162 Zahrgany Zweites Blatt D. 174 » Nh. 2,00, politische Tagesschau pnS>n । imielB.I Sellerswegl Giessen. laxier- Hocke len-Auswahl! lüge Preise! H. Platz '*«*?• un< tjanöelspolitifdjer Umschwung in den vereinigten Staaten? Erscheint täglich mit Ausnahme des ConntagS. Die „Gletzener Samilitnblätltr" werden dem vierinal «vöchentlich beigelegt, daS '.Krcisblalt fflr den Kreis Sietzen ' zweimal wöchentlich. Die „Landwirlschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. iweizerkäic.MU ibutflcr/Biö. 50 v er,1031.70^.8» St.85Ma.ReiiM ,Pid.1.45. Malslr Gerstel, Pid.20 ftk fternictic,^ib.36: : Äl)miericiie,20t ft MS teil er Liter 30 Psg. Freitag, 2b. Zuli 1912 Rotationsdruck und Verlag der Br üblichen UnwersilätS-Buch- und Cteindruckerei. R. Lange, Dießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: bckul- stratze 7. Expedition und Verlag: Redaktion:112. Tel.-2ldru^lnzeigerSleßea. wahrscheinlich ist — und sich außerdem zu ähnlichen Gegen settigkeitsverträgen nrit den europäischen Staaten verstehet'. Dies setzt wieder voraus, das; die letzteren, insbesondere Deutschland, ihr bisheriges handelspolitisches System, zum mindesten gegenüber der Neuen Welt, aufgeben, da sicli bei Beibehaltung der allgemeinen, untersdnedslosen Meist- begünstigung schwerlich Gegenieirigkeitsverträge mit solchen Staaten abschließcn lassen, die uns die allgemeine Meist- begünstigung versagen. solche Erwägungen zeigen, das; die Regelung unserer Handelsbeziehungen mit den Bereinigten Staaten und den anderen amerikanischen Republiken die europäische Handels Politik vor recht schwierige Probleme stellen tvird, auch kann, wenn eine demokratische Mehrheit die Hochschutzzoll- mauern der Bereinigten Staaten zum großen Teile abtragcn sollte. Daran, das-, die große Republik etwa zum Freihandel übergehen könnte, ist natürlich nicht zu denken. Auch ine Demokraten haben wiederholt erklärt, das; sie eben- falls auf dem Boden des Schutzes der nationalen Arbeit stehen, und nur die übermäßig hohen Zölle, aus die fid) aber die Industrie einmal eiiigerichtet habe, mit Borsicht und allmählich abbauen wollen. Der wahrscheinliche Wahlsieg der Demokraten im November dieses Jahres dürfte endlich die lang versprochene T a r i f r e f o r m n a ch u n t e n" bringen. Daß dainit aber 'iuch ein handelspolitischer Umschwung verbunden ist, kann der galten, und man lut gut, in dieser Beziehung die Erwartungen nicht zu. hoch zu spannen. Tenn ims die schönen Versprechungen und Einschließungen, nut denen die amerikanischen Parteien gerade in wirtschaftlicher Beziehung die Gunst der amerikanischen Wählcrmassen zu gewinnen suchen, darf man nicht allzu viel geben. Wenn auch die Versprechungen der Demokraten weiter gehen und fidxr ehrlicher gemeint sind als die Tafts und Roosevelts, j» sind sie doch ebenfalls zum Teil nur ivahltaktischcr Natur, und niemand kann zurzeit sagen, wieviel davon auch beim besten Willen vernnrklicht werden kann. Auf erhebliche, für unseren Export sehr bedeutsame Tarifherabsetzungen, die indessen aud) nicht vor Anfang l!'1l in Wirksamkeit treten könnten, darf allerdings gerech- rrt werden, schon weil das die wirksamste Waffe im Kampf gegen die Tyrannei der Trusts ist. Sehr fraglich dagegen ist, ob Präsident und Kongreß dann bereit sein werden, iii't den europäischen Staaten eigentliche Tarifverträge ab testen. Alle Versuche in dieser Richtung sind bisher noch immer gescheitert, aud) als die Demokraten bie Mehr L; it im Kongreß hatten. Man darf dieses hartnäckige Fest hatten an der unbedingten handelspolitischen Autonomie t»ohl als einen Ausfluß der Monroelchrc bezeidmen, wonach bckanntlid) der amerikanische Kontinent seine poli ttidycii, ebenso wie seine wirtschaftlichen Angelegenheiten selbständig und unabhängig von Europa regeln null. Aus dieses Prinzip mag and) die an sich sehr auffalende Tat- siche mit zurückzu führen sein, daß sämtliche amerikanischen Staaten trotz ihres starken Handelsverkehrs mit Europa, rrit einziger Ausnahme von Kanada, bisher keine Tarifverträge mit europäisd>cn Staaten — ebensowenig mit anderen Staaten — ein gegangen sind. Wohl aber ist schon seit Jahrzehnten die grundsätzlich Neigung in Washington und ebensosehr in den großen südamerikantsd>en Staci» len vorhanden, die Handelsbeziehungen von Nord- und Südamerika durch Gegenseitigkeitsverträge enger zu knüpfen Eine dahingehende Entsd)liestung wurde sd)on mit großer , ylrhrheit auf dem ersten hnamerikanischen Kongreß in Washington 1889'90 angenommen, und über denselben Gegenstand wurde auf dem letzten panamerikanischen Kongreß in Buenos Aires im Jahre 1910 von neuem eingehend vcr handelt. Ok-rnbc bat für Europa so wichtige Argentmiet'. )at sich damals bereit erklärt, mit den Bereinigten Staaten einen sehr weitgehenden Gegcnseitigkeitsvertrag nach dem Muster des zu Fall gekommenen amerikanisdi-kanad,scheu Abkommens abzuschließen Kommen nun die Demokraten anS Rilder, so wäre es leicht möglich, daß der amerikanische Kongreß die Gelegenheit der Tarifreform benutzt, um den iib- und mittelamerikanischen Staaten im Wege von Han belsverträgen entsprechende Tarifzugeständnissc zu machen. Eben diese konnten bisher in dem Hochschutzzöttnerischcn Senat nicht durchgesetzt werden, und dies ist wohl der Hauptgrund weshalb diese durchaus im Sinne der panamerikanischen Bestrebungen liegenden Gegenseitigkeitsverträge nod) nicht zustande gekommen sind. Es besteht also für den europäischen Wettbewerb bic nicht zu unterschätzende Gefahr, daß die bisherige cur jfitifle Zollbevorzugiing der Bereinigten Staaten in Brasilien und Ekuador, die ja int ganzen von nicht sehr großem tatsächlichen Belang ist, in Zukunft durch eigentliche Tarts, vertrüge ersetzt werden, die eine weit schwerere Benachteiligung des europäischen Absatzes bedeuten würden, wenn nidit die amerikanischen Staaten gleichzeitig das europäische Meistbegünstigungsprinzip annehmen — was höchst un- wie erziehe ich meine Litern? Eine Rundsrage in In1eressentcnft: c iJ’cn?) Die alten unvereinbaren Gegensätze, bic von alters her zwilchen Eltent und Kindern in der Frage der Erziehung bcttehen, Haden -uns veranlaßt, uns mit einer Rundfrage an bic MctsttnLereslterten zu wenden, und das Material, bas uns zugegangen ich zeigt, .baß die Differenzen zwar überall aus fundamentalen Memungsver schieden hei len beruhen, aber satt immer durch verständig^ Ent gegenkommen leicht aus der. Welt. zu sHanen warm. Ziemlich alle Antworten sind sich darin einig, das; Eltern, die heutzutage Kinder erziehen wollen, namentlich in becGroi;ttadt,l'ch ^gttens versuchsweise den» komplizierten Innenleben und verfemcrten Ku turniveau ihrer Sprötzlinge anpaisen tollen bic (Htan ta» nicht können, müssen die Kinder durch solidarische Berwetung ihrer gemeinsamen Interessen bestrebt sein, 'hre Bo^ahrm io zu erziehen, daß sic sieh ihrer sogar un Kretie ihrer Sämlsreunde ai^'r StÄ Nicht zu eiet ~ » meisten unserer Einsender empfinden es als kbc peinlich, b U Kinder cs sich stillschweigend geiallen lasten sollen »venn Tort mährend an ihnen herumgemLkelt nnrd .^allt es uns bemi ein", heißt es in einer Zutchrift, „die Mutter ledesmat zu ve rufen, wenn sic statt des Messers die Gabel in den- Mundetccktt oder wenn sie weniger Flecke aufs Tlichtuch machl als tot • - wäre viel besser, sic ichüttcte ihren KompoUttler auch öfter um, dann würbe das Tischtuch vielleicht Uter gewechelt nn-daials bisher " Wirkt schon diese zwingende Logik durchausüberzeugeno, so" ist aud) die starke Abneigung gegen die ewigen ^nnahnungen zum Ordnungbaltcn durchaus verständlich, -^unt stort man, wie von verschiedenen Einicndertt hervorgehoben wtrd nur die individuelle Veranlagung des Kindes, das noch mcht abgebrüht genug ist, um in dem gleichförmigm Ordnunghalten des ^urch- chLme,-schon sein Ideal ,u.sc^N- ^-Äcibe g,l. von b« sogenannten Reinlichkeit. Was schadet esdcmHerrn Uw, oer vormittags vielleicht die lauberitcn Gnchatt muckst'.,. '^burch Sohn mit ungewaschenem Vals rur Schule kommt.. - zwingt man die Kinder nur, ein b.ttchen mit de^n Waner tn ber Karaffe zu plätschern, sobald sie itrf) beobachtet glauben, uiw S& man sich !wch,w.nn die lieben Kinnen unan-r-chl-g werden, wo man sie anderseits direkt darauf dr.'tett. ♦) Dieser Artikel will nicht ganz ernst genommen sein. Er bringt aus "ugendmund Antworten und Meinungen, welche bu H am Mnag (der wir unieren JlnnaS entnebmen au, d-e sonderbar-' Rundfrage Wie erziehe id) meine Ellern. erhalten hat. Der Artikel kenn" auch als ZcitbokumcntGeltung b^ali.n und vielleicht steckt sogar in manchen Antworten btqcr .schlinget ein kleiner wahrer Stern. Aus dem Land des Aufruhrs. Wieder haben die Albanesen zu den Waffen gegriffen, um das Joch der ihnen verhaßten Türken abuifchütteln. Bon den Bergen lohen die Flammenzeichen, aus den Talern tönt das Kriegsgeschrei, und die ungestümen Kräfte dieses wilden Naturvolkes drängen zum Ausbruch. Der "Albaner, der fid) selbst stolz Schipetaren oder Felsenbewohner nennt, ist ein geborener Kämpfer; kann er nicht als Soldat sich mit einem Feinde messen, so wird er zum Räuber, um sein wagelustig-abenteuerliches Temperament auszutoben, um seine vielgerühmte Tapferkeit zu bewähren. Wie das umritt lidjc Bergland, in dem er sich so lange in zäl)er Abgeschlossenheit gehalten, ist er schroff, rauh, OlOSSS V w,ari Ob"1 „Haber: h» ltorstt- ,,c 7- . nocb,e^'* ff» Geschlecht. Die Frauen sind, wenn sie ganz jung sind, Von hervorragender Schönheit, mit feinen, edlen 0>esid)t>.'zügen und blitzenden sd)warzen Augen. Aber sd)vn nach dem 17 Fahre beginnen sie zu weiten und bekommen Runzeln. Ihre Tracht besteht aus demselben dunkelroten lud) wie die Männeriacken, und ist ebenso reid) gestickt. Aud) ste tragen Pumphosen von didcm Stoff, in denen ste muhscltg cinher- wadcln, einen reichbestidteu langen Umhang, der von den Schultern zu den Hüften geht, von der Nase bis zu den Ktttien herab fällt der lange weiße Schleier, den die Ehrrsttn- nen wie die Mohammedanerinnen tragen und den sie nur in der Kirche ablegen. Das Volk löst fid> in zahllose Stämme auf, die wieder geschlossene OKmeindebünde nut eiacner Selbstverwaltung bilden. An der Spitze des Stam- mes steht ein B aj a ktar oder Fahnenträger, dessen Würde zumeist erblid) ist und der im Kriegsfall an die Spitze der waffenfähigen Männer tritt. Verwaltung und Justiz liegen in den Händeti eines Rats der Aeltesten: nur bei wenigen Stämmen herrscht eine monarchische Verfassung, an deren Spche der in Oresch residierende Fürst, Prink genannt, steht Schallt die Stimme des Aufruhrs burd> die Berge, bann versammeln sich die Männer der Gemeinde in ihrem unzugänglichen Lager bis an die Jahne beivasfnet mit Viel beklagt wird auch das Mißverhältnis zwischen dem Einkommen der Ellern und der Mndcr. Während ,bic Alten oft nicht wissen, wo sie mit ihrem Gelbe hmiollen, Dcfommcu tbn Sprößlinge kaum so viel, daß sie ihren täglichen Bcbari an -sußtg- kciten bcclen können. Und dabei hat die Jugend doch viel weniger Möalidik.iien, Gelb zu vcrbienen, als btc älteren Generationen Sdmlbüchcr und Einscgnungsschmökcr halten ,a schltenllch nicht ewig vor. und überdies stehen die sogenannten Klamker, die man als geeigneten Besitz der Jugend bezeichnet, im Amiauartat nicht gerade hoch im Kurs. Um die Provmon, die man nch bei Besorgung für den Haushalt einstecken kann zu verdienen, muh man sogar erst Botengänge verrichten. Und iclbtt bann wird einem dies feuer verdiente Geld noch mißgönnt. "~^c. '"butc solltw sich eben, ehe sie Mnder kriegen, überlegen, dah das aucv ein angemessenes Tasckengelb kostet.. Manche Eltern verwehren ihren Kindern sogar icden Genuß. >oo berichtet ern -oru idnriber- „Meine Mutter schlierst alles un Bmett ein: nur die Scl-icl'ladcn, in denen ganz gleich-gültiges Zeug liegt, bleiben osicn. Nun haben wir uns eine Zeirlang so verproviantiert, MB wir die Schiedladen heranszogeii. Auf diese Wet'e kann man namlid) sehr gut in das darunter gelegene Fad) greven. Und was tut meine Mutter jetzt ? Sie legt alle Eßwaren ganz unten hin und laßt das darüber gelegene Fach, das man von^ der ^chieblade aus bequem erreichen kann, leer! Das tagen Lie dazu Es ist roirflid) schrver, einen bitteren Ausruf auf bicje berechtigte Frage zu unterdrücken. * — Tie Lübecker Theaternot. Dos neue Lübecker -tabttf.eat'r das mit einem Kostenauswande von 2’, Millionen Mark errichtet worden ist, bringt icdes Jahr^iür Lübeck neue und gerade nicht erfreuliche Ueberrasckungen. xat TeiiZit des Be- F-icbes wächst raoide. Heute kostet das ^heatcr Lübeck idion jährlich rund 250 000 Mark. Im lemen Jahre wurde mit einem neuen Direktor em Vertrag abgescklonen nach welchem ledcs weitere über die Leismngen des Staates. hitrausgehend> ^esiztl Der gleiche Zwang der Unwahrheit wird besonders aud) von jungen Tarnen beklagt, deren Mütter ihre Nase in alles lecken und immer ivissen wollen, wo die Töchter hrngehen. „stpo oll man," schreibt eine weltkundige Fünfzehnjährige, „W viel Freundinnen herhaben, um jedetr Ausgang wahr)ch.nnlich zu machen? Und dazu müssen es nod) Freundinnen lern, die Ictn Telephon haben! Sie werden es kaum glauben, aber meine Mutter bekommt es tatsädstid) fertig, so m aller Unlchuld an-' znteleplwnieren unb zu fragen, ob id) wirklich da stet. Und wenn sie mich mal mit einem Herrn trifft, dann fragt |te — mcht etwa meine Freundin nach ihrem Bruder — nein, deren elteni, ob sie tatiddUid) einen Sohn haben, der io und w auötteht. 'SDllen wir wirklich unter diesem Unverstand leiden, bis wir mündig siiid? Neue weibliche Postbeamte. Zu deut Plan, bei der R c i d)s p o st ü b c r 8500 n e u c Stellen für weibliche Beamte zu schaffen, schreibt mau uns aus postalischen Kreisen: Die Reid)Spost will aus Ersparnisgründen an Stelle von Männern in verschiedenen Stellen der Rcichspost, ne keinen Beamtend)arattcr tragen, Frauen besd;äftigen. Diese Maßnahme hat in Anwärterkrciscn Entrüstung her- vorgerufcn, eS sei aber daraus ausmcrksam gemacht, daß cs std) um Stellen handelt, die von Militäranwärtern nicht besetzt werden, und daß die gegenwärtigen Inhaber der Stellen nicht gesdMigt werden sollen. Es mag vielleicht befremdend für den ersten Augenblick klingen, die Reichs post wolle 8500 weibliche Stellen fd>affcn. Diese grauen kommen mit dem Publikum nicht iu Berührung und werden nur im Jnneudieust bcsd)äfligt und zwar in gering besoldeten Stellen. Man darf nicht vergessen, daß zurzeit die Post- und Tclegraphenverwaltung etwa 19 700 Frauen beschästigt, ohne daß dies nach außen I)in in Erscheinung tritt. In anderen Postverivalttingen, Bayern, Sd)wctz, ^cstcrreich werden Frauen auch im Sdjalterbienft beschäftigt und haben fid) bewährt. Tie Forderungen des Reichs- tags auf erhöhte Sparsamkeit bei der Post lassen sich fall nur dadurch erfüllen, daß man im Personaletat spart, weil Gebührenerhöhnngeii im Reichstage wenig Gegenliebe fm- ben. Die neue Fcrnsprcchgebührcnordnung nt nod) immer nicht Gesetz unb wird es vorläufig aud) nicht werden. — Im Zusammenhang sei hier mitgctciU, daß der Staatssekretär K raetkc fid) bestimmt mit der Absicht tragt, tm Mai ober Juni des nächsten Jahres nach Verabsa)iWiuig der Postschedordnung unb des Postetats seinen Abschied z u n c h m e n und eine Weltreise anzutreteu. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Vberheffen von dem Dirckwr selbst getragen werden sollte Unglücklicher- weise wurde dieser Verttag aber mit einem Künstler abgcschloßen, der fein Vermögen besitzt, so daß i*r bei rinent ungümtigen Er- ncbniiie den Vertrag gar nicht erfüllen konnte Und das letzte Fahr war tatsächlich sehr ungümtig, so ungunfhg, daß noch an Defizit von 32 000 Mark zu b.den ist. Tas ganze Vermögen des Tircktors besteht in den 12000 Mark Kaution, -ter Senat beantragte nun, entgegen dem abgeschlossenen Vertrage, das Destztt au.t Staatsmüteln zu decken und die gestellte Kaution mcht ein» zubehaltcn, ba man sonst den Tircktor verlieren unb Lübeck in brr nächsten Saison ohne Bühnenleiter fein wurde, Burg er- fdxnt verwies aber den Antrag an eine Kommission. Ti eie soll erst einmal die Frage prüfen, was unter diesen llnntänben werden oll, wenn im nächsten Jahre das Tcfizit jid) iwd) größer geitaltct. Ebenso soll auch die Frage der Zusammensetzung der Tfoeater- behörde erwogen werden, weil sich in der Bevölkerung eine große Mißstimmung gegen die jetzige Behörde benterkbar madtt, unb endlich soll die Kommission aud) die Preye der Platze im Theater nachprüsen. — Ein neues Element. Ein neues Element hat Sir William Ramsay in den Mineralquellen von Bath eMdeckt: er nennt es Niton unb schreibt ihm starke Heilivirkungen zu: ja er behauptet, die Heilkraft einer großen Anzahl berühmter Bader rühre von bem Niton her. Das Niton gehört in die Reihe der radioaktiven Elemente. Es laßt sich in Den Quellen bei deren Zutagetreten nadzweisen, verschwindet aber binnen vier Tagen, indem es sich in andere Substanzen unrwanbelt. Stannat) hat Niwn in flüfsiger Form und sogar in festem Zustand hergettellt. In dieser letzteren Aggrcgal'orm ist cs völlig durchichernend, wie man an der Glasröhre feststellte, die das Niton rein ut -tabrof.it enthielt. Ramsan hat die Emanation, die vom Niton ausgeht, als einen „mächtigen Sprühregen von tonischen Elektronen" bezeichnet. — Eine Champagnerirrung. Eine hübsche Weimarer Erinnerung wird jetzt aufgesrischt. Vor Jahren spielte einmal auf der dortigen Hofbühnc baut Brock den „Borz m Gustav Freytags Journalisten". Zufällig „verirrte" sich einer der von Brock gelösten Champagi'erp'rov'cn in eine kleine Proszeniumsloge, in rvelchcr der Großhcrzog 8arl Alexander Platz genommen batte. Nach der Ausführung ließ sich Brock beim Großherng wegen der „Korkentglcisung" entschuldigen. Am andern Tage erhielt der noch heute befannte Kümtler zu seinem Erstaunen durch einen Hofdiener einen Korb mit mehreren Flaschen Schaumwein überreicht. Und rin Generalleutnant, der glrichzatig erschienen war, mcldctc, daß der Großherzog bat Generalinten- banien Ix-auitragt hätte, vor der nächsten Wieberholung des Frey- tagschen Lumviels eine sorgfältige Uebung im Lefsnen von Cham- pagnerslasd-en oorzunehmen. fdfcnlxirt, im Ertragen Von Anstrengungen, zerklüftet im jähen Emporwallen »einer Leidensdiait.ni trut riflfntum- lidu-s Dunkel ist über die Abstammung dieses Bergvolkes gebreitet, bei dem nod) Faust recht und Blutradw ungestört fortleben unb daS uod) wie ein letztet Rest urtumliGien Barbarentums in die moderne Zeit hineiurogt. Man halt die Albaner heute für einen versprengten «tamm jenes verwegenen Volkes, das im Altertum den nördlichen -ml >cr Baltaninscl inne hatte unb dem die wilden -i l)taicrz ne blutdürstigen Jllvrier, die welterobernden Mazedonen entstammten. Aber wahrend jene Volkssläiume im Laufe der Jahrhunderte ausgerieben und namentlich durd) die Eimvanderung der Slawen mit fremden Elementen vei- mifd)t nnirbcu, ixat fid) bie ungebrochene Urkraft der alten ;ili'ro Thraker 'm völliger Reinheit ui bem IncflmfdKu unb yochbegabtcii Volk ber Albanesen erhalten, bic die Türken mit der Umformung eines byzantiuischeu Wortes Aruauteu nennen. Von den ettva 11 i Millionen, die heute die zerklüftete Berglandschast bewohnen, ut der größte Teil ngch reinrassig geblieben, rocnitglrub sich bereits eure gen ischung mit Türk ■ macht Etwa bic Hälfte von ihnen sind Mohammedaner, m ' nod) fast wilden G he gen, während ihre füdlid>eren Stammesbrüder, bic To- kcn, zumeist der gi talholischen Kirche angehören unb eine höhere Kultur i ;ifcn. Die zur römisd) katholisch Miriditen, südöstlich von Skutari, bitben eine besondere isatton und Glauben, so ist aud) ihre äußere Erscheinung verschieden. Im Norden überwieg! der blonde Typus mit Heller Hautfarbe und Mauen Augen: bie Albanesen des Südens sind sdnvarzh.iarig und kleiner Allen aber ist ein start entwickelter Heimatslolz, todesmutige Tapferkeit und ein unbeugsames Freiheitsgesühl eigen. Malerisch schreiten sie einher in ihrer merkwürdigen Miet’ bimg, mit der kurzen duntelrotcn Jacke, deren Vorderteil unb Aermel ganz mit engen schwarzen Borten besetzt fmb unb von ber bie grossen Messingknöpfe zu Dutzenden leuch, len- die weiten dunkelblauen Pumphosen reichen bis zu den Knien: der runde fladie Fez, mit der langen blauen Serden- trobbel nickt .auf dem Kopse; die Beine stecken in weißen Strümpfen und die Füße in sehr schonen Schuhen. Der Hauptschmuck bestehl in Stickereien. In Shitari rann man i ilt jeder Straße ein Dutzend plaudernder Manner sehen, I bie mit gekreuzten Beinen in einem kleinen dunklen Laden > sitzen und die sdßvarzeu Borten mit reicher Stickarbeit schmücken. Diese Stickereien sind oft wahre Wunderwerke ' und von .den Arännern ebenso begehrt wie vom schöneren WK eu"Äimden L re, °e s i icrt ■ e “irfl fpcöic*1/ 1 Itersweo^- •* S"k ter 12 u. 18 M> M> Anseven Llr. 10» Bogen 20 Psg. Wck cklorialOM-^o Eucker Kartoffeln 10 Pfund 65 Piö- 111 ww 3 SIMM«- PsUNdl^^M Aren trefflichen Gewchren, mit großen altertümlichen Pistolen und den krummen Messern mit schön verziertem Griff. Ein Reisender erzählt, wie er auf solch ein Lager stieß und von dem Häuptling mit der traditionellen Gastfreundlichkeit, die unter ihiren herrscht, ausgenommen mürbe Einen romantisch-pl>a itta ft i scheu Eindruck nahm er mit fort von diesen seltsam ausstaffierten Männern mit den glattgeschorenen Möpjeu — nur am Hinterschädel wird ein langes Haarbüschel gelassen — und den trotzigen verwegenen Zügen. Was sie ihm erzählten, war das Gleiche, was heute wieder an den Lagerfeuern der Arnauten ertönt: Has; gegen die Türken, der Wunsch nach Befreiung unb der Schrei nach Abenteuern uni) Kämpfen, der ihnen .so tief im Blute liegt. Aus Stadt rrnd Land. Gießen, 26. Juli 1912. Treue Dienstboten. Am 23. d. M. sand im KreisarntSgebänbe hier eine Ausschuß si tz n n n des landw. Bezirksvereins G i e b e n statt, in meld) er durch den Vorsitzenden des Vereins, Gehcimerat Dr. U s i n g c t, nach einer Ansprache in Gegenwart der Arbeitgeber die für langjährige treue Dienste in derselben Fannue ober in demselben tandw. Betriebe verliehenen Auszeichnungen überreicht wurden: a) für 15 — 24 Jahre (silberne Medaille — Uhranhängsel für Männer, Brosche für Frauen — n e b st Besitz-eugnis): Johannes Appel, Schweizer, Karl Reidel, Milchsuhrmann, Karl Wallbott, Taglöhner, Katharina Trautmanil, Taglöhnerin, Elisabeth Wallbott, Taglöhnerin (in Stellung bei Friedrich Brückmann, Birklar), Kaspar Schäfer, Schashirte (Gemeinde Burkhardsfelden), .Hans Müller, Hengst- wärter (Oekonomierat Hossniann, Hofgüll), Karl Becker I., Viehschweizer (Friß Schudt, Muscheiiheim), Margarethe Rumpf, Dienft- mädchen (Heinrich Konrad Görlach, Ober-Hörgern). b) Für 25 Jahre und mehr (Medaille u s w. wies und außerdem künstlerisches ei n gerahmtes Diplom): Karl Scheid, Pferdeknecht, Johannelte Dörr, Dienstmagd (bei Herrn, und Karl Hahn, Bellersheim), Heinr. Gehrhard, Brenner, Ludwig Lechens, Pferdeknecht, Heinrich Ruppel, Milch- verkäufer, .Heinrich Seitz, Pferdeknecht, Konrad Wirth, Kutscher, Otto Wirth, Milchverkäufer, Marie Gerhard, Taglöhnerin, Spe- ridion Kräh, Scku>eizer bei I. H. Preis;, Gießen), Heinrich Würtz, Dienstknecht (bei August Schäfer, Hungen), Heinr. Mcbus I„ Schashirte (Gemeinde Lauter), August Kambeitz, Gärtner, Johs. .Heckmann, Taglöhner, Margarethe Becker, Taglöhnerin, Wilhelm Müller, Pferdeknecht, Robert Stumps, Pferdeknecht (bei Oekonomierat Hoffmann, Hofgüll), Wilhelm Schmidt, Taglöhner, Johannes Wißner VI., Ober in echt (bei Ph. Schicht, Londorf), Konrad Marsteller, Dienstbote (bei Hrch. Kour. Görlach, Ober-Hörgern), Johs. Hofmann, Pferdeknecht, Philipp Sommerlad II., Dienstknecht, Johs. Dietrich, landw. Arbeiter (bei Ludwig Clcmm, Winnerod). * ♦♦ Die Gesellschaft Liebig-Musettm hielt gestern nachmittag im Liebig-Laboratorium ihre 2. Jahresver- s a m m Jung ab. Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Sommer erstattete den Jahresbericht und gab einen Ueberblick über die Geschichte des Liebig-Laboratoriums in den letzten zehn Jahren. Das Laboratorium ist 1911 zum Preise von 60000 Mark von der Stadt an die Gesellschaft übergegangen. Im Anschluß an den Aufruf in den Zeitungen für angewandte Chemie kamen 34 000 Mk. zusammen, die zum größten Teil für die Erhaltung des Laboratoriums verwandt luurbcn. Für Einrichtung und Erhaltung wurden 13 000 Mk. ausgegeben, 9000 Ml. erforderte allein die Ersetzung des Daches und andere Sicherungsarbeiten. Die Gesellschaft Liebig Museum zählt jetzt 50 Mitglieder. Der Besitzstand der Gesellschaft ist gesichert, ihr Zweck ist die Eryaltuny und Wiederherstellung des Laboratoriums Liebigs. Die Räume, die vor einigen Jahren beinahe abgebrochen worden wären, sind jetzt vor dem Untergang bewahrt. Die Vertreter aller Wissensck>aften fordert der Redner auf, zur Unterstützung an oer Erhaltung und Wiedereinrichtung des Laboratoriums, in dem so vieles gc* schassen wurde, was für die Wissenschaft von fundamentaler Bedeutung ist und bleibt. Dem Arbeitsausschuß gehören an: Medizinalrat Tr. Merck-Darinftadt, Professor Sommer, Geh. Hofrat Behaghel, ("eh. Hofrat Elbs, Geh. Hofrat Naumann, Dr. Freiherr v. Liebig, Dr. Thomae und Apotheker Werner. Zahlreiche Geschenke sind dem Museum bereits überwiesen worden, so von Medizinalrat Merck-Darmstadt, Apotheker Schwieder-Gießen, von der Familie Liebig, von Verlagsbuchhändler Töpelmann eine lückenlose Serie von den Analen Liebigs. Ferner erhielt die Gesellschaft ein Bild der Apotheke in Heppenheim, alte Bücher und Schriften. Privatdozent Dr. Besch te dielt einen Vortrag über „Justus von Liebig und Friedrich Wöhler, die Geschichte einer Freundschaft". Wir sehen hier die herzliche Freundschaft zweier Männer der Wissenschaft, die ohne Neid und Mißgunst auf demselben Gebiete rangen, stritten und Erfolge erzielten. Diese gewiß nicht häufige Freundschaft luäiyrte 50 Jahre und erst der Tod endete sie. Mit großem Eifer haben beide jahrelang ihre chemisck)en Versuche und Arbeiten gemeinschaftlich ausgeführt, bis Liebig schließlich 1842 nach München übersiedelte. In seinen Dankes- worteu stellte Professor Sommer fest, daß der heutige Vortrag wieder der erste ivissenschaftlicke Vortrag gewesen sei, der seit Jahrzehnten in diesem Auditorium gehalten worden fei. " Der Drtßgeio erbcüerein wird am kommenden Dienstag (30. Juli) nachmittag die FittingSfabrik Bönning er. G. m. b. H. und die Gummifabrik Poppe & Cie. besichtigen. Besondere Einladungen ergehen „och. — Tas 75jährige Bestehen der hiesigen Gewerbeschule soll im März k. IS. in einfacher Weise gefeiert werden. ____ Landkreis Gießen. -- Wies eck, 26. Juli. Auf die gestrige Einsendung wird uns geschrieben: Ter vom hiesigen Gemeinderat gefaßte Beschluß, die elektrische Bahn die Kreisstraße Gießen — Wie seck entlang zu führen, dürfte reichlich überlegt fein und findet auch Zustimmung fast aller hiesigen Einwohner. Die angeführten Gründe, die Bahn durch das Feld jzu führen, dürften nicht stichhaltig sein, zumal, eine Weiterführung Q)cr Bahn nach Alien-Bus eck — woran überhaupt noch nicht zu denken ist —, durch die Schulstraße- Lindenplatz-Rabenauer Straße sich leicht ermöglichen läßt. Würde die Bahn nach dem vorgeschlagenen Plane gebaut, so würden sich die Ausgaben gegenüber dem ursprünglichen Plane verdoppeln, denn die Kanalisierung der Gießener Straße läßt sich auch ohne Bahn nicht aufhalten und die der Kornblumenstraße ist in absehbarer Zeit nicht erforderlich. Ferner dürfte von einer Ueberlaftung der Kreisstraße durch Fuhrwerke keine Rede fein. Man braucht nur die Zusammenstellung im Zählbogen vom 25. Oktober 1910 anzusehen, wonach nur 42 -\- 38 Personen bei Milchfuhrwerken und 66 + 60 Personen auf Fuhrwerken die Straße passiert haben. War auf jedem Wagen nur eine Person und jeder Milchkarren von nur einer Person begleitet, so wären dies — auf eine Person einen Wagen gerechnet — im ganzen 206 Fuhrwerke, (einschl. 80 Milchkarren) die die Straße hin und zurück benutzten. Für Wieseck wäre die Verwirklichung des gestrigen Vorschlags ein großer Fehler, denn die Hauptverkehrsstraße nach Gießen ist und bleibt jbie Gießener Straße. = 5) a ubringen, 25. Juli. Der hiesige Turnverein (Gau Hessen) erzielte auch in diesem Jahre glänzende Erfolge. So errangen auf der Turnfahrt hierher sämtliche 7 Wctturner Preise (darunter den 3. und 5,); auf dem Gauturnfest in Gießen erhielten wieder 6 Turner Preise (dabei den 2. Sieg), sowie 2 Musterriegen und eine Samenriege, die einen Reigen aufführte und allgemeinen Beifall erregte. Der Verein zählt zurzeit 140 Mitglieder. Kreis Wetzlar. X Wetzlar, 25. Juli. Es gibt in unserem Kreise noch fünf Gemeinden, die weder Zuschläge zurStaats- cinfoinmcnfteuer, noch Nealsteuern erheben. Es sind dies die Orte Greifenthal, Griedelbach, Holzhausen, Neukirchen und Oderwetz. — Ehringshausen, 25. Juli. Der Erweiterungsbau des hiesigen Kaiserin Auguste-Viktoria-Hauses wird ausschließlich von hiesigen Handwerkern ausgeführt. Die Krankenräume sollen bis z im 1. Mai 1913 belegt werden. Auch eine wirtschaftliche F.auenschule (die erste der Rhein- prooinz) soll hier eingerichtet werden. Die erforderlichen Baugelder werden von zwei Freunden sozialer Arbeit im Betrage von 25 000 und 12 000 Mk. gespendet. Airche und Schule. * Gustav - Adolf - Stiftung. Die 64. Hauptversammlung des Evangelischen Vereins der Gustav - Adolf - Stillung findet in diesem Jahre vom 23.-27. September in Pofen statt. Nach einigen Sitzungen des Zentralvorstandes und nicht öffentlichen Versammlungen der Abgeordneten beginnt die Tagung am 24. nachmittags mit einer Begrüßnngsversammlung tm Saale der Königl. Akademie. 9lad) den Festgottesdiensten in der St. Palllikirche und in der Pelrikirche finden abends zivei öffentliche Volksoeriammlnngeil statt. Für Miltivoch, 25. September, ist der Hauptiestgotlesdiensl in der Kreuzkirche in Aussicht genommen. Tie erste öffentliche Hanptverlammlung finbet mittags 12 Uhr in der Akademie statt. Am Abend werden zivei öffentliche Volksversammlungen abgehalten werden. Am Donnerstag, den 26. September, tqgt die 2. öffentliche Hauptversammlung, in der u. a. über die große Llebesgabe ab- geslimmt werden soll. Es kommen dafür die Gemeinden Gustcws- burfl in Hessen-Darmstadt, Peichendors-Siebenburgen und Rosario in Argentinien in Betracht. Ein Konzert des Königlichen Hoi- unb Domchors ans Berlin ist kür den Abend in der Akademie vorgesehen. Für den 27. September sind Ausflüge nach der Provinzial-Konfir- mandenanstalt in Wolfskirch bei Lissa und in die Ansiedlungen in der Umgebung von Posen geplant. Die Beisetzung der Grotztzerzogr von Luxemburg in Weilburg. sc. Weilburg a. b. L., 25. Juli. Wilhelm IV., Großherzog von Luxemburg, Herzog zu Nassau, der letzte mänuliche Sproß eines tausendjährigen ruhmreichen Fürstengeschlcchts, wurde heute unter starkem Zudrang der Bevölkerung in der Familiengruft des Sckftosses beige)e^tf. Um 11 Uhr waren von Schloß Königstein die Großherzogin-Mutter von Luxemburg und die Prinzessinnen Hilda, Antonia, Elisabeth und Sophie, der Großherzog und die Großherzogin von Baden, sowie der Herzog von Anhalt im Schlosse eingetroffen. Um 12,25 Uhr lief der Sonderzug langsam in den Bahnhof em. Ihm entstiegen biejegierenbe Großherzoe. Acht Kanoniere der „Bürgergarde" trugen den Sarg aus dem Waggon nach dem Leichenwagen, ivorauf sich der Lcichcuzug unter dem Geläute der Glocken nach ber Kirche in Bewegung setzte. Eröffnet wurde er von den städtischen Körperschaften. Hinter ber Geistlichkeit unb dem Hosfourier kam der von vier Pferden gezogene Leichenwagen mir Borreirer. 3i£ beiden Seiten h,. gleiteten ihn drei Fackelträger und je vier Träger ber „Bürger- garbc". Hinter dem Wagen schritt zunächst Großherzog Friedrich II. von Baden, der Herzog von Anhalt, Kammerherr von Mutzenbecher Wiesbaden als Vertreter des Kreises, denen sich bis Hofpersonal anschloß. Eine außerordentliche Volksmenge füllte die Straßen des alten Fürstensitzes. Zu beiden Seilen der von dem Leich.uzug zu passierenden Straßen bildeten Schulkinder des Kirchspiels und die Weilburger Vereine Spalier. Am Tor ber Kirche wurde btr Trauerzug von Dekan Grünschlag empfangen. Nachdem ber Sarg vor bem Altar aufgebabrt war, hielt Hvsorediger Scheer er eine nach einem gemeinsck-asllichen Licb ber Gemeinde, eine kurze An. spräche. Hofprediger Bender sprach daS Gebet und dann wurde der Sarg in die Gruft getragen, wo er seinen Platz gegenüber dem Eingänge sand. Rechts von den: Sarge stehen die, Särge der Großeltern und der des Oheims, links die ber Urgroßeltern. Hofprediger Bender spendete den Segen. Nach der Einsegnung der irdisck)en Reste des letzten der Vol ramischen Linie des Hauses Nassau, nahm Oberkamm er Herr Frei- Herr von 3nberg zu Sümmern ein Protokoll auf unb versiegelte die Gruft, in der alles ruht, was sterblich und vergänglich von den Craniem ist. Gestern 6 Uhr kehrten die Herrsck-aften im Atrtomobil nach Schloß Königstein zurück. Englischer Aerzlekongreh. 0 Berlin, 25. Juli 1912. Unter Beteiligung von etwa 200 englischen unb 150 beutschen Aerzten trat heute im großen Sitzungssaale des Herrenhauses das Königlich britische Institute of Public Health zu seinem 12. Kongreß zusammen. Der große Sitzungssaal bot ein buntes Bild: neben den roten mit Pelz verbrämten Mänteln ber englischen Professoren, sah man englische Uniform en bcs Landheeres und der Marine, deutsche Prosessoren in ihren Trachten, zahlreiche Sani- tätsoffiziere des Deutschen Heeres und ber Deutschen Marine, sowie auch ein weibliches Mitglied bes Royal Institute of Public Health. Kurz nach 10 Uhr eröffnete der Präsident des letzten Kongresses Sir William H. Lever die Versammlung und übergab den Vorsitz dem diesmaligen Präsidenten des Kongresses Sir Earl Beauchamp. Nach einer kurzen Begrüßungsansprackre beschloß der Kongreß, an den Deutschen Kaiser und an den König von England Huldigungsdepeschen abzusenden. Sodann hielt der Präsident Sir Earl Beauchamp einen Fest Vortrag, indem er ausführte, daß die Ausgaben der öffentlichen Gesundheitspflege nicht mehr innerhalb der nationalen Grenzen gelegt werden dürfen, sondern daß die öfseittliche Gcsundheits- pflege nur auf internationalem Boden gedeihen könne. Um diese Ideen zu verwirklichen, habe das Royal Institut of Public Health beschlossen, seinen 12. Kongreß in Berlin abzuhalten, das gerade auf dem Gebiete der Gesundheitspflege Großes leiste. — Sodann ernannte der Präsident Exz. Generalstabsarzt der Armee Pros. Dr. v. Schjerning, den Chef des Sanitätskorps unb Direktor der Kaiser-Wil Helms-Akademie für bas militärärztliche Bildungswesen, sowie den Ministerialdirektor und Wirklichen Geheimen Obermedizinalrat Prof. Dr. Kirchner zu Elwenmitgliederu des Royal Institut of Public Health. — Hierauf begrüßte Wirklickm Geheimer Obermedizinalrat Professor Dr. Znrchner namens bei Reicks- und Staatsregierimg den Kongreß unb schloß mit folgenden Worten: Wir, Engländer und Deutsche, streben zusammen, um das Glück des Menschen zu erhöhen, sein Leben zu verlängern und ihn vor thront!)eit zu bewahren. Das sind Aufgaben, denen gegenüber es keine Grenze von Ländern, keine Verschiedenheit der Nationalität gibt. Sie wie wir haben dasselbe Ziel und aus dieses hin wollen wir zusammen arbeiten. (Lebhafter Beifall.- Großbritannien und Deutschland sind zwei mächtige Länder, bc wohnt von zwei stolzen und einander ebenbürtigen Nationen, welche bestrebt sind, auf allen Gebieten der Zivilisation, der Kunst unb Wissenschaft zusammen zu arbeiten. Mögen wir m dieser Zusammenarbeit reiche unb schöne Erfolge erzielen zum Wohle ber Menschheit unb zum Wohl unserer eigenen Völker, (Lebhafter anhaltender Beifall.) Sodann begrüßte Bürgermeister Dr. Reicke namens ber Stadt Berlin den Kongreß. Nach Ansprachen des Rektors der Universität Berlin, Geheimen Regierungsrats Professors Dr. Lenz, bes Rektors der Technischen Hochschule, Geheimen Negierungsrats Professors Dr. Josse, des Geheimen Medizinalrats Professors Dr. Hildebrandt als Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Berlin, des Geh. Sanitätsrats Dr. S t ö t e r als Vorsitzenden des Ausschusses ber Deutsck)en Aerztekammem und des Rektors ber Universität Cambridge schloß der Präsident die Festsitzung. In verschiedenen Abteilungssitzungei^ beschäftigt sich ber Kongreß mit wichtigen hygienisch eit Fragen. ------- 1 ......... 1 —— . Handel. § Schlechter Kaffee. Zur augenblicklichen Lage des Kaffee- Marktes wird von einer hanseatischen Zeitung geschrieben: Tie Auswahl in Brasilkaffees spottet eigentlich jeder firüif. Was man unter wirklich guten Santos versteht, ist ja während der ganzen Ernte katun dagewesen. Tie Kaffees aber, die heule noch zu haben sind, sind mit wenig Ausnahmen derartig, daß nur die äußerste Not sie verkäuftich macht, und cs ist wohl begreiflich, daß Kleinhändler, die auf Qualität Gewicht legen, den Berkans von SantoskafiecS tatsächlich gänzlich eingestellt haben. Man hofft von der neuen Ernte bessere Kaffees, und es wäre dringend erivünscht, daß diese Erwartlingen wenigstens nicht enttäuscht werden. Bon billigeren Preisen scheint nmn tn Brasilien nichts wissen zu wollen. Tie täglichen Zitfuhren ivaren bis jetzt durchaus keine großen und nicht danach angetan, einen Truck auf die Börse auszuüben. Der "Artikel schließt: Wenn schon he»ite säst feine branchbaren Santos zu haben sind, wie wirb das erst in vier oder sechs Wochen sein. Verantwortlich für ben politischen Teil I. V.: R. LanM. lUüller'sche Badeanstalt. Walser w ä r,n e d e r L a h n am 2v. I u l i : 18 • K hT% b!*i fc namens der ClLi ettors der Uniüniit- rs 2t. Lenz, da Rcgierungsrats Pr: ilrals Prosessor-!!: m Fakultät der to Stüter als ztekammcrn und M i der Präsident l chästigt sich der ■5' Juli 1912 'und 150 be< i" seinem 12. g. e*n bunter f’ Wi9lifd|en uudheerez und > | to zahlreiche Än Marine, s^ T lte o| Public •ä letzten Kongrei' i und übergab k ongresier 5it $r gsansprache M41. M den Lönig c- j -uchamp einen P ben der össcnll.üe '■ nationalen tittnir ntliche Gesundheit :n könne. Um bk tut os Public he- Inhalten, das gtt: 's leiste. - Coder . 5t der Armee ikorps und Tireli.- . irärztliche Bildung / wirklichen Gcheiri' L chrenmitgli'edern k-'W , begrüßte VirkliL I rirchner namens d | > schloß mit jolgaile f eben zusammen, f. n zu verlängern a 1 ib Ausgaben, der- ’ keine Äerschieder> asselbe Ziel und c sLebhafter Beto mächtige Länder,! nbürtigen Nation- ?r Zivilisation, t* 'it. Mögen M ' folge erjtefcn a I ccr eigenen. W- I ^iden : J*- I I -KW v öcr llrgroßet^ . Zlktzten der«. I Auimerhen § und versieg 1 nb vttgänM^, ‘m Automobil k chen Lage des RoSt ung geschrieben- der Kritik. Was >rend der ganzen^ 'e noch zu^-n^ ,ur die anher le » lid), daß KlemhM lOf von Lanloikal-- hoßt von der Ni- ,W°M, b°p° =*■«- n zu wollen, rie u, uLzuilben. Ter- u Men sei"- __„ ^^LanA, Kursblatt des Gießener Anzeigers vom 25. 3iili 1912. is? Bank für handel und Industrie ttiebtrlafiung (Sieben M. 4 Staat»-Anleihen 88.10 6cu«rfr. gar. a. Deutsche SM. 8* SM, 3 do. Rußereuropäis Le. n. v. 3 do. do. obgefl do. 102.50 4*/, Qfieubach do. v. 1902 unk. b. 1910 do. v. 1896 . 63.50 86 40 4 99.70 5 101 8 3*/, Lstr. 4 Stuttgart 1905 ad 89. do. 89. 4*/» Japaner Ser. II v. 1905 79.70 do. v. 1886.97.1902 do. 3*/, Frankfurt 92. w 100.1(7 . Pes- do. cenf. innere «Izey ü. 1899 unk. b. 191 9-1.40 Eisenbahn-Tu® ri täten 98.30 88.10 «u-ländische. b. do. 1, Europäische. Würzburg 97.- Rr | 86.60 v. 1888 il 1894 M. SM. 94.70 v. Fr. 4050c do. 90.50 1. «. 2000c Lissabon v. 1886 Ceff. Süd (5‘onib.) fi. Moskau Ser. 30-33 unk. b. 1913 1000c 93.30 90. Fr. 1901 Ser. I lündd. ab 1906 do. E. v. 71 i. .80 75.10 Lire «.’n. do. do. do. do. amort. omoru 99.60 77.50 53.50 53.— 37. 37. 37, 37, 3*/, 3'1, 3 EtaatSb. v. 83 „ I—VIII 4ix. , IX ikm. „ v. 188» , lSrgSnzgS..N) „ v. 1895 nt. 1 Q). 89.90 79.90 89.90 79-60 100.- 914.0 88.10 Aktien an*ländischer Transport« Anstalten 37, do. 37, do. 07, do. Oest.'Ung.StaaSb. Oest.Südb.(Comb)) Zürich 0. 1889 Stadt «uenoS.AireS v. 1892 l P. v. 1901 lnndb. ab 1906 . , odqcst n. 1887 v. 1891 abgest. v. 1896 v. 1898 v. 1902 6er. II lünbb. ab 1907 5% Rio de Janeiro v. 1909 i. G. 5°/. Sofia ....... 94.40 94 40 94.40 V8..0 88.50 88.50 88 50 ä*/. d*/. % 4 0. V. kolonique-LonstanL Joncnon do- S'.onastir . . 2020/4040 a. UM. Vtu N u. Q abgest. v. 1906 . . . „ R abgelt . . (Straßenbahni ü. 1899 . V. 1901 VI bL L . . * v. 1901 WbL IL n. III d7. do. do. do. do. do. do. do. Worms do. do. do. (tiolc»ilnl. v. 1889 . . . „ Lons. E. B. Ser. I n. II 89 , Gold-Anl. dm. III v. 1890 . w Staats-iNeMc v. 1898 . alt.Skr. Rbl. G. G. G. G. Obligationen. Rheinprovinj AnSg. 20 u. 21 unt b. 1902 do. , 22 il 23 . . . . r- 37. v. 1875—80 abgest. v. 1900 .... v. 1903 .... 6. 1896 .... Rente do. Rente Rente 100. - 94.— 9u.7ü 90.70 90.80 do. ko. do. do. do. Heidelberg do. do. v. v. v. v. v. v. a v. v. l «Ä. I. u G. i. Ä. L G. do. do. do. do. Fulda 1899.1901 . . . 1902 uni. b. 1913 EtaatS-Rente . . . ko. v. 1897 steuesr. (Eisern lor) Sold st:. . do. do. do. do. do. Erlangen 88.70 77.70 80.- 100.10 do. prtv. v. 1903 stenersr. do. cono. unif. v. 1903. do. do. do. 1903 lündb. ab 1908 19U0 lünbb. ab 1906 1891 92 rabgest) . . 1898 1902 lündb. ab 1903 1905 4 do. , L G. 27„Südüal. (Mend.)Sr.L-ll. . 4 LoScanische itntral . . , 5 Westsiciltan ». 1879 . do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. Württembg. do. ko. do. do. do. do. do. 1887 sts gar. . . I. v. 200/1000 v. 1882 u 6. . . 90. 90. 90. 90. 90. 27. S'/i 5 5 4 3 3 3 3 3 3 3 3 3 4 4 5 vst.G Ur. v. v. v. a v. v. v. v. v. 64.30 67.- »2.60 101.75 91.80 Lstr. n. Rr. do. o. 1905 Mexil. amort. inner« 6er. —IV . Pes. do. eons. äußere 0. 1899 Prucrft. Lstr. 3' . Mey p. 1903 unk. b. 1912 . «. 4 München v. 1900AH nut d. 1910-11 . do. do. do. do. do. Bukarest do. do. do. do. M. b.fi. do. do. do. dc. do. 37, Rassel abgest........ 07 Uistmgen 0. 1886, 1888 u. 1903 4 Rolli v. 1900 . ... Sächsisch- 9kDntc1907 inß. E.«D. t. ®. 0. 190 innere 0. 1**-' . . . . äußere Bold-Ant v. L88 do. do. v. 1-9? S»/. Deutsche Reicht-Anleihe - * do. 37,e Reapel itaatl. gar. 4 Stockholm v. 1880. do. v. 1902 stenersr. d olb-VluL v. 1894 stenersr. . <*/. 4 Egyptische unifizierte. 4 do. 6.fL 1 SM. | d.si. da. da. 97 inn. ®.»ÄnL v. 1887 . Pes. Rudolf .... „ 6. do. (Salzkgtb)sts. t. G. . . Ungar.-Äalizischi. sts. t. S 4 Vorarlberg . . „ 1. 6. 2716 Jtat.stl.gar. E.V.Ser. A-E. i.Ä. 4 Jtal. SMittelntec stenersr. t. (8. 2*/J0 LivorneS. CiL C. D. u. D/2 4 Sard. Scc. fit. gar. In. II 4 tziciltamsche feuerfr. t. ®. rluSländisüe. stenersr. i. G. . . 2000 Rrdb. 1887 fif.L S. . . 37, Preußische Eonsol» " * bo. 37, Kreuznach v. 1888 u. 1898. 37, 2ahr 0. 1889 37, do. v. 1902 . . , . . 37, Cimburg abgest. 3*/ Ludwigshafen v. 1896 . . 36 bo. v. 1903 lünbb. 4 Mainz v. 1900 unk. b. 1910 abgest. 1878 u. 83 . Dr. Fr. 3" do. do. v. 189b stenersr. 37, Schwedische v. 1880 abgest. . . do. D. 1890 , . , , 37,Goithardbahz .... 87 Jura-Slmpon p. 1894 4 Schweiz. (Lntral v. 1880 4 MoSlau-Nrsan unt. 1915 4 4 4 4 37, do. v. 1903 lünbbb. ab 1908 . 3**, NaubeiM v. 1902 unt. b. 1912 . . 37. Neustadl a. d. H. v. lt^89 . . v. 1903 lündb. ab 1903 Badische Anleihe v. 1901 unk. 1909 do. von 1892 u. 94 do. bo. 98 unt. 1909 st fr. gar. do. do. 1901 unco.b. 1915 flf.g. 8', «schafiendurg v. 1888 . . - . 4 ÄuqSburg 0 1901 uni. b. 1908 . , 4 Babenhausen (Hessens 37, Baden-Baden u. 1898lündb. ab 1903 37, Bamberg v. 1888 37, Berlin 0. 1886/92 1 Bingen 0. 1901 lünbb. ab 1906 . 8 do. v. 1895 do. 1. r. 1898 lünbb. ab 1908 Juvest-Änl..... 4 Freiburg 3‘k Prtnce Henri . . .| 39.50 Prag-Dur St Ulkt I 37 do. v. 1898 ..... . . 37, Tarmst. abg. v. 79 CiL U u. 81 CiL A11.V »*/, 31 /, ft 8 * do 37. Schweiz. Gibg. (».•©.) unk. b. 1911 4 Serb. amorL . 1895 (405) . . . 4 tzpau. auSI. Biente v. 1882 abgest. 87, Lürl.«Egypt. 2-ribut 4 liirlcn v. 1890 ?/• d7« 3iz itarlSruhe 87 bo. 3 do. 47, Ein. Henckel Hg.v. Zonn. r.il05ö.84 4 Fürstl. SolmS-BraunfelS v. 1880 . 37, do. do. r-Ii.'ch. °. Ib99 do. v. 1906 - . - . «nl. abgest. . . 4 do. 47. Rufs. StaalSanl. v. 1905 . , ‘ bo. Consvlid.-Anl. v. 1880 do. do. do. do. do. do. Eüdd. Eisenbahn-Ges. Lrmstadt . . . do. do. v. 1904 8*/, <5räji. SolmS-Nödelheim .... 37, Fürstl. ^senb.u.Büd.-Birsteino. 1887 do. -WachterSbach 0. 1881 do. privtl. . . do. garantierte Prag-Tus v, 189» sts. Raab-Oed.-Ebens. , do. bo. ü. , bo. bo. v. 97 , 37. 37, do. . 10, 12-16, 24-26,29 3',, Hess. Provinz Dberbeffen 37, do. do. Starkenburg .... ■ abgest. CiL J v. 1884 V. 1886 U. 88 . . . v. 1894 37* do. v. 1905 unk. b. 1915 4 Mannheim 3» 37, n 37, do. v. 1898 Ropenhag. v. 1901 unt 1911 2043; 17, Chile Gold-Anl. v. 1889 6 Ehmeslsche Staat». ?rnL v. Ibß. . Lstr. Inländische. Braunschweig. Canbtt-S.A II E . . do. do. I E abgest. . do. do. DEunt. b.1905 Allgemeine Deutsch? Itkintobnen abg. 60% VI. Bosnien u. Hercegov.v. 1902 unk. 1913 4 do. do. .... 6 vulgär. Tab. «nl. v. 1902 i; E7 . 17 «riech. S.-V. v. 1890 steuersr. . 17 do. SMonopol-ÄnL v. 1887 . . 1 * Italienische Reute . . . . . . 27.. do. do t. ®. . . . . 47 Oest. SUber-Rente 4 ii do. Pap.er-Rente ..... • do. Gold-Rente do. nnbcUL Rente (cono.) . . . do. Staats-Rente Cep. Gz«. SL Lch.-Berfch. (cono. thfab. Cbl.) i Ä. steuersr. . .vfi.G. b'/ Oefi. E.-B. Et. -ech.-Bersch. (cono. ,,ianz.F°ses) i Stlb. stenersr. . 8 cesterr. Lolald. (v^rstaatl.) 57. do. G.-B. St. Sch.-Bersch. (abgest. El,sab.-.t.) t. stenersr. P?. . . Portua. untfiz. 0.1902 Ser. I . . •0. untstz. v. 1902Ser.Ill . . Franz-Josef Raschail-Obrb. do. do. do. to. 3(, ko. Q d0. vv. V. JCWM ...... 4 Bavr. S^v -Anl. unk. b. 1906 . . . do. E^B. ii. «llg. AnL do. LondeSkultur-Reute do «.-«-«nl...... . . Bremer Et -Äul. v. 1888, 92, »9 . b0 do 0. 1896 unk. 1912 do. p. 1902 unt. b. 1912 ftamburier 6t.-Httl.amrt. 1900 u. 1909 bo- do. bo. 0.1887,91,93,99 SBarf t.-toten. flfr. gar. 2020-4040 L'Iadlkawk. 85 fifr. gar. 408/2040 »natolifche l«. . . . . 2040t bo. I «. (k. II (frgnL) 2040 Tcrtg. E. B. v. 86 (Ba«ra Baixa) . Hank-Akticn. ReiLSdank . . SM. 1000/3000 Frankfurter vank . . M. 1000 Badische Bank . . . 24r. 100 Dl.lOeBde IWlu »11 6.49 5.86 9 9 6.50 6.25 Bahr. Hhv.- u. Wechselbk. s. ff. 500 Berliner HandelSg. SM. 500-1000 to vstp.-Bt. L»t. A '2)1.1000 do. do. CiL b M. 1000 BreSl. TiSkontobank SMl. 600/120J Komtnerz. u. TiSlonto-Bank . . armflabter Bank . . 1*'. 1000 BonlLHaiidelu. Industrie) Deutsche Bk. (iJ-X M. 600 1200 Estelt.-11. Wechselt». Dir. lOu BeremSbank . . . SM. 600 Dilkonto-Gesellschast M. 600 1200 Dresdner Bank. . 3M. 600/1200 Eisenbahn-Renten-Bk. . M. 1000 Franks. Hhpothel.-Bank HM. 1000 do. HhP.-«reb.-B. HM. 600/1200 Wiittelö. Bdtr. (Greiz) Au. B. 3’ >. luüU Mitteldsche. Nredltb. . M. 300/1^00 Ratlb. i.Dtschl. S.I-VIM. 300/1200 Nümbera. BereutSbk. M. 300/1200 L-est.-Ung. Bank . . fit. 1400 Lest.-Laiiderbank . . k.fl. 200 Lest.'Nrcdit. Anstalt. . k.fl.260 Pfälzische Bank . . . SM. 1200 Preilst. Bodenkreditbank 5 Ir. 2oo ko. Hyp^RlL-Vl. 3M. 600/1200 RheiiL RreöitbL Ji. 600/1000/1200 Rhein. Hyp..Bank M. 600/1200 Schasthani. Baukver. . SM. 1000 tzudd. Bodentredit-Baltk . HM. 600 Ungar. Kreditbank . , ö. st. 200 Umcnbant (Wien) . . ö. ff. 200 Wiener Banlvrreiii. . t. st. 200 Württbg. Bantatistalt. 600/1200 do. Bcrciusvanc s. st, 350 6 6 137- 97, 67, 67, 6 6 13 9 67, 67, 12*1, 57, 6 10 87, 87. 97, d ö7« 6* , 7 67, 127, 6 6 10 87, 97, 67* 67, 7 11 67,0 7 10 57, 8 6 7 9 b 10',, b 7- 7 11 77, 1O‘/1C 7 8 6 7 8 107. 7'- 7 185.50 200.^0 130.— 301.- 16/-25 115.80 115.bO 108.— 121.25 254 10 116.80 123.80 185,40 154.- 182.- 216.- 15 .'.80 100.— 118.50 123.20 245^0 149.- 133.60 128^— 158.— 116.70 134.75 198.50 125.— 179.- 134.10 13 i .60 137.tO Pfandbriefe. 4 u. 17 unk. 1910 13 4 4 3 do. do. do. do. diL do. do. do. Ser. Ser. Ser. Sec. ScL do. Set. 14 16 18 20 12, 15 3»/, do. 37, bo. 37 do. 4 Frk. Hyp.-Bk. Berk. Hyp -Bk. (vr. Pommr. abgest. 807, abgest. 8Oe/o 95.60 88.— 98.20 98.30 98.30 99.— 89.10 89.10 87, Frl. Hyp.-Bk. Ser. 19...... 37, do. do. Rommunal 6er. 1 unf. 1910 4 Frl. Hhp.-Kred .Ber. 6.15.19,21-27,31,34,35-39, 42 4 do. ko. S. 40 u. 41 unk. b. 1910 . 4 bo. do 6. 43 unk. b. 1913 . . . 4 do. ko. S. 46 lünbb. ab 1908 . . 4 do. bo. 6. 47 • » 37. bo. do. S. 44 unk. b. 1913 . . . 37, bo. bo. S. 28-30, 32 (tUgb.) . . . 37, bo. to. 6. 45 (tilgb.) 47, Canbro. ftrebitbanl Psanbbr. T-V . 4 bo Canbw. Stvebitbant CiL D-J . • . 4 to. bc. CiL N-P. ..... 4 Canbro. ftrebitbanl Psbbr. Cit. Q-3 . . 4 Hambg.Hyp^Bk. S. 141 -340 kündb.ab 190s 4 »0. bo. S. 341-400 unk. b.1910 4 ko. ko. 6.401-470 unk. b. 1913 37«Hambg. Hyp.-Bk. Ser. 1—190 u. 301-310 37, bo. bo. 6er.311-350 uni. b. 1913 4'/' Wiecklb. Hyp. n. Wbk. Ser. I verL ä!2 3*/, bo. do. Ser. 3 abgest 37, bo. bo. Ser. 2 u. 3 lünbb. ab 1905 4 4 4 4 4 37. 37, 37, 37, 4 37, 4 HMäninger Hyp.-Bk. 6er. bo. bo. 6er. 6 do. bo. 6er. 7 do. do. 6er. 8 bo. do. 6er. 9 bo. bo. abgest. do. do. lünbb. do. do. lünbb. bo. 6er. 10 . . . 2 lünbb. ab 1906 unt. b. 1911. ab 1905 * ab 1907 Preuß. Hypoth^en-AlL-Bk. \ ^f 80'/. abg. bo. do. J bo. HYP. B. Zs. lünbb. ab 1905 . . 4 4 4 37. 4 4 4 4 4 37. 37t 4 4 37. 37, 37. bo. bo. bo. bo. bo bo. bo. bo. bo. da. Rdetn. do. bo. bo......... Pfdbr. Bk. S. 18 lünbb.ab. 1908 do. 6.19 unk, b. 1909. do. 6. 22 unk. b. 1912. bo. 6 25 unt. b. 1914. bo. 6. 27 unk. b. 1915. bo. 6. 23 unt. b. 1912. do. 6. 26 unk. b. 1914. bo. 6. 17 u. S. 18 . . bo. 6. 24 unk. b. 1912. Hyp. Mannheim lünbb- ab 1902 do. do. lünbb. ab 1907 bo. bo. bo. bo. unt. b. 1914 . . . . bo. bo Kommunal Westb. Bdkr. Hyp. (Stdlu) S. 1 u. 2 . . . dv. ko. to. Ser. 5 unt, b. 1909 bo. bo. bo. 6er. 6 unt, b. 1911 to. to, do. 6er. 7 unt, b, 1913 89.10 99.70 97.50 97.50 98.80 97.80 98.80 92.- 89^0 89^,0 84.- 84.- 84.- 97.— 97.- 97.— 88.- 88.- 8?’8O 87.80 97.10 97.10 97.10 97.20 97.20 88.— 88.— 88.— 89.40 9530 87, Westb. «bkr. Hyp. (Iköln) S.3künbb. 1905 37, bo. bo. bo. Ser. 4 lündb. I9u6 3 Sübb. ©oben ftr. 6.53 u. 54 lünbb. 1906 37, bo. dtS incl. Ser. 52 . Staate ober vrovinzl al-garaul. 4 Hess. Canbes-Hyp. Bant Ser. 12—13 . 1 n. 14—15 . 37, do. bo. Eer.I-V nut. 1909 4 bo. bo. flom. Obl. S. 5—6 . u. 7—8 . 37, bo. bo. Kommunal Ser In.II Mik. 1909 3'/, Nassauische CandeSb, CiL F. G. H. K. u. L. 37, bo. bo. , M. N. P. . . । 3*/* Basteler Landes-itcebtmnst. unL . . , | Diverse Obligationen, 4 BuberuS r. 103 , \ 47, Dtsch. Cuxemd. cono * j <7, bo, r. 102 1 47, Eiseub. Wentenbant....... 4 dO. dv. ...... 47, Lifemverke Collar r. 102 47, üleltr. Wert Homburg r. 103.... 4 T. Atlant Telegraf 4 5 ran len-Allee, garanL v. Frankfurt , . 4 Franks. Hof r. 105 4 Nene Boden r. 102 37, bo. do. r. 101 47, Ung. Lokalbahn Serie I r. 105 . . 47, do. do. Serie H l 102 . , 87.60 97.80 98.— 97.— 97.— 97.- 97^0 98.- 91.30 91.30 88.3J 88.30 97.40 97.40 88.— 88.- 88.30 96^0 96.80 96 80 97.- Verzinsllche Lose. 4 Badische Prömicil Serie II. . Tlr. 100 s Touau-Regulierung .... f. ff. 100 37, Gothaer Pram. Pfaudbr. I , . Tlr. 100 37, bo. II . Tlr. 100 3 Hamburger 0. 1865 .... Tlr. 50 3 4)ctlandl,che »komm. v. 1871. . fc.ff.10u 37,»oln.Miiideller......Tlr. IOj 37, Lübecker v. 1863 Tlr. 50 Deutlicher v. 1L53 Fr. 80 3 Madrider abgest. . . . . Fr. 100 4 Meininger Präm. PsandbL . . Tlr. 100 4 Lesterr. 0. 1860 6.ff.50u 3 Clbenburger ...... ttr. 40 d Russische v. 1864 . . alt. K. ÄbL 10U 5 Rnsstsche 0. 1866 . . . alL St. ÄbL 100 27,Suiylweißeud.-Raab-4lraz . . i. ff 150 27, do. do. er. a. Sch. . L. st. 150 do. r«nrechtjchciue .... ff. 88 20 Unverzinsliche Lose. 88.20 99.20 89.40 99.80 99.80 89.- 99.80 ^9.80 8920 92.- 92.- 92.60 Augsburger .... Braunschweig .... Finnländisch: . • • Freiburger . . . Q/enua . .... Mailänder . ... Mailänder , . • • • Meininger Oestr. v. 1864 .... Oeilr. Kredit v. 1858 . • Papeny. (DräfL . . . • RubolsS-Stistung . . - Türkische .... ... do. .... Ultima Ungar. Staats . , . . 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