Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten- Die Stadt soll etrieben worden. ns die Truppenlandung durch die Haften an der Grenze. Kinder, die von ihren Eltern verloren umherirrten, tvurden von bulgarischen Sol baten ausgenommen. Die bulgarische-n Bor posten wurden bis in die unmittelbare Umgebung von Kira Kilisse vorgeschoben, sie berühren die Linie der Forts von Adrianopel. Bei Mustapha Pascha erbeuteten die Bulgaren-100000 Kilogramm Getreide. Kein bulgarischer Soldat ist von den Türken gefangen genommen worden. Die türkischen Gefangenen werden gut ausgenommen und von den bulgarischen Truppen güt behandelt. Sicherem Vernehmen nach sand am 20. und 21. Cft. vor der Festung Kir kille, in deren Umgebung sich die türkische Hauptkraft befinden soll, aus; erst harte K ä m p f e statt, welche bisher unentschieden bli.ben. Mazedonische Flüchtlinge sind in den Grenzstädten Küstendil und Tubnitza eingetroffen und in das Innere des Landes gezogen. Einige türkische Gefangene sind heute in Sofia eingetroffen. t , Sofia, 21. Eft. Wegen der drohenden Haltung des türkischen Geschwaders befahl die bul« garische Regierung, das Feuer d e r Leu ch t t ü r m e auszulöschen. Rach Berichten von der serbischen Grenze griffen türkische und albanesijche Truppen Volk an. Die Serben sollen unter großen Verlusten in der Richtung auf Kurschumlie geflohen sein. c. __ An der bulgarischen Grenze begannen die Kampfe bei Csmainc und Tscharowa. Tas Pressebureau teilt den Tagcsblältern mit, das; der Kriegsminister jeden Presseangriff auf nicht kicfliüUrcnbc Mächte vermieden sehen möchte. Nachrichten aus türkischer Quelle zufolge überschritt am 19. d Mts. ein Regiment bulgarischer Kavallerie bei Balkuchl (Bezirk KirkUisse) die Grenze und begann einige verlassene Dörfer zu zerstören. Ten türkischen Truppen ist es gelungen, die Bulgaren zurückzudrängen, die unter Zu rücllassung zahlreicher Toten flohen. Ein bulgarischer Reiter ift gefangen genommen worden. Nach dem „Jkdam" hatten die Bulgaren vierhundert Tote, eieben Bulgaren wurden in Koumanovo verhaftet, wo sie versuchten, die 2ck* grophenleitungcn zu zerstören. , , Ten Blättern zufolge gab die Pforte durch Vermittelung ihres Botschafters in Petersburg der russischen Regierung befriedigende Erklärungen über die an der türkisch-russischen Grenze ergriffenen militärischen Maßregeln. Konstantinopel, 21. Oft. Heftige Kämpfe werden von der serbischen Grenze von N o k o w i r c und A um urdia gemeldet. Auf beiden Seiten gab es bedeutende Verluste. Ter frühere albanische Abgeordnete Safi ist an der Spitze eines Bataillons von Freiwilligen an die serbische Grenze ab gegangen. Wie die „Jeni Gazetta" meldet, hat sich an der griechischen Grenze eine Liga zur Verteidigung gebildet, -Lie oor Lemnos erschienene griechische Flotte entfernte sich bald wieder. In Djakova eingetroffene Albanesen melden. Mb die Montenegriner mit ansehnlichen Streitkräften P l a w a angegriffen haben. Ter Kampf dauerte gestern den ganzen Tag. Während der Kämpfe wurde ein türkischer Munitions t r a n s p o r t von einer griechischen Bande a n g e g r i_f f en. Acht Türken fielen, die Munition wurde gerettet, xrcifjig Personen, die als Mitglieder einer Bande angesehen werden, sind verhaftet worden. Tic Offensive der griechischen Flotte. Der „Sabah" erfährt, die türkische Flotte brachte die 11 ft ft c n b a 11 c r i e n bei Varna z um Schweigen. -L i e Stabt soll durch die Beschießung stark gelitten haben. Tie dort befindlichen Torpedoboote wurden außer Gefecht gelebt. Die Nachrichten sind nicht amtlich^bestatigt. Tie , Vol's. Ztg " will aus Konstantinopel wissen: spätestens am 22. Oktober sollten türkische Truppen im südbul- garische n Hafen Burgas gelandet werden. Bei dem Bombardement von Varna sollen zwei bnlga- Athen, 21. Ott. Das von Admiral Coundourio befehligte Geschwader im ägäischen Meer kam gestern vor Kastro, der Hauptstadt von Lemnos, an und forderte die Behörden auf, sich zu ergeben. Das Geschwader warf heute im Hasen von M u d r a s Anker und setzte dort T r u p p e n a n s L a n d, die zur B e s e tz u n g d e r S t a d t vorrücken. Der Kommandant der Flotte verkündete die Effektivblockade über die Häfen der Insel von heute ab und forderte neutrale Schiss" auf, binnen 24 Stunden die Hafen von Lemnos zu verlassen. Athen, 21. Olt. Der Kommandant der griechischen Seestreitkräfte im ionischen Meer er- Närte gestern die Effcktivblockade über die o t to- manische Küste, die sich vom Hafen Gemenitza bis Golf von Ar t eg e erstreckt. Den neutralen Schissen wurde eine gestern beginnende Frist von 24 Stunden zur freien Ausfahrt aus den blockierten Häsen gewährt. Gemäß den Bestimmungen des Völkerrechts und der Verträge, die mit den neutralen Großmächten bestehen, wird gegen jedes Fahrzeug vorgegangen, das versucht, die Blockade zu verletzen. Ter Minister des Aeußern veröffentlicht gemäß den Bestimmungen des Seerechts ein Verzeichnis der Gegenstände, die als Kriegskontrebande angesehen werden. Ter bulgarische Vormarsch- Sofia, 21. Ott. Die bulgarischen Truppen setzten ihren Vormarsch nach allen Richtungen fort. Die türkischen Truppen wurden von einer Panik ergriffen und zogen sich in Unordnung zurück, Waffen und Munition zuruck- lassend. T-ie türttsche Bevölkerung verließ zahlreiche ^rt- monatlirfiTMM^ oiertel- lährlick l'lf. 8.20. durch Abbott- tu Zweigstellen monatlich 65 Pi.: durch die Post SU. 2.— viertel- fährt, aus-fehl. Besteug. Zeileuvrels: lofal auswärts 80 Piemiiq. Chefredakteur:'?! WofB. Verantwortlich für den volitifchen teil August Goetz, für , -«eutlle- ton'. .Vermstchtes' und .Gertchtsfaal- st.'Aeu- rath, ’üt .Stadt und Land-: E.Hev. für den Anzeigenteil d Beck. fat" "im dortigen Hasen sind Heinere bulgarische Kriegs- chisse etngeschlossen, und es heißt, einige hätten die Aus- ,brt versuchen wollen, seien aber durch das Feuer der irlrjchcn Flolte zurü^-'--'--"' wnrl'-*" <*'"j f,nht ln" i'cil aelitten haben. W» „ Türken anlangt, so ist es bisher beim guten Willen geblieben Nach einer Meldung sollen sie den sndbnlgartfchen Liafen Burgas dazu ausersehen haben. Diese etwa 10000 l -mvohner zählende Hafenstadt, wo sonst ein friedliches icherleben herrscht, hat für die Landung den Vorzug, test sie dem Kriegsschauplatz nahe liegt. Von dort her fSnnten den Landungstruppen vielleicht weitere Hceres- ikile xu Hilfe kommen. Vorläufig wird berichtet, die ; ilaaren hätten chren Vormarsch fortgesetzt und die Linie ,r Außenforts von Adrianopel erreicht. Gestern war nocki behauptet worden, zwei Außenforts seien bereits im Sturm k nommen worden. Tie Serben wollen die tteinc türkische Grenzstadt Podu- ^^'^^^setzt haben und künden gleichfalls au, daß sie auf , nn Vormarsch seien. Das Gebiet, das sie durchziehen, ist , rbirgig und beschwerlich. Die Türken scheinen es auch Mer machen zu wollen wie in Thessalien: sie lassen die el-inde ein drin gen, um in einer strategisch günstigen Stel- bmg einen Hauptschlag zu führen. Tic Beschießung von Varna. Eine fcrbifchc SicgcSnachricht. Belgrad, 21. Ott. Aus Kurschumlie wird amtlich gemeldet: Am Samstag abend erstürmten mehrere s e r b i s ch e B a n d e n im Schutze des Nebels die Schanzen um Podujevo. In der daraufsolgenden Nacht veiließen die türkischen Truppen die dortigen Positionen. Po du- jevo ist gestern von den serbischen Truppen be- c tz t worden, wobei eine türttsche Bataillons,ahne, 80 große Fcldzelte, 10 000 Kilogramm Zwieback, mehrere Kisten Munition, 80 Ochsen und Kriegsmaterial beschlagnahmt wurden. Kriegsgesi >genc erzählen, daß an den bisherigen Kämpfen an der (Grenze zwei Nizamregimentcr, sechs Abteilungen Albanesen und drei Batterien teilnahmen. ne Albanesen sind unter Zurücklassung reichlicher Mengen Lebens^ und Futtermittel mit ihren Familien aus dem Gebiete des Lab ausgewandert. Die Stimmung bei den Offizieren und Mannschaften ist vorzüglich. Podujevo liegt nördlich von Priftina, nur wenige Kilometer von der Grenze am Flüßchen Lab. Belgrad, 21. Ott. Nach einer amtlichen Meldung nahmeii die serbischen Truppen die türkischen Blockhäuser längs der Grenze in der Nähe von Ristowatsch, besetzten den Ort Bujanowitza und die strategisch wichtige Höl>e Bujan, 15 Kilometer südlich der Grenze. Belgrad, 21. Ott. Nach einem heute abendsein- gelaufene'n amtlichen Bericht befinden sich die Serben auf dem erfolgreichen Vormarsch gegen Ku m an o wo nnd Pristina. Ferner nahmeii die Serben heute früh Zarevo Selo, die wichtige Position Sultan Tepe auf dem Gebirge Osigovo Planina und gehen gegen Egripalanka vor. Die Türken wurden vom Berge Rnjan und von Stratza gegen Tabanovce zurück- gedrängt. Drei bei den gestrigen Kämpfen verwundete Offiziere und 50 verwundete serbische Soldaten sind nach Risto- vatz gebracht worden. Nach Meldungen aus Podgoritza beteiligten sich auch Frauen von Albanesen an dem Kampfe bei Gussi u j e. Z ahl - reiche Knaben, die Munition und Waffen für die Kämpfenden herbeitrugen, wurden getötet. Tie Zahl der Toten auf beiden Seiten wird auf mehr als 1200 geschäht. Der serbische General st ab entschied, daß vor- vom valtankiegsschanplatz. Das lebhafteste Interesse erwecken gegenwärtig die Vor I .finge an der bulgarischen Mfte. Die türkische Flotte !leint wirttich in Tätigkeit getreten zu sein und die Stadt 'tarn a bombardiert zu haben, die etwa 30000 Einwohner rische Torpedoboote gesunken sein. Konstantinopel, 21. Ott. 8 Uhr abends Eine Don dem Kommandanten der Flotte im chwar- ie n M ecre eingetroffene Depesche meldet, daf; wahrend des Bombardements von Varna drei bulgarische Torpedoboote aus lausen wollten, jedoch unter dem vereinigten Feuer der türkischen Flotte beschädigt in den Hafen zurückkehren mußten. Tas Vambardement dauert fort. Die Ankunft von 200 bei den > .impfen in der (legend von Kirklisfe gefangenen Bul- , a r e n wird noch heute abend erwartet. Der §briegsmi- ■ »ister teilte mit, baß das Gros der serbischen und türtt- jeben Armee ijodi nicht Fühlung genommen haben. Türlische Meldunqen vom Kriegsschauplätze I jciagcn, daß am -Samstag an der m onteneg ri.ni s che n v, r c n ; c bei den Höhen von ßKevitza, Kirtfchiska und Cgratime ,) eftigc (tzefecht e ftattfanben. Tie M o nt encg r t n er lohen und ließen Munition und Zelte im Stich, -sechs -4N ziere und fünfzehn Soldaten find auf montenegnnifcher seite ge- i ulen Anw bei Berana und B j e l o p o l j e bauern die Kampfe mit den Montenegrinern fort, die hier grotze Verluste haben ,ollen. Tie türkischen Truppen bef'etzten die Höhen von Kromtza, Tokntanli und Tretitsche an der montcnegnnndfcn Grenze und (rbeuteten Munition und Vieh. !ir 249 Erstes Blatt 162. Jahrgang Dienstag, 22. Moder 1912 >t »tetiener anjetget AET Ä vfc» VjT ZSietzenerAnzeiger i-näprech - Anlchlüsse: 'S'SSS General-Anzeiger für Gderhesfen Iiin'ahm^oon Hnjetgeit Rotationsdrud und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Vuch- nnö Sttinöruderd R. Lange. Nedattion, Expedition und Druckerei: Zchulfttahe 7. oornütta^s'Euh" vüdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Zwei Briefe Lenaus gegen die Zensur. Tie Behaltptung Frankls, daß Lenaus Werke in „nidit eitnnal dem Titel nach in Journalen genannt werden burften," ist uvar nicht richtig, aber immerhin hat der große ?nrifev einen siebenjährigen Krieg mit der Ze ns u r - Siechten müssen, bei dem sehr viele Federn^ smmpf und ebenw i le Bogen vvll geschrieben wurden und die Staatsgewalt fchlief;- lich vor der Festigkeit und Nnbeugsamkeit eines Einzelnen die Waffen strecken mußte. Eine genaue Darstellung dieses Lenauschen lem'urkrieges gibt zum erstenmal auf Grund unverofsentlrchter Aofumente und Briese Prof. Eduard Castle, der Herausgeber ^•r qroften Lenau 2lusgabe des Insel Berlages, in der vor rursem . -ichieneuen Festschrift für den Budapester Germanisten Gustav Heinrich _s. Zunäckrst hatte sich die österreichische Regierung um den Dichter ijenaii burdxiu-2- nicfJ gekümmert. Es war wohl in weiteren Mr men b reits [>crannt, daß hinter diesem Pseudom;m ein, ungarischer Edelmann Nikolaus von Niembsch steckt: aber die österreichiichen Behörden gewannen an diesem Poeten erst ein Interesse, als itc b irrt) eine Mitteilung des österreichischen GeschäftSttägers in stutt-- ,7'it darauf hingewiesen wurden, dieser Lenau sei vielleicht iden- 'i ch ober hänge zusammen mit dem von der Polizei gesuchten " nastasius Grün: Graf' Auersperg, ber nid) hinter diesem Namen verbarg, Ixitte erklärt, „das; er sich durchaus nicht mit schritt tcllcriid en Arbeiten beid\imgte". Raid) wurde festgestellt, dast 'Vtembfdi mit diesem Anastasius Grün nidsts zu tun habe, aber die Aufmerksamkeit war nun auf ihn gelenkt, und er musste vor der Polizeioberdirektton seine Identität nut Lenau erklären „Mir u>ar es unmöglich," schreibt er darüber, „im entscheidenden Mo- niente mid) von Lenau loszureißen. Diesem Lenau verdanke ick v iel Freude und Freunde im Leben. Ick) bin es und habe das zu Protokoll unterschrieben". Nun wurde gegen ibn em Verfahren -cegen schwerer Polizeiübertretung eröffnet, weil er seine Werke -m Auslände d b bei Cotta in Stuttgart, DcröncntlidU habe, o>ne -sie ber österreichischen Zensur vorzulegen. Lenau rechtfertigte it.1i durch die Behauptung, er fei in Oesterreich nicht, natioiwli fterter Ungar, mithin ein Ausländer, auf den „die rur bie f. T Lrbländer bestehenden Zensur.dritten keine Anwendung fanden . (Ein endloser Schriftwechsel vollzieht sich um bu*ier ^trntrragc lallen zwisd.en der .Hofkanzlei, der Landesregierung und den „nach ieortucten" 3nftair,cn; immer wilder »cruichl man den W IBnbet" auf irgend eine Sme 3ur Sßnantroormng lU J*. iM sein „Sananorala" greBca A-rgrrms cm-flt un6 auch icwt „.neueren GedickM", ..wegen der in mehreren Munaven 6c-3 iiuche« ? jrroaltenbcn, in religiöser und politischer Beziehung inkorrekten Tendenz mit Verbot belegt worden sind". Schließlich endet alles in einem Satyrspiel. Tie Regierung verweist zur ^l^tgung der Sache auf ein Dekret vom 12. Dezember 1838 3. 69 303, aus dem der Magisttat herausliest, daß Niembsch als Inländer zu behandeln und zu einer (tzeldstrase von 25 Dukaten in Gold zu verurteilen sei. Tie Regierung aber äußert über dieses Urteil ihr Erstaunen, da Niembsch als geborener Ungar, nicht als Inländer anzusehen sei, und so begnügt man sich nach dem langen Hin- und Herverhandeln damit, „sämtliche Verhandlungsakten lediglich aufzubehalten". Von 1836 bis 1843 hat dieser Zensurkrieg Lenaus gedauert: er hat in ihm tapfer und temperamentvoll seine Stellung verteidigt. Tas beweisen zwei Briese an den Herausgeber des „Teutsd>en Musenalmanachs" Arnold 9htgc, die Castle zum erstenmal veröffentlicht. Alle .Kwrrespondenzen Lmaus wurden damals von der Polizei überwacht. Deshalb schreibt er zunächst vorsichtig bei der Uebersendung seines „Nachtgeianges : „Die Maßregeln unserer hiesigen Zensur haben sich in neuester Zeit so sehr perid)lunmert, daß es mir unmöglich ist, ein Gedicht ohne Bewilligung derselben drucken zu lassen, ohne bat; mir mein Ausenthalt in Oesterreich, den ich, wenigstens für letzt, nicht aut geben kann, auf das bitterste verkümmert wurde. Wenn einer meiner Freunde ein ihm von mir zur Einsicht mitgeteilte? Ge- dickt auf seine eigne Hand in Truck gibt, so hab id. tnchts dagegen, denn gewisse Leute sollen allerdings wissen, wie ick denke und dickte, nur soll ihnen der legale Grund benommen sein, zu ihren weder trächtigen Bexationen. Empfangen Ew. Wohlgeboren daher das beiliegende Gedickt zu freundlick'er Einsicht und Beuneilung: die fautelierte Mfassung dieses Briefes aber bitte ick nicht einem Mangel an Vertrauen von meiner Seite, sondern der Wahridieni- lidikett einer Fnterzeptton, wodurch Vorsidst geboten ist, beizu- meffen " Ter Brief wirb von der Polizei aufgehalten, und darauf- hm schreibt Lenau zwei Wochen später, nad^cm ihm diese -r.at- iadw irgendwie zu Ohren gekommen, in größter Aufregung an Rüge- ,Tie behutsame Form der Zusendung meines Beitrages für Ihren Musenalmanach war zwar, in Anbettadu meiner hi en gen Verhältnisse, mir höd.'st rätlick, ist aber ! .nterbrein mir unb meiner gewohnten Weise höchst zuwider: sie verfolgt mich wie ein stinkendes Gespenst und ick fühle mich Ihnen gegenüber zur Erklärung gedrungen, daß ick das Ihnen übersandte Gedickt: „tz^acht- geiang" selbst und auf meine Verantwortung als Beitrag zu Ihrem Musenalmanad; in den Truck geben will. Jene gewalt- Ixibenben Missetäter, die das bißchen Geistesleben in Oesterreich vollends erdrücken oöcbteii, sind- nicht wert, daß id), um ihren Verfolgungen zu entgehen, zu irgend einer List oder Winkel ei meine Zuflucht nehme . . . Ich werde gewiß zur Verantwortung gezogen werden und mid) nach dieser Erklärung zu einem Zensur- nerbredjen bekennen müssen, doch will ich viel lieber die ganz« Rotte jener Niederträchtigen gegen mid; haben, als einem einzigen Ehrenmanne gegenüber nicht ganz unzweideutig dazustehen." Ties mannhafte Schreiben, das die Poliz.i natürlid) wieder las,.hatte aber eine ganz andere Folge, als Lenau erwartet: seine Briefe blieben fortan unbehelligt! — Die Konzertkritiken der Frankfurter Zeitung haben den Vorstand der Frankfurter Museumsgesellschaft veranlaßt, in seinem Spielzettel zum letzten Moniert einen Protest gegen die Frankfurter Zeitung zu veröffentlichen, in dem behauptet wird, daß die Besprechungeii der Frankfurter Zeitung unsachlich und gehässig seien. Infolgedessen hat die Feuilletonredaktion der Frankfurter Zeitung der Museumsgesellsdraft die ihr zur Verfügung gestellten Karten zurückgesandt und in ihrem Abendblatt vom Samstag einen Brieswecksei zwischen sich und der Museumsgesellsdiaft veröftentlickt. Aus diesem Briefwechsel geht hervor, daß die Museumsgesellsdiaft zunächst bei der Geschästsleitung der Franksurter Zeitung vorstellig wurde, um den mißliebigen Kritiker aus seinem Amte zu drängen, und dann, als sie damit Tein Glück hatte unb an bie Feuilletonredaktion verwiesen war, hier denselben Zweck verfolgte. Begreiflid;erweise wurde das Ausinnen energisch zurückgewiefen und die ftritiler eines Teiles der anderen Franks. Blätter stellen nun fest, daß die frritifen der Frankfurter Zeitung durchaus fachlick; waren, und daß ber Tirigent zwar ein großer Techniker sei, aber rein k ü n stier i f ch e n Ansprüchen nicht zu genügen vermöge. Tie Museums- gesellschast sei dadurch verwöhnt, daß die Frankfurter Kritik in den letzten Jahren immer sehr wohlwollend gewesen fei. — Dr. R. Lütgens zweite ozeanographische Forschungsreise. Dr. R. Lütgens von der deutschen Seewarte in Hamburg, der 1908/09 auf einem Laeiszschen Segelschiff zu ozeanographischen und meteorologischen Untersuchungen eine Fahrt nach Südamerika mitgemacht hatte, von der er mit reichen Ergebnissen heimkehrte, wird aniangs Oktober eine kürzere Fahrt nach Haitt und New Pork antreten, auf der er neben oscanograohiidjen Forschungen auch wirtschaftsgeographischm Fragen seine Aufmerksamkeit widmen wird. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissen» schäft. In B e r l i n ist der emerit. o. Professor der Agrikulturchemie an der Universität Königsberg i. Pr. Geh. Reg.-Rat Dr. Heinrich Ritthausen im 87. Lebensjahre gestorben. — In Wien starb am 16. d. Mts. der Privatdozent für klassischc Philologie an der dortigen Universität, Gymnasialprofessor i. N. Dr. phil. Siegfried Mekler im 61. Lebensjahre. Kindersaug en, In ruhiger Fahri hat den 1912. Stadt- flogen sie über den Wald nach Wahlen Gießen). Kreis Schotten. A StornfelS, 20. Cft. Ter erhielten Will). Horack 68, Adolf Loburger I. 19 und start Wilh. Bopp 44 Stimmen. Die erforderliche Stichwahl wurde al,f Montag, den 28. Cftober, anberaumt. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 21. Ott. Zu dem Mordversuch an dem Schiffsfchaukelbesitzer Mahr in Reinheim durch dle eigene Frau wirb jetzt von der Staatsanwaltschaft daraus aufmerksam genracht, daß die durchgegangene Frau Mahr, sowie ihr Begleiter Nauck auch zwei ältere jin* Validenkarten auf den Namen Ludwig R e i l i n g und Babette Ehret lautend, mitgenommen haben. Es ist anzunehmen, daß die Flüchtigen sich diese Namen beilegen. m. Offenbach, 21. Cft. Die hiesige Freimaurerloge .Carl und Charlotte zur 2 r e uc* beging beide unter zahlreicher Beteiligung von Mitgliedern befreundeter Logen von nah und fern ihr 100jährigeS Jubiläum. Kreis Wetzlar. X Salzböden, 21. Cft. Unter großer Beteiligun wurde heute nachmittag der Zeug-Hauptmann a. D. Jako- Keßler, ein geborener Salzbödener, zur letzten Ruhe ge bettet. Der Verstorbene war gezwungen, infolge eines Nervem Bezirkstag de- Hassiabezirks „Vogelsbergs fand heute unter dem Vorsitze des BezirkSvorsleherS Bürgermeister Wiehl-Rainrod statt. Der Vertreter berichtet ausführlich über den Hassiatag zu Nieder-Clm und seine wichtigsten Beschlüsse. Dann wurden die Rückvergütungen für die Providentia und den Hassiakalender an die Vereine ausbezahlt. Die VorstandS- wahl ergab die Wiederwahl der bisherigen Mitglieder. Im Jahre 1913 wird ein größeres BezirkSfest abgehalten. Kreis Friedberg. 8. Reichelsheim i. d. W., 20. Ott. Am SamStag sand hier Beize ordne tenwahl statt. Von 212 Wahl- berechtigten stimmten nur 121 ab. Von den drei Kandidaten Ans Statt und Land. Gienen, 22. Oktober ** Tageskalcndcr sür Dienstag, 22. Cftober: theater: „Matthias (»ollmgcr.* Abends 8 Uhr. * •• Medizinalwesen. Der Gro ßherz og — Lehrbach, 20. Oft. Heute vormittag 10 Uhr überflog ein Luftballon in östlicher Richtung unseren Ort. Er ging so niedrig über die Häuser hm, daß man die Luft- sahrer deutlich sehen konnte. Auf ihre Anfrage nach dem Namen deS Ortes erhielten sie Bescheid. Kreisarzt bei dem KreiSgesundheitSamt Binnen, Mebizinattat Dr. Emil Schäffer, zum Kreisärzte bei dem KreiSgesundheits- amte Mainz ernannt. " An gc stellten-Ver sicherung. Bei der Wahl der Vertrauensmänner und Ersatzmänner der Angestellten» Versicherung für den Bezirk der Stadt Gießen wurden im ganzen 365 Stimmen abgegeben. Davon fielen auf die Liste A (Vorstand der freien Vereinigung) 76, auf Liste B (fiauhn. Verein weiblicher Angestellter) 57, Lifte C (Vorschlagsliste I der HauptauSschiißverbände für die Vertrauenß- niännerwahl) 169 und Liste D (Vorschlagsliste II dieser Verbände) 63 Stimmen. Da die Listen B, C, D untereinander verbunden waren, erhalten diese sieben Sitze, nämlich die drei Vertranensinänner (Liste C zwei und Lifte D einen), zwei erste Ersatzmänner (Liste B und C je einen) und zwei zweite Ersatzmänner (Lifte C). Auf die Liste A entfällt je ein erster und em zweiter Vertrauenßmanii. *• Stadttheater. Es sei auch an dieser Stelle auf die morgige Volksv orftel l ung hmgewiesen. Diese Aufführung von Shakespeares köstlichem Luftfpiel „Viel Lärm um s)l ich t5e ist die letzte deS WmterS überhaupt, itnd der Besuch kann um so mehr empfohlen werden, als Presse wie Publikum die Aufführung als sehr gut anerkannt haben. Flugfest in Gießen. T-er am 27. Oktober I)ier auf steigende Flugzeugführer Ku rt von Stoevt, a sius ist 82 Jahre alt. Er hat im Dezember 1911 das -er dem Reichstage demnächst zugehen soll, ist soeben amtlich veröffentlicht worden. Er verbietet bei Strafe bis zu 150 Mark oder Haft Kindersaugflaschen mit Röhren oder Schlauch gewerbsmäßig herzustellen. Die Landtags-Ersatzwahl in Oppeln. Oppeln, 19. Okt. Bei der heutigen Landtagsersatzwahl im Wahlkreis Oppeln 2 für die Mgeordneten Ka- pitza (Pole) und Wodar^ (Zentrum), die im Laufe des Sommers ihr Mandat nieoergelegt haben, wurden nach dem amtlichen Wahlergebnis insgesamt 490 Stimmen ab- aegÄen. Davon erhielt Landrat Lücke (kons.) 362, Ju- sttzrat Wodarz (Zentrum) 336, Dr. Hylla (Pole) 126 und Pfarrer Jankowski (Pole) 150 Stimmen. Die beiden ersten sind somit gewählt. Der polnische Pfarrer Kapitza hatte sein Landtagsmandat niedergelegt mit der Begründung, daß er mit der von der Polen- sraktion der Regierung gegenüber eingejchlagenen oppositionellen Haltung nicht mehr einverstanden sei. Ta .üapitza dem seinerzeit mit dem Zentrum geschlossenen Wahlbündnis seine Berufimg in den Landtag verdankte, wofür die Polen den ZentrumSkairdi- baten mit Erfolg unterstützten, so legte der infolge dieser Einigung gewählte ZentrumSmanu Wodarz gleichzeitig mit Kapitza auch sein Mandat nieder. Es kam freilich noch ein anderer Grund .dazu, das Zentrum wollte nicht melyr mit den Polen gehen, sondern hatte sich bereits mit den deutschen Parteien für kommende Wahlen Msammengesitnden. Di? Polen ihrerseits nxrren über die neue Taktik des Zentrums sehr ungehalten unb behaupteten, bas seinerzeit abgeschlossene Bündnis gelte für die ganze Tauer einer Landtagsperiode. Toch hielten sich die Zentrumspolitiker nicht dazu vert^lichtet, unb daß ihre Vereinigung mit den deutschen Parteien Erfolg hatte, geht aus den heutigen Ersatzwahlen hervor. Die beiden deutschen Kandidaten haben gesiegt. Fluaführerzeugnis des Deutschen Luftfahrer-Verbands auf Gradeeindecker erworben und sich in dieser kurzen Zeit schon einen hervorragenden Namen erworben. Er gilt als einer der tollkühnsten Flieger und hat eine Reihe von lieber» landflügen bei ungünstigstem Vetter ausgeführt. Seine Schülerin, Fräulein Charlotte M o e h r i n g, hat das Flugzeugführerzeugnis am 7. Sept. d. I. erworben. Trotz eines erheblichext Unfalls, den sie im Sommer erlitt, hat sie das Flugzeua wieder bestiegen und bemerkenswerte Schauflüge ausgeführt. Die polizeilichen Absperrungsmaßregeln sind so getroffen, daß nur von den für das Publikum bestimmten Plätzen (Startplatz, 1. und 2. Platze überhaupt etwas zu sehen ist, während alle anderen Plätze, namentlich die, die durch das Uebersteigen und das Landen der Flugzeuge und des Zeppelinluftschiffes gefährdet sind, gesperrt sind. Ta die Flieger ihre Vorführungen fast ausschließlich in Sicht der vorgenannten Plätze ausführen, werden etwaige „Zaungäste" nicht auf ihre Kosten kommen. Die Absver- rungsmaßregeln müssen wegen des Freihaltens der gefährdeten Plätze auf das strengste durchgeführt werden, wobei auf die Unterstützung des Publikums gerechnet wird. ' Wegen des Beginns der Veranstaltung, Zulassung von Kindern usw. siehe die heutige Anzeige.) ** Sonntagsruhe. Anläßlich der Flugveranstaltung auf dem Exerzierplatz am Sonntag, 27. l. Mts. treten an Stelle der regelmäßigen Beschäftigung^- und Verkaufszeit sür das Handelsgewerbe (11 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags) die Stunden von 11 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags und von 4 bis 6 Uhr nachmittags. ** Evan g. Arbeiterverein. Am Sonntag eröffnete der evang. Arbeiter-Verein seine dieswinterige Vortragsreihe. Es sprach Prof. Weimar über die natur- wissenschaftlichen Wunderwerke der Neuzeit. Einleitend wies er hin auf die sieben Weltwunder des Altertums, die, abgesehen von den ägyptischen Pyramiden, nur in je einem Stück vorhanden waren und abgesehen von dem auf der Insel Pharus bei Alexandria errichteten Lcuchtturm nur je einer Person dienten. Ganz anders ist es mit den neuzeitlichen Wunderwerken bestellt, die er in etwa IWtün-digem Vortrage besprach. Der 'Vortragende begann mit ben Uhren, sprach dann u. a. über die Mikroskope und ihre jetzt wunderbaren Vergrößerungen, wie sie besonders von den Zeiß-Werken in Jena hergesteltt werden, von den Fernrohren und im Zusammenhang damit von der Entdeckung des Planeten Neptun. Er behandelte weiter die Fortschritte der Chemie, darauf hinweisend, was alles aus dem Steinkohlenteer gewonnen wird, die vielen Farben, aber auch Medikamente und sogar ein Süßstoff, das Saccharin. s?hid) der Telegraphie, des Telephons, des Grammophons, der Photographie und vieler anderer Erfindungen wurde gedacht. Nach Schluß des Vortrages wies der Vorsitzende hin auf das deutsche Museum für Meisterwerke der Kunst und Industrie in München. ** Krieg.sspicl. Am Sonntag nachmittag fand in dem Gelände zwischen Hörnsheim n n d G a r b e n t e i ch ein Kriegsspiel statt, das im wesentlichen folgenden Verlauf hatte. Eine blaue Armee batte die Aufgabe, ein in Garbenteich angenommenes Tcpot zu verteidigen: sie bestand in erster Linie aus der Gießener Jugendwehr, die in einer Stärke von etwa 120 Mann angetreten war, dem Männer-Turn-Verein Gießen und anderen Turnvereinen und stand unter Führung des Rcchtsamvalts Kaufmann-Gießen. Blau hatte sich in Garbenteich gesammelt und ging gleich nach 2 Uhr vor, um von Tors-Güll 'bis Haltestelle Schiffenberg mit einer Entfernung von zwei bis drei .Kilometern von Garbenteich Verteidigungsstellung zu nehmen. Tie rote Partei hatte die Aufgabe, das Tepot zu nehmen: sie setzte sich aus den Turnern der Vereine Großen-Linden, Hörnsheim, Lang- Göns usw. zusammen und wurde vom Metzgermeister- Philipp Pirr V.-Großen-Linden befehligt: sie hatte sich in .Hörnsheim gesammelt. Durch den starken Regen am Samstag nxiren die Feldwege unb Aecker teilweise so aufgeweicht, daß ein Teil der gemeldeten Tnrnvereine gar nicht oder nur mit geringer Mann- l'dxitt angetreten war, was für beide Teile ein großer Uebelstand war. Ter rote Füller half sich dadurch, daß er seinen recksten Flügel durch eine Patrouille von nur vier Mann markierte: er machte sodann ^mit seiner Mitte einen Scheinangriff und kam dabei bis vor Steinberg. Sein starker linker Flügel marschierte unter kundiger Führung, gedeckt durch die Main-Weser-Bahn unb ben Wald auf einem großen Umweg in strammstem Marsch heran. Etwa um 4 Uhr war die Mitte langsam bis über die Haltestelle Schifsenberg vorgerückt und nahm Fühlung mit dem linken Flügel; zusammen rückte bann fast die gesamte blaue Partei in Stärke von über 80 Mann etwa um 41/» Uhr in Garbenteich ein, womit die Ausgabe erfüllt war. Es ttnirbe sodann von allen Seiten auf Steinberg marschiert, wo Kritik stattfand. Wenn nun hierbei der Führer des rechten blauen Flügels behauptete, ein Teil der roten Partei habe sich östlich der Grenzlinre — Straße Gießen- Garbenteich — den Zugang gewählt, so darf angenommen werden, das; dies der Fall gewesen ist. Leutnant Tingeldein, der'das Amt eines Sckffebsrichters übernommen hatte, entichied jedoch für rot, da er wegen der Unübersichtlichkeit des Geländes die Zahl derer, die zuweit östlich gekommen war, nicht einwandfrei feststellen konnte. Er konnte dies um so efier tun, als auch blaue 'Truppen die Grenze überschritten hatten (so stand der Vorposten an iber Gabelung unter dem Schiffenberg zur foälfte jenseits der Straße), nne auch die Uebcrrumpelung so gut gelungen war, daß beim Erblicken des Feindes der Unterführer nicht mehr zurück melden konnte unb so zwei- bis dreifacher Uebermacht gegenüber stand. Schiedsrichter und Unparteiische, die das von Herrn Leopold Mayer-Gießen zur Verfügung gestellte Automobil benutzten, kamen nach Prüfung der beiderseitigen Stellungen und Pläne schon früh zu der Meinung, daß die blaue Partei mit Rücksicht auf ihre geringe Mannschaften eine viel zu ausgedehnte Stellung angenommen hätte, um der drohenden Umgebung durch die Gegenseite zu entgehen. Um 51/» Uhr war Schluß des Bruderkrieges und gleich darauf erfolgte der Abmarsch. Auf beiden Seiten wurde mit Eifer unb großer Hingabe gekämpft: namentlich soll hier erwähnt werden, baß bei dem 2' »stündigen Marsch der Großen Lindener auch mehrere öftere Turner, u. a. der Vor- fidende Steinnagel mitgewirkt haben, unb daß die Jugendwehr eine sehr große Ausdauer und Willigkeit betätigte. Schorn ft einfeger-Innung für Hessen. Am 19. Oktober sand in Darmstadt eine außerordentliche Sitzung der Innung unter zahlreicher Beteiligung aus den drei Provinzen statt. Den Hauptgrund der Zusammenkunft bildete die von dem Hess. Landesverband der HauSdesitzer- Vereine an das Ministerium deS Innern und an die streis- Ämter gerichtete Proteftschrift gegen das Regulattv über die Reinigung der Schornsteine. Einstimmig wurde von dem Vorstände der Schornftcinseger-Jnnung unter Beihilfe des Vorstandes des Zentral-JnnungS-VerbanbeS der Schornstein, tegermeiftcr des Deutschen Reiches beschlossen, gegen die in der Protestichriit enthaltenden Behauptiingen Stellung zu nehmen und den betreffenden Behörden hierüber durch eine Gegeneingabe Mitteitung zu machen. _ " Die hessischen Bau-Aspiranten tagten am ^nntag in Frankfurt. In der gut besuchten Der- lammlung wurde allgemein dem Bedauern über die zahlreichen Entlassungen und .Kündigungen Ausdruck gegeben- rtrrnn auch die Einschränkungen und beabsichtigten Erspar^ nisse sehr wohl verständlich seren, so habe man doch bisher Deutsches Reich. Die deutsche Kaiserin begeht heute, am 22. Oktober, ihren 54. Geburtstag. Qn den weitesten Kreisen wird man aus diesem Anlaß heute betonders gern der fürstlichen Frau gedenken, die ihren Beruf in Werken der Volkswohlsahrt und Wohltätigkeit findet. Tie Berliner Blätter bringen aus diesem Anlaß, wie uns telegraphisch mitgeteilt wird, sympathische Artikel. Der Entwurf eines Gesetzes über läufiy weder die fremden Militärattaches noch fremde Offiziere zum Operationsgebiet der serbischen Armee zuzulassen seien. Ein Tressen im Sandschak Novibazar? Paris, 21. Okt. (Havas.- Ein heute mittag in Nisch aufgegebenes Telegramm meldet: General Aankowitsch traf im Sandschak Novibazar beiMeradara mit Arnau tenscharen zusammen und zerstreute sie. Die benachbarten Blockhäuser wurden angesteckt. Die Serben verloren .7 Tote und hatten 120 Verwundete. Die montenegrinischen Verluste seit Beginn des Krieges betragen bereits fast 4000 Mann. Da die Armee höchstens 35 000 Mann stark ist, so ist sie bereits in den ersten drei Wochen dezimiert worden. Viktor Emanuel römischer Kaiser? Der „Petit Parisiew' verzeichnet in einer aus Wien datierten Meldung das Gerücht, daß der König von Italien die Absicht habe, demnächst den Titel eines römischen Kaisers anzunehmen. Dieser Plan sei bereits seit Beginn des tripolitanischen Krieges von gewissen italienischen Staatsmännern genährt worden, die nur auf den großen Sieg gewartet hätten, um ihre Ideale zu verwirklichen. Die italienische Regierung glaube, das Ansehen würde erhöht werden, wenn Äönig Viktor Emanuel denselben Titel tragen würde, wie seine Verbündeten. zu. (S. u. Stadt Aurlanv. Prinz Heinrich von Preußen trat, wie aus Tsingtau gemeldet wird, am Montag an Bord der „Gneisenau" die Rückreise über Telny an. In Spala wird die Reise zur Vorstellung beim Kaiser von Rußland aus kurze Zeit unterbrochen. Tie Ankunft in Berlin erfolgt wahrscheinlich am 1. November. Der österreichische Minister des Aeußern Gras B e r ch t o 1 d nebst Gemahlin sind am Montag um 6 Uhr 35 Minuten abends in Pisa eingetroffen. Sic wurden auf dem Bahnhof von bi San - Giuliano unb dem österreichischen Botschafter empfangen. Marauis di San Giuliano gab zu Ehren des Grasen und der Gräfin Berchtold ein Tiner. T i e Deutschbritische Vereinigung teilte der „Bossischen Zeitung" mit, daß eine Abordnung, bestehend au5 mehreren hervorragenden Mitgliedern des englischen Oberhauses sich im April nach Berlin begeben werde, um mit den maßgebenden Persönlichkeiten zu verhandeln und einen Vorschlag zu unterbreiten, wie die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland unb England sich über ben wirtschaftlichen unb gesellsckwftlichen Weg verwirklichen lassen. Tie internationale Konferenz zur Bekämpfung des Mädchenhandels ist in Brüssel zusammengetreten. Ihre Aufgabe besteht darin, ben 1913 in Lonbon stattfiübenden Kongreß vorzubereiten. Ter Justizminister Carton de Wiart begrüßte die Delegierten. in keinem anderen Ressort Entlassungen vor« genommen, dagegen erfolgten in vielen Mteilungen sogar Neueinstellungen. Leider habe das Gesuch der AspiB ranten wegen Verwendung bei der Brandversicherungs* fammer noch keine Erledigung gefunden. Man will das Gesuch nochmals erneuern und auch bei der Versicherungs-- anstatt wegen Verwendung vorstellig werden. Auch die Zurücksetzung der älteren Bauafpiranten bei der letzten Beamtengebaltsregulierung wurde bemängelt. Es sei verblüffend, daß bei den Bauämtern in Worms und Offenbach trotz Gesuches der älteren stellenlosen Bauafpiranten gerade die jüngeren vorgezogen worden seien. Nach einer kurzen Aussprache über das Bauarbeiterschutzgesetz wurde der Vorstand wiederg'ewählt. ** D i e Fahrt des Ballons Marburg. Am Tonntag stieg vom hiesigen Gaswerk der Ballon Marburg unter Führung des Herrn Dr. Calließ mit den Herren Tr. Neumann, Lehramtsrefcrendar Walther und cand. math. Beck auf. Bei ruhiger Luft, aber sehr tiefen Wolken kam der Ballon um 9> , Uhr sehr gut mit 13 Sack Ballast los und schlug die Richtung nach Wieseck ein, das in 300 Meter Höhe über flogen rmirbe. lieber dem Hangel- ftein trat schon ein Fallen ein, das durch Ballastabgäbe ab- gebremst »oerden mußte, so daß der erleichterte Ballon wieder hoch flieg und bei Trais in die Wolken kam. Es fing nun an zu regnen und man fiel bald wieder. In der Ferne sah man den Frailenberg und Amöneburg oerfchwin- den. Man überflog Nieder-Ofleiden, Lehrbach und Mirtorf. Durch den anhaltenden Regen kam der Ballon so tief, daß man die Ballonpostkarten einem unten vorbeigehenden Manne mit der nötigen mündlichen Unterweisung zuwerfen tonnte. Jetzt stieg der Ballon durch Ballastabgabe sehr rasch an und verschwand bald im Nebel. Bei 800 Meter Hohe verwandelte ^ich der Regen allmählich in Schnee, der bglb das Fahrzeug mit einer leichten weißen Decke überzog. Die Brieftauben, die man von Gießen mitgenommen hatte, und die in tieferen Schichten sehr lebhaft waren, verhielten sich jetzt vollständig ruhig. Die Orient rung wurde im Nebel sehr bald verloren. Nach ein« stündiger Fahrt kam wieder Land zu Gesicht. In dem Flüß« cf^en, das durchs Tal zog, wurde die Fulda erkannt. Es ging noch sehr tief über Hersfeld und um 12 Uhr wurden uie Tauben entlassen, die sofort die westliche Richtutrg ein» schlugen und bald verschwanden. In dem hinter Hersfeld beginnenden Walde verfing fich das Schleppseil, und es »var nicht mehr loszukommen. Man wartete noch, bis einzelne Windstöße den Ballon an den Waldrand getrieben hatten und zog die Reißleine, worauf er fehr glatt auf einem Acker zwischen Hersfeld und Friedlos aufsetzte. ** Eine weitere Verbilligung des Staatshaushaltes wurde vom Ministerium angeordnet. Die seither aus der Staatskasse gezahlten Kosten für tierärztliche Ueberwachungen der Viehmärkte müssen künftig von den Gemeinden getragen werden. Landkreis Gießen. = Rodheim, 21. Ott. Wieder feierte man gestern' hier das Erntedankfest, wie es Pfarrer Schlosser hier eingeführt hat. Am Sonntag morgen stellte sich der Zug in der Mitte des Dorfes auf. Voran trugen drei Konfirmandinnen den Erntekranz, geschmückt mit Feldfrüchten. Dann folgte die Musikkapelle (Mfe, Pfarrer und Kircl>en- vorstand, die Katechismus-Schüler mit den Gaben der Ernte und die Schuljugend unseres Kirchspiels. Vor der Kirche erklang das Lied „Allein OJott in der Höh' sei Ehr". Sodann hielt Pfarrer Schlosser eine eindrucksvolle Predigt über das Erntefest. Am Schluffe des Gottesdienstes er Hang, begleitet von der Musik, das Lied „Nun danket alle Gottt". Kreis Alsfeld. r. Alsfeld, 21. Okt. Am Sonntag nachmittag wurde die neuerbante Volksschule in Gegenwart zahlreicher Vertreter von Behörden e i n g e w e i h t. Zuvor fand eine Abschiebsfeier nm alten Schulhause statt, bei der Hauvllehrer Rudolph die Rede hielt. Am neuen Schulgebäude wurde die Feier durch einen Gesang des evang. 5lirchenchore4 eröffnet. Nach der Weiherede, die der Vorsitzende des Lchuloorstandes, Dekan Sauerwein, hielt, sang der Schüttrchor noch ein Lied. Darnach übergab Geh. Oberbaurat Rlingelböffet, ein geborener Alsfelder, den Schlüssel der Hauses, das nun zur Besichtigung geöffnet wurde. Das neue Schub hauS, das der Stadt zur Zierde gereicht, enthält u. a. ein Volfsbad und Räume für eine HaushaltungSfchule. Um 4 Uhr nachmittags sand im ^Deutschen Haus" ein Festessen statt. Süd München' - S.S* r in» 3«!»' nES Är®»' MÄk. Herling „ild I- a. Gubkin,reff, M M-t< aq nackmiltag wurde Ä zahlreicher Vertreter w eine Abichiedslcier c: rer Rudolph die SA »Feier durch einen ®eir. 1 der Weiherede, die Douerroein, hielt, I® । überflab Geh. Dberbaur:. letber, den echlusjel M t wurde. Das neue S-ti enthält n a. ein VoM Um 4 Uhr nadjnutto 'statt. ... ute vormittag 10 JJ ^er Richtung unseren -e hin, ba6 man die SW ihre Anfrage nach beneid. In ruhtg-r N ablen zu. (§• “• 6lfl" $« «•**»»*•• 2! ,md h-ut- l*. * h« -b°-1?,«* Wien ’S >. S»7 * jrfSfeft ubgehauen- ^^'den^drei Kandis" $«n W d uni* ,25«-*” erauntt. Zu dem -vinjjeini nsMr es«11 niüien 611 hKgii« )ie H'E begenä * ,iit Treue äf)tidtS J b«s Geiu^Mn^ ! M. I * ber'L^ll L t 7°° bei A t; Angelt, ff,«h j .^osen en 'Hen ÄKrg. J -tenbar M sehr gut nach Biei2!tJ3 !. UebTr x ein, da- bie Wol en ll°t bald mietet ? ^m6nebur„ « Ballon j® 5"? "»*'« wrdejÄ^ ™Wflabe|ebr,'u ’ ?.n Schnee, der halb 2? ** «Ä i? obhast waren ‘J- Die Orients, erloren. Nächst, R* intern M * MMm <&rßui. •paZmOTU£ = «W ruw ™ HScMuu^ßäAS- W^uÄnöfc. Klöppel-Spitzen! S^- Momme zum Mittwochsmarkt j mit großer Auswahl Barmer und Plauener Hochacktend •hrtifel. 7044 Gg. Beinherdt, Benrath a. Rh Lecfückk! Ia.Speisekarloiieln Zwiebel« 67757 Drucksachen aller Art ESis inuimiiaraafliiiwnlißneMmiJiiiinnnP'rr:1 ' ..........ri'iimnrnDi zu sw» : Sonnen- ■ He rUrar Straße 25 verseil del Ludwig Erb. (Lckäcll in der Wetteran Telephon Anschluß. 16141 T ödes-Anzeige. Gestern morgen 9 Uhr, entschlief sanft, nach langem, schwerem mit grosserGeduld getragenemLeiden, meine liebe Frau unsere gute Mutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharina Lein, geb. Hofmann im Alter von 59 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Johannes Lein, Bäckermeister. Giessen (AsterweglO), Bad-Kreuznach, d.21. Okt. 1912. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 23. d. M. nachm. 2 Uhr von dem Portale des neuen Friedhofs aus statt. ?058 Sport. — Fußball. Tie M e i ü e r s ck a s t S s p i e l e am Sonntag nahmen lolgeuden Verlauf: Ter streiSmeifler von Hellen, Verein hu BewegungHsviele Gießen, gewann mit seiner 1. Mannschah gegen die gleicke deS Gießener Sportvereins von 1900 mit 3 — 2 Toren nach hartnäckigstem Spiel. Tie 2. Pkannschait de4 V. f. B. gewann nach überlegenem Spiel mit 7 — 2 gegen die 2. Mannschaft des Sy. V. v IbOO. Kastel Verein - Marburg V. f. B 4 — 0; Kastel terknle- — Kastel Sport 2 — 1; Fulda Vorussta — Fulda Fußballverein 2—1. „Ernst Ludwig“ Einheitspreisen Mk. 12.50 u. Mk. 15.50 im ml Eudwig Seltersweg 53 teiuc magnum bonum. nun tiUiiincn Tagespreise für Winterbedars, frei Sie» serung in'S HauS. ,08680 Tb. Bänlke, Wolsstraßc 9 undBiomarckitr. 1 liVoheni. Schellfisch und Kabliau blutfrifd) «ittwock und DonncrStag früh emtrenenb. Jak. Maternus ^e Klinik- u. Frankfurt. Str. Dorteilsr1!!:;' vollständiger Ersatz für echtes Pillencr die '/.Fl- 2üPsa- '/,rZl.13Psg. frei Haus. toel Wöchentliche Waggonbezüge. Emil Schmall Del. 83, Frankfurter Str.7 Letzte 21 och richten« Der Balkaukrieg. London, 22. Okt. DaS Bureau Neuler teilt mit, daß die Türkei kurz vor der KriegserNärung G rie cken la nd d,e U everlas sungvon Kreta angeboten habe, wcim es vom Balkan^ bund zurücktrele. Außerdem würde die Türkei dann den .InxbuiB des griechischen Eisenbahnnetzes an das türfiidk* gestalten. Ein türkischer Militärzug entgleist. Konstantinopel, 22. Okt. Auf der engdschenSrnntno* Bahn kam eS zu einer furchtbaren Katastropbk. «tn Militärzug entgleiste und stürzte eine mehrere Meter höbe Rampe herab Da» Zugpersonal und 200 im Zu g c befindliche türkische Soldaten frnd lot und etwa ebensoviel tvurden schwer verwundet. Ter Zustand der fraoiöstlchen Marine. Paris, 22. Okt. Ter sozialistische Mgcordnete Gruide richtete an den Marineminister ein Schreiben, hast bic sechs Panzerschiffe des nach dem M i t t e l m e c r abgegangenen dritten Geschwaders in sehr s ch l e d) t c m Z u stand Kien. Namentlich die Pulverkammern seien sehr verbesserungsbedurfttg und das darin befindliche Pulver sei 12—13 Jahre alt. Tie Ge- fahr der S e l b st e n t z ü it d u n g des P u l^v e r s fei btt dem heißen nordasrikanischen Klima des neuen Standortes des Geschwaders noch größer als bisher, so daß die Länife einem gefährlichen Vulkan glichen, dessen baldiger Ausbruä) zu be- sürchlen sei. Nnßland unb tzhina. Peking, 22. Okt. Die Nachricht, daß Rußland bie Unabhängigkeit der nördlichen Mongolei anerkannt habe, hat in China große Aufregung und Bestürzung hervorgeru,en. Lustrchiffahrt. Süddeutscher Rundflug. München, 21. Okt. Im Festfaal des Königl. bayer. llutomobilklubs erfolgte durch den Prinzen Ge o r g die I ederaabe der Ehrenpreise an die Sieger des Suddeutschen -tuwdfluacs. Bon MlckärsUegern erluelt für die besten leiftungen der bäuerische Seutimnt Vierfing den toert- sollen Ehrenpreis des Prinzen Georg. Weitere Ehrenpreise tthielten die bayerischen Leutnants Hailer, v. Butt- lar und \ o 11>, ferner Leutnant Reinhardt von der tc-ußischen 'Fliegertruppe. Bon den Zivilfliegern erhielten Geldpreise: Cbcnnacmcur Yirth l_oOO Jlf., i-inb- Lintner 850.' Ml., Baierlern uOOO Mk. und Dick : hxj 'Dtf. e Berlin 22. Okt. Der Flieger Büchner ist von i ter bulgariscl)en Regierung für die Dauer des Krieges als 'fi-leger des Hauptquartiers verpflichtet worden. Er ist handel. , * Geldsendungen nach b er Türkei. Für Postanweisungen nach Zlonstantiiwpel und Smvrna deutt'cke Poft- anstaltcn sowie nach den ottonumischen Postaiistalten gilt von jetzt ab das llmrechuungsverhältnis von 100 Piaster (Golb) - 18 Mark 90 Psg. TToin loornr Wahn 'st die so überaus günstige Wirkuna llulU Ivvl vl TT QU J der Mnrrbolmfeise. Berlangen Sie Broschüre, um zu erfahren, wie erste Leuchten der Wistenschasl darüber urteilen. b benS am 1. April d. I«. in Ruhestand zu treten, er stand i 41 Lebensjahr. _ - Äus dem Salzdödetal, 20. Okt. Im unteren Ewdetal wird jetzt die Obstbaumzucht mit Erfolg ilneben. Der Ml- und Gartenbauverein des /reifes fadar hatte für Odenhausen und Salzboden eme Lokal- .^Sstettung veranstaltet, die von 59 Ausstellern de- ch-ckt war. Univcrjitätr^Nachrichten. si Marburg 21 Okt. In der philosophischen Fakultät der hesigen Universität babilitieck sich am Mittwoch Herr ^r vhtl. s Fachmann mit einer Antrittsvorlesung über das Thema: ' T!?^Ti^kto?^^phnüol!g'schen Instituts an der Universität , -ni^sberg i. Pr„ Geh. Med,zmalrat Prosepor Tr. med -idimar bermann, ist um feine Eremitierung zum sommer- bester 1913 tingefommen. vermischte». ♦ Bubenstreich Unbekannt gebliebene Burschen aus Trier versperrten heute nacht etwa fünf Kilometer oberhalb btr Stadt die Straße durch große Sternblöcke. Tas Llutomobil des Kaufmanns Haack rannte dagegen und wurde die Böschung hinab ui die Mosel geschleudert, vaack und der Malermeister Aich wurden schwer verletzt. Tie Verunglückten wurden aber vor dem Ertrinken von Bahnbeamten gerettet. * An Bord des Tampfers „Berkshire", der von Havana nach Philadelphia unterwegs n>ar, brach in der Nähe von Nord- karolina ein Feuer aus, das die Passagiere, über 100 an der Zahl, schwer gefährdete. Aus drahtlosem Wege unterrichtet, eilten zwei Tampfer herbei und retteten sämtliche Passagiere, xer brennende Tampfer wurde unter Wasser gesetzt. __ * Verlockend. Frau Schwätzer (beim Besichtigen einer zu verkaufenden Billa): „O wie schön — wie wunderbar schön? Diese großartige Aussicht macht mich wirklich smachlos!" — Derr Schwätzer: „Tann kaufe ich die Villa!" Die,.DentscheGesellschaitzurVerbreltniiggutef Bücher“ (Ehrenpräsidium Reichskanzler Fürst von Bülow) wird vielseitig unterstützt und will Romane nnd Novellen bester Antoren in jedes Haus als Bibliothek zur Unterhaltung und Bildung einführen. — Man abonniert halbjährlich und jederzeit kann begonnen werden bei dem Bevollmächtigten Herrn 31. lind, Berlin W. 15 für Mark 3 — auf 0 gebundene Werke Mark 2.25 auf 6 broschierte Werke Monatlich wird je ein Band, selbstverständlich als Eigentum d.Bestellers, portofrei zugestellt. — Zuerst werden geliefert: KoioniRlenvolk. Roman von Gabriele Reuter. 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Lustspiel in 4 Auszügen vo» -E Ks; I ; LZ freue ein ff» fit d.r lioient so ju JjJ1 il bcr^e y [ itbren '*• ?> v'ictar fort, daß d ,... •'[ interfllM ,trcn jniniuijinn 0 j u .WJ”;1' ,,-jtn iwömser*.. bii kwttBH ;nbn drüben gesvi >:■ dridm'eitigen M , :'i diesem ?t(r uedz trosiid) nehmen, ■in der Unvollkomme r otieren Verhältnis ui) unter denen bie Gierung, Parlmne iduhteile des modcr Ntr Regierung, eben «ad) beitnrnnten ge inb nleset ästsordnun «lbslgesetzter Oberer als Angehörige einer .‘ihtenfoticr keine ani E rrgesübl ihrer fruft ;iir Verfügung dinge lwrgeklmimen "v i't.'ljen mit dei .i'i.iwe werden sc ■ r.;7. Wirkungen he ■ OiMWvn der f Vereins ein. M sind, diewirlscha ihrer Ängehö cZkandesbewuhtsein hrbern der Alge ■ in oiesein Gebiete inib eine besondere wöchtl. ZusaiWenkiich Hotel Mühtet Itntt.___(v^Bi Frit? 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Zlugfest in Gießen Sonntag, den 27. Gttober. Der Beginn der Veranstaltung ist auf V?2 Uhr festgesetzt. Die Ankunft der Zeppelin- luftschisses „Victoria Luise" wird etwa 2 Uhr erwartet. Binder unter Jahren Können nur in Begleitung Erwachsener zugelassen werden. In diesem Falle zahlen sie Keinen Eintritt. Das Mitbringen von Hunden ist polizeilich verboten. n”. Großer Posten Damaft« Seibenglanz=Decken 80x80 groß, in golb, lila, grün ^7 usiv., regulärer Wert JHk. 5.— / / 1 jetzt MK. F Telephon 911 Programm vom^.bisKUober Liebigshöhe. DonncrMtas 4 bis 6 Uhr rea* Kaffee-Konzert Btfithtißlilill der kolonialen Aasflkllung des Malers (?. Volldcbr.imTurmhauS, Mittwoch, 23.Cf t. Sufnnnncntunh um 2 Ubr vor dem DurmdauS (Brandvlam biutrtttSgcld (Vorzugspreis für unsere Mitglieder» 20 Psg. v’Vio Der Vorsitzende. Kinematograph Bahnhofetr. 54 08868 Bahnhofstr. 54 Kün|tler=Ded7en, 5pitzen-vecKen, Fischläufer a”/io Sonntag, den 27. Lttobcr, von nachmittags 51/, Uhr ab, im Anschluß an den Gießener Flugtag, in sämtlichen Räumen des Cas6 Leib x Gr. Münchener Oktoberfest ÄXbestehend in Konzert, Absingen gemeinschaftlicher Lieder Das Spiel ist ans ein Drama aus der Finanzwclt, in 2 Akten. Um die Grafenkrone reizende Komödie. Der Unbekannte äußerst spannendes Drama eines Abcnteuercrs, in 3 Akt. Gaumontwoche aktuelle Wochenschau. Die Wkehr i>ts Kapitäns Hohn amerikanisches Drama. ST Eintrittspreise I. Platz 50 Psg., II. Platz 30 Psg. u. III. Platz 20 Psg. Frische Zische! Mittwoch früh 9 Uhr, Donnerstag u. Freitag FeinsteAngel-Schell fische 1—4-pfündig, Pfund 40 Psg. Kleine zum Backen 3 Pfund 70 Psg. (£nblinit,fonM46'8 30 w (Rordsce-Warc) im Ausschnitt Pfd. 35 Psg. Frische Fisch-Koteletts per Pfund 40 Psg. grüne Heringe, Schollen, Rotzungen, Seehecht, Seeaal, Seelachs Bücklinge 3 Stück 20 Psg.; per Kiste 36 Stück Mk. 1.95 Störfleisch, Heilbutt, Seelachs Heringe Prima neue holl. Bollheringe 10 Stück 70 Psg. 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