vierhundert Millionen — von diesem mühelos erworbenen Reichtum einbringen. Sie rivalisieren gern mit England hinsichtlich der Schiffsbauten, tun Sic es doch auch im Steuerzahlen. England bringt 500 Millionen durch die Erbschaftssteuer auf. Dir haben keine Neigung, Steuern für Vorlagen zu bewilligen deren Inhalt wir üir gefährlich Balten. Wer die Vorlagen haben will, der soll auch für die Deckung sorgen. Herr Baßermann bat nun in verklausulierter Form Anträge auf Ein- führung der Erbschaftssteuer angekündigt! Uns soll das sehr recht fein. Wir werden mit Spannung sebcn, wie sich die verschiedenen bürgerlichen Parteien dazu stellen werden. Wir werden daraus unsere Konsequenzen zu ziehen wissen. DaS mindeste, was wir in der HeereSfrage fordern, ist die Herabsetzung der Dienstzeit bei der Kavallerie usw. auf ,wei Jahre. Wir wollen ein Volksheer, fern Heer, in dem der Kastengeist vorherrscht. (Beifall der Soz.) Abg. Erzberger (Zentr.)r Tie Vorlagen sind von weltpolitischer Bedeutung. Sie wollen dem deutschen Volke und ganz Europa den Frieden erhalten. s,e find eine Sehre für das Ausland. Zwei Drittel der Ausgaben fließen dem Heere zu. ein Drittel der Marine. Tas ,st das richtige Verhältnis: das soll nicht eine Zurucksehung der Flotte sein, sie gehen Hand in Hand, aber die Entscheidung liegt beim Landheer. Da wundert eS mich, daß -et. Muller-Meiningen gestern fragen konnte, was sich denn seit dem vorigen Jahre geändert habe? Die militärpolitische Situativ n hat sich für uns außerordentlich c r - schwert. Selbst der „Vorwärts" gibt für Frankreich den chauvinistisch-militärischen Taumel seil der Marokkoangelegenheit zu, und wenn er wie hier der sozialdemokratische Redner Millerand abschüttelt, so beweist das nur, daß, wenn einer einmal vernünftig wird, er in der sozialdemokratischen Partei keinen Platz mehr hat, sondern nationalliberal werden muß. (Sehr gut!) Und an der russischen Grenze hat sich die Lage Deutschlands auch gewiß nicht erleichtert. Bei dielen harten Tatsachen, gegen die die Redensarten Gradnauers nicht aufkommen können, muß man fragen, ob die bisherige Rüstung ausreicht oder nicht. Damit ist prinzipiell die Stellungnahme zu den beiden Vorlagen gegeben, soweit das Heer in Betracht kommt. Und was dic Flotte anlangt, so ist die stärkere Indienststellung ein Wunsch des Reichstags. Nun haben die Herren Haase und Gradnauer es so dargestellt, als ob Deutschland cs sei, das die anderen Völker in das Rüstungsfieber hineingepeitscht habe. S?cm, muß nut aller Entschiedenheit entgegengetreten werden. Es ist nicht so, daß Deutschland der Störenfried ist. Wo ist die Rüstung auf den Kopf der Bevölkerung, was die Aushebung betrifft, am stärksten — etwa in Deutschland? Bei uns beträgt sie, selbst wenn man Unteroffiziere und Marine mitrechnet, noch nicht einmal ein Prozent der Bevölkerung und Frankreich hat, ohne Unteroffiziere und ohne Marine, 1.35 Prozent seiner Bevölkerung im tehenden Heer. (Hört! Hört!) Auch die Prämie, die Deutschland für die Aufrechterhaltung des Frieden- zahlt, ist wesentlich kleiner als in Fra krcich, sowohl absolut alS relativ, und die Steigerung während der letzten Jahre ist kleiner als in anderen Staaten. Wir sind der Ansicht, daß Deutschlands Machtstellung unter allen Umständen aufrecht erhalten werden muß, koste eö, was es wolle. (Hört! Hört! bei den Soz. — Lebhafter Beifall rechts und im Zentrum) Je stärker Deutschland ist. desto beßer ist der Frieden in ganz Europa gesichert. Deshalb er- scheint eS mir fraglich, ob wir bei den Locktöncn Englands noch länger verweilen sollen. Wenn England in ein Offensiv- und Defensivbündnis mit Deutschland eintreten würde, dann hätte es sicher keine Bedenken gegen unsere starken Rüstungen. (Sehr richtig! rechts und im Zentr.) Tas allein scheint mir auch die einzig mögliche Lösung des ganzen Problems zu fein. Bei uns fpruht man immer Don Abrüstung, wem fällt denn daS in Frankreich ein? Ter frühere Sozialist Millerand hat in Frankreich einen Uniformkoller hervorgerufen, den man überhaupt nicht für möglich gehalten hätte. Sagen wir es offen heraus-. Es fehlt den anderen Mächten an dem ehrlichen Willen, überhaupt abzurüsten. (Sehr richtig! i-echtS.) Man denkt, das gutmütigeTeutschland werde schon aus diese Idee reinsallcn. Tie Sozialdemokraten sprechen immer von der Abrüstung Warum denken sie denn nicht an eine Abrüstung der deutschen Gewerkschaften gegenüber den Arbeitgebern? Da sagen sie, je größer baS stehende Heer in den Gewerkschaften ist, umso beßer wird eS den Arbeitern gehen, weil bann Machtmittel vorhanden sind, die die ihnen feindlich gesinnten Klassen zwingen, Entgegenkommen zu zeigen. Sie halten es also in der inneren Politik für absolut notwendig, keine Kosten zu scheuen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Warum muten Sie dann in der äußeren Politik Deutschland zu, abzurüsten ^(Lebhafte Zustimmung rechts und im Zentr.) Da muß man wirklich an das Wort Friedrich des Großen erinnern: Unterhandlungen ohne Waffen, das sind Noten ohne Instrumente. Herr Gradnaucr hat alle Parteien angeklagt, an keiner^Partei ein gutes Haar gelaßen. Er meint, wir hätten unsere Stellung gegen früher geändert. Gewiß, damals bat das Zentrum Cppo« sition gegen militärische Ncuforderungen gemacht. Auslösung. Neuwahlen, Mehrheit gegen das Zentrum, und die hat bann gegen das Zentrum dic Sache gemacht. TaS war noch zuletzt 1906. AlS dann der neue Block 1909 FiaSko machte, ja, da mußte das Zentrum einspringen, um die Karre aus dem Treck zu ziehen. (Heiterkeit.) Wir prüfen in der Kommission, und überzeugt es und, bann stimmen wir dafür Da sagen Sie: ja. wir nehmen alles an; Sie aber lehnen alles ab, mag Material beigebracht werden, wieviel nur will! Auf allen Gebieten 1 In der Kritik sind Sie äußerst stark, erstklassig sogar, wo sind aber irgendwelche praktische Vorschläge? Sie geraten Schritt auf Schritt in Widerspruch mit Ihren eigenen Leuten (Zuruf von den Soz.) — ach, Sie meinen, bei der Maße ist der Verstand? Neulich sagte ja Bebel, die meisten Leute seien b'e dummen Leute — da sagte Kreth: Darum haben Sie so viele Wähler! (Große Heiterkeit.) Jetzt heißt es bei Ihnen: Rußland i st keine Gefahr. Liebknecht sen. sprach anders, der sagte die wahre Lage: Rußland wird stets eine Gefahr des Weltfriedens fein! Tann Bebel in der Budgetkommission bei der Militärvorlage 1893; das verdient gerade jetzt der Vergessenheit entrissen zu werden: „Die Gefahr, daß Rußland feine Herrschaft über ganz Europa auSdehnt, liegt näher als je. Je mehr cs dazu kommt, sich allmälich eine Art parlamentarische Regierung einzurichten, desto mehr wird es in der Lage sein, sich zu fräftigen, seine Hilfskräfte zu erschließen und unS anzugreifen. Der europäische Krieg bleibt nicht aus. und Deutschland toir1 feine n ' etztcn Mann inS Feld stellen müssen" (Hört, hört!) Gewiß, die Welt ist rund und dreht sich; jetzt auf einmal ist Rußland äußerst friedliebend — erster Widerspruch. und bann der zweite: Sie klagen über die hohen K o st e n. Ganz gewiß, eS gibt keine einzige Partei, die diese Kosten der Koas Recht, eventuell mehr zu fordern, al» die Regierung vorschlägt. Ich bin nicht mit allen Agitationen einverstanden, die der Floltenveretn früher be- trieben hat. Aber er hat zweifellos große Verdienste, ebenso wie jetzt der Dehrvercin. Wir müssen Weltpolitik treiben. Durch möglichst einmütige Bewilligung der Mittel für unsere Rüstung müssen wir vem Ausranve beweisen, väv vas deittscye xjdüt ge» willt ift feine Macht zu wahren. «Lebhafter Beifall.) Wei'terberatung Donnerstag 1 Uhr. j^trner Interpellation Bassermann (Natl.) über den bayemichen Jestutenerlaß. Schluß gegen 7 Uhr.__ Aus Statt unö CanO* (Plenen, 26. April 1912. *♦ Staatsbahn-Personalien. Aus Anlaß seines Uebertritts in den Ruhestand erhielt der Regierungsrat Fleischmann von der Eisend.-Direktion Frankfurt den Roten Adlerorden 3. Klasse m. d- Schleife Ernannt wurden: die Hllssrangierführer Ewald und Ebert in Friedberg, die Hilfsschaffner Kiefer II. rn Wetzlar, Loh II., Knorz, Wittkopp, Schäfer, Jordan, Horn, Weber, Müller IV., Hahn, Werg II, und Volk in Gießen, Hetsche in Glaoendach, Harnisch in Friedberg, Knoth in Oberaula, Wisker und Klein in Kirchhain, Menzel in Gedern zu Schasinern - Verlebt wurde: Sif.at fernen Eampanfle wieder. Ein luczer aber in haltreichec Satz, den nur der in seiner ganzen Tragweite erfassen kann, der cs miterlebt hat, welch einen Schrecken die Venenaner bekamen, als am 14. Juli 1902 die Kunde die Stadt durcheilte: Der Campanile ist emgeiäirzt! ES war ein Tcauectag, alS dieses alte Wahrzeiä-en dxr Stadt Venedig in Schutt und Trümmer sank. Alle Kräfte taten sich damals zusammen, um den berühmten Gloüenturrn von San Marco in seiner alten einfachen Pracht Wiedererstehen zu lassen. Arn heutigen Donuerstug ioll die Einweihung des Campanile und der Gloaen ftattfinben. Um den Wunsch des Papstes, das Geläut der von ihm gestifteten Glocken zu hören, entgegenr-i’ kommen, wollte der ftalienii'che Pvstmuusier auf Anregung des Bauleierts Architekten Moretti auf dem Markusplatz eine Anzahl Mikrophone aufstcllen lassen, die mit einem im Zimmer des Papstes aufgeitellten Hörrohr verbunden werden sollten. Der' päpstliche Staatssekretär Merry bei Val gestattete aber den ftaat- liehen Telephonarbeitern das Betreten des Vaiilans nicht und daher unterblieb die Ausführung dieses Planes. Zur Einweihungsfeier wird den Brieimartensammlern eine Ueberraschung geboten werden. Die ftalienische Postverwaltung' gibt eine tfünf* und eine Zehn-Centesimi-Briesmarke heraus, die mit Bilder vom Campanile versehen sind. In der Lagunenstadt, die auaj sonft von vielen Fremden besucht wird, wimmelt es von fremden Gästen, die sich daS prachtvolle Schauspiel einer Illumination des Markusplaves nicht entgehen lassen wollen. vermischtes. * Seit 15 Jahren ueaorieflich verfolg^ wird der Lotterieschwindler Johannes Lüdecke. Er betrieb im Jahre 1897 in Berlin und Zehlendorf ein Serienlosgeschäft, das ihm recht gute EinLnfte brachte und wobei er die Lotteriespielec tüchtig über die Löffel barvierte. Auf vielfache An-eigen erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen ihn wegen Wucher- sowie wegen Stempel- und LotterievergehenS, doch gelang es ihm, noch rechtzeitig nach dem Auslande' abzudampfen. Bon hier au5 setzte er seine unsauberen Manipulationen fort und gründete besonders in Dänemark und Holland unter hochtönenden Namen Gesellschaften, die sich mit dem Vertriebe von Prämienlosen befaßten. Neuerdings ist der Inhaber der (Sommerte- und (£reb iet- bank in Amsterbam unb sucht für seine Zwecke im Deutschen Reiche Agenten unb Unteragenten, bte ihm spiellustige Elemente zuftihren sollen. Durch pomphaft audgeftattete Schreiben „sichen" er ihnen einen Anteil an holla nbischen und türkischen Prämienlosen, bie sich vielfach gar nicht in seinem Besitz befinden. Dafür, daß er so gütig ist, die Verwaltung der Lose zu übernehmen, läßt er sich 60 Mk. pro Jahr für Spesen und lonstige Unkosten zahlen, wodurch die Spieler noch nicht das geringste Anrecht auf die Lose haben. ES kann daher nicht Dringend genug vor der Beteiligung an diesem Prämien- losschwinde 1 gewarnt werden. Außerdem macht sich auch jeber, Der in ausländischen Lotterien spielt, strafbar. Kleine Lageschronik. Am Dienstag bracy im Steinvruch der Aktiengesellschaft Marmorwerke-Treuckitlingen beim Verletzen eines großen Steines plötzlich ber Krahn, wobei ein Arbeiter getötet tourte. Bwei Arbeiter würben schwer, ein er würbe l e i ch c verletzt. In Rottweil würbe in ber Nacht -um Mittwoch der 50jährige Arbeiter Georg Rapp burch die Explosion des gußeisernen Hoä)bruckpretz^yltliders einer neuen Mafajine, einer sog. Blockpresse, getötet Eingesandt. (Tür Form und Inhalt aller unter dreier Rubrik stehenden Artikel übernimmt bie Reoaktion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen. Um ben vier iJ.uo ui#r abgehenden Schnellzug nod) zu erreichen, wollte ich Sonntag vormtttag an der SUice- Itraße Die langsam von dem (Safe Hettler anfahrenve Elektrische benutzen. Ich winkte bem Wagenführer zu — was derselbe auch merkte — damit er wußte, daß ich noch mftsahren wollte. Im gleichen Augenblick aber, als ich im Begriffe war, aufzufpringcn, stellte der Führer den Wagen auf sehr erhöhte Geschwindigteit, 1° daß ich mehrere Meter geschleift wurde. In der Gefahr, nun unter bie Elektrische zu kommen, bat ich ben Führer, boch wenigstens zu halten; iedoch vergeblich unb nur burch eine letzte Straft- anftrengung gelang es mir, auf ben Wagen zu kommen. Zur Rede gestellt, glauote ber Schaffner noch eine be,ondere Heldentat begangen zu haben und meinte: „Sie hatten ja nicht auhu- Iprmgen brauchen!" 'Xad Aufipringen, was an sich ja strafbar ist, gibt aber bem tführer noch lange fein Recht, ben betreffenben Fahrgast absichtlich durch beionbcrs schnelles Fahren in Gefahr zu bringen. w. oranffurt a. M., 24. April. Heute morgen er- >choß sich in der Bleichsiraße em 23jäf)tiger Metzgerbursche namens Slegsricb Rotyfchilb mit einem Revolver. Die Kugel ging muten ms Herz unb führte ben sofortigen Tob herbei. UJanöcrn und Helfen, Bäder und Sommerfrischen. o l o a ö u n D 3 n l) a 1 a t o 11 u m Salzungen (Lburniueii). Aie Zaot Der Kurgaste bat in Den leisten Jahren üiiöig zugenommen. Tie Jnbatalionseinrichtungen von Salzungen fiiio al» muitergultifl zu dezerwnen: Die beiden grouen Gradier- J““'"'?” unmittelbarem Anschluß baran Gurgeirannie, ein Was- bV. Un U»a Qtünumol-Ili> fcit d'efem Jaure ein Inhalatorium nach euRovn,,0- xuneben |mb pneu.nalifche Kammern ‘Dor0e" und es steht eine Anstalt für Einzel- letout“’miA' ,urh1 allen Diegeln medljini- inlinnoo ber ie. '. '“"', Vü9,C"C «'■ T°v« >U zSütStal““' nmileicn vobenlage, am äüblmng Oes emnaUiOtl. oyne ^ m ?e'I7" n" »>* «"•- -u" i’eViet“«" trimer fli^ f. der erste Bürgermeister fieot, aus dem als langwellig verichrlenczi Stadicveu ucuu »uieii uioöeeuen Meteorologische veobachtungen der Station Gießen April bi« 24. . 24. Höchste Temperatur am btiedrlgsie , , 18,1 9 C. 4- ö.b0 c. 23. 23. SIpril 1912 jarometer auf 0* reduziert emperatur der Luft Slb’oliite fiiduigfeit et if 6um(pu Windstärke "Q OuniDQaUti . Wett« r w ea tio 5^2 24 n 61,7 17 7 5,2 85 E 2 6 Sonnenschein 24 .u 51,4 110 66 67 E 2 0 Klarer Hinunel 25. 61.1 9,6 4.1 46 NW 2 9 Sonneiijchem diele schlaflose Nächte sind ein Loser das Tausende von Muttern luren Äaugiingen bimneii. Tie meine Schuld aii der Un ruhe Dei ittnöer tragt eine unrichtige Ernayimig, em Ueberiüller tinDlicpeii Berdauungsoigane uut Storren, die nicht genügend eitbt uerarucuct werden tdnneu. „Kufete" als Aavruugsuiniet vieiet hier eine ueale vihe. Denn es iit nicht nur leicht veedauUch und wovlichuiecteiid. lonöeru es wirkt perdauiiiigsregelno und Dringt ia | 1 iooueu Bestanoielle Die Mmoer zu beiter gedechucher Jein-Ejiggcn: 7 tr'»«' ^^Äedaklion US, är d'e ^Äition ol Ä’"" 1 ZSL. Sloloi MM 100. ( 1812 «Sä und t Eegen 1D % auch L mußte. ■n21obot bf Z-Hs. n?le 5 4-.. «ssrtr» ^heutige A Das» der Ver Ter Reichstag haU SS" A°m>w M wurde von der- ^il sie hier, geiondert ^Dlirvorlagen leu>!l, g »ie Donöerrn Wm Vorschläge gleichfalls r Leniger wünschenswer allgemeiner Redelust ; jionsausschuß" ausarte jorlagen im Budgetau^ Men. Tie gestrige Verha^ roschungen mehr. Ter AM hielt seine schwe Mlhmg nichts in vo zollte er die Sache in mach zwar allgemein gegenseitig in bei Wmrtige Amt seine iiunmte Unterlagen h itimmte in ber Tu -■rj meinte, überhaupi selbstänbige lieb Ringer ben Fall § mann auf ben Fall Cz minifter in ber Aussp ging als aus ben Ti näher zu beleuchten Auch der Marine sich seinem Angreifer g lich unb friedlich erleb Mgelaunt, ob er not daS habe er in der Eil auk roidlid) nicht ba- nochmals, ' iiillllenvereins unb b( hen Haußmann Ion Uuschung der Reiche Idjritt. , $ der folgende Aehenredners ** Kon eine: rundweg nicht- {53*tot btt -«ach einer rjeml ^ofraten Wurm, b nnncat^ Serufen n («wn. ^erc Spahn JJB über seine Dux uns weiter sprech 5 u.nb nun rechnet ßfohahe, auf eine f ber wird der äna.