Die Aussprache aus verchtoldr Anregung. Tic „Kölnische Zeitung" meldet aus Berlin, also offenbar halbamtlich: Nach den Erörterungen eines Telles der internationalen Preise konnte man den Andruck gewinnen, als ob bei den bevorstehenden Aussprachen gewissermaßen nach politischen Gru ppcn vorgegangen werde unb daß es sich darum handele, die Ansidüen und Interessen der einen dieser Gruppierungen zum Nachteile der anderen zur Geltung -u bringen. Wenn dieser Standpunkt irgendwo vorhairden wäre, möchten wir sehr wünschen, daß er so vollständig wie möglich verlassen würde. ES sollte sich umsoweniger darum handeln, den Interessen des Trci-» Hundes oder der Entente zum siege zu verhelfen, als widerstreitende Interessen in dieser Frage kaum vorhanden sind. Tenn das — man bad wohl hoffen — gemeinsame Ziel ist, bic orientalischen Angelegenheiten in Bahnen zu lenken, bie der gedeihlichen setze- bestätigen sollte, daß eine Verletzung der rnghfdxn vertrag-rechte vorliegt, so würde England erneut Vorstellungen bei brr amerikanischen Regierung erheben und, kall- diese keine befriedigende Lösung der (trage bringen sollten, ich aur den schied sgerichtsver trag von 1 9 0 X be* rufen und verlangen, daß die ganze Streitfrage vor das Haager Schiedsgericht verwiesen werde. Tie ..Time-" weigert sich zu glauben, daß die vereinigten Staaten diese Forderung ablebnen könnten ..steine Nation und keine Regierung haben daS Prinzip des Schiedsgerichts so laut gepredigt, wie die amerikanische." Es sei kaum zu glauben, daß sie, nachdem sic e- anderen gepredigt, sich selbst in znnlschcr Weise weigern sollte, es anzunebmen. Eine solche Weigerung würde bei allen Nationen, die Selbstachtung besitzen, eine gewisse Abneigung hervornnen, mit einem s'.aale in Vertragsverhältnisse einzutreten, der sich das ausschließliche Recht Vorbehalt, bad Maß seiner Verpflichtungen clbcr zu interpretieren. folgende Kaiserliche Botschaft: Mir schmerzlichem Bebauern muß ich mit ber^ Kaiserin auf äritlidKn Rat auf bcnBesuchber Provinz s a ch- ,cn unb Merseburgs verzichten. Es wäre mir eine herzliche Zrcudc gewesen, anläßlich der Besichtigung ber wasfen- tud tigen Sohne meiner sächsischen Lande und der Altmark einige Goethe unö Vie „Chymie". Zu Goethes Todestag 128. August). seit den Tagen, da er — wie in „Wahrheit unb Dichtung" zu lesen ist — „Mittelsalze" hervorzubringen unb Kieselsatt bar* zustellen versuchte, hat sich Goethe unermüblich mit ber Chemie beschäftigt. Aus Straßburg, wo er sich mehr mit Naturwnsen schäften als mit seinem Fachstudium befaßte, schrieb er an Fräulein von stleuenberg, die „Chymic" sei noch immer seine „heimliche Geliebte". In Weimer brachte ihn seine amtliche Tätigkeit viel in Berührung nut dem Berg- unb Hüttenwesen, unb hier wirb er auf bic Ehernie von neuem aufmerksam, sie ist — so heißt es in bcn Sprüchen in Prosa — „von ber ausgebreiletsten Anwenbung unb von dem grenzenlosesten Einsluß auss Leben": daneben wird sie ihm für seine mineralogischen unb optischen Studien von Bedeutung, aber auch für seine Dichtungen, wie sich am besten aus den „Wahlverwandtschaften" unb dem „Faust" erkennen laßt. Nun ist aber das selbustudiurn der Chemie mit großen Schwierigkeiten verbunden. Goethe sah sich daher nach Mannern um, die ihm die chemischen Erscheinungen durch Versuche erläutern konnten. Diese seine chemischen Berater unb Freunbe fand er in Weimar unb Jena; ihre Verbindung mit Goethe beschrieb vor einiger Zeit Julius schiff m der „Deutschen Rundschau". Ter erste Chemiker, dem Goethe nahetrat, war Wilhelm Heinrich Sebastian Buchholz, Loiapotheker unb Bergrat zu Weimar. In ben Räumen feiner Apotheke war Goethe ost zu Gast, Denn hier wurde „jebe neue, vom Aus* unb Inland entdeckte, chemisch-physische Merkwürdigkeit" geprüft. Tie versuche der Brüder Montgolfier, die mit erhitzter Luft gefüllte Ballons steigen ließen, machte Buchholz nach, „aber', so schreibt Goethe an Knebel, „er peinigt vergebens die Lutte, die Kugeln wollen nicht steigen." Bon Anfang an gehörte Buchholz zu der von Goethe gegründeten Freitaggesellschaft, in deren erster Sitzung er einen Ervenmentalvortrag hielt. Ein „chemischer Gehllfe" des Hoi- avothekers, Friedrich August Göttlmg. brachte es, von Goethe gefordert, zum Professor in Jena. Sei ihm hat Goethe sogar sörm- lichen Unterricht genommen. Als er 1809 starb, schrieb Karl August fofort an Goethe: „Den an Götrltngs Stelle? Toch nur einen sehr Bedeutenden!" Man wählte Johann Woligang Töberetner, der sich damals zwar durch ausgezeichnete Beröffen:- lichungen bekannt gemacht hatte, aber keine Stellung sinden könnt-, weil er weder Gymnasial- noch Hochschulstudium durchgcmacht hatte. Bezeichnenderweise war das für Goethe und Karl August kern Hindernis. Zn eurer großen Anzahl von Einzelunrersuchuugcir Die Erkrankung der Hailers. Berlin, 26. Au st. Lberhofmarschall Graf Eulenburg teilt auf allerhöchsten Befehl folgenden Bericht über die Erkrankung des Kaisers mit: Nachdem sich am Freitag, 23. August, morgens schon einige Steifigkeit der rechten Halsmuslulatur gezeigt hatte, machte sich am Vormittag unter Schüttelfrost und starkem Krankheitsgefühl eine Anschwellung der rechten Hals feite bemerkbar. Bei der Untersuchung stellte sich eine Schwellung der rechten Gaumenmandel, Schwellung und große Schmerzhaftigkeit der rechtsseitigen Halsmuskulatur und eine Anschwellung der vor dem Kopfnicker gelegenen Drüsen heraus. Tas sehr erheblich gestörte Allgemeinbefinden hat sich inzwischen wieder behoben, die Fiebererscheinungen haben sich verloren und die Entzündung ist im Rückgang. Immerhin besteht iwch eine derartige Beivegungshemmung und Schmerzhaftigkeit der Halsmuskulatur, daß Se. Majestät doch gezwungen fiitb, von den für diese Woche geplanten Reisen, Paraden und dergleichen Abstand zu nehmen und sich noch einige Zeit völlige Schonung aufzucrlegen. Auf ärztlichen Rat werden der Kaiser und die Kaiserin erst am Donnerstag abend die Reise von Wilhelmshaven nach Berlin a n t r e t e n. Tic schweizerrciscdes Kaisers wird möglicherweise derart abgekürzt werden, daß der Besuch im Berner Oberland aufgegeben wird Ter Ktovprinz al8 Stellvertreter in der Provinz Sachsen. Merseburg, 26. Aug. Ter Kronprinz und die Kronprinzessin soivie die anderen Prinzen des königlichen Hause- wurden bei der Fahrt zum Ständehaus von dem zahlreich herbeigeströmten Publikum mit patriotischen Kundgebungen empfangen. Im Ständehaus wurde der Hof von dein Oberhofmarschall zu Eulenburg und dem oausmarschall Freiherrn von Lyncker in den Saal geleitet. Beim Eintritt der Fürstlichkeiten spielte die Musik- lapelle des Anhaltischen Infanterieregiments Nr. 93 den Huldigungsinarfch von Grieg. Im Laufe des Mahles erhob sich der Kronprinz und verlas im Auftrage des Kaisers Amerikanische Dertragstteue. Wie ivenig den Amerikanern ein internationaler Ber- irag gilt, das hat die deutsche Handelspolitik im Lause . men Jahrzehnte wiederholt erfahren müssen bet größten Kaltblütigkeit setzen sich die amerikanische Regierung und DolkSvertretunst, wenn cs der Vorteil der Bereinigten Staaten erheischt, über die vertragsmäßig eingefangenen Verpflichtungen hinwea. DaS haben in jüngster Zeit Präsident, Senat mib Repräsentantenhaus wieder deutlich bewiesen bei dem Panamakanal-Gefeß Ein im Jahre 1901 zioischen Englatrd und den Vereinigten Staaten abgeschlossener Vertrag, der H ah -P au neefote Vertrag, legt den Vereinigten Staaten die Verpflichtung auf, den Kanal über die Landenge von Panama nach den leichen Bestimmungen zu neutralisieren, wie sie seinerzeit iir den Suezkanal vereinbart »vorden sind Der Kanal oll, so heißt eS ausdrücklich im Hah-Pauneefote-Bertrag, für ic Handels- und Kriegsschiffe aller Nationen frei und offen sein, und zwar auf vollkommen gleicher Grundlage, so daß in Bezug aus die Vcrkchrsbedingungen und Ver» 1 hrsadgaben oder in sonstiger Beziehung kein Unter» schied gemacht wird zugunsten irgend einer dieser Natio- ren, ihrer Bürger oder Untertanen. Nach dem klaren Wort- (aut wie auch nach der Vorgeschichte deS Hay-Pauneefote- Vertrags kann nicht der gerinaftc Zweifel darüber besehen, daß jede Vorzugsstellung der ainerikanischen Schiff- fahrt au s g e s ch l o s s e fi sein soll. Jetzt, kurz voie der Vollendung des Kanals, soll mut diese Abmachung kurze» band bcifeitc geschoben und in das Kanalgesetz die Bestini mutig auf genommen werden, daß amerikanische Lchtssc von den Gebühren befreit bleiben, die die Schiffe aller übrigen Nationen beim Befahren des Kanals zu entrichten haben. Gegen dieses Vorhaben hat natürlich die englische Regie r u n g, wenn auch etwas spät, Einspruch erhoben, aber daraus macht sich der amerikanische Kongreß nicht viel. DaS famose Shstem der amerika- Nischen Geietzgebuttgsmaschine, wonach jeder von der Union mit einein anderen Staat eingegangene Vertrag durch ein internes Gesetz aufgehoben weroen kann, hilft ihm über Hie Bedenken hinweg. Präsident Taft hat selbst erklärt, | |er Kanal sei mit amerikanischem Geld erbaut, fei amerika- I Lisch es Eigentum, und die Vereinigten Staaten hätten ||al)er auch das Recht, amerikanischen Schiffen eine Vorzugsstellung einzuräumen. Was nützen uff ter diesen Umständen Verträge mit Amerika? Daß durch - die geplante Gebuhrensreihcit für amerikanische Schisse die luropaischc Schiffahrt schwer geschädigt wird, ist keine rage. Deutsche wie englische Schisse werden — und das ist offenbar die Absicht der amerikanischen Gesetzgebung — allmählich von dem Verkehr mit dem ganzen Westen des emeritantschen Kontinents ausgeschlossen werden. Englische Vorhaltungen. London, 26. Aug. Die „Times" führt aus, daß der 1 £ e i t des Panamakanalgesctzes sowie der Botschaft und Memorandums des Präsidenten iwch nicht vorliegt, daß eter, wenn die telegraphischen Berichte nur einigermaßen lorrch jinb, bas Gesetz mit dem offenkundigen Sinn des Hay- ^aunces ote-Vertrages unvereinbar sei. .ter letzte Vorsälag des Präsidenten ict etwas Neues in der Geschick)! c des loollcrrcdjte. Tic amerikanische Regierung fordert den Kongreß ouf, zu bestätigen, daß die Regierung ein Gesetz, das der Kon- s Creü soeben angeiwmmcn hat, nicht als Verletzung von Vertrags. | urteil betrndiict. Der Präsident fordert damit ben Kongreß auf, sich zum Richter in eigener Sache zu machen, die zugleich die | eattc des Präsidenten ist. Tics Urteil wird aus niemand Em- I druck machen, der die Frage vom völkerrcchtlick)cn «tandpunkt laus betradnet. Tic „Times" erklärt, wenn der Teri des Ge- hqgiene und Mode. Hygiene und Mode, insbesondere Kleidcrmode, sind zwei der I grimmigsten Fciiide. Niemals, solange bic Mode die Well be iKrridji, bat sie sich nach Gesetzen der Gesundheit und des körper V tlchcii Wohlbesifwens gerichtet, und in allen Ländern der Erde ,i gibt cs nod) heule modische GewohilhKten, die den hygienischen 1 Anforderungen zuwider laufen und dem menschlichen Körper J Iwang aiuun. Wohl erleben sich schon in früheren Jahrhunderten Stimmen gegen die Modetorheiten. Spott und Satire wandten sich gegen ; Ne; bic Prediger eiferten von den Kanzeln dagegen unb die Be ,.ordcn erließen Kleidergefctze, die von Der Poliz« mit großer ctrenge gehandhabt wurden. Mer alle diefe aüuvenbungcn .md Verbote richteten sich nur gegen den Lupus und bic Ver l)tvcnbungsfuci i, die bic Ausfchrcitungen der Mode mit nck, brachten, unb hochstetts wurden fie nod) im Interefie des guten | C .fd-mackes und ber Sitte erlasse». Vom Stanbpunh der UOgtcnc J jus geschah in früheren Zetten noch wenig gegen die Verirrungen I ber Klcidcrmodc. Sic konnte ungehindert unb ungeschwaau burch I bie jeiiiDciligcn Gegenströmungen ihren HhabltdKii Einfluß am I etc menschliche Gesundheit von einem Jahrhundert auf bas anberc, I Lia in Misere hcmige Zeit, übertragen. Hier aber tritt ihr ein I mächtiger Feind entgegen: Dte Hygiene. Unaufhaltsam, zu gleicher I Seit mir beni mächtigen 2lufschwung der Narurwifsensämitcn ut I auch die Gesundhcitslchrc immer mehr in alle irr)d)cinungeii des I menschlichen Lebens cingcbrungcn unb har so auch bie Gegen- 1 iünbe ber Mobe, insbesonbere der ÄlcibermoiX, in den Bereich 1 ijtct Untersuchungen gezogen. Die Ausstellung „Ter Mensch" in Tarmnabt liefert zu dem Sampr gegen die Torheiten der Nkodc ein reichhaltiges Rüftzeug Die zeigt ut bildlichen unb plastischen Vorführungen des menidv lieben Körpers unb seiner einzelnen Teile, daß bie Mode tu vielen, mein sogar in ihren gebieterischen Forderungen unsere Gc- hunbbeit unb bie natürliche Enrwickctung unserer Korpenormen l^eeinrrächugt, unb bamit auch unferm, aus der Zeit ber Antike 'lammenden Ideal von der Schönheit des menschlichen Körper- .iu nahe tritt. Ter erste Grundsatz mbczug auf unsere Kleidung -outet: Ter Körper soll frei unb gelöst, nichr von ber .Hleibung ingecngt sein, Dänin er zu einer MsbtlDung höherer Voll -ommcnhcit fähig sei'. Teshalb verwirft Die Hygiene vor allem Korieil, diesen Manertanen, Der Den Körper entstellt unb me Unmenge ber ab'chculichlten Krankheiten auf dem Gewissen Tage wieder unter brr arbeitsamen Bevölkerung Der Provinz Sackn'en ;u leben unb ihren würdigen Repräsentanien auf Infw- nid)cm Boden in Merseburg näbertreten tu können Eine taufend- jabrige Ermnrrunf deutscher Brrgangcnlxit knüpft fick) an diefa denkwürdige Stätte. Erst jüngst sind hier mtrber Baur e st e xutagc getreten, die unS von dem Wirken des ntterlickien, crltcn deutschen Kaisers Heinrich- l. Kunde gaben und dn Erinnerungen an die weihevollen Schicksale der einstigen faürvhdfcii ’Mall, des Lieblingsausentbalts der beutidxn Kaiser und fpäteren Residenz ber Herröge von Sachsen-Merseburg wecken. Nicht immer sind cs freundliche Bilbcr, bic aus Der Gesdncdie der einzelnen Teile, der jetzigen Provinz Sachsen, vor unsere Augen treten. Schwere S l ü r m c unb Kriegsnöte sind nn Laufe der Jahr- bunberte über diese Lande hinge logen, von bcn Zeiten an, wo da- Christentum hier Boden faßte bis zu den verl».rrcnden Plünderungen und Branbschatzitngcn dc- dreißigjährigen Krieges und den Jahren ber schwer auf den deutsch Landen lastenden Fremdherrschaft Vorüber sind, Gott sei e- gedankt, die Zeiten deutscher Zerrissenheit unb^ frembet Einmischu n g. In gcmcinsaiuer Abwehr üitßerer ^-einde fanden id) bic deutschen Stämme, unter Preußens Führung, mit blutigen Wahl statt zusammen unb schufen ein festgefügtes zu ifunbe unb Wasser wehrhaftes beutscheS Reich. Audi die Söhne Ihrer Provinz haben habet nut ihrem Herzblut ihre Treue besiegelt imb. mannbrät mitgewirkt, bas Fundament für einen gfnnben Anf- unb Ausbau des Deutschen Vaterlands zu schaffen. L«N in der Folge auch die Provinz einen Wohlstand ihrer Bevölkerung und eine ungeahnte Entwicklung erfahren hat, erfüllt mein lande-» väterliches Herz mit besonderer Freude. Mit Kops und Hand ist fleißig gearbeitet worden, bcn ©oben feiner reichen. salzen iiitD Erzen zu erreichen unb bie gesegnete Fruchtbarkeit ihrer Felder und Men Dem Ganzen nutzbar zu machen. Tie vorbilbliche Arbeit ihrer Lanb wirte unb ihr unermüdliches Streben auf bic Vervollkommnung bc5 Be- iricbcs und der rationellen Verwertung der Bodenerzeugnisse haben an ber fetzigen Höhe her deutschen Landwirtschaft und ihrer Industrien einen erheblichen Anteil. Möge es der Provinz Sachsen bef(hieben fein, sich auch ferner nur allen Gebieten de- wirk id)aft:id)cn unb geistigen Lebens erfolgreich zu betätigen und in zu ftön hinter feinem anderen Teile ber Monarchie -urückzustehen. — Mit diesem Wunsche cntbicta ich der Provinz meinen wärmsten lanbc8öäterlid>tn Gruß. Wilhelm. R. 91ad) Verlesung der Botschaft erhob sich der Kronprinz: Meine Herren! Ich fordere Sie auf, in den Ruf emzustimmen: Tie Provinz Sachfeii Hurra, Hurta, Hurra! — Die Mufik spielte den Hohenfriedberaer Marsch., Hierauf brachte der Lberpräsident v. Heget oaS Kaiser- hoch aus, worauf die Musik die Nationalhymne spielte. Nach der Tafel hielten die königlichen Herrschaften Ecrclc ab. Während der ganzen 2$eit brachte die zahlreich vor Lern Ständehaus versammelte Menge Hochrufe aus und sang patriotische Lieder. Abends 7 Uhr war königliche Tafel für die Provinz Sachsen im Ständehaus. hal. Tas Korsen engt Die Brust em und schädigt Lungen, I Rückenmuskcln und Herz Aber es fuhrt auch zur Verlagerung der Eingeweide, bcctnträdjiigt Den Blutkrcislaus und schivädü bu allgemeine Leistungsfähigkeit. Tie Tarmnadter Msiiellung führt uns in einer Reihe von Modellen und Mbildungen alle diese Schäden anschaulich oor_ und stellt uns daneben die Gestalt einer Venus als wirkliches Schönheitsideal hin. Ebenso wie das Korsett verwirft die Hygiene auch das Schlepp- Heid, das im Straßenstaub und -schmutz schleift und Hunderte von Ba.zillcn in Die Wohnung bringt. Sie verwirft ferner den hohen Kragen, der eine Stauung Der Blutzirkulanon verursacht und baburd) ungünstig auf Gehirn unb Auge cmroirlt. T»c Hygiene wcnbct sich aud) gegen bic steifen, luftdichten Hüte, die durch Truck unb Ucberhitzung sd>adigcndcu Einfluß auf die .Kopfhaut und auf das Haarwuchs rum ausüben. Sie wendet sich gegen die falschen Fußbckleidungcn.^die von der Mode verlangt werden: enge Strümjrc und spitze Schnabel schuhe mit hohen Absätzen. Sie wendet 'ich gegen schnürende Gürtel und enge Strumpsbändce und gegen viele andere Tinge, die uns die Mode aufgedrungen hat Audi die«R a ssen hy g iene muß der Mode Feind sein. Tie modische Kleidung verdeckt mit großer Kunsn'criigkcü die Mängel des Körpers und erschwert ober verhinbert badurch bic Ausübung eines wichtigen sozialen Gebots: das der Zuchtwahl. Außerdem werden durch diese Vcrbeckungsmöglichkcitcn bie ein- meinen Individuen von ber Beseitigung ihrer körperlichen Fehler abgehallen, da sie sich stets damit beruhigen, daß kein Memch diese Mißbildungen sieht. Ter Kamps gegen bic Mode, namentlich gegen bie weibliche Mode, ist schwer, er erscheint vielen als hoffnungslos unb Der» gcblich, aber ber Erfolg wird nicht ausbleiden, wenn die herrischen Gewalttaten, die die Mode gegen unsere Gesundheit verübt, einem großen Publikum in unnachsichtiger, zwingender Weise vor Augen geführt werden und dabei gezeigt wird, wie unsere Kleidung vom Siandpunki der Hygiene aus beschaffen fein muß. Tie Aus- stcllung „Ter ii't e n f d>" in Darmstadt hat das .große Verdienst, auch auf diesem Feld em großes anschauliches Material zu bringen unb so mitzuhclien an Dem Kamp- gegen bie Auswüchie b;r Mode. Sie hat eine besondere Gruppe Kleidung und Korpcr- pflege, in denen so lebciwig und «indringlich, wie wohl selten m einer Ausstellung, auf alles, was schädlich und gefährlich für bcn Körper ist, hingewiesen wird, daß wohl an keinem Be- judxr Die ernsten Mahnungen unbeachrer vorübergehen werden. m. 201 Erstes Blatt 162. Jahrgang Dienstag, 27. August 19(2 Wietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen LE ü17“l!r<7^ecn!?mn« Rotütionsörud und Verlag der vrühl'fchen Univ.'vuch. und Steinbniderei R. Lange. Nedattlon, Expedition und vruckerei: Schulftraße 7. Q ,ur ?fIl hi Dormittaqs 9 Uhr. Büdingen: Zernfprechrr Nr. 269 Ecfchüftrftelle vahnyofftraße 16a.Auzeuienlcii-. H. -'cck. filtere llchtiv. acktw. chlacht- 81h! «-i 64-flO 49—43 44-48 49-52 45-4? 47—52 8441 814 lö-„ • 47-53 . 42-4tz • 40-46 . 83-38 . 61-65 . 66-60 • . . 42-43 Schafe • . . 00-00 56,00—68.00 84J»-x I $5.00-69,00 84.9)-*. fl $5.00-68^)0 84.01- I 65.00-68.00 *84.00—- W (Drifl.-Zelegt. dei, 4 iflen ifruchtinartlpi! W hessischer Mk. 21.40-:. ■ 11 (ljiefiger) Mk. 17j£ W ^0, Gerste, ffranken. 75-23.00, Mms M. J 50—32.75, MijiML ■ llf. 27.25—27^9, >. ■ ehl 0/1 D!k. SLbO-IlW ijenlleie Mk. IW-ul gcnkleie M M-ljM r j6.00-M W - I svrig.-rckegr. bti Sian notierte •. ittnbel Ml .00-8.00, | I, Obstmarkt, i I Wb. 23 P'g., 6ierinx. I W. 8-10 W. 3«-] 4-12 $ig., Simemü I 'eine 2^ ' Ru* d MrtttWM er ferne Klang.' Mignon/ Tonnersa. 1 . ben 30. August, ß rau Hedwig e4ado. , I ben 31. August. I : ,Fidelio.' WA Tiensl-ig, den 3. der. 1 September, abends r- I en 5. Geplember. 3U 1 ä,"N btiSn nt*5 Hit Dom 3ÄS. 1 ^tenb ber «. 1 I n '"'•ernehL2 A US« 1 lallensteinS * 3 2oi'»er5l(,Lbe/S Freitag. M 31. August- Madame 6an» J; 'Dienstag. 5* !oi)l baU. aM*S5** Sr-L, , ljo'' ,2S' - ____ 5^*“ Entwicklung der Türkei und dem Frieden Eurovas von Nutzen wäre. Es wäre also widersinnig, wenn man in dieser Frage die eine der politischen Okuinrerungen, gegen die andere auf- marschieren ließe, während alles darauf hinweist, daß sie hier sehr wohl zusammen gemeinsam operieren können ES geschähe nicht zum ersten Male, daß der eine oder andere Staat seine Stellungnahme lediglich danach einrichte, daß sie einem anderen Staate unangenehm sein soll, doch wird man in einer solchen Politik der Verärgerung die Höch st c Weisheit kaum erkennen können. Am wenigsten wäre dies zu finden, wenn man sie gerade jetzt anwendete, während alles darauf hinweist, daß es sich hier nicht um Sonderinteressen jbc5 Dreibundes oder der Entente handelt, sondern um wichtige Tinge, bei deren Beratung alle Sonderinteressen ausgeschaltet werden können. Wir sind überzeugt, daß nicht nur bei der deutschen, sondern auch bei anderen Regierungen diese Auffassung vorherrscht. Wir verzweifeln deshalb auch nicht, daß sie zur (Geltung gebracht werden kann. Vom Treibund und von der Entente hörten wir in der letzten Zeit genug W-? wäre es, wenn man einmal Europa sprechen oder noch besser handeln ließe? Was willst du jetzt, so könnte man dazu fragen, mit deiner Fastenpredigt! Zuerst heißt es, es geschehe nicht zum erstenmal, daß einer dem andern unangenehm werden möchte, dann schließt man wieder damit, daß zweifellos alles voller Harmonie wäre. Man darf sich von der Moralpredigt eine Einwirkung auf das Ausland nicht versprechen, denn es wird am Ende doch „nach politischen Gruppen" vor- aegangen werden, und der Besuch des Grafen Berchtvld in Rumänien gerade im gegenwärtigen Moment ist wohl auch nicht so ganz absichtslos. Es wäre von den Berliner Offiziösen gescheiter, wenn sie das deutsche Publikum auf eine andere Art belehren wurden. Ein türkisch-bulgarischer Krieg? Laut der „Neuen Freien Presst wird angeblich im Ministerium des Aeußern mit einem türkisch-bulgarischen Krieg bestimmt gerechnet. Die bosnischen Parlamente »vurden benachrichtigt, daß dann der bosnische Landtag aus unbestimmte Aeit vertagt und die bosnische Verfassung während der Kriegsdauer suspendiert werden dürfte. Es wird nichts so "heiß gegesssen, wie es gekocht wird. Immerhin müssen die Mächte ihr Einschreiten oeschleu- nigen, wenn die glimmenden Funken auf dem Balkan kein Großfeuer entzünden sollen. Auch in Bulgarien ist eine Erhebung gegen die Türkei im Entstehen begriffen. Sofia, 25. Aug. Hier ist ein etwa 500 Delegierte aus dem ganzen Königreich umfassender Kongreß zusammengetreten, um über Maßnahmen zur Besserung des Schicksals der Bulgaren in der Türkei zu beraten. In den auf dem Kongreß gehaltenen Reden wurde die Notwendigkeit betont, daß Bulgarien zugunsten seiner Landsleute energisch einschreite, um ihnen normale Lebensbedingungen unter einem autonomen Regime zu sichern. In der Nachmittagssitzung des Kongresses kamen die Delegierten aus der Provinz zu Wort. Ihre Reden waren im heftig st en Tone gehalten. Ter Kongreß nahm durch Zuruf eine Erklärung an, welche die Regierung auffordert, angesichts der auf die Vernichtung des bulgarischen Elementes abzielenden Behandlung der Bulgaren in der Türkei eine allgemeine Mobilisierung anzuordnen, und gleichzeitig von den Mächten verlangt, daß sie Mazedonien und dem Wilajet Adrianopel die Autonomie verschafften mit einem christlichen Generalgouverneur an der Spitze, der vom Volke zu wählen und von den Mächten zu bestätigen wäre. Im Falle der Nichterfüllung dieser Poftulate wird die Regierung aufgefordert, die Befreiung auszusprechen, wenn sie nicht unberechenbare Folgen im Lande selbst heraufbeschwören wolle. Während der Verlesung der Erklärung erschien, lebhaft begrüßt, eine Abordnung des mazedonischen Vereins, in deren Begleitung sich die Kongreßteilnehmer nach Schluß des Kongresses, gefolgt von einer zahlreichen Menschenmenge, zum Denkmal des Zarbefreiers begaben, wo ein Kranz niedergelegt wurde. Auf dem Wege wurde die Gesandtschaft lebhaft akklamiert. Tie Beruhigung Montenegro?. Cettinje, 26. Aug. (Aus amtlicher montenegrinischer Quelle.) In Anbetracht der sehr gespannten Lage zwischen Montenegro und der Türkei, die sich im Gefolge der Zwischenfalle an der Grenze und der Grenzüberschreitungen seitens der türkischen Patrouillen ergab, unternahmen die Pertreter der Großmächte im Namen ihrer Regierungen bei dem König und der montenegrinischen Regierung freundschaftlilheSchritte, indem sie zum Frieden mahnten. Der König und die Regierung antworteten, daß sie trotz der entstandenen Schwierigkeiten den Wünschen der Großmächte in weitgehendster Weise Rechnung tragen werden. Montenegro habe keinerlei aggressive Absichten, sondern wolle nur die Grenze vor Angriffen und Ueberschreitungen der Türken verteidigen. Es könne jedoch nicht dulden, daß weiterhin Wachthäuser und Verschanzungen von den hat Döbereiner organische wie anorganische Chemie gefördert und dabei viele gewinnbringende Erfindungen gemacht, gewinnbringend aber nicht für ihn, sondern für andere; denn er hat es nicht verstanden, Goethes Rat zu befolgen und „jeden neuen Fund zu sekretieren." Es ist schwer, dem Nichtfachmann von Döbereiners umfassender Tätigkeit einen Begriff zu geben: nur soviel sei ge sagt, daß er sowohl organilcbc wie anorganische Chemie durch eine Reihe von Einzelunterftichungen und Forscbungeil bereidiert hat Der Briefwechsel zwischen ihm und Goethe besteht — soweit er bis jetzt bekannt ist — aus fünfunbfeefeig Briesen Goethes und aus sechs von Döbereiner. Hierbei muß es Döbereiner vorzüglich verstanden haben, dem Dichter gegenüber, der sich durch die Nichtbeachtung seiner Forschungen seitens der Fachleute gekränkt fühlte, den rechten Ton zu treffen, denn als sie wieder einmal zusammen „allerlei chemische Betrachtungen" anstellten, rühmt Goethe „die Liberalität der Chemiker, alle Meinungen und Vorstellungsarten gelten zu lassen und aufzunehmen." Lange Jahre dauerte der Verkehr. Als im Sommer 1828 der Neunundsiebzigjährige nach bem Hinscheiden des Großherzogs auf der Dornburg Trost im Verkehr mit der Natur sucht, eilt Döbereiner zu ihm, um ihn durch Versuche und „fruchtbar belehrende Unterhaltungen" zu erheitern. .Eine Kreidezeichnung und ein Gedicht hat Goethe Döbereiner gewidmet: er war auch an einer bedeutsamen Neuerscheinung beteiligt, daran nämlich, daß Döbereiner zum erstenmal ein sliemisch-praktisches Kollegium abhalten konnte. Goethe rühmte sich dann auch, in Jena „Döbereiner und der Chemie" eine „Burg" erbaut zu haben. — Es wird dem Gelehrten nachgerühmt, er habe Weimars große Zeit durch begeisterte Er- zählung den Späteren lebendig erhalten. Als er bann selbst starb, batte man, wie S(bleiben ihm nachrief, die Empfindung, es sei nnebenun „ein Stern aus jenem strahlenden Kreise" nicbergegan gen, der die andern, überdauert habe, bis „endlich auch er, der letzte und einsame, fortzog, um in anderen Regionen den alten Kreis verwandter Geister wieder aufzusuchen." O. K. e — Bilderfrevel im Louvre Nach dem „Matin" soll im Louvre aus einem alten wertvollen Frauenporträt eines alten Meisters ein Stück in der Größe eines Fünf- frankenstückcs hcrausgefchnitten worden sein. Nähere Angaben festem Türken auf montenegrinischem Boden errichtet werden; denn dies widerspreche der Integrität des Landes. Erregung in Serbien. Belgrad, 26. Aug. Gestern, spät abends, veranstalteten Universitätsstudenten eine große Kundgebung in allen Hauptstraßen, woran auch Bürger teilnahmen. In den hierbei gehaltenen Reden wurde zum Schutze der Stammesgenossen in der Türkei die sofortige Berufung einer starken Regierung gefordert. Bor dem Offizierskasino, wo sich viele Offiziere eingefunden hatten, wurde eine Kundgebung für die Armee veranstaltet. Dom italienisch-türkischen Krieg. Konstantinopel, 26. Aug. Das Kriegsnrini- sterium publiziert eine Depesche aus B e n g h a s i vom 16. August, wonach die Türken und Araber seit 15 Tagen das italien ische Lager von Derna bombardieren, ohne unter dem feindlichen Feuer zu leiden. Am 8. August soll das Bombardement den Italienern einen beträchtlichen Schaden zugefügt haben. Drei türkische Artilleristen sind verwundet worden. Das außerordentlich starke Steigen der Mschpreise in der letzten Zeit wird durch die „amtlichen Preisberichte" der letzten „©tat. Korr." aufs nachdrücklichste bestätigt. Gegen die zweite Hälfte des Juli hat in der ersten Hälfte des August der Preis sämtlicher Flcischsorten erheblich angezogen. Das Rindfleisch stieg im Kleinhandel von 185,1 Pfg. in der ersten Hälfte des Juli für das Kilogramm ans 189,0 Pfg., also um fast 4 Pfg.; es steht jetzt um 19,5 Pfg. über dem Preise des Juli 1911 und um 33,1 Pfg. über dem des Juli 1909. Kalbfleisch hatte einen Preis von 198,7 Pfg. gegen 196,4 Pfg. in der zweiten Hälfte des Juli. Gegen den August v. I. liegt sein Preis jetzt um 13,4 Pfg., gegen den August 1910 um 14,8 Pfg. und gegen den August 1909 sogar um 25,1 Pfg. höher. Hammelfleisch stellte sich auf 195,9 Pfg. gegen 191,4 Pfg. im Juli d. I., 183,5 Pfg. im vorigen August, 174,3 Pfg. im August 1910 und 169,6 im August 1909. Das Schweinefleisch endlich stieg sogar gegen die zweite Hälfte des Juli um 7,9 Pfg. Es ist jetzt um 27,5 Pfg. teurer als im August 1911. In den letzten drei Jahren ist der Preis von Rindfleisch, Kalbfleisch und Hammelfleisch um über 20 v. H. gestiegen, Schweinefleisch dagegen im letzten Jahre allein um fast 19 v. H. teurer geworben. Tie amtliche .Norddeutsche Allgem. Zeitung" nimmt zu der Lage wie folgt Stellung: „Tie Schlachtviehpreise an unseren Schlachtoieh- inärkten und die Fleischpreise erreichten gegenwärtig eine Höhe, die durch die alljährlich um diese Zeit beobachtete Auiivärtsbewegung nicht auSreicbciib erklärt werden kann und mit Recht die allgemeine Aufmerksamkeit aus die Entwicklung und Ausstchten unserer Fleisch- versorgung hmlenft. Wenn aber die Berliner Fleischer innung die deutsche Landwirtschaft für unfähig zur Lieferung des erforderlichen Bedarfs an Schlachttieren erklärt und die Besserung der Verhältniste nur von der jetzt angeblich größtenteils durch Anordnungen aller Art unmöglich gemachten Vie h- einsuhr aus viehreicheren Ländern erwartet, so muß solchen Uebertreibungen entgegengetrelen werden." An Hand der Statistik weist die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" nach, daß der Auftrieb am Berliner Zentralviehmarkt für Schweine und Schafe bis in die neueste Zeit gestiegen ist und zwar für Schweine insgesamt so beträchtlich, daß er den Schlachtwert am Rinderauftrieb reichlich aufzuwiegen imstande sein müßte. Das Blatt bemerkt weiter, daß die Schlachtvieheinfuhr aus dem Auslande neuerdings Erleichterungen erfuhr insbesondere — abgesehen von der zeitweiligen Oesfnung der Grenzen für französisches Schlachtvieh, die allerdings ivecfen des bedrohlichen Umsichgreifens der Maul- und Klauenseuche in Frankreich wieder geschlossen werden mußten — aus Schweden über die neuerbaute Quarantäne in Saßnitz und einige andere vorhandene Quarantänen. Daneben ist bekanntlich die Fleischeinfuhr aus allen Ländern ganz oder teil- weise gestattet. Wenn trotzdem die ausländischen Zufuhren an Vieh und Fleisch den deutschen Markt unmerkbar zu beeinflussen vermochten, so beruht dies darauf, daß die Schlachtvieh- und Fleischteuerung eine internationale Erscheinung ist. Deshalb kann auch von der weiteren Zulassung ausländischen Schlachtviehs, abgesehen von der veterinärpolizeilichen Bedenklichkeit, keine wesentliche Preisminderung erwartet werden. Ans Hessen. Ein Landesverband der christlich-sozialen Partei. Unter dem Vorsitz des Oberbibliothekars Dr. Seufer» Gießen hielten am Sonntag im „Kölner Hofe" zu Frankfurt a. M. die Vertreter der hessischen Reichstagswahlkreise und der Kreise Frankfurt a. M. ünb Hanau — Gelnhausen — Orb eine Versammlung ab, in der nach längeren Verhandlungen die Gründung eines Landesverbandes der christlich-sozialen Parte: für die genannten Kreise beschlossen wurde. Die Vorstandswahlen finden erst später statt, wenn der Zentralvorstand seine Einwilligung zu der Gründung gegeben hat. Mit der einstweiligen Geschäftsführung wurde Oberbibliothekar Dr. Heuser betraut. Deutsches Reich. Der Landesausschuß der Fortschrittlichen Volkspartei im Königreich Sachsen trat am Sonntag in Dresden zu einer Sitzung zusammen. Auf Anregung des Gewerkvereinsfekretärs Sauer-Leipzig wurde einstimmig folgender Antrag angenommen: „Der Landesausschuß stellt an den Mannheimer Parteitag den Antrag, daß die Regelung des gesamten Arbeitsvertrages im Sinne des dem Zentralausschutz der Partei vorgelegten Antrages Ablaß, Flesch u. Gen. in das Parteiprogramm ausgenommen wird." In einer weiteren Entschließung protestiert der Landesausschuß gegen die zahl- reid>en Lehrermaßreaelungen, die die Autorität und das Ansehen des Staates scksiidigen. Es wird daher eine Reform des Beamten-Tisziplinargcsetzes aefordert. Ferner nahm der Landesausschuß zur Frage der Lebensmittelteuerung eine Entschließung einstimmig an, worin die Oeffnung der Grenzen für Fleisch und Vieh auf solange gefordert wird, als der gegenwärtige Viehmangel in Deutschland anhält. Weiter wurde die Gründung eines neuen Parteiblattes in Sachsen beschlossen und endlich ein Antrag auf volle staatsbürgerliche Gleichberechtigung für die Frauen angenommen. Ausland. Der Regen und die Ernte in England. Aus London wird berichtet: Die Lage in den Ackerbaudistrikten wird infolge des unaufhörlichen Regens immer ernster, da die Graten in allen Teilen des Landes unter Wasser stehen. Die Landwirte einiger Bezirke geben alle Hoffnung auf. die Hem- ernte zu retten. Die Eisenbahnverbindungen von 9Zorb» wales sind teilweise durch Ueberschwemmungen uitter- brochen. In Manchester regnete es unau shör- lich 25 Stunden, in Cashire 40 Stunden. Zur von überwiesenen Forderungen. 1. e Viehmarkt ir Aus Stadt und Land. CS)icüen, 27. Atignst 1912. Errichtung einer Ein;iehungSfteHc her Hand. '*• Allein “"Mei ** Fleischpreise. werkskammer zu Darmstadt. Wie wir bereits früher mitgeteilt haben, ist von der Handwerkskammer zu Tarmstadt die Gründung einer Gir. ziehungsstelle angeregt worden. Diese Einrichtung soll den, allzu verbreiteten Borgunwesen crtgcgcutretcn ur.b Handwerk und Gewerbe durch Ucbernabm? der Einziehung von Außenständen fernerhin nach Möglichkeit vor schwer, r. Schädigungen bewahren Nack>dem tine Reihe von Korporationen durch Um. frage für die Angelegenheit interessiert worden waren u. t sich auch vielfach in zustimmendem Sinne aeäußert hatten beschäftigte sich auch die Plenarversammlung der Hand- werkstammcr am 25. Juni l. I damit. Es wurde b<- schloffen, eine Einziehungsstelle ins Leben zu rufen, bi der Handwerkskammer angegliedert und deren Geschäft einstweilen vor dem Bureau der Handwerkskaminer wahr genommen werden sollen. Je nach der Entwicklung b neuen Einrichtung wird der weitere Ausbau erfolgen Die Vorarbeiten sind soweit gediehen, daß die neu errichtete Einziehungsstelle der Handwerk.- kam wer zu Darmstadt am 1. Oktober ihr Tätigkeit beginnen kann und zwar erstreckt sich dies auf folgende Punkte: " Das GroßherzogSpaar, die beiden Prin r und das Gefolge kehrten am SamStag, den 24. August w Laufe deS Nachmittags wieder nach Jagdschloß WolsSgarH zurück Prinz und Prinzessin Ludwig von Battenberg vi dem Prinzen Ludwig Franz trafen gestern 10 Uhr oormittoj-: zu Besuch im Jagdschloß WolfSgarten ein. An der geflripr Frühstückstafel nahmen Kronprinzessin von Griechenland Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hetzen, sowie Lorl und Lady Willingdon teil. < rs‘ , IätiSfe ' 11. Di° tnfw i ’Ti'u H“1 ffjgP entfie »onW Endurtt ! „„Wittel aflerj ' ’L Art beileg Erledigung. Ärben «M Ln, 29, in Ossei *! i E*i M fjfl, in Dff* »ährte" > P "inCffe* L »ret Pr°°tt>»M . - iinmnlung vt -5*1 zu Darm .«-lirsis'Mdcn, ® jAie Verhandlungen Hainer-Mar 'H Berichte hübe -eitichung des v i-Mtpunkt der D Ln.flc Beschluß geb und Kaum . xt BorsttN-.dswal ,L Gesundheitsri .Msvollzieher Hä' •„'huacn^armli «jlt «n die TagM an. Nach einen eurmrsamnilung in "Verzahltdic > gnusprechverkehr t bäderfeitig ein i fcr'l:ungen aber burd fr Wattigen Gesprächc > jufaern die tzscbüdr -x em» eine ErgänM ßtoitten, daß die Gcj hinörfn ist, die frühe fangen war. Bent tietn zur Verfügung ihreDung zuerst cmsr | - nebmet zu erheben, «ul nrorben ist. Die S kym und SBürttembi I " Leine Hebei • B? An ,>ae Klage wird nUr im Einverständnis vv. ] dem Auftraggeber erhoben. Tas beschriebene Unternehmen ist bereits in glrichc ’ teils auch erweiterter Form in anderen Bezirken eingefübr I und hat sich Überall gut bewährt Auch für den hiesige. Handwerkskammer bezirk wird eine segensreiche Wirkung dc neuen Einrichtung erwartet, weslwlb dra interessierte'. Kreisen eine möglichst ausgiebige Inanspruchnahme emp I fohlen werden kann. Die nötigen Formularien können tu? der Handwerkskammer z u Darmstadt, Geo rq. n- j straße 9, bezogen werden, die auch zu allen sonstigen Aur-1 fünften jederzeit bereit ist. Ter Präsident der französischen Republik Fal liöres dessen Amtszeit am 19. Februar 1913 endigt, soll bereit eine Privatwohnung in Versailles ausgesucht hab?: eine Billa gegenüber der Wohnung seines Schimcgerfohne der dort eine hohe Poststellung inne hat. Das neue russische Spionaaegesctz bestimm daß jeder, der im Ballon oder in Flugzeugen Festunge- rayons oder bestimmte andere Zonen im Umkreis v? 25 bis 30 Werst überfliegt, sich als Lvion strafbar mach Schuldige werden mit zwei bis vier Jahren ZwangSardr bestraft. Frankfurt a. M. zeigte einen gedrückten Geschäftsgang. 7c j durch, daß infolge der unerschwinglichen Preise die Bevöl. ferung den Fleischgenuß in den vergangenen Wachen auf bi | äußerste beschränkt hat, war vor allem auf dem Schwcirc markt nur geringe Nachfrage. Von den angetriebrn’- 2834 Schweinen (gegen 2438 in der Vonvoche) blieb cir großer Ueberstand — etwas über 1000 Stück Troybml gingen die Preise für das Pfund nur um 2 Pfennig bad’! Auch auf dem Rindermarkt war der Geschäftsgang gebuiil und bei einem Auftrieb von 1344 Rindern (1379 in der Vn Woche) blieb ein namhafter Ueberstand. Nur die erste Quai tät Ochsen, darunter 24 Ochsen aus Oesterreick^Ungarn, sieden guten Absatz. Für sie wurden gezahlt für den 1 ner Lebendgewicht 54—60Mk., Schlachtgewicht 99—106 Irt (55—60 bezw. 100—106 Mk. in der Vorwoche). ** Gefchworenenliste. Behufs Bildung tr Spruchliste für die am 23. September 1912 beginnende S? ungsperiode des Schwurgerichts wurden nachstehende Hau t | geschworenen ausgelost: 1. Philipp Seipp, Kaufmann ir Nieder-Weisel, 2. Rudolf Ritter, Bürgermeister in Lanbal 3. Karl Wilhelm August Müller, Kaufmann in Friedbe si | 4. Kaspar Eduard Neeb, Landwirt und Untererheber r Groß-Felda, 5. Karl Julius Wetzell, Fabrikant in Med r- Erlenbach, 6. Heinrich Schudt II., Mühlenbesitzer in Bruchei brücken, 7. Fr. Jk. Schmidt, Bürgermeister in Harhein 8. Wilhelm Heinrich August Jmmelt, Bürgermeister Freienseen, 9. Hermann Zimmermann, Bäcker in Lick, C Georg tfnctfjt, Bürgermeister in Mittel-l^ründau, 11. Lrt wig Wilhelm Trapp, Kaufmann in Friedberg, 12. frt Fleischhauer II., Landwirt in Schwalheim, Li. Friedrr Schmidt, Landwirt in Echzell, 14. Georg Emmerich Wilhei ' Haustein, Rentner in Friedberg, 15. Karl Ulrich, Maufmar ; in Friedberg, 16. Gottlieb Henney, Rentner in Büdingr \ 17 Adolf Laurenze, Brunnenpächter in Groß-Karben, * Christoph Wiehler, Kaufmann in Butzbach, 19 Peter Hs | Pachter in Dortelweil, 20. Louis Hirsch, Kaufmann i I Friedberg, 21. Johannes Habermehl, Buchhalter in Bl Nauheim, 22. Heinrich Kraft II., Efutspächter in Sri hausen, 2:3. Heinrich Komp V., Landwirt und Bürgermeiir I in Herchenhain, 24 Karl Wallach, Bierbrauereioesitzcr i Alsfeld, 25. Heinrich Karl Grünewald II., Kommerzien c in Alsfeld, 26. August Claum, Gemeinderechner in Crt r berg, 27. Heinrich Schneider I, Landwirt in Utphe, 28. 8"I Sckiaaf I., Ortsgerichtsvorsteher in Enaelrod, 29. Aua« Mäfer, Landwirt in Selters, 30. Adam schmidt II., Müie m Sckwlien ** Düngekalk. Da es nach zuverläffigen Mitf» j langen toi eber holt vor gekommen ist, daß die Ermäßign p die nach dem Düngekalktarif md> dem allgemeinen Tun < ; mitteltarif für Kalk zu Du ugeztoeckeu gewäkwt ist. bräuchlich in Anspruch genommen toerben, indem Kalkvr braucher und kleine Händler unter der zusätzlichen 3nhal* angabe „Zur Verwendung als Düngemittel tm Znlanie' Kal,^ bezogen^, ihn aber zu Bun zweien verwandt <*o| TO etn- gabc an fordern. ar, die bcknd fl(], ben 24. i Jagdschloß Sh I W- daß bk 5 bet &anbE>fl-.| 1 J- Oktober? 1 erstreckt jid>: I Forderungen, ^schlage aller )en. UNM des neuen > I Buchforderuiii-I untersagt. | elle können von J !rden, wofür eint I ationen erhallen bd im Einverstänbnir 1 ■ ist bereits in gitd ereu Senden euijcd Auch für den hie segensreiche Virkuin oljalb den intcrcii!. Jnanspruchnatwi d frotmularien fönner: Darmstadt, to zu allen sonstigen il Insassen besonders griädrlick ifr . ... w . ff (Fme televdonische Gerich»»perHandlung. In den Vereinig len Staaten hat vor k»ir,«m eme w- richtSvertrandtnng durchs Telephon statt - ui,den. die trenl iic rnle ihrer An sein durfte (hn i? banhenr au> c mantown. fihUtam Lee mit tarnen. fuhr durch Ellwood tu fnnem Auto mobil mit einer <'Md*Rnbinn. bn STroßen- mb Äfenbadnwaqen eine grobe 9*oU< w M bei solchen Gefährten da> Jerbrcwcn einer F-cnsier8bewe für tue handel. Von ber Spir i tusze n t rale hieß eS in unterer gestrigen Notiz, daß sie befchlosse>i habe, den Absatz preis für das neue Geschäftsjahr auf 52 — Mk. festzufehen; eS muß heißen: den Abschlags preis (für die Brenner- am 62.— Mk. iestzufetzen. gewöhnliches Glas, von bem nur wei Platten aut beionoere Weife t>creint smb jede ist zunächst auf ancr Seite mit (Mahne über logen, bann sind die mit ben beiden Schichtseiten gegen eine ganz büime Zelluloidplanc gelegt und schftevlich durch den starken Druck einer hydraulischen Pre„e vereinigt ivorden. ws 3uge Tarai dieses sptttterftrie Glas von gewöhnlichem mcht mtter,chetden. zu Idtnrllcn Fahrens fest- halten Das geschah auch, tzmd der ilbainf. ur, her in PlcafantviNe ganz langsam tu Irr, nxn nicht wenig erstaunt iib.r feine r^erhattung. ?luf ber Polizei iriubr er natüriidi, n\i» los sei, und,er war Nickt gerade begniim, als er nach «Nermaniown zurückgebrnckt werden sollte. Er bot. man möge die Verhandlungen vor bar Polizeigericht telephonisch führen, und dos geiih !) ®.u® „ , „Prozeß' verlier insofern rin'ack, al» brr ebanneur feine Hebe, trrhing fogkfeh einräumte. Er mußte sofort 15 TvllarS straft erlegen und konnte dann roritrrfobren > . A ff. Casö Tripolis Scldw Erbitterung auf shtm bet Italiener gegen bie Türken beend", z.'it rin bübfcheS Erlebnis. daS ein Mitarbeiter bes „Cri de Pari»" vor einigen lagen m Neapel gehabt haben will. Bon früheren Besuchen ber nxir ihm ba» „(Iaf6 Ture" woblbekannt, unb al» er feine -ckrltte letzt roieberum nach Neapel lenkte, wollte er audi bie altgewohnte Stätte wieher auffudxn Tod» wer beschreibt sem Erstaunen, als er das „CafS Ture" nickt mehr vorfhibet! er fraflt einer. Schutzmann nach bem Schick'al des (Jafev iic Antwort ist Kopfschutteln unb die in entrüstetem Tone gemachte Bemerkung, baß es niemals in Neapel rin ..EafS Ture" gegeben habe. Ebenso ergehtd bem Pariser, als er sich an einige Pananten beramvagt. Zuletzt bittet er and» einen iovial .audiclrnben "lterai Herren demütig um Auskunft, was denn auS dem alten „k^afo Ture' getvorben sei. Und der biedere Alte gab ihm stolz zur Antwort.- „Es ist Heute das CasS Trrripolis, .Signor!" .glichen Preise die ö :gangenen Wochen I allem auf dem Bon den ongetnrt I der Bormochei W] •t 1000 Stück, iij] nur um 2 PfenmM »er Geschäftsgangs Andern and. 9hir bie cr|u-| s 9esterreich-Ung^ 1 Hlachtgemcht^ d-r Lorwoch^ . Behufs *r;.1 t6V 1Q19 beginnen.' ArU NB LG SH-.Ä * ’Ä* ichlel Vf- ach' -n^^becechner Land^ " d, ? ... >"■ f Witterung wegen nicht einaeerntet werden. Stellen weife beginnen bie ttönicr in ben «ehren fdxm zu wackfen. nickt halb ein Umschwuna in ber Witterung eintritt, ist keine «usficht, baß bie Hoffnung unserer Landteute mit eine gute ldörnerernte ftd) erfüllt Es ist ein Kammer, ben unqewödnlid, reichen Erntesegen auf ben Feldern nn unaulborlichen Regen so rettungslos verberben zu sehen. — Herbstein, 26. Aug Herr Tr. Böss er von ©a- mar, ber bie Praxis bes langjährigen toehgen dlrzttti Dr Braun üdernetnnen wollte, hat sich entschloffen, nach Allen- schllrf zu ziehen und von dort au» hier Sprcchftunbcn(d)on btta Sarver teilte fogtt halten Tie Bewohner von Herbstein und Umgeaeno ftnd ^^^^en vvn Pleasantviste mit. er möge b mit diesem Wegzug nicht cinuerftanben und da Herbstem von l^^ (einen Ort kommen müsse, wegen u fdi jeher Sitz zweier «erste war und mit ben umltcgenbcn Törfern auch zwei Acrzten genügend Beschäftigung bietet, will man sich nach einem andere Arzte umsehen. rnhrk 19H. Die Kaufmann»ger,chte in Hesien haben vt Aufgabe, in fach- unb fachkundiger Weise schnell und ilig Recht zu sprechen, auch im letzten Jahre durchaus er« jJt Im ganzen wurden 294 Klagen etngebracht. Von Mfleuten waren hiervon 18, von Angestellten 276 Klage, i igereicht. GS entfielen hiervon auf Darmstadt 70 (von Nufleuten 0, von Angestellten 70 Klagen), auf Gießen 31 Saufl. 4, Angest. 27), auf Mainz 90 (7 unb 83), auf Offenbach 84 (6 unb 78), auf Dorm» 19 (1 unb 18) Klagen ^.irch Vergleich würben 205 Klagen erledigt, durch Vcr- jnnni» und ttnburteü 62, unerledigt blieben 27. Mehr [i zweidrittel aller Klagen sind dennoch in guter, »er hnenber Art beigelegt worben Bemerkenswert ist auch j( rasche Erlebigung her Etteitigkeiten. Innerhalb einer i.che wurden erledigt in Darmstadt 44, in Gießen 0, , Mainz 29, in Offenbach 68, in WormS 5 Fälle, inner tilb zwei Wochen in Darmstadt 10, in Gießen 18, in jainz 27, in Offenbach 7, in WormS 4 Fälle, länger dl» | 1= vet Wochen währten in Darmstadt 16, in Gießen 4, inj M'liinz 34, in Offenbach 9, in WormS 10 Fälle. •• Hauptversammlung der hessischen 0c- UtchtSvollzieher. Unter zahlreicher Beteiligung aus 11 m drei Provinzen fand am Sonntag bie breSjährige louptversamnilung ber hessischen Gerichtsvollzieher im Urstensaal zu Darmstodt statt. Für ben vcrhinbenen rftni Vorsitzen den, Gerichtsvollzieher LickS-Worms, rour- i km bic Derhanblungen burch bessen Stellvertreter, Gerichts- | ulUieber Hämer-Mainz, geleitet. Nach Erstattung ber i »blichest Berichte bilbete vor allem bic Frage ber 8er- staatlichitng deS Gerichtsvollzieherwescns de-t Hauptpunkt ber Taaesorbnung, unb cs wurde ber i st-mnige Beschluß gefaßt, durch eine erneute Einaab, hflierung unb Kammer bie Verstaatlichung zu fordern, k'li ber Vorstanbswahl würbe anstelle von Licks-Worms, >er aus Gesundheitsrücksichten eine Wiederwahl ablehnte, ^irichtsvollziehcr Häm er-Ma in z als erster unb Rollen h a g e n - T a r in st a d t als zweiter Vorsitzenber ge- rxhlt. An bie Tagung schloß sich ein a cm einsames Mittag- «ffen an. Nach einem früheren Beschluß soll bic nächste ! ' cuptversaminlung in Rheinhessen abgehalten werden. jiier sablt die Gebühr für das Ferngesprach? n Fernspreckwerkchr kommt es mitunter vor, daß zwei Teil-1 I i ebmer beiderseitig ein Ferngespräch miteinander anmeldembeide Kttmdbunium aber durch ein einziges Gespräch erledigt werden, tirt berartigen Gesprächen entsteht die Froge, wer. von den beiden r rilncbmern bic Gebühr zu tragen ^at. DaS .ReichS-Postamt hat I .*t burch eine Erqänning ber Anwe.'ung für bie »erfebr«an|taltcn n-schieden, daß bic Gesprächsanrnclbillig als gcbubrenviliduiq in I Itjanbelii ist, bie irüber als bie andere der Beftimmungsanstalt | ■ iiijangen war. Wenn aber zwischen zwei Orten mehrere Lev hmam zur Verfügung stehen, und ivenn bic später angcfommcnc 'K Tunft ™ . .ilnebmer zu erheben, des,en Gefprachsanmeldung tatiacdlich er worben ist Die Bestimmungen werden auch im Vertchr mu H&Uktii und Württemberg angewandt. *♦ Keine UebcrfüIIung bes ti.1t es ii± im Grunde genommen um ganz >-vtende Lehrmittel, dEittcr eme reichhaltige BSltorhek, mecha- ^hnlickä Glas^on dem nur zwei Platten auf betontere Weife niscke und rieftrotcdmttdr Laboratoneii und ommitdt emr ab- " - । ^-j^toficn? Ausbildung zum Ingenieur der vier augegebenen Fach- ndttungen Tie Nhrric beginnen im Frühjahr und im Herbst. Zu bitten Zetten können Prüfungen abgelegt werden. Aussührüche Programme unb Studienplmie erhält man kostenlos buvch das Sekretariat. i®*/» Letzte 27acbricbfcn. Tie Bemühungen Sunyalsens in Peking. London, 27. August. Laut Meldung des „Daily Telegraph" auS Peking ist in einer politischen Partei- ocrsammlung unter dem Vorsitz SunyatsenS eine neue nationalistische Partei gegrünbet worben. Sie wirb zwei Drittel des im Dezember zusammenttetenben Parlaments umsassen. Die Partei, bic für Parlamentarismus unb Parteiregierung, sowie für die Schaffung eines Eisenbahnnetzes über ganz China emtritt wirb die Mitglieber des zukünftigen Kabinetts stellen uni somit ber Diktatur Juanschikais ein Ende bereiten. Obst ist gekocht oder gedünstet sehr schmackhaft, mit Jrfondam in- Milchflannnen serviert, zugleich nahrhaft und erfrischend. Mondamin oerieinert ben Erichmack, ohne die »arten Farben des Obstes zu vei> andern. Es ist sehr ergiebig, rin 30-Pfg.-Paket genügt für 6 halbe Liter Flammeris. Erprobte Rezepte für Sommeifpeistn im i:-Büchlein, welches gratis u.ftanko erhältlich ist vom Mondamin-Kontor. BerlftiO L. " — b*h~ Bioson für Frauen! APOTH.FECHER'SJ OprimaFahrrädr 5rP.RG.EJi22808ü m ganze Vängc 45 ?e a. 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