öO°°OoQ 162. Jahrgang Zweiter Blatt X 25t 6513 V r LrschenU täglich mit Ausnahme des Sonntags. 2ie „«ittzener ZamiliendläNer" werden dem y'Hnittfler' viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt fit den Kreis Sichen" zweimal nöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Leit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Donnerstag, 24. Oktober M2 Rotationsdruck und Verlag der Brü bl'ichen UnwersilätS - Btich- und eicinbrudecei. R. Lange, Gießen. die Wissenschaft ist aber die kirchliche Kunst. Alsdann hielt Professor D. Spitta - Straßburg seinen Vor trag über „Kirchenbau und Kirchenmusik". Der Redner stellt die Forderung an das Kircherrgebäude, das; dem Sängerclwre darin ein angemessener Platz und ausreichender Raum garantiert wird. Tic Schwierigkeiten, die sich dieser eigentlich sclbstvcriländlrchen Forderung entgegenstellcn, sind bis heute noch sehr groß, -t-tc Notwendigkeit seiner Forderung begründet der Redner damit, daß der Chor sonst nicht die Stellung einnehmen kann, die ihm einerseits das Mich der Gemeinde, andererseits als Verkündiger des Wortes zukommt. Teshalb fordert der Redner, den Chor und die Orgel im Angesicht der Gemeinde, und zwar hinter dem Altar und tief auszu fiel len. Eingehend setzt er sich mit den praktischen, ästhetischen und liturgischen Bedenken dagegen auseinander und zeigt, daß durch seine Förderungen diese Bedenken beseitigt und zugleich große Vorteile nach allen drei Seiten erreicht werden. Ter Kirchenchor muß sich als Glied der Gemeinde und Verkündiger des Wortes völlig harmonisch in den Gottesbienst cinordnen. Tie richtige Einordnung ist aber nur möglich, wenn ihm der würdige Platz innerhalb des Kirchcngebäudes angewiesen wird. Ter Chor bliebe aber isoliert, wenn er im Rücken her Gemeinde stände und sänge. Zur Erbauung kann er nur wirken, wenn er im Angesicht der Gemeinde seinen tvürdigen Platz hat. Darauf muß bei Kirchenbauten Rücksicht genommen werden. zu leisten. m l Rach dieser Feier trat der Kaiser einen Rundgang durch die Institute unter Führung der Institutsleiter an. In dem Laboratorium wurden dabei vielerlei wissenschaftliche Apparate vorgeführt. Es folgte dreHauptversammlungderKarser- Wilhclm-Gesellschaft im Maschinensaal der Institute. Der Präsident Professor Harnack hielt die einleitende Ansprache. Ten Kassenbericht erstattete der erste Schatzmeister der Gesellschaft Generalkonsul Franz v. Men- delss ohn. Geheimrat Professor Dr. Paul Ehrlich hielt sodann einen Vortrag über „Moderne Heilbestrebungen". Damit schloß die Sitzung. Der Kaiser mit Gefolge verließ das Institut und kehrte nach dem Neuen Palais zurück. Der Kaiser verlieh eine größere Anzahl von Auszeichnungen. Es erhielten u. a. den Stern des Roten Adler-Ordens zweiter Klasse der Professor der Technischen Hochschule zu Karlsruhe Engler, den Roten Adler-Orden zweiter Klasse der Geheime Kommerzienrat Leopold Kop- p c l-Berlin. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul« straße 7. Expedition und Verlag: e#w51. 9iebarnon:e^ll2.2eL-2U)rj AnzeigerGteßen. totofftli für den Sinicrbebori Magnum bonum Industrie Np to datc • Rote Tabersche "Med®3.: iraichschaliae! Royal Nidncli verbesserte Magnuin vor Ella Paulsens Julie gelbe Salatkartosscl I. Weyel ^el 88, Lonnellitra^ BisnmrkheriA ^-Liter-Dose S.So - - Brather'A 8-Liter-Doie» - Tardinen , . 55 gilt, Fatz eine Hauptversammlung der Kaiser Wilhelm Gesellschift Förderung der Wissenschaft schloß. Die Feier, zu der auch die Minister Tr. Delbrück, v. Trott zu Solz, Freiherr von Schorlcmer, Sydow und Tr. Lenpe erschienen waren, begann mit einer Ansprache des Vorsitzenden des Vereins Chemische Reichsanstalt, Wirkt. Geh Rats Prof. Tr. F i s ch e r, welcher dem Kaiser für fein Erscheinen und seine tatkräftige Hilfe dankte. Sodann sprach der Präsident der Kaiser-Wilhelm Gesellschaft Professor Harnack, der die Institute in d,c Obhut der Gesellschaft übernahm und versprach, ihre wissen chaftliche Selbständigkeit und Freiheit zu wahren. Er 'teilte die Institutionen in den Dienst der Wissenschaft, d. h. der Wahrheit Hierauf verlas Kultusminister v. Trott zu Solz nach einer Ansprach' in der er mit teilte. Geheimer Kommerzienrat Koppel, der Hauptschöpfer des zweiten Instituts habe seinen Stiftungen heute eine weitere Zuwendung von 300000 Mark gemacht, die vom Kaiser verliehenen Auszeichnungen und brachte ein dreifaches Hoch auf den Kaiser aus. Zum Schluß ergriff der Kaiser selbst das Wort: Eine Kaiserrede. Ich begrüße den heutigen Tag mit hoher Freude und spreche meinen herzlichen Dank aus für alle Stifter, besonders auch Herrn Geheimen Kommerzienrat Koppel. Ich begrüße mit Freuden das Zusammenwirken des Staates und der privaten Mithilfe und hoffe, daß dies Verhältnis vorbildlich sein wird für die Unter Nützung der wisfenschaftlick)en Forschung. Ich spreche den Herren Architekten meine vollste Anerkennung für den gelungenen Ban aus und hoffe, daß die Herren, die hier einziehen werben, recht mit Freuden an ihre Wirksamkeit werden gehen können. Da der heutige Tag in erster Linie der Chemie gilt, wollte ich mir er lanbcn, den Herren eine Mitteilung zu machen, die vielleicht ihr Interesse erweckt und vielleicht auch ihre denkenbe Mitarbeit hervorrust. Aus Anlaß der furchtbaren Katastrophen, die in den letzten Jahren in unseren K 0 h l en b ergwerken ein getreten sind, habe ich durch den Chef des Zivilkabinetts von Ehen aus mich an die Chemie gewandt, iiinädnt an die Technischen Hochschulen, und sie veranlaßt, mir Arbeiten ein zureichen und Vorschläge zu machen, m welcher Weise evtl, von der Chemie p r 0 p h h l a k t i i di c Einrichtungen getrossen werden könnten, um die unter Tag arbeitenden Leute zu schütze" Ich denke dabei an 11 n schädlichechemischePrö parate, d b c ai.f 1 h f hr nben Beamten unb bic Arbeiter die yc^.m^.-enbe Gefahr durch ihre Veränderung ausfällig an Ort und Stelle erkennen lallen. xid; hoffe, daß unsere Gesellsdiait aud; fernerhin die Wissenschaft fördern wird und baß es uns auch fernerhin gelingen wirb, ihr bic nötigen Mittel für bas wissenschaftliche Handwerkszeug zu liefern. Tie große Zahl von hervorragenden Männern aus allen Ständen und Berufen, bic hierher zusammenzusühren gelungen ist, bürgt mir dafür, baß es aud) fernerhin möglich fein wirb. Ersprießliches für bas Vaterlanb durch die Kalser-Wilhelm-Gesellichast ICircbc und Schule Mainz, 23. Okt. Im Kapitelsaale des Bischöflichen Seminar- traten gestern dir SJtitglieber des Diözesan Airch e n- Vorstandes des Bistums Mainz zu ihrer jährlichen Tagung unter dem Vorsitz des Iustizrats Dr. Schmitt- Mainz zusammen. Rad; Genehmigung des Revisionsberichtes für 1911 wurde in bic Beratung des Voranschlags für 1913 euv= getreten: bic Einnahmen unb Ausgaben mürben mit 30M01 Mk. giitgeheis'en Bei ber Frage über Zuschüsse zu neuen Seelsorge- stellen würbe von Prof. EnsLraber bic Errichtung einer zweiten Kaplaneistellc für St. Elhabeth zu Darmstabl be’ürroortet; zu St. Elisabeth gehöre auch Arheilgen mit einer ^eelenzahl von 6000 und zahlreichen Katholiken, deshalb fei die Schaffung einer zweiten Kaplaneistelle erforderlich. Der Vorsitzende ber Bifchöi lidien Kommission, Domkapitular May, erroiberte, daß man mit ber Schaffung neuer Seelsorgestellen jetzt lehr zurückhaltenb sein müsse: das Stubium im Seminar, bas seither 8 Semester betragen habe, umsasse nunmehr 10 Semester, unb so könnten weder in biesem nod) im nächsten Jahre Priesterweihen vorgenommen werben. Aus diesem Grunde bitte er vorerst bic Fragen wegen Schonung neuer Seelsorgestellen zurückzustellen. Kommerzienrat Ä 01 t h a n besprach die Frage der Restauration des Mainzer Tomes. Er regte die Gründung eines Tombau- Vereins an, damit die Renovation des Domes eine wirksamere materielle Unter Mittung ersahre. Auch wenn eine Tombauloltcric zustande käme, werde ein solcher Verein dieser Lotterie nur zum Vorteil gereichen. Domkapitular May teilte mit, es seien bereits Schritte getan, um bic Erlaubnis zur Abhaltung einer Dombau- lotterie zu erhalten, burch die dem Dombausonbs etwa VI» Mill. Mark zugeführt werben könnten. Demnächst würbe eine Broschüre erscheinen, bic über die Renovation des Tomes, auch in früheren Zeiten, Mitteilung machen mürbe; auch durch Vorträge würde man über die Domrenovation Aufklärung erhalten. Nachdem Domkapitular May noch einige Mitteilungen über das Einkommen ber Kavläne gemacht hatte unb bic Wahl von Revisoren sowie bes Ausschusses erledigt war, wurde die Tagung geschlossen. «K* Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen 24 Deutscher Goanaelischer »irchcngcsanavercinrtag. — F r a n kfu r t a. M , 23. Okt. Die Ausspradje über bic Heroldscheu Leitsätze („Unsere Kirchen' konzerte unb die gottesdienstlichen Aufgaben der Mirdicndiörc war anßerordentlick) lebhaft. Musikdirektor S d) m 1 d t Rothenburg a. d T. trat im Gegensatz zu den Leitsätzen dafür ein, daß au di Wagners Musik nicht vom Kirchenkonzert ausgeichlosien sein dürfe. Doch fand er dabei entschiedenen Widerspruch. Tic Aussprache wurde nachmittags fortgesetzt. Vor allem wurde die Frage der liturgiidien Gottesdienste besprochen Wahrend Pastor Vos;-Zarpen und Ttadtpsarrer Abel (Waiblingen der Befur wortting der Lilieuerouscheu Chorordnung mit ihrer strengen Geschlossenheit widersprachen unb eine möglichst freie Gestaltung des Ausbaues bief'er Gottesbienste verlangten, wünichte Paltor Hoppe Stettin , daß die Agenden Formulare zu den Neben gottesbiensten geben sollten. Von anberer Seite Pastor x r ö ; m a n 11 Elze in Hannover unb Kirchen rat I). Her 0 l b> würbe auf Die Verbindung von Freiheit und Gebundenheit hingewicien, wie sie z. B. Herolds Besperale unb Passionale zeigen. Tic Aus spräche hatte reiche Anregung gebracht. , Die Hauptversammlung würbe am Mittwoch durch Prälat D. Flöring mit einem Ucberblid über bic gestrigen Be rntungen bes Zentralausschusses eröffnet. Im Jahre 1911 waren dem Verband 26 Landes- und Provinzialverbändc mit 2dOO Chören angeschlosfen. Zum Vorsitzenden der Tagung wurde Pros. Smenb Straßburg gewählt. Als Vern Frankfurt a. M. begrüßte Geh. Konsistorialrat Kayser-Frank« furt den deutschen Kirchengesangvereinstag. Geh. Konsistorialrat I ä g e r-Bierstadt fiberbnngt die Grüße des preußischen Kultusministeriums unb bes Konsistoriums Wies haben. Er betont bas große Interesse, daß der Kultusminister sehr ost, aud) noch in letzter Zeit, praktisch betätigt hat Als Vertreter ber Königl. Regierung begrüßt Rcgierungsrat v. K l e n ck Frankfurt bic Versammelten und wünscht, baß alle Kreise ber Bevölkerung mit Eifer an ben Ausgaben ber Kirchen- gefangvereinc in Zukunft Mitarbeiten mögen. Generalsuperm tenbent D. Möller- Kassel, als Vertreter bes Konsistoriums Kassel, betont bic Bebcutung, bic ber Mensch für den Menschen burch bic Kunst haben kann. , Als Vertreter des Magistrats heißt Stabtrat Ziehen den Kirchengesangvereinstag willkommen. Für eine paritätische Stadt leisten Die Kirchengesangvereine eine große Arbeit im Jntereiie ber Vvlkskultur. Die Stadt freut sich, daß die Kirche so tatkral tig an den .Bestrebungen Anteil nimmt, in der Kunst bic wur- bige Form wieder mit dem Inhalt zu vereinen. Professor D. Budde- Marburg spricht als Vertreter der theologischen Fakultäten ber Universitäten Marburg, Gießen unb Heidelberg. Die theologischen Fakultäten haben baran ge arbeitet, ben oben Intellektualismus zurückznbrängen, und bas volle Leben in ben Vorbergrund zu stellen Die beste Hilfe für Folketings, die jetzt 114 beträgt, kann aus 132 steigen, bic Sessions- Dauer wird auf vier Jahre, statt der bisherigen breuähngen * m Öronartmc Sirfur. °H?u*Xnl,cn bestätigt.^ Z' A. Noll, E. Roll, i -cibel.Q-chaai.E.^, Lr.mlbmgcr, Trogerien Tichh, Parsümeric. WWi 2 Wagendcckcn au? H obigem Bauinwollsegcllc nit Lesen. Sine Decke 6x3 m zu 25: n II 6x4 n n 35 ferner 2 Wagcutr:^ ins prima SlutoDcrbcf. reiten mit Lesen. fine Decke 4x3 m zu 21.' „ , 6X3„ „ 31. Mmncfie niH’briiitlitx. 1 f auimerffam, Dni; ? rtfen neu und nidji f aucht sind. Ewbtvift Laza« litcrweaä.i oernipt» flrt ci t c t: z L _ Hoch im Norden Berlins liegt der Schauplatz der Er- tignijfe. Gerade hier wohnen die Armen und Aerm/ten. Venrirleideuswert sind vielfach die Bedingungen, unter bcuen sie ihr Leben fristen, und so empsinden sie diese „schwere Zeit der No^ natürlich doppelt. Seit Tagen wird ihren die Verheißung, das; sie ein Ende haben solle, oder tkrj doch wenigstens eine Milderung eintreten werde. Für Mark hatte die Stadt Berlin „billiges Fleisch" , mb bezogen. In knallroten Plakaten forderte Knellenz Wermnth die Bevölkerung zum Einkauf auf. kirnt ersten Male Ifatte eine Kommune eine Preisregulie- •ü g über Lebensmittel getroffen: In einer Skala von ko Pfennigen bis zum Höchstpreise von einer Mark für Jcä Pfund ben>eflten sich die Preise, 20 Pfennige das thiub Milz, 1 Mark das Pfund Filet. Auch Mindeft- Wllid Höckyteinkaufgenncht hatte man festgesetzt, mindestens ä.i halbes Pfund, höchstens 6 Pfund, um so der Mog- it eines Weiterverkaufs durch Zwisckfeubandel zu be- 'gnen. Erwartungsvoll tarnen, teilweise noch im Dunkel r Nacht, die Frauen zu den Markthallen, die der Berliner ' agistrat als Verkaufsstellen eingerichtet hatte Aber eine in.cre Enttäuschung warb ihnen zuteil: sie fanden die claufsstände geschlossen öder aber die städtisck>er- :ts für den Verkauf bestellten Fleischer ent- 1 l 0 s s e n , nichts zu verkaufen. Wenn man nun erwögt, ;c sehr gerade die Frauen diese Teuerung spüren, sie, in ren Händen doch die Führung des Haushalts liegt, so nn man es ja immerhin verstehen, wenn sich ihre Gut* t ufchung in lautem Univillen äußerte. Es ist ein merk- i.digc- Zusammentreffen, daß gerade einen Tag vorher 'r.v p r eu ß i s che Abgeordnetenhaus über die Er- 1 ci t e ru n ö der Frauenrechte in allgemein- oder judi wenigstens kommunalpolitisckier Beziehung verhandelt i t, und daß dabei, z. B. von konservativer Seite, darauf Angewiesen worden ist, daß das leicht erregbare und leb- Ijnie Temperament der Frauen folriyeu Reform- ) >: ebungerr notwendigerweise den Erfolg versagen müsse, lie Frauenrevolte vom Wedding wird diese Reformbestre- fuiqen zweifellos nicht gerade fördern können. Die Stadt Berlin hatte in einem Abkommen den Flei- Die rasenden Weiber vom Wedding. Dieder hat es im Norden von Berlin so etwas iye einen Dolksaufruhr gegeben und zwar IM Zusammen- stng mit der Fleischteuerung. Wir erhielten aus Berliu H,eiibe Meldungen il, <• r 11II 23. Oktober. Ter von der Stadt Berlin unter- 1 rncne Verkauf von f r i I d) c m Fleisch auö Ruß- K'iib'bt.iann Deute Morgen 6 llbr in den vench,ebenen Markt. 'dürr als aud) bic M n: r itn Lmhiät bco Fleisches zufrieden. Tie Vorräte reichten bei weitem ■m die überaus starke Nach . wbigeu < >11/ ebnem, die sich zum Verkauf oereit erklärten, erfüll- ttn nur 29 ihre Zusage, Pie übrigen vertagten Daher bn tc in vier anderen Markthallen der beabsichtigte Verkauf nicht Erregung des Publikums "der das Verhalten 1 ' Met war groß. Vor der großen Markthalle am Webbmg !-, es brüte morgen zu wüsten szenen >-echS Flcifchcr zogen - rn bas Anerbieten, nissii'ches Fleuch zu verkaufen, zurück, r i der Verkauf nicht lohnend genug war. Es war unmöglich, b.i Bublifum davon zu unterrichten. Als heute morgen mch- r r ■ Frauen bas billige Fleisch nicht erhielten, wurde schließ k ben Fleischern, auch denen, bic reguläre Fleifchware feilbotcn, bic W a r c von ben Stäuben hera.bgerlil.cn. Es cnt- ftx I It sich eme Schlägerei, io baß bie Polizei durch Aus- | rung ber Halle diesem Treiben Einhalt tun mußte. 'l.-cb bei b'-r Markthalle in ber Remickenborfer Straße kam igcn: Tic Frauen brängten ncl, unter r. ( npfruicn in bie Verkaufsstände, drängten b t c Frischer 11 ■ r Schlägen unb Stößen hinaus unb bemach- sich aller erreichbaren Fleisch und Wurst Ni» ii "’iit Messern schnitten sie aus ben Qufgchangtcn •Jimber- tir In uno Schweinen große Stücke heraus unb steckten sie in io ' aschen. Würste würben von ben Stangen gerissen unb >u Brei gestampft. Ein Schlächtermeister ist blutig geschlagen ktb’u Eni Hausen Frauen stürmte zu ben Gemüsehänblern, ra f , Obst, Rüben unb Kahlköpfe zusammen und begann em ;3 fnbeb Bornbarbemeiit auf bic Schlachter. Tic zu Hilfe gc« ntneu Schutzleute würben von den Frauen tat- li 1 angegriffen und mit Würsten, Fleischstückcu ii. » andere n Leb en smitteln bombardiert. Der an ,-ntitele Schaben beträgt viele Tausenbe. Tiefclbcn Szenen spielten sich in ber M arkthalleam ßebbing ab, wo bic Frauen, von Rotten junger Burschen iinlClstüttt, bic Fleischwareii von ben Stäuben herunterrinen unb ben Schlächtern an bie Köpfe warfen. Die Marthall e in 1 v Acker st raße war von früher Morgensttinbe an von einer so großen Menschenmenge belagert, baß der Straßenverkehr für längere Zeit lahmgclegt war. Als bic Fleischer erklärten, bar. sie kein auslänbisches Fleisch bezogen hätten, weil baran nirht geuügcub zu verbieuen sei, kam es zu ähnlichen Tumult iirncn, so baß bie Polizei bic Halle schloß. Dbcrbürgcrntciftcr Bemuitl) überzeugte sich burd) ben Besuch ber Zentralhallc persönlich von beut ''Nassenaubrang bes Pudliktims. . Dazu schreibt uns noch unser Berliner Mrt- 0 0 X 0 C I 0 ’ 0, 'ouer-X X 0 0 47-50 87-92 52-56 93-100 42-00 88—00 88—89 69'/,-00 87-00 Meteorologische Beobachtungen der Station Gieße» Ost. Werter 1912 ihrer Arbeitskräfte übergeben müssen L s Höchste Kemper atm am Niedrigste 9tieöerid)laq: *],6 wrn eti t errili)/ ---- (1*) 79 91 96 43—48 46—50 SW 8 8 2 2 2 9 10 10 38—42 30—36 70—78 60—72 51—53 47-50 79-88 88—06 22. biS 22. „ 23. 23. 6,2 6,2 6,2 85-88 78-83 66—68 59—64 54—58 48-53 Ms. 94—101 93—luC Vik. 52—56 51-55 c« & AZ S 5 ZK S 5 23- 23. 24. 5« sr s ÖD 110—11» 99-10 91-97 80-88 76 5.6 4.9 Preise für 100 M, Lebend- Schlucht- gewicht Geschäft mäßig rege. Ochsen. Vovsieiscbiqe, auSgemästete. h-chstm Schlacht- wertes tin Alter von 4-7 Jahren .... Die noch nicht gezogen haben (ungejocht) . . Junge, fleischige, nicht auSgemästete und ältere auSge mästete....... Bull e ir. Sonfleitoifle, ausgeiv^ höchsten Schlachtw. . . Dollflerschlge, jüngere . Lä rs en. R ü h». Pollfleischige auSgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes........ Poll fleischige auSgemästete Kühe ' höchsten Schlachtwertes dis zu 1 Jahren ... Wenig gut entwickelte Färsen ...**,* 21 eitere ausgemästete Kühe und wenig güt ent- wickelte stingere Kühe Diäßig genährte Kühe und Färsen . . . * * Käl dec. Feinste Mastkälber Mittlere Mast- und beste'Saugkälber ' ' ' (Geringere SDlaft- unb gute Saugkälber' . * ' Geringere Saugkälber.........' S cha »e. Vermischtes. — Ein altchristliches Baptisterium neu entdeckt. Auf der Piazza Marcello in Rom, die nach einem der ersten Päpste benannt ist, wird zurzeit der Palazzo Costa niedergelegt, um durch einen Neubau ersetzt zu werden nchon als man mit den Abbruc^arbeiten begann, fand man in den Grundmauern verschiedene Inschriften der altchrist- lichen Zeit, von denen sich eine auf Vorgänge unter dem Regime des Papstes Tamasus bezog. Zu diesen Fragmenten ist nun in den lebten Tagen ein Fund allerersten Ranges gekommen. Sin Bap- tiftcrnrm, das aus den ersten Jahrhunderten des Christentums stammt und ausgezeichnet erhalten ist. Papst Marcellus hat in Rom fünfundzwanzig Taufbezirle eingerichtet und in verschiedenen davon Baptisterien errichtet Tas eben aufgefundene ist aller Wahrscheinlichkeit nach eins davon: außer stilistischen Momenten spritlst dafür auch die Tatsache, daß es neben der dem hl Marcellus geweihten Kirche lag. Tie Regierung hat sofort nach bent Bekanntwerden des Fundes die Abbruchsarbeiten einstweilen emstellen lasten. Die tage de; Mrbeitsmarffes im September 1912. 3m Metallgewerbe war die Befchäftigungsgelegenbeit mr allgemeinen noch als gut an zu sehen, wenn auch leise Anzeichen auf ein Abflauen hinoeuren. In Main< hat sich die Nachfrage nach Metallarbeiter>i für dortige Deleuchtungssabriken und nach Maschinenschlossern für auswärtige Fabriken gesteigert. Tie Zahl der arbeitslosen Spengler und Banschloster i)t etwas in die Döh: gegangen, bei gleidrm Zuzug von auswärts wie im Vormonat: dagegen hat die Arbeitsgelegenheit am Platze etwas nachgelassen, auswärts etwas zu genommen Tie ortsansässigen Cisenarbeiter löaren nach demselben Bericht fast alle in Arbeit: die gegen den Vormonat etwas geringere Nachträge nach Eisenarbeitern von auswärtigen Fabriken mußte durch zugereiste Arbeiter gedeckt werden. An tüchtigen Kunstschlossern und Elektromonteuren ivar Mangel. Ter Arbeitsnchch veis in Offenbach berichtet, daß die Maschinenindustrie etwas nachgelassen habe, dock' sei der Beschäftigungsgrad immerhin nach als gut zu bezeichnen. In Tarrnstadt wurden in der zweiten YXÜrte des Berichtsmonates viel Spengler und Installateure verlangt: die offenen Stellen wurden zumeist mit zugereisten Arbeitern besetzt. In Worms war ein Rückgang der offenen Stellen zu verzeichnen, aber auch die Zahl der Arbeitsuchenden fiel ganz erheblich. In der Porte feuille-Indu st ric in Offenbach zeigte sich eine sehr große Verbesserung Es herrschte noch großer Arbeitermangel. In Mainz mußten, um die Nachfrage nach Tapezierern zu decken, eine größere Anzahl zugereister Gehilfen zu- gerotefen werden. In Worms hat bei den Sattlern und Tapezierern die Zahl der Arbeitsuchenden wieder etwas abgenommen, die offenen Stellen l-ielten sich nur gleicher Höhe. Nach dem Bericht des christlich-nationalen Arbeitsnachweises m Mainz hielt die sckstcchte Geschäftslage auf dem Gebiet - der Möbelindustrie an; es seien in einzelnen Geschäft en erhebliche Arbeiterentlasfungen vornenommen morden. Seit Beginn der Weinlese machte sich auch ein Mangel an Weinküfern bemerkbar. Ter Arbeitsnachweis handel. Vom Kalisyndikat. - derlin, 2A Okt In der gestrigen Aufsichtsrats- ) iBu ng des Kalt,yndrkats, der eine Gesellschaftsvn sammlung vorausging, ivurde der P r o v a g a n d v o r a n s ch l a g nir i>0d ^ahr 1913 vorgelegt, der auf Grund der Ausführung^ beflimmungcn des Bundesrats zum Reichskaligesetz bis zum 1. Dnnber ^"iurnchen ist. Ter Aufsichtsrat genehmigte den Vor- amchlag, besten Ausgaben diejenigen frülrerer "labre nun* roeienthrf) Überwegen und sich auf etwa 7% Millionen Ma r f belouien. Wenn das staliwndikat für die zahlreichett W^ke welche m den nächsten Jahren förderfähig werden, genüaenden «fhonrn nrilt, iit ernt Serftörfun, b7r ba, bewnders ,n den Vereinigten Staaten von Nord-Amerika aber auch m den anderen Ländern, unbedingt erforderlich Tie hrouaganba ift naturgemäR mit erheblichen Mehrausaal^u bei rnmnt Tie Mittel bienür sind dadurch vorgesehen 0L b?‘>7Tbc'' des Absatz^ bestimmten Abgabe von »:■) Pft^ ? Reichskalig^eyes bereits cm nahezu vier Millionen betragenber R.nervewnbs aus früheren Jahren auigefammclt iß > der nunmehr feinem gesetzlichen Zwecke zugeführt werden mut Ter Absatz im Okwber dürfte denjenigen i:n Vorjahre mindesteuj erreichen, vielleicht übersteigen. Leider hafte die Kakiinduirrv in der letzten Zeil unter dernW aggonmangel zu leider.. Eine größere Anzahl von Werken bekam kaum den 10. Teil der geforderten Waggons. Nicht nur an einem Tage, sondern mehrere Tage hintereinander wurde nicht die Hälfte bej für den Versand notwendigen Wagenmaterials seitens der Eisen, batmverwaltungen rechtzeitig zur Verfügung gestellt. Tiese Zustände fügen der Industrie und Landwirt schaff einen erheblichen Schaden z u. Tie erstere büßt bte Absatz ein, die > letztere kann die Felder nicht rechtzeitig düngen Tie bisherigen Bemühungen der Eiscnbahnverwattnngcn, Mangel allzuhelien, bleiben ersolglos wegen des immer ,wch ;u geringen Wagenparks. Eine d utsche Tuchkonventioti. Berlin, 23. Okt. Von zuständiger Seite wird dem Wolff. Bureau mitgeteilt: Heute wurde die Teu tsche Tu chko». üention Berlin endgültig gegründet mit 468 Herrentu^ Fabrikanten als Einzel mit gl rede r und mit den Verbänden der iäd> stick ^thüringischen Webereien und den elsässischen Wollwebereie» als korporativen Mitgliedern. Somit geboren der Teuft.m Tuct> konvention 500 Sperren!utbiabrifanten mit rnnb 25 000 V stühlen an. Nach jahrelangen erfotglofen Bestrebungen gelaiq kö den mit den Gründungsarbeiten betrauten foerren Backhaus- strefcld und Tr. Trefcher- Tüsftldorf, die bei einer so 'Troßen Fabrikanten zahl naturgemäß vorlwndeucn enormen Scknvierigkeucu Zu überwinden, und die .^konvention mit 98 Prozent der überbau« in Betrack t kommenden Webstähle ins Leben zu rufen Tie in ber Lauptsack^ bereits früher mit den verschiedenen Abnehmer- gruppen vereinbarten Kortventionsbestimmungen beziehen sich auf die Regelung der Berkau , Lieferung«' und Zahlungsbedingungen. Tie große Fabrikanten zahl bedingte menest gehen de Rücksicht na bmc auf die Kundschaft, so daß durch die Gründung der Tuctfcnwcntbi das gute Verhältnis zu den Abnehmern nicht getrübt wird. Mst den Abnehnterverbänden ist bereit« Fühlung genommen worben chie Leitung dieser an Mitgliederzahl bisher größten >ionnoitioi liegt in den Händen des Lernt Backhaus al« Boni'..enden und Lr. Trescher als Vertrauensmann und Geschäftsführer. Tie Geschäftsstelle befindet fich in Tusseldorf. Tie Lage im Baugewerbe war verschieden. In Mainz waren Zmnnerer und Glaser anscheinend gut beschäftigt. Tas Baupoli- ^wmt teilt mit, daß die private Bautätigkeit gering war: drei tlcmerc Villenbauten sind angefangen und sieben im Ausbau begrrften, doch soll noch im Lause des derbstes die Beamtenbau- genostenjchaft den Beginn einer Anzahl Eigenheime weiter genügend Arbeit für die iiitber bdd änigten Irdener '^aen MMtgel an Mchäftiaung zur Verminderung ihrer Arbeitskräfte irber«-bi*n muffen Tte übrigen Bauhanb Iverker und noch, gut beid-urtigl, bei Eintritt ungünstiger Witte 2 hL1 JKU5^nn bcrr ^rbettsgelegenl>it zu erwarten ^ad) bem Bendit ber Bürgermeister ei in Bad Raubeim war im adgelaufenen Vierteltabr mit JtucrfidM am bie Murjnt gmng. Tic stabt rührte 2 Lolbban 9ropi*re «tiaßenanlage aus, unb Don ber lUn^ J,unrn 2 Vauvroiekte zur Ausführung Sieben -^uprvlekte mi etnert Bausumme von zusammen 110(XX) -Uiart wurden genelwngt Aach Ablauf der Kürzest ist eine Belebung des Baugewerbes zu erwarten, insbesondere da durch die Stadt größere Kanalifationsarbeiten ausgeführt werden. Nach dem Bericht der Tarifgenreinsckaft der T-curschen Buchdrucker in Mainz war die Arbeitsgelegenheit dort in diesem Jahre besonders ungünstig. Tie gemeldeten tx^men Stellen waren zum größten Teil Aushilfsstellen von meist sehr kurzer Taner. 129 Turck reisende passierten die Zahlstelle in Mainz. Ter christlich- nationale Arbeitsnachweis in Main; berichtet von einer größeren Nackftage nach geübten Erdarbeitern für den Babnhofserweite- rungsbau in Bischofs heim. In Offenbach konnte eine größere Zahl ungelernter Arbeiter bei den städtischen Kanalbanten unler- gebradt werden. In Worms blieb bei den ungelernten Arbeitern rvie gewöhnlich ein großer Teil ohne passende Beschäftigung. In der Landwirtsch-att ber Umgebung von Mainz fehlte es nach dem Bericht des Arbeitsamtes zur ttartoirfelernte ober sonstigen .Verb'itarbeiten allenthalben an Arbeitskräften, trotzdem, wie sckwn oben bei ben Erbarbeitern erwähnt, eine Anzahl gelernter Ar beiter^auch in der Landwirtschaft Befckäftigung suchte unb fand. In Tarmstadt wurden Pferde- und Ackerknechte viel gesucht, doch konnten nur wenig Stell en wegen Mangel an Nachfrage be- feßt werden. In Worms waren in der Landwirtschaft die onenen stellen wieder ganz erteblich gestiegen. Knechte waren außer ordentlich begehrt, an solchen fehlte es aber gänzlich. Eine grosse Anzahl solcher Stellen mußte deshalb unbesetzt bleiben. Auch Taglyhner für die Kartoffel- unb Weinernte waren gesucht. Selbst durch auswärtige Arbeitsämter, mit denen sich die Arbeitsvermittlungsstelle in Verbindung setzte, konnte ber Bedarf nicht gedeckt werden. In Gießen mangelte es ebenfalls an landwirtschaftlichen Arbeitern. Auch in Tieburg war es sehr schwer, ben Bedarf an landwirtschaftlichem Personal, hauptsächlich zur Kartoffelernte zu decken. In her Frauenabteilung in Mainz ist im Berichtsmonat eine Aenderung im Verhältnis von Angebot und Nachfrage nicht eingetreten. Es fehlt nach wie vor an Tienstboten und zuverlässigen^ Monatsfrauen. In Darmstadt herrschte bei dem weiblichen Tienftbotennachweis Mangel an bessereil älteren Mädchen: jüngere ungelernte waren am Anfang des Berichtsmonats reich lich vorhanden. Tie Abneigung, nach auswärts in kleinere Orte zu gehen, trat stark zutage. In Worms war im abgelaufenen Monat eine erfreuliche Zunahme der Angebote von vaus- und Alleinmädchen zu verzeichnen, aber mich die offenen Stellen stiegen von 163 auf 209. Tas Vermittlungsergebnis war ziemlich günstig. An Putzfrauen war zeitweise großer Mangel, da viele Frauen in der Landwirtschaft tätig waren. brin^neu^Ued8 nibeA1Üi; Geschwächte und Gebrechliche. as Blut, kräftigt Körper, Nerven und Geist rmgt gesunde, frische Farbe und neue Lebensenergie. Sehr wohlschmeckend. Preis M. 3.-, überaU erhältlich. „Galenns“, Chemtsche Industrie, G.m.b.H, Frankfurt a/M. in Tarmstadt berichtet, daß die Möbelindustrie gut beschäftigt war: für bessere Möbel seien Arbeiter im ganzen Wirtschaftsgebiet gesucht worben, doch konnten nicht alle SHfcn besetzt werben. Dagegen war die Nachfrage nach Möbeltischlern sehr gering. Ein für die Möbelindustrie in Tarmstadt ausschlaggebender Betrieb entließ Arbeiter wegen Mangel an genügenden Aufträgen. Auch für Bauschreiner war wenig zu tun. In Worms war für Schreiner die Geschäftslage wenig günstig. Bauschreiner konnten schwer untergebracht werden. An Holz- und Kellerküfem herrschte Mangel; die Versprechenden waren meist ungeeignet. In Gießen wurde der Ende Juli auSgebrock-ene Streik von 50 Bauschreinern am 15. September durch Bewilligung einer Lohnzulage unb Verkürzung der Arbeitszeit beendet. In Ticburg konnten 15—20 Stellen in einer Zigarrenfabrik nicht besetzt werben, da wegen der Feldarbeit feine Arbeiterinnen 5U haben waren In Mainz wurden für Schneider weniger Stellen gemeldet, als im Vormonat, zugleich ging aber auch die Zahl ber Arbeitsuchenden zurück, so das; es nicht möglich war, den Bedarf SU decken. Bei der Vermittlung ergaben sich häufig dadurch Schwierigkeiten, daß die Meister sich weigerten, ältere Gesellen KU nehmen unb die^Gesellcn sich weigerten, auf Konsektion zu arbeiten. Bei den Schuhmad-em herrschte reger Stellenwechsel. Gmc „gröbere Zahl in Mainz besd-äftigt gewesener Gesellen nahm auswärts Arbeit an, während zahlreiche zugereiste Gesellen in Mainz Arbeit erlstelien. Wiesbaden meldet Mangel an Schneidern. In Tarmstadt wurden Schneider unb Schuhmacher, aber nur jüngere Arbeiter, viel verlangt. Tie Stellen wurden meistens mit Zugereisten besetzt. Es Herrschte ziemliche Nachfrage aus "einen Orten, dock) sind diese Stellen schwierig zu besetzen, da die meilten Nachsragenden nicht auf kleine Plätze wollen Ter Be schäftigungsgrad in den Lsfenbacher Schuhfabriken wird als ziem- hd) gut unb als etwas besser als im Vormonat bezeichnet. In bie Arbeitsgelegenheit für Schneider etwas zugenom- men. Im Schuhmachergewerbe blieb die GefdMslage unverändert. Märkte. I^. Friedberg, 23. Oft. Ter heutige Schweinemarkt war krotz ber schlechten Witterung sehr gut befahren. Etwa 1300 Schweine waren aufgetrieben. Diele Käufer sanden sich ein. Tu Preise waren gegenüber dem vorhergehenden Markte etwas Ikt- untergegangen. Tas Paar kleine Ferkel wurde mit 25 bis 30 M bezahlt. Springer kosteten das Stück 20 bis 30 Mark, größere kamen sogar aut 40 Mark das Stück zu stehen Um 12 Ilfc toar fast alles verkauft. Ter heutige H c r bst f a s c l m ar t t war dagegen ichlecht. Nur 12 Fasel ochsen standen auf dem Marktplatz« Limburg a. d. i'ahu, 23. Lkl. r u d>t nt a r f t ur* schnfttspreis vro Rlalter. Roter Weizen (nasimiischer) 17,45 'M meister Weizen (angeba».te Iremdlorten) 16,95 ' Korn 13,10 ML Ger,te: ,Mittergerfie 11,00 Dlk^ Braugerste 13,60 Alt», üafl Mk. 7.00—9,60 Mk., Erbsen 0,00 Mk» Kartoffeln 3,60 bis 4,00'Ml F.C. Wiesbaden. Pie bh ok-M ar k ib e ei cht vom 23. CfL Austrieb: Rinder 116 (Ochsen 18, Dullen 0, Kühe 68), Kälber 264. Schafe 167, Schweine 134. Uirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. ©ottcsöieiiu m oer r>n«uaoqe ^uo-Anlaae^ Sams tag, den 26. Oktober 1912- Vorabend: 5.00 Uhr, Morgens: 9.00 Uhr. Predigt. Nachmittags: 3.30 Uhr. Sabbatausgang: 6.00 Uhr. Israelitische Religionrgesellschast. Sabbat sei er am 26. Oktober 1912 Ireitaq abend 4.45 Uhr. Samstag vormittag 8.30 Uhr. Samstag nachmittag 3.30 Uhr. Sabbat-AuSgang 6.00 Uhr. Wochengottesdieuit: Morgens 6.30, abends 7.00 , ,, Wetdemaslschase: Mastlammer und Atasthammel Schwe in:. Dollfleischige Schweine von 80—100 k? Lebend- ö^wicht ßgl/ -ßQi / ou g । S?K,i|l??6e^,n’‘ineU,U"80k*$ebe,*b9cre Bonbon 4 Zimmer | Otto Rathschlag. Schlacht« M. 47-50 874 iro, C. A. Har tmann G.m.b.H »4 . . 42-00 Schulftrabe 11. 7933 gt- eit 6j>e Sfltff td für c W 0'61 2 2 7,9'6 Lvober - + fr körbt nnh Stühle w. schnell u. bill. flcflotfji 3. (Otötfle, Neuen Bi it. r*»7 äue 2. MtMSHtlS Ju^jederArt 3 werden angenommen. 1(18682 . Adolf Best, Plocknratze 2. Vermietungen Mietgesuche Stellenangebote Verkäufe Verschiedenes Empfehlungen Stellengesuche Kaufgesuche 8H h M 8W Wäsche-, Betten- und Steppdecken - Fabrik mit der Firma 9 10 10 51-53 47-50 110- »- 9H 80- 52-56 51-55 . 66-68 . 59-64 . 54-58 4 48—53 Imprägnierte moderne Marburg Fernspr. 65 Giessen Fernspr. 2064 nö ältere JSchmücker Nachf. Marktstrasse 8 94-8 93-1 o j r. izgesellschast. 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Flur IV Nr. 245 — 478 qm Grabgarten in der Steffansmark 2. Flur IV Nr. 246 = 570 qm Hof- reitc daselbst (Bismarckstraße 16) a7io Julius Rosenthal A Co. flrofboriet Ltr. 115. ScUbnubtuno. Telcvb. Nr. 69. Prima Elsässer Flockköper Ganz vorzügliche Qualitäten für Damenhemden, Jacken, Beinkleider und Herren-Nachthemden Prima Elsässer Hemdentuche Starkfädiger Kretonne, besonders für Kinderwäsche Bezeichnung der Grundstücke. Grundbuch für Gießen Band 27 Blatt 1243: Zwnngsverfteilzerung. Die nachstehend bezeichneten Grundstücke, die zur Zeit der Eintragung des Vcrsteigerungsver- merks auf den Namen des Gustav Weimar und Ehefrau Frieda geb. Quiming zu Neuhausen, Schweiz, Gesamtgut der Errnngenschastsgemeinschast, int Grundbuch eingetragen waren, sollen Dienstag, den 26. Nov. 1912, vorm. 10V2 Uhr durch das unterzeichnete Gericht im Gcrichtsgebäude, Zimmer Nr. 13, versteigert werden. Die Versteigerung erfolgt im Wege der Zwangsvollstreckung. Der Versteigerungsvermerk ist am 14. Aug. 1912 in das Grundbuch eingetragen worden. Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermcrks aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, sind sie spätestens im Versteiger- ungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des VersteigcrungscrlöseS dem Ansprüche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung ent« gegenstehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbei- zuführen, widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt. Pu & 4x1 TTf'e 1 fit ff VT ton in ietier beliebigen Schriftart u. 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Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des Vcrsteigerungsvermerks aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, sind sic spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigcrungserlöses dem Ansprüche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung ent- gegenstehcndes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlages die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Ver- steigerungSerlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt. Gießen, den 20. September 1912. Großh. Amtsgericht. bm/i0 Meter 4 95 Mk. Meter 5.75 Mk. Meter « 25 Mk. 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