la len. se24 pl Pt ?me| rke beste Schuhpuu! 6 ket 8 15 Pf. 23 Pf, d«Pf, ibscben bh zu. -2.50 rdRot-n, Tg Gold, r & Co. htsagen -Creme Dose in“ 1 l-Mk 1.20 lllk.1.50 üdweine 1 Hk. 1.50 'l.Mk.1,60 ’l. Mk. 1.80 lMk.1.80 IMk.L- 'LMk.L- ] 1,56® lang el der Geien«* I j Mk-, X**,ei ®1- Flasche. Ahlten und befriedigen u Diensten. rar,lgr"leiCb'’"; zu v.e.r£s kla^t icn u.ber‘ Ton: sLS llr. 297 Der Gießener Anzeiger erscheinl tdglid), außer Sonntags. - Beilagen: viermal ruödicntlid) -ietzenerZomilienblälter aoetinal ivodieiitLKteis blatt für Öen Kreis Rieften . Beck. Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 Geschäftsstelle Bahnhofstraße 16a. Erstes Blatt 162. Jahrgang Dienstag, 17. Dezember 1912 Gietzener Anzeiger i wF politischen Teil: August General-Anzeiger für Cberheffen LML Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Buch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstrahe 7. Land" :^E.peü^für den Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. Unser Schinerzenskind 27eu-Gninea. Ter Gouverneur von Neu-Guinea hat in einem Bericht ocs Deutschen Kolonialblattes die zahlreichen neuen Zu- sammenstöße der deutschen Verwaltung mit den Eingebore neu auf Kaiser-Wilhelms-Land bestätigt und dabei die zunächst etwas ausfallende Bemerkung gemacht, man müsse unterscheiden zwischen Unruhen im Sinne von Aufständen und Unruhen im Sinne von kriegerischen Zusammen flößen und Ermordungen von Weißen, wobei es sich einfach nur um das Vordringen in das Innere des Landes, um die Berührung der Kultur mit der Wildnis handle. Natürlich ist das eine wie das andere höchst bedauerlich, und der Bericht des Gouverneurs beweist nur, was alle Kenner des Schutzgebiets bisher behauptet haben, nämlich, daß Neu-Guinea neuerdings mehr als alle anderen Kolonien ein Schmerzenskind der deutschen Verwaltung geworden ist. 28 Jahre lang ist Neu-Guinea bereits in deutschem Besitz. Am 3. November 1909 wurde der Gedenktag in Matupi an derselben Stelle festlich begangen, iio 25 Jahre vorher, am 3. November 1884, die Flaggen- hissung als Zeichen der Besitzergreifung stattgefunden hatte, Aber erst Ende 1908 Tonnte man mit der Entsendung einer Expedition zur Aufnahme der deutsch-englischen Grenze im Südosten von Kaiser-Wilhelms-Land den Anfang machen, die Landgrenzen des Sd)ufcflebicte3 festzulegen. Das Ergebnis der Expedition >var nicht befriedigend. Der Führer der deutschen Grenzexpedition erkrankte sehr bald so schwer, daß er fein Arbeitsgebiet verlassen mußte, ohne daß es zu einem Abschluß der Arbeiten kam. 'Ein Verhängnis war es auch, daß der Regierungsdampfer „Seestern", der am 3. Juni 1909 von Brisbane ausgelaufen war, während der Fahrt nach Herbertshöhe untergegangen ist An der anderen Seite von Kaiser-Wilhelms Land, im Westen, ist seit Februar 1910 eine deutsch-holländische Expedition am Werke, dort die Grenze festzustellen. Auch hier haben sich der Durchführung der Arbeiten außerordentliche Schwierigkeiten in den Weg gestellt. Die undurchdringliche Wildnis des Landes gebot ihr Halt und zwang sie zur Umkehr. Die „Unruhen" im Sinne von traurigen Einzelfällen sind auf Kaiser-Wilhelms-Land in der letzten Zeit leider ebenso hciu.fig wie die Unruhen im Sinne ausgedehnter Aufstände. Im Stromgebiet des „Markham" hat der un ermüdliche Forscher Dammköhler, dessen Name seit vielen Fahren mit der Erschließung des Schutzgebietes verknüpft ist, im Kampf,mit den Eingeborenen seinen Tod gesunden. Im Webtet des Bezirksamts Friedrich-Wilhelm-Hafen — wir folgen hier den allerletzten amtlichen Berichten — laut es zu verschiedenen blutigen Zusammenstößen mit den Eingeborenen. Die fortgesetzten Raub und Mordzüge der Bergbewohner des Finisterre-Gebirges gegen die schwächeren Müftenbörfer der Raiküste (Maelayküste) machten ein Einschreiten erforderlich. Bei dem großen Torfe Kuarong fand ein erbittertes Gefecht statt, in dessen Verlauf zwei Soldaten schwer, fünf leicht verwundet wurden. Der Bezirksamtmann, der nur über 14 Soldaten verfügte, war gezwungen, sich an die Küste zurückzuziehen Man unternahm eine neue Expedition mit stärkeren Kräften. Die verlassenen Dörfer Kuarong, Mot und zwei wei tere an den Ueberfällen gegen die Küstenbewohner beteiligte Dörfer wurden zur Strafe niedergebrannt. Ein anderes Gefecht fand im Hinterlande des Herzoggebirges auf dem rechten Ufer des Markhamslusfes statt. Die Veranlassung zu diesem Zuge war die Ermordung eines weißen Paradiesvogeljägers durch die Wambaeingeborenen. In mehrstündigem Gefecht wurden diese unter Verlust von 40 Toten in die Flucht geschlagen, ihre Dörfer eingenom men und durch Feuer zerstört. In Potsdamhafen brachen unter dem Monumbostamme Unruhen aus und zwar in folge des Einschreitens gegen das in den Monumbodörsern wie in ganz Kaiser-Wilyelms-Land sehr verbreitete liebel des Abtreibens und der Kindestötung. Sollten nicht au di noch andere Umstände den Grund für die immer wieder ausbrechenden Unruhen in Neu-Guinea bilden ? Der öfter reichische Weltreisende Ernst v Hesse Wartegg gibt in seinem Werke „Samoa,'Bismarck-Archipel und Neu-Gui nea" folgende Beobachtung wieder. Als das Vermessungsschiff „Möwe" 1897 nach Berlinhasen (Station Eitape auf Kaiser -Wilhelms-La ud) fuhr, 'um die crforberlidjen Auf nah men zu machen, kam es zu einem blutigen Scharmützel mit den Eingeborenen. Auf der im Eingang ber weiten Bucht gelegenen Alt) sollte ein „Möwenpfeiler" zur baucrnben Mzeichnung eines trigonometrisch festgelegten Punktes er richtet werben. Ta bei. mußte ein mächtiger Baumriese gefällt werben, der unglücklicherweise den Eingeborenen heilig und unantastbar war. Kaum waren die ersten Axtschläge gefallen, so wurden die ahnungslosen Matrosen mit einem Hagel von Pfeilen übers d) ü 11 e t und mußten sich unter schweren Verwundungen zurückziehen Natürlich folgte die „Strafe" auf dem Fuße. Die £rt schäften der Eingeborenen luurben in Brand gesteckt. „Wie hier", meint dann der Forscher, „so find auch andere blutige Kämpfe jm Schutzgebiet auf derlei unscheinbare Ursachen zurückzuführen, und die Verteidigung ihres Landes, ihrer Reck)te und Gebräuche mit den Waffen in der Hand hat viel dazu beigetragen, daß die Eingeborenen als blutdürstig und hinterlistig verschrieen sind." Wie es scheint, sind fjier wirtlich Fehler gemacht worden. Es gibt eine Kolonialpsyck)ologie, ohne die das Vordringen ber „Kultur" in die „Wildnis" überaus schwierig, wenn nicht unmöglich wird. Die erste Sitzung der Friedenskonferenz. London, 16. Dez. Bei Eröffnung der ersten Sitzung der Friedenskonferenz sagte Sir Edward Grey in französ scher Sprach.', der Körrig habe ihn beauftragt, den Delegierten die Gefühle seines Wohlwollens an Andrücken. Der König hege die aufrichtigsten Wünsche für den Erfolg ihrer Ausgabe. Grey hieß die Delegierten ebenso namens der Regieimng willkommen. Da ber König wünsche, ihnen ihre Arbeiten mit allen möglichen Mitteln zu erleichtern, habe er bie Säle des St. Iamespalastes zur Verfügung gestellt. Die Regierung werde ihr möglichstes tun, um den Delegierten das zu sichern, was für sie nötig sein könnte. Sie werden hier in England, fuhr Grey fort, eine ruhige, unparteiische, Ihrer Aufgabe günstige Atmosphäre finden. Läßt die Politik es an Weisheit und Mäßigung fehlen, fo haben die kriegerischen Gewinne keinen Wert für die künftigen Generationen, andernfalls aber können die Schäden, die der Krieg verursachte, wieder gut genrachk werden, und die Bitterkeit macht den Wohltaten des Friedens Platz. Ick) habe Ihnen nun nur noch, meine Herren, Erfolg zu wünschen für die Aufgabe, die Sie erwartet und Jhneir zu versichern, baß Ihnen allerr für den Zweck ihrer Vereinigung wohlwolKnbe Svmpathie gesichert ist und daß der Friede, der sick) aus Ihren Beratungen ergeben wird. Ihnen die Achtung ganz Europas gewinnt. Ter Vorsitzende jeder Mission dankte Grey warm. Grey nahm das Anerbieten des Ehren Vorsitzes der Fric- benskonfereuz an Die Sitzung wurde Johann aufgehoben. Die nächste Sitzung findet morgen früh 11 Uhr statt. Die Delegierten haben fid) geeinigt, daß der Vorsitz ab- wechselnd nach dem alphabetischem Namensverzeichnis der Staaten geführt wird. Aus London wird berichtet: Die Eröffnung der Friedenskonferenz erregte die AufmerTsamkeit nur wenig. Etwa 100 Journalisten, Photograplren und einige Neugierige sammelten fid) eine Stunbe vor der Eröffnung der Konferenz in der St. Iamesstraßc Die strengsten Vorsichtsmaßregeln waren ergriffen worden Die gewöhnlichen Sck)ildwachen roaren durch Polizeibeamte verstärkt worden Das Wetter war schön Zuerst trafen die türkischen Delegierten ein. Ihnen folgten in Ab - ständen von einigen Minuten die Missionen Serbiens, Montenegros und Bulgariens. Zuletzt kam die griechisd)e Mission. Ein Kampf zwischen der türkischen und der griechischen Flotte. Konstantinopel, 16. Dez. (W. B.). Heute morgen . sand außerhalb der Dardanellen ein Mampf zwischen der türkischen und griechischen Flotte statt. Nad, Informationen aus türkischer Quelle mußte sich die türkische Flotte zurückziehen. Konstantinopel, 16. Dez. Das Blatt „Tertschu' nani Hakikat" veröffentlicht den Bericht eines Reisenden, meld)er von den Dardanellen eingetroffen ist. Darnach eröffneten gestern vormittag drei hinter einem Lloydschifs versteckte griechische Torpedoboote das Feuer gegen die Forts, das diese erwiderten, wobei sie darauf achteten, das Lloydfchiff nicht zu treffen. Nach halbstündigem Feuer entfernten sich die Torpedoboote. Tie Angelegenheit Prohaska. Wien, 16. Dez. Es verlautet, die Qeffentlichkeit wird mit dem Ergebnis der Untersuchung des K onsuls Edl in der Prohaska-Affäre durch Beantwortung der Anfrage des Abgeordneten Langenhahn seitens des Ministerpräsidenten Stuergkh im Abgeordnetenhause bekannt gemacht werden. KriegSstimmuug auch in Bulgarien. Das bulgarische Blatt „Mir" stellt fest, daß die Stimmung unter den Sobrnnjcmitglicbcm eher kriegerisch sei, und daß die Mehrzahl damit nicht einverstanden ist, daß die bulgarische Armee noch vor den Toren von Konstantinopel Halt mache. Die Abgeordneten sehnten vielmehr das Scheitern der Friedensvcrhand- jungen herbei und wären bereit, alle notrovnbigen Kredite zu bewilligen und die Regierung bis zum Ende des .Krieges zu unter- stützen, der nach ihrer Ansicht mit dem Einzuge der Verbündeten in Konstantinopel zu enden hätte. Das Blatt hofft, daß die Abgeordneten ihre Anschauung aufgeben, wenn sie aus Ausklärungen der Regierung erfahren, daß es notwendig war, Europa den letzten Beweis 'zu geben, daß die Ballänvöller den Frieden Europas nicht zu stören wünschten. Nad) Erklärungen verantwortlicher türkischer Staatsmänner erklüri das Blatt, die Friedensaus sicht en feien nicht besonders groß. Es fei wahrscheinlich, das anstelle der Bevollmäd-tigtcn die Kanonen wieder zu fv rech en beginnen werden. - Diesmal würde ihre Stimme nirksamer sein; aber bis dahin müssen ivir, so schließt das Blatt, aufrid itg für die endgültige Einstellung der Operationen und den Absdjuß eines würdigen, dauerhaften Friedens tätig sein. Deutsches Neich. Der König von Württemberg wird, wie der „Schwäbische Merkur" erfährt, auf ärztlichen R a t von einem persönlichen Besuch in München und von der Beteiligung an der Beisetzung des Prinzregenten Luitpold absehen. In Vertretung des Königs wird Giefzeuer Ponzertverein. 4. .Konzert: 1. Kammermusik-Abend. Gießen, 15. Dez. Unseren Kammermusikabenden sehen wir stets mit besonderer Freude entgegen, bieten sie uns doch die feinste Blüte der Musik, künstlerische Erlebnisse, die — losgelöst von blendendem äußerlichen Beiwerk — rein durch sich selbst und ihren geistigen Inhalt wirken. — Das Programm des heutigen Abeubs war ein sehr einheitliches und von einem Hauch weihevoll ernster Weihnachtsstimmung durchweht. Als GefangS-Lolistin durften wir erstmals Frl. Else Pfaff aus Köln hören, deren klangschöne, wohlausgebildete Altstimme und verständnisvoller Vortrag loiort bie Zuhörerschaft gewinnen mußte. Die Wahl ihrer Lieder zeugte von diskretem Geschmack. Von den beiden Brarnsschen Gelangen mit Bratsche und Klavier! sprach besonders das „Geistliche Wiegenlied" an. Mit feinstem Eingehen aut bie nicht immer leicht zu treffenden Intentionen des Tondichters lang uc non Hugo Wolf drei der schönsten Mörike-Lieder „veimweh „Rat einer Alten" Das verlassene Mägdlein") und „x.sm schatten meiner Locken" aus dem Spanischen Liederbuch: am itürmudjcn Beifall wendete sie als Zugabe nod) das schwungvolle „Frühling lagt sein blaues Band". Wir glauben, ber jungen Sangerm bci weiterer Pflege ihrer prächtigen unb burch ein fein künstlerische^ Temperament gcabelten Mittel eine bebcutenbe Zukunft in Aus- "ch* Der instrumentale Teil des Konzerts brachte uns als will- fommene Neuheit ein Trio von dem französischen Komponisten ^seither Direktor des Konservatoriums in Paris) E. -i-nbm». Billigerweise darf es mit dem später folgenden Beethovemchen Trio nicht in Vergleich, gesetzt werden: es nahm aber durch chrliche, in der Form erfreulich klar und knapp gehaltene ^md iür sich ein, will weder durch, gejuchten Tiefsinn, noch durch Lcidemchaftsausbrüche ober kraue Enekte verblunen noch auch burch ord estermäßige Wirkungen glanzen, beschrankt sich vielmehr m vornehmer Zurückhaltung auf ben gelegenen > °mmermusiksti imb vermochte erfreulidicrrocue aud) hiermit den Beifall ber Hörer zu gewinnen. Tie Schanensart Dubois bringt e- wohl mit sich, bau er mit feinen Opern bis jetzt nicht burchzudrmgen oermochte- seine Kammermunkwerke nnben neuerbings mehr und mehr die verdiente Beachtung. - Von den ^chumanmchen „Märchenbildern" für Bratsche und Klavier mochten wir Jlr. 3 Imd 4 hervorheben. Die Bratsche mit ihrer verschleierten, träume» rnrfien Klanafarbe — als Solo-Instrument auf einen engeren Wirkungskreis beschränkt — ist hier, wo sie das Halbdunkel der Märchenstimmung malen soll, glücklich am Platze — ebenso wie bei den obengenannten Brahrnsschen Liedern mit ihrem dämmer-1 grau angehauchten Kolorit. Als würdiger und erhebender Sckstuß folgte das Beethovensche Esdur-Trio op. 70), das in seiner olympisdren Heiterkeit und Kraft alles andere überglänzte. — Die ausführenden Instrumentalisten: Professor Trautmann >Kla vier), A. Redner Biolin» und Bratsche^ und I. Hcgar iViolon- ccll) sind uns ja keine Fremden: über die künstlerische Höhe ihrer Leistungeii, den Schwung unb die Wärme ihrer Auffassung, die reife Ausgeglichenheit ihres Zusammenspiels ließe sich nur Ofl- gesagtes wiederholen. Herrn Trautmann, ber von der ersten bis zur letzten Nummer am Flügel mitzuwirken hatte, gebührt hierfür besondere Anerkennung. — Ter Beifall war sehr warm, der Besudi befriedigend: jede noch vorhandene Lücke im Saal bedeutet in erster Linie einen Verlust für bie Weggebliebenen. Durch bie Gewährung ermäßigter Abonnements für die Kammer- musikabende ist der Konzertverein weitgehend cntgcgcngcfommcn: alle Kreise unserer Intelligenz haben nun Gelegenheit, zu beweisen, daß sic es mit ber Musik ernst meinen. P- Ff. Hammersteins panamerikanischeOper. Oscar H a m m e r st e i n, der „Unermüdlick)e", wie man ihn mit Recht genannt hat, tritt ständig mit neuen menschenbeglückenden Plänen an die OÖffentlichkeit. In einer höchst angesehenen amerikanischen Zeitschrift setzt er soeben seinen Plan auseinander, ganz Amerika mit einem Netz von Opernhäusern zu überziehen, burch bie bem Volke das beste, was bie Menschheit an Musik besitzt, geboten werd.n soll. In der Musik wurzelt, so sagt er, bas Glück der Völker. Er hält feine panamerikanische Oper für ein weit bedeutenderes soziales Unternehmen als etwa das, welches Carnegie durch seine über ganz Amerika verbreiteten Volksbück)ereien geschaffen hat. Tie Musik soll nicht allein Vergnügen bereiten, sondern Ha mm erstech will den Spielplan feiner Opern fo aufbauen, daß bie gebotene Musik in erster Linie erzieherisch wirkt. So glaubt er allmählich eine Veredlung des Volksgeschmackes herbeiführen zu können unb „badurch wird für unsere Enkel eine bessere Welt geschaffen". Man kann nicht umhin, Hammersteins Genialität zu bewundern. Rastlos ist er tätig, unb nicht immer haben ihn feine Versuche pekuniären Gewinn gebracht. Man benkc nur an den Fehl schlag seiner großen Oper in London! Man kann es ihm schon zum Teil glauben, wenn er sagt, daß ihn jetzt nicht mehr fo sehr ber pekuniäre Gewinn, als vielmehr ber Reiz, etwas Gutes für seine Mitmenschen zu tun, zu feinen Plänen anrege. Hammerstem t|t ein vielseitiger Mann. Er hat mehr Theater gebaut und geleitet, als irgend einer auf der Welt. Er spielt Flöte, Klavier und Geige: er hat einige beachtenswerte Musikstücke komponiert, unb dennoch, verfolgt man den Lebenslauf dieses unternehmenden Mannes bis in feine fernste Jugend zurück, so sieht man, daß er keineswegs unter musikalischen Aspekten geboren, noch erzogen wurde. In Berlin ward er geboren, als Junge fuhr er im Aus- wandererfchiff nach Amerika, in New Bork lernte er Zigarren drehen. 'In der Tabakfabrikation legte er den Grundstein zu seinem Vermögen. Eine Reihe von Maschinen, bie heute zur Zigarrenfabrikation gebräuchlich sind, hat Hammerstein erfunben. Als ihm eines feiner Patente einen Riesengewinn brachte, da entdeckte er plötzlich feine mufikalifche Ader, und er wurde Theater- unb Opernbirektor. Tf. Tie „Ausgrabung" bes Louvre. Vor einigen Jahren schon war, wie bie „Kunstchronik" berichtet, bie Rede davon, den alten Louvre „auszugraben", das l-eißt den früher um das Gebäude herlaufenden Graben wieder herzustellen. Tiefer Graben ist fckwn vor mehreren hundert Jahren burd) Gartenanlagen erfetzt worden, unb man weiß nicht recht, welches archäologische ober ästhetisch Interesse burch die neue Ausgrabung befriedigt werden soll. Indessen ist es immerhin möglich, daß das Gebäude dadurch gewissermaßen einen Sockel erhielte und sich so majestätischer und vornehmer darstellte als jetzt, wo es in ber Tat wenigstens nach der Rivolistraße zu ein wenig im Boden zu stecken scheint. Jedenfalls wird im Ministerium des Innern unb im Staatssekretariate ber schönen Künste über die Frage beraten. — Kurze Nachrichten aus Kunst unb Wissenschaft. Gerhart Hauptmann ist aus Schweden nach Berlin zurückgekehrt und nahm im Hotel „Adlon" Wohnung. Heute nachmittag 1 »3 Uhr veranstalteten studentische Chargierte in etwa 50 Wagen eine Auffahrt vor dem Hotel zu Ehren des Tichters. Heute nachmittag wird Hauptmann einer Sondervorstellung „Biberpelz" im Leffingtheater beiwohnen. Ein Teil der Studentenschaft wird darauf bei dem Tichter im Hotel zu Gast sein. — Tie Friedrich-Wilhelm Universität zu Breslau zählt im lausenden Wintersemester 2710 immatrikulierte Studierende gegen 2641 im Wintersemester 1911/12. Tazu tommer 303 Hörer. Tie (Mamtfrequenj beträgt mithin 3113. — Professor Tr. theol. et phil. Julius v. Grill, ber bekannte Vertreter der Exegese des Alten Testaments in der evangelisch- theologischen Fakultät ber Universität Tübingen ist auf fein Ansuchen in den Ruhestand versetzt worben. Gi Fa w. Mainz, ftn Stettungsa ute trüb in Z l *Hnber konntet F allseitig allen ' sich Herzog Wbrecht von Wvtttemderg, der von dem General- abyntantrn, General der Kavallerie Freiherr von Starkloff, begleitet sein wird, noch München begeben. bindungen/imöstlichenPogelsberghatsich unter dem Vorsitze des Besitzers und Leiters der Dürerschule, Herrn Neuendorff zu .Hochwaldhausen, ein K.o m i t c e gebildet und in gemeinsamer Besprechung seine Verbess- rungsvorschläge in Gestalt einer Petition an die Königs. Elsenbahndirektion Frankfurt a. M. vereinbart. Es handelt sich in erster Linie um eine durchgehends schnellere Beförderung der Personenzüge o^tf der Strecke Ful- da — (b ezw. Gießen) Lauterbach — Stockheim — Vilbel—Frankfurt durch Wegfall unnötig großer Halte- und Wartezeiten, durch Herstellung besserer An- schlösse und eventl. Einlegung neuer Züge für den Touristenverkehr. Es wäre sehr zu wünschen, daß diese Petition recht zahlreiche Unterschriften fände. Interessenten wird sie vom Vorsitzender! gerne zur Einsicht und Unterschrift zugesandi. Starkenburg und Rheinhessen. bs. Darmstadt, 16. Dez. Das Polizeiamt hat btn hiesigen Gastwirten und Kaffeehausbesitzern folgende Bekanntmachung zu gestellt: „In der letzten Zeit haben sich m Ausland. DerAnschlaggegendenGrafenTiszavorGericht. Vor dem Geschworenengericht in Ofenpeft begann die Verhandlung gegen den Abgeordneten Kovacs, der gegen den Präsi- oeuten des Abgeordnetenhauses, Grasen Tisza, den Anschlag verübt hatte. Die Anklage lautet auf vorsätzlichen Mordversuch. Der 24stündige Ans st and in Frankreich, der als Kundgebung gegen den Krieg vom allgemeinen Arbeiterverband geführt worden war, veränderte das Pariser Leben und Treiben wenig. Die Bauarbeiter, Erdarbeiter und Chauffeure hellten teilweise die Arbeit ein. Auch in der Provinz blieb bie Bewegung ohne Bedeutung. rauch.;! >n 8' miinder und Der Streit im hessischen Landtag und die presie. Die beschämenden Vorgänge in der Donnerstag-Sitzung der hessischen Zweiten Kammer geben auch dem „M a i n - zer Tage bl." in seiner Ausgabe vom gestrigen Montag Anlaß, gegen das unparlamenturische Verhalten der 6-.tr. Abgeordneten AU Felde zu ziehen, aber es mischt in seine Kritik einige ganz unberechtigte, nicht gerade von journalistischer Sachkenntnis zeugende Ausfälle gegen den „Gießener Anzeiger"': „Aber noch eines wäre zu sagen: Der ganze Streit ist entstanden durch einen im „Gießener Anzeiger" veröffentlichten Brief.des H errn Grünewald, in dem Herr Winkler und andere Abgeordnete Beleidigungen erblickten. Der „Gießener Anzeiger" war also verpflichtet, selbst Stellung zu der Sache zu nehmen und zum mindesten war er verpflichtet, setzt nach dieser Zuschrift des Herrn Grünewald seinen Darmstädter Mitarbeiter in Schutz zu nehmen und mitzuteilen, daß er den schönen Zwischenruf des Herrn Grünewald aus dem Landtagsbericht heraus gestrichen hat: der „Gießener Anzeiger" erhält nämlich den gleichen Bericht, wie wir, und wir haben uns schon Freitag gewundert, daß die Drohung Grünewalds im „Gießener Anzeiger" fehlte; konnte man diesen „Strich" vielleicht mit einer wenn auch unangebrachten Rücksicht auf Herrn Grünewald begründen, konnte man sich sagen, daß das Gießener Blatt den Gießener .Abgeordneten nicht bloßstellen wollte dadurch, daß es seinen Zwischenruf veröffentlichte — jetzt aber, nachdem Grüneivald selbst sich mit seiner Heldentat noch brüstet, lag für den „Gießener Anzeiger" die unbedingte Verpflichtung vor, seinen Mitarbeiter in Schutz zu nehmen und sestzustellen, daß der Zwischenruf von dem BericAerstatter richtig gemeldet, von der Redaktion aber — aus Zartgefühl — gestrichen wurde. Das ist nicht geschehen; der „Gießener Anzeiger" druckt vielmehr die „Berichtigung" des Herrn Grünewald ohne eigenen Zusatz ab und findet auch sonst keine Worte, die seine Stellungnahme zu dem ganzen unerhört skandalösen Zwischenfall ausdrücken. Auch sonst 'hätte das Gießener Blatt gegründete Veranlassung pehabt, seinen Darmstädter Mitarbeiter gegen die vier oder fünf anderen „Berichtigungen" in Schutz zu nelimen, die Herr Grünewald gleichzeitig ablädt. Die „Berichtigungen" enthalten nichts, nras irgcnldivie der Feststellung wert iväre; wenn alles berichtet worden wäre, was Herr Grünewald zur Ergänzung mitteilt, dann hätte der Berichterstatter die Rede des Gießener Abgeordneten wörtlich nachschreiben müssen. Das geht selbstverständlich nicht. Und,auch deshalb wäre es journalistische Anstandspflicht des „Gießener Anzeigers" gewesen, Herrn Grünewald zu sagen, daß der Parlamentsberichterstatter "nichts versäumt, daß er vielmehr pflichtgemäß gehandelt hatte. Das hat das Blatt nicht für nötig gehalten, läßt vielmehr seinen Mitarbeiter durch den Ohrfeigen anbietenden, akademisch gebildeten Rechtsanwalt und Justizrat Grünewald ohne Widerspruch bloßstellen — ein Vorgehen, das im Journalismus Gott sei Dank sonst nicht üblich ist, und das zu Konsequenzen führen würde, die jedem anständigen Menschen unfern Beruf verleiden würden." Wir haben am Samstag bereits den Vorfall besprochen und erklärt, daß der angeführte Bries des Abg. Grünewald nach unserer Meinung die Mitglieder des Wahlausschusses nicht beleidigen konnte. In der Sache selbst, der Entscheidung über die Wahl des Abg. Kredel, hat unseres Wissens auch das „Mainzer Tagebl." keine bestimmte Stellung genommen. Es meint aber, wir wären verpflichtet gewesen, unseren Landtagsberichterstatter entschiedener in Schutz zu nehmen, und da müssen wir, zumal das Blatt von „journalistischer Anstandspflicht" redet, schon etwas näher auf diese Angelegenheit eingehen. Es ist richtig, daß unser Darmstädter Mitarbeiter den „schönen Zwischenruf des Herrn Grünewald" in seinem Bericht erwähnt hatte. Da das Präsidium des Landtags aber nicht eingeschritten war, mußten wir über die Vorgänge uns weiter zu vergewissern suchen. Wir haben am Freitag vor- mrttab unseren Berichterstatter telephonisch angerufen, und er bestätigte uns, daß er den Zwischenruf mit eigenen Ohren gehört habe. Zugleich teilte er mit, daß auch dem Landtagsberichterstatter der „Frankfurter Zeitung" der Zwischenruf nicht entgangen sei. Wir haben daraufhin den schon vorliegenden Bericht dieses Blattes geprüft, den Abdruck des Grünewaldschen Zwischenrufes dann aber vermißt. Die „Frankfurter Zeitung" hat wohl aus denselben Erwägungen wie wir diese Streichung vorgenommen. Nachdem wir mit n o ch c i n e m L a n d - tags bericht er st attertelephonischRücksprache genommen hatten, der uns versicherte, er habe den erwähnten Ausspruch des Herrn Grünewald nicht gehört, entschlossen wir uns, den Vorfall vorläufig unerwähnt zu lassen, zumal auch in dem uns vormittags vorliegenden „Darmstädter Tageblatt" nichts von der Angelegenheit enthalten war. Aus „Zartgefühl" oder „unangebrachter Rücksichtnahme auf Herrn Grünewald" haben nrir die Stelle wahrlich nicht gestrichen. Es lag immerhin die Möglichkeit vor, daß ein in der Erregung, vielleicht nur halblaut gesprochenes Wort auf anderem Wege als dem der Oeffentlicksteit zurückgenom- men werden würde, und in diesem Falle wäre es doch wohl keine Pflicht der Presse gewesen, die Sache weiter aufznbauschcn Der Berichterstatter, dessen Zuverlässigkeit wir nicht angezweifelt hatten, brauchte sich dadurch nicht gekränkt zu sichlen. Aber das „Mainzer Tagebl." schießt in seiner Eile auch in den übrigen Vorhaltungen weit , über das Ziel hinaus. Es war nicht das Amt der Redaktion, zu der Berichtigung des Abgeordneten Grünewald Stellung zu nehmen, das mußten wir vielmehr dem angegriffenen Herrn in Darmstadt selbst überlassen. Einige Punkte der Grünewaldschen Zuschrift waren keineswegs unwesentlich, und da wir den Lanwagsverhandlungen nicht selbst beigetvvhnt haben, konnten wir schwerlich etwa-'' dazu sagen. Unser Berichterstatter hatte über Sonittag Zeit genug, eine, vielleicht nötige, Erwiderung abzufassen wir würden sie gern veröffentlicht haben. Das Verfahren bas uns das „Mainzer Tagebl." empfiehlt, ist uns denn doch zu oberflächlich und schnodderig. Dem Blatte fehlt offenbar iede Befähigung, andere über journalistische Anstands- pfiichten zu unterweisen. Aus Stadt itnb Land. Gießen, 17. Dezember 1912. ** Tageskalender für Dienstag, 17. Dez. Stadt- theater: ,6 o ’ n Windhund". Anfang 8 Uhr. » L. U. Landesuniversität. Dr. Phil. Kurt Vogel von Falken st ein, der sich für das Fach der geologischen Bodenkunde an unserer Universität zu habilitieren wünscht, hält am Mittwoch, 18. D z.'mber, 12 Uhr in der kleinen Aula eine öffentliche Probevorlesung über das Thema: Humusbildung und Zers etzung im Bode n. ” Vom hessischen Hof. Der Großherzog hat den Fretherrn Ludwig von Heyl zu Herrnsheim zum Hofjunker ernannt. ** In Audienzempfangen wurden vom Groß- Herzog am .Mittwoch n. a. Lehrer Kurz von Altenburg, Medizinalrat Professor Dr. med. Walther von Gießen und Aktuar Fischer von Bad-Rauheim. ** 91 n den Beisetzungsfeierlichkeilen in München am nächsten Donnerstag nimmt auch der Großherzog von Hessen teil. ** Der Großherzog hat den Oberlehrer an dem Wolfgang Ernst-Gymnasium zu Büdingen, Dr. Aug. Förster, auf sein Nachsuchen aus dem Staatsdienste entlassen. •• Ordensverleihung. Der Gro ßherzog von Baden verlieh dem ordentlichen Professor des öffentlichen Rechts an der Uiüoerfität Gießen D r. van Calker das Ritterkreuz 1. ftlaffe des Ordens vom Zähringer Löwen. ** Für di e Sitzung der Stadtverordneteu- Verfammlung Donnerstag, 19. Dezember, nachmittags ■i Uhr, ist folgende Tagesordnung vorgesehen: 1. Mitteilungen. 2. Baugesuch des L. Wehrum für die Credner- straße. 3. Neubau einer Isolierbaracke. 4. Verwendung von Lavatinsteinen. 5. Anpflanzung von Bogelschutzgehölz in der Lahnstraße. 6. Rechnung der Plockschen Stistling für 1911 und Voranschlag für 1913. 7. Gesuch des Theo Nauheimer um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetriebe im Hause Seltersweg 31. *' Eine Sitzung des Provinzialausschusses sindet am Samstag, 21. Dezember, vormittags 10 Uhr in dem Sitzungssaal des Regierungsgebändes zu Gießen mit folgender Tagesordnung statt: Verschiedenes. ** Zur Hinterlandb ahn-Frage. Die Handelskammer Wetzlar hat sich in ihrer letzten Sitzung mit dem Hinterland-Bahnprojekt beschäftigt. Es wurde einstimmig feftgestellt, daß nur die von dem Eisenbahn- Komitee vorgefchlagene Linienführung über Königsberg- Hohensolms, nicht aber die n uerdings von der Eisen- bahiwerwaltung selbst in die Erörterung hinein gezogene Führung durch das Lemptal den Interessen des bbre^ses Wetzlar dienen könne. ** Handwerkskammer. Es scheint in manchen HandwerksMeigen, denen seither durch lokale Vorschriften besondere Vergünstigungen bezüglich der Handhabung der Sonntagsruhe zugestanden waren, immer noch die Befürchtung zu bestehen, daß die bevorstehende Abänderung der Reichsgewerbeordnung eine Kürzung der seither gestatteten Verkaufszeiten usw. herbeiführen könne. Besonders kommen die sogenannten Bedürfnisgewerbe (Fleischer, Bäcker und dergl.) in Betracht. Es mag daher nochmals darauf hingewiesen werden, daß nach § 6 des Gesetzentwurfs die höhere Verwaltungsbehörde auch weiterhin befugt ist, für solche Gewerbezweige, deren vollständige oder teilweise Ausübung an Sonn- und Festtagen zur Befriedigung täglicher oder an diesem Tage besonders hervor- tretenoer Bedürfnisse der Bevölkerung erforderlich ist, wie bisher so auch- ferner, Ausnahmen von den in vorhergehenden Paragraphen getroffenen Besttmmungen zuzulassen. Es liegt also kein Grund vor, anzunehmen, daß Aenderungen im bisherigen erprobten Verhältnis eintreten. ** Zum „Hallenser Klinikerstreik" faßte der Vorstand der Gießener Kliniker schäft folgenden Beschluß: „Die Gießener Klinikerschaft erklärt sich mit den Forderungen und dem Vorgehen der Hallenser Klinikerschaft einverstanden, und hat eine gleichlautende Eingabe bei der hiesigen medizinischen Fakultät eingereicht, da es sich nach ihrer Ansicht um eine prinzipielle Frage für die gesamte deutsche Klinikerschaft handelt. Sie beschloß zum Zeichen ihres Einverständnisses mit der Hallenser Klinikerschast, von Dienstag mittag an den Besuch der Vorlesungen vorläufig einzustellen." ** Stadtv. Urftabt und die FiliaIsteuer. Stadtv. Ur stad t stellt in einem Schreiben an uns fest, daß er den Artikel in der neuesten Nummer der Hess. lib. Wochenschrift weder geschrieben oder veranlaßt, noch vor dem Erfcheinen irgend welche Kenntnis davon gehabt habe. Die Autorschaft des ersten Artikels in der „H. l. W.", der die Veranlassung zu der Auseinandersetzung gab, bestreitet demnach Herr Urstadt nicht und die Annahme, ein anderer als Herr Urftabt könnte sich der Fortsetzung der Aussprache angenommen haben, schien uns vollständig ausgeschlossen zu sein. ** Der Verein verpflichteter Fleischbeschauer des Kreises Gießen hielt am Sonntag int Hau- bachschen Saale eine Versammlung ab, die sehr gut besucht war. Der Vorsitzende besprach die neue Wieg- o rdnun-g, die auch bald in unserem Kreise eingeführt werden soll. Von verschiedenen Mitgliedern wurde der Antrag gestellt, daß die Gemeinden den Beschauern die Fachzcitung, „Die Rundschau auf dem Gebiete der gesamten Fleischbeschau und Trichinenschau" umsonst liefern, wie dies schon in anderen Kreisen Hessens geschehe. Gegen 21/2 Uhr besuchten Schlachthofdirektor Dr. Modde und Kreisveterinärassistent Dr. Schweikert die Versamm lung. An die Tierärzte wurden noch verschiedene Fragen gestellt über Notschlachtuirgen bei Hausschlachtungen, über Tuberkulose, ihre Verbreitung und Bekämpfung usw., über die die Herren Aufklärung und Rat erteilten. ** Warnung. Unter der Überschrift: „Schutz gegen D ar lehn s schwindel" erscheinen seit einiger Zeit in Zeitunaen Anzeigen, in welchen „Selbstgeber" oder „Danken" Darlehen in jeder Höhe gegen Verpfändung von Möbeln usw. anbieten. Da diese Anzeigen zum Teil von Darlehensschwindlem selbst ausgehen, die gar nicht in der Lage sind, Darlehen zu vermitteln und denen es nur um die im voraus zu entrichtenden Antrags- und svnsttgen hohen Gebühren zu tun ist, ist besondere Vorsicht geboten. Es enrpfiehlt sich, vor Einreichung von Darlehensanträgen oder vor Uebemahrne von Berttetungen in jedem Falle erst bei der Polizei anzufragen, ob man es mit einem zuverlässigen Geschäft zu tun hat ober nicht. •• D i e Weih nachts-Ausstellung der Damen Landmann war wlederum sehr gut besucht. 'AlleZweige härcL- licher Arbeit sind darin vertreten, von der einfachsten Weißreuc» näherei bis zum künstlerisch ciusgesührleu Läufer aus Filetantik h Verbindung mit Klövpelarbeit und Weißstickerei, Richtlieu- un öedeboarbeiten, Nadelinalereien, Stickereien, Rnüpf- u.dnkelarbeiten Im zweiten Saale war viel Interessantes an Holzschnitzereien Tie^ brand, Tarso« und Einlegearbeit, sowie der gediegenen imoerqäna lichen Leder- und Metallplastik ausgestellt. Hübsch bemalt war da 'eine Porzellan, und die ntoderuen Plältarbcüen und Ausiutzruu^ - in Likiniond und Fustanelloinalcrci zeigen viele sehr schöne 'Arbeite, Tie Ausstellung wurde von 650 Perwnen besucht. Landkreis Gießen. — Lang-Göns, 16. Dez. Gestern abend hielt bc: Geflügel-, Vogel- und Kaninchenzucht - Verein 'eine 3. MonatZversammlung ab. Tas Mitglied Ludir. Gerhard-Kirchgöns bedauerte daS ungünstige Urteil bei Herrn Weil über die Kaninchenzüchter. Der Vorsitzende ga> bekannt, daß der Verein eine Lokal-Ausslelltmg un Anfan; Mörz abhalten werde, was von den Mitgliedern cinftimmi; gutgeheißeu wurde. B. Treis a. Lda., 16. Dez. Der hiesige Zweigverein des Evang. Bundes hielt gestern abend in Benners Saal einen zahlreich besuchten Familienabens ab. Nach einer Ansprache des Vorsitzenden, Lehrer Walter, in der er aus den gegenwärtigen Stand der Jesuiten- frage hinwies und mit einem Hoch auf den Kaiser schloß, hielt Psarrer Böch ner einen Vortrag über „2 5 Iah i e Evangelischer Bund" und Lehrer Hcdrich einen sol- cf) en über „Eva ng elis ch er Glaube vor 1 00 Iah. r en". Beide Redner ernteten den lauten Beifall der Versammlung. Tie Vorträge wurden mit passenden Dekla- mationen der Konfirmanden, gern .infam gelungenen Volksliedern und mehreren schönen Chören des hiesigen Kirchen gesangvereins umrahmt. B. A11 endorf a. d. Lda., 15. Dez. Unsere nach dein großci Brande der Stadt vor beinahe 200 Jahren erbaute Kirche hcit im Lause dieses Sommers eine sehr nötige Reparatur ihre; Inneren evfnhre.i. Neben einem neuen Anstrich hat sie einen neuen Fußboden und neues Frauengestühl erhalten, auch die Männerbühne und die Orgel sind Ausbesserungen untenvotfeii worden. Infolge der Reparaturarbeitcn sind die Gottesdienste den Sommer über un neuen Schulhause abgehalten worden. Die Wieder ingebrauchnahme des recht geschmackvoll hergerichteten oltes- Hanfes sand heute nachmittag in seierllchein Gottesdienste statt. Tie Weiherede hielt Dekan G u ß m a n n - Lirchberg bei Lollar, der i n Anschluß au die Adventswo> te: „Alachet Die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, daß der König der Ehren einziehe* der das Gotteshaus bis auf deu letzten Platz füllenden Gemeinde ir formvollendeter Rede beherziaenswerte Worte zuriei. Tie eindrucks volle Festpredigt hielt der Örtsgeistlirbe Pfarrer Mickel aus Gruut von Psalm 26, Vers 6—8. Der hiesige Mäunerge'angverein verschönerte unter Leitung von Lehrer SchmiDt-stesjelbach die Feier durch den Vortrag von zwei fein herausgearbeiteten und prachtvol vorgetragenen Chören, X Ettingshausen, 15. Dez. Gestern abend hielt Lehrer i. P. Volk aus Gießen im Saale des Wirtes Phil. Keil III. vor sehr gut besuchter Versammlung einen 93 ort rag auS der Zeit Deutschlands vor hundert Jahren. Mit einen Hoch auf Kaiser und Vaterland schloß er seinen Vortrag, bei reichen Beifall fand. Darauf sangen die Anwesenden „Deutschland, Deutschland über alles." Kreis Alsfeld. Ok. Alsfeld, 16. Dez. Auf Veraulaffung der national liberalen Pattei wird Reichstagsabg. Bass ermann Sonntag 22. Dez., hier einen öffentlichen Vortrag über die allgemeine politische Lage halten.— Gestern mittag fand im „Deutschen Hause" ein Vortrag des VerbandSsekretarä Mahr-Darmstadt über „das VerdingungSwesen" statt. Dem Redner wurde reicher Beifall zuteil. — Das Anwesen des,, verstorbenen Wagnermeisters Werner Geisel ging zum Preise von 15 700 Mk. inkl. Maschinen, Holzvorräten, Lagerhalle in den Besitz deS WagnerS Hch. Schäfer über. Kreis Lauterbach. z. Herbstein, 16. Dez. Infolge der starken Regenfälle der letzten Tage und der dadurch hervorgerufenen schnellen Schueeschmelze im Oberwalde führen unsere Gebirgsbäche gewaltige Wassermassen talwärts, die überall über die Ufer treten. Der ausgedehnte Wiesengrund zwischen Herbstein und Rixfeld bietet den Anblick eines romantischen Gebirgssees. Nur schabe, baß auch bie Hoffnungen, bie bie Freunbe des Rodel- und Schisports angesichts der Feiertage hegten, zu Wasser werden. Doch des einen Leid ist des andern Freude. Unsere Rodearbeiter hoffen auf dem schneefreien Gelände nun bald wieder mit den Meliorieruugsarbeiten auf den Hutweiden beginnen zu Formen. Die Gemeinden Herbstein und Lauzenhain, auch Ilbeshausen haben wieder große Weideflächen zur Meliorie- rung bestimmt. B. Hochwald-Hausen, 15. DeF. Ter Wettersturz der vergangenen Woche brachte eine gewaltige Schneeschmelze; der hinKuckvetende Regensturm der letzten Nacht führte zu einer ungestümen, swßartigen Anschwellung der Wass er m a s s en , wie man sie seit Jahrzehnten hier nicht beobachtet hat. Kleine Rinnsäle wurden, zu Bächen, der Schwarzbach erweiterte sich auf das Dreifache unl> wo er, wie bei der oberen Brücke, eingeengt wurde, hat er fast Meter höhe. Mit der Geschwindigkeit eines Schnellzuges rasten die Wasser zu Tal, in mächngen Wellen sich zerschellend, wo Basaltfelsen fich entgegen» stellten. Besonders inLeressartt war dias Schauspiel im Ober- wall>, an der Brücke, die nach der lleinen Insel führt. Unter- i halb Ilbeshausen bildeten die Wassermassen einen mächtigxa See. — Es ist schade, daß das vom Kreisamt bearbeitete Projekt der Ausnutzung der am östlichen Rand des Voaet-!- I berge niedergehenden Wassermengen noch immer auf Ver- 1 wirklichung harrt. Welche Summe an Kraft allein geht bo I burch verloren, daß die Wasser ungenutzt vorüber fließen 1 = Hochwaldhausen, 16. Dez Zur V erb esse-I rung der noch sehr unzulänglichen Bahnver- ' » Bei, --- Sitten Lilie gestaltete fcuBtlehrer Cae ■ während di ■'n feierlichem Z I.'tschmiickten Heit Mceisbaumeister ■ Tarent) Snperi I i Pforte öffne: I Gesangvereins r ■ Tömten die Kin mbmen auf den ■Wellten Bänken U - Ski (Schneeschuhe) Danksagung Giessen, Friedberg, den 17. Dezember 1912. Für das VQeihnachts^est 8123 Schokoladen=Spezial Geschäft:: Seltersw.79. -lI>E,z7 d-» £ 3“8 I so schweren Verlust sagen wir hiermit Neustadt 8 Noter Ständer Bauerntische Ziertische IN. geb- Messingplatte Serviertische Hausapotheken Paneelbretter Biistenständer Liegesessel T eiegramm En detail. Für die uns bei dem allseitig erwiesene Teilnahme allen herzlichen Dank. iflung der naliort’ I ermann Soimzl ag über die ui I Gellern mittag 8 Verbandchttti^lH iiDcjen* Halt. LaS Anweji« kd et ging zum Mv täten, Lagerhalle ii bet. Danksagnng. Für die vielen luobltucnbcn Beweise der bcrAliriien Teilnahme bei dein Siuscheiden meiner lieben Frau innen hiermit allen Bekannten nnd Freunden herzlichen Dank. 01lu7S Richard Göbe uiulRind. Die Lage int Saarqrubcn Gebiet. Saarbrücken, 17. Tez. Bisher ist die Ruhe im Saar» grubcngcbict nicht g c ft ö r t worden. Die Entscheidung über den Beginn des Streikes wird am Tage der K ündigung satten. Die Verwaltung hat daraus hingewiesen, daß die gemein- tarne Kündigung einer größeren Anzahl Arbeiter durch einen Vertreter unzulässig ist, wenn nicht jeher einzelne Bergarbeiter dem Vertreter eine entsprecl>ende Vollmacht ausgestellt hat. DankNugung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnalnne bei dent Hinscheiüen unserer lieben, unveraen- lichen Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante und für die zahlreichen Bluinensvenden sagen wir allen herzlichen Dank. Besonders Dank der Firma Poove & Co., sowie den Arbeitern und Arbeiterinnen. (010173 Familie Schneider. Gießen, Kirchenvlav 0 Eingesandt. Tvör Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Bnblikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Birklar. Die M c in c t n b c Birklar bat voriges Jahr '’ie 3'üamnicnfterhina ihrer (»rnnbflücfc burdigeführt und ans dem "lassengelände 105 MO Ulf. erzielt Als ein gronev Minstand mnu '■5 nun bezeichnet weiden, daß auf dein Wege zur Bahn nach Lich ein solcher SchnuiH liegt, daß es kaum möglich ist, dlirchzufoinmen. 's ,'ootlet fall jeder Be'chreibnng. Alan denke stch, morgens % Uhr in dieser Jahreszeit in völliger Dunkelheit einen Weg "assteren zn muffen, der 10 cm hoch mit Schlamm bedeckt ist. Tiefer Mißstand rührt daher, daß der dortige Gutspackter mit 4—5 Gewannen pflügt und mit fdileifenbem Pstnge von einem ^nde des 'JlrfeiS zum andern fährt Die 2li beiter Birklars richten hiermit an den (Wem ein berat die Bitte, stir einen einiqernmüen oassterharen Weg zu sorgen, da ste annehmen, daß sic als 3tcner- zahler dies verlangen können. Telegramm! En «ros. Dr Kipper wieder da. 'der Schüler eine Bretzel und alle wurden später noch mit ffee bewirtet. Auch die Bauhandwerker sollten nicht leer isgehen, sie waren zu einem Glase Sier und Imbiß ein» laden. Hessen Nassau. w. Wiesbaden, 16. Tez. Im Herzraum her Hiesigen nglischen skirchc wurde der Kirchcntnener X)cnm P l) d u s er i cf t aufgt’fimben. Er batte nach Anzünden des Sfens in uiem Bucke gelesen und war dabei eingefd^afen und bann -urch ausströmende Koksgase erstickt. Fabrik. Staub L Bilgeri und andere, alle möglichen Bindungen u. Ersatzteile, Ski Ausrüstungen, Stöcke, (Saniaickcu, Handschuhe, Rnckfäcke uud Rodelschlitten in allen Grünen ».Preislagen von tütt 3wO an. Einige Paar gebrauchte nuicrlmltcnc Ski gebe ich billigst ab. [8028 8um IesltittlierlaH. :/: Köln, 17. Tez. Priv. Del. DaS Zentrum Hielt gestern Hier eine Scr f am mlung ab, in der Reichstag:abg. T rimbo r n über die durch den Iesuitenerlaß des Bundesrats geschaffene Lage sprach Der Redner sührte aus, die Rücksicht auf die innere und äußere Lage hätte es verbieten müssen, Maßnahmen zu treffen, die der katholische Volksteil bitter empfinde und als schweren politischen Fehler betrachte. DaS Zentrum werde in feiner zukünftigen valttmg die politische Lage nicht außer acht lassen und dem Ausland aus dem Streit feine Vorteile erwachsen lassen. In der inneren Politik werde das Zentrum auch fernerhin die Sozialdemokratie bekämpfen. In einer Ent' schlicßung forderte die Versammlung eine erneute Prüfung dcr Entscheidung des Bundesrats über das Icfuücngcsetz. Klöppelspitzen! Stickereien! Komma rum Mittwochs Weilrnachtömarkt mit hefigem Lager sämtlicher Snrmcr, Plauener Artikel, xent leinen imit. Hand-Klöppel,vilzcn. Grone Pariie Snckcreren in Madapolam .md Cambrix. ^avinerie. Vciätze, Spitzen. ... >811^ Um zum IahreSschlnv zu raumen, gebe famtL Arttkel unter Preis ab Hockachiend Gg. Bernhardt, Benrath b. Düsseldorf. 35- Stiinbc am Firmenschild erkenntlich. “W lehtung! Telegramm! Mittwoch kommt auf dem Krammartt zu Gießen empfehle in reicher Auswahl Bonbonnieren, Htrappen, Biskuits, üürnberger Lebkuchen IHarzipan= und Schofcolade= Gegenstände, Desserts, Bonbons, Uafel- und Kochschokoladen, Uee und Kakao in Packungen und Dosen Puppenküdien- und Kaufläden - Artikel Versteigerung. Mittwoch, den 18. Dezember 1912, nachmittags 2 Uhr versteigere ich Bahnhofstraße 57 im Sälchen: I. Möbel aller Arten, 1 vollst. Bett, 1 Schreib- tisch, 1 Bücherschrank, 1 neue Nähmaschinen, 2 neue Fahrräder, 1 .Kassen,chrank, 1 Polh- vhoninstrument, 1 Partie Schubwaren, 1 gr. Grammophon mit 39 Platten, 1 Partie Pal-, men, 2 Blattpflanzen, Alpenveilchen u. a., 11. 2 Betten, 1 Staffelei, 1 Ständer mit Lampe, 1 ftlatoicrftnbl, 1 Hängelampe u. a. m. 8103 Die Versteigerung unter II findet bestimmt statt. Geißler, Gerichtsvollzieher Vom heffiirfirn ~,nafRnoranirf)fag. bs. Darmstadt, 17. Dez. In dcr zweiten Kammer gab (Sinauimuinier Brau n iltii(ftmrruTtg der kriegerischen inxüpriffr auf tne politische Lage und auf die wirtsclxistlichen Berbültnisse hin und betonte, neben dem Gememsinn aller ö st erreicht satz- ungarischen Völker biete die kraftvolle Betonung des Dreibundge dankens, wie sie nickst mir in Oester- retdpllngarn, sondern and) l>ei den b eiben verbündeten Rachbarstaaten zutage getreten und durch die lüngst erfolgte Erneuerung dieses Heriwrrageu8eu Friedensbundnisses aller Dell gegenüber »um Ausdruck gekommen ist, eine der stärk» sten Garantien für die Zukunft. rc. re. Brillantmehl allerseinstes Konsektmehl 10 Pfund Mk. 2.05 KaisttmchlwPfd.M.i.sö KMchl-. W.lkPsz. Schmalz, garantiert rein, ver Pfd. 72 u. 75 'Big. Rosinen v. Psd. 38 u. 48 Pfg. Korinthen „ 38u. 48 „ Sultaninen „ 60 u. 80 „ Mandclltp.Pfd. 120u. 140'Bi. Backpulver Cctfcr 3 Päckchen 25 'Big. Zitronat und Crangcat Psd. 90 Pfg. ßtMllltntr Butter Pfd. 23 'Big. Zitronen 6 'Big. Landbutter Ersatz Isrifa m Psd. 1 Ak. Haselnüne ver Pfd. 45 Pfg. Wallnüfsev.Pid.38u.45Pfg. Heinrich Heyne Gießen, Watttorstr. 5. Telephon 322. (8121 Mitglied der Rabatt-Svarverei Innung. Vermischter. * I m ■Sturm, Ans Bremer da ven, 16. Dez., wird meldet: Der gestrige Sturm verursackte zahlreiche Unfälle •if hoher See. Der nach der See gehende deutsche Dampfer ibernbnrq" signalisiert: „Beim Leuct, Nirm „Roter Sand" ein in Rot." Nördlich vvm hohen Weg auf der Tegeler Platte "t ein .zneimastiges Fahrzeug: feine Flaggen sind nickt mehr ' btbnr Das von Bremctt nach Emden mit einer Ladung Mehl 'stinmite lrolländiscke Segelschiff „Rieuwe Zorg Folkers" wurde ist Verlust der '?Inferfette am Abend dnrck zwei Schleppdampfer ■er eintmgfiert und in den alten Vorhafen gelegt. Der non c euwe Diev nach Vlneh bestimmte sckuvedi'che Dampfer „Seolve irr," ist wegen eines Schadens an den Maschinen hier cingelaufcn nd anfertc auf der Reede. Kleine CagesdironiL In 'Bortamboh (Nord Amerika) wurde ein Autobus ei dem Pasaeren eines Eisenbahngleises vom Erpresizug erfaßt ■iid vollständig zertrümmert. Drei Personen waren sofort tot, 8 sind schwer verletzt worden. ■■■ Familie Pfeiffer und Wössner. [8116 C. Ziierie Neuen Baue 15. RodelWilteii Llhneeslkillhe Ltölke lisw. C. Zinm Neuen Baue 15. 804 ^utieur-5c/^ MAINZ Aelfestes Jnshtuf! MM4 ttn y Knötchen, Pusteln ufro. Sve- zial Arzt Dr. 2'3." ä Stück 50 Pi. '15" üigl und 1.50 M. <35 11, stärkste Form'. Dazu ZGckooh-Creme lä 75 Ps. ii. 2 BL i'i der llnivcrsitäts- 'Apotbeke.-'s'irich-'Avotheke, bei Slug. . Zoll, ( Begründer und langjähriger Inhaber einer Essig-und Sprit fabrik. m. Offenbach, 16. Dez. Der städtische Teuc- -rungsausschuß beschäftigte sich erneut mit der Eingabe der Schweinenietzger-Innung, bereit Mitglieder b n Verkauf des von der Stadt eingeführten holländischen Schweinefleisches übernehmen woll-n. Bisher brachten nur vier Schwetnemechger das städtische Schweinefleisch zum Verkauf und setzteu. 60—70 Schweine wöchentlick) ab. Der DeuerungSausschuß will ein erhöhtes Quantum bezieh n । amit einem größeren Teile der Schweinemetzger der Ver- lauf des städttsclten Fleisches ermöglicht toerden kann. Wä>'- rcub bisher das .Eilo Fleisch von der Stadt mit 1.50 Mk abgegeben wurde, wurde der Preis auf den Selbstkostenpreis der Stadt von 1.56 Mk. erhöht. Es sollen 170 Schweine in der Woche an die Schweinemetzger abgegeben i oerben. w. Mainz, 17. Dez. Das Kinderasyl der protestan ttscken Rettungsan stall in Trautberg bei Kastel steht seit heute früh in Flammen. Tie in der Anstalt befindlichen >0 Kinder konnten gerettet werden. Die Ursache ist uncrmirtelt. KrciS Wetzlar. ---- Dutenhofen, 16. Dez. Die gestrige Schul- Sweihe gestaltete sich zu einem Feste der ganzen Gemeinde, bauptlehrer C aelius hielt an der alten Schule die Abschieds- rrbe, während die Schäler der Oberklasse einen Choral sangen. In feierlichem Zuge ging eS nach dem neuerbauten, prächtig qeschmäckten Heim. ES erfolgte die Schlässelübergabe durch streisbaumeister Eich ho ff und Bürgermeister Braun, Mährend Superintendent Geibel die Weiherede hielt und die Pforte öffnete Kindergesang, sowie ein Chor unseres Gesangvereins verschönten auch den Weiheakt. Vergnügt ftrömten die Kinder in die verschiedenen Klaffenräume und nahmen auf den von der Firma ^eucndorf-Herborn auf» ^stellten Bänken Platz. Zur Erinnerung an den Tag erhielt S im ebetn I L** ’n s m,lienabi,. I I I 100 v NMU btt f' I Paffenben M ^ungenen hlefigen^ "Mbtti«--. röul^>ri, "kvaralui! I 1 M fw einen«( auch die ntetiDorfeu w. "«iste den 3^-, t>en. Tie O, gelichteten üc$. tte^öienHe ftatt b I I bei Lollar, bni "re weit nni n | stlttn einziehe' \ I aenden Gemeint iriei. Tie eindnt | Nickel aniH» nerqeianaverein I ^eiielbad) die iteten und ptan;i: I ieftern abend b ! ! de? Wirtes P:. iß einen Vortim ihren. Mit em feinen Vockag, M wesenden.Deutih' THAI ER H »TE A.Knio mon &Cie ,/v.'m;ii zu empfehlen i'i Zucker's I’atcnt-Medi- zinal-Scife gegen unreine Ho in. Mitesser. Fr. Richter ‘Ä Frische Sendung [010180 ChriMtbäume cingctroffcn. Böckncr, West Anlage 7 Markt - Anzeige! Da* Frankfurter Knopf- u. Xndel-Eager 3nb.: E. Schneider zeigt sein Eintreffen z. Markt an u. macht daS verehrt. Publikum auf feine konkurrenzt. Preise u. Bedarfsartikel aufmerksam. Man achte auf das Schild: 2 Tunend Truck- knöpfe rostfrei 10 Big. Hochachtungsvoll 8114______E. Schneid er. Märkte. Gießen, 17. Dez. Marktbericht. ?hif heutigem wockkn- matfte fofiete: 9'ul ter das Pstmd 1,30—1.40 Hiihnereier i 'tuet 10—12 '} ßz., 2 Stück OOP kg., (hiteneier 1 Stück 0—0 Pfg., (»äiiiccier iSt. 00 Pi., !tase daß Stück 6—8 'Mg„ Käsematte 2 Stück 5—6 1 iq., rauben vr 1-r. 0,R0—1,00 Tit, Hübner vr. St. 1,00—1,60 vahnen vr. Stück 0^0—1,80 9)ifv (5uten vr. St. 2,00—3,00 'Mk' Gänse das Pfd. 70—80 Pfg^ Crbfenfleifch vr. Pid. 92—100 I iq.. Dihibfleiidy vr. Pstmd 9(>—94 Pfg., Stuhfleijch 80 Bfaw Schweine, f eisch vr. Pfund 90—110 Pfg., U alb fleisch vr. Pfd. 92—96 big., vanunelsleisch vr. Pfd. 70—90 Pfg., Kartoffeln vr. luO Ug. 4.5;') bis 5.00 Btk., Weißkraut das Stück 5 bis 10 'Big„ Ztviebeln ver Ztr. 4,00—5,00 Pik., Milch das LUer 22 Pfg^ 9lüste 100 Stück 50—60 Pfg., ver Ztr. 0—00 Mk« Birnen das Pfund 10 bis 15 Pfg., Aepfe! der Zentner 9 bis 15 Mk. Llarktzeit von 8 bis 2 Uhr. Wetteraussichten in Hessen für Mittwoch, den 18. Dez. 1912: Wecchelnd deivöllt, meist trocken, Temperatur wie heute iNachtsiost) Westwinde. -KJ5PATZ Das Domßuf Vornan von J ^.arl ZleuratK'".-: Bakois tomer-Hti* j etlzahlungen Humoreske. a17/. Anßadm das vorz. neue Pragraiam mit rasch. Einlagen AlS Hauptschlager: a"/u Eintritt frei! Eintritt frei! In den Räumen der alten Klinik unterstützen zu wollen. [V“/“ Ausstellung deutscher Maler aus Worpswede und Niedersachsen Abends D13/,2 sind alle Räume gut beleuchtet. Neuheit! Neuheit! Seltersweg 12 Telephon 285 Neuheit! Neuheit! Biograph t Plockstrasse 12 , 'M 1 Für die inaktiven Mitglieder sind Plätze am Altar, im vorderen Schiff und auf den Eporen reserviert. Der Eingang am Turm ist nur für Mitwirkende und für mit Karten versehene Mitglieder geöffnet. Kindern kann der Zutritt nur in Begleitung Angehöriger gestattet werden. Texte zu 30 Pfg. sind an den Kirchentüren zu haben. Die ungewöhnlich hohen Kosten dieser Aufführung nötigen uns zu der dringenden Bitte, uns durch recht reichliche freiwillige Spenden in die Büchsen, So'n Windhund Schwank in drei Akten von Curt Kraat; und Arthur Hoffmann. Ende IE/. Uhr. (al,/n Mittwoch, 18. Tfi. ISIS, abends 7 Uhr: 9. Mittwoch - Abonn. • Borkt. Gewöhnliche Preise. Autoliebchen Posse mit Gesang und Tanin 3 Allen von Jean Gilbert. Ende aea-10 Uhr. Der heutigen Stadtauflage ist ein Flug« blatt der Firma Emrncrichcr Ware«' Expedition, Filiale Gießen, ttreuzplatz 9, beigefügl. — Geöffnet täglich (auch Sonntags) bis 22. Dezbr. von 10 bis 7 Uhr Kanfmännischa 'Herein wciMidirr Angestellter. Sieben Mittwoch im Ver- ciuslokal, Tiezstraffe 15 I, abends 8—10 Uhr: Gesellige ^uiammcnkunst. toaste sind herzt, willkommen. 637!) Ter Vorstand. Kartoffeln Alle Sorten vrima Sveise- u. Salatkartoffeln empfiehlt J. Weisel (79M Sonnenstr. ß. Telcvb. 88. Mltoler Mei Direkt: Hermann Steingoetter Dienstag. 17. 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Ferdinand Bonn, welcher zu den berühmtesten Schauspielern zählt, ist dem Beispiele bedeutender Autoren wie Hauptmann, Wolzogen, Fulda rc., die ihre Kraft in den Dienst der Kinos stellen, gefolgt und erzielte in diesem neuen Kinodrama einen unerreichten Erfolg, Die Milch als Vermittlerin Glänzende Komödie. DieStrafeciesLangschläfers 5n der J AnMen ( Insei«!*8 v-ner bei dem t «•fK 5 Mleidiener! ia‘ ter Zentral! «ldkiveiMÄne Techmschen. m Ainlk,' 1 < Wenmgsamt 1 hausbeschlleM i Ikwileidientt Mienrr! y drei 3taatsa> vT IM; J. yu-r beim Mir Mststaatskaffe. SehaUskl »ck: 3. Wmgei Gehaltski MM: 88 Gc demailsieher. 1 Gehaltskl gflbcniter, zügle : Lamalter der alttnausseher bei Gehaltskl zugenklinik der . llgiscbcn Klinik i iif für psychische ki der chirurgisc iilli* und Bohrmc ijmiß für die el iituts: 1 zweite, hochslbulc: 1 Wt I Werkmeister be ppital: 1 Nöhr Fernheizwerk utb Fernheizwerk ® Ikchvlatoruim Sektrizitätswerk Gehalts!' Alogischen Ins er Bad-Nlwhem! 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(Baß) Organist: Herr Otto Görlach. Orchester: Mitglieder der hiesigen Regrmentskapelle unter gefälliger Unterstützung durch geschätzte hiesige Kräfte. Puppenstuben- Tapeten in reicher Auswahl bei Ferd. Nrnnstiel ===== Plockstrane 7 = 8040] Tavetenhandlung. Christbänme euwnehlt Srrtu Stein Wwc. 010KH) Wepsteinaasse 33. iwnrifTiriiifflirriinw Rauchtische M.1.50 BauemtischeMl.50 Bücher-Etageren Bücher-Bretter grosse Auswahl Illustrierter Prachtkatalog gratis und franko. Diskrete Lieferung mit Wagen ohne Firma. Kredit auch nach auswärts. Lieferung franko. Auswärtige Käufer erh. Fahrtvergutung. Echt lederne Klubsessel von Mk. 98.— an Vertikos v. 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