Die heutige Nummer umfafct 10 Seiten- Amtliches n ti r 1 i. i, v itü-» öiiie Ansprache. Bei der Ueberreichung des Eumberlandpokals hielt gestern der Kommodore Theodor P i in vom Royal Thames- "Aachttlub an den Kaiser eine Änspract>e, die von diesem mir folgender Ansprache erwidert, wurde: fccn Momoborc! Nehmen Sic meinen aufrichtigen Tank an für den schonen Pokal mit seiner so mtercnanten Geschichte, ChaufFeurschule ®,nKena.R|t «aatsaufsicht. Pro^f^ die Leser dieses Blattes interessieren dürste, so sei hier in großen Zügen ein Bild der Reise entworfen. Am Donnerstag in früher Morgenstunde trafen sich die Teilnehmer, ausgerüstet nm reichem Kartenwerk und mehreren Meß- inh rum enteil zur Cricntierung in der Ebene, am Bahnhose Gießen und fuhren südwärts durch die Setterau, über Hanau oie Mainebene durchquerend am Lstabhang des lieblichen üdenwaldes hinauf ins WcdarUl, durch die wechseloolle Tnaslanoschast Schwabens am Neckar aufwärts bis Stuttgart, wo mir um die Mittagszeit ankamen. Ter Himmel zeigte bis dahin ein wenig crfreuhdn» Bild Es schien, als wollte sich auf das Gewitter der Miilwochnackit reicher Regen einücllcn. Er unterblieb, wahr- icvcinlich wollte Jupiter Pluvius den frohgelaunten jungen Geographen die Laune nicht verderben. 3n Stuttgart wurde der turje Aufenthalt dazu benutzt, um einen Blick ins Völkerrnmeum ;u werien. Bon kundiger tzand geführt Prof. Tr. .Krämer gewannen wir in großen Zügen ein Bild von der Reichhaltigkeit dieses Museums, das dem wrichenden Äuge ungeahnte Ergeb Nlfie barbietet; jedem Leser sei dieses reichausgestattete Mu'c.irn warm empfohlen. Toch zu unserem Ziel. Ter Zug durcheilte nunmehr die keuperiandschait oberhalb Stuttgarts. Ein gesegneter Pandur,ch.' Grüne Reogelände, biduc Lbftanlcgen, uvpige Wiesen und fruchtbare Felder breiten sich ju beiocn Seiten des Neckars ans, dazwifchen leuchten freundluhe Städtchen und Törser, Schlöiier und Ruinen hervor. Es ist der dichtbevölkertste Gau Schwabens! Bis Metzingen blieben wir im Neckartale, bann wandten wir uns, in das Errnstal cinbiegcnb, dem Jura zu. Bon der Kleinbahn aus tonnten roir bie auistrebenden weißen Felsen betrachten. Bei Urach betraten wir zum ersten Male bas Ziel unserer Wanderung. Tas Ermstal verengert sich hinter beni altertümlichen Städtchen aunallend. Tas blendend weiße Gestein, die grüne Wiescnlanbschaft, die aufragenden Felsvartien und der üvvige Laubwald vereinigen sich zu einem anmutigen Bilde. Vorbei an einem Wafserpumpwerk der Alp, stiegen wir von Stufe zu ^tuic empor, Schichte um Schichte, Bank um Bank bewältigend, bie sich deutlich voneinander, durch Struktur unb Leitsossil ausgezeichnet, ab heben. Tadel ließen sich drei Quell- Horizonte fcnitcilen. Nach mühsamer Wanderung war der Eisen- rüttel ö70 Meter hoch, erreicht. Er in ein Fremdkörper in dieser ruhigen Gegend: der scpwarze Störensrieb: einer von den 125 Vulkanembryonen, bie durch den Furakack empordrangen. Wahrend bisher der Äufflieg im Laubwald erfolgte, bot sich oben auf hoher Deutsche Kolonien« Ter neue Gouverneur von Samoa Tr. Schultz geboren am 8. März 1870, bestand im Mai 1897 die große lurutiidx Staatsprüfung. Ende April 1898 wurde er in den Dienst her Kolonialverwaltung übernommen unb nach erfolgter Vorbildung in der vormaligen Kolonialabteilung des Auswärtigen Amis Anfangs Januar 1899 dem Gouvernement Teutsch Lsiairika Verstelgeru"?' Mittwoch'.1L- d. I., 'ttave^Kloticr^ > Piaii'nE i SefTT-’t E'" Alp dem Ange ein überraschendes Bild dar. Ta lag vor uns bie rauhe Alp, wie sie uns im Bild so oft begegnet. Eine wellige Hochebene: kummerlidzer Feldbau: kleine, arme Siedelungen, auf weiter Flur der Hirt mit seiner Serbe, die das winzige Gras der Gehänge benagt. Alvstimmung! Aus dem Marsch an Totlingen vorbei nach Münzingen zu Heilten wir -irodentalcr feft und prüften die Theorie Binders nad), der hier ein altes Firnfeld annimmt. Der Habitus der Landschaft zwang uns, der Annahme beizutrelen. Unterwegs konnten wir die oberitc Schiebt des Jura, den Plaltenkalk, der bei Nusplingen einen seltenen Reichtum von Beriteinerungen ausweiü, feststellen. Bei anbrechender Dunkelheit kamen wir am Rastort Münimgcn GbO Meter hoch, an und sanden gute Ausnahme in dem GaUhosc zur Post Tie Münsinger hallen als gute Schwaben am guten Alten in Treue fest. Das sollten auch wir recht angenehm empfinden. Ein Poiaunenchor bläst während der Sommermonate jeden Morgen vom Turm herab einen liberal. Weithin schallen die ernsten Akkorde über die Hochebene! Zn so gehobener Stimmung trat bie Exkursion ihre Weiterreise an. Leute sollte die Alp sübwärts durchwandert und ihre Formen bis hinab zum Tonautal ocriolgt werden. Neue Probleme stellten sich uns entgegen. Bekanntlich ist der Jurakalk wegen feiner leichten Turch- jamgkit sehr geeignet, bie Oberwasser versickern zu lassen, ^o entstehen cinericit» Trockenialcr und unterirdische Söhlen und Klüfte, anderseits treten plötzlich aus einem Felsloch mächtige Wasserläufe zutage. Der zweite Tag zeigte uns auf unserem Abstieg derartige Erscheinung-.n Neben der Bettelmannshöhle und der Tropisteinhöble von Zwie-altendori, sei besonders die Söhle Ehrenfels bei Zwiefalten erwähnt Unter einem grauen Felsloch bringt hier em klarer, wasserreicher Bach plötzlich zutage. Auf einem Kahn fährt die Expedition hinab in die Unterwelt. Bald wölbt sich das Gestein hoch, balo senkt cs sich tief herab Weithin erstreckt sich ber geheimnisvolle Bergsee, in dem der Nachen lautlos dahin gleitet. Man gibt sich uill dem Zauber dieser Erscheinung hin und neidet Nixen und Elfen um diesen geheimnisvollen Crt mit seiner erbaulichen Ruhe und seinen uberraichenden Lichtreflcxen. Nach kurzer Rast wurde bas Tal von Zwiefalten durchwandert. Tic Struktur der Landschaft verriet, daß wir es hier mit einem alten Setbecken zu tun ! Bon Zwiefalten bis Sigmaringen, dem südlichsten Punkt der Reife, durchfuhren wir eine ganz item:artige Sanofi--:. Am »üb» abhang des Jura zieht sich die Moränenlandschast des ehe- Das Ausbeben der Note qräben, sowie das Verlegt? der VasserleilungSrobrt'L bie SSnilerftation ouf M1 (joflöraiibobembox^ ber^fr bauit rette Albohausen-ssw oenwieöbaö) soll twfrr werden. Tie Arbeiten umfahr tr Ausbeben von nmb >- Robrnraben, sowie da^-c: leqen vonrundMmMll' verschiedener Vithtmcite. Angebolsmulier und.de diilkiungen liegen aushiei Bureau aus und können r. da für 50 W c u i f d) c u Kaisers ist folgendes in Aussicht genommen: Der Kaiser betritt in Basel den Boden der Sckstvciz und trifft in Zürich am 3. September gegen 6 Uhr ein. Hier ist ein eventueller Besuch des LaitdeSmuseums geplant Am 1. September nimmt der Kaiser au Den Manöver» teil, abends soll ein Nachtfe st am See veranstaltet werden. In Bern erfolgt Der offizielle Empfang. Geplant ist ferner eine Tour in das Bern er Oberland über die Kleine Sdjeibcgg mit Der Wengernalpbahn, unter Umständen ein Abstecher mit der Jungfrau bahm und dann eine Fahrt über den Brünigpai; nad> Luzern. Tort verabschiedet sich der Kaiser von der Schweizer Re- gierung. Der Kampf gegen die Zigeuner. Die Bekämpfung bei Zigeunerplage ist jetzt, wie die „Neue Politische Eorrespondenz" mittcilt, aui Anordnung des Ministers des Innern für Preußen durch einheitliche Polizeiverordntlngen der Oberpräfi- deuten erfolgt. Danach ist Zigeunern und nad) Zigeu- uer-Art umherziehendeu Persone>t das Z u f a m m e u - reifen in Horden auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen verboten. Als Horde gilt eine Bereinigung mehrerer Familien oder eine Bereinigung einzelner Personen mit einer Familie, zu der sie nicht gehören, cs sei denn, daß es sick) um Personen handelt, Deren Mitführung durch Vermerk in einem Wandergewerbeschein ausdrücklich erlaubt ist. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafen bis zu 60 Mark oder Haft bis zu 14 Tagen bestraft werden. Tie Regierungen der übrigen Bundesstaaten beabsichtigen, Verordnungen gleichen Inhalts zu erlassen. Damit wird ein einheitliches Vorgehen gegen das Zigeuuerunwefen für das ganze Reichsgebiet gefick)^. Das Such des Kronprinjcn. Soeben erscheint bei der Dcutsdicn Bcrlagsanstalt in -stutt gart und Berlin ein Buch: „A u S m e i n e in F a g d t a g e b u ch' . »o nennt Der deutsche Kronprinz eine bunte Reihe von Schilderungen und Erlebnissen, bie er in schlichter und anmutiger Form erzählt. Der handliche Band in moosgrünem Gewände tragt auf dem Umschlag nur ein „W“ in Goldprestung und die Krone Darüber und unten den Titel: aus der criicn Bucht eite erscheinen in Fal>iiMe die Schristzüge „Wilhelm, Kronprinz": W' nächste Blatt enthält eine Widmung an die ^Herzogin Karl Theodor in Bayern. Ein Geleitwort, vierzehn ^agdbilder und eine Sdstußbetrachtung bilden den Inhalt, der burd) eine größere Zahl von Photographien, viele nad) Aufnahmen bes Versa,,ers selbst einige nach Aufnahmen bei Kronprinzessin, ^ntercjiant illustriert wird. Ter Kronprinz sührt uns in Die ^.,chungeln Inbien> unb ins schottische Hochlanb, in die Alpen, in icm idyllisches Jagdschloß Klein-Eilgut und nad) ^ohonmSberg in die schlesischen Walder: er id;ili)crt und -Lteibiagöcn aui den Tiger und den Steinbock, erzählt von dem eigenartigen „Schweine 'lechen" in Indien und der schwierigen Jagd aui das Jdwtti'd.c Moorbuhn, von der Pirsch auf den virick und dem gciabrlidKii «achkletlern hinter bem Gemsbock. Wir erleben es mit, wie er mm erstenmal dein Elefanten gegenübertriu, wie er den cr|kn kuerbalm erlegt, wie ein stolzer Vierzehnender lerne Beute wirb atib wie gar ein „Gespensterhirsch" ihn ithon manches ^ahr gt narrt und geneckt hat. Es sehU nicht an fpannenben «benteigrii, an Wagnissen, an luMgen Ueberraithungen und ärgcrhdxn Liu Täuschungen. Die Leidenschaft des.-Jagersab« vedbmdet sich für ihn mit einem uarken Gciuhl für Die ^Schönheit Dur Aatur, daS eine Fülle prächtiger LandsdraftsbüDcr hervorzuzaubern wel^ Bon all dem werden wir morgen in einem eing«.Hunden Auiiav trzählen. # Ztudienreise des geographischen Seminars in den Schwäbischen )ura! (ließen, Juni 191- In der zweiten öälftc der vergangenen Woche unternahmen üe Teilnehmer des geographuchen cemmard^untcr oujruiig des Rrnf Tr W. Sievers eine mehrlagige ^iiiinenrniL in pm Schwäbisd)en Jura. Ta der .Verlaus der mterenanten und lür alle Teilnehmer gleich genuß und lehrreichen Wanderung auch Der Kaiser in Kiel. Äiel, 2d. Juni. Der Kaiser mackste heute vormittag einen Bejuck) auf Dein von Der Hamburg-Amerika- Linie angelauften dänischen Motorschiff „Fionia', Das zum Zwecke Der Besidstigung Durd) Den Kaiser auf eine Stunde in See ging. Der Kaiser besichtigte eingehend Die Ma- id)incnanlagcn und ließ sich verschiedene Masd)inenmanö- ver vorsühreu. Unterwegs wurden aud) Die geschmackvollen Raume Der ersten Kajüte einer eingcheuDen Besichtigung unterzogen. Ter Kaiser nahm im Speisesaal eine Er- frisckMng zu sid) und begab sich soDaun auf Die kommanDo- brückc, von wo aus er Das Einlaufen unD Die Ankermanöver deS Sck)iffes beobachtete. Ter Kaiser ließ sid) von ben Herren Der Hamburg-2lmerika-Linie und Den dänischen Herren die nötigen Erklärungen geben und verlieh bei dieser Gelcgeiiheit dem EtatSrat Andersen unb Dem Ad nriral 9iid)clieu seine Photographie, dem Direktor MnuD- jen Den Roten Adlerorden zweiter Klasse sowie dem rkapi- tän Hansen Den Roten Adleiorden vierter Klasse. Später machte Der Kaiser einen Besuch a u f Dem Dampser Des 'N orDDeut scheu Lloyds, „Bre' men". Zur Frühstückstafel an Bord Der „Hohenzollern" waren bet Dem Kaiser gclaDcn: Pierpont Morgan, Gene ralbirchor Ballin, LnDwig Delbrück, A. v. Gwinner, Monireabmiral v. Rebeur-Paschwitz, Kapitän z S. Ritter von Mann vom großen Kreuzer „Moltke"; ferner Ingenieur Hirth, Leutnant 5d)öllcr, Mr. EdwarD Green- filb, Mr. Francis Riggs. Bor Der Tafel empfing Der Kaiser Die Flieger Ingenieur Hirth iinD Leutnant Scyöller und unterhielt sich längere Zeit mit Hirth. Er überreichte Hirth und Sd)öllcr persönlid) Den Kronenorden vierter Klasse. fJJ8 . Erstes Blatt 162. Fahrgang Mittwoch. 26. Funi 4912 Ter «lehener Anzeige, ä * J__ ' w 3 aA AAA a aa aaA A4 A. AA6 psss.»IniAvAitAr vl V11IIIXV11r I zl IHr Hlr I zweimal monnil. Land' W oßL 63 Si RJ , 1 yk > D H WB wL , ■ MjR fl _ . eileitv.c:.. u.allö. für die Redaktion 113, VkZ If »llc? beH . General-Anzeiger für Gberheisen MM für die lagesnummer Ko1atfonrdnlck und Verlag der vrühl'fchen Univ.'Vuch. und Sttinöruderct R. Lange. NebaMon. Lrpeöilion und vruckerei: Schttlftrahe 7. ‘2 bn vonnmags 9 Uhr.vüdingen: Fernsprecher Rr. 269 Seschüfttstelle vahnhofstrahe 16a. Anzeigenteil: H. Beck. rMjhici ’ «ÄÄÄ Valente (vpcMalarntel)fiti norbanben. Broedö Betrü. nnblo-mmterfürbeT. Reffekt. woll. ichrifiL «n°n unt.üMa.d.lSjeb.AnznL Sfif von Idjahöni fltflfr Sicherheit und gute Ziniu zu leiben gesucht. Miiünad Ucbereiitfunlt. Stbriftl. ?l- gebote ö.Sclbitgcb.unt.ord: an den Wienencr i?lmcifl. ert- a 1692. Kind W. ct5 Bezirks richt er überwiesen. Infolge Erkrankung war er gezwungen, bereits nach kurzer Zeit in die Heimat zurückzukehren, um sich einer Operation zu unterziehen. Nach seiner Wiederherstellung war er bis Ende 1899 bei der Staatsanwaltschaft des Landgerichts I Berlin beschäftigt und bann wieder in ine Kolonialabteilung des Auswärtigen Amts einberufen worden. An- fana August 1901 erfolgte seine Entsendung als kommissarischer Referent und Hefirksrichter nach Samoa. Am 1. April 1903 wurde er etatsmäßig angestellt und am 17. Juli 1904 zum Oberrichter mit Wirkung vom 1. April 1910 zugleich zum ersten Referenten des Gouvernements Samoa ernannt. Unter dem 16. Dezember 1911 wurde ihm der Charakter als Geheimer Regierungsrat verliehen. ________________________ Deutsches Reich. Auf den 8. Juli ist vom Staatsanwalt Termin gegen die sozialdemokratischen Mitglieder des preußischen Abgeordnetenhauses Borchardt und Lein er t anberaumt und der nationalliderale Abgeordnete Schifferer als Zeuge geladen worden. Die gemeldete Verhaftung eines russischen Kaufmanns in Berlin steht mit der Spionageangelegenheit des Hauptmanns Kostewitsch in keinerlei Zusammenhang. Sie erfolgte wegen Unterschlagung. Ausland. Das österreichische Abgeordnetenhaus nahm die ersten 40 Paragraphen der Wehr Vorlage in namentlicl-er Abstimmung mit 322 gegen 113 Stimmen an. Damit ist also verfassungsgemäß für die nächsten 10 Jahre das erhöhte Rekrutentontingent festgesetzt. Das Haus nahm ferner in namentlicher Abstimmung mit 305 gegen 135 Stimmen die Bestimmung an, durch welckw die zweijährige D i e n st z e i t für die Infanterie, die dreijährige für die berittenen Truppen und die vierjährige für die Kriegsmarine festgesetzt wird. Die Minderheitsanträge der Sozialdemokraten bezw. küstenländischen Mgeordneten, durchweg die zweijährige Dienstzeit einzuführen, bezw. in der Kriegsmarine die dreijährige festzusetzen, wurden abgelehnt. Die Bestimmung der Wehrvorlage, daß ein Teil der Mannschaften bei der Infanterie zur Ergänzung des Unterofsizierstandes ein drittes Jahr zu dienen habe, wurde gleichfalls angenommen. Im französischen Senat fand eine Aussprache über den Gesetzentwurf statt, der die zeitweilige zollfreie Zulassung von Weizen regelt und schon in der Kammer angenommen wurde. Der Handelsminister gab folgende Erklärung ab: Die pessimistischen Informationen der Zeitungen sind vollständig ungenau. Bis zur Ernte, die sehr befriedigend wird, fehlt Frankreich weder Brot noch Weizen oder Mehl. Wir besitzen Weizen für alle Bedürfnisse der Bevölkerung. Nichts rechtfertigt die Panik. Die Regierung beschäftigte sich schon vorher damit, zur Vervollständigung der "Bestände ausländisches Getreide nach den Hauptpunkten des Konsums 511 schaffen. Der Minister bekämpfte infolgedessen die .Beseitigung des Zolls von sieben Franken. Der Senat spendete dem Minister Beifall und nalym den Gesetzentwurf an. Ans Statt und Land. Gießen, 26. Juni 1912, • * Pfarrpersonalien. Der Großherzog hat dem Pfarrer Rich. Sittel zu Stadecken die evang. Pfarrstelle zu Udenheim übertragen. • • Ans dem Militär-Wochenblatt. De Brunn, Leutnant d. Res. im Großh. Hess. Art.-KorpS, 1. Hess. Feld- Art.-Regt. Rr. 25, zum Oberleutnant, Oberleutnant d. Landw.- Jnf. 1. Aufgebots Hippenstiel (Wetzlar) zum Hauptmann, Vizefeldwebel Brockmann (I Darmstadt) des Juß-Art.- RegtS. Gencralfeldzeugmeister (Brandenburg.) Rr. 3, zum Leutnant d. Res. befördert. *♦ Für die Sitzung der Stabtverordneten- Versammlung am Donnerstag, 27. Juni, uachm. 4 Uhr, ist folgende Tagesordnung aufgestellt worden: 1. Auslosung von Schuldverschreibungen von 1890er und 1892er Anleihen. 2. Mitteilungen. 3. Baugesuch Friedrich Wörner für Krofdorfer Straße 12. 4. Einfriedigung der Grundstücke von Philipp Nicolaus am Seltersweg nach der Süd-Anlage hin. 5. Befestigung des Verbindungswegs von der Süd-Anlage nach der Plockstraße. 6. Beschaffung von Dieuströckeii für die freiwillige Feuerwehr. 7. Bc- maligeu Rheintalgletschers hin, der hierher kristallinisches, alpines Gestein verfrachtet hat, durch das sich die blaue Donau, hier noch ein bescheidenes Wasser, genagt hat. In Sigmaringen näherten wir uns wieder dem Jura und ließen uns von der Bahn durch die Korallenriffe des romantischen SchmiechatalS hinaus auf die Höhe des weißen Jura tragen. In Ebingen (710 Meter) wurde der 'weite Tag beschlossen. Auch hier war die Aufnahme recht gafthV); ängstliche Gemüter konnten aber nicht recht zur Ruhe kommen, siiuemaleu wir uns am Ort des Erdbebenherdes vom 17. November 1911 befanden. Der „Gasthof zum Sternen" trug noch deutliche Spuren der Stimmen aus der Tiefe. Das Mahl war reichlich, der Gerstensaft gut! Wo war der frohe Zauber vom ersten Abend? Tie müden Wanderer suchten bald ihr Lager auf. Einen hörte ich seufzen: „Wenn sie nur heute Nacht noch hält!" Und sie hielt! Noch befanden wir uns nicht auf dem höchsten Gipfel, nm nordwärts abzusteigen. Am dritten Tage wurde der Zollernfteighof (955 Meter! genommen, von hier noch einmal der Blick in die formenreiche Landsck>aft ringsum und hinab ins Tal getaucht, dann Jjiug eS in schroffem Abstieg den Nordabhang hinab durch alle stufen des weißen, braunen und schwarzen Jura. Lustig klopften die Bergmännlein am klingenden Gestein, um die schlafenden Gesellen der Fauna des Jurameeres anS Licht zu fördern. Dann erfolgte noch ein Gewaltmarsch. Der Jnselberg Hohen zollern, der das imposante Schloß unseres Herrschergeschlechts trägt und weithin die Hohenzoller-Sigmaringischen Lande beherrscht, wurde im Sturm genommen und von hier aus das Panorama der Stufenlandschaft aus der Vogelschau wahr- genommen! Zweimal hatte man an verschiedenen Stellen das zu erforschende Gebiet mit Hammer und Karte, Rontenbuch, Komvas; und Höhenmesser durchquert und eine deutliche Anschauung von dieser interessanten Landschaft gewonnen. Von der Station Zollern aus trug uns der Zug über Tübingen durch daS Vorland hinab ins Unterland, wie es der Schwabe in jenem altbekannten Liede nennt, nach Stuttgart zurück. Hier harrte unser noch ein besonderer Genuß. Unter der kundigen Führung deS bekannten Geologen Prof. Tr. Fraas durchwairderten mir das weltberühmte Naturhistorische Museum, beschränkten uns dabei lediglich auf die Fossllien der Jurazeit, die hier in überaus reichen, seltenen Exemplaren ausgestellt worden sind. Der anschauliche Vortrag unseres verehrten Führers ließ uns rasch einen Ueberblick über die formenreiche Fauna und Flora jener untergegangenen Welten gewinnen und uns jene Zeit lebendig vor die Seele treten. Damit fand die ©tubienrene einen großen bleibenden Abschluß. Tie Heimfahrt ging über die Keuper- landschaft Württembergs und Schwabens an Bruchsal vorbei in den Rheintalgraben über Darmstadt und ftranffurt nach Gießen. Hier löste sich die Exkursion boebbrfriebigt und reich belehrt, mit dem herzlichsten Tanke gegen den verehrten Veranstalter und Leiter, Herrn Prost Dr. Sievers, auf. schaffung von Bänken für die Anlagen. 8. Vergebung von Arbeiten und Lieferungen und Genehmigung von Rechnungen. 9. Beitrag zum Gauturnsest des Turnaaues Hessen. 10. Die Abhaltung der Rindviehmärkte. 11. An- und Verkauf von Grundstücken. 12. Ferien der Stadtverordneten- Bersammlung. ** Gießener Stadttheater: Ter Graf von Luxemburg. Tas Kurtheater in Bad-Nauheim setzte gestern sein Lperettengastspiel in unserem Stadttheater mit Lehars Gras von Luxemburg fort. Tie Hauptrollen waren in denselben Händen wie bei der vorjährigen Aufführung, und die Stimmung im Hause war dank der flotten Darstellung die denkbar beste. Nach den bekannten Schlagern schwoll der Beifall besonders stark an, aber erfreulicherweise wurden keine Wiederholungen gegeben. Tas Orchester, bas von der stapelte unseres Regiments gebildet wurde, brachte unter der sorgfältigen Leitung des Herrn ftarl Röhren die munteren Weisen fein abgestimmt heraus und erfreute durch die genaue und saubere Ausführung. In den einzelnen Rollen waren ebenfalls durchaus erfreuliche Leistungen zu verzeichnen. Herr Otto Beer fang und spielte — von einer kleinen Unpäßlichkeit in den höheren Lagen anscheinend etwas beeinträchtigt — den Grafen von Luxemburg mit Schneid und Feuer. Herr Norden (Fürst Basil), der auch die Regie führte, und Fräulein Scholz "Gräfin Stasa) waren ein überwältigend komisches Paar. Fräulein Alice T h a 11 e r gab der sclwnen Angele Jnmgkcit und Temperament, und als ausgelassenes Malerpaar zeigten sich Herr Harden (Brissard) und Fräulein W a l l 6 (Juliettes wieder von ihrer angenehmsten Seite, indem beide um die Wette sangen und mimten. Auch der Chor erfüllte die ihm zugewiesenen Aufgaben mit redlichem Gelingen. " Fa britdefichtigung. Die Mitglieoer dec hiesigen Handelskammer besichtigten gestern die Fittingsfabrik Bänninger. Die Besucher waren sehr befriedigt von dem Einblick in die interessante Arbeit der praktisch eingerichteten Fabrik, die zurzeit 200 Arbeiter beschäftigt und damit auch in wirtschaftlicher Beziehung für die Stadt Gießen erhebliche Bedeutung besitzt. • • Gauturnfest 1912 Gießen. Das Schüler- turnen nimmt schon am SamStag, 29. Juni, seinen Anfang, und zwar findet an diesem Tage nachmittags 3 Uhr in der Bade- und Schwimmanstalt des Männer-Badcvereins ein Schülerschwimmen statt, zu dem etwa 55 Meldungen eingelaufen sind. Das Schwimmen besteht aus drei Schwimmarten zu je 50 Meter, 3 Sprüngen vom Drei-Metcr-Brctt und 3 Sprüngen vom Ein-Meter-Brett. Damit wird der Anfang gemacht, auch in Gießen dem Wafserturnen eine Pflegestätte Zu schaffen. Das Schwimmen und Wafferturnen sind vorzügliche Leibesübungen und sollten die allgemeinsten fein, denn nirgends läßt sich der Genuß von Luft und Sonne leichter verschaffen, als beim Baden und Schwimmen. • • Der Turnverein Gießen von 1846 veranstaltete gestern abend in seiner Turnhalle ein Schauturnen, bei dem die allgemeinen Freiübungen für das Jubiläums-Gauturnfest, das BereinSturnen mit 45 Mann an drei Barren nnd die Schauübungen der Fechtriege im Säbel- und im Gewehrfechten gezeigt wurden. Die zahlreich erschienenen Zuschauer waren von dem Gesehenen hochbefriedigt. Kreis Lauterbach. ~ Lauterbach, 25. Juni. Der Antrag des Landtagsabgeordneten Reh 'um Versetzung der Stadt Alsfeld von der 3. in die 2. Wohnungs-Seroisklasse hat auch unter der Beamtenschaft in Lauterbach gleichberechtigte Wünsche hervorgerufen, da sich die WohnnngSverhältniffe in Lauterbach von denen m Alsfeld bezüglich der Preise in keiner Hinsicht unterscheiden und selbst zu den höchsten sPreisen zurzeit überhaupt keine Wohnung zu haben ist. Die Einreihung der Stadt Lauterbach in die 3. Wohnungsklasse entspricht nach Ansicht der Beamten in keiner Weise den jetzigen Mietpreisen und deS von der Negierung in dem Entwurf der Beamtenbesoldung in Aussicht gestellten Wohnungsgeld» zuschuffes in Höhe von 3/< deS wirklichen Mietaufwandes. Beim Verbleiben der Stadt Lauterbach in der 3. Klaffe würde der künftige Wohnungsgeldzuschuß kaum die Hälfe des Miet- aufwandes ersetzen imb die Beamten gegenüber den in Städten der 1. und 2. Klasse erheblich benachteiligt sein. Die hiesigen Beamten find deshalb bei dem Landtagsabgeordneten, Bürgermeister Stöpler hier, vorstellig geworden, einen Antrag um Versetzung der Stadt Lauterbach von der 3. in die 2. Klasse bei der Negierung zu stellen, wozu sich Herr Stöpler auch bereit erklärt hat. + Schlitz, 25. Juni. Die kstesige Spar- und Leihkasse für den Amtsgerichlsbezirk Schlitz hielt gestern ihre.Hauptversammlung unter dem Vorsitz von Geh. Justizrat Wahl ab. Der Rechenschaftsbericht legte dar, daß die Kasse auch im abgelaufeneu Geschäftsjahr vorzüglich gearbeitet hat. 7 Proz. Dividenden gelangten zur Verteilung, während 6000 Mk. dem Reservefonds überwiesen werden konnten, der damit die Höhe von 100 000 Mk. erreicht. Außerdem wurden 600 Mk. für wohltätige Zwecke bestimmt, nwvvn 200 Mt. zwei hiesige arme Taglöhncr- samilien erl>alten, deren Gebäulichkeiten kürzlich durch einen Brand zerstört wurden. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 26. Juni. Die Arbeiten zum Neu- ball eines Eichamtes sind von der städt. Behörde ausgeschrieben worden, ebenso zum Umbau der seitherigen Gewerbeschule. DaS jetzige Schulgebäude wird für ein Museum hergerichtet. — Bad-Nauheim, 25. Juni. Ein großes Rosen- fest findet am Donnerstag, 27. d. Mts., nachmittag, auf der KurhauSterraffe bei Doppelkonzert von der Kurkapelle und dem MusikkorpS der Leibdragoner statt. Zahlreiche junge Damen der Kurgesellschast werben hierbei als Der- Käuferinnen mitwirken. Die Terrasse wird an diesem Tage in reichem Blumen- und Bannerschmuck glänzen. Im Konzert der Kurkapelle gelangt zum erstenmale der vom Kapellmeister Steinmann komponierte .Kaiserin Augusta Viktoria-HuldigungSmarsch' für gemischten Chor (36 Herren und 50 Damen) zur Aufführung. h. Vilbel, 25. Juni. Die diesjährige Wander- versammlung des Oberhessischen Bienenzüchtervereins findet am 19. August hier statt. Mit der Tagung sind Ausstellung imb Honigmarkt verbunden. Gleichzeitig feiert der Bilbeler Bicnenzüchterverein sein silbernes Jubiläum. Starkenburg und Rheinheffen. rm. Darmstadt, 25. Juni. Die Handwerkskammer für Hessen tagte heute hier unter dem Vorsitz des Gewerbe - ratS Falk-Marnz. Bon her Regierung war anwesend Mi- nüicrialrat Holzlager, Regierungsrat Gräf, Geh. Regierungsrat Noack und Baurat Wagner. Der Vorsitzende ging auf eine Reihe von Handwerkskamm erfragen mit Rücksicht auf die kürzlich zwifchen den Handelskammern und der Handwerkskammer abgehaltencn Konferenz näher ein. lieber die Tätigkeit des Vorstandes berichtet dann Snndikus Engelbach, der zunächst seiner Freude über die Berufung des Vorsitzenden Gewerbcrat Falk in tue Erste Kammer Ausdruck gibt. Der Bericht enthält Müteilungen fhci die Einbeziehung der weiblichen Lehrlinge der Handwerker in die Gewerbeordnung, die Fürsorge für die gewerbliche Jugend unt die erhöhte Bedeutung Der Gesellenprüfung, deren Ergebnisse all gemein befriedigend gelten. Tie Turdbfübrung des Keinen Be sälfigimgsnacbweises vollziehe sich in Ordnung. Die Zahl der gewerblichen Vereinigungen beträgt zurzeit 258, davon 71 freie 20 Zwangsinnungen, 124 Orlsgewerbcvereine und 43 Fachver cinigungen, 9 Innungen wurden neu gebildet, lieber die Arbeitslosigkeit habe man verschiedentlich verhandelt und trete in erster Linie für Selbsthilfe ein. Hierzu gehöre in erster Linie Pfleg und Ausbau des Arbeitsnachweises, Bereitstellung von Mittest zu Notstandsarbeiten uftv. Staatliche Arbeiten sollten in bi geschäftsstille Zeit verlegt werden. Die Handwerksäimer haben nach den bisherigen Ermittlungen Erfolge kaum zu verzeichnen gehabt. Die allgemeine Lage im Handwerk habe sich gebessert Es folgt der Bericht über die Tätigkeit im Ausschuß des Deutschen Handwerks-- unb GewerbekaminertagS. Bei den Wahlen werden die bisherigen Mitglieder wiedergewöUt: neu gewählt in den Aussckiuß Färber Mainz, Schwarz-Darmstadt, Knipp-Bad-Nauheim, Rockel-Darmstadt, Jckstadt II.-Mainz, Schön tag III.-Mainz, G. Klingelfchmidt-Mainz, Distelhut-Mainz, Bfil! maier-Bingen und W. Schmuck-Worms. Tie Prüfung bar Rechnung ergab in Einnahme 55 758 Mk., in Ausgabe 52 661 Mk unb wird genehmigt. Der Haushaltungsplan, der mit 34 350 Mark ab schließt und den Zuschuß und der Kreise mit 2200 Mk. festsetzt, wird gittgeheißen. Es folgen Berichte über die Gesellen- Prüfungen im ManrmcrbejirF. lieber die Errichtung einer Ein- ziehungsgcnofsenschaft für das Großherzogtum Hessen berichtet Syndikus Engelbach. Einen Vortrag über die Sicherung brr Bauforderungen und die Unterfagung des Gewerbebetriebes hält 2 a m e s - Darmstadt. Derselbe Redner machte Ausführungen über das Submissionswesen, in dem er die Bedingungen deS hessischen Staates anerkennt. rm. Bensheim, 25. Juni. Der Hessische Schutz- Verein für entlassene Gefangene tagte heute im Rat haussaale zu Bensheim unter Vorsitz des GcneralstaatsanwalteZ Geh. Rat Dr. PreetoriuS. Ter Vorsitzende gab einen Hebet- blick über die Geschichte des Vereins, Der bet der Gründung 859 Mitglieder zählte und heute auf 3397 gestiegen ist. Aus dem Rechenschaftsbericht hebt der Redner hervor, daß bei bet letzten Tagung des Deutschen Verbandes in Breslau festgestellt werden konnte, daß der hefsisck>c Verein der einzige Verein fei, bei dem der Landesfürst den Vorstand bestimme. Nur 25 Proz. der Pflegebefohlenen zeige sich der Behandlung nickst loürbig Der Rckmer gibt die Art der Tätigkeit und det Unterstützungen bekannt, er weist darauf hin, daß durch die Trunksucht die meisten Verbrechen entstehen und daß es sehr schwierig sei, für Kov' arbeitet Stellungen zu beschaffen. Die Polizei verwende man in diskreter Weise nur, soweit dies notwendig sei. Mißstände hätten sich noch nicht gezeigt. Erfreulich fei es, daß in det letzten Zeit das Mißtrauen gegen die Beschäftigung Bestraftet stark im Zurückgehcii begriffen sei. Die Lehrer feien berufen, den Verein hierin zu unterstützen. Eine befonbere Aufgabe Ik trachte der Verein in der Bekämpfung des Alkohols, Da die Enthaltung während der Strafzeit allein die Trunksucht nickt heile. Im Jahre 1911 wurden 8232 Mk. an Untcrftübungcn gewährt, davon in Starkenburg 4127 Mk., Oberhessen 1291 Mk unb Rheinhessen 2427 Mk. In 152 Fällen wurden Geldunter- stützungeu gewährt, 23 Pfleglingen habe man Stellungen verschafft. 1 In zahlreichen Fällen wurden mehrmalige Unterstützungen be- ’ willigt. Die Führung der Pfleglinge war 1908 von 235 in M 182 Fällen gut, also 80,9 Proz. Im Jahre 1909 81,6 Proz., I im Jahre 1910 81 Proz. An Stelle des Oberstaatsanwalts I von Hessert hat der Großherzog den Bürgermeister Müller von I Darmstadt zum stellvertretenden Vorsitzenden ernannt. In den I Ausschuß wurde an Stelle des Herrn Müller Obcrlandesgerichtstal I Lang- Gießen gewählt. ! Mainz, 25. Juni. Die Spargelernte hat mit J dem heutigen Tage ihr Ende gesunden: Güte und Menge W haben zu wünschen übrig gelassen. In einigen Gemein- ■ den beträgt der Einnahmeüusfall gegen das Vorjahr bi-3 I zu 100000 Mk., trotzdem in diesem Jahre von den Hand- 1 lern höhere Preise gezahlt worden sind. Kreis Wetzlar. — Wetzlar, 25. Juni. Am nächsten Sonntag finde! | hier das Gau-Sportfest des Nadfahrer-GaueS »Sieg« I Lahn* statt, mit dein die Feier des 25jährigen bt: U hiesigen Radfahrer-VereinS verbunden ist. Hessen-Nassau. zv Marburg, 25. Juni. Der Profeffor der Medizin Koenig unternahm mit einem Freunde und mehreren bekannten Dainen eine 81 utoni obil fahrt nach Kassel. In I der Gegend von ZimmecSrode fuhr der von dem Profesioi I selbst gesteuerte Kraftwagen gegen eine Telegraphenstange I Frau Profeffor Koenig tuurbc 1111 Gesicht und am Halse orr- | letzt, mährend die übrigen Jnsaffen mit leichteren Haut- I abschürfungen davonkamen. sc. Herborn, 25. Juni. Die hiesige Walken I mühle, das letzte Zeichen aus der Zeit der einst hier ir I Blüte stehenden Tuchmacherzunft, wurde versteigert. Dic I Stadt Herborn erwarb sie für 1230 Mk. Mit der Kamera beim Vulkanausbruch. Erst spät bat die Welt von den furchtbaren Folgen des Vulkan > I ausbruches erfahren, der in den letzten Jamiartagen des ver I gangenen Jahres auf den Philippinen fast 1100 Menschen einen I grauenvollen unb rätsell-aften Tobe überliefert hat: zu den rorntger I mit dem Leben davongekommenen Augenzeugen jenes gewaltiger I Ausbruches des berüchtigten Berges Taal zählt auch der amen I konische Regierungsphotoaraph Charles Marlin, der mit fei tote: I Todesverackwing seinem Auftrage gemäß während der ttataftropb* I kaltblütig seine Ausnahmen machte unb erst den Rückzug airtrat, an I sein Vorrat an Platten unb Films vollkommen erschöpft war. Im National Geographie Magazine wird jetzt eine Sen. dieser wissenschaftlich wertvollen Photographien veröfserulicht 8h I am 27. Januar die seismographische Station von Manila bi. ' ersten schweren Erschütterungen registrierte, empfing Marfin fofor 1 telegraphisch die Anweisung, sich zu dem gcfürdUetcn Vulkan »i begeben und Aufnahmen des großen NafirrphälwmenS zu machen | Der Photograph brach sofort auf, erreichte schon am nädfllrr I Mittag die Ufer des durch die unterirdischen Erfchüttcnmger I plötzlich zu einem wilden Sturme aufgcpeilschte» Bombon^öes I vermochte mit einem Boote noch glücklich daS Wasser zu kreuzen und begannn in wortloser Pflichterfüllung ohne Rücksicht auf sei: I Leben den Ausstieg zu dem tätigen Krater Schwefelgelb lcud> tenbe, mächtige, dichte Dampfwolkcn wurden bereit-? ruckweifi I in sekundendurzen Abständen emporgefchleudert, gewaltige Masse: I schwarzen Schlammes durchbrachen die Dämpfe, schossen bis 1$ I großen Höhen empor, um dann noch heißglühcnd zu Boden I sinken. Der ganze Berg war in einer steten Erschütterung, en I mächtiger Strom von Lavaschlamm hatte sich gebildei, aber Marti' I arbeitete sich bis zu einer kurzen Entfernung an den 5tratet Hera: I und machte hier ftunbenlang seine Aufnahmen, bis der Mangc. I an Films das weitere Verbleiben an dieser unheimlichen Statt! I zwecklos machte. Nur biefem Umstande verdankt die Wiffenscbas I die Ailfirahmen und Diartin fein Leben, denn kurz nach seinen I Rückzüge steigerte sich der Ausbruch zu einer furchtbaren explosicm^ I artigen Katastrophe. Mit unheimlickun: Gewalt wurde eine riesig? I glühende Schlammasse mit einem Ruck aus dem Krater empor- I geworfen, bildete auf einige Minuten am Horizont eine hoch jun 1 Himmel emporrag ende schwarze Säule, die von Kettenblitzen umzuck: » war: zehn Mimiken später begann über die nahen Ortschaften lij glühende Regen von Schlamm und Lava niederzugeden. Naa I einer Stunde war alles vorüber, unb klarer blauer Humnel lochte I Art der »oj Maml WÄ nimmt 1 fioben E, erüät Allnlw'ulhung der -^Mblick durch du A7unb Asch««» Alle „Eine Bo" Won, der be^te A^hrbundcrts, d^ «n an den malensch Hn Scisterbüsten E die ivundervollste 6- für die PsarrerHaineb ipenben sagen 3m Namen d Philipp Sütiibotf c. »200 3L7 btnbt ottmi* und Ertöt'"1"1 jJV’;- >>ot .W ÄUI Alles Eingemachte wird sicher vor dem Verderben durch Schimmel und Gärung geschützt, wenn man hv*4/. A. Oetker, Nährmittetfabrik, Bielefeld. Dr Danksagung Teil- A. Fröhlich. 4883 Heuchelheim und Schlitz, den 25. Juni 1912. Danksagung1 Hechler. B”/, Mendorf a. Lahn, den 25. Juni 1912. sagen 4472 -Kindermehl Krankenkost. Für die vielen Beweise herzlicher nähme bei dem uns betroffenen Verluste wir hiermit unsern innigsten Dank. Von der Heise aus ifrika zarückgekehrl Dr. Willi Waldemar Otto Rathschlag Spezial-Geschäft für Wäsche und Ausstattungen Reste und zurückgesetzte Waren, darunter ein Posten sehr vorteilhafter Damenwäsche ;; :: zu und unter Einkaufspreis :: :: Die trauernden Hinterbliebenen: Familie S. Süsskind Familie A. Strauss. 1 Päckchen n 10 Pfg. (3 Stück 25 Pfg.) genügt für 10 Pfd. Früchte, Marmelade und dergl. Bekanntmachung. In dec außerordentlichen Generalversammlung unserer Gesellschaft vom 20. Dezember 1908 wurde folgender Beschluß gefaßt: DaS Stammkapital wird auf die Hälfte des im GesellschaftSoertrog vereinbarten Betrags herabgesetzt, so daß 8 4 deS Statuts nunmehr lautet: ,DaS Stammkapital der Gesellschaft betrügt Ml. 40 000. Auf dieses Stammkapital haben die Gesellschafter folgende Einlagen zu leisten: 1. Herr Schiffmann die in 8 5 näher bezeichnete Sacheinlage im Werte von Mk. 25000 Mk. 2. Herr Zipp 5000 Mk.; 3. Herr Fröhlich 5000 Mk.; 4. Herr Jaeger 5000 Mk. Etwaige Gläubiger unserer Gesellschaft wollen sich bei uns melden. Gießen, den 21. Juni 1912. Gesellschaft f. Tiefpnmpeubau m. b. H. Jede Hausfrau erhält Dr. Oetker’s vorzügliche Rezepte für Erdbeersaft, Himbeersaft, Kirschen, Stachelbeer-Marmelade, JohanniSbeer-Himdeergelee, Heidelbeeren, Prcißelbeeren, Zwetschen, ZwetschenmuS, Apfclgelce, Kürbis, rote Rüben und verschiedene Gurken umsonst in den Geschäften. Wenn vergriffen, schreibe man eine Postkarte an Holz-. Korb- n. Bürstenwaren für alle Zwecke von der einfachsten btS &ux feinsten Ausführung. Scheuertücher. Türvorlagen, Waecheelle, Klammern, Fußbodenwach*, FuUbndeaöl, Mtehlcltern usw. M Kaiser Miet II. fkl.m Helnr. Hen. friBklirlir Mr. Ih Ia.Torfmnll .'I o.— per Nachn. Torfstreu in Wagg. bill-, Peru-Guano (Füllhorn- Marke* 50-kff-Sack M. 10JO, Melasse - Torfmehl - Futter 50-kp-Sack M. äX), Holzwolle usw.Pro8p.grat. Mc Kett. Eltville a. BheuL (D*/4 LkrdillgWgvHlichrkgiilieriiiigsiirbeitk« Die bei der Feldberemigung Queckborn er- forderlich werdenden Arbeiten, veranschlagt zu rund 5200 Mark, und die Lieferung von Zementröhren, veranschlagt zu rund 260 Mark, sollen durch schriftliches Angebot vergeben ivecden. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Großherzogl. Bürgermeisterei Queckborn zur Einsicht offen. Angebote haben_ in Prozenten deS Voranschlag« zu erfolgen und sind mit entsprechender Aufschrift versehen, verfchloffen und postfrei bei Großh. Bürgermeisterei Queckborn bis zum EröffnungStcrmin, welcher Freitag, den 28. d. Mts., vormittags 10 Uhr, auf dem Rat- haule au Queckborn in Gegenwart erschienener Bieter stattfindet, einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 20. Juni 1912. B"f, Grofih. Kullurinspektion Gießen. H. Steinbach. Vergebung von Bauarbeiten Für den Anbau an daS SchulhauS zu Leihgestern sollen nachstehende Arbeiten und Lieferungen uu Wege öffentlichen Wettbewerbes vergeben werden: Erd- und Maurer-, Steinmetz- (Lung- und Sandstein), Zimmer-, Dachdecker- (Schieferdach), Spengler-, Schlosser-, Glaser-, Schremer und Weiß- binderarbeiten, Blitzableiteranlage und Eisenlieferung. Angebotsunterlagen, die gegen Erstattung der Selbstkosten abgeholt werden können, sowie Pläne und Bedingungen liegen auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten (Regierungsgebäude Landgraf-Philipp- Platz 3, Zimmer Nr. 20) auf. Angebote mit entsprechender Aufschrift sind ver- schloffeu und postfrei, spätestens bis TienStag, den 2. Fuli d. FS., vormittags 10 Uhr, an den Unterzeichneten einzureichcn. Die Eröffnung der Angebote erfolgt 311m gleichen Termin in Gegenwart etwa erschienener Bewerber. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt Vorbehalten. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 15. Juni 1912. Der Großherzogliche KreiSbamnspektor. Für die vielen Beweise herzlicher jTeil nähme bei dem unv betroffenen schweren Verluste unserer lieben Tochter und Schwester, sowie für die trostreichen Worte deS Herrn PfarrerHainebach u. die zahlreichen Blumen» spenden sagen wir innigsten Dank. 4478 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen. Philipp Weis, Slalionsschalloer. 7500Belm Betrieb«. POTTtLL 163 Offerte k< nach Dr. Oetker’s Einmache -Rezepten und mit Dr. Oetker’s Einmache-Hülfe --beitet Qfpnn roerbenaufnearbettet, ölcPF forme neu anoefertigi ilppL nn in allen mod. MuUem OG®""" nt Wolle, Waue und Daunen. Kaiser-Allee 7 L Letzte Nachrichten. Mainz, 26. Juni. Das Schwurgericht verurteilte die 43|ähagc Frau des Landwirt- Kaspar Scholl- mayer IN. in Kostheim wegen Mordversuchs an ihrem geschiedenen Schwager fomie dessen Kindern und Braut unter Zubilligung mildernder Umstände zu 3 Jahren Gefängnis Lissabon, 26. Juni Bier Verschwörer wurden vom Schwurgericht in Castclhv Braneo zu zehn bi-zwanzig Jahren Verbannung nach einer Strafkolonie verurteilt. Drei weitere Angeklagte wurden freigesprochen. Natnr- Voll-Reis eine Kraftnahrung ungefärbt, unpoltert Kdormhaus Kreniplate Z>. 29M Jede Plä briecht eine Peleo'.plMttnuchlne von der kunge Mädchen und Frauen, die infolge ungenügender Er näbrumv mangelbaiterBlut- u. Saftezirkulation, Bleichsucht u. Blutarmut wenig lei* itungofäbifl. leicht reizbar, schwach und hinfällig und. müssen Altbuchhor*tcr .flark*prudel Ntark- quelle trinken. Eine Sur von einigen Wochen genügt Äumeiit um die Wangen zu roten, «ruft n. Wohlbehagen, irrobfinn u. Lebensmut wieder emtebren zu lassen. Bon zablr. Vrofefsoren u. Aerzten nlätucnb begutachtet.i>l.9üPs. in d Univcrntäto Avotbekc zu in gold. Engel u. in den Drogerien (?. Seidel, W. Milbinner, Aua. Noll, Ctto Schaaf u. ffrnft Roll. islu , Zü^e er öfters feitgehatten bat. so in der bekannten Statue br4 Theatre Franyate in der Büste mit der Allongcoerücke, tne heute dir Berliner Akademie der Wissen schäften all Geschenk Friedrichs bei* Großen besitzt, und der Büste m antiker «Wewandung im Gotdaer Museum Ein dritte» Boltaire-PonrSr, daS wohl al4 daS detailcrifiifaW und naturgetreueste l>etrachtet werden muß. ift kürzlich wieder aufgehmben worden und wird von Prof. Georg Bierrnonn im Cicerone »um ersten Male publiziert und besprochen Ta» Werk, da» bei der Versteigerung des Nachlasses von Loudon von dem fpätcren Georg IV. von England gekauft wurde, dann in den Besitz de» Fuwelicr- Bridge kam. längere Zeit verschollen war und nun wieder im Pariser Lun ft bandel ausgetaucht ift. halt die markanten Züge des großen SchrtitstcllerS tm Jahre feine- Tode- mit einer einzigartigen realistischen Dadrbeit fest Durch keine Ällongeperücke vertieft, durch fern anttkifterende- Gewand verhüllt, bietet sich der durch eine lebenslange (bedanken- arbeit mächtig -iriomite Mahlfopf bar, mit der Hoden freien Stirn, den ipdrlid tn paaren und dem von fHunvln und ,'rasten durchfurchten Gesicht, dessen Lippen ui einem geistvoll htwrfcn, fast gütigen Lächeln gcfdjürU sind. Die Verklärung de- Greisentum- ein: sich mit einer geistigen Beseelung ohnegleichen in diesem Äerk, da- man wohl ju den bedeutendsten Leistungen de« großen, heute wieder so außerordentlich geschätzten Bildhauers rechnen bart _ ktßöin heiligen Bureaukratiu- in 9 r a n t r e 1 *. Tage und schreibe neun Zentralbehörden, elf Wenernljmter, ein Minikler, ein lliiteiftanUiehctnr, ein ®enerolftab4rfief, tinaelfilir 80 Llslztere und Beamte sind kürzlich im sranzösischeu Staate wegen eine» einigen 3dneibmald)inenlnibbnnbe6 in Bewegung gesetzt worden. Die Aufgabe, ein geeignete- Farbband, da- in jeder Beziehung nicht allein ben '.'ln(orberimflen der Technik, sondern auch der pyateue genügte, zu finden, war wirklich schwierig. Tte Aktenstöße, die seinetwegen ausgehauit sind, legen em beredter Zeugnis davon ab. Ein Marmeoiffzter batte ein neues Farbband nötig, da da- alte abgenutzt war. Zunächst wandte er sich an die Intendantur. Bon da au8 ging sein Gesuch weiter an die Ofeneral- inteubantur, an die Rechuungskommer, an die Cberrerfjmnig4- fammer, ja -- au den Generalstab, an da- filottenausrüstungS- amt, an da- Marinebauamt, an da- Marine-Gesundheitsamt und Gott weiß wohin nicht sonst noch. Erst nachdem alle diele ve- Dermifcbtes. — Eine Voltaire-Büste Hvudons aufgesunden $>oubon, der bedeutendste Bildhauer unter den Porträtisten deS 18. Jahrhunderts, dessen kühn im Stein das Geistige betonend? Art an den malerischen Stil unseres Grafs erinnert, bat eine Neihc von .Meisterbüsten der großen Männer seiner Zeit geschaffen, die die wundervollste Portratgalerie dieser stolzen Epoche bilden. Sein besonderer Liebling scheint Voltaire gewesen zu sein, dessen über der verwüsteten Landschaft. Erst vier oder fünf Tage später erfuhr man m Manila genauere duuelbatrn über 01t katoftrupbe und über den Umfang de- angerichteten Unglücks Eine Bei-d tigung der Umgebung des Taaks bot ein grauenha'teS Bild, g-waltiae »chnne waren entwurzelt und Hunderte von Metern weit fort- oMmbert worden, das ganze Land schien von entern geipnintidxn gt^nmlufle öon untent zu oberü gekehn. Tie Wirkung de- Au-vruckvs hatte sich mir auf, eine beirimmte, v er Halm l-mäßig neme, stvamnngrentte Zone erjtredt: hier aber war alle- vott- Jtmanen zerstört und zugrunde geganien Erst später stellte e- sich heraus, dan nrchl weniger als 1335 Menschen diesem '.1u4- brudK des Berges Taal ymt Cpfer gefallen waren, und neben btefer Zister nimmt sich die Reche der mit schweren Verwundungen Dsvmtgekommenen unheimlich gering aus: nur 199 Menschen der UitgluMonc kamen mit dem Leben davon, viele aber waren so Eenbaft verstümmelt, daß der bald folgende Tod im Kranken- ihnen jur Erlösung wurde Bei der Untersuchung der ntndeten und bei der Bergung der Toten zeigte es sich bann. bafc in den wenigsten Fällen das Feuer und die Lava den Tod heSergesllhrt hatten, ober die Verstümmelungen verschuldeten: viele Körper waren von Steinen versetzt und durchlöchert die Menschen waren von den mit beispielloser Gewalt durch die Atmosphäre geschleuderten Steintcilen und kleinen Lavastückcn rrfdnaflm und burdfeohrt. Daß die meisten Toten an ihrer Kleidung keinen Brandschaden zeigen, erflärt diese Tatsack>e: ja in vielen Fällen ergab die llntmüdiunq der Opfer dieser Katastrophe, baß die Menschen buchst ab! ich durch die Gewalt der durch die Lust geschleuderten Sand- und Aschenwirbel getötet wurden. Inventur-Ausverkauf 4481 Vom 27. ds. M. bis 10. Juli gewähre auf sämtl. Lajerware 15 Prozent Rabatt - ^e’t beg m . Vereine J■- < AM WA *■ M bÄ-6".1"“ tib -r fc‘fej" “'«fe NS ,tc dedmgmgcn bes jgj 5? ^k'lische S(f)L. ^*le 'm Sc ' Bochhenbe gab einen Utfc dn öriinbr l »a ^l'ugen ist. r Redner hervor, daß bei fr- * in Breslau seit»«! "em der einzige Verein - md bestimme. Nur 25 L 'r Behandlung nicht wirk, lgkeit und der Unterftüfeun- bic ItunRutht die mnfc W lchwieng sei, für Polizei vermende » es notivendig sei. Mihsicr- M'reulich.sei es, das, in t ; die Beschästigung Seilt2t1 >- Die Lehrer seien benrä. Eilte besondere Ausgabe fr iiDiimg des Alkohols, da ■t allein die Trunksucht 8232 Mk. an Untcritü .27 Mk., Oberhessen 1291 .52 Fällen wurden Geld habe man Stellungen Vers lehrmalige Unterstützungen llinge war 1908 von 235 Im Fahre 1909 81,6 Stelle des Oberstaalsa Den Bürgermeister Müller w Vorsitzenden ernannt. ?n k ■n Müller Obcrlandesgerittk Spargeferntc hat7. jefiinben; Güte unb MI ssen. In. einigen vW- üU gegen das Borjcht k- lejem Jahre von den hab rden sind, etzlar. Am nächsten Sonntag iy- c§ Nadsahrer-Gaucs ,»■! bcS 25jährigen Bestk^i • 'linden ist. lassau. , r m. Der Pro,e>ior der w- 1 Freunde und mebrerea: ich- d°- "",in! ’rts m w ““b °!" ; chchm mit t*1*1”"' „i Di- Wüe 1 J230 M__ intMlfflÄ n AugenreM 1 । aes Sr nnl"^' ibarles.^Ld der^ e und estl oc I|n<3 vollkommen t1n< . MM crrt’id^| OW n Leben. OL L M 1 Hervorragend bewahre Nahrung. Die Kinder gedeihen = vorzüglich dabei Jo u. leiden nicht an Verdauungsslörung. Für WlederverkÄufer! | m ■ 1 II ■ i liefert In jeder gewüne<*ten Drucksachen aller Art börben in langatmigen Berichten itte Ansicht über da- Farbband au-aelprochen hatten und eingehende lediniidx und sonstige üragen erörtert worden waren, geloitflic der Cffnier in den Be' tz eines Zarbbanbe-. Und oU er e« endlich hatte, da taugte es atchtS. Kleine Lagerchronik. Hu5 Luebkhecn wird gemeldet Zn bent Vryrt bet mecklenburgischen Gewerksck^ofi „Friedrich FrarrH^' fand ein Erdrutsch statt, der auf einen vor N lagen erfolgten Dasjereindruch in da- stalitverk -vun'Khnhüiren Ist. Da- Kesselbaus und das FördermaschinenkpruS zeigen Risse. Ter Weg vom Sckiacht nach Probft-Jesar ist fünf- zehn Zentimeter gespalten Wetteran-stchten indessen lürTonner-toa. den S7.Juni 1912: Wechselnd bewölkt, nur unerhebliche Niederschläge, mäßig wann: Westwuide. Schade L Füllgrabe Kolonialwaren Delikatesten Bahnhofstr.26 Ludwigstr. 20 • llcn eröffnet: Walltorstr. 24 NonvurstLL jvioenes extra QH laihmrt «Tä. vv Zervelatwurst Pfg. Tafel-Margarine Pfund extrafeine Thüringer Pfund 170 Pfg. anstaltsbesitzer Müller zu haben. D'6, freundlichst eingeladen (D”/e KOLOSSEUM 05323 Täglich abend* [42141 PIock*tra*se 7 PlockMtranee 7. Kaffee n. Cvcrttteiwreifc! Qvercttenvreiie! Kahenlcben. i 05302 □ □ □ wdhny?fi Sie K.ilakiq .jrjlis l. fr-nkt. Geräucherte Brauuschw. 1.60 1.70 1.80 □ U u □ :: d V » Haushalt-Mischung Wiener Mischung Karlsbader Mischung □ □ Künstler-Konzert. Sonntag grosser Ball In allen Preislagen besonders empfehlenswert: Holländische Mischung Mk. 1.50 LnglanS London,: Kanzlers übe chusses finde Ueber die Verwei fflotte schreibt G3. ist dec ( culschland n Milch-Schokolade Preis pro '/»-Psund-Tafel 36 Pfg. Giessener freie Studentenschaft Abteilung für Kennt und Wi*Hen*chaft Block-Schokolade?,rs70«, Zentrale: Frankfurt a.M Zirka SO Filialen. Luftkurort Braunfels Pcn*ionQniMi*ana.Sim. mit voll.PervsIea v M.3.50an _ spanische Zitronen 2 st 12 .mb 15 w Stadttheater Giessen Direktion: Hermann Steingoetter. TienStaa, den 2. Juli 1912, abends 8 llbr: ^^Licbhabcr — einer guten Milch-Tchokoladc kaufen sich nur 1/aLgn oorzügliche leichtlösliche naRttU Qualität Psd. IU Pfg. Abonnenten zahlen gewöhnliche Preise bei Vorweis des 2. (^rrNlihignnge Kupons. Drittes Dperetten-Gastspiei des Grossh. Meolers Bad-WM Unter Mitwirkung der Kapelle deS hiesigen Infanterie Regiments „Kaiser Wilhelm" Nr. 116. Gasparone Operette in 3 Akten von F. Zell und Richard Genöe Musik von Carl Millöcker. Ter Vorverkauf beginnt Sonntag, 11 Ubr, an der Tageskasse des SradttbeaterS. a « Arnold’s neues Strapazier-Pianino Aum Preise v Hk. 500.— meu ausgenommene Svezialitäti iiiu groncm edlem Ton, der beiten Mechanik. bic eriiticrt und unrtuem Clienbau. Absolut dauerbait, stimmfest und sein ausgearbeuel. unser 10-iabriger Garantie. Keine Durchschnitts - MaUenmare. ------ tvranto - Probesendung ohne Kaufzwang. — . Pianoforte - Fabrik Wilh. Arnold. Kgl. Bayer. Hoflieferant, A*c baffen bürg. ri Geraubtes Glück Fesselndes Drama aus dem Leben Luit-, Licht- und Sonnenbad = an der Lahn -■ Eintrittskarten sind jederzeit bei Herrn Bade» iiifipWtilspiefe Ein Drama mit nie gesehenen Effekten ist daS heute erscheinende Bild Empfehle mich in sämtlichen Glaserin-beiten sowie Vildcreinratimungs nndRevaraturarbeitcn bei billigen Preisen. 0ÖU32 Ludw. Plättner Vabnboistrane 34, Ecke Schanzenstrahe. Fahrräder - nahmatrhrnen Zubehörteile A Ipqittffltig;'' - belier Qjciffal,.-3? Internationale Elcdtigen Compagnie m.b.H __ Darmstadt Italiener Kartoffeln 3 Pfund 29 w AprikeskllmtAepstl-Miiriiitlgilt Pfund 38 Pfg., b-Pfund-Eimer 185 Pfg. ßröbfft mit At-sel ApfelgeleePd38Pg b-Pfd.-Eimer 190 Pfg. gemischte Marmelade Pfund 28 Pfg. Zwetschcn Latwerge M 30 Ps<> 5-Pfd.-Eim.15V Pf., lO-Pfd.-Eim. 290Pf. Zuckerhonig 2,Wunb,®ofe 90$ig. Wetzlar Gau-Sommerfest d. Gaues IXa d. Deutschen Radfahrer-Bundes t und 25 jährige Jubiläumsfeier des Radfahrer-Vereins Wetzlar am 29. u. 30. Jnni u. I Juli. Der Festausschuss. Zum 200. Geburtstag Jean Jacques Rousseaus Freitag, den 28. Juni, abend* SV. I'hr pünktlich im Hotel Grossherzog, Bahnhofstrasse Vortrag* des Herrn Dr. R. Strecker, Bad-Nauheim, über Rousseau Zur Deckung der Unkosten wird ein Eintrittsgeld von 25 Pfg. für die Person erhoben. — Jedermann ist Dichter 50 ^.^cutenbflen i £CrCL ÄtCll‘en" , os gebotenen KM sä sss* begann hcr r 3 iü- 'i "Online Erfrischungswaffeln Paket Die verräterische Fahne Humoristischer Schlager Holzflößerei Eine wunderbare Naturaufnahme Eine Kahcnstudic Einzig dastehende Aufnahmen auS dem Derby-Halb-Schuhe Mk. 3.90 Lackkappe, breite Bänder Derby-Stiefel, Fassons, Mk Nur solange Vorrat reicht K. H8 Ä Eneri*r Waren-ExpedillBn Giessen Kreuzplatz 9 Kreuzplatz 9 Derwcr h" Der S-rb°" Ln ein Sü-Ndch Mgt l'Nd, Leitet wurde, oi Säe di- *8« Uchl-it noch vW »ennung uder 81 Mtliö schließen ruch ein flr°l>cr " ihiDüim gegenube 2er verband t Diplome wendet | die berufenen Lei der Kitte, die M ym Handcls-Hoa auch den Äbsolveni geeignete Maßnai riaufieute und IN Meilen. Die Hande tvidert, daß ste l des Bezirkes eine mrdzwanzig Firmt sellschaften, haben Lage gekommen fi Hochschulen borge machen. Die wer beschäftigt oder cu zum Teil recht a «erwendungs feit 9hir von über den Wert t ,,Da die Handt der Bochumer Hand Tausenden junger Ä Ich, daß im Hiesigei tzesundcn haben, (5 Stellungen bei hies Werk der Eisenindu ihm im laufe der hin Kaufmann m Bon dieser Firma mutung ausgesprock von vornherein $u' seien, gleich den a müimische Laufbahn Das gewiß w -Ut Mchichi au W sch die teils, erklärt Zu fein, Firmen fehlend hinzmm Günstige Gelegenheit für billige Möbel. Die Rest bestände meines Möbellagers, wie lackierte Schlafzimmer und Einzelmöbel verkaufe, um rasch zu räumen, zu jedem annehmbaren Preise. Ferd. Nennstiei "alt. Alnnhrt 2" Uhr nachmittags ab Bahnhos Gießen biS Garbcnteich. von dort au Fug nach Dors-Gill. Be sichtigung der Persnche unter Fiihrnng des PersuchsleiterS, Herrn Privaldozent Dr. Klcbcraer, nm 3*/, tlhr. Da die Per suche sehr interessante Resultate bieten und ihre Nubanivendung im Interesse der Landeskultur liegt, so ist möglichst zahlreiche Beteiligung dringend erwünscht. D*/e Ter Vorstand. Preiselbeeren ziompott^Pfd. 40 M. Im eigenen Interesse liegt es, meine Schaufenster zu beachten Schuhhaus Wülff sdlrswegw 4474 sporn im fiorton gQ . feinste Süßrahm Margarine Psg. Kokosnuß-Butter9a" lose p. Pfd. 56 Pfg., in Tafeln Pfd. 58 Pfg. garantiert ■ rein, Pfd. 4 V u. 1 kl Pfg. fllldeutscher Verband Freitag, 28. Juni, 81/« I hr, in Steins Garten Amtsgerichtsrat Dr. Mahr (Darmstadt): |v”/6 Burg Fersen und das Fersenlai Vortrag mit Lichtbildern. Eintritt 25 Pfg. Ein Ueberschuß kommt den Ab- gebrannten in Lusern (Südtirol) zugute. ^4-^i vorzügliche, reinschmeckende Qualitäten Liter 88 und 95 Pfg. Feines Tafelöl Mer lüZ M. extrafeines, Liter 120 Pfg. Feinstes Tafelöl ill Flaschm '/, Flasche KK '/> Flasche QH 10ft mit Glas vv, i 0 Psg. mit Glas vu, l^v Psg. Erdnussöl v,31.65 ‘/.si.llövfg. Gemeinnützige Gesellschaft für Luft-, Licht- und Sonnenbäder zu Giessen. Zagdschlötzchen vutenhosen Telephon 423 [4030] Fnh.: Gg. Peil. Beliebter Ausflugsort. Schöner, schattiger Garten, grober Saal, Terrasse. Gute Küche, belle und dunkle Biere, Weine ersterFirmen. öle Rampe Dreiakter, vornehm, spannend, dezent von Baron Henride Rotschild. Ausserdem besonders hervorzuhcben: Der kleine Störenfried Humoreske, verfasst und gespielt von Herrn Max Linder Steins Garten. Donnerstag, 27. Juni III. Abonnements-Konzert der Kapelle des Inf.-Regts. „Kaiser Wilhelm“ Nr. 116, unter persönlicher Leitung des Obermusikmeisters Herrn W. Löber C**/t Soliaten-Abend. Anfang 8' t Uhr, Landw. Lokal-Verein, Giessen Sonntag, den 30. [. M. findet eine Besichtigung der Lersuche des Landw.-Kammer-AuöschusseS zu Weiche MlpsstMtrsf Sliid 35 Braunschw.-VtrlttvNt |l bis soPfg. Dörrfleisch la. Pfund 100 Pfg. Limburger Käse Ia52^fflb Romaturkäse Pfd. 65, Schweizer Pfd. 128 Pf. Edamerkäse Pfund SO Psg.