Nr. 95 Ter Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntag«. - Beilagen, viermal ivöchentlich SiebtnerZamiliendlätter zioeunal wöchentl.Nreir- blattsürdenNre^rSieben (Dienstag »ind freitags; Aiucunol monntl. Landwirtschaftliche Zeitfragen Hernivrech - AnfchUisse: iür die Redaktion 112, Berlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen: Anzclg r Gießen. Hnnabmc von Anzeigen für die Tagesnummer bi« vormittags 9 Uhr. Erster Blatt 162. Jahrgang Dienstag, 25. April 1912 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. vüdingen: Fernsprecher Nr. 269 Seschaftsstelle Bahnhofstraße 16a. Vezn q»vret s: monatIich7öVl.,viertel- iährlich Mk. 2.20; durch Abhole- il ZwelgsteUen u'.oiiatlich 65 Pf.; durch diePost Alk.2.— uicvtel- läbvl. ausschl. BeileUq. ZeileuprerS: lokal 15Pf^ auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Wocij. Peraiitivortlich für den politischen Teil: Augu't ißocq; für .Feuilleton", .Vermischtes" und .Ger ichtssaal-: K. 91cu- rach; für .Stadt nnd Land": 15.S5cb; für den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Die G m. b. h. in Hessen Zu ihrem 20jährigcn Jubiläum. Durch das Rcichsacsetz vom 20. April 1892 ist nach dem englischen Vorbild der Company limiled by shares mit der G. m. b. H. (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) eine neue Form der Handelsgesellschaft in Dcutsch- laiib einaeführt worden, die in der Mitte zwisck>en Aktiengesellschaft nnd offener Handelsgesellschaft stehen und deren Mängel vermeiden sollte. Der neuen Gesellschaftsform wurden die Recfttc einer Person verliehen; sic kann dingliche Werte erwerben und veräußern, klagen und Der klagt werden und gewährt den Gesellschaftern, obwohl sic sich eng an die Attiengesellschaft anlehnt, doch die leichtere Möglichkeit, sjch an der Geschäftsführung tatsächlich zu beteiligen, wie sie überhaupt für einen kleineren Per sonenkreis gedacht ist. Die Befreiung vom Aufsichtsrats- zwang und von dem Zwang einer Veröffentlichung ihrer Bilanzen (ausgenommen die Bankgesellscl asten), die Schaffung von 5OO-Mark-Anteilcn, hauptsächlich aber die sehr bequeme Gründungsärt geben ihr eine außerordentliche Beweglichkeit, auf der einen Seite ein Vorzug, der durchaus in unser leichter beschwingtes Zeitalter paßt, der andererseits aber bei der Juristenwelt Bedenken erregte und namentlich die angesehenen Handelsrcchtslehrer Goldschmidt und O. Bähr als entschiedene Gegner aus den Plan rief. Sie verlangten größere Garantien sowohl zum Schutz des Gesellschaftstapitals, als auch der Gcsellschafts- gläubiger. Wenn die verflossenen 20 Jahre diesen Pessimisten auch nicht so ganz Unrecht gaben, so hat doch nichts den gesunden Kern, der zweifellos in der G. m. b. H steckt, in seiner Entfaltung hemmen können. Im Gegenteil schaffte die mannigfache Anwendbarkeit der G. in. b. H. ihr eine mit den Jahren rapid steigende Beliebtheit beim Publikum, so daß selbst die kühnsten Erwartungen weit übertroffen wurden. Ten 162 Gesellschaften des ersten Jahres mit einem Gesellschaftskapital von noch nicht 70 Millionen Mk. standen nach der Statistik des Deutschen Reiches im Jahre 1911 bereits über 22 000 Gesellschaften mit über vier Milliarden Kapital gegenüber. Die G. m. b. H. hat die Alticngesellsct)aft nach der Zahl, wenn auch nicht nach dem Kapital, längst überflügelt. Sie macht vor keiner Unter» nehmnngsart Halt. Riesige Fabriken und Kaufhäuser Siern ens-Schuckert, Stumm) bedienen sich ihrer Form ebenso gern, wie Kleinkauf leutc und Gewerbetreibende, die von der' modernen Zeit zur Betriebsvergrößerung und Aufnahme fremden Kapitals gedrängt werden. Viele Unternehmungen wurden durch sie erst ermöglicht. Produktive Ideen, Patente, zukunftsreiche Bauterrains usw. finden in der G. m. b. H willige Förderer, und selbst das Gold, das Heldentenören in der Kehle sitzt, hat man mit der G. m. b. H. zu heben versucht. Kein Zweifel, daß sie mit dieser ihrer Anpassungsfähigkeit eine wirtschaftliche Mission ersten Ranges erfüllte. Jin Großherzogtum Hessen bestanden bereits im Herbst 1909 239 Gesellschaften m. b. H. mit einem Stammkapital von 51,9 Millionen Mark. Der Reinzugang 1910 und 1911 betrug 1910: 21 Gesellschaften mit 1.077 Mitt'. Mark, 1911: 27 Gesellschaften mit 18.751 Mitt'. Mark. Mau schätzt daher gewiß nicht sehr fehl, wenn man den heutigen Bestand der hessischen Gesellschaften mit beschr. Haftung auf rund 300 mit 75 Millionen Mark Stammkapital annimmt. In erster Linie sind es die Maschinen- unb Nahrungsmittelindustrie, die sich die neue Gesell- scl>astssorm zunutze gemacht haben, ebenso das Handels- gewcrbe. Schon 1909 entfielen auf diese Gewerbegruppen, denen sich die Industrie der Steine und Erde, die Metall- verarbeitung und die chemische Industrie anschließcn, folgende Kapitalien: ölafcbinemubuftrie 10,8 Mill. Mk. in 23 Gesellschaften NahrnugSinUiel 9,2 „ , , 32 „ Handelsgewerve 7,0 , , , 44 „ Steine und Erden 4,3 , , , 30 , Metallverarbeitung 2,2 „ . r 11 , Chemische Industrie 2,0 , „ , 14 „ An Konkursen murbeit 1910 sowohl wie 1911 je 3 gezählt. Das ist bei einem Bestaub von 300 Gesellschaften kein Mißverhältnis zu nennen, wenn auch die dabei zu iyall gebrachten Stammkapitalien 4 0 000 Mk. bzw. 530 000 Mark recht terhebliche waren. Dieser Tatbestand scheint dem Beschlüsse der Berliner .Handelskammer Recht zu geben, die sich soeben (Mitteil. 1912 Nr. 3) gegen jede Reform ober Aenderung des Gesetzes über die Gesellschaften m. b. H. ausgesprochen hat. Sie hält daran fest, daß es im Wesen dieser Gesellschaftsform liegt, die Ocffentlichkeit zur Kontrolle zu entbehren und daß es sich um ihr Lebensinteresse handelt, wenn man jede Erschwerung und Verteuerung der Gründung von ihr fernhält. Trotzdem ist der Kreis derer nicht klein, die weiter nach einer Abstellung einiger Mängel verlangen werden, besonders was die willkürliche Bewertung der Sacheinlagen anbetrifft. Ter Gesetzgeber icbod) dürfte in absehbarer Zeit dafür nicht zu haben sein. Cr hat nicht ohne Grund bestimmt, daß keine G. m. b. H. ohne den ausdrücklichen und ausführlick>en Zusatz „Gesellschaft mit beschränkter Haftung" firmieren und zeichnen darf. Er darf vom Publikum, das sich an geschäftlichen Unternehmungen beteiligt, allmählich dasselbe erwarten, was man vom englischen und amerikanischen Publikum erwartet: daß es bei seinem Tun die übliche kaufmännische Vorsicht und Sorgfalt walten läßt. Dasselbe dürfte für den Kreditgeber gelten. In der Tat hat auch die heutige Welt schon viel von der unglaublichen Naivität verloren, mit der man sich früher auf den geschäftlichen Vtarkt wagte. Außerdem ist die Bcrbandsorganisation der G. m. b. H. nicht ohne Erfolg bemüht, rechtzeitig gegen unsolide Gründungen Stellung zu nehmen, und in dem Umstande, daß die Geschäftsführer der Gesellschaft in den meisten Fällen selber Gesellschafter und mit Kapital beteiligt sind, liegt eine weitere Gewähr dafür, das; die Gesellschaften auf ebenen Dahnen wandeln. Auch das atterbcstc Handelsgesetz wird den Lcichtsertigen und Unvorsichtigen nicht vor Schaden schützen können. Darum lasse man die G. m. b. H. ruhig weiter ihren Weg gehen und Handel und Verkehr, die immer mehr aussclstaggebendc (H:werbszweige der deutschen Bevölkerung werden, noch umfassender wie bisher mit dem flüssigen Kapital der breiten Massen befruchten. Die Beratung der Wehrvorlagen im Reichstag. Der Reichstag hatte am gestrigen Montag endlich wieder einmal einen großen Tag, an dem nicht in erster Linie Parteiwünsche sich vordrängten. Für sich ist ja die Notwendigkeit, die Ausgaben für Heer und Flotte zu erhöhen, das Wachsen der allgemeinen Rüstungen nicht erfreulich. Dem entsprach auch der etwas zurückhaltende Ton der Kanzlerrede. Desto eindringlicher wirkte der überzeugungs- volle Beweis des Reichskanzlers, daß der Ausbau unserer Wehrkraft eine unumgängliche Staatsnotwendigteit sei, der weder die Regierung noch der Reichstag sich entziehen könnten. Herr v. Betbmann-Hottwcg vermied ie5 mit Recht, eine Kriegsgefahr an die Wand zu malen und er betonte es nachdrücklich, daß das Deutsche Reich keine kriegerischen Pläne verfolge und nicht daran denke, Händel zu suchen. Aber es gelte heute, die militärische Lage Europas, wie sie bestehe und sich fortentwickle, genau zu verfolgen und ihr ünsere Schlagfertigkeit anzupasscn. Die Erfahrungen des Jahres 1911 haben nachgewirkt. Deutschland tut nur das, was die Nachbarn rings herum sämtlich tun, und es hat bei seiner exponierten Lage, wie der Kanzler mit Recht darlegte, allen Anlaß, auf der Wacht zu sein. Wenn in der später folgenden Aussprache der sozialdemokratische Redner Abg. Haase spöttisch meinte, dergleichen pflegten auch die Sebanfeierrcbner vorzubringen, so wirb er im Volke die gegenteilige Wirkung hervorbringen, wie er sie erzeugen wollte. Man wird sich der Mahnung des eisernen Kanzlers erinnern und wissen, daß man mit der Regierungsvorlage auf dem rechten Wege ist. Der Kanzler stellte auch fest, daß Deutschland auch künftig, auf den Kops der Bevölkerung ausgerechnet, weniger Ausgaben für Heer und Flotte mache, als die anderen Völker. Wiederum machte der Abgeordnete Haase sehr wenig triftige Einwendungen. In anderen Ländern, meinte er, zahlten das die Wohlhabenden. Selbst wenn das wahr wäre, könnte Herr Haase damit die Staatsnotwendigkeit nicht bestreiten, daß wir mit den anderen Völkern Schritt halten müssen. Das hätte er nur betonen sollen, dann hätte er auch über die Kostendeckung etwas sagen können. Er rief: „Wehrlos wollen auch wir unser Volk nicht machen." Dagegen wurde von den übrigen Rednern sehr richtig hcrvorgehoben, wir würfen alle unsere Ausgaben für Heer und Flotte zum Fenster hinaus, wenn wir nicht für eine wirklich aus reichende Schlagfertigkeit sorgten. Im Budgctausschuß wird die Regierung, nach ihrer Ankündiguiig, über die Imilitärische und (politische Lage interessante Aufklärung zu geben haben. Was die beiden Staatssekretäre des .Heeres und der Marine gestern ausführten, war überzeugend, hielt sich von Uebertreibungen fern, bot aber zum großen Teil nicht viel Neues. Bemerkenswert waren die Ausführungen des Reichslchatzsekretärs, der die Rede des Kanzlers ergänzte und gleichfalls erttärte, die Einbringung der Erbschaftssteuervorlage habe auf endgültige Annahme jm Reichstag kaum rechnen können. Daß bei einer Stellungnahme, wie sie der sozialdemokratische Redner gestern einnahm, auf eine Mitwirkung der Sozialdemokratie schwerlich zu rechnen ist, ist ja allerdings klar. Wie die Erledigung der Deckungsfragc im Reichstag nun behandelt wird, darüber kann man sich schwer ein Bild machen. An Kritik wird es auf der Linken nicht fehlen. Ter Reichsschatzsekretär hat dem Empfinden der Mehrheit des deutschen Volkes Ausdruck gegeben, indem er ankündigte, neue Steuern auf den Massenverbrauch müßten künftig aus dem Spiele bleiben, dagegen sei die Einführung der Erbschaftssteuer im Sinne der früheren Rcichssinanzvorlage dcr Zukunft Vorbehalten. Der italienisch-türkische Krieg. Saloniki, 22. April. Infolge der Vervollständigung der Minenanlagen wurde die Zone vor den Befestigungen des Großen Cap auf eine Entfernung von drei Kilometern für alle Fahrzeuge gesperrt. Auch die Annäherung zu Lande ist untersagt. Auf Zuwider- handelnbc wird gefeuert. Nur das bcfamite Fahrwasser bleibt für von Pilotenschiffen geleitete Handelsschiffe ofen. Verkch Sstockunq m Konktantmope'. Wien, 22. April. Die „Neue Freie Presse" meldet aus K o n st a n t i n o p el : Der Hafen von Konstantinopel bietet einen nie gesehenen Anblick der Schiff- f a h r t s st o ck u n g. Bis heute ankern im Bosporus Handelsdampfer aller Flaggen. Die meisten führen Getreide, einige Mehl, Petroleum oder Kohlen, finden aber Gelegenheitskäufer, wodurch die Teuerung einigermaßen gemildert wird. Die Stadtverwaltung warnt vor Spekulation, und das Kriegsgericht bestraft die spekulative Verteuerung der Lebensrnittel. Ter österreichische Zucker, der infolge der Seesperre von li/2 auf sechs Piaster stieg, kommt auf der Donau an. 7000 Sack Mehl werden mit der anatolischen Bahn von Angora erwartet. Momentan herrscht kein Brotmangel, dagegen hört der F r c m d e n z u f l u ß fast vollständig auf. Die ägyptische Khedivial-Linie plant, die Passagiere für Konstantinopel in Dedsagätsch zu landen, doch trifft die Orientbahn selbst Anstalten, ihre Züge von Saloniki im Falle eines türkischen Angriffs auf Tedsagatsch auf dem Umwege über Badenia und Horcdschik hierher zu führen. Tie italienischen Angriffe vor Samos. Rom, 22. 2lpril. Tas „Giornale d Italia" veröffentlicht folgende Einzelheiten über die italienischen Angriffe vor Samos: Als der italienische Torpedoboots- zcrstörer „Ostro" vor dem Hafen von Vathy erschienen war, wurde die Besetzung des dortigen türkischen 2 t a t i on s s ch i ff es „I s kam ich" von einer Panik ergriffen und öffnete die Unterwasserventile des Schiffes, um es zu versenken. Tie Besatzung floh in die Stabt. Der „Ostro" gab darauf einen Schuß ab, der den Kiel der „Jskarnich" traf und schoß dann einen Torpedo ab, der den „Jskarnich" in die Luft sprengte. Schließlich traf ein genau gezielter Schuß den aus dem Wasser hervorsehcndcu Mast mit der türkischen Flagge. Tie Bevölkerung begrüßte das Vorgehen der Italiener mit den Rufen: Es lebe Italien! Es lebe Savoyen! Tie Italiener antworteten unter Schwenken ihrer Mützen mit dem Ruf: „Es lebe Samos!" Dann gab das italienische Panzerschiff „E m a n n e l e Filibcrto" 6 4 Schüsse gegen b ie türkische Kaserne ab, deren Flaggenmast mit der türkischen Flagge zerstört wurde. Vier Geschütze, die von den Türken gegen den Aufstand von Samos verwendet worden waren, wurden gebrauchsunfähig gemacht. Sodann wurden die vom Fürsten an Bord gesandten Beamten zur Niederholung der türkischen Flaggen und deren Uebergabe aufgefordert. Daraus wurden die Feindseligkeiten eingestellt und bekanntgegebcn, daß, wenn gegen die Bevölkerung mit Zwangsmaßrcgeln vorgegangen würde, die italienischen Schiffe das Bombardement wieder aufnehmen würden. Eine Antwort des Staatssekretärs von Kidrrlen-Wächler an Mannheimer Getreidehändler. Berlin, 22. April. Auf die Vorstellungen dcr Mannheimer Börse wegen der Benachteiligung des deutschen Getreidehandels durch die Schließung der Schiffahrt in den Dardanellen ist folgende Antwort des Staatssekretärs v. Kiderlcn bei dem Hansabund, der das Mannheimer Telegronim dem Auswärtigen Amte übermittelte, eingegangen: Auf Ihr Telegramm betreffend die Sperrung der Dardanellen erwidere ich Ihnen, daß D e u t s ch l a n d a l s n e u t r a l e M a ch t sich nicht in den Krieg Mischen zwei Großmächten cinnrifdieit kann. Die Regierung wird es sich indessen angelegen fein lassen, s-unt Schutze ber, deutschen Interessen je nach der Lage bet Verhältnisse geeignete Schritte zu tun. Deutsches Reich. In der Sitzung bes Bubgetausschusses des preußischen Ab- georbnetenhauses wurde von der Staatsregierung feftgefteUt, baß bic Oberversicherungsämter in Preußen bestimmt am 1. Juli in Funktion treten. Ob biefer Terimn hinsichtlich der Versicherungsämter festgesetzt werden kann, ließe sich zurzeit noch nicht übersehen. Ausland. Aus Madrid wird zu den französisch-spanischen Verhandlungen gemeldet: Ter Vermittlungsvorschlag Englands geht dahin, das Spanien an Frankreich ein großes Gebiet in Mergatc abtreten möge Tafür soll Frankreich seine Ansprüche in der Gegend von Jfni vermindern. Anfragen im englischen Unterhaus. London, 22. Llpril. Jm Unterhaus erflärtc in Beantwortung verschiedener Anfragen Handelsminister Buxton, es seien sofort Schritte unternommen worden, daß sich ein Untersuchungsausschuß bilde, der mit der peinlichsten Sorgfalt die Ursachen des Unterganges der „Titanic" feststellen solle. Angesichts des außergewöhnlichen (£rnfte5 des Ereignisses hält der Minister die S o n b e r e t n e n n u n g eines Mannes von hoher j u r i st i s ch e r B e b e u t n n g für geboten, bet unterstützt durch Beisitzer ein unabhängiges Untersuchungsgericht jn bilden haben würbe. Inzwischen halte ber Beirat für b i e Handelsschisfahrt Sitzungen ab zur Beratung vetschiebener Mißstände, die bei der Katastrophe zutage getreten seien. Sobald er die Ergebnisse des UnterfuchungsaussclnlsseS und des Beirates für die .Handelsschiffahrt erhalten habe, werde er dem Haufe mitteilen können, ob eine weitere Untersuchung durch den Ausschuß oder den Beirat nötig ist, ober ob bic Untersuchung einen nationalen oder internationalen Charakter zu tragen habe. Auf eine Anfrage wegen Schließung ber Turbane l l e n erklärte Parlamentsuntersekretär Aclans , wenn England auch in ber Mitteilung an bic türkische Regierung das Recht ber Türkei anerkannte, Maßregeln zur Selbstveneibigung zu ergreifen, so drückte es bock bic Hoffnung aus, baß bic türkische Regierung eine Möglichkeit ausfindig mache, nm bic Durchfahrt burch bic Darbanellen für ben fremden Handel möglichst bald wieder zu eröffnen. Mit Rücksicht auf den großen Schaden, der ber Hanbelsschiffahrt burch bic Schließung der Dardanellen verursacht werde, habe man Grund zu bet Annahme, baß bie Türkei sich der Wichtigkeit biefer Frage voll bewußt fei, aber unter ben obroaltcnben Umständen keine Zusicherung abgeben könne. Jm weiteren Verlaus der Sitzung gab Handelsminister Bur - ton bekannt, daß Lord Morsep, der Expräsident der Admiralitätsabteilung des oberiten Gerichtshofes, mit der Untersuchung des Unglücks der „Titanic" beauftragt fei. Er werde Vollmacht erhalten, Zeugen vorzuladen. Tas Zeugnis von Passagieren werde, wenn erforderlich, in ben Vet einigten Staaten abgenommen. Die White-Star-Gesellschaft verbürge sich, daß alle Mitglieder ber Besatzung ber „Titanic", deren Zeugenaussagen von dem Gerichtshof für notwendig erachtet werden sollten, persönlich erscheinen. Die $ranffurter Universität gesichert! Frankfurt a. M., 22. April. In der heutigen Beschlußfassung über die Universitätsfragc wurde nach dreistündiger Erörterung in namentlicher Abstimmung die Ma- gistratsvorlagemit43 gegen 26 Stimmen an- Eisenteile zerrissen. ür der ander das roeue :ucccr zu weiterhin tatenlos jufenen, Schaffung einer italienischen Luftflotte. Rom, 22. Avril. Der König stiftete 100 00 0 L i r» die Subskription zur Schaffung einer Luftflotte. Der Ertrag Subskription übersteigt nunmehr eine Million Lire. Au» Stadt und Land. Wiegen, 23. April 1912. Jugerrdwchr. Landkreis tiießtn. --- Heuchelheim, 22. April. In der sesrltch ge. schmückten Kirche wurden 63 Kinder konfirmiert, und zwar 31 Mädchen und 32 Knaben. Am Nachmittag unter- nahmen die Kinder einen gemeinsainen Ausflug nach dem Kloster Altenberg a. d. Lahn. Berlin, 23. April. In der Nähe von GatterSlebe» liei Quedlinburg ging aus noch nicht aufgeklärter Ursache geltem nachmittag ein Ballon nieder, dessen drei Insassen aus em« Höhe von 15 Metern abstürzten. Der eine von ihnen, Lberleutnanr v. Bülow vom 172. Jn.anterieregiment, erlitt schwere Verletzungen, leichtere dec Leutnant Mechalt vom 173. Infanterieregiment. T« Ballonführer kam mit leichten Quetschungen davon. ratter Sand in Land gehen. Persönlic^r Mut srrengsre Wahrheitsliebe, Verantwortungsgefühl, Selbstzucht, Käme radschast, Hilfsbereitschaft in allen Lagen, Achtung vor dem Alter, Bescheidenheit gegen Erwachsene, ritterliches Benetz men gegen jedermann sollen wachgerufen und genährt Spiele veranstalten. Mu I Einwirkung au, den Eha^ Ibrikanten über. der Brenner herbeizusübren. (Seinem Vertrag mit bet : Xtutjajen Landwirtschastsgesellschait zwecks Förderung der Saatzucht und der Saatenanerkennung wurde zugestimmt. - , e, ,etZ band der Friseure von Lessen u n b 91 ass au tagte heute hier. S v a n g - Darmstadt erstattete den Bericht über die bisherige Arbeit, nach dem verschiedene Innungen neu gebildet wurden und einige Gründungen in Aussicht stehen. Ter Verband besteht jetzt aus 550 Mitgliedern. Es wurden verschiedene Anträge beraten, von denen heroorzuheben ist, daß der Landesverband für den obligatorischen Besuch der Fachschule und ferner dahin wirken soll, daß diese Unterrichtszeit für die Stunden der Fortbildungs- schule angerechnet werden soll, überhaupt sollen die ^achichulen den Fortblldungsschulen gleichgestellt werden. Auch für die weiblichen Lehrlinge soll eine Lehrzeit von drei Jahren festgesetzt werden. Es soll ferner für gleichmäßige Prüfungsbestimmungen in Stadt und Land eingetreten werden, auch eine genaue Ron- trolle stattiinden, ob alle Lehrlinge zur Prüfung anaehalten wer- den. Mit allen Mitteln soll dahin gearbeitet werden, daß die Sonntagsarbeit im Lande einheitlich geregelt wird^ bezw. daß mittags 12 Uhr geschlossen wird. Üblich soll noch gegen die vielfach bei den Banken, den Reichs- und Staatsanstalten begehenden Bezüge von Toilett- und kosmetischen Artikeln vor- gegangen werden. Ter Verbandsvorstand wurde wiedergewahlt. »'Eigentümer gesucht. Am Sonntag wurde am Sel- lersweg ein Tamenfahrrad^ Marke MarS, mit Fabrlk^Nr. 150 507 herrenlos aufgesunden. Xie Eigentümerin kann das Rad auf der Kriminalabteilung des Polizeiamts in Empfang nehmen. ommen. Tie dichtgefüllte Galerie begrüßte das Ergebnis mit lautem Beifall und der Vorsitzende -LT^T.X^* ?e b e n bemerkte, daß die Stadtvertretung noch leitn einen Beschluß von so weittragender Bedeutung gefaßt habe wie heute. Er hoffe, daß der Beschluß der Stadt zum Segen 8CTEi1nnb2CSe'rahlng vertrat Stadt». Dr. Heilbrunn die Anträge der Ausschußmehrheit, d?e auf Annahme der Magistratsvortage lauteten Für die lortschrittttche Volk p. Tr Bruck, für die nationallw. Partei Stabt».”» Lasault und für die Mittelstänbler Stabto känivs für die Universitätsgrundung, wahrend für .die Sozialdemokraten Stadtv. Heide n gegen die Universitats- rrunduna sprach Gegen die Magistratsvorlage ftimmten mit den 22 sozialdemokratischen Stadtverordneten vier tfort- fl6ntmit' bem gestrigen B-schlust der Frankfurter Stabt- Verorbneten-Bersamnilung kann bas Zustandekommen der Univerjitat Frankfurt als gc>.chcrt angesehenwerden b- der Vorlage eine Verständigung des Magistrats mit der preußischen Staatsregierung vorausgegangen ist, so ooü Nr Errichtung der neuen Universität durch komgl,ch Verordnung nicht mehr zu zweifeln ist. Tie Franksurt benachbarten Universitäten werden die Neuarundung am meisten spüren. Soweit Gießen hierbei in Frage kommt darf erwartet werden, daß es der Migfeit ber Staat regierung für den Ausbau unserer Universität in Verbm düng nett den Bemühungen der Stadtverwaltung und unter Mithilfe anderer Körperschafien gelingen wird, die Schädigung unserer Landesuniver sitat ab- ' uwenden. Mit den neuen Kliniksbauten, .oem Lupus- heim und dem Unsallkrankenhaus ist in dieser Richtung ein verbeißungsvoller Anfang gemacht worden. ~ Zünsler Deutscher voltrhochschultag. -8- Frankfurt a. M., 21. April. Im Gebäude der Akademie für Sozial- und Handelswissew schäften findet zurzeit unter dem Vorsitz des Rektors Prosefior Dr. Panzer (Frankfurt a. M.) der 5. deutsche VolkS-Hochichiu- tag statt, der von zahlreichen Vertretern des In- und Ausland« besucht ist. An erster Stelle sprach Professor Dr. Natorv (Marburg) über die Aufnahme des VolkSbildungSweiene als Lehrfach an den Universitäten. Das tiefere Durchdringen der Nation mit wissenschaftlicher Forschung und Lehre sei S.u erstreben, wobei Wissenschaft und schaffende Arbeit in engster Wechselt,ezichE zueinander stehen müssen. DaS gesamte Bildungswesen eincr einheitlichen Grundlegung. Universität und BolkSscylrn müssen sich zu nähern suchen. Unsere Universitäten dürfen man nur Forschungsinstitute, sondern sie müssen auch Lehranstauen sein. Daher müssen sie enge Fühlung mit Technik, Landet' Gewerbe und Kunst nehmen. Die Aussprache ergab, daß haup» iddilidi die Vertreter aus Frankfurt für den Natorpschcn BorsäML eintraten. Von einer Beschlußfassung wurde Abstand acnommei ■ Dann sprach Professor Dr. Joseph (Wien) über dw bei den volkstümlichen Lochschulkursen. Er verlangte hauptW»' lich eine Erweiterung der Fragen auf den Zählkarten. — •Mai einer längeren Aussprache wurden die Verhandlungen vertagt. --Düdelsheim. 21. April. Als heute morgen daS Dienstmädchen des Pfarrers Becker die Küche betrat wurde es qeiuahr, daß Einbrecher während der Nacht dem Pfarrhause einen Besuch adgestattet hatten. Cie ro«rtw oom Garten auS durch ein Fenster zu der im ersten --tock. werke gelegenen Küche und Vorratskammer gelangt, woselbst ihnen Fleisch- und Wurstoorräte, Eier und andere Eßwaren in die Hände gefallen waren. Auch Geld und Wäschestücke haben sie ans dem angrenzenden Wohnzimmer mitgenommen, nm bann auf dem gekommenen Wege wieder zu verschwinden. Ter Pfarrer, der mit feiner Familie im zweiten Llockwerke - — ..... - .....Die Gendarmerie Kreis Büdingen. ? Büdingen, 22. April. Die am Pfaffenwald gelegene B i l l a des Rentners Griesmann ging für den Preis von 30000 Mk in den Besitz eines Fr an Nur ter Fa- Wir erhalten folgende Zuschrift . : Jugendwehr, Jungdeutschland heißt jetzt aNortz die , Parole Mancher schüttelt den Kopf: „Beneidet bvch um , unsere Wehrkraft uns die Welt, wir brauchen nicht gleich den Franzosen Kranke und -schwarze rn ben Dienst 5 stellen und zahlreich sind schon die Vereine zur Unterha tung, Belehriing, Stärkung der Jugend. Sollte da» Nicht genügen?" Nein, es genügt nicht, - erwidern welterfahrene Männer wie General v. d. Goltz, Feldmarschall.Graf Haeseler. Und mit Recht. Der preußische Volksschul Mirer, sagt man, hat den Krieg 1866 gewonnen. Aber Bildung allein schafft kein wehrhaft Geschlecht. Körperliche Kraft und Gesundheit muß die Grundlage bilden. Aber rm gleichen Schritt, wie Deutschlands Industrialisierung toad)ft, nimmt ab der Prozentsatz der zum Militärdienst Dauglichen. Viel zu wenig ist bisher geschehen, um diesem Uebelstand ent- qegenzuwirken. Die Turnvereine haben last allein diesen Kampf geführt, aber sie umfassen noch nicht ein Fünftel Der Jünglinge. Die Bestrebungen auf Geistes- und Korpe^- bildung schritten fast fremd nebeneinander her, statt sich die Hand zu reichen in Beherzigung ber alten Forderung. Gesunder Geist in gesundem Körper. Besserung tut bitter not. Aber auf welchem Wege ist sie erreichbar? Ta gibt es keinen ausgetretenen Weg. Pfadfinder brauchen wir in allen Ständen und Schichten des Volkes unter Mannern und Frauen, damit unsere Jugend bet harter Berufsarbeit doch in steter Berührung mit dem heimatlichen Boden, Geist und Körper frisch erhalte. Wurzelt doch selbst d e Landjugend nicht mehr so fest m der Scholle wie vor 100 Fahren. All seine Nahrung und Kleidung erzeugte der Bauer sich selbst, seinen Löffel und Pflug schnitzte er aus eigenem Holze, öttrmesgebräuche fesselten Den Burschen ans Heimatdorf, dessen Geschichte die Alten ihn lehrten beim jährlichen Ärenzbegang. Heute heißt cs neue Bande knüpfen zwischen der Jugend und ihrem Heimatlande. tur- hesftschen Städtchen Hünfeld wurden statische Oedland» flämen unter Leitung eines Försters von Schulllas,en ausgeforstet. Mit wahrer Begeisterung widmeten Volts- und Gymnasiumschüler sich der Arbeit und aufmerksam beobachten sie jetzt das Wachsen ihrer Bäumchen; sie smd dadurch aleichsam selbst mit dem Boden verwachsen, nehmen Einblick in einen fremden Beruf bei Arbeit im Freien. Aber zahlreich sind die Wege, die zum Ziele fuhren. Mächtig emporgeblüht ist unser Voll. Aber das Feuer dieser Entwialung hat Schlacken abgesetzt und Neider unseres Aufschwungs stehen ringsum. Frohlockend erspähen sie jedes Zeichen der Entkräftung in Entzweiung unseres Volks. Nicht fern vielleicht ist der Augenblick, wo der Feind glaubt den Sprung wagen zu dürfen. Er finde cm lern» bastes Jungdeutschland, siegreicher Vorfahren wert. Darum, deutsche Jünglinge, drängt Euch zur Jugcnd- wehr die auf Wehrhaftigkeit hinarbeitet. Achnliche Einrichtungen bestehen schon lange in den meisten Staaten; in Frankreich, England, Schweden, Schweiz, Jcchan. Man könnte behaupten, daß alle Staaten für die bei ihnen geschaffenen Wehrkrasteinrichtungen mehr oder weniger tris» tiac Gründe hätten. Man wird auf den Rückgang der Bevölkerungszahl in Frankreich, aus die Mängel des Mittz- sustemS in England, der Schweiz und Schweden Hinweisen. Wenn wir aber nach dem fernen Osten sehen, dorthin, wo vor ein paar Jahren ein strebsames und wehrkraftiges Volk sich zur Großmachtstellung erhoben hat, so können wir wahrnehmen, daß auch ein Land mit allgemeiner Wchr- pflicht und mit steigender Volkszahl freiwillig die gleichen Wege geht, die Frankreich gezwungenermaßen in den Letzten Jahren eingeschlagen hat. Dieses Land heißt Japan, sollen wir auf diese Vorteile verzichten, wir, die wir gezwungen sind, ein starkes, schlagierttgcS Heer zu unterhalten zum Schutze unseres Vaterlandes, das keine natürlichen Grenzen besitzt, wie die Engländer das weite Meer zum Schutze haben? Sollen wir weiterhin tatenlos zusehen, wie der Stabsarzt alljährlich bedenklich das Haupt schüttelt über die große Zahl der Untauglichen und wie Diele Tauglichen haben nicht in ohnmächttgem Zorn die Zahne zufammengcbijsen im vollen Bewußtsein der lächerlichen Rolle, die sie dank ihres schlappen Körpers inmitten der Kameraden spielten. Besondere Bedingungen zum Eintritt in die Jugendwehr werden nicht gestellt; nur eine Eigenschaft muß der Eintretende nutbringen: einen offenen Sinn rür körperliche und moralische Ausbildung, den gesunden Ehrgeiz ein „ganzer Kerl" zu sein oder es werden zu wollen. Mit allen Vereinen, die ähnliche Ziele anslreben, wird die Fugendwehr ein kameradschaftliches Verhältnis anbahnen, vielleicht läßt es sich sogar ermöglichen, daß die Vereine sich gegenseitig in Der verschiedensten Weise aushelfen. Die jugendwehr wird m der Hauptsache Wanderungen veranstalten u>id hiermit Hebungen im Kanenlesen, Zurecht- jntDcn im Gelände, Entfernungsschätzen, Augengewvhnung. Ucberminbcn von Hindernissen, S.-^" bei körperlichen Erziehung soll die Einwinung au, Und Ihr, Ihr Kelteren, erinnert Euch, der Freude, die kriegerisches Sprel einst Euch boten. Seid der Jugend nicht nur strenge Lehrmeister, sondern auch Freunde. „In der Jugend ists Jungsein lncht, „ Schwerer — und schöner, wenns 5>aar sich bleicht. Arbeiten wir vereint an Deutschlands Wehr zu Deutsch- ,. . Ghr (Val Ausruf.) Die erste Zusammenkunft der schlief, hat nichts Verdächtiges vernommen. Nießener Jugendwehr soll für Schüler am nächsten Samstag ^nnte mit dem mitgebrachten Polizeihunde ferne Hdicre epur nachmittag 6 Uhr und für schon im Berufsleben stehende ü0n bcn Tätern ausfindig machen, da die Spur inzwischen junge Leute am Sonntag nachmittag 3Vr Uhr stattfinden. i)ur^ b,e Die(en Besucher des Gottesdienstes m der naher Stephan. ^,^che allzu sehr verwischt war. r « cx-tun n. - Bingenheim, 22. April. Nachdem verfloftenen •• Nationalflngspende. In GeschastSsteNe ber q^öfete Teil unserer Gemarkung mit einer Dren- aingen bis jetzt folgende Beträge cm: Generalleutnant z. D. versehen wurde, werden gegenwärtig die Venne,sungs- Klingelböffer Mk. 50,-, Prof. St. Mk. 100,-; zusammen I ^en zur Feldbereinigung vorgenommen und Mk 150__. sollen die Bereinigungsarbeiten ncrch dreien Herbst nach ' •• Zurückgekehrt. Geh. Hofrat Prof. Tr. Hansen Abemtung ber Grundstücke beginnen. tn von seiner Studienreise nach Ceylon zurückgekehrt. KrciS FrirDbrrg. ** Für die Sitzung der Stadtverordneten- L. Friedberg, 22. April. Heute abend fand die Versammlung D o n n e rs ta g nachmittag 4 Uhr ist Eröffnung des neuen Schuljahres in unserem Zehrer folgende Tagesordung ausgestellt worden: 1. Mittei- seminar statt. In der Durnhalle veriammelten fich bav jungen 2. ^augesuch des Peter Kronenberg für Süd- Lehrerkollegium und die vier Klassen des ^miuais^ Di- Anluae 7 3 Baug.'such des Heinrich Winn für den Schiffen- cektor Schäfer hielt eine Ansprache und stellte den neu beraer Wea 4. Baugesuch des Heilstättenvereins zur ©r- eintretenben ersten Musiklehrer Hocker vor. ricktuna eines Lupusheims. 5. Baugesuch bes Cuno Borst null ur.D •;ijcini}c11cn für die^Johanesstraße. 6. Erbauung einer Automobilhalle — Mainz, 22. April. Der durch den sog. Schapiro- hofmannstraße 1 durch Georg Throm. 7. Einfriedigungen d^zeß bekannt gewordene Beigeordnete,.Berndt hat lich um der Hock)- und Tiefbaugesellschaft an der Marburger Straße. 6teQe cineS besoldeten Stadtrats m Berlin be- 8. Anbringung eines Tores?udwigftraße 57, Karl Klingel- meßet. 9. Anbringung eines Firmenschildes Bahnhof- , Dingen, 22 April. Tie heutige Sitzung der Stadt- straße 29 durch die Firma J. Jttmann 10 veror dnetenv er sammln ng hier beschäftigte sich mit der des Platzes vor der Universitätsbibliothek. 11. Gesuch des - derReinigungundSpülungderTrinkgefane Julius Körner um Erlaubnis zur Benutzung des Trottoirs \fn ^n Wirtschaften. Man hielt nicht für angang-G vor dem Cafe Astoria zu Wirtschaftszwecken. 12. Befestt- ^ß ein mit Wasser gefüllter Zuber für die ^ung verendet wiid qung des Bürgersteigs in der Ost-Anlage zwischen £anb- unb beschloß, daß zu diesem Zweck fließendes W »01^611 arafenftrafie und Walltor. 13. Umgestaltung der Ludwig- sein muß. Falls es emem Wir e schwierig ist, d^ nE Einrichtung Oe l4 öOiähtiae Jubelfeier des Turngaues Lessen u treffen, kann er der Polizei enuSperrichtung vor- s E--ichtun^°iLs ^J»hn.Denkm»ls. des fdXagen. Der wu-d°df—- 19. Das städtische Haus Walltorftraße 9. 20. Teilnahme Stück aus.veisl, gegen das Jahr 1910 eine Abnahme von von Schülerinnen der VoUsschule am Hausha.tunbuunter- 16G2 Stück = 0,73 Prozent. Dieses Ergebnis ist ein Beweis richt der Aliceschule. 21. Anschaffung eines Klaviers für ba;ür bag sich der Bezirk Wiesbaden sehr gut gehalten hat, da er den Turnunterricht an ber S.abtrnäbchenschule. 22. Se» unler den übrigen Regierungsbezirken tn JCreußcn hinfichllich schafsunq von Bureauräumen für bie ftäbtifche Verwaltung, der Abnahme bes Bestandes erst dw zehnte Stelle einmmmt, vor ' " M ä n n e r - T u r n v e r e i n. Am Sonntag hielt der ihm stehen die Regierungsbezirke: Magdeburg Mer,eburg, Kaßel, M>T -V sein Anturnen ab, das sehr gut bejuajt war. Es Potsdam, Hlldesheim, ^ußeldors, Erfurt, Liegmtz und Köln, traten insgesamt 46 Turner zum friedlichen Wettkampfe an, w. Wiesbaden, 22. April. . ^^ikant und ^inmcrzlen die alle die vorgeschriebene Mindestpunktzahl erreichten. Teil^ rat Bernhard Muller, der ^ochl des Begrunt^rs der besannt n weise wurden sehr gute Leistungen gezeigt. Tie Frauenabtei- Sektfirma Matthaus Müllei lung veranstaltete in der Halie ein Schauturnen, das großen i«hre gestorben. Der Verswrbene war Ehrenbürger oer öuxot Beiiall sand Abends turnten bei der Familienzusammen- Eltville. w - OQ kunft die Frauenabteilung Keulenübungen und Freiübungen, = Ar iesbaden, Ll April^ Am Sonntag, L8- Amck. wird ' sowie am hochgestellten Pferd. Tie Ausführungen waren lehr die Deutsche Gesellschaft ^r Kaufmanns Erholung 1 gut, bie Hebungen sehr schwierig. Tie aktiven Turner zeigten Heime die Grund, temlegung ihres> d- "en1 He imeS feiern, 1 mit einer Riege diejenigen Gewandtheitsübungen, die von Der das unweit Wiesbaoens, wenige Minuten von Der Station t Musterriege d?s Gaues Hessen nächstes Jahr beim Deutschen Cha usse eh aus entfernt,, errichtet ,nnrd. Es, ifl Türmest in Leipzig geturnt werden sollen. Ter erste Sprecher für den Idealismus und ben sozialen Sinn der beutf®en. ftauimann» Rechtsanwalt K auimann begrüßte bie Erschienenen und fpr- schäft unb der Industrie, baß der Appell an.^ ^^arbnt zu diese» bette alle zur tätigen Mitarbeit für das Jubiläums-Gauturnfest Wohlfahrtszwecke einen ,0 mächtigen ^berbali gemno^n hat. . auf, worauf der erste Turnwart, Kaufmann K. F ijs die Preis- Wenige Monate nach der Begründung dn^Gesellschaft wmite bv« Verteilung vornahm. Geturnt wurde in Drei Stufen. I. In reits mck dem Bau mehrerer Heime und z^r in ^alzhau^ der Obe^r stufe wurde Hans Thöt, zurzeit Soldat, Ehren- und in Traun,t ein int bayerischen Hochgebirge begonnen wev sieaer 1. Sckstiler Kar l Bernhard, 2. Paul Langer, 3 Willy I den, ein viertes wird bereits am 12. Mai in MiSdroy an ber Gerhardt, 4. Gefreiter Adolf Braunnagcl, 5. Muske'ier Michael Ostsee eröffnet. . , . h Treiber II. In der Mittelstufe wurde 1. HanS Ber- ro. Biebrich, 22. Aprck. Der Magisttat hat an dem Re» linahofs, 2 O Bernhardt, 3. E. Fleck, 4. E. Botz, 5. L gierungspräsidenten den Antrag gerichtet, auf Giwnd der Para Töl? 6 C. Bölke, 7. E. Hebstreit, 8. W. Fahrenback). III. In graphen 1 und 2 des Zweckverbandsgefetzes die. Dckdung em^ dec Ü n t er st uf« wurde I.K. Leisler, 2. Schu.er R, Werner, Zw c ck v er b u n d - S mit Wiesbaden -ml-rt-n wollen. 3 W Listmann, 4. A. Biedenkapp, 5. H. Luft, 6. Schüler Bruno Dem Antrag wurde eine Tenlichrut bcigegeben. Fix, Karl Euler, 8. W. Kraft, 9. H. Seibel, 10. E. Söhnet, . --------------------- — = 11 A. Kuhnd, 12. A. Schädlich, W Führer, 14. O. Badum, Lustichiffahrt. 15. R. Jlgner und K. Zimmer. ^6. W. Lttpper, 17 Schuler 2 ”• N°r efnfi Gr°u,"22°'M^BÄ 2^s' Tewald, 24. Ld Friedrichshafen, 22. April Das _ "-Undings s-M Hildebrandt 2o W Pauli, 26. W. Hainer, 27. Schüler Aug. gestellte Zevvelin-Luftfchifs „L. Z. 12 ist in der letzten Ze Dechel 28 Aug Doschd 29. W. Hofmann, 30. Schüler E. Pfeiffer iür militärische Zwe ck e u m ö.ebautworden und M letzt >^nb 31 Adolf Techel. Nach der Preisverteilimg kam auch Die ilugbereit 3fur bie ««ÖUfn bu crflc tn ®C0Cn Jugend durch ein Tänzchen zu ihrem Rechtz wart eines militärischen Rates geplant. ** Ter Vorstand der Hessischen Landwirt- schaftskammer hielt am Montag in T a r m st a d t seine Unfall eines englischen Luftschiffes. 73. Sitzung ab, in der zunächst der Hauptvoranschlag genehmigt Aldershot, 22. April. Das Militärluftschiff „Gamma wurde, weiter wurde die Tagesordnung für die nächste Ha u 01» Oon Farnborough nach London und umkreiste die St^ Pauls- Versammlung festgesetzt, für bie die Zeck zwischen Vunme> ^thedrale. Als es nach der Halle in Farnborough zuruckkehrte , sahrtstag und Pfingsten vorgesehen ist. Eingehend wurde die Aus- mit dem Militärlustsckiff „Beta", das gerade aus der Hebung der sog. Liebesgabe" im Brennereigewerbe zwecks yäung ^Qtlc ge5ta(^t worden war, zusammen. „Beta" wurde bei dem der Wehrsteuer besprochen und beschlossen, demnächst eine Aussprache ^xrsuckb der „Gamma" auszuweichen, stark beschädigt, aic bet Brenner herbeizufübren. Seinem Vertrag mit der Deutschen wurde durch die an der Seite der Halle hervorstehenden ipuröc e'"e ■ Unter vol i ;x'ir,Lr''Arbeit' Die öeull'che Ielrani Es wird em Knoi ttnoi H Knoi H ^noi ^den Tag für 1V P "ur mit SltO Nach dem Urteil Knor I -’ontag I litnStog Mittwoch TonnerStag Freitag connabenb 1 Sonntag fischen L Rathaus gelai ,'L tuW! . E( R oü kl-K” ^•r|in einmütig bereit t En. Lick könne neb ^‘gung der in Frage kc -■ Sicherheit gerechnet Llichrs Bild von bei fntiDtrß und von seine »•'yittoiife geben und r-Äne für das vandwe ;.y mlgenbe Entschlt Lie Bersammlunc Innung .'Das deulf vj allgemeinen Progr LbeitsM-schub bie w ^ilttvoch srüi Mor)|tt=g IMuiS lm Ausschr Fluhhcchi ^otznngc ^ischeBjjg Wh Lich ZI ioo et Pilo Stoffarben Cremefarben flüinn und in Paketen In« Stärke, Borax Glanzitärkc Favcllwasser lll. Tie vorläufigen Ergebnisse ählung vom 1. Tezembri )er Rindviehbesiand im Re- 1911 einen GesamkbeslanL ihr 1910 eine Abnahme von !s Ergebnis ist ein Beweir sehr gut gehalten tot, da er :en in Preußen yinsichlliä, zehnte Stelle einnimmi, vor Lgdebura, Merseburg, Kassel, csurt, Liegnib und Mn. Fabrikant und Kommerzien es Begründers der tefamucn ille, ist hier im 71 2tbtn-y Ivar Ehrenbürger der «labt in Sonntag, 28 Avril, wird fmanns-Erholnngs' »ritten Hermes 1 icc nuten von der Statioi wird. Es ck an Bem nnderdEmstaulmM iXtoarbdilubi«™ t Äiderhali gemden , der Gesellschaft konnte bo nd zwar in Salz Haus" i Lochgebirge begonnen w 2. Mi in Wdrov °n ’ÄX’ä»' rtwfc »Stans * I. __--- ---' ahrt. gillbbi“*1*1" ®,i9' uub £j* ** « ®elb urt ”"b" i« ri* iui z. Ocrlft)iDinben » Ä‘”> •ÄS5 aC hnblC ^tlneh'ungv fl vorgenommen und J* H-'bst nach fl- Me abend sand die m unserem Lehrer- ? des Seminars. ielngc>,cn. >uiÄ den soa. Schapiro« Vecnbt hat sich um dtratö in Berlin be- llige Sitzung der Stadt, er beschäftigte sich mit der ung der Trinkgesäß: elt es nicht für angängig, die Spülung verwendet wird ießendrs Wasser vorhanden rig ist, die neue Einrichtung ndere Svülvonichtung vor- mmig gefaßt. laut. ;'«Ä s?; ^tla W w^be.b? S -erte oer e»i^‘“te2“ooÄ il.tf tl I OE tfui‘“[/„nb/Ä rät ^l(1L ^1"»wfl'fhtM’üi' äS>;SÄ““ioi. Altenburger Geld-Lose Ziehung am 4. u. 6. Mai. Tarmit. Schlofisreib.-Lose Ziehung am 15. Mai. bei Buchacker, Neuen Baue 11 (w Mittwoch früh 9 Uhr treffen ein kdliGt-AMALW» im Ausschnitt Pfd. 22 Pfg. Fluhhechte Pfd. 80 Pfg. Rotzungen Pfd. 40 Pfg. D'e Dardanellenfraoe London, 23. ylpril. Die Pforte hat auf Vorstellunyen von England, Rußland, Bulgarien und Rumänien in Aussicht gestellt, die Dardanellen wieder für die Schiffahrt zu öffnen. Italien wird, wie England der Pforte versichert hat, vorläufig keinen Angriff auf die Dardanellen unternehmen. . Wenn Sie von hartnäckigen Flechten, juckenden Hautauöschlägen nsw. gevlagt sind, so da; der Hautreiz Sie nicht schlafen läßt, bringt Ihnen Zuckers ..Lalndcrma" rasche Hilfe " AerztUch warnt emvf. Dose 50 Pf. u. 1 M. (stärkste Form» bet W. Kilbing-r, SelterS- iueii 79a, A. Nv.t, Babnhof- itr 51, Ernst - oll, Drog., E.Seibel,.Frankfurt. Str.39, Ctto Schaaf, Seltersweg 39 181"/,) Jede Plättansta^t macht eine PatentpLMtmasebtne von der Feriter Wiieherei-Has chin enfabrik Rtunsch & Hammer 75008t.im Betriebe. FOHtLL. 163 Offerte koatenlo*. Zur momentanen BedarsSzeit empfehle in garantiert sortenechter und zuverlässiger Saat: Blumen- u. Gemüsesamen, Grasfamen für Zierrasen u. Wicsenanlagen, Elite- Runkelrüben, ttlccsamen, garantiert feidefrei, als: Rotklee, Weißklee, Gelbklce, Lchwcdentlee und Luzerne. Naumanns Dünger Heinr. Hahn Samenhandlung Kirchwtraße 13 (28121 Telephon 403 70—79 Pfund 65'- Psg, 80—89 Prund 64 Pfg. mtd 90 und mehr Pfund 61 Pfg. je Pfund. 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ArchitcNenbund und die Berliner ©perntjaustrage. O Berlin, 20. April. Der Bund deutscher Architekten nahm am SamStag in einer c.uf Antrag der Lrlsgntppen Berlin, Köln, damburg, Dresden, sioblenz und Essen cinberufenen außerordcntlickLN^vauptvcrsamm' hing, die im Papierhaus zu Berlin stattfand, Stellung zu der .rage des neuen Opernhauses in Berlin Nach einem Vortrag i ö Architekten Hoffmann (Berlin), in dem er eine kurze Ileberiick t gab und die seitherigen Entwürfe als toenig bedeutend 1 ezeichnete, wurde eine Entschliesiung angenommen, in der es n a hei fit: „Unter voller Würdigung der Summe künstlerischer und technischer Arbeit, welche in den Entivürsen ihren Niederschlag fffunben hat, glaubt der Bund doch, dafi es einer weiteren günstigen < ntwickelung der für das gesamte deutsche Kunstlcben bedeutsamen cmangelegcnheit in hohem Maße förderlich sein würde, wenn i! der deutsckien Architektenschoft Gelegenheit geiwten wäre, auch loch andere Ideen vorzuschlagen. Er spricht deshalb den Wunsch nls, es möge seinen Mitglieoern gestattet sein, auf Gründ eines ,.,-närlen Bauprogramms und unter Ueberlassung der nötigen Unterlagen Ideen und Skiz.zen einzureichen." —> Hierauf schloß :;r Vorsitzende die Versammlung mit Dankesworlen. Kleine dagesdironit. Infolge von W irbel stürm en, die gestern in einigen Teilen von Illinois und Jndrana ausbrachen, wurden 32 Penonen g e tötet und etwa 100 verwundet. Es wurde großer Sachschaden angerichlet. Bei der Einfahrt in die Station Aschaffenburg entglctste heute kurz vor 2 Uhr der D-Zug 57 München—Franlfurt a. M. Ein Personenwagen wurde aus dem Gleis gemorr.m und mehrere Fahrgäste leicht verletzt. Der Zug ist in p-rankfurt mit großer Verspätung eingetroffen. Bei den Vorbereitungen zu einem Richtfest in Escher, im Kreise Grafschaft Sckxtumburg, explodierte eine Flasche mit Kohlensäure im Festzelt. Ein Mann war sofort tot, drei und unterwegs ihren Verletzungen erlegen. Zwei weitere Sclnververwundete befinden sich in dem Escher Krankenhanse. Ein neunjähriges Mädckien wurde an der Öand verletzt, so daß f:e wahrsckieinlich verloren ist . Das Festzelt wurde vollständig zertrümmert In Mors entstand ein schweres Drandunglück durch die Explosion eines Lackbehälters in der Wohnung des An- rtreidi r-? Wehring. Die Frau wurde von den Flammen rrgriffen. Sie eilte mit brennenden Kleidern in das Sch'ajrnnmer, holte ihr Kind und li-f ans die Straße. Lebensgefährlich verletzt wurden Mutter und Kind ins Dospilal gebracht. f)an^cL ••Tie fronte- unt» ,-elluerfteiaernnfl der Ge- nosseus üasi si"ir frönte itn^ellvern eri'»q in Kassel, der auch die >' ießener Pleizaer angeboren, »and dte'er La.'e statt. Es kamen znm yiusnebot• 7<7 rote Echse"hante. 61 schwarte Celncnhfinte, 377 Bnlle>'bante, 2^61 Huh- nnd htnberbönte, 7120 Rnlbielle imd 1536 Sch stelle. Tte Persteiae,ung ergab folgende Preise: Rote Ochsen häute bis 50 Pmnd ö-< Pfg., 51 79 Pfund 65 Pfg., 10-h9 Pfund 64 P g., 9" 99 Pfund 63 tzfg., 10) 109 Psiind 62 Pfg., 110 - 119 Pmnd 61 Pfg., 120 und mehr Pfund 60 Pfg. je . «unb Schwarze £cb{ en häute bis 50 Pfund 57', Pfg., 51- 9 Pfund 5)'/, Pfg., 8u und mehr P'und 58*/2 P'g. je Pfund. B u 11 e n h ä u t e bis 7 ! Pfund 54 P'g , 8 > 99 Pfund 55 Pfg, 100—119 Pfund 541/3 Pfg., 120 und mehr Pfund 52 Pfg. pro Pfund. — Schwarze Kuhhäute 50 Pfund 62*2 Pfg., 51—69 Pfund 63 Pfg., 70—79 Pfund 62 P g., 80 und mehr Pfund 58*2 Pfg. je Pfund. — Schwarze Rinderhäute 50 Pfund 671/2 Pfg, 51—59 Pfund 67 Pfg., 60 und mehr Pfund 64'/» Pfg. je Pfund. — Rote Kuhhäute 50 Pfund 64 Pfg., 51—59 Pfund 65'/r Pfg., 60—69 Pfund 661/2 Pfg., Zur onttaub: sctrung und 3u= itnnbbQltuua von Zier- u. Gemüsegärten, Bevsianzung von Blumenbeeten u. Aniäeu von Raseuvlätzen teder Art empfiehlt sich Heinrich Ziesing ^audichaftsgärtner SteinetrBHMe 70. Zieste deutsche Schreibmaschine 'Srnst Kaiser 2350 Die deutsche tjancumfs’äusjtcilun . 4- Dresden, 20. April. Nachdem sich bereits vor längerer Zeit in Dresden ein Aus- ,.l,ufi gebildet hatte zu dem Ziveck, den Stand des modernen deul- vandwerls zur Darstellung zu bringen und in Verbindung damit zu zeigen, in welcher Weife und in welchem Umfange die Maschine für das Handwerk nutzbar gemacht werden tann, hatte Oberbürgermeister Dr. Beutler eine Anzahl von Behörden, Korporationen und geroerblidyen Organisationen, sowie Vertreter [er städtisck/en Behörden zu einer Versammlung in das neue Dresdener Rathaus geladen. Nach Begrünung der Erschienenen erläuterte Oberbürgermeister Dr. Beutler {einen Plan und bezeichnete er als besonders bedeutungsvoll, datz sich der Vorstand der Ständigen Ausstellungskommission für die deutsche Industrie in Berlin einmütig bereit erklärt hat, das Unternehmen zu unter» fLÜC-cn. Auch könne neben dem Landwerk auf eine starke Be- t.-iligung der in Frage kommenden Zweige der Mascknneniiidustrse mit 2icherh.il gerechnet werden. Die Ausstellung soll ein an- khauliches Bild von dem gegenwärtigen Stande des deutschen frandwerkö und von seinem Streben nach Vervollkommnung seiner Arbeitsweise geben und in Verbindung damit zeigen, wie die Maschine für das Handwerk nutzbar gemacht werden kann. Sodann fand folgende Entschließung einstimmige Annahme: „Die Versammlung erklärt sich mit der Veranstaltung einer Ausstellung „Das deutsche Handwerk Dresden 1915" auf Grund des allgemeinen Programms einverstanden und überträgt dem Arbeitsausschuß die weiteren Vorbereitungen für das Unter- EIER feinste schwere Siedeier, 10 Stück 68 Pfg. 100 Stück Mk. 6.60. Knorr-C'iernndelsuppe (faden) „ Erbsensuppe ide,4 Kuorr-ltzemüsesuppe „ Tomatensuppe ^norr-Spargelsnppe „ Rumsordsuppe Knorr-Hausmachersuppc Letzte Ilacbricbtcn« Na-E wirkunge'' der T tanic-siatastrophe. :|: K ö l n , 23. April. (Priv.-Del.l Tie „T i t a n i e"- K a t a strovhc Hal am Mittel^ und Unlcrrhein Bestrebungen hervor^ gerufen, die Regierung zu einer Untersuchung der Rhein- bam pfer zu veranlassen, die dahin gehen soll, ob die Zahl der vorhandenen Rettungsboote^und Rettiingsgürtel genügt. Die Franzosen in Marokko Köln, 23. April. Nach hier eingegangenen Pariser Privatmeldungen wird die Lage in Marokko pessimistisch beurteilt. Zwar ist in Fez die Ruhe wieder hergestellt, aber die Unzufriedenheit mit dem französischen Protektorat werde immer stärker. Aus Algier sind Berstär kungen nach Marokko unterwegs. » 2 Sillck wasserdichie Wagen decken in. Cef. aus la. Auio- veidecksiofiresten annefertiflt, öfter., Zwischenverkauf Vorbehalten, 5x3 Mir. zu Mk. 25.-, 6X3 Mir. z. Mk.30.-. LndwiR Lazarn« 3011 Atterweg 53. Ferpspr.505. Rechtsschutzstelle Frauen und Mädchen erhalten unentgeltlich Rat und Austunst in Rechts anaelegenheiten im alten Rathaus Marktplatz 14 Mittwoch nachmitt. von 6'/<—8 Uhr. 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Tie Jugend aller Stände soll hinaus- geführt werden in die Natur, um im frischen, fröhlichen Spiel die Schönheiten unserer Heimat kennen und lieben zu lernen. Sie soll Augen, Hand und Geist gebrauchen lernen und damit allerdings im gewissen Sinn eine Vorschule fiir ihre spätere militärische Dienstzeit durchmachen, die ihnen und dem Vaterland zum Nutzen gereichen soll. Eine Absonderung der Jugend nach Klassen oder Schulen soll es bei -er Gießener Jugendwehr nicht geben. Die ganze Jugend, das ganze jnnge Deutschland soll es sein, das sich in ihr zusammenftndet zum fröhlHen Wandern und heiterem Spiel. Um aber die Ziele der Jugendwehr erreichen zu können, bedarf eS — da die beteiligte Jugend ihr unentgeltlich angehören soll — dec Unterstützung wohlmeinender Volkskreise. Wir wenden uns daher an die gesamte Gießener Bürgerschaft mit der Bitte, der Gießener Jugendivehr als unterstützende Mitglieder beizutreten. Der Jahresbeitrag ist auf 1 Mk. festgesetzt, doch find wir für freiwillige Mehrleistungen dankbar. Anmeldungen von Mitgliedern werden von den Unterzeichneten cntgegengenommen. Der Ausschuß des Vereins „Jugendwehr" Oberst von Trotta, gen. von Treyden. Vorsitzender; Major Großmann, stellv. Vorsitzender; Professor Geyer, Schriftführer; Nedakteuc Heß, stellv. Schriftführer; Lehrer Lotz, Kassenwart; Kaufmann Baubcl, stellv. Kassenwart; Hauptmann Stephan, Uebungsleiter; Hauptmann Schwendy, stellv. Uebungsleiter; Prof. Fuchs, Gewerbelehrer Schramm, Pfarrer Schwabe, _______________________________________Beisitzer._______________________________ [DM/4 Giessener Konzert-Verein Neuntes Konzert :: :: :: Dritter Kammermusik-Abend Sonntag, den 28. April 1912, abends 5T/4 Uhr im Klubsaale (Sonnenstrasse) Kinderwagen Sport- und Liegewagen Klapp-Wit :: In grünster Auswahl ~ Chr. Spies Neustadt 8 Ständige*« La^crvon über _______300 Stück v» Drucksachen aller Art SSS WWW J Chemische Waschanstalt TADELLOSE AUSFÜHRUNG«« i PROMPTE BEDIENUNG Kriepeftmin Kick»i [035111 5 Personen 5 Personell. Biograph v”/« 03513 PlockstraKe 12 Plockstrafie 12 Heute zum letzten Male V53/, letzten Neuheiten J. Pfeffer zu aussergewöhnlich billigen Preisen 2. Deutscher '^cbrocrcin. 3. ttyffhäuserfahrt der Hassia. 4. Verschiedenes. Tie Mitglieder nebst Angehörigen sind au der Versammlung herzlichst eingeladen. Ter VorUauv. Am Samstag den 27. Avril 1912 findet tm Cafe Leib [Kolosseum) abends 8*/2 Uhr ein Lichtbilder-Bortrag über Reise-Erlebnisse in Asrika von Herrn Branddirektor Braubach statt. Wir laden hierzu die Kameraden ncbit wren Angehörigen freundlichst ein. — Uniform: Rock und Acutze. Das Kommando. Wigandt. Wenzel. ‘Äen Ä Tie \ offeriere ich bei reichster Auswahl Monatsversammlnng Donnerstag, den 25. 2lvril 1912, abends 9 Ubr, int Vereinslokal. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kameraden Referendar Locher: Was mufi der Laie von den Bestimmungen des Erbrechts wissen? & Ä u ’ ^^Klther - Sein Leopold Hervorragendes Theaterdrama in 3 Akten. Ein Schlager ersten Ranges. Allein-AliWriingsrkcht für Gießen. Wir machen noch besonders auf unser diesmaliges ausgewähltes Schlager - Programm aufmerksam. Telephon 645. Dir.: KARL OH» Walltorstraße. Täglich abends 7'/, Ubr Großes Frei-Konzert der Wiener Tamcn-Kapelle „Steiner" ti, „fi-i'«' r viermal JW« 6e X v -ituM 7 f)c u toirb ^Dtil «Ä >ätn S"iUnB’ x Annahmestelle in Wieseck bei Anua Klatyik Wwe. Kurz- und Wollwaren 13035] Gießener Straße 126 v SermitW® Äff* S,-n eine TeP $ «ng niemals geplant- Trinqcn vom SU ^-fühl. Sre gm - ;um Aufltand , Uten. 2er Afs^ rarda und gnfi au ijidie Znstruktwnsof Ln Soldaten u Sevölkerung einig Häuser ein. xv. Drei Telegraphenbe nachmittags gegen et hch ermordet. ■ leum begossen und nach sünfstund mitseiner Farn^ gerettet. Jnzwch W, des „Mahn in einem Hause eing Uezzan davor gclrai sn benachrichtigt un Jen. Indessen ging roldaten zogen u ihrerLanzen di Europäern. Fr an. Bald wurden i xanonenschüssechörb richlerslatter von eil sie zur Gesandtschas die lirailleurs auc iösischen Lpser des slattet. Am Mittac von neuem im Nori durch Geschützseuer Aus Fez vom 1 rührer die häuf Merkzeichen vei zosen niederge wird berichtet, daß , vermißt werden, die den Tod gefunden hi langer, 22 vieNeis MeUa lerer in Brand c wrden autgechnde Lager von Tarbeb französischen Irup Wie aus Elk auch unter den sc ?.r.ba eine bebt *injiere haben V, * Aus Taurir ."gen von den Mai tatet wurden, die o Nach einer Hav ,?2udengetjj" 1 bettächtlich fa^^ *‘t hen von beit b£r8e, Lassen Jtat*! K.1'1 in @ej und des Kon-n N?E6=ibenIeto "Ut t in Englischen Kostümen