Zweites Blatt 162. Zahrgang 4rid)rmt tigHA mtf thi8nabme be8 Gonntagk Die bayerischen £anötagsu)af)lei Eine Erl der Reichstagsneuwahlen werden die * "g?in8ich»ß. bs. Darmstadt, 2. Febr. Am Freitag, 16. Februar, und folgende Tage wird der 2. Ausschuß der Zweiten Kammer, der sogenannte Gesetzgebungsaussd;uß, Sitzungen abhalten, zu denen folgende Tagesordnung vorliegt: 1. Regierungsvorlage über das Reichsim psg^setz, Berichterstatter Abg. Tr. Stephan; 2. Regierungsvbrlage über die r.Hocsc.^ Zeichen unserer Zeit. Ter Chronometer und die Stoppuhr genügen längst nicht mehr: man will jetzt, sowohl auf dem Rade als int Auto, immer gleich ablesen können, wie hoch die augenblickliche Geschwindigkeit ist. Tie Zahl der verschiedenen Geschwindigkeitsmesser für Kraftwagen ist schon Legion und immer noch wird Neues erfunden. Auch die Lujtschisser hat jetzt ber Schnelligkeitsehrgeiz gepackt: ihnen dient ein Instrument, das man unter dem Namen der Pitot'schen Röhre schon lange für Wassergeschwindigkeitsmessungen kennt. Tas Prinzip ist sehr einfach: Ein rechtwinklig gebogenes Glasrohr wird mit dem einen Schenkel gegen die Strömung gestellt Je nach dem Truck, der ja mit Schnelligkeit hier gleichbedeutend ist, wird das Wasser im anderen Sck^nkel mehr oder weniger steigen. Dieser Schenkel ist mit einer Skala versehen, von dem sich die Geschwindigkeib ablesen läßt. Tiefes Rohr hat man auf Luftverhältnifse übernommen: es ist so tief unter dem Luftfahrzeug angebracht, daß es au ter falb der Luftströmungen liegt, die durch die Proreller usw. erzeugt werden. Ein Schlauch führt zu einem Manometer, der am Führersitz oder in der Gondel befestigt ist. Von diesem kann bie Stärke Yes Truckes abgelesen werden, und unter Berechnung des Barometerdruckes ist man bann imstande, diesen Truck in Geschwiiwigleü umzurechnen. Tie Zeppelin'schen Luftschiffe, bet denen diese Art der Schnelligkeitsmessung zuerst ausprodiert wurde, sind nunmehr alle mit diesem Instrument versehen, auch bie militärischen Lenkballons werden im Laufe des Jahres alle diese (Einrichtung erhalten. Tie höchsten Geschwindigkeiten, bie man beim Zeppelin und Siemens Schuckert bis jetzt gemessen hat, betragen 19,3 bejro. 19,4 Meter in der Sekunde: das ist in ber Stunde eine Schnelligkeit von 691, Klm. Es sind jedoch Vorbereitungen im Gang, bie eine noch weit höhere Geschwindigkeit erwarten lassen. — Hohe Preise für Bilder. Aus Neuyork wird gemeldet: Einen Rekordpreis für einen C o r o t erzielte bei der Versteigerung von Gemälbcn aus bem Besitz ber Mrs. Alice Newcomb eine Landschaft des Meisters „Nemi-See", für die von einem unbekannten Käufer 350 000 Mark bezahlt wurden. 62 Gemälde erzielten im ganzen fast 1 Million Mark. ES waren in der Haupuacye Meister c-er Schule von Barbizon: Taubigmn „Bote an ber Küste" 13 200 Mark, „Abenb au ber Seine" 32 000 Mark, Tiaz „Venus unb Gupido" 20500 Mark, „Sonnenuntergang" 24 000 Marl: bann Monet „Tie Gärten ber Infantin" 8000 'Mark unb Gainsborough „Porträt von T oib Garrick" 18 000 Mark. Besonders herooriuheben ist schlics "ch Der hohe Preis, der für ein Gemälde von Cezanne gezahlt w-rde: „Tas Laus ber Künstler in Eeouen" wurde für 100 000 verkauft. wolle den König verjagen, die Religion abfd)affen und jedem sein Eigentum nehmen. Ter Zcntrumsklerus auf dem Landi trieb es sogar nod) schlimmer. Es wurde nicht nur au bte Kinder in den Schulen dahin eingewirkt, ihren Vater', den Gehorsam zu verweigern, wenn sie nid>t für das Zentrum stimmten, sondern auch den Ehefrauen empfohlen, ihren Mannern ihr Recht zu verweigern, falls sie nicht Zentrum wählten. Gegenüber dieser klerikalen Verhetzung hott- der Block eine Wahlparole ausgegeben, wie sie sich besser nicht denken läßt: Neuordnung des Wahlrechtes, und zwar in dem Sinne, daß 1. die ungeredste Wahlkreiseinteilung Bayern versuchen, die Zentrumsherrschaft schon bei bet] Hauptwahlen zu stürzen, indem Liberale, Bauernbündlet und Sozialdemokraten in 110 Wahlkreisen (mit 117 Ab- acorbnetcn) vereinigt gegen das Zentrum vorgehen. Hier- burd) hosst man, dem Zentrum mindestens 18 Mandate, ja, sogar vielleicht 25 abzunehmen, wodurch daS Zentrum die Mehrheit in der Zweiten Kammer verlieren würde. Sind) gegen die Konservativen, den Bund der Landwirte und die kürzlich gegründete bayerische Reichspartei richtet sich der Kamps des Großblockes, da fick diese allerdings recht kleinen Gruppen vom Zentrum völlig ins Schlepptau nehmen ließen. Gemäß der bayerischen Eiyenart hat der Wahlkampf unerhörte gegenseitige Beschimpfungen mit sich ge ” zwischen Main und Alpen an red): Sv erklärte das Zentrum, der Blo^ Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Zunächst sei bir» auf hingewiesen, daß sich unter den vor ber Anstellung stehenden Gehilfen solche befinben, ti: bereits seit ihrer ^chulenl- lassung im Staatsdienst ta.ig finb, mithin unter Einrechnung etwa geleisteter Mi.i ärdicnste aut eine 15jährige Dienstzeit zurückblicken. In solchen Fällen müßte die Anstellung^ unter allen Umständen noch mit bem 30. Jahre erfolgen. Sodann kämen biejenigen in Frage, die zwar nicht direkt nack; ihrer Schulentlassung, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt in den Staatsdienst eingetreten sind. Lier dürfte sich vielleicht eine stufender Wartezeit empfehlen, so daß diese dennoch ., 33. ober 34. Jahre zur Anstellung getangcil roenben, so erscheinen sie uns wohl als'Kannibalen, die wir nubt daran benfen ober nicht wissen, daß ein bekannter deutscher Kumt gewerbler vor kurzem ein Buch in „Menscheweber" gebunden hat: mehrere bibliophile Zeitschriften brachten vor einiger 'Zelt Ao- bilbungen davon. — Abscheulich genug find auck die zahlreichen Arbeiten aus Menschenbaaren. Es gibt Stickereien, Malereien unb Blumensträuße aus Haaren: besonders die gefüh.volle Biedermeierzeit hat diese Kunst betrieben. Das Gebiet der Zoologie liefert bem Kunstgewerbe von jeher eine Menge von Verlegenheitsmaterial. Ein aus Narwalzähnen aetertigter Thronsessel vom Jahre 1671 gehört hierher, ber im Rittersaal bes Schlosses Rosenlwrg vu Kopenhagen gezeigt wird, ferner ein Stuhl aus Elenhirschschauwln, der in der Franzenburg zu Laxenburg stclst, eine aus einer Damhirschschaufel geschnitzte Rokokosckm sel des gotischen Lauses in Dessau-Wörlitz. Leute gibt sogar ganze Zimmereinrichtungen aus Geweihen Mw. Fych- icknippen und Musck)eln sind ein Material, das besonders Die Biedermeierzeit sckätzte unb schleckst verwendete. Taß mit Muschel- bclorationen aber auch gute Wirkungen zu erreichen sind, bat Die Renaissance mit ihren muschelgeschmückten Brunnen und Grolien oezeigt ?hid: aus der Jnsek.enwelt stammt viel Schmuckmatcrial. "(SjroFe indianische gulbine Käfer oder cantarides" waren schon im 17 Jahrhundert recht beliebt, unb erst neulich wußten die Zeitungen :u melden, daß die Courrobe einer englischen Herzogin mit schiB ternben Käferf.ügeln bestickt war. Spinngewebe zu kunstgewerb- lichn Zwecken zu bearbeiten, ist gewiß keine Kleinigkeit: ein Tiroler Maler der Biedermeierzeit namens I. Borgmann hat Leine Szenen daran) gemalt. Ein sehr ungeeignetes Material ist auch Stroh. Die Barockzeit bevorzugte es: Tischplatten, Schachbretter, ganze Bilder aus ^troh sind zur Genüge erhalten. Es gab sogar mit Stroh bestickt? Meßgewänder und ftrob rnc Altaiaufsätze: Goethe sah einen ioldten in Palermo. Unaufzählbar, weil unendlich, ist schließlich das Material aus dem Pflanzenreich Wer erinnert sich nickst üblicher Arbeiten aus Tannenzapfen, Moos, Flechten, Baum- schwäminen? Auch die Kochkünstler versuchten sich zu allen Zeiten „kunst- oewcrölich Ta gibt es Kirchen, Springbrunnen, Paläste aus Eis Hier sei nur noch jenes Gefrorene erwähnt, das 1886 beim Heidelberger Universitätsiubiläum serviett wurde: es stellte bie EMe Wilhelms I. bar. Dem damaligen Kronprin^n Friedrich war zugewutet worden, sich die Nase oder ein Lhr seines laiser- [täten Vaters abzusckneiden und zu verzehren, was er jedoch dankend ablehnte. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhejjen in Bayern, da unter den eben genannten Voraussetzungen daS Zentrum auf bie ihm gebührende numerische Vertretung in der Zweiten Kammer beschränkt werden würde, nicht nur um den Kampf gegen die Herrschaft des Zentrums, fonbern um einen grundsätzlichen Kampf, dessen Ausgang an Bedeutung nicht zu unterschätzen ist. Das Wesentliche bei der Erreichung dieses Zieles ist es, daß, während früher Zentrum und Sozialdemokratie im bayerischen Landtag aufs engste verbunden waren, Nationalliberale und Liberale fick) dagegen, was sehr überflüssig war, auch noch untereinander befehdeten, heute durch die liberale Kampsvereinigung und durch das Absd)wcnlen der Sozialdemokratie vom Zentrum die Wahltage gänzlich verändert ist. Die nichtkierikaleu Parteien stellen in jedem Wahlkreise einen gemeinsamen Kandidaten gegen das Zentrum auf, um sich gleich bei der Hauptwahl die relative Mehrheit zu sichern So läßt es iid) bei dem festen Zusammensteben der Sozialdemokratie mit Nationalliberalen und Fortschrittlern erwarten, daß am 5. Februar die Zentrumsmehrhrit zu Fall kommt und die Tyrannei, welche diese Vart.i seit mehr als 40 Jahren in Bayern auSübte, ein Ende nimmt. Tenn die Auflösung des bayerischen Landtages am 4. November v. I. legte es allen Einsid)tigen Har, daß ähnlich wie bei der'Reid)Stags- auflösung vom Dezember 1903. das Zentrum seine Macht in einer Weise über Bayern ausoeuten wollte, die dem Lande nicht zum Segen dienen konnte. München, 2. Febr. Tie Korrespondenz Lofstnann meldet: Nach Berichten aus dem Lande vermehrten sich mit dem Heran- nahen bes Tages der Landtagswahl die Fälle, in denen, sei es in |bcr Presse, sei es in Versammlungen, die allerhöchste Person m politisckst Erörterungen hineingezogen wird. Derartige Voi- älle sind aufs tiefste zu beklagen. Tas monarchische Prinzip mb Rücksicht auf die allerhöchste Person machen es der ^taais- regierung zur Pflickst, solche Auswüchse i.t st.-ceinungsstreiten der Parteien auf bas entschiedenste unb nachdrück ichste zu verurteilen. Die Staatsregicrung hat lisher entsprechend ber ,'cit Je.hr- ahnten grundsätzlich festgchaltencn von allen Parteien geLiitiglcn Heining von jeber Kundgebung abgesehen, die als Stellungnahme für ober gegen eine Partei hätte auf gefaßt werben können. Nun fand aber am I Februar in München eine offenfi f;c Versammlung von Staatsbeamten statt mit ber Tagesordnung: Stellungnahme der Staatsbeamten zur Lanbtagswahl. In dieser Versammlung sind, wie auch bei anderen Gelegenheiten, Äußerungen gefallen, als ob bie Staatsregierung bei den kommenden Wahlen unter Umständen ein Eintreten der Staatsbeamten für Kandidaten dersozialbemokratischenParteiwolle. Solchen Acu- üerungen muß mit aller Entschiedenheit cntgejengetririm werden. Tie Staatsregierung gab am 23. November b:e Gründe der Auflösung des Landtags bekannt. Lierbei betonte sie, baß die Stellung der Staatsregierung zu den Parteien, insbesondere ihre grundsätzliche Stellung zur Sozialdemokratie, wie sie diese erst vor wenigen Monaten im Landtage in der bündigsten Weise dargelegt hat, durch die Auflösung des Landtags keine Aenderung erfahren ^^Diese Stellungnahme und Veröffentlichung der Regie- ming ist durchaus zu verstehen. Sie braucht fick) in den Aaylkampf unb seine Taktik nicht einzumischen, nachdem ic deutlich genug kundgetay hat, daß die Anmaßungen des Zentrums die Auslösung des Landtags herbeigeiuhri haben. Aur der Sdindcnsfammcr öcs Kunftgewerbcs. Im Jahre 1852 eröffnete das Londoner „Museum of Manu- factures“ eine „Schreckenskammer", die die geschmackloselten kunst ecnierblito Erzeugnisse jener Zeit zu einem merkwürdigen Chao-: bereinigte. Es müssen darunter ganz brionders arge -tiny. gewesen sein. Erst beinahe 60 Jahre später ist der lehrreiche^Ver iud), der an den Beschwerden der Fabrikanten aut die Tauer scheiterte, wiederholt worden: das Kgl. Landesmuicum in Stutt- aart hat vor einigen Jahren eine,Abteilung für Ge,chmacksver- ■T&nqen eröffnet, in der saöltofe■ithomtc, schnüre undlncher Lerbreck-m gegen den guten Ge,chmack geiammclt unb festgeleg. inb Diese verdienstvolle Sammlung ist be|onberd reich an „Narreteien bes Materials", an Gegenständen alio, bie ladKtlid, ober grotesk wirken durch bie Wahl des -stottes, aus dem^ie ge- terti.it sind. Man hat gar keine Ahnung, wie derartige ^umm beiten auch heutzutage grassieren; es gibt eme S^nze Literatur, bie die verrücktesten Anleitungen dazu gut: '".-'mrd von einem Wiener Verlag ein Buch vertrieben, bas Herstellung durst lidter Blumen au-5 Blech, Wolle, Band, WA^.^dn Federn Chenille, Haaren, Perlen, Fi,ch,ckntt'pcn, Mu,cheln, Moos unb anderen Stoffen" lehrt. Von Menschensck ädeln und Mensckienhäuten angefangen bis etwa zu Spinngeweben ober Schmclterlingstüigeln gibt es woh. keinen Stoff, ber sich nickst schon mitunter eine kunstgewerbliche. Bchanblung — ober besser gesagt: Milchaiidlung gefallen lassen müssen. Gustav E. Pazaurek, ber bie ^nannte samm ung der Geschmacklosigkeiten in Stuttgart cingerichtet hat, gibt in anem dieser Tage erschienenen Werk „Guter unb fdbled>tt.r Oeicnmad fm Kunstgewer.e" Stuttgart, Teutsckre Verkags-Unstalt'elne Auslese solch r wunderlichen Materialien, die zu „Lnstlernchen bro> butten verarbeitet wurden. Als barbarischste kommen ennd)leben bie in Betracht, zu denen „Teile von Menschen" verwendet wurden. ‘ Man bar! hier an bie Hirnschale Donizettis erinnern, bte eine - Zeitlang in Bergamo als — Streusandbehälter biente, aber auai ivenigcr berühnten Menschenkinbern widerfährt es nach ihrem । Tobe nickst selten, daß man ihre Knochen zu 0.ewrat:onszweaen : verwendet: ein Blick in eine ber zahlreichen Grabkopellen ^ud- italiens genügt: aber man braucht nicht einmal so weit zu Lehen, i Der Allerd iligengruftlirche des böhmischen Städtchens -sevtcy kit man aus Sckzäde'n, Brust-- unb Armknochen Pilo neu, Wappen, ll amt requins, ia sogar Mronlcud ter zusammciigeii .lt, und in 3t. Stephan zu Wien bient ein Totenlopf als Wcihwasterkenet. Vazaurel hätte auch eine seltsame Sitte anführen können, bie man vielfach fti sübbayerischen Grabkapellen findet. Dort smb die aaiieinanbergeschichteten Sck'äbel fein säuleelich beinalt mit iölumcn arrb Zieren, Symbolen des Todes. Wenn bie Tibetaner Menschenhaut zum Uebcrfpannen von Tamburinen mit Vorliebe vcr- Maul-und Klauenseuche, Berichterstatter Abg. Lutz: 3. Regierungsvorlage über das Rcick)sviehseuchcngesetz, Berichterstatter Abg. Wolf-Stadecken. Sir Nrilage der hrfsischm Gkrichtroolljikher-Aspiraaten. Man schreibt uns: Wenn die Not der hessischen Beamten und Staats anwär- tcr Beachtung finden soll, so sind es in erster Linie die Anwärter, die sich dem l»essischen Gerichtsvoll^ieherbcrufe zugewandt haben. Diese Leute, sämtlich Männer im Alter von 38 bis 42 Jahren, die eine militärische Dienstzeit von vielen Jahren hinter sicki haben und seit 20 fahren ihre Kräfte dem Reich und Staat zur Verfügung gestellt haben, befinden sick) in einer red)t trostlosen Lage «sdjon längere Jahre sind die Aystellungsverhältnisse recht ungünstig. 'Jhnt hat die Regierung aud) nock) lOProzent dervorHande n e n Stellen ei «gehen lassen, angeblid), um zu sparen, aber merkwürdigerweise spart die Regierung hierbei keinen Pfennig, denn derjenige Beamte, dem die stelle seines zweiten Kollegen mit übertragen wurde, hat nun ein doppeltes Einkommen Aber wenn auch selbst der totnnt einige hundert Mark sparen würde, so hätte er dock) and) die Verpflichtung, für ein Unterkommen der Leute zu sorgen, deren Vorredite so oft gepriesen werden. Wenn ciit^. Unteroffizier eine zwölfjährige Dienstzeit zurückgelegt hat, wird ihm von seinen Vorgesetzten nayegelegt, des Kaisers Rock auszuziehen und fid) um eine Zivilstelle umzusehen, damit jüngere Kameraden befördert werden können. Dieses Ansinnen i|t auch wohl angebracht, abcrjiw sollen die alten gedienten Unteros iziere hin, wenn der Staat keine Stellen zur Besetzung hat ober sogar eingehen läßt Bon den int Jahre 1905 geprüften Aspiranten hat erst einer Verwendung gefunden, die übrigen, tie Jämtüd) im 40. Lebensjahre stehen, warten vergeblich von Jahr zu Jahr aus Anstellung. Leiber Ursache ist nur zu begreifIid), da diese eine Schmälerung ihrer Bezüge, die ganz gut zwei Beamten befriedigen würden, befürchten. R- 3u bin Wünschen der Schrribgehilfen. - Zu der letzten Sitzung des Finanzausschusses, in der die Anstellungsverhältnisse der Schreibgehilfen behandelt wurden, schreibt uns zu dem vorläufig ablehnenden Standpunkt der Regierung einer der betroffenen Beamten: Samstag, 5. gebniar lN2 ÄotanontOnia miv Verlag öci 151 ü brieben UiiiDCPuä-3»Buch- unb £:einbrudeceL 9L Lange, (Biegen. De «Kletzenei KmnMendläNer- merben bem , V yrameller mit den „3 Tannen''., von Samstag, den 3. Februar bis Samstag, den 10. Februar II ’.b 63—84 62—64 echter kandierter Korn-Kaffee wird in gelben Originalpaketen mit roten Ver- sohlussmarken verkauft, alle ähnlichen Aufmachungen sind Nachahmungen, durch welche die Hausfrau getäuscht werden soll! Achten Sie daher beim Einkauf von Korn-Kaffee unbedingt darauf, dass Sie den echten Seelig’s kandierten Korn- von ein- zu- von von Trotz der staunend billigen Preise :: Ausgabe der Rabatt-Marken :: 2 2 49—50 *3—49 27,0 26,9 •32 9 ■c - & 79 86 72 44-*8 39-43 10 10 8 Zebr. 1912 46-49 42-44 40—43 39-43 5 Schnetiall Bed. vuninel Sc ID. . 63-64 56-62 53-37 47-51 -03'6. - 7,7 0 C. 83-91 74-78 72—83 36-39 80-83 bis 2. Februar , 2. 00 - 7 4 -105 Mr. 92-15 90—92 83 -H9 76-81 74-79 60-70 «o NNE NB N 2. 2 3. B « ZZ $ i cv A? C 5 A -S » C LvaancrC G'iiticttunndtce. 3 ii 4.oi. L 'DIL 3 — z. haben i.b Viktoria-Drogerieo. W. Schrader, Slaiftitr.ö.'®0* Millionen *e,;,c’“cn*,e" llaMti-n, Kxtnrrli, llritier- kelt, Ver*ohl-bl 80-84 M ul bldlner und DorAÜnUdxr Brand, gleichwerlig jedem Braunkodlcubrikctt. i>-'» Gruskli. Bcrgnerksdlrckt. Friedberg (Heswen) Su beziehen in Gienen von d. Sohlenhanbl: Gmil tfoti, SucOcnplaB 9 und Georg Schäfer, Licher Strafe 9. Die nach- A nrilß »lebenden ßvl tilv S'tiyüy M •• Zur Beachtung für Geschäftsleute. Rui Grund mehrfacher Anregungen möchten wir den Geschäfts, [enten, überhaupt allen, die Rechnungen u. dergl. auSzuitcllen haben, dringend empfehlen, auf ihren Formularen stets da» GeschästSlokal oder bie Wohnung nach Strobe und Hausnummer genau zu bezeichnen. Glicht nur Fremden und Nen- ^ugezogenen, sondern vielfach schon länger hier^ Wohnenden wird es oft erst nach umständlichem Suchen und Fragen möglich sein, die Geschäftsräume oder die Wohnungen der Rech. nungsauSsteller zu finden. Die Annahme der Geschäfts, inhaber, dab ihre Firmen nach Streben und Nummern hin. reichend bekannt seien, trifft nicht immer zu. Bei uns häufig erbetene Auskunft beweist eS. Im Hinblick aus die nehmende Ausdehnung der Stadt ist die genaue Angabe Strobe und Hausnummer auf den Geschäftsformularen hohem Wert. — 5l u nst verein. Die Sonder-Ausstellung Den üblen Geschmack im Rund, der sich nach längerem Rauchen. Biergenuß oder Aufenthalt In rauchigen, staubigen oder schlecht gelüfteten R/Iumen elnstellL vertreibt man durch ein paar Wybort-Tabletten rasch und zuverlässig Sie sind zahlreichen Menschen treue und unentbehrliche Begleiter, die sie nie von sich lassen. Die lange - ausreichende Schachtel kostet in allen Apotheken 1 Mark. Niederlagen in Giessen: Pelikan-Apotheke, Kreuzpl. 2. m*'u ^i(n di St Ockfen. T oNf elsckiae. ausgemästtie. böcksten Schlacht« werter int Aller von 4 7 Jahren .... Tie noch mcbi gezo.ien haben (inmejotbt) . . 3unae, stestchige, nucht anSgemäuete und ältere auSqemäieD........... OJiäßia genährte junge, aut genährte ältere . . Nullen. Pollstestchige, au4geiv, höchsten Schlachtw. . . ^ollsleijchige, jüngere.......... Für en. Rüb*. loNstestchlge au4gemästete L olcheijchige Schweine unter 80kg Lebendgewicht LoUsteischige Schweine von 100—liu kg Lebend- gewicht BoMleijchige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht -■ ..... U ö°!" W Märkte. «iefien, 3 ftebr. A. art in ericht. 9htf heutigem Wochen- maxfte fouete: Butter gr. W 1,10-1.20 ®tfw viUmereier 1 St. 9-10 V.k, Räse uv. et. 6-8 'big.. Rasematte 2 St. 5-6 l'ffl., rauben vr . Winsch oiiS Berlin-Holensee sprechen wird, .ÖerzkrankheitenE, darf, abgesehen von dem allgemeinen Znteresse, hier aus ganz besondere Anteilnahme rechnen. Ist doch unser hessisches Bad, Bad-Nauhcun, speziell für Herzkranke heutzutage daS Bad! Es mub interessieren, aus berufenem Munde zu hören, ivie die Äkaturhcstkunde Herzkrankheiten beurteilt und behandelt. (Siehe Llnzeige.) "Silberne Hochzeit feiern morcei Bahnarbeiter Georg Schmidt und seine Ehesrau, Müht|trabe 4. Landkreis Gietzen. 6. Lollar, 2. Febr. Gemeinderatssitzung. Anwesend sind: Bürgermeister Schmidt, Beigeordneter Gerlach, die Gememderate Erdmann, Ringled, Forbach, Back, Schupp, Schmitt,. Römer und Losmann. Zur Kanalisierung der L u m d a |t r a ß e liegt ein Projekt zur Einsicht vor, dessen Ausführung unter Vorbehalt einer"mochmaligen fachmännischen Prüfung beschlossen wird. Ebmso wird eine kleine Abänderung der Baufluchtlinie m der Strabc genehmigt. — Zur Quarzitausbcutung verlieft der Vorstbende einen Vertrag, der nach kleinen Abänderungen für gut befunden wird Die Versammlung beschließt, ihn juristisch, sowie kreis- amtlich prüfen zu lassen, um in nächster Sitzung das wettere zu veranlassen. — Bei der Entwässerung des Schulkellers wird auf die Laslbarkeit des Unternehmers hingewicsen, da schon bet der Moroie i ^ngiaiii V“ Mini »Nkdrichj na# - LL ’U dunaen. Die oom ^esttschen Sparkassenverband veranstaltet worden sind, auf 330&3S732 Mk., die sich auf 32 spar taffen verteilen. Tie Zahl der 1910 in Umlauf gewesener Sparkassenbücher in den öffentlichen Sparkassen betrug 282 650 Stück. Tazu kommen in den sonstigen Sparkassen noch 9824, so daß also fast auf jeden v terten Einwohner in Lessen ein Sparkassenbuch kommt. Von den 330 Millionen waren verzinslich angelegt m Hypotheken 217 257 378 Mk., in Kaufschillingen 26 91a bei Gemeinden und sonstigen Kommunalverbandei 45 108 483 Mk., gegen Verpfändung von Wertpapteren 1689 490 Mk., gegen Schuldscheine 5 646 390 Mk., in Inha- Lerpapieren 26676343 Mk., in Wechseln 2 407 <9/ Mk., in Kontokorrent-Scheckverkehr ufto. 4 075 382 Mk und in son- ftinen Anlagen 1062 285 Ml. Die gesamten Verwaltungs- kosten der 32 öffentlichen Sparkassen betrugen 511 .d88_JJii., die der sonstigen 10 Sparkassen 26 557 Mk. Don den epar kasseneinlegern entfallen auf Starkenburg 143 ( 38, paruntei auf Darmstadt 43877, Offenbach 1871/, ai^ Oberhessen 52 806, darunter Gießen 18 774, Friedberg i84o, Aukback, 3725 und auf Rheinhessen 86 106, darunter Mainz, städtisch) Sparkasse 34 655, Delirkssparkasse 16 211, Worms 19 588 Bingen 8571, Alzey 3783 und Oppenheim 3298. Die Ge- samtsumme der verzinslich angelegten oder ausgelieheiten Kapitalien betrug bei den öffentlichen Sparkasten 342 845 640 Mk., bei den anderen 11016 621 Mk. Einweihung der Schule sich Wasser oorgerunben hatte, xem wurde entgegengetreten, da in dem Bauvertrag von emer Garantte nichts 3u linden und sie im allgemeinen auch nicht üblich Kl. -Auf Vorschlag des Vorsitzenden wird beichlopen, eine Heine Pumpe anzulcgen, die das Wüster herausschaffen soU. — ^^/^ndlung jer Lchnakenplage wird von der Versammlung mit geteilter Meinung aufgenommen. Eine vom Kr.isaml an die Gemeinde ergangene Venügung, die Keller auf Kosten der Geme'nd«: aus- luräuchern oder auszubrennen, läßt sich aut dem ~ande gut durchführen. Um aber etwas in dieser c zu tun, bcianieBt die Gemeindeverwaltung, die Einwohner autzuiordern, nach be cm Können ihre Keller oder sonstigen in Betracht kommenden Raume auszuräuchern und zu reinigen. — xos Geiuch de» Ingenieurs Brinkmann zu Gieben um Uebertragung einer Konzestion zur Ausführung von elektrischen Anlagen in hiciiger Gemeinde wird als verfrüht betrachtet und bis zur Vergebung des Dauptttetzes zurückgestellt. - Eine ^Beschwerde der Lehrer Jakobi und Weitzel gegen Bürgermeister Schmidt wegen Beleidigung stellt sich als unbegründet heraus. — Die Lolzhauerarbeiten im hiesigen Gemeindewald sind beendet. *♦ In der Notiz con No nnenro t h in Nr. 27 fmb infolge unoeutlicher Schrift zw i Tnickfehler entstanden Ter Ver- einSvorsitzenbe h i'-t Rinker und der in dem Bericht genannte Lehrer Welter und nickt Walter. Kreis Friedberg. = Friedberg, 2. Fcvr. Am 25. Marz beginnt an ber Obstbau, und landwirtschaftlichen Wintcrschule hier der diesjährige Baumwärter.kursu4, dessen erster Teil (fünf Wochen) bi5 zum 4. Mai bauert. Für Teilnehmer au3 Hesien, öie sich zu berufSuiäüiaen Bauniwartern ausbilden ivollcn, ist ber Bestich honororfrei und die Lanblvirtfcha'tSkammev, t.ezw. deren Ausfchuste, gewähren auf Antrag Bcihilien bis 60 Mk. Für Private und OiichtHeffen beträgt daS Honorar 20 Mk. Städt.PoIytechn.Lehranstal J&y und Bau-Jnäenieurwesen. ■/2ßahn-Srd.vün Frankfurt Vcrmiicbtcs. kf. Tie größten M o l b I n u b e. Zebesmal, wenn irgendwo ein neues 6wld.iebnt embedt ivoibcn ist, iüieberl)olt fick die Er- icheinuna, dab aolbgieiige Aieutemev dorthin ziehen, die von qolbcnen Bei genhäumrn, die sie dort erivai teu. Bleisteus ater ut es mit bi^cn goldenen Beracn* nick'ls: im Gegenteil, fclblt in einem wirklick reifen (ttolbge icie ist das nelbe Metall ziemlich öünu (iciäct. Tie wenigen Ausnahmen i icruon, 7xälle, iuo riesen- ba'te toolbhinbe qcmartu ivorden sind, stellt ein Austat; der .Astning and Scientisic Preu' (in San {xiancieco» zistannnen. Ler gronte Wolbttmnuen, der jemals geinnden worden ist, harrte tm anilia- lifdien Slaale Picioiia bei Tunclln !■ ines Entbeckers. Er wog 1,0 engt. Pstmd, asto eiivas mehr als Lo Kg. Tiefer ?xu\\o flammt nu5 bem Jahre 1869. Ein annähernd ebeisto.grober, der nur 2% Kg. weniger wog, wurde aist bie Hübsche Summe von 42000 Dollars, allo beinahe 1700CO Mk., geschaht. Tab in ziemlich kleinen Gebieten gros,e Goldmengen gestmden worden Und, weist die Goldgraberchronik auch zu berichten. In den fali oini| hen Alüfien machten im Zaine 1851 bie Goldgräber reiche Bente, denn der Golderirag belief sich auf mehr als 320 Millionen Mark. Etwas geringer war die Goldausbeute des Zahres 1853 in Victoria, nämlich 250 Millionen "Mark. Ter reichste Goldlund aller Zeilen bleibt mohl ber, bei einem töolbfliäber in dem neiientbedieu Rlonbite nliidte. D.r .cküdliche frmder erbeutete nämlich innerhalb von acht etunben nicht iveniger als IHu LO» Alk., und un ganjen ge- ivnnn er drei Millionen ans einem Gebiete, das mit 2onial 16 Meter grob mar. _____ MN von verblüfsend Erfola, angenehm u. unfdiäbL d Avotv. pnea noi. uenl Zeugnlme von DUJU Aerzten und Privaten l-nket N I 5 . I»o«r 50 Pr. za haben bei: Apotheke z. uoltl. Engel, t-g. Waden- lot-, Marktplatz Ul, AllgURt Wnlleufel«. Marktplatz 17, E. Dort. Walltorair 45. Jac. Maternun, Chr. Kicker, XrUHtadt, Mtndt- Apoth. in Kirtorf, J. Bepnler in La-g- 00 8. Ang. Seibert und H. KUnimei bi Wiea-ck Fr. Volk II. u. Ph. It. ckerVU. In Heuciitilheim. Willi ftllhi In Gr -Buerck Lu dw U- eng- unil Abwataccn. In Lollar. Wilh. Nchlich. Linde ih'-ke In Rrna.aeu Linden Löchstc Temperatur am 1. Niedrigste „ , 1. 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Der Vorstand deS Labnkanal-VeresnS sE. D ) 9.21.: Haerten, stellvertr.Vorsitzender. [D'/t Wenig gebrauchtes 6 Tonnen- Last-Äuto bestes Fabrikat, billig zu verkaufen. Schriftliche Angebote unter 902 an den Giefiener Anzeiger erbeten. Kalifgesuche 10—12 junge Vcrtcbübncr a. kauien ncf. mit Preisang » chrtftl. Angebote unter 0897 a i'oen Giefieuer Anzcig. erb. Kaufe getrau. btrnnguriKtobc zu d. höchst. Preis. I. Selig mann, JobanneSi'tr. 3. (0,SH *1 Emos, mich imÄntcrl. von C»crtcn u. Damen (Marderode i.u.aun.d.Haus. Schneid. Hübner, Giehe n ,Sandg.l1 v. .diflcnncrfottüm zu verl Laadgr.'Pdtl.-Platzl01I.^° Beginn neuer Kurse heute und folgende Tage. Hermes-Lehr-Institut Handelsschule w,° für Damen und Herren (fliehen, Babnhoistraf;c 39. Beförderungen von lül- uni) WststMrn nach u. von der Bahn werden vrompt ausgesührt durch Chrislian Beiz, Vörocnrtafic 1t l^'« Tel. 829 Unterricht: Französisch, Italienisch, Englisch, Grammatik, tton veriation, Norrespondenz. 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