Nr. 45 162. Jährling rrscheinl täglich mtl ÄuSnahme brt Sonntag». (Bcisall links.) gekomnicn waren, ba1 Donnerstag, 22 Februar 1012 Rotationsdruck und Vertag brr Br üdt'schut Unioerfitäi» - Buch- unb Stetnbrudetei. tH Lange. Drehen. Sie wissen aber auch, daß die verbündeten Negierungen damals auf Grund eingehender Erwägungen zu dem Gedanken 1 ' ne zeitweilige Aufhebung ter mittel grundsätzlich b e • Daß ein empfindlicher Mangel an Kartoffeln besteht, bestreitet niemand. Aber, um das $M'b vollständig zu machen: auch bcziig- lieh des Viehes und de s Fleisches laben sich die Sdiützun- gen und Voraussagen als richtig crw,e,cn. die wir im vergangenen cGhr gemacht haben. Die Fle-schpreise haben gegen den vorigen ycrbft eine weseniliche Acnderung iud)t erfahren. Ter Austrieb auf den 32 grohen Skssachihöscn ist für Rinder und Kälber nicht wesen,lich reduziert und ein sehr starker Auftrieb an Schweinen erfolgt. Tie Zahlen können nur dann gewürdigt werden, wenn man sesistcllt. daß bic Viehzüchter in Preußen eine nicht unbelrächtl'che Steigerung deS RindvichbestandeS gegen 1011 crzicli haben, der allerdings den Bestand von 1910 noch nidit erreicht. Infolge der enormen Slcigcriing des Lchivcinc« auftricbS und des Vorhandenseins von Stiuvcinen sind die Lchwcincpreise im Laufe der letzten Zeit gesunken. Im ganzen ist der Fleischverbrauch auf den Kopf der Bevölkerung nicht unbeträchtlich höher als 1010. Ec beträgt .'.3,71 Pfund auf den Stopf, gegen 51,91. (Hört, hört! rechts > -tiefe Zahlen sind interessant, selbst wenn man berücksichtigt. das; viel- leicht im Lause der letzten Fahre nicht Vollreife Tiere überall ye- ich lachtet sind, also die TurchschnittSgewichtc zu hoch gegriffen sind, llnbcstritten bleibt doch bestehen, das; von einer Fleisch not zur Zeit nicht die Rede sein kann, und wenn man mit der Steigerung deS Viehbestandes rechnet, angenommen werden kann, das; die Anschauung der verbündeten Regierungen, daß über diese schwere Klippe der tzleischversorgung dcS Volkes hinwcggckommcn uird. voraussichtlich richtig ist. Die erheblichen Missstände infolge dcr Dürre brauchten die Vorredner unS nicht erst nachzuweisen, auch nicht das erhebliche Steigen dcr Preise für die Lebensmittel. Redaktion, Expedition unb Druckerei: Schul- strage 7. ErpediNon unb Verlag: bL Redaktion:e^^l 12. rel.-AdruAnzeigerGieben, tic „Siebener LamtllenbläNer" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, da» „Krctsblati f8r btn Kreis Sieben" zweimal wöchentlich. Die „ranbwittschaftllchrn Seit- kragen" erscheinen monatlich zweimal. Ter Redner gibt Berechnungen wieder, die ihm von kleinbäuerlichen Besitzern über die Verteuerung ibrer Produktionskosten durch den Futtarmittclzoll zugegangen feien.. Die Herren hier geben einen eigentümlichen Begriff vom Christentum. Sie beten: unser täglich Brot gib uns heute, und die Zölle besorgen daS fa auch, aber den armen Bolkökreisen Hilst das Velen nicht daS Brot bleibt mager wie zuvor. Sie wolleu bic besten Stützen deö Staates sein: eine Partei, die eine grosse Masse deS Volkes zur Unterernährung bringt raubt dem Reiche die beste Kraft des Volles. (Beifall links.) Ter NeichSlaa erfüllt cm Gebot heiliger Pflicht wenn er heute an die Aermsten der Armen denkt. (Beifall der Soz.) Staatssekretär deö Innern Dr. Tclbrüd: Der Gegenstand der beiden Interpellationen ist bereits im vorigen Oktober im Reichstage ausgiebig besprochen worden. Die Frage, ob eine Ermässigung der Zölle und Futtermittel geeignet sei, die Folgen der Dürre deö vorigen Sommers auszugleichen und abzuschwächen, ist damals eingehend erörtert worden. Tie verbündeten Negierungen halten schon im Herbst, noch bevor lie Erörterung hier im Reichstag war, alle Massnahme n er- griffen, die in dieser Beziehung durchführbar und zweckdienlich erschienen, so zum Beispiel aut dem Gebiet der Frachttarife, die mit dem Reich, von Preussen und den übrigen Bundesstaaten getroffen wurden und zwar, wie wohl allgemein zugegeben wird, mit Erfolg. Ich erinnere an die Erleichterungen, die den Brennereien gewährt wurdeii, und endlich erinnere ich an die Massnahmen, die die einzelnen Bundesstaaten innerhalb der Grenzen ihrer Kompetenzen auf dem Wege der Gesetzgebung und Verwaltung ergriffen haben. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen der Zölle auf . deutlich und nicht geeignet sein würde, die Schwierigkeiten zu beheben, deren Vorhandensein auch von Ihrer Seile anerkannt worden ist. Ich kann cs trotzdem verstehen, wenn Sic jetzt wieder auf diese Frage zurückkommeii. Niemand weih besser als die verbündeten Negierungen, und niemand bedauert mehr als sic, dass die Erntcausfälle deö vorigen Jahres für zahlreiche Kreise von Produzenten und für zahlreiche Kreise, namentlich von kleinen Monfuincntcn mit beschränktem Einkommen schwere Nachteile für ihre Lebenshaltung haben mussten. Dementsprechend haben auch die verbündeten Negicruiigen und der Reichskanzler die Entwick- lung der Dinge in den letzten Monaten aufmerksam verfolgt, und auch in dem beteiligten Ncichsressort hat man immer erneut die Frage geprüft, ob eine Aendcrung der Verhältnisse eingetreten ist, und neue Wege eröffnet werden müssten, um die durch die schlechte Ernte entstandenen Schäden zu beseitigen. Mb. Deutscher Reichstag. 11. Sitzung, Mittwoch, den 21. Februar. Am Tische des BundeSra'S: Dr. Delbrück, Fichr. von kchorlemer, Wermuth. Präsident Dr. Kaempf eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Min. Die Ceuerungs-^nferpellaflonen. Auf der Tagesordnung __ stehen die Interpellationen der Volkspartei und der Sozialdemokraten. Beide Interpellationen haben den gleichen Inhalt; die der Volkspartei hat folgenden Wortlaut: Ist der Herr Reichskanzler bereit, mit Rücksicht auf die herrschende Teuerung und den vorhandenen Futter- mangel sowie in Rücksicht auf die schweren Schädigungen, die ohnehin den Viehhaltern aus der andauernden Verbreitung der Maul- und Klauenseuche erwachsen, a) die s o - ^artige zeitweise Aufhebung deö Zolles auf Mais und Futtergerste; b) o t e Suspendierung deö am 15. Februar cintretenden Star- toffelzollS bis 1. Ma» d. IS. herbeizufuhren? Staatssekretär Dr. Telbrtlck erklärt sich zur sofortigen Be- antwortung bereit. Abg. Dr. Wendorsf (Vp.) begründet die Interpellation der VolkSpirtei. Ich vermeide eö, hier noch auf unsere Gcsamtst-llung zur Wirtschaftspolitik einzugehen. Eö liegt unö fern, wie uns die agrarische Presse vor- wirft, agitatorische Politik zu treiben, den Gross- und Klein- grundbcsitz gegeneinander zu verhetzen. Wir wollen praktische Politik treiben, greifbare Erfolge erzielen, und haben unö deshalb auf das Erreichbare beschränkt. In der vorigen Woche hat der Echatzsekretär in Sachen des K a r t o f f e l z o l l S erklärt, dass Erwägungen schweben; hosfentlich sind sie inzwischen so weit gediehen, dass unsere Interpellation setzt mit Ja beantwortet wird. Dcr Redner gibt eine Darstellung der Gestaltung der Kartoffelpreisc. Der Zoll bedeutet eine weitere Preissteigerung um 5 Pfg. pro Pfund. Wir stehen unmittelbar vor dieser Gefahr, und der Rohstoffpreis nähert sich dem deS Roggens. Dazu kommt die sehr schlechte Gemüseernte, die weite Kreise nötigt, die sonst Gemüse konsumiert haben, mehr zur Kartoffel übcrzugehcn. Alle not- wendigen Konsumartikel sind verteuert. Ter Schatzsckrctär hat das Mehr von 15 Millionen für die Naturalverpflegung der Truppen ausdrücklich mit den hohen Preisen begründet, die, wie er sagte, nur zum Teil vorübergehend seien. DaS nennt man ober Teuerung. Nach den Berechnungen des Grafen Westarp selbst ergibt sich in diesem Jahr eine weitere Belastung der fünfköpfigcn Familie um 26 Mark. Sie wollen doch für den M i t t c l st a n b eine besonders warme Lanze cinlcgcn (Heiterkeit.); die Arbeiter werden natürlich noch mehr geschädigt. Für die .Konsumcntcnprcisc ist die Aufhebung des Zolls bis zum 1. Mai eine Notwendigkeit. Die Landwirtschaft ist heute in erheblichem Masse selbst Käufer von Kartoffeln, nicht Verkäufer, die hohen Preise bedeuten also eine Verteuerung ihrer Produktionskosten. Wir wissen noch nicht, wie gross der Bedarf an Saalkartofscln ist. Tic Stärkefabrikation hat ihre Produktion einschränken müssen, wodurch auch bic Nebenprodukte als Futtkr- mittel für die Landwirtschaft geringer werden; dazu bic^ Ein- Wirkung auf bie Textilinbustric. Auch ber anbere Teil unserer Interpellation*zeigt, baß wir nicht mit Kanonen nach Spatzen schiessen, sondern unö auf das Erreichbare beschränken wollen. Wir fordern nur eine zeitweilige Suspendierung deö Mais- und F u t 1 e r g e r st e z o l l S. Freilich die „Deutsche Tageszeitung" hält daS für eine Schädigung der landwirtschaftlichen Produktion; die Hitze dcö vorigen SommcrS hat sie offenbar zum Glauben gebracht, dass auch in Deutschland MaiS gebaut werden kann. (Heiterkeit.) Wir befinden uns in sehr guter Gesellschaft; denn im Landwirtschaftsrat wurde in Gegenwart cineBköniglichen Prinzen ein Beschluss gefasst für die Suspendierung des MaiS- zolls unb bic zeitweilige Rückvergütung bet Mais- unb Futter- gerslenzölle. Freilich war baö ber bayerische Lanbwirtschafts- rat und Prinz Lubwig. Aber auch auS einem hannoverschen Wahlkreis ist bie Forde- rung von einem agrarischen Führer gestellt. Die wenn auch nur zeitweilige Suspendierung ber Futtcrmittelzölle wirb bie Vieh- Haltung heben; unb dazu ist der gegenwärtige Augenblick der ge- e'.gnctste, denn die Preise von MaiS und Futtergerste haben eine ganz außerordentliche Höhe. Dazu kommt, dass die Maul - und SU a u e n i c u ch e noch nicht erloschen ist und die Gefahr sehr groß ist. Dass sie auch nicht erlöschen wird, bevor der Weidegang des ViehS einsetzt. Um so grösser ist der Bedarf an Futtermitteln. Ter Redner spricht über die Ausdehnung der Seuche und verlangt Laienausschüsse bei der Begrenzung der Sperrbezirke. Betätigen Sie Ihr Interesse für den ländlichen Mittel st a n d, steigern Sie ihm nicht künstlich di- Produktionskosten. Es ist nicht so, wie die Herren dort behaupten, dass wir unser wirtichattspoliti. scheö Programm in die Tasche stecken, wenn wir zur Wahl aufö Land gehen (Zurufe rechts: Stimmt doch!) — da fragen Sw Herrn Abg. v. Gräfe, mit dem ich im mecklenburgstchen Krci|e zu tun hatte. Passen Sie nur auf, dass Sie nicht die Mitläufer der kcnscrvativ-kgrarischcn Weltanschauung ganz verlieren; lorocd fie können, laufen sic Ihnen schon jetzt fort. Hier gilt es eine M i t t e l st a n d ö p o l i t i k im besten Sinne dcS Wortes, -ter Grossgrundbesitzer ist nicht in der Lage, jedem «tuck Vieh die nötige individuelle Pflege angebcnicn za lasten- ^aö 'st even der Vorzug ber bäuerlichen Viehhaltung. Es ist bnngcnb notig, den Bauernstand zu stärken und zu vermehren. (Beifall links.) Selbst wenn der praktische Erfolg der Soafuvpcn. bicrung gering wäre — bie reiche argentinische Maisernte spr cht dagegen — so wäre ber moralische Erfo-g gross, bie Regierung hat kein Vertrauen zu vergeuden. Bis dat, qui cito dat. (-ebh. Beifall links.) Abg. Bock (Soz.) , ist der Sprecher der Sozialdemokraten: Ueber diC parier ist ein reicher Segen hereingebrochen, sie haben elne g • Um so schlimmer ist die Not bet kleinen Konsumenten. Wenn Eie diese Not wirklich kennen würden, wäre es eine Herz.n». Tohcit, unseren Antrag abzulehnen. Es gibt. njeik ™ Deutschen Reich, wo die Leute von nichts anderem leben at^ nur von Kartoffeln. Sie sind bereits bei. bcm. mittclersatz angekommen. Man verweist aus die Lcchnpe g 9 ’ aber bie Preise der Lebensmittel sind sehr viel bobee^li.g' Aber was kümmert die Agrarier die Slot dreier H.unbertlau nbe kleiner Leute! Sonst könnten Sie dicien beidieifccnen 2Litrafl nicht ablehnen. Wenn in China und Japan der y wird, erlässt die Regierung ein Rcisaussubrverbot, bei n» findet fich die Regierung im Zustand der Erwägungen, u - auch noch im Juni erwägen. Trotz der Not fuhren bic Agrarier Daraus haben wir gefolgert, dass, wenn wir unS wirklich entschliessen wollten zu einer Suspension bes MaiSzolleS, damit wahr, scheinlich nicht ein Sack M a r ö m c h r ins Land gelangen würde. Wohl aber haben wir unS gesagt, wird eine derartige Herabsetzung dcö Zolles in einem Augenblick, wo alles nad) tfuttcr schic.t, eine Steigerung dcr Preisc herbei führen. (Sehr richtig!) ES würde in d c n H ä n d e n dcö Handels sitzen bleiben (hört, hört! rechts und im Zentrum), weil cm erheblicher Teil der Preisermässigung ans der Eisenbahn sich er. gibt. Nun sagt Herr Fcgtcr soeben: Aber j e h tl Darauf wollte ist) eben kommen. Die Entwicklung des Marktes hat zur Evidenz erwiesen, bass wir Ncchr gehabt haben, wenn wir gesagt haben, cs gibt ahr keinen Mais, ber nach Deutschland kommen kann, bie MaiSeinfuhr ist in ben letzten Monaten wieder gesunken. Daraus ergibt sich sonnenklar, dass wir mit keiner Hollpolitischen Nlossnahme eine Steigerung der Maiseinfuhr herbeisühren können, bevor bie neue argentinische Ernte ihre Wirksamkeit auSgcübt hat. Gewiss, beren Wirkung macht sich bereits bemerkbar. 9!adj den Notierungen ber Börse sinb die Maisprcise in einer natürlichen Rückbilbung begriffen, und wo würden wir, wenn wir jetzt in einer Zeit des absoluten Mangels an verfügbarer Ware eine erhöhte Nachfrage für jetzt ober später herbeiführen würben burch Suspension bes Zolles, wahrscheinlich nicht eine Verringerung bes Preises erzielen, sondern bie gesteigerte Nachfrage würde wahrscheinlich preis st cigernb Wirten. (Hört! Hört! Heiterkeit rechts unb im Zentrum.) Nach meinen In- formatior.cn hat die Zolltarifkommission der französischen Deputierten kammcr in diesen Tagen einstimmig beschlossen, den Antrag auf Suspension deö MaiSzolleS abzulchnen (Hört! Hört!), weil eine Wirkung von dieser Massnahme nicht crwartci werden kann. (Hörtl hört! rechts.) AuS allem ergibt sich, dass wir keine Veranlassung haben, von unserer Stellung vom vorigen Herbst abzu. gehen. Tie Grundsätze sinb bieselben unb bic Zweifel an der Wirksamkeit auch. Und dass wir im vorigen Herbst bei Beurteilung ber Lage Recht gehabt haben, glaube ich Ihnen doch nachgewicsen zu haben. Etwas anberS liegt bie Sache beim Gerstenzoll. Für biefen sind in erster Linie bie. grundsätzlichen Er» Wägungen maßgebend, die dcr Reichskanzler im vorigen Herbst eingehend dargelegt hat. Auch hier sind wir der Meinung, baß eine Herabsetzung d c S Zolls nicht nötig ist, da er nut 1,30 M. im Verhältnis zum Werte der Ware gering ist und nicht verhindert hat, dass ungewöhnlich große Quantitäten Futtergerste aus dem Auslände emgeführt wurden. Waö an Futtergerste vorhanden war, hat hercinge- bracht werden können. (Hört! Hörtl rechts.) Auch in diesem Falle trifft die vorhin angeführte Erwägung zu, dass die Nachfrage, bie schon an sich steigt, unb bie Preise erhöht, im Falle einer SuLpcndierung bes Zolls wiederum steigernb auf b t e Preise wirken muß. Unb bas würbe sicherlich nicht zugunsten des Konsumenten fein. Die Frage bes KartoffelzollL steht, wie ich den Herren Vorrednern zugebe, von vornherein auf anderer Grundlage als der Zoll für ?.Rai§. Der bei uns geltende Kartoffelzoll ist ein Saisonzoll. Er hat nicht den Zweck, im allgemeinen die Einfuhr von Kartoffeln zu erschweren oder bie Kartoffeln zu verteuern, sondern trifft lebiglich bie Frühkartoffel, die an sich hochwertig ist, daß sic weder als Viehfutter noch als Nahrungsmittel crm'tlich in Betracht kommt. Sie ist, aus Malta, Ehpern oder Frankreich eingeführt, ein Luxusartikel von — nebenbei nach meiner Auffassung — mäßigem Wert. (Sehr richtig!) Diesen Zoll zu beseitigen, haben wir keine Veranlassung. Allerdings trifft der Saisonzoll nod) einige Saatkariostcln aus dem Auslande, unter normalen Verhältnissen aber trifft er feine Kartoffeln vorjähriger Ernte, bie für b:e Jnbustrie ober für ben menschlichen Konsum oder Futterzwecke bienen. Das ist auch nicht die Absicht des Zoll- tarifes gewesen, wenn einmal besondere Momente trotzdem diese Wirkung Hervorrufen, dir nach den grundsätzlichen Anschauungen dcr Regierungen allerdings beim MaiSzoll massgebend sind. Wir nnd deshalb hier anoers verfahren; es liegen eben ganz besondere Verhältnisse vor. Unter normalen Umständen geht daS Quantum dcr vorjährigen Kartoffeln bis zum 15. Februar rin, und eS ist in diesem Jahre eine sehr hohe Quantität, wie wir ganz genau wissen, eingegangen. Es sind aber auch vermöge deS strengen Winters erhebliche Mengen ausländischer Kartoffeln nicht hereingekommen, die rechtzeitig im Auslände abgcfnnbt wurden. Wenn nun auf höhere Gewalt für die Verspätung Hingeiviesen wird, so kann ohne weiteres der Bundesrat auS Billigkeitsgründen den Zoll erlassen. In vielen Fällen wird sich^die höhere Gewalt ohne weiteres Nachweisen lassen, in anderen Fällen wird sie aber nicht hinreichend bewiesen werden können. Deshalb l aben die beteiligten Ressorts des Reiches ben verbündeten Regierungen vorgefchlagen, darein zu willigen, daß allein aus Billigkeitsrücksichten für diejenigen Sen. düngen ausländischer Kartoffeln, die nach dem 15. Februar und bis 30. April eiu gehen, der Zoll Ich möchte aber festftellcn, daß feit dem vorigen H'e r b ft cigentlidi nichts geschehen i st , was die Situation wesentlich verschoben hätte. (Hört! Hört!) Es ist nidstö einactretcn, was die damalige Beurteilung der Tinge bi.rd; die verbündeten Regierungen als unzutreffend erscheinen lassen könnte. Unsere damaligen Schätzungen haben sich im wesentlichen als richtig erwiesen. Wir hatten damals auf Grund der Statistik und eines Materials, bas. aus aller Welt zusammengetragen tvar, festgestellt, daß in Deutschland die Ernte in Brotgetreide in der Quantität gut, in dcr Qualität vorzüglich ausgefallen war, und daß die Gcsamtaussidücn derart seien, daß ein Mangel an Brotgetreide unter allen Umständen nicht zu erwarten war. Wir haben ferner scstgestellt, daß die Ernte in Futtermitteln bei uns etwas besser als in dem vorhergehenden unbefriedigenden Jahre ausgefallen war. Allerdings war die Haferernte etwas ungünstiger und schlechter als im vorhergehenden Jahre und unter einer Mittelcrntc. Auch war in den anderen Hafer produzierenden Ländern, in Amerika usw., die Hafercrntc außerordentlich ungünstig gewesen. Der Staatssekretär gibt weiter die Darlegung des Ernte- ausfalls in den anderen Produkten. Tic schlechte Futter- ernte war ganz besonders zu beklagen und mußte verderblich wirken im Hinblick auf die Verwüstung durch die Maul- und Klauenseuche. In Deutschland herrschte am 31. Januar 1912 in 2427 Gemeinden und 5329 Gehöften die Seuche, gegenüber dem Höchststand am 15. November 1911 in 6302 Gemeinden und am 31. August 1911 in 38 250 Gemeinden. Die Herren wollen daraus entnehmen, daß zweifellos im Laufe des Winters die Maul- und Klauenseuche infolge ihrer Bekämpfung erfreu- 11 ch gurütfgegangen ist, und ich hoffe, daß wir allmählich auch dieses Leidens Herr werden. Ich habe Ihnen eben in allgemeinen Zahlen die Feststellungen gegeben, die wir im vergangenen Herbst gemacht haben und ich möchte meine Behauptung von vorhin, daß sich diese Feststellung als richtig erwiesen har, durch Zahlen belegen. Einige wenige Daten, von denen ich ausdrücklich anerkenne, dass ;ie die Situation nicht erschöpfend illustrieren. An Brotgetreide waren 1910 verfügbar 16 Millionen Tonnen, für 1911 16,9 Millionen, ein Mehr von 0,9 Millionen, aii Gerste ein Mehr von 0,8 Millionen, an Hafer von 0,1 Millionen, ebenso ein Mehr bei Mais und den sonstigen Futtermitteln. An Kartoffeln standen 1910 43,5 Millionen Tonnen zur Verfügung, 1911 waren 9 Millionen Tonnen weniger vorhanden. (Hört! Hört!) Aber beim Vergleich des Prozentsatzes an kranken Kartoffeln gehen zweifellos 3 Millionen ab, und alles in allem müssen wir mit einem Kartoffclausfall von 3 Millionen Tonnen rechnen. Manche Nationalökonomen gcf-cn auf 5 bezw. auf 8,5 Millionen herunter. Dazu tritt ein erheblicher Ausfall an ©rünfuticr und Weide futter, ber überhaupt nicht zu schätzen ist. Ich will Sie nicht belasten mit einer vergleichenden Tabelle per Preise, die ich Ihnen für die einzelnen Getrcrdeartcn im vorigen Herbste gegeben tobe, und der heutigen Notierungen, und nur eins möchte ich fesistellen: dass Weizen unb Roggen hoch sieben, aber nicht höher als schon in früheren Jahren, Hafer eine ganz enorme Höhe erreicht bat, heranreicht an ben Preis bes Weizens, unb ebenso der Wcizenpreis ein bo! k ist. aber ein Preis, wie er schon gelegentlich ^>agewefen ist. cknig ist, baß die K a r tof f c l p r e i f c in diesem Jahre ausserordentlich hoch sind; solche Preise haben wir noch nie gehabt, sowohl für Fabrik, wie für Esskartoffcln. Richtig ist, daß an einzelnen Orten die hohen Preise, die vorhin für den Detailhandel noch Kartoffeln au». Wen die Götter verderben wollen, den ! angegeben wurden, b.z.ihlt worden sind; aber diese steigende Tcn» scdlagcn sic mit Blindheit. Hätten w'-r nur auf jede» Tort denz ist keine allgemeine gewesen. .. . kommen können, iro wären da die Agrarier geblieben! llcberafl •mnimblitfctr Manael Teuerung: Sauerkraut tcste'e bei un« in Thüringen vor zwei Jahren 6—8 Pfg. daS Pfund, j tzt 16! «Herr! Hört! Tn den eo;. Zuruf rechts und vom Zentrum: Ist zollfrei!) Milch 16. jetzt 22—24 Pfg. (Ruse: Zollfrei! Hciicrleit.) So ,st die Teuerung und ^azu nun dcr neue Kartosselzoll! Daher ko m m e n bie 1101 Jcv verstehe nicht, weshalb unsere Nachbar- sraktion ihre Forderung nur bis zum 1. Mai beschränkte serläNen ivkrd'. fBeifaS.f Ich nehme an, öaß ein enk- Sprechender Entschluß des Bundesrats schon morgen gefaßt werden wird. (Beifall.) Ich möchte ober ausdrücklich fcststellen: ES kommt hier nicht der Zolltarif in Betracht, keine Abweichung vom Standpunkt, den die Verbündeten Regierungen in allen diesen Fragen oft genug eingenommen haben, sondern lediglich eine Maßnahme, die im Sinne einer jlorreftcn Handhabung unseres Zolltarifs liegt. । In welchem Umfange diese Maßnahme vereinzelt bleibt, will ich dahingestell: sein lassen; wir können noch nicht übersehen, in welchem Umfange noch weiter eingcführt werden wird. Ich will auch ohne weiteres zugeben, daß namentlich aus dem Südosten Europa- große Quantitäten Kartofslen eingeführt werden, die nicht für den menschlichen Genuß, vielleicht sogar nicht einmal als Viehfutter verwendet werden können. Immerhin werden sie eine wertvolle Vermehrung der Rohprodukte der Industrie bedeuten, auS Lenen sie nicht nur Futtermittel, sondern gegebenenfalls auch Atahrnngsmittel für Menschen schaffen könnte. Wir können damit rechnen, daß auch auf dem Gebiet der Speisekartoffeln, wenn auch nicht ein erhebliches Sinken der Preise, so doch wenigstens eine Erleichterung cintritt. Die Regierung erkennt ausdrücklich lich cm, daß daö sowohl für die menschliche Ernährung wie für die Viehhaltung von ganz besonderer Wichtigkeit ist. 2>ie Besprechung der Interpellationen wird auf Antrag .Stadthagen .(Soz.) einstimmig beschlossen. Abg. Herold (Zentr.)? Auch wir beklagen die Steuerung, aber kein Parlament und keine Gesetzgebung hat daran schuld. Wenn die Sozialdemokratie der Gesetzgebung aber die Schuld beimißt, so ist das d i e schärfste Agitation, die sich denken läßt. Ebensogut könnte man die große Dürre des letzten Sommers der Gesetzgebung in die Schuhe schieben. (Sehr gut! rechts und im Zentrum.) Die Freisinnigen selbst glauben nicht an eine Wirkung der Auf- bcbung der Zölle. Tr. Wcndorff sprach von einer moralischen Wirkung. Daraus macht sich aber die La dwirtschaft nichts, denn sie besteht aus praktischen Leuten, die h sagen, daß die Aufhebung des Zolls eü en Ausfall b o > i"O Millionen Mark bedeuten würde, die anderweitig .i (gebracht werden muffen. Was hat also diese Aufhebung für einen Zweck? Das eine gebe ich zu, daß die Landwirtschaft ein Interesse daran hat, daß die Futtermittelpreijc nicht hoch sind. Der Gerstenzoll ist rriedrig, und eS muh berücksichtigt werden, daß die Eigenproduktion an Juttergerste im Steigen begriffen ist und ein wesentliches Interesse an dem Zollschutz hat. Allerdings ist der Preis der Futtergerste bedauerlich start gestiegen. Aber ich bestreite ent- schieden, daß die Aufhebung des Zolles den Preis auch nur um einen Pfennig ermäßigen würde. Den Nutzen davon hätte nur daS Ausland und her Handel (Sehr richtigI rechts u. im Zent.), die 45 Mill. Mark profitieren würden. Ebenso verhält es sich beim Mais. Hier würde das Gestbenk an das Ausland 25 Mikl. Mk. betragen. Mit der vorn Staatssekretär in Aussicht gestellten Suspendierung deö -Ü a r t o f f e l z o l l e s ist meine Fraktion einverstanden. Zwar wird unseres Erachtens auch diese Maßregel den Preis der Kartoffel n icht um einen Pfennig ermäßigen, aber da sie keinen Einnahmeausfall für daS Reich bedeutet, sind wir damit zufrieden, damit die Bevölkerung an diesem Beispiel erkennt, daß die Aufhebung des Zolles wirkungslos iit. Sollte aber doch eine Wirkung eintreten, so würden wir amS darüber natürlich nur freuen, da der Preis der Kartoffeln im allgemeinen recht hoch ist. Tic Landwirtsck)aft ist ja zufrieden mit der Deckung ihrer Produktionskosten. Einen unmittelbaren Einfluß auf die Fleischprcisr würde die Ermäßigung der Futtermittelpreise nicht haben. Wenn der Zweck der vorliegenden Anträge also auf eine Ermäßigung der Fleischpreise hinauslaufen sollte, so würde er damit nicht erreicht werden. (Beifall i. Zentr.) , Abg. Arnstadt (Kons.): Die Anträge der Sozialdemokraten sind noch etwas radikaler als die der Volkspartei. Dankbar sind wir, daß die Herren von der Linken die Notlage der Landwirtschaft anerkennen. Hoffentlich werden sie bann auch unsere Bemühungen zur Milderung dieser Notlage unterstützen. Eigentliche Futtermittelzölle gibt cs gar nicht. (Zuruf links: SurrogateI) Aber kommen Sie doch nicht immer mit diesem falschen Einwand von den Surrogaten. (Abg. Feg ter (Bp.j: Sie verstehen'sl) Nun, wer mehr von und beiden versteht, will ich nicht untersuchen. Ich weiß nur, daß ich durch die Verwendung der Aussprüche des Abg. Fegter im Wahlkampf den Kandidaten der Volkspartei aus der Stichwahl verdrängt habe. Hoffentlich helfen Sie (nach links) mir bei der nächsten Reichslagßwahl wieder. Die Fulterrnittelzölle kommen nicht nur dem Großgrundbesitz zugute, sondern auch den kleinen Bauern. Immer mehr erkennt man auch in diesen Reihen, daß die gesamte Landwirtschaft solidarisch in ihren Interessen ist. Wollen Sie bestreit'n, daß der Gerstenzoll niedrig ist? Infolgedessen ist der Gerstenbau dauernd zurückgegangen. Die ost elbischen Agrarier sorgen besser für die Bauern als alle Anträge der Linken. (Heiterkeit links.) Von den Frachtermäßigungen hat der Handel allein den Vorteil au sich gezogen, daö hat selbst der „Vorwärts" anerkannt. So würde es auch mit der Herabsetzung oder Suspendierung der Zölle gehen. Der Bauer hat jetzt schon bei der Viehhaltung Ver. lüft, durch die Anträge der Linken werben nur die industriellen Mastanstalten begünstigt. Wir rnüffen möglichst unfern ganzen Fleischbedarf im Inlande decken. Die hohen Kartoffelpreise find allein durch die schlechte Ernte de« letzten Jahres bedingt, sie werden zweifellos bald nachgeben. Daher ist ein Vorgehen, wie cs die Interpellationen Vorschlägen, zwecklos, es würde nur die Nachfrage und damit die Preise steigern. Abg. Wamhoff (Natl.): Es ist richtig, daß infolge der Dürre des Sommers alles sehr feuer geworden ift. Die Landwirtschaft hat eine schlechte Ernte gemacht, und auch die Konsumenten muffen darunter leiden. Wir hatten die Absicht, für eine Suspendierung deö MaiszolleS bis zum Herbst einzutreten. Nach den Ausführungen des Staatssekretärs, die wir anerkennen rnüffen, muffen wir die Frage aber als offen behandeln. Andererseits waren noch einige meiner Freunde bereit, für die Suspendierung des Gerstezolls einzu- treten. Wir glauben unS aber nach den Ausführungen deö Staatssekretärs keinen wesentlichen Vorteil versprechen zu können. ES ist von unserer Partei immer betont worden, hier im Reichstage und auch in allen programmatischen Kundgebungen der Parteitage, daß wir streng fest halt en an der Auf. rcchterhaltung der jetzt bestehenden Schutzzoll- Politik. Und der Aufschwung der letzten Jahre in Stadt und Land beweist, daß diese Schutzzollpolitik unS nur von Vorteil [netotfen ist. Ter Redner der Sozialdemokratie muß in .Konsequenz seiner Ausführungen schließlich noch die Aufhebung der Getrcidezölle verlangen. Der E^üutzzolltarif iit aber ein System, hergestellt in gemeinsamer Arbeit von Industrie und Landwirtschaft. Wenn Die landwirtschaftlichen Zölle fallen sollen, dann rnüffen auch die anderen Zölle fallen. Tic Industrie hat infolge des Schutzzolles einen Aufschwung genommen, wie wir ihn früher nicht kannten. Und in den Jndustriezöllen steckt doch ein Teil der Arbeitslöhne; das wiffen die Arbeiter auch und stehen deshalb auf unserer Seite. Die Landwirtschaft hat viel unter dem früheren Preissturz gelitten, erst seit dem Zolltarif von 1902 geht es ihr besser. In den neunziger Jahren nxircn unter dem Druck der Handels, vertrage die Preise außerordentlich niedrig. Tas bat einen großen Teil meiner Freunde umgeftimmt. Wir haben jetzt mit Weltmarktpreisen und Welternten zu rechnen und bann mit dem ungeheuren Herabgehen ber Seefrachten. Für diese Schutzzollpolitik werden wir weiter eintreten. In diesem Sinne sind wir schon 1902 bei den Vorbereitungen des Zolltarifs vorgegangen. Mit der Suspendierung des Kartoffelzolls sind wir nach Den Ausführungen des Staatssekretärs einverstanden. ES ist eine Teuerung vorhanden, und die Kartoffelpreise rnüffen verbilligt werden ,im Jutereffe der kleinen Leute. (Beifall.) Abg. Stnbbkndorf (9lt?.) t Die vorübergehende Aufhebung der Futlermittclzölle würde für die Konsumenten vermutlich keinen Vorteil haben. Tie Abschlüffe sind bereits geschloffen unter Voraussetzung des Zolles; toirb er jetzt plötzlich luäpcnburt, so bat bic Landwirtschaft im großen ganzel» nichts dgvon. Wir haben biefe Erfahrung schon einmal gemacht bei einer Herabsetzung der Eserrbahnfruchten; die Differenz bli-'b in den Händen der Händler. Abg. v. Grnbdki (Pole) spricht vom Standpunkt der auf Karlof'etnahrung angewiesenen Arbeiterschaft für Aushebung des Kartoffelzolls und wünscht auch Frachtermäßigung. Abg. Dr. Will (Zentr.-Elsüsser) ist mit der Suspension d's Karlosselzolls einverstanden. Die verbündeten Regierungen baden gtjeigt, daß sie sich der Jntereffen deS konsumierenden Publikums annehmen. In Elsaß-Lothringen haben wir die Erfahrung gemacht, daß die Oeffnung der Grenzen auf den Preis ohne Einfluß bleibt. (Hört, hörtl rechts.) 1910 hat die Straßburger Regierung die Grenzen für Fleisch geöffnet, und der Preis blieb d-Zelbe. Daher sind wir gegen jede Aushebung der Futtermittelzölle. Fortsetzung der Besprechung Donnerstag, 1 Uhr. Schluß 5)4 Uhr. Deutscher Außenhandel im Januar 1912. Mit dein 1. Januar 1912 ist ein neues Statistisches Warenverzeichnis in Kraft getreten. Es schließt sich wie das >is dahin gültige an den Zolltarif an, zergliedert ihn aber nicht mehr in so weitgehendem Umfange wie dieses, sondern bringt eine Verminderung um rund 200 diummern. Das jat sich erzielen lassen durch die Zusammenfassung von Waren, deren gesonderte statistische Darstellung nicht mehr nötig ist; so sind z. B. Reis in der Strohhülse und Reis, enthülst, zu „Reis, unpoliert", ferner einfarbige Waren aus Steingut, aus fernem Steinzeug und aus feinem Tonzeuge, die bislang je eine Nummer für sich hatten, und Einzelteile (Ersatz- und Reserveteile usw.) zu landwirtschaftlichen Maschinen, allein ausgehend, die früher bei den einzelnen Maschinen nachgewiesen wurden, zu besonderen Nummern vereinigt worden. Anderseits hat auch, den aus beteiligten Steifen laut gewordenen Wünschen entsprechend, eine weitere Zerlegung einzelner Nummern ftattgefunbeu; so haben z. B. Zement, der mit Tripolith und gemahlenem Kalk eine Nummer bildete, desgleichen neben den Eisen- rahnschienen, zu denen sie bisher gehörten, die Straßen- bahnschienen, weiter Rechen- sowie Schreibmaschinen und elektrische Telegraphenwerke, Fernsprecher, elektrische Sicher- heits- und Signalapparate, Vorrichtungen für drahtlose Telegraphie und Telephonie, die früher vereinigt waren, besondere Ncummern erhalten. Auch sind zur Verbesserung der Handelsstatisttk einzelne Nummern in anderer Weise als bisher zergliedert worden; z. B. die drei Nummern: Draht aus unedlen Metallen oder Legierungen unedler Metalle, überzogen, umsponnen usw. mit: a) Gespinstfäden, auch in Verbindung mit Kautschuk und Guttapercha, b) mit Gespinstfäden, auch in Verbindung mit andern Stoffen als .Kautschuk und Guttapercha, c) mit Asbest, Kautschuk, Guttapercha oder Papier — heißen nunmehr: Traht aus unedlen Metallen usw. a) für die Elektrotechnik, b) für andere Zwecke, Hutkörper usw. Als rein äußerliche Neuerung ist noch hervorzuheben, daß an Stelle der lateinischen Unterscheidnngsbuchstaben, weil sie sich nicht bewährt haben, bei der Zerlegung der Zolltarifnummern deutsche Buchstaben getreten sind. In dem Januarhefte 1912 der „Monatlichen Nachweise über den auswärtigen Handel Deutschlands" ift den erwähnten Aenderungen Rechnung getragen. Die sachlichen Aenderungen bringen es mit sich, daß bei einer Reihe von Waren die Vergleichbarkeit der Zahlen mit denen des Januar 1911 aufgehoben ist. Im Januar 1912 haben im ganzen betragen: Die Einfuhr 5072008 t, außerdem 9361 Stück, worunter 9346 Pferde (gegen 4 261321 t, außerdem 12 274 Stück, worunter 12 254 Pferde, im Januar 1911), die Ausfuhr 4 859 302 t, ferner 1031 Stück, darunter 984 Pferde (gegen 4 427 117 t, ferner 786 Stück, darunter 731 Pferde, im Januar 1911). Die Werte haben erreicht (in Millionen Mark): in der Einfuhr 823,4 an Waren und 14,6 an Edelmetallen (gegen 759,3 und 22,7 im Januar 1911), in der Ausfuhr 614,3 an Waren und 12,8 an Edelmetallen (gegen 598,8 und 5,2 im Januar 1911). Aus Stadt und Land. Gießen, 22. Februar 1912. ** John Gabriel Borkman-Aufführung im akademischen Dürerbund. Am Donnerstag, 29. Februar, wird der akademische Dürerbund in der Turnhalle (Steinstraße 3) Ibsens vieraktiges Schauspiel „John Gabriel Borkman" aufführen. Es ist wohl das erste Mal in Deutschland, daß eine akademische Vereinigung mit einer so hohen Aufgabe an die Oeffentlichkeit tritt. „John Gabriel Borkman" wurde aus dem Grunde gewählt, weil er vor feinen anderen Gefährten dieser symbolistischen Schaffensperiode des Dichters, Wildente, Rosmershvlm, Baumeister Solneß, ganz mit Unrecht vernachlässigt erfdyeint. Zur Einführung in das Stück I)at sich Prof. Tr. Collin in überaus liebenswürdiger Weise bereit erklärt, vor Beginn der Aufführung kurz das Problem zu erörtern. Außerdem ist es durch das freundliche Entgegenkommen hiesiger und auswärtiger Damen gelungen, die weiblichen Partien gut zu besetzen. Tie drei Hauptpartten werden von Fräulein Liese! Scholz (Dr. Hochs Konservatorium, Frankfurt a. M.) als Gunhild, Fräulein Ida Strack (Dr. Hochs Konservatorium, Frankfurt a. M.) als Ella Rentheim, .Herrn Ren6 Wallari als Borkman dargestellt. Es ist erwünscht, den Bedarf an Programmen, die als Einttittskarten gelten, bereits im Vorverkauf zu decken. Für die verehrlichen außerordentlichen Mitglieder und ihre Angehörigen sind Plätze reserviert. Um pünktliches Erscheinen wird dringend gebeten. Es ist zu wünschen, daß die Veranstaltung des Dürerbundes allgemeines Interesse findet und «die große Arbeit und Mühe, die eine sorgfältig vorbereitete Aufführung mit sich bringt, durch recht zahlreichen Besuch belohnt wird. ** Vortrag über die Privatbeamten-Ver- sicherung. Am 2. März wird der Beamte des Deutschen Techniker-Verbandes, Kauf mau ii - Berlin, im Cafe Ebel über dasPensionsversicherungsgesetzderPri- vatange stellten sprechen. Kaufmann war im Hauptausschuß und in der Siebenerkommission tätig und ift des halb über das für den Privatbeamten so äußerst wichtige Gesetz eingel)end unterrichtet. Es dürfte von Allgemeinem Interesse fein, besonders für die Angestellten, aus berufe uem Munde einiges darüber zu hören. •• 44 Bilder aus dem Familien- und Volksleben wurden soeben in der Lesehalle am SelterStor neu ausgestellt. Dabei befinden sich Holbein: Familienbild, Rembrandt: ZimmeniiannSfaniilic, Ostade: Spinnerin vor der Haustür, Murillo: Geldzahlende Kinder, Velasauez: Die Spinnerin, Ludwig Richter: Ter Torfgeiger, Schütz: Mittagsrast, KnauS: Dorfbrand, Millet: Beim Abendläuten, Cpitzweg: Der verliebte Provisor, Harburger: Bierpolitiker, Uhde: Der 'Kinderfreund, Max Liebermann: Kinderspielplatz, Thoma; Religionsunterricht, Bantzer: Hessischer Bauerntanz. Stereoflop-Apparat zeigt Ansichten auS Paris. •• Arbeitsvergebung. Bei der Vergebung ber Rohbauarbciten der Turnhalle für das Realgymnasium am Dienstag gingen unter Zimmerarbeiten folgende scchg Angebote ein: B. Nuhn - Lollar 6 645.80 Mk., ©corq Schubecker 6 505.03 Mk., Sondermann & Bücking - Alsfeld 6 287.98 Mk., Schubecker & Bechthold 6 217.08 Mk., Engel. Hirnsheim 5 290.64 Mk., Tippel-Albach 4 436.02 SDIL Kreis Alsfeld. A Ruppertenrod, 21. Febr. Unsere Gendarmerie Station soll nach NiedcrOhmen verlegt tperbat To> würfe unsere Gemeinde sehr bedauern. Tie (9enbarmeric*5tatu)H besteht hier seit 40 Jahren. Sie wurde hierher gelegt, nwi Ruppertenrod am KreuzungSpunkt der zwei wichtigsten Straßen des ganzen Vogelsberges; Gießen-Lauterback und Gieften-Als- teld, liegt. Tas Vagantentum benützi aber keine Eisenbahnen, sondern die Hauptvcrkehrswege. Teshalb ist eine Gendarmerw alt Miller äußerte, daß der Dikwgravh ouStü gezeichnet Tiinttionicrt habe. Tas angewandte Verfabren nm natürlich nicht von allen Bürgern gebilligt, und man macht Diehu roobl mir Recht geltend, daß die Staatsanwaltschaft unmsgm berechtigt sein könne, einen wegen Mangels an Beweisen w" verhafteten Bürger auf solchem Wege Tag und Nacht in |W,f Prwatwvhmmg zu überwachen Kleine Lagerchromf. In Ellerstadt iPfalzi drang der 47 Jahre alte Schub wacher 'JJüirtin Weilbrenner nach einem Wirtshausbewm ' das Haus des Bürgermeisters Meinhardt und verlangte -l dach. Ter Bürgermeister wies ihm da-> Wachtlokal an, "wmite aber nicht zufrieden war. Er schimpfte und wurde von . Bürgermeister wrtgewiesen Er brachte darauf der Ehcirau £ Bürgermeisters einen Tolchstich in dcn rechten Oberschenkel Dl1 0 Stets frisch in allen üeberall zu haben. 1301 JkucniüCfl 15. und vm auf bauten iVabni. [1308 Kredit b. Ein er Kredit Gros. Poppert. fleigert. 1298 B°/, Kredit Emaillewaren Bürstcnwaren nn die Rcntabi^ nbahn, die m mit 5 kleinen, neu 'Villip hcraericht Wohnungen int ganzen billig zu vermieten. Rastatter Ww., n soll. Tas e und das D des 3. Bataüi > Butzbach btr , Ivie in der hem ntgeteilt imirbe, N geordn. Weil,«! 3lt worden, na»! en Kaserne 1800 Anbetracht dies« ernahme des dw ai, wurde einsliar Dr.Oetker5 Backpulver Dr. Oetker5 Puddingpulver 1. Die Lieferung von: Backwaren 01335] 2 Turteltauben und Kanaricn Weibchen zuver- kauicn Sicinitrnne 70 I. uingcn nebst Müdjc und immer, in der I. u. II. 01369; Für einen klein. Herr- schastl. HanSb. (2 tkrf.l noch Frankfurt ivird zum 1. Avril ein solides, dltcic? Dicn*t- mttdehen gesucht. Zu er tragen morgens» «yronr surter Strane 9 II. Pferdcvcrsichcrungs- Pcrein Ärüubcrg. Stein. Am Sonntag it-J >z in der M’irJ entfliegen biti M lk der LnstsM j Wegen. 1 wrbe aus einen fei )i Mücke verbw». lhksstN. Ich suche ein tücht.Plastvcr tvetcr, a. a. kl. Ort., b.Zuiich. s. boh.Eink. Direkt. Müller, Wainz, Postfach 90. Inz-'i c. die Lieferung von Schreibwaren, d. die Abgabe von Gespül und Knochen. Die Bedingungen liegen vom 23. d. MtS. ab auf dem Verwaltungsbureau an dcn Werktagen nach- mittags von 3 bis 5 Uhr zur Einsichtnahme offen. Angebote sind vecschloffen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin Freitag, den 8. März 1912, vormitt. 11 Uhr einzureichen. Proben der unter a. 3, 7, 10, 12, 14 und 16 und c. anfgeführten Waren pp. sind den Angeboten beizufügen. Der Zuschlag wird innerhalb 14 Tagen nach dem Eröffnungstermin erteilt. Gießen, 21. Februar 1912. Großh. Direktion der chirurg. Univ.-Klinik: i und hierfür hei Weg sie nehmen » berstadt regen si»M unter Benutzung I ; unbenutzt licgtüJ leb re re 5 Zimmerwohn. Oad, «alkvu, Mädchen Hier und allem Zubehör 1. Avril zu vermieten. Wnb. Roonstr. 22 y. Tuche für mein Mündel Sdireiber=5trlle 8Ä« Schristl. Angebote unt. 01367 an den (Miehener Auzeig. erb. Zuchtbullen zirka ein- und zweijährig iBogelsberg. Reinzuchu, ver kauft Ernst Becker, Aron 50 bis bO 3tr. ötu zu kaufen gesucht. [1310 Löderstranc 3pt. Mbt-Mcigtmg. SamStag, den 24. d. 5PL, vormittags 111/2 Uhr, ivird auf dem Marktplatz zu Grünberg ein braunes 4-jährig. Stutenpferd verladt geführt verschiedenen sind auch Astens aus. Auch der lq: t beschäftigt, ohne klar! Schuricht. - in Frankfurt i - r beS hiesigt"*' 1. Back-, 2. Fleisch-, Wurst- und Fett-, 3. Kolo- mal- und Spezereiwaren, 4. Milch, 5. Butter, 6. Eier, 7. Bier, 8. Mineralwaffer, 9. Verbrauchs-, 10. IToilettegegenständcn und Bürsten, 11. GlaS- u. Porzellanwaren, 12. Scheuertücher, 13. Seife u. Soda, 14.Bohnerwichse, 15. Eis u. IS.VerbandgipS: die Abgabe von Lumpen für die Rechnungsjahre 1912,1913 u. 1914 itjpitöt, ßirMntn, klcibkrjioffk MilliisgM weg. Umzug sehr billig. Z. Sttmonn, r„brcu. idmeiömüllcr & biemuifl eines Bollgatterü für dauernde Betchanigung gesucht. Tchriftl. xlnncb. u. 1244 a. den Eick An;, erb. FL 12/12 B”;.. Donnerstag, 4. Avril 1912 nachmittags 3 lUir. wird in unserem Amtszimmer Die dem Samuel Elsoffer in Giehen zugeschriebene nach- stehenv verzeichnete Parzelle versteigert: 17562 - 247 qm Ho,reite IN der Zudengafse lMarkt- Ordentltcher Zunge kann als Lehrling «LS mciftcr, Walltorstr. 18.101372 jiiN.Ssbiniedegeselle^ss H. Paulus, Alten Bu,eck. ftonnnnfinbenonsüge 5 Mk. Anzahlung Herrenanzüge ~8 Mk. Anzahlung Weg. Umzug sebrbillig. I >m, Vergebung. Für die Grosihcrzogliche Klinik für psychische und nervöse Krankheiten in Giesten sollen für das Rechnungsjahr 1912 auf dem Wege der öffentlichen Aus- chretbung vergeben werden: Der Verkauf in Dr. Oetker’s Fabrikaten ist sehr gross. Täglich werden mehr alß 300 000 Päckchen verkauft. Daraus folgt, dass Dr. Oetker’s Fabrikate nie lange bei dem Händler lagern. Die Hausfrauen erhalten also stets frische Ware, wenn sie beim Einkauf ausdrücklich fordern: 2. Das Reinigen des Küchenherdes und der Oefen. 3. DaS Leerfahren der Senkgruben und das Fortschaffen dcS Kehrichts. 4. Die Abgabe von Knochen, Lumpen, leeren Flaschen und dcS Gespüls. Die Bedingungen liegen an den Wochentagen nachmittags von 3—5 Uhr auf dem VcrwaltungS- !>ureau zur Einsichtnahme offen. Angebote sind ver- chloffen und mit entsprechender Aufschrift versehen Fleischwaren Spezereiwaren undVer- Toilettegegcnständen brauchSgegenständcn Porzellan und GlaSwaren Milch, Bier, EiS, Sel- Schreibmaterialien terSwaffer Kleidern und Schuhen für Butter und Eiern Kranke und Personal. bis zum Eröffnungstermin: Freitag, dcn S. März 1912, vorm. 11 Uhr dem oben genannten Bureau abzugeben. ftraftc 271. Gienen, den 19. Febr. 1912. Grotzh. Lrtsgericht Giehen. Dr.Oetker5 Vanillin-Zucker 1 Päckchen 10 Pfg., 3 Stück 25 Pfg. Vergebung. Für die Groffh. chirurgische Univ.-Alinik zu Gießen sollen auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden: Für daS Rechnungsjahr 1912: a. die Lieferung von: * der 41 jjirt^Jrfi n'"htun»rf^J SM M Wcgzngshalber sreifieb.ncrrsch.HauS «Anlage 2Min.v. rbcat->,neuzeitl.cin- gcrichlei, «or-u.Aul-garl., für GO000 Mk. (bei 15000 Mk. An zablung, Reftkavital zu 4°/° mit oder ohne Hvvotbck» sofort oder später zu verk. Stabile ^ahreSmicien rund 3500 Ulf. 2 dm ft L Angebote unt. 12M an d. Gier».Anzeiger. n I L IJ lief®*1 in jeder gewünschten M* alter irl »ä Ccfeit u. Herde 6ibt sehr billig ab durch Mibau eines Ladens 101003 Albert Höfi, Diezstrahe 6. Habe sofort 13Ö7 3 Sangoii Titfrourifln abzugeb., ä Zentner 1.20 Alk. Pb. Schudt, Hofgul Kondors. Sonntag abcnbSlöloficum (Saal' neuer, schwarz, steifer Hut, Zeichen H. J., abhanden gelommen. Der Betreffende wird gebeten, bcnfelb.«|rnnr- furter Str. 39 abzug. 101365 Dienstag abend a.!>i oloffeum Maskenball ging ein Porte' monnaie mit Geld 11. Dranring verlor. Der ehrt, uriiib. ivird gebeten, solches im Nolosfeum abzugeb. 01366 Schwarzer Pclzschal (hell gefuttert» gestern ocß. 1 Ubr in der Ludwig- ob. Bleichstr. verloren. Abzug, flcncn Se- lohnung Woetoettr. 40 I w 'chnlinie vom 'S® XiiOwiflftrajjc 46 1® Ä’ElK -6«,-id,üne- c 5 sind ver 1. Juli drei 4e jimnicrniobiiuiincit mit ikenheizung zu verm. \uu ■mann A Kling. MÖBEL 1 kornvl. Zimmer M.98, Anzahl. 15.—, Benikos 28.—..Uleider Schränke 18.—, Tische 8.50, Stühle 3.-. aa/, 3.3ttmonn,^01t fünfer Diaiiii, Handelsschule mit gutem Erfolge abfolo., sucht Vcbr- oder Bolontärstelle ver 1. Avril in ein. gröh. Geschäfte. Schristl. Angeb, u. 1312 ad. G.Anz. erb. Mädchen vom Vonöc sucht iHOOuirn stelle in besserem Hause, um sich im Haushalt weiter auszubild. ^amilicn- anfchluf» u. etwas Taschengeld erwünscht. Schriftliche Angebote unter 01376 an den Gienener Anzeiger erbeten. Cin. Mädchen a. achtb. sZam. sucht Stelle in gut. bürgerl. Hause zm. gr. Erl. d. Haudh. Es w. mehr a. gute Bchdl. u. Fam.-Anschl. als a. Vobn ges. Schristl. Angebote unter 1286 an den Giekener Anzcig. erb. Vertreter &Ä: lampen Fabrik Ricrmann, ReiSbolz b. Düsseldorf, ^•iir Älgentett ujro. einträgliche Nebenbeschäftigung geboten. .J1®1 Näheres ITiobannesstr. 4. Braunkohlen Brikett« Marke Union Geeigneter hv*/# Vertreter von leistungssäbigst. EngroS- erirmn für grödcren Bezirk gesucht. Gell. Offerten unt. V. 1604 an Haaienüein & Vogler '21. ®., Frankfurt a.M. erb. ftitintr Warten oh. Aller in der Nähe der Steinstrahe au pachten gesucht. Schrift!. Angebote mit Preis unt 1317 an den Gieficner Anzeig, erb. Der betr.HerQ d. am Dienstag abend m. ein. ibm nicht gehör. Maskenverücke das Eafe Aftoria verlief; u. nicht ratet), ablief., ivird aufgef., dieselbe umgehend an Herrn Arifcur Rübb Wettergasie, abzugeb., änderns. Anzeige erf. 01384 K. 6112 _ , BIz Donnerstag, 29. Februar 1912, nachmittags 3 Ubr werden in unserem Amts- zimmer die den Justus Heck Eheleute in Gienen zuge fdiriebenen nachstehend verzeichneten Parzellen ver- neigen: 2/133 369 qm Hosreite links der Ehaunee. Tie Versteigerung erfolgt gegen Barzahlung ohne Ziel. Giehen, 7. Februar 1912. Grohh. OrtSgericht Glehen. G r 0 S. 2 » Zimmerw.,1 Stock, z. M«»cilz.verm Stciustr.27. ILEibiffcitbcrocr Weg 67 , S'Zinjincrwohnnng zu ' *’:i- ,'iab.Löbcritr.3v Ff 2 Zimmer ~ % neiterner Weg 9 schöne * imer Wobnuug zum I Hr >irz au vermieten. 11261 p»rwohnang, ® Ml tigern Zubehör z. verm. $ Näheres rricbigttr. 83. J [v«erscj2iedeiie' II?i-n.4 Zimmerw.,neuberg, «kk neS o- v. Lilhelmstrr 3 p. Der Zuschlag erfolgt innerhalb 14 Tagen. Gießen, dcn 22. Februar 1912. Großherzogliche Direktion der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten. Sommer. B”/< Wc 5-Zimcrmhnli. fe t(L Subcb. ver 1. Avril ■e au vermieten. 1310 M I Stcvbatiftrane 17 y. Aialltorstr. 73 B : 5 Zimmer Bel Etage ■ 'oflflta, Bad. GaS, clcltr. Vt Zleichvl.usw vor gleich Uscher zu vermieten 118 N-dbeimcr Str.»0 ,:'icu- ■ vrachlvolle 5 Zimmer hti tium; mit Bad u. elchr. p ver sofort ober später Mermieten. 34/ Bi)rrncä=3inunrriMlin. w ?i mieten. 11314 ^idcreS Licbigsirairc 83. f 4 Zimmer ~ :ch.4Zimmevw. p. l.Avr Mr in. Näh. Erebnerstr.38 p. Z. W..Gas, Balk.u.all. M^»4.April z.v. ^icbigstr.87 [ 3 Zimmer 1 ^imkr-Vollmiilü ■jjitTmieien. 1269 gyreg Wolsstraße 11 l Ctvi Wcgzugsbalb. habe ■i.tinc schon eingerichtete -> iauncrwobn. z. 1.Avril S betm., 3. Etage, vro Lira 360 Mk. 21nznieben Ubr uachmitt. E F. «^k»n, Marburg. Str. 40. werben angenommen bei Ihcodoc Sinn & 6o. Gießen, SelterSweg 52. Tnchc ^■ä;”übdlc" Schristl. Angebote unt. 01368 an ben Gienener Anzeig, erb. Ein vrop^ ~ V2^ Zimmerniädchen per 1. März gesuS-t. West-Anlage 35. Mädchen daS selbständig gut bürgerl. kocht, und ein gewandtes Hausmädchen im Nähen und Bügeln erfahren, zum 1. Avril gesucht. Nur solche, die in gut. Häm. nebieut hab, roolL sich mclb. 12911 Frankfurter Str. 58 I DasJnfantriM us zwci BalMZ Ä I ■■ f ■ I SÄ Geschäften! Lehrling zu Ostern, cd. früher, gegen sofortige Bergütung gesucht. D. Linker, Bolster u. Tave Atermciitcx, Vubroiflitr.57.01,14 Braver Jnnge alS Kellnerlehrliug ges. Hotel Prinz Earl, Gienen. Ag.solidesMdchcil für mein Schuhgeschäft gef. ix» Earl Bcrg,MällSburg4. XiFd)tit|f^ Mädchen, daS schon gebient bat u. gute Zeugnisse besitzt, zum 1.2lvril nach auswärts gesucht. Zu erfrag, in unserer Gcicha'ts stelle in Bndiugeu. löckOUk» 01379’ Crbcntl. Mädchen zum 1. Marz für den Haus halt gesucht. E. Eroon, Marburger Straße 40 p. Tüchtiges iungeres 1313 Ticnftmädchcn per 1. März gef. ^rau Hartmann, Gietzen, Ludwignr.6. Lehrmädchen per 1. Avril gesucht. Lise Schuhwarenhaus W. Herbert gesucht per Litern 191- eher sofort. Alois Staudt, Moloiüaüu. u. Delikatesseng. bleuen Baue 17.________i-1" 1 Saltler-nnii lapezier-Lehrlini gesucht. Emil MalkomcnuS Asterweg 2. 0138o Junge für 6Iaschenbierkeller gesucht. 13001 Giebener BraubanS. Suche per 1. April Verkäuferin möglichst auS der Branche. Schuhwarenhaus W. Herbert. MMeksUMnii gesucht. ^4, Seltersweg40. Tüchtige ÄlnuHfitrinntn Mk. 81-87 45-48 38—43 90—91 88—89 50—62 49-51 73—78 63—72 Esther ‘ frWnt < und (fcAI Mäniierge;.,. ^uitter^l m eme »ooMqdfij om Erlenhoi" X I Wehöriqen qcü J $tb' «btitbeiS "ul vieler tttftütf erntete 1 Nl Vaii'kr^'.'I ^lich!7LL rblnben dnN! it. > . I St -l'.OS'ijit ?' 4 436,02 3g, ■ Ochsen. kfleiskbige, auSgemäsiete, böcksien Schlacht- r-neZ im Alter von 4-7 Fahren .... f'( ne b nicht gezogen haben (imqejoctit) . . Liy, fleischige, nicht auSgemästete und ältere leilflemäfteta............ Bullen. fleischige, auSgew^ höchsten Schlachtw. . . Cktldjige, jüngere.......... Märkte. Limburg a. d. Lahn, 21. nebr. rl- W Ufa. Nur echt aus der Kronen Nvotbeke, Berlin w . 8. Devot in ben meisten Avotbeken und Drogenen. lü" > 3srac RcliQionsgcfcüfd^afL öottesbienft. Sab datfei er am 24. Februar 1912: Freitag abend 5.30 Uhr. Samstag vormittag 8.30 Ubc. Lamstag nachmiitaa 3.30 Uhr. Sabbal-AuSaang 6.45 Ubc. L.«ochengottcsdienst: Morgen- 7.00 Ubr, abends 7.00 Uhr. der Station Sicht«. WeU« i 1 Hl Mctcorologische vcobachtungcn Fedr. 1912 Stellengesuche toiiiietuiigen Kaufgesuche Verschiedenes Mietgesuche Verkäufe Stellenangebote sagen wir unseren herzlichsten Dank. Vie hei Die trauernden Hinterbliebenen 1294 Lieh, Klein-Karben, Gedern, 21. Februar 1912. Verlag von Emil en. vom 20. Dezember 1911. (454) Preis 20 Psg. Sceligs kandierter Korn-Kaffee. MD Jakob Maternus Gebrüder Kahl Telephon 87 Telephon 337. Telephon 337. Mitglied der Rabatt Spar-Vereinigung. J*nini=Dunfte Maosbiirg 10 Fernruf 666 ED. LIND, Hofkonditor, • <43 Neuen Baue 17. 993 Telephon 568. 4# . 90 11 . 75 U Einzelne Zentner . . . Einzelne Zentner (Proben) Reparativ jeder Art prompt n billigste Berechne Für die vielen Beweise innigster Teilnahme an dem Verluste unserer lieben, treubesorgten Mutter -W. H. Todes-Anzeige Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß meine liebe Mutter und Schwiegermutter, unsere gute Großmutter, Urgroßmutter und Tante Margarete Mmr geb.Wilheliir gestern mittag plötzlich infolge eines Unglücksfalles im 88. Lebensjahre sanft verschieden ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Wieseck, den 21. Februar 1912. Die Beerdigung findet Freitag, 23. Februar, nachmittags 3 Uhr, in Wieseck, vom Sterbehause, Gießener Straße 26, aus statt. 1304 FrühJahr*be*tellnnK erbitte im Interesse M| __________f<igster Ausführung rechtzeitig._____ Gesetz betr. die Gesellschaften mit beschr. Haftung vom 20. Avril 1R92 in der Fassung der Bckanntmachum vom 20. Mai 1898. 2. ncub. Auslage von 1912. (25H2to Preis Mk. 1.—, gebunden Mk. 1.30. S.jwT^itte $ 2^. oie t Tödes - Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die traurige Nachricht, dass meine liebe Tochter und gute Schwester Fräulein Anna Schäfer im 24. Lebensjahre nach schwerem Leiden heute nachmittag 4 Uhr sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Schäfer I,, Wagnermeister Minna Schäfer. Wieseck, den 21. Februar 1912. Die Beerdigung findet Samstag, den 24. Februar, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Wagengasse 5, aus statt. [1306 Bier 8 Henning s Seifenpulver ist weltbekannt, billig und doch vorzüglich. Seitheriger Absatz mehr wie 4 Millionen Pakete. 1-Psmid-PM?0 Psg. ^Pfund-PM 10 Psg. Alleinverkauf für Giessen: Alois Staudt Kolonial waren u. Delikatessen Amalie Schaad geb. Zimmer Todes-Anzeige Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß mein lieber Gatte, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Heinrich Schmidt Obersteiger heute morgen im 57. Lebensjahre plötzlich und unerwartet verschieden tst. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: I. d. N.- E. Schmidt. Heuchelheim, den 2L Februar 1912. Die Beerdigung findet Freitag, den 23. d. Mts., nachmittags 2 Uhr vom Trauerhause, Gartenstraße 13, aus statt. 1303 Ter frei r Seginn rraktione I --ck dot. > lMurig: Tie Leu fr, denen 11 pöft der Ä Ifctei , also » Aitglieder '^öen.'also i xta 44 Mi tterchessen), Sine Hansen, '20 lind die h'M 13 M -ll^Frakti 'iertretun «eßenrat e: lief Posadon tdröber. Danach to lyjfüßliebn k«i die deui r: deutsch zm übrig r->ürls getc Schüsse Statt besonderer Anzeige Gottfdem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben, unvergesslichen Gatten, Vater und Grossvater Herrn Fiirsll. Rentmeister i. P. Karl Kreiling nach kurzem Leiden heute im 80. Lebensjahre zu sich zu rufen. Ä.N 1 £ ^loiung “Higlidici /^erklang beim, ifet,tT dlusa! T® daler ^lhause. lÄ Tört ‘7Üle des '^°lung. 1» riniad L^Snet r k erzj ■J»® Wo! .bmtrfe in k.'nuei S". Deutsche Reichsgesetze in Einzel-iWei HerauSgegcben von Geh. Justizrat Prof. Dr. Karl Garet TPYhlKfinhP ,nit Einleitung, erläuternd. Anmcrkunqe- luAiauoyauu und ausführlichem alphabet. Tachregliiei Neueste, soeben erschienene Nummern: Gichordnnng vom 8. November 1911 nebst den Bekannimackunge, vom 14. November und 18. Dezember 1911. 1449 453 Preis Mk. 1.—, gebunden Mk. 1.30. Versicherungsgesetz für Angestellte vom 20. Dezember 1911. <455/4591 Preis Mk. 1—, gebunden Mk. 1.30. an, Hausarbeitsgesetz Äoit; jvdarsisal js M- m das W; die 5 5 'mittel Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Anna Kreiling geb. Reuter Mathilde Schmidt geb. Kreiling Ludwig Schmidt Erna Schmidt. Lieh, den 21. Februar 1912. Die Beerdigung findet Freitag, 23. Februar 1912, 31/, Uhr nachm. statt. 1296 Frankfurter Str. 1*1 2Wa» Kinderwagen, r» und Vicneroaflfi KlavpiabrstWchE und Svortwagri cinnciToffeiL e Reizende Wtubc* Billige Preise Aug. KilbingC SelterSwea 7-_ T ödes-Anzeige. Heute morgen 4 Uhr verschied sanft nach kurzem, schwerem Leiden mein inniggeliebter Mann, unser guter Vater Karl Hermann Fischer im fast vollendeten 50. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Lina Fischer geb. Wenzel Adolf Fischer Karl Fischer Giessen (Stephanstr., Physikalisches Institut), den 22. Februar 1912. 1309 Die Beerdigung findet statt Sonntag, 25. Februar, nachm. ^3» von der Kapelle des neuen Friedhofs aus. Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. Total-Ausverkauf wegen vollständiger Geschäftsaufgabe. Alle noch vorrätigen Waren: Schokolade, Kakao, Konfitüren, Kakes, Tee, Gelatine, Vanille, Knallbonbons usw. verkaufe ietst mit 10°/9 Rabatt und bitte um geneigten Zuspruch. Mtt-Wmi Täglich frische Röstung Meine anerkannt vorzüglichen Qualitäts-Kaffees sind streng reell, naturell geröstet, ohne jedes Beschwerungsmittel Konsum-Mischung, gar. reinschmeckend, Pfund Mk. 1.40 Flachbobnigc Kaffees, prima, Pfund Mk. 1.50, 1.60 „ n exquisit fein, Pfd. Mk. 1.80, 2.— Pcrlkaffee, prima rein.......Pfund Mt. 1.55 Liberia, großbohnig....... „ „ 1.6O Roh Kaffee, gar. remschmeckende Sorten Pfund Mk. 1.25, 1.35, 1.50. 1.60 Echt Malzkaffee (eigene Packung), Pfund-Paket 25 Psg. Kncipp's Malz-Kaffee, Kardinal Malz-Kaffee. Kandierter Korn-Kaffee, ganz vorzügl.,Pfd.-Pak. 30Psg. Vergebung. Für die Gcoßh. Universitäts-Augenklinik Ötefi soll für die Zeit vom 1. April 1912 bis Grx I März 1913 — cventl. einzelne Bedürfnisse auch u 1 eine längere Zeit — durch öffentliche AuSschrkibu* vergeben werden: 1. die Lieferung von Fleisch-, Back- und Kolonie''V ivaren pp., Milch, Butter, Eier, Bier, EiS, D-?« brauchsgegenständen, Seifen- und Bürstenwarci. Porzellan- und GlaSivaren, Schreibmaterialil, 2. die ?lbgabe von Knochen, Lumpen und Gesp4 3. die Entleerung der Müllgruben. Tie Bedingungen können bei der Verwaltu.-- der Klinik nachmittags von 3—5 Uhr eingesrhr» und Angebotsvordrucke gegen Erstattung der Selb - kosten daselbst bezogen werden. Angebote und Proben sind getrennt und Df* schlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, bl zum Eröffnungstermin Freitag, den 8. März 1912, vorm. 11 Üb' bei der Verwaltung einzureichen. Zuschlags!^ | 10 Tage. Gießen, den 20. Februar 1912. Groffh. Direktion der Univ.-Augenklmik. VossiuS. Ausgabe von Marken der Rabattsparvereinigung Dentsche n. englische Strickgarne in modernen Farben Spezialgeschän Franz Beile 41