Drittes Blatt 162. Zahrgang f rcbetni (ägllA mit Ausnahme bei Sonntag!. Adresse. lc ?bruar > abgegeben iiessei r ossen Friihj i von ie, Hp t I* torad), fand bei dem flröfitcn Teile der Abgeordneten Wider- Ter Beifall am Schlüsse seiner Ausführungen wird ft Die Runzeln und ihre Bekämpfung. Es gibt wenige Frauen, die vor den Runzln nicht Angst und Abscheu emv- ianden: Gelten sie ihnen bod) als die unwiderrufliche Anbmdigung des Alters! Diese Einnahme trifft indes nicht ganz das Richtige, Staatsausgaben will sie Mc gedeihliche Weiterentwicklung de. Landes fördern. Mit dem Großherzog hegt die Hammer den dringenden Wunsch, daß das Verhältnis Reich nicht $u größeren Leistungen verpflichten möge. Tie Crbnung der Fi nanzen durch allmähliche Tilgung der Staatsschuld hält die Mamma für geboten Tie Vorschläge über die Ausgestaltung des Lehrer bildungswesens und über die Pflege der scliulcntlasseiien Jugend wird die Kammer gerne in Beratung nehmen. Die Kammer bat es mit (tzenugtiumg begrüßt, daß die finanziellen BerhälNiisse es gestatten, der Erhöhung der Bezüge der Beamten ujro. näher zu treten Eine Erhöhung der Zivilliste wird ihr Ziel ebenfalls in einer Erhöhung der Bezüge der betreffeiiden Funktionäre suchen Es wird die Hoffnung audfleiprodKii, daß dadurch fcinc steuerliche Mehrbelastung eintritt. Sollte sich dies nicht erntög liehen lassen, so sollen die neuen Vorschläge ernsthaft geprüft werden Tic Ma mm er sieht mit Interesse dem Gesetzentwurf über die Ansbringung der Kosten der höheren Schulen und der Novelle zur Revision des Volkssckmlgesetzes entgegen. Abg Ulrich ^Soz.) ist mit der Absendung der Adresse einverstanden. Er wolle aber eine Meinung darin ziun Ausdruck gebracht wissen, die Meinung mimlidj, daß es als eine höchste und ernste Ausgabe unserer Landttäiide angesehen iverden könnte, die Kautelen, ivelch- in das neue Wahlrecht gegen das allgemeine Samstag, 24. gebruar 1912 RotanonSdmck und -erlag der Br üblichen UnwersitätS - Buch- und ©tembnidereu 9L Lange. Ließen. Million Redaknon. Expedition und Druckerei: Schnl- straße 7. Expedition und Verlag: H- Stfbafnome^l 12. rel.-AdruAnzeigerwi«sei». rede gehöre. ---... litte bandele, könne er sich nicht einverstanden erklären, da der Zweck der geforderten Erhöhung nickt klar zum Ausdriick komme. Tic 911'0a. Brauer Bl'd. , Molt hon (Ztr. und Bor Heimer (Ztr.) halten gleichfalls einen solchen Zusatz nicht für und gleich^' Wahlrecht eingesetzt sind, zu beseitigen. Er beantrage deshalb, solgenden Zusatz einzuschalten: „ersuchen jedoch Ew. Kgl. Hoheit, dahin wirken zu wollen, daß alsbald die dem gleichen Wab'rechl entgeoenstehenden Mautclen !'s itigt werden". Abg Tr. Osann inatl.) tritt diesem Anträge entgegen, da jo sonst bei iedem einzelnen Satze der Antwortadressc die verschiedenen Meinungen der Parteien zum Ausdruck kommen könnten, und das üben'rfyrcitc doch den Rahmen einer derartigen Er bittet deshalb, den Antrag des 2lbg. Ulrich ab» 6050 a »n diesmaligen Zusammentreten auf Grund des Uri Wahlgesetzes in ihrer Mehrzahl aus unmittelbar gewählten ■Krbnctcn besteht. Sie stellt dann mit „Am beiten wendet man die bekannten überall erhältlichen Mai'age- rollen an Man massiert also z.'B. die wagerechten r>1irnrunzeln von oben nach unten, von den Haarnnrrzeln zu den Augenbrauen Ebenso mainert man die Runzeln an der Naiennmrzel, wahrend die bekannten feinen Runzeln zu beiden Testen des Auges in wagerechter Richtung, also vom Ohre her zum Auge, zu behandeln fmd. Itttoiic Tr. sOanns einverstanden crUärtc unter der Voraus« 1. p fmu], daß auch das mobile Kapital starker zur Besteue- , . 1 f „ cxr.q berangezogeu werde. Tie Berechtigung einer solchen >lgt ebenfalls ^Q^crung wird niemand bestreiten. Ter Sprecher des Bauernbundes sah im übrigen die j^iaazlage nickst so rosig an, da die Besserung in der Haupt- 1 1 ute auf die Einnalstnen aus den Eisenbahnen zurückzu- Wen sei, und das fei eine Frage der Konjunktur. Wenn 16 aber seit 16 Jahren fast durchschnittlich mit einem <: 700000 Mark, also über 1 800000 Mark mehr al« veranschlagt Von den IG 700000 Mark geben ab 11 109 500 Mark Pas'ivzinien, 898 700 Mark Tilgung, 406 200 Marl öffentliche 'Slbgabcn und ür weggefallene StaatSsteuem, die der lausenden Verwaltung zusließen, 162 000 Mark, zusammen 12 566 400 Mark ES verbleibt demnach eine Reineinnahme aus den Eiienbahnen tu toobe von 4 133 660 Mark Wie Ihnen bekannt, sind innere Anteile an den Eifenbahnerträgen nach gesetzlicher Vorschrift im AuSgletckS- fonds zu verrechnen. Gleicktes gilt von der Lotterierente. die ür 1911 805 810 Mark beträgt, sowie von unserer Reineinnahme aus Erbschaft«' und Sckenkungsslener mit 354 450 Mark. Insgesamt sind also für den AuSgleicksionds al« Einnahme 1 < 8t>0 ~bO Mark zu verreckmen. Als Ausgabe stehen dieser Summe gegenüber 17 136 475 Mark, nämlich die erwähnten Abgänge am Eifenbabnanteil mit 12 566 400 Mark, lern er die auf uns eist fallenden 1070 000 Mart ungedeckte Matrikulardeiträge und der Zuschuß von 3 500 000 Mark an die lautende Verwaltung. ES bleiben sonach dem Ausgleichssonbs zuzuführen 723 785 Mark. Sein Bestand Ende 1910 war 2 337 390 Mark. Er würde |,ch also schon Ende 1911 auf 3 061 175 Mark berechnen oder im Vergleich mit einem bisher angenommenen und auch im Austchuß- bericht S. 5 erwähnten Bestand von 2 215 78;) aut 845 390 .hart höher. Tabei werden sich diese Zahlen noch günstiger gelt alten, da selbst die 16 700 000 Mark, mit denen der 1911er Estenbahn- anteil nunmehr angenommen ist, bei der Schlußabrechnung — wie angedeutet — noch wird überschritten werden. Es wird ohne iinzulässigen Optimismus anerkannt werden können, dal; der günstige Stand unserer Wirtschaftslage, der sich in dielen Ergebnissen der preußisck>-hessisck>en Eisenbahngemeinickmst neben den Wirkungen des Rückgangs des Betriebskoessizienten ausdrückt, auch im übrigen für unsere Finanzen von beifernbem Einfluß sein wird. , ... . ,. _r Tarnst scheinen allerdings innere Steuerergebnnie Nicht über- einzustimmen, wie sie sich in der Tabelle aist 20 des Aus- sckmßderichts für die Einkommensteiier im Jahre 1910 bariiellcu. Das Rechnungsergebnis stellt sich dort gegenüber dem Voramchlag um 62 000 Mark niedriger, währimd es in den voraiisgegangenen Jahren stets 2—400 000 Mark höher gewesen war. Ebenso ist bei der Vermögenssteuer das Mehr von früher 35 000 Mark bi« 70 000 Mark auf runb 11000 Mark jurüflgcgangc.i ras Jahr 1908, dessen Zahlen bei beiden Steuergattungen von besonderen Verhältnissen beherrscht waren, ist von mir ganz au lief Betracht gelassen. Ick durste nur sagen: Die Stcuerergebmhe de« Jahres 1910 „scheinen" wegen jener Rückgänge zu dem tonst günstigen Bild nicht zu passen. Tenn einmal gewinnen die Ergebnisse des Jahres 1910 sofort ein anderes Aussehen, wenn man sie nicht mit den veranschlagten Zahlen desselben Jahre« vergleicht, sondern mit den Ergebnissen des Vorjahres und zwar unter Abzug der Zuschläge, die erstmals für 1910 bewilligt worden sind Es ergibt sich dann sofort, daß auch in 1910 cm Weiter- fteigen stattgesunden hat. Außerdem kommen mit 1910 in den Einkommensberechnungen, die sich auf dreijährige Durmschuitte gründen, die Porau«gegangenen schlechten Wirtschafts,ahre zum Ausdruck Tatsäckstich sind denn auch bereit« im Jalne 1911, dessen Ergebniszahlen in jener Tabelle noch nicht enthalten sind, die Rückgänge tast verschwundei, Ueberwiegende Gründe sprechen jebenfau« auch für eine Fortdauer der günstigen Konjunktur. Dies beweisen noch die neuesten Monatsausweise der vreußisch-hessisckten Betriebsgemeinschaft und nicht minder die letzten Ausweise über die Einnahmen des Reichs aus Zöllen, Steuern und Gebülsten für die Zeit vom 1. April bi« Ende Januar 1912. Ich betone nachdrücklich, daß ich hierbei nur von diesen Reichseinkünsten in ihrer Gesamtheit und nur zu dem Zweck rede, die augenblickliche Wirtschaftslage, gleichfalls in ihrer Gesamtheit, zu beleuchten. Für das laufende Rechnungsjahr sind die zur Reichskasse fließenden Zölle, Steuern und Gebühren auf rund 1470 Millionen veranschlagt. Auf die hinter uns liegenden zehn vollen Monate würden also runb 1225 Mill, entfallen. Eingegangen sind aber über 1375 Millionen, ober über 150 Millionen mehr. Für die ersten zehn Monate de« Vor- ■•a frort int Gebrauche der Gesichtsmu-keln findet schließlich ihren Nieder- ' schlag in Runzeln, ine aus diese schlechten Gewöhmmgen zuruck- ü-i Finanzminister wohl gezeigt Haden, das; man ihm ti .,ßei| von der Mehrheit des Hauses nicht allzu schwer Wt>>n will. [Tic Rede Dr. Osanns verfehlte gleichfalls ihre Wir sag nicht. Auch er teilte den Optimismus des Finanz- t »Wiüers. Mit vollem Recht hob er hervor, daß jede * smetiflc Schwarzseherei iubezug aus unsere Finanzlage IUferen Kredit und damit auch unsere wirtschaftliche Enl- jiSflunn stören könne und gestört habe. Auch stimmte 1t- das ^taus bei, als er schärfere Maßnahmen bei skttte rh i n t e r z ie h u n g en forderte. Er verwies ba* ta auf das Vorgehen anderer Bundesstaaten, insbefost- *rt: auf Preußen Bedeut! man, daß Steucrhinterzieh- doch eigentlich nur bei den Begüterten und bei lwhen iritfommcn möglich find, so muß man vom Standpunkte intr wirtlichen Steuergerechtigkeit nur wünschen, daß sich lichen Verhältnisse Ausdruck gemnden bat Tic gegebenen zahlen lassen den Finanzausschuß erklären, daß unsere Finanzen als günstig zu bezeichnen seien, wemi nickt die — auck von mir Nckon genannten — Aufgaben noch zu erfüllen seien: Beamten betolbung und Schuldentilgung. So lange aber bick bc.cn wichtigen Angelegenheiten nicht finanziell in ihren Wirkungen vor Augen lägen, dürfe ein optimistische« Urteil über nniete Finanzlage nicht gefällt werben. Ta« ist vollkommeii zutresiend. Vie Qausfyaltsberatung im hessischen £anötaae. bs. Darmstadt, 23. Febr. [ Ter erste Tag der Haushaltsberatung setzte mit einem ' sHn kn Protest der Sozialdemokraten gegen die Fassung »MAdresse an den Olraßherzog ein. Sie wollten sich für den -^ickluß aus dem Vorstände rächen An die Annahme sih» .'intrages, der den Zusatz forderte, der Großherzog ,tk dafür Sorge tragen, daß die Mautelen gegen das all» ।Keine und gleiche Wahlrecht in dem neuen Wahlgesetz fertigt werden, glaubten sie wohl selbst nickst. Ihr Vor- hatte lediglich den Zweck, dem Vorstände zu zeigen, jQ |it* gesonnnr sind, an den Vorschlägen, die von diesem 1 ,Mg,'hen, schärfste Mritik zu üben. Tas hat ja auch der IUlrick) ausdrücklich betont. Mit den anderen Parteien :it:: auch die Sozialdemokratie in titicr Antwortadresse auf Ifiit lhronrede nichts weiter sehen, als die Erfüllung einer ijerr? den Brauch geheiligten >?öflichkeitsform. F Die Haushaltsberatung selbst verlief unter größter An- Ägabmc und Aufmerksamtcit des Hauses. Ter Finanz- „1 ist er verlas seine Erläuterungen zum Budget mit i^rgiolt und entsprechender Betonung der wichtigen Punkte. fok'iiber« an der Stelle, wo von der R c i ch s f i n a n z - «ior m die Rede ift,‘erfolgte lebhafte Zustimmung Daß .xnicht die Wege billigte, auf denen die Rcichsfinanzreform iMaiibc kam, schien das Haus mit Genugtuung zn erfüllen. ‘Kb der Optimismus, der aus der Rede des Ministers ^rauciu^cuillcton. Frauennachrickten. Nach der jungskn Statiittk KfÜ s gegenwärtig 15 514 647 Frauen 'N allen Lanbern dcr 1&. bic irgcndn.elckc Wahlrechte haben, Ehrend vor ^Jahren W t ickst mehr als 100 000 irgendwiC^wahlberechtigt oder wah- Ht-cren. — Die Werbereise, die t-rrau iMn eube des internationalen rauenitimmreckstsbunbes, vo ■«farjr Zeit begonnen hat, idjeint ihren ersten Erwlg m Aegypten Bi»en Tie Frauen Aegyptens wollen nck lwml'ck M nnem iirrfitÄbiinbc un'ammeiitun, der lernen eib tn Kairo Haven Von Mäiro aus hat Frau (Satt ihre Werbereist WrtgestHr 'Itnll zunächst Indien, Japan utch China außuchen, um von : t r t mi mih Dann die neue Welt aufjuiudKn. -3n ber ■ lltägten Staaten sind unter den werblichen^>tudenten g^cn fc IO junge Ehinesinnen, die sich alle aMden arstrick^nBerul ICSteilen 'ihre Zulassung verdaukeii „e der saugten oer ^ chinesiick^ Aerztin,' Frau Tr. Barner ine gegemmirtrg •1x1; ci Sei hing des Frauenkranken Hames in ^ient|in betraut MWt) feit Jahren Chinesinnen in der Krankenpflege unterrnchtet. Wn'Li Sckmlinrhältn.sseu Chinas, ^ ein- vmwanblung bas chinesische Unterrickstsmiuistermm Will,, ro« ,^e ^rau fiiTfcttlt. Sckmlen entrichten, in denen Knaben und -Radchm rmtt iobren gemeinsam unterrichtet iverden. Hi 1 der Zutritt zu Mnabenidmlen Meng ^oten xurd) d'«Schaffung solcher gemeinsamer wll die Tu ckfuhru g dHkckulzwanges für Mädchen erleichtert rochen. — ^-te grauen '«Lxi« sind an die Regierung mit der Bitte ^rangetreten ibmm dlkrättakeit in der Landwirtschaft kicbtür 511 maÄcjLÄvJ« TÄbie Regien,ng Landstellen zur lanbnnrtidMTthcben öcar^rung männliche Fanner aus. Von acht IM bic vier Söhne, als sie die gesetzlich rw^e,chnebene tttter. W erreicht hatten, von der Regierung •ittni) die vier Schwestern, die an die gleiche Arbnt genro^ «e:keine Fannen erlitten fonrrten. Die wer ^xu^raa,^ Ijh eigenem Wohlstände, während i>ic Zorfjtcr in b^raiig^r . . . Silage blieben. Ties schlagende Beiwtel, w metnc - nixrn bic Bildung der Runzeln Letzt auT eine ganze Reihe l (fczn M-anabc«, wird die Regierung von der Notwrnidigtei anderer Ursachen zurück Eine Menge von übten Angewohnheiten 11pfenrr. überzeugen, besonders da in neuerer Zett viele grauen, u.un .....- -- - • — | DMjööchckich ans England, t ack Kanada einwandern, um v ^mUMvirrfchaft zuzuwenden. angebracht. , o . Abg Ulrich (Soz.) behauptet, baß es doch der Zweck einer Antwort am die Thronrede sei, die Stimmung roicberuigeben, die sie in ber Kammer ausgelöst habe. Mm, habe bic Sozialbemo [ratic vom Vorstanbe ausgeschlossen, und deshalb müsse man es sich auch gefallen lassen, wenn sich diese im Plenum der Adresse kritisch gcgciüiberftelle. Tas Recht ber Kritik müsse er sich unter allen Umständen wahren. Ein solcher Zusatz fülle eine Lücke in der Antivort aus. Bei Abstimmung wirb ber Antrag Ulrich gegen bie Stimmen der Sozialbemokratie abgelehnt und die Adresse .im vorgeschlageneti Wortlaut angenommen. Finanzminister Braun: Gleichzeitig mit_ dem Daupt-Vor anschlag der Staatseinnahmen und Msgaben für 1912 ist Ihnen bic übliche Denkschrift über ben Inhalt bes Voranschlags über geben worben. Bis zum Rechnungsjahre 1902/03 bildete der Abdruck des jeweiligen mündlichen Vorttags des Finanzmimsters bei Vorlage des Budgets den Inhalt einer solchen Tentschritt. Dermalen wird ein eigentlirfier Finanzvortrag überhaupt nicht mehr erstattet, sondern gewissermaßen nur schriftlich den standen ein orientierender Ueberbliif zum Budgetentwurf, zusammen mit biefem selbst, gedruckt übermittelt. Damit wird in Hessen anders verfahren als beim Reich und m. W. auch bei allpn anderen deutschen Staaten. Für die Zukunft beabsichtige ick, mich diesem anderen Vorgehen wieder anzuschließen. Im Jahre 1910 konnte von mir dementspreckiend noch nickt verfahren werden wegen meiner Krankheit. Sie wirkte dann in der mir auferlegten Schonung noch bis in bic neueste Zeit nach. Dazu Tarnen im letzten Herbst die Erörterungen wegen der neuen Schulbentilgungsvorlage und bie sehr mühsamen Vorarbeiten für bic demnächstigen Gesetzentwürfe über die Beamten gehalte und die weiteren, damit im Zusammenhang stehenden Entwürfe. Aus diesen mehr Perwn- lichen Gründen ist jetzt erst die Zeit gekommen, bic Sachbehanblung wegen der Etatsvorlage vom nächsten Jahre an wieder zu änbern. Bei aller nach wie vor gebotenen Vorsicht im Urteil über bic Finanzlage dürfen wir von dem Ausblick auf eine erheblichere Besserung reden. Damit komme ich zugleich dazu, den Inhalt der einleitenden Denkschrift und des Ausschußbenchts noch in einigen Punkten und Zahlen des Voranschlags zn vervollständigen, auch wenn sie ihii nicht überall und unmittelbar beeinflußen. Wie in der gemeinsamen Sitzung der Finanzausschüsse beider Kammern, so kann ich auch heute und von dieser stelle aus nur dem beipflichten, was Ihr Finanzausschuß in der Einleitung seines Berichts S. 5 a. E- gesagt hat. Er geht von den Budget- zahlen über das Ansteigen ber Eßenbahuertragnme seit 1909 aus, in benen bie noch jetzt anhaltende Besserung der wirßchaft- Die Schlafkur ber Cavalieri. Gerade jetzt ist es Zeit nach den vielen Theaterbesuchen und Festen des Winters seinen Körper einer „Schlaf- und Ruhkur" zu unterziehen, so sagt die schönheit«erfahrene Cavalieri in ihrer jüngsten Plauderei über ihre „Sckwnheilsgeheimniffe". Wie man diese Schlas- uud Ruhekur ausführt, beschreibt sie ganz ausmhrlich. Man soll nicht nur nachts schlafen, sondern einmal m zehn Tagen, oder wenn man sich« leisten kann, einmal in der Woche, einen -tag schlafend oder wenigstens ruhend zubnngen. Während die,es Schlaf- und Ruhetages wird die Ernährung geänbert, man nimmt nur ganz leichte Gerichte, womöglich nur Suppen und heiße Milch und trinkt nichts als Wasser. Die Hauvttegel aber 1 sagt bie Cavalieri > ist: schlafen, soviel schlafeii, wie man kann. Ter Haut bes Gesichtes kann man während dieies ^chlaies bei Tage seine besondere Sorgfalt zuwenden, indem man e« mit Tvläncll bedeckt, das mit Olivenöl getränkt ist. Das wichtigtte aber bei diesem Tagschlafe ist die Art zu liegen. Alle Muskeln sollen dabei gelockert werden. Hierfür (lagt die Cavalieri' fei das klassische Vorbild die Hauskatze. Wie bie Katze |ich hinlegt, wenn sie schlafeii will, muß man genau studieren und dann nachahmen: häufig streckt st- .fick^voll aus und Itrerft alle vier von sich. Tas ist das richtige Vorbild, denn in bieier Lage sind tatsächlich beinahe alle Muskeln spannungslos. Wer ttck nickt gleich in biei'e richtige Lage nach dem Vorbilde der Katze bringen kann, der hebe sagt bie Cavalieri', bevor er ttck enb- gültig hinlegt, bcibc Arme hoch aut, Ittecke ne in ben ^chutter- gclcnfcm und lasse sie bann aut« Bett lallen, als ob er idmxre Gewichte trüge, unO mit ben unteren QHiebmaßcn ist eben Io iu verfahren. Auch für bas Aufstehen nach der Beendigung dreies Ruhetages kennt die Cavalieri kein heileres Vorbild al» die Katze. Was tut sie, ehe sie sich erbebt? eie gähnt und tafelt ttch, und das (sagt die Cavalieri) ist das Wahre! Täj D */, Meteorologische Beobachtungen -er Station Gieße» öcn* i» Es sind nicht 22. 22. 10 10 10 23 23. 24. 1! 8« 2 2 2 Febr. 1912 £ S '49,8 <46,b -44,0 96 96 95 V •'S Regen Bed Himm6 biS 23. , 28. » SW SSW SSW w w So höheren Leistungen gegeben. Die Verhältnisse tm Reich 1909 übersichtlicher geworden. Wir können uns auch in mancher Fortschritt« rühmen, reform, auf die Gemeindesteuer Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein die Srüdi'eodeUtm^X*"^' Erspart viel Haushaltungsgeld! 5-o E K S> L =eO Üllfgebote: Fe B Karie Clemm, beit hcborcne: Feb trrtb «in Sohn, S p Ludiv. Wilh. Linl tvsrriibreibcraspiranl richtig.! yd) könnte hier noch die Frage des „Motu proprio" erörtern, wie dies in eingehender Weise in Preußen und Baden geschehen, rollt aber doch die Negierung hier ersucht haben, ihren Standpunkt zu dieser Frage darzulegen. sind seit der Finanzreform von politischer Beziehung in Lessen Redner verweist aus die Wahl- und auf die in liberalem Sinne geborene: Febi i Mer, Anna El Februar ---- + 11,1 * C. , =» + 7,6 eC Irl'gcbote: Fe gfiargardc Biesenr geborene: Fet - loäter, Kathanni * iabtnau H. eine gjj SeWJ.rV- e>n xterbesalle: nur für dringende Fälle sicher anzutreffen: Dr. Geyer, Seitenweg 64. Dr. Schliephake, Goetheetr. 44. — 11 ’-L- - ■ - flucht unserer Staatsdienstanwärter zu sprechen. die schlechtesten, die hier dem Lande den Rücken kehren. (Sehr weiter gebaute Stadt und Landqemeindeordnung sowie auf die Verwaltungsgcsctzc überhaupt. Er kommt dann aus die Land- 11,0 9,7 9,9 Sattler eine JL, .-int Tochter, ^tfnprbene. c r ä A-lw' S. 32 3*« 01 LzOitMdlE &■ @iö»W tc? Günther, Rangi 9,4 8,6 8,7 8.” Die nach- A pr7*A 8ind am Sonntag, 25. Febr. 1918. stehenden ävlulv von 12 Uhr mittag* bis il Lhr na-'t-t- Lnftscbisfahrt Püris, 23. Febr. Nach einer Blättermeldung bat der Aeroklub beschlossen, mit Unterstützung mehrerer an derer Fachvereinigungen Preise im Gesamtbeträge ton 500 000 Franks für die nützlichsten Erfindungen auf dem Gebiete des Flugwesens zu stiften. ÄLk» Ki-ti^E -jt Crum L j W1 -rebr fr ?V;toiann eine «abnarbeitcv •; M W1 'J 19 Dem v r S 20‘ Tem^ - Wichtig für Asthmatiker. Die Erfahrung des Herrn Hermann van der Berg in 8<'r muß ein Trost für alle Asthmatiker fein, indem ihnen ein Weg r zeigt, wodurch dieses lästige Uebel sofort gelindert werden kann Er schreibe Astmol Asthma Pulver hat bei mir vorzugi« gewirkt. Ich hatte ost schwere Anfälle von Atemnot, sobald i® ave» dieses Pulver gebraucht hatte, tourte ich sofort große Erlelchtenuw und werde es jedem Astbinaleidenden emvfehlen Astmol Asthma Pulver kostet die große Blechdose Mk. in Avotbeken erhältlich. Wo nicht vorrätig wende man na> an a«» Engel Avotbekc, Frankfurt a/M. ____1HZ Minister v. vombergk: Herr -i'r. L'iann bqt aut einen Gegenstand aus seinem Ressort hingcroicfcn. Es sei tndlntbt unzweckmäßig, im gegenwärtigen Moment aut das Motu propre einzugehen. Er könne deshalb nur kur; daraut nngehen 2ac pöpstucke Molu proprio greift, wie nicht weiter ausgeiührt z- werden braucht, wesentlich in staatsbürgerliche und bürgerliche hältnisse ein. Eine derartige kirchliche Verordnung könne nac> der hessischen Gesetzgebung und zwar nach S 5 ?lb|. 2 des Gesetzes vom 23 April 1875 keine rechtliche Geltung haben, ohne nac: Uche Genehmigung Von einer solchen staatlichen Genehmigung könne aber keine Rede sein, weil der päpstliche Erlag im Wider sprach stände mit dem fundamentalen Grundsätze der Bersasiuna. daß alle Hessen vor dem Gesetze gleich seien. Abg. Ulrich: „Wm zuweilen!"- Auch der Grundsatz des Gerichtsverfalsungsgesetzes ließe sich mit dieser Bestimmung nicht vereinbaren. 3ti einer, geordneten Staate könne es nicht geduldet werden, datz katbolischr Staatsbürger in ihrer Freiheit beschränkt werden, -bte Regie- rung habe bereits im November v. I. Anlaß genommen, frr bischöflichen Behörde den soeben dargelegten Rechtsstandpunkt m--. zuteilen. Eine Erklärung der bischöflichen Behörde sei bis ieft noch nicht erfolgt. i$>ört, hört.) Sie Ivar aber auch nach bet Fassung des Schreibens, das ja nur eine Rechtsdarstellung sein sollte, nicht erwartet. Es sei nichts zur Kenntnis gelangt, was darauf schließen ließ, daß die bischöfliche Behörde euren anderen Standpunkt einnehme, als der frühere Professor Heiner, der br gründet hat, daß das Motu proprio für Deutschland nicht gelle Diese Darstellung seitens eines Vertreters der päpstlichen 5hirit müsse ausreichen. Ta das Motu proprio Deutschland überdaur! nicht berühre, sei die ^lngelegenheit wohl von der hestisthen Nt gierung ebenso als erledigt zu betrachten, wie es von der babifdhr und preußischen Regierung geschehen ist. Abg. Brauer (Bbd.) gibt einen kurzen Rückblick aus bt finanzielle Lage des Landes und sagt, daß er die Zeit miterltt? habe, wo im Jahre 1898 gesagt wurde, daß wir im Gelbe schwimmen. Es sei sehr zu überlegen, ob für die Zukunst neu- Ausgaben aus unsichere Einnahmen aufzubauen seien Die Frnan; läge sei von Dr. Osann zu günstig geschildert worden. Man verdanke sie nur den Einnahmeir aus Den Ueberschüssen der Grien, bahnen. Tiese Einnahmen seien also vom Wirtschaftsleben cb hängig. Derartige Einnahmen müsse man daher vorsichtig bt*| urteilen. (Sehr richtig.) Er könne deshalb das neue Buvgrt nicht so günstig ansehen. Die Maßnahme der Regierung, baft sie einen Restewnds gebildet habe, sei freudig zu begrüßen. Ob: der Betriebskoesfizient der Eisenbahnen auf die Dauer so mebru zu halten sein wird, sei sehr fraglich Die Einnahmen aus bm Eisenbahnen seien deshalb so in die Höhe gegangen, weil die Schiffahrt zurückgegangen sei. Auf solche unsicheren Ginnabmm Ausgaben zu bewilligen, dafür wird wohl seine Partei nicht n haben sein. Den vorgeschlagenen Maßnahmen gegen die Steuer desraudationen stimme er zu. Ter Domänenakauisitionsionb- läßt keine Veränderung zu. Die Ausführungsbestimmungen des Staates zum Reichsviehseuchengeseh werden bei seinen Freunde, wenig Gegenliebe finden. Wer in Zeiten der Teuerung die Cefv nung der Grenzen verlange, kenne die Landwirtschaft schiech. Eine Grenzösfnung bringt fast immer Seuchen. Trotzdem die Grenzen geschlossen sind, haben die Preise für fette Schweine einen Tiefstand erreicht, der die Kosten nicht decke. । Sehr richtig.) An der Preishöhe sei der Zoll nicht schuld. Trotzdem in dm Zeiten der Dürre die Not der Landnnrte groß war, haben bi* doch keinerlei Forderungen an den Staat gestellt Er erroafot dies, damit es nicht heiße, daß sich die Landwirte stets an bat Staat wenden. Auch haben die Landwirte alle Ansorderunqm aus kulturellem Gebiete jederzeit bewilligt. Sic begrüßen aub die Neuordnung des Jmpswesens. Seine Partei sei bereit, die Vorschläge der Regierung zu prüfen und eventuell neue zu madjen Auch seine Partei sei für eine Vermögenssteuer zu haben, wenn auch das mobile Kapital stärker herangezogen werde. Ter Rcdn.. wendet sich gegen die Vorwürfe des Reichstagskandidaten 1: Strecker, daß es in erster Linie Pflicht der linken Parteien fei, die gemeingefährlichen Bauernbündler zu bekämpfen. (Sehr rührig' links 1 Es sei stark, einer Partei den Vorwurf der Gemein gefährlichkeit zu machen. Da die Presse der Linken Ent^egiumgea nickt ausnehme, so sei er gezwungen, dies von dieser Stelle ack zu tun. Seine Partei habe viel für den Mittel- und BauerntoN getan Besonders das Pluralwahlrecht bringe man aus btf tzchuldkonto seiner Partei. Aber die Freisinnigen hätten ja aid) daran mitgearbeitet. Nur das Pluralwahlrecht sei imstande, die Fortschrittspartei vor ihren roten Stiefbrüdern zu schützen iGrohe Heiterkeit.) Man dürfe die Wahlkreise in Oberhessen teilen tat man ,volle, sie werden stets agrarisch sein. (Abg. Ufa chnck: „Wir kriegen euch auch noch!") Um 1*4 Uhr schließt die Sitzung. Fortsetzung: Dienstiu 10 Uhr. Höchste Temperatur am Niedrigste „ , Niederschlag: 16,6 mm. Zu dem letztgenannten Zweck wurde im Jahre 1910 die Serie XIV unserer 4prozentigen Papiere geschaffen. Bon ihnen sind bereits 6 Millionen unter der Hand nur durch Eintrag in das Schuldbuch gegen bar begeben. Wir haben damit in der Klassierung, d. h. der Unterbringung zu dauernder, mter Kapttal- anlage ausgezeichnete Erfahrungen gemacht. Es |oll diese An der Begebung noch weiter geförbert werden. Aus diesem Grund haben wir amb in den letzten Tagen einen Teil der etnt ab gezweigt und mit günstigeren Kündbarkeitsbedingungen aus- gestattet. . . Wir sind in sorgenreichen Jahren nach roic vor durchdrungen von der Pflicht sparsamen und vorsichtigen Haushaltens, wir wollen uns aber auch frei wissen von ungesundem Kleinmut. In io learteter Arbeit rechnen wir auf Ihre unbefangene und verständnisvolle Mithilfe zum Besten des Landes. (Bravo.) _ Um 1311 Uhr bittet der Präsident, der Herr Fmanzmmtster möchte seine Rede unterbrechen, da sich der Vorstand der Kammer zur Ueberreichung der Adresse zum Großherzog begeben muß. Um 11 Uhr wird die Sitzung sortgesetzt, und es erhält das Wort der Abg. Tr Osann (natl): Tie Ansichten des Fmanzaus- 'chusses über die gegenwärtige wirtschaftliche Lage in .Hessen sind in der Einleitung zum Budgetbericht niedergelegt. Ich habe jetzt die Ausgabe, namens meiner Partei deren Anschauungen zu dem Voranschlag 1912 darzulegen. Die Ergebnisse des Gtaisjabres 1910 liegen jei-t vor uns. Wie überaus trüb waren die Verhältnisse in dem Voranschlag 1910 geschildert worden. Wir fragen, war diese Darstellung damals gerechtfertigt, und imr munen dies umsomelw. 'ragen, als gerade diese ungünstige Mitteilung über unsere hessischen Finanzen uns schweren schaden gebracht hat. Der Schaden bestand darin, daß man, wie auch der Herr Finanzminister ausführte, an der Leistungsfähigkeit unseres Landes zu zweifeln begann. Dieser Zweifel an'der Güte unterer Anleihen hat denn auch in dem niedrigen Kursstand unserer Papiere Ausdruck gesunden, wie ja gleichfalls der Herr FlnanzmiNlster darlegte. Jedenfalls haben die tatsächlichen Ergebnisse einen anderen Verlaus genommen, denn wir haben das Budget 1910 nicht allein ins Gleichgewicht gebracht, obwohl wir die von der Regierung vorgeschlagene Steuererhöhung aus etwa die Halste berabaebrüdt höben, sondern wir haben gar aus dem Jahre 1910 heute einen Ueberschuß von Mk. 2103 478.33 zu verzeichnen. Auch die herabgesetzte Steuererhöhung im Jahre 1910 hat alio noch überaus günstige Ergebnisse gebracht. Ja, wenn damals die Regierung etwa den Plan gehabt hätte, es solle aus der Steuererhöhung nicht allein die Schuldentilgung bestritten, sondern auch die Erhöhung der Beamtengehälter durchgesührt werden, dann wäre die damals geplante Steueransorderung begreiflicher gewesen. Der Landtag muß wissen, für welche Zwecke die Gelder Verwendung finden sollen. Die bessere Gestaltung der hessischen Finanzen hat in dein Jahre 1911 angehalten und ist in das Jahr 1912 übergegangen. In den Erträgen der Eisenbahnen haben wir ganz enorme Fortschritte gemacht. Selbst die Gegner des Gemeinschaftsvertrages, die Anhänger seiner Revision, müssen zugeben, daß die Ergebnifi'e unserer Eisenbahngemeinschast durchschnittlich glänzende waren, und daß das eine Jahre 1908 mit seinem Minderergebnis nicht geeignet ist, einen starken Schatten auf die übrigen 16 Jahre des Bestehens des Gemeinschastsvertrages zu werfen. (Sehr richtig.) Auch die Steuern bilden ein Kriterium für die Besserung der wirtschastlichen Lage. Für 1910 war die Einkommensteuer auf 13184 125 Mk. veranlagt: sie ist für 1911 auf 13 519 121 Mk. veranlagt, also über 500000 Mk. mehr. In der Vermögens- sowohl als auch in der Einkonrrnensteuer hat sich die Anzahl der Pflichtigen verniehrt, und ein Aufsteigen aus niederen Klassen in höhere hat stattgefunden. Aber auch andere Anzeichen wirtschaftlichen Vorangehens, insbesondere auch in der Industrie und dem Handel mehren sich. Die Mainzer Handelskammer berichtet in den letzten Tagen von einem erfreulichen Aufschwünge im Hasen. Bei dieser Sachlage darf die Hoffnung ausgesprochen werden, daß die Stadt Mainz, welche im Jahre 1911 einen Rückgang an Einkommensteuer von 7505 Mk. zu verzeichnen hatte, im nächsten Jahre sich wieder erholt und dem Beispiel von Ossenbach nacheisert, daß vom Jahre 1910 aus 1911 an Einkommensteuer allein 97 669 Mk. mehr ausbrachte. Tiefe Fortschritte auf wirtschaftlichen Gebiete lassen sich noch durch Nachweise aus Darmstadt, Worms und Gießen vervollständigen. Tie reichste Stadt des Landes bleibt immerhin Darmstadt, das an Vermögen seiner Einwohner 584 Mill Mark versteuert, während Mainz 512 Millionen Mark ausweist, obwohl es 23 000 Einwohner mehr hat. Rheinhessen kann also nicht mehr als die Kuh bezeichnet werden, die von den anderen Provinzen gemolken wird. (Heiterkeit.) Sind auch die allgemeinen wirtschastlichen Verhältnisse als günstig zu bezeichnen, so trifft dies nicht auf die mittleren und kleineren kaufmännischen Geschäfte zu, auch nicht auf das Handwerk. Das Handwerk, insbesondere das Bauhandwerk ist nicht voll beschäftigt. Die hohe Stempelabgabe für den Verkauf von Häusern wirkt drückend. Wir hätten eine gute Unterlage unserer finanziellen Verhältnisse, iDcmt sie nicht mit den beiden uns bevorstehenden Ausgaben der Beanttenbesoldungserhöhung und der Schuldentilgung belastet wären. Wie die Frage der Beamtenbesoldung gelöst werden soll, dafür haben wir noch keine Gewißheit. Man fragt sich, ist denn die Notlage der Beamten der Regierung nicht bekannt? Jetzt hört man von einer prozentualen Zulage, allerdings sei sie vom Staatsministerium wieder verworfen worden. Eine organische Regelung ist vorzuziehen, durch die auf Jahre hinaus eine definitive Gestaltting erfolg.t Erhalten wir ein Provisorium, so haben die Klagen und Bescltwerden kein Ende, wenn man nicht allein au ein Beamtentum Anspruch erheb!, das seine Pflicht erfüllt, sondern das auch mit Freudigkeit seinen Dienst tut. Auch aus die Lage der Pensionäre sei hingewicsen. Es fragt sich, ob wir die Steuern ergiebiger gestalten können. Ich spreche nicht von einer Steuererhölmng, sondern von einer Ausgestaltung der Steuer. Wir sind sozial rückständig, daß wir das von dem so viel verhöhnten preußischen Landtage eingeführte gesetzliche Kinderprivileg noch nicht haben. In der Steuerverwal- timg können noch größere Ergebnisse erzielt werden, wenn in der Steuererklärung wirklich der Wahrheit entsprechend von den Pflichtigen verfahren werden würde. Wenn wir sehen, daß im Jahre 1910 477 Personen wegen Defraudierung der Einkommensteuer, 155 Personen wegen Defraudierung der Vermögenssteuer herangezogen wurden, daß an Strafen bei Einkommensteuer- Defraudation 177 505 Mark, an Vermögenssteuer 6929 Mark verwirft wurden, so müssen doch solche Zahlen )d®n_ ins Gewicht fallen. Damit man aber den Dingen auf die Spur kommt, möchte ich die Regierung ersuchen, neben anderen Gefichtsvunften auch für die Erbschaftssteuer einzutreten. (Sehr richtig.) Jetzt hat man in Preußen den Vorschlag gemacht, Freiheitsstrafen au wissentlich rückfällige Steuerhinterziehung zu setzen. Auch aus dem Bad-Nauheirn müssen wir einen höheren Gewinn zu erzielen suchen. Wir haben dem Herrn Finanzminister weitere 50 000 Mark mit schwerer Mühe abgerungen. Zu neuen Einnahmequellen könnte aber auch eine Abgabe gestaltet werden, welche den Lnpothekenbanken mit mündelsicherlm Pfandbriefen auferlegt werden könnte. Auch wollen wir die im Jahre 1910 begonnene Sparsamkeitsbewegung nicht einschränken. (Sehr richtig.) Auf eines aber sollte bei der Vereinfachung der Staatsverwaltung noch mehr Rücksicht genommen werden: das Aufrücken der mittleren Beamten in höhere Stellen. Damit wäre auch bet Ansporn zu Werner Breuers Wahres war das Ergebnis zirka 1235 Millwnen gewesen, alw rtiueb bei einem Vergleich mit dem Vorjahr ergibt sich ein Mehr von fast 150 Millionen Mark. Angesichts solcher Zahlen muß rein finanziell betrachtet durchaus anerkannt werden, daß die im Jahre 1908 9 allseitig an* gestrebte Reform der Reichsfinanzen in erwünschtem Maße erreicht worden ist. Ob man dabei überall die richtigen Wege gegangen ist, oder ob nickt die Vorschläge der verbündeten Regierungen vorzuziehen gewesen mären, darüber möge man sich, wenn man es noch für nützlich hält, im Reichstag unterhalten. Tort ist es ja auch schön reckt ausgiebig gesck>ehen. Im Rahmen des mir heute an dieser Stelle Obliegenden habe ich lediglich den finanziellen Effekt und weiterhin die erfreuliche .^Tnttache festzustellen, daß mit der Beseitigung der unerträglich ^gewordenen Fehlbetragswirtschaft des Reichs ganz besonders auch (den Bundesstaaten ein großer Tienst erwiesen worden ist. Aut die Tauer ist jede gedeihliche Landesfinanzpolitik undenkbar ohne gleichzeitige Gesundheit der Reichsfinanzen. Deswegen Haden wir | JMS st*« fei ^chland 4'. Milche k ^^lchland faS ” von btib^| ien Rückblick t er die ZeÜ^ H nur ic , >ur die Mr, '"lnen. Tie^I / worden. 3UJ beMssen der f I WirtslhastSIkivL daher vorsch-I llb das neue »Ji .der RegieruL D ”9 iu begrüß I die Tauer io - H Einnahmen e gegangen, d I uniichmn Giniei seine Partei ^en gegen die cJI aanenakauisitiorWl in35be|timmun;:1 1 bei seinen ynM j er Teuerung duD üandwirtschait W jwaiikefz ÄS? Die neue Muster-Kollektion von Tapeten und Borden ist fertiggestellt und enthält eine grosse Auswahl von modernen Neuheiten in allen Preislagen. Besorgung aller in das Bankfach einschlagenden Geschäfte Insbesondere An- und Verkauf von Wertpapieren und aunl. Geldwerten Dlnkontierang und Einsog von Wechseln, Scheck* uww. Einlösung von Kupon* und Dividenden- wcheinen t Wochen vor > crrall Ausstellung v. Kreditbriefen, »evlwen e*w. Eröffnung laufender Rechnungen Beleihung, Aufbewahrung und Verwaltung von Wertpapieren Konten!. Kontrolle verlosbarer Effekten, Versicherung derselben geg. 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Adolf Wehl, E.iilarzt, mit Gertrud Eichenauer, beide in Giehen. — U Rudolf Schmied, Sckwei-er, mit Justina Riedmann, beide. . h heuchelbeim (Kreis dicp.cn — 21 Heinrich HirdeS, Stein-1 „ in Wetzlar, mit Elisabeihe Sc' ' ‘ fttl Arbeiter, mit Anna Reibel, beide in Frankfurt a. M. rheschlietzu ngen: Februar 17 f-"—A “••• erfdunieb, mtt Hedwiga Davpcr, beide in Giehen. mit Kalhartne Meyer, beide in Fnedberg — 20. ?^reas Eisen- hahre alt. bicAer, Brauer, mit Auguste Möbres, ktbc in . Sdiottcn. Geborene: Februar 10. Dem Maurer Wilhelm Becker fr b c f ch 11 c fc u n fl e n: Februar 11. Karl F-ritz, Maurer- ÄÄ in 'Kbi«e^r^'!- Z* "TÄnrn 9«. Schrbb« 'niebn^tafiabt.‘ 4 monate1 alt. - 19. SeäniA Skisci. o'rchh Lepper IV. ein ^hn vier Sterbesälle: Februar 21 Margarete Arber m Krnzen- Lamilirn-Nachrichten UUS anderen GkteN. Sterbesälle: Februar 16. Elfflwethe Ernhüuier, 61 jQ^IC a(t _ 22. Ltto Horr rn Launsbach, 1 Jahr alt. I Verlobte: Fräulein Katharine Müller in Erbenhausen se für i'ette"-2 Monate alt. - Laubach. mit Herrn Heinrich Müller in HeimertShause". . l dcckc 'tlr'"'' I '■ VeUttN. t ß. . r, . I qf .,<««. h n t e ■ Februar 13 Wilhelm Beuth, Zementarbeiter I 65 e ft o r b c n e : Fran Elise vchndt Witive »n Lorhenn. — - - •*- ““------'T'-™ ----- ««*«’> ®*n Aus geb ^/rin äÄTr^d, k°rr Johann--Lau, in Appenrod. - v-rr W ih-dn Th°ch ... StcrbesäUe Februar 11. Marie Lauster, geb. Müller, Michelbach. - Fräulein Margarete Wahl in ""Eer-Schwar^ - 45 Fahre alt 18 Heinrich Konrad Göbel, Rechner, ^an eitfe Rnafac, öeb. £>anlel,f.;"3r«l«tolnbo^^. - Stmt te V , Freifrau v. Lebinann, geb. Willick, genannt v. Pollnitz. in Darin- 61 Jahre alt. Iftabt. — Herr Fritz Weber in Hochelheim. — Herr Joh. Zehner m tlb ItÄU Geborene: Februar 11. Dem Maurer Karl Konrad Stein gro6 roar^Tochter, Anna Elisabetha Katharina. qeftPllt 6t all vüdmgen. lanblmrte ftttiAufgebote: Februar 17. Wilhelm Hofmann, Tierarzt, te alle AnsortLM tii Marie Clemm, beide in Büdingen. ~ Geborene: Februar 10. Dem Schrerbgehilsen Wilhelm i <> h f i* di i i f n u n a ( n: Jatod Weicker. Poilteimenler n. Bare Vvtzdach. . , . - r I Kamerun. Te»usch.Se^-Afrika Nil i.L,iabc:d.-Marie Lilbelmm- Aniaebote: Februar 7. August Wilhelm cim Bellos e,ne Tochter, Schm,- d. mit Ltna 5tun,qund 19 Lbriftian Alexander FuckS, Schreiner rn Butzbach m.t um Sterdesäll. Februar 16 Amai, -dxiad, (>8 sabre Lohn in Lsfenback a M. —20 ^iwnn Peter 61l _ 21 Marl Äteümg, Fürstl Sol,n>'cker «cntmetflet t. T, Werkmeister in Reu Isenburg ifcici» Lifendach a. M , mtt CIna 1 „g ^llt I . d e s ch l i c hu n g e n ^bruar 17^ JultuS Battb, Datcker, ^cbottnC: Februar l^Tem pxonncr ®uüaü «ertrmt Vitbel, ^ein*|mit ^b'n^^>9.ini>m^D^T!eutnant Julius Paul eine Tochter. Elsrtede Margarethe Matthä chmidt rn Gtetzen. — «lbe^ Ekistian Mat^aS Heinrich Scriba eine Tochter, EUriede £onborf. , beide IN ^ranffur: a. M. !Johanna Paula i.aura Lnü'e —17 Tem Werkmeister Martin Eheschließungen "fbruar 18 ^ati Appel, cdMÜP Hetnrrch Nunge.I cinfzIod)ter eifnebe Lina Marie Anna El',e Margarete. \mQ^Xt mtl Glifahetbe Psein. beide in London JTVh - 18. Dem Schlosser Adolf Albert Stratzner ein sohn, HtiN- Nidda. . coriRH KÖCMLIN macht ter ^ngL tarnen - Jiostiime f-SR» Kiel d 15 (Marktplatz 1820) 15 pfg., in Litten d. 50 St. = Mk. 7.25 40 Lrlephon 181 01423 > Larmol tut wohl! r zu billigsten Preisen Eigene Werkstätten Langjährige Garantie A. GRUnTEBAUM Bahnhofstrasse 35 Möbelmagazin 502 Bahnhofstrasse 35 Schneesternwolie ■— ■ — — - _ — Fr Fr Fr Fr Plt-Giessen Plt-Gikssrn Flt-Girssrn Flt--Gik83kN 12 10 8 12 10 8 „ 50 „ 50 „ 50 I Ljggrren-Ymport und Verland Llgarren-Import und Verland (Lrandplatz 1775) (Srltrrsderg 1840) (Jrftung 1772) Sortiment hkrvorrogend milder, aromotjschkr Sumatra Zigarren lhöchste Leistung der Fabrikation, bevorzugte iQualitötsmarhrn Bei Erkrankungen a Schmerzen.Gicht. 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