Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Stunde, eine verkündet einen bulgarischen, serbischen oder montenegrinischen Triumph. Von diesem kleinen Unterschied abgesehen, melden beide Depeschen die gleiche Waffentat; sic ereignete sich man die zukünftigen Geschlechter in die Erörterung hereinzicht. Warum sollten wir für sie Unbequemlichkeiten ertragen? Haben die zukünftigen Geschlechter jemals für uns etwas getan?" Zum Schlüsse mögen aus Eirns' Sammlung ein paar treffliche Beispiele von der „hopsenden Zunge" herausgegriffen werden, die von Rednern der belgischen Wammer stammen. „Tas Schwein schützen, heißt uns selbst schützen." — „Tas Dynamit bringt nicht nur Beamte um. sondern auch Unschuldige." — „Wenn nur jemandem einen Dorn aus brat Fuße ziehen, jo werfen wir jedesmal die Frage aus: was sollen mir an seine Stelle setzen?" Sehr wahrscheinlich ist es dagegen^ daß bei den Mi- nisterberatungen das Verhältnis Oesterreich-Ungarns zu Rußland, welches ja den kritischen Punkt der Balkanfrage als Weltproblem darstellt, eingehend er- örtert wurde. Ist doch Italien hierbei angesichts seiner freundschaftlichen Beziehungen zu beiden Mächten ganz von selbst zur Vermittlerrolle berufen, die dadurch wesentlich erleichtert wird, daß in den BalKindingen zwischen Rußland und seinen beiden Ententegenosscn mindestens ebenso starke Meinungsverschiedenheiten bestehen als zwischen Rußland und Oesterreich-Ungarn. Denn wenn England mit Rußland darin übereinslimmt, daß es keine starke Türkei wünscht, jenes weil es die Schntzherrschast über Arabien und Südncrsien anstrebt, und dieses wegen der freien Tardanellendurchfahrt, so ist doch England schon mit Rück- icht aus seine Stellung im Mittelmeer ein entschiedener Gegner dieser Forderung, während Frankreich endlich als größter Gläubiger der 'Türkei an deren Erhaltung und Konsolidierung dringend interessiert ist. Homer haben sich die Zeiten gewandelt . . . Wir stellten uns den Militärarzt gern vor, wie er auf einem friedlichen Schimmel hinter der Armee einherrirt. In einer Satteltasche trug er mir Medizinen, die heilten, und Messer, die schnitten, um zu retten. Nun sicht man ihn an der Spitze der Avantgarde auf wildern Kriegsroß wie der Sturmwind gegen den Feind stürzen und ringsumher die Phiolen ausstrenen, die Tod aussaen und Verderben bringen. Es wird Zeit, daß die Kriegsberichterstatter auf dem Kriegsschauplätze eintreffen, und es wird Zett, daß sie damit beginnen, zu berichten . — „Redensarten, wie sie lauten müßten", schlägt das Windsor Magazine vor: „3cf) hätte ja gewiß pünktlich zur Stelle sein können, aber es kam mir nicht so sehr darauf km." — „Entschuldigen Sie meine Handschritt nicht. Sie ist niemals besser als tn diesem Fall, und sie ist gewöhnlich schlechter." — „Meine Antwort auf Ihre Werbung, Alfred, ist: Ja. Es hat lange genug gedauert, bis es soweit gekommen ist, muß ich schon sagen." den beide Depeschen die gleiche Wanenlal: |ic am gleichen Ort, am gleichen Tage, zur gleichen Truppe hat die Grenze überschritten, einen Ort erobert, dreitausend Gefangene gemacht und dann einen Dankgottcsdiemt ab* gehalten. Aber schwierig ist die Bestimmung, in welcher Richtung welche Grenze überschritten wurde und ob man nach dem Kampfe zum Heiland oder zu Allah Tankgebete emporsandte. Dazu furchtbare Einzelheiten. Greife und Kinder rouroen massakriert, Frauen mißhandelt. Tie Sieger haben einem. Gesungenen den Kops abgeschlagen, dem zweiten eine Hand abgeschnitten, den dritten aufgespicßt; was nebenbei die Mäßigung^beweist, da sie ja ebenso gut alles zugleich hätten tun können. Toch wie dem auch sei: Stambul entschleien die Grausamkeit der Bulgaren und Sofia enthüllt die Barbarei der Türken. Tie Tcpeschen- bureaus, denen ein boshafter Gott authentische Nachrichten vor- enthalt, nehmen in der Not der Verzweiflung diese unwahrscheinlichsten Nachrichten auf, um auf jeden Preis das Publikum zu bedienen. Tenn das Publikum will Nachrichten haben und feien sie auch ungenau. Wir würden auch die Schilderung einer Seeschlacht lesen, bei der auf brat Skutarisee türkische Avisos von ben montenegrinischen Treabnoughts in bra Grund gebohrt wurden. Schon kommt aus Athen eine seltsame Botschast. Es geht das Gerücht, daß von Konstantinopel Aerzte abgereift sind, die in Phiolen Eholerabazillen, Pestbazillen und Tyvhus- bazttlen mitfülrren, um diese zfrankheiten im Heere der Achäer zu verbreiten. Wenn das geschieht, könnte die Türkei sich rühmen, eine wirklich moderne Kriegsführung eingeführt zu haben. Seit Der Balkankrieg. Man muß sich mit Neuigkeiten vom Kriegsschauplätze gedulden. Ist es am Ende nicht aufregend genug, Daß insgesamt wohl schon über Tausend Menschen in ben wenigen Tagen dahingerafft worden sind? Ein '.hatur* ercignis, das einen Maffenuntergang mit sich fuhrt, wird ungleich tiefer betrauert. Ein solches Unglück haben die Türken bei einem Militärtransport gehabt: ein Achsenbruch forderte 200 Tote und 200 Schwerverletzte. Ern Lichtblick in die verhängnisvollen Ereignisse ist es, daß in Konstantinopel alle Fremden, obenan die Gesandtschaften, in Werken der Hilfsbereitschaft wetteifern. Nur zu bald wird es zu großen Schlachten kommen. Der Zironprinz von Griechenland hat in einer amtlichen Meldung sein siegreiches Vordringen und das Zurückweichen der Türken angezeigt. Im übrigen stockt die Berichterstattung. Die Entscheidung vor Adrianopel wird aber kaum noch lange hinausgcschoben werden können. Pisa-Florenz, Dreibund und Balkan. lieber die Min i st er z u s a m m e n kü n f t e in Pisa inb Florenz sind im wesentlichen nur Aeußerlichkeiten bekannt geworden, die freilich, wie die Verleihung des A-nmnziatenordens an den Grafen Berchtold, schon hinreichend um den Besuch des österreichisch-ungarischen Mi- i jsters des Aeußern als weit mehr denn nur eine Antritts l ttite zu kennzeichnen. Es gefjört auch trotz des geheimnis- reiten Schleiers, mit dein die Offiziösen die Konferenzen tn P ja und Florenz umgeben, nicht viel Phantasie zu der Fest- s ellung, daß dort in erster Reihe von dem gesprochen wurde, wovon zurzeit alle Welt spricht, nämlich vom Balkan, s.reilich, wenn die Annahme auftaucht, daß bei den Be- lorechungcu znnschen dem Marquis diSanGiuliano i nd dem Grafen Berchtold unter Zuziehung des deut- jchen Botschafters in Rom v. Jagow eine diplomatische Vermittlung auf dem Balkan vereinbart worden sei, so tfpvidit das den Tatsachen in keiner Weise, kann ihnen nicht entsprechen, da die kriegerische Situation trotz • Iler mit Vorsicht aufzunehmenden Siegesmeldungen des ij in. b. s., des griechisch-montenegrinisch bulgarisch-serbi- sLen Vierbundes, noch lange nicht für eine Vermittlung rif ist. Daß aber trotzdem die Leiter der auswärtigen Politik Oesterreich-Ungarns und Italiens ein dringendes Interesse daran hatten, sich über die Lage am Balkan auszusprechen, sinn nicht Wunder nehmen, denn das ist schon dadurch befugt, daß in dieser Beziehung zwischen den Heiden verbündeten Staaten zweifellos Differenzen bestehen und zwar in Bezug auf die Zukiinft Albaniens. Aber von östcrrei- «liisch ungarischer Seite ist ausdrücklich das unbedingte Festhalten am Statusquo auf dem Balkan versichert worden, und auch Italien l>at jetzt, nach'der Besitzergreifnug Libyens, dessen „friedliche Durchdringung" freilich erst erfolgen soll, gleichfalls, schon aus Rücksicht auf die Araber in Tripolis, i ui Interesse daran, weitere Umwälzungen der Landkarte mif dem Balkan nach Möglichkeit zu verhindern. Aus bic feit Erwägungen heraus ist nicht daran zu zweifeln, daß in Pisa und Florenz eine Einigung über das albanische sroblem erfolgt ist, und es liegt umsomehr Grund zu dieser .'innahme vor,' da bic jüngste englisck>-französische Mittel- meerpolitik die Italiener hinreichend darüber aufgeklärt iiat, daß sie zur Behauptung ihrer Großmachtstellung Frankreich gegenüber auf eine Kooperation mit der österreichischen Flotte im Mittelmeer angewiesen sind. Aus diesen Darlegungen erhellt zugleich, daß das 2iebeswerben der Tripelentente gerade jetzt ans italieni- fher Seite weniger aussichtsreich als je ist, und in der Tat Pird auch nirgends daran gezweifelt, daß die Dreibund 1 ertrüge, die bekanntlich zunächst bis zum 8. Juni 1914 . weit erlauf en, abermals, wenn auch mit einigen Abändo I ningen, verlängert werden dürften, wozu vor allem eine isierreichisch italienische Marinekonvention in Bezug au | inMittelmeer gehören dürste. Es ist möglich, ja wahr- ‘ cdeinlich, daß auch hiervon in Pisa und Florenz gesprock>en | vurde, dagegen ist die Frage der Dreibundverlängerung etbst noch keineswegs aktuell, da ja die Kündigung dieser Erträge erst am 8. Juni 1913 erfolgen könnte, während ie, salls das, wie anzunehinen, nicht geschieht, bis zum s. Juni 1920 weiterlausen würden. Jin Jrrgartcn der Sprache. Die Sprache ist zwar nicht, wie Talleyrand gesagt haben soll, ■ii nt Verbergen der Gedanken bestimmt, aber sie kann dazu dienen, jnb selbst bedeutende Tickter, Schriftsteller und andere hervor- :aqenbc Persönlichkeiten, die sonst als sprachgcwaltig gelten, )inb i in den Irrgarten her 5Drache geraten und haben Dinge ge l, die als Widersinn ober grobe Schnitzer bezeichnet werden iiuiien Tie erheiternben Beispiele hierfür bilden ein wahres rchatzkastlein unfreiwilligen Humors. Einer der fleißigsten Sammler auf diesem Gebiete, Albert Um, veröffentlicht im neuesten Hefte der „Revue" seine jüngste ! ite aus diesem Irrgarten der Sprache, aus der ein paar iconders lustiger Stücke hcrausgegriffen zu werden verdienen. 25 a r c c n, der wohlbekannte Schriftsteller und Theaterkrilikcr, !ji fim i. B. in einer Besprechung folgendes geleistet: „Eora Pearl ölte sich nie von ihren Pferden getrennt, die ihr tägliches Brot (deuteten, hätte der Gerichtsvollzieher sie ihr nicht vom Munde •.ggcriffen." An anderer Stelle spricht Sarcey von „zwei parallelen, die sich in einem bestimmten Punkte schneiden", und tüte seiner Buhnenkritiken enthält den Satz: „ . . . dem Fräulein l könnte man im Gebrauche der Stimme eine etwas leichtere iiüiid wünschen." Teroulöde hat einmal in einer Rede geäußert: ,Man Haire mir schon gefügt. Sie hätten die Stimme nur zum Schreien, nicht aber zum Zuhören." Ter große Historiker Michelet lat in seiner „Geschichte der Revolution" geschrieben: „Tie Lcib- >arbeit halten weder F-euei wachen, noch verstanden sic sich ihrer ,u bedienen." Diese Geschichte der Revolution von Michelet ist Ibrigens besonders reich an den drolligsten Schnitzern. Ta wird jer Felsen kSabrera (eine der Balearen zu einer Antilleninsel i,.macht: man lieft: „So wäre Frankreich in Ermattung des £ obed ober des Sieges, zum letztcnmale ganz und gar zusammen- ictommen, um sich die Hand zu schütteln." Mehr solche Entgleisungen, als beim Kuhncbencn Wort kom r.i'n natürlich beim gesprochenen vor. Was Etm in Parlaments- reden und bei anderen Rednern vorgefunden hat, iit wohl auT dem ('».■biete des unfreiwilligen Humors kaum zu übertreffen, -lic erlaubet haben einen Abgeordneten Boyle-Roche, der in ganz England wegen feiner Sprachschnitzer geradezu berühmt ist. Bonle l-üoche erklärte z. B. pathetisch: „Ich gäbe bic halbe — roasjagc dt? die ganze Verfassung, um ben Rest zu retten", ober: „-Licker vlitische Abtrünnige, der sich selbst ben Rücken kehrt , ober. ,,^ie wllcn einen Sturm heraufbcichmören, aber ich werbe ibn tm ^ehnc zermalmen." Dieser Irlänber schrieb übrigens auch ber- .Leichen, zum Beispiel in einem Briese über ^ri|d)e Unruhen,: ,x5ic können sich unsere Lage vorstellen, wenn -Lic erfahren, baß ’ö während ich dies schreibe, in einer Hand ben xegen, tn ber eitbercn bic Pistole halte." Köstlich ist die Entgleisung des Histon- i lc-cs Viktor Fournel: ,Lch sehe nicht ein, meine Herren, warum Hier ist aber der Punkt, wo Frankreichs nnd Deutschlands Interessen sich begegnen. Gerade diese Gegensätze innerhalb der Tripelentente und die Berührungspunkte zwischen den Mächten des Dreibundes und jener Entente scheinen eine Bürgschaft dafür zu bieten, daß sich auch im wetteren Verlauf des Balkankrieges eine Möglichkeit zum Ausgleich der österreichifch-russiscksen Gegensätze finden wird. Damit werden aber auch alle Kombinationen Istnfällig, die in unberechtigter Schwarzseherei aus den Art. 1 des Vertrages zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn Bezug nehmen, wonach beide Staaten verpflichtet sind, „für den Fall, daß eines der Reiche von Rußland angegriffen wird, einander mit der gesamten Kriegsmacht beizusteheu und den Frieden nur gemeinsain und übereinsttmmeiid zu schließen". Zu irgend welchem Weltkriegsalarm liegt in der Tat kein Anlaß vor, und gerade die Furcht davor, daß der Balkanbrand sich bei der Uneinigkeit der Mächte leicht zu einem Weltbrand erweitern könnte, wird vielleicht das wirksamste Mittel sein, diesen Brand zu verhindern und die späteren „Aufräumungsund Wiederherstellungsarbeiten, von denen Herr v. Kider- len-Wachter unlängst sprach, zu erleichtern. Die „Agenzia Stesani" meldet aus Florenz: Während seines Bcsnckts hatte Graf Berchtold lange Unterredunaen mit Marquis bi San Giulano über bic internationale Lage und vcttchiebene aktuelle Fragen. Selbstverstänblich bilbete bic Balkankrise einen wcumtlichen Teil ber Unterrcbungen. Mit Befriedigung wurde die vollständige Ucbcreinftimmung in den Aitiichten der italienischen und österreichisch-ungarischen Regierung über diesen Punkt sestgestellt. Tie beiden Staatsmänner waren darin einig, daß es zweckmäßig sei, sich in Fühlung miteinander zu halten, um, gestützt auf die Bande des Bündnisses, das beide Regierungen und bic Regierung Berlins einige, unb unter Mithilfe bet anderen Mächte zur Wiederherstellung des allgemeinen Friedens beizutragen. Tie Harmonie, die niemals zwischen der italienischen und österreichisch-ungarischen Regierung zu bestehen aufhörte, zeigte sich wieder einmal im Laufe ber Unterrcbungen, bereu Ergebnisse bie enge Freunbschast zwischen den beiden Mächten nur werben verstärken können. Florenz, 23. Okt. Graf und Gräfin Berchtold sind heute abend nach herzlicher Verabschiedung von dem Marguis di San Guiliano und dem Fürsten Scalea, die ihre Gäste nach dem Bahnhof begleitet hatten, abgereift. ff. Die Aufdeckung einer Römerstadt in England. Tas wichtigste Ergebnis ber biesjährigen Arbeitsperiobe der Ausgrabungen in England ist bie Ausbeckung der Römerstabt E o r st o p i t u m in bet Mhe ber heutigen Stabt Gorbribgc, bic in der CVraffcfcaft Notthumberland unweit des Habrianswallcs liegt. Tiefe Ausgrabungen haben nämlich, wie Otto von Schlei nitz in ber Kunstchronik berichtet, sestgestellt, baß Eorftopitum nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich einer der wichtigsten Plätze im römischen England war. Tie Kasernen, Magazine, Vcrkaufsläden und fonftigen Fundstücke haben dafür bic bünbigften Beweise gegeben. Interessant ist besonders, daß dort eine ganz kosmopolitische Bevölkerung wohnte. Große Kauslcute aus der Levante haben hier im nebligen England Altäre mit griechischen Widmungen für den tyrifchm Herakles und bie phönizische Astarte errichtet, unb bic teutonische Arbeit kleinerer Funbstücke, wie Brosck^n und Schwettscheidra, beutet auf einen Hanbelsverkehr mit Zralraleuropa hin. Für das rege wirtschaftliche Leben in Eorstopilum zeugt endlich der gewaltige, hier gemachte Münz- funb. In einer Vase hat man über 1000 Bronze-, Silber- unb Goldmünzen entdeckt, die auch materiell einen sehr bedeutenden Wert barüellen. Aus den Funden geht hervor, baß der Platz bis 390 n. Ehr. bewohnt war, aber bereits 395 als verfallen zu betrachten ist. , . . _ , v — Kriegsnachrichten . .. Wir leien im Journal des Töbats: „Tie bei den vett'chiedenen Balkanmächten aHrebitierten Kriegsbettchterstatter sind nun zu den Armeen zugelasfen. Bald werden wir vielleicht ett'ahrra, was sich im Osten zuträgt. Zurzeit ist dies noch recht schwierig. Ja man wundert sich, baß in einer Zeit, da Wissenschaft und Technik alle Entfernungen überwinden unb in Sekundenschnelle Gedanken über Meere unb Berge senden, daß in Zeiten, da wir sofort den Sieg eines Boxers oder Rennpferdes erfahren, eine Woche dahingchen kann, ohne daß wir über gewisse Ereignisse am Balkan Gewisseres erfahren. Seit einer Woche findet der Leser,, ber voll Interesse seine Zeitting entfaltet, regelmäßig zwei höchst symmetrische Telegramme. Tas eine, aus türkischer Ouelle, proklamiert einen (Erfolg; bas andere, aus bulgarischer, serbischer ober montenegrinischer Ouelle, Dom Kricqsfcbauplatt vor Adrianopel. Die türkisck>en Blätter veröffeittlichen ein Telegrenmn aus Mrianopel mit Einzelheiten über den nachts amtlich gemeldeten Kampf zwischen den Flüssen Tun d ja und Maritza. Der Kampf soll bei Marasch, seck)s Kilometer westlich von Adrianopel stattgefunden und 9 Stunden gedauert haben. Die bulgarischen Streitkräfte beliefen /ich auf 30000 Mann. Die Bulgaren seien in der Rich^ hmq auf Karaaga unter Z u r ü ck l a ss u n g von tausenden von Toten aeslüchtet. Die Blätter melden einen Sieg der Türken bei Kadinkoj, 2.> Kilo- meter nordwestlich von Adrianopel. Die Türken erbeuteten 11 Kanonen und nahmen einen bulgarischen Major und mehrere Soldaten gesangen. Weitere Kämpfe fanden bei Kiretschdschi, Haskoj, Ispinli, Tschali und 5lanak statt. Ueberall sollen die Bulgaren geschlagen worden sein. Die amtliche Mitteilung über den Ausgang des großen Kampfes bei Adrianopel wird heute nachmittag erwartet. Salonik, 23. Okt. Bon zuständiger Stelle wird versichert, daß bulgarische und türkische Truppenteile auch im S t r u m a t a l e bereits aufeinander stießen. Der Kampf nahm immer größere Dimensionen an, immer mehr Truppen griffen ein. Die Türken brachten den Vorstoß der Bulgaren zum Stillstand. Konstantinopel, 23. Ott. (Amtliche Meldung.) Die türkischen Streitkräfte von Ama- ritza, welche zur Offensive übergegangen waren, trafen heute mittag östlich Dom Fluß Tundjaauf starke bul- g a r i s ch e A b t e i l u n a e n. Die Türken gingen zum Angriff vor. Es entwickelte sich eine heftige Schlacht, die für die türttsche Armee einen günstigen Verlauf nimmt. Die türkischen Streitkräfte im Westen stießen vor Kali- m a m e (?) ebenfalls auf bulgarische Truppen uitd nmrben mit ihnen in ein Gefecht verwickelt, das noch andauert. Die bulgariscltzNi Banden, die aus Bulgarien gekommen sind und denen sich ihre bulgarischen Landsleute von Kasa Os- manje angeschlossen haben, operieren in der Kasa Tjumai- bala in der Nähe des Defilös von Kresna. Sie griffen die dortigen ttirttschen Soldaten an. Tie Türketi antworteten mit einem heftigen Angriff und vernnchteten die ^Landen saft vollständig. Einigen Bulgaren ist es gelunlfen, in die Berge zu entfliehen. Die Banden steckten alle unzliegen- den Törfer in Brand. Konstantinopel, 23. Ott. Authentische Meldungen bestätigen, daß die Türken im Kampf bei Maras ch in Hr. 251 Erstes Blatt 162. Jahrgang Donnerstag, 24- ©ttobet 1912 Ter ch!etzttier Anzeiger O monaHi*75tu.,oteriel- erscheinl täglich, außer A ▲ ▲ iübrlicb 'l'lt. 9.20; burd) Sonntags. - Beilagen: M A jA AA 'M M -Ibholc- u. Zweigstellen rvod'eiiilid) nty MV V MrM monatli nblätter, M M ■ M HA Av ■ ■ l> I f I ■ ■ JT fl V I ■ ■ HZ E lüödientl.KrttS' W. Hx ■ ■ T&S H Br ■ H ■ , attfinbfnKreis ftiefcen ■■ÖH »T H » äT ■ ■ HT ■ Z ■ H ■ B ■ ■ ■ H ■ Zeiienpreis. । Dienstag unb Freitag); »jr jg W Iti <3 M BS Wk/ HU. . M BL W & WA auswäno 20 i'icnmq. HM B 0 ■ W W B ^heirebakteur.A tkoetz. »lrl|d}aftlid)eÄdHraatB WB AW Berantwortlich ii.r den gernsprech - Anschlüsser MM polnischen leK August General-Anzeiger für Gberheffen riuzetqer tziießen. U i • » » « ,A11 . •? ratb, iür .Stadt und Lnnahme von Anzeigen Rotationsörud und Verlag der vrnhl'schen Univ.-Vuch- und Steinbruderei K. Lange. Redaktion, Erpedltion und üruaeret: Styuiflrage t. «nnb-. für den m Büöingen: Sent|pred)cr Nr. 269 S-,chä,!sftcIIk v°hn!>°,ftr°tzc lb- Au,..«EU H. B--türkischen Krieges stark geliästet wurden. Während der Dauer des Krieges konnten sie nicht ergänzt werden, da ein Transport mit Rücksicht auf das Völkerrecht nur auf dem Seewege in Frage kommt, dieser sich aber verbot, so lange von der italienischen Flotte (Gefahr drohte. In dem jetzigen Krieg fällt dieser Grund iveg, da, wie daS framb. Fremdenbl. meint, die türkische Flotte immerhin stark genug ist, um Waffen- und MunitionstrcnrsPorte vor feindlichen lleberfälken zu sichern. Da die türkische Armee mit Mauser- gewehren ausgerüstet ist, so tommt eine andere Wimition als diejenige, dw die Deutsche Muninons- und Waffensabnk herstellt, nicht in Frage. Auch die deutsche Sprengstoffindustrie dürste durch die. kriegerischen Vorgänge in Anspruch genommen werden, friermit im Zusammenhang steht das Interesse, daS die Spekulation den betreffenden Werten an der Berliner Börse entgegengebracht hat. Schließlich nimmt man auch in den Kreisen der heimischen Konserveninduftrie an, daß die kriegführenden Staaten bald genötigt sein werden, auf das Llusland, und in erster Reihe auch auf die deutschen Fabriken, xurückzugreifen, nnb man verspricht sich daraus größere Vorteile. Das Älinta des orientalischen Kriegsschauplatzes. Auch in der modernen Kriegsführung spielen Wind und Wetter bekanntlich eine nicht zu unterschätzende Rolle. Widrige WetkerverhälMisse, insbesondere große Kälte und tiefe Schneedecke können die militärischen Operationen für längere Zeit lahm legen Das Klima der Balkanftaaten ist, wie gezeigt werden soll, im allgemeinen der Kriegsführnng günstig. Auf einen marinen Herbst folgt ein nur im Norden mäßig kalter, im Süden an der griechischen Grenze sehr milder Winter. Die Winter- wärme nimmt im Balkan sehr rasch in südlicher Richtung unb mit Annäherung an das Schwarze Meer zu, fo daß sich auf kurze Ent fernungen große klimatische Gegensätze herausbilden. Tas Klima ist hoher auf den verschiedenen in Betracht kommenden Kriegsschauplätzen ein verschiedenes, am wärm ft e n an der griechischen Grenze Tie (Gegensätze sprechen sich deutlich in den Mittel- temperaturen des kältesten Monats, des Januars, aus. So hat Phil.ippopel etwa 0 Grad Ianuarwärme wie Berkin, wäd- renb Konstantinopel bereits 6 Grad Wärme auwei«, also von einem sehr ivarmen Januar beglückt nrirb. Noch höher steigt die Winterwärme in S ü d Griechenland Tie Nordwinde, bie aus dem russischen Hochdruckgebiet weben, sind eben nur im Norden in Bulgarien und Serbien »och verhältnismäßig kalt und erwärmen sich rasch an dell warmen griechisch türkischen (bewässern und dem Schwarzen Meere. Das Tal der M a r i tz a zwischen bem Ebobza da lkan und dem Rhodopegebirge kann als Grenze des nördlichen Frostgebiet.'s im Januar angesehen werden Nördlich von dieser Linie herricbcn o st deutsche Klimaperhaltnisse. mirio mehr, ic weiter man sich norbwirls wendcl. Charakteristrsch für dre Balkannaaten ist der warme Herbst, der bie kriegerischen DNranonen sehr begünstigt. Im mittleren Maritzatale bettagen d« Novembertemperaturen noch 7 Grab und erst im Januar unb Februar sinkt bie Temperatur unter ben Gefrierpunkt Ställe» »enoben von 10—20 Grab Kälte, wie gelegentlich in Mntek- bcuttcblanb, kommen an bei bulgariidy-iurfudint Grenze, bat ' August 1801-. Schneefall tritt an durchschnittlich 13 Tagen im Mittel ein, die sich auf die Monate lNovember üis März verteilen. Der Winter ist reich an starken Nordweftwinden, aber verhältnismäßig trocken. Nordwärts nach der serbischen Grenze nimmt die Wnueriülte zu. Alles in allem bietet der Balkan auch einer win t er l i chen Kriegsführung feine besonderen S chw i e ri g k e i - t en, der Herb st ist dazu die ide al e Jahreszeit, wenn die 'Ernte eingebradst ist. Aus Stadt und Land. Gienen, 24. Oktober 1912. * * Tagesfalender für Donnerstag, 24. Okt : Frauen- v o r t rag des Rnturheilvereins Gießen von Frl. Paeßler » Berlin. Abends 8% Uhr in Steins (Saiten. K o l o n i a l - G e in ä l d e - A u s st e l l u n a im Turmhaus am Braud unb im oberen Saale des neuen Schlosses. Täglich bis 25. Oktober von 11—1 und 2—4 Uhr. '* In Audienz empfangen wurden vom Groß- Herzog am Mittwoch u. a. der ordentl. Profeftor Dr. Laqueur von der Landesuniversität Gießen und Pfarrer Schaad von Klein-Karben. ' Ordensverleihungen. AuS Anlaß des Geburtstages der Deutschen Kaiserin hat der König von Preußen die Rote Kreuz-Medaille dritter Klasse dem Kaufmann Joh. Schmitz m Alzey, dem Kaufmann Eng. Schneider in Worms, dem Sanitätsrat Dr. Friebr. Maurer in Darmstadt und dem StlftSdechanten Klingelhöffer in Lich verliehen • • Lehrerpersonalien. In den Ruhestand versetzt wurde ber Lehrer Gustav Weiffenbach zu Mainz- Kastel auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste und ihm aus diesem Anlaß bas Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Gerichtspersonalien. Ter Großherzog hat den Aktuar bei dem Amtsgericht Reinheim Gg. N e u n o b e l, zurzeit in Groß-Gerau, zum Aktuar bei dem Amtsgericht Groß-Gerau, den Aktuar bei dem Amtsgericht Lampertheim Daniel Iull - mann, zurzeit in Reinheim, zum Aktuar bei dem Amtsgericht Reinheim, den Aktuar bei dem Amtsgericht Altenstadt Adolf Bodenfohn, zurzeit in Lampertheim, zum Aktuar bei dem Amtsgericht Lampertl-eim, den Aktuar bei bem Amtsgericht Laubach Wilh. Steller, zurzeit in Altenstadt, zum Aktuar bei dem Amtsgericht Altenstadt ernannt, sowie den Aktuar bei dem Amtsgericht Groß-Gerau Wilh. Schell unter Anerkennung ferner langjährigen treuen Dienste auf sein Nachsuchen bis zur Wieder- berftettung seiner Gesundheit in den Ruhestand versetzt und ihm das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. • • Aprrl-Einjährige. Am 1. April 1913 können bei nachstehenden Regimentern der 25. Division Einjährig- Freiwillige eingestellt werden: Wie im Vorjahre beim Leib- garde-Jnfanterie-Regiment Nr. 115, beim Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 116 und neu beim Jnf.- Leibregnnent Großherzogin Nr. 117 in Mainz; bei Regiment Nr. 115 und 116 indes nur Studierende der Technischen Hochschule Darmstadt, bezw. der Universität Gießen. " Sta dttheater. In der morgigen Abonnementsvorstellung wird Grillparzers c bea" zum ersten Male im neuen Haus gegeben. Die Besetzung, bie sorgfältige Vorbereitung unter Leitung des Oberregifseurs DworkowSki, sowie die Mitwirkung des BerlinerGastes in derTitelrolle versprechen eine intereffonte Vorstellung. ** Kriegerverein. In der Monatsversmnmlnng, die am Dienstag im Vereinslokal statt sanb, hielt Lehrer i. P. Volk einen interessanten Vortrag über das Thema: Deutschland vor 100 Jahren Herr Volk, der als Wanderredner in den Hassiavereinen eine bekannte Per- fönfidtfeit ist, wohnt jetzt in Gießen und hat sich dem Kriegerverein angeschtofsen. L e i ch e n l ä n d u n g. An der Klärbeckenanlage wurde gestern abend eine männlich e Leiche aus der Lahn ge- ländet. Sie wurde als die des Arbeiters Wörner von hier sestgestellt. W., der kränklich und ohne Arbeit war, hatte sich gestern aus seiner Wohnung entfernt, ohne seiner Familie eine auf Selbstmord zielende Andeutung gemacht zu haben. Sem krankhafter Zustaub hatte ihm das Leben verleidet. Landkreis Gießen. □ Heuchelheim, 24 £tr Gestern nachmittag streß aut der Krersstraße Rodheim—Gießen ein hiesiges Fuhr- werk mit einem Automobil zusammen. Die Insassen des Fuhrwerks wurden verletzt, so daß sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußten. Tas Auto blieb unbeschädigt. X Reiskirchen, 23. Ott. Die Ausdehnung imfercS orfeS in der Nähe des Bahnhofes nimmt ständig »lL e0 im Lause dieses Sommer- dort wieder vier neue Häuser gebaut worden. Kreis Alsfeld. x2 Sladkvorftandsfitzllng. Amo^nnd Burgermeiibr Lr Bölsnig als Bors., Beigwrdnetn l- ^^Vorstandsmitglieder. Ter Borfitzende gab der Finanzen bekanm. monach r Rathaus mir insgesamt 12 000 Mark etwa em Lrittcl der Baukoiten, btc am bie Denkmal^pfleqe ennallen, betr^en wll. Ter Finanzausschuß ha: lnerzu an geregt, eine Bewrechung mit bem Großb. Baurat Paul ftatt- nnden zu lauen, und dabei z, trorTm., in Welcher frühe etwa em ^taatszu,chutz zur Wiederherilcttung der Walpurgiskrrch? in im weg w. Lalberß 'SÄ (rriHebdnTj i* - fii« rrst fH kiciy iä ta. ■tDriiiÄ ivir „v- IM M Öl' bit ban St Serbes ivie a Sc (jtaMifl’nic?? bei d nach den bi nrnduriXuni Lrlen b inuart viel suchen, iif ihr Yen«! zn er ■_» dir Lusliefming ungeheuren And kl Unter Roi her enfllifcbe Mission am oberen Kongo W4 Ubangi feßhafti CannibalwrnuS edre Stamm doch not » feinem soeben erfd Schauerlichen Bericht i Willi 'm den Winti N den beliebtest. Industrie Üp to dati Magnam b hot. Wob Paulsens , taSÄÜ »"«ftr. 48 • . *r°oen aus tesö Provinzial-Ausschuß der Provinz Oberhessen. Gießen, 23. Oft. Anwesend: Geheim erat Dr. Nsinger als Vorsitzender, drei ordentliche Mitglieder und ein Ersatzmitglied. Beginn 2» « llhr, Ende 5 Uhr. 1. Aufnahme des Beigeordneten Alles in 4.orhcimin b i c Fürsorgekasse für Kommunal- veamte. z,er Bürgermeister ber Gemeinde Dorheim ist schon int Drei Jahren vom Amte suspendiert unb ber Beigeordnete «ueä versieht seit dieser Zeit die Bürgermeistereigeschätte gegen die zuständige Vergütung. Er hatte Antrag auf Ausnahme in bie Furiorgekasse gestellt, diese hatte aber die Aufnahme ab- rmefmt, weil bie Versetzung der fraglichen Geschäsle nicht dauernd ftattnnbe; leben Tag könne entweder der alle Bürgermeister 6,16"Oe in fein Amt zurückketzren oder ein neuer Bürgermeister gemahtt werden. Demgegenüber machte ber 23eigeorbncte geltend, bic Vertretung fei als dauernd anzusehen; sie währe vielleicht MtS- fei 2 OäL Teil w i dadn ISVsS * Stadt ar rl2L?M der li^'fchast nA. v.iedungmwp' •Äerunfiy ■Buinon alv «s lager zur ^ BetrackK kommen tonnte. — Zu dem G e s u ch des Volkskindergartens um Erhöhung des städtischen Zu- s ch u s s e s Tür die zu erridwtnbe, dringend notwendig gewordene 2. Abteilung, wird entsprechend dem Vorschlag des Finanzausschusses beschlossen, mit Rücksicht aus bie Notwenbigkeit der Er. r.ck-tung dex 2. Abteilung den städtischen Zuschuß um latzrlich 400 Mark zu erheben unb zwar mit Wirkung von ber Eröffnung bet neuen Abteilung an. — Ter evangelische Kirchenporftanb hgr * zu bem Beschluß bes Stabworstanbes, wonach ber Bürgerm^l'irr nnb die Mitglieder Bücking unb Eder bem zu bildenden gemein- schaftlickien Bauanssdwß bei Diederheritellung der WalpurgiS- 1 kirche ernannt worden waren, mitgeteitt, daß er diesem Vorfaüag nur bann zustimmen tonne, wenn drei der evangelischen Konstssion angehorige Mitglieder ernannt würden, frerr Bücking erklärt nach Bekanntgabe vorstehender Mitteilung seine Ablehnung, frerr f Eder dagegen tritt nicht zurück, erklärt vielmehr, daß es sich um 1 Bausaä«n bandele, wobei die Religion eines Mitgliedes des Aus- schusses nicht in Betracht komme. Nach einer lebhaften Aussprache " fand folgender Antrag des Herrn Bücking '^Innabme: Die irnt« scheidung über die Bildung der gemeiniLaftlichen Baukommifsion wird ausgesetzt bis zur Vorlage eines Gutachtens an den Ge. meinbtral über die Rechtsverhältnisfe zwisdvn Stadt unb Kirche auf Grund des Edikts vom 6. Juni 1832 unb bes Gesetzes, ben. bas Eigentum an Kirchen imb Pfarrhäusern, vom 6. August 1912. Tas Gutachten sott der Bürgermeister ausarbeüen. — Entsprechend dem Vorschläge des Bauausschusses wird weiter beschlossen, ben Bürgersteig in der unteren Fuldergasse vom MülKgraben ab auf bie linke Seite, entlang ber LehLmutzte, weicerzusühren. De Grenz- unb Eigentumsverhältnisse an dem Gerbtzause bes Sil- Helm Hahn I. sollen durch das Kreisvermepungsantt untersucht und seftgeftellt werden. — Ein Gesuch wegen frerfteflmuT einer (itniriebigung wird nach den Vorfchlägen des Bauausschusses genehmigt. — In nict>lösfentlicher Sitzung wurde ber Vorsäftag des Kuratoriums der höheren Bürger-Mädck-en «Schnle bezüglich Gewährung einer Vergütung an Pfarrer Dr. Becker für Erteilung von Religionsunterricht an dieser Anstalt, genehmigt. — Weiter wurde noch bie Einreibung der städtischen Beamten und Bediensteten in die am 1. April 1913 in Kraft tretende neue Gehaltsordnung angenommen. Kreis Lauterbach. ~ Schlitz, 23. Okt. Durch bie Anlage des Bahnkörpers der neuen Nebenbahnstrecke Schlitz-Niederaula muß das Flußbett der Schlitz zwischen I>ier und früh- borf auf einer größeren Strecke verlegt werden. Das Flüßchen macht an der Stelle mehrere weit ausholende Krümmungen, die infolge des gehemmten Laufes bei frod^ wasser sehr oft lleberschwemmungen auf weite Strecken herbeifiU)ren, weshalb eine Gefährdung der Bahnanlagen gefürchtet nrirb. Der neue projektierte Lauf ber 2.bi 15 wird alle Krümmungen beseitigen, wodurch das Wasser schneller abfließen kann und Ueberschwemmungen, bei denen der Ort frutzdorf oft sehr hart mitgenommen wurde, künftig ausgeschlossen sein sollen. Tas alte Flußbett soll zur Auf. nähme des .Hochwassers bestehen bleiben unb für gewöhnlich als Fischteich dienen. Kreis Schotten. △ Vom Vogelsberg, 23. Okt Gestern und heute nackt fiel Schnee. Tie Poft kündete durch ihre Schneedecke auf benr Verdeck den Talorten, daß oben der Wim er sich angemeldet lai. Ter Winter käme jetzt unteren Landwirten viel zu früh. Nock ist nicht einmal die Komsaat beendigt, noch weniger die Dei;>ii beftellung. Auch sind bie frackgewächfe noch nicht alle heimgebrackt. Tann warten noch bie Stoppelfelber auf bas Umstürzen Dos Regenivetter im August unb September hat bie Landleut.- einni ganzen Monat zurückgeworsen. Tas neuerdings auftretenbe Regen- Wetter hemmt bie Vornahme ber verspäteten Felbbeftellung. Starkenburg und Rheinhessen. d. Mainz, 23. Ott. Einem hiesigen Wirte war vor einiger Zeit auf der elettrischen Straßenbahn von einem Kellner das Portemonnaie mit einem größeren Geldbeträge aus der Tasche gestohlen worden. Ter Dieb wurde einige Tage später festgenommen und bei ihm von dem Gelbeneck. 27 Mk. beschlagnahmt. Nach der Verurteilung des Tiebet machte der Wirt eine Eingabe an. die Staatsanwaltschaft wegen Herausgabe des beschlagnahmten Geldes. Er erhull jetzt die Antwort, daß die 27 Mk. für Selbstbeköstigung des Kellners in der Untersuchungshaft verwendet worden seien. Der Bestohlene will weitere Schritte zur Erlangung der 27 Mk. tun. Hefsen-Nafsau. [] Marburg, 22. Okt. Erne gestern abend im Hotel Freibhof abgehattene öffentliche Bürgerversammlnng beschäf. tigte sich unter anberern auch mit der Frage der Fleisch, teuerung. Von verschiedenen Rednern wurde bezweifelt, daß daS fremde Gefrierflelsch hier Abnahme finden würde, denn hier herrschten bezüglich deS Fleischhandels eigenartige Verhältnisse. ES werde fast nur Ware erster Qualität ver- langt und auf diese Bezeichnung könne das Gefrierfleisch keinen Anspruch machen. Schließlich wurde befchloffen, bei Stadt den Seefischverkaus nahezulegen. O Weilburg, 23. Okt. Die' an der Franksurter Straße (Weilburg.Usingen) unweit Möttau gelegene Wut- schast „3 um EinhauS" nebst 40 Morgen Land ging zum Preise von 70 000 Mark an Bürgermeister Hardt in Möttau über. X Meerholz, 23. Ott. Gestern nachmittag fand hier die Beisetzung der Gräfin-Mutter Agnes ju Dsenburg und Büdingen -MeerHolz, Prinzessin -u Psenburg und Bübingen, statt. Zuerst wurde in der Schloß-- hrdje, wo ber Sarg unter reichen Kranzspenben aufgebahrt war, eine Trauerfeier abgehalten. Nach dem Gesang ber Gemeinde unb des Meerholzer Kirchenchores hielt Pfarrer Kohlenbusch auf Grund des von der Verstorbenen bestimmten Textes (Sol. 1, 16 die Trauerrede. Von der Kirche bewegte stch der stattliche Trauerzug nach dem Friedhöfe ber Gemeinde, wo die Leiche in dem Erbbegräbnis des Gräflichen Hauses lmter Gebet und Gesang beigesetzt wurde. X Hanau, 23. Okt. In der Platinschmelze W. E. HeraeuS ist man größeren Platin die bstä h len auf bie opur gekommen, was zur Verhastung zweier Arbeiter geführt hat. Als Hehler ist ein'Metzgergeselle in Haft genommen worden. Ein kräftiger Knochenbau vermischte». den Ortsfremden: 3,28 nach Abzug von 6 STATT KARTEN TOM Seltersipeg sich Die glückliche Geburt eines gesunden Töchterchens zeigen hocherfreut an Den daS Sardinen Felle Teppiche der am bet ■j | bald munter und fröhlich herumtollen werden. Kleinen schmeckt Scotts Emulsion, sie nehmen süße, rahmige Gemisch geradezu mit Wonne. Da Scotts Emulsion ausschließlich auS />. Kinder vom 2.—la. Jahr: reinsten, besten Rohstoffen hergestellt wird, in ihrer Wirkung durchaus zuverlässig ist, so ist ihr Weltruf: die beste Lebertran-Emulsion zu sein, schon lange festgegründet. Doch nur ScottS Emulsion, keine andere! .Während wir unfl gerade zu einer Mahlzeit niedergefent holten.' Io erzählt er, .kehrten die Krieger vom Kample gegen einen kindlichen Volks'w mm zurück. Aul den schultern trugen fie Körperteile der Erschlagenen. Einige schwangen Dlenschendeine oder Menschenarme herum, andere holten die Leichname an den L»änden und deinen verschnürt und trugen sie so auf dem Rücken. Es war ein schauerlicher Anblick, und vor Ekel und 6nlieh ihren eigenen Wunsch hm geschieht, sie also dazu nicht mehr gezivungen werden. flusgewählte Gruppen aus der Internationalen iHpgiene - /Ausstellung ' Dresden 1911 Jm Großherzoglichen Restöenzfchloß Wenn sich infolge ungenügender oder fehlerhafter Ernährung, oder auch aus andern Gründen Kinder nicht recht entwickeln wollen, so verdient kein anderes Stärkungsmittel größeres Vertrauen als Scotts Lebertran-Emulsion, welche sich zur Bildung und'Fesligung des Knochenbaus, zur Kräftigung des Körpers ausgezeichnet bewährt hat. Tie in ihr enthaltenen Nährstoffe fördern daS Wachstum kräftiger, gerader Knochen und unterstützen die ganze Entwicklung so, daß diese Kinder Summa: 8 (6) 7 ch) 1(1) — Ä n m.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel ~ ...... der betreffenden Krankheit auf von auswärts Christian Magnus und Frau Auguste geh Göbel GIESSEN. Lmtlicher Wetterbericht. £e ff entliehe Wetterdienst ft eile (Siefren WetterauSi'ichien in Hessen für Freitag, den Lö. CfL 1913: eist trüb, 'JlcqenidÜe, fühl. vüchertisch. — Versicherung sgcsetz für Angestellte vom 20. Dezbr. 1911, mit Äussührungsbeslimmuugeu einschl der Dahl- orbnung für die Dahl bet Vertrauensmänner und Ersatzmänner, vom 3. Juli 1912 3. und 4. Auflage: geheftet 1 Mk (Verlag von Emll Roth in Gießen. Für alle in »anbei und Industrie Beschäftigten — Angestellten und Ehefs — bient die mit Einleitung, erläuternben Anmerkungen und Sachregister versehene TeNausgabe in beiter Weise. Sie unterrichtet kur; und treffend über alle diesbezügl. Fragen und ist zur Beurteilung der Trag- tweite gesetzt. Bestimmungen, sowie zur Grundlage über die Rechte und Pflichten der Arbeitgeber und Arbeitnehmer recht geeignet. Daß in der neuen 3. und 4. Auslage die neuesten Ausnthrungs- benimmungen vom 3. Juli 1912 über die Wahlen und Wahl- orbnung schon mit ausgenommen wurden, macht diese Ausgabe besonders empfehlenswert. — Schmidt, W i e kann fick jeder die ihm auf Grund der neuen Reichsversicherunas-Ordnung zustcbcndcn Renten selbst berechnen? Eine gemein- verständliche Abhandlung für jeden, der sich über seine Rechte und Pflichten eine kurze und treffende Darlegung geben will. Preis 50 Pfg. iVerlag von Emil Roth in Gießen Der Zweck dieser recht preiswerten Broschüre ist, der Arbeiter ugend, besotiders aber auch dem großen Mreife Erwachsener, einen knappen und leichtverständlichen Schlüssel in die Land zu geben, der es ermöglicht, die Renten in jebem einzelnen Falle genau sepzuslellen. Unentbehrlich dürfte diese mit vielen statistischen Tabellen usw. ver^ sehene Broschüre sich im Fortbildungsschulunterricht erweisen. In der Hand der Schuler dürste sie den Unterricht des Lehrers über daS große Gebiet der Reichsversicherungsordnung in wirksamer Weise unterstützen und auftlärenb auch in Vereinen usw. wirken. Die beit, nwhlschmeckendnen ■^nf er Präparate, wie foicrWcn K. 32 Pig. Jnafcrmarf < 35 Pfz. Siftrgrütze 32 M. erhalten Sie stets frisch bei Georg Wallenfels nur Marktplatz 31, gegenüber der Engel-Apotheke. Rabattmarkenansgabe. I**7 Kaufm. Verein .Bum Flua-Fett sind für unsere Mitglieder und Angehörige Karten (I. Platz», au ermäßigtem Preise bis Samstag 2 Uhr in den Geschäften von Heinrich Erle, Weit - Anlage 5 und Earl Franz, Seltersweg 34 au haben, v3*,. Der Vorstand. Schell-Fische aus SiS in la- feinster lcbcndfriichcr Ware soeben eingetr. u. billiait bei Ang. Wallenfels Marktplatz 17 Telcvbou 262 Prompter Versand auch nach auswärts. (174 la. tee Welii reine niaxnum bonuni. ,ium dilltgiten Tagespreise für Winterbedars, frei Lieferung in'S Haus. 108880 Tb. Baulkc, Wolfstraße 9 undBismarckstr. 11 «Ladens. Letzte 21 cidiriebten« Der Balkankrieg Konstantinopel, 24. Lkr Au len tische Informationen bestätigen, daß die Türken Mustapha-Pascha an der bulgarischen Grenze geräumt haben. Lin Teil der türhidrtii Armee bei Adrianopel wurde nach Lasten zu verlegt, wo bald eine Schlacht erwartet wird. V ran ja, 24. Lkt. General Iankowitsch hat gestern nachmittag nach dreitägigen erbitterten Kümpfen Novibazar eingenommen. Athen, 24. Okt. Der griechische Generalissimus telegraphiert unterm 23. d. MtL 8 Uhr abends, daßdiegrie- dj {I d> c n Truppen di e Türken nach allen Richtungen hin verfolgen. Die Griechen baden 22 Feldgeschütze erbeutet Tie Türken hätten große Verluste erlitten, namentlich hätten sie viel Gefangene verloren. Starke und wasserdichte Wrteiel kaufen Sie billigst bei Fra*1 z Neumeier SennenstraMe 20 Hausschuhe in grösster Auswahl von SO Pfg. an. M6*1 DaS ftauzofi'ch-spanische Marokko Abkommen. Madrid, 24. Okt. Ter Absckstuß des franz ösisch- sp a n ischen Marokko-Abkommens hat eine nette Verzögerung erfahren. Der spanische Minister des Anihern hat die letzten Vorschläge Frankreichs wegen der Wtretnng des Mu lata gebiete- abgelehnt- Tie spanische AnNvorNwte, die die äußersten Zugeständniffe der spanischen Regierung enthält, wird tower- zttglich Frankreich mitgeteilt werben._________________________ wöchentl. Ueberstcht öcr Todesfälle i. b. Stabt Giehen. 41. Woche. Vom 6. bis 12. Cftober 1912. Tinwohiierzayl: angenommen zu 31 700 finkt. 1600 Mann Militär). Clerblichleitszisser: 13,12 °lw ungeheuren Andranges rasch ab. kf Unter Ron goto nnibalen. Dreißig Jahre lang hat englische Missionar John $. WeckS unter den BolokiS, einein oberen Kongo zwischen 9teu-Antwerpen und der Mündung Ubmigi seßbaften Kannidalenstainnies, gelebt. Obgleich der ..^..nibalismuS erfreulichenveise erheblich abgenommen Hal, huldigt der Stamm doch noch zuzeiten diesen furchtbaren Mahlzeiten, und .i«... *. in feinem soeben erscheinenden Buche cntiuirft der Mffsionar einen der Todesfälle in fdiauevlichen Bericht von einem Ronnibalenfefte, dein er beiwohnte, l nach Gießen gebrachte Kranke kommen. — Eine Erleichterung des Reiseverkehrs, die sich bereits bei der französischen Rordbahn bewährt hat, wird dem- uckhst bei allen französischen Bahnen durchgeführt werden. ES Ixuidelt sich, wie wir in der „Post reisender Kaufleute Teutsch- l-rdS" lesen, nm die Erleichterung bei der .Auslieferung des lkesegepacks, die dank einer sehr einfachen Idee letzt möglich tcfihcint. Die Verbesserung besteht darin, daß sowohl am den kkpäckscheiuen wie aus den an den Gepäckstücken angehefteten Let-teln die Endziffer bedeutend größer gedruckt wird, und daß dir (slepäckstücke bei dem Eintreffen am Bestimmungsorte nnoer- ■^flluh nach den Endniunniern sortiert und gesondert an den v.ffchiedcnen Orten der Gepäckhalle zusammengestellt werden. Tas enuart viel Luchen, da die Reisenden unverzüglich wissen, wo sie ihr Gepäck zu erwarten haben. Dank dieser 5)2anregel wickelt die Auslieferung des Gepäcks am Pariser Nordbahnhose trotz la. HaMchkiskh empfiehlt Jnlius Rosenbaum Kirchenplatz 4. HL e gestern abend im he «rgerversammlnng bei' der Frage der ylr. -' lebnem wurde brzE Abnahme finden Fleischhandels eigener Ware erster Qualität > könne das Gesrierstc ich wurde beschloßen, Sie9'”-, d« ; Möttau gelegene »■ i> Mrg!° Land Bürgemeister Hard ssiern nachmittag sand , Mutter Agne^ ueck rolirbe L aufget' St?»***; n aer air -twKbM i* wA w® ■ «lies §-M tzSL zusehea' end^Ulchki."- MA «ÄtÄ 4 ?™tt leb^> Ä lueiter i» «Äffte - NttRtmbene™ ch. Anlage des M ÄieberQu^ m: *n hier und h !r^e9t werden. w west ausholev nmten Laufes bei ^o: en auf weite StreL düng der Bahnanw^ tlerte Lauf der ejfc ' wodutch das M Hemmungen, bei bew nommen wurde, künst - Nußbett soll zur men und für gewöh Weltbekanntes Fabrikat ersten Randes •> Solide Preise In Giessen bei An;ost Förste; Bahnhofstrasse 65. Zwiebeln trockene,gesunde Winterware 50 SHIo Mk. 2.75, größere Poften bedeutend billiger, versendet Ludwig Erb. Echzell m der Wetterau. Telephon-Anschluß. 16444 Hlilftnna! Morgen Freitag millUlig. trifft einegr.Send. Weißkraut a- Einfchneidew Rotkraut, Wtrnng, Rofeufohl u.Blumeickohl ioivie Winter» Zwieb. lOPid. 4OPf. ein. Berk, v.morg. 8 Uhr a. i.Hofe b.$8irt- i'ckai't Bollcr, Bahnhoistr. “*** Brumata-Ka upenleim, Pergamentstreifen, .Kordel. Adler-Drogerie, Selters- meg 3!<, Ctto Schaaf, l8*» n. t., Aftern und heute nx ) ibn Zchncedeck au» bi bimer sich angemelbci U airten viel zu früh, noch roemger die Ley, noch nicht alle heimgedn: aus das llmftürjen. ü er hat die Landleute t>6 mehrere Jahre. Seine Klage an den ProvinzialanSfLuß tuthe von diesem heute !oitenfälhg abgewmen 12 Klage der Anwälte des Stud. zur. Karl sem'vfs in Gießen gegen d t e S tadtGtcßen w e s e n skftfetzung von Äanalgebübren Die -tadt Giesen icte neben der Billa auch den lanünnrtichanlichen Hotrau« -bst den Lekonomiegebäuden des Kemp",eben ^tdeifommisgutes ix der Marburger Straße zu den ttanalgebühren, herungezoown, .wohl diese nicht an die Manalifatiox angeichlouen lind. Der f erechnung war ein Brandkaneniert zugrunde gelegt, m dem - i mbar das alte abgebrannte Wohnhaus noch miientballen jvar >e vorgenannten Anwälte klaglm deshalb gegen die -tadt meßen und beantragten, den. nicht an die Kanalisation an ..Aosfenen Teil der Öorrtue auszmcheiden und die Ge übten von dem wirNichen Brandka.wwerl zu erheben. S,e '-merkten dabei besonders noch, bar,, die landwirtlchast !A v7sreite "ne besondere Einheit bckde^ Tie Stadt er erte auf die Klage, bau nach tz 2 der (^ebuhrenordmmg die ■miK «üi wirliÄ-NIich- Einheit blbfflbt, 2kSmi*,ft ”-^mrtmun^Braunhohlen-PresssteineX Walltorstra*se 5 7094 Walltor* traeee 5 ^liatllch. (tftllbc VII fjoffnu Hfl >1 Walltorstrassc 5 Lauterbach, Hesiew v"/.° w G G MZ w G G Spezial - Fenster diesen Seiden. Bei ungünstiger Witterung wird das Flugfest verschoben. Die Karten behalten ihre Gültigkeit MZ MZ MZ MX MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ mz MZ H MZ w MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ vorverkauftstellen in Gießen, Wetzlar und den größerenPlätzenOberhessens. Uassenöffnung 1 Uhr MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ i r.ter 1ii« ten raten, li: ft.'ln MZ W MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ MZ G MZ MZ MZ lijnpfi; 1 in vwiien ^ijben u M-ückNU iiißleut chl-gr» "s,i Mr DM/.o Vorführungen: Höhen-, Gleit-, Kurven-Gleit-, Achterflüge und Vombenwerfen Preise der Plätze: Startplatz 3 Mk., im Vorverkauf 2 Mk. I. Platz 1.50 Mk., im Vorverkauf 1 Mk., II. Platz 50 Pfg. im Vorverkauf 30 Pfg. Rein seidene Liberty in , ---------------------------- in gestreift und schwarz Helvetia-Seide j” schwarz u. allen Farben, weiches __meßendes Gewebe LMal-Ausschank ötr Sömcnbraucrci Dortmund 3)h 11 n fl t i f d) in und außer Abonnement. Reichhaltige Abendkarte. billiger und vorzüglicher Brand, gleichwertig jedem Braunkohlenbrikett. (D“# GroMNh. Bergwerk «direkt. Friedberg (Hessen) Zu beziehen in Gienen von der Koblenbandlung: Johann Fischer, Alicestraße 28. ngrgnlfen nirrrn Leb f jjoben bet tih-n 3)Cnen ii, )ic Fleisl 5dnärf)tcrn ryrr)it. Todes-Anzeige Freunden und Verwandten die traurigeNach- richt. daß gestern nacht */,l Uhr unsere liehe Mutter, Schwiegermullcr und Grogmutter Frau Luise Burk, geb. Petrie im Alter von 73 Jahren sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Hch. Burk W. Burk Lorenz Burk. Heuchelheim, Waldgirmes, 24. Okt. 1912. Tie Beerdigung findet Freitag nachmittag 3 Uhr vom Trauerhause aus statt. 08939 Sbcrücifiidict Verein für Geländereiten. tag, 25.Cft. 1912,3"nachm. Versamml., auck) s. Zuschauer, Locher-Mühle, südl. Großen-Linden. [D,4/iJ v. Ltrucnicc. Dannagnng Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagen wir hierdurch allen, besonders aber den cv. Schwestern für ihre liebevolle Pflege, besten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. 9t: Johannes Lein, Bäckermeister. Zlugfest in Sichen Der Luftfahrer-Verein Gießen veranstaltet mit einer Anzahl Gießener Vereine u. unterstützt von Zivil- u. Militärbehörden am Sonntag, den 27. Oktober auf dem Trieb ein Mtaler Biete Direkt.: Hermann Steingoetter Freitag, den 25.Dkt.1912, abends » Ubr: 4. Freitag - Abonnent.-Vor't Gewöhnliche Preise. (■aMKplel a**w von Fräul. Riza Bajor vom Deutschen Theater in Berlin. Medea jt. , - flf" 16tenn°l ■ss< Fleischern, Jii -Jüte von o unn i'* «“ 7 brniro der v°lle A.:cd bei Jff - TOh;:i fcw Zeppelin-Luftschiffes Victoria Luise verbunden werden. Anmeldungen zur Mitfahrt sind umgehend an den unterzeichneten Verein zu richten. Preise der Plätze: für Mitglieder des Luftfahrer-Vereins etwa Mark 110.-, für Nichtmitglieder etwa Mark 150.-. Dramatisches Gedicht in vier Auszügen von Franz Grillparzer. Ende geg. IO1/, Uhr. / -. Mite niE / W ?lnetl1 Li der Lerkaul" Liblikum davo - cnda in ' i Alkerstratz tV-". ’D großen Meni sti- längere Zeit tat k: he lein auslän ii 5t genügend zu v tzcmn, io daß die & rr.utf) überzeugte icJidj von dem Ma Dazu schreibt g beiter: ''och im Norde enniiit'. tHerabe h LMitleidenswert ' t v. sie ihr Lebt : ,,'chlrxrr Zeit der ? i men die Verheiß' dntz doch wenimtei CINiimhi Mark ha ciü Nußland bc; Ejellenz Bern ; Jütin ersten Mab urq über Lebe i ‘/ Pfennigen fr U'Of '^rnnb dem , urb ööäntcinkav 1 >'i i lmlbes Pim : Ull it eines & ! • jTMt. Erivart z r Aacht, die Zi : * "fliftrat als P Wtucre Entlaus ; : kaufsstande BI lt-i3 für den "loIsen, nn ■v lehr gerade E*r?n Händen I " man es it ^"'chung in lc i Pr c u b i) d I ■?'“) wenigstens daß d, ! । J * tüoi 4.. .' wper jlr ^ngcn no * - '.vrauenrehoi if -tadt E I ü-'ern ein, wer, mo (5 Ahnden \&Z Bringe meine LOKALITÄTEN (größere und kleinere Zimmer) zur Abhaltung von Bierkommersen, Gesellschaftsessen. Vereinssitzungen und dgl. höflichst in empfehlende Erinnerung. Bekannt aufmerksame Bedienung. Reelle Bierpreise. Restaurant Spuck 7024 Brauerei-Ausschank, Nord-Anlage 38 XflT Eingang durch den Wlrtschaftsgarten "in Jic - r „ «olksau ■ - war ^Spezial-lngeliotiiiSeita-Stofa Rein seidene Taffte sä^®J?’rVelLund dmikel ^^reifte. | 25 ------------------------ speziell für Blusen Meter Mk. *• In der Privatklagesache des Mar Hesse, Parteisekretär in Hamburg 6, Privatklügerö gegen den Friedrich BctterS in ltzicstcn, Redakteur, Angeklagten wegen Beleidigung hat die Straskammer deS Gr. Landgerichts zu Gießen am 1. Oktober 1912 für Recht erkannt: Auf die Berufung des Privatklägers wird daS Urteil Gr. Schöffengerichts Gießen vom 3. Mai 1912 aufgehoben und der Angeklagte Friedrich Petters wegen Vergebene der Beleidigung i. 3. der 185, 2t>0 St. G. B. und 8 20 Prehgesehec. zu fünfzig Mark Geldstrafe, hilfsweise zehn Tagen GeiängniS und in die Kosten des Verfahrens ver urteilt. Zugleich wird dem Beleidigten Mar Hesse, Parteisekretär in Hamburg die Befugnis zugcsvrochen, die Verurteilung auf Kosten deS Angeklagten öffentlich bekannt zu machen. Die Bekanntmachung hat binnen einer Woche von Zustellung eines UrteilsauSzugS an je einmal in dem Gießener Anzeiger und der Lberbesfischen Volkszeitung zu erfolgen, in lcvtcrer Zeitung in demselben Teile und mit derselben Schrift, wie der Abdruck der Beleidigung geschehen ist. Die Richtigkeit der Absdiriit der Urteilöformcl wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urteils bescheinigt. OJicfeeii, den 16. Cftober 1912. (L. S.) gez. Glock, Ger.-Ass. Gerichtsschreiber des Großherzogl. Landgerichts. Für die Abschrift und Veröffentlichung namens deS PrivatklägerS Fischer, Rechtsanwalt. DS4/io Holz-Verkauf. Bei der Holz-Submission am 4. Rovcmber b. I. in Gießen ist die Freiberrlich Riedesel sche Verwaltung nut einem großen Posten Fichten- und Kiefern-Stamm- holz, sowie Buchen Abichnittc und Brennholz beteilig. Gebote hieraus müssen spätestens bis zum 2. Rovember d. F. mittags bei dem Fürstlich Stolverg'schen Rentamt zu I^ricnbcrfl (£bcrbcncni einlnuicn. illäberes durch Frciberrl. Ricdcsclschc Rentkammer, Kartoffeln für den Winterbedarf Magnum bonum Fndustric Np to dato 6913 Rote Tabersche (rauhschalige) Royal Midney verbesserte Magnum bonum (Slla Paulsens Julie gelbe Salatkartofsel empfiehlt in prima Qualität zu billigsten Preisen F. Weisel Tel. 88, Sonnenstrasre 6. Proben stehen zu Diensten )ictie Rollmops 4-Liter-Dose 2.25 Mk. 3 Stück 25 Pfg. Bismarkheringe 4-Liter-Dose 2.25 Mk. Bratheringe 8-Liter-Dose 3 Mk. Sardinen Fast 1.55 Mk., Psd. 40 Pfa- Salzgurken, urogt ^tück 1 Pfg. Zitlaucr Zwicbkl» trockene Wintcrware, billigst Zakob Mliteriilis tol3 Televbon 337 Liebigshöhe Sonntag, den 27. Oktober 1912 I (nach Schluss des Flugfestes) ü OliIifär=Konzerf ausgeführt von der Kapelle des hiesigen InfanL-Regts. „Kaiser Wilhelm" unter persönlicher Leitung des Ober= Musikmeisters Herrn W. Löber. Eintritt 45 Pfg. Samstag, den 26. Qttober, abends 6 Uhr, im Hotel Schütz — Vortrag von Frl. Dr. 2(. Schultz aus Frankfurt a. M. Wie kann die Jugend der Jugend helfen? Eintritt frei. — Zu recht zahlreichem Besuch laden ein ?ic SDrtsgruujc des Allg. Deutschen ^rancuvereins % TeL 356 % _________o o __ Mädchen u. Frauen,auch5Un» dern, mit dünnem, schwachem Haar, zumal wenn Haarausfall, Juckreiz und Kopf* schuppen ndi einstellen, fei folgendes bewährte und billige Rezevt zur Pflege deS Haares empfohlen: Wöchentlich ImaligeS Waschen^ deS Haares mit Zucker'» kombiniertem Kräuter - Shampoon ('Bat. 20 Pf.», daneben regelmäßiges kräftiges Einreiben deS Haarbodens mit Zuk- ker's Original-lirLotci- llanrwaNNcr (tyl. 1.25) und Zucker*« 2pC3ml-Krtiu- tcr-Haarnährfett