Aus»ahli„ £uifc von 93ab.cn ~unb ']>rin,^ fOicy t>cm fönben aiimcfcnb. 9t(id) 'XuSfühnmg iirft gcrcifterc Kräfte wirkungsvoll beteiligten. WmUn $fir iiliitr LzM in »ur ZZ8K bosu beizutragen, bas Angebot ber zur Volksernährung erforber- lichen Nahrungsmittel tunlichst zu vermehren. Dienstag, 3. Dezember 1912 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'lchen Unioersiläls »Buch- und Sreindruckerei. R. Lange, Gießen. prächtige Weihnachtsmärchen, ,.T i c Engelreise" , eine T*idi tung von 5t. Hamann, zu der Marl Reinecke, ber 1910 verstorbene Tirektor des Leipziger Geivaudhauscs, eine reizvolle Musik geschrieben hatte, wurde sehr hübsch gespielt. Reinecke in ein gemütvoller .Komponist, den alle Freunde guter Hausmusik hoch schätzen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e=^>51. Redaktion: 112. Tel.-Adr.: 9lnzeigerGießen. Ausland. Ein deutscher Spion in Frankreich? Auf dem Bahnhof in Reims würbe ein etwa 35jähri- ger Mann verhaftet, bei dein man Schriftstücke vorfanb, bie angeblich vermuten lassen, baß er ein Spion ist. Ter Verhaftete erklärte, er sei T ei l h ad e r e ine r g r o ß e n b c u t- chen Firm a gewesen, bie kürzlich bankerott gemacht habe. W-Nüsse HaseLNfiy, tteln TafebFeige fel-Boslnen Tafel-Mandel. ssert-ZwetscbJ asierte Frücbh bei nil Fischbad Politische Tcrgesscl^au. Die badische Regierung und die Fleijchtenerunq Die badische Negierung gibt in der „Karlsr. Ztg." in einer sehr eingehenden und ausführlichen Weise ihre Stellung zur Linderung der Fleischteuerung bekannt. Tie amtlichen Darlegungen gehen auf die Tarifmaßnahmen und weiter auf die von den Städten herbeigeführten Maßnahmen zur Linderung der Fleischteuerung ein und be merken: lbMhch r. 1.20 *y?f.,freie?lrv zbearbtitungS-Ädls i. H. Muller. MM W tz ancnstratzezi Id,tu Rai in NechfSsachen.iL- It iich inAnjerlmiiav uchewSieuerdeklarwn :berung§beitreibuna,2.. ung v. SermägeiE^J Vertretung in fr mltMadien vor frriit rcdiftnnbcn auch Som tags von S-2 Ubr. "I herzlich er Begrüßung begaben sich die Herrschafterr in ge schlosseneu Wagen und) dein Schloß. ^bschhesser Ver4>ebtea inster und TtireD Tapetenhaus iochstätter Neue Reichstagsvorlage u. Ter Eutivürs einer Novelle zum Handelsgesetzbuch wird dem Reichstage in den nächsten Tagen zugehen. G? Han beit sich bei diesem Entwurf um bie Regelung der M onkurrenz- klauselfr a g e, indem die .Monkurrenzklausel-Bedingnngen für Handlungsgehilfen gesetzlich ftstgelegt werden. Durch bie neuen Be Utninmngcn der Novelle werden die §8 74 und 75 des Handels gesetzbnchs nbgeändert, nach denen bisher die Arbeitgeber das Recht hatten, während einer bestim mten Zeit den aus ihren He ich ästen nuötretenben Handlungsgehilsen bte mit der Motifurren.v 'lauset verknüpften Bedingungen aufznerlcgen, ohne daß den Hand- lungsgehilsen hierfür eine Entschädigitng zustand Durch die No- ütllc wird der Grundsatz der bezahlten Marens ausgestellt, indem bie Prinzipate verpflichtet werden, für die Einhaltung des Kon- türrenzklaiiselvertrageS Entschädigungen zu zahlen. Ferner werden dem Reichstage zwei Vorlagen zngehen, die sich ans den g e - werblich e u Rechtsschutz beziehen und bie Konsequenzen aiis der Washingtoner Konferenz aus dem Somnier b. I. ziehen, auf der die bisherige Pariser Uebereinknnst für gewerblichen Rechtsschutz eine Abänderung erfahren hätte. Die Gesetze betr. den Schutz von Gebrauchsmustern und betr. das W aren- zeichen recht sind auf Grund dieser Beschlüsse einer Revision zu unterziehen. Das Ergebnis der A b st i m m u n g über den sozialdemokratischen Antrag zur Fleisch- teuerung, der bekanntlich ein Mißtrauensvotum gegen beit Kanzler enthielt, liegt nunmehr vor. Gegen den Antrag stimm ten die Konservativen, bie Freikonservativeu, das Zentrum, die Nationalliberalen, bie Welsen unb bie Elsässer, mit Ausnahme folgender Mgeorbueten, bie sich ber Stimme ent hie len: v. Böhlen tborff (Ions.), v. Sonin (kons.), Fer- vcrs (Ztr.), Müller-Fulba (Ztr », Kölsch (natl.), Krömer (natL), Marquart (natl. , Dr. Kaempf freis. Vpt.), Gras v Posadowsky (fraktionslos). Für den Antrag stimmten die Sozialdemokraten, bie Polen, die fortschrittliche Volkspartei, mit Ausnahme des Abg. Heckscher. Gefehlt haben 73 Abgeordnete. Der erste Kongreß für alkoholfreie Jugenderziehung wird in ber Woche nach Ostern in Berlin zusammentreten. Ter deutsche Verein gegen ben Mißbrauch geistiger Getränke hat im Benehmen mit anderen Anlialtoholverbänden unb den großen Lehrerorganisationen unb unter Fühlungs- nahme mit maßgebende,t Schulbehörden die Vorbereitung und Geschäftsführung übernommen. Kein indischer Beitrag für d i e englische Flotte? Die „Times" meldet aus Delhi: Die Regierung weiß nichts von dem gemeldeten Anerbieten indischer Fürsten von einem Beitrag für bic englische Flotte. Jedenfalls hat keine gemein- ame 91 f t i o n seitens ber Fürsten stattgefunben, obwohl möglicherweise ein einzelner Fürst Anregungen gemacht haben mag. Tas Anerbieten von brei Dreadnoughts unb brei Kreuzern ist eine Groteske, ba bic Fürsten zur Reichs- Verteidigung durch die Erhaltung spezieller Truppen beitragen. VereinKanaria für Gießen und Umgege n d, gegr. 1899. Bei der vom 27. November bis 1. Dezember abgc haltenen 4. Allgemeinen Kanorien Ausstellung, verbunden mit Prämiierung, zu der recht zahlreiche hiesige und auswärtige Züchter angemeldet batten, kamen insgesamt zur Bertcilungi: in bei allgemeinen Konkurrenz 1 Stabt Ehrenpreis sowie hi l außerdem zwei goldene und drei si berne Medaillen, in bei Kon liirrenz für Mitglieder der freien Vereinigung ber Kauarienzuchi^ unb Vogelschtlt vereine Mitteldeutschland 15 Ehrenpreise, sowie eine goldene Medaille; außerdem 7 Mitglieder Ehrenpreise, gc* Üi tet von Mitgliedern und Gönnern des Vereins. Es ist ganz besonders zu bemerken, daß icckck gutes Material vorhanden war. Den Ehrenpreis in der Allgen. Konkurrenz der Stadt Gießen erhielt Herr Karl Rusche, L Iven siebt. Reg. Bez. Magdeburg, mit 353 Punkten. Ferner erhielt Herr Friedr. Helbing, Frankfurt am Main in der Allg. Klasse den 2. Ehrenpreis unb in der Sclbst- ,züchterklasse der Freien Vereinigung den 1. Ehrenpreis, gold. Medaille, mit 295 Punkten ll. a. wurden auch folgende Gießener Aussteller des Vereins Kanaria mit Preisen bedacht: Allgc- meine Konkurrenz, Klasse A: Wilhelm Leichtn>eis, 10. Einen- preis und 1. Mitglieder-Ehrenpreis mit 258 Punkten; Selbst- 'uchtllasse B: Ehrenpreise der Freien Vereinigung Jakob Koch, für zwei Kollektionen 8. Ehrenpreis, sowie 4. Mitglieder-Eliren- vrcis mit 237 Punkten, ferner 5. MngljederEhrenpreis mit 228 Punkten; Karl Schneider 11. Ehienpreis, sowie 6. Mitglieder Ehrenpreis mit 217 Punkten: Mitglieder-Ehrenpreise erhielten außerdem Julius Rohde (Marburg : 2. Ehrenpreis mit 255 Punkten, L. Beimborn 3. Ehrenpreis mit 242 Punkten, Hch. Simmer 7 Ehrenpreis mit 190 Punkten. Ferner erhielten Gießener Aussteller des Kanarienzückt unb Vogelschutzvereins Gießen Preise: Marl Hüuermunb (Wieseck) 9. Ehrenpreis bei Freien Vereinigung mit 233 Punkten, Heinrich Schäfer (Gießen) 10. Ehrenpreis der Freien Bereinigung mit 217 Punkten. Tie Ausstellung war ganz besonders am Sonntag recht zahlretch bestickt und man sprach sich allgemein über ihre Arrangierung und über das zur Prämiierung angemeldete Material recht befriedigend aus. Recht hübsch arrangiert war auch ein Stand des Herrn Emil Karn -Gicßenf, der alle Sorten Vogelfutter enthielt, ferner eine Ausstellung von Vogelzüchter-Utettsilien aller Art des Herrn Edgar Borrmaun (Gießen). ** A n t i a l ko h o l i s m us. Man schreibt uns: Der Hessische Gauverband gegen den Alkoholismus kann mit seiner Gießener Tagung durchaus zufrieden sein. So war der Besuch der Ans > stellnng trotz unvermeidlicher Mißstände — die Räume waren ohne Heizung und Beleuchtung — recht rege. Man schätzt bie Zahl der Besucher auf 4'200 bis 5000. Besonders anerkennenswert war es, daß durch das Entgegenkommen der Militär behörde und der .Schulleitungen Führungen für das Militär unb die Schulen veranstaltet werden konnten. Die in den Ausstellungsräumen untergebrachte Scbristenauslage erfreute sich eines lebhaften Zuspruchs. Auch die übrigen Darbietungen waren fast durchweg sehr gut besucht Ties gilt besonders von deut VolkSabend, bei dem eine dichtgedrängte andächtige Menge die neue Aula füllte. Die beträchtlichen Kosten der Veranstal tung konnten dank der Unterstützung ber Landesversicherungsanstalt, ber Stadt Gießen, einiger Vereine und zahlreicher Privatpersonen gedeckt werden. Zur Verwertung ber durch den Gautag gegebenen Anregungen ist ein engerer Zusammenschluß der in der Nüchtcrnhcitsbewegung tätigen Organisationen und einzelner Freunde der Sache in Aussicht genomnn... •• V o in Gießener Duell. Leutnant Jttmann soll bereits vor dein AuStrag des Duells mit dem Franzosen Fighiera vom 3. Fuß-Aitillerie-Regirnent in Mainz entlasten ?°lum luchrocken Zu 7-62$$^ A Sch,]. ~~ str. gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft Gießen hat Jttmann, der in Frankfurt a. M. wohnte, am Samstag durch Kriminalkommissar Müller verhaften lasten. Er befindet sich zurzeit in Untersuchungshaft im VrovinzialarresthauS. Landkreis Gießen. — Nonnenrot h, 1. Dez. Heute abend sprach in dem Saale .Zinn Löwen" Landwirtschaftslehrer Hepp von Friedberg über Pflanze ncrnährung und Düngung. Ganz besonders wies er auf die Anwendung von schwefel- saurem Ammoniak hin. Als zweiten Teil des Vortrags zeigte er die HerstellungSweise von schwefelsaurem 9(mmoniaf, Thomasmehl und der Kalisalze mittelst Lichtbildern. Bilder und Vortrag wurden mit Tank und Interesse aufgenommen. •m. Hu »gen, 2. Dez. Aus dem Wege zu seiner Arbeitsstelle aus Grube „Friedrich" wurde heute früh zwischen 5 und 6 Uhr aus der Chaussee Hungen-Inheiden der Arbeiter F. von einem Automobil überfahren und so schwer verletzt, daß er sofort in die Klinik nach Gießen gebracht werden mußte. F ist verheiratet und stammt auS Freienseen. ’* Kleine 9J1 itteil ungen« In dem Eingesandt aus L i ch m der Samstags-Nummer muß es heißen, daß das durch den Ertrag der Zinsen des Ortsbürgernutzeils, falls dieser in Wegfall kommt, sich berechnende Kapital 200 000 Mk. betragen würde, nicht 20000 Mk., wie es infolge eines Druckfehlers hieß. Kreis Büdingen. — Nidda, 1. Dez. Heute feierte der Eisenbahner- Verein Nidda in Krafts Saalbau Großherzogs Geburtstag. >?cr Verein umfaßt die Bahnstrecken von Nidda nach Stockheim, Echzell, Hungen, Freienseen, Schotten und zählt fast 400 Mitglieder. Sie hatten sich mit.ihren Angehörigen so zahlreich ein- gefunden, daß der Saal kaum alle Teilnehmer fassen komtte. (Die eigentliche Feier fand nacknnittags statt. Nach einem Prolog hielt der Vorsitzende, Bahnhofsvorsteher Dörr, die Festrede. Lebende Bilder, Musik- und Gesangsvorträge und zwei flott gespielte Theaterstücke ließen die Zeit recht angenehm verstreichen. Am Abend fand Ball statt. Kreis Friedberg. x Friedberg. 1. Dez. Im Hörsaal der Gewerbeakademie hielt vor zahlreichen Lehrern auS der Umgebung Seminardirektor i. P. Dr. Qu en tel l-G ie ßen gestern einen physikalischen Erperime ntalvortrag. Seine Ausführungen ernteten lebhaften Beifall. In vielen hessischen Schulen haben die von Direktor Dr. CuenteCI und Lehrer Hch. Schmidt hergestellten und vom Schulministerium empfohlenen Experimentierkästen bereits Eingang gefunden. Starkenburg und Rheinhessen. RB. Darmstadt, 1. Dez. Der Verein „Hessisches Lehrerinnen heim hielt gestern nachmittag im Rathaus feine Hauptversammlung ab. Direktor Taub erstattete den Rechenschaftsbericht, der nut 22 187 Mark Einnahme unb 21 483 Mark Donnerstag 4 bis 6 Uhr aMta ÄÄ iqcn ihr-AU-w S'L- :rtre'tcrgcio^— as8eHeu' „gru ^ohnonff* fkee, Nta,‘pk e Prospe. Werk' Gegen die Entscheidung des Bundesrats zum Jesuitengeseh geht die Zentrumspresse sehr erbost und zum Teil bom- dastisch vor. Tabei fließt allerdings reichlich viel uuge- . ivollte Komik ein. So z. B. schreibt die „Germania": ■ „In Deutschland regiert der Evangelische Bund, unter dem Protektorat einer hohen Dame, die als Gattin unb Mutter als I leuchtendes Beispiel dasteht, aber ihren Unterricht über Kakholi- üsmus in Mecklenburg genossen hat und keine Gelegen- I beit hatte, nach ihrer U eher siedel ung in die Rcichshauptstadt ihre 1 ckusfassungen über Katholizismus unb katholisches Wesen zu korrigieren . . . Man bedenke das Satirische der Situation : Umsturz, Anarchismus, Atheismus, Freimaurerei, sie alle dürscn gegen die Religion sprechen, gegen das Christentum, gegen das Fundament, aus dem die Throne stehen. Aber der Herr Gendarm, die Haupt - Dcrfon im Kulturstaate Deutschland, darf dem Jesuiten ein Schloß enlcgen, wenn er für die Religion, für das Christentum, für das - Fundament, auf dem die Throne stehen, sprechen will." Direkt gegen den Reichskanzler geht Herr Erzbcrger Ihor. Nachdem er schon, an anderer Stelle einen parlamcn- Ilyrischen Frontwechsel des Zentrums angekündigt hatte, ■iuirb er in seiner „Märkischen Volkszeitung" noch um einiges Mentlicher. Da heißt es: ,^Jm Bundesrat fällt die ganze Verantwottung dem Reichskanzler zu: er hätte nrit den 17 preußischen Stimmen eine an- berc Entscheidung herbeisühren können. Er Hal es nicht gewollt, tyut — so mag er auch die Folgen tragen. Und diese sind nicht girinaer Natur. Unsere ganze inner politische Lage hat sich seit ! bnn letzten Donnerstag geünbert. Das Zentrum wirb bic parlamentarischen Konseaucnzen auf'ber ganzen Linie ziehen unb ziehen müssen: benrt bie Ehre ber Partei ist engagiert. Man kann sich derartiges einfach nicht bieten lassen, ohne politischen Selbst- ! mord zu begehen. Tas Zentrum hat unb wirb biese Entscheidung ,Jo lange in den Vordergrund aller Politik stellen, bis der Bnndes- ttt der Freiheit und dem Rechte eine Gasse bereiten wird. Weiter (doben wir heute nichts zu sagen: Alles Reden hilft jetzt nichts; k- muß gehandelt werden!" Herr v. Bethmaun wird gut tun, so meint das „Berl. I mH/', dem wir diese Stelle enttrommen haben, Herrn Erz- :Berger in Albanien festzulegen, wenn er in Deutschland ^uhe habeir will. Von Herrir Erzberger hatte es jüngst i geheißen, er fei nach dem Balkan gereist und wolle bei der 1 krneniinng eines Souveräns für j)us Königreich 9llbanien michelfen. . •—ii-i । ..... — Deutsches Reich. Der Kaiser am gestrigen Wontag vormittag im Sonderzug von A>ncmeschingen nach Baden-Baden ab gereist. Zur Verabschiedung waren die Fürstliche Familie und die Spitzen I Zivil- und Militärbehörden auf dem Bahnhof °cr- Menen. In Baden-Baden waren am Bahnhof die Kai Ftit, das Großherzogspaar von Baden, Großherzogin Tie getroffenen Maßnahmen hatten zunächst bic Wirkung, daß ben Metzgern in den größeren Städten größere Mcnaen Vieh nnb Fleisch zu möglichst niederen Preisen zur Verfügung gestellt würben, was fie m den Stand setzte, auch mit dem Fleischpreis im K'leinverkaas entsprechend herabzugehen Tank ber Mitwir fung ber Stabtverwaltnngen bei ber Festsetzung bes Laben fleisch preis es tonnte zudem erreicht werden, daß bie Preis Ermäßigung sich nicht auf bas eingeführtc ober von eingeiührtem Bich stammende Fleisch beschränkte, sondern für Dcken-, Rinb unb Schweinefleisch allgemein eintrat und tcilm-ifc and) für einzelne Fleischwarcn (Schiulen, FleischwurstPlatz griff. Tieft günstige Wirkung auf die Fleischpreife hat bis jetzt angeha'ten. Die weiteren Ausführungen des amtlichen Artikels beschäftigen sich sodann in ausführlicher Weise mit den Einfuhrmöglichkeiten und es wird dabei hervorgeho- ben, daß die Regierung jederzeit den Anträgen im Bundesrat beigetreten ist zwecks Vermehrung der Einfuhr von^Vieh unb Fleisch. Seitens ber Regierung, so heißt es dann weiter, werbe ferner qeprürt werben, ob nicht eine Reform des Flcischhanbcls 'M Sinne einer stärkeren Abstufung nach Flciichsorlcn und eine Vervollkommnung der Preisstandil angezcigl sei. Da die Pich- und Fleischzölle als Schutzzölle notwendig find für unsere deutsche Landwirtschaft, um die inländische Produktion zu schützen und zu heben, und ihre Aufhebung verhängnisvoll sein würde, für die Ernährung unseres Volkes in Friedens- unb Kriegszeiten, jo müsse bic babische Regierung es ab! ebnen, einem Ein - bruch i n unf er Zollsystem das 2Qart zu reden, dagegen werbe sie wie jetzt, so auch fernerhin, stets ba.ür eintretcii, oa^ Zeiten der Teuerung vorübergehende Erleichterungen . Verhütung von Not- und Mi »wänden in wirksamer Weise ge währt werden. Bei der Oefsnung der Grenzen zur Einfuhr von Bich sei nach den Erfahrungen mit der Ma ift unb Klauenseuche in den letzten zwei Jahren bic größte Vorsicht geboten. Was bie Maßnahmen zur Förderung ber heimischen Nieherzeugung betrifft, so sinb von bcsonbcrcr Bedeutung bic föcitrcbungcn zur Verbcsftriuig des Vichabsatzcs. Das Ministerium des Innern hat deshalb zu der von der badischen Land- wirtschastskanimer eingerichteten Organisation der V i e h v > r Wertung außer einem bereits früher gewährten Staatszuschuß neuerdings den Betrag von 6000 Mk. zur Verfügung gestellt. Im Interesse einer vermehrten Vichl-altung hat bie Regierung im Benehm en mit der Landwirtschaftskammer neuerdings wieder aus dem S ch iv a r z w a l d e die früheren Versuche zur Verbesserung der Weiden in verstärktem Maße ausgenommen, die mit Hochdruck fortgesetzt werden sollen. Dein Verband ber Schweine zuchtgenossenschast bes Kreises Freiburg sinb zur An Itcllung von Futterungs unb Mästnngsversuchen mit Futtcrgerste und Fleischmchl Beihilsen in Aussicht gestellt worden. Wie die Negieruna es von jeher als eine Hauptaufgabe auf dem Gebiete der Landwirtschaftspslege betrachtet Hat, die Rindvieh- unb Schweinezucht eifrigst zu fördern und wie cS unter Aufhebung sehr ... . . __ erheblicher staatlicher Mittel gelungen ist, insbesondere unsere ober vcn Mittwoä) badische Viehzucht zu hoher Blüte zu entwickeln, so wird die ölotaL TiiciitriiBC Regierung auch fernerhin bestrebt sein, bic Viehzucht mit allen , abends ;ur Verfügung stehenben Mitteln durch weitere Vervollkommnung •C**’8hbcr'lroiütoinr ber bisherigen bewährten Maßnahmen zu,fördern mit dem Ziele, je "nD$Cr -itoritfli! Nr. 285 Zweites Blatt 162. Jahrgang Erscheint IS-Uch mit Ausnahme des Sonntags. Die „•kfctner F.miNeudlStter" werden dem i ^*^18 ÄZ PS gß X g H ,flnifiqer- Biennal wöchentlich beigelegt, das > L H * 5L, vf 8 „Mreiiblatt für den Kreis Süetzen" zweimal r! A » V § W V V wöchentlich. Tie „Landwirtschaftlichen Seit- — e V ,rlc6einen mona,!id’,roe ai General-Anzeiger für Oberhefsen Aus Stadt und Land. Gießen, 3. Dezember 1912. " Lehrerpersonalien, lieber trogen wurde dem Lehrer Phil. Bayer zu Groß-Rohrheim eine Lchrerstelle an der Gemeindeschule zu Pfeddersheim. ** Evang. Bund. Am Sonntag abend beginnt der hiesige Zweigverein des Bundes seine Wintertätigkeit mit einem g am ii i eit ab en b in Steins Garten. Vor- gcfeljcn ist ein Lichtbildervortrag von Pfarrer Haupt-Grüningen über „Das Evangelium in Kärnten und Talmatien". Da der Redner einige Jahre in der evang. Bewegung in Oesterreich gestanden hat, so darf man aus eine interessante, anschauliche Schilderung der dortigen schwierigen Verhältnisse aus seinem Munde rechnen, zumal das gesprochene Wort durch Bilder unterstützt werden wird. Auch an musikalischen Darbietungen wird es wieder nicht fehlen. (Näheres siehe Inserat.) "Frauenbund der D. K oloni al- Gesellschaft, A b t, Gießen. Die diesjährige Vortragsreihe wird am 12. Dez. durch Hauptmann Leßner-Butzbach eröffnet werden. Jedermann, der Gelegenheit hatte, Herrn LeßnerS Vortragsabend im letzten Winter beizuwohnen, wird bic Aussicht, den hervorragenden Redner wieder zu hören, mit größter Freude begrüßen. Ta das Interesse und Verständnis fit unsere Kolonien in stetem Wachsen begriffen ist, wird das Thema: .Kolon iale Grund- und TageSf rag en" für viele besonders anziehend sein. Dem Vortrag folgt die Vor- ührung einer Reihe sehr schöner farbiger Lichtbilder. " DaS Ergebnis des K olonialfestes am 13. November war sehr erfreulich. Der Frauenbund beabsichtigt, einen größeren Betrag des Reinertrages dem HeimalS- ;auS in KeetmanShovp zu überweisen. ** Tas Konzert der „Schule für höheres Klavier s p i e l" des Fräulein M inna Körner am 2. Tc- zember, in dem diesmal die Schülerinnen ber Unter- und Mittelklassen, unter Mitwirkung einiger der Oberklassen ihr Können zu beweisen hatten, verlief in schönster Weise. Selbst bie Jüngsten vielten aus bem Gebächtnis mit scköner Tonbildung burchweg einwandsfrei, sowohl nach der pianistischen, wie nach der musikalischen Seite. Ein Beweis von gründlicher 9lusbildung nach pädagogischen Leitsätzen. Der zweite Teil des reichen Programms bot eine musikalische, deklamatorische Weihnachtsfeier, an deren wohnek 8 irr Tannftabt nab je 1 i|n Cffenbttd), Mainz und -s; den Weg. aus von Ortenberg sagte man dcrn Haas gute Nacht und bog in tnqs-'.’lbrteinönete (S imf bot Dort nachgeiviesen, daß der Ber- angeblick zur Station zu kommen. Gedenket der hungernden Vögel! Gerahmte Bt Einrahmu Meteorologische Beobachtungen der Station Sieb«. Statt* 1912 nachteilige vorhandenen gistigen 2. Amtlicher Teil RBaä LT To8eMe zur IJ graute bcre" Bleicl enbach neuer ftreintb Geld hat' kurze Zeit umc; vier Ä v'viv?i nahur Hebbel wahr, das- sein Er beredete Wagner, als beide aus Strümpfe Normal . Hautjac Jagdwe Kuns Selters'. Hs prakt. □pfehle alle Arte ferner Stehl Er hat aber soäter Früh', der Morgen mit Haas, d"r nach Beinahe am Ende Höchste Temperatur am Qliebrtqfte „ , Rieberschlag: 2,0 mm. 1. bis 1. „ Ter Großherzogliche Felbbercinigungskornmissär: Schnittspahn, Großh. Krcisamtmsnn. er bei dem letzten Flugversuch ergriffen werden sollte, gab <- aus entern Revolver, den er unter einem roten Tuch oerftem gehalten hatte, einen scharfen Schuß aus Riegel ab, der diese* in den Unterleib traf. Zwei loeitere Schüsse gingen fehl. Nieq. sank schwer verletzt vom Pferde und Ebenper ging Züchtig. Q^* konnte erst am 27. Juli 1912, also ein Jahr später, in tz'ianderi- heim feftgenommen werden. Ter Gendarmeriewachtmeister muß:? sich mehreren Cixrottynen unterziehen und ist heute noch nicht dienstfähig. Der AngeklagÄ? Ebender wurde dem Schwurgericht bum zlwei Gefangenenaufseher stark gefesselt vorgeführt. Er gibt u, auf den Wachtmeister geschossen zu haben, er hätte ihn aber nicht töten, sondern nur abs cken und von der weiteren Perfolgun; abhalten wollen. Dagegen wurde ihm vorgehalten, daß er naiv dem ersten Schuß, der Den Gendarmen vom Pferde warf, nt>6 zwei Schüsse abgegeben habe Der Angeklagte bleibt bei ieiner Aussage. Zu der Derhandlung sind sechs Zeugen geladen, und zwr Sachverständige. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Bechtold die Verteidigung Rechtsanwalt Schwörcr. Obgleich sich das Stadtbild Gteßcns, so hob besonders Regierungs- rot Lang ermann hervor, in den letzten Jahren überaus enradid) zu feinem Vorteil verändert habe, tonne doch immer bezüglich der Instandhaltung roit Gärten und Vorgärten noch manches geschehen, wozu die in vielen Straßen durchgeführte offene Bauweise reichlich Gelegenheit gebe. Manche Vorgärten könnten noch sehr zu ihrem und der Stadt Vorteil mit geringen Mitteln um gestaltet iuti> verschönert werden, wenn nur der Sinn für ihre Schönheit geweckt und der gute Wille vorhanden sei. Der zweite Vorsitzende des Verkehrsvereins, Helm, gab seiner Freude über die Umwandlung in einem „Obst- undGatten- bauoerein" Ausdruck, teilte seine Erfahrungen als Vorsteher des Bureaus des Verkehrsvereins mit und wünschte der neuen Vereinigung tatkräftige Männer, die Kur Erreichung des vorgestechten Zieles die erste Vorbedingung seien. Nachdem die Mitglieder einstimmig der Umwandlung der Ortsgruppe zugestimmt hatten, schritt man zur Bildung des Vorstandes, der folgende Zusammensetzirng ergab: 1. Vorsitzender Stadtv. Simon, 2. Vorsitzender Lehrer Leib, Schriftführer und Rechner Kaufmann Löwer, Beisitzer Tapezier A. Roll, Gärtner Ehr. Pfeiffer, Weißbindermeister I. Ächäfer und Gärtner F. Schmitz. brauch de- veders in der Industrie, 5. B. Autouiobil-Jabrikation, der 'l?oiteicuille-Ivnbrifntion usw., eine derartige Zunahme erfahren hat, daß die Mehrkchlachtnnaen in gar feinem Verhältnis dazu flclien. Es herrscht nitolge dessen eine große Knapobeit der Rod- häute, die auch wegen des ficb immer fieigerubcn Verbrauches h’tr die Zuklmst nicht ^behoben werben kann. Also ist auch m der nächsten .-’.cireiii Linken der L'ebervreiie nid t zu erwarten. Tax dti das alte Spridnvort ELandwerk hat goldenen Boden" tue der Schuhmacherineister feine Gültigkeit mehr hat, ist natürlich. Arbeiten doch unter diesen Umstanden eine ganze Reihe Schuhmacher jetzt tast mit Verlust, und da§ in einer Zeit, die wirtschaftlich schon wesentlich erhöhte Anforderungen stellt In einer Reihe von Städten und Orten sind deshalb die Handwerker an das Publikum mit einer kleinen Erhöhung berangetrelen. Hoffentlich tvird daj einsichtige Publikum, den Umständen Rechnung tragend, diese Preis- erhöhung anerkennen und durch Unterstützung des soliden Hand- werte dem Schuhmacher über diese ernste Zeit Hinweghelten. e <0-0 W p 2 ö c- SZ-S« ”•2 •* G r h ö h u n n der Lederpreise. Man schreibt uni Schon öfters ist in der letzten Zeit aus die geradezu mißliche Laac des Schuhmacherliandwerks hiitgeiriesen ivorben. Durch die fort 'fahrende Hrti/.e teigerung der Rohhäntevretse ist jetzt eine Höh der Ledervreise erreicht, wie sie noch nie eristiert hat. Die Ursachen 1 ieser erbebt üben Steigerung, die bei einzelnen Ledersorten 60 bi: 7t) ’bio cut erreicht bat, sind k>i> ,li t> in einer großen Schuhmacher- Versamn lung tu Jranf'u> t gri-.u-ttid) beleuchtet worden Der Land- Empfehle wsiumen, j hielten nn Wedä Gen Vüchertisch. — S chweiz. Die hübsch ansgestattete, geschmackvoll tduftriertt Broschüre „W intet in der Schweiz" gibt erschöpfende An haltspuukte über die wichtigsten schweizerischen Winterkurorte, deren Zahl sich auf 56 — 60 beläuft, und kann durch die Amtliche Aus kunstsstelle der Schweizerischen Bundesbahnen im Internationalen öffentlichen VerkehrSbnreau, Berlin W 8, Unter den Linden 14, kostenlos bezogen werden. — »L u st i g e Z 0 0 l 0 g i e" (Zoologin comies). DaS ist eine genaue Beschreibung aller in diesem Bucke vorfommenben lebendigen Tiere der Welt mit fast 100 naturgetreuen Abbildungen von W i l beim $h* f ^i- Herausgegeben von Rudolt Will. Verlag von Walther ixiebler, Leipzig. — Die ,2uftige Zoologie* ist unzweifel- hast eins der sonstigsten Bücher, die es gibt. Wie natürlich ist schon das wiffenschastliche Prinziv bet Einteilung der Tiere, nämlich ,n solche, ivelche andere steffen, und in solche, welche von anderer gefrefien werden, wie Lotveu und gebackene Hühner! Und ivie unübertrefflich sind die eingeftreuten zoologischen Rkerkverse, z. B. der Zweizeiler: „Die Reinlichkeit erhält die Zähne, Ein scheußlich Tier ist die Späne*. Unsagbar komisch sind auch die Bilder: man kann noch immer nichts Besseres lagen, als lauter echte Busch, unwiderstehlich unb trefflich. Daß Deutschlands größter Humorist, Wilhelm Busch, die Terte zu dieser »Lustigen Zoologie* vervollständigt unb bie Zeich- nuiigen dazu gemacht hat, haben bte beüen Buschkennet ntchi gewußt. empfiehlt in gro ROBI Neustadt 21, == RA vom 22. November L I. Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen hiergegen sind bei Meldung des Ausschluistr innerhalb vbenängegebener Ofsenlegungssrift bei Großh. Bürger meifteret Heuchelheim schriftlich einjurcicben und zu begründen - Friedberg, den 24. November 1912. Landwirtschaft. Gießen, 2. Dez. Die Ortsgrnpp e Gießen des O b er he s si s ch e n Obstbau Vereins hielt am Samstag im Casö Ebel eine Hauptversammlung ab, in der der stellv. Vorsitzende, Lehrer Leib, einleitend des am 16. September b. Z. verstorbenen seitherigen 1. Vorsitzenden, des Freiherrn Röder von Diersburg, Major a. D., gebart, tv. Sodarni hielt Dr. Hoffmann aus Friedberg eilten Vortrag über den Garten hoben, seine Zusammen - setzung, seine Beartz.il> ng und Verbesserung. Der Vortragende verbreitete sich zuerst übe-.- die verschiedenen Arten von Garten vöden je nach ihrer Entstehung und bezeichnete sie als 1. gc^ wachsene Böden, 2. Schtreinntboden und 3. Humusböden, woran er die Mahnung inüi’de, daß sich jeder, der einen Acker od.w machtet sich bi' Angcklag'c itrftcE wollte, ' ' pj gro,S( J^Pb.165 c° Eiii als 12. Mitglied wurde für Gießen Frl. Luise Flick gewählt. Darmftadt, l. Dez. Ter Hessische Städte- beamtenvcrband hielt heute unter dem Vorsitz von Dr. G a r t h - Darmstadt eine Hauptversammlung ab, die aus allen Teilen des Landes gut besucht war. Die Versammlung faßt zur Stärkung ihrer Organisation einen weiteren Ausbau ihres 23er- Inndsorganes, der Helf. Beamtenzeitung, ins Auge und trat einstimmig dem kürzlich gebildeten Kartell hessischer Be - amtenoereine bei. Ferner wurde die Schaffung einer Krankenkasse für die Verbandsmitglieder und deren Angehörig? im Anschluß an die Krankenkasse des Zenttalverbandes der Gemeindebeamten Preußens beschlossen, sowie die Einrichtung von Fortbildungskursen und Bereitstellung von Mitteln zum Besuch von loldjen in Aussicht genommen. Wegen der am 1. Januar in Kraft tretenben A n g e st e l l t en v er s iche - rung wurde ein engerer Ausschuß gebildet, der die vorbereitenden Schritte zur Wahrung der Interessen der hiervon betroffenen Beamten und Angestellten unternehmen soll. Hessen-Nassau. [] ft ra n f en berg, 1. Dez. Der Erlös ans verkauftem Gemein deo bst stellt sich in diesem Jahre auf 12 613,40 Mk. gegen 12 098,55 Mk. im Jahre 1911. Am meisten erzielte diesmal die Stadt Gemünden, nämlich 1180,50 Mk. gegen 1319,80 Mk. im Vorjahr. Die Stadt ftranfenberg erzielte in diesem Jahr ans dem Genteindeobst nur 893.40 Mk. gegen 1934,15 Mk. in 1911. — Kassel, 2. Dez. Die von der Stadt Kassel int September n. I. geplante Feier des tausendjährigen Bestehens md seiner Barschaft in Höhe von 5,17 Mark beraubt zu haben. Sie entfckmldigen die Tai mit starker Trunkenheit. Tie Angeklagten hatten ihr Ovfer, einen schwächlichen, beschränkten jungen Mairn, gegen Abend auf bent Markt getroffen unb hatten sie.' ihm nngefmnibct. Sie besuch en die Nacht bin- durch mehrere Win schaden, wobei Haas veranlaßt wurde, mehrere Runden Bier zu bezalleri. Innen ai-ci 1 waren, sich des Geldes zu eine Neben straf' ein, nm Dezember — -4- 8,1 ’ C. , - — 0,6*0. An den interessanten, an praktischen Winken io reichen Vor- trag, sch!o» sich eine leobafte Besprechung au, tu der Erfahrungen ber Gartenfreunde mitgtteilt und Fragen beantwortet wurden. Ter ztveite Gegenstand der Tagesordminq betraf die Umwandlung der Ortsgruppe in einen mehr selbständige,t „Obft unb Gartenbau Verei n". Dr. Hoffm a n n und Regierungsrat tanger man n l den bie Gtttndc für die beabsichtigte Um« nwndlnng bar, als ,>eren wickstichte die Belebung ber Verein-i. tetigfint durch Zufülmug neuer- Mitglieder uttd das Wirken iv:- Verein.- n,'. Id .'i'> r'mg nnferer Stadt bezeichnet wurde bemächtigen, tvas er aber anfänglich abkhüe doch nachgegeben. Kurz vor 5 ll[.v in ber ülärtte. Gießen, 3. Dez. D, a rkt beri cht. ^'uf heutigem Wocken- marfte lofiete: Butter das Pstmd 1,20—ILO Mk^ Hülmereier 1 Stück 10—^11 Vtg., 2 Stück 00 Pfg., Enteneier 1 Stück 0—0 Psg., Gänseciek 1 St. 00 Pf., Käse das Stück 6—8 1 sg., Käsematte 2 Stuck 5—6 tik, Tauben vr Br. 0,80—1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Ml, Halmen vr. Stück 0,80—1,80 Mk., Enten vr. St. 2,00—3,00 ML, Gänse das Psb. 70—80 Psg., Ocksensieisch pr. Pfd. 92—100 Pfq. Rindfleisch pr. Pstmd 90—94 Psg., Knbsieisch 80 Psg^ Schweinefleisch pr. Pstmd 90—110 Psg., Kalbfleisch vr. Psb. 92—96 Psg., Hammelfleisch vr. Md. 70—90 Psg., Kartoffeln pr. luO Kg. 4^ bis 5.00 Alk., Weißkraut das Stück 5 bis 10 Pfg^ Zwiebeln M Ztr. 4,00—5,00 Alk., Alilch das Liter 22 Psg^ Rüffe MO Stück 50—60 Psg^ per Ztr. 0—00 Dlk^ Birnen das Pfund 10 M 15 Mg., Aepfel der Zentner 9 bis 15 Mk. Marktzeit von 8 bll 2 Uhr. Garten zu laufen beabsick igc, über bte Üntergruudverhältmsse desselben orienti.rm möge, bie für bas Gedeihen ber Garten- gewacl s? imd inübviirber: der Obstbäume von der allergrößten Wichtigkeit seien. Zu rc.i u icrcn Lagen ber Gießener Gemarkung habe man es fait au., (lies'ich mit Sch-vemmbobett zu nm, ber von ber Lahn abgesch.t sei unb deshalb alle notwendigen Bestandteile enthalte, kräftig und meist tiefgründig sei. In den höheren Lagen komme dagegen auch geringerer Boden mit schlechtem Unter- gründ vor. Zur Verbesserung schlechter Gartenböden empsieblt ber Vortragende vor allem bie Verwenbung von Kalk tu ber ausgiebigsten Weise. Tenn ber Kalk uerlyinbere bie Säure- bilbung im Beben ober er binbe vorhanbene Säure, er hebe bie ""irlung her in verschiedenen künstlichen Düngemitteln gistigen Stoffe wie Chlor und Schwefel- tziure auf, indem er jie ebenfalls binde, er fördere das für Öen Pslatt',emrticke so unumgänglich iwtweudige Bakierieitleben im Boden unb biene cnblid bireft als A ihrstoff für bie Pflanzen. Ob der Boden kalkarm fei, also Kalkdüngung nötig habe, lasse sich mit Hilfe von Salzsäure sehr leicht feftftcHcit. B^.iiglick ber Bearbeitung bcs Gartenbodens tnüsse immer micber barauf dinge,vicsen werden, daß mau sich hterzu vor ollen, zweckernsprechender Gartcngeräte, namentlich eines langen, kräftigen Spatens zu bebtennt habe, wenn die Arbeit im Garten von Erfolg begteittt sein solle. Zur Verbesserung des Bodens reiche die Anwendung von Kalk unb künstlichen Dünge- mittcln allein nicht aus, es müsse auch dem Boden die nötige Menge von Humus gegeben lucrben. Tas erreiche man durch Zuführung von Stallmist. Ta dieser jedockt in den Städten seltener und FoftniciiTer werde, so müsse man sich nach einem Ersatz ttmsctzcn. Tiefen h.tbc man in vollem Maße in dem Torf, der als Torfmull in Ballett in den Handel gebracht und auch in Gießen sckon vielfach mit gutem Erfolg angewandt werde. Aibeits- und üyetakfirbe, b< reizende Weiden, ui (leider-, Haar-, Za liilmi lies in schönster 1 HO Korbnomm Beste Bei inkf. Str. 19 itoinflhraui I r" uchtansi: Machet— Nachdem sie 15 Minuten gewartet l-atten. liefen bie Angeklagten hinter Haas her, ber, als, er Sch ritte hörte, wartete, weil er glaubte, Gesellickast ?ti beiommen. Hevbe, ber zuerst zur Steife war, packle nun das Opser von hinten am Kopf, hielt ihm Atigen und Mund zu unb rief bem herankomm enden Genoffen Wagner ?u: „N i nt m das Geld, er hats im rechten Hosen- sack!" Ohne sich zu wehren, ließ Haas sich leine Barschaft nehmen, doch als die beiden Spietzgesellen das Weite gesucht Latten, ging er nach Ortenberg zurück unb erhob Anzeige. Da man die beiden mit bem Opfer auf bem Markt zusammen beobachtet hatte, tonnte ihnen bie Tat sofort auf bett Kops zugesagl werden Der Leumund des Wagner war nicket schlecht. .Hebbel hat früh seine Mutter verloren, sein Vater, mit dem er zusammen lebt, gilt als Trinker und hat sich um die Erziehung des jungen Menschen wenig gekümmert. Oberstaatsmrwalt .H 0 f m a n n plädierte gegen beide Angeklagte auf gemeinsam begangenen Straßenraub. Der Tatbestand ergebe den denkbar beften Schulfall eines Raubes. Bei der Jugend aber und bei ber Geringfügigkeit bed verletzten Rechtsguts, bei ber Uübestraitheit bes Angeklagten Hebbel, währenb bei Wagner ber 11 mftanb mitsvreck-e, bar er nur Berführt worden fei, empfehl? es sich, den Angeklagten mildernde Umstände zuzusprechen: auch sei zu berücksichtigen, baß beide angetrunken gewesen seien. Der Verteidiger des Wagner, Rechtsanwalt Naab, erörterte alle Punkte, welche gegen einen Raub sprechen. Von keinem der Angeklagten sei Gewalt angewendet worden. Haas habe sich das Geld ruhig nbnch’.nen lassen. Ter Verteidiger des Hebbel, Tr. Leop. Katz, ist der Ansicht, daß sich Tein Mensch aus dem Volke unter einem Raub eine Tat vorstellt, wie die vorliegende. Was die jungen Leute getan hätten, sei ein Buben- und Sausstreich, den man immöglich so hart ansehen dürfe. Nach ber Beratung verkündete der Obmann ber Geschworenen ben Wastrspriich, ber beibe Angeklagte für nicht schulbig bes Raubes, aber für schulbig bes gemeinsam begangenen Diebstahls erklärt. Oberstaatsanwalt Hofmann beantragt gegen jeben ber Angeklagten ein Fahr Gefängnis. Die Verteidiger plädieren hlr weit niedrigere Strafen. Das Urteil lautete auf je 9 Monate Gefängnis, wovon ein Monat als durch die Untersuchungshaft verbüßt in Abrechnung kommt. Tie Angeklagten nahmen das Urteil sofort an. Der Vorsitzende entließ die Geschworenen mit einem Dank. Der Zigeuner Lrnft Ebender wegen Mordversuch; vor dein Schwurgericht. Mainz, 3. Dez. Der 23jährige Korbmacher Ernst Ebender aus Michelnau (Kreis Büdingen 1, vorbestraft, zurzeit in Fulda wegen Mordes in Untersuckimgshast, hatte am 22. Juli 1912 ht der Gemarkung Ebersheim den Entschluß gefaßt, den Gendarmette-Wachstmeister Niegel von Mainz vorsätzlich zu töten. Die Familie Ebender ist eine gefährliche Gesellschaft. Ter Vater des Angeklagten wurde int Jahre 1905 gelegentlich eines Nam Handels, an dem nur Fam ilienangehöttge beteiligt waren, tödlich verletzt. Der Bruder Friedrich des Angeklagten würbe im Jahre 1909 in Hanau wegen Ermordung eines Gendarmen zum Tobe verurteilt und hingettchtet, sein zweiter Bruder Heinrich wurde von einem Förster in der Nähe von Frankenberg an^ Notwehr erschossen. Ter Angeklagte ist außer dem Morbversuch an bem Genbarmeriemachtmeiner Niegel am Morde eines Forsters bei Hanau mit einem anderen Bruder beteiligt. Dieser Bruder konnte bisher nock nicht seftgenommen werden. Ter Genbarmerrewackttmeifter Niegel nahm am 22. Juli 1911 bei Hecktslwim mehrere Zigeunerweiber fest inib brachte sie in .Heckwsheim in Polizeigewalrrsani. Darnach folgte er den Männern und trat alsbalb ben Angeklagten unb belfen angeblichen Schwiegervater, ber fick als Valentin Maier auswies. Megel erklärte ben beiben Zigeunern die Festnahme unb forderte sie aus, ihm nach Heckstshelm zu folgen. Untenvegs mackste Efender allerlei Ausfliickte und versuchte auch mehrfach, burefoubrennen. Ms '44,5 26 4,9 89 8 2 10 .46,9 2 5 5,0 92 SSE 2 10 -53,2 0,8 4,7 96 N 5 10 Schneefall Unser Weihnadifsverkauf hat begonnen Sebr. Umheuser Markt 9-10 Markt 9-10 FT? M Schuhcreme Pilo empfiehlt 7235 pilo irt überall zu haben! M ■ )X\"e AeO 07, Neuheit: Astra-Jllusion Wundervolles starkes Modeparfum^ ----! L I " I Toiletten und Strassen-Kleidern 4 Frieda Gerstenhauer, WiHjelmstr. 8 Srll- r 10 2 2 10 il. Julius Schulze Rabattmarken des Rabattsparvereins 7 ^aekäZutaf oblen; ioivie den Svenen Hanan, Wclnhauicn, Sdjlüdilcrn, Ru(ba, HcrSield, dtegetr bain, Kirchhain und Marburg, rckweine aus- den .'treuen Wetzlar und Biedentovt. . lieber jedes auc- Preutzen ausgetriebene Tier mun ein nicht mcbi als 3 Tage altes Ursprungszeugnis beim Austrieb vorgelegt werden. . . Beim Abtrieb bieier Tiere mut? glaubhatt nachgewieien werden, ob und in welche hessischen Gemeinden sie verbracht werden sollen. Die nach Henen verbrachten, aus Preunen ttammenden Tiere müssen am Beüimmungsort guarantänieren. (8'/,. Aus der Stiftung der Kinder und Erben des Kommerzienrats Eeorg Karl Eail und sür das 3abr 11)13 die Zinsen an 4 bedürstigc in Eienen wohnende Familien oder alleinstehende Personen in Waben von je 300- Mk. zu vergeben. Meldungett nimmt das üädtnche Armenamt,Asterweg0, bis zum LV. Dezember LVIL entgegen. Als prakt. Weihnachtsgeschenke empfehle alle Arten Holzwaren für Küche und Haus ferner Nt^hleitcrn, Bügelbretter usw. UaoshallüDgs-, Näh-, Papier-, Reise-, Wasch- und Marklkörbe Arbeite- und Notenständer — Wäschepuffs frpalrnkörbc. bemalt und zum Seihst bemalen reizende Auswahl. MarkttaHchen 17774 Weiden und Peddigrohrmöbel Kleider-, Haar-, Zahn- u. Haushaltungsbürsten u. Besen Spielweo ii. Pappn, CMaoKtM AHes in schönster und grösster Auswahl (allein zirka 400 Korbnummern) und zu billigsten Preisen. Beste Bezugsquelle für Vereine Frankf. Str. 19 M Kaiser-Allee 10 »■ B*hn0b»rqan0 1 LudwlB»platx sraatl.gevr. u.begutacht. “ ”3.b.um4(ryi.u.St.l.l0b. J. H. Fuhr, Lonnem'tr.B. B 1 + 8,1 ■’ »jeinbcv =• __ o'g'c, Bekannlmachang. Der Voranschlag der Gemeinde Albach für das Rj. 1913 liegt vom 6. d. Mts. ab eine Woche auf dem Amtszimmer der Bürgermeisterei offen. Die Beteiligten können den Voranschlag innerhalb dieser Frist' einsehen und bei dem Bürgermeister schriftlich oder zu Protokoll Einwendungen gegen den Inhalt vorbringen. Bemerkt wird, daß die Erhebung einer Umlage beschlossen wurde, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. Albach, den 2. Dezember 1912. Großh. Bürgermeisterei Albach. ___________ Balser._____________7848 Bekanntmachung Der Voranschlag der Gemeinde Muschenheim für 1913 Rj. liegt vom 6. d. M. auf unserem Geschäftszimmer zur Einsicht der Beteiligten und Entgegennahme von Einwendungen offen. Zu den vorgesehenen Umlagen haben auch die Ausmärker beizutragen. Muschenheim, 2. Dezember 1912. Großh. Bürgermeisterei Muschenheim Becker. ? M Sl" i QttT- i *ib Otte ■< »ItQl, Nl bei ig ^ben. und | ?litf beiitiqem 30 IW» Vübnereitt 1:: ■ -lücl0-0 Plq., A'E iematti 23tü(f M W r vr £L 1,00—l,b0.« vr. i-lb. 92-100-! »80 ^{b 92—96 1* AW Rohes :: Konfektion Linien daS PIund v ■ x Marlheü von 8 , Empfehle mich im Anfertigen von Kostümen, feinen Gesellschafts- M Sschl Neustadt Teleph. 165 grosser Auswahl empfiehlt <3 Praktische Heilen »7. Vertretung und Lager i ur 0 ueruessen: JeanVieweg, Bad-Nauheim, Tel. 220. in eleganter Auswahl. D»/ EnmnxDxoni H Mei« ?«pp«i-£ager | bietet größte Auswahl in Li X gekleideten u. mit 30 Pfg. Zuschlag erhoben. D*% Billige Nahrungsmittel Neue Linien Erbsen Achtung;! Achtung! Heute 2 Waggon Apfelsinen u. Zitronen eingetroffen. 2üfcc dünnschalige und sasngc Ware. Billige Preise. .Venen Bäue 17. (76031 Fernspr. 568. A ■ garnituren u. Küchenmöbel - la. Arbeit. Wasch - Service Trinkgläser in einf. Glas u. hochfein. Kristall jeder Preislage. Dessertteller u.-Schalen in neuesten Schliffmustern. 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