162. Zahrgang Zweiter Blatt nr. 20 Lrlchkwi kS-NL mtt Slulnobme bei Stnrntag*. ii Lur Sie auf Montag, Januar 19 ILan- littuttione - '^erianuL lt Uöiitänbebalber eriür finbct bie&d- Hfl bereits am ounerstag,d.25Ji abends 83/t lldr herturpbnQcberTlak ule (Seii’änlflflei iic IVefl.roidiliflerSefpre: irb um vollzählige-. einen ncbeten. Tas Honunanl! Mittwoch, 24. Januar 1912 RoianonSdrna rind Verlag der Br üblichen UmveriiiälS»Buch- und Sienidruckeret. 9L Lange, Dieben. Die ^Gtetzeaer gamlltenbiatter** werden dem ,*lnAfiaere oiermal wöchentlich beigelegt, da- „KrmMati für ötn Kreis Lietzen" groeunal wöchentlich. Die ..lanbwirilchaillichev Leit' Irayra" erscheinen monatlich irocmuxL Nedaktton, Ervedttion unb Druckerei: Sfbul« strave 7. Grufö tion unb Bering. 9ieDatuon:e=^112. Tek.-AdruA>ijeigerGieven. inncrelaglbbfn M«r WM „Kolosseum" VaUtorstrasse 36- Telepbon 645 Dir.: KARL 0H1 AZ st! is ittkl. 26. Zair 5 «5 Dien2““,^ 21 us Hessen. bs. Darmstadt, 23. Fan. Aus dem Finanzausschuß. An der heutigen Sitzung des Finanzausschusses nahmen die drei Minister und eine Anzahl von Ministerialräten teil. Aus dem Ausschuß heraus wurde von einer Seite angeregt, die R e ch n e r st e ll e der Landeskreditkasse lediy- fid) aus den Inhaber zu übertragen, weil der Wirkungskreis dec Landcstreditkasse ein kleinerer geworden sei. Dem widersprach die Regierung, indem sie auf die Verant- loortung hinwies, lvelche der Rechner heute noch habe, und die eine Persönlichkeit vollständig erfordere.________________ Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhesjen S6f 2S?S Si»«* r-tzs vUblldu 019,41,®^ iänteiii ML! ^Mimer M , I'11« H1L lt I J «Mimcr Jit j. Kelce W 50: 3M. in . ^Pld -Euner M u > fÄWrteinifr 1 büP,g, oifb.ällt j ”Hlt sehr vreitzwe- totl 8«W to#ra wü' öcr Engelavothele ibattinniten beb lind. _ Zn den Jahren 1905/09 wurden von ihm 4089 Personen berührt, von denen 1198 weiblich (--- 29,4 Proz.), 1539 bei der Tat noch unter 18 Jahren ( 37,8 Proz.) und 3500 nock) nicht vorbestraft waren (-= 86 Proz.). Die aufacschobene Strafe war begreiflicherweise in den meisten Fällen Hast- oder niedere Gefängnisstrafe (Haft- und Gefängnisstrafe von bis zu 1 Monat in 3557 Fällen), doch kamen aud; in 36 Fällen Gefängnisstrafen von über 6 Monate zum Auf- ßchub. Der Strafaufschub geschah nur in 594 Fällen t- 14,6 Proz.) aus weniger als 3 Jahre, in allen «anderen auf 3 Jahre oder mehr. Tic Zahl der B e ° xnadigten hat im Jahrfünft 1900—04 durchschnittlich 175 im Jahre, 1905—09 jedoch durchschnittlich 441 betragen, ist also verhältnismäßig doch stärker gewachsen, als frie der vom Aufschub betroffenen Fälle, während die Falle, in denen Strafvollstreckung cingelcitct werden mußte, sid) ttur von 77 auf 143 vermehrt haben. Die Begnadigung traf 33,6 Proz weibliche, 46,2 Proz. lugcndliche und 92,3 Prozent unvorbestrafte. Die Maßregel hat also gerade bei denjenigen Personen, für die sie in erster Linie berechnet ist, gün tig gewirkt. In 6 Fällen konnte auch für die Ge- ßängnisstrafen über 6 Monate itoch eine Begnadigung cin- ireteii. In 26,7 Proz. der Fälle betraf die Begnadigung Aufschübe bis zu 3 Jahren, in 73,7 Proz. solche von über 3 Jahren. Die Einleitung der Strafvollstreckung betraf nur in 17,6 Pro-, der Fälle weibliche, in 58,17 Proz. jugendliche und in 84 Proz. nicht vorbestrafte Personen. Es wäre wünschenswert, wenn einmal eine Statistik mack) der Richtung veröffentlicht würde, daß die Zahl der mit Aufschub bedadzten Personen mit der der ganz oder teilweise Begnadigten und derjenigen, für welche dod) die Strafvollstreckung cingeleitet werden mußte, verglichen werken könnte. Die veröffentlichte Statistik gibt leider nur hie Zahlen für jedes Jahr; an diesen sind nun aber vom Strafaufschub Betroffene mehrerer Jahre beteiligt. Immer- Uin zeugt auch die vorliegende amtliche Statistik vom Nutzen der erwähnten erzieherischen Maßregel. Hauptgegenstand der Verhandlungen mar biorse Wendung zu überwinden ist. Ferner muß der Scknffahrtskanal bei Weilburg etwas verbreitert und verliest werben. Der schwierigste Punkt ist die niedrig gelegene Eisenbahnbrücke bei Wetzlar, die nicht erhöht werden kann. Das neue Projekt sieht so niedrige Schiffe vor, daß sie unter der Brücke wegsahr en können. Oberhalb dieser Brücke müßte stark gebaggert werden. Die voraussichtlichen Moftcn der Kanalisation werden für die preußische Strecke 15 bis 17 Millionen Mark betragen, so daß sie wesentlich billiger sind als für das 300-Tonnenvrojekt. Es ist sonach zu hoffen, baß bic vom preußisckten Minister der öffentlichen Arbeiten in Aussicht gestellte Prüfung des Projekts günstig ausfällt. Heber die wirtschaftliche Seite der Lahnkanalisation sprach .Handelskammersyndikus Tr. M c t sch k e - Wetzlar. Trotz der mehr als mißlichen Verhältnisse entwickelte sich aus der Lahn nach der Kanalisierung um die Mitte des vorigen Jahrhunoerts eine recht lebhafte Schiffahrt, die zunächst infolge der (Eröffnung der Lahnbahn zwischen Gießen und Weilburg wieder einschlies unb später auch auf der unteren Strecke zurückging, hauptsächlich infolge der veränderten Produktionsverl>ältnisfe im Eisenerzbergbau. Tie Menge des geförberten Eisenerzes beträgt gegenwärtig im Lahiigebiet sährlich 1/3 Millionen Tonnen und 7000 Arbeiter sind im Erzgrubenbetrieb befd>äftigt. Neuere Untersuchungen haben bewiesen, daß der Labnbergbau nicht am Ende, sondern erst im Anfang seiner Entwickelung steht. Tas ist bei der Beurteilung der Wirtschaftlichkeit der Lahnkanalisation sehr zu beachten. Angesichts der zu erwartenden Verkehrs en twickelung sind die früher berechneten Änsangsmengen des Lahnschiffahrtsverkehrö mit 68 Millionen Tonnenkilometer viel zu niedrig gegriffen. Man kann mit Sicherheit mit 100 Millionen Tonnenkilometer rechnen. Die 16 200 00 Mark Baukosten (15V2 Millionen in Preußen, 700 000 Mark in Dessen) würden für Verzinsung 486 000 Mark und für Tilgung 81 000 Mark erfordern. Dazu kommen an Betriebskosten 83 000 Mark, so daß jährlich 650 000 Mark aufzubriugen sind. Dies wurde für den Tonnenkilometer 65/ioo Psg. Kosten bedeuten, wobei zu beachten ist, daß kein bestehender Kanal so hohe Schiffahrtsabgaben erhebt. Eine Vergleichung der Wasser- tracht mit der Bahnfracht ist für erstere durchms günstig. Dazu! kommt die Beweglichkeit der vorgesehenen Motorschiffe, die den Verkehr erleichtern wird. Bei Einführung der Lahnkanalisation! werden neue Eisenerzfelder abgebaut werden können, da durch die Gieszenev Stadttheater. Hans Sonncnstößers Höllenfahrt. Ein heiteres Traumspiel von Paul Apel. Gießen, 24. Januar. Seit Menschengedenken leben die Künstler in einer erbitterten Fehde mit den Philistern, den hausbackenen Alltagsmenschen, Die iid) immer und überall gleich sind, und denen weder Gilt noch ^.olch fcen Goran-- machen kann. Köstlich und mit feinem Humor hat Wilhelm Busch diese Abart der Spezies Mensck) ironmert, mit gerechtem Zorn hat ihr Otto Erich Hartleben seme glatt geschlif- lencn Verse entgegengeschleudert. Auch auf der Buhne itnö un-j %iefe unzarten, mit plnmven Händen ans Heiligste rührenden Menschen, die bas Ebenbild Gottes in sich sehen schon oft genug begegnet, zuletzt in Gustav Wieds rosiger Komödie 2x2-5, und alle, bic nicht zu der braven Gilde gehören, haben sich berzlicy "habet vergnügt Nun kommt Paul Apel unb zieht in lustiger Fehde gegen den alten Erbfeind los, der alles höhere und benere m sich herabziehen und sich anpassen will. Mit reuten -üassen kämpft Paul Apel und sröhlich rasselt seine Schellenkappe, wenn er den selbstgefälligen Spießern keck in die Parade fahrt, .'oumot und Ejprit ist in seinem Werk, auch Geist und Witz doch ein Bühnenstück in dem überlieferten Sinne ist es nicht, soll es aud' gar nicht fein, und es wäre deshalb ein leichtes an dem jungen Apel zum literarischen Kain zu werden. . Aber warum daS? Tie Technik des Bühnenstückes wandelt sich, und gerade in unserer Zeit haben sich unsere bedeutendsten Dichter immer wieder um eine neue Form bemüht, xie Form, bic Paul Apel gewählt hat, paßt zu dem, was er uns sagen will, and alles, was er uns sagt, ist von unübertrefflicher Echtheit unb trkssendcm Humor. Tie Geschehnisse stl.bst find fehr einfach. Sin junger Schriftsteller, der zwischen zwei Je abdten ich wankt, •einem geistvollen, armen und einem reichen, dummen, mit dem •er sich verbinden will, durchträumt kurz vor der Verlobung^ •die Schrecken einer Philisterehe unb schließt nach dem Cr madien ibie arme Else an sein Herz. Ter bunte Wirrwarr fernes Traume?, Der psychologisch meisterhaft entwickelt ist, zieht in tollen ^.irbeln Kn dem Zuschauer vorbei, und erfüllt durch seine scharf beobadjtcte fschlagsertige Feinheit den verstehenden Zuschauer mit schmunzeln- Bcm Behagen. Kein Wunder, daß das Werk überall, wo cs icit- ßer aufgeführt wurde, namentlich in den literarischen Kren en bc- igeiftertc Ausnahme gefunden hat. Bet der großen Masse aller- Lings wirb es wohl immer auf einigen Widerstand stosjen, wen inan doch nicht gerne über sich selbst lackst. Ader das tut nichts; ibiefe Kreise werden sich an anderen Sachen erfreuen. ,yur Die 7ihrigen aber ist Paul Apel mit seiner Höllenfahrt .Buchverlag 1 von Ocsterheld u. Eo. in Berlin? in die Literatur cingetreteir, :tnb es ist erfreulich, daß die Direktion des Gietzencr Ltabt ^Heaters das Werk, das mittlerweile von fast allen deutschen 'Bühnen angenommen wurde, so rasch herausgebracht hat. Anwendung des bedingten Strafaufichubs in 6ade Ter unterm 12. Januar 1896 in Baden eingeführte bebingte Strafaufschub hat sich während dieser Zeit zu einer überaus wichtigen Erziehungsmaßregel entwickelt. Während in den ersten zwei Jahren nur durchschnittlich 227 Fälle für geeignet befunden wurden, ist er im Jahrfünft 19 ,0 biS 1904 durchschnittlich jährlich 414 mal, in den Jahren 190.- bis 1909 durchschnittlich jährlich 814 mal angewendet worden. Im ganzen wurde er nach der offiziösen „Südd. Reichst." bis Ende 1909 in 7024 Fällen bewilligt, von denen, abgesehen Dan 130 Fällen, in denen der Aufschub durch Tod, Flucht und sonstige Weise erledigt wurde, in 3111 Fällen vollständige oder teilweise Begnadigung eintrat und in nur 1252 Fällen Einleitung der Strafvollstreckung geschritten wurde, während 2531 -- 46,07 Proz. aller Fälle noch unerledigt Bezüglich der Landesirrenanstalt in Heppen- heim wurde durch ein Mitglied des Ausschusses eine Besichtigung vorgenommen, ob die Neuanforderungen fürs Wiederherstellungen erforderlich seien. Es stellte sich heraus, daß Feuerlöschgerätschaften bereits beschafit waren, obgleich sie nod) nicht bewilligt waren. Dieses Vorgehen der Regierung wurde nach seiner grundsätzlichen eeitc hin von dem Ausschuß bemängelt, weil es dem Etatsgesetz wider- fpräche, Ausgaben zu niachen, welche die Stände nicht be- willigt hätten, und weil derartige Ausgaben als Etatüber- sck)reitungen der Kammer hätten mitgeteilt werden müssen. Rach den Darlegungen der Regierung verschloß man sich keineswegs der Auffassung, daß die Anschaffung dieser Gegenstände erforderlid) gewesen fei. Es wurde vom Vorsitzenden des Ausschusses betont, daß das SBubßctredjt der Zweiten Kammer verletzt sei, und daß künftighin solche Forderungen in anderer Weise behandelt werden sollen. Bei dem Kapitel Schule kam die Frage der Zusammenlegung mehrerer Gymnasien zur Sprache, auch die Notwendigkeit der Ausgestaltung des Zeichenunterrichts. Bei dem Kapitel Präparanden- a n st a l t e n wurde von der Regieruna darauf hingewiesen, daß jetzt das sechste Semesterjahr eingeführt werden soll und daß damit einem langjährigen Wunsche der Kammer und auch der Regierung entsprochen sei. Die Präparanden- anstalten in L;ch, Wöllstein und Lindenfels sollen den Orten erhalten werden. Bei dem Kapitel I u g e n d p f l e g e gab der Minister des Innern eine Darlegung, in welcher Weise er sich eine Unterstützung der Jugend in der Erziehung zu idealen Zielen denke. Die für diesen Zweck im Voranschlag aufgeworfene Summe von 15 000 Mi. soll zur Gründung von Jugendheimen, Jugendbüchereien, Werkstätten für Handarbeit und Turnanstalten als Grundlage bienen. Von einer Seite bes Ausschusses wurde angeregt, ob es nid)t richtig erscheine, auch seitens der Regierung daran zu denken, wie man die sozialdemokratische Jugendbewegung in andere, vaterländische Bahnen, leiten könne. Dazu sei eine für die Jugend geeignete Darstellung und Widerlegung der sozialdemokratischen Ziele und Bestrebungon erforderlich, und nach dieser Richtung hin müsse doch einmal ein Anfang gemacht werden. Die Regierung sagte zu, daß sie gerade in der Jugendpflege die patriotischen Bestrebungen fördern wolle. Die nächste Sitzung des Finanzausschusses findet morgen ohne Regierungsvertreter statt. fonso Rubbiani, einem ausgezeichneten Kenner der mittelalterlichen Architektur seiner Vatcrstabt und einem der feinsinnigsten Baukünstler des modernen Italien, ein glühender Verteidiger erstanden, der mit Wort und Tat gegen Die beabsichtigte Zerstörung des alten Zentrums protestiert. Tie von Rubbiani vorgeschlagene Aenderung des Stadtbildes ist ein vorsichtiger Vn- mittlungsversuch, der den Anforderungen des gewaltig anwachsenden Verkehrs in der industriernchen Stadt Rechnung trägt und trotzdem keines der alten Baudenkmäler opfert. Eine malerische Straße soll zwischen dem alten Besuchern Bolognas bekannten Largo delle Tom und der Piazza del Nettuno geschaffen werben. Ferner wäre direkt daneben durch Niederleguitg einer Anzahl künstlerisch wertvoller Häuser ein Platz zu schaffen, auf ben Der Palast König Enzios blickt, in dem der sangeskundige Sohn Kaiser Friedrickts II. jahrzehntelang gefangen saß, durch die Liebe der schönen Lucia Viadagola getröstet. Tie benachbarte Via belle Accuse wird verbreitert, behält aber ihre malerisch- unregelmäßige Gestalt. Via Orefici, in der noch heute, wie vor 500 Jahren, die Goldschmiede Bolognas ihre kunswollen Erzeugnisse barbicten, bleibt bestehen, ebenso die tich noch im Bogen daran anschließende Via Eapreria mit dem alten Zunfthause der Fleischer, das zur monumentalen Residenz der „Camera del La- voro" werden soll. Das gotische Haus der Mercanzia, das Rubbiani wiederl)ergestcllt hat, soll nach wie vor seinen malerischen, unangetasteten Platz beherrschen. Durch den Plan Rubbianis würdck eine Reihe überrasd;cnder Durchblicke auf den Palast König Enzios, den des Eapitano bei Popolo und des Podesta, geschassen. Im Auftrage des Königlichen Rats für die Erhaltung der Kunstdenkmäler Italiens sind soeben die Professoren Boito und D'An- drade nach Bologna entsandt worden, die dem Projekt Rubbianis ihre volle Billigung haben zu Teil werden lassen. — Von dem Fü hrcr der deutschen Südpol-Expedit i 0 n , Oberleutnant F i l ch e r , ist folgende Nachricht in Berlin eingegangen: Hcrftichcn letzten Gruß vom Eisrande. Möge uns das Schicksal in jukunft ebenso hold sein wie bisher.. Alle unsere Erwartungen sind erfüllt, beinahe übertroffen worden. Es herrscht ein freudiges Zusammenarbeiten. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Der ordentliche Professor für Liturgie und .Kirchenrecht an der Hniversität Freiburg > Schwei' .PrinzMaxvonSach- ) en , Hai einen Ruf als Professor der Liturgie an das Erzbischöttick)e Priesterseminar ;u Köln erhalten und angenommen. Er wird feine Lchrtätlgkeft tn Köln mit dem Sommer-Semester 1912 beginnen. — Ter Violinvirtuose Professor Edmund Singer, Ehrenmitglied des Hoftheaters in S t u t t g a r t, ist im 80. L.bens- jahre gestorben. -- Für die I n t e r n a t t 0 n a l e Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik Le>p;ig 1914 bewilligte die 2. sächsische Kamme? einstimmig gemäß der Regierungsvorlage als Garantiesumme des Staates 200 000 Mark. abenb« 8 Ubt Id* Jni vordettn 5 Tarnen Zentralverein für Binnenschiffahrt. Gießen, 24. Jan. Der Zentralverein für deutsche Binnenschiffahrt hielt gestern vormittag hier im großen Horsaale der Hniversität eine Sitzung ab, die sehr gut besucht war, und sich hauptsächlich mit ber Frage der Lahnkanalisation beschäftigte. Bon Gtesien waren u. a. anwesend der Rektor der Landesuniversitat Prof. Dr. Koncg, Geheim er atDr U finger, Oberbürgermeister Mecum, Becg Kommerzienrat Emmelius, Handelskammerpräfident Geh. Kommerzlenrat Heichelheim, sowie zahlreiche Stadtverordnete und Handelskammer- mitglicbcr. Das hessische Ministerium der Finanzen war durch Geh Oberbaurat Jmroth, das Ministerium des Innern durch Ministerialrat Spamer und die hessische Bergbehörde durch Bergmeister Köbrich vertreten. Von Vertretern der preußtscheu Behörden waren Negierungsrat v.MMer, sowie Beamte der Wasser- bauDcrroaltung und der Bergverwaltung erschienen, Namen des hessischen Ministeriums und der Provinzialdirektwn begrüßte Gcheimerat Tr. Hunger, im Namen der Universität Rektor- Prof. Dr. König, im Namen der Stadt Gießen Oberbürgermeister Mecum die Erschienenen. Die Aufführung, du- von Herrn Direktor Stcingo etter bestens eingerichtet war, erschöpfte im allgemeinen den reichen Humor des Werkes, wenn auch hin und wieder ein Witz unbeachtet Dorüberging, weil man die Lachpausen nicht lang genug genommen hatte wie z. B. bei dem ttassischen Wort des Staatsanwaltes, der den Angeklagten zu — lebenslanalicher Ehe begnadrate Auch die akustische Abstimmung der Massenbllder hatte manchmal ctmaÄ gedämpfter sein können, um den Charakter des Traumes besser zu wahren. Keinesfalls hätten die einzelnen musikaluchen Zwischenspiele übertönt werden dürfen. Herr John Rappe- Port als Hans Sonnenstößer spielte flott und temperamentvoll, aber ich hätte mir den jungen Schriftsteller etwas defchanlicher, männlicher gewünscht, gan; durchdrungen von seiner Kunst, an bet er dock, fast schwärmerisch hängt, und seine Verzweiflung müßte durchaus ernst — beileibe nicht komisch wirken. In ferner Hand liegt es, mit wem der Zuschauer geht, ob mit ihm ober mit feinen Gegenspielern. Ausgezeichnet war Herr Kurt G ü h n c als zweiter Antivhilister, als Oberregisseur, wenn es ihm auch nicht immer glückte, seine ernste Miene zu wahren. Eine etwas größere Pause'wäre seinen Jagowvrten von erheblichem Vorteil gewesen. Sehr schön war Fräulein Frieda de Bruyn als Arm-Elslein. ^ic junge Künstlerin, die unserer Bühne trotz eines sehr gunftigen Angebotes iür Berlin auch in der nächsten Spielzeit noch erhalten bleibt hat sich in den wenigen Monaten ihrer hiesigen Wirksamkeit ganz überraschend entwickelt. Etwas nervös wirkte Fräulein Lona Schmidt als schönes Minchen: mehr Gelassenheit käme allen ihren Rollen zugute. Warum sollte es nicht mit größerer Ruhe gehen9 — Fräulein Lore Scholz, die sich mit wenigen anberen deutschen Schauspielerinnen zu der erfreulichen Ansicht burdigerungen hat, daß das eigene hübsche Gesicht dem Sinne der Rolle geopfert werden — kann, erschien als Tante Pauline in köstlicher Maske und erregte außerordentliche Heiterkeit. Heberhaupt waren gestern äußerlt charakteristische Masken zu sehen, wie außer den erwähnten die der Herren Norden als Rentner, vybmiq Grosser als Gustav, Georg Hilbert als Otto, Karl Volck als Onkel Fritz, Karl Schumack als Medizmalrat und Eugen Carlo als Philosoph, von denen auch im Spiel jeder fein bestes gab. * — Bedrohte Baudenkmäler in Bologna. Aus Bologna wird uns geschrieben: Tie „Alma mater ftubiorum" ift in Gefahr, durch die Neuerungsfucht einer Gruppe von Sve kulanten, die im alten Zentrum der Stadt nach dem Mu'ter von Florenz und Rom eiiif.rmigc, moderne Straßenzuge fdxr en wollen, eine empfindliche Einbuße an ihren monumentalen Bauschöpfungen aller Zeit zu erleiden. Tie Geahr besteht vor allem barin, daß dein Mittelpunkt der Stadt eine neue Gepalt gegeben werden soll, der eine ganze Reihe hochwichtiger Bauten aus Bolognas goldener Zeit zum Opfer jallen mußte, zen bedrohten Baudenkmälern ist ^ur rechten Zeit in Pros. Al- Dir/ H-r* 5*;- Schiffahrt gunfiigere Angebote möglich sind. Unbedingt notwendig ist die Lahnkanalisierung, wenn Mosel und Saar kanalisiert werden, was wob! als sicher anzusehen ist. Aach die Steinindustrie. namentlich die Basaltbrüche des Westenwaldes, würde von der Lahnkanalisation sehr viele Vorteile erhalten und es würden dann -rann Teil die Sclstiden der Steinindustrie, die haavtsächlich durch den scharfen schwedischen Wettbewerb bedingt sind, behoben werden können. Auch die Landwirtschaft hat an der Lahnkanalii'alion grobes Interesse. Tie Bwölkerungszunahme im mittleren und unteren Bahngebiet ist sehr gering, so daß geradezu eine 9lb- wanderung vom flachen Lande vorliegt. Ties ist auf das Darniederliegen der Stein- und Bergwerksindustrie zurückMührcn, deren Förderung würde das Absatzgebiet der Landwirtschaft wesentlich. vergröbern. Auch manche andere Vorteile würde die Lano- wirtschaft von der Lahnkanalisation haben. Industrie und Land- wirtschait seien in gleicher Weise an der Laynkanalisation interessiert und die Rentabilität der Kanalisation sei sicher zu erwarten. Geheimerat Prof. F la m m - Eharlottenburg sprach übw b->n zweckmässigen Typ eines Motorschifics für den Verkehr auf der kanalisierten Lahn und den angrenzenden Wasserstrassen. Es müßte bei der Konstruktion des zukünftigen Lahnschisfes Aruptsäch- lich daraus Rücksicht genommen werden, daß für die Lahn mit 3 ,50 Meter Tiefgang und für den Rhein mit 1,83 Meter Tiefgang gerechnet werden müßte. Das Schiss wird gleichmäßig 44 Meter lang sein. Das Deplacement wird int ganzen 283 Tonnen und nach Abzug des Gewichts der Maschinen 223 Tonnen auf der Lahn betragen, für den Rhein dagegc.t 347 be.w. 281 Tonnen. Es ist ein Mast vorgesehen. Für die Erlangung der vorge'ehenen Geschwindigkeit sind 2 Verbrenmtngs-Motore von je 20 Pferde frästen gut ausreichend, die mit 2 Schrauben versehen sein sollen. Die das Deck überragenden G genslände, Ruder, Mast usw. müssen zum Umlegen eingerichtet fein. An Hand von Lichtbildern erläuterte der Vortragende dann die Einzelheiten der Sckiffskon- strnktion. Tie vorgesehenen Motore wiegen 6 Tonnen und kosten etwas über 12 000 Mark. Die eingelaufenen Vorschläge wegen der anzuwendenden Motore wie der Schiffe überhaupt zeigen die Möglichkeit der Durchführung des Projektes. Die Kostheimer Schleuse. __ Rach einer kurzen Aussprache dankte der Vorsitzende Ge- heimerat Flamme den beiden Rednern, worauf Handelskainmer- svndikus Tr. Trumpler -Frankfurt über die unzureichenden Betriebsverhältnisse an der Kostheimer Schleuse (der Einfahrt in den Main) sprach. Durch die bestehende Tiefendifferenz von 35 Zentimeter werde die Mainschifsahrt erheblich geschädigt, da die Schiffe bei der Einfahrt in den Main um 100—200 Tonnen leichtern müssen. Er treten dadurch außer der Frachtverteuerung Qualitätsminderungen und Verzögerungen ein. Es ist soweit gekommen, daß die Schiffer sich teilweise schon weigern, in den kanalisierten Main einzufahren. Ter Schaden beträgt für die Schissahrt mindestens 150 000 Mark und für den Frankfurter Handel 600 000 Mark. Der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten steht auf dem Standpunkt, daß die Tiefe der Kostheimer Schleuse ausreichend sei. Die Schwierigkeiten entständen daraus, daß die Fahrwassertiefe im Nheingau zu groß sei. Dies ist nach Ansicht des Redners nicht zutreffend. Nach dem Gesetz könne sich die Regierung dem Umbau der Kostheimer Schleuse nicht entziehen. Sie wolle aber die Sacke mit der Vertiefung der Rheintiefe von St. Goar bis zur Mainmündung, also mit dem Schiffahrtsabgabengesetz, verquicken, während es sich doch dabei darum handle, den bestehenden Zustand ztt erhallen. Der bloße Umbau der bisherigen Schleuse sei unwirtschaftlich, man müsse dazu kommen, neben der jetzigen eine neue Schleuse zu errichten, die 1,23 Meter tiefer gelegt toerben müsse als b:c jetzige. Der Redner beantragt, bei dem Minister der öf c.ttnck n Arbeitet dahin dringende Vorstellungen zu erbeben, daß die gänzlich unhaltbaren Verhältnisse an der Kostheimer Schleus: so rasch als möglich beseitigt werben. Von dem Vertreter der Dandelskammer Würzburg wird dieser Antrag im Interesse der bayrischen Schiffahrt lebhaft unterstützt und darauf hittgewiesen, daß auch die übrigen Mainschleusen verbesserungsbedürftig seien. Tie Fortführung der Mainkanalisation habe so lange Feinen Zweck, als an der Mainmündung eine Barre den Verkehr aus dem Rhin abschließe. Auch der Geschäftsführer des Vereins der Rh'insckiffahrtsinteressenten schließt sich den Klagen über die Unzulänglichkeit der Kostheimer Schleuse an und wünscht, daß die Sache im preußischen Landtag bei der Voranschlagsberatung zur Sprache gebracht wirb. Der Antrag wegen der Kostheimer Schleuse wird einstimmig angenommen. Der preußische Wassergesetzentwurf. Stadtrat S a h m - Magdeburg berichtete bann über bas neue preußische Wassergesetz, namen'lich über die die Schifffahrt betreffenden Bestimmungen. Der Gesetzen'wurf bedarf nach Ansicht des Redners trotz vielfacher, der Schiffahrt günstigen Bestimmungen, vieler Ergänzungen, um die Rechte der Schiffahrt sicherzustellen. Besonders muß das Hafenrecht in dem Gesetz geregelt werben. Gegen die Ausdehnung des Notwegerechts auf die Verbindung mit Wasserstraßen hat der Redner erhebliche Bedenken, da hierdurch die Ufergriindstücke, besonders die Häfen, sehr entwertet werden. In der Besprechung über diesen Gegenstand wird von den Interessenten des Dorttnund-Ems-Kanals gerügt, daß in dem Gesetz versucht wird, den Kanal zu einem Stichkanal des Rheitr-Weser-Kanals zu stempeln, da hierdurch nur beabsickstigt sein könne, die Privatschleppschiffahrt auf dem Tortmund-Ems-Kanals zugunsten des staatlichen Schleppmono- pols zu verhindern. Weiler wirb vom Lanbtagsabg. Bäumer als bedenklich bezeichnet, baß btc Kreisausschüsse in bem Gesetz als Instanz angeführt sind, hierfür müsse überall der Bezirksausschuß eingesetzt werden. Das schwerste Bedenken aegen das Gesetz sei aber, daß als letzte Instanz der Landwirtschaftsminister lalso Partei und Richter in einer Person) gelte, während vom Minister für Handel nnb Gewerbe überhairpt keine Rede in dem Gesetz sei. Er könne den Schiffahrtsinteressenten nur zurufen: „Achtung, das Gesetz enthält Fußangeln!" (Lebh. Zustimmung.) An die Tagung schloß sich ein gemeinsames Essen int Gesellschaftshaus, während am Abend die Vorstellung im Stadttheater besucht Wurde. Aus Stadt und Land. Gießen, 24 Januar 1912. ** Hessische Vereinigung für Volkskunde. Im großen Hörsaal der Universität sprach Ti überwältigen. Es waren der Schneider Alerauder Stadikowitz. sein Bruder, der Fiilirmanit Anion Staöl- kow'itz, ß wie die Arbeiter Willich und Korzeniewrki Im allgemeinen fiiid die Angeklagten qeftänbig und buten um mildernde Umstände. Noch dem^Svruch der (9ekbroorenen verurteilte der Gerichtshof Aleraiider Stadtkowitz ztt zehn Jahren, die übrigen drei Aiigekiaaten z»» je fünfzehn Jaluen Zuchthaus. f)lußerdem wurden iämtücbcn Angeklagten die Ehrenrechte auf die Dauer von zehn Jahren aberkannt unb die Zulässiakeit der Stelluna unter Polizeiaufsicht ausgewrochen. Tie Räuberhöhle soll zugeschnttet werben. Lu-tschiffahrt. Les Angeles, 23. Jan. Bei bem gestrigen internationalen Tßettflieaen ist Mister Rutherford Fage, ein reicher Amateur, aus einer Höbe von ö<) Bieter a b g e ft ü r z t. Er war sofort t o t. vermischter. * Unterrichtskurse in h nabenfcanbarbeit unb Werkunterricht für 1912. Der Deutsche Verein für Knabenhandarbeit versendet soeben das Programm des deutschen Lehrerseminars zu Leipzig über die Abhaltung technischer Knrse und Kurse für den Werkunterricht. Die Kurse beginnen am 2. Juli. Zu den technischen Kursen treten zwei zeitlich getrennt liegende Kurse zur Ausbildung im Wertttnterricht von je etwa vierwöchiger Dauer, die am 27. Februar und am 15. Juli beginnen. * Ein Wahlgeschäft. Ein armer Teufel, der weniger wegen der Not der Zeit als wegen seines Mangels an Intelligenz häufig genug zu den Arbeitslosen geirrte, sollte am Wahltag von einem Gönner, der Mi.glied be<- Wahlkomitees war, Gelegenheit bekommen, sick etwas zu verdienen. Man stellte ihn also vor ein Wahllokal unb gab ihm einen großen Packen Stimmzettel des befreundeten Kandidaten zur Verteilung an die Aus- und ^Eingehenden und schärfte ihm, wie man glaubte, die Socke gründlich ein. Als nach zwei Stundm fein Gönner^ ihn aufsuchte, um sich von der Erfüllung des Auftrages zu über zeugen, fand er seinen Mann vergnügt ohne Zettel dastehen. Sehr erstaunt über die jetzt schon so lebhafte Wahl- Beteiligung, fragte er ihn, ob er schon alle Zettel verteilt habe. „Ich hatte es gar nicht nötig," war die erfreute Antwort seines Schützlings, „einer hat sie mir alle auf einmal für 3 Mark abgekauft." * Diebstahl an drahtloserTelegraphie. Die Fortschritte der drahtlosen Telegraphie und ihrer Aus- Nutzung haben in Frankreich die Notwendigkeit eines neuen Gesetzes zur Folge gehabt, das die unberechtigte Benutzung dieser neuesten Errungenschaft der Technik verhindert. Seit einigen Monaten werden vom Eiffelturm durch die Herz- scheu Wellen zweimal am Tage genaue Zeitsignale au?, gefanbt, bie auf hoher See von denen, die eine genaue Be- jtimmung ihres Längengrades machen, zu einer richtigen Zeitbestimmung benutzt werden können. Einige unternehm menbe Personen, vor allem Uhrmacher, find nun auf die Idee gekommen, daß es für jedermann leicht ist, diese Signale mit Hilfe eines ziemlich letcht zu bauenden Apparates auf- 5Ufanden. Um diesen 'Mißbrauch zu steuern, ist daher ein gesetzliches Verbot der unberechtigten Benutzung der Zett- ftgnale ergangen. Wenn man daran denkt, meint dazu das Athenäum, daß die britischen Poftbeh-örden eine beträchtliche Summe für die Lieferung der Zeitsignale von Greenwich zahlen müssen, so kann man verstehen, daß man sich gegen den Mißbrauch zu wehren sucht; aber »vie das gefe^ liche Verbot durchgeführt werden soll, das kann man sich nur sehr schwer vorstellen. * Ein Untergrundkanal. Ein eigenartiger Plan eines Kanalbaues erregt in der Neuyorker Jngenieurwelt lebhaftes Interesse: die Stadt Jamaika auf Brookltm bei Neuyork soll durch einen Kanal mit der Flushingbai verbunden werden unb man will dabei eine Wasserstraße schaffen, auf der Lastkähne bis zu 1000 Tons Größe verkehren können. Bei der Ausarbeitung des Planes stellte es sich heraus, daß ein offener Kanal unerschwingliche Kosten verursachen würde, weil die Bodenpreise abnorm hoch sind und weil man eine ungewöhnlich große Anzahl von Brücken bauen müßte, um die zahlreichen Straßen und Chausseen über den Kanal zu führen. Der neue Plan sieht nun einen Kanal vor, der streckenweise unterirdisch geführt wird, also einen Untergrundkanal. Ter Tunnel wird eine Breite von 60 Fuß haben, so daß zwei Lastkähne aneinander parieren können; (hie Wölbung über dem Wasserspiegel, also der Freie Raum von der Hochwassermarke bis zum oberen Rande des Tunnels, ist auf 45 Fuß bemessen. Die Kosten des eigenartigen Projektes sind von den Fachleuten auf runb 48 Millionen Mark geschäht worden, während die Anlage eines gewöhnlichen Kanals so teuer sein würde, daß die Rentabilität des Unternehmens von vornherein audge- schlossen wäre. (?) Märkte. fc. Frankfurt a. M. Sck weinemarktberich t vom 24. Ja^ 'Hufoetüeben waren 2006 Schweine. 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Die Gesuche um Zulassung zur diesjährigen Nleister- prüfnng (§ 133 der Gewei beocdnung) sind mit den erforderlichen Unterlagen dis spätestens nm 31.®iai d.J. an den unterzeichneten Vorsitzenden einzuceichen. Die Prüfungsgebühr von 35 Alark ist an die Handwerkskammer in Darmstadt einzusendcn und die C,iiiltunq dem Gesuche beizulegen. DM/i Gienen, am 10. Januar 1912. DicNteisterprüfungskommi sion s. d.Prooinz OberHesien. Traber. VorsiReiider. Bekanntmachung. Die Gemeinde Sauusbach hat einen Backhaus- neubau au vergeben. Plan und Kostenanschlag können auf meinem Bureau einncicbcn werden. Angebote nehme ich bis 31. d. Mts. einichl. entgegen. Krofdorf, den 20. Januar 1912. Der Btirgermeister. w Bratt n. B^ii D3*/, Der unterzeichnete Verband richtet an die verehrliche Kundschaft seiner Mitglieder die ergebene Bitte, Bestellungen für Frühjahrs - Garderoben möglichst in den Monaten Januar und Februar aufzugeben. Erfahrungsgemäß häufen sich in der Saison die Aufträge derart, dass es nicht immer möglich ist, boi dem im Schneidergewerbe herrschenden Mangel an Arbeit kr ft en eine prompte Lieferung zu gewährleisten Da die neuen Stoffe bereits eingetroffen sind, bieten die Läger jetzt die größte Auswahl und die Anfertigung der Kleidungsstücke kann auf das sorgfältigste erfolgen, während die Abnahme nach Wunsch der Besteller erst später bei Bedarf geschehen kann Gießen, im Januar 1912 Verband der Arbeitgeber für das *. Schneidergewerbe in Giessen M. Bauer. J. Becht. Jean Eckert. W. Engelhardt Carl Frensdorf. R. Gärtner. A. Handlich. Wilh. Hess. Georg Leib L Sohn. J. Leonhardt. J. Pfeffer. Jac. Schreiner. A. Schuster L Co. Gebrüder Stamm. W. Stumpf. M. Harth. H. Krevert. H. Siever. SDnUntaitütne schont die Wäsche ] M ‘■ ' ; ’W.?' •••'••• •• >' ' - - - h ■■■■■■ hompson’s D" dcvfluq Neueste Wendepflüge in unübertroffener u. bewährtester Konstruktion und dabei zu billigsten Preisen. IP.362. 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Sdiriulichc An geböte sind hier bis zum 10. Februar d. 3. abzugeben, ivo auch die Bedingluigen eingesehen werden können. Naunheim, den 23. Januar 1912. Bürgermeisterei Naunheim. K e r ii. D; Ztm. Durchmesser - 16/7Jstm. meist reifes Glaser- und Schrcinerbolz, 8 Nm. Schichtnutzholz 1. Kl. (Kuicr und Glaserbolz), 43 Rm. Sdieit und Knüvvel. 84 Nm. Reisig. Distr. 15a, Scilesbau: Eiche: 70 Rm. Scheu und Knüvvel. 233 Rm. Neing. Buche: 36 Rm. Scheit und Knüppel, 10 Rm. Reisig. Fichte: 27 Stangen 1. Klasse, 20 Stangen 2. Klasse, 25 Stangen 3 Klane, 4 Rm. Knüppel, 30 Rm. Reuig «nicht ausgearbeitet). Diitr. 7b, veiles (Lckutwiesef: Fichten: 15 Stangen 2. Kl., 110 Stangen 3. Kl., 300 Stangen 4. Kl. Tistr. 8a, Krokcl: .ytditc: 70 Stangen 3. Kl., 810 Stangen 4. Kl., 370 Stangen 5. Kl. Distr. 13a, b, Stcinbuich links: Buche: 1 Rm. Scheuholz. Fichte: 5 Stangen 1. Kl., 10 Stangen 2. Kl., fünfzehn Stangen 3. Kl., 1 Rm. Knüppel. Totalität: Fichte — 57 Rm. Scheit und Knüppel. Das Eichcn-Runholz (Stämme u. Schichtholz) kommt zuerst zum Ausgebot. Krofdorf, den 23. Januar 1912. Der Bürgermeister. [Buh Holzverftcigernng. Im Lieber Stadtwald, Distrikt Mönchköpse. Zavvenau, Unterspeierluigskops, Eichwald und Plattenwald werden Donnerstag, den 23. Januar l. Js. versteigert: Scheiter Rm.: Buchen 270, Eichen 50. Knüvvel Rm.: Buchen 50, Eicken 30. Reisig Rm.: Buchen 280, Eichen 385, Erlen 40, Fichten 4. Ltöckc Rm.: Bucken 86, E'cken 1B, Fichten 5, von dem Buckenstockbolz sind 15 Rm. fein zerkleinert. Eicheuuubkttüvvel Rm.: 5, zu Gai tenpsosten geeignet. Fichtenderbstangcn 184 Stück mit 15,50 Fm., zu Sparren und Seilerbäumen geeignet. Fichtcnuutzreisig Rm.: 14. , Zusammenkunst am Kreuzungsvunkt der Mittel- und Sublsckneitze, Anfang vormittags 10 Uhr. Sich, den 18. Januar 1912. Grohherzogl. Bürgermeisterei Lichr B80;1 Dörmer. Holzvcrstcigerung. Im Sicher Stadtwald, Distrikt Grohhäuserberg, iverden Freitag d. 26. Januar d. Js., oormiuags OVa Uhr an saugend, verüeigert: , Stämme Fm.: Eichen 2 Stück HI. Klahe 40—47 cm Durchmesser 1,88. Bucken 1 Stück UL Klasse 41 cm Durch messer 0,95. Vinbcit 3 Stück 22—35 cm Durchmesser 1,38. NnNickeitcr Rm.: Eicken 16—2,2 m lang. Autzknüpvcl Rm.: Eichen 12-2,2 m lanfX. Scheiter Rm.: Bucken 400, Eichen 15, Linden 3. Knüppel Rm.: Buchen 300, Eicken 100. Reisig Rm.: Bucken 821, Eicken 155, Fickten 30. Stöcke Rm.: Buchen 143, Eicken 70, Fichten 54. Zusammenkunst am Waldetngang bet Mühlsachsen. Sich, den 17. Januar 1912. Grovhcrzoglicke Bürgermeisterei: B20/1 Dörmer. Zwangsversteigerung. Die nachstehend bezeichneten Grundstücke, die *ur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks auf den Namen deS Ludwig Bingcl II. zu Heuchelheim und dessen Ehefrau Katharina Margaretha geb. Cpper zu je Vi im Grundbuch eingetragen waren, sollen Freitag, den 8. März 1912, vorm. 10 Uhr durch das unterzeichnete Gericht aus dem Geschäftszimmer des Großh. LrtSgerichts Beuern versteigert werden. Die Versteigerung erfolgt im Wege der Zwangsvollstreckung. Der Vcrsteigerungsverinerk ist am 22. Dez. 1911 in das Grundbuch eingetragen worden. Insoweit Rechte zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, sind sie spätestens im Versteigerunqs- termin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft z»i machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versieigerungserlöses dem Ansprüche deS Gläubigers und den übrigen Rechten nachgrsigt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung ent. gegenstehendes Recht haben, werden aufgeforden, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung deS Verfahrens herbei, zuführen, widrigenfalls für das Recht der Der. steigerungserlos an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt. Gießen, den 17. Januar 1912. Großhcrzogliches Amtsgericht. ,bu, Bezeichnung der Grundstücke. Grundbuch für Beuern, Band X Blatt 663: 1. 2 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 26. 27. 28. 29. 30. 31. 32. 33. 34. 35. 36. 37. 38. 39. 40. 41. 42. 43. 44. 45. Flur 5 Rr. 851 — 1025 qm Wiese I bei der Neumühle Flur 5 Nr. 852 = 1331 qm Wiese 1 daselbst J Flur 5 Nr. 690 = 132 qm Wiese aus der langen Wiese Flur 5 Nr. 712 — 556 qm Wiese daselbst Flur 5 Nr. 714 = 281 qm Wiese daselbst Flur 5 Nr. 991 = 906 qm Wiesel hinter der Neumühle Flur 5 Nr. 992 — 412 qm Wiese । daselbst ] Flur 6 Nr. 302 — 956 qm Acker am Reiskircher Berg Flur 5 Nr. 835l/t0 — 942 qm gefreite (Mühle) bei der Neumühle Flur 5 Nr. 836l/10 = 5085 qm Wiese daselbst Flur 5 Nr. 837 ----- 450 qm Wiese daselbst Flur 5 Nr. 839 = 181 qm Wiese daselbst Flur 5 Nr. 846 = 481 qm Acker daselbst Flur 5 Nr. 847 = 1875 qm Wiese daselbst Flur 5 Nr. 848 = 1081 qm Acker daselbst Flur 5 Nr. 831 = 181 qm Ackrr in Momrod Flur 5 Nr. 832 — 5481