162. Jahrgang 3weites Blatt Hl 171 erscheint ISglich mit Ausnahme des Sonntag?. wir Er isenspreni' dal •«<*** Spezi uniwa^ für 6vm' Tie „Giehener Kamittenblättrr" werden dem ^Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, da? .Kreisblatt fir den Kreis Sieben" zweimal ivöchentlich. Die ..rondwirtschaftllchen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. 5» «-“Kl1 flSuniform;h ? fflntie in’0..1:,; ranke nickenden Labetruü itn Haushalt au teor aber Vosi 4 Zbhir i Eine Oririnalfliscb- rnchtgeachmack ietta, Ananas, r nach Bedarf berge- igefflgl. , mahme 30 fff. wir issener Qualität berzeu- bereit, irigiaal1 oeflaschen senden, »rt einsendet, und die , flaschen etc^ wekJ- : oder gleicbxeitig P*’ yS'BÄ n*i Hundslage. Am 24. Juli treten wir in die Zeit der fcuntetagc ein, die |Ürr die bcißcftcn des Jahres gelten und denen man auch heule nach mcliach nichts Gutes zutraut. Woher kommt der merk- Ii^rdige Name dieser Wochen, woher der Aberglaube au allerlei schlimme Ereignisse, der sich mit ihnen verbindet? xie Öunö$- ta.jc sind ein viel tausendjähriges Vermächtnis, da-- die atl> l- « n v t i i (b c Astronomie bis aus unsere Iagc_ vererbt Hat, bfiin der Siriuo, dieser Stern erster Gröftc im Lternbild des Gwfteii Bundes, den die Söhne des Pharao >sothis nannten, it-teile bei ihnen eine grafte Nolle. . . Zunächst hatte in Aegvpteu als Jahresanfang der Beginn twr Nil Überschwemmungen gegolten, die mit ihrem fruchtbaren ’uft sür das ganze Land von größter wirtschaftlicher Bedeutung luuren und noch sind. Diese Zeit in der zweiten Hälfte des Juli sündigte sich nun astronomisch dadurch an, daft die -sonuc beim Herannahen dieser Periode mit dem Sirius gleichzeitig aut ging; Ly -)cr hellste Stern am ganzen Firmament war in der .Norgen- > mmerung zu sehen. Da die Aegypter den Sotbis wegen feines "trahlcnbcn Glanzes verehrten, so brachten lie bald bieten „helia- !i chen Ausgang ' des Sternes mit der Nilüberschwentmung in rge Beziehung. Er galt als ein Vorläufer des segensreichen hdiu- ipwmens der Wasser über das Land und wurde unter die wohl- tnienb'ii Götter versetzt. Ter Beginn des Jahres wurde gc)ctzlich yn gleiäxr Zeit mit dem Erscheinen des Sirius in der Morgen- Mmmcrnng an geordnet. Zunächst rechneten die Aegnpter ein reinfv Sonnenjahr mit 360 Tagen, aber bald merlten )ic, datz bsi dieser 'Jlnnahme sckwn nach wenigen Jahren der Beginn der ^Überschwemmung und der des gleichzeitigen Aufgangs des Sirius mit der Sonne sich sehr bedeutend gegen einander ver- iffcoben Wie die Mulhe berichtet, soll der Gott Thot der Mond- gjrttin Isis im Brettspiel fünf Tage abgewonnen haben, dieser dau Menschen zu den bisherigen 360 Tagen des Jahres als ^u- qoebe hinzuschenkte, so daft sie nun 365 Tage im Jahre bei atzen. Wer auch diese Tagezahl im Jahre bewirkte, wenn auch nicht to rcrsch, so dock allmählich eine Verschiebung des heliakmäien vohl ganz neu; nur Wenige mögen geraubt haben bau Zh. ii die Gegend von Kum-Kalc schon tn der Schulzeit bekannt qtr.orbcn ist, allerdings unter einem anderen Namen. Bor fast liii«) Jahren kam auch eine Flotte durchs Ägäische Meer neid : ommen und nahte sich hier dem Festland. Zwar waren tue Zchjffc viel bescheidener als die feuer,peienden Eifenkolosfe der | 3,diener, aber die Helden, die dahergesegelt kamen, haben sich i i-ii vieltausendjährigen Nachruhm erworben; Ldysteus, Achst- daH sie aus dem Sack eines Knochensammlers kämen. Ick habe auch nicht geglaubt, haft wirklich iemand das essen würde, bis ick's erlebte und an dem Gesicht des Käusers noch erkennen mußte, daft er einen Festsckmauft erstanden hatte. Nickt zu vergessen sind auch die Topfhändler, die allerlei buntbemalte lövie-- rcicn zum Kauf aiibotcn. Sie zeugten nicht von einem blühenden .Hiinftgeraerbc, diese Produkte standen im Werte auch hinter unserer „Bauenikunst" weit zurück. Mer sie müssen erwähnt werden, denn nach ihnen hat die Stadt der Dardanellen ihren Namen; sie heißt auf türkisch „Tschanak-K alessi , das ^Und^auch das türkische Volksleben schaute ick hier zum erstenmal. Vor allem war es natürlich die türkische Frau, die leben Europäer ihres Schleiers wegen so besonders reizt. Unter den vielen neuen Menschen, bie aufs Schiff gekommen waren, um nach der Hauptstadt zu fahren, waren auch Cfnsicre, die ihre Frauen mitgebracht hatten. Schnell waren durch necken Ecken auf dem Deck abgeteilt, hinter denen die grauen verscknvundcn waren. Ich suckle und fand auch einen Platz, von wo ich in das Lager hineinfchauen tonnte. Und ick iah auch eine verschleierte Fran. Es war aber eine alte Negerin, eine Wienerin, und unn war mein Interesse bedeutend abgebraucht. Das war mein erstes Zusammentreffen mit dem curovaiicben Ericnt. gewesen, und ob ick gleich bann Stammbul gesehen hatte mit 'einem bunten Leben, war mir doch dieser erste Eindruck frisch ge- Dienstag, 25. juh 1912 Rotationsdruck und Verlag der Brübl'schen UniversnäkS - Buch- und Cieinbruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Sckul- stratze 7. Expedition und Verlag: ^Möl. Redaktion:e^zA l12. Tel.-Adr.: ^InzeigerGießen. uns vorbei: türkische Bauern, drohend bewaffnet unb blühet- bonge Frauen, das Antlitz keusch vor den fremdeni Mannern verbergend, ritten auf trägen Eseln bahnt Auf ,d)langclnbcr Strafte kamen wir aur eine Höhe Da hielten wir unb fdjauten nock einmal zurück auf bad liebliche Bilb t*.cr. bie Stadt und die grünen, reid)beroäncrtcn Lander, die ,o unranft aus ihrer türkischen Ruhe aufgeichreckt würben, als die Kanonen von Kum Male sprachen, unb die nun vielleicht m bicfen Tagen bcu Enticheibungslamvi des seltsamen Krieges leben weiden. Munt Aale, die Batterien nahe Troja, uni ernt Reif eitel, dem roir nun im fröhlichen Galopp entgegenritten! In den letzten Tagen ist auf dem Nürnberger Fleifchmarkt eine ungeheure Preissteigerung eingetreten und es scheint, daft man sich sür die Speisung der 3b 000 Mann, bic m Nürnbergs Mauern erwartet werden, lehr anständig bezahlen lassen will. Mit dieser Ungeschicklichkeit wurden lieh aber Nürnbergs Würger ins eigene Fleisch schneiden: denn dann wäre die «stabt wohl zum kBtenmalc bet Frsipla» für biefe aeraatttoe beutWe MUonate Veranstaltung gcraoen unb Nürnberg, baa bum CvUiithen Uco unb bem deutschen Schrifttum so Diel verdankt wurde,durch fei t uurzsichtigkeit ganz unendlichen schaden auch an )einem von Tag^ zu Tag wachsenden Fremdenverkehr erleiden. Juzwnchen haben die maftgebenben Instanzen eingegriffen und es fleht »u hoffen, daft der 5chatten, der durch das Verhalten einiger ganz besonders gewerbstüchtiger Nürnberger zu fallen drohte, rechts- ieitlGinCcChübid)e Erinnerung an das erste deiltsck)e Sangerfest m Nürnberg im Jahre 1861 hat der Nürnberger Magistrat aus- maraben9 als er die damals benutzten Dekorationen zum grofsten wieder Herstellen und dort anbringen keß, rao sie vor nunmehr 50 Jahren hingen. Als einziger der damals mit den Aus- schmückungsarbeiten betraut getoejenen Künstler lebt hier noch der Silbbauer unb Hauptlehrer an der Nürnberger Baugewerks- sclmle Tobias Weift und ihm hat man deshalb den Arcnvollen Auftrag gegeben, das Wohnhaus des oltbcvufjmtm BildgieMrS Teter Bischer neu zu schmücken. Auch Albrecht Durers Geburtshaus in der Winklrrstrafte und Willibald Pirckheimers Wohnhaus am Marktplatz wurden zu Ehr'n des SängerfeiteS auf das ickonste geschmückt und zwar durch Professor Wanderer Martin Beheims Hans hat der Maler Rudolf Gewler in Arbeit, wahrend die fest- lil" Ausschmückung des Hans Sachs-Hauses der Maler Glaud besorgt. Schlieftlich werden auch die Hauser von Veit Stoß und Adam Kraft eine würdige Ausschmückung durch 9?iirnbcrgcr_Mun|t- 1er erfahren Mit ganz besonderer Liebe i't vor allen Gingen der malerische Marktplatz geschmückt worden. Er wird in gerade^ verschwenderischer Weise in einen Garten umgewandelt, in dcsten Mitte die mächtige Rats- und Prestetnbune sich erhebt Die Hauptstraßen der Stadt, die Kaiser-, Karolinen- und Komgs- strafte, werden, getreu ihrem Charakter als Hauptverkehrsadern der Stadt, einen ganz besonders ffstlichen Schmuck bieten und neben Teppichen und Gemälden, ,zahnen und Blumenzier, erfreuen auch schöne grüne Laubengänge überall das Auge Das Herzogtum Sachsen-Koburg-Gotha, dessen unvergeichcher Herzog Ernst II. den Anstoft sowohl zur Begründung des xeut- l'd'rt’n Schützeubundes, wie des deutschen Sängerbundes im Iahte i 1861 gegeben hat, wird durch den jugendlichen Herzog Karl i Eduard vertreten, der am nädmen Samstag oer im JdiriilHra. r lt:m, Llgameninon ... „ . .. Die versteckten türkischen Besestigungen auf der fieinanatudKn 3ete unb ebem'olche auf bem thrakischeii Chersones, der euro- ucficken Seite, bcf)crrfd)cn wundervoll die Eintahrt in die Dar- |Mr ellcnftrafte. Es muß für eine gut ausgebildete Artillerie cm iu,i !ier Spaß sein, heraniiaheiiben Schiffen ein donnerndes Halt lunuieii zu können, mit dem sicheren Bewußtsein, die Bewlgiing bic ?t Aufforderung immer erzwingen zu können. Llcherhett bie: en diese modernen Befestigungen, aber schöner unb mal erstarr ioai bock das Mittelalter, bas uns dort am hnfen Utcr durch bie alten Festungstürme unb Mauern begrünt. Ist s die Ber- lU.aflciihcit, bic um diese mittelalterlichen Stätten eine solche nJlc von Romantik häuft, ober hat auch lckem in jener Zett, bc diese Bauwerke noch mobern waren, alles das bie Phantafie \t mächtig angeregt wie heute noch bie Reste? öci es mit bei Romantik unb bet Phantasie, wie es wolle, aber s ch o n irenen bi esc Bauten auch schon damals, denn auch zu jener Zeit Ict (inigten sie sich mit der umgebenden Landschaft zu bie)em Der Tag des deutschen £ieöes. Nürnberg, 22. Juli. 311 ben «Elichni. «ete*Kicr hatte einer s,mae kleinen Töpfe mit Jacurt, der in ber Türkei wie in Gnechcn- jixrib so beliebten Sauermilch, ausgestellt; baneben hatte em anderer Hammel köpfe ausgelegt. Es sah entsetzlich aus S,c waren ji wohl ubergebraten, aber man hätte dock glauben mogen^ blieben in ber Erinnerung. . , Heute erlebten wir bm Anblick des bunten Lebens nickt, denn die Sonne sank, als wir Anker warfen. Umere. lern feit wurde ganz aut em Boot gerichtet, das btc deu'ckc Flagge gehiftt hatte. Sie war noch nagelneu, benn ber beut dK Bizekonsul, ber ba angefahren kam, war eben erst mit bicicn Amte betraut worden. Es war ein Grieche und er roolltu cd Uck nickt nehmen lassen, ben hier überall bekannten unb lehr geschätzten Professor Dorpsclb mit )einer jungen Neisegejellschaft zu begrüften unb uns bei den Paftsormalitäten nach Kräften ^Wir verteilten uns auf bic beiden vorhandenen Hotels. Wer ins alte kam, empfand cs als einen Vorzug, in dem Hause zu wohnen, in dem früher Schliemann abgcfticgcn war, und wer ins neue kam, freute sich eben darüber, daft er tn einem neuen Haute wohnte. Diesmal war allerdings die Freude ^utg begründet, benn auch das alte Hotel war tauber, ^n einer griechischen Gar^ I.iche nahmen wir dann gememfam das ^udc^sen ein. Es war uns alles neu, und darum machte un» das BnMitive Spatz. Unb bann versuchten wir noch einmal. Entbcckutigen in der Stabt zu macken. Aber wers noch nickst kannte, ber lernte hier, was eine türkische Stadt nach Sonnenuntergang ist. Totenstt die ganze Stadt ; kein Mensch aui der «tratzc Kein Licht fallt aus den Fenstern, denn sie sind ja alle mit dichten bolzgtttern versehen. Nur eben liehen sich btc Hamer noch unter)djetben. Die meisten waren aus Holz gekraut; bazwtschcn einige neue aus roten Ziegelsteinen, unb manche zeigten auf steinernem Unterbau hölzerne Etagen. Unb immer Erker, überall Srkcr. Eha raltcrifiifch dabei ist, daft sie.übereck zur Hausffont gebaut ffnd, luoburd) ein besserer Ucberblick über bic Strotze unb ein klareres Turchstreichen des Windes durch d.e Wohnungen ermöglicht wird, was im Sommer sehr angenehm in den Holzhaustrn fein Die Mckverh 1 ebeutung, die man dem die Niluberickivem mung verkündeten Sirius in ber OTorgcnbämmerung Mif^ncb, ' ianb aber nicht ihre Ausbehnung auf bie ganze Zeit Mit bem fruchtbaren Wasser kam nämlich zugleich bic Zeit ber groften Hitzen, ber gefährlichen Krankheiten, ber jchdmmcn Eptbcmicn ! unb bcs großen Sterbens. Giftige Miasmen Iticgcn au^ bem zurückbleibenben Schlamm des Flusfes, und nach dem Legen kam das Elend, für das man nun ebenfalls den Lothms verantwortlich macktc. Tie Griechen, die dem HutidsgetNrn den Namen Sirius gaben, übernahmen diesen Glauben an bie unbeilbrtngenbc Macht des Sternes Sie sahen in ihm einen sagenhaiten Hund ber UntcriDclt, ber von den Gättcrn an das Firmament verletzt iei, hielten ihn für bas Sinnbilb bcs Hunbes, ben Jupiter bem -lotcn- riebter Minos sckstnkte, ber ihn wieder an btc Proons rocitergab. Ptolcmäus gibt ihm eine feuerrotliche Farbe, und man op,erte zu Beginn dieser Periode einen rot eit Hund, um das ichltmme Hundgcstim zu versöhnen und günstig zu )hmmcn. Nach den Angaben von Hippokrates und Plinius „beginnt an bem Tage wo ber Hundsstern sich erhebt, das Meer zu kochen, der Wein wirb schleckst, die Huiide bekommen bic Tollwut btc Valle: öcr* gröfterte sich unb wird gereizt alle Tterc veriallcn iit ^chLan= heit unb Trübsinn; bie Krankheiten, bic btcic Periode am häufigsten heiworru'l, sind die heißen und andauernden fieber, die -Darmkatarrhe unb bic Tobsuckstsamällc , (tpr Bei ber ungeheuren Auiornat, bic Hippokrates im Mittelalter besaß, ist es kein Wunder, baft die Vorstellungen von der Gcrahr- lickkeit der Hundstage noch bis in die neueren Seiten hinein bestehen blieben Nack alten Rezeptbüchern und arztltckcn Ratgebern muß man in dieser Zeit besonders vorsichtig lein, nd) tüchtig vir Ader lassen, nicht baden, wenig enen, nicht zuvrel nftlaten ufro. Letzte Rcflerc solcher abergläubischen ^deen ,md ja auch noch in unserer Gegenwart wirksam. * UnDctöfftntliditcBriefcnapoIeons an deutsche Dürften. Am 1 April 1810 sand Napoleons Ziviltrauung mit der Erzherzogin Marie Luise von Oesterreich statt; am 2. April folgte bann die nrcklickst Feier, unb am 5. 'Xonl zog sich das Paariur die Flitterwochen in das Schloß von Eompiogne.zuruck --elbst- verständlich beeilte sick ganz Europa, bem Kaiser feine Huldigung banubringen Unb Napoleon geruhte, bie Glückraunfckichreiben be’- Fürsten unb Städte in vielen Fällen eigenhändig zu beantworten Wie aber Edouard Gachot im neuesten Hefte der „Oum- zaine" aussührt, ist feine Antwort verschiedentlich anders ausgefallen. als er zunächst beabsichtigte Der Brief an den König von Preutzen, ber vom 22. April 1810 datiert ist, lautete nach Gachot ursprünglich rote folgt: ,Mein Herr Bruder! Ich war davon überzeugt, daft bie cft recöyntrcien „■ 7^/-- Kolosse« SW Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhchen Einen einsamen Griechen trafen roir auf ber Strafte. Mit unseren juiammengetragenen Sprachkenntnis)en fragten — ihn aus, wohin man hier denn des Abends gehen könne, verwies uns in ein Kaffeehaus. Aber als roir da cmgctrctcn waren, erschraken roir vor unfern eignen stimmen, so ruhig war c>3 dort Rings an den Wänden hin hockten bic Türken auf ben langen Bänken. Hatten sic vorher vielleicht miteinanber acDlaubcrt, so waren sie über bie ungewohnten Ginbringlmgc wdcnsalls starr. Nur hin und roieber horte man die Blaien in einer Wasser-Pfeife glucksen, ober der Wirt ging an den großen siohlentellcr, der mitten im Lokal stand, und holte eine glühende Kohle für seine Pfeife. Wir tranken möglichst ichnell unfern heißen, schwarzen Kaffee unb verlietzen das Lokal, weil biete Stille sich uns auf bic Nerven legte. Tas also war bas Nachtleben einer wirklichen türkischen Stabt. Ter Not gehorchenb, unterwarfen wir uns der gcimtben türkischen Sitte, die Nacht zum Schlafen zu gebrauchen, .bis uns zu früher Morgenstunde bas Pferbegetrappel auf der Straße weckte. Schnell machte jeder Toilette und suchte auf die Ltratze zu kommen, um das beste Pferd zu erhalten Und dann gings hinaus ins Land'. Auf der Strafte zogen Kamelkarawanen an Neuigkeit Meiner Vermählung mit der Erz^rzogin Marie Luise von Oesterreich bei Eurer Majestät bie gleiche Freude erwecken würde, bic ich über ein derartiges Erergms «mvnnde welches ür meine Familie sowohl Ime das Gluck meiner Volker höchst bedeulungsvoll ist. Ter Glückwunsch, den Sie M>r ber diejer Gelegenheit in dem Briese barbrachten, nut denen Ucbergabe Sie ben Marschall Grasen von Kalckrenth beauftragten, bat Mich tief gerührt. Und gleichfalls hat mich bic Art, wie sich bioer rourbige unb ehrenwerte General ber Aufgabe entledigte, die Eure Majestät ihm gestellt hatten, großen Eindruck gemacht. Eure Majestät konnten niemanden wählen, der Mir angenehmer gcracien roarc, unb es bat Mir zur Freude gereicht, dem General perfonlich meine Ächtung auszufprechen. Ferner habe Ich. Mich 'bm gegenüber über die Wertsckfätzung ausgefprochen, die ich den Verstcherungeir beimesse, bic Eure Majestät Mir über Ihre Absichten und Ihre Geiühle bat zuteil werden lassen. Ich itociflc nicht, daß der Gesandte Eurer Majestät einen genauen Bericht über die Gmp- iinbungen geben wirb, bie ich für Eure Majestät dege, und be» sonbers ben W»nscheii Ausbruck verleihen wirb, die Mich fur Eurer Majestät persönliches Wohlergehen beseelen. Ltets roeroe Ich aufs Neue erfreut sein, die Gelegenheit wahrzunehmen, meiner stctcii aufrichtigen Hochachtung mid völligen Freund)chait zu versickjern, mit ber ich bin. Mein Herr Bruder, Eurer Majestät guter Bruder/' E« scheint, traft Napoleon, nachdem er seine Unterschrift unter diesen Bnef gesetzt hatte, doch Bedenken darüber aufftiegen, ob ber Ton nicht zu vertraulich sei. Kurz unb gut, ben ersten Absatz hat er kurzerhanb durckjgestrichen, und dem Nest gab er eine kühlere Fassung Auch den Hansestädten sandte Napoleon eigenhändige Z-ankes- sckreiben, bei dem Entwurf unb Original jedoch übercinstimmen, wie Gachot scstgcstcllt hat, ben übrigen bcutufcn Furften fast durchweg gleichlautenbe Briese, bic im allgemeineii recht, herzlich gehalten sinb. Nur bem König von Württemberg schrieb rr besonbers. Aber auch hier stimmt ber Entwurf , ben Gachot veröffentlicht, nicht mit dem Lriginal überem, das der König von Württemberg tatsächlich erhielt. Das von Napoleon anfangs aufgesetzte Schreiben lautet: ...Mein Herr Bruder? Der Graf von Taube hat mir den Brief überreicht, den Eure Mafestat an Mick gerichtet haben, um mir ?u meiner Vermahlung Ihren Glückwunsch auszusprecken. Stets lese Ich nut neuem Vergnügen bie Frcunosckraftsbczeigungen, die Eure Majestät an Mich richten; aber Eure Majestät mögen überzeugt sein, datz biege Freund)chcnts- bcu'igunqen Mir bei feiner anderen Gelegenheit angenehmer gewesen sind. Ick hatte schon Gelegenheit, Eurer Majestät Mitteilen zu können, daft Eurer Majestät Gesandter sich Meine Achtung durch ; bie Art, wie er verschiedene Aufträge erledigt hat, die ihm : für Meinen Hof erteilten, erworben hat. Ich zweifle mcht, baß ft 4 Mathaussaal stattfindenden UebergaLe des Bundesbanners an die Feststadt und der daran anschließenden Gedenkfeier an die vor 50 Jahren erfolgte Gründung des Deutschen Längerbundes teilnehmen wird. Bei dieser Gelegenheit wird das Bundesbanner mit einem goldenen Lorbeerkranz geschmückt werden. Tie Festrede hält der Vorsitzende des Deutschen Längerbundes, Reichstagsabgeordneter Rechtsanwalt Friedrich L i st (Reutlingen). Daran schließt sich dann die Ehrung der Sängerjubilare, worauf am Abend die allgemeine Begrüßung erfolgt._______________________ Aus Stadt und Land. Gießen, 23. Juli 1912. •• Eisenbahnpersonal-Nachrichten. Der Groß- Herzog von Hessen hat dem Bahnwärter Georg Ma in Hard in Rülfenrod auS Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste" verliehen. Ernannt wurden: die komm. Eisenbahn- assistenten Hempel in Bebra, Schick in Homburg v. d. H. und Schal in Wetzlar zu Eiscnbahnassistenten. Versetzt wurden: der Lokomotivführer Diehl von Bebra nach Friedberg, der Lokomotivheizer Jsbach von Gladenbach nach Friedberg und der Ladeschaffner Schneider III. von Wetzlar nach Bebra. Die Prüfung haben bestanden: die Lokomotivheizer Christ, Geibel, Schneider in Wetzlar, Richter und Querbach in Westerburg zum Lokomotivführer, Schaffner Wittkop in Gießen zum Zugführer. *• Iugendfest. Donnerstag, den 25. Juli l. Js., nachmittags von 2 Uhr ab, wird das diesjährige Jugcndfesl im Philosophenwald abgehaltcn werden. Es wird darauf hingewiesen, daß an diesem Tage von 1V2 hr nach- mittags ab der Fuhrwerksverkehr nach dein Philo- sophenwald nur den Mittelweg entlang und von do zurück nach der Stadt nur durch die Eichgärten, von 6 Uhr nachmittags ab aber in umgekehrter Richtung zu bewerkstelligen ist. Das Publikum wird gebeten, sich nicht in den Zug hineinzudrängen, auch nicht die Spielplätze im Philosophenwalde zu betreten oder in die Spiele einzugreifen und insbesondere beim Passieren des Zuges durch die Festplatzeingänge diese freizulassen. Landkreis Gietzen. Leihgestern, 22. Juli. Unter zahlreicher Beteiligung beging der Turnverein von 1893 — Mitglied der Deutschen Turnerschaft — die Feier seines 19jühri- Ven Bestehens. Der Vorsitzende Großhaus eröffnete die Feier mit einer Begrüßungsansprache. Der Schrift- fillfrer, Finanzamtsgehilse Schäfer, kennzeichnete den Stand des Vereins. Während der 19 Jahre seines Bestehens habe er sich durch mancherlei Wirrnisse und Anfechtungen hindurchgekämpft um heute eine achtunggebietende Stelle einzunehmen. Die zahlreichen Erfolge seien »ein ehrendes Zeugnis des Unablässigen Wirken und Strebens und besonders das äbgelaufene Jahr, in dem zwölf Siege errungen wurden, stehe hierin obenan. Er ermahnte besonders die Jugend, ständige Besucher der Turnstätten zu sein. Ganz besonders gedachte er hierauf der großen Ver--. dienste des 1. Vorsitzenden, Großhaus, der nun seit neun Jahren sein Amt bekleidet. In bewegten Worten stattete dieser seinen Dank ab. Die hierauf folgende Wahl hatte folgendes Ergebnis: Der 1. und 2. Vorsitzende W. Groß-, jhaus und Lehrer Lotz, sowie Rechner Diehl und Schrisd- 'sichrer Schäfer wurden durch Zuruf einstimmig wiedergewählt. Als Vorstandsmitglieder die Herren Gg. Eiff, W. Jung, G. Velten und K. Dutenhöfer, zum 1. Turnwart K. Textor, zum 2. Ludwig Seel. Der Turnrat setzt sich zusammen aus Lehrer Lotz, W. Menges, O. Velten und W. Laux. = Lang- GönS, 22. Juli. Der Turnverein beabsichtigt, am 18. August sein Som werfest in dem am Bahnhofe gelegenen großen Garten des Gasthauses zur „Post" 511 feiern. Montag? soll ein Volksfest, verbunden mit Jugendfest, abgehalten werden als Ersatz für das ausgefallene Kirchweihfest. Kreis Büdingen. ß Bleichen bach, 21. Juli. Heute nacht wurden in verschiedenen Geschäftshäusern Einbrüche versucht. Man nimmt an, daß durchreisende Arbeitslose die Täter seien, wie man auch deren zwei Leute am Tage vorher hier beobachten konnte. Durch ein auSgebleites Ladcnfenster wurde eingestiegen, Laden, Küche und WirtSzimmer durchsucht, auch Eßwaren, Zigarren, Schokolade, Getränke gefunden und mitgenommen. Von Nidda erschien der Wachtmeister mit einem Polizeihund, der die Spur durch Gärten und Bach aufnahni und bis zu den verschiedenen Häusern, in welchen eingebrochen wurde, verfolgte. In derselben Nacht wurde auch in dem nahen SelterS bei Kaufmann Bender eingebrochen, wie man hört, mit mehr Erfolg als in Bleichenbach. Amts- gericht Ortcnberg, Gendarmerie und Ortspolizci waren den ganzen Sonntag morgen in Tätigkeit nach den ©puren der Einbrecher. Kreis Alsfeld. = Oberbreidenbach, 22. Juli. Gestern fand hier das G u st a v - A d 0 l f - F c st des Z w e i g v c r c i n s Alsfeld statt. Straßen und Häuser waren festlich geschmückt. Nachmittags um 2 Uhr vereinigte sich eine zahlreiche Gemeinde im Gotteshause. Pfarrverwalter Weiß aus Bieber hielt die Festpredigt über das Evangelium vom barmherzigen Samariter. Er bezeichnete den Gustav-Adolf-Verein als einen barmherzigen Samariter, der schon vielen bedrängten Evangelischen die Bruderhand gereicht habe. An die Predigt schloß sich die Begrüßungsansprache des Vorsitzenden des Zweigvereins und die Erstattung des Rechenschaftsberichts an. Wegen des schlechten Wetters wurde auch die Nachversammlung in der Kirche abgehalten Nach der Begrüßung durch den Ortsgsistlichen erzählte Lehrer Götzky Erlebnisse ans dem Schulleben in katholischer Umgebung, worauf der Festredner ans seiner Tätigkeit berichtete. Tie Fcstkollekte betrug 87 Mk., die der Gemeinde Bieber bei Offenbach zuerkannt wurde. Kreis Friedberg. W. Bad-Nauheim, 22. Juli. Zu Gunsten des Pensionsfonds derKurt'apelle fand am Samstag im Konzerthause ein Sonder-Konzert statt,_bei dem sich nam- haite Kräfte in den Dienst der guten Sache gestellt hatten. Konzertmeister Jani Szänto und Harfenvirtuose Johannes ^S n 0 e r spielten die „Phantasie für Violine und Harfe" von Sciint- Saöns und fanden lebhafte Anerkennung, ebenso der Hofopernsänger Otto Semper von Darmstadt für „Rezitation und Arie des Rene" aus der Oper „Maskenball" und „Wotans Abschied und Feucrzauber" aus der Walküre. — Fräulein Wynne Pyle aus Berlin hatte in Tschaikowskis großem „B-moll-Kon- zert für Pianoforte und Orchester" den Klavierpart übernommen und brachte ihre Kunst in temperamentvoller Ausführung meisterlich $u Gehör. Universitäts-Musikdirektor Professor Gustav Trautmann-Gießen, dem Leiter sämtlicher Ausführungen, wurde für die Sicherheit und Feinheit in der Führung des Taktstockes wiederholt lebhafter Beifall gespendet. Lr. Rieder - Welsel, 22. Juli. Der hiesige Gesangverein „Männerchor" begeht iw nächsten Jahre sein silbernes Jubiläum. AuS Anlaß dieser Feier findet am 28., 29. und 30. Juni 1913 ein GesangS-Wettstreit statt. Die Vorbereitungen zu dem Feste sind bereits in vollem Gange. Ein engerer Ausschuß ist gebildet. Die Zeichnung für einen Garantiefonds hat begonnen und hat schon eine namhafte Höhe erreicht. fc. Dortelweil, 22. Juli. Gestern machte eine Stammtisch-Gesellschaft aus Frankfurt a. M.-Süd einen Ausflug hierher. In der Wirtschaft von Steul amüsierte man sich und trat gegen 9 Uhr den Rückmarsch nach der Station an. In der Nähe des hiesigen Schulhauses kam es zu Streitigkeiten, bei denen mit Regenschirmen unb Stöcken gearbeitet wurde und auch der Brummbaß und die Geige benutzt wurden. Durch das Einschreiten der hiesigen Einwohner wurden die Hyänen auseinander gebracht und noch so rechtzeitig, daß sie den Zug 930 Uhr benutzen konnten. Zerbrochene Regenschirme und Stöcke, Teile 0011 zertrümmerten Musikinstrumenten, zerrissene Kleider und ähnliches zierten den Kämpfplatz. Starkenburg und Rheinhessen. --- Darmstadt, 22. Juli. Der Hessische Landesverein für Innere Mission gedenkt seine Jahresversammlung am 15. und 16. September hier abzuhalten. Auf dem Familienabend am 15. September wird Pfarrer D. Dr. Diehl- Darmstadt Bilder aus der christlichen Liebestätigkeit der Vergangenheit vorführen. Die Hauptversammlung am 16. September wird sich mit der Fürsorge für die weibliche Jugend beschäftigen, und am! Nachmittag soll ein Vortrag des Pfarrers Wurm aus Stuttgatt folgen über die Stellung der inneren Mission zur Gemeindcorganisation und zur Humanität. --Bensheim a. d. B., 22. Juli. Die diesjährige Sitzung des Verbandes Hessischer Berkchrsvereine wird Sonntag, 4. August hier abgehalten. Die Tagesordnung befaßt sich u. a. mit dem Gefckxiftsberickü und Bericht der angeschlossenen Vereine, Wahl des Vororts, Dioramen-Ausstellung in Bad-Nau- heim, der Jahres-Hauptversammlung des Bundes deutscher Verkehrs-Vereine in Kassel usw. Nach Schluß des geschäftlichen Teils findet gemeinsames Essen int Deutschen Haus statt, nachher aus Einladung der Sektion Bensheim des Odenwaldklubs ein kleines Waldfest auf dem Kirchberg. ch. Nied er-Ingelheim, 22. Juli. Die vom hiesigen Obst- und Gartcnbauverein errichtete Markthalle nnirbe gestern eingeweiht. Dem eigentlichen Einweihungstage war am Samstag ein Kommers vorangegangen, an dem die Gesang- und Turn- Vereine von Nieder- imb Ober-Ingelheim mitwirkten. Die Be- grüßungsausprack)e, sowie die Weiherede wurde vom 1. Vorsitzenden Postverwalter Andres gehalten. Die Markthalle ist ein yroßer, geräumiger Bau und in ihrer Art eine Sehenswürdigkeit. ____________ Kreis Wetzlar. — Bermoll, 22. Juli. Unsere Gemeinde hat 0!; letzte der zehn Orte der Bürgermeisterei Hohensolms die Z,. fnntmenleg ttng der Feldmark beschloßen. Die Gwf. der Gemarkung beträgt 407,70 Hektar. Sport. = Radfahren. Ter Gau 9a Sieg-Lahn hielt er? Sonntag den 21. Juli seine Fernfahrt „Rund im Gau 148,1 Kilometer aus der Strecke Herborn, Dillenburg, Eib-i-. hausen, Laasphe, Biedenkopf, Marburg, Gienen, Wetzlar, Herborn ab. Dem Starter, Gaufahrwart Max-Gießen, pellten stch 22 Fahrer, die morgens 4 Uhr von Herborn abgetanen wurden Trotzdem die Strecke durchschnittlich über sehr hügeliges ©cLiuv sühne, wurden recht gute Zeiten erzielt. Ergebnis: 9unioren; 1 R. Schön hals 1885 Gießen, 5 Stunden 22 Minuten, 2 K. Hartmann- Germania Gießen, 2 Längen zurück, 3. 2.1 Käb Wetzlar 5 St. 32 Min., 4. W. Möller-Wetzlar 5 St. 32 Äm 5 $01. Dietz-1885 Gießen i St. 40 Min., 6. H. Steih- 1885 Gießen 5 St. 40,1 Min., 7. O. Komps-1885 Gießn 5 St. 54 Min., 8. E. Unverzagt- 1885 Gießen 6 St. 3 Mm, 9. O. Rö di g er-Germania Gießen 6 St. 7 Min., 10. £ Weinrich - Germania Gießen 6 St. 10 Min., 11. L. Rothschild-Kirchhain 6 St. 34 Min., 12. H Krah-Siegen ti 55 Min., 13. A. Ham in e l -Germania Gießen 7 St. 17 M,.- Senioren: 1. W. Fiedler-Wetzlar 6 St. 20 Min., 2. E. Funk-: Germania Gießen 7 St. 34 Min., R. Rüdiger- Germanii Gießen 7 St. 36 Min., 4. A. Höß-Germania Gießen 8 c: 28 Minuten, Geschichten von der New Yorker Polizei. Die furchtbare Korruption der New Dörfer Polizei, auf bie btt Ermorbung bes Spielhöllenbesitzers Rosenthal ein grelles Schlag licht wirft, läßt sich durch unzählige alltägliche Begcbenhe-.lcr in der amerikanischen Metropole erhärten. Ten New Vlorfrrr. selbst wirb jedenfalls mit diesen „Enthüllungen" nichts neu.;- gesagt; sie haben ihrer Polizei niemals getraut und sich n; auf sie verlassen. Charakteristische Beispiele für diese fast un glaublichen Zu stände erzählt ein „Anglo-Amerikaner" in der Dailtz Mail. ,^Jch erinnere mich, daß einem Freund von mir Juwela von einem Diener gestohlen wurden, der spurlos verduftete. Äu, statt sich nun an die Polizeibehörde zu wenden, beauftragte btt Bestohlene ein großes Privatdelektivinslitut mit der Verfolgung und aus meine Frage, warum er nicht die Polizei bemüht bek antwortete er lachend: „Die würden ja doch bloß die Juwelen mit dem Diebe teilen." ' Wie unauflöslich in New York Polizei mit Politik verblüht ist, davon erlebte ich jüngst eine Probe. Eine junge Frau war um 2 Uhr morgens von einem Betrunkenen schwer insultitn worden, der bei ihr eindrang. Sie stürzte auf die Strass, schrie um Hilfe und kam mit zwei Polizisten zurück. Der Uebeltätn lehnte noch an der Tür und rauchte eine Zigarre. Tie Beamte wollten ihn arretieren, aber er zeigte nur seine Karte, die euiti einflußreichen Politikers und forderte die Polizei auf, ihn Jcfi- zunehmcn, wenn sie es wagten. Sie roagten ie3 nicht und schlichen sich fort. Und sie taten Recht daran, denn die .Verhaftung Hain doch mit einer Scheinkomödie geendet. Sie wußten ganz gcitm. daß er in demselben Llugenblick wieder losgelassen worden wärt, in dem er das Polizeibureau erreicht hätte. Odor wenn es |a einer Klage gekommen wäre, hätte man die Sache niedergeschlagen Ein ehrlicher oder taktloser Schutzmann nahm vor einigen Iah» ein Mitglied der allmächtigen Tammany fest, wie es gerade tut Frau niederstach. Die Klage wurde niedergeschlagen. Jmnm wieder und wieder arretierte derselbe Polizist auf seinen Patrouillen- gängen denselben Verbrecher, indem er ihn hei den verscknedenta Gewaltsamkeiten auf frischer Tat ertappte. Und jedesmal iptdi? sich dieselbe Komödie ab. Bis endlich im 'vergangenen Jahre da Tarnmany-Mann die Unvorsichtigkeit beging, über einen ata Herrn herzufallen, der zu großen Einfluß besaß, als daß ntaiM Sack-e hätte vertuschen können. Nun erst wurde er verurteD. Zur selben Zeit etwa las ich in ben Zeitungen von der Vw Haftung einer Besitzerin eines schlechten Hauses. Die Frau >'»« wohl, wie ihr Sekretär, der die Bücher führte, wurden rcr Gericht gebracht. Ich wohnte der Verhandlung .bei. Beide, bie Frau und der Sekretär, wurden verurteilt, die Frau zu Tagen Haft oder 35 Dollar Strafe, der Mann zu 15 Tagen ob« 50 Dollar. Tie Frau bezahlte die 35 'Dollar — sie hätte cbenw ohne die geringste Schwierigkeit 35 000 Dollar bezahlen fönnn: — und kehrte zurück zu ihrem Beruf. 1 Ter Sekretär hatte Ter: Geld und wurde auf 15 Tage eingesperrt. In einer solchen Schule tverden dem New Yorker Polizisten seine Auschauunqm von Gerechtigkeit eingepflanzt. Er sieht ringS um fid) eine feste Organisation von Verbrechern, die unter dem Sckmtze seine: Vorgesetzten ihr lichtscheues Wesen treiben. Sein Kapitän nimrr: auf diese Weise 1000 Dollar mehr ein 'als sein Gehalt betedflt, her Disttiktsiuspeklor das Trei- und Vierfache davon. Polückn, Rechtsanwälte, Magistratsbeamte und die höheren Polizcileute sie arbeiten alle zusammen, um den Spielhöllen, den schleckten Häusern und jedem Unterschlupf des Lasters die Möglickkeii cinn ruhigen und sicheren Existenz zu gewähren. Der Polizist 1« hineiugespannt in dies unzerreißbare System, das Verbreä>ei: gewinnbringend macht und Rechtsck-asfenheit zu einem nnüber ivindlick>en Hindernis des Weiterkommens. Und in 99 untc: 100 Fällen geht er den sicheren breiten Weg des Lasters. Wenn ein Mann eine Spielhölle in New York anfmack-en will, banr bespricht er sich erst mit bent politischen 'Führer bes Distrikte er Eurer Majestät einen genauen Bericht über die Gefühle geben wird, die Ich für Eure Majestät hege, und die Ich ihm enthüllt habe. Stets werden sie dieselben sein, und Ich bitte Sie, sie entgegenzuuehmen als eine neue Versicherung der größten Hochachtung und der aufrichttgsten Freundsckiast, mit der; Ich bin . . . ." Was mag der arme Taube gemacht haben, daß dies Loblied nicht in die Hände seines' Herrn geriet? Der Brief, den der König von Württemberg wirklich aus der Hand Napoleons emp^ fing, bestand nur aus acht sehr kühl gehaltenen Zeilen. Der an den König von Sachsen gerichtete Brief war weniger herzlich als höflich. Vielleickst mag auch noch das Schreiben interessieren, das Napoleon an die Fürsten von Schwarzburg sandte. Darin ersucht er sie u. a.> ihren Sohn, den Tl-rotrfolger, in die Arme bei französischen Politik zu führen.^ — Eine französische Jahrhundertausftel- lung. Eine Reihe von vier Ausstellungen, die im Frühling 1913, 1914, 1915 und 1916 stattsinben werden, soll im Pariser Pcttt Palais der Ehanips-Elysees einen imposanten Ueberblick über die ganze französische Kunst des 19. Jahrhunderts gewähren. Aus allen öffentlichen und privaten Sammlungen sollen die wichtigsten Werke znsammengebraäü werden, die zeigen, wie Großartiges der französische Geist im vergangenen Jahrhundert in künstlerischer Hinsicht hervorgebracht hat. Die erste Ausstellung wird David und seinen Schülerrt Görard, Gros, Gnörin, Jsabey, Ingres u. a gewidmet sein und, mit der Zeit der Revolution beginnend, die Kunst der napoleonischen Aera vorführen. Die zweite Ausstellung wird dann als Mittelpunkt Delacroix und um ihn gruppiert die roinanttscke Schule zeigen. Für die David-Aus stelluug sind bereits jetzt umfassende Vorbereilltngeu gettoffen, damit feine charakteristische Arbeit aus dem Werk des großen Klassizisten und seiner Schule fehle. — Ein einzigartiges Denkmal. Aus London wird berichtet: Ein Denkmal, wie es sonst kaum noch in der Welt wieder- vorkommen dürfte, wurde soeben in Blackburn enthüllt. Es ist eine große Statue des Mr. H. Hornby von der Hand des Bildhauers A. Bruee Jov, die dem im Jalxrc 1864 verstorbenen Fabrikherrn von einem seiner Arbeiter errichtet worden ist. Ter Arbeiter, der infolge seiner Tüchtigkeit zum Vorarbeiter aufgerückl war, batte in den langen Jahren, in denen er in der Fabrik tätig war, 60 000 Mk. erspart, und als er vor drei Jahren geswrben 'war, sand man in seinem Testament die Bestimmung, daß die ganze Summe für ein Denkmal seines Herrn und Wohltäters verwendet werden sollte. So hat Blackburn jetzt das Denkmal Mr. Hornbys, der Bürgermeister der Stadt und auch fein Vertreter im Parlament war, erhalten. — Das älteste Museum der Welt. Unter den gegenwärtig existierenden Museen ist das älteste sicherlich der „Kaiserlich japanische Schatz" zu Nara, der sich in der alten Hauptstadt des Reichs seit dem 8. Jahrhundert unserer Zcitreichnung befindet. Die kostbare Sammlung hat sich ohne große Schäden während der Revolution erhalten. Im Bulletin de la Sociüte sranee-japonaise findet sich eine Schilderung dieses einzigartigen Kunstschatzes, die einer der wenigen Europäer, die ihn besucht haben, der bekannte deutsche Kenner der Kunst Ostasiens Dr. Otto Kümmel gibt. Der „Shöscin" von Nara, der im Jahre 756 n. Ehr. von dem Kaiser Shomu und der Kaiserin Kömyo gegründet wurde, enthält nur Werke aus dieser oder aus früheren Epochen. Von den ettva 3000 Gegenständen ist der größte Teil von rein dekorativem Charakter und gehört „in die Zahl der schönsten Dinge, die des Menschen Hand jemals geschaffen": Es sind Holzsachn und Lackarbeiten, Gemälde auf Möbeln, verschiedenartige kostbare Stoffe, kloisonnierte Emailarbciten usw. Ter Ursprung der ganzen Sammlung ist ziemlich zweifelhaft. Ein Teil der Gegenstände ist als chinesisch oder als korsanisch angegeben; die anderen, die kein Anzeichen ihres Ursprungs tragen, haben indessen einen nicht weniger klaren exotischen Charakter und tragen das Zeichen von Einflüssen an sich, die aus alten Gebieten Asiens herrühren, aus^ Nordasien, dann aus Südasien, (die häufige Darstellung des Kamels, des Elefanten, von Tiger- lagden,) aus Persien, ja sogar aus Länderu des Mittelmeers ldurckaus griechische Palmetteu, der Pegasus). Dr. Kümmel ist der Ansicht, daß, wenn die Stucke in Japan ausgesuhtt worden sind, dieses ohne Zweisel durch chinesisck>e Künstler oder durch iapanische geschah, die in fremder Schule gebildet waren. Besonders bemerkenswert sind die Bronzespiegel, die völlig identisch sind mit den berühmten Spiegeln der chinesisck^en Tang-Dynastie. Der Shosoin stellt freilich einen einzigartigen Museumslypus dar. Er ist immer geschlossen und öffnet sich nur einmal im Jahre, im Frühling, zur Aufnahme des Inventars, das von einer besonderen .üomimision unter der Führung eines hohen Beamten festgesteltt wird. Bei dieser Gelegenh.it kann auch einmal jemand das Museum besichtigen. Ein englisch-japanischer Katalog des Shosoin wird demnächst veröjfetttlicht werden. — Amerikanische Straußcnsarnten. Neben sii weiten Gebäuden und Anlagen des Hagenbecksck>en Tierparks tr Stellingen erhebt sich seit einiger Zeit ein kleinere- schmuck« Häuschen im Villcnstil, an das sich eine Reihe von cingciuuntcr Gehegen anschließt. Und hier wandeln nun durch die niederdeutsch Landschaft mit stolz gehobenem Haupt und gravitätischen Schriuc: Strauße, die besiederten Könige der afrikanischen Vogelwclt, n zahlreichen Säuren. Den ganzen Werdegang des SttaußeS fam man hier verfolgen, von den großen Eiern an, die hi kümtliarr Brutapparaten ausgebrület werden, von den kleinen nnntigr Babys, die junge Hühnchen zur Gesellschaft erhalten, bis zu dc: großen mächtigen Tieren, deren herrliche Federn im Vorderhou zum Verkauf stehen und das Entzücken der Damenwelt err«m Ein bedeutsamer Ansang ist shier geschehen, den Strauß in iinicrr kalten Zone heimisch zu machen, und vielleicht blicken wir ' einiger Zeit auf ebenso günstige Ergebnisse zurück wie die einigten Staaten, in denen die Straußenzucht innerhalb vc» 30 Jahren zur reichen Blüte gelangt ist. Die (Einführung w Straußen in Amerika datiert, wie wir einem Aussatz der 311^' stration entnehmen, aus dem Fahre 1882: die letzte größere M 'ne wurde 1901 eingesühtt. Einige Jahre spater wurde die Ausiub der Eier und Tiere aus dem Kapland bei Gefängnisstrafe t)tv boten. Die Gesamtzahl der ausgeführten Tiere scheint nie mehr als 400—500 betragen zu haben, von denen iwch viele rnii entgingen. Heute zählt man in den Vereinigten Staaten 17 gtoU Farmen, die etwa 20 000 Strauße besitzen; Miehr als die Hält:' ist in Kalifornien und Arizona. Diese bedeutende Zahl ist Kbol gering im Vergleichzu der der Kapkolonie, wo es 1865 80 Strau gab und beute 1 Million. Tie Preise sind außerordentlich^' Mieden Ein ein Monat alter Strautz kostet 200—300 Ml- sur erwachsene Strauße werden 600—800 Mk. gezahlt; der Psi» der Eier beträgt 250—500 Mk. für das Dutzend. Jeder erro(W'i Vogel bat etwa 700 Gramm Federn von einem Durchschnitlswesi von 120 Mk.; die Unterhaltungskosten werden aus etwa 40 9-«- geschätzt. Tie Schönheit und Menge der Federn hängen von bt Gesundheit der Tiere und ihrer Rasse ab. Man reißt die nicht aus, sondern man schneidet sie, ohne einen Tropfen zu vergießen oder dem Tier weh zu tun, ab und entfernt naj zwei Monaten den vertrockneten Stumpf. Auch die Franzcu» haben Versuche mit Straußenfarmen gemacht, auf Madagett und im Süden von Tunis, und zwar mit sehr gutem StIdV* Reichsgcrichtvbrirf. 80—86 48-52 50-56 48-48 30-85 86—00 41-00 61 Wetter Z Sonnenschein 3 «V ä'ß rs 58 £3<"» s rr -t to - 5 E 63 ri . ■») c» 2." & S> - » 'S S § a s SZ 3- 5- to 5 cW S » aaS Z s n ü. S <» » u § OS s -,2-K 6^£T & K 6 -6- g> »• n**Ä «8» e 2. toS o P -r ä— OuO'bC'S y-C, I Q-$ = r g 8 to - & — tSü. 8 66 ? g&f 8 ?©o«o: Beobachtungen der Station Ziehen. Schwarzbrot 2 Kg. 54 ^ßg, Weizen 100 Roggen 100 2 2 2 3 10 10 62-4-65 60-62 62-63 =5 «2 § OC C. 79—82 77—79 78-80 77-00 e: & srr 64—66 58-60 52-56 45—52 K> VS SSL »o 6) S* B CB se ° 89-100 81-85 83—88 66—76 G0—70 § § 107-111 96-100 86—94 76-86 M a* B K ▻ a rs öS ■Pir L-- ro CP S: 5*2* 52 S H- ö 5 B® O Jäjr ac v 5 IS 3 8- !"s:S ro CO SS LL e = H^-'$u ” JO *1 . r-> । 5» er S 5 o’o @fc9§'Säs istfsa. £2*» S s S'<3< « 3 M 2.,.— 5. S* ® L' 2 & Z. S K F ä« =; to * oiifl ?F§ « p? N'DSKZ. ® 52—56 53-55 46-50 42—45 Na. 00.00-00.00 UHC. Kg. 18.00—00.00 DU. S CP«' ■ o '" GO Z-s 3,8 7P^- ü¥ p r» 3 | , ^2 ttu tO 0 e 2- E 5 ei i5 = E 3 3 fi| o ä s °r-r- 92—96 91—94 83-90 70—83 LÄssZ S8 S^slftr ee®s’=t?2l f» "'Z? er = o ' » «S s LZ| ’ & • a £j © *** to i Ü' o ~r *5 er g: 5:^6; 3 5 n 15 = Bi= ff 6) 6 ä LZ. L? = ~ ° ^rs* — *Ä tO *1 -ti .1.5» 8 S«1 s Set O ($)■ -ALS Q f* '»Ben £<' m Qbn?fnü-‘ ®1 3 612* o S :a —p. 2.» !6 COZ S-MA • @-ni- -T& c£> to PO' CT LL-S e= L§ — r* Sm 5 B ^3 er 2 H S frasss» ',lo=sg g|I©5: 9 TL ^4-öQ 3 2-ÄZ- =:Q-O Q * r- s = « s. B,- eyöV -2*^2 , ?3.S LZ-^ = c 2*2 5- ? . I Z. Q orfer ^l-che Begch,? Ten Kiv;- ‘Hungen" ni^.Z. : Betraut und i? M, für diese jti mentann"inb(r- Aw von mir je Ipurloä verdustne venben, beaurtra* it mit der Verih it Polr;ei bemüh« l doch bloß die a|^3 cxH, Mf 2 er fpn 8g||S «2^ DA B (si '"t ieivid)t Mk. jWiiti: ‘ . ■'hmben tesC ,n- e. rs MH Sun., 2 re * ■ AödigeL ermania tzic^, B-x§"ZS LS^sSUZ- ^S§ZL"ZS für Blutarme, besonders Frauen, Mädchen u. Se®®" "« SffÄ »SS theken u. Drogerien, die Dose '/, kg Mk- 3.— b h bestätigt: Tic Revision konnte (einen Enolg baben. Die Au fübruna, daß der durch Einatmen von Kohlenorvdgas herbei (icfübrtc Tob vom Standpunkt der Wissenschaft aus betrachtet nicht e ne Erstickung, sondern eine vom DersicherunstSvcrtrage E umiaütc Vergiftung sei, und da,,.der Beru^ngsrichter das Gut- acktcn des Professors H. mihverstanden habe, wenn er dasselbe ?ür da^ Vorliegen eines Erstickungstodes verwerte, kann uner- örtert bleiben, denn der Berufungsrichter ist ohne Rechtsirrtum davon ausgegangen, dast Mr die Frage, waS rm ©mne des Ve - sicherungSvertrageS als Ersticken zu gelten habe, mch die sackwissenschaftliche Terminologie, sondern der gerne inner H!Klicke oewöbnliche Sprachgebrauch maßgebend sei und da st der ^od infolge Einatmens giftiger ®ofc na* ber 91115- druckswcise des täglichen Lebens allgemein als Erstickung be zeichnet werde. - 3. ** 2 to y 5 o-S'5 Sie- 2.1 c tt.» S q Dlärttc r n *u#Ähflhe« Viebd oi»Mar k tbe rl A t vom 22. Inli. Huttrieb: SiInder 7^ (Lchsen 44, Bullen 0, Rübe 34), Kälber 4Q, ^att'tvL^JnSrobvieh, echweiueu » mäßig, geräumt. Lebend» Schlachte «8 j us3 • Yin Amokläufer in den Abruzzen In Naiano i t>ini Aguilo geriet, wie der -tag weidet, Peimo P iS z o ; Vt e 19, ein «Zähriger Maurer, aus NichttM Ursachen in , 'idnrtrocdiicl mit seinem Bruder (Samuele, ut besten Vertäu Jdnm Ööer ^g und den Bruder durch drei Schüsse lödlt'i 2 . me W2Cr Mörder wandte sich dann gegen die Stiefmutter, ii mir den Knall der Schüsse herbetgealt war, und tötete sie LVh mri ^diüfic ins Äerz In Ivtldcm Lauf stürmte dann d^wutende"Mann durch den Crt, und verletzte mit Schüssen a- b in Revolver, den er im Lausen immer wieder lud, mehrere $,,ern die fick ihm entgegenstellten. Dic gleichen Privilegien wie die amenkanischen Verbrecher» 1 uiiiationerL Von Zeit zu Zeit bcpmit an^nbigcr unb Mischer Poläei-Lorsteher „ein grotzes Rnnemachen. Tann - m eine Veriode von Enthüllungen, verhattungen. «brr gebt alles vorüber, wenn man nur Geduld hat. x-cr Jte 1 frator verschwindet wieder, seine Bench« ^bnt Dergc ini, i wenn der Sturm vorüber ist, bann arbeiten wi-chcr Politiker K. Polizisten in schönster Eintracht mit den Verbrechern und >r Verkommenen." Vermischtes. S" o = i-5 60 to I s o'Su eti mco s g^- w ~7* 2 3.- *% ?SoülUU 9Zt. 89 ist so- fort anderw. z. verm. Näh. bei Abermann L Kling. Settcrswci, (Ämi) per 1. Oktober SZimmerw. m. Bad u. Zentralheizung zu verm. Architekt Nicolaus, 4531 Süd-Anlage. 7 Zimmer Wegzugshalber ist eine für Acrzte und RechtM- anwiUte besonders geeig., sehr helle, sonnige Woh- nnng Selterswcg 52 I (7 Zimmer, ger. Diele, Bade- zimm., Mädchenkamm. i. d. Mans, usw., Gas u. Elektr.) für wofort oder «pikter zu vermieten. Auf Wunsch weitere Räume im 11 .St. und tiartenanteil. (4140 C.v.M üneh ow. In uns.NenbanKeplerstr.5 sind p. sos. noch zivet7-Zimm.- Woltn., d. 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Zuschlagsfrist 3 Wochen. Giefeen, den 17. Juli 1912. Grotzh. Zlulturinspcktion Gießen. H. Steinbach. y»/ Wegevergebung. Der Ausbau des Weges nach ber neuen Schule in Dutenhofen ist umgehend zu vergeben. Kostenanschlag über 5700 Mark liegt auf meinem Bureau offen. Offerten erbitte ich bis einschl. 27. Juli 1912. Krofdorf, den 19. Juli 1912. (Be, Der Bürgermeister. __________________Braun. Arbeitsvergebung. Für die Kirche in Holzheim sollen Dachdecker- arbeiten, veranschlagt zu 950 Mk. vergeben werden. N littst»tf Gebrauchsmuster, ■PUlt-IlK, Warenzeichen, erwirkt—verwert. schnell u. gut Conrad Köchling, Jng., Mitglied der Kammer beeid. Gerichts- und Handelskammer- Sachverständiger.—Bureau: Mainz,Bahnhofstr.3. Tel.2754 Ausfuhr!., lesensw. Brosch, kostenfrei. Erste Referenzen. 14629]______________ Patentbnreau A. Voigt, gerichtl. vereid. 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D* < Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen. Zu vergeben sind: 1) 240.— Mk. in Gaben nicht unter 50.— Mk. aus der Stiftung derAricdrichDcrtorCbcleutc am 23. September 1912 an iog. verfchämte Arme ohne Unter- fchied ber Religion. 2) 175.— Mk. aus der Daniel Moog Stiftung am 2. Oktober 1912 an hiesige bedürftige, uubcicholttne im Witwcnstandc lebende Bürger und Witwen von Bürgern. B”/f Meldungen bis 5. August 1912 anö Armenamt, Asterweg 9.___________________________________________ Der letzte diesjährige öffentliche Impftermin in Giefeen wird nächsten Mittwoch, den 24. Juli, nachm. 5—6 Uhr, im Jmpslokal Neustadt 61, abgcyalten. Wer diesen Termin nicht benutzt, mufe fein impf pflichtiges Kind aus eigene Kosten impfen lasten.Bw/r Das am 15. Juli d. I. bereits fällig gewesene Pacht geld von städtischen Grundstücken kann bis Ende d. Mts. noch ohne Kosten an die Stadtrasse bezahlt werden. [B*., Die am Iugcndfett teilnehmenden Schülerinnen der höheren und erweiterten Mädchenschule versammeln sich Donnerstag, den 25., um l3/« Uhr nachmittags am dem Hofe der Bürgermeisterei._________________BB - Jugendfest. Das diesjährige Jugcndfcst, zu dem etwa 4300 Kinder angemeldet worden find, soll Donnerstag, den 25. ds. MtS., im Philosopbcnwald obgcbnlten werden. Der Jestzug stellt sich nachmittags 2 Uhr in der Moltkc- strafee und Ost-Anlage auf und nimmt seinen Weg durch die Moltkestrafee und Kaiser-Allee nach dem Zeltplatz An den Eingängen zum Jestplatz wird zur Bestreitung der Kosten von allen nicht zum Zuge gehörenden Fest- teilncbmern ein Eintrittsgeld von 30 Pfg. erhoben. 3m Vorverkauf, der bis zum 25. dö. Mts., mittags '/,12 Ubr dauert, werden Eintrittskarten zu 25 Pfa. abgegeben. BorverkaufSstellcn sind eingerichtet bei Balser, MäuS- bürg, Bourgeois, Kirchenplatz. Klee, Marktftrahe. Kühn, SelterSweg, Juhr, Sonnenstrafee, Jranz, Plockstrafee. Die im Vorverkauf gelösten Karten sind an den Kaffen- stellen im Walde vorzuzeigen. B”/r DaS Liefern und Verlegen von Linoleum in den Dicnsträumen des GaS- und Wasserwerkes soll Sametofl, ben 27. Zuli i). Z., ooriiiitegs 10 llhr, öffentlich vergeben werden. Die Unterlagen liegen aus dem städtischen Hockbauamt zur Einsicht osten. Angebote aus Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum ge.ncmnten Tern^u dorthin enr iureichcK. BeA