o rr 0- e 2 s s 8 ft ♦ sr Ta» Befinden des Kaiser». Kassel, 27. Aug. Gutem Vernehmen nach schreitet die Besserung tm Befinden des Kaisers fort. <.uue „Viltoria Lutje". Wir versuchten -o____ vergebens nach Norden vorzubringen und- wurden bet plötzlich vorspringendem Südweststurm beinahe von dem PackeiS cingefckKossen. Zwei Tage lang halten wir mit ungünstigen EiSverhaltnissen uno Stürmen «u kämpfen und versuchen jc&x, von Westen her unser Ziel zu erreichen. ES herrlw starker Nebel und Regen, aber gunniger südlicher Wind. Lurch den Sturm, Eis und sehr hohen Seegang wurde umer kleme^ Lchisf gezwungen, einen halben Tag beizudrehen Unser Sck-rN bewahrt sich tm Eis tedjt gut Bisher haben wir recht wichtige Erfahrungen gesammelt und sind alle mit großer l!uft und Liebe bei unserem Werk, die nicht durch die großen Einschränkungen beeinträchtigt werden, auch nicht dadurch, daß wir infolge der kleinen Besamung selbst alle tüchtig Mitarbeiten müssen. An Bord ist alles wohl. Tret Hunde mußten leider erschossen werden. Die übrigen liegen mit uns Zusammen im Wohn rau in. In die vetmat senden wir die lebten Gruße und hoffen, mit erfreulichen Resultaten zurückzukehren. C'O 2 L? § ? 5 S 1 Pfarrer Korell, der nur vier Monate jünger ist als ein Namensvetter vom Bauernbund, der Vizepräsident Korell-Aiigenrod. Dem Jahrzehnte von 1860—1870 und dem Jahrzehnt von 1850—1860 geboren dem Alter und) je 21 Abgeordnete an, weitere .'» sind in den Jahren IMG—1848 geboren und das älteste Mitglied der Kammer, Abg. Schönberger, im Jahre 18.38; er gehört der Karniner eil 34 Jahren an Ter zweitälteste Abgeordnete mit 66 Jahren ist ebenfalls ein Nationalliberaler, der Abg Tr. öeibett reid), der aber erst seit 19 Jahren der Hammer angehört, während der drittälteste, Abg. l! 1 r i d), bereit- 27 Jaore seinen Sitz inne hat, nnd zwar nmrde er zuerst in Mainz gewählt, obflleid) er schon seit 1873 in Lfi'cnbach ansässig ist. Er ist and) daS älteste Mitglied seiner Fraktion, während der älteste ZentrumSmann der neugewählte Abg Wiegand (Postmeister zu Heppenheim, Jahre > und der älteste Fortschrittler der neugewahlte Abg. Heerdt- Mainz (66 Jahre- und der älteste Bauern- bündler, der Abg. S cn ß f c l d e r-Büttelborn, (64 Jahre) ist. Die sozialdemokrattscheti Abgeordneten besitzen ein Durchschnittsalter von 47 Jahren: das DurchsdmittSalter der Banernbündler beträgt 48 Jahre, das der Zentrums- abgeordneten 52 Jahre und das der Nationalliberalen 55 Jahre. Insgesamt zählt das Alter der 58 Abgeordneten 2992 Jahre, was also einem Durchschnittsalter von 51'/- Jahren entspredien würde. Die genauere Festlegung der Abgeordneten nad) ihrer Berufsstellung bietet insofern Schwierigkeiten, als verschiedene Mgeordneten mehrere Berufstätigkeiten ausüben. Von ihnen bezeichnen sich etwa 20 ausgesprochen als Landwirte nnd (Gutsbesitzer, zu denen man aud) die meisten der Bürgermeister in den Landstädten rechnen kann. Die zweitstärkste Berufsklasse in der Kammer bilden die Rechts- anwälte, deren Zahl nicht weniger als 11 beträgt; sie sind auf alle fünf Fraktionen verteilt, am stärksten, mit vier, beim Zentrum. Der Kaufmanns- und Fabrikantenstand ist dagegen nur sehr minimal vertreten und aud) die übrigen Berufs art en verteilen sich derartig, daß sie für eine stati- tische Gruppierung kaum in Betracht kommen können. zur Kenntnis, toj ( sdjivcir ftckl icfettt, eingestellt r f. Lchem. «-S S h = 2.3 9p:; F 2,2 3 3 politischer und persönlicher au$ der hessischen Zweiten Kammer. rb. Darmstadt, 27. Aug. Unsere zweite Ständekammer hat bei ihrer im Herbst porigen Jahres erfolgten teilweisen Erneuerung nicht nur I ? »en Ersatz der Hälfte ihrer früher n Milgliederzahl, son- * )-rn auch einen Zuwachs von 8 neuen Mitgliedern er* fahren, die ebenso, wie zwei weitere seit dem Inkrafttreten ).-S neuen Wahlgesetzes gewählte Abgeordnete, nad) dem D rehen Wahlrede aeivählt worden sind, so daß die Kammer Urzeit aus 23 nach dem alten Wahlrecht indirekt und auS J5 nach dem neuen direkten Wahlrecht gewählten VolkS- orrtretern besteht. Tie Zweite Hammer hat somit seit Dmt vorigen Winter sehr wesentlich« Veränderungen erfahren, und es wird daher für jedermann von Interesse fein, jetzt an der Hand der amtlichen Angaben und Ermitte- .ungen über den neuen Stand der Tinge nähere Mitteilungen zu erfahren, wie sie fid) auS dem soeben erschienenen und vom Bureaudireltor der Hammer, Herrn Regierungsrat rchenk bearbeiteten neuen Kammer-Handbuch er- uing verbietet es. emrn UnterftützunaSsragebogen aiHunüuen, der zu allem UcberfluB nod> in einer Aiunerkuna die xrobung eniMlt, daß die Rnt uqkeit der Angaben ae.), l»enenfall- hurd) Rumrogcn bet C r 1 - unb Steurrbcbörben nan ar prüft werden. Der Verein pensionierter Staatsbeamten u n d Lehrer, sowie deren Hinterbliebenen Udlt M Rück id)t auf die iinonüdle Lage des Land.» nxitcrficbaibe Ansprüche, ui denen er cm Recht zu haben glaubt, zurück imb^ftrebl vorerst eine gesetzliche prozentuale (5rhähung aller Pensionen unb aller W'iwengcbaUer an. Der Verein bcruitjich baba auf anbcrc Bundesstaaten Momgreid) Sachsen, Bauern, icn 2vctmflr, die bciben Reust. Medienburg Sirehv, unb Württemberg nnb Baden . in benen man bei icber GchaltS<'rbal)ung auch die Alwensionüre unb Witwen, wenn auch zum Teil in be|d>eibem*m Maße, so doch gesetzlich und rcchtlick) bedachte. Geschäftsführung der hesfischeu t'andwirtfchaftskammtr. Der Laiidtagsabg W 0 l f • S t a b od eti hat an die Großh. Regierung folgcnbc Anfrage gerichtet „Ist der Regierung bekannt, das; seit Jabren von st eisinnigen und lungliberalen Politikern in Rl entliessen mit Erfolg behauptet tvirb, daß di« diesseitigen Landwirt« burd) die Land- nnrtschastskammer bei der Verteilung der Staats- und Kammermittel ungereck)t behandelt werd«? Ist d»e Ra flierung als Aufsichtsbehörde bereit, genaue Auskunft -ü geben und gegebenenfalls Abhilfe zu schaffen?" Bahnbof1tr CPJ2 Hr sM K; V®?6". sG- S o “ p r-Z-s-s 5*8" $ — Hansjokobs Danksagung. Ter bekannlc Volks- schriftsteller Hansiakvb, bei kürzlich feinen 75. Geburtstag feiern konnte, sendet seinen Verehrern folgende Danksagung, die Hans- jafob in ber irorm eines Trauerbricies mit schivarzem Rand vervielfältigen ließ. Danksagung. Tas fünfundsiebzigste Wiegenfest Ist von den Festen nicht das beste', Es tragt jck>oii etwas Trauerschleier Unb rüstet sich zur Leichenfeier. Doch wer so gerne stirbt wie ich, Lb solchen Festes freuet sich, . Freut doppelt sich, weil er gefehn. Daß viele ihm „zur Leiche gehn". Trum sei den Herrn unb lieben Frau'n Aus allen deutschen LandeSgau n, Tie mir zum Feste gratuliert, 1 Hier Dank gesagt, tri: nchs gebührt. Freiburg, am 20. August 1912. HanSjakob. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. GoctheunbbieEhvmie. In dem von uns gestern unter diesem Titel veröffentlichten Autfatz muß es natürlich heißen zu .Goethes Geburtstag (28. August), Das Kronprinjcnpaar in Merseburg. Merseburg, 27 August. DaS >l r 0 n p r i n z e n - paar traf heute vormittag wieder in Merseburg ein und besichtigte den Tom. Tie Kronprinzessin besuchte das Vcr- cinshaus des Vaterländischen Fraucnvereins. Die Abreise deS Kronprinz«>i zu den Festlichkeiten in Dresden erfolgt morgen vorinittag 11 Uhr 31 Min. von Merseburg aus, die Ankunft in Dresden um 3 Uhr nachmittags. Tie Kronprinzessin verbleibt nod) einen Tag auf dem Siittergut Schkopau. Bor dem Kronprinzen erschienen um 6'/, Uhr aus dem Rittergut Schkopau die Vereine des Iung- Teutschland-Bundes, sowie einige Psadfriider-Ver- eine aus Halle, Merseburg und anderen Stabten der Umgebung, die in einer Stärke von mehreren Tausend auf dem Lchlosthof Aufstellung nahmen. Der Krotchrinz begrüßte die Leiter der Betvegung und rid-tete an die Mnaben cuu: Patriotudje Ansprache, die nut einem Hurra auf -den Kaiser schloß Die Feier, der auch die Kronprinzessin vom Fenster des Schlosses aus beiwohnte, schloß mit einem Hoch auf. den Kronprinz und dem Absingen des Liedes „Heil Dir im Siegerkranz!" Um 7 Ul/r mar im Ständehaus in Merseburg Königliche Tafel für das vierte Armeen k 0 r p s. Ter Trinkspruch be8 Kronprinzen 1,1 U‘seine Majestät ber Kaiser und König beauftragte mich, dem Korps seine große Trauer darüber auszuspreck-en, baß er an dem heutigen Tage nickst hier anwesend sein konnte, seine Maiestat beauftragte mich ferner, dem Korps seine herzlichen Gruße zu übermitteln. Ich fordere Sie alle auf, in den Ruf ciiiiuftim- men; Tas vierte Armeekorps unb fein kommanblerender General Hurra, Hurra, Hurra. . Mommanbicrenber General Sixt v. Armin erwlbcrte nut einem Hoch auf ben Kaiser. Später fanb im Schloßgarten gr 0 Her Zapf en- streich ber vereinigten Kapellen bes vierten Armeekorps statt. Snllaltung der Schüler im Sommer. Für eine Entlastung ber Schuler im ^onuuer tritt ber Cber realschuldirektor Tr. Blende m ber cut: , Wenn ber Sommer mehr |ür das rein körperliche unserer Schüler geeignet ist nnb gelinge ^nstraigung die EM- Wicklung zuruckhält, ,0 fragt es sich, ob mit liebten unb in bir Hauptfack'c latiachlick> vorhmibenen gleichmäßigen Verteilung des Lehr und Lernitones au) somnrer und Winter euch auf dem richtigen Wege sind, ober ob ^ur tun. vilmal darüber nadRubcnfcn, wie unb ut u>clchE Umsange-nne Änderung me glich und ivünfck-cnSwertware. wünschensiverl ist, davon bin ich nach manen bisherigen ^riah- uiigeii überzeugt: aber wie und in welchem Unnangc fic «ntrrten foll, das idi,t fick» natürlich nickst mit roenigen.*tort^n , laju müßten die «cmeicr der oendnebenften uachcr geyon werben, unb bas geschieht am besten zunächst emmal am nner Tirektorenversammlung, m der bic angeregte Aage "achihre verschiedensten Richtungen beiproch-n iverpen konnte. Zch> wru l-doch nicht verfehlen, wenigstens ctmgc Andaitungen zu g^-ei ..unächst kann der gedächtnie-maßvge -ton ludstallen Facksttn r»ft| gekürzt werden: es sollte im ^ommer weniger bannen um A r-.il Wenig häufig wiederholt werden. Auch m ber anialn bgerungen hat, daß cs noNg ist, wird ich auch die Lömna finden. Am meisten wird mir roobl ein- jeioorfen werden, daß bann eine Ucberlastung da schuler im hinter eintreten merbe. Aber ich .bitte eiulnal prüfen, was denn von dem stost, der bisher im^,ommer be rändelt wurde, tatsächlich nach den berbitsNien noch vorhanden lt; ich lucrbc mit meinen Enahrungeii nicht a"e,n stehen, daß xtS wirklich recht wenig ist- Üt also ein gewiisenhaiwr 21 us Hessen. Tie Ansprüche der Altpenstonäre und Witwen von Staatsbeamten und Lehrern. Aus Darmstadt wird uns geschrieben: Eine große Erregung geht zurzeit durch die Reihen der Altpensionäre unb vor allem derWitwenvon Staats beamten und V 0 l kS s ch ul l e h r e r n. Man bietet diesen Altpensionären unb Witwen von Staats wegen Erhöhung ihrer Be züge an, aber u n t e r st ü tzu n g s me i s e Regierung unb Land tag hatten sich aus diese Form geeinigt. Man verlangt in einem — übrigens formal falsch und ungeschickt angelegten — 5 r a g c • bogen genaueste Darlegung der persönlichen Ber hältnisse. Man empfindet es in diesen Kreisen als eine Ungerechtigkeit, - u m Staatsbettler degradiert zu werden, wo man RecknSansprüche glaubte erheben zu dürfen. Die allen Beamten und Lehrer haben durch erhebliche Einlagen unb jährliche Beiträge den Witwenmassenfonds von mehreren Millionen gebildet. Sie und ihre Witwen haben somit vollen Anspruch auf diese Gelder. Ein etwa vor 15 Jahren an gesammeltes kleines Vermögen ist heute in seinem Werte bedeutend gesunken. Fortgesetzte Teuerungen, Steuer er l)öl)ungcn unb andere Ausgaben, von dem im Alter sich steigernden KranN-citS- und Pflegekosteii ganz zu idyueigen, verschlechtern die Lage der ergrauten Beamten und Lehrern beziv. ihrer Witwen von Jahr zu Jahr. Sind noch un- versorgte Familienglieder vorhanden «Töchter, kränklick-e Söhne usw.) häufen sich die Sorgen in diesen Pensionärsamilien und gerade in den Witwenstuben turmhoch, auch wenn ein kleine- Vermögen aus früheren Erspaniissen als Ruckl-ali mnbanbfn 202 Erstes Blatt 162. Jahrgang Mittwoch, 28. August 1912 _ ______ _ ' _ _— 9eiafl»»rrl<: Lkr Gießen" Anzeiger / Ä / > tT O monatlich7dM»vteickEl- . vIIVIwVw Tirtldfohli^Seitlrogcn W ~ ™ W Alf aJ Vera,,.,voNlich inr der ^«rnfprech»Aiilck Ilitie: poliniche» Tert: Ai>gui> General-Anzeiger für Oberheffen Anzeiger Wieben. J v ’ • • • , _ . - ratb; lüt .Stadt unb Wtabme von Anzeigen Hotationsörud und Verlag der vrühl'fchen Univ.'vuch. und Steinöruderei R. Lange. Redaktion, Lrpedltion und vruckerel: Schuifiraye r. Ulb.. e veB. tut vk„ 5 Büöingtn: $e-n|preditr Nr. 269 «tlchäX-ftcllr Vahnh-Nirahr !d°.____________________ Lehrer im Winter immer zu großen Repititionen gezwungen. I der Hamburg-Arnerita-Lime Tiefe wurden »um überwiegenden Teil wegfallen können, wenn I im Clieit Spisedergens oergc ber Stoff im Sommer beschränkt und dafür um so gründlicher' "*• *"IUub tior,uri beackert würde. Tic Sache ist jedenfalls wert, einmal emgcbaib I lAbg. Joutz) vorhanden ist. Tic Vorsitzenden und Schriftführer der Fraktionen find i bLc Abg. Tr. Ofann und Stöpler (Nationalliberale), trauer und Tr. Weber (Bauernbund), v Brentano unb liebel (Zentrum), Ne h und Henrich (Fortsd)r. kolkspartei) und Ulrich (Sozialdemokratie). Ter Kon- scfsion nad) gehören der neuen Kammer 35 evangelische und 14 katholifck)« Abgeordnete an, rocitcr 1 Israelit, 1 Alt- Wilhelmshöhe, 27. Aug. Tie Abreise des Kaiserpaares nach Potsdam ist auf Freitag vormittag IO1/, Uhr festgesetzt. Die Franzosen in IHarotio. Ten Franzosen, denen gegerUvärtig in Marokko der „Sultan des Südens", El Hiba, arg zu schaffen macht, kommen trübe Gedanken über ihre marokkanische Zukunst: Die „France Militaire" schreibt: Wir verbeißen uns daraus, aus Marokko ein unter einer einzigen Autorität des Sultans in Fez zentralisiertes Reich zu matten. Es war im Prinzip eine Torheit von uns, daß wir diese Idee, welche unserem ausgezeichneten Freu n d c in Berlin sehr lieb ist, angenommen haben. Wäre es nicht besser, wenn man irgend ein Mittel finden könnte, Marokko seine alte Physiognomie zu lassen? Ein Sultan in Fez, ein anderer in Marrakesch und große Vasallen hie und da würden vielleicht ein Ganzes bilden, das leichter zu beherrschen wäre, wenn cs auch für unser Auge, das die Einheit liebt, ein wenig harmonisches Bild gibt. Paris, 27. Aug. Aus Casabtanca wird gemeldet: Mehrere Trupps feindlicher Reiter näherten sich dem Lager Mangins vom Süden bis auf zwei Kilometer. Sie wurden durch .Artilleriefeuer mühelos zurückgetrieben. Die „Agence Havas" meldet aus Mazagan vom 25. August: Ein Kaufmann erhielt einen aus Marrakesch vom 19. August datierten Brief von dem Arzt Guichard, in dem dieser bestätigt, daß -er mit seinen Gefährten am 15. August in die Stadt zurückkehren mußte. Sie seien unversehrt und hätten sich zuerst zu Mtugi, dann zu El Glaui geflüchtet: sie wurden gut behandelt. Der Brief bestätigt, daß die europäischen Läden nach dem Einzug El Hibas geplündert lvurden. Schließlich bestätigen die Europäer, die in Saffi angekommen sind, daß die Franzosen Gefangene El Hibas seien. Daß ter Prätendent El Hiba zur -Offensive gegen das Gebiet der Schauja vorgcht, hat in ganz Ätarokko große Erregung hervorgeruscn. Es wird bemerkt, daß es noch keinem marokkanischen Prätendenten gelungen ist, sich einer Stadt zu bemächtigen. El Hiba hat sich aber nicht nur Marrakesch unterwarfen, sondern geht jetzt auch somit energisch zur Offensive über. Er scheint seine gesamten Streitkräfte bei Ben-el-Guerir zu konzentrieren, und auch die von der Kolonne Mangin versprengten Teile haben sich dorthin zurückgezogen. Jedenfalls ist er mit seinen besten Kräften etwa 50 Kilometer nördlich von Marrakesch versammelt. Tic Kolonne Mangin, die am 24. bei Suk-el-Arba Lager bezog, verfügt, nachdem sie sich mit ter Kolonne Josef vereinigt hat, über ungefähr 3500 Mann. Die Vorgänge in China. London, 27. Aug. Tie „Times" melden aus Peking vom 26. Aug.: Dr. Sunyatsen sprach heute vor zwei führenden politischen Gesellschaften und betonte die Notwendigkeit, soweit als möglich den Partei- hader aufzu geben und alle Energie auf die Schaffung einer neuen Berwaltungsvrganisation zu verwenden. Er betonte außerdem die Notwendigkeit «einer starken Zentralregierung, erklärte Juanschikai für den fähigsten Mann an der Spitze der Exekutive und empfahl dringend, Juanschikai nach den Wahlen zum Präsidenten zu ernennen. Dr. Sunyatsen sagte weiter, er selbst habe nicht die Absicht, sich gegenwärtig politisch zu betätigen. Ob Sunyatsen nicht aus Besorgnis für seine persönliche Sicherheit so handelt? Er scheint in völlige Abhängigkeit zu Juanschikai geraten zu sein, der ihm wohl weit Überlegen ist. Daß der liberale. Politiker Sunyatsen jetzt auch anscheinend die grausame Hinrichtung der beiden Generale entschuldigen will, nimmt denn doch Wunder. Aus K o s ch a g a t s ch (Mongolei) wird gemeldet: Tie Mongolen stürmten die Festung fr o b b o und äscherten die Hälfte der Stadt ein. Tie Festung zog die weiße Flagge. Tie chinesischen Behörden entschuldigten sich wegen ter Beschießung bei dem russischen Konsul und baten ihn, ihre Zurückbeförderung nach China zu veranlassen. Vie neuesten Kricgscreigniffe. R om, 27. Aug. Die „Agenzia Stesani" meldet aus Z u fi r a: General Garioni begab sich gestern nach Sidi Abd Essemad und entsandte ein Bataillon erythraeischcr Askaris nach der Oase Gemil. Das Bataillon durchstreifte die ganze Oase und rückte bis Marut und darüber hinaus vor, wodurch bestätigt wird, daß die Türken diese Orte vollständig verließen. Zu gleicher Zeit vollführte eine Eskadron Kavallerie unter dem Kommando des Majors Gurti einen ausgedehnten Erkundig ungs- ritt weit über die südliche Grenze ter Oase hinaus. Die Eskadron stieß mit Abteilungen arabischer Reiter zusammen, griff s i e heftig an und fügte ihnen beträchtliche Verluste zu. Tie „Agenzia Stefani" meldet ferner aus Tripolis vom 26. August: Nach Aussagen von Kundschaftern ist vor einem Monat eine neue Karawanen st raße versucht worden. Tic neue Straße beginnt an der tunesischen Grenze bei El Honra und zieht sich an den vor Gebcl gelegenen Hügeln entlang über die Ebene Gattis bis Azizie. Tie Straße ist lang, beschwerlich und wasserarm und erfordert 17 Tagereisen. Zwei Reisen wurden unternommen,, 14 Kamele überstanden die Reise nicht, die übrigen kamen erschöpft an. In der letzten Woche unterwarfen sich 629 Flüchtlinge, davon 159 aus Sabel, 238 aus Tagiusa, 70 aus Tripolis und 162 aus den anderen Ortschaften. Tie Kreta-Frage. Paris, 27. Aug. Die „Agence .Havas" meldet aus Son- fron: Die englische Regierung stellte in Paris und Petersburg das Ansuchen, mit ihr gemeinsam die Aufmerk- s a m k e i t G r i e ch e n l a n d s aus die G e s a l> r e n einer Landung in Samos und des Hervorrilsens einer Bewegung zu Gunsten der Annerion durch Griechenland, wie sie gegenwärtig von Griechenland und Kreta vorbereitet wird, zu lenken. Ein englisches und ein französisches Kriegsschiff erhielten Befehl, nach Samos zu geben, um eine Landung nötigenfalls gewaltsam zu verhindern. Deutsches Reich. Die Untersuchung über die angeblich auf elsässischem Boden erfolgte B e r h a f t u n g des Deutschen Binder ergab, daß die Berlmstung durch einen französischen Zollbeamten auf der Höhe von Montdrumont «auf französischem, nicht auf elsässischem Gebiet erfolgte und zwar in dem Augenblick, als Binder zum zweiten Male den im Manöver befindlichen französischen Soldaten bnitfdyen Tabak fei (bieten wollte. Binder versuchte den französisck>cn Zollbeamten auf elsässisches Gebiet hinüberzuziehen, er wurde jedoch nach Bussang abgefühn, wo er gegen Sicherheitsleistung wieder entlassen wurde. Die Nachrichtenabteilung des Reichsmarine a m t o erhält un Herbst einen neuen Leiter in ter Person dos Korvettenkapitäns Mar R e g m a it n , ter bisherige Sei ter Kapitän zur See H o 11 >o c g übernimmt das Kommando des Liniensclnffes „Schlesien". Tas Präsidium des HansabundeS hat beschossen, die Hansawoche vom 11 bis 17. November in Berlin ab zu halten. Der Hansatag findet am 17. November in den Räumen vcS Lldmiralpalastes statt. Dritter Derbanöstag des Züdweftdeutschen Milchhandlerverdandes. bs. D a r m st a d t, 27. Aug. Im Kaisersaat hielt heute der Südwestdeutsche Milchhändlerverband seinen 3. Berbandstag ab, zu dem die dem Verbände angeschlossenen Vereine Vertreter entsandt hatten. Die Versammlung war von etwa 200 Personen besucht. Sanitätsrat Dr. Nö ll n er (Darmstadt, hielt einen äußerst lehrreichen Vortrag: „Die Milch und ihre Produkte als Nahrungs- und Heilmittel", wobei er sowohl über die Vorzüge der Milch als Nahrungsmittel überhaupt, über ihre Verwendungsart und Zubereitungsmöglichkeit, wie über die Gefahr bei übermäßigem Genuß, die Uebertragungsmöglichkeiten bei Infektionskrankheiten, über die Milcharten, wie Buttermilch, Sauermilch, Joghurt, Kefir und deren Nährwert sehr lehrreiche Ausführungen machte. Daran schloß sich ein Vortrag des Rechtsanwalts Dr. Geißner über „Milchverkaufsordnung und Strafprozesse". Der Vortragende übte scharfe frritif an der gegenwärtigen Art der Bestrafung bei Vergehen gegen das Nahrungsmittelgesetz. An diesen Vortrag schloß sich eine ausgedehnte Aussprache, an der sich u. a. auch der Vertreter des Darmstädter Polizeiamtes Lindequist beteiligte, der die Art der jetzigen Handhabung des Gesetzes vertrat. Der Direktor des Darmstädter Schlachthofes Garth schlug vor, daß man ein Institut einrichten möge, an das alle etngelieferte Milch zunächst zur Prüfung gelten sollte, da der Händler nur in den seltensten Fällen für die Beschaffenheit der Milch wirklich verantwortlich gemacht werden könne. Durch ein solches Institut aber wäre die Möglichkeit gegeben, den Produzenten zu kontrollieren. In der Nachmittagssitzung beschäftigte sich die Versammlung mit einer Reihe von Anträgen, die sich zumeist auf die Vertriebsart bezogen. Ein Redner beschwerte sich über die Art des Milchtransportes auf den Eisenbahnzügen. Es werden mit der Milch auch allerhand Dinge befördert, die ungünstig auf die Beschaffenheit der Milch einwirken, so Obst, Wild, sogar lebendes Vieh. Wieder ein anderer Redner fordert die Freigabe aller Perfoncnzüge für den Ptilchtransport. Auch gegen eine übermäßige „Rangiererei" wendete er sich. — Ter Mainzer Milchhändlerverein ließ durch seinen Vorsitzenden Wange eingehend einen Antrag auf Umgestaltung des Verbandes in einen Zentralverband begründen, der aber abgelehnt wurde. Angenommen wurde ein Antrag auf Konzessionierung des Milchhandels. Durch den Verband soll eine diesbezügliche Eingabe an den Reichstag gelangen. Ferner trat der Verband gegen die Uebernahme des Milchhandels in städtische Regie auf, da nur der Milch Händl er in der Sage ist, die beste einwandfreie Milch auf dem billigsten Wege zu beschaffen. Die Versammlung, die von dem Vorsitzenden des Verbandes, Pöth, geleitet wurde und an der neben dem Vertreter des Darmstädter Polizeiamtes auch ein Vertreter der Eisenbahndirektion Mainz teilnahm, schloß gegen 7 Uhr. Gewerbe- und Kaufmannsgeridjte I9IJ. Nach tem „Reichsarbcitsblatt" waren im Deutsck>en Reiche während des lctztverflossenen Jahres 936 Gewerbegerichte in Tätigkeft, wovon 543 auf Preußen, 83 auf Bayern, 78 auf Sachsen, 31 auf Braunschweig, 25 auf Württemberg, 19 auf Baden, je 15 auf Mecklenburg-Schwerin und das Grobherzogtum Sachsen, 13 auf Hessen, der Rest auf die übrigen Einzelstaaten kam. Die Zahl der Rechts st reitigkeiten, die zwischen Arbeitern und Arbeitgebern anljängig gemacht wurden, belief sich auf Klage der Arbeiter hin auf 111 333, auf Klage der Arbeitgeber hin auf 8096 und zwischen Arbeitern desselben Arbeitgebers auf 355. Erledigt wurden davon durch Vergleich 49 693, durch Verzicht im Sinne des § 306 der Z.-P.-O. 3267, durch An crkenntnis 18 434. Tie Tätigkeit der Gewerbegerichte als Einigungsämter war wiederum nicht sehr bedeutend. Sie wurden als solche angerufen von beiden Testen in 151 Fällen, nur seitens ter Arbeitgeber in 30 und nur seitens ter Arbeitnehmer in 184 Fällen. In 144 Fällen Tarn eine Vereinbarung, in 68 ein Schiedsspruch zustande, in 65 weder eine Vereinbarung noch ein Schieds spruch. Unter den Schiedsspruch fand llntcrrocrfung seitens beider Teile in 49 Fällen, nur seitens der Arbeitgeber in 6 Fällen, nur seitens der Arbeitnehmer in 6 Fällen und seitens keines Teiles in 7 Fällen statt. Tie Zahl der gemäß § 75 des Gewerbegerichtsgesetzes abgegebenen Gutachten stellte sich auf 15, die ter gestellten Anträge auf 6. Tie Zahl der Kaufmannsgerichte im letztverflossenen Jahre belief sich auf 282, wovon 177 auf Preußen, 30 auf Bayern, 20 auf Sachsen, 13 auf Württemberg, 7 auf Baden, 5 auf Hessen, ter Rest auf die Übrigen Staaten kam. Von den 280 Kaufmanns gerichten waren bereits bestehlmden Gewerbegerichten angeglicdert 240. Von den .Kaufmannsgerichten waren zuständig für einzelne Gemeinden 243, darunter für Gemeinten mit mehr als 20 000 Ciwohnern 214, für die Bezirke mehrerer Gemeinten 22 und für die Bezirke mehrerer Kommunalverbände oder Teile von solchen 17. Die Zahl der Rechtsstreiftgkeiten, welche anhängig warm zwischen .Kaufleuten und Handlungsgehilfen oder Lehrlingen stellte sich auf Klage der Kaufleute hin auf 1694, der Gehilfen ober Lehrlinge bin auf 23 794. Erledigt wurden durch Vergleich 10 340, durch Verzicht im Sinne des § 306 der Z.-P.-O. 196, durch Anerkenntnis 216, durch Zurücknahme der Klage 4265, durch Versäumnis- urteil 2241, durch andere Endurteile 4391 und auf andere Weise 2522. Unerledigt blieben 1416. Die Tätigkeit der Kaufmannsgerichte als Einigungsämter ist noch unbedeutender geivesen als die der Gewerbe gerickste. Nur in einem Falle Wurden sie von beiden Teilen, in 5 Fällen seitens der Lehrlinge oder Gehilfen als Einigungs ämter angernsen. In 3 Fällen kam eine Vereinbarung zustande, in zwei weder eine Vereinbarung noch ein Schiedsspruch. Die Zahl der abgegebenen Gutachten belief sich auf 30, die ter gestellten Anträge auf 24. Au» Statt und Land. Gießen, 28. August 1912. Für Privatangcstclltc. Heber das Versicherungsgesetz für Angestellte vom 20. Dezember 1911 herrscht noch vielfach Unklarheit, ins besondere will es vielen Personen nicht in den fropf, daß Angestellte, deren regelmäßiger Jahresarbeitsverdiensi 2000 Mk. an Entgelt nicht übersteigt, doppelt versichert sind, daß sie nämlich gleichzeitig der Invaliden- und Hinter- bliebenenversicherung auf Grund der Reichsversicherimgs ordnung unterstehett. Für sie müssen also von den Arbeitgebern neben den Beitragen zur Angeftelltenversicherung auch Beiträge zur Invaliden- und Hinterbliebenenversicherung in der gleichen Höhe, wie für solche Personen geleistet werden, die nur der Jnoalidenversicherungspflicht unterliegen. Im allgemeinen stießen diesen Angestellten auch aus jeder Versicherung die gleichen Leistungen wie den nur einseitig Versicherten zu. Das dem Versicherten aus der Angestelltenversicherung zustehende Rubegeld soll nämlich nach § 73 des Gesetzes nur soweit ruhen, als es mit Einschluß etwaiger Renten der reichsgesetzlichen Arbeiterversicherung und von Gehalts- oder sonstigen Bezügen aus gewinnbringender Beschäftigung zusammen den Jahres arbeitSverdienst, der dem Durchschnitt der sechzig höchsten monatlichen Beiträge entspricht, übersteigt. Ter Gesetzgeber K Für die die uns bei, Ml-tter erwi tolc herzliche! Sizilien ( und c Wait ME TOi tPrQf • 6 e. ^Tbrn.. ?U9nii MbÄtarf 1-ls) — Lehrerpersonalien. Uebertragen wurden Lehrer Karl Braun zu Mainflingen und dem Schulamrk-l afpirnnten Karl Schaaf auS Armsheim Lehrerstellen an b: Gemeindeschule zu Bieber, dem Schulamtsafpiranten Jaketz Markert auS Rieder-Saulheim eine Sehrerstelle an dal kath. Schule zu Lampertheim, dem Lehrer Wilh. Gattletl zu Groß-Hausen eine Lehrerstellc an der Gemeindeschule Bickenbach. •• Fahrpreisermäßigung zur AuSstellun« »Der Mensch" in Darmstadt. Um den AuSwänri wohnenden, die die Ausstellung .Der Menschs besichtig,, wollen, den Besuch zu erleichtern, hat daS Großherzogliche Ministerium die Einrichtung von Sonderzügen von den in . liegenden Städten nach Darmstadt angeregt. Der erste Sonde. zug zu ermäßigten Preisen wurde bereits am 25. d. Mts. gelaßen; doch werden in den nächsten Tagen noch weiten Sondeczüge mit sehr ermäßigten Preisen verkehren. Zunää! werden von den größeren Städten, Mainz, WormS uni Frankfurt, an mehreren Tagen Sonderzüge adgelasien; bc* sind für später auch auf den übrigen Strecken Sonderzö-r' vorgesehen. Auch wird die Eisenbahnverwaltung auf Vr« stellung nach Vereinbarung weitere Extrazüge für Vereine ob?: größere Gesellschaften, die gemeinsam die Ausstellung ,ta Mensch" besuchen wollen, einlegen. — Von ganz besonder? - Vorteil ist eS, daß auf den Stationen der anstoßenden Bote 1 strecken Anschlußkarten zu den ermäßigten Sonderzu> fahrpreisen auSgegeben werden, so daß z. B. für sämllicft hessische Stationen des Direktionsbezirks Mainz wenigsten» j einmal die Möglichkeit geschaffen wird, 311 dem ermäßigt?» Fahrpreis für Gesellschaftssonderzüge die Fahrt nach DarnI stadt zu unternehmen. — Wer also von einer kleinen Neben- station auß den Sonderzug erreichen will, kann mit einer 9üv 1 schlußkarte zum ermäßigten Fahrpreis bis zur Sonderzug;, strecke fahren. — Die Ausstellungsleitung hat sich auch ihre:« seits entschloßen, eine besondere Eintrittsermäßigung für biet auswärtigen Besucher eintreten zu lassen. Für alle nut solchen Sonderzügen ankommenden Personen ist der Pn l zum Besuch der Ausstellung auf 60 Pfg. festgesetzt roorbr. Die Karten gelten nur für einen einmaligen Besuch; bct| kann man die Ausstellung an demselben Tage noch einnd unentgeltlich besichtigen, wenn man sich beim Austritt an brr] Kaffe den Tagesstempel aufdrucken läßt. ** Eine beachtenswerte «Stattftif gibt der (J band der Reinigungs-Jnstitutsinhaber bekannt, allerdmM in egoistischer Absicht. Darnach sind nämlich im Jahre V.'lil in Deutschland nicht weniger als 4753 Frauen b*| Fenst erputzen verunglückt, darunter 952 tödlich. Ttrtl Zahlen bilden eine eindringliche Warnung für unsere Haiül ftauen. •• Die Darreichung von Zigaretten aril Tellern in G astwirtschafte n ist strafbar. Nach b< Zigarettenausführungsbestimmungen ist in Gastwirtschaft. I der Einzeloerkauf von Zigaretten nur in der Weise zuläs'i I daß sie unmittelbar aus den zugehörigen, mit Steuerzeickc» versehenen Umschließungen entnommen und dem Käufer er.-1 gehändigt werden. Viele Gastwirte werden vielleicht tex] Bestimmung be§ Gesetzes übersehen haben. Darum fei |i| hier in Erinnerung gebracht. •• Selbstmord. Bei der Revision des gestern aba*| 71/i Uhr von Koblenz eingetroffenen Personenzuges wurde r I Klosett eines 2.-Klasse-WagenS die Lei che eines gutgefleibett 1 Herrn gefunden. Der Revolver lag neben der Leiche, so ta; I Selbstmord vorliegen muß. Die Leiche zeigte eine Schiel wunde in der rechten Schläfe und wurde nach der Leichm«! halle des neuen Friedhofes verbracht. Aus den vorgesimdem l Papieren ging hervor, daß eS sich um einen Herrn u\ 1 Düffeldorf handelt, welcher in Bad Ems zur Kur weilte, kt l fand sich eine Fahrkarte EmS—Nassau vor, woraus |i| schließen ist, daß die Tat bereits zwischen diesen Statiorer I ausgefübrt wurde. •• Unfall. Zwei mit Aufstellen von Masten für Hfl elektrische Leitung an der Hardt beschäftigte 9(rbeiter erlitrl gestern Nachmittag beim Umfallen eines MasteS schwel Verletzungen und mußten durch Mannschaften der 6anitä8- I kolonne nach der Klinik überführt werden. Landkreis Gießen. ---Steinbach, 27. Aug. Am 28. August vollen« bei noch körperlicher und geistiger Frische Johannes Habn l I in Steinbach im Kreise seiner zahlreichen Kinder, Enkel 1« Urenkel baS 95. Lebensjahr. -m. Hung eu, 27. Aua. Heute früh entgleiste in X | Station Ober-WidderSyeim die Maschine des um 4.24 Ubr x> I Büdingen abgegangenen Personenzuges, wodurch die Strecke r» I ipertt war. Von Hungen aus wurden die Passagiere mit ema I Hiliszug abgeholr und später ging eine Dlaschine nut einem prk I wagen nach der llnsall>'lelle, um die entgleisie Maschine wieder n I das »Geleise zu bringen. Der Zug hatte durch den Unfall von Lr I auä bis Gießen eine volle Stunde Verspätung. Kreis Büdingen. — Nidda, 26. Aug. Die anhaltend nasse Witterui I gibt zu großen Besorgnissen Anlaß. Der Hafer, der burc I die Trockenheit deS Frühjahrs sehr mager ausgefallen ist, < I da, wo er noch ungebunden lagert, gliedlange Keime e I trieben. Die noch draußen sitzende andere Frucht ist schw-r vor Näffe. Von den Kartoffelfeldern bringt der scharfe Ger ei der Kartoffelkrankheit herüber und die weniger widerstonlß- fähigen Arten leiden zweifellos Not, znrnal in schwerem DaS reife Steinobst beginnt aufzuspringen und bann zu fand» Gemüse und Futterkräuter stehen durch den Regen sehr üpp- j Zroetschen werden in unreifem Zustande zu kaufen gesucht >» Konserven. — In den Schulgebäuden der Höbereu Bürg'> I schule und Volksschule ist Dampfheizung für den 23m:-’» J eingerichtet und fertiggestellt. x Pad-Navhe.' „ -iLdlvtrordneten |t( h)n vom Bahnb le Worbnung. . Es Ür lebhafte und ergiebig e.-r.'ntttn rourbefoejt .... Scmlen geäußert । judi zugleich bte. vielleicht zu cd rtfi. liine biesbezuo Starten = Darmstadt Isillisten rückt seine, ^schlossen in H I - ter gestrigen Vo >5. Lalbsuß über I: 31. aktuellen Fra^ I n die Wahl de 1 stelUeuversichl H. wirken, daß ein 1 Urlschastlilhen Korp> K-lei Mitwirkung der pt neuen Fülle un! | Mienen Ma^nahn zewM wurde Triel den »Muh des h ßimmt. Der Dorste : daß die Nation | Versammlung bei' stihrung einer I tfm zeitgemäßen: «uf Neuorganisation kand zu. Der V i in Bad-Nauhei m Ofsenbac 2ipung des städtil I ltusies wurde das Iligatorischen Mc |cntl mit einigen A I '-lägen des Schulvi ■ torftanb vorgeschlag ■ einem Jahr soll IM 3 Jahre ausg Mollzeigrzlliche Unter I ^gkftellt waren, 1 ( ■h. Neu-Js^ I Wochm dem l^ughalterin uni I ^chgebrannt n I ^schwunden. war nämlich der Ansicht, em Bedürfnis, dem Versichert» nach Eintritt der Beruf-i'Unsähigkeit ein höheres Einkonnn - zuzuwenden, als ihm aus seiner Arbeile-kraft zur Zeil t: Bcrufssähigkeit zugeflossen ist, liege nicht vor. Auch ft die Hinterbliebenbezüge wird ein niedrigerer Betrag an gesetzt, weil dem vorgebeugt werden soll, daß die Wu^ und Waisen zusammen eine Verbesserung ihrer Lage bur den Tod des Ernährers ersahren. Tas Gleiche gilt für Angestellte, die ihre früher! Zwangsversicherung in der Invaliden- und Hinterbliebener-, verftcherung bei einem 2000 Mk. übersteigenden Jahr^ arbeitsverdienst durch freiwillige Markenverwendung fo::J setzen. . u 27. 5 echlly' “ Ol 6- cirfteran 0 5'langer 0 f&L b's 5» 6,1 Ü5 ä"W‘ f-: einen W fltieg«01" .jj* K aochwaldha^ I A ,wisch-" Ki * , Teil beS (5e‘ *5*roi,i. Ulrichstein, ' 0' gtptember e|n' S im s>-d-"i°°>' ,«• wird d°nn ,::,n -u°h d>° F- ,,t ®s 1 -nungen der 8'uel ::..m ist wohl am Wien. Kreis Schotten. mtrfcle Kreis Friedberg. Starkenburg und Rheinhessen. verschwunden. wir herzlichen Dank. 07061 | FluK-u. Seefische Dnugkalk Lackkalk Kalkmergcl M. Lchull>of iefern bei grStzterAuSgiebia- !rit nn t. «Tw Prima Speise - Kartoffel« cmpncblt biUiflit ta—a Sonucnttr.6, Tclepbou 88 Für die freundliche Teilnahme, die uns beim Tode unserer lieben Mutter erwiesen worden ist, sagen BrauerSchule Utorms^Rh. f Gey'11872 von D'Sefmerferj Beginn d-Winter-Semester» am ic. Oktober 191t PrspSg CDtrich Xclcpbon 119. — Ihronwier Versand nach auSwariS. '' V'5 50 Pf., tötet üdier O*E rtopflauS m. Brut, w Ctto 3rhairi, LeUerswegÄ. >on Zigaretten ist strafbar. N i ist in Gastw ' iur in der Weife chörigen, mit Etm men und dem Käin. je werden vielleich: n haben. Daram ' Letzte Nachrichten. Ter Hohenstaufenschmuck im Besitz des Kaisers. R.B. Darmstadt, 28. Aug. Der Schmuck einer romanischen Kaiserin, der vor 30 Jahren üt Mainft gefunden wurde und in der Düsseldorfer Ausstellung so großes Aufsehen erregte, ist in den Besitz des Deutschen Kaisers übergegangen. Der vorhergehende Besitzer, ein hiesiger hoher Offizier, hat die glänzendsten Anerbieten des Auslandes zurückgewiesen, um diesen einzig dastehenden, mehrere Millionen Mark werten Schmuck aus der Hohenstaufenzeit dem deutschen Reiche zu erhalten. Kreis Lauterbach i w. Schlitz, 27. Aug. Heute wurde unter großer De- irtliflung em Veteran von 1870 71 zu Grabe getragen. Es r>cr‘ bet fast 30 Jahre in der Bleicherei von Langheinrich echästigte Manger Johannes Geiß. Ten Feldzug hat er tau Anfang bis zu Ende mitgeiuacht und zwar im 4. hefsi- \trn Jnsonterie-Regiment. Hier gehörte ec zu^ jenen epferen, die unter Hauptmann ffattrein an der denkwürdigen 'l'lürmung des Schlosse« Ehambord teilnahmen. Er er- lieule sich bi« zuletzt einer staunenswerten Rüstigkeit und i rde durch einen Herzschlag mitten au« seiner Arbeit gc- j ifcn. Der Kriegerverem errate« ihm die letzten militärischen Familien Görlach und Weinel. Gießen und Jena, 27. August 1912. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Dießen. Wetteraussichten in Hessen Mr TonnerStag, ben 29. Aug. 1912: Wechselnd bewölkt, ohne erhebliche Niederschlage, matzig warm. Garbenheim und Profeffor Prrnzel-Weylar. Hessen-Nassau. [] Marburg, 27. August. Zu ben fast ununter- brochenen Regengüssen der letzten Wochen gesellte sich in der letzten Nacht ein orkanartiger Sturm, der dem reichen Obslbehang im mittleren Lahntal großen Schaden zusügte. Trotzdem der durch die vorjährige Dürre au«- getrocknete Boden große Wasiermengen auszunehmen vermochte, treten doch jetzt die Lahn und ihre Nebenflüsse au« den Ufern. I Bei Kirchhain hot die Ohm und nn Süden des Kreises Marburg die Lahn die Niedenmgen überflutet. Die Land- leute sind mit der Getreideernte, soweit Weizen und Hafer in Betracht kommt, noch weit zurück. b. Biedenkopf, 27. Aug. Die gestrige Haupt- Versammlung der Lehrervereinigung war trotz der Ungunst der Witterung au« allen Teilen de« Kreise« gut besucht. Mit großem Jntereste folgte man dem freien Vortrage de« Lehrers Schneider auS Engelbach über .Psychologie der Jugendlichen mit besonderer Berücksichtigung der Fort- b.ldungSschüler'. Die Konferenz tagte diesmal unter dem Vorsitz de« KreiSschulinspektorS Möhn. -h. Frankfurt a.M., 27. Aug. Die Erweiterung de« Hauptbahnhofes macht rasche Fortschritte. Der Abbruch der westlichen Ecktürme, die Bassin« für Quell- und Mainivasierversorgling enthielten, ist bald beendet. Allerdings sind die Gleisumbauten schwieriger, als man dachte, da die Bahnsteige um 60 Meter hinaus verlängert werden müssen. Durch den Umbau ist eine Verlegung der großen Straßenbahnschleife im Süden des EmpfangSgebäude« erforber- lich geworden, eine Arbeit, die dieser Tage bereits vollendet wurde. _ . - h. Frankfurt a. M., 26. Aug. Prof. Dr. Becker . wurde zum Generalkommisiar der deutschen Abteilung auf der Weltausstellung zu Gent 1913 ernannt. - b Frankfurt a. M., 27. August. Im Alter von 80 Jahren starb heute der Metropolitan Jakob Strobel. De?Verstorbene war in früheren Jahren MifsionSprediger der Basler Mission und hat als solcher in Hessen und Hessen- «Nassau eine reiche Tätigkeit entfaltet. X Hanau, 27. Aug. Vor einigen Monaten ist der Leiter der Hanauer Seifenfabrik I. Gioth, ®. m. b. H., Direktor Georg Schönberger, wegen umfangreicher Unter- schlagungen verhaftet worden. Die jetzt abgeschloffene Bücherrevision hat ergeben, daß die unterschlagene Summe 58 200 Mk. beträgt. F.C. Hochheim a. M., 27. August. Auf dec Domäne I Mechtildshausen verstarb im 79. Lebensjahr der König!. AmtSrat Güngerich, ein eifriger Förderer der Landrairt- I schafl in Nassau. Der Verstorbene, der auS Oberheffen stammt, war lange Pächter der 245 Hektar haltenden Domäne Mechtildshausen, der schönsten Nassau«. Bis zum Jahre 1910 I war der Verstorbene ein eifriges Mitglied der Landwirtschafts- Kammer, verzichtete aber auS Gesundheitsrücksichten auf dies I Amt. Zur Hebung der Pferdezucht in Nassau trug der I Verstorbene auch wesentlich bei. F.C. Ha chenburg, 27. August. Hier soll eine landwirtschaftliche Winterschule errichtet werden. - h. Kesselstadt, 26. Aug. In der Gießerei Wilhelma geriet heute früh der Arbeiter Flesch Hut in daS Räderwerk einer Maschine, wodurch ihm ein Arm vom Leibe geriffen Iwurde. m r w. Wiesbaden, 27. Aug. In einer hiesigen Pension Bren«-Holz ver Zentner SDiL 1.15 ans Haus. Z. Happel, Hoi.;-und fioblenbnnblung. 5140 Feuer au«, da« rasch aus die benachbarten Häuser Übergriff Dem Arbeücr Braunbeck gelang es, 4 Kinder aus den Flammen zu retten. Ein 2'/.-lähriger Knabe er. stickte. Die Feuerwehr hatte angestrengt zu arbeiten, nm eine weitere Ausdehnung bei Brandes zu verhüten. (Brofofcuer in Mainz lNombach. Mainz, 28. August. In dem Anwesen des Kohlenhändlers Lehn im Stadtteil Mombach brach heute Nacht d. Mainz, 27. Aug. Dem Spen-ler Ludw. Schäfer, der in der vorigen Woche in der Bonu'aziuistraße bei einem Einbruch erwischt und auf der Flucht festgenommen wurde, wurden bi« jetzt 2 4 Einbrüche, welche m letzter Zeit in der Stadt verübt wurden, nachgewiesen. KreiS Wetzlar. ^-Dorlar, 26. Aug. Dank der günstigen Wetter- roenbung war bas gestrige Synodal-Guzstao-Abolf- Fest überaus gut besucht. Die uralte Klosterkirche, in welcher Pfarrer Kemper-Hohensolm« bie Festprebigt hielt, war nahezu i überfüllt. Ebenso stand in der Nochversammlung aus dem Psarrhos Kopf an Kopf. Hier sprachen Pfarrer Wieder- Brillant aus einem Rins P™ Hera* Pa.Woll- and BaarBlz aus frühererSaison geben wir.umdamit zu raumen, jetzt zu Hsar» früh. Preis bis 8.75 M. Mr. Imheoser Harkt 9-10 a“/, in der TaunuSstraßc wurde ein seit mehreren Monaten dort wohnhafter Kurfremder mit seiner Ehefrau erschossen aufgefunden. ES handelt sich um den früheren Pächter der Wartburg bei Eisenach Wieprecht, der nach der angestcllten Untersuchung zuerst seine Frau und dann sich selbst erschaffen hat. Der Grund zur Tat liegt in ehelichen I ß c r raürfnissen. „($in solch gutes Mittel gegen Wunden rote Zucker s „Laluderma" habe ick noch nie kennen ge- lernt. Mein Ann war Uark ücrciicrUHurAiDeimaliflcYlrv wcndung von„Laludcrma beseitigte sofort die irnuun- düng u. Eiterung. H. ^lbbr. Dose 50 Vi. und 1M. "tarkue Aonm bei W. Nilbinaer, ^elicrSweg 79a, A. Roll, ynbnbofitr. 5t Srntt Roll, «aiier Drogene, 6. «etbei, ,5rontfurtcr Str. 39, Ctto ?fhanb ^clterSweg.ü'.'sl^/» Bankalk 5753 Svartcu Sie nicht, biff 7tbr Kind krank wird und Sie sich sagen müssen. Hätte ich meinen kleinen Vieblmn bereiten mn Aelile S flinöcrmcbl genabri. 3n allen Apotbeken und Trogerien crbalttich *u M. 1 40 11 Do'k und 75 Psg • Toic. Wcftle B ftinbcrmebL W m. b. H, Berlin W. 57 versendet auf Wunsch an jedermann c ne Probedose nedsi Broschüre graus und franko." I« Ehtt3, ä -«Ä kllte, di- Mehrer 1 bec ®emeinbt|^ ; ben Jim- Mensch« £ h°t bas Grg 'Verzügen oon’bS W« Der erste; «eits am 25. b.^ i^n Tagen noch . eilen verkehren. V J Mainz, Worin; beW abgelafien; 'gen Strecken Con 'ahnverwaltung 31™ Wge fürSBtrm;. m dir Ausstellung, -- Von ganz befc ' 111 aer anstoßenden 1 ermäßigten Eo ' daß z. B. für ez.lrkS Mainz wen: aird, zu dem ermö' e die Fahrt nach von einer kleinen will, kann mit eine ■iS bis zur Eon itung hat sich auch i itrittsermäßigimg iü 11 lasten. Für alle Personen ist der > W sestgeseht einmaligen Besuch; iselben Tage noch sich beim Austritt c: läßt. Statistik gib btr aber bekamil, ifatrr ) nämlich /m Iahir V. 4753 Frauen ntex M tödlich, i x vad-Nauheim, 27. Aug. In der heutigen Sitzung \n Stadtverordneten stand der Plan einer elektrischen $Ubn vom Bahnb 0 f nach dem Johannisberg gut ter Tagesordnung Es entspann sich über dmen Punk^ emc <4* lebhafte und ergiebige Aussprache. Von fast sämtlichen -stabt- tr.orbnetcn wurde die Bedürfnisiragc tm allQcmcincn bciabt unb Hnc Bedenken geäußert Sei brr Ausführung ber tfanal fa um Baud) zugleich die Borbrreiningen unb Vorarbeiten zu cincr vielleicht zu erbauenden elektrischen Bahn berücksichtigt n. Eine diesbezügliche Vorlage wurde genehmigt. leviston beS grM in Personenzuges Leiche eines gutgt'- w neben der Leiche.^ Leiche zeigte eine > wurde nach der it. AuS den vorg sich um einen b EmS zur Kur nm» -Nastan vor, zwischen diesenI Men »»" 6 im ci«’ werden» iy.a 31110 hi-ch." ,ÄS*,U* ietliMl"'«' iNgtN- «git:/ t-äfe wert, 9ltV.ulfil 11^’:, de ,b »e biitV mt»11"'" Vl Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl’sche U nhrersitäts-Drackerei, Scbülsir. 7 ai fielen billigst die Brührscbe Kuverts mit Firmd .*g।e^n.schu Eventuell bei Polizeiamt acflcn Belob«, abzugeben.1 Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik senden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber knnerlet Verantwortung.) Steinheim bei Hungen. Hier /hält sich sock ungefähr acht Tagen eine Korbmacher samt he auf. Die. Zfamu« wohnt in einem kleinen Wagen. ^,e Eltern foHoi sich eme« Vergehens schuldig gemacht haben, und num hat^ste dmch die Gendarmerie in Hungen verhaft/n lasfnr. Dvc drer Nernen zrindcr, von denen das älteste etwa sechs Jähre zahlen soll, wohnen nun allein in dem Wagen unb 1 tnrrrnrrn nachBat er unb Mutter Mitleidige Nachbarsleute versorget die Kinder zeitwetlig mit Essen. Wäre es nicht angebracht, das, tn bres«nFalleiran Seiten der Behörde hesser für solche armen Würmchen gesorgt würde, die heute durchnäm herrnnliefen und am Abend lammernd durch das sfensterchen ihres Wagens '^E Und Vassanwr' fingen: „üttmnnt denn meme Mutter noch nicht? Ist dies noch m 20. Jahrhundert möglich? v- Joseph Herz, Bankgeschäft Telephon Nn 304 «iewwen Neuen Baue B Filialen: I.nnterbach LIL. Die« a. d. Lahn. An- und Verkauf, sowie Beleihung von börsengängigen Effekten. Kontokorrent-, Scheck- und Depositenverkehr. Diskontierung von Wechseln. Ausstellung von Schecks u. Kreditbriefen auf alle bedeutenderen Plätze des In- und Auslandes. Einlösung von Kupons, Dividendenscheinen und gelosten Effekten. Einwechslung ausländischer Noten und ueldsorten. Annahme und Verwaltung von Wertpapieren In offenen Depots. __ Aufbewahrung geschlossener Depots. \ crwaltung von Effekten ohne deren Hinterlegung. Vermietung von Schrankfächern iSafesl verschied. Grösse, auch für kürzere Zeit (Reisedauer etej, in der Stahlkammer. ’JujH Magen-Leber Nieren Tee ,Lt. Barbaras bewäbrtcs diäl. (^eirant. beit auo Ä) dio. un^erkl. Medtz.» Kräutern. 50 Pig. u. 1.— Mk. hv‘*. 10 Hlrseh Apatheke jtzchM Sttjiiit'Ä lebende Aale Mi. 3i«on,jÄ 0V~ Heute "98 qcbarfcnc Zische! b. M. Schulbo», Marktttr. L etrühsaidiiuei Ctto Müller, Magdeburg, Vüncburcici Str. 16 lhv"/. Wie auß Barmen berichtet wird, zerstörte ein ® 10ft 1 euer die Wuppertaler Eisenhütte. Der Schaden iit beträchtlich, aber durch Versicherung gedeckt. In Rummels bürg überfiel am Dienstag mittag der Fabrikarbeiter Wünterberfl leine Geliebte, die von ihrem Ebemann getrennt lebende Reik0 w Ski. in ihrer Wohnung. Er verletzte ihr d r e 1 B e i l h i c b e, die die Schädeldeckc zertrümmerten. Sie wurde in hoffnungslolem Zustand ins KranfenbauS gebracht. Das Befinden des Generalintendanten v. Speidel hat sich abermals erheblich verschlimmert. Die Ueberschwemmungen in England dauern an. Aus verschiedenen Landesteilen wird heftige« Unwetter gemeldet. Am Montag herrschten in Lowestoft besonder« starke Stürme. Bäume wurden entwurzelt und Hauser britdadigt. Norwich M telephonisch und telegraphisch vollständig von London abgcsctmitten. Die Ernte im Bezirk Lowestoft bat außerordentlich fltlittnL infolge umfangreicher Leitungsstörungen ist der tele^raphiichc Verkehr mit Berlin tast aam unterbrochen. Erne grotze Masfi Tele gramme wird über Paris geleitet und an Holland und Belgien zur Beförderung mit tschiüeu -isieben. Gründliche Reparatur einer Zylinder- ober Ankcrudr Z Mk. 07091 Erlavteile und Reparaturen an Wand- u. kompliziert. Uhren zu billigst. Preisen. Prima neue Dalchenubrfedcr Mk. I.2V Yt Patentglao .10 Pia., Uhrzeiger 20 Pig. ö 5ur jede Reparatur 1 Jahr schriftliche M Garantie. Bestellung erbeien. Aus Wunsch abholen. Uhraurzieh. i. Hause i.Abonnement. Gg. Koch, Uhrmacher, jetzt Neustadt 15. △ Hochwaldhausen, 26. Aug. Ta« viel genannte jf||enmeet zwischen hier und JlbeShauicn kann Dank der emühungen von Naturfreunden zum Teil gerettet werden n obere Teil de« Felsenmeerc« ist unter Denkmalschutz ge- r lt roorben und wird al« SehenSivürdtgkcit erhalten. r. Ul richstein, 28. Aug. Wie bereits gemeldet, findet v. 2. September eine Schl oßbeleuchtung mit feuer- eckerischer Darstellung der Erstürmung deS Bergschloffed lrichstein im siebenjährigen Kriege statt. Nach Beendigung -l Schloßbeleuchtung wird am Hochbehälter der Ulrichsteiner! hnetkitung, einem weithin sichtbaren Platze, ein Sedanfeucr (gebrannt werden und Ansprache, Gesang und Musik ftaU- inben. Eine festliche Versammlung in der Festhalle am -immer- wird bann alle Teilnehmer vereinigen. Da bei ei Darstellung etroa hundert Gewehre in Tätigkeit treten, erben durch die Feuerwehr alle gefährlichen Plätze ab- c'perrt werden. Es liegt im Jntereffe des Publikum«, den - 1 oebnungen der Feuerwehr zu folgen. Der beste Platz zum Uiauen ist wohl am Hochbehälter de« Ulrichsteiner Waffer- Neue Kartoffeln! Sctteraucr gesunde _®are, ver Beniner Mk. L7v mu Lack p Aachn. E»u«o scheib, Kartoffel ‘ yerinnbflcicfaaft, Nödgcn b. Bad-^iaubeim. Donnerstags v.' »9 Uhr ab Zwiebelkuchen k» Bäck. Lange. Reunadr 47 = Darmstadt, 27. Aug. Der Verein der De- aillisten rückt seinem Ziele, die hiesigen Detaillisten ^schlossen in sich zu vereinigen, nmner naher, a» der gestrigen DorstandSsitzung berichtet der Vorsitzende Kalbsuß über die seitherige Tätigkeit und über die . 'stt. aktuellen Fragen. Im Vordergrund der Interessen sicht die Wahl der Vertrauensmänner zur An- icstclltenversicherung. ES wurde beschlossen, dahin « wirken, daß ein einheitlicher Wahlvorschlag der hlesigen irtschastlichen Korporationen zu Stande kommt, möglichst ,ter Mitwirkung der Handelskammer. Kalbsuß gibt sodann I r neuen Fälle unlauteren Wettbewerbs und Me hierin I getroffenen Maßnahmen bekannt. Dem Vorstände neu zu- a(wählt wurde Friedrich Stephani, und als Vertreter in Ä bin Ausschuß des hessischen Verbandes Albert Jordan be- >aimung für unfertig Lmmt Der Vorstand nahm nut Befiiedigung davon Kennt- n.a daß die nationalliberale Fraktion ber Stadtverordneten. Versammlung bei der Bürgermeisterei den Antrag aus Ein sührung einer Warenhaus- und Filialsteuer gestellt hat. Dem zeitgemäßen Vorschlag deS Bürgermeisters Mueller auf Neuorganisation der Arbeitsvermittlung summt der Vorstand zu. Der DerbandStag findet am 15. September in Bad'Nauheim statt. m Offenbach a. M-, 27. August. In der gestrigen Sitzung des städtischen Verfasiungs^ und Dermögensaus- schuffes wurde das OrtSstatut über d,e Errichtung einer Shgatorh-djcn M ädch -»sorlbil dungölch ule beraten unb mit einigen «bänberungen tm Gegensatz zu ben Var. .•»lägen be» Schulvarstanbe» genehimgt. Die aam Schul- »orftanb vargeschlagene Dauer be» 3?rlb‘lbun96“"*c Pon einem Jahr sall bet 4 Unterrtchtsstunben in ber Wache auf 3 Jahre ausgebehiit werben Ferner würben sur palizeiiirztliche Untersuchungen, wa,ur trn Etat nur 300 M . kinqeftellt waren, 1064 Mk. nachbcwilligt. -h. Neu-Isenburg, 26. Aug. Nachdem schon vor erlichen Wochen bem hiesigen Metzgermeister MerSner die bauShältcrin unter Mitnahme eines größeren Geldbetrages durchgebrannt war. ist seit gestern ber Me.ster selb mit Hinterlassenschaft erheblicher -ch'-lden auS bem Cite Modelle jeher Art unb Größe in inuberitcr Ausführung unb biaiflücr Berechnung liefert prompt HJi Ph. Füller, nalnslar. ^vlobellfabrrk nt. Kranbetrieb Hofmann. Brulh'tr. K cmpncblt fikb zurAnfertigunli schnhwarcn speziell mr Plattfüße u. Bem- ucrfünunflcn. Reparaturen in kürzester Zett zu btlhaitcn Vretfeil. Aueaabe u.Rabattmarken bes Konsutnoerems lbiicnen u- Umaeacnv. GkrtcbUiaal. Vom Reichrgericht btSänetr lobHurttilr. Leipzig, 27. August. Ta» Reichsgericht verwart bie Tlannbetm ivcgen Tlorbe» zum lobe verurteilt roorben ifL Hofer baue am 17. Tldn mHeibelberq feine Geliebte m ben Neckar gen>o rien. um fich ihrer in entledigen. — Dos Retchsaericht verwarf ferner Revision be« Maler« freier, ber am 6. Juli vorn Schwurgericht die Revision des $agel3bner« Knopp, ber vom Schwurgericht Köln am 10. Juli tvegen Mordes zum lobe verurteilt worden isi. Knopp erhängte in betrunkenem Zustand sein Kmd in einem schrank. Kiel, 97. ShtgnfL Da« Marinekriegsgericht verbandelte heule gegen den KapitSnteutnant Riedel, der angcklagt ist, die Strandung deS unter feiner ä^ruuti sichenden Torbe do boote« (B 7", bie vor einigen Wochen bei Brüster Lrt slattfand, verfchuldet zu haben. DaS KriegSaericht fam zu Freifpruch, ba bie Strandung aus Stromverietzung zurückzuführen war. • Kleine Tagerchromk. 4 Personen ln der Lahn ertrunfet». Bei Oberlahnstein schlug am TienSlag vormittag an der Mühlen wehr in ber Lahn ein «ahn uin. SlOe Onjafleii, zwei verheiratete Frauen, ein 7-fShr 1 ae» MLbchen und ein 12-jähriger Knabe ertranken. Bisher wurden drei Leichen geborgen. Marineblauer Cheviot zu Vtllingen vergeben werden: Das I. Liefern von sind sie! Die H. Steinbach. 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Fürstlich Solmniche Rentei. Submisfionsholzverkauf. Ein Teil des infolge der vorjährigen Trockenheit zum Einschlag gelangten Holzes soll, wie folgt, verkauft werden: B”/a 1. LoS: 8 Fichtenstämme 3. und 4. Kl. — 5,31 öftm.; 2. LoS: 60 Fichtenstämme 5. Kl. — 19,00 Fstm.; 3. LoS: 30 Rm. Fichtennutzscheit (3 Mir. lang!: 4. LoS: 35 Rm. Fichtennutzscheit (3 Mir. lang); 5. LoS: 25 Rm. Fichten- nuyknüppcl (3 Mir. lang); 6. LoS: 25 Rm. Fichtennutz- knüppel <3 Mtr. lang). v ,r. Sämtliches Holz lagert rn der Nahe deS Schißen- berg und ist entrindet. Schriftliche Angebote werden bis zum 7. k. MtS. erbeten. Weitere Auskunft erteilt der Großh. Forfiwart Menges zu Forsthaus Baumgarten. Gießen, 27. August 1912. Großh. Obersörsterei Schiffenberg. Tr a utroein. lmzichinu von Fokdcrnngen aller Art, Einholung von Auskünften im In- u. Auslände sowie zur Anfertigung von Schriftsätzen, Gesuchen und Zahlungsbefehlen rc. 5099 Nachweisbar große Erfolge, prima Referenzen. Kulante Bedingungen. ft O , h rät den J**! Tie Alleinverkauf für GieNsen: L. BernhardtSch““er f° schreibt £Äbcitct toerb dem Bundes bcn Parte O?rJein 11X11 Klangt es a: ,.^^regierunc *;D'. °enn dein < .‘^C bis Lste ut K M a GL' "'M Neubau einer Landesbankstelle zu Gladenbach. Die Ausführung der Zimmerarbeiten ist zu vergeben. Die Zeichnungen liegen während der Bureaustunden im LandeShauS, Zimmer Nr. 58, zur Einsicht auf, woselbst auch AngebotSforniulare zum Betrage von 0,50 Mk., solange der Borrat reicht, erhältlich find. Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis , Id"/s Montag, den 9. September d. I. vormittags 11 Ubr an den Unterzeichneten, LandeShauS Zimmer Nr. 57 einzureichen, woselbst die Oeffnung der Angebote in Gegenwart der erschienenen Bieter stattfindet. ZuschlagSsriit 30 Tage. Wiesbaden, 20. August 1912. Der Landesbaumeister: Müller. r Biograph t Zlehang n. a. 12. Seplbr.wa Künstler- WoMlühris- Lollerie 300 000 Lose ä M. 1,- 7168 Gewinne Im Werte vAUrt IOOOOO Gewinne im Werte von Mart 30000 10000 5000 U4.W. U4.W. Lose 411.1-, 11 Lose Lift- Porto und Usle 18 Pt erlri Bd den königlichen Lotterie Einnehmern und den dure Plakate kenntlichen Verkauf! stellen zu haben. Lose - Vertrlebsgesellschah Berlin N., MonbljoupUte 1 A. Molllng, Hannover- Ber IIn W., Lenntstr 4. IC* ZU tzSZ . g-rage fer ff «. ^'iebteueri Stiftung^1 w# ii Antchnimg für *' Limenbewegun r.taüifcn. Tie ff] ■1 Ta11, in vollem 111 7^.. sind manntgm ,.,,rbts sind tierh L als di-Biehl •umicun, ar i)ic < Ljjy Sanüatspi v. yieiiach bcr»bad)let M'ch-r, Mg [,,[ pom GroblÄacht Tic Bieherzeu ioualen Saften, J tönt zwingen den i tfitti. Tas; die B di und Biehmangel Lvft ausgenommen i ;tu bei, daß die Wird) wurde dem L Kitte Ware sei Imj halten könne, ije Vermehr , die zeitweise e ichtc. Tic Preis liesstand, der . Ferkel waren zb 'Con billigen Q^dem in den Gri oriscbaitliche Erzeug: It^nslußbarm Umftä Ikroiiif Echwankunge ltd) Tic starke Ausbi Kihemte von 1911 paltxg, daß sie entw bn memrrlm Pichs ‘■ßcthnjAot irhiie ci Wtana i«d noch wei Haltung vergrämte Tie Steigerung fuhren, daß die um Mde allgemeine to: Bevölkerung ■ af3 'rüber gehalten der SiriKfxiftspolt bif Rückkehr zu nur . Tie günstkgt ■’uieiirfifcn auf "'■e offiziöse Ausla Jle Kräfte anspan f* au?11 nu^ di "'fre dermehrungsi Äff ?'^iähr E alhu lang hj, rfn Preisen. Heute wieder ein erstklassiges, hochinteressantes vollständig neues Programm: Als Hauptschlager ein fesselndes Lebensbild Im Strudel des Lebens Drama in 2 Akten. Eine lebende, packende Erklärung zu dem hohen Liede von der alles verzeihenden, gern vergebenden Mutterliebe. Ferner: Jagd auf wilde Enten sehr interessante Naturaufnahme. Kulicke ist abergläubisch köstliche Humoreske. Glück im Unglück spannendes Drama mit einer großen Brandkatastrophe. 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