Zweites Blatt 162. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntag». fdunnerter und verschwägerter, nng des tfgeois Zum Teil werden. privd VE «s ms brr. Die von dem "Parteien im Kirchen wcsentlü lischen uten Publikum l ergebenst mit, lochachtungiToll ich Rühl, IM auptstraeee 91. Jtten, Rauch- mpf-Tabaken und Schreibmai* faet habe. in Bestreben, met lerksam zu bedien* nehmen gtitigil uni- :« M ■ n. Gartenlokal an ogenehmer Aufentbk. le Landessnnode hinauf für die Erörterung und runittgc trnt jkihuna dieser Frage vorbereitet und gerültet? Man hat un . Ä. . • __A - LÖ .K ... ».IM Inti a t t' * APtlfttl ttf iimbe dieser Beschlüsse, und diese Frage, die heute mehr als Irgend eine andere die kirchliche Frage ist, wird Iobalb nicht Dieder aus der Diskussion verschwinden können. Wie sind unsere Gemeinden und ihre Vertretungen btö in und kirckenseindliche, stehen auf dem Standpunkt, datz den ttrck- litten Fragen als solchen keine irgendwie ms Gewicht fallende Die „Gießener Za»tliendlRt1er" werden dem ,»nietflet* viermal wöchentlich deigelegt, da» „Mrtlsblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „randwirtichasllichen LeU- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Samstag, 3l. August |y|2 Rotationsdruck und Verlag der Vrübl'ichen Universttäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Lietzen. Wahlen zur Landesivnode geht es im Grunde genau so und nach demillben wohldewadrten Verfahren zu. Nur daß tner im allgemeinen das ifaicnelement auch den letuvn Rest von Bedeutung, den es allenfalls haben könnte, noch völlig änbüfu.unb bn der Gleichzahl baftlichen Fragen, genauer bei einer rein wirtsttaftlichen Betrachtungsweise der .iinge, mdit fiebert bleiben können Die sozialdemokratische ebenfo geimtz wie alle übrige Jugendarbeit basiert doch wohl aus der Uebcriciigung und ist gar nicht anders zu verstehen als von der Erkenntnis aus, daß es die Menschen sind, die auch die wtMchaNlichen «tragen ; I zu erörtern und ihnen eine Lösung zu finden haben, und datz eS darum auf bie Heranbilbung ber Menschen nicht weniger ankommt als auf die Erörterung ber Fragen selber Ist man aber erst einmal so weil, unb soll bie heute so moberne Jugenbarbat in ben verschiedenen Lagern nicht lediglich ein Vorwand jein, unter dem man frevlerischerweise die Jugend nur bem eigenen innerpolitischen Streit zum Opfer bringen möchte, bann kann auch die Erkenntnis auf die Tauer nicht unterdrückt werden und verborgen bleiben, dast für die Ausbildung der menschlichen Per- fönlichk.'it die Religion, als integrierender Bettanbteil der menschlichen Wesensart, ein ebenso wichtiges und unentbehrliches Moment ist, als Wissen und Können auch. Tann aber kann es nicht gleichgültig fein, von fvelcher Beschaffenheit das Instrument ist, das zur 'Hflege des religiösen Lebens in unserem Volke benimmt ist. Um ein solches nämlich handelt es sich m der organmerten (ber sog. „sichtbaren"' MirdK. Tie Zeit mutz kommen und wird kommen, in der uns bie Frage nach ber Kirche nicht mehr gleich- Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhesjen Bedeutung zuzumefsen sei. Tie einen meinen in gut protestantischer Unterschätzung ber äußeren kirchlichen Ordnungen, gatz die Pflege des persönlitt»en religiösen Lebens die Hauptsache let, und j daß es aus die Ordnung der kirchlittzen -Ungc an sich nicht ankomme Die anderen stecken noch lies im katho- rchenbegrisf, aber sie trösten sich der Ohnmacht der Mirdr? unb benfen geringschätzig: Die Kirche macht unS temen Sommer unb keinen Winter. Unser offentlitt>es Leben steht eben heute noch fast ausschließlich unter bem Einbruck unb Emnutz rein wirtschaftlicher Fragen, unb von biesem Boden her kann für bie Kirche kaum ein andere- als ein negatives Jjntereiie erwachsen. Tie Sozialdemokratie — zum guten Teil roemg- stens — sieht immer noch in der Kirtt-e, — ob mit Recht, ob mit Unrecht, kann dahingestellt bleiben, — eine stütze der „staats- erhaltenden" politischen Parteien unbjtlaubt barurn einen VernichtungSkarnvi gegen sie führen zu muffen, ber, tote sie zu Von einem Geistlichen erhalten wir folgende Zu- Isch rift: DaS künftige Jahr bringt uns in Hessen die Erneuerungs» ■in) ErganzungSwahlen für sämtliche kirchliche Körperschaften. ■Rad) herkömmlichem UsuS ist das, wie leider Manches m un-1 irrem kirchlichen Leben, eine Formalität mit viel Hokuspokus, viel umständlicher Schreiberei und ohne jede untere Bedeutung. 3bcr sollte sich irgendwo im Hessenlande jemand finden, der \ non dem Ausfall dieser Wahlen irgend etwas hofft oder irgend ctwas fürchtet. — Muß das so sein und soll das so bleiben? ■Sie Zenlawte sinb für das kirchliche Wesen gar nicht etwa bedeutungslos. Wir haben im letzten Jahr Iathoproteste für unb uioer, wir haben den Streit um bie Befetzimg ber theologuchen Sjfultät erlebt, unb bie Synobe hat auf ihrer letzten Tagung rfchlnffe gefaßt, bie, ganz abgefeben von ihrer schwerwiegenden I ranncllen Seite, eine weittragende Bedeutung für bie Weiter- ntwickelung unseres kirchlichen Wesens haben tollen unb werben. niefeen. Als Ausfuhrprämie wird habet onenbar die Zollvergütung angefehen, die Deutschland beim Export von Getreide 'unb Hülsenfrüchten sowie von Mühlensabrikaten aus Getreide und Hulsenfruchten gewährt. Diese Vergü- tunq wird bekanntlich nickt bar gezahlt, sondern es wird ein Ein fuhr schein erteilt, der zur zollfreien Einfuhr einer bem Zollwerte ber ausgefuhrlen Ware entjprrchen- September 19ß in derartigen Produkten höher, als er vorher gewesen ist, und diese, vielleicht nur vorübergehende Steigerung mag vielleicht den amerikanischen Schatzsekretär zu seinem Erlaß bestimmt haben. Ter Umstand, daß mehr amerikanische Müllereiprodukte bei uns emgefuhrt werden als deutsche nach drüben, macht es der deutschen Regierung leicht, wirksame Abwehrmatzregeln zu treffen.^ Der Erlaß des amerikanischen Schatzsekretärs gründet sich auf den § 6 des amerikanischen ^ollgesctzes vom Jahre 1909, nach welchem von Daren, für die bei ber Ausfuhr ouS bem Erzeugungslanb eine Prämie oder Vergütung getvahrl worden ist, ein Zufchlagszoll in Höl,e des Nettobetrages der Prämie oder Vergütung erhoben werden soll. Denn [bie amerikanische Regieruna diese Bestimmung in bem Sinne, wie sie jetzt gegen Deutschland Anwendung Unheil soll, allgemein durchfuhren will, dann wird sie Zuschlagszölle auch von Waren aus vielen anderen Ländern, namentlich Frankreich, erheben müssen. Sie müßte bann i. B. auch auf englisches ober holländisches Mehl, das, aus deutschem Roggen gemahlen ist, einen Zuschlags^ll legen Denn bei der Ausfuhr des Roggens aus Deutschland nach England oder Holland ist ein Einfichrscheiw I erteilt, also in gewissem Sinne Zollvergütung gewahrt worden, und der obenerwähnte Paragraph des amerikanischew iollgesetzes bestimmt ausdrücklich, datz ein Zuschlaaszoll gültig bleiben kann. e. Ä , Daß unsere heutige Ordnung ber kirchlichen Tinge vielfach! veraltet unb reformbedürftig ist, wirb von allen Seiten anerkannt. Daß bie Reform in ber Richtung nicht, bloß einer Neuregelung bes Verhältnisses von Staat unb Kirche, sondern auch iKivuuy vivi' • ----------- - -• , . -i einer 'lläruna und Revision des Rechts der Einzel gemeinde als 1 rrc Svnoden die „organ.itettte Bedeutungslosigkeit J5"“PXhoid>er‘ unb in ihrem Verhältnis zur Gesamtkirche Lanbeskirche) Inb wenn man nicht et um geflissentlich unb bWrnlliff nrtnlujep . w aleitt-falls nnbei'trittme Ucbcncugung rtxn-1 -chmähsucht unb penönhdh* oerabtetzung ber durchaus achtbar nl .^^ Sollen imr nun warten bis bie Fragen uns auf mb ehrenwerten Männer, bte tn utticrcn kirchlichen *-:^t^P!n0hc”kcn Mq^n brennen? Sollen unsere Gemeindeii ihrer Erörterung -iyen, hinter ienem Worte suchen will, wenn man lebiglich bie I (rutsckeidung unvorbereitet enlgcgengehcn? Soll biese Ent- Lacke selbst ins Auge faßt, so wird man sagen mussew. batz das stc fallen muß, irgenbanem Zufalls Macktklungel »ort den Nagel auf den Kopt trifft Man muß Nck b^cr ^ewung, w 3ät, daß bas Interesse für bie M^be^?innfran!en9btaron?ba61 kirchlichen Tinge in unseren Gemeinden erwache, daß wer irgendwie > ne sogen kirchlichen Wahlen tm Grunde eigentlich keine Dahlen, mitzurcben sich berusen fühlt, sich rege, ganz einerlei, welcher onbent — Ern eii nun gen sind, Ernennungen mit bem, \xnc ge-1 Lüftchen Partei, unb welcher theologischen ober kirchlichen Rich- ngt, ziemlich umständlichen Hokuspokus eines Wahlverfavrens, . ,-j^ ^rechnen oder verwandt fühlen mag. Gleichgültigkeit >as bei solcher Lage der Dinge als purer Humbug »Nenner- G,c bcgibt fld) cinc6 Rechtes, des Rechtes KS mfög. ki'rchlich-n Satten eegtntl.d, Mubcsnmmnng tn ber Ordnung brr ^-di.ckrn Trnge. von drm wirklich wählt. Nicki einmal alle gewählten Vertreter icwer nicht, wie manche glauben mögen, „rm entichnbenden Augen- «an wirb burrfMäiigtg ftnbeit, daß von dem kirchlichen rvahl- tmmfr nwb G^rauck machen kann, über das vielmehr recht mehr, — oft die doppelte Ul, -—von ^'"nen v a s, i in bcr Entwicklung ber Tinge bte Entscheibung gefällt Ä"scekn' Lk* übt 200. in -inrr>. wirb, unb M über tun obre lang in ibtdirr unb mnttrirll« «ifinbe von 5000, wo 40 Gfemeinbevertrctcr zu wählen und,I Hinsicht man denke nicht blotz an bie Mirtbemtrufm, man denke vielleicht 20. Wie kommen hiernach bie Wahlen zustande'? Äuchl u(J) Qn b,c möglichen Entscheidungen über bas Eigentumsrecht an , Bei bem redlichsten Wollen können sie nickt anders -Milande „gebäuden unb -gütem) sehr wichtig unb bedeutsam tocr- fonimen als daß der Kirckenvomattd eine BeriUung ball unb .wira^ngiuuUlA sich darauf hemmt, „wen man da etwa" als Er'atzmann wr | ben fmtntc-- diesen oder jenen inzwischen Verstorbenen oder durch Alters «Gebrechen 9fi>gängigen „bmmnebmen konnte ein Sohn, Richard Georg. Lich. Aufgebote: Emil Isaak, Kaufmann in Lich, mit Ienn Katz in Flieden (Kreis Fulda). — Albert Gustav Gruhn, Ohik ä Verwalter in Ahrem, mit Elifabclhe Seipp in Frankfurt a. Ä I Geborene: Juli 21. Dem Dicnstknecht Wilhelm 5a- ” eine Tochter, Marie Christiane. — 26. Dem Kaufmann Ludwi Häuser eine Tochter, Elisabeth Marie Margarete. — 27. Ter Maschinisten Konrad Friedrich Walz eine Tochter, Wilhelmin — August 2. Tom Schneidermeister Johann Georg Baher er | Sohn, Robert Georg Hermann. — 11. Tom BauuntermlM Johannes Christian Fen ein Sohn, Kart Christian. — 21. Tee Heizer Heinrich Schieserstcin eine Tochter, Rosine Katharine £in< Stcrberällc: August 2 Johann Friedrich Kemp Maurer. — 5. Heinrich Tie hl, Landwirt. Lollar. Aufgebote: August 23. Ludwig Schadeck IV., Landivn mit Margarethe Geißler, beide in Lollar. — 24. Heinnch Rudo Grein, Bahnarbeiter in Tortelwcil, mit Wilhelmine Seip in Lolla Geborene: August 21. Tem Hüttenarbeiter Heinrich dii' laus eine Tochter, Elise. — 22. Dom Ingenieur Heinrich Äonv em Sohn, Armin. — 25. Tem Hüttenarbeiter Heinrich Scho' ein Sohn, Ernst. Sterbefälle: August 27. Heinrich Frank V., Schreine: meister, 38 Jahre alt. Londorf. Geborene: August 20. Tem Pachter Philipp Schu> eine Tochter, Helene Mario. Schotten. Aufgebote: August 20. Christian Kühn, Schneidergesttt. mit Kättchen Schumacher, beide in Schotten. — 29 Kork Äa. Schubmachergesellc, mit Margarethe Feuerbach, beide in Schotte:. Geborene: August 18 Dem Weißbindergehilfen ffonr«| V«u II. nn sohn, Ernst. — 22 Tom Arbeiter Georg Johanns Meidt e,ne Tocküer, Elli. — 23 Ton, Fabnkarbeüer Fror, Hahne in Becke bei Gummersbach ein Sohn, Helmut Albert. Ureis an der Lumda. Geborene: August 13. Tem Taglöhner Wilhelm Pro» eine ^ockücr, Elisabeths. — 16. Tem Hüttenarbeiter Baltha^ Opper III. eine Tochter, Elisabetha. wieseck. Aufgebote': August 29. Konrad Rößer, Schneid««ei-eß mit Torothca Appel in Gießen. Geborene: August 17. Tem Gelbgießer Wilhelm VagN'k ein Sohn, Richard Llugust. — 21. Tom Rangierer Friedri i Deller em Sohn, Karl. — 22. Tom Fuhrunternehmer Ä«! Kreiling III. eine Tochter, Anna. — Dom LondwiN Philipp eine Tochter, Lina. lNärtte. 48—51 89-95 42—47 78-87 75-78 höchsten 52-58 93-lQi höchsten 87-9, 64-78 41-00 86-00 85-8? 63-69'/, 85-87 im Sommer 47—52 43-46 63—67 59-64 54-58 48—53 46—50 46—61 36—42 32-38 65*4-69 66-67*/, 54—57 52-66 102—10$ 100—11)5 67-00 61‘/,-00 84-00 77-00 105—112 100-107 91-90 81—b9 Ochsen. Vollfleischige, ouSgernästete. bocfjHm Schlachtwertes im Alter von 4—7 Jahren .... Tie noch nicht gezogen haben (imaefocht) _. . Junge, f.eifcinge, nicht auSgeinäsiete und ältere auSgemäsletr . • • • Lollsteifchige, jüngere Pari en. Kühr. vollsleifchige auSgeinästet« Färsen Schlachtivertes Bollsleifchige auSgeinäsiete Kühe SchlachlwerteS bis zu 7 Jahren . Wenig g»it entwickelte oäcjcn . . . ist und bleibt Scotts Emulsion. In ihr ist der nährstoffreiche, doch schwer verdauliche Lebertran in eine leicht bekömmliche Form gebracht. 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Ich werde Sie auf alle Fälle meinen Freunden, die eine Lebensdeutung ermässigt und bisgzum 7. September zum Veit; ausgelegt. Die Aufmerksamkeit von fast jedermann scheint heute auf das Werk des Mr. Clay Burton Vance gelenkt zu sein. Dieser behauptet jedoch nicht, mit übernatürlichen Kräften ausgestattet zu sein, aber er versucht doch, die Charakterzüge aller Personen durch einen einfachen Schlüssel zu enthüllen: nämlich mit Hilfe der Angabe des Geburtstages und einer Probeschrift. Die glänzendsten Anerkennungen aus allen Ständen der Bevölkerung, die unbestreitbare Genauigkeit seines erstaunlichen Könnens müssen den Beweis liefern, da-s seine Wissenschaft von unvergleichlich grosser Vollendung und Bedeutung ist. Es ist ein Uebcreinkommeu getroffen worden, nm allen Lesern des Giessener Anzeigers eine Leseprobe gratis zu verschaffen: aber es wird ausdrücklich darum gebeten, dass alle die, welche von diesem ausserordentlichen Angebot Gebrauch machen wollen, sofort darum schreiben. Wenn Sie eine genaue Beschreibung aller Ihrer Charakterzüge und Talente und aller sieh Ihnen bietenden günstigen Gelegenheiten wünschen, so senden Sic einfach Ihren vollen Namen, Ihr Geburts-Datum. -Monat und -Jahr (mit Angabe ob Herr, Frau oder Fräulein) ein, und schreiben Sie auch nachstehenden Vers handschriftlich ab: ..Ihre Kraft ist staunenswert, Man von allen Seiten hört. Deuten Sie auch mir mein Leben! Kann ich gute Hoffnung hegen?" Schicken Sie dann Ihren Brief au Mr. Clay Burton Vance, Suite: 3148, Palais Royal, Paris t Frankreich). Bitte zu' beachten, dass Briefe nach Frankreich mit dem Auslandsporto frankiert werden müssen. Sie werden gebeten, in die Kuverts weder Kupfer- noch Silbermünzen zu legen. Kinziehiuig iion Fsr-kkiiiigeii aller Art, Einholung von Auskünften im In- u. Auslande sowie zur Anfertigung von Schriftsätzen, Gesuchen und Zahlungsbefehlen rc. 5099 Nachweisbar grohe Erfolge, prima Referenzen. 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