Nr. 69 Erscheint tLgUch mb Ausnahme des SsnMag«. Lie „eirBtne? $amtllenblätter* werden dem ,91nieigerÄ viermal wöchentlich beigHegt da» „Kreisblatt für den Krtli ««eßen" .we.mal wöchentlich. Die ..ranbwtrtlchaflllchev Lett- fragen" erschemen monatlich zweimal. Donnerstag, 21. März 191? lUtertonibturf iml vevla, der vrllbNche« Un»rrfuätl - Buch- und Stetnbrudertl. R. Lange, Dietzen. Redaktion. Expedition und Trucferet: Lchul« strotze 7 ExpediNon und Verlag: e=aw 6L Redaklwm^ENr. rel.-Ad^Anzeiger«letzen. Sroeites Blatt 162. Jahrgang Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Vom (vierzehnter Tag.) AbendauSsprache beim Gesundheitsamt Aufhebung der Stundung der Einfuhrzölle für Wein Geheimrat Frhr. vom Stein: Wein wird hier sehr oft geredet. Weß daS Herz voll werden, gemacht. tung der zurück. . D'e gestrige wird fortgesetzt. Abg. Aus der Abe,rdsitzung des Reichstags vom Dienstag abend ist noch nachzutragen: Beim Kapitel: Reichsgesundheitsamt wurde die ', m V ' i r a g c aut Antrag des Abg. Dr. V u rckha rd t lwirtsch iüg.) im Plenum nicht besprochen Abg. Hartrath tcr Redner zieht die in der Resolution erhobene Forde. Mb. Deutscher Reichstag. 31. Sitzung, Mittwoch, den 20. März. Am. Tisch des BundeSratS: Dr. Delbrück. Caspar. Präsident Dr. Kaempf eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 16 Min. Der 6fat für das Reidisamf des Innern. Abg. Leube (Vv.) polemisiert gegen den Präsidenten des ReichSgesundheitSamtS. <-cine Ausführungen gegen die freie Einfuhr von Schinken usw. seien bloß Vorwände, denn eine einwandfreie Urtersuchung sei doch Nicht möglich. Lurch das Tuberkulin sei das deutsche Volk vergiftet worden. Präsident Bnmm weist diese beiden Behauptungen entschieden zurück. Die Tuber- kulinimpsung bat sich nicht bewäbrt. aber eine schädliche Wirkung auf daS Fleisch hat fu recht n.habt. Abg. Richter (Zentr.) wünscht ein Lbstweinges-tz Geheimrat Frhr. vom Stein vertröstet den Vorredner auf die Revision LeS Nahrungsmittel» ge setz eS. Dbg. Tr. Bluiick (Vv.) kommt auf die Auseinandersetzung vom gestrigen Abend zwischen dem Staatssekretär und Tr. Struve zurück und bestätigt die Ausführung seines Fraktionsgenosien Tr. Waldstein, daß Rechts- anwalte die ihnen überwiesenen Referendare annchmen müssen Ter Redner befürwortet sodann die Resolution seiner Fraktion' die reicbsgesctzücke Regelung der Verhältnisse des Krankenpflege- Personals fordert. Es ist das Stiefkind der sozialen Fürsorge, (sehr wahr!) TZimnerioTbin'ftor EaSvar: Auf Grund der Resolution de? Reichstags von 1909 wurden ! "bC; b,c «rbe.rsvcrhältniffe des Pflegepersonals ange^tcllt, die ergaben, daß ausreichendes Material zur Er- sorichung ferner. Lage nicht vorhanden war. Inzwischen ist nun Geheunerat Tr. Becker gibt Auskunft Über die Besetzung ^^E"entellew Was dte vom Abg. Urstadt angeführte Denkschrift anbelangt, io könne er sich darüber nickt aus rn iie(e ^enkschntt bringe Vorichläge, die aber «wbebliche üen verursachen würden. Im übrigen aber könnten wir mit unserem Katasterwesen sehr zufrieden sein. ’ Hladccken . Bbd ) stellt Wünsche wegen Vergebung der Baggcreiarbeiten in Nierstein und ersucht um Beschäftigung der kleineren Baggereien. w 1 wünscht Gehaltsaufbesserungen der Mittleren Beamten und tritt namentlich für eine Besserung der ”a9c £er .lamm* und Schleusenwärter ein. -vg S a n g (natf.) ist auf der Tribüne unverständlich. öebeimcr £berbaurat Imroth berichtigt einige Ausfüh» rungen des Abg. Wols-Stadecken. Tie Vergebung der Baggerei enolge im unterem? der Lchnmhrt, nicht wegen der Bausandgewinnung Er macht dann noch einige technische Ausführungen. Kapitel 103, Bauweien, fmoet glatte Erledigung. ou Kapitel 104, Brücken und Ueberfahrten äußert der nQ Vizepräsident Dove: ES sind zum ReichSgesundheitSamt noch 18 Redner gemeldet!. Abg. Pauly-Eochem (Zentr.)> spricht im Sinne d-r Vorredner über den Ausländ-rfvein. Der Konsument kann verlangen, daß er nur gesunden Wein bekommt. Der Redner erörtert die Verhältnisse deS Weinbaus in längerer Rede und wird vom Vizepräsidenten Tove mehrmals darauf auf. merksam gemacht, daß die wirtschaftliche Frage nichts mit dem ReichSgesundheitSamt zu tun habe. Als die umstehenden Abgeord- neten über den jedesmal vergeblichen Versuch deS Redners, in seinem Manuskript den richtigen Anschluß zu finden, in immer propere fxiterfeit auSbrechen, ruft er ihnen ,'chließlick qu- Wenn Sie so oft unterbrochen würden, wie ich, so würden Sie auch den Faden verlieren. Jetzt habe ich ihn wieder. Vizepräsident Dove ruft ihn indes sofort zum vierten Male zur Sache. Abg. Pauly. Cochem: Die Ueberlant^entrale-- tft dessen geht der Mund über. DaS angebliche Versagen der Be- Hörden beim Vollzug dcS Weingesehes ist tatsächlich nicht so schlimm. Vielfach will man sich vo.i alten Gewohnheiten nicht trennen. Die Nahrungsmittel-Untersuchungsämter befassen sich im ganzen Reiche auch mit der Weinkontrclle. Versammlungen, in denen die Behörden mit d.n Interessenten verbandeln, haben sich bewährt und haben gute (Erfolge gezeitigt. Unregelmäßigkeiten bei der Einfuhr ausländischer Weine würden unnachsichtlich verfolgt werden. Eine ausländische Ware kann aber nur zurück- gewiesen werden, wenn klipp und klar nachgewiesen wird, daß der Wein nicht dem Gesetz entspricht, denn die Grundsätze der freien Wareneinfuhr dürfen nicht verkümmert werden. Nur auf einen Verdacht hin darf eine Zurückweisung nicht erfolgen. Die Vorschriften sollen aber in der Beziehung naefige» brüft werden, ob es sich nicht empfiehlt — wenn die chemische Analyse Verdacht erweckt — Gutachten von Sachverständigen ein- zuholen. Wir sind jetzt damit beschäftigt, die Mängel, die sich bei der Einfuhrkontrolle ergeben haben, abzuschaffen. hessische Zweite Kamm«. bs. Darmstadt, 20. März. Lr Der Präsident Köhler eröffnet die Sitzung um 9V< Uhr. Vluf der Tagesordnung steht die Fortsetzung der Beratung über den vauptvoranschlag, Kapitel 89, Gerichte. Abg.. d" t h o l d (Soz.) wünscht die Errichtung eines Amts, I genchts in Rüsselsheim. L .?bll-Tr. .heydenreich lnatl.) bespricht die Stellung des Amtsrichters in Waldmichelstadt Ter Richter auf dem Lande nehme eine andere Stellung ein, als der auf dem Lande wo er auch zu gleicher Zeit ein Berater sein soll. Er könne'dies aber nicht fern, wenn er überlastet ist. . Abll- Molthan (Btr) berührt die Frage der Neueinteilung der Amtsgericktsbezirke. Die Interessen der einzelnen Gemeinden und die der Allgemeinheit gehen in diesem Punkte etma* aus- LtaatsmlNlster habe auch mit einigem Erfolg Flucht, eine Neueinteilung vorzunehmen. Redner wünscht nicht die Zuteilung der Gemeinde Nieder-Saulhcim an den Amtsgerichtsbezirk Wörrstadt. Von Wörrstadt aus seien in dieser Beziehung unwahre Behauptungen verbreitet worden. .,.2rb^ Korell°Königstädten (fortschr. Vv.) weist in ener- gischer Weise den gegen Wörrstadt erhobenen Vorwurf zurück ,-r J?-9' • ' eIabctfen (Bbd.) geht auch kurz auf die Verhältnisse in Wörrstadt ein. Abg^ K o r e l l - Königstädten (fortschr. Vp.) bittet nochmals, bic wirtschaftlichen Interessen Wörrstadts zu wahren. übn Kapitel 89 ^schloss,». Dtp Kn, trag des Ausschusses, die Einnahme von 2 022 860 Mk die Ausgabe von 3 588 939 Mk. zu bewilligen, wird einstimmig angenommen. H lassen sich nicht untersuchen, da must die Einfuhr verboten werden und d k Einfuhr van Scfricrflcii« ist auch bei ben feigen Se- ftin m »ngen möglich. oür die Verhütung einer Unterernäh- r ung des Volkes spielt die Einfuhr von Düchsenflcisch und Würste keine Rolle. Ueberhaupt ist eS ein Unfug, oon Unter- (Unn^ber^^o^01168 inf°l0C 27?UnQcl3 an Fleisch zu sprechen. F*e auf die Denkschrift de» ReichSgesundheitS- ABl da» brutiebe Volk gegenüber den anderen BoUcrn sehr günstig da. Das Fleischbeschaugesetz bat auch feine veruriachl denn sie trat in allen Ländern gleichmäßig eVf- $>£r beste V-rlaß ist immer auf die inlän- roVfS,r„yLO*U,t* Kn- ^Beifall.) Deshalb darf man sie nicht Hä f ? der Vroduktionsfreudigkeit, indem man die ES“, bess-r behandeln will. (Beifall.) Das beste und ge- ffr Jia wird immer bann geliefert werden können, wenn V bPt,-Tierc in lebendem und in geschlachtetem Zu- bn« L“ , V ■t6e\I°rnnvn unb Ut nur möglich bei dem Fleisch, ro be 1 UNS 'M Inlnnd brnhuaiert wird. (Beifall.) Präsident weiter, daß ein auf dem Berliner Schlackstbof angewandtes neue», einf'*c8 Verfahren bei der Trichinen- bes Gesundheitsamts erprobt wird, und weist dem Grafen PosadowSky bei feinen Darlegungen über die KaNabwässcr einige Irrtümer nach. Abg. Dr. Becker (b. k. F.) Mr/L,ttLfrT,famfcit ^uf die vielfach wenig einwandfreie fogenannten Aranken-, Kinder- und StärkungS- bei h ha. ben geftern abend erörterten Fall der Ablehnung Praktikanten betrifft, so wäre doch wohl M'ßb'll'gi'ng angebracht gewesen. Aber eS ist ein einzelner &n' i1" e,nefr ?^.^ung der Prüfungsordnung keinen An- fönst bedarf diese Melfach der Revision. Da» zweite halbe D'enst,abr im Heere sollte auf das praktische Iabr .Außerdem sollte eS dem Medizinalprakti. b^ -?n-^ ^ben wenigstens einen Teil ihres praktischen Jahres be, einem praktischen Arzte abgulciften; das würde vielbeschästig« "'uogl'ckien, an AukbildungSkurfen teilzunehmen und b^onderS auch m der Praxis der sozialen Medizin hCn‘ h>ari]C boc bcc Tinführung immer neuer etanh,a ' 9nnrfi^hncr -e^n Spezialisierung des ärztlichen SL («h J en..nxz letzt eigentlich noch praktische Aerzte? r i Wegweiler zum Spezialisten. Dankbar anzuerken« lail Fortschritte infolge der Tätig. beSfa^ fu CUnterernährung unseres Vol- ?KX dor solcher Uebertreibung. (Sehr -rut e.6 nicht, sondern die erforderlichen Bestandteile der Nahrungsmittel. (Zuruf von den Soz.: Von Kaffee und Kartoffeln kann man nicht leben!) Nein, am aller- । tveniflften tun das die Herren auf der Linken. (Lebh. Beifall | rec6t8 unb tm Zentrum.) Der Geburtenrückgang ist zum großen Teil eine Folge der Annoncen der klugen Frauen (Sehr richtig!) 61°^C m'r1“"9 «1 bZn 3ci,un9cn nötig und schärfere xcA?8?^mCn bCC ^ohaet* eine nationale Frage. (Beifall Abg. Dr. v. Schulze-Gaevernitz (Vp.)? Auch die Volkspartei muß zur Weinfrage Stellung !u9yten-. 68 ist eine soziale Frage ersten Ranges, für die Tau- nC.fifaH*nb m^E.auiende von Bauern (Heiterkeit rechts), die ohne gesetzlichen Arbeiterschutz unb ohne Streikmöglichkeit arbeiten. Ich rann einfach das unterschreiben, was der Vertreter der libera- !>^?»-;>,-^m?rrpar lei gesagt hat, der hervorragende Sach- verständige Blankenhorn. Der AuSlandSwein kommt auf Grund des Wewgesetzes herein unb verkehrt im Jnlande auf Grund deS NabrungsmittelgefctzeS: um die Umgehung des Gesetzes zu verhindern, die Konsumenten vor schlechtem Derschnittwein zu be- wahren, sollte man daS Nahrungsmittelgesetz schon bei der Ein- fuhr anwenden. (Sehr richtig!) Tie Winzer wünschen, daß die Zungenprobe auch für die Weinkontrolle gilt Ich habe rmen solchen Zungensachverständigen gekannt, der konnte leben Wein nach dem HerstellungSort, ja jedes Grenzstück bezeich. nmi. Freilich, die menschliche Zunge ist eine be- l c,®r°fcc-. (Schallende Heiterkeit.) Leider kennt der deutsche Konsument vielfach den Naturwein Überhaupt nicht (Lehr richtigI) Tie Winzerbestrebungen gehen parallel mit der Volksgesundheit. Helfen Sie ihnen nicht nur al« Gesetzgeber, fonbern auch als Konsumenten. (Heiterkeit, Beifall.) Erziehen wir unsere Zungen! (Beifau.) ' 69 'nwlge der Erbebungen bei ben Bundesregierungen daS Material nahezu beisammen und wird zurzeit im ReiLSgesundbeitsamt bearbeitet. Fe nach dem Ergebnis wird untersucht werden, ob eine reichsgesetzliche Regelung erfolgen ober sonst vorgegaugen toerben soll. Em Gesetzentwurf über b i c llnfallfur- f e t f iCg g c ft c0! 7 C1" n “ 6 ’ 8 C 2'ätiflIcit »st nahezu .. . _ Abg. Cchwarz.Sckwe'nfnrt (Zentr.) tritt dem Dr. Blunck bei und klagt über ungenügendes Entgegen« kommen dcS ReichSgesundheitSamtS. ® 0 JJacfi weiterer Aussprache werden sämtliche Resolutionen zum ReichSgesundheitSamt angenommen. Donnerstag 1 Uhr: Weitcrbcratung. Schluß nach 7 Uhr. v Dr. Burkhardt (Wirtsch. Vgg.) kommt auf b.e Frage der Zurückweisung jüdischer die brCn Krankenhäusern zurück. Warum wollen ^^r-rortschrittler. die sonst für die Freibcit eintreten hier hi> Redner ^ritt"wei/e^ beschränken? Der we's"ens? Cm' ®1e 10611 tft bic Regelung des Apo?hek?n- Staatssekretär Dr. Delbrück: Ehe wir an die Regelung beS Apothekenwesens schreiten können, müssen den Dundevstaaten unter Abänderung einiger Bo gmmungen der Gewerbeordnung Vollmachten bcuu eStcill roerben Darüber wird augenblicklich verhandelt. Abg. Graf b. Posadowsky fb. f. Zs.)' h??6» bic Verunreinigung der Flüsse durch ben fl£nu0' erwarten, daß die Kaliindustrie V f ' llcr 3ur Verbesserung der Verhältnisse notwendig ist. bauen wird. Ich bitte bringenb um ein Reichsgesetz zum Schutze der Fluhanwohner. Staatssekretär Dr. Delbrück: khrer^Lerr^^n "w^rdi»n^Es.^''^ngen erkennen die Mißstände an; ihrer Herr zu werden, ist aber besonders schwierig bei den ae- ratffinfili h- ^!uffcn hehrerer Bundesstaaten. Der Bundes- die r^rage eines eventuellen Reichsgesetzes zu prüfen. h^rr?"APc-nun9 vermag id) heute dazu nicht zu nehmen, da sch vielleicht ein anderer Weg ergibt, beispielsweise eine Verständigung zwischen den beteiligten verbündeten Regierungen. . Abg. Brey (Soz.) C$ne m^o[!,tion seiner Fraktion, die die Mitwirkung der Arbeiterorganisation verlangt bei den Erhebungen über den G-sundhcitSzustanb der Arbeiter in der chemischen Industrie. Die Riesengewinne der deutschen ckiemischen Industrie brauchten nicht der Arbeiter au fordern. t'n WMkfÜXb“ in Ministerialdirektor Dr. Caspar . erHärt, daß der Bundesrat notwenbige Spezialvorschriften für d.e chem.iche Industrie erlassen wird. Der Großindustrie' Prosit Sin^Hmn?nr unberechtigt, sie habe großartige Wohlfahrts- Dst! ?’C mrber 9"nzen Welt anerkannt werden. Die BerhSltnisse ,m Blciweißgewerbe werden augenblicklich ge- 2),Ll’ angebracht, Arbeiter bei Erhebungen in bet Semitniffe fthlen.^^ buzuziehen, weil ihnen die wissenschaftlichen v , ,,, Abg. Hepp (Natl.)r «tt--*1/ ^^dwirtschaft toird bald in der Lage sein, den deutschen Flenchkonkum völlig zu decken. Ausreichender Schutzzoll ist aber notwendig. Als nassauischer Kleinbauer begrüße ich eS, daß hier die Parteien in Bauemfreundlichkeit wetteifern. Helfen Sie den Bauern, dann helfen Sie dem Staat! (Beifall.) ir r Abg. Fischbeck (Vp ): ni^^E Tatsache daß 5er Durchscknittsfleischkonsum ettvai ge. x- 0 m J-l'i ,ft doK kein Vewc.S dafür, daß die Lebenshaltung der Bevölkerung besser geworden ist. In den oberen Schichten hnrb eben mehr gegessen, während der Unterkonsum bei den Arbeitern ist. Man sollte das ausländische Gefrier- LV«’fl AereinrÄ- Joch den Erfahrungen in England tmrb kein Preissturz bei beuljdiem Vieh die Folge sein, die argentinische Regierung fuhrt jetzt schon eine strenge Kontrolle E?'- Wir mnisten nur noch besonders deutsche Kontrollbcamte , hinichicken Der Redner fordert Erleichterungen bei der "l'.5>bc schau. Die Trichinenschau muß viel billiger toer- . -1] 000 Mark werden jetzt für Untersuchungen auSgcgeben, ein trichmo>cS Schwein gefunden wird. zie Kapitel W, Zellenstrafanstalt Butzbach, 91, Landeszucht- bau§ Marienschloß (92, Weiberstrafanstalt Mainz fällt aus, 93 * r- b STimjnaIfaffe Starkenburg, Titel 2, K-riminalkasse Eber- U'bn, Titel 3, Kriminalkasse Rheinhessen, 94, Zentralbauwesen, 9?' Cterbeguartale, 96, Allgemeiner Fonds für Stellvertretungs- 2?'«, 5orto' Telegraphen- und Fernsprechgebühren werden ohne Tebatte angenommen. X. Hauptabteilung: Ministerium des Innern. Zur Generaldebatte darüber wird daS Wort nicht verlangt Man kommt deshalb zur Abstimmung. Kapitel 98, Finanz» mimfierium, 99, Hausverwaltung, 100, Hauptstaatskasse werden Vizepräsident Tode: lohne Ausiprache angenommen. ych bitte meinen Anweisungen zu folgen. Ich mack? Sie auf ^orstverwaltung im allgemeinen, bringt der die Folgen einer wiederholten Nichtbeachtung ausmerljam, Är V l lMr.) ernen Antrag bezüglich der Hollschwellen Ter Redner tritt ab. * f besonders un Hinblick auf die Eisenbahn- ' ^lon Mainz. Ter Antrag des Ausschußes zu diesem .Kapitel tonne der stntrag ^ckmitt werden einstimmig genehmigt d.ei Kapitel 102, Kataster, weist der Abg. Urstadt (fortschr. BP - aus eine^ ^enkichn't des hessischen Geometervereins hin, in der das he,ii,cke Lermeisungswesen in der ersten Hälfte des vongen Jahrhunderts als das beste bezeichnet wurde. Jetzt sei es aber rückständig. _ Es wäKe wünsckenswert zu hören, wie sich die Regierung zu bteicr Tenk'chntt stellt, ob sie die Behauptungen ,tC ;-<7nt 1 ^besserungen vorzunebmfn. "KÄS iÜt $0 ) ÜbEI b- «nsteNungs. Tba. Molryan (Ztr.) wesen des Brückengeldes zu Main; einige Wünsche, die auf der Tribüne unverständlich sind, ebenso spricht der Abg v. Brentano (Ztr.) über die Erbauung einer Nahebrücke Abg. Raab (So-.) bringt eine Klage aus der Gemeinde Gainsheim vor. Ter Ausschußantrag wird hierauf angenommen. Tie Kapitel 105 bis 113 einschließlich finden ohne Aussprache Erledigung. w Die Kapitel 114, XI. Hauptabteilung: Ausleihungen und Staatsschuld und die Kapitel 116 a und 116 b, Ausgleichs- und Tilgungsfonds und Nachträge werden bis nach der Pause ausgesetzt. XII. Hauptabteilung: Pensionen. Der Ausschußantrag zu diesem Kapitel 115, wird ohne Debatte angenommen. XIII. Hauptabteilung: Verhältnis zum Reich, Kapitel 116. Hierzu kommt es zu einer lebhaften Aussprache. Zunächst Abg. Henrich (fortschr. Vv.) das Wort. Er geht auf die Lage der mittleren Beamten ein und befürwortet das Aufrucken der Tüchtigen. (Redner ist bei der Unruhe des Hauses, kaum verständlich.) t ■ Abg. Bach (Ntl.) bespricht die Vergütung der Zollbeamten bei Schiffsbegleitungen. Die hessischen Beamten werden schlechter bezahlt wie die preußischen. , rp . r 3 Abg. Dorsch (Bbd.) geht auf die Abschaffung der „Liebesgabe" ein. Abg. Ulrich (Soz.) weist an Hand einer Aufstellung des Abg. Tr. Wendor nach, daß die „Liebesgabe" nur den Großgrundbesitzern ui gute käme. Abg. Dr. Weber (Bbd.) bittet die Regierung, ihren Standpunkt zu der „Liebesgabe" darzulegen. _ Gehcimerat Dr. Becker: Es i)t nicht richtig, daß dies>teuer- beamten für Schifssbegleitungen in Hessen schlechter bezahlt werden als in Preußen. Ter Abg. Henrich trat dafür ein, daß man für die weitere sachliche Ausbildung der Zollbeamten Sorge tragen möchte. Der Beruf des Zollbeamten kann aber nur praktisch erlernt werden. Die Erfahrungen, die man mit Zollhochschulen gemacht hat, sind keineswegs gute gewesen. Wir haben kein Bedürfiiis nach weiterer fachticher Ausbildung. Unsere Zollbeamten tun, soweit man dies verlangen kann, durchaus ihre Schuldigkeit. Ich möchte, ehe ich auf die sogenannte „Liebesgabe" eingehe, voraus- schicken, daß cs kein schwierigeres Thema als die Branntweinsteuer- frage gibt. Tie Frage der Kontingenz läßt sich nicht so leicht tosen, wie es draußen in den Wahlversammlungen versucht wird. Die „Liebesgabe" entstand int Jahre 1887. Man wollte die landwirtschaftlichen Brennereien schützen, von denen man annahm, daß sie für den technischen Landwirtschaftsbetrieb notwendig feien. So ist die Branntweinliebesgabe entstanden. Es würde zu weit führen zu schildern, wie sie sich weiter entwickelt bat.. Es genügt, wenn man auf die Wirkung kurz cingeht. Es haben sich unter der neuen Gesetzgebung die Branntweinbrennereien nicht vermehrt, sondern vermindert, das laßt darauf schließen, daß auch diese Liebesgabe nicket ausreicht, den Brennereibetrieb besonders rentabel erscheinen zu lassen. (Hört, hört!) Wir arbeiten in Hessen mit schwereren Produttionsbedingungen als in Ostdeutschland. Wenn bei und der Dranntweinbelrieb rentabel wäre, dann müßte man annehmen, daß nun einfach darauflos gebrannt werden würde, insbesondere als die Spirituszentrale den Vertrieb in die Hand genommen hat. Tatsächlich aber hat sich der Brennereibetrieb bei uns über das Kontingent hinaus in den bescl)eidensten Grenzen gehalten. Wir brennen nur 15,4 Prozent außerhalb des Kontingents, 84,6 Prozent innerhalb des Kontingents. Das zeigt, daß der Brennereibetrieb für unsere Landwirtschaft nur rentabel ist, solange er begünstigt wird durch die sogenannte Liebesgabe. In Preußen wird übet das Kontingent hinaus 42 Prozent gebrannt, also nahezu dreimal so viel wie bei uns, innerhalb des Kontingents 58 Prozent. Es heißt, die Liebesgabe lumme nur den Großen zustatten. Das stimmt nicht ganz. Selbstverständlich den Größeren in höherem Maße wie den Kleincreni prozentual aber nicht. Man muß also festhalten: die Aufhebung der Liebesgabe ohne jeglichen Ersatz wird den Brennern, die zurzeit dieses Kontingent haben, eine schwere Schädigung zufügen. Man wird sagen, der Brennereibetrieb sei bei uns nicht notwendig. In Hessen gibt es 213 Personen, die sich nun einmal auf den Brennereibetrieb eingerichtet haben, und denen man nicht anmuten kann, ohne weiteres darauf zu verzichten. Das i|'t_ keine Parteifrage mehr, sondern eine wirtscl-aftllche Frage. (Sehr richtig.) Die Aufhebung ist jetzt sehr einfach, sagt man, nadjbcm die Spirllus- zcntrale das Monopol hat. Der Redner geht dann auf die Preis- normierung der Spirituszentrale ein. Die Großherzogliche Regierung wird der 9lufhebung der Liebesgabe zustimmen, wird aber versuchen müssen, die kleinen hessischen Brenner zu schützen. (Lebhafter Beifall der Rechten und des Zentrums.) Der Staatöminister Dr. Ewald teilt mit, daß er die Anfrage, ob Darmstadt in eine höhere Klasse für Wohnungsgcld- zuschuß versetzt werden solle, beantworten wird, sobald dieser Gegenstand auf der Tagesordnung stehen wird. Da noch verschiedene Redner zu der wichtigen Frage der Liebesgabe sprechen wollen, wird die Beratung einstweilen ausgesetzt, um erst die anderen Kapitel, die lveniger Anlaß zur Aussprache geben, zu erledigen. Zunächst tritt aber eine Pause von 20 Minuten ein. Raa) der Pause werden zunachit Abstimmungen vorgenommen. Kapitel 117, Indisponible und reservierte FoiidS, wird ausgesetzt. ES wird dann über die Kapitel des zweiten Teiles des Etats, daö Vermögen betreffend, abgeftimmt. <5ämtlid)c Kapitel von 118 bis einfchl. 145 werden ohne Aussprache erledigt. Nur zu dem Kapitel 138, Anlegung neuer Grundbücher, bittet der Abg. Wolf-Stadcckcn die Regierung um Auskunft. Staatsminister Dr. Ewald erklärt, daß die Anlage der Grundbüd)cr, wie sic geschehen fei, itid)t unbedingt notwendig war. Alsdann wird in der Beratung, Kapitel 116, Verhältnis zum Reid», sortgcfahren. 'Abg. Adelung (Soz.): Die Liebesgabe sei geeignet, dem brcubifd)cn Großgruiidbesitz Mittel zuzuführen. Die Austührungen des Gcheimerats Dr. Beckers feien mehr cuic Rechtfertigung der Liebesgabe gewesen. Abg. K o r c l l - Königstädten (Fortschr. Vp.): Das Zentrum hat zunächst gegen die Liebesgabe gesprochen. Als aber in dem Blockreichstag von einer schrittweisen Absetzung der Liebesgabe gesprochen wurde, ist eS das Zentrum gewesen, welches die Liebesgabe in der alten Höhe weiter bewilligt Hai. Die Bezeichnung „Liebesgabe" stammt von einem Abgeordneten der konservativen Partei. Abg. Hebel (Ztr.): Es ist nicht richtig, daß wir unS als Freunde der Liebesgabe früher aufgespielt haben. Wir ivarcn wenig interessiert an der Liebesgabe. Wir waren im besonderen dagegen, daß man die Lieoesgabe in maßloser Weise für die Agitation auSgeschlachtet habe. Abg. Dorsch C-öbb.): Tie Linke soll die Ausführungen deS GeheimeratS Becker jid) in ihre Agnat io nSbücher schreiben. Abg. Ulrich (swz.): Die Raubritter von heute haben zu lange den Vorteil in die Tasche gesteckt. Das Zentrum tarn erst zum Bündnis mit den Konservativen, als eS für die Liebesgabe einzutreten versprach. Geheimeral Tr. Becker: Ich hatte eigentlich angenommen, daß meine Ausführungen klar genug waren. Ter Zweck war, ob die Liebesgabe notwendig war, und ob sie im allgemeinen mal diesem und mal jenem zu Gute gekommen sei. Bei einer Aufhebung der Liebesgabe müßte dafür gesorgt werden, daß den Heineren und mittleren Brennern Hilfe geleistet werde. Wir haben, wie ich schon sagte, 213 Brenner Davon produzieren 89 bis zu 10 Hektoliter, 62 bis 100 Hektoliter, 38 bis 300 Hektoliter und 19 von 300—1200 Hektoliter. Ueoer 1200 Hektoliter haben wir überhaupt keine Brennereien. Die Existenzmognchleu der kleineren Brenner zu erhalten, sollte das ganze Haus anerkennen. Aus der Liebesgabe ziehen wir nur 354 000 Mark Vorteil Unseren Heineren und mittleren Brennereien wird cs ein schlechter Trost sein, wenn ihnen gesagt wird, wir haben endlich erreicht, daß die ostpreußischen Junker um 100000 Mart gekürzt worden sind. Die Kleinen haben Sie dann aoer zugrunde gerichtet. Nun noch ein Wort übet das Branntweinpwdult. Mit der Aufhebung der Liebesgabe werden die Preise für Branntwein in die Höhe gehen. Das ist selbstverständlich. Wenn Sie (zu den Sozialdemokraten) die Arbeiter vor dem Branntwein schuhen wollen, dann müßten Sie gerade für eine möglichst hohe Besteuerung eintreten. Abg. Hauck (Bbd.): Seine Partei beweise, daß fie bereit ei, ein Cofer zu bringen, und daß der Bund der Landwirte nicht o begehrlich ist. Abg. Urftabt (Fortschr. Bp). Was lerne Partei im Wahlkampf behauptet hat, sei, daß cs nicht auf den prozentualen Nutzen ankomme, sondern auf den absoluten. Auch habe seine Partei niemals behauptet, daß die kleinen Brenner keinen Nutzen oder gar Schaden von der Liebesgabe hätten. _ Wenn also Kollege liebel von den Unwahrheiten spräche, die seine Partei zurückgcwiesen habe, so richte sich das gegen die Zentrumspartei selbst. Kollege Adelung habe ja beweisende Aussprüche von Zentrumsautoritäten 'elbst angeführt. Kollege Dorsch hatte nicht nötig gehabt, unsere Agitation zu kritisieren. Auf der Seite seiner Partei wird mm- bestens gleich viel gesündigt. Wie Kollege Korell-Köntgitädten 'ei auch er (Redner) der 9Jtcinung, daß die Bemerkung des Ge- heimerat Becker über das Schlagwort „Liebesgabe" in der Agitation her Parteien allen Parteien gegolten habe, wenn sie auch immerhin mit einer gewissen Wendung halblinks gemacht wurde. Einig sind mir mit dem Wunsche, daß, wenn die Liebesgabe beseitigt wird, für Entschädigungen unserer hessischen Brennereien gesorgt werden muß. Er hoffe, daß die Regierung bet diesen Bemühungen die Unterstützung der ostelbischen Großbrenner-ten und der Zentralleitung des Bundes der Landwirte finden wird. Abg. Hartmann (Soz.) ist der Ansicht, daß es sich hier nur wieder um die Entschädigung der Besitzenden handele, was man bei den Arbeitern nicht tue. Geheimerat Dr. Becker: Tie Tabakarbeiter haben Ent- 'chädigungen bekommen. Man darf nicht sagen, daß man sich nicht um die Leute gekümmert habe. Er geht dann nochmals kurz auf die Wirkung der Steuer em. Abg. Breidenbach (Bbd.): Er habe die Schnapsbrennerei aufgegeben, weil sie unrentabel sei. Dabei seien keine großen Geschäfte zu machen. Abg. Ulrich (Soz.): Es bestünde überhaupt kein Recht zur Gewährung einer Liebesgabe. Das fei lediglich eine Folge der Macht, die die Besitzenden in der Gesetzgebung haben. Die Tabakarbeiter seien jammervoll unterstützt worden. Die Agitation mit der Liebesgabe sei iwtroenbig, weil das Volk davon nichts wisse. Damit ist die Debatte geschlossen, und der Antrag des Anschusses, die Einnahme von 3 938 773 Mark und dte Ausgabe von 5 208 639 Mk. zu genehmigen, wird einstimmig angenommen. Alsdann wird in der Tagesordnung sortgesahren. Zu Kap. 98, Ministerium der Finanzen, liegen drei Einträge vor, die zurückgestellt werden, da man sich im Ausschuß nicht einigen konnte. Ter Antrag, die Anstellung der Schreibgehilsen beireifend, wird bei der Vorlage der Besoldungsordnung beraten. Zu Kapitel 54 liegt ein Antrag Köhler und Dr. Stephan vor, das Impfwesen betreffend. Geheimerat Dr. .Weber gibt .Auskunft über die Verteilung der Entschädigungen. Der Antrag Köhler und Dr. Stephan wird einstimmig genehmigt. Zu Kapitel 75, Titel 1, Landgcstüt, wird beantragt, einen vorliegenden Antrag Korell-Angenrod abzulehnen. s)JiinifteriaIrat Hölzinger gibt Auskunst über die Er- ahrungen, die man mit den Deckgeldern gemacht habe, die sehr ungünstig gewesen waren. Abg. Dr. Weber (Bbd.) wünscht noch die Errichtung weiterer Stationen. Abg. Lutz (Bbd.) tritt für die Erhebung von Sprunggeldern ein. Zu Kapitel 81, Gewerbeaufficht, beantragt der Berichterstatter Henrich, einen vorliegenden Antrag Raab und Genossen, Vergütungen für Gehilfen betreffend, der Besoldungsvoclage als Material zu überweisen. Zu den weiter noch ausstehenden Kapiteln 114 und 116 a und b beantragt der Berichterstatter Dr. Osann die Zustimmung des Hauses zum Notgesetz. Diesem Anträge wird stattgegeben und das Notgesetz mit dem Zusatz angenommen, daß es ui dem Artikel 1 heißen solle, daß über den Restefonds nur mit Zu- timmung der Kammer verfugt werden dürfe. Kapitel 128, Titel 1, Landesuniversität betreffend, wird ausgesetzt. Zu Kapitel 136, Titel 1, Neubau eines Amtsgerichts in Gießen, wird die Regierungsvorlage angenommen; ebenso zu üapitel 128, Kreditübertragungen, Seminarneubau in Bensheim betreffend. Die Regierungsvorlage, betreffend die alte Blindenanstalt in Friedberg, deren Räume vermietet werden sollen, wird einstimmig angenommen. Schluß der Sitzung um 2 Uhr. Fortsetzung morgen vormittag 9 Uhr. Au; den Heidi$tagsau$jd)üffen. :: Berlin, 20. März. Eiugkborencnrecht und Raffenunjchung. Der Budgetausschuß setzte heute die Beratung des Kolonialvoranschlags fort. Auf eine Anfrage über den Stand der Vorarbeiten über ein Eingeborenenrecht sagte Staatssekretär Dr. S o 1 f für die morgige Sitzung eine ausgiebige Darlegung zu. Zu den Fragen der Mischehen und der unehelichen Kinder lagen zwei Entschließungen vor. Die eine von dem Abg. Mumm (Wirtsch. Vgg.). Sie ersucht um baldige Vorlegung eines Gesetzentwurfes, der die rechtlichen Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches über die unehelichen Kinder sachgemäß aus die Schutzgebiete überträgt. Diese Entschließung wurde abgelehnt. Tie andere ist vom Zentrum und ersucht um Einbringung eines Gesetzentwurfs, der die Gültigkeit der Ehen zwischen Weißen und Eingeborenen in allen deutschen Schutzgebieten sicherstellt. Diese Entschließung sand Annahme mit dem vom Abg. Dr. Wald stein (Bp.) beantragten Zusatz: „und das Recht Derjenigen unehelichen Kinder regelt, auf welche etwa das Bürgerliche Gesetzbuch noch keine Anwendung sindet". Es wurde hierbei zur Begründung auf die Verhältnisse in den Kolonien anderer Machte hingewiesen. Demgegenüber bemerkte der Staatssekretär, daß auch bei anderen Kolonialämtern die Schwierigkeiten aus diesem Zustande in starkem Maße anerkannt werden. Zn Den engliscyen Kolonien machen sich Diese Schwierigkeiten Deshalb nicht so stark bemerkbar, weil Der EnglänDer ein starkentwickeltes Rassegefühl zur praktischen Betätigung bringe, so Daß Die Schwierig- keilen hier nicht so beDrohlich auftreten. Bei Der Beschlußfassung über Die Entschließung Des Zentrums bestand bei der Mehrheit Die Auslastung, daßinöffentlich-rechtlicherBeziehung noch beionDere Bestimmungen getroffen werden sollen. Bei Dem in Den Voranschlag wieDer eingestellten FonDs von 100000 Mk. für Vorarbeiten zur Erschließung Der Schützte- biete handelt eS sich um wirtschaftliche Aufgaben, wie Das Stu- Dium von Straßenbauten, Eisenbahnen, Drahtlose Telegraphie, Talsperren usw. Ter von nationalliberaler Seite gestellte Antrag, Den Reichsbeiirag für Die Ko l o nia l s chul e n zu Witzenhauscn, Engelport unD Die Kolonial-Frauenschule in Welldach im nächsten Jahre von 300 auf 500 Mk. für jeden Schüler zu erhöhen, wurde mit geringer Mehrhell abgelehnt, da zuvor näher ausgearbeitete Vorschläge vorgelegt werden sollen, die insbesondere aud) die Schaffung von Freifahrt sicherstellen sollen. Morgen Weiterberatung. Ter Wahl-rüsungsauSschuß kam heute zu dem Beschluß, Die Wahl des Abg. Kölsch (Nll., Stehlenenburg gewählt gegen den bisherigen ZentrumSabgeord- neten ssthüierj zu beanstanden, nachdem auch die Prüfung Der relllichcn Einsprüche die 9totn>ciit)ig[cu einer Beweiserhconng ergab. _ coDann v rüste der Ausschuß Du angefochtene Wapl Des Adg. v aupt (Soz., Jerichow). Er ist in Der Stichwahl mir nur sieben «summen Mehrhell über Den bisherigen konservativen Abgeordneten v. Byern Sieger geblieben, so daß es auf iä>c einzelne Stimme ankommt. Auch diese.Wahl wurde beanstandet und Beweiserhebung beschlossen. 3m Blltschrifteoausschuß standen heute zwei Fragen von allgemeinem Interesse zur Erörterung. Tie eine betrifft die Belegung der Klein n ä d t c mit Garnisonen. Ter Ausschuß stellte sich auf Grund Der Beridste der Abg. Krahmer -Kons.) und Keinath (Nil., grundsätzlich aus den Standpunkt, die Eingabe des. Verbandes der Heinen Städte zur Berücksichtigung zu empfehlen. T. ch sott vor Dem endgültigen Beschluß zunächst noch ein Regierungsvertreter zuge-ogen werden. Bei dem cuideren Punkt handele es sich um die Eingaben der Jmpfgegner. Diese Frage ollte in der gestrigen Abendsitzung des Plenums beim Kapitel Reichsgesundhcitsamt besprochen werden, wurde aber auf Antrag Des Abg. Dr. BurckharDt (Wirtsch. Vg.) von Der Sages- orDnung abgesetzl. Da er Berichterstatter deS BittichrittenauSschustes über Diese Eingaben ist. Heute erneuerten nun im Ausschuß Mitglieder Des Zentrums unD Der SozialDemol'raten Den Antrag aus Dem vorigen Jahre, die Jmpffraäc einem außerparlamentarischen Ausschuß xur Vorprüfung zu Überweisen. Dem Widersetzte sich insbesondere das ärzlliche tDcüglieb Der Volks - Partei Dieses Ausschusses, und der Antrag wurde abgelehnt. Ter Aussd)uß wirD nun selber unter Zuteilung eines Regierungsvertreters zu der Frage Stellung nehmen. Au» Statt unt Laut. Gi« gen, 21. März 1912. ** Stand der Wintersaaten Tie Aussichten für die Ernte in Körnerfrüchten sind im Gegensatz zum vorigen Frühjahr durchaus befriedigend. loggen und Weizen haben gut überwin.ert und entwickeln sich chön. Von Frostschäden ist bis jeyt nichts zu bemenen, da an den tcllten Tagen die Saat Durch eine mäßige Schneedecke geschützt war. Nur der deutsche Klee zeigt infolge der vorjährigen Dürre noch einen lürurnerlichen Stand, dürfte aber bei günstigem FrühUngswetler bald eine geschloffene Decke bilden. ** Handarbeitslehrer in nen-Prüfung. lln* ter Vorsitz von Geh. Oberschulrat Scheuermann aus Darmstadt findet am 21. und 22. März die Prüfung der Handarbeitslehrerinnen in der Alice-Schule, Abt. I, statt. Daran anschließend erfolgt am Samstag, 23. März, die Ausstellung der Handarbeiten. (S. Inserat.) ** Hundertjähriges RegirneutS - Iubi - läum. Das Husareu-Regirnent König Humbert von Italien (I. Kurhessisches) Nr. 13, früher in Frankfurt- Bockenheim, zurzeit in Diedenyofen, feiert i.i Der Mitte Des Jahres 1913 Das Fest seines 130jährigen Bestehens. Tie ehemaligen 13er Husaren, Die sich an Der Jubelfeier beteiligen wollen, werden gebeten, sich Sonntag, 24. NLärz, hier im Restaurant Hopseld zu einer Besprechung bezüglich dieses Festes einzusinden. Kameraden, Die zu entfernt wohnen und verhindert sind, zu erscheinen, wollen sich schriftlich an den Kameraden sippel, Neustadt 41 I, wenden. (S. Inserat.) ** Gegen das Grasverbrenncn an Rainen richtet sich folgende Zuschrift, die wir aus der Gegend von Hungen erhalten: Wieder nayt der Frühling, und alt und jung ergeht sich gern an hübschen Sonillagen im Freien, um fizh an der erwachenden Natur und dem Gesänge der wiedergerehrten Sänger zu erfreuen. Tells um seiner Freude Ausdruck zu verleihen, teils ohne besondere Absicht, teils aber auch aus Mutwillen geschieht nun an solchen Tagen etwas, das geeignet ist, unsere Vogelwelt zu vermindern und dadurch der Allgemeinheit zum Schaden gereicht, das Abbrennen Der mit Dürrem Grase bcstanbenen Raine. Da Durch Die FelDbereinigung jum BeDauern Der Natursreunde nach Dem Nützlichkeitsprinzip alle Hecken entfernt werden, so werden die armen Vöglein ihrer besten Niststätten beraubt. Für unsere Erdbrüter bleiben deshalb nur noch die abgelegenen Raine übrig, wo sie in dem dürren Grase einigermaßen Schutz finden. Werden diese nun abgebrannt, so wird ihnen auch die letzte Gelegenheit von Sd)uy für ihr« Nester genommen, denn die Saat- und Kleefelder lino noch zu kahl, um ihnen diesen zu gewahren. Aber nicht genug Damu, manches Nest, in Dem sich bereits Eier befinden, wird durch das Abbrenncn des Grases zerstört, uno manches Häslern findet in den Flammen seinen Tod. Erwachsene mögen sich deshalb das zweifelhafte Vergnügen, einen Rain abjubtennen, versagen, mögen vielmehr bei ihren Svnntagsspaziergängen, wenn )ie Die Absicht zu solchem Tun bemerken, eS verhindern. Tie Schulen mögen ihre Zöglinge aus das Schädliche fold)cn Treibens Hinweisen, und nicht zuletzt möge es Sache der Feldpolizei fein, solchem Tun ae- gegebenen Falles selbst durch Anzeigen entgcgenzuarbellen. ut Vöglein werden es uns Tank wissen. Ein vielstimmigerer Gesang wird uns aus unseren Gängen begrüßen, und vor allem wird Dem Landmanne eine größere Schar Helfer bei der .Vertagung De? Ungeziefers heranwachfen können. Kreis Alsfeld. w. Alsfeld, 19. März. Zu Beginn der heutigen Stadtvorstandssitzung gab der Vorsitzende Das Ergebnis der städtischen Holzversteigerung bekannt, bas als recht günstig zu bezeichnen sei. Weiter wurde em Schreiben Des Ministeriums Des Innern zu der Herabsetzung des elektrischen Lichtstrompreises auf 40 Pig. bc- fannt gegeben. Tas Ministerium verlangt banad) eine genaue Abrechnung aus bem Rechnungsjahr 1910, sowie Die Angabe, wie sich Die Einnahmen 1911 unD 1912 entwickeln. — Zu Dem B a u g e s u ch Des Johann Heinrich Bücking zu Alsfeld wurde gemäß dem Vorschlag des Kreisamt- Alsfeld besdstossen, Die verlängerte Baufluchtlinie am SchwabenröDcrweg auszusühren und zwar für bciüc Seiten der Kreisstraße. — Zu einem Gesuche um Abtretung von Gelände am Altenburderweg wurde beschlossen, den fraglicher! Geländeftreisen abschließend rechtwintellg vom äußersten Ende des Grundstücks des Gesuchstellers zur Straße abzutreten zum Preise von 2 Mk. für Den Cua- dratmeter, jedoch nur, wenn Der Gefuchstellcr Das Grundstück selbst bebaut. Ter Einheitspreis von 2 Mk. soll nur gelten für die Jahre 1912 und 1913. — Für das sogenannte Mühlchen am Lindenteich, ein städtlswes Gebäude, wurde auf Ansuchen der Bewohner Die sährillbe Miete auf 144 Mk. herabgesetzt. Gleichzeitig wurde beschlossen, einen dazu gehörigen baufälligen Neoenbau reißen. — Die Verpachtung der neu erworbenen Grundstücke, Flur XV 9br. 59 und Flur XX Nr erfolgte dem Vorschlag der landwirtschaftlichen Komm.süon entsprechend an den seitherigen Pächter zum jährlichen Pacytpreis von 25 Mk. — Ein Gesuch um Rückerstattung von zuviel erhobenem Wassergeld wurde genehmigt. — Der Zuschlag für Steinholzfußböden der Badeeinrichtung im Voltsscyulneubau wird der Firma „Torga- mentroerfe"", G. m. b. H. in Leipzig, zum Preise von 3U40 Mark übertragen (Voranschlag 3u6u Mk.). Es werden ferner für Sockel in Den Gängen 408 Mk. besonders bewilligt. Der Zuschlag für Die Terrazzofutzböden wird Der Firma Gebrüder Decceco und I. Verrann, Bad-Nauheim, ;um Preise von 805 Mk. erteilt. Hierzu kommen 150 IfD. Meter Sockel zu 1.40 bis 2.10 Mk., die gleichfalls dc> willigt werden. Der Zuschlag für die Trennungswanoe wird ausgesetzt, es joll eine Besichtigung in Gießen, Friedberg und Bad-Nauheim durch den Gemeinderat vorgenommen werden. = In nichtöffentlicher .Sitzung wurde über iingi. cungr. fnter iteuten Irraelitische Neligionrgefellschast. VTt»! Sotterdienst. 3 aktt* Höchste Temperatur am 19. bis 20. März mti er e n: Aug. Frer ^für Fuchswallache und Ueberall zu haben! 1 Päckchen 10 Pfg. 3 Stück 25 Pfg Ueberall tauchen Nachahmungen davon auf. Die kluge Hausfrau achte beim Einkauf daher darauf, nur die echten Fabrikate zu erhalten mit dem Namen itine mj 4ss S« März 1912 dass alle guten Fabrikate recht bald in geringerer Qualität und in möglichst ähnlicher Packung nachgemacht werden. — So ist es auch mit V subi« n Jta« nljurt» tle dk Tic ier bt» ülätä, bezug' ein- wollen t 411, Niedrigste , Niederschlag: 1,1 mm. „Dr. Oetker’s“ '12. ichten stnsatz oggen a sich Wien, läßigc gl in« clichen : bald Airchltche Nachrichten. ZrraeUtijche ReligioiiLgemeinde. Sotterdienst in -er Synagoge (Süd-Anlages SamStag, den 23. März 1912: Vorab end: 6.30 Uhr. Morgen«: 9.00 Uhr. Nachmittags: 3.30 Uhr. SabbalauSgang: 7.30 Uhr. • bte > btt {braune Stuten) 4. Preis. Der vorgesehene 1. Preis konnte nicht vergeben werden. 5. Schwere Ar b e i ts s ch l ä g e, einzeln zu vra- Dr. Oetker’5 Backpulver bekannt, Dr. Oetker’5 Puddingpulver Märkte. Limbnrg a. d. Lahn, 20. März, ^ruch 1 markt. Durch» schnittSpreiS vro Dialter. Roter Weizen (nafiouilcber) 17,60 Mk., meister Weizen (anqebautc fnembiortcn) 17,10 TiL, Korn 14,35 Aik., Gerste: , utiergersle 00,00 Alk., Braugerste 18,50 DU.. Hal« 10,15, Mk. orbien 0,00, Mk. Kartoffeln s,<)0—9, ü DU. Zum Untergang der „Gceana". Als Augenzeuge der furchtbaren Schiffskatastrophe im Kanal gibt der englische Leutnant Hutchinson, der während deS Anpralles deS deutschen Seglers.Pisagua' in seiner Kabine in der ,Cccana* schließ, ein erschütterndes Bild des Unglücks: Durch die surchtbare Erschütterung wurden die Paffagiere auS ihren Betten geworken; alles stürzte hastig an Bord, daS Schiff lag schon um zwei bi5 drei Meter tiefer im Master und die Wellen schlugen über Teck. Die Aulregung und die Todesangst der indischen Matrosen war unbeschreiblich. Mit Mühe gelang es den Offizieren, Ordnung zu schaffen; man begann sofort die Rettungsboote hinabzulasten. .Wir Männer hallen den Frauen in die Boote. Ich wartete, daß ich an die Reihe kommen würde, als jenes schreckliche und unheimliche Unglück eintras. Tas erste Boot war herab- gelasten, wohl zwanzig Dlenschen mochten darin Platz ge'unden haben.- Und daS Fahrzeug erreichte auch glücklich das Master. Aber der Seegang war heilig TaS Seil riß nicht, aber man konnte die Klammern der Seile nicht schnell genug vom Boote losmachen, während es noch an den Tauen hing, wurde es von einer Woge gepackt, sortgeristen: eine Sekunde später kenterte es vor unseren 'Augen. Wir sahen bte unglücklichen Menschen im Master ver- schivmden und konnten doch nickt Helsen. An dem gekenterten Fahrzeug sahen wir nock einen Mann und eine Frau klammern, sie hielten stch eng umlangen und schrieen verzweifelt um Hille- Im nächsten Augenblick packle sie eine mächtige Woge und riß sie da- doil ES war fürchterlich. Inzwischen ivurde unser Boot herabgelosten, wir kamen glücklich ab, hörten aber einen Schrei, kehrten zurück und sahen an dem anderen Boote eine Frau hängen. Wir konnten nickt nahe genug herairkommen, um sie zu packen, sie mußte = + 10,0 ' c. — + 2,7 • C. 2s <3 ii« Hl getroffene Steuermann der ,Ccconae sagt au«, daß die Rellung»- ■ ooie ohne Befehl in wilder Hast loSgemackt wurden. Dabei dielt sich da« Scklff „och sieben Stunden über Master, so daß jene kopflose Hast ganz überstülsig war. Z- Dr. Oetker’s Vanillin-Zucker etc. etc. Handel. — Frankfurt a. Dl., 20. März. In der beutiaen Haupt- uedammlunq ber Mitteldeutschen Kreditbank wurden sämlltcke Anträge der Belwaltung genehmigt und die Verteilung einer Dividende von 6*, Proz. beschlossen. Die auSschelden- den Dlilglieder deS AufficklsralS wiirden luicDcr gewählt. Mannheim, 20. März. Nachdem die aul den 27 Februar emberu'ene außeroldenilicke z? a u p l v e r s a >n m l >i n g d e r Z eilst o i i - F a b r i f Walddol, in der über die Erhöhung deS 9lfiien- kapiials um 7 Dlillioiien Dtark Beschluß gelaßt lueibcn sollte, wegen ungenügender Beteiligung beschlußun älug war, wurde beute vormittag eine neue au» «»ordentliche Hauptveriammlung abgehatteu, in der die Kapilalse»hohimg von 25 am 32 B illionen Dtark durch Ausgabe vo» 7000 Stück neuer Aktien, sowie die dadurch bedingte Slalulenänderung einstimmig und ohne Erörterung genehmigt wurde. Tie neuen Aktien sind auf 1. Juli 1912 dividendenberecktigl und im übrigen den atten Aktien gleichberechtigt. Die Aktien werden von einem Kousorlium übernommen und den alten Aktionären zum Kurse von 200 Proz. angeboren, lieber den (ÄeschänSg.mg wurde vom Vorsitzenden des AntsichlSraiS mugeieilt, da» das Ergebnis des abgelauleneii EeschäflSjahres erheblich bester sc» als im Vor- ,ahre, wenngleich die Preise <ür Holz und Rohmaterialien gestiegen seien, und die Verkaufspreise so niedrig gewesen seien wie kaum je zuvor. J. Un. Dann- Hand- , jiau. cz, die 19. . 20. n tidjic t>UNg2 3 ugeü der n> Läuse! Äeiheii, llen ge- , liniere Meillteil ürre« ,]it aüt a btlten /j nut , dümn tbtaiuu, für idlt noch j öamii urch W indel ö halb bä i, mör* e Wut n M16 tun f leit ■ •töt* roirb £ gllNg inlraz -ages, lN'.igz lla. vrisen. doikz, 5*5, T.y si PrviS, S. Michel-Gießen (braune ©tute) 6. Preis, I "arlane, die einzige Ueberlcbenbe ailS jenem UiigludlbeoL Ihre ^ufmann-Nieder-Weisel (bunteibraune ©tute) 6. Preis | Eltern und Geschwister sind umgekommcn. und ^mr eine jueitcre^braunc (Stute) 7. Preis. , Das Traurigste ist, daß diese Kalastrovbe nur durch die Kool losigkeit der Besanung verursacht wurde. Ter jetzt in l'onbon ein- Pf EI c 5 <• L anzenbain, 19. März. Bei den Arbeiten zur Kulti- bierunp von Oedland stießen die Arbeiter auf Altertümer. Man sand unter einer länglichen Erderhöhung einen Brandvlatz, in der Nähe Tarnen altertümliche graue Topfscherben, Knochen flnd ein durchlochtes spitzes Eisen zum Vorschein. Tas Jnter- esiantefte aber ist ein großes, aus einseitig glatten Basaltsteil.'.. von ungleicher Form und Größe bergestelltes Pflaster, das etwa 30—50 Zentimeter tief unter Erde und Rasen angctrofsen wurde. Das Pflaster, dessen Steine sehr abgetreten sind, nahm die Fläche eines Rechtecks von etwa 10 zu 12 Meter im Geviert ein. Leider muß man sagen: „nahm ein"; denn die Unwissenheit und Gleichgültigkeit der Leute in solchen Dingen ist — trotz aller Denkmalschutzgesetze — immer noch so groß, daß man das ganze Pflaster, vielleicht bis auf einige Ecken und Ränder, umgebrochen -hat. Zum Glück sitzen wenigstens noch die Steine beisammen. Auch ein größerer lagerhafter Stein fand sich in der Erde auf baß1’ inni.b- lllde i-; eint b1” OPK * Dlß' rci^' init £ Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen. In verschiedenen Blättern unserer Provinz Oberhessen ist kürzlich ein Bericht erschienen über die Hauptversammluny der Bereinigung ehemaliger Angehörigen des Hessischen Jnsanterie-RegimentS Kaiser Wilhelm, die in N i e d e r-W ö l l ft a d t am 10. März statt- gefunben hat. Dem Berichterftatter ist ein — allerdings sehr wesentlicher — Irrtum unterlaufen, indem er vergaß hinzuzusetzen, daß es sich nur um die Vereinigung ehemaliger 116er „in der Wetterau" gebandelt hat. — Um Irrtümer zu vermeiden, sehen wir uns verpflichtet, dieses richtig zu stellen und weiter darauf hinzuweisen, daß in Obe^hessen zurzeit vier Vereine ehemaliaer 116er bestehen, nämlich die Vereine Wetterau, Friedberg, Gießen und Schotten. — In der am 7. Januar in Gießen abgehaltenen Versammlung sämtlicher Vereine ehemaliaer 116er wurde beschlossen, daß dem Verein Schotten als Wirkungskreis der Verwaltungsbezirk Schotten zugewiesen und in den Kreisen Alsfeld und Lauterbach noch besondere Vereinigungen von Gießen auS gegründet werden sollen. Da der Vogelsberg auch geographisch nicht zur Wetterau gehört, richten wir an alle Kameraden die Bitte, sich den ihnen näher stehenden lokalen Vereinigungen ihres Bezirks anzugliedem, um dadurch dem Regiment und dem Ve» band ehemaliger 116er die Arbeit zu erleichtern. Versammlungen zur Gründung solcher losen Vereinigungen finden für die Amts- gerichtsbezirke Laubach und Grünberg am Sonntag, 24. März, in Grünberg und für den Amtsgerichtsbezirk Alsfeld am zweiten Osterseiertag zu Alsfeld statt. In Homberg, Lauterbach und Schlitz sollen demnächst noch ähnliche Versammlungen stattfinden. lfi%- ’S eri y [oP i i°L et?;; y A S 8rül)iaf)rs=Pferöemarft zu Gietzen. th. Gießen, 21. März. Der gestrige Frühjahrs-PferdemarTt hatte Leben in fast alle Geschäftsstraßen unserer Stadt gebracht. ?luf dem Markt waren 300 Pferde und 15 Fohlen gegen 250 Pferde und 16 Fohlen beim vorjährigen Frühjahrsmarkt aufgetricben, ein Auftrieb, den man in Anbetracht der Beschränkung, Die durch eine Verschleppung der Seuchengefahr für den Markt gegeben war, nicht erwartet hatte. Besonders zahlreich waren die zur Prämiierung vorgeführten Pferde von Landwirten und Züchtern vertteten, darunter wundervolle Tiere, die eine äußerst günstige Beurteilung durch den am Markt anwesenden Direktor des Kgl. Gestüts Dillenburg erfuhren. Der Herr erklärte, er sei erstaunt, daß man in Ober- Hessen über so zahlreiches erstklassiges Material verfüge. Unter den von Händlern vorgeführten Pferden ist auffällig, daß auf unfern Märkten die früher an Zahl und Qualität dominierende belgische Rasse (schwere Arbeitspferde) nach beiden Richtungen immer mehr zurückgeht, dagegen deutsche Rassen, besonders Oldenburger, ihr das Feld streitig machen. Als Grund dafür wird angegeben, daß die Belgier wegen der sehr starken Nachfrage in ihrem Geburtslande im Einkauf von Jahr zu Jahr hochpreisiger feroorben sind, hierzu kommen noch die Transportspesen und der ehr hohe Eingangszoll und so seien die Tiere für den gewöhnlichen Gebrauch zu teuer und wer nicht unbedingt ganz schwere Pferde haben muß, wendet sich mehr der Oldenburger Rasse zu. Am Vorführungsplatz, wo die Prämiierungskommission arbeitete, war der Hauptandrang der schaulusttgen Menge, während am Markt selbst das Treiben der Händler und das Feilschen der Käufer ein recht interessantes Bild abgab, das durch die zahl- bem Pflaster liegend. Vor einigen Jahren soll man in nächster Nähe bei Anlegung des Hochbehälters der Wasserleitung schon einmal auf ähnliches Pflaster gestoßen fein Der Ortsgeistliche, der zufällig am Sonntag von den Funden Kenntnis erhielt, machte den Vorarbeiter auf die Bestimmungen des Denkmalschutzes und die Wichtigkeit der Sache aufmerksam und erstattete dem Kreis- amt Lauterbach Bericht, damit die Denkmalpflege veranlaßt wird, einen Sachverständigen den weiteren Arbeiten beuvohnen und alles, was sich noch seststellen läßt, feststellen zu lassen. Der Sage nach soll ehemals Lanzenhain an der Stelle gelegen haben. — Auch Die Flurnamen der Fundstelle und ihrer nächsten Umgebung sind altertümlich und eventuell ein wichtiges Hilfsmittel zur Aufklärung des Charakters der alten Siedlung. Das Pflaster macht den Eindruck, daß es der vielbettetene Fußboden eines für frühere Verhältnisse großen Versammlungsraumes gewesen sein könnte. reichen Koppelknechte belebt wurde. Außerdem sah man hier die Derlosungskommission wirken, die ihre Last hatte, die lebenden Gewinne preiswert zu erstehen. Mit dem Markt war eine sehr gut beschickte Ausstellung von Wagen, Geschirren^ landwirtschaftlichen Geräten und Stallutensilien verbunden, bet der folgende Firmen, einzelne mit schönem Arrangement und durch große Vielseitigkeit sich auszeichneten. Deutscl>c Baltie-Separator-Zerttrale Wilmersdorf, Gloria-Sepa- ralor-Gesellschaft Friedenau bei Berlin, Globe-Separator-Gesell- schaft Friedenau bei Berlin, Georg Schtvan-Gießen, Louis Faber- Gießen, Conr. Stephan-Großen-Buseck, Rich. Weber-Niederscheld, M. Rosenthal-Gießen, I. B- Häuser-Gießen, Gg. Schieferittin- Lich, Hch. Christ-Atzbach, Carl Buß-Wetzlar, I. Kreuzer-Eibelshausen und Ludw. Simon-Nieder-Walaern. Die Prämiierung hatte folgenden Verlauf: 1. Reitpferde unter dem Reiter gezeigt: Bürger- weister Rompf-Langgöns (braun. Wallach) 2. Preis. 2. Wagenschläge, paarweise zu prämiieren: S. Michel-Gießen (braun. Stuten) 1. Preis, Aug. Frensdorf- Gießen (dunkelbraune Wallache) 2. Preis, Ed. Kausmann-Nteder- Weisel (braune Wallache) 3. Preis. 3. Schwere A r b e i t s s ch l ä g e, paarweise zu prämiieren: S. Michel-Gießen (Rotschimmel) 1. Preis, Ed. Kauf- mann-Nieder-Weisel ^Rotschimmel, Wallach und Stute) 2. Preis, Aug. Frensdors-Gießen (brauner Wallach und <5tute) 3 Preis And Ed. Kaufmann-Nieder-Weisel (braune Stuten) 4. Preis. 4. Leichte Arbe11sschl äge, paarwen e zu prämiieren: Aug. Frensdors-Gießen (braune Stutm) 2 Dreis, (für Fuchswallache und Stute) 3. Preis und S. Michel-Gtetzen Miieren: Simon Kaufmann-Niederweisel .Rotschimmel) ^Pr., loSlaffen, eine Welle wßle sie, aber zum Glück gelang es in diesem M Bina-Lich (Kohlfuchs) 2 Prei^, Ed. Kaufmann-Nieder-Weifel Augenblick einem Herrn und mir, bte Unglückliche am Arm zu (dunkelbraune Stute) 3." Preis, Aug. Frensdors-Gießen (braune | toffen. Wtr zogen sie tn unser Fahrzeug. ES war Miß Mac .6 Leichte A r b ei t s s ch l ä g e, einzeln zu prämiieren: Ed. Kausmann-Nieder-Weisel tbraune Stute) 1 Pr, Aug Frensdors-Gießen । braune Stutei 2. Preis, S Hautmann Nieder-Weisel (braune Stute' 3. Preis, Ed. Kaufmann-Nieder- >vtlsel 'braune Stute' 4. Preis, Aug Frensdorf Gießen Gold- fuchs^Wallach) 5. Preis und für (RotfuchS-Stule 6. Preis <• Arbeitsschlüße, einzeln zu prämiieren Diese Pferde müssen mindestens 6 Monate im Besitz von Landwirten sein, die dem Landespferdezuch!verein ober einem landnnrtschast- heben Bczirksverein des Großherzogtums angeboren: Gg. Bill- Nieder-Weisel (braune ©tute) 1. Preis, Wild. Wagner Il.-Kirch- göns (braune Stute) 1. Preis, Wllh. Sstäscr III ^roßen-Buseck «braune Stute) 2. Preis, Carl Hoftnann-Wetterseld ^stothschimmel- ^hite) 3. Breis, Joh. Aug. Heinz-Nleder-Weisel .Schimmel) 4. Breis, Konr Häuser XX.-Nieder-Weisel (Rotschimmel-Stute 5. Preis, Jak. Klippel-Nieder-Weisel (dunkelbraune Stute) 6. Preis, Karl Heil»Butzbach (hellbraune Stute) 7. Preis. D. Wagner II.- .ikircl'göns «hellbraune Stute: 8. Preis, H Düruiger-Gamb.ich ^Schimmel-Stute) 9 Preis, C. I Düringer^der-Hörgern hellbr. Stute- 10. Preis, Chr. Häuser IV. Wittve-Nieder-Weisel (braune Stute- 11. Preis, und Hch. Görlach VIII.-Eberstadt (braune ötute) 12. Preis. länDeertocrb ber Stadt zu in Zwecke ber Verwertung bei der Feldbereiniguna verhandelt. x AuS dem Ohmtal, 20. März. DaS Brot ist tn unseren Tatorten a u f a e s ch l a g e n. Der vier- psündige Leib, ber seither 50 Pfennig gekostet hat, kostet nunmehr 53 Pfg. x Dom vorher en Vogelsberg, 20. März. Marzenstaub, ber Gras und Laub bringen soll, hat es wenig gegeben, dafür Niederschläge reichlich. Dennoch stehen Gras und Laub in trefflichem Ansatz. Die Wiesen- gründe sind schon grün geworden und in den Chausseegräben ist bas Gras bandhoch. Die Stachelbeersträucher belauben sich und ber Flieder sprengt seine Knospen, ein fehr zeitiges Wachstum, das den Landwirt mit den besten Hosfnungen erfüllt. Baldiges Grünfutter tut not. Die Futtervorräte waren im Herbste sehr klein. Der überaus gelinde Winter erforderte zwar keine starken Fütterungen, allein die wenigen Vorräte an Dürrfutter brauchen sich bald auf. Je eher deswegen Grünfutter vorhanden ist, desto besser. Der Stand der Wintersaaten ist ausgezeichnet. So üppig und dicht sieht man die Kornsaat feiten; ebenso vollkommen steht ber Weizen. Kreis Lauterbach. Foulard ■ Seide ? »5 M.» — Schon verzollt! — Verlangen Sie Muster! — D“/, €r. Henneberg, Zürich. Sicher und schmerzlos wirkt daS echte Radlauer'lcke Hübner augenmittel. Fl. 60 Psg. Rur echt auS der Sroneu-Avotbeke, Berlin W. 8. Tenor in den meisten Avolheken und Drogerien. i61u,i Sabbatleier am 23. März 1912: Freitag abend 6.15 Uhr. Samstag vormittag 8.30 Uhr. Samstag nachmittag 3.30 Uhr. Sabbat-AuSgang 7.30 Uhr. Wochengottesdienst: Morgens 6.45 Uhr, abends 6.00 Uhr. — . — — 1 - u — -i —. „■■■■»■■w Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzea. 8. A rb c i t Ss chl äg e, paarweise zu prämiieren. Die Pferde muffen mindestens 6 Monate im Bc'itz von Landwirten fein, die dem Landespferdezuchtvcrein oder einem landwirtschaftlichen Bcrirksverein deS Großberzoarum-- angehören: Karl Heil Butzbach (Stuten) 1. Preis, Ph. Reitz-Weckesheim (braune Stuten, 1. Preis, Bürgermeister Romps-Lanagöns (braune Srutc und Wallach) 3 Preis, und Wilh. Klotz Vl.-Holzheim (braune Stuten) 4. Preis. 9. 3jährige Fohlen geb. 1909, Wagen schlage: t^. 23. Straßheim -Gncdel (braune Stute) 1. Preis, Ldw. Schmidt- SteinheiM (dunkelbraune Stute- 2. Preis, Fr. Fenchel-Griedel (Rappen-Wallach) 3. Preis, Jul. Brückel-Hochwcisel (braune Stute) 4. Preis, und Karl Leidich I.-Grüningen (dunkelbrauner Wallach) 5. Preis. 10. 3jährige Fohlen geb. 19 09, Arbeitss chläge: fLouis Ronthaler-Langd (Fuchsstute) 1. Preis, Joh. Wilh. Webcr- Langg(inS (Fuchsstute) 2. Preis, Wilh. Reichhardt-Nabertshausen (Fuchsimte- 3. Preis, Christoph Häuser IV. Witwc-Nieder-Weisel (Fuchsimte) 4 Preis. 11. 2jährige Fohlen geb. 1910: a) Wagen - chläge: Fritz Fenchcl^riedcl (hellbrauner Wallach) 2. Preis, )) Arbeitsschlage: fH. Wägner-Mlendors a. d. Lumda iZuchsstute) 1. Preis, Anton Volk III.-Pohlgöns (Fucksstute) 2. Preis, und Bürgermeister Reiming-Wallernhausen (Fucl/sstute) 3. Preis. 12. Zucht st uten mit Fohlen ober nachweislich gedeckt: a) Wagenschlaac: ^eorg Dietrich-Langd (6jäbr. braun 1. Pr is, 5 tt.'Gg Walth r Langd (5jähr Rappen l.Prc.s E. A. Wagner-Langgöns (8ici>r. Brauner) 3. Preis, PH. Reitz- Weckesheim (4jähr. Brauner- 4. Preis, Korn Weitz IV.-Dors- Güll (5jähr. braun) 5. Preis, Wilh. Wagner II.-Kirchgöns lBraun.) 6. Preis, und R. Esau-Gwßen Buseck (Brauner) 7. PreiS; b) Arbeitsschläge: rWenzel-Daffer-Nieder-Weisel (Fuck)ssrute) 1. Preis, L. Ronthaler-Lanad (Fucl>s 3 jähr.) 2. Preis, tJoh. Aug. Heintz-Nieder-Weisel (9jähr. Schimmel) 3. Preis, ftunr. Häuser XX.-Nieder-Weisel (Rotschimmel) 4. Preis, s-G. Bill I.- Nicdcr-Weisel (Brauner) 5. Preis, Karl Hoftnann-Wetterfeld (8jähr. Rotschimmel) 6. Preis, Karl Heil-Butzbach (7jähr. Hellbrauner) 7. Preis, Jak. Klippel-NiÄ>cr-Weisel (Dunkelbrauner- 8. Preis. Es erhielten ferner in dieser Klasse gleich hohe Preise: Friedr. Winter-Nieder-Wcisel (5jähr. Fuchs m. Bl.), Chr. Häuser IV. Witwe-Nieder-Weisel (7jähr. Brauner), Pl). Schäfer III. Großen- Buseck (Brauner mü Bl.), Wilh. Wagner Il.-Stirt^öne» (Hellbrauner 4iahr.), Jos. Petti-Tornasseni-eim (bjähr. Fuchs), H. Düringer^Sambach (4jähr. Schimmel), Wilh. Klotz IV.-Holzheim (9jähr. Brauner), C. I. Dürinaer-Ober-Hörgern (6jähr. Brauner), und Jak. Hch. Mohr-Gambach (4jähr. Fuchsstute). In dieser Klasse war die stärkste Zkonkurrenz. Die Preise bestanden in barem Gelbe von 80—10 Mark. Die mit einem t bemerkten Besitzer erhielten die von der hessischen Landwirtschafts- kammer zur Verfügung gestellten Preise. Hierauf tarn die Vorführung des Glanzstückes des diesmaligen Marktes, Pferdeund Geschirre im Privatbesitz. Zahlreiche Damen und Offiziere unserer Garnison hatten sich hierzu eingefunben. In gleichmäßigen Abständen rollte ein stolzer Viererzug und zwei Zweispänner, Schimmel und Rappen, gefolgt von einem Einspänner, in den Ring, sämtlich dem Hoflohnkutscher Huhn gehörig. Beim Biererzug (Schimmel) war Wagen, Geschirr, Livrs und Pferde, alles ausgeglichen imb zeigte in seiner Zusammenstellung einen feinen Geschmack. Dasselbe kann von den übrigen Gespannen gesagt werden. Ein Geschaftswagen von Jean Weisel bildete den Schluß dieser Abteilung, worauf noch eine Reihe edler Reitpferde, deren Eigentümer Offiziere und Private waren, unter dem Reiter in allen Gangarten gezeigt wurden. hv*/, 20. 2“l '38,1 96 4.4 49 8 4 8 Sonnenschein 20. .39,7 3 1 50 87 SSW 2 1 KlarerHimmel 21. -39 9 1,8 5,3 100 SSE 2 9 Leichter Nebel in meinem neuen Geschäftslokale zeige ergebenst an A. Fangmann Nachf. 2182 Aktiva. Kasse, ftemde Gcldsorten u. Kupons ! Guthab. bei Noten- u. Abrechnungs-1 Banken........ kWMterartttel I empfiehlt in grötzter Auöwahl alS: 2122 wS K* ■ Kai lote Schokolade Hasen und Eier 30,364,783 90 4,657,867 51 8,020 50 lote Schokolade Hasen und Eier 26,438,183 95 3619 Geldgewinn» bar ohne Ab-1 zag zahlbar im Betrage von M.I 90000 43.318.11 5,071,636 43 9,385,318 2,194,488 70 125,462,019 38 230,935,256|89 Gewinn- und Verlnst-Rechnung per ult 3 2,368,144 13 1,859,130 12 62,057 29 158,901 83,879 47 18,038 38 33,057 56 Neuen Baue 17. 993 Telephon 568. 98,987 41 105,512 16 3,900,000 8,448,831 |95 Z Frankfurt a. M., den 20. Linkrusta Der Vorstand der Mitteldeutschen Creditbank. die MuKterkarten auf Wunsch sofort zu Diensten Heinrich Hahn, Giessen Kirehatraße 13 Telephon 403 Emil Karn. Lchulftrahe. Mitteldeutsche Creditbank OC Central-Drogen« 568,571 198 97 44 1,562,488 2,543,972 60,000,000 8,657,740 109,741.549 47,456,309 11 66 Tapeten:: Linoleum Vortrag aus dem Jahre 1910 . uft 43,318 2,197,141 250,000 100,000 80 27 89 Ueberall erhSUIIdi Seifenfabrik — Aug. Jacobi Darmftadt 79 80 || 8,448,831195| März 1912. 51c rein ißt, bleicht und fchonf die Wfifchc 495,353 98 400,544 i 18 Soeben erschienen: Wegemarkierungs -Karte Verkehrsbuch vom — Vogelsberg — Mk. 120 bei $,,e H- Kühn. Papierhandl. Van Houtens Cacao zeichnet sich nicht allein durch Reinheit, Aroma u. wunderbaren Wohlgeschmack aus, sondern ist leicht verdaulich, nahrhaft und ohne schädlichen Einfluss auf die Nerven. Stets in ge- schloss. Büchsen, niemals lose zu haben. Nur eine Qualität, die beste! Unkosten a) Gehälter und Geschäftsspesen b) Tantiemen derFilialdirektoren, der Prokuristen und der Vorsteher der Wechselstuben, sowie Gratifikationen u. Teuerungszulagen an die Beamten c) Steuern....... Beiträge zurPensionskasseunscresJnstituts zum Beamtenversicherungsvcrein des Deutschen Bank- und Bankiergewerbcs Abschreibung auf Immobilien .... Reingewinn Verteilung: Zuweisung an die Reserve . . außerordentliche Abschreibung auf Mobiliar..... Zuweisung an die außcrordentl. Reserve....... Zuweisungand.Mobiliar'Reservc 6 V//o Dividende a. ^60,000,000. Aktienkapital...... Tantiemen an Aufsichtsrat und Vorstand Vortrag auf neue Rechnung Gewinn-Vortrag aus 1910 . . Zinsen, abzüglich der gezahlten . Gewinn aus deutschen und fremden Wechseln Provisionen........ Gewinn aus Wertpapieren und Konsortialbeteiligungen . . . . Gewinn aus dauernden Beteiligungen bei Banken und Bankfirmen ........ Kleine Gewinne und Miet-Einnahmen Passiva. Aktienkapital Reserven..... . Kreditoren........ Akzepte und Schecks außerdem Aval-u. Bürgschaftsverpflichtungen uft 7,427,725.77 Unerhobene Dividenden. . . . Reingewinn des Jahres 1911 . utt 5,028,318.32 . ordentlichen Generalversammlung unserer Aktionäre wurde 1 aur 6i/s % festgesetzt. iSODOO flOODD usw. LoseS3M Portou.Liste Luse aom.jp Pf& cxtnL Zu haben bei den Königi. Preuts. Lotterie-Einnehmern und allen durch Plakate kenntlichen Verkaufsstellen. 0. Petrenz, Darmstadt A. Dinkelmann, Worms In der heute abgehaltencn 57. ' Dividende für das Geschäftsjahr 1911 auf 6i/o -/0 yeiigqept Der Dividendenschein für 1911 kommt nut M. 19.50 für jede Aktie zu M. 300 Bier & Bennings Meop*r ist weltbekannt, billig und doch vorzüglich. Seitheriger Absatz mehr wie 4 Millionen Pakete. 1-PsM-PM 20 Psg. '^Piiind-PM 10 Psj. Alleinverkauf für Giessen: Alois Staudt Kolonial waren u. Delikatessen RJnJa kaufen ihren Bedarf HM an 11120 8mmi-BMi)ffeii,zm- gotortn, Pttbmldsftjscn, Suiiflfrn, Nöhrmitttln sehr vorteilhaft in der Zentral - Zrogerie Emil Kam, Tchulttrafre. XW* Kinderwaage leihweise. 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Debitoren in laufender Rechnung a) gedeckte Jt 105,031,390.75 b) ungedeckte „ 20,430,628.63 außerdem Aval- und Bürgschasts- debitoreu. . ult 7,427,725.77 Uebergangspostcn unserer Niederlassungen untereinander . . . Bankgebäude....... Sonstige Immobilien . . . . Mobiliar......... August Weber, Giessen Ederstraße 1 Fernsprecher 543 Landschafisgärtnerei. Entwürfe, Kostenanschläge. Neuanlage, Unterhaltung und Aenderung von Zier-, Obst- und Nutzgärten. ZUR SAISON. Lieferung und Pflanzung von Bäumen aller Art sowie von Rosen und Coniferen. Ne'ieinsäen von Zier- und Bleichrasen. Bepflanzung von Blumenbeeten in jeder gewünschten Ausführung. Instandhaltung von Gartenanlagen wird auch auf Jahresabschluß übernommen. (01240 255,350 28 5,494,77440 512,700;— 105,51316 Zucker-Hasen und -Eier Marzipan-, Waffel- n. Dessert-Eier Mtmagk-Hasen, Hier unh zesiillte Körbchen. Ludwig Doll, Marktstr. 32 Konditorei, Schokolade u. Zuckcrwaren Fabrikation. 230,935,256189 31. Dezember 1911, < AL \ 4,836,229 22 4,168,221:17 Die Einlösung der Dividendenscheiue erfolgt von heute ab: " " * 1"'°° ^u§^a^un9- . _!?. a* Essen-Ruhr, Fürth, Gießen, Hanau, München, Rürnbera und Wiesbaden bet »msercn Ricderlassungen, sowie bei unseren Depositenkassen und Wechselstuben in ,rr,edbcrg Höchst a. M., Marburg a. d. L., Lffenbach a. M. und Wetzlar und unseren Agenturen m Büdingen und Butzbach an unseren Kassen vorniittags zwischen 9 und 11 Uhr, in Vaden-Baden bei der Bankcommandite Baden-Baden Meyer & Ditz, in Hambura bei f.. ?Cip£‘6 £ci bcr Allgemeinen Deutschen Credit-Unstatt Abteilung vc^r L Co.),, m Mamz btt bei Firma Wei«, Herz & (So., in Meiningen und Gotha bei der Bank f»rr Thüringen vormals B. M. Ltrupp, -lttiengefellschaft, in München bei der Firma Moritr Lchulmanu, in Stuttgart bei der Firma Toertenbach