Mittwoch, 4- September 1912 162. Jahrgang Erster Blatt tntbtt, ! r,* ,. I ■ [ , j-imalivödxntl.Kuis. > cttffirbenKreijftlefjen tut itM 1 I- tnfltog unbfiretiaa); n» ‘ Minimal monatl. land. 5 - fe« on I»r die Redakl.on 112, Die heutige Nummer umsatzt 10 Seiten. Der Kaiser in der Schweiz. Die Ilmtsentlafiung Pfarrer Traubs. Dortmund, 3. Sept. Tie „Dortmunder Zeitung" K crrntz 5°n über tottte' « im schlesien ausgebrochenen Typhusepidemicn im Auftrage der preu- ßischen Regierung untersucht; die Eholcraevrdemieii von 184‘J, Die Lvessarlevidcmie von 1852 boten ihm neue Gelegenheiten zum Ltudium. „Eine ganze Reche der schwersten Epidemccst tft unter meinen Augen verlausen," so berichtet er selbst. „£>artc Kalamitäten, von denen ganze Bevölkerungen heimgesucht waren, habe ich als erster Berichterstatter zu erforschen gehabt. Krieg, hunger und Pestilenz wurden der GegenftanD meiner Beobachtungen. ziel'e Studien haben einen entscheidenden Einfluß ausgeübt auf die Stellung, nwldjc ich im öffentlichen lieben cinge- nommen habe, sic waren cs, die mich »ucrit in die prafuid)c Politik führten." Rach Birchows Meinung ist jede Volkskrank- heii eine :'lbnormität. „Epidemien gleichen grossen Warnungs- tafeln, an denen der Staatsmann im großen Stil lesen kann, daß in dem Enumdclungsgangc seines Bolles eine Störung eingetreten ist, welche selbst eine sorglose Politik nicht länger übersehen darf." Aus Grund dieser von ihm zuerst nut Entschiedenheit und Tatkraft vertretenen Anschauungen hat Virchow sein lieben lang gewirkt, hat eine Reform des Krankenhauswesens durchgeseht, sich große Verdienste um die Vollsernährung und die Bekämpfung der Tierseuchen erworben; so ist z. B. die Entdedung der Trichinengefahr für die Volkscrnährung und deren konsequente Bekämp- iung in erster Linie Virchows Werk. ♦ — Bild erschmuck für Eisenbahn-Abteile. Tic Schönheiten deutscher Städte und Landschaften in künstlerischer za eise oer breiten Oefsentlichkeit vor Vlugen zu führen, unternimmt der rührige Bund Teutscher VerkehrSvereine, indem er Bilder ia Eisenbahnabteilen anbringen roüL Nachdem die Verwaltungen der preus'ischcn und hessischen Staatseisenbahnen und der Reichs- lande Raymeii zur Veriugung stellten, wird soeben ein Ausschreiben cur Erlangung geeigneter Entwürfe veröffentlicht. Es i|t erlassen worden von dem Bunde Teutscher Verkehrsvereine e. L., der Kgl. Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe, dem deutschetr, Buchgewerbeverein und der Firma R. Votgtländers Verlag, sämtliche in Leipzig. Tie Absicht des Wellocwerb- ist e-, Bilder :u beschaffen, die dem Bedürinis des Verkehr- dienen sollen und ---■en. 3m tvegensas zu oen für den gleichen Zweck von einigen außerdeutschcn Landern verwandten Photographien oder Tretiarbcnbrüden soll künstlerisch Vollwertiges geschaiten werden. Tie Veranstalter des Ausschusses sind der. -..'icinung, daß ihre zunächst rem praktische Absicht sich in künstlerischer Form vollkommener und zroectocenlicher erreichen läßt. Zunächst handelt es sich um die Wagen 1., 2. und 3. Klasse von Lh und Eilzügen. An dem vorliegenden Preisausschreiben sind bisher folgende £rte mit zusammen 58 Bildern beteiligt: Bielefeld, Binz a. Rügen, Bremey, Breslau, Danzig, Tüsseloorf, 2 funu über tc- N*';-;, > - i rür fc-?- ■ ' t ktiott» habe id) Zhn unter der Hand ausgefordert, seinen Sinn zu andern. Ich will nicht fragen, ob 5t es getan hat; hat Er es Nicht getan, jo tue Er es jc&t und lasse Er sich retten vom Verderben, Denn dahin führts doch, und das dauert Mich um so mehr, als ich bei solchen Vergehungen allemal an ein Erempel denken muß, an em Exempcl aus meuter Jugend, das mir noch heute durch die Seele geht. Zch wills Zhm erzählen: Wie ich von Kodurg hierher auf die Universität kam, da zog ich mit einem zusammen. Der schon ein Jahr Da war, guter Leute KinD — ein Predigerssohn aus der Lausitz. Wir wohnten in der Burgstraße drüben in der Badcret! Was batte Gott dem Menschen für Gaben gegeben! Was konnte der für Griechisch und Latein! Wir brauchten Den Ernestt (ein bekannter Leipziger Altphilologe des 18. Zahrhun- derts, Der damals berühmt war — scilicet — wir brauchten ihn nid)t. Zum Vergnügen fingen wir gleich damit an, den Thukidides zu lesen. Was hätte aus dem iverden tonnen! Aber er hatte auch so einen Hang. Er halte schon vorher Diel Deutsch gelesen; nun gewöhnte er sich auch. Deutsch zu schreiben, und machte deutsche Verse. Da gings immer nxitcr und war lern haltens mehr. Er war mein bester Freund, aber ich zog von ihm, ich toiiiit's nicht ansehcn. Er fing sogar an, Komödien zu schreiben. Und nun — nun ward er nach unD nach — ad), ich mag's gar nicht sagen! Frag' er nur Die Leute, Die's verstehn: 2er Kerl hieß Lessing!" Virchow als Begründer der Sozialhygiene. (Zum 10. Todestage, 5. September.) Denn man heute, ein Dezennium nach dem Tode Rudols Virchows, der seltenen Verdienste des großen Mannes gedenkt, so wird man m ihm junädjlt Den Vorkämpfer Der Zellenlehre, Den Schöps er der modernen pathologischen Analomcc i eiern, und neben diesen unsterblichen Leistungen auf dem engeren medizinischen Gebiet tritt eine andere Tat Virchows m den Hintergrund, Die gerade heute tausendfältige Früchte trägt: es ist Virchows Bedeutung für die soziale Hygiene. Bewegt sich doch Die Bahn, Die die Hygiene in neuester Zeit so erfolgreich emgeidHagcn hat, wie Tr. Gotlsteiti m seiner Geschichte Der Hygiene betont, aus schließlich in Der Richtung, die Virchow schon um Die Mitte des vorigen Zahrhunderrs vorgezeichnet. Die Lehren, bic er als junger Forscher aufstellte, sind noch heute maßgebend und haben allgemeinste Anerkennung gefunden. Virchow hat 1848 als erster Den Gedanken betont, daß em innerer Zusammenhang zwischen sozialen Mißständen und vielen Volkskrankheiten bestehe und daß Die Aufgabe, solchen rem körperlichen Vorgängen mit Erfolg entgegenzutreten, nur durch eine Zusammenarbeit von Arzt und siaat--mami, von Hygieniker und sozialpolitischem Reformator gelöst werden könne. Der .Gelehrte Halle damals die m Lber- eitS mit Händedruck begrüßte. Gefolgt vom Bundespräsidenten und den anderen Herren schritt der Kaiser unter dem Beisall der Menschenmenge tum Bahnhofsplatz^ Hauptmann Moser erstattete beim Betreten des Ba'Mdo,s • Platzes deut Kaiser die vorgcfdiriebem* Meldung. Ter Belast von allen Seiten erfreute sichtlich den Kaiser, Hierauf uhren die Wagen vor Ter Kaiser bestieg uni 5 Uhr 38 Minuten mit dem Bundespräsidenten den Wagen, dem zwei Tragonerofsizicre zur Seite ritten. Um sechs Uhr trat Der Kaiser in der Villa :Hictbcrg ein. Auf der Villa wurde die Kaiserstandarte gehißt. Der Lcidensgang Traubs spielt nun schon seit dem Frühjahr 1910! Unter dein 12. Mai 1910 ließ das West- »tische Konsistorium durch einen Bonner Staatsanwalt intlaflc gegen Traub erl-eben wegen zweier Artikel in b fsen „Christlicher Freiheit", obwohl Traub selber den -inen der beiden Artikel gar nicht verfaßt hatte. Diese tnifet bildeten ein Glied in der Kette des Traubschcn um nir« > *1 ®tab monatlich'7öPk, vierteljährlich Mk. SJO: durch Adhole- il Zweigstellen monathdi 6b Pf., durch D>e Post Pik. 2.— viertel- fährt. au-scht. Be>lecl^ Zeileiipreiü: lokal 15P'^ aiisivans 20 Pfennig. 6 befrebatieur: 9L Goetz. Verani'voNlich für den voliiifchen Teil: August MioeH; für .Feuille- lon*, .Verniilchie»' und .Geiichlüfaaf: SL 9leu- rntb; für .Stadt und e,_uiiö Wohltaun iiBlc er seinem größten Gönner nicht -rank. Las Testamau, ._ er hinterließ, zeugt für jenes, unD Der Mann, der lan ohiu die unmittelbar geleisteten Lienste Weimar in mehr als fünfzig jobren Hunden tausende kostete, r-crmadjie den .Irmen oirr irgcnc- aitem milden Institut bei seinem Tode — nicht ""en geller. 3eine Werke — nun ja, sie iverden ihn überleben, namhd) Die 6 "bis 8 Bände, in Die eine tritt,che tfaiib einmal Die Wn,en- !5mer sammelt, welche in 40 und mehr Bänden voll Spreu ent- ulten sind. Diese Spreu wird aber vergeben werden, *ie honend wird and) hier ihr Amt verwalten, rote sie e- in Dm- At seiner häuslichen Verhältnisse tat" _ m , Ter Leipziger Erzähler und Mniil'chnllstÄler Friedrich Ro^ liB. ein Freund Goethes und begeisterter Vorkammer Beethe^ns 1'769 bis 1842), deridstet in seinen ^ugendenniierungen eine afteiternDc Unterredung mit seinem einstigen Lehrer, dem m 'cmem )ache außerordentlid) verdienswollen Altphilologen und Rektor : Leipziger Thomassdmle, Johann ^rredrid) pnicyer. JiocDik •■xni) bei Fischer in Dem Verdacht, daß er niät nur ^ulfch ine umd schreibe, sondern sogar — dichte. schon ost Zürich, 3. Sept. Der K a i s e r c m p s a n g gestaltete sich zu einer sehr herzlichen Kundgebung. Um 5.20 Uhr kündigte Heller Jubel das 9kahen der BundesratSdele- gation, bestehend aus dem Bundespräsidenten Dr. For- r e r, den Herren Hoffman und Motta. Neben den Kutschern saßen auf den ersten drei Wagen die Bundesweibeln. Neben den Vertretern des Bundesrats fanden sich Regierungspräsident Naegelin, der Präsident des. Ständerats Billcter, Der schweizerische Gesandte in Berlin, Dr. de Ela- paredc, der deutsche Generalkonsul in Zürich Faber du Faure, und verschiedene Militärs zur Begrüßung des Kaisers ein. Bei bedecktem, aber regenlosem Himmel traf der kaiserliche Sonderzug pünktlich 5.20 Uhr in Zürich ein. Unter den Klängen der Musik entstiegen der Kaiser und seine Begleiter dem Zuge. Der Kaiser trug die Uniform des Gardeiäger-Bataillons mit den Abzeichen eines Generalseldmarschalls. Der Kaiser drückte dem Bundespräsidenten und den Bundesräten die Hand und nafym durch den Bundespräsidenten die Vorstellung der verschiedenen Militärs und der Vertreter der Behörden entgegen. Hierauf stellte der Kaiser dem Bundespräsidenten seine Begleiter vor, welche Bundespräsident Dr. Forrer seiner- der vorher im ordentlichen Gerichtsverfahren eine fstteder- lagc gegen Traub erlitten hatte! Das sah nun auch der i Cbcrnrdienrat selbst ein. Er verwies das Disziplinarverfahren an das Schlesische Konsistorium in Breslau. Dessen Urteil erging am 15. März 1912 und wurde dem Pfarrer Traub am 11. April 1912 zugestellt In diesem Urteil hieß es, und das ist angesichts der vtel chärferen Entscheidung des L)berkirchenrats von größtem Interesse: „Tie Verschlungen deS Angcschulbigtcn sind so schwer, daß sie mit einer Ordnungsstrafe, insbesondere dem von dem Merreter der AnNage (!) beantragten Verweise nicht genügend gc* ühnt angesehen werden konnten; hiernach blieb nur die Entfer- iung aus Dem Kirchenamte übrig, die in ihrer mildesten trorm, der Versetzung — trotz mancher gegen diese Strotan gerade im vorliegenden Falle bestehenden Bedenken — als angemetfen CI|d)tTo8 Schlesische Konsistorium sprach also nur die Versetzung aus. Der Evangelische Lberkirchenrat dagegen richtete den vollen Bannstrahl gegen Gottfried Trauv, inDem er ihn aus Amt und Brot wies. Und gegen diese letzte Entscheidung gibt es keinen Appell mehr. Was alles in dem langwierigen Prozeß gegen -traub hinter den Kulissen mitgewirkt hat, wird man vor läufig nicht erfahren. Die Verhandlung vor dem Schief, schen Konsistorium war nicht öffentlich, noch nicht einmal, wie im Jrrlehrevcrfahren, beschränkt öffentlich Tie Verhandlungen wurden nicht stenographiert. Tas Protokoll gibt nur ein sehr unvollständiges Bild unb wird unseres Wissens nie veröffentlicht. TaS Verfahren vollzog sich also völlig geheim. Noch weniger Garantien aber als die erste Instanz bot die zweite. Auch dieses Verfahren war völlig geheint und grundsätzlich schriftlich, nur ausnahms weise kann der Oberkirchenrat eine mündliche Verhandlung anordnen, in der aber nur der Angeklagte unb ber Vertreter Der Anklage gehört, ein Verteidiger auf keinen Fall zugelassen wird. Traub will jetzt, wie wir hören, Z a t h o s Beispiel folgen unb in Dortmund religiöse Hebungen veranstalten. Auch sollen sich bereits wohlhabende Freunde Traubs zu einer großen materiellen Aktion für den entlassenen Geistlichen zusammen tun. Ein persönlicher Freund und AmtSbruder deS Pfarrer- taub äußerte sich zu einem unserer Berliner Mitarbeiter »er das Urteil des Evangelischen Lberkirchenrats sol- »dermaßen: Daß Gottfried Traub ohne Brot aus 2lint und Würden agt merbe, das hat wohl keiner seiner Freunbe, auch idit jeder seiner Feinde erwartet. Aber Traub selbst t eS von Anfang an gefürchtet und geahnt. Das Diszipli- rterfalyrcn gegen ihn arbeitete von vornherein mit der Imuptiiug, daß er sich ber Achtung, des Ansehens und | Vertrauens, das sein Beruf verlange, unwürdig er- efen habe, und diese Begrifssbestimmung ließ als der n folchen Fällen gebräuchliche amtliche Terminus technieus rauf schließen, oaß man gegen Traub die schärfste Form c Bestrafung neben amtlicher Entlassung mit Verlust c Pension unb des Titels zur Anwendung bringen wollte. Iic Behörden wußten sehr wohl, warum sie Traub nicht L*id) vor das Spruchkollegium ivegen Irrlehre stellten, dcnn bei seinem geistige,t Rüstzeug hätten sie sich von tjr.er Seite wohl einer weniger glimpflichen Entgegnung orrsichert, als dies bei Pfarrer Jatho der Fall war. D c Kirchenbehörde glaubte ganz besonders Flug vorzugehen, in dem sie den Kampf sofort vom Jrrlehreverfahren ab- trifte. Das Spruchkollegium sollte umgangen werden. Nach ber Kirdjenorbnung nahm zunächst bas Tfziplinarverfalrren seinen Lauf. Enbete btes mit ber Einlassung Traubs, so erübrigte sich bic Tagung des aruchlollegiums ganz von selber. Auf biefe Weise würbe brm Pfarrer Traub Die Möglichkeit genommen, sich mit btt Orthoboxie geistig audeinanber zu setzen. Bunbespräsibent Tr. Forrer, die Bundesräte Ho,,- mann unb Motta, sowie ein Teil der sonstigen Geladenen trafen um 6 Uhr 10 Minuten im Hotel Baur au lac ein. Das Publikum bereitete dem Kaiser, bet überall freunb- lich grüßte, einen enthusiastischen Empfa n g, be- onders in ber Bahnhosstraße Ter Saal im Hotel Baur au lac, in Dem bas Bankett heute abend stattfindet, zeigt außer Blumenschnnuk keine andere Dekoration, al- deutsche und sd)weizerische Fahiien. Um V28 Uhr kam der Kaiser im Automobil im Hotel Baur au lac an, begleitet vom Oberst-KorpSkommandantcn Sprecher v. Bernegg und beu übrigen Delegierten. Er wurde vom Bundespra,ident Dr Forrer und den Bundesräten Hoffmann und Motta empfangen. Beim Eintritt des Kaisers in das Hotel spielte Die Musik die deutsche Nationalhhmne. Nach füm Minuten nahmen die Gäste an dem prachtvoll dekorierten Tisch des Speisesaals Platz. Links vom Kaiser reihten sich an Bundespräsident Tr Forrer, Exzellenz v. Bülow, Bundesrat Motta u. a., rechts vom Kaiser folgten Bundesrat Homnann, Generaloberst v. Plcssen, Regierungsrat Naegelin und andere. Der Kaiser zeigte sich von dem Empfang in Zürich sehr erfreut. Dem Bunbespräsident drückte er seine Befriedigung darüber aus, wieder in Zürid) zu sein, wo er schon einmal in seinen jungen Jahren gement habe. Zürich, 3. Sept. Um 8V3 Uhr war bas Diner int Hotel Baur au lac zu Ende. Hierauf mürbe ber Kaffee serviert. Ter Kaiser unterhielt sid) mehrere Male mit Dem Obersten Wille, Kommandant des dritten Armeekorps, der dort direkt vom Manöver zum Diner gekommen, war. >turz vor 9 Uhr hatten sid) die Ge s a n g v er e i ,i e „Männerchor" und „Harmonie"-Zurich un Hof des Hotels aufgestellt. Um 9 Uhr erschienen der Kaiser, der Bundespräsident und die anderen Teilnehmer auf dem Balkon vor dem Haupteingang. Die Sänger trugen vier stücke vor. Der Kaiser gab nadj jedem Stück feinen Beifall zu erkennen. Nach Schluß des Konzerts ließ sich der Kaiser die beiden Dirigenten vorstellen und unterhielt sich mit ihnen. Sodann wurden ihm die beiden Direktoren Linde (Harmonie) und Thommer (Männerd-or > vorgeslcllt, denen gegenüber der Kaiser sich sehr anerkennend über das Konzert aussprach. Die Sänger brachten ein dreifaches Hoch auf den Kaiser aus. Um 9.30 Uhr zog sich der Kaiser mit den übrigen Herren wieder in den Salon zurück. Kurz vor 10 Uhr begab sich der Kaiser mit dem Lberst-Korps- kommandanten Sprecher v. Bernegg unb seinem Gefolge im Automobil unter ben Hochrufen ber Menge roieber m die Villa Ritberg zurück. Der Kaiser war in vorzüglicher Stimmung und äußerte sid) über den Verlauf bes« ersten Tages seines Aufenthalts in Zürid) sehr befriedigt. Der Kommanbant ber Ehrenkompagnic, bic bem Halfer an ber Villa Ritberg bic Honneurs erwies, ist der s 0 z i a l i st i s ch e K a n t 0 11 r a t Hauptmann Ender li. Auch der Polizeipräsident von Zürich, der die Ergehens gegen daS Pfarrbcsctzungsgesetz, und genau die llc.chc Angelegenheit bildete bann den ersten Punkt des chr endgültig unb unumstößlich erledigten Disziplinär' cr fahrens. Im Kriminalverfahren würbe Traub b am als ont Landgericht in Bonn fre,gesprochen. Die Revision ks Konsistoriums beim Rcid)sgericht wurde glatt zurück- twiefen. Am 10. Oktober 1911 leitete bas Westfälische oufiftorium gegen Traub das Disziplinarverfahren ein. .11! 16. Oktober sollte sid) Traub bereits in Münster vc» vmworten. Unb nun eine unglaubliche Tatsache: Im lanb- ficriditlidjcir Verfahren war der Konfiftorialrat R ich t er |m Vertreter des Konsistoriums 'Jicbentläger, weil diese örperschast nickst für sich selbett, sondern für eben diesen onliftorialrat Strafantrag roegen Beleidigung gestellt arte. Dieser selbe Richter sollte jetzt im Tisziplinarver- iljrcn ein unparteiisckstir Rickster über Traub sein. Mit ollstem Recht wehrte sich Traub mit aller Macht dagegen, km Urtcitsspruck) eines Mannes überautwortet zu iverden, M bifit I )a50totirr I met: $ 17,2 6._, mbach Lorms h/_ :n in 12L, c ber h aus. armftnbt, e; Nichelskck en. Tiegen frfc: >bs m -er ÄplcÄ- Lage ber j. 1 die JHrarr- er ab. Ga l 1899 ju I gemejsw ) 189Q m fofgaik 1, W'r.v- (Wt Ä. bbctg bU, vc Homberg c. selb 62 M: g gegen bi? Zabl bei u 2. In ber. fallen. : ben erihn ptembcr r Mittel re Bewölk:' Linen sehr Hältniswe5i Mmalen alt burdTu.- Frühjahr I :tie, wie nörblichen Zljoren. M aimt finl1, • im sül»M rbrangen. fi meilt h lbstüberie.' war gä» 8 ckeMx--. .«rrmautupe. • porigen LO :L her 'W,. ichenlE 95, E-e ningen 10 pa über l;; Selten % trt. 208 ’lbet: Das Urteil des evangelischen Oberkirchenrates ebftfoiTisziplinarverfahren gegen Psarrex Traub lautet aus J" Sp!: ei r auf unserem Manöverfelde manches sehen wird, was mit seinen Begriffen von militärischer Prä- zisiom schwer vereinbar ist. Wir sind aber überzeugt, daß unsere Truppen das Bestmögliche leisten werden, und daß der kompetente hohe Zuschauer die Unterschiede zwischen der Ausbildung u «serer Mannschaften und Offiziere und derjenigen seiner eigenen Armeekörpcr in billige Berechnung ziehen wird. Vielleicht findet er auch Gelegenheit, sich ®u überzeugen, wie volkstümlich .unsere Milizarmce ist. Das Blatt schließt: Es ist bloß gerecht anzuerkcnnen, daß der mächtigste unserer Nachbarstaaten, mit dem der größte Teil der Schweiz durch Sprach- und Literatu cgemeinschaft verbunden ist, das Deutsche Reich, stets ein lebendiges Verständnis für diese Verhältnisse bekundet und nie den geringsten Versuch gemacht hat, einen Einbruch in sic zu unternehmen. Die deutschen Staatslcnker haben sich in den Beziehungen zu unserem Lande während der ganzen Regierungs- zcit des gegenwärtigen Herrschers einer vornehmen Delikatesse befleißigt. Jlwe amtlichen Vertreter in unserem Lande haben ihnen dafür auch berichten können, wie sehr die Achtung vor deutscher Tüchtigkeit und die Sympathie für das deutsche Volk und den lxmtschen Staat bei uns gewachsen sind. Die un- verantivortlichen Skribenten, die im Reiche gelegentlich das Gegenteil ausstreuen, sagen nicht die Wahrheit. Wir schließen mit ^höchsten Vertreter, den deutschen Kaiser Wilhelm II., auf dem höchsten Vertreter, den Deutschen Kaiser Wilhelm II., auf dem Boden unserer alten Republik von Herzen willkommen heißen. Möge ihm eine freundliche Sonne scheinen! Muley Hafid in Zürich. Zürich, 4. Sept. Exsultan Muley Hafid traf gestern hier ein und stieg im Hotel National ab. Line Teuerungsaursprache in der bayrischen Kammer. München, 3. Sept. In der Sitzung der Kammer der Abgeordneten wurde die Anfrage der Sozialdemokraten betreffend die Nahrungsmittelteuerung beraten. Abg. Auer (Soz.) forderte in seiner Begründung, die bayerische Regierung möge im Bundesrat den Antrag stellen, den Reichstag baldmöglichst einzuberufen und ihm Gesetzesvorlagen zu unterbreiten betreffend die sofortige I2lushebung der Zolle auf Lebens- und Futtermittel, Oeff- nung der Grenzen für ausländisches Vieh und Fleisch unter 'Aufrerlsterhaltunb der veterinärpolizeilichen Maßnahmen, Auchebung der Einfuhrfcheine und die Einfuhr von Gefrier- fleisch. Der Minister des Innern wies darauf hin, daß die Steigerung der Lebensmittelpreise im lchten Jahrzehnt eine internationale Erscheinung geworden ei. Jedenfalls bestehe kein Anhaltspunkt, daß die Preis- teigeruna ihren Grund in den Bestimmungen der Deut- chen Zollgesetzgebung habe und es sei also der Versuch, die Schuld an der setzigen Lage der deutschen Landwirt- i'chaft oder der Regierung zuzuschieben, unberechtigt. Die Deutsche und speziell die bayerische Landwirtschaft tat im Gegenteil ihr möglichstes, um den Nahrungsbedarf für das deutsche Volk aufzubringen. Ebenso unberechtigt seien die Vorwürfe gegen die Staatsregierung und die Reichsleitung, als ob diese unter dem Einfluß agrarischer Kreise ständen Die Beseitigung der Zölle würde zu einem ZusammenbrrlchdesgesamtendeutschenWirt- schaftslebens führen. Eine Steigerung der Preise von Brotgetreide sei seit dem Jahre 1881 nicht cingetreten. .Die Getrcrdezölle und die Einfuhrscheine trügen keine Schuld ;an der Verteuerung der Lebensmittel. Es müsse an der bewährten deutschen Schutzzollgesetzgebung unbedingt fest- .gehalten werden. Kiamil Pascha über die grköensfrage. Paris, 3. Sept. Der Konstantinopeler Berichterstatter des „Matin" meldet: Kiamil Pascha habe ihm Elberfeld, Erfurt, Grafschaft Glatz, Göttingen, Gummersbach, .Heidelberg, Kassel, Köln, Leipzig, Lübeck, Magdeburg, Mainz, Mannheim, Marburg a. d. L., Bad Oeynhausen, Osnabrück, Potsdam, Schwerin, Solbad Segeberg, Stettin, Trier, Westerland a. Sylt, Bad Wildungen, Zeitz, Zoppot und vier Marinebildcr. lAußerdem beteiligen sich außerhalb des Wettbewerbs Flensburg, Hamburg, Halbctttadt, Weimar und Elsaß-Lothringen zusammen mit 16 Bildern. Die Bilder erhalten das Forinat 17x28,5 cm. Das Dargcstellte soll zu leichter Orientierung in deutscher Schrift c Sammlungen aus römisck>cr und frühmittelalterlicher Zeit aufgcspeichett. Bei Neuß lag Jahr ,hunderte hindurch ein großes Römerlager. An seiner Stätte hat man in großer Menge namentlich Keramiken, Münzen und Bronze- i gerate gefunden. Alle diese Sammlungen haben jetzt eine schöne /Heimstätte erhalten. Das Museum ist der Stadt von einem ver dicnstvollcn Bürger, Dr. Clemens Sels, geschenkt worden. Der Bau ist nach den Wünschen des Erblassers in großen antiken Formen gehalten. Er wirkt wuchtig, aber nicht gerade eigenartig. Sehr sckwn ist dagegen die innere Ausgestaltung. Ein Sidjtbof von feinen Abmessungen hat durch einen Figurenfries des früher in Darm stadk, setzt in Magdeburg als Direktor der dortigen Kunstgewerbeschule wirkenden Bildlmuers Professor Rudolf Bosselt einen vornehmen ^ünstlerisckn'n Sckmiuck erhalten. In dem Museum wurden die Sammlungen des Stifters untergebracht, bestehend aus .Gemälden und kunstgeiverbliclien ^Gegenständen, die Beistände des Neußer Alterttimvereins, die sckwn erwähnten historischen Samm hingen, die durch Abgüsse von Schätzen der Must-en in Bonn, Trier und Mainz bereichert werden sollen, ferner fränkische Alter hinter, die bei dem Umbau bee- bmlidM-n Neußer Quirinus Domes aufgcdeckt wurden, Sammlungen von Tenkwürdigknten aus der reichen Geschickte der Stadt Neuß und endlich Werke der neueren Kunst. auf seine Frage, ob er die Macht übernehmen werde, er klärt, er wolle nicht derjenige sein, der den Frieden ab schließe. Er wolle nicht, daß man noch einmal gegen ihn den Vorwurf erhebe, er habe dem Aus- ande muselmännischen Boden abgetreten. Selbst wenn )ie türkische Regierung zu Zugeständnissen bereit wäre, o könnte der Sultan die Araber nicht verhindern, den Kvieg fortzusetzen. Tie türkischen Truppen in Tripolis eien auf 2000 bis 3000 Mann zusamm engeschmolzen, die Italiener seien zahlreich. Mögen sie, schloß Kiamil Pa- cha, die tatsächliche Eroberung vollziel/en, dann werden vir uns beugen. Aber welche Regierung könnte bei den anatischen Arabern durchsetzen, daß sie den Kampf aufgeben, welche Regierung könnte von deren türkischen Glaubensgenossen verlanden, daß sie den Arabern nicht mit Geld und Waffen beistehen? Nach Mitteilungen aus anscheinend informierten Kon- tantinopeler Kreisen dauern die Friedensverhandlungen in der Schweiz fort. „Alemdar" er» ährt, die leitenden Kreise Italiens hätten den Wunsch geäußert, daß ein Muselmane das türkische Ministerium des Aeußern übernimmt, damit die Tripolitaner mehr Vertrauen gewinnen, daß ihre Rechte gewahrt werden. * Einem Gerücht zufolge wird der jetzige türkische Mi' nister des Aeußern Noradung Hian seinen Posten mit dem Handelsminister Reschid, dem früheren Botschaf- ter in Wien, tauschen. Ein jangturkischer Kongreß. Konstantinopel, 3. Sept. Ter iungtürkische Kongreß ist gestern nachmittag im Zentralklub in Stambul eröffnet worden. Anwesend waren 27 ehemalige Deputierte als Vertreter des Klubs für Einheit und Fortschritt, alle dem früheren jungtürkischen Komitee angehörenden Minister und etwa 100 Provinzdelegierte. Die Verhandlung wurde für geheim erklärt. Die von der Regierung entsandten Vertreter wurden nicht zu- gelassen. Zunächst nahm der Kongreß den Bericht entgegen, der die Ereignisse dieses Jahres schildert und den Entschluß des Komitees ausdrückt, alle Waffen zu nützen, die das Gesetz bietet. Der Kongreß beschloß, daß alle gewesenen Teputterten der jungtürkischen Partei an der Sitzung teilzunehmen haben, die über die Beteiligung an )cn Wahlen entscheiden soll. Der Bericht tadelt die albanesische Politik der Regierung in der Friedensfrage und gibt zu, daß das letzte Kabinett auf Ersuchen Italiens in Besprechungen eingetreten sei, aber auf der Aufrechterhaltung der otto- manischen Souveränität über Tripolis und Benghasi betäub. Das Komitee wünsche, daß die gegenwärtige Regierung an dem gleichen Prinzip festhalte. Es werde sich mit allen Kräften gegen die Durchführung des Friedenschlusses auf Grund einer Verstückelung oder Verkaufs tür- ischen Gebiets widersetzen. Der Kongreß wählte den rüheren Minister des Innern, Hadschi Alil, zum Präsi- )enten und vertagte sich auf Mittwoch. Aus IHarofto. Nach einer von mehreren Blättern veröffentlichten Meldung aus Fez vom 31. August wurde eine Karawane auf der Straße nach Sefru überfallen. Fünf Juden seien dabei getötet worden. Paris, 3. Sept. Nach einer Blättermeldung hat General Liautey entschieden die Zurückziehung eines von dem Kriegsministerium am 14. Mai ds. Js. erlassenen Dekrets verlangt, durch das den in dem pazifizierten Teile Marokkos stehenden Truppen die Kriegs;ntage entzogen wurde. Die Wirkung dieses Dekrets hätte sich u. a. )arin geäußert, daß dieFremdentegionäredutzend- weise desertierten und daß die Offiziere und Unteroffiziere, die vor einigen Monaten nach Marokko gehen wollten, ihre Absicht aufgegeben hätten. Man habe kürzlich in den einzelnen Regimentern von amtswegen die Offiziere bestimmen müssen, die im Besatzungskorps dienen sollten. Deutsches Reich. Die schwedischen Journalisten im Auswärtigen Amt. Berlin, 3. Sept. Staatssekretär v. Kiderlen-Wäch- t e r empfing heute nackimittag die 93er tret er der schwedischen Presse im Garten des Auswärtigen Anttes. Der Vorsitzende des deutschen Ztvmitees, G. Schweitzer, und die Legationsräte Esternaux und Hcilbron stellten die fremden Herren dem Staatssekretär vor, der an jeden von ihnen ein Wort der Begrüßung rickstete. Zum Empfang waren außerdem verschiedene hervorragende Persönlichkeiten erschienen, so Unterstaatssekretär im Reichsamt des Innern Richter, der Vizepräsident des Reick)sbankdirektoriums v. Gla- senapp, Dr. Paul v. Schwabach, vom Auswärtigen Amt Wirklicher Geheimer Legationsrat Lehmann, der Dirigent der politischen Abteilung Geheimer Legationsrat Stumm, ferner die Geheimen Legationsräte Matthieu und Zahn, die Wirklichen Legationsräte Graf Mirbach-Harff und Freiherr Langwetth v. Simmern, außerdem mehrere Vertreter der hiesigen und auswärtigen Presse. Zu Ehren der Vertrtter der schwedischen Presse fand abends im Hotel Kaiserhof ein glänzendes Bankett statt, zu dem das deutsche Komitee Einladungen an eine große Anzahl hervorragender Persönlichkeiten der Reichslstiuptstadt hatte ergehen lassen. Erscknenen war u. a. Staatssekretär v. .Aderten-Wächter, der auch eine Ansprache hielt und ein Hoch auf König Gustav V. ausbrachte. • Ter allgemeine Parteitag der Fortschrittlichen Volkspartei in Mannheim soll nach dem zur Veröffentlichung gelangenden Programm vom 4. bis 8. Oktober abgehalten werden. Am 6. Oktober finbet eine große öffentliche Volksversammlung statt, für die folgende Tagesordnung bekannt gegeben wird: „Bolkspartei und Landwirtschaft", Berichterstatter Dr. Wcndorff: „Fortschrittliche Vollspartei und Mittelstand", Berichterstatter Dr. Pachnicke And Bartschat: die Arbeilerftage, Naumann: die Fraucnfrage, Mommsen. “Jim 8. Okwber soll ein Ausflug nach der Pfalz unternommen werden. Wie die „Berliner Neuesten Nachrichten" hören, ist die R e ichspostverwa l t ung mit der Prüfung der Frage be- kfxntigt, ob die Gründung einer Pensionskassc für die Postagenten, deren Zahl ungefähr 100000 beträgt, sich als notwendig erweist. Die Stadtverordneten Düsseldorfs beschlossen die Ausnahme einer Anleihe von drei Millionen Mark für die Hergabe zweier Hypotheken zur Förderung des Klein-Woh- nungs-Baues. Ausland. Wie das Wölfische Bureau von zuständiger Stelle erfahren hat, ist die Nachricht, der russische H a n d e l s m i n i st e r arbeite an einem Gesetzentwurf, welcher ein vollständiges Einfuhrverbot für ausländisches Getreide nach Rußland verfügt, vollkommen falsch. In Wirklichkeit verhält es sich folgendermaßen: Auf Beschluß des Ministerrats ist beim Handelsministettum ein besonderer Aussckniß unter dem Vorsitz des Mitglieds des Konseils, Handelsministers Langowoi, eingesetzt worden, welcher sich mit der Frage beschäftigt, resp. Maß- nnbrnen ausarbeiten soll, auf welche Weise der Einfuhr ausländischen Getreides nach Rußland zu steuern sei. Von einem Einfuhrverbot ist überhaupt nicht die Rede, aber da ausländisch« Getreide nach Rußland zollfrei eingesübrt werden darf, wird &• Ausschuß, der seine Sitzungen noch nickst begonnen ha:, sich - .> j zunächst mit der Frage der eventuellen Einführung eines 3 oll ti auf ausländisches Getreide tu beickrästigen haben. Aus Washington wird gemeldet: Tic Entscheidung üb» die Forderung Englands, den Pa namafanai ft t e : einem Scknedsgcricht zu unterbreiten, dürfte erst im Oktober nc.{ der Rückkehr des Staatssekretärs Knox von den Beisetzungs'ew. lickckeiten in Japan getroffen werden. Aus Stadt und Land. Gießen, 4. September 1912. In den Ruhe st and versetzt wurde derReallebtu an der Oberrealschule am FriedrichSplatz zu Offenbach Ludn c Stahl auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner (anj. lährigen treuen Dienste, vom 1. Oktober 1912 an. — Tei HauptsteueramtSdiener Leonhard Albert Petri zu Dießü wurde auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner lanj. jährigen treu geleisteten Dienste vom 10. Oktober ls. Js. in den Ruhestand versetzt imb ihm das Allgemeine Ehre» zeichen mit dec Inschrift ^Für langjährige treue Dienste' verliehen. ♦* Der Verband der Detaillisten-Vereine ir Großherzogtum Hessen hält seinen 4. Berbandstag cx Sonntag, 15. September 1912, in Bad-Nauheim ab. Wenn cur in erster Linie eine reichhaltige Tagesordnung mit wichtigen, tc Kleinhandel berührenden Fragen vorhanden ist, so soll neben err.fir Arbcit auch für kollegiales, gemütliches Beisammensein Sorc getragen werden. '2bn Samstag findet abends eine Ausschuf itzung int ,,Sprudelhotel" und danach ein gemeinsames Säubtri-t und Konzert statt. Am Sonntag vormitalg ist die Hauptversanm hing im oberen Saale des Kurhauses. Nach dem Mittages> inbet Militärkonzert auf der Terrasse des Kurhauses statt m eine Besichtigung der von der Stadt Bad-Nauheim vermtstoltere-. Ausstellung: „Das Gas in Haus und Gewerbe". Abends $»- leuckstung des Kurhauses, Konzert, gemüttiches Beisammen»,': Zu der Tagung hat die Ottsgruppe Gießen folgenden Änirc gestellt: „Die Verbandsvercine sollen baldigst bei ihren toe munalbehörden den Antrag auf Einführung der Warenhaus- bl Filialbesteuerung stellen. Die Derbandsleitung wolle diese F« berung mit allen Kräften unterstützen." •* Preisabschlag. Dte Milchhändlcr in Bad-Nat- heim beschlossen, den Preis für das Liter Milch von 24 ar 22 Pfg. herabzusetzen. •• Kirchliche Nüchternheitsarbeit. Man schreii: unS: Der erste Arbeitstag für evang. kirchliche Nüchternheiir. arbeit, veranstaltet von den hessischen evang. kirchlichen Bla> kreuz- und Nüchternheits-Vereinen, findet Montag, br 9. September, nachmittags, im oberen Saale der hiesig' Herberge (hinter der West-Anlage) statt. Auf Grund der kenntnis, daß die Hilfe, Bewahrung und Rettung gegenübc der mannigfachen Alkoholnot in unseren Gemeinden eine biabc vielleicht nicht genügend beachtete Pflicht unserer evangelisch«' Kirche ist, nicht ohne weiteres anderen Vereinen überlasil werden darf, hat die kirchliche Blaukreuzarbeit neuerdings out in Hessen Eingang gefunden und möchte allen Kirchengemeinb»- die erprobten Mittel und Wege dieser Arbeit zeigen. Nad Begrüßung durch den Vorsitzenden des hessischen Landet- vcrbandeS, Pfarrer Weber-Lang-GönS, wird der Geaei sekretär Dr. Burckhardt-Berlin berichten über Ursa Wege und Erfolge dieser Arbeit im weiten Deuts, Reiche, Pfarrer Reith über Aufklärungsarbeit, Psa Weber und Pfarrer Knott über Vereins - und Jugei arbeit und Pfarrer Glock über Trinkerrettung (Heb anstalten). Dieser kleine KurS wird voraussichtlich acht Tef später, am 16. September, in Darm stabt im Anschi-, an daS JahreSfest deS LandeSvereinS für innere MH- wiederholt. •• Vergrößerung des Personenbahnhofs. Sc Personenbahnhof in Gießen ist längst zu klein für tc großen Verkehr. ES fehlt darin besonders in verkehrsreiche Zeiten auf dem Main-Weserbahnhof an genügender 9h* iind Einsteigegelegenheit für die Reisenden. Wir erfahren, tts die Eisenbahnoerwaltung beabsichtigt, einen weiteren Batt- steig 311 schaffen, welcher nach dem Güterbahnhos zu gelS werden soll. Der Zugang zu dem neuen Bahnsteig für Ä Fahrgäste wird durch eine Verlängerung des Tunnel- br- gestellt werden. Die Verbindung unter den Schienengelem soll gleich bis an den Güterschuppen durchgeführt roerbe damit die Beamten nicht mehr den gefährlichen Ucberga: über die Schienen zu machen brauchen. " Eine Militär-Fliegerabteilung rotrb du 1. Oktober d. I. ab auf dem Truppenübungsplatz TarmsL«b ihren Standort erhalten. Kreis Büdinqen. (g) Nidda, 3. Sept. Heute wurde unter anf>erotbcdli* Beteiligung wieder einer unserer Bürger zu Grabe geleitet, r Rechner August Reuning. Schon nach seiner Schulentlassr»' widmete er sich dem Rechnungswesen, zuerst zehn Jahre Iw’ seinem Verwandten Bürgermeister Reuning bahier, 1869 übeöiflB er die Gemeinderechnerstelle Ober-Schmitten und Ober-Lais, ltr die Kirchenrechnerstelle in letztem Ort, 1872 die Auswaudtrr> Agentur nach Nord-Amerika (Bremen), 1874 die Gemeinderechn» stelle Geiß-Nidda und außerdem 1882 die Ortseinnehmerei Nic^ Eine große Arbeitswllligkeit und Arbeitskraft zeichneten ihn as dabei eine peinliche Pünktlichkeit und Gewissenhaftigkeit. halb wurde ihm wiederholt die Anerkennung seiner BorgefttzS ausgesprochen: von der Allerhöchsten Stelle wurde er 1904 rt dem Berdienstkreuz Philipps des Großmütigen und 1910 mit r Krone zu diesem Kreuz ausgezeichnet. An dem Grab wurde tn ganze Anzahl von Lkränzen niedergelegt. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 3. Sept. Die Skbeiten zur Erbau»? einer neuen KreiSstraße vom Friedhof nach Nauheim sind von der KreiSbauinspektio« anSgeschneO worden. Die Straße wird 22 m breit, führt von der Heimer GaSfabrik an mit teilweiser Benutzung deS Weges, durch Friedberger Gelände, steigt hier allmähie bis zur Landstraße Friedberg—Gießen. Der.KreiS Friedls; wie die Städte Bad-Nauheim und Friedberg tragen * Kosten deS Baues. Starkeuburg und Rheinhessen. h. Rüsselsheim, 3. Sept. Auf dem Weyc nach wet Gerau stieg ein Radfahrer zu einer Heinen Reparatur r Rade ab und bückte sich dabei. Ein Flun'chütze glaubtt m < Manne einen Obstdieb zu sehen und eilte herbei. Der Rattar^ wollte gerade weiter fahren, als ihn der Obsthüter «vtyw und vom Rade zertte. Dabei stürzte ersterer so ungtüfflvm daß er einen Arm brach. Der Feldschütz soll gemacht werden. Hkssen-Raffau. t ch) Hanau, 3. Sept. In Dörningheim ketrannj^. die beiden jugendlichen Söhne eines Gasttvittes derart 1^^ daß sie dem Krankenhause zugesührt werden mußten. der ältere Bruder sich nach einer Magcoausspülung etwas uns tm t dankte logramm pro 295,50 5911.55 auf Großh, (teilen ab bis auf weiteres gesperrt. jt zMZ. dem 5ün> u^niit'5 g 50 5921 BfllUV?- - unb W nettun|i' ;Mich fldfi aM im 3n ir innere?• »eil zeigrn. 1 hejsischm °je !vird der i über Ur,i Serrettbcri [• megen ilung ingßplnB n roeiltrtn r bahnhof •:* Bahnsteig -i deS Sunnti en Schiene^ rchgcfthrl \ eine bewährte A Krankenkost ^für Erwachsene bei Störungen der Verdauung, bei Schwäche u. Appetitlosigkeit ibahnhost zu klein in verkehrt zur «ieBener Strane rotrb wegen Vornahme vonBllatter- arbeiten für den gefamten Fuhrwerke- und Radfahrer Derkehr vom 4. L Mrs. ab bis auf weneres gefperrt Der Verkehr wird durch den fogenannten Heegweg Maurerarbeiten Liefern von Pflöcken Die Verdingungsunterlagen liegen ' 'oll ntfa immenfa s eine nsomej geleitet Gießen, den 3. Deurember 1912. Grohb. Zkreisamt Gießen. Dr. U finger. s BvstzD» Ivlgendei : bei ihrer a ■ Saimtot । : wolle bi« i t in Bad.- ülch von Bessingen vergeben werden: Liefern von Drainröhren veranschl. zu , , Steinzeugröhren , , w , gußeisern. Mufseneöhren , , , MündungSröhren , Anfahren von Rohren Graben- und Rohrverlegungsarbeüen in 5 Losen Vergebung von Drainagen. Für die Fetdbercinigung Rieder-Bcsstugeu sollen Dienstag, den 10. September di». IS., vormittags 10 Uhr, auf dem Rathause zu Rieder- Bekanntmachung. Die Dnsdurchiabrt Grünberg von der Rai Darmstadt, Klein-Linden, den 4. Sept. 1912. Die Beerdigung findet am Donnerstag nachmittag 3 Uhr statt. Blumensi'enden sind nicht im Sinne des Verstorbenen. 07316 Uli in II um । VIII» ------------- V • ffr- • » Wahrung fand, wurde erst nach -wetstündtger anstrengender Laltg feit gelöscht. Der Schaden ist bedeutend. Tas Regiment befindet sich iWfrcit in den Brigademanövern in der Vrvvin; Posen. Ter Brand wird auf Selbstentzündung von Putzbaumwollc zurück (ßcricbtsfaoL th. Standgericht In der allen Zeughauskaserne fanb; •lern mittag um >/«l Uhr ein Standgericht statt. Der Gerichts-! [i bestand aus Maior Freiherr v Bibra als Vorsitzender, huwlmann v. tz Schling und Oberleutnant Wehr heim als ii tVcr. Leutnant M i c n i b vertrat als GcrichtSoffizier die An- Ifc, Die sich gegen den Reservisten, Irr barbeiter Z M richtete, der «-lindig war, in den Zähren 1909/12 im ganzen fünfmal sich bei hq stontrolioersammlungen nicht gestellt zu haben. Der Mann Mil an, er habe eilig von Dresden fortgemuht, weil er in Schlesien Irbcit angenommen hatte, dadurch will er behindert gewesen |pn, sich dort beim Bezirkskommando abzumcldcn. Gr ist dann, tri tu arbeiten, in Deutschland herumgekommen. Er erfiärt, er leb- iuf) burdjau« nicht etwa seiner Heercspflicht entziehen wollen, a wäre bei einer Mobilmachung sofort bereit gewesen, sich zu Frankfurt, 4. Sept Das Luftschiff Schütte* Lanz ist heute früh in Berlin ausgestiegen und wird heute hier landen. Paris, 4. Sept. In dem um 4 Uhr auf dem 9torb- bahnhof eintreffenben Zuge aus ü'vln wurde im Schlafwagen eine ctiva 30 jährige Frau bclmlßtloö aus dem Bette lieaend gefunden. Sie war fast völlig entkleidet und von Blumen umgeben. Die Unbekannte imtrbc fofort ms Lkran- kenhaus gebracht. Obst ist gekocht oder gedünstet sehr schmackhaft, mit JrfonS ami n- Milchflmmneri serviert, zugleich nahrhaft und erfrischend. Mondamin verfeinert den Geschmack, ohne die zarten Farben des Obstes zu verändern. Es ist sehr ergiebig, ein 30-Pfg.-Patet genügt für 6 halbe Ltter Flammeris. Erprobte Rezepte stlr Sommerspeifen im 8-Büchlein, welches gratis u.franko erhältlich ist vom Mondamin-Kontor. BerlinO 2. Birnen-Berkauf. Donnerstag, den 5. d. Mts. von vorm. 8 Uhr ab kommen im AreiSamtskcller noch zirka 25 Zentner zum Einmachen geeignete Birnen „Gute Graue" zum Verkauf. Preis pro Pfund 8 Pfennig. BV» Gießen, am 3. September 1912. Der Großh. Kreisbauinfpcktor des Kreises Gießen. Hechler.__________________ Hierdurch die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater Herr Johannes Schmidt am Dienstag morgen nach langem, schwerem Leiden im Alter von 76 Jahren sanft entschlafen ist. * Um stille Teilnahme bittet im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Dorothea Schmidt Wwe. Obst- Dörr-Apparat der auch zum Rauchern oer- wendet werden kann, sabriz. als Sveztalität O. enbe Sühne crWet 1836 bi» 1905 war ergewachsen von 101 Kili kt Ter Bon'itzende bedauerte, daß M, der nach den Atten pro Kops in dem 3ahrnlnft 1836/40 aur-,41 . ai hervorragend tüchtiger Soldat mar, sich das Vergehen habe Kops in dem Jahrfünft 1891/95, 2,69 Kilogramm pro Kopf in '«""'N l°iün und -rmahmeiln, für bieJW#e fernen dem z-hrfüns, W«0 und M> «opf m dem di"X" Ofen, Herd, Kupfer- kesse!, Kesselmantel tis ii l g u n I (J. v-iiiu» Hl vir , ------\ ° \ ben meisten übrigen Ländern ist mit einer Misiernte zu reckmen. winde. « l^en. Er bemerkt weiter, daß er vom Bezirkskommando Siegen lrtit-3 wegen seiner Nichtabmeldung in Dresden mit 8 Tagen Hifi bestraft sei, wodurch er einen recht empfindlichen Lohnausfall jette ?hi5 all den von ihm angeführten Gründen bitte er um fl'if milde Bestrafung. Ter Vertreter der Anklage beontraate gemhrt. — nq der von hem Mann vorgetrupenen Enkfchuldi- ' R Ä b Ä MrrFrhr DolfstVtrtldiaft. e-nndarnnbe am li Tage Mittelarrest zu erkennen. Das Urteil WttO VCttCt)*, VOlOWirH«? ’ Der Kafseeverbra uch in Deutschland scheint ' i. In dem Zeitraum von amm jährlich Sport w B ad-R auh^i m , 3 Sept. Ei« Dock-ey-Wett- spiet zwifchen dem deurschen tzockeo-Klub bannover und den Mannschaften deS Frankfurter Turnvereins 18 60 wurde am Sonntag ausgetragen. Eine zadlreiche Menac it er nur 2,99 >kilogramm jährlich unb im Jahre 1911 nur ,79 Kilogramm betragen. ZS liegt nabe, den Rückgang auf bie ft’im SIÄ7 ift. I Grhöbuna U a« hnn s-m (UirtAbLt'itvr nut dem La gen amen „Herrenberg I zuführen Vermutlich bat diese öollerbopung aoa: weniger zu Rdtfaict ^ ^.^ seit anfangs L ?0 er &tc wurde dem Verbrauchsnlckgang beigetragen als ^Preissteigerung h- bortiac '“innbcraolaae unb alle Weinberge, die zwisclien dem die durch die Maficct>aloniation m Drafüten, den Zwischenhandel JÄ öc^reuberfl^nb1 ber fogeuanuten flcincn^öteifl erner- mW durch die mehrfache Erlwhung bes brafüianifchen ^sfuhr- in, der Chaussee nach Derheim und dem C-scimindeweg anderer, zottesherbemesuhrt wnwe. k l'liefen und die annibbuchmäfiia die Gewannbeieichmmg „an .*» Tekegramm^erkehr nett Deü-afrira Am Geschäfts-Verlegung. Mit dem Heutigen verlegte ich meinen Wobnütz. -iwie meine Buchbinderei, Papicrwarcn- u. Buchband 'lug von VoQnv nach . o vorteilhaft kaufen wollen, gehen nur zu Jm B. Häuser, giessen, Teleph. Speeial-Ausstellnng .^udheimer Strapse 42. W Märttc. fe. ^ranfinrt «.». kchweinemarktbericht vom 4. Sepp 1lu&tS!SrS?«« U«-.l Schweiz Voll .Ich, RO M8 100 kr Lebendgewicht 67.50-Crt.ijt) 1 »t cd'l.id?tgeroid)t *'-*;*■*° * e«L»weine von 100-1 iO kg k'fl'enbgeiv d)t ö<.00-60.00. - -U Schlawtgewicht vollstetfclüse «.chiveme von 126 bi» 150 kr Xtbcnbaeividit 001)0-(t>u0 alt, c4)lad)tgei»i(t)t OOJX>—-00 Akt Gelchäft lang'l leil l llcl'er".ai^. Semvbst seiber in wrten Orten durch die SdkMade Der De i it- gürt en fta nb m tot nürhbdm C^ebtrtnt bmdikfnteTie h® ntuetbuig-- stark durch andanrrub-- Feuchllgbett uno m'vlge teilweife geradezu verüeenmden «uftretenä brr SeunuMPora unb der OwiunU. Cm* fekr schwache Leie in m Ziehen'Iterrridj und Stenn zu verzeichnen. Mißernte tft in Mähren, tr.bonte auch in Bödmen: reiche Lese ist in Südtirol unb Dalmatien, tntociic auch in Gör, unb in GrabiSla »u crroarlen., Elegante Wohnungs - Einrichtungen einzelne Spelwezimmer. Schlafzimmer. Herren- »immer, vornehme Klubzimmer. Klub*e**el. 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Tic Smammlung sprach sich nnfumrmc. i |ir aus-, daß bei der Reichsregierung unb dem Bundesrat An ne auf sofortige Einberufung des Reichstags gefallt | , chen, unb beauftragte die bestehende gemischte Teputattou mit j I r Beratung von Maßnahmen zur Linderung der Fleischuot. Ta I , grn wurden die sozialdemokratischen Anträge a b q rte b-n t. prad bie Stadt die Beiktk.i'ung von billigem Fleftch und die Errichtung von Seejischinartten selbst in die fcanb nehmen soll h. Frankfurt a M, 3. Sept. Die prunkvolle Fest- -lalle, in der noch vor wenigen Monaten Bachs Matthäus- i.f ion und Mahlers achte Sninphonie erklangen, wird in den »nifteit Wintermonaten jedenfalls einem Zirkus zum Aufenthalt lernt. h Griesheim a. M., 3 Sept Der auf dem Frankfurter Hauptbahn Hofe beschäftigte Gkpäckarbeitcr Jakob Schmidt stahl auS einem Koffer mehrere wertvolle Schmuckstücke fb versetzte diese Den Erlst^ daraus übergab er einer hiesigen euensperson, mit der er, obwohl verheiratet und Vater von stmdcrn, ein Verhältnis unterhielt. Gestern wurde Schmidt . kirchlitni - Montag,- Saale bei st nf ®nmb k Leitung gtge. einben eine r lerer eoon? > lereinen üba it neuerbin:? benannt Der obengenannte Weingutsbesitzer ermäßigte Worttmen n, Srrart: Aatdnrlt per., rrcrnanoo ES« H'N der Angeklagte sreigesprochem--- - 3,W) Mck S^abu 3,50 Ddk., übrige Anstalten CaiiOwirtjcbaft, © i en , 3. Sept Nach dem Bericht des A.terbanministerimnS >t^buhr Norden cbemallS entspreck^-nd muai>tgu ^ortt kb i be» den ot «Garantie Bestellung erbeten. Auf Wunsch » e>v abbolen. Ubrnuhicb. t.-vaiHci.^bonncmcnt. Koch. llhrni.icher, ievt Aeu'wdt !•> Bezeichnung des Grundstücks. Grundbuch für Gießen, Band 2, Blatt 76. 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