Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. metl Rnb: 7 S und Stift. \ 'Ginge Aber LSHars Gfrrgeit und Lehar- Zukmrftshofftttmgen gehen „orfj weiter: die Operette wird künftig soziale Probleme avs- lelTmen, soziale Fragen anfwerfen. kurz, akttv an ^Losung s*-Xs^5 M'.° Ä*'- 3Bn°BB«°°a»nBa" üben: ich-Pasten — Umbau des neuen Hamburger Thalia- tHeaters. Man schreibt uns aus Hamburg: Wie jetzt, nach zahllosen Beschwerden des Publikums, die Direktion des mit grossem Kostenaufwand errichteten und erst vor zehn Wochen eröffneten neuen Hamburger Thaliatheater offiziell zugibt, haben sich auf der Bühne und besonders im Zuschauerraum des Theaters nach und nach so schwere Mängel hcrausgcstellt, daß man sich zu umfangreichen und kostspieligen Aenderungcn entschließen mutz. Tie Klagen über schlechte Plätze, von denen aus man die Bühne nur zum kleinen Teil sehen kann, häufen sich derart, daß das gesunde Fortbestehen der Bühne ernstlich gefährdet ist, wenn nicht bald Abhilfe geschaffen wird. Man hat den großen Fehler begangen, den Entwurf und den Bau des Theaters nicht einem bewährten Fachmann anzuverlrauen, sondern einer Hamburger Baufirma, die auf dem überaus schwierigen Gebiet des Theaterbaus so gut wie gar keine Erfahrungen besaß. In der Nat bat man sich jetzt an Professor Sittmann gewandt, dem Stuttgart sein neues, glänzend gelungenes Hoftheater verdankt. Nach den Plänen und Vorschlägen Prof. Litttnanns wird man nun versuchen, die schwersten Mängel der Anlagen und Einrichtungen so gut wies geht, zu beseitigen. — Eine große Bücherverteilung an ländliche Volksbib lio theken nimmt, wie alljährlich, auch in diesem Jahre die Deutsche Dichter-Gedächtnis-Stiftung vor. An 1800 Sofia, 20. Nov. Infolge Einleitung >ber 23 er- handlungen zum Abschluß des von i>en Türken erbetenen Waffenstillstandes haben die vor Tsch a ta ldscha operierenden bulgarischen Truppen Befehl erholten, die Feindseligkeiten ein zu stell en und sich innerhalb der eingenommenen Stellungen zu halten. Die letzten Kämpfe bei Tschalaldfcha. Konstantinope l, 20. Nov. Ein amtliches Telegramm des Generalissimus Nasim Pascha an den Großwesir meldet über den gestrigen Kampf: Es wurde den ganzen Tag über mit Erfolg gekämpft. Nach Sonnenuntergang machten die Truppen von per türkischen Redoute einen Ausfall, trieben den Feind mit großen Verlusten zurück und erbeuteten 200 Gewehre mit Munition. Ein beim Großwesirat nach Mitternacht eingelauseneS Telegramm des türkischen Generalissimus besagt: Der Feind, der sich vor unserem linken Flügel befand, zog sich nachts gänzlich von den Höhen von Pa- par Burgas zurück. Unsere Aufklärungstruppen stellten fest, daß b er Feind, der die Höhen der Umgebung des Bahnhofs von Tschataldscha besetzt hielt, mehr als 500 Tote hatte. Nach den Aussagen der Ge- fangenen ist der Feind seit drei Tagen ohne Lebensmittel. Der Feind konnte auf seinem Rückzug die Verwundeten nicht alle mitnehmen. Der Geist der türkischen Truppen ist ausgezeichnet. Ein vom Kommandanten des Panzerkreuzers „Tor g Hut Reis" früh um l Uhr aufgegebenes Tele- 17004 14 200 21 39 [SCO] » 01 74 1 49 7 0 823 |SOO| 88. Waffenstillstand. In doppeltem Sinne ist ein Waffenstillstand eingetreten: ein diplomatischer, nachdem Serbien gnädigst gestattet hat, daß Oesterreich zur Untersuchung der Angelegenheit seines Konsuls in Prizrend einen Beamten entsendet (was die unmittelbare Kriegsgefahr beseitigt), und ferner ein militärischer, da Bulgarien heute wegen Beginns der Verhandlungen mit' dem türkischen Oberlommandierenden seinen Truppen die Einstellung der Feindseligkeiten geboten hat. Wie kleinlaut die bulgarischen Stürmer auf einmal geworden sind! Mit dem Befehl zur Einstellung der Feind- «ÄH ) unb ihre Folgen m bafe «rhälhingen noch eher es, ihnen bei unifeS ■abkllen zu geben, die bitt W^obkiftn bei einhb e ko,len In allen Apolheba, 'n in ®ieben: Pelikans SS'. Spaß auf." Jin weiteren Verlaufe des Gespräck^s erzählte Lshar dem Journalisten von dem fchönsten Augenblick seines Lebens. ,^ch verdanke London die kösUichste Erinnerung meiner Laufbalm: und das war der Augenblick, als König Georg mich vor zwei Jahren im Daly's-Theatre in seiner Loge empfing ind gewöhnlich nicht so freundlich, Operettenkomponisten zu empfangen. Bisher erwiesen sie ihre Gunst nur den Opern- und Sinfoniekomponisten, doch nie einem Musiker unserer Art. König Georgs Einladung war eine Neuheit unb von jenem Abend ab schien mir, als ob die Kunst der Operette offiziell anerkannt iväre: und von dem mächtigsten Monarcheri des Weltalls. Ich bin im allgemeinen sehr ruhig, aber ich muß gestehen: in dem Augenblick, da ich die Loge des Königs betrat, war ich tief bewegt. Und noch mehr, als der König dann in seiner gewohnten Einfachheit und Güte zu mir sprach. Nein, niemals werde ich jene Minute vergessen!" Der Fall probasfa. Der Name Prohaska ist sckpm einmal zu internationaler Bedeutung gelangt, dadurch, daß der Fregattenleutnant Prohaska wahrend des Boxeraufstandes in China drei Monate lang von Chinesen gefangen gehalten tmirde. Der Sruber jenes Offiziers, der Konsul Prochaska, lebt seit icchs Jahren in der albanischen Stadt Prizrend pm Hvße des Schar-Dagh-Gebirges. Die Stadt Prizrend gehörte mit ihren GO 000 Einwohnern bis vor kurzem zum türkischen Vilajet Kvssowo, und bei ihrer Eroberung durch die Serben kam es zu der schiveren Verletzung des Völkerrechts, die jetzt in der österreichisckj-serbischen Auseinandersetzung in den Vordergrund gerückt ist. Der Konsul Prohaska soll bei der Besetzung von Prizrend durch den Bajonettstich eines serbischen Soldaten schwer verwundet worden sein, als er sich dem Eindringen der Serben in das Amtszimmer seines iwnsulats widersetzte. Dabei wurde auch, wie es heißt, das Konsulatsarchiv geplündert unb das Gebäude ausgeraubt. In das österreichische Konsulatsg' b?iube hatten sich zahlreiche albanische Familien g flüchtet, unter denen bie Serben ein entsetzliches Blutbad angcrichtet i 532 68» 6I3 702 £ l , 81 56018 2 83 31« « jfjT 107 49 Ä 5« 649 1[» [10001 893 295 447 -11 °" 39 60 7i 657 f ,,.ni 226 452 621 8° *o°5°29 65 89Ä 529 ^ Wi*;- 68 76 [1°.UU436 [3«Cl,j KK ft’05 äw yjk 6n 09^7^ 800 6L:/ °l ,c 256 37' 7 99 820 ? I... I 103j5=2 570 77' 739 8’4 1 3 7,4r0 503 [10°.° 66 . 94) | o 463 576 [6001 705 WOl T. 0 415 544 643 -- »0 102'. ,5 716 33 W 1M129 41 #1 I [500) 107 297395 661 IWllf | 611 130001 N 10 713 61 «67 I 702 800 20 906 ■ 3 7 86 15001 Bll 9B9 161' Ä*'i «“SS [500) 417 63 665 729 823 ■j 533 663 973 94 117011 . 11flnso 84 332 38 60 ■ >72 719 927 129 !500) 74 368 M| i 126038 142 038 74 vM ss -- »W-isi ,1 839 951 83 4^,47 11 - Belgrad, 20. Nov. (Aus amtlicher serbischer Quelle.) Die Negierung beschloß die volle Respektierung der ben Konsuln nach internaiionalern Brauch zukommenden Gerecht)amc für bas gesamte von der serbischen Armee neu okkupierte Gebiet. Belgrad, 20. Nov. Heule würbe folgende amtliche Veröffentlichung hcrausgcgeben: Auf das Mediationsanerbieten der Großmächte für den Abschluß des Friedens zwischen Serbien und der Türkei erwiderte die ferbifefe Regierung, daß keine Notwendigkeit für eine Mediation mehr besteht, da sich die Türket selbst an die verbündeten Balkanstaaten mit der Absicht wandte, mit ihnen über den Frieden direkt zu verhandeln. Serbien sprach btc Hoffnung aus, daß es in Zukunft, wenn es notwendig sei, aus die Unterstützung der Großmächte rechne. Ugron machte gestern bei dem Ministerpräsidenten im ernstesten Tone nachdrücklichste Vorstellungen wegen des seitens der serbtschen Militärbehörden gegenüber dem in dem besetzten Gebiet befindlichen österreichisch-ungarischen Konsul beobachteten Vorgebens. Ministerpräsident Pasitsch teilte mit, daß die serbischen Militärbehörden keine Hindernisse mehr der Entsendung von Abgeordneten des österreichisch-ungarischen Ministeriums zur Aufklärung der Affäre des Konsuls Prochaska nach Prizrend in den Weg legen werde. seligkeiten geben sie natürlich ihre letzten Mißerfolge zu. Es muß in der Tat um den Zustaub beS bulgarischen Heere, sehr ungünstig bestellt sein. Man kann sich das ohne werteres ausmaten: bie furchtbare Draufgängern hat viele Verluste gekostet, bie damit verbundenen Strapazen und Eilmärsche durch unwegsames, vom Regen aus geweichtes Gelände haben bie Verluste noch gewaltig vermehrt. Die Nahrungs- und Munitiouszufuhr mangelt. Es wird heute berichtet, daß das Heer seit mehreren Tagen ohne Brvt sei. Dazu das Gespenst der Cholera! Die Türken sind ungleich günstiger dran. Obgleich bet „schwarze Tot" sie schrecklich heimgesucht hat, haben sie frische Truppen, -die jetzt and) eine bessere Verpflegung genießen, da ber Weg von Konstantinopel her nicht mehr so weit ist. Außerdem haben sie nach Meldungen europäischer Berichterstatter gute schwere Geschütze aus den Befestigungswerkeu der Dardanellen auf den Platz der letzten Entscheidung gebracht. So wird nun anscheinend der Kampf abgebrochen zu einer Zeit, da die türkischen Truppen, wie der Oberkommandant heute wieder meldet, „in bester Stimmung" sind und die Angreifer zurückgeschlagen haben. Am gestriaen Mittwoch sollen bie Bulgaren wieder 400 Tote gehabt haben. Da es zur Einstellung der Feindseligkeiten des Einverständnisses beider Parteien bedarf, kann man wohl annehmen, daß Nazim Pascha, der über den Waffenstillstand gar nichts mehr meldet, gleichfalls das Schwert in die Scheide stecken wird. Sonst aber, wenn die letzte Formulierung der Bedingungen nicht seinen Wünschen entsprach, hätte er den Kampf fortsetzen können. Die Türken haben heute noch die Genugtuung, baß bie so pathetisch verkündete Nachricht von der Kapitulation Monastirs verfrüht ist. Die amtliche serbische Meldung hierüber läßt nicht gerade auf großes Wafsenglück der Leute des Königs Peter schließen. Wir erhalten folgende Meldungen: recht unverletzlich. Zu den Würden des Konsuls gehörte auch das Recht, das Hoheitszeichen feines Staates, die Flagge und das Wappen zu führen. Auch die aus dem Konsulatsgebäude gehißte österreichisclie Fahne wurde von den Serben mißachtet Die rechtlich Grundlage der diplomatischen Stellung Prohaskas in Prizrend lag einerseits im Herkommen, anderseits in den besonderen Verträgen, welche zwischen Oestcireicl-Ungarn und der Türkei in Angelegenheiten der diplomatisch^ Vertretung bestehen Und esbst wenn Serbien darauf Hinweisen sollte, daß jene Verträge in dem Augenblick außer Kraft getreten sind, als albanisches Gebiet von der serbischen Militärmacht besetzt wurde, könnte die Wiener Regierung geltend machen, daß in Bulgarien, Serbien uno Rumänien nach den ausdrücklichen Bestimmungen des Berliner Vertrages vom 13. Juli 1878 die konsularische Jurisdiktion mit allen diplomatischen Vorrechten gilt, solange sie nicht durck) gemeinsames Einverständnis beseitigt wird. Ist also Prizrend als serbisches Gebiet zu betrachten, so muß der österreichische Konsul ebenso sehr die Rechte eines diplomatischen Vertreters beanspruchen, wie wenn er noch auf türkischem Boden wäre. Prohaska genoß also auch nach ber Einnahme von Prizrend 'durch die Serben die Exterritorialität eines Gesandten, und -lese erstreckte sich auch auf sein Geschäftspersonal; eine Wohnung halte als Asyl zu gelten; er tjatte bie aus- chließliche Po.izeigewalt über die Staatsangehörigen und ne Schutzgenossen, also insbesondere über die katholischen Albanier, Die seine Hilfe anriefen und bie von jeher unter dem ausdrücklichen diplomatischen Schutz Oesterreich-Ungarns standen. Oesterreich-Ungarn hat im Falle Prohaska in jeder Beziehung das volle Recht und damit die Unterstützung Europas zur Seite. Serbien „gestattet" die Untersuchung. Wien, 20. Nov. Den Wendblättern zufolge ist der Konsul Edl vom Minlsterium des Acußern mit der Untersuchung der Angelegen l)eit in Prizrend betraut worden unb dahin ab- biben sollen. Die Einzelheiten des völkerrechtswidrigen Hergangs sind noch nicht genau fest geteilt. Sidjer ist jedenfalls, daß der Konsul gchindert wurde, sich mit den Behörden seiner Heimat in Verbindung zu setzen, Nachrichten abzusenden und Meldungen zu empfangen. Schier Nut ter, Frau Olga Prohaska in Brünn teilte ber Konsul mit, er könne nicht alles schreiben; je Der für ihn ankom- menbe ober von ihm ausgegebeno Brief werde von den Serben gelesen. Fest steht, daß dem österreichisch-ungarischen Kurier „aus militärischen Gründen" kein freier Weg zum Konsul nach Prizrend gestattet wurde. Die Wiener Regierung hat durchblicken lassen, daß sie in ihren Verhandlungen mit Serbien scharf unterscheidet zwischen dem Fall Prohaska und der Angelegenheit des Ädriahösens. Ter Fall Prohaska erfordere zwar eine rasche unb 'unaufschiebbare Lösung. Er steche aber keineswegs ui Verbindung mit den Fragen, die durch den Dalkankneg ausgeworfen werden. Andererseits könne mit der Regelung der Affäre Prohaska nicht bis zum Abschluß des Lafsenstillstanbes ober Friedens ^L-toariet werden. Der z^ckl Prohaska wird also nicht etwa als Grund eines vcr chärften Konflikts ztvischen der Donaumonarchie und Serbien an gefeiten, wohl aber könnte die Angelegenheit den diplomatisä)en Anlaß zu den ersten militärischen Sdyrittcn Oesterreichs gegen Serbien abgeben. Der öster- reichisch-ungarisdyc Gesandte in Belgrad, Ugron, stellte dem serbischen Ministerpräsidenten Pasitsch im Namen des Wiener Kabinetts die Forderung, daß die von den ferbi- sclnii Behörden verweigerte unmittelbare Verbindung mit i dem Konsul Prohaska und den anderen Konsuln in den von den Serben besetzten Gebieten zugelassen werde. Ugron stellte kein Ultimatum, er forderte auch nicht, wie von verschiedenen Seiten angekündigt, eine Genugtuung oder eine Entschädigung. Diese äußerst vorsichtige Behandlung Falles hat allgemein Verwunderung erregt. Die Verletzung des Völkerrechts in Prizrend ist, auch wenn man »as Mindestmaß der festgestellten widerrechtlichen Handungen annimmt, unleugbar und unbestreitbar. Der Konsul umr ständiger Vertreter Oesterreich-Ungarns nicht nur tn dessen wirts ckmftlichen und handelspolitischen Beziehungen ul Albanien, sondern er war auch diplomatischer Vertreter. Er genoß persönliche Unantastbarkeit. Die Amtsräume des Konsulats und ganz besonders das Konsulatarchiv und die dort aufbewahrten amtlichen Papiere waren nach Völker- lV s! a a,l'9“n9 6 in tunet 2 4 Wirten ew 8ranz Lchar über bie Zutuns! 0er (Operette. Dem Mitarbeiter eines Londoner Blattes hat Franz Lehar rine interessante Erklärung über seine Ansicht und Howmng von der Zukunft der Operettenknnst gegeben, die um w bemerkciw- I werter ist, als sie den wachsenden Ehrgeiz der modernen Operetten- lomposition deutlich umschreibt. Löhar äußerte sich über bie Wandlungen der letzten Fahre, von dem Dersck>wmden jener altln'rgebrafbtcn „Cpercttcnfonigc unb fährt dann fort: „Das wir ergeben und suchen, da» liegt in der M'sicht begründet, in unsere Arbeit ,o viel Realismus, io viel Wahrheit und so viel wirkliches Leben zu legen, ab nur r.iüqlidj ist. Ich bin überzeugt, bau die kunrttge Operette sich cuchchließlich aus der Beobachtung des Beben» entnncfcln wird, •re’ilid) aus einer leichten unb fröhlichen Beobachtung. Volksbüchereien wirb eine Sammlung von je 37 Bänden, insgesamt also 66 600 Bände im Gesamtladenpreis von 93 690 Mk. verteilt. Ihrem schönen Brauche folgend, hat die Stiftung auch in diesem Jahre zwei Verswrbenen durch Verteilung eines ihrer Werke eine nachträgliche Ehrung zugedacht, indem sie Adolf Milbrand t s „Rothenburger" unb Tolstois hinterlassenen Roman „Chadschi Murat" verteilt. Da sich die Stiftung ferner zum besonderen Ziele gesetzt hat, hervorragende Talente der Gegenwart in der geschilderten Weise zu ehren, so ist in ber diesjährigen Bücherverteilung ^es rasch bekannt gewordenen Dichters Paul Schreckcnbachs Roman „Der böse Baron von Krosigk" enthalten, Jacob Schaffners „Erlhöfetin" und das lustige Buch „Schimannsgarn", des unter einem Decknamen schreibenden SophnS Bonde. Von anderen Dichtem, von denen Bücher in diesem Jahre verteilt werden, seien jiotf) genannt: Peter Rosegger, Theodor Fontane, Lulu von Strauß unb Torney, Emst Zahn, W'lhelm volzamer, Wilhelm Speck, Frederik van (Sehen, Clara V.ebig, Charlotte Niese usw. Bewerbungen von kleinen Volks- bibliotbeken um Zuwendung einer Sammlung sind an die Biblio- thesk-Abteilung der Deutschen Dichter-Gedächtnis-Stiftung, Ham- burg-Großborftel, zu richten. — Entdeckung von Fresken Benozzo Gozzo- l is. In dem Oertckien Legoli bei Peccioli, unweit Pifa, hat der Oberintendant der Kunstdenkmäler Pisas, Dr. Peleo B a c c i, eine interessante Entdeckung gemacht In einem Tabernakel eines kleinen Bethauses fand Bacci Fresken, die alle charakteristischen Merkmale der Kunst Benozzo Gozzolis aufweisen, der Mitte des Tabernakels ist die thronende Madonna mit vier Heiligen dargestellt. Drei Engel halten einen Vorhang hinter der Himmelskönigin. Rechts sieht man bie Kreuzigung unb die Beweinung Christi, und links den Pestheiligen Sebastian, ber den Martertod erleidet. Aus einer Urkunde des Pisaner Staatsarchivs geht hervor, daß der Künstler sich 1479 nach Legoli flüchtete, aus Furcht vor ber Post, die damals Pisa verheerte, jener Pest, der er 1497 in Pistoja zum Opfer fiel. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. In Königsberg i. Pr. ist ber enter a. o. Profssor für gerichtliche Medizin an der bärtigen Universität, Medizinalrat Dr. “Hieb. Karl Seybel, im 74. Lebensjahre gestorben. 'tragen % Taöri toriegm nicht? @enau io vic andere Bühnen werke das getan haben. Uber wir werden mckck Sie üblichen dramatischen Mittel amvenben, um bieic prägen zu .ö en wir werden von der „anderen Seite" kommen wid die Gewaltsamkeit durch Grazie ersetzen, ^as ilt meiner Meinung rtcdj^bit 3ufimit^ bq.DmI>oni1-t äußerte sich bann auch über feine ?Crt des Schaffens. „Es gibt keine bei andere Methode Operetten zu komponieren, jeder mutz leinen eigenen ^been unb I Gewohnheiten folgen. JÄ für meine Person ftubicre 3uerft b>a^ Libretto genau durch unb borc mit dreiem ^tubium .ertt auf, wenn das musikalische Gerüst, oder sagen wir ^wiNermatzen das musikalische Antlitz ledes Charakters in imnnem Kopf feil- L Lann begnntt^das Leben mit Zur Reihe von neum Freunden: mit den Personen.meines Werkes. JÄ 'ehe dr^e Cesialten, ich höre sie unb meiitenS lauiche ich ihnen auch, imr o erleben zusammen reizende Stunben. .^ohm ich auch gehe, diese neuen Fronde begleiten mich, Unb rck artote uberafi tarn Spazierengehen, beim Esten, ja logar im Bett. Unaufhörlich iw-adx: ich mir Notizen unb ba§ ilt ber idwnfte xcij der Arbcm. Denn ich bann das nötige mmikallsche Material gqammelt habe, dann beginnt die Arbeit ber Orchestrierung. Unb dann hört ber Rr. 275 Erstes Blatt 162. Jahrgang Donnerstag, 21. November M2 Der •lefcener Wjetaet 4MRV M O monath*75^Dtertel- fddxmi täglich, außer ▼ VW AA lährlikd Mk. S.20 k>urch Gonniage. - Beilagen J △ A JwKjAk A A Ä AA 18k S VsA. Abhole- u. ZweigUella» viermal mätbenihd ■ gy EB M WUMW ö A M M ▼ monnilt* Aö M.. durch fubenerSamintnblätl« M r; Ä W 'S A & VW ES N 1 W N M iS D 3 JT ■ V ■ B H N diePosl Att.2-viertel- z vennal wöchenkl.Uretr- W8 M WH 4 K M tAjF S 8Q ■ ■ W K H Bf B lährL auoicvt. Ve'leüg. tlattsürdenXreiT-testen WM f® ■ M HF El fit « B B Bk B B| B B ^B B BL B B Zeitenpreis. totalloPf, tTienslagundFreuaa), WJF M KB BL. _ Df . Ife P? V W US MC WbH auS'v.ins 20 i'ienmg. > land' M ■ w Ibftrtbaheun A e Worte hintereinander sprechen hören und er hatte immer getan,! als verstände er diese Sprach nicht. An Bord sprach er Fran-! zösisäi mit größter Vollkommenheit und Reinheit und so siießend wie seine eigene Muttersprache. । „Zwei Kriege in einem Ialire," sagte er, „das tst viel." Er erkundigte sich nach her deutsciKM Kaiserfamilie und jedem ihrer Mitglieder im einzelnen. Er wollte tvisscn, ob Sir Conan Doyle seine Sherlock-Hol meS-Rvmanrei he Noch fort* setze. Das ist bie einzige Literatur, die er in den letzten Jahren genossen hat. „Conan Dvyle hatte einen ausgezeichneten Polizeidirektor abgegeben," urteilte er eines Tages. Bei der Änkunst im Bosporus machte er einige Schwierigkeiten, das beut,ehe Schiss zu verlassen und in das Boot zu steigen, das ihn allein an Land führte- während ein anderes Schiss seine zwölf Frauen, zwei Eunuchen und einen Neugeborenen, sein letztes Kind, aufnah'w. In $ enterbet) weigerte er sich, den für ihn bestimmten Palast zu beziehen mtb nahm! in einem kleinen abseits gelegenen Gartenpavillon Wohnung, verstummte wieder und wurde gegen alles, was um ihn vorging, gleichgültig. Er interessiert sich letzt mir noch für seinen Hülmerhof und fordert heftig seine Hübner, seine Puter und die Eselin, deren Milch er allein trinkt. Als er crfuljr, baß einer der ihn l»ewaebenden Offiziere, für bett er eine gewisse Sympathie empfand, flbtvifcn mußte, weil seine Frau Ja, der arme Mensch kann nicht machen. gebracht, wie in den früheren Jahren. ** EvaKg Gefamtgemkinde. Gestern tagte im Io- bannessaal bie G em ei nb e v e r t r et u n g der c va n g. Ge. f a m t g e m c i n b e. Ter Vorsi etoe, Pfarrer D Schl osser, gedachte in feilt er einleitenden Ampraäte zunächst in ehrenden Worten de» iinwisävn verstvrb neN Mitgliedes des GcfamiKrchen. Vorstandes, Reallehrer Al back. Sodann berichtete er von der gtüäl'chen Vollcnbung der Reparaturen an des Johanneskirche unb der Stadtkträw- Tay namentlich bie letztere, mit ber iihtvicngeii ainrustung des Turmes bis über bat Helm hinaus ganz ohne Unfall vonstatten gegangnt ist, müsse uns mit besonderer Be« frietrgimg erfüllen, unb verpflichte uns zu herzlichem Tank gegen Gott Aber auch den Meistern unb iIrren Mitarbeitern grt'übn rückhaltloses Lob wegen ihrer sorgfältigen unb soliden Arbeit. Ein weniger erfreuliches Kapitel seien die .Kosten. Bei der Zc». Hanncskirä^! fei allerdings der Voranschlag von 20 000 Mk nicht überschritten nwrbcn. Dagegen seien bei bem stabtnrditunn wesentlich Höhere Kosten entsranden. Es habe iteb bei her erst burcf) bie Einrüstung ermöglichten genaueren Untersuchung der. ausgestellt, daß sich ber Turm an Dach, Gebälk, Gesimsen unb Eisenwerk in einem sehr scküecksten Zustand befand. Leider habe ha her bie Mird>e auch bei b?r Stabt sehr wenig Entgegenkommen gefunden. Tie Stabt sei nach dem Vertrag von 1910 verpstichtei. folange sie die Turmwächter auf dem Turme habe, deren Deh rturtg instand zu hatten Taranf. habe sich ber Kirckwnvorstand in aner Eingabe an bat Herrn Overbürget i: iter wegen Stv stellung einiger Mißstände gewandt, aber bis heute habe er über Haupt noch keine Antwort erhallen. Es fei das nicht das erste : mal, daß her Kirchenvorstand diese Erfahrung machen mfih't, j es wurde aber dadurch nicht schöner unb besser, soweit nnr hörten, habe bet Herr Oberbürgermeister jedes ÄUgegentommen mit der Begründung ab gelehnt, daß angesicksts ber nahe betör- ficlcnbcn Neuregelung des Feuerlöschwesens die Stabt nickst beab- iiehtige, noch Kosten für den Turm auszuwenben. Da diese Pläne aber, wie es scheine, vorerst noch gute Weile Imben, werben die mißlichen Zustände dort oben noch weiter bestehen bleiben. -Qocb nicht einmal die geringen Mehrkosten für Anlegung eines Absallrohres von Gußeisen, statt von Zink, um den achtern den Ausguß der in der Nacht gebrauchten Eimer zu ermöglickot, s« zu crtcia'en gewesen. Er glaube nicht, daß ein derartiges Ber fahren dem Willen ber Stadtverorbuetenversammlung eMfvrrLe Tie evangelische Gemeinde habe sich, entsprechend der Tatiatfw, Amerikanische Studien auf den Schlachtfeldern. Tie Regierung der Vereinigten Staaten von Nordamerika hat bei der Türkei und den verbündeten Balkan- taaten um die Erlaubnis nachgesuckt, amerikanische ziere jitm Studium auf die Schlachtfelder derI -s^'deti"weitaus'ü^^enden''Teil'Hr^Bürgerst^itt um- letzten Kampfe zu entsenden. Wenn bie|e Erlaubnis ge-1 stets zu einem durchaus loyalen Verb-alten gegenüber da geben wird, sollen sich die zurzeit tu Europa befindlichen $wöt verpflickcket gefühlt. Sie dürfe aber wohl auch ihrerseW amcrikanischeu sw.vallerievffiziere fmvie die Militärattaches ^as (Reiche vonseiten her Stabt erwarten. Der bnnn ootgt- in London und Paris sofort zum Kriegssckstluplay bestehen, iragene Jahresbericht gab keinen Anlaß zu wetteren ■fr Tas Kriegsdepartement roiinfdyt, daß sich diese Ossizierc öiterungen. Auch der Po r a n schl a g für das Jahr 1913 imirdr über die Behandlung der Verwundeten, die Organisation nach den von dem Vorsitzenden gegebenen Erläuterungen nach der der Armeen, sowie über die Feuerwirkung der Artillerie Vorlage angenommen imb mit 80 285,01 Mk. m Emnahm^ auf Festungswerk« utü SckMtzmgraben in7°rmi«ren. und fc.gaM bttficatet: Autolrebchen „ f .. vamids "Loreley .Fahrt Gilberts neuer Schlager hatte auch gestern abend wieder Uebcr die Reise des gewesenen SüttanS Abdul Harntb von • Erfola un> das Autvliebcheu wird mvlil Saloniki noch SiWtontinwt mrifi ber S°nd-rb«nchterftol,er bcS J™«™ oIfl, uns iM . 1.ttolicwneii roitro nm „Malin" in Konstantinopel rnalerisäte Einzel leiten zu berichten: noch manchem liebe mal mit l einen Tfoir^ttetn u r Dtc Als ein türliicher Offizier vor bem entthronten Sultan er- Buhne tanzen, denn das iiaoen tue M achen so gerne - schien unb ihn um seine Zusttrnrnnng zu feiner Ucberführung und jedermann Vergnügt lieh aufs angenehmste dabei nach Konstantinopel bat, lehnte er schroff ab unb rief: „Sic Uehcr den Inhalt'ist kaum etwas zu sagen —. denn da wir werden mich von hier nur mit Gewalt (oSrciheu alles so toll und lustig durcheinander, da sprudelt können!" Da man sich scheute, Gewalt anzuwenden, manbte oon Munterkeit und Frohsinn, daß man gar keine man sich an Deutschland. . Tas deuttche ^.tattonSichtss\ Uehertcgen hat, sondern sich au den netten Ein. „So reich" wurde nach Saloniki gcichickt, und ftm Kapitän r,,, '' < h h ■ i ft; oncn f ritifl o«* erfreut Tn- hatte den Auftrag, den Sultan ivegyufülymt. Zwei Prinzen her UNS ^tuationm rrtr - - , kaiserlichen Familie, Schwiegersöhne des ehemaligen Sultans, be eine Au ftattung aufg , fanden sich an Bord. Sie begaben sich zn dem Gefangenen unb wirklich hervoiTragend ist, und die Emrichtilng, die ..urr wandten alle Künste ihrer Ueberredung an, sie macksten^ indes keinen Eindruck auf ihn. Daraus ließ man ben Kapitän der „Loreley" in Galauniform antreten, nrorauf Abbul Hamib sofort nack)gab. „Zur Rechtschaffenheit unb Fre,mbfchaft bes Kaisers lyibe ich volles Vertrauen," sagte er, ,^hnen, Herr Kapitän, folge ich bis ans Ende ber Welt." Eine Stunde später war er an gramm besagt: Das türkische Detachement inDerkos trieb i dank unserer dreitägigen Kanonade und unter unserer Be- • decknng den Feind an die Küste von Ormonly, 10 Meilen nördlich von Karabumu, zurück. Die „Agence Bulgare" erklärt alle Meldungen aus türkischer Ouelle über die angeblichen Siege ber Türken bei Tschataldscha als falsch und tendenziös. „Mir" meldet: „Eine Abteilung bulgarischer Kavallerie griff oeftern mit drei Bataillonen Infanterie die , türkische Besatzung aus den Höhen im Norden der Stadt ; Fere an der Straße nach Tedeagatsch an, die aus etwa zwei Bataillonen bestand und schlug sie nach kurzem Kampie : in die Flucht. Tie Türken ließen einen aus einer Loko- . motive und 14 Wagen bestehenden Eisenbahnzug, der mit Lebensmitteln, Munition und Pserden angcfullt war, zurück. Der Zug wurde nach Timotica gebracht. Ben Adrianopel unternahmen die Türken vorgestern einen Durchbruchsvcrsuch, wurden aber nad» lebhastcm Kampfe, der den ganzen Tag angedauert hatte, mit beträchtlichen Verlusteii in die Festung z u r ü ck g e w o r f e n. Die Eisenbahnverbindung zwischen Dimotica und .-vedea- gatsch ist wiederhergestellt. Mahmnd Mukhtar Pascha ist durch drei Kugeln verwundet worden. Bei einem Rekognoszierungsritt kam er an ein von ben Türken absichtlich aittgegebene» vorgeschobenes Fort. Dieses war aber nachts von Bulgaren besetzt worben unb bie türkischen Offiziere bemerkten ben Feinb erstmals sie auf breißig Meter Entfernung mit einem Kugelregen überschüttet würben. Mahmub Mukhtar würbe das Pferd unter bem Leibe erschossen. Gleich barauf brach er selbst verwunbet zu.arn- men Ein selbst verwunbeter Solbat nahm mit ben Worten: Pascha, bas macht nichts!" ben General auf den Rücken uns rettete ihn heldenmütig vor ber sonst sicheren Gefangennahme. Zwei unverzüglich an Ort unb Stelle entfanbte Bataillone warfen bann bie Bulgaren ans bem Fort. , Somit ist es Mahmub Mukhtar bei Tschataldscha ebenso ergangen wie im türkisch-griechischen K riege von 1897, wo er als Kavallerieführer bei Velcstino im Sturmritt einige Schwadronen an bie griechischen Schützengräben heransührte, bei dieser Attacke bas Pserb verlor und persönlich bann ans Handgemenge kam. Und noch eine Parallele drängt sich, wie mir ber „Voss. Ztg." entnehmen, auf: Mahmub Muklstar war Komman- bant des Konstantinopeler Armeekorps, als im 'Avril 1909 bie Gegenrevolution gegen bie Träger bes Berfassimgsgebanrens ans- brach. Es war eine Mlitärrevolte, bie in erster Linie die verfassungstreuen Offiziere anss Korn nahm. Viele fOf,ziere mürben von ben Solbaten cmwrbet. Mahmub Mukhtar mußte fliehen, um nicht von bemselben Schicksal ereilt zu lucrbeu. Tas M o t o r boot ber Konstantinopeler beutschen Botschaft brachte ihn bamals in Sicherheit. Die beutsche Botschatt nahm sich Mahmub Mukhtars auch in bieseu schweren Tagen roieber freunbsmaftlich an, inbem sie bem Verwunbeten zum Transport vom Bahnhof zum Krankenhaus eines ihrer Automobile zur Verfikgung stellte. Er würbe auch im beutschen Krankenhause untergebracht. Bukarest, 20. Nov. (Von einem Privalkorresponbenten.) Nach brieflich hier eingelaufenen Nachrichten aus Konstantinopel hat ber Großwesier heute ben verwunbeten General Pf ah inud Mukhtar Pascha im Krankenhause besucht Ter General ist bereits operiert. Nach Entfernung ber Shigel wirb letzt eilte glatte Heilung erwartet, ba der Beinknochen glatt durchschossen ist, so daß ber Pasels ut sechs Wochen g e- f unb sein bürste. Sein Ausscheiben bedeutet für ben Augenblick einen schweren Verlust für bie weitere zielbewußte Durchführung bet türkischen Verteidigung. Tie Cholera wütet noch immer, aber angeblich nicht mehr so stark. Verwundete türkische Generalstabsofftziere. Konstantinopel, 20. Nvv. Zugleich mit Mahmnd Mukhtar Pascha wurde bei der Rekognoszierimg der Direktor der Militärschule Pankalsi, Oberst Ali Kemal, Major Salar Ebdin und Hauptmann Kia zum, alle vom Generalstab, verwundet. Der Großwesir besuchte Mahmub Mukhtar Pascha. Das Eingreifen der türkischen Flotte. Konstantinopel, 20. Nov. Ein Telegramm beS türkischen 'Flotte nkommandanten trott Bnjuk- Tschekmebje vom 17. Nov. besagt: Tie Stille, bie bis Mitternacht bauerte, würbe gestern um 3,50 Uhr burch ein Mitraillenmn- feuer ber Posten auf ben Höhen von Kalikrasia unterbrochen. xnS Feuer bauerte bis 4,15 Uhr Morgens unb begann auf ber ganzen Linie roieber um 6,40 Uhr. Nachbem wir die Stellung bes Feinbes feslgestellt hatten, eröffneten roir baS Feuer von ben Kriegsschiffen au 3, burch welches bem Feinde große Verluste ziigesügt rourbni. Nach ben Signalen unserer an bem Lanbe befindlichen Leute wurde eine feindliche Batterie zerstört. TaS Telegramm gibt Einzelheiten über die Signale der auf dem Lande befindlichen Matrosen, über die Entwicklung beS Kampfes zu Lanbe und über bie Weisungen brr Flotte. Die Kanonen her Pan-erschisse brachten halb eine zweite bulgarische Batterie zum Schweigen. Tie Granaten von den Panzerschiffen setzten verschiebene Dörfer in Branb. PapaS- BnrgaS wurde teilweise zerstört. Ter Feinb, der sich bemühte, bei Taschtovo am See und bei Bujuk-Tschekinebje Artillerie in Stellung zu bringen unb Verschanzungen zu errichten, würbe vernichtet und bie Verschanzungen zerstört. Aus Konstantinopel. sechsToteundL2Verwundete (?). Die türkische Kriegskasse mit 100 000 österreichischen Kronen wurde erbeutet und acht Soldaten gefangen genommen. Alles darf man natürlich auch diesen braven Mitkämpfern nicht glauben. . Eine Annäherung Rußlands an die Türket. Konstantinopel, 20. Nov. Ter Großwesir besuchte gestern bett russischen Botschafter v. Giere und kvn- erierte sodann mit bem Minister beS Aenßern, Noradunahian. TaS Blatt „E s da rn", boS einen offiziösen Charakter annimmt, dementiert bie Gerüchte über militärische Konzentrationen RußlanbS an ber türkischen Grenze unb die Meldung, baß Rußlanb eine Note betrenenb bie Lage m den Provinzen von Ost-Anatolien überreicht habe, ^a- onoro habe bei seiner Unterredung mit dem Botscha'ter ^urkan- Vascha einfach bie Aufmerksamkeit auf bie Lage in den genannten Provinzen gelenkt. Rußlanb habe so ber Pwrte zu peritcijcn gegeben, baß sie währenb ber gegenwärtigen Komplikationen vermeiden müsse, daß auch noch eine anatolische Frage entstehe. „Efham" hebt -hervor, baß Rußland ein großes Interesfe daran habe, Bulgarien an bem Vormarsche nach Konstantinovel zu Hinbern nnb her Schaffung eines zweiten Zarenreiches an btn Tarbanellen vorznbeugen. Die Lage habe eine, vrülwche Annäherung zwischen Rußlanb unb ber Türkei geiawnen, welche letztere auf jod-'N Fall bie Grenze Kirk Kilisse-Adrianopel—^ebe agatfch zu erhalten wünsckze. Inrolgebesfen habe b t e Pforte es für vorteilhaft befunben, bie Vermittel ung beS russischen Botschafters v. GierS für b i c r i e5 benSverhanblungen, welche beginnen werben, nachzusuchen. Der Unwille des Zaren. Petersburg, 20. Nov. Eine vorn Kaiser ver anlaßte Verfügung bes Kriegsministers besagt: ... Es ist zu meiner Kemttms gelangt, baß gc roi 11 c M tIt = t ä r § in ber Gesellschvst f a 1 f d> e W e r ü ch t e über Vorbereckungen zum Kriege unb über eine Mobilisiernüg verbreitet staben, erkläre, daß Maßregeln zur U n t e r b r ü ck n n g bcrartigev Geschwätze getroffen rocrbcii sollen, bis die Schuldigen es roiderrnfeti. Norden besorgte, ist ganz glänzend 'M nennen. Ein Teil der Gesänge mußte' unter stürinischem Beifall z ? wiederholt werden Auch die einzelnen Leistungen roaun z. T. ganz hervorragend — in erster Linie Frl. Jüngling als Autoliebchen ztnd Herr Grosser als Linbeu- schmidt, die beide ganz ausgezeichnet waren. Eine sehr fesche Ungarin war Frl. Rappo, feuria und keck. Herr Norde n spielte den Weinhändler Somosfy ganz vortrcss- lich und weckte beständig schallende Heiterkeit. Frl. Scholz als Aurelie und Frl. Dagny als Rely zeigten sich eben falls von ihrer besten Seite. Selfr fein war Herr Goll als Oberkellner, und obwvhl er nur wenig zu sprechen hat, wirkte er durch sein Spiel fast wie ein Mittelpunkt Von den übrigen Darstellern sind noch die Herren Brüd- jam (Driebl'er), Gerhardt (Rvnnekamp) und Bolck (Leutnant) sowie die Damen Gaffrey lBehüde, unb Thale (Clarisse) zu neusten Tie musikalische Leitung der flott und sicher instrumentierten Posse mit ihren vielen hübschen Melodien hatte Herr Franz Adam. ♦* Stadttbcater. Der Anffüstrnng von „König?' Acutnant" etni' "25. November als Festvorstellung geht bi? Leonor en Ouvertüre Nr. 3 voraus, au S geführt von ber KapeU' unseres ZnfanterlertgimeniS unter Scihntg bes ObermuiikmeiitM Söder. In bem historischen Lushpiel Gutzkows sind bre mcifta unserer ersteii Kräfte unter Leitung bes LberregisfeurS TroorkoroSki besciHäftigi: hie Titelrolle wirb, roic schon bekanntgegeben, t>jn Heirn Rudolph Hollbach vom Kasseler Hoftheater gegeben. - In der Vorstellung „Braut von Messina" am Sonntag wird Frl Brehm die Rolle ber Isabella spielen. ♦♦ Verein für Luftfahrt. Bei dem lebhaften Interesse, das sich in letzter Zeit am hiesigen Platze für alle mit der Luftfahrt verbundenen Fragen gezeigt hat, diirstc erkrankt war. ,°-rre rt: der arme Mensch kann nicht nmdmd^r heuke abend m der alten Aula stattsinbende Betrag d.u was er will Und dabei hat er nur eine Frmi. Wie wäre das erst, Herrn Majorb. c. von Abercron über 5on iocnn er, wie ich, ihrer zwölfe hätte!" und Lnftschrffuhrung" auf einen sehr lebhaften । ■■■■ ■■■ — ■■■— ■■■■eg’-jg-L. such zu rechnen haben. Der Deutsche Lustfahrer-Verhane Ans KterHt EanH. stellt der Heeresverwaltung im .Kriegsfälle seine sämtlichen (Micrtfl 21 'Jfooembec 1912 Ballons intb Führer zur Verfügung. Eine Reibe hiesig« .. s t -iS -tot von Ranke. Anfang S'/, Uhr zu erwerben. Für diese wird der Vortrag besondere Ar V er e iii f urFra u en st i m m re cht und A ll q. D e n tscher regungen bieten. Aber auch für alle anderen, die nur im Frauenverein: Vortrag von Frau Tr. A l t m a n n - ® o 11-1 allgemeinen der Luftfahrt Interesse entgeg-.'nbring. n, mir? deiner- Mannheim: Tie L'ebcnSmittelteuerung und die Frauen, der Vortragende aus der Fülle des Selbsterlebten unb Abends 8'/, Uhr tu Stein« harten. Selbstaeschauten eine Menge interessantester Einzelheiten Luftflotteii-Verein: Vortrag von Dr. h. c. v. Aber- Tarstottungen bieten Es (yanbelt sich nicht um einer !'"d Uifischiffubrung. Abends 6 . Uhr uu grofeen R.ncf)t)ortra4jz sondern um ein Tlfema, dessen Behandlurit 'st'ei”,n( ”^ Sereinlm fportlidKn müitänf^n tmb Schiller- Fraiiküirk: Die geheimen Krähe des Katholizismus, punkt aus gewiß dazu beitragen wird, der Luftfal)rl n Abends 8'/, Uhr im Hotel Etnyorn. Freunde und Freundinsten zu (gewinnen. Ganz beionber.- • | wird nochmals aus die vorzüglichen Lichtbilder frmgcroiqat. die den Vortrag in wirksamster Weise uriterstützen werben •• DaS vorübergehende Sinken des Fahr- - uebell eing1 B> 9 ' ,r öd' f£on9,@ * «auunterneh „SiMt nebU ■ t 6tlin9 «arfti klnen W M $ortri id?gmppe bf8 ; - btt sich l°fort \vM wurde i-kizrordn. ÖPPel echaklach au cjsldert. VüdingeNt PÜTT S- K. Wn( n o,-n*ihL Achtung I Habe im Hause Wolkengasse 2L ein Reste-Lager errichtet und halte mich zum Bezüge von Kleider-, Schürzen- und Futterstoffen, fertigen Schürzen etc. bestens empfohlen. Bei billigsten Preisen nur beste Qualitäten. <9862 Ernst Weller. Für den Aufsichtsrat: Schäfer. 7629 Schwerhörige das „Otephoee** 15 Tage zur Probe Persönlicher B'-euch erbeten. Broschüre Nr. 18 kostenlos. Deutsche Otophone Co. Frankfurt am Main Büdingen, 18. Nov. (Sch ö ff en fl c rt du. Ter Stein- ridittr £)• K. von Orleshausen tmtrbc wegen fahrlässiger Körperverletzung Mi 5 Mark ober 1 Tag Gefängnis verurteilt. Er hatte unbeabstchtigt abends auf her Ortsstraße zu Orleshausen den Friedrich Meininger von da umgesprungen, ivodnrch M. ~ ^ienstknecht ö. K. von Neu- zu 1 Tag Gefängnis ver- erheblich verletzt wurde. — Der Dienst knecht ö. von New ÄicdermuS wurde wegen Diebstahls zu 1 Tag Gefängnis verurteilt. Er hatte beim Säen dem Pädster D. t>om Rönne tzurger Hof 20 bis 30 Pfund Hafer entwendet. — Der Handels- mann I. A. von Alt-WiedermuS wurde wegen Beleidigung des dortigen Bürgermeisters zu 30 Mark oder 5 Tage Gefängnis »mirteilt. — In der Privatklage des I. M. von Aeinsteinlreim qqen R. B., Torlster des W. B. von Büdingen wegen Beleidigung durd' anonyme Briefe wurde weitere Bewetserl-ebung Mch Schriftsachverständige besckstossen. — Tie Verhandlung gegen Diev^'knecht B. W. von Bad Orb wegen Dicbstals einer xäschenulu wurde wegen Ausbleibens des Angeklagten ansge Icht. — Die Privattiage des H. Sch. II. von Kefenrod gegen beit Schreiner Eh. M. daselbst wegen Beleidigung wurde durch Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 22. Nov. In Nr. 272 Iwt ein katholischer ..Leser' scheinbar den Eindruck von Graf Hoensbrveck>s Rede al^iicttvLchen ücn'udU. 3 a di l i d> hat ztrnrr der „£rier" offenbar gegen HoenS- broechs Ausfülwungen, die ia bmurtfiiditd) auf Zitaten cms Schrnten von Jesuiten fußten, nichts ernzuwertden gehabt. Dem ,,£efer" genügt es nmuführeu. daß Hoensbroech rwr 21 Jahren die bentidie Gesimmng der Jesuiten verteidigt habe, die er ihn en letzt al'svridst. Mer damit ist doch für die ..gerechte Benrtellung/ her Jesuiten gar nidüs gewonnen und noch weniger si^ damit Hvcnsbroed's Ziutte aus Jesuitenschritten widerlegt. — Als ganz befenber? ungeeignet rrfdicnrt e-3 aber, Bridrg Dr. Fantl«derS Ausspruch über Hoensbroech für die Jesuiten in- Feld zu fuhren. Der genannte Sifdx'T sagte: „Kein vernürMtger Mensch be-' urteilt den Baurn nadi dem Fallobst und den Geist der deutichcn Armee nad) den Fahnenflüchtigen." Für den Nichtultramontanen stehen die Jesuiten um keinen Deut bester da, wenn man rinail Mann, der den Mut hat, ans dem Jefuiteiwrden «mszutreten, in grober Weise verunglimpft. Dr. A. Weber. Dankbarkeit veranlaßt mich gern und -45crtrflllC)1vVO!l* roftcnloö allen Lungen- u. HalS - leidenden miuuteHen, wie ick mich durch ein einfaches, billiges und erfolgreiches Raiurorodukt, D o r ä n - K r a f t - M a l a , von meinem langwierigen Leiden befreit habe H. Peukert, Kaufmann. Berlin SW. 47, Großbeereuiiraße 30.b1»/10 Märkte. L Friedberg, 20. Nov. Ter heutige Diehmarkt war trotz der schlechten Witterung gut besucht. Neber 1300 kchweme waren amgetrieben. Ta der Markt ohne alle Beschränkung ob- gehalten wurde, waren audi die Händler erschienen. Dutd.gcbendS waren nur gute Tiere zn Tlarlte gebracht worden, namentlich von den größeren Landwirten der Wetterau. Der Handel war sehr rege und die Preise waren hoch. Ganz kleine Ferkel wurden da? Paar mit 35-40 Mk. bezahlt, größere kamen aus 40- 50 Akt. und Springer ans 60-70 Mk. zu stehen. Gegen Mittag waren saft alle Schweine verkauft. w le. Frankfurt a. M., IS.Nov. Heu- und Strobmarkt. Angesahren waren 6 Wagen Heu, 2 Wagen Stroh, bezahlt mürbe für reu 3/ u—3,60 9)lf., Stroh (Kornlangftroh) 2.60 -0.00 Mk, Wfrrslroh 0,00-0,00 Mk. Alles sär 50 Kilo. Geschäft gedrückt Die Zufuhren waren aus Oberhessen und den Kreiselt Dteburg und l Hanau. ÄKS Mgsi°LMsi,; . ttfonhrt! bet ®°ltrSa bie *t: KL», «fite* $SsK ■ fühlt, bä6 Li'3to,,lk. ■ I fahren I iß oQ[tCll "ll Mstfl en 8ur. fehlt. Besten gefetzte sterbet' -m ^e^ngni« zu Rochefort, über bett wir gestern schon beridttcten, brach aus, als der Ober- SM und ioi,k" )le h T,vvn 20ÄT X LZL- c $ dns Nicht bo- -Ehrung mach-n'^ und besser. &Lv w der nahe t-. Stadl nid» > TA ®* «S c ltaben, w, ? wltt beWn >- MOr Anlegung ,. Hk, um den M- l«merzunmöglicher, - daß ein derartig, f, . enbersammlung entio-. Avrechend btt 1 Erhalten gegenübe- abtt mht auch ünm- fatm. .Der dann « n. "uilatz zu weiteren. l fm das Jahr 1913 m >en ^rlmiteruugcn naä> 185,01 Mk. in Sinn» ter: Autoliefch' ch gestern abend Autoliebchen wird Ml 'n Trompetern überv ic Mädchen so germ- iiif§ angenehmste roh \\\ sagen - denn da:. rcheinander, da fw in, chaß man gar fr: sich an den nrllfn l;" ien intifio? erfrort T tattnng aufu^e, iv ic EinriMn^, W «t: > mzend > nennen F ürmifdiehi Äeifal i elnen Leistunaett r - ister Linie Frl. II-.- grosser als M- chnet waren. Einr >, feurig und fcd. r i Somossy ganz ’ YMleit Frl.Sii ls Rely zeigten s«b esst fein war Herr : nur wenig Mi IR fast tvie ein Mitteln 'noch die Herren ^r-' Mönnekantp und Lffteh lBehüde j Die nlufikatische Lsttv ten Posse nstt ihren w M Ädam. ä - ? iM »’Ä ' tzostheatcr W®. en. (n ■ Ifbbc rrtfln UD« --? ferner die Derrink von Mrrinz, Gießen, Dcrrmstctdt imb I Gorms, zu einem Verband zusammengeschlossen Dos Pro teftorat hat der Groß Herzog übernommen und auch gr stattet, daß bte Bereinigung m ihrem Bereinsabpichen Wappen und Krone des Lande^sitrsten führt Sitz der neuen Vereinigung ist Darmstadt Die Vorsitzenden der! bereits bestehenden Vereine sind Borstandsmitgsteder der! neuen Bereinigung. Tie Geschäftsführung soll alle Jahre I in neue .Hände übergehen Für das erste Geschüftsfahr I ist sie dem Vorstände des Mainzer Vereins übertragen lovroen, der der größte der bestehenden Vereine ist, und türk das näclstte Jahr dent Darmstädter Verein, tfammerhm Frhr. von Detinger Darmstadt, Oberleutnant von Sela-1 sinskn und Fabritant Tuckerhofs^Mainz, Professor Dr I nig-Gießen und Cberft von Behr Worms wurden gestern vom Großherzog empfangen. Tie Herren sprachen ben Dank für Uebernahme des Protektorats aus und über* I reichten dem Großherzdg das Verbandsabzeichen. Man kam überein, daß all? her neuen Vereinigung anaeschlosse- neu Vereine in kurzer Zeit ihre 9?timen einheitlich ändern. Hessen-Nassau. ll Marburg, 20. '.Udo. Hier ist eine Bewegung für Errichtung cihcr Dli 11elschule im Gange. Eine Eingabe dafür, die zahlreiche Unterschriften trägt, wurde gestern den I städtischen Behörden überreicht. — Eine Versammlung hie -1 nger !fauste»ite und Gewerbetreibenden beschloß, angesichts der in letzter Zeit feftgeftellten Auswüchse des AußverkaufS- wesenS die Regierung zu ersuchen, die im Gesetz gegen ben I unlauteren Wettbewerb festgelegten ErganzungSbeslimm-i ungen hier emzm'ühren. ok. Ziegenhain, 20. Nov. Ein Fußgendarm wollte gestern abend einen Gefangenen mit der Bahn in das hieftge Zud»tlnms abliefern. Ms der Zug hielt, gab der Verbrecher bem Gendarm einen heftigen Stoß, daß dieser aus der geörrneten .n'oupeetür hinausstürzle, während der Gefangene ans der anderen! Seile ans dem Zug sprang. Sein Transporteur muhte i^n nodi 2 Schüsse nach. In der Dunkelheit traf er jedoch mdü, so daß der Gefangene entn»eichen konnte. Ter Beamte nahm nd) die Flucht des Gefangenen so zu Herzen, daß er. sich kurz daraus in,.seiner ^üduung Iiftl dem Tienstrevolver erschvß. Derittifcbfc». ♦ Großseuer. 3m Modell schuppen der Maschinenbauanstalt Humboldt in Kalk brach nachts 1 Uhr Feuer aus, das alsbald einen gewaltigen Umfang annahm. Außer der Teutzer Wehr war auch der Hauptteil der Kölner Wehr mit Löschen bet'dsäftigt, doch gelang es erst gegen 5,16 Uhr den Brand zu überwältigen. Ein Viertel des Modellschuppens, was etwa einem Umfang von 4000 Quadratmeter entspricht, ist dem Brande zum Opfer gefallen. Ter Sdsaden wird auf 300 000 bis 400 000 Mark Blutarme! finden in alkoholfreiem <— griechiwchvn Rotwein ein wirkliches StÄrkungsmUtel Ht Flasche Mk. 2.50 ' , Flasche Mk. 125 Reformhaus. Kreuzplatza geschätzt. . . * o ♦ Ein gefährlicher Geisteskranker. Aus Loz Angelos, 20. Nov wird yemeldet: Karl Warr, ein Deutscher, verursachte gestern im Polizeihauptquartier eine eineinhalbstündige Panik. Er betrat das Gebäude mit einer Kiste auf dem Rücken, die mit Dynamit gefüllt und mit einem komplizierten Entzündungsmechanismus ausgestattet war und ersuchte die Polizei, erneu hohen Eisenbahnbeamten Tjerbeüurufen, den er in die Luft sprengen wolle. Mehrere Poli^eibeamte beschäftigten Warr durch ein Gespräch, während andere die Arrestanten aus dem Olefängnis holten und sie in Sicherheit brachten. Die im Gebäude tagenden Gerichtshöfe schlossen eilig die Sitzung und die Richter, Geschworene und Zuhörer, Mrzten auf die Straße. Rach geraumer Zeit gelang es den Polizeibeamten, sich hinter Warr zu schleichen und ihn mit einem Knüppel niederzuschlagen, so daß er besinnungslos mürbe. Die Kiste enthielt 60 Stangen Dynamit von einer Vergleich erledigt. Kreis Friedberg. Friedberg, 20. Nov. Am Totensonntag wird nachmittags aus eine die Bedeutung des TageS gestimmte Geistliche Drusikaufführung in der erwärmten und für diesen Zweck ausreichend beleuchteten Stadtkirche veranstaltet werden. Außer der Chorschule und dem Mannerchor werden die Herren Hch. Reinhardt auS Darmstadt (Gesang) und Paul Hindemith auS Frankfurt (Violine) Mitwirken. Starkenburg und Rheinheffen. Darmstadt, 21. Nov Prinz Heinrich von Preußen ist heute nacht 1 Ubr im Automobil von Kiel liier eingetroffen. Prinzessin Heinrich kommt heute hier an. R. B. Darmstadt, 21 .Nov Der Forstassessvr Hermann Wilbrandt, der Sohn des Vorsitzenden per Ministerial-Forstabteilun-, ist gestern Sinern 'Schlag- anfall erlegen. Der TodesfaN erregt um so mehr Antrilnalttne, als der Verstorbene sich erst vor 6 Wochen mit der Tochter des Vbajors a. D. Schnittspahn verheiratet hüt. , „ L Darmstadt, 21. Nov. Gestern nachmittag fand fine StubFit tenver f ammlitng int .Kaisersaal statt Ter Bor- (itrnbe des Ausschusses der Studierenden stellte ben Antrag, den Festkomiteers anläßlich deS Geburtstages des Grohhcrzogs .1 ii s f a l l e n zu lassen Mim Zeichen bf Trauer und tiefen lintrüstung der Studentenschaft über den Tob des Sttrdterenden Alfred Weiser Ter Antrag wurde ohne Debatte angenommen. 3odann faßte die Versanrntlung folgende Entschließung: ,,Tre ^cirmftäbter Studentenschaft gibt einmütig ihrer tiefen Entrüstung über die Vor.)änge Ausdruck, die zum Tode des Studierenden Alfred Weiser geführt haben. Sie erklärt aus das Enttch,ebenste, daß ein Mensch, der ans unstudentische Wei/e zur Waffe grett , den Namen Student nicht mehr verdient, -sie ist der An ficht, daß dos Verhalten aller an dem Vorfall Schuldtgen als durchaus unstudentisch auf das Schärfste zai verurteilen ist, Sie beauftragt ben Ausschuß der Studierenden, diese Entschlietzungen durch bte Tagesvresse ber Deffcrttlld)feit bekannt zu geben " bs Darmstadt, 20. Nov Unter dem Namen „Groß- herzoglich hessische Vereinigung für Luftfahrt" haben sich die in Hessen bestehenden Vereine für Luftfahrt usw., darunter die Hessische Flugstudien-Gesellschaft, Qnuamanup beste Schuppen- ül|OdUldpul Pomade, absolut - '—es Mittel Kopf- Mcnuppenund Haarausfall. a Ml.—■ i. d.<^ntral- Droeerle Emil Karn. Freidenkervereinigung Gießen Donnerstag, den 21. November 1912, abends S«/2 Uhr, im Saale des Hotel Einhorn öffentlicher Vortrag mit freier Aussprache des Herrn Dr. I. Schiller, Frankfurt a. M., über Äe Athtimkn Kriiftk im Katlislizisrnss Eintritt 30 P!g. o»,„ Tcr V-rftan». Eine Versammlung der Deatschnattonalen in Wien. Wien, 21. Nov. Gestern fand eine Versammlung der .Deutschnationalen statt, in der zur Balkankrisis eine über ben wir gestern schon berichteten, brach aus, als der Ober- Entschließung angenommen wurde, die Deutschen in Oesterreich ausseher den Gefangenen Essen brachte. Tie Gefangenen durch- ständen, wie immer m schpxwen Zeiten, auch jetzt nnebet auf fdynitten ihm die !kehle und entrissen iljm seinen Revolver. Seiner Seite der Regierung. Die Deuffchen wollten keinen üartb- irau, die herbei eilte, erging es ebenso. Ein Mattose. ber den t-riverb mit der Balkanhalbinsel, wohl aber die unbedingte Bv» Cberauffeber verteidigen wollte, wurde durch zwölf Messersttche rücksichtigung der nnrtschastlichen Interessen Oesterreith-UngarnL'. sdsoer verwundet. Beamte und Truppen, die herbeieüten, fanden — __________________________ — ben weiten Aufseßer in einer Zelle ernwrbct mit abqcfdxmttencm I . « Kopfe auf. Gendarmen verfolgten d,e Meuterer in baö zwe-.i" . Stockwerk Dabei erhielt ein Unteroffizier einen Axthieb: dem -- L7» " ? - Komwifsar wurden die Kleider zersetzt. Zwei gefangene Mattosen ' ' ----------— verbarrikadietten sich in ihrer Zelle. Oenhanroen schlugen die Tür ein, tcuerten und töteten die beiden. Zrn ganzen wurden fünf Personen getötet und drei verwundet. * Zudem Sturm auf Jamaika wird aus Kingston gemeldet: Eine große Flu.tw^tte hat die Städte S a - vanna und Lueea auf Jamaika zerstört. Dampfer, die von Mngston kommen, berichten, daß 42 Personen infolge de« Orkans in der Mjvntego-Bay umgekommen seien. Die telegraphische Verbindung ist gestört. Der Gouverneur von Janiaika ließ einen Spezialzgtg mit 300 Zelten und Lebensmitteln abgehen. Der Sturm begann am 15. Nov. und nahm mehrere Tage lang wachsende Gewalt an. Er erreichte eine Starke von 100 Meilen in der Stunde. Kleine Tageschronik. Aus Jokaterinoalaw wird gemeldet: Auf ber Kat ha- rinenbahn hielten nachts Räuber durch ein falsches Signal einen Od)ncUiug an und raubten 30 Passagieren Geld und Wertsachen. Ter Pabnwäckster und der Oberhrndukteiir wurden verwundet. kühl, nordiveftlick;e Wnide. Zchnc kricht des SchiNud, wiittersport Sietzen. Hoherosskopl 20 cm Neuschnee, 30 Kälte. Letzt«? N tiebrieb teil. Rußland als Vermittler. ■/; Köln, 21. Nov. iPriv.-Tel.) Der ^onderbernyterstatter der Köln. Ztg. in Sofia mclbet, daß Rußland zwischen Bul garien und der Türkei nur den liebermittler der Verhandlungen mache, da es in Konstantinopel die VeAetung der bulgarischen Jineressen übernommen habe. Dem Bericht, erftaiter wurde amtlich mitgeteilt, daß Rußland die Verhandlungen nicht beeinflussen werde. Rumäniens Fordenmge«. Bukarest, 21. Nov. iPriv.-Tel.) Rumänien hat seine Forderungen wegen der Grenzregulierung Bulgarien noch nicht mlitgeteilt, sie sind aber ber bul-« garischen Regierung befamtt. Bulgarien, nriinidit bte Regelung aller Fragen unmittelbar mit den beteiligten Mächte». MAINZ f.B ■ *V , 'rC»jT, \ *7 MAGGI1 Bouillon-Würfel 8 Kreuzstcrr.. Würfel 20 Pfg-, einzelne Würfel 5 Pfg, MAGGI» gute, sparsame Küche Sängerkranz Gießen Zur bevorstehenden Weihnachtssaison empfehlen wir unser reichhaltiges Tuchlager für KONZERT sv Weiße und farbige Westen -W« in eleganter Auswahl. D *•/ Natur-Thea terGiessen BT/*‘ K. 89/12 Ueberwachung (C* •/» Übertragen werden kann. K. 90/12 B7/« State Schöler 3U vermieten. 17387 K. 85/12 B7/11 mieten. (7546 Burkbard-felden 7625 »U vermieten. 17487 4733 Mietyei>uctie Stellenangebote Versteigerungen Vdiihielitngen ^pllenyesuciie Verkäufe Kaufgesuche Verschiedenes Sonntag, den 24. November 1912, nachmittags 5 Uhr in der neuen UNIVERSITÄTS-AULA: könn. d. Osterversetzung noch bequem erreichen durch eof. 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