Zweites Blatt 162. Jahrgang Nr. 203 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. h Rotte v Ä Zigaretten- nterbliebenen. Rück- rotrb Die ManSverseftlichfeiten in Sachsen. Tel-711 bürble kostenfrei MuMer & Cie., «rreibura L Brq. 3»: ft aufzuführen. 1 ^cht. 3^ *< V l unt" feujl ba,«nitt bi, D | ). August,, nach- 5771 ÄNergnä^igft geruht! AuS Berlin wird uns geschrieben: Zeickien und Wunder brauch n durchaus nicht ersreu- 'ckerei Verl*9’8' der Anteil c.uf IG Prozent. . _. ... Ter Rückgang, den seit 1909, b. i. seit der Einführung des Wertzolles auf ausländischen Rohtabak, drc Ein nahm en aus der Tabaksteuer - also auS der Steuer von deutschem Roh- tabak - ausweisen, setzt sich im lausenden Jahre fort: m den Monaten April bis Juli d. inurbcn nur 3097 000 Mk. ver- n nnnhm f nent*TI 3 403 000 Mk gleichzeitig im Jahre 1911. »eit Die „Olehener ZamiliendlStter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beiqelegt, das „KrelsHfltt fir den Krell Kietzen" zweimal wöchentlich. Tie „laadwlrtlchaltllchen Lett- sragrn" erscheinen monatlich zweimal. Unbedingt keimfreie in warmer Jahreszeit zuverlässigste Nahrung für kleine Kinder Für einen Versuch senden eine Probe. ze. blief sanft unser Schwager Schreiner Redaktion. Expedition und Tnwferei: Schul- ftrnbe 7. Expedition und Vertag: ^^bt. Redaknon.^^llL.rel.-AdruAnie.ger(V»even. Senkung» Plattfuss* sondern «**<, alle Fusslei- and hellie^3' «ine Petersburger Gesellschaft für clrftrif te ttraflübertragung von ‘h'flfferfäflen. Petersburg, 28 Aug Tiefer Tage erhielt die Petersburger Gesellschaft für clekinichc Kraftübertragung von Walser- fällen die kaiserliche Beltatlgung zie Gesell,chast, an deren Stutze das Brüsseler Bankhaus G.-br. P u L. -Wo 11 a r steht, kaufte die Wasserfälle Finnlands und die Ltrom>chncllen der Wolttww mit den angrenzenden Grundstücken ^ic HdKtte sich auch den Weg nach Petersburg für die erforderlichen elektrischen Leitungen. Tic Hauptversammlung der neuen Gesell- scha'i, an deren Gründung fünf größere Banken Petersburgs beteiligt find, wählte zum Präsidenten der Verwaltung den Direktor der rusiisch-asiatlschen Bank Gp. «ulHoff, >um gcfchaftS- führenden Direktor und Vizepräsidenten der Verwaltung den Geh. Staatsrat Paul Ratner. Breslau, 28. Aug Ter „schlesischen Zeitung" zufolge erl Öhren eie fiskalischen G r u b e n Cb cr sch l es te ns ab 1 Seoreuiber den Preis für Stück-, Würfel- und Nutz- Kohle um 50 Pfennig . ' ? - : ■ n - Märkte. Limburg a. d. Lahn, 2a. Aua 7-ruchtmarkt. Durchschnittspreis rro P alter. Noier Leizen (HQfianiier laut „Süddeutsch' labakzotung 11 -9<000Mk. betragen gegen 9 39(3 000 Mk im gleichen Mfchnttt des Vor- fahre». Hiernach bat sich die Gum ahme der vier Monate um 1 901 000 Mk, also um rund 2 Millionen Mark gegen das Voriabr erhöht. Zugenommen, wenn auch ut viel geringerem Matze hat auch die Einnahme aus den Tabakzöllen, wahrem» der Gesamtertrag der Zölle nicht unerheblich zurückgegangen Ut. 'Runb 20 Prozent des diesiährigen GesamtzollertragS fallen mit die Einnahme aus den Tabakzöllen: im vorige,» Jahre belief sich «ingen sind hier eingetrossen. f = Der deutsche Kronprinz traf in Begleitung de.- Trinzen Eitel Friedrich nachmittags 3 Uhr im c i' kdaille eignet sich namentlich auch zur Verleihung bei sportlich e» Veranstaltungen ber Schulen und I >' N e n d ' T n i n a b l e i l u n g e n. Der Verkantspreis delrägl 60 Pßg. tie taim auch in Broschenlorm zum Preise von 60 Ptg geliefert werben, änr Sammler und sonsiige Znleresienlen tsi tzc auberbeni> m einem uormai von 60 mm erschienen und unn Pietse von 6 Mk. zu be- ziehen — Etwaige Anfragen und Bestellungen wolle man an die uikschäsltzsie'ste ber Ralional-Ülugspende, Berlin N\S. % 2uHe»i- sirabe 33 34, richten Die „Viktoria Luise' in Frankfurt. Frankfurt a M., 28 Aug Ta« Luftschiff „Viktoria Luis e', bas nachmittag« um 2 08 Uhr mit 4 Paffogiercn m W o t b d auigesticgtn war, traf nach sünssiündiger irabrt »im / Ubr über Frankfurt a M. ein Nach e»ner b,S zu 860 Meter Höhe aus geführten Sklstoienfabrt erfolgte nm 7 Ubr -o Arn d, Landung vor der Halle, in welcher c« um i Uhr 4u tu(u geborgen war. Gin französischer Flieger abgeftürzt und verbrannt. Trr Fliegerleutnani Ebandenicr, bet mit seinem Doppeldecker von Douai nach Ehalon« stiegen wollte, stürzte bn Erecy-sur-Serre ad. Ter Apparat ging in Flarnrneii aus, bet • Effilier verbrannte. 10-QJo. .Wen ^■2.60, 3.50 V ■ vieler 18 P,« I oeih u. ‘ 18 - V 15» 25, 35 . a Dad-Nauheiin, 27. Aag. Ain Montag hat totrber nur eine Neine Arn;ahl von Wettspielen erledigt werden können da es bis spät nachmittags uncuifhörlich regnete. Gegen Abend haben dann Frl. Salin und Frl. v. Enkevo,rl noch ihre schlutzninden im Damen-Einzelsvicl ausgesvielt, Siegerin blieb Frl. Salin 8—6, 6—2. Auch einige Vorgabespiele wurden noch erledigt. Auch am heutigen Schlutztag war das Turnier immer noch nicht vom Wetter begünstigt. Dennoch gelang es, dank der Ausow'ening der Spieler, die sich nicht scheuten, auch im Regen bic letzten Kämpfe auSzutragen, bic Schlußrunden wenigstens teilweise 5ii erledigen. Die sportliche Bildung, die den Schlutz' runden sonst zugekommor wäre, haben sie natürlich hier nicht er- reichen können. Immerhin gab es besonders tn der ^chlustrunde des offenen Herren-Doppelspiels noch einen interesianten Kampf. Ein Teil ber Vorgabespielo würbe loder ohne ebiel beendigt, da einzelne Spieler vorzeitig des schlechten Wetters wegen ab- gereist waren unb auf die anderen Kampfe verzichtet hatten^ Gegen 5 Uhr nachmittags nrurben die Preise, soweit sic den Spielern I nicht bereits bet Abreise wegen vorher übergebrn worben waren, in der Kunsthandlung Banger durch den Bürgermottcr von Bad-Nauheim unb ben Kurbircktor überreicht. Die einzelnen Konkurrenzen haben solgendes Ergelniis gehabt: Hcrren-Einzei- spiel für Essiziere ber Grotzh. Hess. Division: 1. Pros Leutnant Taub (Ins.-Rat. 118, Worms , 2. Pros Leutnant v. I l fern an n iJnf.-Rgt. 115, Darmstadt, zwo 3 Prose Hauptmann E chwi erz (Inf.-Rgt. 115, Darmslabo unb Ebcrlcutnant © a t - jen । Ins -Rgt. 115, Darmstabt). Herren-Einzelspiel ohne Vorgabe 1. Preis Kreuzer, 2. Preis Lindpa int ner, zwo 3 Preise v Bissing unb Breidenbach. Damen Emzel- spiel ohne Vorgabe: 1. Preis Frl. Salin, 2. Pros Fr. v. Enkevort, zwei 3. Preise Frl H e r nt a ns und Frl 3. Seibermann. Herren-Doppelspiel ohne SBorgabc: 1. Pros st reuzerLindpaintncr, 2. Preis P- Dissing - F11 ting, 3. Preise Albrecht-Wolfgang und Bering- Taub Tarnen- unb Herren-Toppelspiel ohne Borgabe: 1. Pros Frl. v Enkevort-Lindpaintner, 2. Pros Frl. L a- lin-Fitting, 3. Preise Frau B ö ch e l - F r e i e n s e h n e r unb Frl. T- Wcihermann-Blank. Herren-Einzelspiel 6a mit Vorgabe: 1. Preis v. Bissing, 2 Preis Albrecht 3 Preise Dr Gerstein und Brodenbach. Herren-Einzel spiel mit Vorgabe 6b: 1. Preis Liebmann, 2 Bros Schreiber, 3. Preise v. Mün st ermann und Hab en ich t. Damen Einzelspiel ohne Vorgabe: 1 Prei« Frl B acher, 2 Pros Frau Wern her. 3. Preise Frl. I. Weiher mann, Frau Böckel. Herren-Doppelspiel mit Vorgabe: 1. Preis Fitting- v Jlsemann.2. Preis Bolongaro-Crevenna-Ger- bault, 3. Preise Breidenbach-Rackebrandt unb Kreu z'er - Bl a n k Damen-Toppelspiel mit Vorgabe: 1 So« Frl Salin-Frl Bacher, 2. Preis Frl. KüPPerS ovrl A W c i b e r m a n n , 3 Prose Frl. A. und B. HermanS, 111 c r m a n n - Kn'a ucr. Miß S p r i n g m a n » F r c i e n s e bn c r. — Stfncb« tief,ter Preise die Herren Tr. F r e u n b und Franz M üller und bie Damen Frau Freiensehner und tvreun v. Ra b c „ a u Herr Dr. Gerstein ,Prack nach der Prosvertolung bem lurnieroorftanb, bem Turnierleiter, Herrn Tr. Paul (tircibcr und bem Kurbirektor den Dank der LPieler aus, wo mit dem das Turnier sein Ende fand. Abgeiehen davon, daß cs vorn Wetter so wenig begünstigt war, ist es zur allgemeinen Zu mr-enbeit der Beteiligten verlaufen. Wenn der deutsche Lawn- TenniS Bund genehmigt, daß im nächtten Jahr ein Allgemeines Turnier veranstaltet wird, io kann bestimmt darauf gerechnet werden, daß sich bic beste Klasse der Smeler zu,ammenfindcn wird um um bic schönen, wertvollen Bad-Nauhorner Proie zu kämpfen und daß Bad-Naubeim damit in die er,te Rohe der deutschen Turnierplätze cinrürfen wird. — Es verdient betotv berer Hervorhebung, daß das Turnier überhaupt nur hat durch» gerührt werben .können, weil bie Platz Anlage geradezu berpot ragend imstand ist. Das Dosier pernnkt aur den Platzen buch- stäblick sofort, cs hat nie länger als 1—2 etunben gebauert, big bie Plätze nach Aufbören bes Regens wieder ivielbar waren Auch sonst bat sich die Anlage, was die Eintolung ber, Plätze, die Anordnung der Zuschauerplätze, der Garderoben u,w. an- I ich 57 Mk. Er bezog ihn ungestört bis in den Mai dieses | pbred hinein. Vermutlich hat er ihn regelmäßig verbraucht. Dennoch scheint man ihn irgendwo in Verdacht Iiihabt zu haben, er sammele Reichtümer, denn wie eine » ihere Lffenbarung erhielt er plötzlich auS den, Reickis» K anzleramt (Reichssck-atzainl । ein Schreiben, in dem ihm paitgeteilt ivnrde, daß dieser Zuschuß in jährlich 27 Mk. ' migenmiidelt, also um 3f) Mk jährlich verkürzt worden lliei Das sollte aber außerdem nicht etwa nur für die , ja kauft gellen, sondern ihm wurde sogar ofseitbart, daß , a Abzug bis zum 1. April 1907 rückwirkend geschehe, r also 150 Mk. zu viel erhalten und zurückzuzahleu habe. ?ie Aufforderung zur Rückzahlung ist inzwischen auch an -hu ergangen, er will sich ihr aber nicht sügeii, was bei einen pekuniären Verhältnissen nur begreiflich fein wird, .Qd klagt nun gegen das Reichsfck)atzamt, um ein Uugültig- e ,-urteil gegen bic Fordcruug zu erftreiten Mitten nt je überall sich riihrcnoen Bewegungen, die materielle Lage Utserer Veteranen zu bessern, fällt al'o das Satyrspiel des ^ozesses eines Veteranen, dem man wegen zu gün st i gc t Hebensverhältnisse die Pension, und nod) dazu rück- t rkend, beschneidet. Der ominöse Brief beginnt: „Seine Majestät der Kaiser Imben Allerguädigst geruht". Das ist eine burcaulratische i »rincf. Sie tut an sich nichts zur Sache, aber der Zu- mmenhaiig, in dem sic in diesem Fall steht, gibt ihr bod) icn sehr, sehr bitteren Beigeschmack. Die Gnade des I- liserS und Landesherru ist doch etwas, von dem man im || [gemeinen annimmt, cs sei wirklich Gnade, bedeute Gutes Ijlie Verkürzung eines Pensionszuschusses für einen bedürf- ILj^cn Greis von 70 Jahren um mehr als die Hälfte kann IIU er unmöglich als „Witabc" anmuten. Selbst wenn bic ! j Z-rkürzung und Rückzahlung etwa durch die besonderen !r.l in stände 'völlig berechtigt wäre, hätte m*t vermeiden IrpCIcii, sic unter dem Sinnbild eines Gnadenaktes anzu-^ budigen So mechanisch darf Dureaukratismus denn doch Vitichl werden, daß er gedankenlos als G n a d e n betveis bezeichnet, was mindestens von dem Betroffenen als Röirte empfnnbcn wird, wahrscheinlich nichts anderes auch Kit als schematische Härte, bic ben Bcsonberheitcn eines rÄmeinen Falles nicht Rcchmung zu tragen vermag Soviel I Erklärungen aus ber Burcaupraxis für die besremdliche Einkleidung der Verfügung des Reichsschatzamtes sicherlich mhanben sind, sollte man doch auf sic verzichten unb I Sipnlichcs in Zukunst vermeiden. -Unsere Veteranen sind I olpnehin nicht in rosigster Stimmung, man lehre sic durch I bcrartiflc Schema-k'-Gebankenlosigfeit nicht, von ber Gnade I ihre? Landesherrn unb Kaisers mit zorniger Bitterkeit zu sp rechen. Zum aubcrn ist ber Vorgang nun aber ganz außer- orbcntHd) rätselhaft, wie nebenbei bemerft bic starke Zn- tückhaltung bei Verwaltung des Beteranemonds überhaupt, avil---bie für Veteranenfürsorge vorhandenen Mittel cit 1907 niemals völlig verausgabt worben sind. In diesem h,il)r hat das Rcichsschatzamt für Veteranenpensionen eine a.-.nze Million weniger ausgegeben, als ihm zur Verfügung ihinbcn, ebciifo im Jahre 19os, 1909 gar V/i Million unb 1910 hat es immerhin GOOOfk) Ml Betcrancnpeiistonen crjpnrt. Nun ist aus ben vorliegenbeu Nachrick>tcn über das Erlebnis des Licgnitzer Veteranen nicht mit Sick^crheit iu crfcln'ii, ob bic ihm getürzte Pension dem Vctcraueiisonbs entftannm. Es soll sogar unterstellt sein, baß sic aus einem andern Fonds herruhrt, dessen Dotierung bic Nuckwrbcrung! iiütici machte. Dann aber bleibt boch gerade die or/l9c pffen, warum man ben Veteranen nicht auS dem mit Ucber- ilbüfseu arbeitenden Veteraiienfonds entschädigt hat. Mußte c« sein, dem Siabcnzigiährigen ben Zuschuß ber letzten- fünf Fahre ut kürzen, bann hatte bas Bittere bicser Nonvemdlg- feit mit ber Mitteilung beseitigt werben können: „-emc Majestät ber Kaiser haben Allcrgnäbigst geruht - — den Betrag von jährlich 30 Mk. vom 1. April 1)0/ v\hncn |tatt aus bem bisherigen, auS bem Beterancnfoubs zu ulnrr- incikit." Tas wäre ein Gnade nakt gewefen^ wie man i m sich vorstellen mag: im Zusammenhang des schreibens, das dieser doch wohl nicht lutroürbige Veteran empfing, riutct die Redewendung von der „Gnade" des Kaisers -- es muß gesagt werden, weil es so ist — wie Lpott an. Mit , ber Gnade des Kaisers aber soll nicht Spott getrieben iver- ben, man darf sic auch nicht zum Spott werden lgjsen. o.tir, 2.75 1.35 9.75 IKh-d|er Natur zu fein Tas ist sicherlich dem Kricgsvete- 5'8 | • ”ni von anno 1861, 1866 und 1870 zum Bewußtsein "II ] fommen, als er den Bries des Reichsschatzamtes ösfnete, | dem iyier zunächst die Rede fein soll Ein in Licgnitz lebender Veteran aus den drei großen |; Iriegcn, der im Älter von 70 Jahren steht, bezog neben |f einer Pension als Gütcrerpedient a D. wegen seiner bc- | onderen Bedürftigkeit noch einen Pensionszufchuß von jälsr- M *1 .,„30.^ Engelhardt- ehasül Normal Stiefel 1^.1655*15-^^ b.17-.- bewahrt.__________ Cuiticbiriobrt. Die Natiooalflug'pkude. Tie Geschäftsstelle der Nationalflugspende bittet uns um Aufnahme folgender Zeilen: Fn »ahlreichen Erlen Teiilschlands wird am Scbantage, dem 2. eeptember, eine nach künstlerischen Entwürfen hergestellte )n>undkf, barsten Zachen, Ul. 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