Donnerstag, 23. IHai (9(2 Erstes Blatt Nr. 120 162. Jahrgang Die heutige Nummer umfahr 14 Seiten. der drei Finger fehlten. wie Buddhas Gebeine gefunden wurden. sich von ihnen, indem sie auch die krumme Linie als Ornament I langen, mühcvollm Versuchen und Übungen, die ein weiteres verwenden. Williamson weist aus den starken Anreiz hm, den Fahr in Amvruch nahmen, waren schließlich foe drei anderen der Totemismus aur Nachahmung von Tieren und Pflanzen bietet,, Mauern des Monumen^ lestgeitellt und die reich Mlt nbenden Zusammenhang. , , Reich ausgebildet sind die Beerdigungs-Zeremonien bei den Mafulus. Währciw die gewöhnlichen Leute in flache Gräber gelegt werden, werden die Häuptlinge nicht unter die Erde gebettet, sondern in Bäumen oder auf einer aus Stange» errichteten Flach'orm beerdigt, ahmich wie das bei anderen Pi-gmäenvölkern gcfdicht. Eine andere Sitte, die Williamson bei anderen Pygmäen, ja sogar bei den prähistorischen Europäern nachweisen will, ist die, daß eine Frau, die cm Mmö verliert, sich einen Finger abschneidct. So begegnete der Reisende einer Frau, die ihre Trauer um drei Sprößlinge durch die Verstümmelung ihrer Hand anzeigte, an Ter Bronzekasten, dessen Metall aus einer Legierung von Kupfer, Zinn, Blei und Eisen besteht, war durch das herabgesturzte Tach der Hammer beschädigt, konnte aber wieder völlig hergestellt werden. Tie drei kleinen Knochensplitter, die das Reliqmar enthielt, sind von der englischen Regierung an buddhiimche Heilig- tümer geschenkt worden. der Totemismus rnr Nachahmung von -ticren uno Pitanzen Dieter, da sich die Verehrer göttlicher Kräfte in der Natur mül)en, die Naturformen wiederzugeben: er bringt das Fehlen jeder realistischen Tarstellung put diesem Fehlen des Totemismus in engsten Buddhasiguren geschmückte Stuckfassade der einen Mauer hey vermuten, daß es sich hier wirklich um das Heiligtum der Gebeine Buddhas handelte. Tas Tenkmal muß einen Durchmeß er von 286 Fuß gehabt haben, ist also das größte Bauwerk dieser Art, das jemals im alten Hmdostan ausgeführt wurde Nachdem das Heiligtum selbst seiner Lage nach festgestellt war, war die zweite nicht minder schwere Aufgabe, in dem Trümmerhaufen nunmehr die Kammer aufzufindeu, in der die Gebeine des Reli- gionssttfters verwahrt waren. Als man schon an der Auffindung verzweifeln wollte, stieß man plötzlich tief in der Erde auf einen ganz mit Trümmern ungefüllten Raum, in dessen -tiefe fich der oielbeschriebene bronzene Haften entdecken ließ. TaS Reliquiar, in dem sich die Gebeine befanden, bestand aus einem sechs,emgen zweieinhalb zu eineinhalb Zoll großen rttistallbehaltnis, das m dem runden SR« all lasten von fünf Zoll Turchmesier und vier Zoll Hohe eingeschlossen war. Ter Teckel des Kastens zeigt drei prächtig ausgeführte Bronzesiguren rings um ein Bildnis Buddhas. Tie Reliesarbeuen an den Wanden des Kastens stellen drei sitzende Buddhas dar, die von heiligen Verehrern umgeben sind Tic Scklußgrupve zeigt Äömg Kanischka zwischen zwei Begleitern. Eine Gutrlaiide, dte, von kleinen Eroten getragen, um das ganze herumläuft, zeigt deutlich den griechischen Einsluß, Den ja die ganze Ehandara-Kunst auiweist. Ter unterste Teil itt mit fUegen- fien Gänsen geschmückt. Ter Teckel enthält Zuschriften, die Den Namen Kanischka enthalten und ebenso wie eine aufgeiunbenc Kupfermünze die Identität der Entdeckung mit dem alten »eiligtnm über allen Zweifel erheben. Weniger glatt freilidj als die Annahme der Wehrvorlagen ging dte Lösung der Teckun gs frage vor sich, die genau genommen noch gar nicht erfolgt ist, da sie wenigstens zum Teil in einem Wechsel auf die Zukunft besteht, zahlbar spätestens am 1. Lttober 1916. Ter Reichstag hat mit allen Stimmen gegen die der Polen und Sozial* demokraten dem von den Nationalliberalen und dem Zentrum vorgefchlageneii Kompromiß zugef'lnnrnt, wonach die im Rcichsfinauzgcsctz von 1909 vorgesehene Ermäßigung der Zuckersteuer erst sechs Monate nach der Einsührung eines Gesetzes in Kraft tritt, welches eine allgemeine, den verschiedenen Besitzformen gerecht roeröence Besitzsteuer vorschreibt, spätestens aber am 1. Oltober 1916, und zwar ist ein entsprechender Gesetzentwurf dem 'Reichstag bis zum 30 April 1913 vorzulegen. Weiter ist aber gegen Die Stimmen des Zentrums und der beiden lonservativen Parteien der Antrag der fortschrittlichen Volkspartei angenommen worden, wonach dein Reichstag bis zum 1. April 1913 der Er b s ch a f s st eu e r g e s e tz e n t wu r f von 1909 vorzulegen ist. Ta auch die Reichsparlei, obwohl sie, um die Verbün- beten Regierungen nicht zu binden, gegen den Antrag stimmte, ihre grundsätzliche Zustimmung eriläri hat, wäre mithin an'sich eine starke, freilich auf die im Steuerbewilligen durchaus unzuverlässige Soztaldeinokratte gestützte Mehrheit für die Erbschaftssteuer vorhanden. Was das Zentrum betrifft, so hat es sich seine cnbgülligc Stellungnahme noch Vorbehalten, aber leinen Zweifel daran gelassen, daß eS eine Reichsvermögcnssteuer vorziehen würde, während die Konservativen aui ihrer entschiedenen Oppo sition gegen die „Erbschaft Bülows" beharren. Für die Verbündeten Regierungen hat der Reiajsschatz- l'cfretär die Erklärung abgegeben, daß bis zum 30. April 1913 ein Besitzsteuereulwurs eingebracht werden soll. Wie dieser aussehen wird, bleibt natürlich abzuwarten, doch liegt es auf der Hand, daß es sich nach den im Reichstage abgegebenen Erklärungen nur um eine Vermögenssteuer oder E rb s ch a f t s st e u e r handeln kann, für die sich so ober so eine Mehrheit finden dürfte. Es wäre eine merkwürdige Fügung, wenn gerade die Finanzreform, die zur Zerklüftung der bürgerlichen Parteien geführt hat, bereit Wiederannäherung bewirken würde, uno wenn sich durch dieses Mittel — sei es nun die Besitzsteuer in Form der Erbschafts- oder der Vermögensheranziehung — der Weg zur Sanierung unserer innerpolitischen VerlMnisse bieten würde. ♦ Berlin , 22. Mai Ter Kaiser verlieh dem Reichskanzler Kreuz und Großkomture des töniglichen Hausordens von Hohenzollern, Staatssekretär v. Tirpitz die Brillanten zum Schwarzen Adlcroroen, Kriegsminister von Heeringen den Schwarzen Adlerorden und Reichsschatz- fetretär Kühn den Kronenordcn erster Klasse. Der italienisch-lüriische Krieg. Zur Ausweisung der Italiener. Konstantinopel, 2^. Mai. Tte Ausweisung der Italiener ist heute nachmittag der deutschen Botschaft befanutgegeben worden. — Ter heutige M i * n i ft e r r a t beschäftigte sich mit der Frage, wie das Ansuchen der Italiener um Aufnahme in den ottomantschen Untcrtanenöcrbanb zu erledigen sei und beschloß, nur In liencr aufzunehmen, die hier Familie haben. Konstantinopel, 22. Mai. Etwa dreißig I t a liener, darunter mehrere Israeliten, haben sich gestern an das Nationalitätenbureau mit der Bitte gewandt, man möge ihnen die o 11 o m a n i s ch e Staatsangehörigkeit verleihen. Es verlautet, die Pforte werde Garantie n verlangen, daß sie nach dem Kriege nicht wieder die italienische Staatsangehörigkeit erwerben wollen. Rom, 22. Mai. Tie „Tribuna" schreibt: „Tie Iungtürlen beschlossen die Ausweisung der Italiener, aber fie zögern, sie auszuführen, denn sie wissen, daß sie durch diesen Akt, der allen Prinzipien o c r Zivilisa t i o n widerspricht, und noch nie dagewefeu ist, ihre Maske Europa gegenüber fallen lassen und ihre Liebe zur Türkei selbst den professionellen Türkenfreunben schwer machen wurden. Tie Beietzung der Inseln konnte zuerst als ein einfacher Kriegsvorgang betrachtet roeroen, welchen der Friede rückgängig machen tonnte. Nach einer derartigen Kutidgelmng wird es felbit Europa für sehr schwierig halten, diese Inseln, tvelche von einer sehr edlen Rasse bewohnt werden, der Herrschaft eines Volkes zurückzugeben, das sich als Barbarenvolk erwies, indem es die Diplomatie zu einem internationalen Erpressungsmittel zu machen versuchte." „Gironale b Italia" schreibt: „Tas Vorgehen der Türkei beweist, daß wir es mit einem Staate zu tun haben, Der alle Eigenschaften barbarischen Ursprungs betvahrte." Aehnlich äußert sich die ganze italienische Presse. Tie Uebcrgabe von Rhodos in türkischer Beleuchtung. Konstantinopel, 22. Mai Tas KriegSmini- st er i um veröffentlicht eine längere Tarstellung der Uebcrgabe der Garnison Rhodos. In dem Be richt wird darauf hingewiesen, daß die italienischen Gruppen den lürtischen um das zehnfache überlegen waren und 24 Feld- und Gebirgsgeschütze hatten, während die Türken nur zwei Gebirgsgefchütze befaßen. Major Ab- dullah ertannie, daß Widerstand unmöglich war und nahm den Vorschlag auf Uebcrgabe unter der Bedingung an, daß der Garnison militärische Ehren erwiesen würden und die Offiziere ihre Säbel behielten. Tic türkischen • Truppen waren nur ein Bataillon stark, welches aus 8<ü aktiven Soldaten, 24 Reservisten und 66 Gendarmen bestand. *Tie Zahl der Gefangenen, die sich den Italiener Übergaben, übersteigt nicht 700. Die Uebcrgabe sand statt, nachdem die Zahl der Gefallenen dreißig Prozent des Gcsamlbcstandes erreicht hatte. Ein so weit gehender Widerstand, sagt der Bericht, ist in der Kriegsgeschichte selten. Ein solcher Kampf macht der oltomanischen Armee Ehre. Gewisse widrige Umstände Haven einen Kleinkrieg unmöglich gemacht. P e r i m, 22. Mai. Italienische Kriegsschiffe bombardierten am Montag Tubab, ohne Schaden anzurichten. Die Granaten explodierten nicht. Eine Dhau wurde östlich von Perim angehalten. Nachdem die Papiere geprüft waren, wurde ihr erlaubt, weiterzufahren; sie landete Vorräte in Tubab. Tie Italiener wollten diese an sich bringen, wurden aber vom Feuer der Türken zu- rückgeworfen. Tic Thau wurde durch das Feuer der Kriegsschiffe unabsichtlich vernichtet. Eine andere Dhau stranoetc am Sonntag in der Nähe von Tubab. Tic Araber brachten Als eine der vom religionsgeschichtlichen wie vom kulturhistorischen wie archäolgischeon SianDpunlt beoeutsamsten Entdeckungen der jüngsten Zeu muß die Auffindung der Gebeine Buddhas in einem Schutt bügel bei Peschanar an der Nordwefl- grenze Indiens gelten, die sogleich nach dem Bekannlwerden der Aufsehen erregenden Taiiacye lur- gemeldet wurde, über die aber erst jeet nähere Mitteilungen gemaajt werden. Ter erite, ber eine genaue Tarstellung der langwierigen Suche nach dieser hochlten Reliauie der buddhistischen Welt gibt, ist der indische Archäologe Nihal Singh: er kann sich in seinem Aussätze in Wide World Magazine auf den noch nicht veröffentlichten offiziellen Bericht der archäologischen Abteilung der britisch-indischen Regierung stützen. Ter französische Gelehrle Fouchier stellte 1901 in seinen „Bemerkungen über die alte Geographie von GHandara" die Behaup- tung aus, daß der Schutthügel vor den Toren der heutigen Stadt Peschawar, die an der Stehe des alten Puruschavura liegen soll, mit Namen Schah-Ii-ü-Theri, die Rumen des langgesuchten Heiligtums umschließe. Tie gleiche Ansicht hatte bereit» vier Iahrzehme vorher der erste Generaldirektor der indischen Archäologie-Abteilung, Eunningham vertreten, aber Fouchier stützte sie nun mit so überzeugenden Beweisen, daß daraufhin der Amerikaner T. B. Spooner, der von der britischen Regierung mit Grabungen in Indien beauftragt war, im Anfang des Jahres 1908 dte Grabungen nach den Geoemen Buddhas wirklich begann. Tie Arbeiten mußten in dem riesig ausgedehnten Trümmer- hügel auss Geradewohl begomten werden, und ein ganzes Jahr lang arbeiten 120 Kulis daran, tiefe Gräben durch das ganze Feld zu ziehen. Schlreßlici) meß man auf eine sa,t acht Fuß dicke massive Steinmauer^ öie von Osten jra^^ Kesten ging. Uach list in die Höll", Zentrumsmann, imer ran! ierali§nui5 ist ja an du Eä- 'f on einmal ausgiebig über bi! J ssung unterhalten — 1904.1 ) — Aber man stehl dieselbe» I damals gegen den Erbprinz»» ihern und Baden, so hier uj ), in West und Ost, überall bti-1 f das schärfste über die Tktloß 8 : zu mißbrauchen. Wir bestreik 1 u privater Wahlagitation, oben staatlich privilegiert und pr>u it ausgestattet, seine amtlü' i auf diese Weise mißbraucht i | damit direkt gegen ball ie ein Richter. nicht hat bei den elsäßischc ! st der Mißbrauch der geistig l der Wahl führen m?: z unmoralisch und ui' n Mücken und scblucken rkmnu, jßit kassieren Wahlen, weil r t unterschreibt, ein ©emtnit ! rechts), wievielmchr bin! - ■ bsckaffuna eines Au«- Beifüg". Entscheidung «chundmr» erhebung Muchs der geistlichen Gew- — Tie Entdeckung eines neuen Fresko in Pompeji. Tie überraschend reichen Funde, die in den letzten Wochen bei den nepen Ausgrabungen in Pomvm zutage gekommen sind, haben eine wertvolle Bereicherung erfahren. Am Montag wurde aui den Ausgrabungsstätten ein neues, prächtiges Fresko irei- gelegl. Man gewahrt auf die'er prachtvollen pompc, ann dien lerei die Gestalt einer Venus auf einer Quadriga von Elefant:.', die Göttin ist von Ämorttten umringt, während ihr em Eros emen Spiegel reicht. Neben den Elemmen sieht man Gemen ;n . Füllhörnern. Unter dieser schönen Tarftellung, Deren Meine c schau der Äussührung Bewunderung erregt, ächt man einen kleinen Tempel, in dessen Borraum roch aufgericfici, die GeMlt eines Mrturs stehl. Beide Fresken find ausgezeichnet erhaltey. Die Vertagung Ser Reichrtags. Ter Reichstag hat feine Arbeit getan. Man wird dem Parlament, beffen erste Session der dreizehnten Legislaturperiode gestern bis zum 26. November vertagt worden ist, nachsagen können, daß cS in den 69 Sitzungen seit der Er Öffnung am <. Februar ein ehrliches Stück Arbeit geleistet hat. Daß die Erledigung des Voranschlags erst in der letzten Sitzung, also sieben Wochen nach dem Beginn des neuen Etatsiahres erfolgt ist und wieder zu dem üdlicheu Ausweg des Etatsnotgesetzes Zuflucht genommen werden mußte, lanit dem Haufe nicht als erfchiverender Umstand äuge rechnet werden, da in erster Reihe die späte Einberufung des Reichstags daran Schuld war. Unter den besonders erfreulichen Leistungen des Parlamentes ist nächst den Wehrvorlagen das Reichs- und Staatsan gehörigkeitsgejetz zu nennen, durch welches es unseren Landsleuten im Auslande erleichtert werden soll, die Reichsangehörigkeit zu behalleu oder wiederzugewittnen, und dessen Wirkung hoffentlich in einer Stärkung des Deutschtums im Auslände bestehen wird Einen erfreulichen 'Forlschritt bedeutet ferner die sogenannte kleine S t r a f r e ch t s n o v e l le, die vor allem eine Strafmilderung bei geringfügigen Ticbstahlsvergehen, bei Unterschlagung und Betrug und für eine Anzahl Delikte die Zuläsfigkeit der Geldstrafe statt der Gefängnisstrafe vorfiehl, tvährend auf der anderen Seite eine Verschärfung der Strafen wegen Körperverletzung gegen noch nicht 18 Jahre alte ober wegen Gebrechlichkeit ober Kranlheit wehrlose Personen, bie ber Fürsorge ober Obhut des Täters umerstel-en, eintritt. Bon kleineren Vorlagen sind dann noch die Verlängerung des Handelsvertrages mit der Türkei, ber Handelsvertrag unb ber Konsular-, Rechtsschutz- unb Auslieferuugsvertrag mit Bulgarien, ber Zusatzvertrag zum Auslieferungsantrag mit Luxemburg, bie Verlängerung ber Zuckerlonvenlioii, bas Ausführungsgesetz zu bem internationalen UcbcrcinFommcn zur Bekämpfung des Mäd- chenhanbels unb bas Militärluftsahrtfürsorgegefetz zu nennen, wozu noch ber Ausbau bes Reichstagsrechtes in Gestalt der Erlvcitcruug bes Juterpellationsrechtes unb ber Einführung der ku rz e n Anfragen kommt. Als bie bebeutfamfte Leistung bes Reichstags aber ist, foie schon betont, bie ungewöhnlich schnelle unb glatte Annahme ber Wehrvorlagen anzusehen, bie in einer Form unb mit einer Einmütigkeit erfolgt ist, bereu impo- nierenber Einbruck aus bas Auslanb unverkennbar luar. In ber Thronrebe zur Eröffnung bes Reichstags mar der doffnung Ausbrnck gegeben worben, baß die Tätigkeit der Lollsvertretung dem Volk unb bem Lanbe zum Heile gereichen werbe, unb es war besoilders in bezug auf die Wehr- vorlagen gesagt worben: „Helfen Sie, geeyne Herren, diese Ausgaben zu erfüllen, so werben Sie bem Baterlanbe einen großen Dienst erweisen." Die Tatsachen haben gezeigt, daß jene in ben Reichstag gesetzten Hoffnungen vollauf - berechtigt waren, bagegen burchaus unberechtigt bic pesfi- mistifchen Vorausfagungen, bic von manchen Seiten an I ben bei ben Wahlen vom 12. Januar erfolgten Umschwung ! geknüpft worben waren. ________________________________ >°rze (3^.): mks.) -tu'«»* * den muß. ann-Hoser(Vp-)- u0 -- .ine Parteiftage. PnüenT vstadt, Zentr.): '^fchgMt werden.^ llin, Soz.): ^Versicherung 3 3b0- Veit (ftonf.) 6be?K^a,,n den Stimmen der °i. len für ungültig erklo- af Oppersdorf (b. I, > Kommission Betveiserb!. einingen hänblichsten Mitteln gegen tc der Kanzel herab düse sei der Freisinn gen ein in Bayern den starken Geistlichkeit nach dem Motio M R SU etl!ä:e I tct (3fr.) Som,nifiion. vHt (Vp.) > bie » M :t (Zentr.) 6 M Ter SitßtNtr Anzeiger Xk wriT MM Bezugspreis: erfcheint täglich, außer JSäpK rW ▼ monntlt*75Wnwertet- WM 11 ;; bla»fürb(nKreis6itben fc i ® K» IT M B M J S» E ß SH K B ■ jäbrL Eschl. Bem.... »äVJUV v& 4t. LlV4UVV wirllchastliche Seilfragen " ■ M Chefredakteur: A-Doey. sterulprech - Anschlüne: ■ ■ AV l’erantroortltd) für ben für bie Rebaktion 112, •• politischen Teil: Aum, General-Anzeiger für Oberheffen BZM fü^tiTz^eenümm" Notattsnröruck und Verlag der vrühl.schen Univ.-Vuch: und Sleindruckerei R. ränge Redaktion, Lrpedition und Drudcrti: Schniftraße 7. bie vormittags 9 Uhr. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Gefchäftrstelle Bahnhofstraße 16a. Auzeigenteü: H. Beck. Sine Zorschungrreise zu Öen Pygmäen von Neu-Guinea. I Eines der schwierigsten Probleme der Völkerkunde bieten die Eygmaen-Völker, bei denen man bic primitivsten Stufen mensch- cher Kultur auigebedt hat: bcfonbcrc Beachtung haben in letzter eit durch bic Wissenschaft in Zwergstämme von Neu-Gurnca :iunbcn. Tic Ervcdition der British Ornithologists' Union ent- :cktc Pygmäen in einer Gebirgskette, etwa 200 englische Mecken f von ber Küste von holländisch Guinea, und Tr. Rudolf Pöch V and in dem deutschen Gebiet der Insel Zwergvölker. Trc critcn | ausführlichen Berichte über ein solches piigmacnhaftcs Gcbirgs- ■ uolk in British-Ncu-Guinea, die Mafulu, erhalten wir aber nun .11 dem soebeii erschienenen Werk von R. W. Willianifon, einem mglischen Ethnologen, der srühcr Rechtsanwalt war, aber fernen krruf aufqegeben Hal, weil er, wie er selbft in der Einleitung nzählt, „ein großes Verlangen hatte, etwas vom Leben der Wilden zu sehen". Unter uncnbltdfcn klimatischen und anderen Schwierigkeiten drang Williamson m bas gebirgige »mtcrlanb des iitlc-5 von Ncu-Guinea ein und beobachtete ^in monatelangcm - Lwdium die schwer zugänglichen NkafuluS. ^.ie .r.urchichnitt.- I zrößc des erwachsenen Masulnmannes betragt nad) ben Jcei- I iungen, die der Gelehrte an zwanzig von ihnen vornahm, lock Zen- limeter; der durd)schniltliche «d)ädelindcr vt tiroa 80. xie JJia- fuluÄ sind zart und schlank gebaute, gc'chmcidig be^gliche ^n- ! ..en mit krausem Haar, bas aber nicht, wie bei '^n Nachbarn en der Küste, den perpuanischen unD meianefifchen ^?gern, fchwarz I fit, sondern in den meisten Fällen braun. Aus dtefer patlache leitet Williamson neben anderen charakterumchen Merkmalen ihre vkrwandtsdzaft mit den anderen Pngmäenvolkern h^r, so de > ^«niancii, den Scmang der malauid)cn valbmicl . ' bet Philippinen. Bei der Betrachtung der Kultur dn Mamlus teU der Gelehrte hervor, daß srck bei ihnen keine ^b'lren des I |o nft unter den Naturvölkern so allgemein üerbrcitclcn ^.oternt.m | Heben, dürgends ließ sich irgendein ^'T-erchen beobachten, nach tem das Töten unb Essen bestimmter Liere oder PNan-en wr die bestimmte soziale Gruppe verboten wäre, aac 'iuoen also auf einer Kulturftufe, die noch nid}. crneicht Hai, das sich im Totemismus und »einen A äSgestaltungen ausdrückt. Sie stehen untereinander 1 «.ftbnnben unb die Mitglieder eines sold)en Berbandes halteit I ;o« eng zu einander, daß sie ein Unrecht, das ^"bm der Zdrm jLichehen ist, wie ;. B einen Mord oder tfraiunraub, genu n cm rächen. Sonst aber ist ein Gefüllt Tur Reck'! und <^4 6 keiner Weise ausgebildet. In den Zeichnungen, die die,e P^maen am ihre Gürtel, Speere, Kürbisflaschen und ,tn einicpmfce , . l^-gt sich eine sehr beschränkte tünsilerisd)e 1 tocierung bestehl nur in geometrischen ^twen 0 Emen unb Flecken. Ihre meianefifchen Nachbarn untcrfcheiden te5k,ieil# 'S i” ch m1' itg» zweitausend Gewehre und zweihundert Lasten Munition an sich. Wieder ein Gefecht an der lunefischen Grenze. Rom, 22. Mai. Tie Agenzia Ltefani meldet aus Buch am ez vom 21. Mai: General Garieni erhielt vorgestern die Nachricht von dem Abmarsch einer feindlichen Karawane aus El Gardane. Garieni beschloß, sie am folgenden Tage zu überraschen und zu zerstreuen. Infolgedessen befahl er den Truppen in Buchamez, eine entschlossene Ä n g r i f f s b e w e g u n g nach dem Süd west en zu machen, um die Karawane zu zerstreuen und die auf der Karawanenstraße zum Schutz des Durchzuges ausgestellten, verschanzten feindlichen Truppenkörper zurückzuschlagen. Diese Operation wurde gestern glühend durchgeführt. Tie italienischen Bataillone der ersten Linie rückten bis auf 10 Kilometer vor und stürzten sich dann kübn auf die vom Feinde angelegten Schanzen, deren sie sicy trotz des hartnäckigen Widerstandes bemächtigten. Darauf machten zahlreiche feindliche Gruppen, die sich auf den benachbarten Dünen befanden, einen Gegenangriff. Die Italiener empfingen den Feind mit einem kräftigen wohlgezielten Feuer, ivodurch der Feind in die Flucht geschlagen wurde. Bei Anbruch der Nacht wollten sich die italienischen Truppen in die Verschanzungen zurückziehen, als plötzlich aus der Richtung von Zelten- es-Sidi-Said starke feindliche Schwadronen in gestrecktemGaloppherannahtenzumKampfe. Garieni ließ gegen die Feinde ein sehr wirksames Flanken- seuer durch Gebirgs- und Feldartillerke eröffnen, das den Feinden sichtlich starke Verluste beibrachte und sie zwang, sich in Hast und Unordnung zurückzuziehen. Ein Reserve- dataillon nahm die Verfolgung aus und zerstreute die letzten feindlichen Abteilungen. Am nächsten Morgen geigten sich in großer Entfernung feindliche Patrouillen, bte die Gefallenen bestatten wollten. Auf italienischer Seite wurde ein Mann getötet und neunzehn verwundet, darunter zwei Offiziere leicht, außerdem wurden sieben .Askaris verwundet. Die Reise öc$ Kaisers nach Hamburg. Homburg v. d. Höhe, 22. Mai. Der Kaiser mit Gefolge Tjat heute abend 9,40 Uhr Homburg nach achttägigem Aufenthalt verlassen und ist nach Hamburg abgereist. Die Kaiserin in Begleitung der Prinzessin Luise und Prinz Oskar ist 9,25 Uhr nach Potsdam abgefahren. Zum Llbschied waren anwesend der kommandierende General des 18. Armeekorps v. Eichhorn, Oberbürgermeister Lübke und Major v. Schmied. Aus Heften. Die Vereinfachung der Staatsverwaltung. rb. Darmstadt, 22. Mai. Der parlamentarische Sonderausschuß zur Vereinfachung der Staatsverwaltung trat heute unter Vorsitz des Staatsministers Ewald, neben dem auch die Minister Braun und v. Hombergk, sowie Geh. Rat Dr. Becker zugegen waren, zu einer längeren Beratung im Sitzungssaal der Ersten Kammer zusammen. Die Beratung drehte sich fast ausschließlich um die Frage einer Reorganisation der hessischen Steuerbehörden. Die Mitglieder der Ersten Kammer, Fürst Jsenburg-Birstein und Graf Stolberg-Roßla, hatten vor mehreren Wochen folgenden Antrag eingebracht: Wir beantragen: Großh. Regierung wolle zwecks Vereinfachung und Verbilligung bezüglich der Steuerbehörden, der staatlichen Kassen und deren Kontrollbeamten unter folgenden Gesichtspunkten Organisationsänderungen vornehmen: ,1. 1. Die Veranlagung der Steuern, sowie die Erhebung der staatlichen Gelder erfolgt in Zukunft durch eine Behörde (Finanzamt), von denen für jeden Kreis je eine zu errichten ist. Durch diese Behörde erfolgt auch die Kontrolle über die staatlichen Kassen (Untererheber). Ter Vorstand eines solchen Finanz- anttes ist ein akademisch gebildeter Finanzbeamter, welcher als leitender Beamter dem ihn unterstehenden Veranlagungsbeamten die nötigen Direktiven geben muß, die Aufsicht über die an sein Amt ^gegliederte Kasse.führt, sowie die Revision der in seinem Bezirk liegenden Untererheberstellen vornimmt. Die Veranlagung selbst erfolgt durch eMsprechend vorgebildete mittlere Beamte. 2. Tie Staatssteuern werden von den Gemeindeeinnehmern erhoben; diese erhalten für ihre Bemühungen feste Prozente der gehobenen Beträge. 3. Tie Stellen der Kontrollbeamten für Kassestellen kommen in Wegfall. 4. Die Stellen der Steuerkontrolleure wurden sämtlich durch mittlere Beamten besetzt. II. Wir ersuchen Großh. Regierung, alsbald, noch vor Abschluß dieser beantragten Reform auf die Stellen der vier Kon- trlloeure keine akademisch gebildeten Beamten, sondern nur noch mittlere Beamten einzustellen." Die Regierung hat nun zunächst bezüglich der Reor- ganisation der Steuerbehörden eine Denkschrift vor- ; gelegt, deren Darlegungen den Mittelpunkt der heutigen Beratungen bildeten. lieber den Verlauf dieser Verhandlungen werden uns von unserem Mitarbeiter telephonisch folgende offiziöse Angaben übermittelt. Zwei Ausschußmitglieder vertraten die Meinung, daß die Stellen der Finanzamtsvorstältde zum Teil statt mit akademisch vorgebildeten Beamten mit mittleren Beamten besetzt werden könnten. Die übrigen Mitglieder sprachen sich in Uebereinstimmung mit der Regierung dahin aus, daß si^ch die bisherige Organisation der Beranlagungsbehörden durchaus bewährt habe. Die Regierung stellte in Aus- sicht, minder vorgebildetes Personal in größerem Umfange wie bisher im Dienste der Verwaltung der direkten Steuern zu beschäftigen und nach Durchführung der Gemeindesteuer- reform und der den Veranlagungsbehörden durch die Reichssteuergesetzgebung gestellten und demnächst noch weiter zufallenden Aufgaben an eine Prüfung der Frage heranzutreten, ob nicht die Zahl der Finanzämter vermindert werden könne. * Eine Sitzung des Finanzausschusses. bs. Darmstadt, 22. Mai. Tie heute nachmittag abgehal- tcnc zweite Sitzung des Finanzausschusses beschästigte sich in der Hauptsache mit der Deckungsfrage des Regierungs- entwurfeS über die Neuregelung der Beamtenbezüge. Eingehende Erörterung fand insbesondere der Urkundenstempel auf Jagdpachtscheine. Auch die Erhöhung der Lehrcrgehäller von 11 Proz., wie im Entwurf vorgesehen, auf 15 Proz. war Gegenstand der Beratung. Wie verlautet, findet eine solche Er. Höhung im Sinne der letzten Plenarsitzung lebhafte Unterstützung seitens der Ausschußmüglieder. lieber Einzelheiten der Ler> Handlungen soll, wie in der ersten Sitzung, Stillschweigen bc« wahrt werden. Morgen, Donnerstag, soll die Beratung fortgesetzt werden. Deutsches Reich. Dem Staatssekretär des Reichskolanialamrs Dr. S o l f wurde der Stern zum Kronenorden zweiter Klasse verliehen. Das Junihefl der Monatsschrift „91 ord und S ü d" bringt eine Reitze von Artikeln aus der Feder hervorragender englischer Staatsmänner und Politiker, die bixrdjroeg daß Thema zzb i e deutsch-englischen Beziehung e n", die Entspannung zwischen dem Dreibund und der Tripleentente" in freundlichem Sinne behandeln, so von Lord Haldane, Balfour, Bonar Law, Sir Frank Lescelles, Baron Alfred Rothschild. ---— . ----- - — — --------- - — Ausland. Aus Wien wird gemeldet: Tie Einleitung einer nationalen Sammlung zur Schaffung einer Luftflotte nach dem Beispiel von Deutschland, Frankreich, Rußland und Italien steht unmittelbar bevor. Tas Ministerium des Innern bat die Genehmigung zu der Sammlung in allen Kronländern bereits erteilt. Die Führer der Frauenstimmrechtsbewegung in England Mrs. Pankhurst, Mr. Petnick Lawrence und dessen Frcor, die wegen staatsgefahrlicher Umtriebe angefiagt, sind schuldig befunden und alle zu neun Monaten Gefängnis verurteilt worden. Zturmszenen im ungarischen Abgeordnetenhaus. Arn gestrigen Mittwoch sollte im ungarischen Abgeordnetenhaus die Präsidentenwahl vorgenommen werden. Die obstruierende Opposition suchte das durch langwierige Erörterungen über die Hausordnung zu hindern. Es kam schließlich zu den stürmischsten Auftritten, über die uns folgender Bericht vorliegt: Ofen pest, 22. Mai. (Abgeordnetenhaus.) Gegen 2 Uhr nachmittags verkündete der Vizepräsident B e ö t y , daß zur W a h l des Präsidenten geschritten werde. Diese Erklärung wurde von der Opposition mit großem Lärm und st ü r m i s ch e n Zurufen ausgenommen. Ter Präsident erteilte einigen Abgeordneten Ordnungsrufe und verwies sie wegen Widersätzlichkeit an den Jmmunitätsausschuß. Als der erste Stimmzettel in die Urne geworfen wurde, stürzte Julius Kovacs (Bauernpartei zur Urne und stieß diese zu Boden. Hierauf entstand ein unbeschreiblicher Tumult und ein Handgemenge. Verschiedene Abgeordnete bemühten sich vergebens, die Ruhe wiederherzustellen. Der Präsident sah sich genötigt, die Sitzung z u suspendieren. Bei der Wiedereröffnung schien sich die Aufregung gelegt zu haben und die Urne wurde wieder auf den Tisch gestellt. Tie Opposition verließ den Saal und die unterbrochene Abstimmung wurde fortgesetzt. Von den Mitgliedern der Regierungspartei, die im Saale geblieben waren, wurden sämtliche Stimmen (210'» auf den Grafen Tisza abgegeben, der hiermit zum Präsidenten gewählt ist. In seiner Eröffnungsrede sagte Tisza, er werde stets mit dem Pflichtgefühl und der Verantwortlichkeit eines ehrlichen Mannes feines Amtes walten. Bezüglich der Obstruktion sagte er, es gäbe fein Mitglied des Hauses, welches sich nicht schon einmal verurteilend über die Obstruktion geäußert hätte. Tie Regierungspartei bereitete dem neuen Präsidenten stürmische Kundgebungen. Die „Neue Freie Presse" meldet noch: In einer Besprechung der ungarischen Oppositionspartei wurde der Beschluß gefaßt, die Obstruktion gegen di e Wehrvorlage vorläufig e i n i u ft e 11 e n. Die sozialdemokratische Partei fordert alle Arbeiter auf, in den Ausstand zu treten und vor das Parlamentsgebaude zu ziehen, um dort Kundgebungen gegen das gewaltsame Vorgehen der Mehrheit im Abgeordnetenhause und für das allgemeine und gleiche Wahlrecht zu veranstalten. Radau im österreichischen Wehrausschuß. Wien, 22. Mai. In der heutigen Sitzung des Wehr- a u s s ch u s s e s sprach der Sozialist W i n a r s k y gegen die Vorgänge in Ungarn und richtete heftige Angriffe gegen die Krone. Unmittelbar darauf erhob sich der Landesverteidigungsminister von Georgi und verließ in Begleitung seines Adjutanten den Sitzungssaal. Der Vorsitzende erteilte Winarsky einen Ordnungsruf, der protokolliert wurde. Aus den Reihen der Mehrheit erschollen Entrüstungsrufe. Abgeordneter Winarsky sagte, daß die Herren der Mehrheit und insbesondere des deutsch-nationalen Verbandes keinen Anlaß hätten, sich aufzuregen, da sie selbst erst vor nicht so langer Zeit: Hoch Hohenzollern! gerufen hätten. Infolge dieser Bemerkung kam es zu erregten Szenen zwischen dem Redner und deutsch-radikalen Abgeordneten. Der anhaltende Lärm legte sich erst, als Winarsky seine Rede beendet hatte. Darauf kehrte auch der Landesverteidigungsminister wieder in den Sitzungssaal zurück. Der verbrauch von Brotgetreide hat im Deutschen Reich seit der Einführung des neuen Zolltarifs nachgelassen. Zu diesem Ergebnis ist das Kaiserliche Statistische Amt bei der Berechnung der für menschliche und tierische Ernährung und für gewerbliche Zwecke in den letzten Erntejahren (1. Juli 1901 bis 30. Juni 1911) verbrauchten Mengen von Getreide gelangt. An der Hand dieser Berechnung seien nachstehend die Zahlen für die beiden Jahrfünste, 1. Juli 1901 bis 30. Juni 1906 und 1. Juli 1906 bis 30. Juni 1911, miteinander verglichen. Die inländische .Produktion (nach Abzug der Aussaat), die Ausfuhr und Einfuhr von Weizen, .Spelz und Roggen Haven im Jahresdurchschnitt betragen (Tonnen): 1901/06 1906/11 JnlandSproduktion 11 977 199 18 187 766 Ausfuhr 630185 1165 322 Bleiben 11 447 064 12 062 648 Einfuhr 2 910195 2 770 746 Zusammen 14 857 250 14 803 288 Hiernach hat sich die einheimische Produktion von Brotgetreide zwar vermehrt; aber auch die Ausfuhr ist sehr stark gewachsen, während die Einfuhr abgenommen hat. Auf den Kopf kamen im Durchschnitt jährlich: 1901/06 1906/11 Weizen und Spelz 94,4 kg 89,9 kg Roggen 149,4 , 143,7 , Zusammen 243,8 kg 233,6 kg Ter Verbrauch pro Kopf war demnach im letzten Jahrfünft um rund 10 Kilogramm jährlich geringer als im oorausgegangenen Jahrfünft. Es wäre verkehrt, für diesen Rückgang die Zollerhöhungen auf Getreide verantwortlich zu machen, die der am 1. März 1906 in Kraft getretene Zolltarif gebracht Hal. Aus den vorstehenden Zahlen läßt sich noch keineswegs auf einen dauernden Rückgang schließen, auch nicht daraus, daß gerade der Verbrauch für menschliche Ernährung abgenommen bat. Brotgetreide, insbesondere Roggen, wird vielfach auch zur Viehfütterung verwendet. Diese Art der Verwendung ist aber offenbar in den letzten Jahren zurückgegangen. Darauf läßt namentlich die starke Zunahme der Einfuhr von ausländischen Futterstoffen, besonders von Futtergerste, schließen. Hat aber trotzdem ein kleiner Rückgang auch im Verbrauch für menschliche Ernährung stattgefunden, so ist er sicher durch die Zunahme im Verbrauch von Nahrungsstoffen tierischen Ursprungs ausgeglichen worden. Aus Stadt und Land. Gießen, 23. Mai 1912. "TageSkalender für Donnerstag, 28. Mai. Wehrverein: Vortrag von Generalleutnant v. Wrochem über „Notwendigkeit und Ziele des deutschen Wehrvereins". Abends 8tf Uhr in Stein» Garten. * •• Vom Großh. Hose. Tic Rückkehr deS Groß- herzogSpaar eL aus Livadia ist verschoben worden. Tas Hosmatschallanit erwartet den Landcsherrn erst am 31. Mai. •• Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Rob. Eichberger aus Seligenstadt die Lebrerstelle an der kath. Schule zu Gau-Weinheim. ** Nachweis der Befähigung zur Uebernahme eines Kirchenamts. lieber den Beim der zur Uebernahme eines Kirckenamts notlvendigen Eigenschaften haben den Nachweis erbracht die katholischen Geistlichen Jak. Brunnengraber aus Lorsch, Bal. Gönner aus Kostheim, Otto Jakob aus Schallodenbach (Rbeinpfalz), Dilh. Jäger aus Offenbach. ?vricbi. Sennert aus Main;, Gg. Potb aus Tromersheim, Hch. Reichert aus Aschaffenburg, Peter Sckwahn au5 Mainz, 'saf. Seeger aus Nicder-Olm, Hch. Dettig au5 Mainz und Heb Zimmermann aus Mainz. ** Hessischer Fürsorgeverein für Krüp- pel. Am 21. ds. Mts. hielt der Verein in Darmstadt seine Mitgliederversammlung ab. Geh. Regierungsrat Tr. Diep als Vorsitzender erstattete den Bericht für 1911, das erste Vereinsjahr, das in erster Linie der Organisation und der Werbung von Mitgliedern gewidmet war. Tie Zahl der Mitglieder betrug Ende 1911 528 mit über 3700 Mk Beiträgen und ist über die einzelnen Bezirke des Landes sehr ungleich verteilt. Tie Mitgliederzahl beträgt z. B. in der Stadt Tarmstadt 137, in Offenbach dagegen nur 24, in Mainz 32, in Worms 15. In den Kreisen Bensheim sind fünf, Groß-Gerau fünf, Heppenheim sieben, Oppenheim zwei, Büdingen drei, Friedberg fünf, Lauterbach acht Mitglieder vorhanden. Es ist zu hofsen und zu wünschen, daß auch in diesen Bezirken die humanen Beslrebungen des Vereins durch Beitritt von Mitgliedern Anerkennung und Unterstützung finden werden. Trotz der beschränkten finanziellen Mittel ist es dem Verein gelungen, allen an ihn herantretenden Unterstüyungsgesuchen, soweit sie den Rahmen der Vereinstätigkeit nicht überschritten, gerecht zu tu erben. Es wurden Zuschüsse zur Beschaffung von Stützkorsetts usw., Beiträge zur beruflichen Ausbildung, zu Behandlungen im Krüppelheim und in Krankenhäusern gewährt. Ae ständig steigende Zahl der Gesuche beweist, daß der Verein immer bekannter und immer mehr gewürdigt wird. Für 1912 wurde kein besonderer Voranschlag aufgestellt, die eingehenden Beiträge sollen zu Unterstützungen verwandt werden. Ter Schatzmeister, Hauptlehrer Lösch, erstattete Bericht über die Rechnung. Zur Prüfung der Rechnung für 1911 wurden Sanitätsrat Dr. Kolb und Amtmann Krapp gewählt. Die von dem Vorstand beantragten Aenderungen der Satzung wurden einstimmig genehmigt. Sodann wurden an Stelle der nach Darmstadt versetzten Vorstandsmitglieder Professor Dr. Frentzel, früher Worms, und Ober- medizinalrat Dr. Balser, früher Mainz, Bürgermeister Dr. Schmidt in Mainz und Kreisassistenzarzt Dr. Fresenius in Worms als Vorstandsmitglieder für Rheinhessen, sowie Tekan Sauerwein, Alsfeld, als Vorstanbsmttglied für Ober- Hessen gewählt. ** Deutsche Burgenfahrt. Tie Vereinigung zur Erhaltung deutscher Burgen hat Vorsorge getroffen, daß an den auf der diesjährigen Burgenfahrt berührten historisch bedeutsamen Statten von genauen Kennern der Geschichte dieser Orte Vorträge gehalten werben. Auf ber Burg Nassau wirb Baucat Beilstein einen Vortrag halten, auf bem Stammschloß bes Freiherrn vom und zum Stein Lehrer Bubinger, wahrend Rentmeister Lück l)ter die Führung übernommen hat. Ferner halten Vorträge: Domkapitular Geistlicher Rac Tr. Höhler im Dom zu Limburg, Generalmajor z. D. von Hepke in der Burg Runkel, Professor Gropius im Schloß zu Weil« bürg, Fürstlicher Baurat Seiler imSchloßzuBraun« f els, Professor Dr. Gloel auf der Ruine Kalsmunl bei Wetzlar, Archiv rat Dr. Küch im Schloß, bezw. im Staatsarchiv zu Marburg, Universitätsrektor Pros. Dr. Schenck in ber Universität unb Lyzeumsbirektvc Dr, Seehausen in der St. Elis abethkirche zu War« bürg. ** Billige Fleischn ahr una in gekochtem Zu- stanbe wirb nach Pfingsten, ansangeno in Gießen, unter Kontrolle ber Schlachthof-Direktion in ben Verkehr gebracht. Man hat zu bem Zweck in einem frei gewordenen Gebäude ber alten Schlachthofsanlage einen Dämpfer ober Kochapparat ausgestellt, um bas als bedingt tauglich befun- bene Fleisch, welches ohne Vorhandensein einer solchen Einrichtung der Verachtung anyeim fallen mußte, für die menschliche Nahrung geeignet zu machen. Bei ächn-eme« hat man sich seit einigen Jahren schon in der Weise geholfen, baß man einen Teil bes bebingt tauglichen Fleisches einpökelte und dann auf bie Freibank brachte. Durch das Verfahren mit dem Dämpfer ist jede Gefahr einer Krank- lMtserregung ausgeschlossen. Es tmrd durch bie Zuführung von gebämpftem Fleisch in den Konsum für eine gewisse Bevölkerungsschichl eine billige Fleisch nah rung ge- schaffen. In.Gießen hanbelte es sich 1910/11 um 15 Sluck Großvieh, fünf Kälber unb Schafe und 26 .Schweine, vov letzteren wurden sechs durch Pöckelung verwertet. ** Bon ber Zeltmission wird uns geschrieben: Emr aufmerksame Zuhörerschaft hatte sich gestern abend trotz des regnerischen Wetters eingefunden, um dem angezeigten Vortrag für Gebildete mit dem Thema: „W e11zweck" zu lauschen. Der Redner wies zunächst nach, daß weder Naturwissenschaft noch Philosophie bis jetzt eine Lösung des Welträtsels hcrbeigefühtt haben und sprach dann der Wifsenschaft kurzerhand das Urteil auf diesem Gebiet ab, da es sich dabei um transzendente Wirklichkeiten handle, zu deren Erforschung dem Menschen keine Mittel zu Gebote ständen. Nachdem er sodann auf die verderblichen Kons»- quen-en einer materialistischen Weltanschauung hingcwiesen haue, ging er zur posftiven Beantwortung der Frage über, ert Zug in ;n>ei Hälften, mit der einen Hälfte fuhr der Führer, elfen ^taschmchen sich inzwischen etwas „erholt" hatte, erhobenen mutt’- von bannen, gen Stoßdorf zu, die andere Hälfte nebst Erhalt" einem ungewissen Schicksal überlassend. Tie Insassen tefer Hälfte machten inzwischen einen Abstecher in den frischen Wald, wanden Guirlanben und schmückten mit dem maien- ru'dxn Grün Türen und Jmister ber Wagen. Nach einer weiteren ;:unö- war man in Roßdorf wieder -usammengekoppelt unb nun , mfl di ffahrl nach Groß-Zimmern, wo man spät abends lan cc:e. Halb Groß»Zimmern war auf den Beinen, lauter Jubelruf legrüßkc den Zug, für den man schlimmes fürchtete. Landkreis Gießen. --- 2ich, 22. Mai. Der hier für den 28. Mai aor- gesehene Schweinemarkt wird nicht abgehalten. Kreis Schotten. 8 Unter-Seibcrtenrod, 22. Mai. Ter Dbmlaui durch unsere Gemarkung ist mit Forellen gut besetzt. Diesen Stöbt aber bei frljrjtiebrigm Wasserstwid bas Verderben. Tas rar im vorigen Sommer der Fall Durch die damalige große Irodenbeit ivurdc das Flußbett audgetrxxfnct Nur in einigen lür.tpem stand noch Wasser. Hierin hatten sich die Forellen i:'iüd)tet Al> auch diese austrockneten, gingen die Forellen zu- j-unbe lieber all sah man die Fische verendet liegen. Ter 'nr-lbnbeftanb frisckst sich aber stets wieder mit dem Steigen >>z Wassers auf und zwar aus dem Wasserlauf von Lber-Ohmen, i i! ! ii n mellenbezirk des ganzen OhmbacheS. Ein außer- i .prf nlid) niedriger Wasfentand, wie er um diese Zeit kaum •obad tet wurde, war auch jetzt mürber cinactreten, unb wiederum drohte dem Fisckibestand ber Untergang. Zur höchsten Zeit setzte aber >ctzt ausgiebiger Regen ein, der den Wasserstand wieder hebt. KreiS Frievderg. 1^. Friedberg, 22. Mai. Heute nacht verschied rin geachteter Mitbürger unserer Stadt, der langjährige Präsident der hiesigen Handelskammer, Kommerzienrat Fertsch. Der Verstorbene war lange Jahre Mitglied bcr diesigen Stadtverordnetenversammlung und gehörte der fortschrittlichen VollSpartei an. w. Bad-Nauheim, 23. Mai. Die Großherzöge von Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg- Ztrelitz sind mit Gefolge zur Kur hier eingetroffen und im Earltonhotcl abgesliegen. Starkenburg und Rheinheffen. (!, Mainz, 22 Mai Der Sckifferstreik befrnt sich immer mehr aus, indem nun auch Die Mains chisse r n den Ausstand getreten sind. Zurzeit streiken über 3000 Schiffer. W. Worms, 22. Mai In dem benachbarten T i st e l s l) c i m schlug der B l i tz in ein W i n g e r t h ä u S chen, in das sich eine Anzahl Leute geflüchtet hatte. Die Ehefrau Johanna Geil' wurde vom Blitz erfchla^ gen, ein Arbeiter wurde gelähmt, die übrigen kamen mit dem Schrecken davon. Hessen-Nassau. r. Marburg, 22. Mai. Die Einlveihung des Denkmals für den Chirurgen Geh. Rat Prvf. Dr. Wilh. Roser, der am 16. Dezember 1888 starb, ist auf Sonntag, 9. Juni festgesetzt Das Denkmal erhält seinen Standort an der oberen Ketzerbach, am Eingang der Roserstraße un> der Straße nach Bad Marbach. X Hanau, 23. Mai. Nach den jetzt vorliegenden lestamentbestimmungen hat der verstorbene Bijouterie- sobrikant Caesar Böhm die Stabt Hanau als alleinige Erbin seines beträchtlichen, auf etwa 7 800 000 Mk. tu veranschlagenden Vermögens eingesetzt. Aus diesem Vermächtnis hat die Stadt an Verwandte des Verstorbenen sowie an gemeinnützige Vereine und Anstalten lBaterlan- discher Frauenverein und Tiakonissenheim je 5000 Mk.) i-unb 100 000 Mk. zu zahlen, sowie für verichtedcne Personen ausgesetzte JahreSrenten im Betrage von etwa 13 000 Mark zu bestreiten, von den Zinsen und Einkünften des Vermächtnisses sollen »nach Abzug der Renten jährlich 5 Prozent zum Kapital geschlagen werden. Die Verwendung der dann noch verfügbaren Mittel hat zu erfolgen zu ge- meinnützigen Zivccken in Hanau, besonders zur Verschöne- runq der Stadt, zu sozialen, hpgienischen Einrichtungen etwa zur Errichtung eines Schrvimmbades oder bergt ), weiter zu Zwecken ber Wohltätigkeit und zur Unterstützung von bedürftigen Einwohnern außerhalb der gesetzlichen .'srmenpflege. Das Müllheimer Eisenbahnunglück vor Gericht. O Freiburg 1. Br., 22. Mai. Arn heutigen Vormittag wurden auf dem hiesigen Hauptbahn Hof BrSeri'ndehährten mit einem Probezug unternommen, der genau | oie bcr verunglückte Zug zufammeiige,teilt war. Nad,mittags ■ iz,4 Uhr wurde bic Verhandlung.wieder aufgenommen unb in ber |Uiörierung der Schulbftage des Zugführers Bähr sortgefahven. I Tie Aul läge wirft Bähr vor, baß er bie Notbrem,e zu l^U ge- ■ Men unb dadurch das Unglück mitoendfulbet habe: auch habe t -r unterlassen, die Strecke und das Ma'chmeiwer'onal^zu toxi» I rolliercn Aus Antrag des Verteidigers RechtsanwaltSt raub ' rirb der praltisd e W Dr. Fischer öctbelberg), welcher ben f Angeklagten Bahr heute noch behandelt als Zemge dastrr ver- i itommen, daß Bälrr aus Schreck über die |chEe dabrt beim r öaltcsignal eine Lähmung erlitten habe. Verschißene Lobonwttv- führer geben an, daß der Zugführer des Zuges 9 das ^orsisnal jjnt Einfalntssignal in Müllheim zwar aus weiter Ferne beobachten könne, aber nicht unterscheiden könne, was es für ein Signal.sei. F'N der Nähe sei es für ben Zugführer wegen ber ungunfhgen Lage nidii mehr sichtbar — Zugführer Heim gibt an, datz er audi In Berlin stießen gestern abend am Kurfürstcndamm zwei Autodroschken zusammen. Der ynsasse ber einen, Land- tagsabgeordneter Dr. Grünenberg, erlitt eine schwere Vcr letzung am Knie. Am Mittwoch ist ber Reserveleutnant im 2. Garde-Ulanen regiment, Freiherr v. Richthofen, ber zu z w ei Z a h r c n Festungshaft verurteilt worben war, weil tr jen Maler von Gasfton m bcr Iungsemheide im Duell erschossen hatte, nach aditmonatiger Festungshaft beg nabigt worden. In Gronenberg wurde bie Frau des Packers Hofschmidt plötzlich wahnsinnig. Sic legte ihr 'zweijähriges Kind unter die Brotmaschine unb durchschnitt ihm ben Hals. Die beiden Einbrecher, die in Nauen drei Einbrüche verübten und auf der Flucht erschossen wurden, sind als bcr 36jährige Arbeiter Max Koch unb bcr gleichaltrige Arbeiter.Fritz Pieper festgestellt worben. Pieper war es, der ben AmtSdiener Klein- schmied und seinen Mithelfer erschossen hat. Gestern fuhr der Blitz bei Fürth in Bayern in ein Fuhrwerk, tötete ben auf bem Bock sitzenden Händler Mütter und betäubte den Kutscher. In Kattowitz erschoß in der Nacht ber Kutscher Schmel nach vorausgegangenem Streit seine Ehefrau, die Mutter von sieben Kindern, unb versuchte sich bann selbst zu erschießen, indem er sich zwei Kugeln in ben Mund jagte, die aber nur bie Augen verletzten. Schmel, der dem Trünke ergeben ist, unterhielt ein Liebesverhältnis, während bie Frau für den Unterhalt der Familie sorgen mußte. Im P i tz t a l e zerstörte nach einer Meldung aus Innsbruck eine Lawine bic Trahtverbindungen und machte den Verkehr unmöglich. Im Valesertale gehen feit etwa acht Tagen ununterbrochen Felsstürze nieder. Im Karwendelgebiet sind durch das Hochwasser die Wege stark beschädigt. In Paris erschoß ein 80jähriger Greis aus unbekanntem Anlaß seinen Mieter, einen 60jährigen Maler. lieber Compiögne unb seiner Umgebung ist ein starkes Unwetter niedergegangen. Ter Blitz schlug in eine Kirche ein und der Kirchturm durchschlug ftn Fallen die Dächer mehrerer Häuser. Vier Vorübergehende sowie ber gerabc in ber Kirche be- billt. bst geholfen, wird helfe» in allen Fallen, wo Sie voa Rheuma. Hexenschuss. Zahn* und Koplweb, Rücken- and Magenschmerzengeplagt sind. Amol Ist auch ein universelles ToUettemlttel. Amol stirbt, erquickt, erfrischt, belebt! Anerkannt und empfohlen von hervorrarendae Aerzten. Preis * Hasche 60 PI, 75 PI, 1-25 M, 2 M. Amol-Versand, Hamburg. Za haben in allen Apotheken u. Drogerien« lindlichc Vikar wurden durch tzcraLsallcndcs Gestein schwer verletzt. In Mailand wurden drei elegant ä. Mrnge barcr Juwelen, die bei einem Diebstahl am 1- Mai d^ in einer Juwelenhandlung in Genf entwendet ivoiden sind Zn Stvrum entstand zwisrden den Mitgliedern mrarererI Fußballklubs eine Schlägerei, wobei ein tLNener Spieler einen Schädelbruch erlitt. Er erlag ben Verletzungen. Vier Personen wurden verhaftet. Bei tleberjduvemmungen in den Bergwerken von Gatieo unb der Umgegend von Antosagasta in Chile sind 40 PerIonen umgekommen und verletzt worden. , vstchertifch. — Hans von Kahlenberg, Tie ScmbritzknS. vornan. Vüa, Teutscheo Perlagshaus, BerliN'Ch Dieser Roman zweier junger Mäddien auS verarmtem Adcl^geschledst, deren Entwicklungsgang dicht am Abgrundrand und Großstadt- umpf Dorübcrfübn, bietet eine unterhaltende Lektüre, wenn daS Werk auch nicht als Kunstwerk aniiisprcchen ist. — Dr. Rich Hennig, Alfred Nobel, der Erfinder des Tonamits und Gründer der Nobelstiftung Erne biograpbiidK Skizze Mit 12 Abbildungen. Stuttgart 1912 Verlag der» Technischen Monatshefte (Franckdsche VerlagShandlungf. Der lerfasser hat es in seiner Biographie unternommen, ein getreues Lebensbild Nobels zu zeichnen, ein Lebensbild nicht nur des genialen Gelehrten, Ingenieurs und Erftnders, sondeni auch deS Menschen Hennigs fesselnde Schilderung der Perfönlichtzett gibt unS einen Einblick in das Wesen dieses seltenen Mannes und in fein unendlich arbeitsreiches ft orf eher leben Besonders interessant sind HenmgS Mitteilungen über Nobels ftreundschaftsver- lfältnis zu der bekannten Friedensprophetin Berta v. Suttner, deren Einfluß auf Nobels Fühlen und Handeln von hervorragender Bedeutung war und in seinem Testament beredten Ausdruck fand. Wir lesen weiter ausführlich über das Zustandekommen des Tvna- mits und der vielen sonstigen bedeutenden Erftndungen Alfred Nobels. — Das Buch umfaßt 17 Mavid undt ist mit 12 Abbildungen und einem ftah'tnnlebrief Nobels ausgestattet Im Anhang befinbet sich eine tabellarische Uebersicht der bisherigen Nobelpreisträger. MSK- V Mld mich d" M 1“Ä Sc. i höbet uin ^j4£It > -uns ^hSetberbH®?51 y ib“in(S£j je: Einenfir". nes WtS aneM k in «rn ____ werde d , Kamen Helenenquelle. Zo haben In allen Apotheken and Drogerien. FOretilche Wlldunger Mineralquellen, Bad Wildungen. Flaachen- weraand 1911: 2 071 167. Badegiate 1911: 13 598. fohlen direkt am Walde und schönem Höhenluftkurort >■, Oilln.Cr|TlfUJU 25iefental,ru6iflcVaoe,9abnftnt. UnrhwaifihaiiQPn Pension zu 3.— und 3.50 Mk. Gasthaus »Zum Babnbos-. nULII WdlUlkWbcn ; oh Wilhelm Körner. Lau bu*-Eschbach i.Taun. sK \ ogelsberg SOOmlOberhess, b». K.3812 Wilhelm Körner. Lanbuo-tSchbarh i.Timn. ' B°4 L. 36 12 B°/. und befriedigt durch sein entzückendes Aus- Luftkurort sehen den verwöhntesten Kunden. a”/» Post Prutz, Tirol, Station Vandcck. Entzück. C*v5 ------ frei d. Sturöcrroaltunn Schulstrasse IO Telephon 435 sowie schwarze und braune Hotel Hirsch (A. Andler) 70 > 5.50 > \Z Id“/. Biograph Plockstr. 12. [04394] Plockstr. 12. Jeder Film ein Schlager! 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Vorlage der voraeprüsten Rechnung für 1911 un Erstattung des Rechenfchastsberichts. 3. Verteiluugsvorschlag bezüglich des Reingewinns. 4. Bericht über die Elisabeth-Lleinkinderschule für 1911 5. Mitteilung des Ergebnisies der gesetzlichen Revifioi 6. Wahlen in den Vorstand und AusfichtSrat. 7. Wertzuwachsstcuer; hier: Aenderttug der Statuier 8. Erbauung eines Ledigenheims. Die Rechnung für 1911 liegt acht Tage lang zu Einsicht der Genossen, Johannesstrabe b, offen. NB. Es wird besonders darauf hiuaewiesen, ba: diese Generaloerlammluuq nach § 30 der Satzungen av alle Fälle beschlußkähig ist. Gieben, am 22. Mai 1912. T" Ter Borntzendc deo Aufsichtsrats der Vau genonenschaft des cvangcl. Arbeitervereins zu Gießen Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftp'lick Dr. Krausmüller. ' s C, : uMölvlM §ir erhalten neber die -Ir V Jtr die 3ntc I 'f . gibt folgei Achictt sei: Tnrch die ? . -.Langsdorf ■'"heit vorbeig ’ ffoi Lauernsl an der Unu Institut so c - ^bildung rwn ’ ,v,;gi waren- Entsprechend 1 tanimer rourbc L^jen, ob nid) lauscht sei- L »er des Sauei Leber sche Im-geslalmng md rranfung des y Querung durd I urcrnin erscherni ! r Vertreter des mei, das ürbe \ iltren, so mußte 'Gelegenheit me Um die Situo j ^dien Landivii iü LpezialinstiNr rar gefährdeten i Hörern sich ' Ü^rat Grüne I i den Bedürf | Lieser Antrac [ 16en Ltaatsbi ck allein von de in hl unterstützt, icyrbem iwch R p;n öelmold 2it geborenen li- 6;e Hilfe des Ifcun, bekämpfen .me Einrich r- fibalten und er F schreiben. - an dieser Tal Pte tinsichtsvollere Itidenbach, Fenc Lnkchmslen, den iBittoi. rie praktische '.'Ibjic !^ig über sich e aftliche Lok Ipde Sntschlii .^ü heute am lügende, zal f Schluß gefaßl ar. der Landes tZ "hallen u bereit zu fiel sMnesse bi ’,®’<*n Landwir L hierfür get -"ein,Gießen, } Orangenblüten- Linden- Blüten- Feld-Blüten- HONIG garantiert rein OpHma-Fahrräder flnb een aetowrefimrt 6üic u. 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Hert zugc- schriebenen nachstehend verzeichneten Parzellen versteigert zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft: 3/135=710 =86 qm Grabgarten über den alten nnd neuen Eickgnrten am Steinweg 3/1357/ln = 393 qm Hofreite daselbst 3/136r/,o = 433 qm Hofreite daielbst 3/137*/10 — 57 qm Grabgarten daselbst 3/138* io — 196 qm Hofreite daselbst 3/139"/10 = 59 qm Grabgarten daselbst. Der Zuschlag kann amtsgerichtlich erteilt werden, auch wenn die Tarationen nicht erreicht werden. Gieben, den 19. April 1912. Grobh. Ortsgericht. ________Gros.________ K. 42/12 B a/? Donnerstag, 27. Juni 1912, nachmittags 3 Uhr, werden in unserem Amtszimmer die dem Gastwirt Carl List in Gieben zugeschriebenen nachstehend verzeichneten Parzellen ver- üeigert: 8-Iiirl3/91/io—377qm Hofreite ans den 20 Morgen Jlur 13/96/,,, = 149 qm Grabgarten daselbst. Gieben, den 8. Mai 1912. Grobh. Ortsgericht Gieben. Gros. Sommerfrische Liesberg fBogelsbeni | Bahnstation der Bahnlinie Stockheim-Gedern. Waldreiche Gebirgslage. 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