ö3» W 2 S ar -»e « o>- hS-qisP ?! to??, 2 ; SSw n? "52KB! i ia1 s^Jr • a.'»'-'r 1- Samstag, 5. August 1912 Erstes Blatt 162. Jahrgang r. 181 <1 teilen machen. er mganliegenden Hülle au-5 braunrot bemaüem groben fiiupien; des Teufels rechtes Bern lauit tn^etntn i ehernen tluinpigen Pferdcfujj aus fein langer Schwei, .'tibet in einem Äüjchc, aus gelbem Papier, da- braun ge I idjmintte Gejicht ist m-t derben jchwarzen-ir.chen zu e.ner fein und K yo 3 K Mit jud)cnbe & c zrimmigen tvrayc gemacht worden, und au- den struppigen Kopfhaar ragen ein paar trastige Bockshorner hervor Es ift ganz der „Leibhaftige", rote ihn die Kirche de- frühen Mittelalters dem gläubigen Bolte als ^chreckfigur htu- follte — t^^m machte man eine Staatsaktion daraus? sehe«, da» ihre militärischen Gegner, die hinter der Regie, lud) wer mit dem badisck)en Minister v. Bodman nicht ein- rung stehen uird ftc vorwart^rangen^rber^etrachtltch^ London, 2. Ang In der Haupiaussprache des Unterhauses über das Etatgesetz behandelte cir Edward Greh rerschiedene Fragen der auswärtigen Politil. Uebcr diepersische Angelegenheit bemerkte er, das eigcnt- lidje Problem der Gegenwart feien die inneren Unruhen.. Er nehme nicht an, daß sich gegenwärtig eine Finanzgruppe finden lasse, die der persischen Regierung Geld leche ohne englische oder russische, oder englisch-russische Garantie. Erne große Anleihe zu garantieren, würde einer von den Schritten jein, für die er stets in Persien und anderswo die Verant- wortung abzmvälzen (id) bemühte. Was England in Bo tracht ziehe, fei ein weiterer Vorschuß von 200 000 Pfund, 100000 von England und 100000 von Rußland. Er könne nicht genau sagen, welche Bedingungen Rußland bei D~“ Gewährung eines Vorschusses Persten auferlegen würde, ftc würden aber feines Wissens für die persische Regierung nicht lästig fein. Soweit England in Betracht käme, wurden bie au|erlegten Bedingungen die fein, daß das Geld zur Förderung der Bildung einer persischen Gendarmerie ober für anbere Mittel zur Wieder her st ellung der Sicherheit im Süden verwandt werde. Er könne nur hoffen, daß, wenn der Vorsdmß gezahlt wäre, Die Besserung in den Verhältnissen von Persien sich so gestalten möchte, daß bie Ausstcht auf eine große Anleihe näher rücke als bies gegenwärtig ber Fall sei. Grey nahm Bezug auf den Vorschlag Roel Buxton-, daß bie ägäischen Inseln, ba sie ber Kontrolle bet Türkei nunmehr entzogen seien, in eine Art Födera- $ir Edward Grey über die persische und die türlische Zrage. Möcht haben ein alte Werb, Die jungen send mir zu begehrlich ..." ber Arten, die als Krauter zu einem Zaubertrank Hexe am Kreuzweg im Walde austaucht — der Wald wird nur genannt, Dekorationen gibt es nicht —i wird der Teufel bald einig. Sie will mit ihm die Ehe eingehcn, etabliert aber auch sofort die Herrschaft des Pantoffels, schickt den Gatten zur Herbeiholung von Schätzen aus und verprügelt ihn dann gründlich, um ihn zu weiteren Taten zu treiben. Voll Angst macht sich der Teufel davon und begegnet dem Arzt, mit dem er einen Pakt zu gemeinsamer Ausraubung reick-er Leute schließt. Ter Teufel kriecht in die Seele des Juden Efau, dessen Freund Moses den Doktor zur Hilfe ruft. Ter Quacksalber erhält reiche Belohnung und dann wird das gleiche Geschäst nodj einmal mit dem andern Juden gemacht Tie Verzauberung des Besessenen wird ebenso einfach wie anschaulich ba* durch versinnbildlicht, daß der Teufel vom Wandlock) Hel zwischen den gespreizten '-deinen de- davorstehenden Inden yindurchknecht. Schließlich ersck-eint das alte Weib noch einmal, um sich ihrem Teufelsgemahl abermals von ungünstigster Sette zu zeigen, was diesen veranlaßt, reuevoll m die Hölle zurückzutehren, nicht ohne in einer moralischen Ansprache vorher nod) zu erklären, daß er mit seiner Verächtlichmachung des Weibes nicht die ehrbaren Frauen habe tränten, soiideru nur die bösen habe kennzeichnen wollen. Mit höflicher Tantesverbeugung für die gefdjenite Aufmerksamkeit verschwinde^ der Teufel, der vor der Schluß, ansprache die Kopfhaut mit den Hörnern zurückstreift, fo daß die liebe Menge in ihm den harmlosen Direktor ber Schauspielertruppe erkennt und nicht etwa glaubt, baß sie mit Dem wirklichen Teufel in Berührung tarn . . . Hans Bege., • — Die Wiederherstellung von Schillers erster B e g r ä h n i s stä 11 e auf dem allen Zakobskirchhofc in W e i m a r ift Weimarer Meldungen zmolge nunmehr gciidjerl. Rach einem Entwürfe des Siadtbaumcmers X'cbnnann wird sich das sog. alte Kaüengcroölbe über dem ersten Grabe Schillers in historischen Form gleich einem kleinen Mausoleum wieder erheben und in zwei metallenen Särgen, Abgesehen von Schuler- Schädel, alle, von Professor Dr. v. Froriep bei seinen Ausgrabungen zutage geförderten Geoemx aufnehmen Hierdurch wird der historisch inietenänic noch vorhandene Rest des Zakobskirchhofes, der u. a. noch Die Gräber von Lukas Eranach und Ehriuiane o. C$oett)t enthält, einen neuen Anziehungspunkt erhalten. Die Kosten sind von privater Seite zur Verfügung gestellt worden. — Werke von Tizian und Rubens zum Ver* kau f. Zn Kopenhagen erregen gegenwärtig zwei hervorragende 5s ü r,5 d stellte. Fast noch sckjeußlicher sieht die erste Liebhaberin, das mit einem kräftigen Höcker ausgestattete „alte Weib" aus. Es wird von Herrn V. Franz verkörpert. Wetter verzeichnet Der Zettel noch die Personen: Moses der Iud, Esau der Iud, ber Arzt und die vier Gespielinnen, die als die Jnlsaber ber kleinsten Rollen zugleich bie Ausgabe haben, die Herrichtung niib das Abschlagen ber Bühne und sonst etwa nötige Hilfsarbeit zu vollziehen. Alle Kostüme sind von gleich berber, auf größte Fernwirkung berechneter Art mit möglichst wohlfeilen Mitteln hergerichtet. Am besten ieht nock) der Prologsprecher, ein Jüngling mit unglaublich langen spindeldürren Beinen in Minncsängertracht^aus, und fast vornehm nimmt sich der auf schlankem Fuchs thronende Vorreiter in rotem Wams und roter Schellenkappe aus. '.Kun crfdjallt der Ruf: Alles fertig? bann los! Tret oder vier Pfeifer und ein Trommler schließen fick) dem Borreiter au und verüben eine martervoll rührende Marschmusik, schwerfällig fdjmantt der Planwagen, der in sein geheimnisvolles Innere die Zahrmarkttomödiaitteu aus- genommen hat, einher, umbrangt vom Herbeistromenden Volk. Beim Tlstater-Eafö am Parkrande ist ein kleiner Platz von -Lrbnungsmännern frei gehalten, dorthin bewegt sich auf kleinen Umwegen der romantifdyc Zug, und gleich daraus beginnt das Spiel, zu dem es keiner langen Verberei- iihreii. Was dieser Tage in der bancrndie» Kammer ber Reichs - rätc sich begeben hat, als Graf Törring ia der Angelegenheit des Jefuitenerlasses mit Recht an die Reichsregierung appellierte, mußte Prinz Georg von Bayerii, Der älteste, 32|äbrigc Sohn des Prinzen Leopold und der Erzherzogin Gisela von Sester- reich, rief empljatifd) aus, er denke von ber gefdiidjtlidien Selbftänbigfeit Bayt i viel y.i fpd), als daß er es für nötig halte, die Reidjsleiwng um Schutz anzugehen In das gleiche Horn bliesen nock) einige andere Reichsräte. Wir halten diese Redensarten nicht gerade fur reichsgefähr- ich, es muß aber dem Prinzen und ieinem Anhang bod> gc- agt werden, daß partilnlariftische Bekenntnisse hier sdjlecht angebracht waren. Gras Törrtng hatte die Rcichsregierung auf eine felbstverftänblich hingennesen Bayern hat einen Teil feiner Selbständigkeit, wie jeder andere deutsche Bundesstaat, aufgegeben; cs hat bie Reichsgesetze zu respektieren! Und die Reickisregierung hat Darüber zu wachen, baß das geschieht. Zu nichts anderem hatte Graf Törring Herrn v. Bethmann Hollweg angerufen. Es mußte um die Rechtfertigiiug des bayerischen Regierungsstandpuukle- in der Zesuitenfrage schwach bestellt sein, wenn die Zen- trumsherren ihre Ziislncht zu so unüberlegten partikula- rislischen Brusttönen nahmen. Z>i unserem Erstaunen lesen wir aber dazu nod) in den „Munch. Reuest. Rachr.", daß Die bayerische Zentriuusp resse den Anschein zu enveckeu sucht, als verfolge Preußen in der Praxis dieselben Tendenzen wie sie in Bayern durch den bekannten Jesuiten- erlaß gesetzlich fixiert werden follten. In Preußen getraue sich Die Regierung nur darum nicht, die Praxis in geltendes Recht zu überführen, weil sie den furor pro- testanticus fürchte. Mit andern Worten: im Grunde sei der Berliner iHcgurung die Auffassung des Kabinetts Hert- ling genehm. Wir nehmen ohne weiteres an, daß bad eite Dunst der Zeutrumspresse ist, aber ein Blatt roie bie „Münch. Reuest. Rachr " tonftatiert bereits Verbitterung und will biefeu 'Rebel von Iutrigueu, Zweibeutigkeiten unb Halbwahrheiteu weggesegt sehen. Die Befürchtung, nach ben letzten Wahlen, mit Der steigenden sozialdemokratischen Flut, wolle die Regierung dem ZeutrumskurS bie Wege ebnen, ist ja leiber and) nicht so ganz ungerechtfertigt. sc -K- a* d SxÄ PO 5 'M 5 verstauben ist — bieser hat es übrigens längst widerlegt, etwa mit der Sozialdemokratie liebäugeln zu wollen —, Der müßte ein in vertrautem Kreise gefallenes abfälliges Kaiserwort ängftlid) geheim hatten Denn ber Kaiser kann in Baben weder eine politische Richtschnur angeben, nock, einen Ministersessel in Scherben schlagen Wenn gestern bedeutungsvoll gemeldet wurde, Herr v. Bodman habe einen mehrwöchigen Urlaub augetreten, so ist dockt kaum c.uzu- uehtnen, daß er nach einer sommerlichen Erfrischung nicht wieder in sein Amt ,urückkeltren würde. Herr v. Bodman oder sein großherzoglicher Herr loerbeu schwerlich Lust haben, der parttkularistischen Nörgelei neuen Stoss 311511- 61 - = Mr pV 'V. Anhang und nicht \\v untcrfdui en De fügen. So legen sich Die Leute des Komitees, um im Jitter - effe des Reiches einen Bürgerkrieg ,u vermeiden, eine anerkennenswerte Zurückltattung auf Die Tendenz des Kabinetts und seiner Hinterleute geht darauf hinaus, die Regierung von dem ktarknäckigen Einfluß des tnngturkisch.n Komitees freizumachen und ihre freie Entschlußkraft wieder- l er zustellen. Tie ausßandischeil Albaner, die seit langer Zett um die Geivährung berechtigter nationaler Zügen indnifse Vergeblid) kämpfen, wünschen glcidtfall? die Auflösung Der Kammer. Es ift nun sehr klug von Achmed Mnkhtai, daß er in der qegeiimärtigeu Lage nicht schlankweg Die Kammer aufgelöst hat, denn durch die jetzt beginueiibcn Verhanblnngeu im Ausschuß kann bie Möglichkeit gewinnen, daß eine Verstänbigung an gebahnt wird, durck, bie ber Türkei besser gedient ivirö als burdt tauerube innere Zerwürfnisse Mit den Albanern sind Verhandlungen begonnen loorbeit, die Der rricgc£i|dten Erhebung wal rscheiulickj ein Ende machen werden, bi r Sultan erhält bie gewünschten verfanungsrechtlicheu Befugnisse, und wenn fiel) bann bie heutigen letzten Meldungen über eingeleitete Friebensverhandlungen bewahrheiten, so wird eine neue Kammer bie im Interesse des Landes erforderlichen Maßnahmen nicht mehr hemmen oder diirchkreuzen. Tas Gerede von den letzten Zuckungen des kranken Mannes ist -verfrüht. Wo aus allen Seiten fo viel Energie und Umficht iid) offenbart, wird sich schließlich auch ein gemein amer Weg für Die Vaterlandsliebenden finden - -c mit Italien unter Mithilfe der beteiligten :'Räck barenbe Friedensformel wird frei lick) erhebliche Sd-wierig- tungen bedarf. . , _ . Der Minnesänger springt auf die kaum 4 Quadratmeter große Plattform, die von den Gespielen de- „alt Weib" im -tücke schnell niedergelassen und mit Stützen und zwei Treppen rechts und links versehen worden ist. Zur Manoo- line singt mit etwas dünner Stimme der Sänger die mit Rudibumvallera uiid Zudihopsasa verbrämte erläuternde Einsüyruiig zum Schauspiel, cv ist, w.e alle- in dem otüd, von drastischer Kürze. Gleich darauf kriecht durch ein viereckiges mit Lampen verhängtes Lock) in der Wagenwand der Teufel, der sich dem Volke mit bündiger Rede oorftellt Erscheinen auf der Erde begrünDet: ,,3d) bin bet Teufel Beelzebub, Ruhr in ber Höll mag ich mehr bleiben, tiül ich auch einmal Ehmann werben, 2rum nahm ich an eins Manns Gestalt, spruch" gewibmet hat. So hat Dkünchen einen guten Anlaß zu dem Versuche, das Verständnis für die volkstümlichen dramatstchen Werke % des Hans Sachs durck) eine Veranstaltung wieder zu er- Imeden, Die zugleich ein fesselndes Bild von der Art gibt, niie wohl zu Hans Sachsens Zeit denen schwanke durch fahrende Komödianten zur Darstellung gebracht jem mögen 'teilte geringere Truppe, als bie bes M uuchene r K un|t» "ertheat?rs, bie sonst nur vor einer hohe Eintrittspreise zahlenben Zuhörerschaft zu fpieleu pflegt, hat sick) dazu Herbeigelaffen, aus bem Ausstellungsplatze, als fahrend S3olt kostümiert, jedem Besucher ber Gewerbelchau frei zu- Qänglid'c Vorstellungen ber Hans Sachs-Schwankenzu geben. Ten Anfang machte man mit bem von L, "0 ^al ken- berg unter behutsamer Schonung beS «ack)Sichen Cngi- naly bearbeiteten Fastnachtsspiel: „D e r -l e u | c l nahm ein altes Weib zur Eh'". Der Thespiskarren Der Ausstellungskomöbianten ist em bem planüherzogenen ärmlichen Restewagen manbernber Schmieren nachgebildeter Einspänner, dessen Znneres als Ankleideraum und Requisitenmagazin DicnL An der Langs- lvand ist ein Podium angebracht, da- wahrend Der_ (.rahrt bochgekiappt werden hum. Tie Hauptperion de- Ltncke-, ber Teufel, von Herrn Emil Lind dargesteltt, steckt in einer •----!--------------- fjans $adi$=Spidc im Münchener Aurftellungrpark. I Aus München wird uns gefchrieben: München war cs, wo Han- Sachfens Drang zum dichterifck)en Ausdruck sich zum ersten Male in die Tat umfetzte. Heimweh und ^.'iebessehnsucht, die Hauptmotive aller lyrifck)en Ergüsse, seit die Welt steht, hoben auch Hans Sack)s die erste Anregung qegeben. Die „fürstlich flat München" mar es, in der ,ein erster Liebesfrühling blühte und ber er später als gereifter Mann in banlbarcr Erinnerung einen wohlgemeinten ,,^ob- ß fchen Röten. Trotz bes imposanten Sängerbunbesiages in Nürnberg, mit seiner nationalen Tendenz und seinem alle iiämmc einenden Bande. Zwar find es nur MißNänge, und das Reich wird keine ernsthafte Gefahr dabei laufen, aber der alte Drache ist dock) wieder einmal erwacht, wenn auch keine große Beute für ihn zu jagen gab Er chnappie zunächst nach einem unverbürgten Kaiserwort während bie Majestät, gewiß nicht- ahnend in ihrem Herzen, dem Laude Fribthioss cntgegenfegeltc. Ter badische Minister v. Bodman, der den Großblockfreuudeu ein fühlendes "krz geosseubart und vor Zähren die Sozialdemokratie q(v eine „großartige Bewegung zur Befreiung des vierten Standes" bezeichnet hatte, soll vom Kaiser im fürstlich fchrsteubergischeu Kreise iu Tonauefchiugen mit einem ichcirfen Worte getadelt worden sein Daraus entstand dann, da das politische Wette, g 110 ig Dafür war, bald eine Hodman-Hetze". Tie badischi Heritale Presse berichtete mit Geuiigtuung von der Mißliebigkeit Bodman- am Ber- ircr Hose; aud) ui norddeutschen Blättern wurde der Fall reiigelreten, und al- Di 1 Wletui'g für da- Ansehen De- Monarchen und für die Reichstreue unangenehm zn werden schien, begab mau fiel) auf Die Sinne nach dem Urheber Delle Zentrumspreffi ei fläi I abe man bie Quelle zu suchen Zuletzt erschien bann vor ,uiigen Tagen bie sozialdemokraistche „Mannheimer Volks- iiimme" auf bem Plane und stellte fest, Der konservativ liinblcrische Lanblagsabgeorduete Rechtsanwalt Schmibt ui --.retten habe am 17. Zuli einem Mitglied ber fozialdemv catischen Kammcrfraltion bas augeblidje Kaifenuort ui einer Fassung mitgeteilt, „bie wegen ihrer geradezu flcgel- l,asten Form jede Kritik ausschließe". Es sei damit er- utefen, daß die Weiterverbreitung dieser Geschichte in gehässiger Absicht von der Rechten auogegangen fei. Ter genannte babifdjc Landtagsabgeordnete wirb nickst umhin können, sich zu der Sack>e zu äußern. Bisher — es mb schon einige Tage verstrichen — Isttt er es nicht getan, unb die üble Wirkung des Vorkommnisses hat immer weiter gefressen. Schließlich wird wieder die „Rordd. Allgem. Mitg." Den 1-äßlichen Fleck zu übermalen haben. Unb dem ■Keifer wirb immer größere Vorsicht bei seinen Aeußerungen angcrateu werben. Die Wände haben -Qhren, und ein biel- leicht temperainentvoll hingeworsene-, aber harmloses Wort wird pvlitisck) umgemünzt^und erhält einen Kurswert, den y ihm Der Kaiser gewiß nie jugcDadjt hatte. Bei verständigen Mensdstn wird denn aud) die „Bodman-Hetze" als nichts anderes aufgenommeu werden denn eine öde P I IZ ß & Z l> II BV lülroocbe: ifl ■M ■ ■ ^^^F ■ f* \ luU|urbenKrti$6u6cii ■ ■ WWW , Z WWW W. WWW Äl «Lr M M W I I BL ml, W W, W W, ■hr ^W^ M W W W W urstchaftUcheSeitfragen W v AtJ Verantwonuch ,ür den lerulprech-Anichlinfe: politischen Teil: Auqu,t General-Anzeiger für Gderyeffen «n-etger Wietzen. «f » * »• . _, . - ratb; für .Stadt und mnahme von anjeigew Hotationsbrud und Verlag ber vrühl'fchen Unio.'vuch' unb Steinbrudcrci R. £anae. Rcbaltion, Erpebttion unb Druaerct: zchulfkrafle <• r'md': t Hev: für den äffltttagin9U6" Büöingtn: Sernfpredicr Nr. 269 Se,chä,l5ftrlle vahuhosfiratz- 16a. m.ueigm'ni: »■ In der Türkei schleppen sich die innerpvlitischen Wirren auch nod) in die kommende Woche hinein. Das Kabinett Achmed Mukhtar hat der Kammer, die sich meist aus Anhängern des jungtürtisdwn Komitees zusammen- setzt, ziemlid) entschieden feinen Willen ausgezwungen. Tic bisherigen jungtürkischen Machthaber scheinen einzu- Die heutige Nummer umsaszt 14 Seiten. Politische Wochenschau. Gießen, 3. August. Tie Deutschen leiden wieder einmal unter partikularisti Hon umgewandelt werden sollen. Er erklärte: die Okkupation der ägäischen Inseln während des Krieges ist ein Ereignis, wie es in jedem Krieg vorkommt und wird Anlast zu wichtigen Erörterungen geben, wenn der Krieg vorüber und eine Einigung erzielt ist. Die Besetzung der Inseln, ihre Lage und Schicksal sind Angelegenheiten, woran mehr als eine europäische Großmacht lebhast interessiert ist. Die innere Lage der Türkei ist, wie feder weiß, augenblicklich außerordentlich schwierig. Ich hoffe zuversichtlich, daß sie einen günstigen Ausgang nimmt Ein englischer Krieg-Hafen in Aegypten. England arbeitet in Aegypten unentwegt weiter an der Befestigung seiner dortigen Stellung. Die Vermehrung der militärischen Streitkräfte zu Lande schreitet unter der umsichtigen Leitung Lord ZtitchenerS rüstig weiter. Jetzt plant man aus englischer Seite, wie die „Deutsche Orient-Korrespondenz" aus Kairo erfährt, auch noch den Ausbau eines Kriegs Hafens an der ägyptischen Küste des Mittelländischen Meeres. Zwischen der Insel dlgami und dem Vorort Mex bei Alexandrien soll ein Kriegshafen angelegt werden. Es wird beabsichtigt, mit den hierfür nötigen Arbeiten bald zu beginnen. Ein englischer Hetzer. Tie „Deutsche Tageszeitung" meldet aus Paris: In Tor- ronto erklärte der soeben aus England cingetroffene Sir 2B i H liam Mackenzie, die Gefahr eines Krieges zwischen England und Deutschland liege rräher, als die mciiten Leute vermuteten. Er bitte daher die Bevölkerung von Kanada, sofort einen Anlauf zu nehmen und das britische Reich verstärken zu helfen. Friedensvcrhandlungcn zwischen Italien und der Türkei'? Wie die Wiener „Neue Freie Presse" aus diplomati- /chen .Kreisen erfährt, habe die türkische Regierung bereits die Mitglieder der Mission für die Friedensliaa ernannt, lieber den Beratungsort verlautet, daß sich die italienischen Delegierten in Lausanne, die türkischen in Eviaus, am anderen Ufer des Genfer Sees, befinden werden. Tie Besprechungen werden abwechselnd in beiden Orten stattfinden. Dazu meldet die „Boss. Ztg." aus Genf: In hiesigen offiziellen und maßgebenden türkischen .Streifen ist von vorbereitenden Friedensverhandlungenbisher nichts bekannt. Ebenso wie kürzlich in Lausanne und Genf Ferid Pascha, hat auch der jetzt in Genf anwesende Said Hadim Pascha keine derartigen Aufträge von der türkischen Regierung erhalten. Die Ruckiehr öes Kaifers. Bergen, 2. Aug Tie „Hohenzoller n", mit dem Kaiser an Bord, ist heute morgen nach Swinemünde abgegangen. Die Trauerseier für Kardinal bischer. K öln, 3. Aug. Hier traf zur Teilnahme an der heutigen Feierlichkeit für den verstorbenen Kardinal Fischer gestern abend Kardinal Kopp ein. Ferner haben ihre Ankunft angesagt die Erzbischöfe von Becheln und von Utrecht, der kommandierende General des 8. Armeekorps, v. Pleü, sowie als Vertreter des Kultusministeriums der Unterstaatssekretär v. Chappuis. Deutsches Reich. Mit einem Grundkapital von 1300 000 Mark ist in Berlin eine Aktien-Gesellsck>aft „Deutsche Südsee- Gesellschaft für drahtlose Telegraphie" gegründet worden. Der Zweck der Gesellschaft ist, die beut* chen Südseekolonien funkentelegraphisch miteinander und >cr Kabelstation der Deutsch-Ykiederländischen Telegraphen- Gesellschast auf Jup (Karolinen) zu verbinden und dadurch an das Welttelegraphonnetz anzuschließen. Ausland. Zurzeit bereifen eine große Anzahl deuts cher und österreichischer Handelsschüler und Handelslehrer zum Zweck des Studiums Belgien. Sie sind am Donnerstag int Han- dclsinstitut zu Mons feierlich empfangen worden. Aus StaSt und Land. Gießen, 3. August 1912. ** Tageskalender Kinernatograph: Täglich Vorstellung. B i o g r a p h - L i cd t s p i e l e: Täglich Vorstellung. Museum des ober hessischen Geschick; tsvereins. Geöffnet Sonntag vormittags 11—1 Uhr unentgeltlich. Meisterwerke von Tizian und Rubens, die hier zum Verkauf stehen, das größte Interesse. Tie Bilder stammen aus Schweden und zwar aus der berühmten Kunstsammlung aus Schloß Saftaholm, dessen Besitzer vor kurzem Graf Trolle Bonde geworden ist. I>l Schweden beklagt man es sehr, daß diese beiden vorzüglichen Werke durch die Vermittlung dänischer Kunsthändler ins Ausland gegangen sind. Die dänischen Museen werden wahrscheinlich die beiden Bilder erwerben: andere wertvolle Werke der Sammlung, die aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts stammt und nun aufgelöst wird, sollen nach England oder Amerika kommen. Das Werk Taüans stellt einen unbekannten Herrn dar, in schwarzer Mütze und schwarzem Mantel, einen kostbaren Ring am kleinen Finger. Tas graue.Haar fallt tief in die Schultern; den Hintergrund bildet eine prächtige Herbstlandschaft. Das Rubensche Bild ist ebenfalls ein Porträt Es foll einen spanischen Schatzkanzler der Niederlande, Philippe de Roy, darstellen. Glänzend sind die weiße Halskrause, der schwarze Mantel und die goldene Kette aus 'der Brust gemalt. — Kurze Nachrichten aus Kunst und Wissenschaft. Der französische l! u t e r r i ch t s m i n i st e r hat dem in materieller Notlage befindlichen 9lstährigcn Gelehrten Henry Fabre in Ferignan eine Pension von 2000 Franks bewilligt, die Fabre angenommen hat. Ter greise Gelehrte hatte alle ihn in letzter Zeit von Verehrern übermittelten freiwilligen Gaben abgelclml und viele eingegangenc fremde Spenden zurückgeschickt. — Wie schon augezeigt wurde, ist in Halle a. S. am 1. d. M. Professor Tr lkeol. Paul Trews, Ordinarius der praklisäreu Theologie, an der dortigen Universität, im 55. Lebensjahre gestorben Er stammte aus Eibenstock in Sachsen, war 1883—1889 Pfarrer in Burkau und 1889--1894 in Tresdcu und folgte am 1. Oktober 1894 einem Ruse als a. o Professor nach Jena.. 1901 wurde Trews Ordinarius in Gießen und kam Ostern 1908 nach Halle als Nachfolger von Pros. Herrn. Hering. Er erftrebte die Einführung der religiösen Volkskunde und der MirdKitfunbe in den Betrieb der pralnsänn Theologie. 1887 gründete er mit Rade u. a die „Ehristliche Welt". — Ter Professor der Mäinftgcfdncbte an der Universität Bonn, Geh. Reg Rat Tr. Marl I u st i, der zu seinem 80. Geburtstag ;um Ehrenbürger der Stadt Bonn ernannt worden ist, entstammt, wie richtig gcmelbet wird, einer alten Marburger Familie Er ist aber nicht, so wird und au4 Marburg geschrieben, ein «sohn deS Orientalisten und Tichters Professors M. W Juni, sondern ein Sohn des Pfarrers Wilhelm Iusti und ein Enkel des Konsistvrialrates, Superintendenten Prof. Tr. pbil et theol. Karl^Wilhelm Iusti Ter Orientalist Ferd. Iusti, der vor einigen wahren her starb, war ein fünf Jahre längerer Bruder von Proj. Karl Iusti in Bonn, Museum für Völkerkunde. Geöffnet an Sonntagen vormittags von 11—1 Uhr. Kunstverein: Gemälde-AuSstellung geschlossen. • • Bestätigte Beigeordnete. Ter Großherzog Hot die am 20. Juli 1912 durch die Stadtverordneten-Ver- sainmlung zu Mainz erfolgte Wahl des RegierungSasfesforS Erw. G ändert in Stettin und deS praktischen Arztes Tr. Karl Külb in Mainz zu besoldeten Beigeordneten der Stadt Mainz bestätigt. • • Erledigt ist die Schulstelle zu Rohrbach. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Die Präsentation steht dem Fürsten zn Psenburg-Büdingen in Büdingen zu. "In den Ruhe st and versetzt wurde der Steueraufseher Ioh. Jak. Schäfer zu Lich auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treu geleisteten Dienste und ihm aus diesem Anlaß vom Großherzog das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. r • • Der Großh. Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Usinger hat heute einen mehrwöchigen Urlaub angetreten. "Der O berhessische Anwaltsverein hat in seiner letzten Sitzung den nachstehenden, für baS Rechtsuchende Publikum wichtigen Beschluß gefaßt, nämlich: den Kollegen zu empfehlen, an den Samstag Nachmittagen die Bureaus geschlossen zn halten und dem Bureaupersonal, soweit eS die Geschäftslage zuläßt, an Samstag Nachmittagen frei zu geben. Die Einrichtung ist etwa fo gedacht, daß am SamStag fortan von morgens 8 Uhr bis nachmittags 2 Uhr durchgearbeitet, dann aber geschloffen wird. Diese Bekannt- gäbe möge dazu beitragen, die Einführung dieser Einrichtung zu erleichtern, indem das rechtsuchende Publikum sie beachtet. Tie geplante Einrichtung dürfte bereits jetzt während der Gerichtsferien von den meisten BureauS durchgeführt werden. • • Schonzeit des MuffelwildeS. Durch 93ere orbnung vom 27. Juli ist in Uebereinstimmung mit beni Beschluß bc5 Bezirksausschusses Wiesbaden die Schonzeit des Muffelwildes (Ovis Musimon) bis auf weiteres auf das ganze Jahr ausgedehnt worden. " Hebung des Obstkon7 um s. Immer mehr bricht sich die Ueberzeugung Bahn, daß für die Gesundheit des Menschen vor allem auch das Obst von äußerst günstiger Wirkung ist. Es kann daher nur mit Freuden begrüßt werden, wenn gemeinnützige Institutionen ihre Aufgabe darin erblicken, durch unentgeltlick)eu Austausch von Adressen der Verkäufer und Käufer einerseits die Möglichkeit der Beschaffung preiswerten und guten Obstes herbeizuführeu, andererseits aber auch die Obstproduzenten durch die größere Gewähr eines sicheren Absatzes zu einer erweiterten Obstanpflanzung zu veranlassen. Eine solche gemeinnützige Vermittelungsstelle ist die seit einer Reihe von Jahren in Frankfurt a. M., Hochstr. 42, bestehende von ftaatL und städt. Behörden subventionierte „Zentraltelle für Ob st Verwertung", deren Vorstand von Frankfurt angehören: Laudwirtschaftslämmer-Pväsident Bartmann-Lüdicke, Dr .jur. Georg Beukard, Stadtverordneter I. Fromm, Kunstmaler R. Koch und Landes-Oeko- nomierat A. Siebert, und die jetzt für ihre Geschäftsführung einen Fachmann angenommen hat. Jedermann kann sich dieser Vermittelungsstelle bedienen, indem er ihr einen ungefähren Bedarf, bezw. sein Angebot an den rerschiedenen Obstarten und feine genaue Adresse mitteilt; bei Aepfeln und Birnen ist anzugeben, ob Sommer-, Herbst- oder Winterobst gewünscht wird, event. auch die Sorte. Besonders anzuertennen ist das Wirken der Zentralstelle in der Richtung, daß durch ihre Tätigkeit dem kleinen Obstproduzenten die Möglichkeit, sein Obst abzusetzen, cr- eichtert wird. Auch dürfte in dieser Werse darauf hingewirkt werden, in Deutschland möglichst einheitliche für )cn Großkonsum geeignete Sorten anzupflanzen und dadurch die Einfuhr ausländischen Obstes herabzumindern. • • Das Schützen fest deS Gießener Schützen» vereins findet am 1. und 2. September statt. Für die beiden Festtage ist ein sehr reichhaltiges Programm auf- gestellt. Landkreis Gießen. — Hattenrod, 2. Aug. Der in hiesiger Gemeinde erst voriges Jahr gegründete Ziegenzuchtverein hat sich o gut entwickelt, daß er jetzt mit der Anlage einer Ziegen- weide beschäftigt ist. Sonntag, den 11. August, soll die Einweihung erfolgen. Das dazu nötige Gelände wurde von der Gemeinde unentgeltlich gestellt. Die Einfriedigung und Abteilung in Schläge, sowie die Schutzhalle werden einen Kostenaufwand von etwas über 700 Mk. erfordern. — Bettenhausen, 1. Aug. Die Großh. Bürger» meisterei Bettenhausen teilt uns mit, daß die in Nr. 178 deS Gieß. Anz. enthaltene Mitteilung aus Bettenhausen un» richtig sei. Kreis Alsfeld. O Nieder-Ohmen, 2. Aug. Im Laufe des vorigen Winters hat sich hier ein Gewerbeverein gebildet. Die Leitung der Handwerker-Zeichenschule hat Kreisstraßenmeister Hofmann hier übernommen. Die Mitglieder- und Schüler» zahl ist in der letzten Zeit sehr gestiegen. Vorsitzender ist Bürgermeister Neeb. Die Schüler stammen aus Nieder- Ohmen, BernSfcld, Burg» und Nieder-Gemünden, Elpenrod, Hainbach, Ruppertenrod, Ober»Ohmen, Merlan und Flensungen. Kreis Schotten. ~ 91 uS bem Vogelsberg, 2. Aug. Für Melio» rati on 8 zwecke der im Vogelsberg vorhandenen aus» gedehnten Wüstungen wird alljährlich von der hessischen Regierung ein Kredit von etwa 20—25 000 Mk. zur 23er- rügung gestellt. Im abgelaufenen Rechnungsjahre betrugen'die MeliorattonSkosten 20 2öl Mk. gegen 18 357 Mk. im Dor» fahre. Von diesen Kosten müffen jedoch die Gemeinden, mit denen durch besonders abgeschlossene Verträge Meliorationen üorgenommen werden, die Halste der Staatskasse zurück er» ftatten. Die in diesem Jahre auSgeführten Meliorationen erstrecken sich auf die Gemarkungen Gedern, Herchenhain, Ober-Seemen, HattmannSheim im Kreise Schotten, Bannerod, Bermuthshain, Crainfeld, Heisters, ReichloS und Greben- Ham im Kreise Lauterbach. Tie meliorierten Flächen werden auch ferner größtenteils als Weide benutzt, doch wird gegen rüber ein bedeutend besseres und größeres Weidefutter er« zielt, so daß in besonders günstigen Lagen sogar daS GraS gemäht und als Heu verwendet werden kann. ®onötrn md Bei = ealiungen, Ionen jur Rur hier e Umverj si Marburg, 2 , «dizinifchen Fakultät M am nächsten Mont, tntntt^oriefung über liefen AeMüs". ilörperoerlehM Gtfion mehrmals ha beschäftigen mässe ZhclaNMr ^örververlck ij®"lhm verössmilichien Mvnten an seiner ttesui »w m einer Äbl.andlun M «pv. 1198) ch Nachrichten gehöre; Eü,!'. wröur,c vttlan |jjjyöc ° s ifnianb, bei Gluckt,chermeise l2ff!anD^0cud)f biefem E??lf grunbiäh L"Ssartikel eine I IS-'?* Mehrere IS?. W »Hmmenb ge |Ä £rnirf,t °ussprechl 1*3? Äflt ^ivesen, oi KySffn 9er und b i ittrütlcl tü l-ÄLx '"üf'ein < Unterfd ib V® ’Jflen Ruhe, die Anfid IB.MtaLfo 's Sy*, ti? nii . Skb'^auth'S । AA ,u/ i|L Sraiinfe^ . Kh bronjene, Cnr, 2. Aug A jaitt an dr" , chxSÄ ’S,“» Um die scstg am dahnbos' Uic i fSflitn veranltaltckei Lrier W mit, UH! dcttN - f tnÄig. auftst »TL idjnn eine W L^'ipen «erdch FL -mb- Brer r m dem Teutonen L nickt vergessen. - ßosentbal, 2- । u-jjerie.Sadjtmejfter • r«Üube eingelieferte nefbenbcr zu fein. jmb noch nicht abg rLieSbaden, 2. • ist beute hier zum «tt Liesbaden bleibt ir rhiitlle BegrüßMg |jf! M klnsMtlte, in dt - Mlieitigm Beziclmnge und mit einem 5c Hfibent des Brool ? öifiü beule abend fiv rüttfflfior des Turnveu j eSadjitft im Kurhaus im nurbau». Kreis Friedberg. L. Friedberg, 2. Aug. Gestern abend um 10 u&r entstand auf der Kaiserftraße, in der Nähe des Polier, amtes, ein großer Menschenauflauf. Ein hier wohnender Arbeiter verübte einen großen Tumult. er verhaftet werden follte, widerseyte er fitfi und tobte noch lauter. Mit Mühe gelang cs den Schutzleuten, ihn ins Polizeigewahrsam zu bringen. — Anfang dieser Woche hat man angefangen, die seitherigen städt. Pferdeställe ab« zureißen. Sie werden sckwner wieder aufgebaut. Ucbei den Ställen wird das neue Äetterauer Museum, wie d Friedberger Archiv eingerichtet. --- Bad-dtauheim, 2. Aug. Bis zum 1. Aug. sind 2 6 6 49 Kurgäste angekommen, wovon an genannt Tage noch 7842 anwesend waren. Bäder würben bis zum 1. Aug. 328 935 abgegeben. x Bad-Nauheim, 2. Aug. Eine Sitzung der Stadtverordneten fand nach verhältnismäßig langer Pause heute wieder statt. Eine Eingabe des Bürger, undStirdtverlehrSVereinS über die V-- des Johannisbergcs, welche Frage in letzter Zeit in der Lokalpresse eine lebhafte Aussprache gefunden bat, einen Wettbewerb auszuschreiben, wurde abgelehnt. — Zu dem Ortsbauplan für das Gelände zwischen Städter- weg, Ufa und Gradicrbau hatte der Fiskus Einspruch erhoben, weil er beabsichtigt, sowohl am Gradierbau als auch längs der Usa Anlagen zu schaffen. Ttzr Plan wurde genehmigt, da die Sache doch dem Staate frei- steht. — Für Errichtung einer Treppenanlage am Auf. gang zum Höhenweg Johannisberg) wurden 3000 Ms. bewilligt. — Ebenso wurde die Wirtschaftsrechmma der 5krankenhausbaracke mit etwas über 17 000 Mk. genehmigt. — Mit der Tagung der Gas- und Wasserfam- männer hier soll eine Gasheiz- und Beleuchtungsausstellung verbunden werden. Als Lokale dafür sind die beiden Schulturnhallen vorgesehen. — Auf dem Friedhof soll mittels Oberleitung elektrische Beleuchtung cingeführt werden. Der erforderliche ftrebit wird bewilligt. m. Bad-Nauheim, 2. Aug. Heute nachmittag wurde der 56jährige Landwirt Christoph Moder in dem Bassin brr Gradicrungssoole als Leiche aufgefunden. Der Unglückliche muß über die ca. 60 Zentimeter hohe Mauer auf den 'Jüie-flunbaf des Soolgrabens gestiegen fein und sich von da in das 5 Meter tiefe Bassin gestürzt haben. Da das Bassin gegenwärtig nur einen Wasi'erstand von 75 Zentimeter hat, kam M. mit dem Mopl aui den Boden und stürzte das Genick ab. Was den in sehr guten Verhältnissen lebenden Manu in den Tod getrieben hat, ist unbekannt. m. Nieder-Mörlen, 2. Aug. Heute vor 8 Tagen wurde im Frauenwalde die Leiche eines jungen n n n e $ mit einem Schüsse in der linken Brustseite auigefunben unk» nach Besichtigung durch den Kreisarzt auf bem hiesigen Friedlwik beerdigt. Nach den angestellten Ermittlungen hat sich ergeben, daß der Tote ein Bankbeamter aus Köln ist und beauftragt war, mit einem Zweiten einen Geldbetrag von 70 000 Mark nach Straßburg zu bringen. Die Reiseroute war den Leuten vorgt- schrieben von Köln nach Gießen—Frankfurt—Kreuznach -Straß- bürg. In Bad-Nauheim stiegen sie aus, um sich die Stabt anzusehen. Von dieser Zeit an ist der Begleiter des Erschossenen verschwunden und mit ihm die 70000 Mark. Da der hier weilende Vater annimmt, daß an seinem Sohn ein Verbrechen begangen worden ist, wurde von dem Amtsgericht Anttag aut Ausgrabung der Leiche bei der Staatsanwaltschaft zu Gteßeo gehellt. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 2 Aug. Eine Verbesserung der S tra ßenu n 1 erh a l t u u g in Star kenburg.h« der Provinzialausschuß beschlossen. Tas Ueberdecken der geflickten Straßen mit Grus, .uies usw. soll sofort erfolgen Auch die Gemeinden füllen zu gleichem Vorgehen bei den Hauptverkehrs- und Nebenstraßen angegangen werden Man hofft durch diese Maßregel für die nächsten Jahre eine bedeutende Verbesserung der Straßen. — Der vierte Einbruch in Pfarrhäusern seit einigen Tagen ereignete sich heute nacht im Pfarrhause in Groß-Umstadt. steht außer Frage, daß man es mit gewerbsmäßigen Einbrechern zu tun hat, die darauf ausgehen, ähnlich wie s. Zt. Hudde, bares Geld zu erbeuten, während sie alle Gegenstände, die zu einem Verrat führen kötrnen, liegen lassen. In dem Einbruch im Bickenbacher Pfarrhaus haben die Ermittelungen bisher feinen bestimmten Anhaltspunkt ergeben. in. Offenbach a. M., 2. Aug. Mit der Frage einer Ueberlanbicntralc beschäftigte sich heute eine Sitzung der Stadtverordneten. Zunächst bat der Ausbau des äußeren Werkes zu geschehen. Die Stromabgabe kann so vollzogen werden, baß ? die Stadt an jeden Abnehmer der Gemeinde direkt oder an die l Gemeinde insgesamt den erforderlichen Strom liefert. Im letzten Falle würde die betr. Gemeinde die Ortsleitungsnetze selbst zu ' bauen haben, während im anderen Falle diese von der Stadt zu errichten wären. Die meisten Gemeinden interessieren sich mehr für die Konzessionsverträge, nur in Neu-Isenburg und > Rumpenheim ist scheinbar mehr Neigung für die Stromlieierungs- , Verträge vorhanden Das gesamte von der Berliner A. E -0# ' ausgearbeitete Projekt erfordert einen Kostenaufwand von 1 431 200 Mark. Das ganze Gebiet ist in 4 Bauabschnitte ein« » geteilt. Ter erste umfaßt die Strecke Offenbach—Isenburg- Langen —Egelsbach—Ofsenthal bis Dreieichenhain und erfordert einen 3 Kostenaufwand von 484 390 Mark, der zweite die Strecke Rumpenheim—Mühlheim bis Seligenstadt mit 379 700 Mark Kosten, der dritte Bauabschnitt erstreckt sich auf Bieber—Obert-Hausen bis Lämmerspiel mit 273 110 Mark Kosten und der letzte Bauabschnitt bildet das Verbindungsstück von Osientbal—Urberach- Dudenhofen bis Seligenstadt und erfordert 294 000 Mark. Nach der angestellten Berechnung wird der Ueberlandzentrale eine günstige Rentabilität vorausgesagt. Die Unterhandlungen mit den Gemeinden sind bereits im Gange. Die Stadtverordneten erklärten sich einstimmig mit dem Ausbau des Elektrizitätswerke zur lieber» landzentrale einverstanden. — Ferner wurde der bisherige Leiter des Posener Elektrizitätswerkes, Dr. Karl Klein, mit einem Anfangsgehalt von 8000 Mark steigend dis 10000 Mark zum Leiter des städtischen Elektrizitätswerkes gewählt. Starkenburg und Rheinhessen. ! Main z, 2. Aug. Der größte Teil der hiesige« Pflasterer ist in den Streik eingetreten. Sie verlangen eine Erhöhung des Stundenlohnes von 60 auf 6ö Pfg., die von den Meistern nicht gewährt nnirbe. b. Mainz, 2. Aug In einer Fabrik auf der Ingelheimer Aue riß gestern die Kette eines Kessels und stürzte herab Das Eisengewicht fiel dem 22jährigen ledigen Anschläger Lorenz Wilh. Bay aus Weisenau auf den Kopf und verursachte einen schweren Schädelbruch. Dec Verletzte kam ins Hospital, woselbst er starb. w (Berns heim, 2. Aug. Der 65jährige Gastwirt Georg Kaltenhauser versuchte gestern nachmittag am Bahnübergang das Gleise zu überschreiten, trotzdem die Barriere geschloßen war. Hierbei wurde er von einet Lokomotive erfaßt und überfahren. Der Verunglückte, befien ftörpet in zwei Teile zerschnitten wurde, war sofort tot. Kreis Wetzlar. -r- Wehlar, 2. Aug. Tie Lehrer beS Kreise« Wetzlar, etwa 160 an der Zahl, waren am heutigen Freilos ublikum, das dem Umzug, den tcroidjt ölt -onzert im ZLurhaus. 50-62 40—46 llörperverlctzung durch einen ZeitungsarMel? 86-00 41-00 62 Handarbeiten für die Reise Trockenes, kurzgcschnitleneS - ■ ■ । -iroacnee, niriflcjwnuiviiuv Schönheit WVII will* (®(6roartcn) zum Feueran- --••i.ihf rnti<>K i>in*nhfrif tedenpfcri --Lilienmilch Seife e i Stück so *pf, ferner macht der rinnt plötzlichen Todesfall tun die Wefunbbeit naher Angehöriger eine ungünstige Wirkung ausüben tonn. Tie Zeitungen werden sich alsdann hüten müssen, solche Nachrichten »u bringen. Dadurch würde der ganze Nachricnieiidunst der Zeitungen nnc ticfgrafenbe Aenderung erfahren. Die schnelle Berichternotlung ist eine der größten Errungenschaften, deren sich die aus der döhe stehenden Zeitungen rühmen, sie wird völlig unterbunden werden, wenn das Reichsgericht zuungunsten des Verlegers entscheidet. Abfallholz v.Ztr.1.20Mk.,freieAnmhr. Holzbearbeituuns - Fabrik E. H. Müller. - D“'s Dada Cream ™:e und ni|i je Haut in einer Nach! ™'«t! u. sammktweich. Tube 50 *Pf. bei «.2.Modo, W.Schrader. Universitätr-Nachric^ten. sl Marburg, 2. Auq. Als Privatdozent der medizinischen Fakultät der hiesigen Universität foibiliticrt sich am nächsten Montag Dr. mcd. I. tzürter mit einer Antrittsvorlesung über „Die moderne Behandlung der btf- ti jusen Nephritis". machen liefert, von 5 Ztr. asv für Mk. 1.15 pro Ztr. frei ans Haus. h Teutonen veranstalteten, vollen Beifall zollte. Ein grün aMcftrtdKncr Wagen mit allerhand Jnschriiten illustrierte die * . . l..m Xarnn tTQ nie anfgefunben o j fent hiefigen 5rit* | -gen hat sich cd* | ii und beauftragt r- ? ii 70000 Marl r. j ar den Stuten j :t—flreujnatD-a?! » , um sich die *m|| leitet des Erichvd | irk. Da der hin rl-l j hn ein Verbrecha »I ttsgerichi Antrag rel I nlvaltschast zu Hessen. c Verbesseru^j i/arfenb.at^l ’ is Uebcrberfen 1 sott sofort erfüll t Vor gehen bei V angen werden. 9:1 hstcn Jahre eine .> 1 Der viertelinW gen lagen ereiraef oß-Umstadt. M ewerbsmäßigen LI icn, ähnlich wies.« rend sie alle önnen, liegen w -rhans haben hier n Anhaltspunkt & Ochsest. Vollttelschige, ourgemäslete, höchsten Schlachtwertes Im Alter von 4—7 Jahren . • • Tie noch nicht gezogen haben (ungejochtj . . Junge, fleischige, nicht anSgemäslete und ältere v au8gemä(tete.......• • • • • Zärs en. Kühr. Bollsieifchlge auSgemäftete Färsen höchsten Schlachtwertes • xollfleifchige auSgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren ... Wenig gut entwickelte Färsen....... Weitere auSgemästete Kühe und wenig gut entwickelte lungere Kühe Mäßig genährte Kühe und Färsen St ä t b ec. Feinste Mastkälber........ • • Mittlere Mast- und beste Saugkälber .... Geringere Mast- und gute Saugkälber . . . Geringere Saugkälber • odiaO. Weidemaslfchafe: Mastlämmer und üllasthanimel. # • • • • Schweins. Vollsteifchige Schweine von 80—100 kg Lebendgewicht • • • • Lollfleifchige Schweine unter 80kx Lebendgewicht L.oll|leifchige Schweine von 100—120 kg Lebendgewicht ...... ..«••••• Lollfleifchige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht . . ........... Wunder! • Höhlen wohn ungen in Alesia. Die Ausgrabungen in Alesta, der alten Festung deS Veroingetorix, sind auch in diesem Jahre «ortgefetzt worden und haben zu interessanten Fmiden ge- । führt, die der Zeit vor der gattisch-römiscken Epoche angeboren, i J„ einer bisher noch nicht beachteten Gegend des Plateaus wurden 1 zahlreiche Höhlen entdeckt, große, in die Felfen eingehauene Raume, zu denen man durch Treppen Zutritt erlangte. E« handelt ftd) um Ansiedlungen primitiver Art, die von den Galliern lange vor der römischen Invasion bewohnt worden waren. * Napoleonerinnerungen auf Elba. Eine interessante Napoleonerinnerung von Elba veröffentlicht der Letter des „Panaro", der kürzlich die berühmte Insel beucht hat. Als Napoleon nach seiner ersten Wdanknng auf Elba landete, begab er sich von Portoferraic sofort zur Madonna, nicht um zu beten, sondern um den Versuch zu machen, durch Signale nut feiner Öeimatinfel Korsika in Verbindung zu treten. Der alte Geistliche des Ortes, der Priester Echsto Testa, hat bie Uebcrlieferung, die sich mit diesem Signaldienst Napoleons beschäftigen, gesammelt und dem Leiter des Panaro vorgeletzt. Dann führte der Geistliche seinen Gast zu der Stätte dieser Signalstation, iini ieden Zweifel über die Möglichkeit einer Verständigung durch Lickstsignalc nut Korsika zu zerstören. „Wir bestiegni eine hoch emporragendk Fclssvitze und erreichten bald die llcberrcfte dieses seltsamen Leucht- tnrmes, der heute durch den Wind von Sand und ErdeMait verdeckt ist. &icr batte Napolcoii einen Isohcn Pfosten errichten lassen, von dem aus er seinen Gesinnungsgenossen auf Korsika Signale übermittelte und auf eine Entfernung von gegen b0 Kilometer mit Luise des Fernglases Antworten cmpimg/ So beschäftigt sich der Geist Napoleons sckwu am ersten Tage seiner Landung auf Elba mit dem Plan der Rückkehr nach Frankreich, der wenige Monate später zur Ueberraschiing und zum schrecken Europas WirNichkeit wurde. Eines Tages verlietz cm Jlcmcr I Segler Portoferraie und fuhr durch die Linie der englischen Wachtschiffe. Am Golf von Antibes wurde das Fahrzeug von einer englischen Fregatte ungehalten und durch das Sprachrohr kam die Frage: „Aus Portoferra,c?" „Jawohl. -Was macht Bonaparte? Träumt immer?" „Er träumt und will nach Frankreich zurückkehren." Ein schattendes Gelächter vom englischen Schisse klang herüber. Der Mann aber, der die Fragen des englischen Marineossiziers so offen beantwortet hatte, war Napoleon selbst, der ivenige Tage später in Cannes landete. Dann kamen die berühmten schnell einander folgenden drei Artikel des Journal officiel, von denen der erste bie Ucberfcbrüt trug: „Der Usurpator hat die Insel Elba verlanen . 1er zweite Artikel hiest: „Bonaparte in Cannes gelandet und der letzte endlich lautete: „Unser geliebter Kaiser ist triumphierend etn- : gezogen". . Kleine Tagerchromk. Das Bauunglück in Nürnberg. < ,. Vörseu-Wochc«bericht. =- Frankfurt a M., 2. Ang Die runerfichtliche Stimmung, die unter dnn Ei». lust des flüssigen (Helbftanbe*. der weiterhin günnig badenden Ernte Ausfichien und der anregenden Meldungen aus derMonian- Industrie zum Durchbruck gekommen unb wann bot durch die Sabrnehmung der leichten und nlAlhrc UlttnuHiamNinon einen neuen Impuls erbaltm. durch gröbere Ittiternedmungslust und tcbda taen »ver- kebr zum Ausdruck kam Die Börse erdottt von dem ne»ien Monat durch die Rückwanderung der commerrtiicbler anc weitere Vricbästsbclebung. und sic siebt ftd> zum wenigsten durch den leichten ^dstand unb die binkn- lechnii'che Situation bestärkt, die. ime der Berlam des Ultimos erlcnncn liest, durchaus Nicht als überlabcit bezeichnet 'gerben kann Dao bauptInteresse der Spekulation ^^"i"te ich zunächst wieder mtt M o u t a n ro e r t e, sür welche die hofinuna#- vollen Berichte vom Eisen- und Koblenmarkt ganz besondere Anregung gaben. D,e Beurteilung des .st-oblenmarktes bat eine ent- schiebene Besserung erfahren, auSgebend ^n den iungst'm Be chlüsfen des .xtobleninnbifatö über eine ^absetzumt d" Em schränknng für Koblen und Mol» sowie dem Bericht über die Ergebnii'e im Monat Juni. Dazu kommt dast^dic^ -Ulswe'le.^r Zechen für das zweite Quartal an crrtfulutu» steigen der lieber^ schütte zeigen. Es gilt dies namentlich für v>arpener Bergbau und inbernia Da auch die Verfandzinern iveiter sehr doch fmd, rechnet die Börse mit einem Andauern btf fluten Mohlenaltini konnten sich insolgedriien befestig«, und Eisenwerte wurden in bie Benngimg um soleichter bineingezogen, als der kürzlich veröffentlichte Abichlu» des Bochumer Berems die Erwartungen der Börse auf ein guteS Ergebnis und der Dividende erfüllte und fie nunmehr auch bei den bevor- stehaidai iveiterm Jahresabschlüßen mit einem odnllckrcn Fortschritt rechnet. Auch der letzte Bericht des iLtablwerksverbandes dinterliest einen guten Eindruck Tast der Verband von einer weiteren Erhöhung des valbzeugpreis.es abgesehen bat, unirt^ bei- sättig beurteilt, ebenio wie zuvor die Nickütrhohung der ItciIc für Koks unb >tokskohlen beim Kohlemnndittit, da man sich davon für die ungestörte Weiterentwicklung der Kvntunktur nur Gutes verspricht. Neben Montanwerten roaren and) wieder andere Z n - d n st r i e p a p i c r e lebhaft gefragt und höher, indes 'wurden per« schicdentlich auch Gewinnabgaben vorgenommen, so dast die Dal- , tung etwas weniger einheitlich war «IS noch vor kurzem. Dover . [teilten sich u. a. Ehernisckte 'JUbcrt 6 Proz' ^-vllm und Höchster I und Kammgarnspinnerei KauerSlautern K 8 Pra^- und Akku : mulatorcn Berlin 10 Proz. wahrend Remiger Gebbert u. Sckwtt l> Proz, Rbeinisck>e Schlickert 5 Proz., Dirrkopp ebensoviel, Pieper i 6 Proz., Daimler 16 Proz. und Frankenthaler Zuckerfabriken t 15 Proz verloren Feste Daltung zeigten S d)t f J a h r 18 ’ ' attien, da das laufende Jahr ttrr das ^edereigescha ehr günstig liegt. Von Bahnen konnten Lombarden und Baltimore ?twas anziehen. Auch Banken b^neten etwas ^sierer Nach- frage, namentlich die Aktien der Deutschen Bank und DiSkonto Comn'andit. Deimische Anleihen haben «ireuh^rt^c von ihrem Tiefstand ettvas erholt, nachdem die spek^ativen An griffe, die ftd) zuvor bemerkbar gemacht hatten, ^um Stillstaich kamen und andererseits von mafegebenber Seite auch Stutzungs- fäufe vorgenommen wurden. Privatdiskont o /, isroj. n Marburg. 2. Aug. Wie immer, treibt auch diesmal am feMuifc deS Semesters der Studentenulk seine Blüten, s, war heute an den Anschlagsfäulen in groben Lettern folgende tulünbigunn zu lesen: Kavaliere, Bürger Marburgs: Es ist ,r eicht. Gegenvorschlag gegen die Fortführung der epileptischen §>rastenbahn. Findet nid) heute nachmittag um 5l/i Uhr am RtUnpof ein. Attdort beginnt eine Probefahrt der neu zu Ent- Tas Festkomitee, I. A. Verein zur Aufhebung des Zeit fehlte es auf den St rasten. Mit bei Frage « : Sitzung her «UP iu bei äußeren vollzogen werbens nbc direkt ob« rom liefert. 3j> Lleitunginetze stM : biefe von taj* inben in Neu-Jicnbutt » IrbieStromlK^ der «erirnff J-«J| i KostenauMN „ 4 Vauabchnul^ acb-Jsenbvlg-'^ ”4 “Äs meite bie ^tren • c/unb der ItJj* ,’ä: SSS£ irbe oer. mlI tflo«»' * etoablt- ;te 2-eu Sll. 1)15 -,SL WS» ®&r* ** ;>-• :en 4 Sdwn mehrmals haben sid) die Zeitungen mit dem sonderbaren stall beschäftigen müssen, wo ein westfälischer Verleger wegen lübrläifiger >iörperverletzung verurteilt wurde, weil er durch einen Don ihm veröfsentlichteu Zeitungsartikel angeblich einen stadtnchen Beamten an seiner Gesundheit besd;ädigt hatte. Ein Staatsanwalt | tat in einer Abhandlung, die in der Teuti'd)en Junitenzeittmg Ivd 14, Sv. 1198) abgedruckt ist, ausgeführt, die Verbreitung von Nachrichten gehöre zum Beruf des Redakteurs emer^Tages- ikitung, es dürfe verlangt werden, dast er dabei mehr ^orgwlt anwende als jemand, der nur gelegentlich eine Nachricht wetter- krzähle. Glücktichern»eise hat sich das damals zuständig gewesene iLberlandesgerickst diesem Standpunkt nicht angeichlonen, wohl aber Ifat cs die grundsätzliche Frage, ob durch einen Z e t - tangsartikel eine Körperverletzung begangen werden kann, bejaht Mehrere bekannte Juristen, wie Lberlandesgerichts. Präsident a D. Damm (Dcuttche Juristenzeitnng Bd 13, Sv^lckckt) . und Professor Dr. Besing .Der Zeitungs-Verlag Bd. 10 Sv 44b) | toben sick) zustimmend geäustert. 4,as Reick^gericht bat über die strage sick) nicht aussprechen können, da erste Instanz ein Sdwsien- Damen- Bärte lästige Haare an Armen ents. üch.Tevil ^'abn“. 1-jO. Iüv-4, < Varsümerie €». Blank Ww. f»onfpänc 2,75 9)1., klein gcmach.Absallbolz3.25M. per Starren frei anS HauS. 3. Wcllböier. Tel. 743. [4439 SBic aus Berlin gemeldet wird, ist mit dem Bau her neuen Fcrnsprechleitung Berlin-Mailand, die als Kabel durch den Simplontunnel gelegt wird, begonnen worden Eine P o r t i e r s s r a u in der Werftstraste in Berlin hatte am Freitag die monatlichen Mieten im Betrage von etwa 1000 Mark einlassiert und wollte das Geld, dast sie in einem Beutel trug dem Dauswirt überbringen. Aus der Treppe fublic h Plötzlich eine Dand an ihrem Halse und wurde so geivurgt da sie nicht um Dilfe rufen konnte, Bsivfchnett wurde ihr das Gel entrissen. Sie erhielt noch einen io Irattigcn stofi, da sie bewusttlos liegen blieb. Ehe flie wieder zu sich kam, war der Räuber verschwunden. . .. . , ... Der Referendar v. Kirchbach aus Dresden, der sich seit vierzehn Tagen auf einer Bergpartie in .Tirol befindet, ist nicht zur ück gekehrt. H ilt wahrfcheinlich verunglückt. Eine Ervedition sucht seit zwei Tagen. Ans Itzehoe wird gemeldet: Am Freitag morgen gegen o Uhr rannte das «lutomobil des Berliner.zlanerhausbeiitzers W e n- hcr gegen eine Eisenbahnbarriere. Wender erlitt eine lebensgefährliche Verletzung am Hopf und eine schwere Gehirn- cridiüttcrung. Die anderen Mitfahrer, zwei Gutsbe)itzer aus Waken, rouröai schwer, ein Kunstgewerbeichüler aus Damburg leicht verletzt.__ Letzte Nachrichten. Tie Suche nach Ebender. Fulda, 3. Aug. Ter m Rosenthal verhaftete Zigeuner ist nicht 6ermann Ebender, sondern ein gewisser Anton TewiS. Er würd' wieder freigelassen Ernst Ebender hat in einem neuen Dcrhor gestanden, dast er bei der sog. Zigeunersd)lack)t bei Kammer- zett am 15. Februar mehrere scharfe Schüsse abgegeben hat. Er will in Notwehr gehandelt haben. Tos Lustschisi Viktoria Luise. Frankfurt a M., 3 9lug. Deute vormittag 6.04 Uhr ist das Luftschiff „Viktoria Luise", nach Baden-Oos aufgeftieflcn, wo die Landung um 9'« Uhr ertolgte. Am 10. August begüit sich die „Viktoria Luise" nach Gotha. TaS Luftschiff »Hansa*. Kassel, 3. Aug. Die „Dansa" überflog um 2.35 Uhr Aalen, um 3.15 Uhr Crailsheim, um 4 Uhr Weikersheim, um 4.30 Ubr Würzburg, um 6.10 Uhr Fulda, um 6.30 Uhr Häsfeld um 8.10 Uhr Göttingen. Stuttgart, 3. Aug. Ter Kammersänger Hch. Sontheim, der von 1851 bis 1892 am hiesigen Hoftheater wirkte, ist gestern im 92. Leben-iabr gestorben. •fe: rch- 5815 iuni i c roiltbtn bihj bei K " ,°9‘ in lejt, " MföenStih,' ,r $>s!ub C’irih. « «rabierb.;-: 4’bt™ Stautet; ' """tage h > i°"lden SW, B.Nuhu, Lollar. SanitnioD »1«.»««^, Seltersweg 39, CtU) Cwaaf. Für den Verleger steht hier leine (^lstenz auf deinSpie Bie ist vernicklet, wenn es babci bleibt, datz er du 4.^000 Msi cn den Beamten zahlen mutz. Deshalb hat er ^eviiton an das sieichsqericht eingelegt. Aui bieie Wepe wird unicr bodMtei &C‘ nchtsbof in die Lage kommen, die für das ganze Ze.tungsweim sehr wichtige Frage zu entidieibcn, ob mittels eines Zeitungs- 'irrikels eine Mörpcroerlcbung begangen werden kann. Zu ve necken ist babci, dast es hier nicht darauf ankommt, ob dir Mit. cilung wahr ist oder nicht Die Bejahung der ^sage durch da- Reichsgericht kann für die Verleger und Redakteure die schlimmsten A»lgen haben. Man denke nur daran, dan die Nachricht über > | fidünbigunfl zu lefen: Kavaliere, ’aurtn. Gegenvorick)lag gegen die Dass^ri- 13 nin-mbabn. Findet euch heute I ö-!"'doj ein. Attdort beginnt eine ‘für finb bi,- h,V Kli.ndcn. Das Festkomitee, I. 9 rn ?Vrifhhnb"‘ I AirgerfinnS. Um die festgesetzte Z. Ina ei» C!rf ß- krnber. am Bahnhof, nicht an P i h, Teutonen veranstalteten, volle owMlgt. mflrftridwncT Wagen mit allerhat^ ........... — "e. nachmittag t*> «L'tastenbahn, um deren Weiteriülnung sich leit Monaten bi er bm BassaU " CTn‘— Der Unglütfiidx, auf dm Ausülljj, 1 da in das 5 $9 gegenivärlig nur« \ mit dem Modi , us Den in sehr od getrieben bat,. Tel, 2005 | von über 100 komplett eingerichteten IPoIjnräumen Sardinen • Dekorationen • Teppiche • Cinoleum franko Opferung Besichtigung erbeten feinste Referenzen feinen ungestörten Fortgang. D’% im Hotel Kobel 5298 Der Einberufer. 4. Freie Aussprache. a'/e Eintritt 20 Pf/?. 5324 Anfang 8 Uhr $ra T ■■ Morgen, Sonntag Tanzmusik «*« ■ uiifaiiiuvin Kaiser Allee 06392 iirftl. llonservatormminZonderrhausen c) 21. Deutsch. V/, v ■Deutscher Cognac HmIi- end Tiefbau r rProöramrn M PHOTOARTIKEL W Kytthäuser Tectinikom Frankenhausen leg.-e.Werkm.-Abt Gr.Mitch.-Ub- Giessener Lesehalle-Verein. Wegen baulicher Herstellung must die Lesehalle am SelterStor im August geschlossen bleiben; der Leihverkehr in der Bücherhalle am Theater nimmt ^utfeur -5cW MAINZ Aeltesfes Institut • Ot8tiili(lieVtr$aw*Uif der Hotel- und Restaurations-Angestellten. Tages-Ordnung: 1. Die Entwicklung des Deutschen Kellnerbundes U. G. 2. Was bietet der D. K. B. seinen Mitgliedern. 3. Paritätischer Arbeitsnachweis. Carl Stückratl) • Möbelfabrik Neubau Hftenpeg 47 Deutscher Kellner-Bund ll 8. Bezirksverein Giessen. Montag, den 5. August 1912, 12 Uhr nachts. ~.ia)eni st-.- ** < Privat - Lehr - Institut sär Tchnitt,zeichnen II. 5Ucidcrinachcn. „ '),‘nPc 'Werten und Tanten jeden Alters erhalten grunblldic Anleitung tin deiebnen, Biiicbncibcn und aller Art Ätbnctbcrn nach beitem Puffern. Tic JTuric babett vcricbiebcnc dettbauex und kann Kbc» «varb auch allem beriirfütfattgt werben. Beginn der Kurie «niana Oktober. Näßere «uMunit, Prospekte und Anmeldungen täglich. Marie