Die heutige Nummer umsatzt 12 Seiten. G o etth e. Hr. 70 Ter «lehener Anzeige» erschein! täglich, anher ConntaqS. - Beilagen: viermal wöchentlich Die hessische Vesolüungsvorlage. • Tie Besoldungsvorlage ist, so wird uns aus Darmstadt geschrieben, den Abgeordneten nunmehr zugegangen. Es wird daraus bekannt, daß die geplante Aufbesserung der Gehälter 12 bis 13 Prozent bei den unteren, 10 bis 11 Prozent bei den mittleren und 6 bis ^ProzentLeidenoberenBeamtenbis7000Mk. betragen wird. Bei Gehältern über 7000 Mk. beträgt die Erhöhung 4 Prozent. Tie Erhöhung wird, so teilt der Darmst. „Tägl. Anz." weiter mit, bei allen Beamten nach dem Gehalt, das sie zurzeit beziehen, berechnet, nicht wie der jetzige Wohnungsgeldzuschuß nach dem erreichbaren Höchstgehalt des Beamten. Außer dieser Gehaltserhöhung ist beabsichtigt, das Wohnungsgeld nach dem Muster von Preußen und dem Reich auf bestimmte Sätze zu erhöhen, die etwa 3/4 wirklichen Aufwandes für Wohnungsmiete entsprechen sollen. An Wohnungsgeld sollen erhalten: untere Beamte 330 Mk., mittlere Beamte 400 bis 500 Mk, höhere Beamte bis 7000 Mk. Gehalt 800 bis 1000 Mk., bei mehr als 7000 Mk. Gel-alt 1250 Mk., Minister 1800 Mk. Diese Sätze gelten für die erste Klasse. Das Land soll in drei Serv is klassen eingeteilt werden, wobei die erste Klasse die größeren Städte umfaßt. In der zweiten Klasse, die die mittleren Städte des Landes umfaßt, beträgt das Wohnungsgeld etwa 80 Prozent der ersten Klasse. In der dritten Klasse, wohin die kleineren Städte und die übrigen Gemeinden gehören, beträgt der Satz etwa 70 Prozent der zweiten Klasse. An diesen Sätzen wird jeboch der jetzt bezogene Wohnungsgeldzuschuß in Abzug gebracht. Die Besoldungsvorlage soll ein integrierender Bestandteil der von der Kammer wiederholt verlangten Besoldungsreform darstellen. Eine demnächst weiter den Kammern zugehende Vorlage soll dann die Härten, die sich im Lause Als sie tm Jahre 1855 —. es war die glücklichste Früü- ungszett des kaiserlichen Hofes — zum ersten Male in den -tuilenen erschien, machte sie Sensation. Der Eintritt dieser prachtvoll gewachsenen, durchaus ebenmäßigen Jrrau, deren Prv- sil die reimten Linien zeigte, aus deren Gesichte zwei schöne blaue Augen urahlten — kurz: dieser vollendeten Schönheit machte jofort einen solchen Eindruck, daß, als sie etroa* spät bei, dem ersten Ball erschien, die Musik vausierte und die Tänzer aushörten! Tic Kaiserin machte ihr unwillkürlich einen Schritt entgegen: der Kaiser forderte sie sogleich zum Tanze aut und unterhielt sich dann mit ihr, bis die Munk aushörte. Die Gti fette selbst verlor ihre Macht, und die kaiserlichen Gaste reckten sich die Halle ans, um die, Gräfin ;u bcobacktrn. Und dieser Er'olg. wiederholte sich, tvn sie auch erschien, bei den Montagen der Kaiserin, auf den Ministerbällen, in Eompiögne. Ob sie wirklich die Favoritin des Kaisers gewesen ist oder nicht, ist nicht mehr zu entscheiden: gewiß aber ist, daß ihre diplomatische Wirksamkeit nicht ohne Erfolg blieb. Tie Maßnahmen des bisher noch zögernden Napoleons III. fielen von ba ab immer enli'dnebcncr zu Gunsten der italienischen An- iprüche aus, und schließlich hat die Gräfin auch an seinem Ent- schluiie zum Kriege gegen Oesterreich ihren Anteil gehabt Aber der berühmte Frieden von Villafranca, der Italien, Savoyen und Nizza foitetc, enttäuschte sie und von da an begann ibr Stern bei Hofe zu erbleicksen. Ihre Schönheit hingegen stand noch ganz auf der Höhe, und sic, die sich als die Priesterin dieser Schönheit fühlte, konnte manchmal die größten Tollheiten begehen, um sie und sich recht in Szene zu sehen. Sie war noch nufit 30 ^ahre alt, als das Kaiserreich und damit ihre ganze bisherige Position zusammenbrach. Zunächst nahm sie in Florenz Aufenthalt, wo sie nur dank ihrer Freundschaft mit dem König Viktor Emanuel, ihren guten Beziehungen zur Königin Augusta von Preußen und dem Vertrauen von Thiers Frankreich in feiner großen Krise manche guten Dienste leisten konnte. Thiers führte sie damals bei feinem Besuche in Florenz den Vertrnern der franzosiichen Republik mit den Worten zu: „Haben Sie jemals etwas Schöneres gesehen?" Eine Freundin der Reoublii aber war die Gräfin nicht, und noch einmal schien der ehrgeizigen jvrau die Aussicht auf eine bedeutende Wirksamkeit sich zu offnen Nach Paris zurückgekehrt, versuchte sie die Orleans zur Tat zur Wiederaufrichtung des franzöfischen Königsthrones zu ver- va§ englische Mindestlohngesetz. , , 9Iu5ftanb der englischen Kohlenbergarbeiter wurde bekanntlich in der Haupt,ache dadurch veranlaßt, daß die Bergarbeiter auf Grund ganz beslinimter, für jede Arbeiter- kategorie und )eden Bergwerksdistrikt besonders aufgestell- ter Lochiltlten die Einführung von Mindestlöhnen verlangten, die Grubenbesitzer jedoch diese Forderung ablehnten, solange nicht dre Bergarbeiter sich dazu versteh, für die von ihnen unter Tage aclciftcte Lobnor! bn Zeit in der Besoldungsordnung von 1898 eingestellt haben, beseitigen. • Kämmer ist eine Regierungsvorlage zugegangen, in Der es heißt: „Bei Beförderung eines Kreisassistenzarztes zum Kreisarzt 1,111 bn, Umsetzung seines Gehalts die gesamte Zeit der Anstellung als Kreisassipenzarzt als Besoldungsdieiistzeit an- gerechnet. x- ^mnier B, h, 12 der Besoldungsordnung werden die GehaltSlatze der .streisasultenzärzte wie folgt almeuiiheit: 7^00—3400 Mk., AufrückungSsrisl zum Höchst- ooT? U; 2ahre, Gehaltsstuien: 1 Stufe 2600 Mk., 2. Stufe Stufe 3000 Mk., 4. Stufe 3200 Mk. und 5. Stufe O4UU lull. f. . Borsteher und Lehrer an den Präparandenanstalten lind unter B, b, 11 der Beioldungsordnung wie »achstelwnd, einzureihen: „8 ^eminarlehrer an den Dorseminarien, Gehalte wie die lern mar sich gebildeten Seminarlehrer von 2800—4600 Mk Die 1)0:1011110)01 Stellenzulagen der Vorsteher kommen in Wegfall/' . ^ofllehcnde Aendernngen treten zugleich mit dem Finanz fleicy uir das Rechniiiigsjakn 1912 in -traft." Großes redliches Bemühen Ewig still sich fördern mag, Jahre kommen, Jahre fliehen, Freudig tritt es auf zum Tag. Künste so und Wissenschaften Wurden ruhig — ernst gelehrt Bis die ewig musterhaften Endlich aller Welt gehört. Weimar, am 28. August 1831. ba2auf Ü"» daß die Opposition in patcrcn etabicn der Bill nicht mehr obstruieren wird, sondern lie annehmen werde. Premierminister Asquith erklärte, die Rede Balfours sei würdig der fntudxn Angelegenheit. Wolle er aber durch seinen .'lntrag nur Abwetiung der Bill der Meinung Ausdruck geben daß eine geseplickw Regelung unmöglich sei? Wir können, so ^ugeben, daß die industrielle Bevölkerung des Landes aus Mangel an Kohlen Not leidet. Tie Annahme des Gesetzes. m,.r weiteren Verlauf sprach Austin Chamberlain gegen die /nr -C -m ”5 vorgeschlagene Lösung der Schwierigkeiten nur zur Verwwrumg der Lage und zu einer Ausdehnung der Unruhen auch aus andere Gewerbe führen werde. Sir Edward Grev er- er glaube nicht,, daß die Bill zukünftig Unruhen stiften E? ä* »»3ÖUr^ ,on,t entstehen würden. Eine schnelle Beendigung JS «trekks lei notivendig, um der Gefahr eines Anwachsens der Erbitterung vorzubeugen, die sich aus einem längeren Andauern der Not ergeben könntoi. Wenn es der Bill nicht'gelingen werde, ^.eguug, des Streiks zu erzielen, so müßte die Regierung alle ihre Mraitc dem schuhe der Nation und aller ihrer Lebensquellen widmen. Wer auch mit äußerster Anstrengung werde sic dann | ii rd)t bare Verluste i m Erwerbsleben, die die Allgemeinheit und im letzten Ende auch die Arbeiter selbst treffen, nicht vermeiden tonnen. Schließlich wurde die Bill mit 348 gegen 225 Stimmen in ■* Acfnng angenommen. Die irischen Nationalisten und die Mitglieder der Arbeiterpartei unterstützten das Gesetz. TscharyfowZ Sturz. Die plötzliche Abberufung eines ruffifchen Botschafters ‘ seinem Posten und feine Ernennung zum russischen Senator, hatte für das Ausland kaum eine größere Bc-- deutung, wenn cs sich nicht bei Tfcharvkow um die Ver- tretung Rußlands inKonstantinopel handelte und diese « m einer Zeit erfolgte, wo der Brennpunkt der russischen Politik, wie das Interesse der ganzen übrigen politischen Welt mehr als je am Bosporus liegt. Und man kann der weiteren Entwrckelung des türkifcks-italienischen Krieges nur mit steigendem-Mißtrauen zusehen, zumal ziemlich bci'timnit die Italiener ihre Wsicht, die Dardanellen, ja, vielleicht auch Saloniki anzugreifen, nur zu gern verwirk' 110)611 mochten. Das bedeutete die Entfachung des Balkan- und zugleich wahrscheinlich auch des europäischen Volkerkrieaes. Herr ^scharykow hat bislser in der diplomatischen Welt eine große Rolle gespielt Seine Begabung, fein Tempera - ment und feine Initiative sicherten ihm die Anwartsckjaft auf den Posten eines Ministers des Auswärtigen schon vor zwei Jahren, als Iswolski abdanken mußte und Sasanow an seine Stelle trat. Und wenn die Wahl des -Zaren damal- nicht auf Tscharykow, sondern auf Safanow fiel, so lag das wohl in der Hauptsache daran, daß er die durch das Pots- r£mc m eingeleitete neue Orientierung der ruffi- >chen Politik logisch und konsequent verfolgt felgen wollte er von dem nervösen Temperament Tscharykows und seiner Sprunghaftigkeit nicht erwarten konnte Bei dem Ehrgeiz Tscharykows mußte ihn diese Bewertung seiner Persönlichkeit durch den Zaren zunächst in direkten Gegensatz zu Safanow, feinem siegreichen Konkurrenten bringen, und es ist anzunehmen, daß fein Rücktritt vom Bot- chajterposten in Konstantinopel in erster Linie auf die per- onlichen Differenzen mit seinem Vorgesetzten, dem Leiter per auswartigen-Angelegenheiten Rußlands, zurückzuführen ist- Wenigstens ist das der äußere Grund. Das innere Motiv für die Abberufung Tscharykows liegt wohl in dem Umstande, daß er einmal für die unruhigen Balkanstaaten zu einer Art Fetisch nach dem Muster des verflossenen Jgna- tiew geworden war und zweitens gegenüber der Pforte eine durchaus eigemoillige Politik einschlug, die nicht immer den offiziellen Beifall -der Herren an der Sängerbrücke fand So hielt er sich z. B als politischer „Uebermenfch" für befugt, mit dem Großwesir sogenannte Privat aelprächeru fuhren, wie Ende vorigen Jahres hinsichtlich der Oeffnuna der Dardanellen, in die England auf keinen Fall willigen wollte. Das war der erste Backenstreich, den Rußland der Eigenmächtigkeit Tscharykows verdankte, und es folgte sehr anlasten. Vergebens: der ritterliche Herzog von Aumale ver- wgtc seine Mitwirkung in einem Bürgerkriege, und voller Bo dauern schrieb die Gräfin ihm: „Mutig auf dem Schlachtfelde £ -J111!.^, ,m .^ben, warum muß einem solchen Prinzen die Entjchiedenheit nn Kabinette fehlen?" Genug, sie stand am (Enbe ihrer Illusionen. Sie begann zu verbittern: eine Honming iah ne nicht mehr vor sich, zumal, da auch ihr einziger ^ohn gestorben war. Und — ihre Schönheit begann auch nach und nach zu verwelken. Hinter geschlossenen Fenstern, zuweilen von Angstideen qe- vemlgt, führte sie m ihrem Pariser Hause ein völlig zurück«». 2?9Cne5. Leben. Als sie nach langen Loden starb, wurde sie die wenige Jahrzehnte zuvor, die bewimpertste Fran von Europa genannt werden durfte, in fast völliger Verlassenheit beigesetzt Ein einziger Vetter wohnte ihrer Bestattung in der Madeleine vy -—sonst wären nur bezahlte Diener ihrem Sarge gefolgt Ein schlichter Granituein bezeichnet in der Kirche die Stelle wo die sterblichen Uebmrefte dieser schönsten Frau des 3weit"n KaijerrcicheS ruhen. .oiungc mmi Die Bergarbeiter sich dazu verstehen würden für die von ihnen unter Tage geleistete Lohnarbeit sowohl in qualitativer, als auch quantitativer Beziehung ganz bestimmte Garantien zu übernehmen. An den Einzelheiten einer solchen Vereinbarung scheiterten bisher alle Verhand- ^lngen, die unter Führung der engliselfen Regierung zwischen Arbeitgebern und Arireitnehinern gepflogen wurden. Das englische Kabinett hatte deshalb schon vor einiger Zeit be« schlossen, die e, daß Balfour namens der Opposition die Ablehnung der Bill beantragen wollte. In der Begründung des Antrags, die Mindestlvhnbill abzu- lebnen, erklärte Balfour, niemand sei mit der Bill und ihrer Löiung der schwierigen Lage ziisrieden. Für die Regierung licae reine Berechngung vor, den Versuch zu machen, diese ungeheure Umwälzung in einer Woche durch das Haus zu erzwingen. Tie Opposition werde sich bemühen, die Meinung des Hauses bei der zweiten Lesung auf die Probe zu stellen. Aber wenn die zweite Lesung angenommen werde, so werde die Opposition ihr Bestes dazu tun, daß die Politik der Regierung erfolgreich sei. Sollte aber die Regierung geschlagen werden, so braurfie deswegen das £>tui8 nicht aufgclöit zu werden, da das Land nicht die allgemeine Verwirrung bei der Wahl zu den Schrecken des Streiks binzutreten lassen könne. Er beantrage die Ablehnung der Bill aus klaren Gründoi einer nationalen staaismännischen Politik. , , - ^bekanntes Gedicht Goethes. Ein uw oekanMes Gedicht Goethes wird am 29. d. Mts bei öenria in Berlin zur Versteigerung gefangen. Tas Gedicht, das narb Goethes eigenhändiger Unterschritt „Weimar, am 28. August 1X3]- am leyien Geburtstage Goethes entstanden ist, hat er der Tochter des Kouiutorialrats Anton Kirchner in Frankmrt a qo widmet. Fräulein Marie Kirchner war im Jahre 1810 geboren nand also am letzten Geburtstage Goethes tm 21. Leben-«ahr^ Das Gedicht lautet: ' SietzenerZamiliendlätter , zwtnnal wöchenll.Uielr' blatt für Öen Kreis Gie^n ’ (Tienstag und Freiings zweimal nionail. Land- wttlfchaftliche Seilfragen Feriiioiech - 9lnfd)lii$|e: für die Redaktion 112, .. General-Anzeiger für iüberheffen für die ragesnuinmer rtotottonsbruck und Verlag -er vrühl'fchen Univ -Such- und ^teittüruck-rri n Cntm» . .Den aus,aalM. Reu- bis vormittags 9 Uhr. “n0 bleindruckeret R. Lange. Redaktion, (Erpeörtion und vrnckerei: Schulstrahe 7. ^lh. für..-Slao, und -- Emgen. üernfprecher Nr. 2by Seschästsstelle vahnhofstrahe lös. Land-: s.He»: für dc.. Eine Favoritin vom Hose öcs Zweiten Kaiferreid)es Keine Persönlichkeit ans der glänzenden und dann so schnell zerstobenen Hofgesellschaft des Zweiten Kaiserreiches ist so be rühmt geworden und dabei bis zuin heutigen Tage so geheimnisvoll geblieben, wie die Schönste der Schönen dieses Hofes, hie gefeierte Gräfin C a st i g l i o n e, die freiwillige Agentin Cavours in Paris, die Favoritin des Kaisers selbst, wie man sich erzählte, schließlich noch die Egeria der Familie Orleans. Erst wtzt wird dao Geheimnis dieser unter allen Umständen interessanten Persönlichkeit bis zu einem gewissen Grade von Frvderie Loli4e, dem bekannten Geschichtsschreiber der Zeit Napoleons III., in einem Aussatze der „Revue" gelüftet, für den der Verfasser die unveröffentlichte Privatkorre-- spondenz der Gräfin bemitzen konnte. Wer war sie eigentlich? Tas Geheimnis ihres Lebens beginnt bereits mit ihrer Geburt, und die Fluge Gräfin bat nichts dazu getan, den Schleier des MnsteriKms zu lüften, der ihr so gut stand. Man hat sie zu einer Tochter eines der ttorentinischen Napolconiden, eines Hri:zogs von Toscana, eines Mitgliedes des Hauses Savoyen, sogar yu der eines römischen Kardinals machen wollen. Tie Wahrheit ist: man farnt ihre Eltern auch heute noch nicht zuverlässig angeben, doch deutet mancherlei darauf, daß der Polenkonig Joseph Poniatvwski ihr Vater gewesen sein mag. Jriwnsalls trug sie im bürgerlichen Leben den Namen einer alten genuesischen Adelsfamilie und galt als die Tochter des Marchese Filippo Lldosni Nina Oldoini zeichnete sich schon, als sie noch ein halbes Kind war, durch eine so seltene Schönheit aus, daß sie bereits im ihrem 15. Lebenslahre von einem Sckwarme leidenschaftlicher Verehrer umringt war. Ohne Liebe ließ sie sich dann dem Grafen Castiglionc, Offizier im Hause des Königs von Sardinien, antrauen, von dem sie den Luxus erwarten durfte, den sie für ihre kostbare Person brauchte. Tenn das hatte si? zeitig gelernt: ihre Schönheit zum Idole ihres Lebens zu machen und sie auf alle Weise zu hegen und zu pflegen. Und ihre Schönheit war es denn auch, die Cavours Blicke auf sie richtete und die ihn auf den Gedanken brachte, sie zu feiner geheimen diplomatischen Agentin am Pariser Hofe zu erwählen. Cavour sagte ihr: „Reüssieren ^te, liebe Kusine, mit allen Mitteln, die Sie anwenden mögen, mir reüssieren Sie!" Und die schöne Gräfin Castiglionc war die Iran, diesen Wink des Meisters zu verstehen. Lc»» Blatt 162. Zahtgan, Keita,, 22. INätj 1912 WwmAvvV allwIUu s» ckjay M LI Chefredakteur: A lüoeif. — * VerautwortUch für den /h -11 A* A AM ZH L M ff . _ polüddien leit: ^luquft A u er gese Ilse haft , Berlin 0.17 , Wt m Verkaufe • Schre !0jährige Ga Lniall von I Hur von dre Lttaße geftiir längerer Zeit bu Wärterin Lohne, sie m dem Fenster sl Berlin Jane vom 3 Jone bei sein £te Saitetau Raiten ergrij eriaBt rouröer in die hö einer höhe vo 0 SRarl §eilhe des Januar den [dnbet Alleinige Wilh. _ Marktp I I' t'.it g«!*60* . jijniinen a I -idem, den I jtuüH »nd I rsn der Sv I jti*1 I i'jm Seichs I ßieÖDtitrete | ÄlrffCÖUB 0« } a ilamj, ir I rat Srüneivc ■ echiveinsber! I jaubeinb J1 3 ml 2r. 9leb< 1 Cienibeiub i J fioiiiinerjienr ] krantei'dani^ I ^ramerslxiiu I ^rfaiinnlimi 1 Herzogin zum ftoni . u,6er bai y’flaxren^anblf *“le, am ig 11 ^ntursoer ■a w ”°nlur§Oct u /Onfl'«iori . njicb i, n* wb, J&* fclÖ^net ÄS i'tese M- halb brr Meile, als Tscharvkow zwischen der Türkei unb Italien in Sachen des ttipolr tonischen Feldzuges vermitteln wollte. Hierbei muß irgend etwas vorgefallen sein, was man an der Sängerbrücke nicht unterschreiben konnte, und woraus man Tscharukow dann den Strick drehte. Was es gewesen, /bleibt vorläufig Geheimnis. Fast scheint es, als habe iTscharykow die F-estigteit der russischen Position in Kon- Itantinopel überschätzt, als er darauf ausging, einen ehrcn- shaften Frieden zwischen Italien und der Türkei zu Der* 'Mitteln, um Rußland als „ehrlichem Makler" dafür die Öeftnung der Dardanellen zuzusclmnzen. Der „Voss. Ztg." wurden zu der Angelegenheit ans jPetersburg noch eigenartige Neuigkeiten gemeldet. Das Statt schreibt u. a.: Es war nicht der russische Minister des Aeußern Sasanow, der uns die Tscharykow-Sensation bescherte. Ganz im Gegenteil, er war einer von denen, die am stärksten dadurch verblüfft waren. Denn er erfuhr von der Enthebung Tscharn- kows erst Montag gegen 10 Uhr abends aus einer für die Presse bestimmten Mitteilung der ossiziösen Petersburger Telegraphcn- agentur. Da ihm vorher nichts davon bekannt gerooröen, mar, so fragte er telephonisch bei der Agenttir an, wo sie ihre Sensationsmeldung herbekommen hätte. Die Antwort lautete: „Aus der offiziellen Sammlung der Gesetze und Zarenerlässe." Ter Zarenerlaß war in der Tat in dieser Sammlung bereits wormittags erschienen, nur hatte ihn im Ministerium niemand gelesen. Von wohlunterrichteter Seüe wird mir TnügcteUt, daß die Verabschiedung Tscharpkows auf Wunsch des ^Ministerpräsidenten Kokowzew erfolgte, und daß Kokowzew es war, Der für die Verabschiedung die höchst ungnädige Form beantragte, die vor etwa 28 Jahren gegenüber Saburow angewandt worden -war. Kokowzew wurde dabei wohl durch das Bestreben geleitet, an Tschartzkow ein Exernpcl zu statuieren, um die anderen Vertreter Rußlands im Auslande vor ähnlichen Seitensprüngen zu warnen Der Mitarbeiter der „Voss. Ztg." meint, ein Wendepunkt in der russischen Politik sei wenig wahrscheinlich In einem Lande, so urteilt er ganz richtig, wo solche lieber* raschungen für einen Ressortminister möglich sind, könne man von einem Minister eine feste Politik schwerlich er* warten. Petersburg, 21. März Die Ernennung des bisherigen Gesandten in Bukarest, v. Giers, züm Botschafter tn Konstantinopel und des bischerigen Botschaftsrats in Berlin, v. Schebeke zum Gesandten in Bukarest wird amtlich bekannt gegeben. Deutsches Neich. Wie die „Tägliche Rundschau" erfährt, hat der Kaiser ben Reichskanzler eingeladen, ihn auf Korfu zu besuchen. Ferner wird dem Blatte von zuverlässiger Seite tm Hinblick auf die Krisengerüchte der letzten Tage mitgeteilt, daß bald nach den Reichstagswahlen der Kanzler mit Rücksicht auf das Ergebnis der Wahlen seine Entlassung angeboten habe, der Kaiser aber abgelehnt habe. lieber den Empfang des Reichstagspräsidiums durch den Kaiser ist folgendes von den Mitgliedern des Präsidiums gemeinsam aufgesetztes Communi- qu6 aufgegeben worden: Der Kaiser empfing am Donnerstag mittag 1 Uhr im Königlichen Schloß in Berlin das Präsidium des Reichstages. Die Audienz dauerte etwa 20 Minuten. Der Kaiser, der sehr frisch und heiter gestimmt schien, sprach nach einigen persönlichen Bemerkungen zu den Präsidcnten'seine besondere Befriedigung über die rasche Beilegung des Kohlenarbetter- streiks aus. Er Höfte, daß der Streik keine allzu große Schädigung für die deutsche Volkswirtschaft gebracht habe. Nach einem Hinweis auf die schweren Arbeiterkämpfe in England sprach der Kaiser dann die Hoffnung aus, daß es bald gelingen werde, die neue Wehrvorlage im Reichstage zur Annahme zu bringen. Der Bundesrat faßte über die Besetzung der Stelle des Präsidenten des Kaiserlichen Patentamtes und die Besetzung der Mitaliedstelle bei dem Reichsversicherung Samt Beschluß und stimmte der Vorlage betreffend Ergänzung der Grundsätze für die Besetzung der mittleren Kanzlei- und Unterbeamtenstellen bei den Kommun alb eh ör- ben zu. Die Neuwahl der Mitglieder des Beirats für das Auswanderungswesen wurde vollzogen. Die Pen- sionskasse der Reichseisenbahnen, die Arbeiterpensionskasse der Sächsischen Staatseisenoahnen, und die Pensionskasse der Arbeiter der Bayerischen Verkehrsanstalten wurden als Smideranstalten gemäß § 1360 der Reichsversicherungsord- nung zugelassen. Die Vorlagen betreffend Verlängerung dcS Handelsy.rrtrages mit Bulgarien und betreffend den Zeitpunkt de Inkrafttretens des Viehseuchengesetzes wurden angenommen. Bei der Berliner Ministerkonferenz sind außer Sachsen auch die Vertreter von Baden und Württemberg nachdrücklich für die Wiebereinbringung der Erbschaftssteuer, in her Form, wie sie im Jahre 1909 vorgeschlagen wurde, eingetreten. Für den Fall der Aushebung der Liebesgabe befürworteten sie im Interesse der süddeutschen Kleinbrenner eine 'Staffelung der Steuersätze. Die Zentrumssraktion deS Reichstags hielt am Dienstag Abend eine Sitzung ab, in der Abg. Dr. Spahn an Stelle Des Frhrn. v. Hertling einstimmig zum Vorsitzenden gewählt wurde. Ausland. Die neuen spanischen Vorschläge, die am 20. d. M. dem französischen Botschafter in Madrid zugestellt wurden, betreffen nur die Südzone Marokkos. Danach würde dem zuerst vorgcschlagenen Gebiet ein Streifen zu- gefügt werden, der bis zum Meere reicht unb int Norden Don Jfnis gelegen ist. Die spanische Regierung hat ihre vorläufigen Vorschläge bezüglich der Nordzone Marokkos in keiner Weise geändert. Heer und Flotte. Ein neuer englischer „Ueberdreadnought". In Groenrock ist am Donnerstag der „lieber» l Dreadnought" „Ajar" vorn Stapel aclaufcn. Die Herzogin von fSutherland vollzog den Taufakt. Das Schiff hat eine Wasser- ^Verdrängung von 29 000 Tonnen und laust 22 Knoten in der Stunde. Arbeiterbewegung. Die Wiederaufnahme der Arbeit auf allen -Ruhr zechen hat sich am Donnerstag früh in vollem Umfange ohne jede Störung vollzogen. Au» Stadt und Land. Giegen, 22. März 1912. Die Hinterlandbahn. Die Abgg. Grünewald und Urstadt haben wegen der Erbauung einer Bahn Biedenkop f—G i e ß e n folgende dringende Anfrage an die Regierung gerichtet: . Wie Großh Ministerium befannt sein dürfte, ist im Interesse der früher Großherzoglich-Hessischen Landesteile, welche sich von der jetzigen Landesgrenze über Rodheim a. d. Bieber, Felungs- hausen, Frankenbach, Crumbach bis in die Gegend von Gladenbach erstrecken, im Interesse der Erleichterung des Verkehrs zwischen diesen und der Stadt Gießen die Errichtung einer Eisenbahn ins Auge gefaßt worden, und die Stadt Gießen hat die vorbereitenden Arbeiten unternommen, wofür bis jetzt eine Summe von etwa 10 000 Mk. aus städtischen Mitteln ausgewendet worden ist. Man hat schließlich im Einvernehmen mit den beteiligten Gemeinden, zu welchen auch noch die vormaüg kurhesstschen Orte des Vers-Tales gehören, sich dahin geeinigt, daß die beste Lösung der Frage durch eine Bahnlinie Gieße n—G l a d e n b a ch ober Gictzen-Lohra herbeigeführt werde. Die beteiligten preußischen Gemeinden wünschen keine andere Bahnverbindung als diese: gegenwärtig ist eine gänzlich unzulängliche Bahnverbindung durch die im Privatbesitz befindliche Diebertalbahn hergestellt. Tie beteiligten Gemeinden wünschen insbesondere keine Führung der Eisenbahn Gladenbach—Wetzlar: sie haben allerdings gegen eine solche Bahn nichts einzuwenden, wenn gleichzeitig die Verbindung mit Gießen erfolgst. Wirtschaftlich gehört der gesamte in Betracht kommende Distrikt zu Gießen: die politische Grenze entbehrt in dieser Richtung jeglicher Bedeutung: Gießen mit feinen Märkten und seinem sonstigen Handelsverkehr, seinen Klmcken, Fabriken, Bergwerken, Garnison usw. stellt sich als der Platz dar, welchen die Bevölkerung jener Ortschaften zum Zwecke der Erlangung von Arbeitsgelegenheit, des Absatzes der Produkte unb des Einkaufs^von Lebensund sonsttger Verbrauchsartikeln aufsucht. Die Stadt Gießen und insbesondere auch die Gemeinde Heuchelheim haben zutreffend erkannt, daß ein erhebliches Interesse an der Herstellung einer Eisenbahnverbindung mit dem Hinterland unb damit eine wirtschaftliche Erschließung desselben bestehe und haben mit allem Eifer sich der Verwirklichung dieses Projektes gewidmet. Neuerdings verlautet nun, daß es den Bemühungen der Landräte in Biedenkopf und insbesondere in Wetzlar gelungen sei, die preußischen Instanzen zu bewegen, daß von der Durchführung einer Bahnlinie Gladenbach—Gießen abgesehen unb eine solche Gladenbach—Wetzlar ins Ange gefaßt werde. Die Stadt Gießen, so sehr ihre Interessen hierdurch berührt werden, steht dieser Entwicklung der Dinge schließlich machtlos gegenüber, rote gleichermaßen auch die Provinzialdirettion der Provinz Oberhessen, welche dieser An- gelegciHeü ihr Interesse gewidmet hat, diese mit Nachdruck zu vertreten nicht in der Lage sein wird, weil die preußischen Instanzen durch ihren Einfluß auf den Herrn Eisenbahnminister voraussichtlich imstande sein werden, die Führung der Linie Gladenbach bis Gießen bezw. insbesondere Rodheim bis Gießen zu verhindern. Mit Rücksicht aus die erheblichen Nachteile, die aus dieser Entwickelung der Angelegenheit den in Betracht kommenden hes- fischen Landesteilen drohen, richten wir an Großh. Ministerium die dringliche Anfrage: ob demselben die neuere Entwickelung dieser Angelegenheit bekannt ist unb welche Schritte es bei dem preußischen Eisenbahnminister zu tun gedenkt, um der insbesondere der Stadt Gießen drohenden Gefahr zu begegnen. Wir bemerken hierzu noch, daß es sich zunächst nicht um finanzielle Fragen handelt und daß eine finanzielle Beteiligung des hessischen Staates bis jetzt nicht in Rede steht. Es war vielmehr gedacht, daß in erster Linie die Stabt Gießen, die interessierten Gemeinden, der Landkreis Biedenkopf und der preußische Staat zu den finanziellen Aufwendungen, welche nötig sein iverden, tontribuieren sollten. Für die Entwickelung der Stadt Gießen aber, für die Frequenz seiner Märkte, für Handel und Verkehr daselbst, für die Frequenz der klinischen Anstalten, namentlich des neuerdings Zu errichten in Aussicht genommenen Unfall Krankenhauses und damit mittelbar für die Interessen des Großherzogtums Hessen, ist diese Angelegenheit von der allergrößten Bedeutung. * * Tageskalender für Freitag, 22. März. Stabt- theater: „Tie fünf Frankfurter". Anfang 8 Uhr. Oeff. Vertrag des NaturheilvereinS für Tarnen. Frau Dr. med. Vurtf cher-Su cci auS Basel: „Welche Operationen können wir bei Frauenleiden verhüten und wie verhüten wir sie? Tie Wechseljahre". Abends 81/, Uhr im Hotel Schütz. • • Landes Universität. Dr. jur. Leo Rosenberg, Prioatdozcnt für bürgerliches Recht mit Einschluß be§ römischen Rechts und dcS Prozeßrechts an der Universität Göttingen, wurde zum außerordentlichen Professor berufen. Er tritt hier an Stelle von Prof. Dr. HanS Albrecht Fischer, der Ordinarius wurde. • • Der Historische Verein für daS Groß- herzogtum Hessen hält seine 7. MonatS-Versamm- lung am Montag, 25. Marz, abends 6*/, Uhr, in der Aula der LandeSbaugewerkschule zu Darmstadt ab. Dr. med. A. Martin, Bad - Nauheim, hält einen Dortrag: .Deutsches Badewesen in vergangenen Tagen" (mit Lichtbildern nach alten Originalen). • • AuS dem Militär Wochenblatt. Nachstehende Studierende der Kaiser-WilhelmS-Akademie für das militär- ärztliche BildungSwefen sind mit dem 1. März 1912 zu Unterärzten des aktiven Dienststandes ernannt: Richter beim 5. Großherzogl. Hess. Jns.-Regt. Nr. 168; Schmidt beim Leibgarde-Jnf.-Regt. (1. Großherzogl. Hess.) Nr. 115. "AuS der katholischen Kirche. Der Großherzog hat genehmigt, daß die Katholiken von Balk- hausen und Bickenbach der kath. Kirchengemeinde Iugende im zugeteilt werden. Dem Pfarrverwalter JohS. Fuhrmann zu Haßloch wurde die kath. Pfarrstelle übertragen. " Erledigt ist die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Ober-Hainbrunn. DaS Prä- sentationSrecht steht dem Grafen zu Erbach-Fürstenau zu. " Der Bezirkstag für beide Hessen und Nassau deS Deutschen Fleischer-VerbandeS, der im letzten Jahre in Gießen abgehalten wurde, findet für 1912 in Bensheim statt. "KreiS-Ziegenzuchtverein Gießen. Am SamS- tag, 23. l. MtS., findet in Hungen im Gasthaus »zur Traube" die Hauptversammlung deS KreiS-ZiegenzuchtveremS Gteßen statt. Die Versammlung beginnt um 21/, Uhr. " Fleischlieferungen für die Kliniken. Wie uns von zuverlässiger Seite mitgeteilt wird, ist, entgegen den 24. sein Landkreis Giehen. C Klein-Linden, 21. März. Mit ber Jnstalkati o n der elektrischen Lichtanlagen ist in unserem Orte bereits begonnen worden: eine Anzahl Häuser sind schon eingerichtet und täglich lausen neue Meldungen cül Die großen Holzmaste, die die Kabel für die Hochspannungsleitung tragen sollen, find bei Heuchelheim, Allendors und unserem Orte schon angcsahrcn. Die genannten drei Orte erhalten nach der Linie nach Krofdorf- Gleiberg die erste Leitung. Lollar, 21. März. Durch Einbruch gestohlen wurden in der vergangenen Nacht dem Metzgermeister Konr. Moos verschiedene Fleisch- und Wurstwaren. Trotz Benutzung des Polizeihundes konnte der Täter bis jetzt nicht ermittelt werden. Kreis Büdingen. § Stockheim, 21. März. Nächsten Sonntag, den März, feiert der Kriegervereinsbezirk Altenstadt 25jäbrigeS Jubiläum. Mit der Feier ist ein Ve- Angabcn in bvr gc irigcn Mitteilung über die Vergebung der Lieferungen an die Kliniken, gestern vormittag der hiesigen Fletscherinnung von der medizinischen und der Frauenklinik der Zuschlag erteilt worden. • • Stadttheater. ES sei darauf hingewiesen, daß daS Schauspiel ,(£rbe* von Karl Schönherr, baS am Sonntag abend zum Benefiz für Oderregisseur Bakof gegeben wirb, nach Lage beS SvielvlaneS nicht wiederholt werden kann **DerVcreinC£ontcntia feiert morgen sein 15 Stiftungsfest in der Turnhalle des Turnvereins und veranstaltet am Sonntag einen Ausflug nach der Karlsrich. Der musikalische Teil wird ausgesührt von Mitgliedern der Regimentskapelle, außerdem sind komische Vorträge vorgesehen unb von Damen bes Vereins wird ein Reigen aufgeführt. • • Bejttzwechsel. Gauwirt LouiS Löb fünfte von Schreinermeister E. v. Müller das in der Steinstraße Nr. 53 gelegene Haus für 33 000 Mk ' Pf erbet otterie. Bei der gestrigen Ziehung der Gießener P f e r b e m a r k t - L o t t e r i e siel der 1. Hauptgewinn nach Friedberg, dec 2. nach Muschenheim. Die Lose, auf die der 3.—10. Hauptgewinn fielen, sind von hiesigen Lose- Detfäufern verkauft worden. • • In Amerika verstorbene Hessen. Frau Anna Röschlaub, 73 Jahre alt, in Eyrakuse, Newport. — Hch. Merkel, 74 Jahre alt, in Pent, Jll. Er war ein Veteran au§ dem amerikanischen Bürgerkriege, denn er kam 'chon als 14jähriger Jüngling aus Hesien-Tarmstadt nach Amercka. zirkstaq verbunden. Der Bezirk besteht zurzeit auS 14 Vereinen mit 517 Mitgliedern. Tie Feier wird durch einen Festgottesdienst eingeleitet. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 21. März. Stadtverordneten- s i tz,u n g. Für den wegen eines Trauerfalles beurlaubten Bürgermeister, wird die Sitzung vorn Beigeordneten Tamm geleitet Als Zeichen des Beileids für den Verlust, den unser Bürger^ meister durch das Ableben seiner einzigen Tochter erlitten bat, erhebt sich die Versammlung von den Sitzen. An Baugcsuchen werden genehmigt: Dem Gustav WeisenseecinZ stockiges Wohnhaus, bem Willi Mabre bie Anbringung von zwei Schau- fcnitcrn, die geplante Treppe wirb beanftanbet, sie muß ent» weder in das Haus, oder in ben Vorgarten gelegt werben: bet Firma Wag ner-S chmibt ein dreistöckige- Wohnhaus, dem H. R ü st e r ein Eckhaus am (Delspfad, den Gckr. Ullrich drei Lweistckige Häuser, dem H. Füller die Anbringung einer Gaube, Dem H. Binder ein Wohnhaus, dem H. Fischer eine Umzäunung an seinem Garten, unb bem K. KlSs die Vergrößerung einer Halle. Die Festlegung ber Bauflucht! inien erfolgt nach ben vorgelegten Plänen für ben Grenzweg südlich bes Mainzertorwegs bis zur Verlängerung ber Straße „am Krämer". Vorgärten kommen nur auf bie südliche Sette. Weiter wird die Verlängerung der Bügelstraße bis zur nächsten Querstraße genehmigt. Von einem Ungenannten sind 100 Mark zur Verfügung gestellt. Für einen Wettbewerb zur Erwerbung eines Planes für bie Vebauung bes süblichen Geländes, Vertragsentwurf wegen gemeinsamer Abführung ber Fäka^ lien von Friebberg unb Bab-Naüheim wirb mit einigen kleinen Abänderungen genehmigt. Dem Reiter-Verein soll die Seewiese für bas am 30. Juni hier abzuhaltenb« Rennen unter ben üblichen Bedingungen überlassen werden. Die Anbringung von Straßenschildern wird dem F. C. Olt unb A. Schmidt gegen Revers und Anerkemmngsgebühr von 3 Mk. genehmigt. Die verschiedenen Gesuche von Vereinen um Unterstützung werden bis zur Rückkunft des Bürgermeisters »urück- gcftellt. Der zurzeit in Berlin weilende Beigeordnete Wiiideckcr soll dort beim Reichspostamt wegen des hier geplanten Postneubaues nochmals vorstellig werden und bie Wünsche bet hiesigen Gcwerbetreibenben vortragen. x Bad-Nauheim, 21. Marz. In einer von Rechtsanwalt Dr. Brücher geleiteten zahlreich besuchten Versammlung beS Burger- unb StabtoerkehrS-VereinS sprach gestern abend Notar Stahl über die Reichs-Wertzuwachssteuer. Der Redner zeigte in einem historischen Ueberblick, wie sich der zuerst in Frankreich unb England aufgetauchte unb bann später in Deutschland besonders von den Bodenresormern vertretene Gedanke der WertzuwachSsteucr entwickelte, bis sie für daS Reich zum Gesetz geworden ist. An Beispielen führte sodann Notar Stahl in daS Wesen unb die oft sehr verwickelten Theorien deS Gesetzes unb deS Steuer- tarifS ein, unb kam zu dem Schluß, daß die Steuer in ihrer jetzigen Gestalt nicht dem Aufwand von Zeit unb Mühe entspricht, bie darauf verwandt werden müßen, sich dabei wiederholt auf bie Kritik des Geheimrats Dr. Strutz vom Oberverwaltungsgericht berufend. Nach ben mit viel Beifall aufgenommenen Ausführungen sprachen noch Burgermeisttt Dr. Kayser, Stadtrat Schäfer, Dr. Frick, EanitätSrat Dr. Baur und der Redner. Starkenburg und Rheinheffen. Darmstadt, 20. März. Unter bem Dorsi« der LSroh- ber-oqiii sand am Montag nachmittag im Allen Palais hier eine Vertreter-Versammlung b e fl Alice - Frauenoer e i n S für Krankenpflege sdeS Hessifchcn Mondes- FrauenvereinS vom Roten Kreuz) start, um über die Bildung eines LandeSausschusses für die Zweigoereine Beschluß au fassen toeiietal- fekrelär Geheimerat Best re(eriecte über die Aufgaben des L’anöeP anSschusseS, der dazu berufen fein soll, eine engere Fühlung zwilck« dem Zentralkomttee und den Ziveigvereinen herzufiellen und die die Zweigvereine gemeinfchastlich berührenden Angelegenheiten zu beraten. Er legte die Notwendigkeit dar, für die Ausbreitung des Alice-FrauenveremS neuen Boden zu gewinnen und bie Derein«- orgnnifation weiter auszubauen und streifte hierbei die Verhältnisse der LaiideS-Frauenoereine vom Roten Kreuz in den Nachbar- - o. Unser bester Glühkörper MDk M. W . ist nur echt in Originalpackung ■ WW mii Aufschrift „Degea" Nam Hjp fertig Drei Kaol urba > vn« rfijev ■ ton tteitj ■übtet vaste, ■d bei Tie sdors« ten« ürgrr* ileitet strgeri t hat, lchen Lohn« -Hau« ; ent« : der , dem -drei Mt, e Um« hem- trfclfl Tiaiit*. Lor« rt> hie V 9> : Lei« z eineS ndcS, fata* । mit >Lcr- altcnbe i. Dir )ttunb 3M Unkt' jurüd» mbt* $01!' iie V en geividit 41-42 86-88 80-00 59.00—61.0) 73.00-77.00 58.00—60.00 73.00—75.00 58.00—61.00 73.00-76.00 Enorm billiger QardinenVerkaaf XMEDAIÜ-E? orooSJ Kleine Neste prima Gardinen Stück 15 Psg. X. Vx. •" V Große Neste prima tOardinen „ 65 „ ’JOcih llitrdncä nm Stiirf An in bequem Elegant Marktplatz 2 Telephon 741 Sämtlich. Farben (j-mil Morn, Schulstr. Hier Bedarf wird 1421 und wird Uhr, 78.00—76.00 60.00- 6 .00 Aparte Formen Solide Ware :: Billige Preise : Rabattmarken. Preis für 100 IZsd. AleueiiJ- S.üUlQi- 58.00—61.00 48.00-49.50 61-05 56—60 50—35 Mk. 102-103 95-102 85—03 Konkursverfahren Ueber daö Verinögen des Malermeisters Zigarrenhändlers Gustav Belitz in Gietzcu heute, am 19. März 1912, vormittags 11'/, baS Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Louis Althoff in Gießen jum Konkursverwalter ernannt. WetteraiiSsichten in Hessen für Samstag, den 23. März 1912: Wolkig, nur noch geringe Sliederschläge, später nuHiciiernb. Sd) meins. lollsicischige Schweine von 8C—lOOkz llebendgeivicht........ Poin^eljcuige -Schweine unter 60 kz Itebeiidgeivicht. SLoUhciiajifle Lchweine von 100—120k Itebenögeivlcht LoUi.cnculge Schweine von 120—160 kg Lebendgewicht........ äettjchweiue über 150 kg Lebendgew. . Mitesser Wickel im Gesicht u. am Körper «ieitigt rasch und zuverlässig Gacker’» Patent-Hedi- Unal-Seife. 5 St. 50 Bf. ^Voigl und L50 9JL (35°/oig, 'ärljte Horm). Nach jeder Waschung mit Znckooh- Creme, Tube 75 Pf. u. 2 M., Nchbehandeln. Frappante virkuna, von Tausenden be= Ü119L Zu baden in der Uni- strsitätd-Avotdcke, Hirsckn Uvvtlicte, bei August Roll, Zeidcl.Wilb.Kilbingcr, Ltto Tchaaf, (§. Karn, E. .nollu-W. Schrader, Drog. Wi Alleinige Niederlage für Giessen u. Umgegend: Wilh.Herbert CarlHerbert Kälber. kleinste Mastkälber Mittlere Mau- und beste Saugkälber .*.*.*. ^einigere iWttft» und gute Saugkälber . . . S cha ktailinauschafe: Tlaftldmmcr und jüngere 'Diasthammel . . . keltere Mastbammcl, gut genährte imine Schafe und geringere Mauläinmer....... putzen das schmutzigste Metall spiegelblank. In Flaschen v. 10—50 Pfg. überall zu haben. Fabrik Lubszvnski & Co., Berlm-Licnte n berg. (hv”.,) vruckfachm aller Hrt liefert in jeder gcwünfdjten Husftattung, ftilrein und preßwert vrühl'schc UmvcrMtt-vuch- u. Stcinüruckcrei-R.langc-Sicßen Tbüringer Bauern-Handkäse allerfeinste goldgelbe Ware, 1000 Stück 38.- Mk. mtL Kiste ab hier. Probekolli, 60 St- 3.— Lik. franko. Versand nur gegen 'Nachnahme. Beste und biUigfte BezugSauelle für Wiederoerkäufer. LLaltcr Fischer, Käserei -• toro«betrieb, Buttstädt Tbür. iv" , Rudolf Richter -- — Giessen 1 ~ Marktstrasse 24-26. talinnMle Fllstbodkiilalkfarbell Qcliarbcn.Pinsel,Parkett" wachs und Stablwäne in bester Qualität empfiehlt (i. L. Diürftt, fe.Frankfurt a. M. Vi eb d sl-M n rkt b eri cht vom 21.Mär, Austrieb: 7o thniber, darunter Cchsen 22, Bullen Ou, Kühe und dürfe» u3. Kalber «77, 59 Schafe, 231-1 Schweine. Lenden,: Kalber und Schafe lebhast, Schweine gedrückt, Uebcv- stand bedeutend. 34-00 Grotte Rette vr Weih Vitrages an, Stück Meter 60, 40, 25 ttonareßstoffc, crem und weist 75, 38, 27 Brette (Sardinen ohne Stärke, crem nnd weist bi6 130 CtNi. 05, 85, 75, 55 Nollo-Köver la., weist u. crem lOOu.SOünn. br. 00,68 Slbpcpatzte Rollo mit Stickerei, Fenster 275 Bruc Blie Paar 150, 120, 00, 70, 65 Abgepastte Gardinen, Fenster crem und weis; Konknrsforderungen sind bis zum 6. April 1912 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird ziir Beschlußfassung über die Beibehaltung deS ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubiger- auSschuffes und eintretenden Falls über die in § 132 btt Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und jurPrüfungdecangemeldetenForderungenaufSamStag, ben 13. April 1912, vormittags 9 Uhr, vor dem verzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, »oclche eine zur KonkurSmaffe gthärige Sache in Besitz haben oder zur KonkurSmaffe tlivaS schuldig sind, wird aufgegcben, nichts an den Eetneinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten,^auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie auS der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 6. April 1912, Anzeige zu machen. B”/s Großherzogliches Amtsgericht in Gießen. Kartoffeln Alle Sorten Speise- u. Salatkartoffcln empfiehlt billigst 1582 J. Weisel Telephon 8& Sonnenstr. 6. Nieren- mBlasenkranke nnbenbuTtt) AJtbuchhore- terJlarkeprudel Mark- quelle raschErletchterungu. Hilfe. Die Nierenarbeu wird wohlruend cxlcictiiert Sand, Gries, Steine aufgelöst und sorrgesvüll, die Harnsäure gebunden und Schmerlen, Drücken, Brennen schnell behoben. Vonzahlr.Profefforen u. Aerzien glanzend begut- achtet. Fl. 95 Pf. in der Unb vcrsitäts 'Apotheke z. gold. Gngel u. in den Drogerien G. Seidel, W. Stilbingcr, A.Roll, D.Schaasu.E.!tioll Isl^/J Motorenfabrik Darmstadt Akt-Ces- / |> Gas-undBenzin- ßjrMotoren D»/e Sauggas- : Motoranlagen: w l? l- J f z '- K. Selbctlahrbere ; eand-sigeo durch präzise Passform, durch vornehmste Ausstattung Kinderfüsse bedürfen besonderer Pflege; deshalb sollte auch die Jagend nur R Chasalla“-Stieleichen tragen. MIA 50 17 50 f . FOr Kinder. Je nach Grösse: ■ '■ • aUTWlS* M. 3.50 5.50 8.75 10.25 12.75 verzweifelt und wahrend es noch überlegte, stürzte sich die Slutter mit öem bteiiabngcn Sohne auf den Ann auS dem Fenster. Der aeunjübngc Knabe sprang sofort nach. Kleine Man ocrL Preisliste bie beliebteste, unerreicht feinste Pflanzenbutter -Margarine. Cin vorzügliches TTahrungs- unb 6enust- mittel von großer Bekömmlichkeit. Man verlange aus= brücklid) biefe allseitig bewährten Marken, bie in fast allen einschlägigen Geschäften erhältlich finb. Stenograpben-Vereln Stolze-Schrey. Abfahrt M 8t|irßli| in Kttzlnr Sonntag, den 24. Mär», W ttorm. 8.10 Ubr. “•« v"/j Der öoritflib: 22.— 35.— 7.50 u J Zronwlettc Küchen von 65.—, 90.—, 120.— Patcntmatratzcn nur 16.50 Wollmatratzcu, 3tcilig nur 25.— Hessische Möhelhalle Geöffnet nur Samstag, 23. März, 4 bis 6 Ubr nachmittags. Tiesenweg a ”/. 3 Mühlstrasse 3 urWn n ■ dieser F» ileiagt, d 1$ mache Ministers auf die Ä Miniiteriei gleiche Dengle T« ^zahlung Beamten d . Ws nne Aende As ist, d ^'enthalt Mte in spricht » gegcj h« n rin ^trag Mgenhei Ile ff Gruber Mmals -At A fien^i bisenÜ^tt btaTNite Dir.: Hermann Steingoetter Freitag, d.22.Mär» 1»12- aöends 8 Ubr: 20. Freitag - Abonn.-Lorstell c kwöhnliche Preise Neuheit! Neuheit! Oie M FranMr Lustspiel in 3 Akren von Carl Rößler. Ende 10'/, Ubr. a”/. Modernisieren und Dmarbeiten ton Hiilen billig ausgeführt. Beachten Sie bitte meine Patz-Fenster. Verlag von Emil Hotfy in Gießen. lle*elNch. BauernkM-e 60 St. 3 M. 708 FeinMer llarzkÄme 1005t. 2 M. ab hier ii.'Nnctin. (£. W. G. Israel, Caffel. Zweig-Verein Giessen Freitag, den 29. März, abends 9 Ubr Hauptversammlung im „Kaiicrbof" il. Stock). Tagesordnung: 1. Jahresbericht. L Bericht des TourenwartS. 3. Rechnungsablage. 4. Borüandswahl. 5. Verschiedenes.vn/, leibend) viintc LLaichtommoben Nachtfchränkc Enal. Bettstellen 18.—, Vertikos 29—, Die Wiener „Neue Freie Presse" schreibt unten» 17. 3.1912: Großherzog Ernst Ludwig von Hessen steht im 4:3. Lebensjahre und im 20. seiner Regierung, und wenn der Verfasser ihn einen modernen Regenten nennt, so wein alle Welt, daß er recht hat. Bon allen Fürsten Deutschlands bat Großherzog Ernst Ludwig am meisten den Kontakt mit der Well von heute, mit den Obcen von beute und mit der Kunst von beute gesucht und gesunden. Das vorliegende, sehr hübsch auögestatlete Buch sucht ihm in jeder dieser Richtungen gerecht zu werden. Der Verfasser sagt im Vorwort: „Ich schildere nicht nur den verdienstvollen Förderer der freien und angewandten Kunst — vor allem der letzteren — sondern auch de» verstehenden Freund des Volkes. Ernst Ludwig weiß, daß im Reiche der Deutschen manche Schalten lagern. Er ist ein starkes Temperament, eine eigenartige, sein sinnige Erscheinung, deren Leuchtkraft von Darmstadt bis an die entfernteren Grenze» deutsche» Landes reicht." Gewiß, der Fürst, der cmen Llbrich zu bolen und zu ballen wühle, der sich mit Sozialdemokrateii über politische Fragen uiiterbälL der Hans Pßvner und Mar Reger zu seine» Freunden zählt, der die Obdachlose», die Armen der Landstraße besucht, ist eine eigenartige Erscheinung, und man begreift die Verehrung, die ihm von seinen Hesse» gezollt wird. Zwischen ihm und dem hessischen Volke, und zwar dem Volke in seiner Gesamtheit, ist keine Schranke als die der Achtung und des Vertrauens, und wenn der Verfasser des vorliegenden Buches Worte hoher Verehrung für den Fürsten findet, die mniichmal sogar etwas überschwenglich klingen — eS iil nichts Bvzanlinisches in dem Werke; es ist der Ausdruck der allgemeinen Stimmung indessen unb weit dar über hinaus. Grohherzog Ernst Ludwig verdient die Verehrung, die man ihm in seinem Lande enl- gegenbringt; er in eine der snmpalbischeste» Erschei nungen, welche die Zeitgeschichte kennt. Wer diesen wirklich modernen Regenten — das Wort in seinem besten Sinne genommen — »ober kennen lernen will, dem sei das hübsche BuchFischerv warm emp fohlen. C"h —bg. Wn glc Malb ha 'n Armst Heute und folgende Tage abends SV« Ubr grille toellmg SonntngR 2 VorNtellanpen nachmittags 4 Ubr illeine Preise) und abcnbs SV« Ubr. Auftreten Künstler I. Ranges. 0,40 Original Pariser Strassen-Sänger Eine Atraktion, die jeder BiniuoSner Kictztiis unbedingt feben muß. Dazu die kom. Burleske $tr Säugling und fiam’rab edimjpft! Militärschwank in 1 Akt. pfelslnen scinitc Valencia, Murcia uutz Messina per Dtzd. 30, 50, 60, 70, 80, 90, 100, 120 Pfg. Zitronen feinste große Messina Dtzd. 48 und 65 Pfg. Blumenkohl per Kops 25 biS 38 Pfg. Pariser Kopfsalat 3 Kopf 40 Pfg. Neue Swiebeln 3 Psd. 35 Pfg., 10 Pfd. 1.- Mk. Mdskc-AMm '%■ 13, Sürtliuge A,' 25 Gebrüder Berdux Bahnhofstratze 27. [&”/,] Telephon 231 allerfeinste, qualitätsreichfte unb ber Molkereibutter am nächsten kornrnenbe 8ahnen-Margarine, fowie Palmato Verein Contentia. Samstag, den 23. März, abends S1^ Uhr, findet in der Turnhalle 15jährige Stiftungsfest Cröpe-Papier perRolle 6 Pf$ .früh.iOPfj. per Rolle 15 Pfj.. früher 20 und 25 Pfg. solange Vorrat H- Kühn, Papierhandl. l'ür Schuhmacher! ssn'. Sohllederftanzabfall für Reparaturen v. Bfd. 18 Pf. geg. diachnahme. nicht unt 10 Psd. M.Boos,Kölu, Heumark l53. SpieliiehBr GrosieS Thcaterdrama in 3 Akten. Von ersten Pariser Bühnenkräftcn ineisterhast gespielt. He Ursula io Großer hnmoristischer Schlager, 350 Mir. lang. Aiitzttdtü! ein littvorragcndks Programm. Deutscher Techniker :: Verbands Marsch :: Ausgabe für Klavier, Streich- und Militärmusik. WiMiWleiie' Walzerlied. Ausgabe für Klavier und kleines Orchester. H B. Dietrich, op.il.l. E. Challier (Rudolph'«« Nachf.) Musikalienhandlung. ■ n Die Gießener Fleischhalle Walltorstraße 32 empfiehlt la. Mastfleisch Pfund 71 Pfg. la. Rindswürstcheii Pfund 80 Pfg. [843