Nr. 2 Zweites Blatt 162. Jahrgang <$rr1d)tini täglich mtt Ausnahme 6eS TonntagS. Die Lietzener $amilicnb!fitter** roerben dem ,91nAcic* *er* otennol roöctietitlttfc betg*leqt, da- „Krdsblatl für ötn Kreis Lietzen" groetmal wöchentlich. Die „Lanüroirkichaftlichen Lett- fragen" eriehernen monatlich iroeimaL Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefjen Mittwoch, 3. Januar 1912 Relation! brurf und Verlag der Vrüblichen Untoerfuäig - Buch- und Steindrucke«». R. Lange. Dießen. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schul- strotze 7. Expedition und Verlag: dL Redaktion:Tel.-Adr^AnjeigerGletzen. Die Ueichstagrwahlbcwegung. Aus dem Wahlkreis Ciegen-Erünberg N üba. • Wir erkalten folgende Zuschri t, in der der Kandidat der beiden liberalen Parteien, Äerbandssekretär Erkelenz, in der Hauptsache, unseres Erachtend mic vollem Rec.)t, gegen den Vorwurf verteidigt wird, als fei er ein Feind be-3 Kapitalismus und neige zur Sozialdemolratie. Ta dieser Vorwurf auch in der Presse er olgt ist, lassen wir die Verteidigung des Angegriffenen hier gerne zu: An allen Gelegen.'eitspartcien vollzieht fich ciu'grausames Gesetz der Geschichte. Wobei man als Gelegenycirs- parteien solche auzuiebeu hat, die ohne den Hintergrund einer politischen Weltanschauung >aus gelegeultichen Ursachen entließen, aus Erregung, aus populären Strömungen. Politische Parteien dieser Art tonnen vorübergehend einen Erfolg erzielen.1 Wenn aber ihre Entstehungsur^ache, eben jene Erregung oder Strömung, vergangen ist, bann stirbt die Gelegenycitspartei ab. Nicht ehrenvoll im dampfe, nein, langsam, aber unaufhaltiam vergeht sie an Entkräftung. Und greift in dieser Zeit zu jedem Strohhalm, um sich zu retten. Ihr grausamstes Geschick ist, daß sie bei diesem Absterben sich an eben jenen Tiugen erretten will, zu deren Bekämpfung sie ins Leben trat. Ties, Geschick vollzieht sich mit langsamer Sicherheit seit einigen Jahren am politischen Antisemitismus. Schon bpi der Nachwahl in Emden-Leer bettelte der Anlisemckis- inus um die Stimmen der Juden. Wie er sagte, um die Juden vor der „liberalen Revolution" zu retten. So ähnlich ui unserem Wahlkreise. Vergangene Woche bereits ertlärle ein antisemitischer Agitator in unserer Versammlung in Langsdorf: er kämpfe nicht gegen alle Juden, sondern nur gegen die reichen Vörsenjuden. Tie andern Juden seien ehrlich arbeitende Leute. Und ein antisemitischer Reoner erllärte dieser Tage im Privatgespräche auj den Vorhalt, der Antisemitismus hade abgewir,schabtet: ja, die Zeiten laben sich geändert. Unsere Polini ist mehr und mehr Wirtschaftspolink geworden, wodurch die Rafsefragen ihre Bedeutung verloren. In dieser innerlichen Auslösung und Entkräftung des Antiiemitismue. greift er nach dem Strohhalm. Er will den gemeinsamen liberalen Kandidaten Erkelenz als einen Feind des Kapitalismus, ja als einen marxistischen Sozialdemokraten hinstellen und ^scheut also nicht davor zurück, sich in Presse und Versammlungen als Retter des Kapitals aufzuspielen. Ter Antisemit, der auszog, um zunächst wenigstens das jüdische Kapital zugunsten der Staatslasse einzuziehen, kehrt heim als müder Greis, um das Kapital, aljo auch 'das jüdische, vor den — Liberalen zu erretten. „Daß du die Nase im Gesicht behältst", würde Cntel Bräsig sagen. Lediglich damit die Herren nicht etwa sagen, wir hätten auf diese auch in der Presse erfolgten Vorwürfe nichts erwidert und sie damit als berechtigt anerkannt, müssen wir auf diese Dinge hier eingehen. Was dient alv Beweis, um den Antisemiten als den Retter des Kapitals bezeichnen zu können. Herr Erkelenz hielt vor einiger Zeit in einem wissenschaftlichen Studenten- bcrcui einen .Vortrag über Liberalismus und Arbeiterbewegung. Darüber erschien .weis g.cken ,ur seine Kapi- taiistrnscindlichteit. Wr.n)er»G»«'.e biCjC Vorwurie )inb, bc- luci(l lci* nachstehende, von den Autiscuiiten angeioch.eue. Satz: „Fori,ä)eeiwn^e «DCivC||\2i;.ig o.r ;uu.ilsuem'.ißuu*' gen, zum müwei^t im Einklang m.t t;cij stoigerndett Uuicr- iieijmcrgciuinncu." Ls giut jub(i auj vtr uuMer|ien Rechnen laum noch einen Unternehmer, oer oie,e ^ovuc^ung der Arbeiter als unbcrca);igL oezTchuen w^rbe. ^uu^iciiv aber oas Maß der Lohnjteigerungen lann gelegentlich ein Streit entstehen. Es öiuu deut,ch-soztaleu Par.ei voroe- ijaitcn, selbjt bicje bvjij.ijviie ovroerung ui^ uiiUvtLujiig, zu bezeichnen. Im uorigen haben selten Wahlkreise so aubgi.big Gelegen./eck, |iü) über uie loihtrebungen ihres Siaituiuaivn zu unterrichten, wie der Gieß.ner Kvcks ü^er Herrn umclci^. In meieren neueren ^chri,ten hat er )4 tionallib eralen Partei, Landwirtschastslehrcr .Heck aus Alsfeld, hat heute zu den hiesigen Wählern gesproch.-i: nut) seine An, ich len klargelegt. Tie Ausführungen diele ■ Redners ließen ebenfalls an Klarheit und bezüglich der Sachlichkeit nichts zu wünschen übrig. Selbstredend waren es vor allem die allgemeinen Ansichten, die der Kandidat lundgab, sodann aber auch der Umstand, daß auch dieser Sperr (ich acker gei)ä|jigen und persönlichen Angriffe gegen die anderen Kandidaten enthielt, wodurch er sich den Veif ckl der Versammelten zuzog. Rechtsanwalt Kaufmann-Alsjeck» gab nach Schluß der Rede des Kandidaten Heck noch einig Erläuterungen. Die konseivative Stichvahlparole. B e r l i n, 3. Jan. Die rechtsstehenden Blätter bringen heute eine bemerkenswerte Auslassung der „Slonservaliven Korrespondenz" zur konservativen Stichwahl Parole. Tarin heißt es: Wo bis jetzt schon ein lokales Stichwahlabkommen zwiscß. n Liberalen und Konservativen gegenüber der Sozialdemokratie vc standen hat, bleibt es dabei, wo es nicht zutriist, da soll anzr Ureben sein, ein auf gegenseitiger voll- und gleichwertiger Verpslu tung beruhendes Stichwahlabkommen zwischen den Leituiigen i? Varteien für weitere geeignete Falle herbeizusühren. Gelingt da - nicht, dann treffen von selbst die in Königsberg angeregten Stich wahlbedingungen ein, falls man auf die konservativen Stimm. - rechnet: sonst ist aus konservativer Seite Stimmenthaltung geboten. Selbstverständlich sollten in Königsberg nur Grund- Züge angegeben werden: Keinerlei Schwächung der Verfassung, mäßigen Rechte der Kaiserlichen Gewalt, völlige sidicrücl'.'jtg eines ausreichenden Zollschutzes für Landwirtschaft und Industrie und Sicherung der bürgerlichen Gesellsckmt und des Einzeln, n gegen den Terrorismus der Sozialdemokraten. Diese Grund 2ius öen letzten Tagen einer Kaiserin. . ilE cin merkwürdiges Zusammentreften, daß kurz, bevor Ioic uns zur Feier des 200. Geburtstages FrievridfS oes Großen rüsten, dec Todestag der Kaiserin Elisabeth von R u ß - l a n d, seiner erbittertesten Feindin, sich zmn 150. Male jährt. Gegen Ende des Jahres 1761 waren Friedrichs Kräfte erschöpft. Ta brachte der Tod der Kaiserin Eliiaberh die entscheideiide Wendung zum GUicklichen, die vielleickst Friedrich und Preußen vor dem Untergang gerettet hat. . Schon zu Anfang des Jahres 1761 zeigten sich bei Elisabeth die ersten Vorboten ihres Todes. Infolge ihrer geschwollenen Beine, die now dazu teilweise mit offenen Geschwüren bedeckt waren, luar ii: an den Palast gefesselt. Sie, die früher rastlos ihren Vergnügungen nachgegangen und ihren Aussci.weisuugen leine Zügel auÜTlegt halte, verbrachte nun ihre Tage in eitler Müßigkeil, lausdne dem Geschwätze ihrer Sperlinge, und zu ihren Privatgemächern hatten nur einige Auserlesene Zutritt. Die ständigen Sorgen um die innere ^>0^1^01)11 des Landes und um die auswärtige Politik, jener Krieg, der alle Einnahmen des Landes verschlang, die Un* Whigkeit ihrer Minister, die Intrigen, die fortwährend in ihrer Umgebung angezettelt wurden, endlich oas Mißtrauen gegen ihren Neffen, den Großmrstcmhre'nfolger, und seine Gemahlin, von denen i,e be,nmmt wußte, daß sie alles versuchten, um ihre Pläne zu durchkreuzen, sowie die Trauer über das Verschwinden per letzten Reste ihrer einstigen Sd-önbeit, alles dies gab ihrem Wesen etroae- Unstetes, Mißtrauisches und Grausames. Manchmal über* rani fie eine Sehnsucht nach den alten, schönen Tagen der Gcsund- hett; ne erinnerte sich der rauschenden Hoffeste, und sie befahl pwtzlic.,, daß alle Vorbereitungen zu einer mit enormen Unkosten verbundenen, aber glänzenden Hoffeierlichieit, sei es ein Ball, ci es eme Kpernvorsteiiung, geiroffen worden sollten. Sie liest (ich idjTimaen, unb dann, wenn sie vor dem Eintritt in den Saal einen letzten Blick m den Soiegel warf, brach sie plötzlick) in Schluchzen aus, das manchmal sogar in hysterische Krampfe au-.-- artete, sie riß fich die Kleider vom Leibe, warf fich zu Boden, und fte, die ioii)t im Herzen Fromme, und allen Schieckaisfügungen Gottes Ergebeiie, erging sich in lauten Verwünschungen über den Gott, ber ber Natur das Gesetz ber Vergänglichkeit ausgeprägt bat Recht bezeichnend pir ihre Todesfurcht ist das erlassene Verbot, „,lch vor dem raiserlichen Paiastc m Trauerkleibern zu zeigen", uub Todesfälle ihr bekannter Personen mußten vor iyr geheim gehalten werden. . In Ichter Augst um ihr Leben mid in beständiger Furcht vor einer Ver>d)wöriing, litt fie an Wahnvorstellungen und giauLec an eur Komplott, das ihren Palast, einen .Holzbau, durch Feuer zu zerftoren beabsichtige. Ter neue Palast, ein Prachnvert de^ italienischen Architekten Raskrelli, war noch nicht fertig, und sie befahl, wenigsten^ ihre Privatgemächer zu vollenden. Aber selbst dieses konnte nicht gesck/ehen aus Mangel an — Geld; denn der Krieg hatte alles verschlungen. Bisweilen ;edoch kamen in ihr wieder die alte Tatkraft unb ber starke Wille der Tochter Peters des Großen zam Vorfchein, und nahezu alle Erfolge der ruimchen Diplomatie im Jahre 1761, das ihr sonst so viele Niederlagen brackste, sind wohl einzig und allein diesen Augenblicken zuzuschreiben. Gegen Ende des Jahres besserte sich ihr Ge.undheits- zuftand ein wenig; aber im neuen Jahre, am 3. Januar pm 10 Uhr abends erlitt sie plötzlich einen starken Rückfall. Vor Qualen verzerrte fis ihr Gesicht vis zur Grimasse und schrie angstvoll um Hilfe. Ihre Hustenanfälle wurden so heftig, dast sie einen Blut stur; erlitt. Tie Aerzte hielten es für ihre Pflicht, fic von ihrem bevorstehenden Ende in Kenntnis zu setzen. Sie bat so sott um einen Beichtvater und empfing am folgenden Tage die letzte Lelung. Ten ganzen Tag hinducd) mußten die „Gebete für die im ^odeslampse Liegenbe" gesprochen werben, und die eindringlichsten Bitten za Gott um Gnade und Barmherzigkeit wiederholte fie selbst mit großer Inbrunst. Gegen Abend begann ber Todes- Icrmpf unb er dauerte die ganze Nacht hiiibuw' unb nod) den größten -teil des folgenden Tages. Nur das Thronfolgerpaar, ihr morganatiicher Mann R.-iitmovsky und dessen Bruder und emige andere Vertraure waren anwesend. In den Vorzimmern drängten sick) die höchsten Würdettträger des Reiches; aber einige unter ihnen, der Kanzler Vorontfos, der nod) dazu ein Jugeno- gefyielc der Kaiserin war, halten cs vorgezogen, ud) aus weiser Fürsorge für ihre Zu'unst, vom o.odesbette Elisabeths sernzuhalten und selbst Krankheit vorzuschützen. ~ Hw 4 Uhr^tiachmittags am ö. Januar trat plötzlich der älteste Senator, bet oürjt -vrubetzloi, üb er die äd/iuellc des Vorzimmers und verkündete unter lautem Leuszen unb Jammern der Menge: „Ihre kaiserliche Majestät ist k erschiedeti, Gott erhalte nnsern nllcrgnäbigften Herrscher, den Kaiser Peter III." K.F. .* Jk- a? 1 e Schub en le mochte r. Lucie Bugai re, die Tochter ber Pariser Ltudenken will heiraten, unb nach reiflicher lieber* legrnig unb nach sorgfältigen Erlundigurigen über ihren zukünftigen Gcviahl haben sich die Vertreter der Pattser Sludentenfchasi em* !cr,loiicn, ihre Einwilligung zu der H^T-m . . ucn - Deittenlochter hat es eine eigemümtichi. -- . ‘ — im Juck des Jahres lb03 — ginn . a\: e r ror banne ähnlich zu wie Heu-.. Aua- uam.nv- ...... i u.e- dtttten und verlangten reu Rücttrin ttmg.r luivelieb:. Pro - ieisocen. .'tue wae man damals in oer Way^ c.! miitct mchr io maßvoll wie heute; denn Varriladeii w , errichtet, Wagen in den Straßen u iigeworja , Zca tu Ve^no gesteckt, furz alles erinnerte an die Tage der Kominuiie. Ta wurde eines Nachts, als die Studenten wiederum zum Sturme gegen die am ■ gebotene Polizcimannschaft heranruckten, an einem Eingang b t Universität ein kleines Kind gemnben, das inmitten dieses Tu muttes sich eines friedlichen Sckstummers erfreute. Tie stubentc.t nahmen sich des Findlings an, und das kleine Mädchrn wurde össenttick) zur „Studenteiltochler" proklamiert. Tie Behörden legt./ den Studenten nichts in den Weg und ernannten den jeweilig, n Vertreter t/cr Studentenschaft zum Vormunde des Kindes. E wurde getauft, und da es am Voradeirde des Festes der Helligen Luiee aufgefunden worden war, so wurde diese zu ihrer Schn- Patronin ausersehen. Aber welchen Familiennamen sollte-mw' ihr geben! Ta hatte ein Stuben' den glücklichen Gedanken, ihr zum Andenken an die stürmischen Ereigniffe zur Zeit ihrer Aus linbung, bett Namen Lagarre, d. h. Tumnii zu geben. T-.- kleine Lucie wurde aus Kosten ber Studentenschaft erzogen um IVäter sorgten ihre Pflegeväter dafür, daß sie zu einer Modis-n in die Lehre kam. sie haben ihr sogar ein Geschäft eingerw-ttl, und fte soll es trotz ihrer Jugend zu einer kleinen Künstlerin m ihrem Fache gebracht haben. Vor einigen Tagen crhictten nun ihre Pflegeväter einen rührenden Brief von ihr, tu oern /c bat, ihr doch die Heirat mit einem ehrenhaften Bäcker aus Nroe - zu gcitatien, ohne den sie nicht mehr leben könnte Aber i Studenten nahmen es sehr ernst mit ihrer Vormundschaft nun erst nachdem fie fich überzeugt hatten, daf; alle Anzeichen für ein glücltiche Zukunft Luciens vorhanden waren, gaben sst ihre Ein nrültgung. Eine Sammlung wurde veranstaltet, die zur Folg- hatte, , daß Lmce ihrem künftigen Ehemanne eine beträchtlich - Mitgift in die Ehe mitbringen kann. . k/-. i n e Schrn etle r l i ngssa mui tung für vi.r •Jc V ■- 0 n e ? jjc a 11. Tas nahugejdjidjtiidje Museum in Ne>! York ist mngit um eine außerorbentnd) wertvolle schmettcrl. ig - jammlung bereichert worden, oie zusammen die Riesensumme t>i. 4 Millionen Mark wett ist. Wie man sich denken kann, Hal ea-- Muieuni dieie Sammlung nicht getauft; vielmehr b-mbclt es jir. um eine Stuiung, die ein Schmetterlirrgssamm 1 er, Tr. Hermann stremer aus Penjylv-anie'.i, oem Museum testamentarisch m macht hat. Unter ben Pracht stückest der Sammlung befinoet eins, bas wohl als der teuerüe Schmetterling ber Well ju 1> leidin-'u ift 'Tiefes eine T1-. „so.met'.erttngSfagdZup' nach s u.i. u tun, bis sie in Gnür r c 1;l" erlctnun LdMtterkinacS yavi.ast wurde., ui "eauL fich der R^senpreis. 78 Getreide-Wochenbericht (—) gegenüber der Vorwoche in tolgt: Haler 1 Dietz. Müller. lein Maltomcsius sprach sehr ausdrucksvoll einen Prolog Der erste Vorsitz nde, Haffner, gab eine kurze Uebersicht der Vcr- einsarbeit dcS Jahres 1911. In ein dreimaliges .Heil dem Dcutschnationalcn HandlungSgchiifcn-Verband klang seine Rede aus. Weiter wurde die 5cicr durch einige wieder für Bariton verschönert, gesungen von '?l. Haffner. Besonders wirkungsvoll waren ,,Die Könige", von P. Cornelius und„Die Ubr", von G. Löive, die mit warmer Ernpfindung gelungen wurden. Auch die Kofchalludri „Kärnter G'nrüat" und ,,D' Hamkehr" wurden mit großem Beifall ausgenommen, so daß sich der Säuger zu einer Zugabe verstehen mußte. Gin flotter Tanz hielt bie Er schieneneii noch lange zusammen. Landkreis Gießen. । Klein-Linden, 2. Jau. Der G e sa n g v er ein letzten Markttag in Mark vro das Mehr ( + ) bezm. Weniger Klammern () beigeiügtjit, wie Königsberg Danzig Stettin Posen Breslau Berlin Magdeburg ■ Lalle Leipzig iNo'iod Hamburg Hannover Tüsseldori Köln Mannheim ! Straßburg Atünchen Weltmark Budapest April (4- O.7O); Paris Januar 208.60 (0.00); Chicago Tlcii 152 70 (4- 0.40). Roggen: Berlin Akai 196.75 (+ 2.25). Haier: Berlin Mai 193.50 (4- 3 50). Futtergerste: eii Hamburg ichivnn. 146.75 (— 0.25 >, Jan. 146.00 (+ 2.25), Februor-ülläiz 146.00 (4- 2.75). Tlaid: Btircd Jan.-Mär^ 130.50 ( 4- 0.50), T onan März-April 12t>.öO (O.üuj, La Plata Mal-Juul 117.50 (- 4^0) Mk. Felix vahn t. (Nach Schluß der Redaktion eingetroffen.) Breslau, 3. Jan. Felix IDahn ist im Alter von Jahren g e ft o r b e n. Aus Stadt unb Land. Hießen, 3. Januar 1912. ** Vortrags knrs für L a n d wirte. Die von der Hessischen. L a n d w i r t s ch a f t s k o m m e r in diesem Jahre hier veranstalteten laltdlvirtschaftlichen Kurse wurden in der Turnhalle gestern früh in Anwesenheit des Vertreters des Ministeriums, Regierungsrat Dr. Spamer, sowie des Beigeordneten der Stadt Hießen, Keller, durch den Vizepräsidenten der Kammer, Abg. Bähr, eröffnet. Er teilte bann mit, das; leider der Präsident der La)ldwirtschaftskammer Geheimrat Haas verhindert sei. den Shire- zu eröffnen, er läßt beste Grüße übermitteln. Es sind zahlreiche Landwirte aus allen drei Provinzen des Landes erschienen. Den ersten Vortrag hält der Vorsitzende der Hess. Landeshyvotheken- bank, Regierungsrat Bastian, über: „Geldmarkt und H v p o t h e k e n v e r k e h r", daran schloß sich ein Vortrag des Herrn Prof. - B e r g h v f - I s i n a - Darmstadt über: „Die neue weltw ir t s ch a f t l i ch e En t w i ck lu ng Deutschlands und ihre Rückwirkung insbesondere aus d,e Landwirtschaft." Die Vorträge sanden lebhaften Beifall und das lebhafte Interesse kam für die wichtigen Vortrags- geqenstände in der.nachmittags stattgefundencn Aussprache zum Ausdruck. Der Kurs dauert bis zum Freitag. •• Stenograp hic. Der Bezirk Gießen Gabels- bergerscher Stenographen im Hessisch-Nassauischen (Mam.Nheingau) Verband eröffnet am Sonntag, den 7. Januar (Cais Ebel) einen Kursus für Unterrichtdleiter innerhalb seines Bezirksgebietes. Die Einrichtung, die dazu dienen soll, evtl. Mangel an geeigneten Lehrkräften vorzubeugen, ist für Mitglieder kostenlos. Der systematisch geordnete Lehrgang )vird an drei Sonntagen behandelt und umsaßt der Stundenplan in der Hauptsache folgende Punkte: 1. Geschichte der Kurzschrift: 2. der Nutzen der Kurzschrift; 3. Gegenüberstellung der Systeme Gabelsberger und Stolze-Schrey; 4. Einführung in das System; 5. allgemeine Methodik; 6. Theorie und Praxis der Redeschrift. a. Der Hessische Fechtverein „Waisenschutz", Zweigverein Gießen, feierte sein Weibnachtsfesl im Saale des Einhorn bei außergewöhnlich gutem Besuch. Dieses Jahr war ec imstande, 17 Halblvcusen Gießens eine Weihnachtsfreude zu machen. Auch der pekuniäre Erfolg deS Abends war sehr zufriedenstellend, so daß der Verein in seiner segensreichen Tätigkeit auch dieses Jahr weiter wirken kann. "Deutsch nativ n alerHandlungsgehilfenver- b a n b Am SamSlag hielt bie Ortsgruppe Gießen des „T e u t s ch n a t i o n a l c n H a n d l u n g i g e b i 11 e n - ® er- band es" ihre Weihnachtsfeier int Kolosseum ab. Frciu- züge dürfen unter keinen Umständen auiaegeben werden: während die Formulierung des Abkommens selbst dem Takte und der Gewissenhaftigkeit unserer Wahlkreisvorsitzenden überlassen bleiben muß. 3um Schluß wird die Erwartung ausgesprochen, baß unverzüglich nach dem Ausfall der Hauptwahl mit der Partei eine geeignete Verbindung ausgenommen werden wird. Tie amtliche Wahlparole des Reichskanzlers. 3nr Reichstagswahl schreibt die „Norddeutsche Alb- gemeine Zritrrng": . Wer unbefangen die.Entwickelung Deutschlands in den letzten vier Jahrzehnten überschaut, wird finden, daß das Gesamtergebnis zu pessimistischen Betrachtungen feinen Anlaß gibt Sie in oer Verfassung vorgesehenen Institutionen haben |id) zu leiltungs- fähigeii Organen entwickelt und fast auf allen dec versauungs- mäßigen Eimvirkung des Reichs zugänglichen Gebceten crsolgreich gewirkt. Die Einheit des Rechts und die Einheitlichkeit des Gerichtsverfahrens sind die Politik des Schutzes der nationalen Arbeit, und sie hat die Landwirtschaft, den Handel und die Industrie zu hoher Blüte entwickeln helfen und die in der Nation schlummernden Kräfte zu machtvoller Betätigung geweckt. Tie sozialen Verschiebungen, die dem schnellen wirtschaftlichen Aufschwung folgen mußten, haben sich ohne Erschütterungen vollzogen dank der weitgehenden gesetzlichen Fürsorge für die arbeitenden Klassen und die wirtschaftlich Schwachen überhaupt. Trotz der erheblichen Aul- Wendungen, welche die sozialpolitische Gesetzgebung dem Reiche und dem Volke auferlegte, ist für die Schlagfertigkeit, des Heeres ständig gesorgt und eine leistungsfähige Flotte geschaffen worden. Wenn die Finanzpolitik des Reichs nicht immer, den Anforderungen genügt, die bie sachgemäße Erfüllung aller dieser Aufgaben stellte, so fönnen wir heute sagen, daß auch die Finanzen des^Recchs auf einer festen Grundlage stehen, die uns ohne ernstere morgen den kommenden Aufgaben entgegensehen läfst. Alles ist erreicht worden, weil der staatsrechtlich Aufbau des Reicks gesund und die innere .straft des Volks durch den Kampf der Parteien wohl ab- gelcnft ist, aber, nicht zerstört werden tonnte. Dcnrn folgt eine .Vrlagc über die sozialdemokratische Gefahr, und znm Schluß heißt es: , Wir brauchen einen Reichstag, der bereit ist, unsere bisherige Wirtschaftspolitik, die Politik der Handelsver- ttäge und des Schutzes her nationalen Arbeit ,'veiterzusühren. Wir brauchen einen )Leichstag, der bereit ist, unsere Sozial- polil'i, die Bürgschaft der friedlichen Entwicklung im Innern, rutng und besonnen fortzusetzcii. Mr brauchen erneu Reichstag, der bereit ist, Heer und Flotte dauernd im Zustand höchster Leistungsfähigkeit zu halten und die Lucken unsrer Rüstung zu sckstießeu. Bei der Lösnrrg aller dieser Aufgaben pflegt die Sozialdemokratie ihre Mitarbeit zu versagen. Darum ist die endliche tteberwindung dieser Par ter,,deren Be- steheti leine Gefahr bedeutet für die nationale Geschlossenheit iin- seres Volkes wie für die Erhaltung des politischen, geistigen und sittlichen Erbes unserer Väter eine Lebensfrage für unser Vaterland. Wer sich das alles vor Augen hält, wird sich klar darüber sein, daß fein pflichtbewußter deutscher Mann am 12. Januar an der Wahlurne fehlen darf. Er kann auch nicht im Zweifel darüber sein, gegen Iven er die Front zu nehmen hat. DaS alles sind'allgemein gei altene Grundsätze, bie ihre Richtigkeit haben. Aber bei der bevorstehenden Wahl kommen nicht nur allgemeine Grundsätze in Frage, sondern die Folgerungen aus der Politik des letzten Reichstages, dkatur- lich ist der Mampf gegen die Sozialdemokratie uns deshalb eine Notwendigkeit. Darüber hinaus aber heißt es auch: hie liberal, hie"konservativ ober ultramontan. Der Reichskanzler bat keinen lückenlosen Wahltarif herausgegeben. Es fehlt darin die Erwähnung einer neuen Richtschnur in ber Steuergesetzgebung und es fehlt auch der Widerstand gegen neue ultramontaue Vorstöße. kbarnionie" feiert am 4. Februar im Saale zur „Deut jdycu (Siebe ' ,eiu »Winterfe st bei Theater und Tanz, »usterdeu, hat ber Verein beschlossen, mi-5 Anlaß seines S>jä origen Stiftungsfestes m 30. Juni und UniversstQts-r^acL-richten. — Am Institut für Schiffs- und Tropenkrankheiten in Hamburg wird vom 22. Februar bis 30. April 191 - ent Kursus zur Einführung in das Studium der Schiffs- und Tropen krankheiten abgehalten werden. — In München ist der berühmte Gynäkologe Geh. Rat Prof. Dr. Franz Ritter von Winkel im Alter von 71 Jahren gestio rb en. Mattle. ic. Frankfurt a. M., 3. Jan. (Orig.-Telegr. des „Gieß. rct le. Weizen (feiefiqer. '2)1121.50—00.00, Kurhessischer Mk. 21.50—00.00, Wetterauer Alk. 00.00—00.00 'Jiogqen (hiesiger) Ä 19.25—OO.uO, •-e.crfIe (Wetterauer) Rtt. 22. 0 dis Mk. 22.75, Gerste, .franken, Piätzer, Ried Alk. 21.75—22.75, Hafer Mk. 19.2a—OO.dO, i'iatS '11 if. 18.00—18.25, Weizenmehl 0 Alk. 30.50—80.75, Weizeiimehl I Mk. 28.50—28.75, Weizenmehl III Mk. 25.50-25.75, Roggen- inehl v Mk. 26.50—27.0 ■, Roggen mehl 0 I Mk. 25.50—26.00, Roggenwelst I 'Mk. 23.25-23.75, Weizenkleie Mk. 1^.75-13.00, Weizenichalen Mk. 13 30-1 Lio, Roggenkleie Mk. 13.O0-13.3a, lüalzlei'ue Alk. 13.0J—13.50, Biertreber 14.00—14.50, Raps 31.00 bis 00.00. Weizenkleie, Weizenschalen, Roggenkleie, Malzkeime GO.OO—O), Biertreber 14—14.25. Alles per 100 Hg. ab hier. fc Frankfurt a. M., 3. Jan. (Orig.-Le.egr. des .Gieß. Anzeigers V) K a rt o if e l m a rk l. Man notierte: Kartoffeln in Waggons Mk. 7.25—8.50, im Kleinhandel Mk. 9.00—9.50 für je 100 kg. n Ic. Frankfurt a. M. Schweinemarktbericht vom 3. Jan. Au'gcliieben iuaren 495 Schweine. Sie mußten ivegen Aus- bruchs der Maul- unb Klauenseuche sofort abgeschlachtct werden. 2 er Viehhof ist gesperrt. ?.6 rSieSbadeu. V ie b h oi-M a r k tb e ri ch t vom 2 Jan. Auftrieb: Rinder 55 (Ochsen 43, Kühe 12, Bullen 0), Kälber 29, Scheie 18, Schweme 282. Tendenz: Rinder, Kälber, Schafe und Schweine mittelmäßig. Ueberstand; iHmber Ucbcrftanb, Kälber, Schaie und Schweine geräumt. greife für 100 V>nnd Lebendgew. Schlachtgew O ch s e ii: Volllleiscbige. anegemaftete, höchsten Schlackstivertes höchstens 6 Jahre alt ?unqc, fleischige, nicht auSgemäftete und ältere miSgemäitete Nläßig genährte junge und gut genährte ältere Ungejochte Bullen. Vollsleischige, außgew., höchsten Schlachtw. Vollfleischige, jüngere Tür, en. Kühr. Pollfleischige ausgemastete Färsen höchsten Schlachtwertes ■’ oUstetschige ausgemästete Kühe höchsten SchlachliverteS bis zu 7 Jahren . . . 'Jlltere ausgemästete Kühe und wenig gut entwicleUe jüngere Kühe und yärjeii . Ihägig genaljrte Kühe und Färsen . . . Gering genabtic Kühe und Färsen . . . K äl b ec. (scinfte Aiastkäldec . . yjlitticre Ulan- und beste Saugkälber . . ivcrtngere Atast- und gute Saugkälber . Geringere Saugkälber Schafs. Weidemastschafe ..... . . . Schweine. Pollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht oUfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht l oUfleischige Schweine über 21/, Beniner Lebendgeivicht . ....... fleischige Schweine unter 80 kg Lebend- geiui cht ........... ber PrciSbc '■ des Deutschen Lanbwirtschastsrats vom 19. Dezemder 1911 bis 2. Januar 1912. Wie stets zwischen Weihnachten und Reujahr hielt sich das Getreidegeschäft in ber abgelaufenen Berichtsperiode in mäßigen Grenzen, aber die Stimmung war nichtsdestoweniger recht test, denn'die Rackwichten ans Argentinien lauten meist wemg Ber- trauen erweckend. Richt minder trug zu der Festigkeit, die sich zu Beginn des neuen Jahres auf dem Berliner Markte bemerkbar machte, die .^rappheit des inländischen Angebots sowie die andauernd lebhafte Nachfrage für sämtliche Getreidearten zu Exportzwecken bei. Im Lieserungsgeschäft zeigte sich für Weizen tote für Roggen noch melfrsach Deckungsbegehr, dessen fBemcbigiing bie Preise um 2—3 Mark anziehen liefe. Demgegenüber stellte sich Mai-Weizen zeitweise niedriger, da Importeure gegen Erwerbungen von kanadischem Weizen als Abgeber für Frühiahrslie- lieferung auftraten. Angesichts der festeren Haltung des Auslandes und ungenügenden inländischen Angebots bet starker hervortretendem Exportbegehr konnte indes auch bietet Termin sein vor 14 Tagen innegelfabtes Preisniveau um Mark 1.— über» schrecken Bei Roggen bewirkte die durch die erwähnten Verhältnisse hervorgerufene Kauflust für Frühjahrslieferung einen Preisfortschrilt von Mark 2V<- Noch fester als für Brotgetreide war die Stimmung auf dem Hafermarkte. Die Händler, bie wegen unlohnender Konsumpreise in den letzten Wochen nut wenig gekauft hatten, sahen sich gezwungen, stärker einzugreifen, finden aber nur knappes und teures Angebot vor. Rutzland stellt hohe Forderungen, auch Argentinien erhöhte seine Preise und 'uckste schivere Gewichte zurückznkaufen. Braugerste hatte stilles Geschäft- die Vorräte von guten Qualitäten sind nur noch gering, unb da hier und dort noch mancher Bedarf zu decken ist, so halten die Besitzer von guter Ware fest auf Preise. 3in Futter- gerstegeschäft hat sich die Situation eher noch befestigt. Tie rege Naä)frage für nahe Ware blieb bestehen, und für spätere Abladung zeigen sich russische Firmen fehr zurückhaltend. Mais wird von der Donau hochgehalten, während per Frühjahr in Amerika und Argentinien etivas leichter einzukaufen war. — Es ftelitcn sich die Preise für inländisches Getreide am 1000 kff je nach Qualität, wobei 1. Juli ein größeres SLngerfest zu begehen. — Der Kri^e- gerverein begaht den Geburtstag des Kaisers am Januar bei Theater, lebenden Bildern und Tanz. — Im velfter an der Labn verunglückte ein Fuhrwerk dadurch, daß das Pferd durchging und durch einen Graben jagte. ^Lie beiden Fuhrleute sielen herunter und dem einen ging das Rad über das Bein. . , L. Grün berg, 1. Jan. Als vor etwa zwei Wochen die yrachricht hierherkam, daß der im August erfolgten Wahl des neuen Bürgermeisters-vom Kreisamt und Kreisaus,chu8 des streif cs Greßen die Bestätigung erteilt iei, ging eine freudige Erregung durch «die Stadt. Das gleiche war der Fall, als es-am Samstag hieß, daß um 4i i Uhr der neue Bürgermeister auf dem^hiesigen Rothaiise durch das ^tefS- amt verpflichtet und-in sein Amt eingeführt werde. Einige Anhänger des Reugewählten hatten einen großen -rannen- baum besorgt und-zu Ehren des neuen Bürgermei!iers vor dem Rotläufe aufgestellt. Regierungsrat -tr. Mei^ck verpflichtete Herrn C. >R a n f t inmitten des zu diesem Zwecke eingeladenen und versammelten Gemeinderats und führte ihn sofort in sein Amt ein. — Das vierjährige Söhnchen des Ristkolaus Peters zündete heule mittag einen sogen. Frosch an und behielt ihn in der Hand. Als bie Explosion erfolgte, sprang der brennende Feuerwerkskörper dem Kinde ins Gt-sicht und verbrannte ihm beide Augen. Ter Kleine wurde sofort zum Arzte gebracht, der seine alsbaldige lieber» führung in die «Klinik zu Gießen anorbnctc. Hier wurde festgestellt, daß das Augenlicht auf dem einen Auge des un- alücklichen Kindes vottständig verloren ist. " △ Queckb orn, 2. Jan. Der Gemeinderat hielt im Beisein der Regierungsvertreter Ministerialrat Hötzinger, Lberbaurat Mangold, Regierungsrat Langermanu und des Kommissars der Feldbereinigung eine Sitzung ab. Es wurde bei Beratung der Feldbereinigung beschlossen, daß auf Kosten der Gemeinde für die Jugend ein Ladeplatz, eine Rodelbahn und eine Eisbahn angelegt wird Kreis Fr7edlierg. l. F a u e r b a ch v. d. H., 2. Jan. Beim Neujahrs- schießen ging die K u g e l e i n e s R e v o l v e r s durch daS Fenster eines Schlafzimmers. Ein alter Manu, der darin im Bett lag, spürte bie Glassplitter, die bis ins Bett flogen. Die Kugel fand man am andern Morgen auf dem Boden des Zimmers. Wie leicht hätte die Sache anders gehen lönnen! Eine gerichtliche Untersuchung wird wohl bald folgen und hoffentlich zur Entdeckung des leichtfinnigen Gesellen führen. Starkenburg und Nheinhessen. Frosch haiisen,' 2. Jan. Hier gerieten in der Silvesternacht beim Glockenlauten die 14jährigen Schüler Riefel und Gerfelder in Streit, der in ernste Tätlichkeiten ausartete. Nach Beendigung des Gottesdienstes lauerte Gerfelder feinem Schulkameraden auf der Straße auf und stach ihn mit einem Schusterkneip in den Rücken. Der Stich durchbohrte bie Lunge und Kiehl brach schwer verletzt zusammen. Sport« D ie Pforzheimerhüttte am Schlinigpaß ist für bcu Winter mit einem besonderen Eingang versehen mürben, der mit dem Alpeiioercinsschlüssel zu öffnen ist. Auf Brennbolz können Besucher jedoch nur dann rechnen, ivenn jie sich mit der Hütten^ irirtin, Frau Kiem in Mals, .'der mit dem Führer Math. Bernhardt, der mit der Winteraussicht der Hütte betraut ist, ins Be- neljmen setzen. * Ein Deutsch-Nordischer Tourist enverband ist am letzten Tage des vergangenen Jahres in Berlin ins Leben gerufen worden. Rach dem Muster deS D e u t s ch- Oe st erreicht scheu Alpenvereins stellt sich der neue Verband die Ausgabe, den tpuristtsästm Verkehr nach den Ländern des Nordens (Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland) zu fördern und seinen Mitgliedern Vergünstigungen bei den Eisenbahn- und Dampfschiffahrtsgesellschaften, Hotels, Pensionen usw, zu erwirken. Blnterneucrnng: Substanz,usiibruutt der sich beständig abnntscnden Nerven. ES sind dieß die absolut notwendigen Forderungen der Neuzeti bei Ueberanstrengung durch mechanische sowie geistige Leistungen. Als Mittel zur Hebung des Ernälrrungsznstandcs im Vllgemei ncn, ,vir Entwicklung des HämoglobingebalteS im Blute und zur Slräftiguna der Nerveninbstanz, steht heute im Vordergrund Leciierrin, welches bei den Aerzten sowie im Allgemeinen reichen Anklang findet. , Mnmmerbcrr Freiherr von M. in B. äußert leine Eriahrung mit Vecifcrrin: „Von Leciferrtn habe ich jetzt 2'/, Flaschen eingenommen, schon nachdem ich die erste Flasche genommen batte, zeigte sich bei mir wesentliche Besserung nn Allgemeinbefinden: die grone Mm digkeit, die ich seit langer Zeit nachmittags und besonders abends fühlte, zeigte sich nicht mehr, und besonders ist der mich peinigende Schmerz in beiden Schläfen, der sich abends immer einstellte, ganz lich geschwunden. Ich kann nur sagen, daß ich mich durch Gebrauch dieses Mittels direkt veritingt inhlc.“ Um] Leciferrtn lOvo-Leeithin-Eisem kostet Mk.3.—die Flasche. Beim Einkauf achte man genau auf das Wort „Leciferrtn.“ In Apotheken zu haben, ganz sicher von: Uiiiversitats'Ävotheke sowieHirsch Apotheke Gießen, u. Alte Universitäts-Apotheke Marburg. AufienMarKf prehen ist oft gleichbedeutend mit si erkälten. Darum pflegen vorsorgliche Frauen besonders bei rauhem Wetter in der Handtasche neben Portemonnaie und Schlüssel eineSchachtcl Wyb e r t-Ta hielten mitzunehmen, die jede Heiserkeit im Entstehen bannen. Die Schachtel kostet in allen Apotheken nur 1 Mark und die Wirkung ist unübertroffen. Niederlagen in Giessen: Pelikan-Apotheke, hreuzplatz 2. ss*/» Wir empfehlen uns für alle in das Bankfach einschlagenden Geschäfte wie: A.n- und Verkauf von Wertpapieren, Geldsorten etc. Ausstellung von Schecks- und Kreditbriefen auf alle grösseren Plätze der Welt Einlösung von Kupons Diskont-, Scheck- und Konto-Korrent-Verkehr Aufbewahrung und vollständige Verwaltung von Wertpapieren und Wertgegenständen aller Art. 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Klasse 84 Pfg. n 76 ff w 57 „ n 45 ,/ „ 39 „ „ 24 „ l n 18 „ Die Beiträge find für jede Woche, innerhalb welcher der Bersicherte Der Kasse angehört bat, ihrem vollen Betrag nach au entrichten. Dabei gilt als Woche der Zeitraum von Montag biö Sonntag einschließlich. iy/, Der Vorstand. zeichneten Personen vorgesehenen Ermäßigung, welcher die wöchentlichen Beiträge Klasse 42 Pfg. tatoieiteeliole n Frl. tatan, Gictzen, Süd-Anlage 7. Beginn des Unterrichts in allen weiblichen Handarbeiten sow Kunstarbeiten, Brandmalerei, Tiefbrand, Schuivcrei.^cdcrvlastik, Porzellan-u.GlaSmalcreiufw. Donnerstag, den 4. Januar 1912. 9ür Auswarngc ganze ober teilweise Pension hn Hause. Habe mich in Lollar als praktischer Arzt niedergelassen. Sprechstunden nachmittags von 2—3 Uhr im Haase des Herrn Sanitätsrates Dr. Dickor£. Dr. med. Carl Nordmann bisher Assistenzarzt am Krankenhaus zu Münster i.W. Lollar, 1. Januar 1912. 83 Wildfelle Wir kaufen: 23 Hasensclle zu Mk. —.80 per Stück, Äaninsclle zu Mk. —.15 bis , —.30 , „ Rehfelle . , 1.20 , , 1.40 , Füchse zu , 12.— . Alle sonstigen stelle zum höchsten TageSvreiS! Julius Äiosenthal & Co. Krofdorfer Str. 115. Fellhandlung. Delevb. Nr. 69. BritisaMallerlrlÄ«" Geschäfts-Eröffnung. Von dem heutigen Tage ab betreibe ich in dem Laden der Geschäftsstelle der Molkerei-Genossenschaft der vereinigten Milchhändler GießenS, Neuenweg 18, ein Molkereiprodukten • Geschäft in allen Sorten K8se, von den einfachsten bis zu den feinsten Marken, feinste Süssrahmbutter, prima Landbutter, sowie garantiert frische Landeier, Trinkeier und frische Haushaltungs-Eier. Born 1. Januar ab alle Sorten Flaschcumilch, wie Trockenfütterung, pasteurificrtc Milch zum Rohtrinten usw. Süße u. saure Sahne. Bestellungen auf Milch werden durch jeden Milchhändler des Vereins entgegengenommen. 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