Die heutige Nummer umfaßt l r Seiten. grelle in ®|e J lt Rg. 86—94 ; r Station Sicht Welt« Stiegen (/> Q » M & rS 3 y 3 > 3- -s * ♦ s S s ft 8 ♦ l 0- L K2[ rf nucrc --- + 3,4 *0. . = + 0.1*0. - v i? gelten aut bem 6te: Gießener Cpon tvonKassel-L^ f' &u Gnbe überlegen [• ilgsspiel. Lei vall^c ’ - M Schluß ttjir: >vch einmal eriolgte^ 2 Toren, ein Erackn. , schalt nicht vollsmiL, — DasEndedesFrankfurter.Komödienhaus cs. Am Sonnlag übcitb brachte eine recht stattliche Besucherzahl dar Theater an der Konstabler Wache zu Grabe. Es war kein prunk volles, aber würdiges Leichenbegängnis, das man dem vorn Mir, gcschict stark bcimgesuchlen Thcatcrchen bereitete. Als Schluß Vorstellung gab man die letzte Erstausführung Paul Bourgeie „Tribun". Es war ein eigenartiges .Zusammentreffen, daß dar Ende des Komödicnhauses ein Schauspiel begleitete, in dem bet Selb mit seinen Idealen an einem widrigen Geschick Schiffbrud erleidet. Bor Begum her Vorstellung hielt Herr Waldmann Sin anonyme« Flugblatt und seine Zurückweisung. Wir erhalten folgende Zuschrift: Gießen, 23. Jan. !? ii sprechen. Ich füge hinzu, daß es mir durchaus fern liegt, irgend eine Parteileitung für das anonyme, offenbar private Flugblatt verantwortlich zu machen. Körte. Korell in Bingen-Atz y nicht gewählt? ch. Singen, 23. Jan. Die Reichstagsstichwahl im Wahlkreise Bingen-Alzey hatte heute ein g ä-l z l i ch v e r - kommen bei der erneuten Zählung 12012 ©tim« ändertes Resultat. Für Becker (nationalliberal) men heraus, denen 12010 Stimmen, die der Fortschrittler Korell auf sich vereinigte, gegenüberstehe n. Dieses neue Ergebnis wurde heute vom Kreisamte fest gestellt. Ter Ort Steinbockenhei m hatte nach den amtlichen Feststellungen gestern für Becker zehn Stimmen zu wenig gemeldet, und Sprendlingen teilte heute mit, daß sich für Becker noch zwei Stimmen herausgezählt hätten. Korell war bekanntlich gestern mit 12 010 Stimmen gegen 12 000, die auf Becker entfallen waren, im Vorsprung.,- Nach der „Franks. Ztg." soll indes der äußerst seltene Fall eingetreten sein, daß sich für beide Kandidaten Stimmengleichheit, 12 010, ergeben habe. Danach müßte durch das Los der künftige Vertreter des Kreises bestimmt werden. < N Är 7; w Eine Einzelheit deS Wahlkampfes bedarf noch einer kurzen Ausklärung: Am Sonntag abend wurde hier in den Häusern ein anonymes, vieldeutig „das Komitee' unterzeichnetes Flugblatt verteilt, in dem es hieß, da sich die Sozialdemokraten in Alsfeld-Lanterbach für Herrn Heck entschieden haben, „w ollen die Wähler deS Herrn Anton Erkelenz, einschließlich der 3! a t i o n a l liberalen, dafür eintreten, daß im Wahlkreise Gießen-Grui, berg-Nid da die Wahl des sozialdemokratischen Kandidaten Herrn Georg Beckmann, Gießen, zustande kommt, wollen, ihm als Vertreter einer kultursortschrittlichen Politik im Reiche durch rege Wahlbeteiligung zum Reichstags- Mandat verhelfe n." Ta dies Flugblatt in den Häusern der nationalliberalen Führer wohlweislich meist nicht ab gegeben war, erhielt ich erst Montag gegen Mittag von ihm Kenntnis. Eine so grobe Entstellung der Absichten der nationalliberalen Partei durste nicht unwidersprochen blei den, das einzige Gegenmittel war der sofortige Druck eines Plakats, bas natürlich ganz kurz gehalten werden mußte. Das Plakat trägt die Unterschrift „i. N. Professor Tr. Körte", in der durch die Umstände gebotenen Eike ist zu i. N. der Zusatz „d e s L a n d e s a u s s ch u s s e s" fortgelafsen worden. Ich lege Wert darauf, ihn hier nach- zutragcn, denn da die nationalliberale Vertrauensmänner Versammlung des Wahlkreises bekanntlich mit Rücksicht au| die Erklärung des Landesausschusses von der Ausgabe einer besonderen Stichwahlparole abgesehen hatte, war ich nur berechtigt, im Namen des Landesausschusses zu Manier den Schüler des Hals kennzeichnet, und Thomas de Kejser mit einem „Jungen Mann mit Hund" in Ganzfigur und zwei Männerköpfen, die eine behagliche Tüchtigkeit aufweisen. Tie Vlamcn zeigen ihre bekannte Gegensätzlichkeit zu den Holländern Von Rubens ist ein Bildnis einer Tarne (vielleicht Helene Founnent, nach Bode ehe eine Schwester seiner zweiten Frau'« und ein Porträt des Malers Franz Franck vorhanden, von van Dyck ein Männerbildnis von-strcnger und delikater Fein- Kit, dos aber durch die Ausführlichkeit seiner Einzelheiten in der gefährlichen Nähe des Halsscheu Bildes eine gar zu kühle, intellektuelle Betonung erhält. Auch unter den Genre- und Sittenbildern ist in dieser Sammlung tast lauter hervorragend Gutes enthalten, und kaum einmal ist der malerische Gedanke von der Last des novellistischen Stosses erdrückt. B r o n w c r ist mit einer außerordentlichen, reichen kleinen Arbeit vertreten. Von Jan Steen sind fünf charakteristische Bilder da .darunter eine .Komposition „Tischgebet", die nicht nur von überzeugend realistischem Vortrag und malerischer Kraft ist, sondern auch von einer innigen und erhebenden Einfachheit, die man bei ihm selten antrifft. Eine ganz andere Rote bringt Terborchin seiner eleganten, vornehmen, maßvollen Sachlichkeit und dem kühlen, etwas dekorativen Glanz seiner Gestalten, und noch weit voller klingt dieser Ton bei Gabriel Metsu, wo Ueppigkeit und Schönheit aus sinnlicheren Tiefen schwingen. Schon die Linien der Zeichnung bei einem Heinen Bild „Sitzende Frau mit lauerndem Mädchen" sind von besonders reicher, rhnthmischer Bewegung. Tie beiden O st a de und der Blame Senior» sind mehrfach vertreten, doch in der Auswahl der Bilder wertvoller erscheinen uns Vieler de H o o ck und Nieolas Maes. Von Hooch beweisen die beiden Interieurs seine große, säst mathematische Sicherheit in dem Einfall des Lichtes und der Verteilung der Figuren im Raum. Unter den Landschaften ragt eine solckte Von Rubens in rotbraunen Tönen, die etwas Baechantisches hat, hervor. ^Jaeob R uysdaels „Blick von den Dünen aufs Meer" ।aus der Samin lnng Kann-Paris) nnrft verblüffend modern. Bon Albert Eui)p konnten wir vier großlinige, in Licht gerauchte landschaftliche Szenen zählen, außerdem drei andere Landschaften von Jacob Ruvs oael, zwei ron S. Ru ys d ai l zwei van Go Yen, eürn Potter, einen van de Capelle, zwei van de Velde, zwe, van de Neer, einen W » nants, einen Berckhyde. 2 H ti 2 r- *1 Das bereicherte 5taede!sche Institut. 8. 8. Frankfurt a. M., 22. Jan. Turch die Ausstellung der Sammlung August de Ridders in kn Seitenräumen der Slaedclschen Gemäldegalerie hat diele eure irundervolle Ergänzung ihrer ohnedies schon wMvolleir hollanör- Kl-cn und vlämhchen Meister gefunden. Trotz des leb barten Wun- ’d-erf, daß minbeftend ein Dutzend dieser Brlder m den Be,land der hiesigen Galerie dauernd eingefügt werden möchten, lcheint roemg Aussicht für diese. Hoffnung vorhanden zu )em, da die Erben die ganze Sammlung laut Testament nur zusammen verkaufen land mindestens die Summe von sechs Millronen Mark beaniprucheu 'ollen. Immerhin dürfte aber die leibroeifc Ueberlaliung per wilder an das Staedelsche Institut iid) auf einige ^hre belaufen, was schon eine Befruchtung des geistig-kunstlerilchen Lebens der Stadt Frankffitt bedeutet. , Man kommt in diese Säle und ift nicht nur von dem großen Reichtum an malerischen Wetten überwältigt, die in.dicier nicht wehr als 89 Bilder enthaltenden Sammlung angebauft und, Ion dem auch überrascht von der Bollgültigkeit fast jedes einzelnen Bildes. Es ist eine wahre Lust, daß unter Auge, wenn es von dem einen Bild aus das andere gleitet, nirgends aus einen toten Punkt zu haften braucht, während sonst der erste Gang durch eine Galerie selbst mittlerer Größe nur eine Auslese Tür den 'vatereu Gewiß b»deuten kann. Diese Bilder sprechen für das sichere fimiv lcrische Verständnis und den ausgeprägten, malerilchen Sinn des früheren Besitzers, dessen Streben mehr auf ästhetische QualUar als auf Raritäten von rein historischem Reiz gerichtet war Von den Holländern dominiert Franz H als mit^ dem datierten Bildnis einer Dame aus dem Jahre „1634. Tiefes Bildnis, eine junge Frau int schwarzen Seidenbrokatgewand und weißer Halslrause darstellend, ist von einer für die bedeutendsten Werke des Künstlers charakteristischen, monumentalen Geschloffen heit und einer Knappheit der angewandten Mittel, die inan ndi nicht übertroffen denken kann. Tie dunklen, kühlen Farben des Gewandes und die lichten, kühlen Farben des grünlichen Hinter grundes geben den wenigen, warmen Tönen im Fleisch ein noch intensiveres Leben! Ans der Besonderheit des an sich nicht sehr bedeutenden Kopfes ist ein vornehmer Reiz gewonnen, und zugleich ist das Gefällige der Erscheinung in die ewige Ruhe des malerischen Zustandes gesteigert. Ein anderes Bild von Hals, eine alte Frau mit roten Wangen und prachtvoll gemalten Händen, ist trotz aller Ganzheit der Auffassung mehr porträtmäßig abgegrenzt. Neben diesen Werken erscheint ein Männerbildnis von Rem- br a n d t in leiden schaff! ich großartigem Stil und in lauter wannen Tönen von romantischester Subieltivität. Die wttße, im Helldunkel des Bildes goldiggelbe Halskrause ist ein Stuck wundervoller Malerei, so durchsichtig und leuchtend, t>af- das Materielle der Farbe aufgehoben zu sein scheint. Ein Bildnis der Saskia als Flora tritt hinter diesem Kops zurück. — Von den anderen holländischen Porträtisten ist Cornelis Verspronck mit einem lebendigen Männerbildnis tzervorzuheben, das in Haltung und Ul,il Frucht b2 Vrotpreist im Namen £er Mitglieder eine kurze Ansprache, in der er die Gründe für die vorläufige Aufgabe des Theaters bekanntgab. — Berliner T he a t e r b r i es: Peter Nansen als Dramatiker. Aus Berlin wird uns geschrieben: Als Peter Nansen vor 17 Jahren seine Novelle „Eine glückliche Ehe"' als erste poetische Gabe für Deutschland erscheinen ließ, konnte er in diesem zarten, ironiidjen und Wehmutig-lei chtsi nnig en Buch gleich ein kleines Meisterstück seiner Erzählungskunst bieten. Es war vielleicht kein gtütflidfcr Einfall, der den seit vielen Jahren ver- tummten Dichter antrieb, aus diesem reizenden Werke ein Theater tück zu zimmern, das soeben in den Kammer spiel en des Deutschen Theaters zuerst gespielt wurde. Die Bühne bedarf stärkerer Akzente, die seinen Uebcrgänge des Buches sind ihr verschlossen. Die kleine Naney verliert im stiamkenlicht ihre sündige Unschuld und ihr armer, guter, nichtsahnender Gatte wird aus einem lieben, braven, vertrauensvollen Männlein zu jenem aufreizend dummen und lächerlichen Hahnrei. Und was für die einzelnen Gestalten gilt, wirkt auch auf die Gesamtheit. Der zarte Tuff der Novelle ist verflogen. Tie rauhe Tatsächlichkeit les Theaters fegt jene zarte Atmosphäre des allmählickicn Werdens hinweg und setzt an seine Stelle den wiederholten Ehebruch als sachlichen Inhalt der Handlung. Daß bei dieser schmerzlichen Metamorvhose keine Entgleisungen cintrcten, ist nur ein neues Zeugnis für den feinen (Veschmack Nansens. Es gab eilten freundlichen Hetterkeffsersolg bei dem die Erinnerung an den einstigen Novellcndich'.er Ptter Nansen dankbar und wehmütig einklang. — Fridtjof Nansen, der berühmte Polarforscher, sprach gestern abend im Saalbau in Frankfurt a. M. über die Entdeckung Amerikas durch die Norweger und die Sagas von Vinland. An der Hand lehrreicher Lichtbilder brachte ,-r wertvolle Belege altnordischer Kultur. Trotzdem der Redner sließendes Deutsch sprach, war er manchmal in dem großen Saal schwer zu verstehen. Dem Gegenstand des Vottrags eittiprechend, war die Zahl der Zuhörer angemessen. Einen längeren Bericht über Den Vortrag lasten wir morgen folgen. — D i e „Walküre" in katalanischer Mundart. In Barcelona hat unlängst der Asociaeidn Wagneriana einen eigenartigen Versuch unternommen. Sie führte nämlich den ersten Akt der „Walküre" in katalanischer Mundart im dortigen Teatto Eran Liceo auf. Der Uebertragung ins Katalanische von Perm und Zanne lag ein italienischer Text zugrunde. Der Beifall ^.os Publikums war, wie dos B. 2 meldet, so groß, daß ein Teil des ersten Aktes wiederholt werden mußte. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Die Belgische Akademie der Medizin in Brussel .i nannte Professor Ehrlich-Frank snrt a. M. zu ihrem Ehrenmitglied. — In Brüssel ist am Dienstag der Kunsthistoriker Henn Hymans, der durch seine Mrke über tic belgiicßc Kamst bekannt ist, ün ?llter von 75 Jahren ge- (t orben. eiBbrot 2 mvarzbroiSKg.^^ ■ **'• iRo- •' ? i n '11 !o'lö.nOaK|ll bei ICQ Rn0’ - ll«r 191? ?ufil a: ** SJ| . ö"fere iiStl »vri lieber die NeichßkagSwahlen in Heffen. schreibt uns noch unser Darmstädter Mitarbeiter: bs. Darmstadt, 23. Jan. Bei Schluß des vorigen Reichstag war Hessen vertreten durck) drei National liberale, brm Sozialdemokraten, einen Zentrumsmann, einen Deutsch-Sozialen und einen Angehörigen der Reform/".rtei. In den neuen Reichstag sendet Hessen folgende Abgeordnete: drei Nattonalliberale, vier Sozialdemokraten, einen Fortschrittler und einen Teutsch-^ozialen. Das Gesamtbild der I;e s scheu Vertretung im deutschen Reichstag hat sich bemnad) nicht wesenttick) ticränbcrt. Die Sozialdemokratie hat zwei Wahl kreise gewonnen: Tarmstabt-Groß-Gerau unb Erb ach-Bens heim Beibe waren früher in uationalliberalem Besitz, ^ie hat dafür aber Friedberg-Büdingen an die Nationalliberalen abtreten müssen, die auch in dllsselb^Lauterbach gegen die Reformpartei siegreich luoren. Somit ist also burdi Friedberg-Bübingen unb Alsfelb-Lauterbach ber Verlust von Tarmstabltttzroß-Gerau unb Erbach-Bensheim für bic Nationalliberalen ruieber wettgemachi. Die nationalliberale Partei barf mit bem Ausfall ber Reichstatzswahlen von 1912, wenn man bie Zahl ber Mcmbate berücksichtigt, sehr wohl zufrieben fein. Aber auch an ber ZahlderWähler haben bic Nationalliberalen beträchtlich zugenom- m c n. Konnten sie 1907 ihre Anhänger auf weit über 70000 zählen, so sind biesmal etwa 90 000 national l i v e r a l e Stimmen abgegeben worden. Tie genaue Zahl ist 86 078, aber dazu kommen noch die Stimmen von Gießcn-Nibda, die auf die fortschrittliche Kandidatur Erkelenz entfielen. Und doch wird man nicht überaN in den Kreisen der Nattonallibcralen auf den Wahlausfall mit Genugtuung blicken. Neben dem nominellen Erfolge hat die national- liberale Partei einen ideell sehr schmerzlichen Verlust erlitten. In Tarmstadt-Groß-Gerau ist ihr arbcitsfreudiger Führer Tr. Osann dem Sozialdemokraten unterlegen. Man wirb gewisse Grüube durchaus verstehen können, mit benen bic Fortschrittler hier ihren Haß gegen bie national- liberale Partei motivieren Ob es aber ein Zeichen großer politischer Klugheit war, ber Sozialbemokratie in biesem Maße Wahlhilfe zu leisten, barf man bezweifeln. Im ganzen Reiche sinb bie bürgerlichen Parteien, wo es nur irgenb anging, vereint vorgegantzen. Tie fortschrittlichen Führer haben bic Parole beS Han, ab und es unberück,ichtigt gelassen, sie haben and) bic Worte Friebrich Naumanns vom Tage vorher, bie eine Unterstützung Tr. Osanns empfahlen, überhört unb sinb auch bem Vorschläge ber Berliner Zentralleitung nicht gefolgt. Die (Einberufung des deutschen Reistages. Durch kaiserliche Kabinettsorder ist der neue deutsche Reichstag, über dessen endgültige Zusammensetzung ja freilich erst die letzten Stichwahlen am Donnerstag entschetben werben, zum 7. Februar nach Berlin cinberufcn worden. Roch wissen wir nicht, welche gesetzgeberischen Ausgaben ihm die Thronrede außer der Verabschiedung des Rcichshaus- tzalts für 1912 und einer Heeres und Flottcnvorlagc stellen wird. Die Regierung hat sich in daS größte Geheimnis gehüllt, unb was in der Wah.'zcit als kommende Aufgaben des neuen Reichstags von der Presse sonst noch bezeichnet wurde, stand völlig im Banne der Wahltaktik und Wahl- agitation. Tie Viwabschicdung des Reichshaushalts vor dem 1. April erscheint aus zeitlichen Gründen und zumal von einem neuen Reichstag nicht recht möglich, obwohl der Reichshaushalt ja bereits seit der zweiten Hälfte des Monats Tczcmber in seinen Gttinbzützcn bekannt ist. Man wird wahrscheinlich zu einem halbjährigen Etotsproviso rium greifen müssen und die andere Halste erst zu Anfang einer zeitig beginnenden Herbsttagung verabschieden. Gc- ldffeht solches also aus formellen Gründen, so ist es das : chr materielle Moment der Teckungssrage, das die .Heeres- und Flottenvorlage so lange in der Luft schweben läßt, bis üd) über die Deckung eine Mehrheit im neuen Reichstage einigt Denn bie alte Regierungsmehrheit, die schon heute sehr gefährdet ist, wird nach den Sttchwahlen vom Donnerstag wahrscheinlich ausgehört haben, zu existieren. Rechnet man bod), daß im neuen Reichstag bie Konservativen nur 46, bie Rcickkspartci 13 bis 15, bic Wirtschaftliche Vereinigung nb Antisemiten 14, bas Zentrum 93 bis 95, bic Polen 19, bie Welfen 5, bie Elsässer 5, bie Lothringer 2 Abgcorbneic haben werden Das sind ziffernmäßig zwar 201 Abacord riete, also 2 über bic absolute Mehrheit, aber dabei besteht lunddift bie Voraussetzung, baß bie genannten Parteien am Donnerstag wirklich die ihnen allenfalls möglidieit Wahl- ersolge erzielen, und auch bann bleibt es bei 3 Mehrheits- l'timmcn lediglich eine Zufallsmehrheit. Aber nocki mehr: Im alten Reichstag vermochten Konservative, Rcichspartei- !er und Antisemiten (zusammen 105) mit den 103 Zcntrums- leuten eine kompakte Mttirheit xu bilden. Heute müßten sie dazu noch Polen. Welsen, Elsässer, Lothringer heran- ziehen, ivas wohl in einigen, aber nicht in allen Fällen moglick) ist. Namentlich nicht in nationalen Fragen, amf deren Durchsüyrung doch bic Regierung ben größten Sert legen muß. Hier taucht sogar durch Zusammengehen bes 95 Mann starken. Zentrums, ber Sozialdemokratie (103 bis 103) und aller ber obengenannten kleinen, antinationalen Parteisplitter bic Möglichkeit eines schwarzroten Blockes, also einer Mehrheit auf, die ben Ausbau deutscher Wehrkrast hindern unb Herrn v. Bcthmann veranlassen niüßtc, ben neuen Reichsatg aufzulösen oder sein Bündel zu s chnüren. Ter kommende Reichstagßpräfidtnt. ffuch?», °es * Kr Dik Kn ' .00. (ü. w? n 20 Erstes Blatt 162. Fahrgang lstittwoch, 24. Zanuar 1912 rr VeHuqsvrstß: _rr Slehener ■■■ M JA MI ▼ monatlich 75Pi^ viertel- edthfini täflltcb, auuet /UMF1 V k W ▲ ▲ ▲ ▲ A. ▲ JkA iäbvUcf) Mk. 2.20; durch SonmaqS. - Be.laaen: M A A Ak A AA \ Z \ dhole- wlA K* U M M v hr J BlH r E 1 ■ in nonatlidb 6iffjentrSamiiunblänfr. M BMR W R W ß 8k ▼ ■ ® fiä ß 8 Ri M H JP A diePo'l Mk.2.-viertel- al ivodicniLKtels* ■ ■ HM ■ L' - < k.‘.\ k! EB/ f F-e C". f , \ O V* blatt für den Ureir -letzen UÄ MV V>* V ;■ JE. B wk M BI E\. |Ä iTieiiSinfl undFreliau»; wlF M KJ UJky U H JBL ’vTh/VCtr M KL US aus.oarls 20 Kcnnui. monatl- Land- ■ w H Cbefredaklenr.A Goetz. ölrl|d|aftlid)eSeitfragei ~ M RtiS Au Vtraniworttich kür den Ferniprech - Aufchliiste: polinichen Teil: Aupust General-Anzeiger für Oberhessen DsDI Annahm? von Anzeigen Roiationsbrud und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulftrahe 7. Land-: G.Heß; 'ür den bis DÖnmtato^n9nüi)c Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Sefchäflrstelle vahnhofftrahe fba. Anzeigenteil: H. Beck. tie als stärkste Partei den Posten des ersten Vizeprä-I sidenten beanspruche. Der Abgeordnete Ticz soll für diesen Posten vorgeschlagcn werden. Von den übrigen Parteien ist das Zentrum leer ausgegangen. Es hatte für Friedberg-Büdingen, Offen- bach-Tieburg, Worins-Heppenheirn und Mainz-Oppcnheirn Kandidaten aufgestellt, brachte aber keinen banon in bic Stichwahl. Ein Personenwechsel hat in Friebbera-Bübingen, Berlin, 24. Jan. Wie die „Nationalztg." meldeti Alsselb-Lautcrbach, Darmstabt-Groß-Gerau, Erbach-Beus- auch die „Tägl. Rundschau", baß die Sozi al d cm 0 kra-> heim und Alzey-Bingen stattgefunden. li-L 10 10 10 Am Stichwahllage tn ^armstavr. Bon einem Wähler geht uns folgendes Stimmungsbild zu: Der Schnellzug führt mich von meiner Station über Frankfurt nach Darmstadt. Ich verdaue noch an den Wahlnachrichten meiner Zeitung, La schlagen mit in meinem Abteil die widerstreitenden Meinungen einer ganzen Anzahl von Herren ans Ohr — Wahlen hier uni) dort, das Abwägen der Aussichten des einen oder anderen Kandidatur, ich versuche, nicht mehr hin- zutziren, allzuviel macht schließlich ungesund. Endlich sind wir in Da^scht. Ich kenne die Rheinstraßc kaum wieoer — welch ein Menschengewimmel! Mein Weg führt mich durch die Laalbausttaße in die Riedefelstraße. Ich laufe beinahe in den Saalbau hinein, in das Wahllokal dieses vornehmen Stadtbezirkes. Mit mir strömen buchstäblich Menschen dem Saalbau zu, die Fußsteige sind überfüllt, wir passieren die Zettelverteiler der verschiedenen Parteien. Alle diese Leute die sich in einen weißen Pappebogen eingeschnallt haben wie in einen Küraß, tragen in großer Druckschrift auf diesem Küraß den Namen ihrer Partei. Sie verteilen sehr gewissenhaft an Jedermann ihre Zettel. Da ich an dem Tage den Saalbau wiederholt passieren muß, ist meine rechte Ueberziehertasche bald gefüllt mit Wahlzetteln. Landtagsabgeordneter Tr. Osann in Darmstadt — Dr. Ludwig Quessel, Redakteur in Darmstadt, so ist auf den Zetteln zu lesen. Andere Parteigänger tragen Schilder an langer Stange vor dem Saalbau über den Köpfen der Menge mit der Aufschrift: Denkt an Alzey—Bingen. Zwei Eingänge führen in das Wahllokal, ununterbrochen kreuzen sich die Kommenden und Gehenden. Ta führen zwei kräftige Enkel, wie es scheint, einen sehr alten blinden Herrn, der sich kaum fortzubewegen vermag, in das Wahllokal — auch er will das Seine tun an diesem wichtigen Tage. Aus der linken Seite der Straße ist der Bürgersteig vollständig und zu jeder Stunde blockiert durch 60 —100 Sozialdemokraten, die die zuströmenden Wähler kritisieren. Je nach dem Aeußeren werden, scheints, die Unterschiede in der Krittk gemacht. Die Leute im Arbeitsanzug und im Straßenanzug oft von bester Qualität werden dabei selten laut, aber aus den Gesichtern kann man die Kritik aber Art heraus lesen, als ob man sie gedruckt schwarz auf weiß ablesen könnte. Da begeht einer der herauskommenden Wähler die Unvorsichtigkeit, auf eine Anrempelung mit Worten z u antworten. Nun wird der Schwarm der Sozialdemokraten laut, er nimmt lebhaft Partei, es beginnt ein Rufen und Schreien. Da tritt ein Schutzmann aus der Straßenmenge, leuchtenden Auges schreitet er gleichsam die Front der Sozialdemokraten ab. Sofort tritt Ruhe ein, keiner hat Lust, sich durch seine Sistierung wegen Straßenlärms dem Vergnügen zu entziehen, hier den ganzen Tag herumstehen zu können. Man muß sich oft durch die Menge von Wählern, die die Straße fast sperren, hindurch drängeln. Zuweilen geht ein Regenschauer nieder, dann wird es erst recht enge durch die aufgespannten Schirme. Wie wird das erst werden, wenn die Frauen mitab stimmen und auf der Straße den politischen Gegnerinnen erregt mit dem nassen Regenschirm unter der Nase herumfuchteln. Dann, o weh, ihr Schutzleute, dann geht eure Autorität in die Binsen. Die Riedeselstraße ist in ihrem oberen Teil mit weggeworsenen Wahlzetteln wie übersät. Die Schuljugend fahndet eifrig auf unverletzte Wahlzettel. Was sind das doch für saubere rechteckige Zettel, die sich so schön für allerlei Zwecke verwenden lassen. Hängt an dem Zettel etwas Straßenschmutz, so wischen die Kinder die Zettel vorsichtig an den neuen Mänteln, die das Christkind gebracht hat, ab. O, wenn das die Mama sähe! Ich gehe ans der Riedeselstraße die Wilheimsstraße herunter, die fast menschenleer erscheint. Bekannte rufen mich an. Sie gehen zum Wählen oder kommen zurück. Nun, wie stehts, erkundige ich mich. Sie schneiden als Antwort meist Gesichter, sie sind Pessimisten und der Llusgang der Wahl hat ihnen Recht gegeben. Um Mittag bricht die Sonne durch die Nebelmassen und verschönt durch ihren freundlichen Schein das Straßenbild, macht aber auf die Gesichter der vielen Menschen wenig Eindruck, der .Ausdruck bleibt ernst und gespannt. Gegen sechs Uhr abends reise ich ab, um noch in Frankfurt eine Stunde zu bleiben. Dort sind die Straßen, wie immer um diese Zeit, sehr belebt. Frauen sind es besonders^ die die glänzend beleuchteten Mslagen besichttgen. Wie Stoßvögel schießen sie von einer Auslage zur anderen. Die Wintersaiwn ist vorüber, die kostbaren Winterkleider aller Art sind nach dem Anscheine unglaublich im Preise heruntergesetzt: statt 350 Mark jetzt 220 Mark. Es ist nicht zu glauben, wird aber geglaubt, und mancher törichte unnütze Kauf wird abgeschlossen — weil es ja halb geschenkt ist. Kleider, Hüte, Bänder sind immer billig getauft — aber bie Preise für Milch, Butter, Gier, Fleisch sind unerschwinglich. Ich komme endlich abgespannt wieder in den Frieden meiner guten friedlichen Stadt Friedberg. Hier herrscht eitel Freude. Die Wirtshäuser sind voll von Gästen: Landgerichtsrat Strack ist gewählt, die opfervolle Hingabe hat ihren Lohn gefunden. Die bisherigen Wahlergebnisse und der Hansubuno. Die Korrespondenz des Hansabundes schreibt: Von den bisher gewählten Abgeordneten zum Reichstag stehen ,75 a u f dem Boden des Hansabundes: von diesen sind 47 Mitglieder, 28 stehen auf dem Boden der Richtlinien des Hansa-Bundes. Hierbei ist der weitere Zuwachs nicht mitgerechnet, der voraussichtlich am letzten Stichmahltage eintreten wird. Was an diesem Ergebnis besonders zu begrüßen ist, das ist die Tatsache, daß durch die Tätigkeit des Hansabundes eine große Zahl von praktischen Männern aus allen Kreisen der Industrie, des Handels, des Handwerks und der Ange- stellten in den Reichstag einziehen werden. Wir nennen da vor allem den Präsidenten des Deutschen Handelstages und Mitglied des Direktoriums des Hansabundes, Herrn Stadtültesten Kaempf, ferner den früheren Direktor der Deutschen Bank, Herrn Roland-Lücke, den Vertreter des Detailhandeks, Herrn Stadtrat Kölsch- Karlsruhe, die Vertreter des Handwerks, Herren Klempnermeister B a r t s ch a t - Königsberg und Bäckermeister Lützel- Pirmasens; als Vertreter der Angestellten Herrn M a r- a u a r t-Leipzig; die Gastwirte haben in Herrn Gunzer - Schorndorf die gewünschte Vertretung erhalten: die Tabak- Industrie vertritt Herr Kaufmann Kiel- Minden; die Holzindustrie kommt durch Herrn Sägewerlsbefitzer R ö s e r zur Geltung u. a. m. Von prominenten Persönlichkeiten, die auf dem Boden M Hansabundes stehen, möchten wir Herrn Dr. von Schultze-Gaevernitz erwähnen, ferner Herrn Professor vanCalker,die Herren Bassermann und v. Payer, Landrat Hegenscheidt nsw. usw. Die Zweihundertjahrfeier der Geburt Zrieduchr Oes Grogen. Dem größten Preutzenlönig hnwigt heute das ganze deutsche Volk, denn was Friedrich der Große für Preußen getan hat, ist allen Deutschen und auch der späteren Reichs- cinigung zugute gekommen. In welche Riesenaufgaben war er htneiilgestellt worden, und mit welch rastro-sem P,lichteifer hat er sie gelöst! Selten hat ein Herrscher so viel Lasten, leiten aber auch solch unbegrenztes Vertrauen seines Volles oii tragen gehabt. „Welch eine Laufbahn", so schreibt Geh. Rat Tr. Marcks in seiner gediegenen E,say-Sammlung ^Verlag von Quelle und Meyer), „von dem Tunket seiner wirren Kindheit an bis in die abendliche Einsamkeit seines freudelosen Alters! Ter Kampf mit dem Later, die Fluütt von 1730, der Eintritt in Perwaltuttg und Heer, in ine Kreise seines tyrannischen Lehrers: bic hellen Tage des Rheinsberger Aufenthalts, wo ihn jener endlich gewähren läßt, und wo Friedrich genießt, nach seinen eigenen Wünschen arbeitet, unermeßlim lernt: die Zetten der beiden ersten Kriege mit ihrem jugendlichen ErederungSdrang, ihrem Sa^awrentarm uns itratjtenoen -luuuuij; uno dann oas volle Mannesalter, die Sonnenhöhe seiner Persönlichkeit und ersten innent Wirksamkeit, in dem Jahrzehnt, däs 1746 beginnt; da ergreift er alles, Verwaltung und Wirtschaft, Politik und Geist als Meister, noch ungebrochen, obwohl 'bereits ernüchtert, noch freudig, mit siegreicher Zuversicht. Aber alsbald der neue Streit um das Dasein des Königs wie seines Staats, die grauenhafte Probe des siebenjährigen Krieges, in der et allen Ueberreichtum seines Genius, alle Spannkraft seines Willens entfaltet, und scheinbar hoffnungslos erschöpft; die übermenschlichen Dtühen, die immer wiederkehrende und immer wieder überwundene Verzweiflung, das lange Harren und allmähliche Sinken, Auge in Auge mit dem Tode, mit dem Selbstmorde, bis ihn, einen Frühgealterten, ein kaum noch erwarteter und doch schließlich zumeist durch seine eigene Standhaftigkeit dem Schicksal abgetrotzter Friede erlöst. Und von da ab, von 1763 bis 1783, das Vierteljahrhundert des „alten Fritz": eine Arbeit ohne Pause, aber ohne Glück, innerlich gesammelter, äußerlich allseitiger noch und auch erfolgreicher als, je zuvor, bewundernswert, der Gipfel der persönlichen uno der >achlichen Leistungen des absoluten Staates, bis dem Nieerschlafften und Niebefrie- bigten, dem harten Greise von Sanssouci, bereits inmitten des Emporsteigens neuer Zeiten und feindlicher Gedanken, der Tod die Lasten von den hageren Schultern nimmt und ihm seine erste und letzte Ruhe schenkt. Wir greifen heute in den „Familienblättern" ein Gebiet der Friedensarbeit des großen Mannes heraus, das über den großen Kriegserfolgen meist nur nebenhin behandelt worden ist. Gerade hier zeigt sich die Universalität des Fritzischen Geistes. lieber die Feier in Berlin erhalten wir folgenden Bericht. Berlin, 23. Januar. Die Zweihundertjahrfeier der Geburt Friedrichs des Großen begann heute mittag m.t der Eröffnung der Ausstellung in der Akademie der Künste „Friedrich der Große in der Kunst" durch den Kaiser in den Räumen der Akademie. Außer dem Kaiserpaar und den hier und in Potsdam anwesenden Prinzen und Prinzessinueit wohnte der Reichskanzler der Feier bei. Der Kaiser überreichte dem Präsidenten der Akademie Prof. A. Kampf den Kroncuorden zweiter Klasse. Die Gedächtnisstier setzte sich abends um 6 Uhr in der Kriegsakademie fort. Der Kaiser erschien in Begleitung des Prinzen Heinrich, außerdem waren sämtliche hier anwesenden Prinzen des Königlichen Hauses zugcgeu. Generalmajor Freiherr von Freytag-Launghoven hielt den Festvortrag über „König Friedrich als Kriegsherr und Heerführer." üoin türkisch-italienischen Kriegsschauplatz. Heber de« K.>mps bei Gargareich am 18. Januar veröffentlicht „Tanin" folgenden Bericht aus authentischer türttscher Quelle: Morgens rückte die feindliche Kolonne, aus Infanterie, Kavallerie und Artillerie bestehend, von Gargaresch vor, um Zanzur zu besetzen. Das türkische Kommcuioo schob so,ort türkische und arabische Streitkräfte vor, die die Italiener bei Gar- garcsch angriffen. Ter Kampf dauerte dreieinhalb Stunden. Durch die Umgehung^bewegung des linken türiischen Flügels wurden die Je a l i e n e r gezwungen, zwei ihrer Verteidigungslinien aus zu geb en. Am Nachmittag zogen sie sich auf die dritte Lutte zurück, um Verstärkungen von Tripolis abzuwarten. Gegen Abend uneernahmen Türken und Araber einen weiteren Angriff auf den Feind, der bereits Verstärtungen erhalten hatte. Der Nachtkampf war äußerst blutig. Tie Italiener mußten schließlich auch die dritte Linie aufgebeu und sich bis in die Oase vor den Stavtmauern von Tripolis zurückziehen. Tie Italiener hatten 150 Tote, viele Verwundete, und ließen auch Kriegsmaterial im Stich. Tie Türken uno Araber hatten achtzehn Tote und einige Verwundete. Wer hat nun die Wahrheit berichtet, die Italiener oder die Türken? (?in österreichischer Panzerkreuzer angehalteu. Konstantinopel, 23. Januar. Tie Italiener haben gestern morgen den österreichischen Panzer „Bregenz" angehalten. Deutjehes Ncich. Wie der „Berliner Lokalauzciger" hört, wird der Kronprinz und die Kronprinzessin un Laufe des Mouats Februar einen mehrwöchigen Aufenthalt in der Schweiz nehmen. Die Wahlrechtsvorlage für das Herzogtum Braunschweig wird nach einer den „Braunschweiger Neuesten Nachrichten" ^gegangenen Nachricht am Mittwoch, den 24. Januar dem braunschweigischen Landtag bei seinem Zusammentritt zugchcn. Er sieht eine Reform des Wahlrechts auf Grund des Dreiklassenwahlsystems mit direkter und geheimer Abstimmung vor. Der frühere sozialdemokratische Neichstagsabgeordnete und Gewerkschaftsführer Bvmelburg leidet nach dem „Bert. £gbi.'' an einer schweren organischen Erkrankung des Gehirns und des Rückenmarks, die bereits zu dauernder Geistesstörung geführt haben. Das Leiden ist unheilbar. Ausland. Aus dem Haag roiru ua.uiuj vcmnnt gegeben: Die leichte Erkrankung der Königin während der letzten Tage macyte eine seitiang Oie geegten Hoffnungen zuniaste. Ter Zu,land der Königin ist befriedigend. 'Tie i r a n i u 111 u)e T e pu tie r t en lam mer hat am DienStag bei der Beratung der Wahlrechtsreform mit 457 gegen 91 Stimmen das Appareitteminrt, betreffend den Artikel, ab» gedehnt, dura) welchen einandernahestehendenParteien das Rechteingeräumt werden sollte, sich n a ch d e m e r st e n Wahlgang aus einen Namen z u einigen. Die russische Reichsduma nahm in Dritter Lesung die Vorlage, bctrefienb die Krankenversicherung der Arbeiter, an. Aus Madrid wird gemeldet: Es scheint erwiesen, daß der bevor ftebenbe Rücktritt des Ministeriums C a n a - lejas auf eine Unterredung stuifd/en dem König und dem konser- vativen Maura zurückzufuhren sei, welch letzter erklärt bitte, daß es im Interesse der Monarchie liege, die Konservativen nicht länger in der Opposition zu lassen und daß ein so günstiger Augenblick, um die Konservatwen ans Ruder zu rufen, üdi md)t so Laib wieder imoen wertu. U.uer dem Eindruck die,er Erttarung habe der König Eanuleias zum Rüatrut auigeforbert. Der 5tone» Iponbent des „Tciups" berichtet, benonagenoe Mitgtteoer der uLcraicn Partei haben ihm gesagt, daß es stch um einen wahren Staatsstreich hinbi . w..a r uie ern ;eiten Folgen nicht bloß für die liberale Pari::, , .i für dc.s Jtegimc icibjt hoben könne. 6*i tuier bei lv < i. ’ cn wurde. Bis zum 3. Februar d. I. werden die zahlreichen Offerten soweit gesichtet fein, daß in einer an diesem Lage statt! indeiwen weiteren Sitzung des Provinzialausschusses ein großer Teil der Lieferungen, darunter besonders die Leitungsmasten und die Kuvferleitungen lür das ganze Versorgungsgebiel, vergeben werden können. ’2ie nunmehr bevorstehende Vergebung inejer Lieferung wird es unter allen Umstünden ermoglid/cn, daß bei Eintritt der frostfreien Zeit mit der Aufstellung der Fernleitungen und mit Installierung oer Ortsnetze begonnen werden .fann. Es wird hier nach, wie schon von uns wiederholt hervorgehoben wurde, benimmt damit zu rechnen sein, daß zu Beginn des kommenden WiMers die bis dahin bereits fertiggestellte Anlage zum VotteU der an sie an* geschlossenen Gemeinden in Tätigkeit ist. • • Pfarrpersonalien. Ter Großherzog hat dem Pfarrer Hch. Renner zu Bernsburg die euang. Psarrslelle zu Heubach, dem Pfarrer Aug. Riem inert zu Freiensteinau Die coang. Psarrslelle zu Angersbach und dem Pfarrer Gg. Karl Hartmann zu Ulrichstein die euang. Psarrslelle zu Egelsbach übertragen. • • Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Schulamtsasviranten Adolf Schmalz haf au3 Hohenstadt eine Lehrerstelle an der Gemcindcschule zu Gras-EUenbach. — Erledigt sind: Die mit einem eoang. Lehrer zu besetzende Lehrerslelle an der Gemeindeschule zu Hum m etroth; dem Inhaber der Stelle kann eine Ortszulage bewilligt werden. Eine Lehrerslelle an der coang. Schule zu Nierstein; mit der Stelle kann die Hälfte des Organistendienstes verbunden werden. .** Der Hessische Verein für Luftschiffahrt, Ortsgruppe Gießen hatte durch die Ungunst der Witt tcrung seine Ballonaufstiege während der Wintermonate ein- stellen müssen. Diese Zeit will er benutzen, um seine Mitglieder und die Freunde des Lstsports durch Vorträge mit der Theorie des Ballonsahrens, mit den meteorologiüfcn Vorgängen im Luftmeer und bergt. Fragen vertraut zu machen. Von diesem Gedanken ausgehend, ist es ihm gelungen, für Donnerstag, den 1. Februar, den bekannten Meteorologen Privatdozent Dr. Alfred Wegener-Marburg zu einem Vortrag, „I m Reich der Wolken", xu gewinnen. Der Vortrag wird um deswillen nicht nur in den Kreuen des engeren vVereins, sondern auch in der breiteren Oestentlichkeit dem lebhaften Interesse begegnen, weil Herr Dr. Wegener in der Lage ist, eine große Zahl heroor- ragenuer Licytttwer von leinen eigenen zay.reuten Vattomahnen vorzuführen und weil er einige besonders interessante Vorgänge bei Wolkenbildungen durch Experimente erläutern wird. Ter Zutritt zu dem Vortrag ist 1 eher mann gestattet. Er findet ün großen Hörsaal des Kollegienhauses statt. * * Stadttheater. Tas Gastspiel E. v. P 0 s f a r t s, das ursprünblich für den März geplant war, muß schon früher stattfinden, und zwar am Freitab, Februar. Es dürfte zweifellos die letzte Gelegenhett sein, den berühmten Künstler kennen zu lernen, und es bedurfte eines besonderen Erlasses des Prinzregenten von Bayern, um diese letzte Gastspieltournee des Münchener Generalintendanten zu ermöglichen. Als Stück ist „Nathan der Weis e" in Aussicht genommen. ** Allgemeine Karneval feier. Man schreibt uns: Tie Donnerstag abend in Steins Garten stattfindende Einführungs-Veranstaltung: Gala-Tamen- und Herren- Sitzung wird echt rheinisches Gepräge erhalten, haben doch die hervorragendsten Kappenbrüder von nah und fern ihre Beteiligung als Büttredner oder Poeten in sichere Aussicht gestellt. Doch auch Gießen ist durch Vorträge und schöne Chorlieder vertreten. Tas Ministerium wird von Bundesbrüdern gestellt, dessen pompöser Einzug mit Kesselpaukisten, Fanfarenbläser, Herolde und Gardisten erfolgt pünttlich 8 Uhr 33 M i u. Zu dieser Festsitzung sind an die Spitzen der Behörden Einladungen ergangen und auch verschiedentlich schon Zusagen eingegangen. Ten musikalischen Teil hat die diesige Regimentskapclle übernommen, die ihre Übliche Tätigkeit noch durch Spenden echt rheinischen Karnevalhumors erweitern will. Ter bayrische Karneval wird durch den unverwüstlichen Münchener Kräglievuer Maxi vertreten sein, ebenso eine der Hauptstützen des Mainzer Karnevals, wird sich als Vogelsberger Bauer vernehmen lassen, daß die Narrenmetropole Köln nicht fehlen wird, erscheint eigentlich überslüssig besonders betont zu werden. Tie Wiesbadener Kappenbruder senden ihren besten Humoristen, genannt Reuter der 111 tc. Auch Coblenz und die urwüchsige Rheinländervereinigung Frankfurts bringen Interessantes aus der hessischen Residenz. Ludwigshasen als Kassel wetteifern um die Lorbeeren. Auch eine auswärtige Narrhallesin wird sich vernehmen lassen und der Pierettepcäsident Worm-Frankfurt hat sein aktives Wirken zu- gesagt. Weiter wird Gießens jüngücr und kleinster Karnevalist die Bretter zum ersten Male besteigen. Doch noch was Gutes steht in Aussicht, nämlich die Mitwirkung geschätzter Mitglieder des Stadttheaters, des Orchestervereins usw. — Ter Sitzung folgt ein rheinischer Bohnenball, auch sei gesagt, daß Toilette- Vorschriften nicht erlassen werden. Masten haben keinen Zutritt Lanolins G.^eii. A Harbach, 23. Jan. Unsere Beigeordneten- mahl findet nächsten Freitag statt. 'Außer dem bisherigen Beigeordneten, Landivirt Albert, will man noch den Landwirt Frei oufsteUcn. A Utphe, 23. Jan. Die Wiesen zwischen den Utpher Rlühlen und Grund.Schwalheim bildeten seither eine große Eisfläche infolge der Uederschwemmung der Horloü Jetzt sicht man anstelle der EiSsiäche einen See. Kreis Alsfeld. Alsfeld, 23. Jau. Heute morgen nach 4 U brach in dem städtischen Archiv, das sich im Weinhau' befindet, Feuer aus. Eine nicht bedeutende Anzaht 1b > künden ist verkohlt und »vectloL geivordeu. Tic Ursache w.. darin zu suchen fein, daß em von dem Wachtlokal durch da- Archiv führender alter Kamin durchgebrannt mar und fcic Balkenlage Feuer gefangen hatte. Glucklicherweifc wurde das Feuer rechtzeitig bemerkt und gelöscht. Kindermehl Krankenkost reichert. Danksagung. F(ir die uns bei dem Hinscheiden meines lieben, unvergesslichen Gatten bewiesene Teilnahme, sowie für die reichen Blumenspenden sage ich tiefgefühlten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Louise Noll. Giessen, den 24. Januar 1912. 658 (Margarine nur auS fit Rohmaterial. Marke Kostbar 8.00 Mk. „ Dclikateß7.50 „ „ Prima «.25 „ _ (> oIonia 6.50 „ „ E 6.00 „ Bersd. in Postkolli v. 9 Psd. an täqL frisch franko Nachnahme Adolf Lance, Gronhandi-, Neun a. Nb. Bestbewährte gesunde und magendarmkranke RrriS Schotten. bei der Behandlung r sie am Dienstag starb. shllchten. im»;, eine häusliche Trinkkur mit Mce-Schulverein Abt. II Steinstratze 10 Gietzcn Fluß-».Seefische 8L 1—4 pfundig. 376 Wttkmchtt - SqirfüDcrfin Gisßkn. Ter Vorstand. Laiinfische Donnerstag morgen Sif4’= markt. H. Benner IL l”** ragen wurde deir f aus ^übenilQi; zu Gras-Elleiibach. IQI19- Lehrer zu bi- lu Hummetrothi -rtszulage beroiüi:; • Schule zu Nier- - Organiilendienslki In Hannover zog sich eine 27 jährige Assistenzarztin — " ^arlachkranker Kinder eine Trotz der Meldenden Schwelneprelao oster, ich 1 a.Schwciuckleiufleisch. besteh. a.steisch.Rivoen. Kävs., Beinen, Schwanken vo., garani. tierärztt. uniers., saust inland. L-are. in Säbeln v. 30 Pfd. an, v. Psd. mit 30 Psg. PoilkoUi cntl). 9 Psd., 3.00 Mk. HonKerten: Lülze 5-Psd.-Toie Mk. 3—, do. 9-Pfd.Toie Mk. 4.50: Kuockenfr. Schweinefleisch 5 Pfd.-Doie Mk. 2.90, do. 9-Psd. Toic Mk. 4.40. Alles ab hier o. diachnahme. Nichtgesallend. retour. Alb. Carstens, Altona a. E. 96, Eimsbüttelerstraße 63. (slu/i Nahrung für: sowie schwächliche. In der Entwicklung zurückgebliebene Kinder. Assmann*hän*er nntürlichem Gichtwaencr. natürliche Füllung, mit natürlicher Kohle .Uure äuge- Broschüre mit Hell berichten und Am-Out*cbten frei. Brunnenverwaltung Gichtbad Assmannshausen am Rhein. Drpr.t f..r Gi.t'r»; Jean Wri*el, Telephon «35. amilicbcr Wetterbericht. DetteranSsichteu in t>efieu für Donnerstag, den 25. Januar 1912: wechselnd bewölkt, geringe Niederschläge, Temperatur wenig verändert. ____________ Handel. Die Erhöhung der Kohlen- und Kokspreise. Essen, 22. Januar. In der heutigen Zecheubesiher- versammlung eriolqle die Festsetzung der Richtpreise für das Abschlußjahr 1912/13. wobei zu beachten ist, daß die Richtpreise nicht die Vcrkaussvrcise sind, sondern als Grundlage siir ihre Bildung dienen. Ter Betrat beschloß aus den Vorschlag des Vie §- ausschusses des Aussichtsrates und des Vorstandes einstimmig folfleiibc Preiserhöhungen oorzunelunen: Für Kohlen im Rahmen von 25 Pfennig bis 1 Mark für die Tonne (wobei nt bemerken ist, daß die Erhöhungen für kieme Rußkoruuug klwas darüber hiuausgehenh für Hochoienkoks, Kokskohlen und Briketts um Mk. 1 für die Toune und für die übrigen Koksiorten ebcum(l§ um Mk. 1 für die Toune mit Ausnahme von Koksgruß, der nur um 25 W 'm Preise erhöht wurde. Der Preis sur Brech- fof5 3 bleibt u"ve,ändert. Für dochokenkoks und Kokskohlen erfolgt die Preisseiisctzung nur für das Sommerhalbjahr 1912, wahrend die neuen Preise für sämtliche anderen Erzeugnisse für das ganze Abschlußsnhr 1912 bis 1913 gültig sind. ___________________________ Briefkasten Oer Ne-aktron. Kündigung Wenn Sie Ihre Wodnnna monatlich befahlen, könne,' Sie auch monatlich kündigen, wenn keine ander' vertragsmäßig' Vereinbaningen brfichen, nud wenn Sie leine besonders iirooe B3ohnung haben. Vielleicht teilen Sie uns den Aiutiveri mit. Magen-Leber Nieren-Tee „3t Barbara", bewährtes diät. Getränk, beit aus 20 div. urnerkl. Mediz.- Kräutern. 50 Pig. u. L— Akk. hv^/tojHlrsch-Apotheke. 239 Emil Fischbach Telephon 267 Seltersweg 24 empfiehlt alle Sorten getrocknetes Obst als: Aprikosen, Brünellen, Feigen, Apfeiringe California Pflaumen, türkisci e Zwetschen ---- von 35 Pfg. an per Pfund ---- R. Babenhausen b. Mücke, 23. Ian. Tie Reichs. . • q § ro o h l wird hier noch ein gerichtliches Nachspiel t Folge hoben. Es kam in einer Wirtschaft zu einem rmgfüaigen Streit, der sich bann auf der Straße fortsetzte id zn einer Prügelei außartele. Ein Monn mußte ärztliche Ifc in Anspruch nehmen. Mit großer Mühe gelang eß dem linen Largermeister und dem Nachtwächter, den Streit zu P cZ $5 WI-FiÄ auf EiS in I». feinster lcbendfriichcr Ware soeben eingetr. u. billigst bei Aug. Wallenfels Marktplatz 17 Telephon 262 Prompter Versand auch nach auswärts. (174 bes. radikal „Haarelernent“. Reinifft n. crfriNcht yor- treftiieh d. Kopfhaut. Entfernt die lä#t. Schuppen. äFl.äOPfp. BeiCarlSelbeL Germania-Drogerie. 155, Karn's Frosl weg hilft sicher bei allen Frostschäden. Zkutral-Zrogtlie 158 Schulstraße. I. M. Schulhof Telephon 119. — Prompter Versand nach auSwariS. (2 Donnerstag früh elnlreff. Schellfische Lustschissahrl, ■ Ungunst der 8c= Wintermonate ein- um seine Mitglieds ägemit der Thwrir Vorgängen im Lum en. Von diesem @t- Nerven- trovsen p. Avoch.M. Wagner, VctoAifl, können zur Nerven- stärkung bestens empfohlen werden. < - "6 Äm »• i. L stnd die vorzügl. füllenden, sehr elast., echt chinesischen Monopoldaanen tges.aeschdPfuudM.2^5 3-4Psund genüg.zu großem Cberbett. Vers. geg. Nach nähme. Verpackung treu Gustav Lustig Berlin Slo4,Prinzen5tr. 46 k, Gröfit. Bettlkderv-Lprzial' Ä grithäfl T'llts' lw>>. Freibank Deute [B21/1 Kubfleisch 40 Pfg. Ken wl n -/-» eich^'°ai5 DrK k eden J he Cr-Aetztz dviUik jj £ können, s, S -vird.es ; 5 -R0,litcic 1 toi? y hiernach, £ bmunmt dar "inters bie bi- W der an sie au- i Herzog hat d«, ' evaug. PsarrsieL. I rtFreicnsleina j 1 dem Piarrec ©g. I an9‘ Pl'arrsielle [. I Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, die Mitglieder von dem Ableben unseres Kollegen Oscar Winzer geziemend in Kenntnis zu setzen. Tic Beerdigung findet Donnerstag, den 25. Fanuar, nachmittags 2 Uhr. auf dem neuen Friedhof statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet Komme SÄ ISr“Tu Sch-Mw, Sckell - Fischen, Kabliou, Zungen ufro. zu den bill gft. Preisen. M. Timon, Wall» torftxahe 43, $el.6U. 0602 Infektion zu, an der sre am Trenslag starb \\n Nathans zu Altona erfolgte die MvüuC'unfl des Elektrizitätswerks Unterelbe A-H. mit einem Aktienkav'tal von 3 Millionen ark Stammaktien, die die Stadt Altona übernommen bot und 3'. Altllwnen Vorzugsaktien, die von der AUgemeinen Elektriuiätsgefellschaft, der Elektral'ank in Kiel und der Elektriznats- lieferungsgesellfcha t zu gletcbcn Teilen übernommen worden sind. Als nach einer Familienfeier in einem .yau,e m der Kafinqstraße in A achen die Gaste sich verabschiedeten, fttt.r*ten zwei junge Leute über das Treppengeländer kopfüber in den Hausflur. Einer wurde getötet, der andere schwer verletzt. Beim Rodeln sind in den letzten beiden Tagen in Berlin 37 teils ziemlich schwere Unfälle vorgelommen. In einem Vorort von £orient zündete btc Abcrtersrau LeBrie in Abwesenheit ihres auswärts arbeitenden Mannes cm Feuer an und warf der Reihe nad) drei i h r c r S i n der bin ein. Die aus 'daS Geschrei herdeterl enden NEarn hielten die Frau zurück und befreiten die Kinder. Die beiden -ungsten hatten bereits schwere Brandwunden erlitten, em lüns- jähriaes Mädchen wurde leichter verletzt. In Paris tarnen zwei (Sbinefen, Anhänger der Re^ publik, mit einem Anhänger der Monarchie tn einen so bcrtiaen Streit, daß sic dem Gegner bie Kehle zerfleischten und ihn durch Fußtritte töteten. . . In Hamilton (Georgia) waren drei Neger und eine Ne gerin des Mordes bezichtigt und in das unter- suchungsgefängnis gebracht worden. 100 Manner über» wälligten den Kerkermeister, schleppten bie Neger vor die Stadt, hängten sie an Bäumen auf und gaben auf die Gehängten S chu s s e ab. 2 Enorm billige Angebote Z 2 Swhe -w Z ZPartk-PoitenZ 2 KoItümHone, 120 cm breit, 5 Zblau, grün, rot, rein Wolle, K mk. 1.35 A 2 Koftömnone, 140 cm breit, *7 blau, Relnwolle mk. 2.25 CT Koltümllolle, 130cm breit, S blau, prima mk. 1.85 Zfjerren-Bolenftoüe, 7 HO cm breit mk. 1A5 ti Hnzug-Sfoffe A 2 HO cm breit, Neuheiten, 7 meter mir. 2.65 5 5 Bettkatfun, walchedit, S 2 meter mk. 0.38 X ZSchürzenftoHe, 120 cm br. y meter mk. 0.75 L 2 Bettbardient, 160 cm breit 2 Z meter mk. 1.75 Polten Biber-Bettücher Ä 2 Stüdi von 95 Pfg. an fl Todes - Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante Frau Julie Dörr geb. Wehrum im Alter von 50 Jahren heute nacht um 3/412 Uhr nach langem, schwerem, mit grosser Geduld getragenem Leiden sanft in dem Herrn entschlafen ist. Um stille Teilnahme bittet Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Martin Dörr, Schlossermeister. Giessen, Buffalo, 23. Januar 1912. Nord-Anlage 18 Die Beerdigung findet Freitag, den 26. Januar, nachmittags 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Von Beileidsbesuchen wird gebeten abzusehen. • wurde. I tl.uidrnden Ä F Beginn den nMen fiodjfuriuö öm 5. Februar. Anmeldungen sind baldigst erbeten. Nähere Auskunft wird erteilt in der HauShattungSschule. 7 Kongreßlioste k0rvosh2noe 7 g meter 75 38 29 Pffl. K 2 110 70 60 cm (s 2muslelln, Reste, walchccht Y meter 28 Pfg. S Poften wund,'rhare Sticke- u y re'en in allen P eilen, 2 2 prima Sachen,enorm billig 2 ö Poften Damen-Konfekflon ZKoltümauiSdlde lllk.6.50 V Röcke mk. 4.- 3.- 2.50 H 2 Blulen aus Seide 7 mk. 5.- 4.- 2.50 7 Poften KIe'derftoff-Relte 7 2 Z bis 50u n unter Preis S normal-Sachen, u Unterzeuge 0618 % 7 jetzt nochmals reduziert. y /Zeleqenheifs- 2 2 Kauthaus? 2 14 Bahnhoflt'afje 14 §$^606^11'^16^36^3600 Kreis Friedberg. L. Friedberg, 23. Ian. Heute vormittag war unter Ihm Vorsitze deS Geh. LberschulratS Scheuermann von Darmstadt der Beginn der mündlichen EntlassungS- Lrüfung am Lehrerseminar. Zunächst unterwarf sich bie | k aste la der Prüfung. 26 Seminaristen hatten sich an- k meldet, von denen sechs von der mündlichen Prüfung be- Irrit miirbcn. Weiter begann bie schriftliche Prüiung ber H nffe Ib. Das Hauptthcma für diese Klasie lautete: .Wie i rirficbt eS Schiller, uns Wallenstein menschlich näher zu j ' ungen. Starkenburg und Rheinhessen. m. Offenbach, 23 Jan. Tie Bürgermeisterei II n idmet dein verstorbenen Oberbürgermeister i. P. Brink finrn Nachrtif, in dem eS u. a. heißt: .Vierundzwanzig J ^ahre hat er an der Spitze der städtischen Verwaltung ge- lauticn und dieselbe unter den schwierigsten Verhältnissen gell leitet. Als ec sie übernahm, war die Stadt noch klein und i er mancherlei primitive Verhältnisse noch nicht hinaus- sikommen. Unter seiner Verwaltung hat dann ihr WachS- li iu besonders scharf eingesetzt und Offenbach hat sich fo i |^,nea w,e wenig andere deutsche Städte schon unter seiner nvaltung nahezu zur Großstadt entwickelt. Die besonders (qiüieiigen äußeren und inneren Verhältnisse, die sich daraus fir die städtische Verwaltung ergaben, brachten eine ArbetlS- h leit mit sich, ber sich Oberbürgermeister Brink mit nie er- I nübenbem Fleiß und hingebender Cpferfreubigfeit widmete. 2 ic Sicherung der Stadt gegen Ueberschwemmungen durch I b?n Hochivasserdamm mit seiner schönen Promenade, der 2 aii des Hafens, ber elektrischen Bahn, beS Elektrizitäts- II ncrfeS, bie Erbauung be5 Krankenhauses sinb bleibende ugen seiner nie rastenden Sorge für daS städtische Wohl. 2 le Einäscherung der Leiche findet im hiesigen Krematorium Tritt, daS seinerzeit von dem Verstorbenen errichtet wurde. -m letzten Wunsche deS Verblichenen entsprechend wird von Höcr Trauerseierlichkeit Abstand genommen; auS diesem I üloß wird auch die Zeit der Einäscherung geheim gehalten. Der verstorbene Rentier Hch. Krumm hat der Stadt Verkaufe eine große Partie Galanterie- uni Spielwaren, darunter eine Anzavl Gebrauchsgegenstände, zu jedem annehmbaren Preis. 0565 Scheid, SdiilltrHt 23, Htrh. p. Ia.Torfmull Nachn. Torfstreu in WagR. hilL Peru Guano (Füllhorn- Marke) 50-kp-Sack M. 10.30, .\Ielasse - Torfmehl - Futter 75kic.Mk.7M. Holzwolle usw. Prospekt gratis. Xie Kett. Eltville a. Rhein. (D10/) Fst. Halberstadter Würstchen täglich frisch, ä Paar 10 Pfg. sowie auch kcn erv. in Toten in oersch. Größen emvnehlt Zriedrich Zchreiner Königl. Hoflieferant (“ Kablian Äschni!^ in feinst, lebendfrischer Nord seeware z. bill.Tagespreiseb. Gcorq Wallenfels Marktplatz 21 Tel. 46 gegenüber der Engelavotheke. Schellfische und Kabtiau fit Nordseeware, Mittwoch und Donnerstag in lebend frischer Ware eintreffenb. Zakob Maternus Ecke Klinik nnd Frankfurter Straße t* Welt berühmte Kieler Fischwaren alles zus. nur Mk. 3.— $eg. Nachnahme. Verp. freu 30ff. Bücklingeu.Sprotten, 1 Dose fsL Heringe in Gel6e, gr. delikate Fleckheringe, Kiesenluchsheringe, l fetten P.auchaal und 50 SardeUen- Herinore- C. Hagemann. FLscbexport, Kiel. 1350 W,11 Bringe meinen beliebten Aeppclwci alSSvezialität L empfehlende Erinnerung . . Wilhelm Wagner, Gastwirlschalt u. Küferei, Großen-Buseck. Letzte Uadiricbtcii. Zlaiiev und der Trnbunb. •/; Köln, 24. yan. (Prio.-Tel.) Tie Köüiisck« Zeitmig veröl'entlickst an leitender Stelle einen Artikel auS Rom über die Leziehungen Italiens zum Dreibund, in dem gr sagt wird, ball Italien bisher in feinem eigenen Jnicrcnc zum Dreibund gehalten hat und auch künitig dein Dreibund an zugchoreii wünscht, wenn sein Vorteil dadurch gewahr t ro-irb. E s fei gut, wenn in Deutschland s o wenig als möglich vom Dreibund und seine Erneuerung gesprochen werde. Die deutsche Presse habe bis letzt durch ihre scharfen Angriffe auf Italien viel geschadet. Meine Kavinrttsk'isiS in Spanien? Madrid, 23. Januar. Munslerviasideut (San al ejaS bezeichnete heute bei seiner Rückkehr aus dem Köuig-Ichloß bie Gerüchte über eine Krisis als unrichtig, indem er hmzmugte, 0aß e4 sich um Phantasien handle, die in den 2icficn).lss onmr-tag, den 1. Ff.2 tdozenl 2r. Äl- 6 •ortog, „3 m'Jitif - ° g wird um beSwill.- ins, sondern anj ie Interesse beMi. : große M :eiu)cn LnlionioM ' nteteiianie Borgängt nein lvird. Trr Ze- ittet. Er findet i° lE. v.Possart^ nt Ivar, muß i^Dr- eitag, 16. FebrM nheit fein, ben.be ,d es bedurfte eine i von Bayern, un jener Generalinter- st „Nathan bet ■ Man schreibt uni: en stlUtsindende n- und öcrren; halten, haben W« ind fern ihre Aussicht gestellt^ > Chorlieder certre r M 1111361 S1 hie Nari^ tsrtfee ü s« ML ul»-, 7 ff* SÄ** 1)ttiinllin9 See- x 4 H '""‘K *6*^ bo6 Sm w»; „'lileV10 uns J**"*!?.*»*1 Offenbach lehtwilliq 300000 Mk. vermacht, die zu wohl tältaen Zwecken verwendet werben sollen. Kleine Lagerchronit. Jeder rasiert sich selbst ®ii„Mulcuto“, d. Sicherheits-Rasierapparat welcher gänzlich schmerzlos rasiert D°/, und In zahlreich. AnerkennunKS- achrelbenils der beste gepriesen wird Ueber 400 OOO im Gebrauch Mk. 2 60 Mk. 3.60 Mulcu'o R. slermesser - Fabrik Paul Müller & Co., Solingen. Biograph Blockstraße 12 0611 Plockstraßc 12 Nur drei Tage SerrsationS-Drama in drei Akten von Lanritz Lanritzen. In den Hauptrollen gespielt von Herrn Björn Björnson dem berühmten dänischen Schauspieler als ,Hermann" und Fräulein Gerda Christophersen als „Miranda^. Der Film ist ein Schlager ersten Ranges. Niemand versäume, sich dieses Meisterwerk der bekannten, berühmten Firma Pathe Freres & C@. anznsehen. Borsührungsdauer über 1 Stunde. Ausserdem ein hervorragendes Programm! Nur im Biograph Nur im Biograph Wildfelle Wir kaufen: 23 Hasenfclle zu Mk. —.80 per Stück, Äaninfelle zu Mk. —.15 bis, —.30 „ ,, Rehfelle , , 1.20 , „ 1.40 „ v Füchse zu „ 12.— , Alle sonstigen Helle zum höchsten Tagespreis: Julius Rosenthal r Pfund ^824 Pfa- krötzeHelltr-LiM Pfunds, zz M. Bohnett kleine weiße Psd. 20 Pfu. do. ertra große Pfd. 24, 26 Pfg. 6cl6t Erbscü mit Sdjekn Du M ja tau llimioii, daß man Rodelschlitten u. Schlittschuhe bei größter Auswahl zu den billigsten Preisen kauft bei I. B. Häuser, Eisenhandlung Geschälte gelbe Erbse» große gespaltene Pfund 20 Pfg. große ganze Pfund 24 Pfg. Grüne Erbsen mit Schalen Pfund 22 Pfg. do. geschälte per Pfd. 30 Pfg. Reformhaus, Kreuzplatz 5 ’&ine Ersparnis im Jfaiisfialt' Orangen 1? Ltülk 35, 50,70 Pfz. Telephon 487 Telephon 487 Immer grösserer Beliebtheit erfreut sich meine hier am Platz bestehende Einrichtung der Herrichtung von Wäsche als Nasswäsche. Nicht allein, dass zu jeder Jahreszeit die Wäsche blendend weiss ohne Anwendung scharfer Mittel geliefert wird, ist Nasswäsche bei genauer Berechnung erheblich billiger als jede im Haus gereinigte Wäsche. Ein Versuch überzeugt. Die Wäsche wird gratis zu jeder Tageszeit ab geholt und in längstens 1~2 lagen zurückgebracht :: :: :: :: ^bampf* Tßfaschanstalt [Weiss Giessen :: Krofdorfer Strasse 12 Damenwäsche Damaste Chiffons und Tischwäsche sowie einige tausend Meter echt Schweizer Stickereien gegenüber der U TZn-nn gegenüber der Stadtkircbe- iVl. IX.dH 11 Stadtkirche. I Nordsee-Schellfische I Donnerstag und Freitag früh eintreffend I per Psrnid 45 Pfg. Nordsce-Nabliau 1 f. 1.65 10-Pfd.Eimer Mk. 3- Avfcl Gelee Psd. 50 Psz 5 Pfd.-Eimer Mk. 2.40 10-Psd-Eimer '2)1 L 4.25 Avsclkraut, rheinisches Pfd-60 Pfg. 5Psd.Mk.2.A empnehlt sehr preiswert örorq Mkiiscls, Marktplatz 21, nenenüber der (Snnelarotbete. w Rabatlmarken des Skretti F. G. F. Die auf Montag, bei 29. Zannar 1012 anncfeuit ^nitruttiono - Periamnlluri iällt umständehalber nue H. er für findet die Bersawb lunn bereits am Tonncrstag,d.25 Jan, abends 83/4 Uhr, inderTurtzhallederMädl^» schule lWen-Anlage! stau. Weg.wichtigerBesprechun' wird um vollzähliges (st scheinen gebeten. [v* Tas Kourmanlo. Ltebigshöhe.s Donnerstag 4 bis 6 Uhr Kaffeekonzert talirtrieli „Kolosseum“ Walltorst rasse 36—3fr Telephon 645 Dir.: KARL OHH. Nur 3 Tags bis inkl. 26. Januar MM abends 8 Ubr bedeutend ermäßigte Preise TI Loge 1450, Sverrntz L— N, 1. Platz 75, 2. Platz 40 Pst. Galerie 20 Pfg. Vom 27. Mannar biS 2L Februar bleibt dasTbeat» gcfchlosseu. Im vorderen Restauran täglich abends 8 Uhr Konzert der Wiener Tamenkavel« »Presto^. 6 Damen 2 Herren yiltaler Gi* Dir.: Hermann Stelngoettr. Mittwoch,d.24.71au. 191$, abends 7 Ubr: 14. Mittivoch-Slbonn.-Vorst. Gewöhnliche Prelle. ?it vichtit non Holen Schauspiel in 4 Akten vM L. Ganghoseru.M. Brocurer. Ende W, Ubr. Frcitag,den26. 3on.l91k abends 8 Ubr: Volks - Vorstellung Bolkspreise. BolkSpretL DieHaubenlerche Lchamviel in 4 Akten o® lernst von Wlldendruch. Ende 10V3 Ubr. a*f