Ur. 277 Erstes Blatt 162. Jahrgang Samstag, 23. November 1912 SietzenerAnzeiger Lu Otetzener Mzetgei *rict)ftni tafllid, ouiex Senntagfl. - Beilagen ? trrmal rodtbentlid) »letzenerFamiliendlätter jT»timal irÖcbenil.Krels- Nall|BrbtnKrti$6itfcen <2t'!bt Lopss Fruchtbarkeit ist sprichwörtlich. Er hat allein 1800 Tramen und mehr als 400 geistliche Festspiele, gesä-ricben, von denen 470 Stücke und Spiele erhalten sind. Viele Arbeiten von ihm gehen wohl unter falschem Namen. Man Hal geschätzt, daß Lope 20 Millionen Verse g schrieben habe: die Hälfte davon wird man ihm jedenfalls zugestel»en müssen. Vollendete er wohl au di kein ganzes Trama „vor dem ^rüb^tiic^', wie man gesagt, so hat er doch selbst behauptet, hundertmal ein Stück in einem Tage veriaßl zu haben. Tie Mängel dieser Geschwindigkeit, die schon mehr X)ererei ist, tun sich in vielerlei Flüchtigkeiten kund. Tie Tramen haben etwas Improvisiertes Aber was seine Phantasie geschaffen, Hal unzählige spätere Trchtcr genährt. Mil dem 'Namen „Lope" bezeicirnfte man ganz allgemein das Beste, und es gab ein von der Inquisition 1647 unterdrücktes Glaubensbekenntnis: „Ich glaube an Lope de Vega, den Allmächtigen, den Dichter Pimmel» und der 'jrben". Lope bedeutet für Spanien, was Sl-akespeare für England: sein größtes Nationalgenie: wenn er nid)t dasselbe für die Welt bedeutet, wie der Brite, so liegt das daran, daß er spanisch ist, daß er sich vor allem an seine Zeit losen, wie die türkischen Auswandcrerfamilien mit ihrer armseligen .vabe heimatlos in langen Wagen - frechen auf der Straße lagen und ihr bedrängtes Vaterland ihnen nur unzureichend die Wege zur Weiterexistenz zeigen tonnte? Ein deutscher Offizier sah das und schrieb, nie sei. ilM bas Dichterwort so zu Herzen gegangen: „Der Menschheit ganzer Jammer faßt mich an." Si£ Unglücklichen trugen ihr Geschick, wie von verschiedenen Seiten berichtet mirb, mit Ergebung nnb Würbe. Ueberbmupt wirb von des türkifckwn Genügsamkeit und Gutmütig kit jetzt mancherlei Erfreuliches berichtet, und die Befürchtungen uor Massenausschreitui'.gen gegen die Christen waren, wie es scheint, grundlos. Da die Achtung vor Menschenrecht und das Mitgefühl für nationale Not in der Politik nievt gänzlich aus geschaltet werden sollten, so darf man sie dem e Enteignung voll- die Lebens Möglichkeit in jeselltc. Bon dcr Wiege an war Lope de Vega Carpio ein .-Wunder Natur", wie ihn später die staunende Welt nannte. Mit fünf fahren svrack« er schon lateinisch und machte Verse: da er noch niidrt nicht schreiben konnte, mußten sie die größeren Kameraden hin ihn auszeickmen und erhielten dafür sein Fruhstücksbrot und L'imc Spielsachen. In der <5d;ulc der Theatmer zu Madrid galt er als Phänomen: er lernte, sang, tanzte und iixbt gleich un ubtrtref stich. Sein Vater, von dem er die -tiditcrgahe geerbt baute, starb früh und Love benutzte die größere die er bcJurdi erlangte, um sich die Welt anzusehen. Mit einem freunde ■ning er hinter die Schule und über alle Berge, bis die beiden Msreißer in Segoia bei dem Versuch, eine Goldkette zu versetzen, mitgenommen und zurückgebracht wurden. Um diese Zeit, d. h. nmt 10 Jahren, übersetzte Lopc das Gedicht des Clandian „Vom c-nders geartete Euteiguungspolitil, um später ilyre nationalen Ziele zu verwirklichen und die Sozialdemokratie soendet ihnen Beifall, indem sie die serbische Politik in- tireft fördert. Aber ivird bann jetzt nicht in Osmanenvolke von ganzem, Herzen entgegenbringen. Wenn es der Kulturfortschritt in Mazedonien war, der ben Eroberern am Herzen lag, als sie den Krieg eröffneten, so 'wirb es schwer, zu glauben, baß ihm die Flüael verliehen sind, über diesen „Hauch der Grüfte" jemals in voller Reinbeit hinwcgzukommen. Ter äußere Schlendrian im türkischen Reich war groß, aber was das Seelenleben dieser Menschen angelft, so haben die christlick>cn Völker wohl wenig Recht gehabt, die Zöllner pharisäisch von ihren Sitzen zu bertreiben. Wie ein Hohn mutet es heute an, daß Herr Poincars, der „Schutzherr der Christenheit im Orient" — ein Mandat, bas jyranfreid) übrigens bestritten nr.rb und schon insofern ihm nicht eingeräumt ist, als bekanntlich die meisten Mächte durch Entsenditng von Kriegsschiffen für ihre Angehörigen selbst gesorgt Haven - ber türkischen Regierung ans Besorgnis vor Gewalttätigkeiten eine Ver- mabnung und Drohung geben zu müssen g.aubte Iünrxihr, unsere abeitdländrsche Multur hat bei den Vorgängen der letzten Wochen keinen Staat gemacht, und die M.agen des Olroßwcsirs Miamü über die Parteilichkeit und Ungleich beit des Maßstabs ber europäisck-en Großmächte sind ganz wahren Empsinbungeu entsprungen. Die Habsburger Politik kommt der Türkei nur wenig entgegen. Sie crtlart sich für den Grundsatz: der Balkan den Balkanvöllern und will Albanien als selbständiges Fürstentum, nicht unter ber Souveränität des Königs Peter, sehen. Allem Anschein nach wird diese Politik siegen. Serbien ist isoliert namentlich die wiederholten Mahnungen aus England sollten es endlich ernüchtert und überzeugt l aben, daß es die gewünschten Häfen am Adriatischen Meere nicht erlangen kann. Selbst in Petersburg hat man nach Belgrad hin abgewinkt. Sesterreich, Deutschland und Italien halten fest zusammen, und es scheint nicht schwer zu sein, über die albanische Frage ins Reine zu kommen. Will Serbien der Welt trotzen, so wird niemals eine getvaltsame Zurechtweisung m ehr gerechtfertigt erscheinen als hier. Die von dort ausgegangenen 0>räücl schreien ohnehin zum Himmel. Wie würde aber die Lage dann gestaltet worden sein, wenn die deutsche 'Politik den Grafen Berchtold sich selbst überlassen hätte, wenn die Panslawisterr Oberwasser erhalten hätten, die ja so gerne 511111 Schwerte greifen, sobald die Gelegenheit nur günstig ist? Die Kriegsgefahr wäre näher gerückt getreten, und Deutschland wäre vielleicht doch später notwendig in die Angelegenheit hineiugezogen worben. Dieser Ginfießt hat sich offenbar auch bas „Berliner Tageblatt" nicht entziehen können, und es hatte sich darum gegen harte Bonrürfe des oft mit ihm gemeinsame Wege man» delnbeü „Vorwärts" zu wehren. Es verlohnt sich, von der Polemik der beiden Blätter Nothz zu nehmen, denn das „Berliner Tageblatt" gehört erwiesenermaßen nicht zur Panziwplattenpresse. Es hat mit wenigen Sätzen den „sogenannten Auslandspolitiler des „Vorwärts", der in lindlicher Ahnungslosigkeit die Geschäfte der russischen Reaktionäre und der panslawistischen 5tli g-Mreiber besorge", ganz treffend ab gefertigt. Es wirke, so heißt es da noch zum Schlüsse, „immer wieder sonderbar, daß die sozial- bemofratiidyv Partei gerade die publizistisä-e Behandlung der Äiiditigsten Auslandsfragen zumeist unklaren Wirr- köpfen überlast". Uns wundert dazu iwch, wir wiederholen es, die Gleichgilltigkeit und Gelassenheit dieser Partei, womit sie bei der Absteckung ihres politischen Weges an den haarsträubenden UnMenschlichkeiten der Serben und an deren nationalem Dünkel vorübergeht. Da der neu gefestigte Dreibund durchaus im Interesse der deutschen Politik ivirksam ist und sehr erheblich zur Erhaltung des Weltfriedens beiträgt, begrüßen wir den österreichischen Thronfolger bet seinem Besuche in Teutsch- • land mit größter Sympathie. Die österreichische Poli.il Raube Der Proscrpina" in trefflich? kastilische Verse, und das früheste Theaterstück, das von ihm erhallen ist, „Ter getreue Lieb habcr", stammt aus seinem 14. Jahre: es konnte mal er mit allen Chren in feinen gesammelten Werken glänzen. Tie erste Jünglingszeit Lopes ist von Legenden bitte umwnchert. Mit 21 Jahren ist er Geheim sekret är des Marquis de las Navas und in jene Leidensdxlst oerftritfl, die er in recht verklärter Weise in seinem Roman „Dorottea" gemalt hat Snne Sdwne, Siena Osorio, mar die Toditer eines Theaterdireklvrs, und so der Dichter mit der Bühne durch seine Werke wie burd) das Herz verbunden. 1588 wird er auf 2 Jahre aus Gaüilien und auf 8 aus Madrid verbannt, nidit wegen eines Tuells wie man angenommen, sondern weil er obszöne Sckrmähschnften gegen die längst entthronte Geliebte verbreitet. Ilm einer neuen Liebesgeschichte willen trotzt er dem Bann und seht sich kühn der Todesstrase aus: er entführ^ aus Madrid Isabel de Urbtna, heiratet sie und flieht auf ein Schiff der berühmten „Unu'oecivmdlichen Armada", mit bereit Trümmern er in die Heimat feprt. Inmitten ber furchtbaren Kämpfe und wilden Orkane bleibt ihm Zeit, 11000 Verse seines §pos „Tie Sdwnheit ber Angelika", einer ^onsetzung bes „rasenden Roland", zu schreiben. Nack; diesen aufregenden, aber dichterisch fruchtbaren Abenteuern läßt fick; Love in Valenzia nifber unb begründet feinen Ruf als Theaterdichter. Taneben ven'aßt er feinen berühmten Sd'äserroman „Arkadia". 1595 stirbt seine Iran: er tröstet sich rasch, hat mehrere Geliebten, die er im Liede unsterblich macht unb derentwegen er mit der'Polizei in Konflikt gerät, unb heiratet 1597 von neuem. Diese Herzensaffären unb Skanbale hindern sein Dichten aber nickt im geringsten. 1598 ersche.nt als das erste große Werk, das seinen Namen trägt, das „Trachenlied" in 10 Gesängen, eine wilde Schmähung bce englifdien Seehel den Drake, des grimmigsten Ieindes der Spanier, den er als den babplonischen Drachen brandmarkt. Tie gleiche Wut gegen alles Spanien feindliche atmet das religiöse Epos „Tie tragische Mrone", das die Königin Elisabeth als eine Isebel und Athalie m den Kot zieht unb Maria -5 tu art als Märtyrerin preist. Sein frommes, anmutiges Epos „Ter heilige Ifibor" machte ihn zum Liebling des großen Publikums, uadHem er ber Tichler der Schöngeister fchon durch die „Arkadia" geworden. Tas religiöse Gefühl, das iid) hier ausspricht, führt ihn zu frommen Brüderschaften, zur Inquisition: 1614 wird er Geistlicher. Aber fein heißes Herz reißt ihn weiter in Liebschaften und Sßernricflungen. Tr klagt sich (Ein Ztillstand des Krieges. Auf den Feldern von Tschataldscha^ sck;eint eine kurze Waffenruhe eingetreten zn fein. Die Türken melden von dcr Heranziehung neuer Streitkräfte aus Asien ' In So fia hat die Ablehnung dcr Fricdensbcdiiigungen durch das türkische Kabinett anscheinend keine besondere Ueberraschung hervorgerufen. Tas auffällige Bestreben Bnlguricns, den Abschluß des Friedens zu beschleunigen, l/errscht auch heute vor. Wir erhalten folgende Meldungen: Tas Rcutersche Bureau meldet aus Sofia : Der M i nifterrat hält eine besondere Sitzung ab, um die türkische Mitteilung zu beraten. Es ist wenig wahrscheinlich, daß die Feindseligkeiten sofort wieder aufgcnomwen werden. Nach gcw-issen Andeutungen wird Bulgarien eine versöhnliche Haltung einnehmen und die ursprünglichen W a f f e n st i l l st a n d s b e d i n gu n g e n a b ä n • dern. Konstantinopel, 22 Nov. „Saba h" sagt bei der Besprechung der Friedensvcrhandlungen. Vor allem müssen die vier Balkanstaateti dem Prin-ip der Aufrechterhaltung b/t*r Türkei als europäische Balkan macht zustimmen. Bei Zulassung dieses Prinzips gelangen die Verhandlungen leicht zum Abschluß. Wir wünschen den Frieden, jedoch dürfen die Opfer, Die von uns verlangt werden, nicht unsere Lebeits- intcressen preisgcben. - - In der Sofienmoschee sind immer noch mehr als '2000 Flüchtlinge, Verwundete und Kranke Präsident Danew, der Gehilfe des Generalissimus, Sawow, und der Ehcf des Generalstabs, Fitschew, wurden von Bulgarien mit den W a f f e n st i l l st a n d s v e r h a n d l u n g e n betraut und reifen unverzüglich nach Tsck;ataldscha ab, um sich mit den türkischen Delegierten zu besprechen. Die griechische Regierung hat ihren ^'sandten in Sofia, Panas, und, den Militärattache Frantzis, der sich gegenwärtig int bulgarischen Hauptquartier befindet, zu Delegierten für den Abschluß des Waffenstillstandes bestimmt. Serbien und Montenegro werden sich durch Bulgarien vertreten lassen. ?ldrra gönnen und erleichtern möchten Tas tun die Sozial temokratcn, deren große Friedensversammlungen nur rnien schlecht durchdachten politischen Zweck H it en: Laßt bk verbündeten Balkanstaaten machen was sie wollen, w i r »ollen damit in Frieden gelassen werden. Früher hat bk Sozialdemokratie öfter die internationale Oü'rechtig- l'it im Munde geführt und gegen manckierlei Gräuel und Verletzung der Menschenrechte protestiert, denn sie wollte ja die internationale Aufsicht sichren und dem nationalen Egoismus, wo er sich agressiv breit mache, mit allen Rcit- tfln zu Leibe gehen. So muß man sich denn heute natürlich darüber wundern, daß die serbischen Eroberer die sozial- beinokratischen Sympathien genießen und daß die inler- 1 ationale Polizei so duldsam gegen die Balkand)auvinistcn i t Serbien ist eine Monarchie, und Herr Pasitsch unb die Leute um ihn — eingefleischte nationale Militaristen — tue eben für beit Zulunftsstaat nicht bie kleinste Münze beisteuern Zubem ist es heute eine erwiesene Tatsache, baß bie Belgraber Politik in Albanien bie Ausrottung der fcpi Hgen Bevölkerung erstrebt. In wem lochte es nicht l or Heißenr Zorn, wenn er die wenig bezwcifelbaren Berichte cfanitter Persönlichkeiten las, wonach serbische Generale Ibanische Gefangene in Reih unb Glieb antreten ließen, um bann bie Wehrlosen mit Maschinengewehren nieber- üallen zu lassen? Was ber Belgrader amt.ichc Telegraph in die Welt schickte, klang ime eine dreiste Bestätigung ter Angaben, daß auch Frauen unb Siinber bent gcwalt- simen Massenmord überliefert worden seien. Gewiß, dieser Krieg hat entsetzliche Leiden und Vernichtungen über die S.'kcnschhcit gebracht, und man kann sich kaum bie Qualen vergegenwärtigen, die ber Anblick ber Schlachtselber bei l'Uele-Burgas unb Tschatalbscha jcbcm menschlich Empfin- beubfu verursack>en mußte. Mer das alles ist doch noch nichts gegen den gemeinen, planmäßig verübten Masscn- iirarb gegen Wehrlose, rote er in Albanien vorgekommen ist In Preußen ereifern sich die angeblichen Verfechter t-»r Menschenrechte gegen die zwangsmäßige Enteignung polnischer Gutsherren, bie aber dock; nicht bariu besteht, daß man bie Besitzer ohne Entschädigung von Haus und Lwf treibt. Nun — die Serben betreiben eine ganz eigne, konnte ohne EIchütterung die Be> In foldyn Versen hat Grillparzer, ber grüßte Verehrer, der lintbecker des „Phönix von Spanieu" für Deulsckland, Love de r3tga gefeiert. Er hat diesen spanischsten aller Poeten imicrcr । Literatur erst cigcntlid) g-eidKult, hat itni unter uns beim idi ge lacht unb uinlndi in seinem eigenen Schaffen ein Mutter aub lestellt, wie cm Gronn sich einem Größeren Inngcben kann, ohne l’idi ihm ganz zu ergeben. Auf immer steht für uns Die meutere unb zartere, menschlich, zeitlidi und räumlich fo viel naher genickte Gestalt des Wiener Meisters neben der stolzen, m md- .idier Glut unb Leidenschaft leudiivuben Ersdxnnung des .vibalgo, mb wir gedenken bantbar der unermüblichen Arbeit unb Be Eerung, bie Grillvaizer baran g-noanit hat, dies ratulteile .Wunder der Natur" und der Dia rung uns begreiflich unb wert hu madk'n 'btit dem Spanier Augustin Duran zusammen bat : Sdwvier ber „Jüdin von Tolesv" jene Lovo Renaißance kiaufgciübrt, bie seinen Lanbslenten ihren lange nergenenen nähten Dramatiker wieder gab und ihn in der Geidnckte der ü' .ltlileratur den Genien eines Stekespeare, Moliere und Ld;iller (fin bulgarisches Dementi. Sofia, 22. Nov. Die Agence Bulgare tritt den Meldungen entgegen, wonach die bulgarischen Truppen iin dem oder jenem Kampfe enorme Verluste erlitten «hätten, die Cholera Verheerungen in der bulgarischen Armee anrichte und bulgarische Soldaten gegen türkische Ver mundete Grausamkeiten verübten. Diese und ähnliche.Erzählungen seien von gewissen ausländischen Berichterstattern, die infolge der strengen Bestimmungen des Reglements über den Informationsdienst oder.wegen der Verletzung militärischer Vorschriften von Mustafa Pascha zurückgeschickt und enttäuscht waren, keinen Informationsdienst in großem Stile machen zu können, erfunden worden Die Agence Bulgare verwahrt sich dagegen, daß gewisse Korrespondenten, obwohl in Sofia tätig, ihre Depeschen aus dem Hauptquartier datieren, um ihnen den Anschein einer kompetenten Quelle zu geben. Ein Telegramm des türkischen Flottentommaiidantcn. Konstantinopel, 22. Nov. Ein Telegramm des Flottenkommandanten vom 21. November besagt: Am 19. November, 9 Uhr abends, fand in der Umgebung von Kglikratia ein Kampf zwischen bulgarischen Jägern und türkischer Infanterie statt. Um 103i Uhr war der Feind, der für die Jäger Laufgräben aufzu- werfen versuchte, zurückgeschlagen. Der Rest der Nach! verlief ruhig. Am 20. November um 1 Uhr nachmittags feuerte der Panzerkreuzer „Hair Eddin Barbarossa" gegen Arnautkoej einige Granaten auf feindliche Infanterie ab, die sich gegen Papas Burgas zurückzog. Jedes Geschoß traf. Der Kreuzer „Hamidie" ist hierher gebracht worden. Seine Beschädigungen sollen nicht beträchtlich sein Der Kampf zwischen dem Kreuzer und den bulgarischen Tor pedobooten fand 25 Meilen von Mara Burnu, südöstlich von Derkos, statt. Zwei bulgarischen Torpedoboote beschädigt. Sofia, 22. Nov. (Agence Bulgare.) Die aus Konstantinopel stammenden Meldungen, nach denen zwei bulgarische Torpedoboote durch ben Kreuzer „Hamidie" in den Grund gebohrt worden seien, entbehren jeder Begründung. Von den vier Torpedobooten erlitten zwei leichte Havarien, die jedoch ohne jede Bedeutung sind. Verstärkung der türkischen Truppen Konstantinopel, 22. Nov. Ku r d i s ch e K a v a l - kerie und diejenige aus Hamidie, welche gestern in Jsmid eingetroffen sind, sollen bereits per Schiff an bic gegenüberliegende Küste des Marmarameeres übergeführl und gelandet sein. Andere a n a t o l i s ch e und s p r i - sche Truppen sind in Jsmid eingetrofsen. Sie sollen nach der europäischen Küste überge,etzt werden, um die Tschataldschatruppen zu verstärken. Ein Ucberblick über die Kampftage seit Sonntag. Konstantinopel, 22 .Nov. Türkische Offiziere, die gestern mit dienstlichen Aufträgen vorübergehend hierher zurückkehrtcn, schildern übereinjlimmcnd d i t sj a g c an der Ts ch a t a l d s ch a li n i e als sehr hoffnungsvoll. Der Adjutant I z z e t P a j ch a s, des Chefs des großen Generalstabs, gab dem Vertreter des Wolff- Bureaus folgenden Ueberblick über die Kampftage seit Sonntag: Am Sonntag rückten die Bulgaren über Lazarköij, um durch Wersen des rechten türkischen Flügels die türkisä)e Gesamtstellung nuszurollen: sie murden zurückgeworfen. Es gelang sogar einer türkischen Abie,lung in der Nacht zum Dienstag bis Lazarkö, oorzustoßen und dem Feinde zwei Maschinengewehre wegzunehinen. Bei diesem Nachtgefechte allein verloren die Bulgaren 800 Tote, darunter 20 Offiziere. Sonst haben Montags nur unbedeutende Kämpfe auf der ganzen Linie stattgefunden. Am Dienstag versuchten die Bulgaren, nachdem ne anscheinend vom Iinteil Flügel starke Verstärkungen l>erangezogen hatten, das türkische Zentrum zu durchbrechen. Der Versuch scheiterte, obgleich die Bulgaren bis aus 600 Meter an die Jnsanteriestcllungen vor den Forts Hamidie und Mah- mudie herankainen. Gleich nach dem Einbruch der Nacht wurden die Bulgaren wieder aus den 600 Meter-Stellungen durch einen Bajonettangriff herausgetvorfen und verfolgt. Sic verloren 250 Gewehre und anderes Kriegsmaterial. Anr Mittwoch fanden unbedeutende Artilleriekämpfe statt. An diesem und am ivlgendim Tage gelang es einem selbständigen Detachement, mit einem Regiment unter dem deutschen Kommandeur von Lossow, 10 Kilometer vor Derkos i n d i c Flanke der Bulgaren vorzudringen und diese z u w c rl e n. Die Bulgaren stehen jetzt anscheinend auf der Linie Tschistik- köj—Kalsakjoj — Subaschi— Jndschagiz—Tschataldscha und den Höhen nach Kadiköj. Die bulgarischen Gefangenen cr- wandte und nicht an alle Zeiten. Das große Genie, das Spanien der Welt aeschenkl, ist Cervantes: das größere unb wundersamere, das cs eifersüchtig für sich behielt, ist Lope de Vega. * — Eine Professur für Roald Amundsen. AuS Christiania wird gemeldet' Dem Storthing ist ein Antrag der Negierung zugeganaen, in das Budget einen dauernden Ausgabe- Posten von 6000 Kronen einzusetzen, um sür den Polarforscher Amundsen eine außerordentliche Professur an der mathematisch- wissenschaftlichen Fakultät von Christiania zu schaffen. Tas akademische Kollegium empfiehlt den Vorschlag fr. Darwins ältester Mitarbeiter t. Aus London wird berichtet: Im patriarchalischen Alter von 97 Jahren ist W. B. Tegetmcicr, der älteste Mitarbeiter Darwins, gestorben. Tegetnteier, der ursprünglich hatte Arzt werden wollen, dann aber Privatgetelwter geworden war, und sich hauptsächlich mit naturwissenschaftl. Untersuchungen beschäftigt hatte, wurde durch einen Freund mit Darwin bekannt mib konnte dem Begründer der Abstammungslehre eine Menge Material zu dessen „Entstehung der Arten" liefern. Die Angaben, die Darwin dort z. B. über die Bienen und ihre Waben macht, gründen sich im wesentlichen auf Tegetweiers llntcrhidnnigen, ebenso eine ganze Reihe anderer Angaben, die Darwin in anderen Arbeiten verwendet bat. Tegetmeicr hat sich übrigens noch auf zahlreichen anderen Gebieten betätigt. Er war nicht nur Naturwissenschaftler, sondern auch Journalist und ein Gesellschastsmann, der viele Jahrzehnte hindurch im Klubleben Londons eine hervorragende Rolle gespielt bat. Die britische Enzhklopädie enthält von ihm eine ganze Reche natunvisscnsckmftlicher Beiträge. Ein itatur wissenschaftliches Sondergclnet, die Untersuchungen über zahme Tauben, hat er besonders gepflegt. — Tegetmeier erfreute sich übrigens im hoben Alter noch einer erstaunlichen Lebensfrische Noch im zehnten Jahrzehnt pflegte er lange Fußmärsche ober Tagesausflüge auf dem Fahrradc auszuführen. — Kurze Nachrichten ans Kunst und Wissenschaft In einer sehr gut besuchten Versammlung von'Ksmstlern aller Richtungen nmrbe in München der Zusammenschluß der bildenden Künstler, namentlich auch aus wirtschaftlichem Gebiet beschlossen Man will u. a. eine Kranlmunterstützungskasfe bilden. Bei der am gestrigen Freitag abgclxiltcncn Stiftungsfeier der Universität Heidelberg hielt der Geh. Hofrat Pros, v. L i 1 i c n t h a t seine Rektoratsrede über den Streit um d>c Strajreck-tSrejorut. zählen von schweren Verlusten auf bulgarischer Sette. Dort herrsche die Ruhr, die Cholera und Mangel an Lebensmitteln. Bet den Türken sei die Cholera in den lebten Tagen zurückgegangcn. Die Verpflegung und der Mum- tioitsersatz seien flut. Tie Moral sei durch das E tu tr essen vorzüglicher Truppen und Korps aus Erstngian sehr gehoben. Izzet Paschas Einfluß dominiert Ein Augenzeuge in der Tschataldschalinic. Eine Ergänzung zu der vorstehenden Darstellung finden wir in der „Franks. Ztg.", wo ein „alter preußischer Cffi^ier", dem es gelungen war, in die vorderste^Linie der türlischeu Tschataldscha-Linie zu kommen, die Tage vor dem letzten Sonntag schildert. Wir entnehmen der Darstellung die interessantesten Stellen: B oj u k-T s ch e km ed j e ist malerisch an einer etwa zehn Kilometer ins Land hineinreickenden Bucht ober Lagune gelegen. Eine lediglich ans großen Sleinbogcn ohne flachen Oberbau bestehende Brücke verbindet es mit dem jenseitigen, in den Händen der Bulgaren befindlichen Ufer. Die Küste neigt auf der bulgarischen Seite der Bucht steil auf, ivährcnd sie auf der türkischen Seite eine glacisartige Erhebung bildet, die in den türkiscmn /Feldbefestigungen ihren krönenden Abschluß findet. Ter Lrt jelbit liegt sozusagen vor dem linken türkischen Flügel. Bei innerem Eintreffen lagen auf dem freien Platze im Torfe Cholcrakranke, teils apathisch, teils stöhnend und winselnd, während dietGezunden im Bogen um sie hcrumgingen, um im daneben gelegenen tür-l kischen .Kaffeehaufe eine „Dm'iko" zu trinken, d. h. einen Schnaps der aus dem Harze eines Baumes gemadrt wird und wie Absinth schmeckt Tic türkischen Offiziere waren entgegenkommend In der Bucht lagen neun türkische Kriegsschiffe — vier gepanzerte oder gedeckte SÄffc, darunter die beiden von Deutschland getauften, und fünf Torpedoboote. Plötzlich ließen die Tänzer ihr tiefes Geheul erschallen. Hinter dem Bergrücken marschierten Bulgaren auf dem Wege nach der Stadl Tschataldscha, uni) die Marschkolonne zeigte sich an einer Stelle des Weges dem feindlichen Auge. An dieser Stelle schlugen zunächst einzelne Granaten, dann Breitseiten, in schneller Aufeinanderfolge, ein. Aus der Treffsicherheit der türkischeen Geschütze ging ltz'r- oor, daß diese Stelle schon vorher als Zielpunst ins Auge gefaßt worden war. Wir hatten beabsichägt, in Bojuk-Tschekmedje zu bleiben, dies war jedoch unmöglich, weil der Ort, bis auf die Soldaten und die Krankeii, ausgestorben war. Wir wählten K a l l i o s als unser Standauartier, d. h. einen in einer Schlucht liegenden griechischen Ort, von dem uns Bergwege in etwa halb- tündigem Marsche in die Gesecktslinie bringen konnten. Der 14. November brachte eine kurze, aber lehrreiche B e - schießung zweier bulgarischer Artilleriestellungen durch den Panzer „B a r b a r o s s a". Die Bulgaren hatten an diesen Stellungen, die nicht weit von dem Höhenkamme lagen, offenbar über Nacht gearbeitet. Schon nach dem zweiten Schüsse hatte das Kricgsscküfs die richtige Entfernung gesunden und es war eine Pracht, d i e Granaten der Breitseiten wie mit einem Lineal ausaerichtet ein- schlagen ; u sehen. Die b u l g a r i s che n G e s ch ü tz e machten einen nur schüchternen Versuch, das Feuer zu beantworten, und schwiegen sodann für den Rest des Tages. Der 15. November brachte etwas mehr kriegrisches Leben. ■ Tic türkischen Kriegsschiffe waren, mit Ausnahme des „Barbarossa" und der Torpedoboote, verschwunden und, nach dem Geschützs.mer zu schlichen, vor dem Küstenortc Silivri tätig; wahrsckwinlich um von Süden her die Täler zu bestreichen, die von bulgarischen Truppen auf dem Marsche nach Tschataldscha passiert werden mußten. Ich hörte später von einem türksichen Kavallerieosfizier, daß es den Schiffen gelungen sei, die Hauptfouragedepots der Bulgaren vollständig zu zerstören. Dies würde bei der im Bulgarenlager herrschenden Not allerdings ein lvertvvller Erfolg sein. Die Ablocsenheit des größten Teiles der Flotte ermutigte die bulgarische Artillerie am 16. November, mit dem „B a r barossa" anzubinden. Ich vermute, daß man die Türken zur Räumung der Bückst zwingen wollte, damit die Schiffe bei einem geplanten Nachtangriff nicht eingreifen könnten. Wenn dies die' Absicht war, so scheiterte sic vollständig. Nicht nur die bulgarischen Fcldbattericn, sondern mich verdeckt hinter dem Berghange stehende bulgarisck-e Positionsgeschütze, deren Baß das hcll- tlingende Feldgeschütz begleitete, schossen, wie man zu sagen pflegt, „unter aller Kamme": nicht ein einzig er Schuß schlug näher als hundert Meter von dem Panzer entfcmtJ'ein, und dieser beantwortete das Feuer mit der größten Ruhe. Schließlich zogen sich alle Kriegsschiffe bis an den Eingang der Bucht, von wo iyr Panzer über eine Landzunge hinweg bessere Schußgclegenheit auf die bulgarischen Positionsgeschütze hatte, die denn auch bald ihr Feuer einstellten. Wenn nun bulgarischerseits tatsächlich ein Nachtangriff beabsichtigt gewesen war, so wurde dieser am nächsten Morgen um 3 Uhr früh sehr halbherzig unternommen und mußte deshalb fehlschlagen. Ihm sollte freilich am 17. No vernber ein allgemeiner Artilleriekampf folgen, der auf dem linken Flügel beginnend sich schnell nordwärts die ganze Linie entlang fortfetzte. Jän Zentrum und aus dem redeten Flügel gewannen bic türkischen Batterien bald die Oberhand. Ferner und ferner tönte dort das Bellen der zurückgcl>enden bul- garifdien Batterien, uxihrend auf dem linken Flügel die Beschießung des Angreifers durch die Schiffsgeschütze noch lange wrtgesetzt wurde, wobei piele Dörfer in Flammen aufgingen. Die artilleristisckrc Vorbereitung eines allgemeinen Angriffes Ivar somit den Bulgaren ebenfalls miUhingen, und die französischen Korrespondenten, die bei Lulc Burgas von einem Siege Crensots über Krupp faselten, müßten jetzt über einen Sieg Krupps über Creusot berichten. Der 18. November verlief ruhig und bestätigte damit den Fehlschlag der bulgarischen Pläne. Ein Ausfall aus Adriauopel. So f i a, 22. Nvv. Das Blatt „Mir" meldet: Die Tür- k e n unternahmen in Adrianopelvorgesterneinen Ausfall, um das von den Bulgaren besetzte Fort Kar- taltepe wieder zu erobern. Sie sind jedoch genötigt worden, sich unter Zurücklassung von 3 50 Toten in die Festung zurückzuziehen. Der widerstand von Sfutari. Rjeka, 22. Nov. Die montenegrinische Artillerie setzt das Bombardement von Skutari fort, wenn auch weniger heftig als sonst. Das Feuer wurde heute einige Stunden ausgesetzt. Es wird das baldige Eintreffen des Befehls der Einstellung der Feindseligkeiten erwartet. In den Kreisen der fremden Staatsangehörigen verlautet, daß unter den Bedingungen für den Waffenstillstand vor Skutari von montenegrinisa^er Seite auch verlangt wird, daß die Stadt sich ergebe und die türkische Garnison die Waffen strecke, dagegen würde freier Abzug nach Stambul bewährt werden. Weiter soll verlangt sein, daß General Martinowitsch an der Spitze der Truppen in Skutari einmarschiere. Tie Besetzung von Mytilenc. Athen, 22. Nov. Das Ma rin emin ift erium teilt mit: Ein griechisches Geschwader erschien gestern nachmittag vor Mytilene. Admiral Countouriotis forderte die Stadt zur sofortigen Uebergäbe auf. Die fremden Konsuln rieten, um unnötiges Blutvergießen zu vermeiden, zur Räumung der Stadt durch die 700 Mann ft arte türkische Garnison. Der Admiral ließ 1500 Mann landen, von denen 400 die Stadt besetzten und 1100 die Verfolgung des Feindes aufnahmen. Die Landung fand unter dem Schutze des griechischen Geschwaders statt, das hierauf nach Lemnos weiterfuhr. Aus Stafct und (and. Gießen, 23. November 1912. Totensonntag. Am Totensonntage füllt sich das Zimmer des nachdenklichen Menschen mit schweigenden Gestalten. Seine Toten loinmen zu ihm, er sieht sie in Augenblicksbildern, so wie sie seine Erinnerung in bestimmten Momenten ihres Lebens festgehalten hat. Wieder tritt der Vater am Abend müde und abgearbeitet über die Schwelle des Hauses, und die Mutter sitzt in später Stunde mit dem Kinde Mammen, liebevoll seine Zukunft besprechend. Die Witwe beult daran, daß sie einst in der Liebe und Fürsorge des Ehe- mannes wohl geborgen war, der verlassene Eliemann erinnert sich der Stunde, da seine junge Gattin gläubig und voller Hingabe ihre Hand in seine Hand legte und chm gelobte: Wo du hingehst, da will ich auch bingehen. Der Mutter ist es, als sähe sie wieder ihr Kind in der mm leeren Wiege friedlich schlafen, indem es die geballten Händchen nach dem Kopfe streckt, und der Vater fährt von feiner Arbeit auf, weil er einen leichten Finder an seine Tür pochen und eine liebe Stimme fragen hone Darf ich zu dir hinein? Es gibt keinen Schmerz, der dem Schmerz um einen lieben Toten gleichkommt, und sehnsüchtig schaut das Angc des Trauernden aus nach Trost. Wo ist dieser Trost finden? David Friedrich Strauß hat die Leidtragenden auf die Kunst verwiesen. Fast hat es den Anschein, als ob uns die Kunst gerade angeffchts des Todes ettvas zu sagen hätte; denn sie hat das Sterben immer wieder in den Bereich ihrer Darstellung gezogen. Glanzvolle, erschut tembe Bilder vom Sterben haben die Maler aller Zeiten gemalt, und die Bildhauer haben den Tod in edler Linien- führung festgehalten. Das ist geschehen von den Griechen an, die ben Tob als einen Jüngling mit umgestürzter Fackel gcbilbet haben, bis zu Wilhelm von Kaulback und Alfred Rethel, boten er recht eigentlich ber Freudeoringer ober, wie Franz von Assisi sagt, ber „Bruber Tob" gewesen ist Unb bie Dichter haben bas Sterben mit grünem Ranken- werk umfieibet, unb bie Philosophen Haven manch tiefsinniges Wort barifber gerebet unb haarscharf bewiesen, baß ber Tob im Weltgeschehen ein unentbehrlicher Faktor ist. Mer wenn sie selbst an bie Gräber ber Ihren geführt worben finb, so hab eit biefe Erzieher des Menschengeschlecht tes empfunben, baß bas, »vas ihre Phantasie gestaltet hatt^ nicht imftanbe war, ben bitteren Schmerz zu besiegen. ' Es gibt nur eins, bas bei bem Verluste eines lieben Menschen Trost unb Frieben bringt, bas ist ber Glaubt an ben Vater im Himmel, bessen Liebe am beutlichsten in Jesu ivnnberbarcm Leben, Leiben unb Auferstehen in bu Erscheinung getreten ist Der Liebe Gottes verbanken wir ben Segen, daß wir mit einem Kreise von Menschen in inniger Gemeinschaft stehen. Diese Liebe macht auch nicht Halt an ben Gräbern Hat Gott uns hienieben in ben un-5 Nahestehenben so viel geschenkt, so haben wir Grunb zur Hoffnung, baß biefe Beziehungen in einer Welt weiterbestehen, die wir einstweilen nur mit bem Auge bes Glaubens erfassen. Zwar bas ist klar: Der Gebanke, baß wir sterben müssen, hat für manchen Menschen heilsame Folgen Fried r,ch Paulsen hat bas schöne Wort geprägt: „Der Tod, seine tägliche Möglichkeit, scheint als Regulator des menschlichen Lebens und Lebensgefühls unentbehrlich ,yi fein." Den Sorgenvollen unb Gebeugten sagt ber Gedanke an den Tod: „Erhebt eure Hälivter, darum daß sich eure Erlösung nahet. Die Streitsüchtigen ermahnt er mit ben Worten Josephs an feine Brüder: Zanket nicht auf bem Wege! Die Bilbungsstolzen erinnert er an bas Wort, baß sich kein Weiser seiner Weisheit rühmen soll. Den Reichen, Hochfahrenden, Mächtigen zeigt ihren Ausgang das alte Lieo: die Armen unb bie Reichen müssen ein- anher gleichen in ber Ewigkeit. Wo aber so ber Hin blick auf bas Sterben ber Menfchenfeele Gewinn bringt, ba verliert sie auch bas Grauen vor ihm. Sie fühlt sich geborgen im Schutze Gottes unb spricht mit Paulus, der über Leben unb Tob, über Werben unb Vergehen, über Himmel unb Hölle so manches tiefsinnige Wort gerebc hat: Ich bin gewiß, baß iveöer Leben noch Tob mag uns scheiben von ber Siebe Gottes, bic in Christo Jesu ist, unserem Herrn. . H. B. **Tageskalcnder: Stadttbcater: Sonntaa abend 71/, Ulit: ,D,e Braut von Messina." Montag nachmittag 3'/, Uhr: Kinder-VorÜellunfl: /Rotkäppchen." Namr-Theater Wichen: Bunter Abend in der Neuen Aula. Samstag abend 8 Uhr. Sängerkranz Gießen, üonzert: DaSLied von der Glocke. Sonntag nachinittag 6 Uhr in der Neuen Aula. Hess. Gau verband aeaen den A l k o b o l i S m u Die Ausstellung im Nel,en Schloß ist Sonntag, 24. Nov., von 9 Li§ 6 Uhr geöffnet. Samstag abend 87, Unr im Hotel Schütz: Vortrag von Lehrer Schöpp-Mainz: Alkohol und Arbeiter. Kau im. Verein: Vortrag von Herrn Otto Setpp- Darmstadt über die Börse. Samstag abend 9 Uhr im Hciufm. Vereinshaus. Kinematogravh: Täglich Vorstellung. B i o g r a v H-L i ch t s p i e l e : Täglich Vorstellung. B a k o s s K a m m e r - L i ch t s o i e l e: Täglich Vorstellung. Lichtspielhaus: Täglich Vorstellung. Museum des oberhesfischen Geschichtsvereins. Geöffnet Sonntag vormittags 11 — 1 Uhr unentgeltlich. Mufcum für Völkerkunde.- Geöffnet an Sonntage» vormittags von 11—1 Uhr unentgeltlich. GemäldeausstellungdesKunstvereinsim Turmhaus um Brand. Geöffnet täglich >mit Ansnahme von Samstag» von 11—1 Uhr, Sonntags von 11—3 Uhr, außerdem Mittwoch nachmittag von 3—5 Uhr. ** CrbenSangctcgenbeiten. Der Großherzog bat dem Rechuungsrat Georg Bickel in Windhuk, Deutfck" Südwestafrika, die Erlaubnis zur Annahme und zum Trogen des ihm von dem König von Preußen verliehenen Kronen- Ordens 4. Klasse erteilt, dem Landrat des Kreises Kreuzuad' v. Nasse das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstorden? Philipps des Großanutigett oerliehcnr und dem Architekten Franz Gebhard in München die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem König von Württemberg verliehenen Ritteekreuzes 2. Klasse des Friedrich-Ordens erteilt. Der König von Prcußett hat bie Er laubnis zur Anlegung des (^voßkreuzes des Hessischen Lndc loigs-Ordens dem Gen. ber Ins. v. Eichhorn, Gen.-Inspekteur ber 7. Armee-Jnsp. unb bes Großkrcuzes mit her >leone des Beebienst-Orbens Philipps bes Großmutigen bem Gen. der Kav. z. D. Grafen v. Schliessen, bisherigem Gouverneur von Mainz, erteilt. •• Bon berLandeSvcrsichernngSanstalt. Durch Entschlteßung bes Ministeriums ist bem in ben Dienst der LandeSoersicherungSanstalt zuruckgekehrten SchtcbsgcrichtS- fcfrelär Phil. Scherf in Darmstadt die Genehmigung erttill worden, bic amtliche Benennung .Revisor* * zu führen. coffeinhaltiger Kaffee b«J D*/u Neustadt 12. Neuriadr 12. 7885 MMZMMMUAUKH- -8 Kaffee Hag, der eoffein- freie Bohnenkaffee, ist gleich ausgiebig u. im Ge fchmack nnd Aroma ebenso gehaltvoll wie gnter nach jeder Zeichnung zu billigen Preisen A A K.Müller Söhne Möbelfabrik Altenbuseck b. Gießen liefern vollständige Wohnungs- einrichtungen in feiner stilvoller Ausiührung, sowie Einzelmöbel Letzte 21 ndbrichten« Auch Frankreich rückt von Sei bien ab. :/: Paris, 23. Nov. (Priv.-Tel.). Der Bersu ch Serbiens, hier eine Anleihe von 20 Millionen Schatzschcinen unterzubrinoen, ist durch bav Eingreifen des französischen Ministerpräsidenten gescheit e r t. Er hat erklärt, daß so lange von einer serbischen Anleihe in Frank reich keine Rede sein könne, als nicht die Adrig frage im Sinne der europäischen Friedensbestrebungen gelöst fei. Gern infames Vorgehen Oesterreichs und Italiens gegen Serbien. :/: R o m, 23. Nov. (Priv.-Teb.) Z n>i s ch e n I ta l ien und Oesterreich-Ungarn rourbc in der atüanesischen Frage ein vollständiges alle Fälle berücksichtigendes Abkommen geschlossen. Wenn Serbien die Adriahäfen dauernd besetzt, wird von Italien und Oesterreich-Ungarn gleichzeitig in Belgrad ein Ultima t u in überreicht und eine gemeinsame Flottendemonstration beider Mächte veranstaltet morden. Durch russische Vermittlung mürbe der serbischen Regierung von dieser Absicht vertraulich Kenntnis gegeben. Für die Fremdenlegion gepreßt. Saarbrückens. Nov. Ein achtzehnjähriger junger Mann von Brebach mürbe am letzten Sonntaa von der Kirmes durch französische Werber nach Nancy verschleppt, um in die Fremdenlegion mifgenommen zu merden. Er schrieb von Nancy eine Karte an seine Eltern, moraus sein Vater sofort dahin abreiste. Er fand aber seinen Sohn nicht mehr vor. sicherwirkend.,woblschmecken- des Wurmmittel ä 30 Pfg. nur Central - Drogerie. Emil Q a r n, Schulstraße, Telephon 551. ZjWmerftll^n.8eseIschgft ab?u" Schietzen im Schützeuhaus. Obstbäume Hochstämme, Zwergobft, Beerenobst. Ferner Linden- bod)flämme empstehtl khr.Piclücr?-— Schist'enberger Weg. I7** Beste Bettenföllnng lind die öoraüßL stillenden, sehr elast., eckt chinestschen Monopoldannen 1 qef. gesch.) Pfund M. tJto 3-4 Pfund genüg, zu großem Oberbett. Bert. geg. Nachnahme. Verpackung frei. Gastav Lustig Berlin S154, Prinzenstr. 46 Bk. S'IckiU 5 Sehensmerte ausftcllung r enorm billiger Nuten f tzoMmröckc 5 Kleidcrltoffe - st Walther 5s= iPhinnnIBl)lzl,aueri1' Äblllliliy Rottenmeis'.er Fnlpräan. Holzbauer Seile liefert prompt und billigst die Seilerei t1®*6 W. Nebbutb, («iesteu, Rodheimer Straße ■ Holzbildhauerei ■ M. 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Am Samstag und Sonntag veranstaltet der Zirkus je zwei Vorstellungen. Nachmst tags wird ein vollkommen komplettes, ungekürztes Abendprogramm gegeben, obwohl Ziinder aus allen Platzen nur halbe Preise zahlen amten wird uns geschrieben: Bei Beratung der Beamten- und LehrerbesoldungL-Vorlage in der leisten Sitzung der Stadtverordneten wurde u. a. ein Artikel der Wormser Zeitung erwähnt, der in gehässiger und abfälliger Weile die am 81. Oktober erfolgte Ablehnung dec Besoldungsvorlage kritisiert. Es wurde dabei die Vermutung ausgesprochen, dass dieser Artikel von hiesigen Beamten oder Lehrern inspiriert ei. Diese Annahme ist irrig und die daran geknüpften Folgerungen gegenüber der Beamtenschaft ungerechtfertigt. Der Vorstand des Vereins städtischer Beamten hält eß für eine Pflicht, namens der städtischen Beamtenschaft hierdurch ausdrücklich festzustellen, daß diese sowohl diesem Artikel, wie allen sonstigen Zeitungsnachrichten in dieser Angelegenheit völlig fernsteht. AuS dem Inhalt dieses Artikels geht schon tim Genüge hervor, daß damit nicht die Interessen der hiesigen Beamten und Lehrer gewahrt werden sollten, sondern damit eine mit der Politik in keinerlei Ziisammenhong stehende Angelegenheit für parteipolitische Zivecke auSgeschlachtet werden Otto SchaaC« 10 Psg. Pauama-Fleckstist beseitigt, obuc die Stoffe auzugreifen, Flecken a(L?lrt Mn-IlMM, ■■»..»«■«ÄS Montag nachmittaSd />w Bunt-- Ad-nd ink «"b ng,, - dem es di? 6fr « berb,L«*» *■“ Stet '^.Anschein, ^es etwas L glanzvolle, hL M°ler aller L - u T°d m edler r >ehen von den . müumgesturzter n Kaulback und er Freudebringer :Ub5Xob." gewesen J N" grünem Rank- yen Haven manch n- ad haarscharf bemi?- unentbehrlicher U -aber der Ihren gefü r des MenschengesG Mnta ie gestaltet fa zu besiegen. 'n Vcr uste eines lieb K, das ist der tzliw Liebe am deutlichsten und Auserstehen in!> >e Gottes verdanken». Steife von Menschen t e Liebe macht auch nit ns hienieden in den n° ) haben wir Grund ic in einer Welt weilv nit dem Auge des fflln 'danke, daß wir steck, heilsame Folgen Fried geprägt: „Der lob, sein Regulator M mcniifr . unentbehrlich zu wi m sagt der AdMr ar | darum dch sich eme'' n ermafynt er mi: | Zanket nicht aupe nett er an das &r. heit rühmen soll. lr n zeigt ihren AuSz«t die Reichen müssen» Wo aber so der in chenseele Gewinn bmr vor ihm. Sie fühlt v- spricht mit Paulus, te den und Vergehen, ujc . tiefsinnige Wort gem Leben noch Tod mag i» e in Christo 34» 4® v ° ollte. ' ♦♦ Dieobere Frankfurter Straße. In bem Bericht über bic Sitzung der Stabtvcrordneten-Ecrsamm lung vorn 21. d M. (Gießener Anzeiger Nr. 276 vorn 22. l. M.> ist u. a. auch eine Aeußeruna wicbergegeben, wonach „bic hiesige Straßenreinigung gut fei, an ben schlechten Verhältnissen in ber oberen Frankfurter Straße sei die Stabt nicht schulb, ba cs sich um eine zneisstraße han- bele" Hierzu wirb uns von zustänbiger Seite ge- chrieben, baß außer anderen früheren Staatsstraßentrecken, nach einem zwischen ber Stabt Gießen unb bem Staat am 31. März 1895 abgeschlossenen Vertrag bic Frankfurter Straße biß zur psychiatrischen Klinik nebst allem Zubehör inEigentumunbUnterhaltung ber Stabt Gießen übergegangen ist, unb daß ferner auf Antrag ber Stadt Gießen mit Wirkung vom 1. April 1904 ab auch ne an diese Straße angrenzende Strecke bis zur Bahnunterführung vor Klein-Linden gegen Zahlung einer jährlichen Entschädigung aus der Kreiskasse in städtische Unterhaltung übernommen wurde. ** Roheit. Heute nacht wurde in der Bismarck- straßc an einem Hoftor ein Pfeiler nebst Sockelstein von unbekannten Tätern u m g e r i s s e n. ♦* Fahrraddieb st ah l. Aus einem Hausflur in ber Schiller ft raße wurde gestern abend ein Fahrrad ^,Pfeil" mit ber Fabriknummer 232 316 gestohlen. Vor Ankauf wirb gewarnt. ♦* Einbruch. Heute nacht wurde in die Amtsräume des Amtsgerichts hier eingebrochen und eine Kassette mit Inhalt gestohlen. Kreis Alsfeld. ok. A l s f e l d, 22. Nov. Gegenwärtig wird ber sog. Lieden- teid) entleert. Er wirb zugeworsen, da die Eisenbahnbehörde das Gelände für den Elsenbahn-Neubau benötigt. Mit bem Liebenteich geht der Stadt ihre schönste Eisbalm verloren. ok. Str eben darf, 22. Nov. Bei einer Hochzeitsfeier erkrankten plötzlich nach dem Essen fast alle Teilnehmer. Es handelte sich glücklicherweise nur um leichte Erkrankungen, bic dadurch entstanden waren, daß man über Nacht Fleisch in einem kupfernen Kessel hatte stehen lassen. Kreis Schotten. — Groß-Eichen, 23. Nov. In ber Hofreite bes Zieyeleibesitzers Wolf brach gestern abend gegen 8 Uhr Feuer aus, dem die Ziegelei und die Nebengebäude zum Opfer fielen. Das Vieh konnte gerettet werden. Die Feuerwehr beschränkte unter großen Anstrengungen das Feuer auf seinen Herd. Tie Branbursache ist unbekannt. Kreis Friedberg. h. Klein-Karben, 22. Nov. Der Landwirt Tra- b a n b t wurde heute früh von einer abspringenden Wagendeichsel mit solcher Wucht gegen eine Wand geschleudert, daß er lebensgefährliche Verletzungen am Kopfe davontrug tur Dienstleistung beim Ini.-Regt. Prinz Earl (4. Hess. > Nr 118 < fjmmanbiert; während dieser Dienstleistung ist fein Patent als i wirt 1 Dezember 1912 datiert anzusel i ü I y . Lbrrlt. im Ins.-Aegt. Prinz Earl (4. Hess.« Nr. 118, ist von 1 dem Kommando als Assist, bei der Gewehr Prüfungskommission ' enthoben worden. Frhr. v. Haxthausen, Cbcrlt., aus der ; Lchutztruppe für Südwestafrika ausgeschieden und unter Ber Ifihung eines Patents vom 19. August 1908 im Leibgarde-Inf. Hegt, i'l. Hess ' Nr. 115 angestellt. Frhr. v. Habel n, fit. in, 2. Hess Feldart -Regt. Nr. 61, schadet am 22. Dezember aus bem Heere aus und wird mit dem 23. Dez. 1912 in der 5chutztruppe für Südwestafrika angestellt. — Zu Leutnants • mit Patent vom 18. Nov 1910 wurden befördert die Fähw nche Eroneiß im Inf -Regt. Prinz Earl (4. Hess.) Nr. 118, unter Versetzung in das 8. Rhein. Jns.-Negt. Nr. 70, Fader int Inf.-Regt Prinz Earl (4. Hess.) Nr. 118, unter Versetzung in das Ins Regt. Graf Werder '4. Rhein.) Nr. 30, und Kleine int Jns.-Regt. Prinz Earl (4. Hess.) Nr. 118. Zu Fähnrichen wurden befördert die Unterossiziere Brodrück im Leibgarde- ^us-Regt (1. Hess.) Nr. 115, Flotho im Ins.-Regt. Kaiser Wilhelm '2. Hess.) Nr. 116, Zwenger im Jnf.-fieibregt. Groß hrtiogin 3. Hess i Nr. 117, Eckmann, Schmitt, Hoßseld im Ins Regt Prinz Earl (4. Hess.) Nr. 118, H o l st, Schnei^ der im Hess. Ins.-Regt. M. 168, Eleve int Leib Trag- Nr. 24, Fiitk, Vizewachtm. im Hess. Train-Bat. dir. 18, wurde zum Fähnrich ernannt. Oberlt. Riedesel Frhr. zu E i s e tt b a ch (Hermann) im Leib-Drog.-Regt. (2. Hess.) Nr. 24, und Leutnant Behr mann, int Inf. Regt. Prinz Earl (4. Hess.) Nr. 118, wurden aus ihr Gesuch zu den Nes.-Offizieren M genannten Regts. übergesührt. Dem Major Petersen, "!bteil.-Kommandeur tnt 2. Ober-Elsäss Feldart -Regt. Nr. 51, Irttbe mit der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Großh. Att.-Lorvs, 1. Großh. Hess. Feldart.-Regts. Nr. 25, und dem M. 11^, mit der Erlaubnis zum Tragen der Regts.-Uniform, der Abschied mit der gesetzlichen Pension bewilligt. Dr. 28 ie sing er, Stabs- und Bats.-Arzt des 2. Bats. (i. Rhein. Inf. 9iegts. Nr. 68, wurde unter Beförderung zum Oberstabsarzt zum Regimentsarzt des Ins.-Regts. Kaiser Wilhelm (3. Hess Nr. 116 ernannt Oberstabs und Regts.-Arzt P l a g g e M Ins -Regts. Kaiser Wilhelm (2. Hess.) M. 116, unter Ber Icibnng des Eharakters als Gen.-Oberarzt und mit der Erlaubnis zum Trogen der Uniform der Sanitätsoffiziere der Schutztruvven, der Abschied mit der gesetzlichen Pension bewilligt. Zahlmettter Fuehrer wurde infolge Ernennung dem hessischen ^rain^Bat. Rr. 18 zugeteilt. ** Muse u in des O b e r he s s i s chen Geschichtsver eins. Die alte Wetterfahne des Stadtturms, die bei der Erneuerung der äufieren Wandslächen des Turmes durch eine neue Bekrönung der Turmspitze ersetzt mürbe, ist nunmehr im Museum am Brandplatz und zwar recht wirkungsvoll im Treppen dauS zur Schau gestellt. Besonders der imtere Teil der ölten Wetterfahne, dos 2\-. Meter hohe eiserne Rankenkreuz, über dem das Wappentier, ber hessische Löwe, mit dem G in den nach vorn ge- fitcrflrn Pranlen angebracht war, stellt ein tüchtiges Stück Alt- gicücncr Scknniedekunst dar. Zwar Hot der Zahn der Zeit an dem Material des Kreuzes stark genagt, was aber die Jahrhunderte über bauert bat, wird die Freunde altdeutschen KunsthondwerkS und jchen Besuckwi- des Museums erfreuen. Beachtenswert ist auch bas im Treppenhaus ausgestellte eiserne WirtShousschtlb vo, Rappen, dos in seiner bildlichen Darstellung eigentümlidxmpc, iirnau die Form des Sachsenrosses, des Wappens des ehemaligen Königreickts Hannover Iwt. Eine Autorität aus dem Gebiete der L'appenkiinde, die kürzlich das Musmm besichtigte, äußerte die Vermutung, daß dessen Hersteller das Sachsenroß auf einem Vannoversäx-n Geldstück als Vorlage gedient haben muß. *♦ Stadttheater. Die zu Gerhart Hauptmanns 0. Geburtstag hier neu einstudierte Diebskomödie „Der Biberpelz"' gehört zweifellos zu den reifsten unb besten «Serken des Dichters. Da die hiesige Aufführung unem- pefchränkten Beifall gesunden hat, wurde der Wunsch laut, hc and) weiteren Kreisen zugänglick; zu machen Es i't deshalb für nächsten Dienstag eine Vorstellung von „Der Sliberpelz" zu Volkspreisen angesetzt worden ** ein alter Gießener. Am 21. November 1912 [ratb plötzlich und unerwartet der Superintendent Friedrich Simonin Bielefeld, Sohn des verstorbenen Präladen Dr. Simon zu Gießen, im 80. Lebensjahre. ICunft und Hk. Ausgrabungen. Auf Anregung von Tr. M. B. B a l l i v i ä n , Tirekwr bn Generaldirektion für Geographie und Statistik, hat „Pelcrm. Mitt." zufolge das bolivische Unterrichts minifterium den Direttor des Nationalmuseums in La Poz, Dr £?. Huchtien, im Juni 1912 mit Ausgrabungen an der durch die Untersuchungen von Stübel und Reiß berühmt gewordenen Ruinenstätte von Tiahuanaen beauftragt, die sofort wichtige Funde ergaben, >vas sa erllärlich ist, da zum erstenmal in inetbobudh't Weife vorgegangen wird. Tie Funde, Basen, Malereien, Figuren, Geräte, Waisen, geben Aufschlüsse über den Kulturzustand in der Vorinlazeit Noch weiter zurückliegender Zeit entstammen einige Schädelfunde. Sämtliche Fundstücke sollen im Nationalmnieum vereinigt werden. ff. Amuirdsens Südpolarwerk in Blinden fdjrift. Wie wir erfahren, hat die Sckpveizer Blindenlerd bibliottek au den deutschen Verleger von Roald Amundseus Werl ,Tie Eroberung des Südpols'^, Herr I. F. Lehmann in Munch»n, ,as Ansuchen gerichtet, das Werk in deptsckrer Sprackre in Blluoen schrift vervielfältigen zn dürfen. Tie Erlaubnis zun» kosten freien Nachdruck ist bereitwillig erteilt worden, und so werden auch die, deren Schicksal einige Nacht ist, den unerschrockenen Reisenden auf seiner hiftoriscl^en Falwt begleiten, feine Taten und feinen nie zu erstickenden Humor bewundern rönuen. «-sie ; w sSH ti v.v wi üt b ♦* Anstellung der M Uitäranroarter bei Kommun a l b e h ö r d e n. Ztvmmunalbedörden berufen in der Regel einen Militäranwärter, der das 35. Lebensjahr überschritten hat, nicht mehr ein. Auch beim Magistrat Bcrlm Schöneberg galt bisher das 35. Lebensjahr als Altersgrenze für die Einberufung Ein Militäranwäner, der sich bereits im höheren Alter besand, wurde aus diesem Grunde vom Magistrat Schöneberg übgeroickn. Darüber führte der MrlitSranwSner Beschwerde beim Cbcrmä- iibenteu her Provinz Brandenburg als Aufsichtsbehörde, -ter Lberoräsident hat bic Festsetzung des 35. Lebensiahres als Alters grenze beanstand, t mit der Begründung, daß er derartige Bewm- mungen im Interefte der Versorgung der Milüäranwaner nicht ür angängig unb mit den gesetzlichen Bestimmungen nicht Tur vereinbar halte. Tie statutarische Festsetzung der Altersgrenze für die Annahme und Anstellung von Miluorauwartern sei nach Lage der Gesetzgebung an sich nicht un beben kuck', werde sie aber überhaupt als zulässig erachtet, io werbe sie keinesfalls unter das 37. Lebensjahr fest, Metz en fein Gleichzeitig hat ber Ober Präsident die Stadt Schönelerg auiforbejn lassen, eine entsprechende Alätiderting herbeizuführen. Demgemäß hat die Stadtverordneten- Versammlung von Schöneberg in einer ihrer letzten Sitzungen beschlossen, als obere Altersgrenze für die Einstellung der Militar- anwärter das 37. Ebenerahr festzufeyen •• Boin Vorstand des Vereins städtischer Be- llmtlicher Wetterbericht. D e f f e n t f i d) e Wetterdienststelle Gießen. Wetteraussichten in Hessen ’ür Sonntag, den 23. Nov. 1912; Wolkig, meist trocken, stellenweise Nachtfrost. Schneehcricht der Schiflubs Wintersport Siehe«. Hoberodskops 35 cm Schnee — Schibahn gut — in der Ebene lückenhaft. m ... Brocken 28 cm, Belchen (Vogesen) 45—50 cm, Neuktrch (Westerwald) 10 cm. •• Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem ZchulamtSasptranten Cito Koch anS Rodheim (Kreis Gießen) (KK Lehrerstelle an der Gemeinde GraS-Ellenbach. ** Aus bem Militär-Wochenblatt v. V ojgts '5hetz, Oberst, braut tragt mit ber Führung der 49. Inf^Brig. L Hess.), nnirbt" unter Versetzung in ben Oteneralftab der Armee ii«m Ehes des Generalstabs deS Garbekorps — mit bem Range uib den Gebührntssen eines Brig.-Kommandeurs, — ernannt. ». Stocken, Oberst und Kommandeur des Ins.-Regt. Groß t»-r>og von Sack-s en (5. T hü ring.) Nr 94, nxutbe mit der Führung ?.-r 49. Inf.-Brig 1. Hess i beauftragt. Die Hauptleute beim tttabe ftobenberg des Inf.-Leibregts. Großherzogin l 3. Hess.) kpr. 117, leute des Inf -Regts. Pritts Earl -4. Hess Nr. 118 vurben zu zlompagniechefs ernannt. Oberleutnant Hohmann % nn 10 Rhein. Inf.-Regt. Nr. 161, unter unter Beförderung jun» Hauptmann in bas Inf.-Regt. Prinz dort (4. Hess.) Nr. 118 • rersetzt unb dem Stab des Regiments überwiesen worden Ober- I itnant Haack im 3. Unter-Elsäss. Inf -Regt Nr. L3s wurde inter Beförderung zum Hauptmann, vorläufig ohne Patent, ver- itzt und bem Stab des Regiments zugeteilt. Tem Haupnuann inb Kompagnien'ef v. Thümen des Ins.-Regts. Kaiser Wilhelm - 1. Hess. > Nr 116, wurde ein Patent seines Dienstgrades ber- »liehen. Rupp, fit. der Res. des 10. Lot bring. Ins -Regts M 174 (Halle a. S.), wurde vom 1. Dez. 1912 ab auf ein Jahr Zum Toten-Fest enwfcble Waldkränze und Kreuze in schönste Ausführung. 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Äm Rande des Glücks Dramatische Szene in 1 Akt. Staglieno wunderbare Naturaufnahme. Einlagen Acndcrungcn im Programm Vorbehalten. Acdcn Mittwoch u. Samstag neues Programm. Sportplatz an der Hardt Sonntag. 24, November, nachmitt. 21/.. Uhr Kreismeisterschafts- Fussballwettspiel Fuldaer fussballverein I ge^en < G essener Sportverein v. 1900 |. Soniiiiiklstrcin Alten-Buselk (Generalversammlung SamStag, den 30. Rovbr. l. I., abends 8 Nhr, im Saale des Herrn Gerhard Moch. Tagesordnung: Ersatzwahl des Aufsichtsrats. Verschiedenes. Altcn-Buseck, den 21. November 1912. Der Borstand: 7,561 I. A. Bogel, Direktor. E. G. m. b. II. Giessen ^rdtnililte Generlil-VerMmlNls am Montag, den 2. Dez. 1912, abends 81/., Uhr, im ttnterrichtszimmcr Frankfurter Str. 20 I. Tagesordnung: 1. Rechnungslegung und Entlastung des Borstandes 2. Beschlußfassung über die zu verteilende Rück- vergünmg 3. Ersatzwahl von Aufsichtsrats- und Borstands- Mitgliedern. 4. Aenderung des § 56 der Satzungen. Gießen, den 22. November 1912. (De/n Der Vorsitzende des Aussichtsrats: I D.: Küpper, König!. Ober-Bahnmeister. Giessener Konzert-Verein Drittes Konzert Zweiter Soliste;.-Abend Sonntag, den 1. Dezember 1912, 5V< Uhr abends, in der neuen Aula Ausführende: Frau Kammersänger Hermine Bosetti, München (Sopran) Herr Adolf Busch, Wien (Violine) Am Klavier: Herr Professor G. Trautmann Programm: Gelange. G. Verdi, Arie aus Rigoletto, Lieder von Rich. Strauß. Violin-Vortittgc: G. Tartini, Sonate (Teufelstrillert. J. S. Bach. Sonate (Solo Violine). Brahms-Joachim, Ungarische Tänze F-dur und D-moll Finfritt«5kartPn • I-Platz Mk. 5.- 1L Platz Mk. l.-^III. Platz Mk. 3.-, IV. Platz L’niriHbKdr teil . 950. Stehplatz Mk. 2 —, Siummtenkarten Mk. L—, sind in der Musikalien Handlung von ERNST CH ALLIER (Rudolphs Nachf.', TeL 671. für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter RITTER und abends an der Kasse zu haben. ________ C“/“ _________ . — OefTnnng de» Saales 4'/j Ihr ----------------- Sängerkranz Gießen Sonntag, den 24. November 1912, nachmittags 5 Uhr in der neuen UNIVERSITÄTS-AULA: KONZERT DAS LIED VON DER GLOCKE Gedicht von Fr. v. Schiller ,ln Komponiert von MAX BRUCH für SOLI, CHOR und ORCHESTER AUS FÜHRENDE: Frau E. Küchler-Weissbrod aus Frankfurt a. Main (Sopran) Frau Emma Schudt (Alt) Herr Willi Bross aus Berlin (Tenor) v,7.i Herr Ernst Everts aus Cöln (Bass-Bariton) Chor: Der gemischte Chor des Sängerkranzes. Orchester: Die Kapelle des Infant.-Regiments „Kaiser Wilhelm“ Nr. 116 Leitung: Herr Musiklehrer Albert Kasten Preise: Numerierter Platz Mk. 2.—, Eintrittskarte Mk. 1.— im Vorverkauf in der Musikalienhandlung von ERNST CHALLIER, sowie an der Kasse. Kinder unter zehn Jahren haben keinen Zutritt. IBlf uM '.yh.NDW; (Sin neuer Ltcrii Mit wieder üßer ließen! Der neueste Kino-Stern Llssi Nebuschka. Wer ihn kennt, weiß ihn zu schätzen, — der geht seinem Glanze immer wieder nach. — Wer ihn nicht kennt, komme und überzeuge sich von seiner magischen Kraft in dem neuesten Artisten-Drama DerTodessturz Großes Zirkus-Schausviel in 3 Akten. a’s/u ■ Nach einer wahren Begebenheit inszeniert. —— Hauptdarsteller: Rcnard Salomonsti, Zirkusdirektor. Robert von Wangeuheim. Hauny, Blumenverkäuferin. Fräulein Nebuschka. Ferensey, ein Zirkusklown. Ersiaussührnngsrecht fiir Gietzcn. Wer hat nicht vor einem Jahre von dem entsetzlichen Todessturz der kleinen Hanny S. gelesen. Diese Wiedergabe bringt die Wahrheit an den Tag, warum dieselbe abstürzte. Ferner ein Lustspiel: Die Dame am Schalter Komödie in 2 Akten und das übrige reichhaltige Programm. — Nur Samstag, Montag und Dienstag. -------- 2(m Totensonntag findet keine Vorstellung statt, 'i- MetzgerWeinstube Vorzügliche Küche Prima Natives Austern la. Weine Oeffentlicher Vortrag Donnerstag, 28. November, abends 8' t UNt in Steins Garten: Dr. Alb. Ritter, Mainz ZMnilMMMis Eintritt 20 Pfg. v”/u Mitglieder frei. AHSeutsltztr Verbind, Msirunc 8ichci. Akademischer Gesangverein, f Gesamt-Probe Montag, 25. November, abends S Uhr, in der Aula. Um pünktliches und vollzähliges Erscheinen wird dringend gebeten. DER VORSTAND. Cafe Ebel Burggraben Inh.: Karl Ohm Telephon 566 Aeltestes Speisehaiis Diners :: Soupers, ä la Carte Diverse Vereinszimmer :: 2 Säle für Versammlungen Kommerse, Hochzeiten etc. Kegelbahn Billard Jeden Sonn- nnd Feiertag VAnvAnl ab 6>/, uhr ivonzert ausgeführt von Mitgliedern der Kapelle des Inf.-Re.gts.11ß Entree frei 7421 Entree frei , Textors Terrasse! Verehrlichen Vereinen und sonstigen Gesellschaften stelle den neu hergerichteten Saal zur Verfügung und empfehle la. Union-Bier :: Reine Weine sowie anerkannt gute Küche P. Sch ad eck Wwe. gmhktdendt Mein Bruchband ..Ideal“ ohne Feder, eigenes System, auch bei Nacht tragbar, bietet die größte Erleichterung und hält unter Garantie jeden Bruch zurück. Jjeib- n. Vorfullbinden, tweradehalter, tiummi- Mtrümpfe usw. Jede Bestellung wird extra nach Mass angefertigt. Langjährige Erfahrung. Bin wieder selbst mit Mustern anwesend in Gießen Mittwoch. 27. Novbr.. v. 2—5 Uhr im Hotel Kobel. Bandag.-SpezialiSi Eugen Frei, Stuttgart, Kronenstee 46. tßitßcnrr kisvereiii 6. V. Eintrittsgeld 1 Mk. JahreSbeitragSMk. Derselbe wird vom Bereinsdiener Adolf Schwan in den nächsten Tonen erhoben. Aeder Quittung wird eine Beitarte beineiünt. Weitere Beikarten ü 50 Pfg. wolle man aleidi beim Bereinv- diener entnehmen. Nach Eröffnung der Bohn sind dieselben nur noch aum erhöhten Preise von Mk. 1— au beziehen. Beikarten können nur für die Haue- standSmitglieder der engeren »Vamilie vcrlonflt werden nnd sind nicht Über- iraabar. Minbrünchliche Benutzung dieser Karten siebt Minridn't den sofortigen Ausschluß ans dem Verein nach sich nnd wird aeaebenen Falles aericktlich oersolat. Anmeldungen können beim Bereinsdiener ober auch bei Herrn Ernst Balser, Mäusburg 11, erfolgen. Gieszen, den 23. November 1912. v83/11 Der Vorsitzende. Veteranen- Wgp Verein T Gießen. Montag, den 25. Nov., abends 9 Uhr, in der Restauration Herbert Feier des Ceburlstages Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs v”/n! Der Vorstand. Jfc Kriegerverein ’lr:: tan:: Feier des Atterhochste« uieburtstags Sr. Kgl. Hoheit d. Grosiherzogs verbunden mit einem ST Vortrag 35 des Kameraden Oberlehrer schmoll über: Die Kämpfe der Hess. Truppen in Spanien. Montag, den 25. I. Mts., abends !> Ubr, im Vereins lokal (Neuenweg 2t<) v»/„ Stadt Kassel Heute abend Has im Tovk, Piontag LeberklöSm. Braut ein gutes Glas Henninger Bier, bell und dunkel. ES ladet ernebenit ein P. König Ww. KWlrmcrcin! Montag, 25. Nov. abdS 9 Ubr Scicr des GcburtStageS «r. Kgl. Hoheit des Gronberzogs von Hessen im BereinSlokal Tcklohg. 7. 09706J Der Vorstand. Mlli* Heu Direkt.: Hermann Stelngoetter Sonntag,d.21.Nov. 1912, abends 7*/i Ubr. HD* Kleine Preise -MN DieBrautvonMessiii Ein Trauersviel mit Chören in 5 Auszügen von Friedrich von Schiller. | Ende 10'/, Uhr. la»/.. Montag, d. 25. NoV^1912, nachmittags 3'/.. Ubr Unter Mitwirk, der Novelle I des hiesigen ^nfant.-Negts. I „Slnifcr Wilhelm" Nr. 116. s Unidervo stellunq. Volks Preise Volks-Preise Rotkäppchen Märchen in 5 Bilder von C- A. (Vörner. Ende 5'/, Ubr. NbcndS 7'/, Ubr: Gewöhnliche Preise. Außer Abonnement. — Gutschetne haben Gültigkeit. ^est Vorstellung zur Feier deö GeburtötageS Sr. König!. Hoheit des (Mron- Herzogs v. Hessen u. b. Adeln. Fest-Ouvertiirc Ennert, zu .Leonore Nr. 3' von Vubtvin van Beeibovcn AuSgesührt von der Kapelle des bies. ^ni-Rgts. »Kaiser Wilhelm" unler Leitung des Herrn Cbcrmufifmftr.Vöbcr. Hieraus: , Gastiviel des Hosschauspe Nudoli Hellbach vom Kgl. Tbeaier in Canel MflWInitnnnt Lustspiel in 4 Aufzüge von Karl Gutskow. Ende 10'/, Ubr-