w< h< erlüten, aber der furchtbare Aufprall hatte seinen ganzen Orga- nisinus aus dem Gleichgewicht gebracht: nur feine funtc Natur ließ chn noch ein paar Augenblicke leben. Gr starb wenitze Minuten später auf der Rettungsstation, ohne das Bewußtsein iviedererlangt zu haben. proletarisiert, und bei dem Andrang zu den gelehrten Berufen bildet sich auch hier ein geistiges Proletariat. Dazu kommt, daß in diesen gelehrten Berufen die Söhne des nichts oder wenig besitzenden Mittelstandes in Konkurrenz treten mit den Söhnen der obersten Schicht, tue sich diesen selben Berufen, da cs die „geehrten" Berufe ftnd, gern zuwenden. Und die Töchter dieser «reife? Sie werden ihrerseits von einer ähnlichen Konkurrenz der Töchter der Besitzenden bedrängt. Sic haben nicht wie jene die Möglichkeit, durch Feste, durch Geselligkeit, durch Toiletten Freier an sich zu ziehen. Das alles zusammen ergibt, daß die Heirat nach Geld, nach Kapital, wie die Anzeigen in den großstädtischen Blättern zeigen, eine wachsende Bedeutung gewinnt, und daß diejenigen, die auf diesem Wege nicht mitgehcn wollen oder nicht mitgel-en können, die Hctrat oft überhaupt unterlassen. Man mag dem Junggesellen vorhalten, daß er manchmal, durch Iunggcsellensreudcn verlockt, die Heirat verschiebt, obwohl er heiraten könnte. Dergleichen Vorwürfe alier gehen völlig an der großen Hauptsache vorbei, und diese liegt eben darin: Was soll eine relativ zurück- bleibende Schicht, wenn sie sich in ihren Lebcnsgewohn- hcttcn nicht prolctarisicren nrill und kann, sondern mit scudalisieren lassen muß und will, anderes tun, als die Heirat hinaus schieben oder ganz aufgeben, wenn die für ihre angenommenen Lebcnsgewohnheill-n erforderliche Basis fehlt? Wieviel Gutes könnte der Staat durch früh beginnende auskömmliche Gehälter der männlichen Angestellten tun und lehren, um em früheres Heiraten zu ermöglichen. Aber gerade der Staat ersetzt jetzt die „teuren" Männer durch billige Frauen und verschließt so beiden das Tor zum Garten der Ehe. Ter Staat wird dann beginnen müssen, volkswirtschaftlicher zu denken. Der italienifdi=türtifd)e Krieg. Ein Unfall. Tripolis, 23. Juni Einige Artilleristen und Mattosen des Panzerkreuzers „Carlo Alberto" unter dem Kornmanoo des Ans Liessen. Tie Witwen- und Waiienveriorgung der Bolksschullehrer. sb. Darmstadt, 23. Juni. Unter den jetzt im Truck erschienenen A u s f ch u ß b e r i ch t c n ist von besondereni Interesse, der vom Abg. Tr. Weber erstattete Bericht über die Aenderung des Gesetzes, belr. tue Witwen- und Waisen- kassc der Bolksschullehrer. Ter Bericht weist zunächst auf die bekannte Eingabe der hefsifchen Lehrerschaft vom 2. Mai d. 3. hin, worin diese ihre genauen Wünsche darlcgt und betont, daß sie den Gesetzentwurf im allgenieuien mit Freude begrüßt, aber eine Beslinnnung darin v-rnnßt, daß den jüngeren Volks- fchullchrcrn bie Rechte, die sie sich auf Grund des jetzigen Witwen- kassengesetzes schon erworben haben, so lange gewahrt bleiben, bis das neue Gesetz die gleichen Bezüge gewährleistet. Weiter rounjdjen die Lehrer, daß das neue Gesetz auch auf die Witwen und Waisen der vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes verstorbenen oder pensionierten Lehrer Ämveiidung finden möge. Tte Regierung kam den Wünschen der Lehrer nur insoweit entgegen, als sie den bei Inkrafttreten dieses Gesetzes bereits definitiv nngc- stellten und verheirateten Lehrern ein Witwen- und Waisengeld mindestens in der Hohe der Sätze, wie sie das Gesetz vom 21. Juli 1900 bestimmt, gewährleisten wollte. Ter Ausschuß war der Ansicht, daß die Beschränkung dieser Vergünstigung nur auf verheiratete Lehrer nid# zu em pichen fei und schlug deshalb vor, allen z. Zl. des Inkrafttretens dieser Gesetze definitiv angestellten Lehrern vlitzgesahr. In dem kaum zweiwöchigen, aus Ende Mai und Anfang Ium des vorigen Jahres gefallenen Zeitraum sind in Deutschland fast halb so viel Menschen vom Blitz erschlagen worden, als sonst durchschnittlich in einem ganzen Jahre. Die Gefahr, vom Blitze getötet zu werden, ist allerdings erheblicher, als man im allgemeinen anmmmt und zur Beruhigung von Furdusamen Aland ha ft zu machen sucht. Eine nur das preußische Gebiet umfassende Statistik ergibt, daß in den Jahren 1882—1691 mdit weniger als 1669 Personen durch Blitzschlag getötet wurden, wahrend annähernd die dreifache Zahl von Personen vorübergehende oder dauernde Schädigungen erlitt Im zehnjährigen Zeiträume 1899 bis 1908, für den die Erhebungen aber noch nicht völlig abgefchlosscn sind, beläuft fich die Zahl der Tötungen durch Blitz in Preußen sogar bereits aus 2398, woraus hcroor- geht, daß die Todesfälle dieser Art in schnellerem Tempo zugenommen haben als die Bevölkerung. Im mehrjährigen Durchschnitt kann man für ganz Deutschland auf etwa 350 bis 370 derartige Verunglückungen im Jahre rechnen, wobei sich aber die Zahlen aus die einzelnen Jahre recht ungleich verteilen. Cb die große Anzahl schädigender Ereignisse damit zusammenhängt, daß nnr uns wieder einmal einer Periode großer Ge- witterhäufigkeit nähern, wie sie die Sommer von 1891 und 1902 kennzeichnete, läßt sich einstweilen noch nicht mit Sicherheit seststeilen. Die sogenannten Wurmegcwitter treten am häufig- sten im Juli ein. Zum Unterschied von den Wlntergcwittern, die bei böigem oder stürmischem Wetter und nut Vorliebe an den otlantiidKn Küsten Europas austreten, liegt die Entstehungsurfache für Warmcgewitter in der Erhitzung Der Luft und Erd- oberfladn: an fonnigen und heißen Soiumertagen mit Windstille oder sehr mäßiger Luftbewegung. Tie überhitzte Luft der unteren Lustschichten bat das Benrcben, aufzusteigen, während drc obere, kältere Luft die Neigung hat, derabzuunken. Bet Winüsnlle entsteht dadurch an labiler Gleichgewichtszustand, bei dem geringfügige Anlässe genügen, um das Gesetz der schwere mit voller Wucvt zur Auslösung zu bringen, wobei durch Reibung der Luftteilchen und Wasferdampfbiäschen große und hochgespannte Mengen Elcktazität von emgegengefetztcr Polarität emstchen, die im Hitzegewitter zum Ausgleich kommen und bei entsprechender Wetterlage an einem einzigen Nachmittage in Teutschland in Hunderten von Einzelfällen in Erscheinung treten können. Hoch': seltsam und nicht genügend aufgeklatt ist die Tatsache, daß in Norddeutichlano, das Den deutschen Süden an Häufigkeit der Gewitter ohnehin bedeutend übertrifst, in den Herbnmonaten September und Cktober außerorDenttid) mehr zündeiide Blitze üuüreLT Uiid zwar oorwiege-'d bei Nachtzeit, als IM übrigen Deutiax.. Gebiete. Es nanocit sich hier häufig um Wirbclgewnter, bet dem. der elektrische Ausgleich fich nur selten zwischen verschiedenen Lustschic^en, jondem meistens gegen das Erdreich hin vollzieht Von 31 468 Sckjadenblitzcn, die innerhalb eines fünf» zehnjährigen Zeitraumes den Deutschen Versichcrungsgesellfchaften angezeigt wurden, zündeten 11 720, während 19 748 nicht zündende auf ändere Weise Schaden anrichteten. Bon den zündenden Blitzen gingen 839 auf die Stabte und 10 881 auf das flache Land nieder, wahrend von den nicht zündenden 3998 städtische Cnfdwftcn und 15 750 das Land betrafen. Am größten Ut die Blitzgef'ahr in Schleswig-Holstein, wogegen die Stadt Thorn, wo sich innerhalb mehrerer Generationen fein Blitzschlag ereignete, eine natürliche Immunität gegen Blitzschlag zu besitzen scheint. Staat und Beoolferungspolltif. Von einem Berliner Mitarbeiter gehen uns nach der Lektüre der amtlichen „Nordd. Allgf. Ztg." folgende Be- :rachtungcn zu, die und zwar das Thema nicht ganz zu erschöpfen scheinen, ober doch zum Nachdenken anregen: Die deutsche Regierung hat m einet Sonntagspredigt der „Norddeutschen Ällgemeineii Zeitung" bewegliche ll.age Über den Geburtenrückgang in D c u t s ch l a n d fuhren lassen. Im selben Atentzuge, so mochte man sagen, ließ ein Mitglied der deutschen Rcgteruna, der Reia-spost- miniftcr fträtfe, der Oeffcntlichkeit mitlcilen, daß er, um ein paar Millionen zu sparen, rund 8000 weibliäje Be- amte an die Stelle männlicher setzen werde. Womit die Zahl der Ehestandskandidaten wieder einmal um rund 8000 verringert ist. Das ist gewiß nur eine Heine Unstimmigkeit im Verhältnis zur Größe des Bevölkcrungsproblenis. Aber sie verrät doch eine bedenklich geringe „Homogenität" int Regieren und sie ist typisch für die Rat- und Ber- ständnislosigkeit, mit der man in den leitenden kreisen des deutschen Volkes dem bewußten Problem gegenüber- steht. Mit der platonischen „Belehrung" und mit der „Uebenvachung mancher Anpreisungen von Geheimmiteln" ist's wahrlich nicht getan. Ebenso nicht mit der Förderung der Gartenstadtbewegung, so schön und löblich auch diese Belvegung ist. Am Sinken der Hcirats- und Geburtenziffern tragen auch nicht, wie die Norddeutsche Allgemeine vermutet, die städtischen Bevölkerungen die „Schuld" sondern gartz andere Dinge und Leute. So z. B. die Nachfrage der Rcichsposwcrwaltung nach 8000 Töchtern des Mittelstandes. Die Abnahme der Heiraten und der Geburten ist ebenso wie das Erwerbsmaß der ledigen Töchter tatsächlich in der Hauptsache eine Mittelftandsfrage, die zusammenhäugt mit der allgemeinen Lage des Mittelstandes. Diese Lage ist z. T. ein absolutes, und allgemein ein relatives Sinken. Ein absolutes Sinken des Mittelstandes ist zweifellos vorhanden beim Handwerk und beim Kleinhandel. Hier bringt der fapitalifti)d>c Großbetrieb siegreich vor. Und ein relatives Zurückbleiben, ein relatives Sinken, das ist im allgemeinen die Signatur des Mittelstandes. Man nehme nur einmal die Lehrer und Beamten! Ihr Eüi- tunimcu ist wohl gestiegen, aber viel weniger gestiegen als das Einkonunen in den kapitalistischen Massen. Adolf Wagner hat bekanntlich als erster nachgewiesni, daß zwar die Einkonunen in Deutschland im letzten Menschenalter allgemein gestiegen sind, auch in den unteren Klassen, daß |ie aber n-eitaus am stärksten gestiegen sind in der obersten -Schicht, bei den ganz großen Einkommeii und Vermögen, und daß sie weitaus am lvenigsten gestiegen sind in der mittleren Schicht, beim Mittelstand. Hier liegt ein relativer Einkommcnsrückgang vor. Hier bietet sich immer weniger Gelegenheit, wirtschaftliche Selbständigkeit zu finden. Die Söhne des Mittelstandes werden Beamte oder Angestellte; viele bon ihnen versuchen zu studieren. Diese Angestellten, namentlich die technisä-en Angestellten, sind zum erheblichen Teil bereits — der Bezahlung nach — Ein russischer Spion verhaftet. . In Berlin wurde der russische Hauptmann Koste- tvitsch fvegen Spionageverdachts verhaftet. Ein Bc- richtcrstatter suchte die Frau des Verhafteten in ihrem Hotel aus. Wie die Frau nostewitfch erzählt, ist ihr Mann Artillerieoffizier und im großen General st ad in Petersburg tätig. Er erhielt von dem russischen Mriegfrminiilerium den Auftrag, eine vier Monate lange Studienreise durch mehrere curopäiid)c Staaten, u. a. Durd) Deutschland, Oesterreich-Ungarn, Frankreich und Bulgarien zu umenicbmcn. Hauptmann Kostewitsch und seine Frau hallen sich seit ettva vier Wochen in Berlin auf. Frau Kostewitsch erzählt weiter, daß ihr Mann sich mit großen Fabriken in Verbindung gesetzt und um die Erlaubnis zur eingehenden Besichtigung gebeten habe. Näher darüber befragt, behauptet jie, nicht zu wissen, daß ihr Mann Spionage getrieben habe. Ihr Mann habe bei seinem Verhör auf dem Polizeipräsidium gebeten, daß ein Dolmetscher hinzu- bezogen werde, da er der deutschen Sprache nicht ganz mächtig fei. Dieses Ansuchen sei aber abgelchnt worden. Sämtliche Auf- zeichnungefl und Tagebücher des Hauptmanns sind nach der Verhaftung beschlagnahmt worden. Frau Kostewitsch hat die Intervention des russischen Militär- allachtzs in Anspruch genommen, die ihr auch gewährt worden ist. daS seitherige habere Witwen- und Waisengeld so lange zu belassen, bis Die Sätze des neuen Gesetzes die gleiche Hohe erreicht haben. Ter Wunsch der Mehrer, daß das Gesetz and» auf Die Hinterbliebenen Der bereits vorhandenen Lehrer-Witwen und -Waisen rückwirkend ausgedehnt , verd.il möge, kann aus prinzipiellen Grüiiden leider nicht erfüllt werd.ni Mit Den Grundsätzen der Beamtengesetzgebung im Reid e und den deutschen Bundesstaaten wäre ein derartiger Schritt, der erhebliche stvnfe- ouenzen batte, nicht zu vereinbaren. Die Mehrausgabe für Die Lehrerwiiwen allein würden etwa 90 uOJ Mk jährlich betragen. Hierzu hatten Die Avgg. Brauer, Weber und Henrich weitere Anträge gestellt, die Abgg. Brauer und Weber beantragten, in fllcidKr Weise, wie für die Witwen Den Staatsbeamten alljährlich im Hauptvoranschlag einen Betrag als Disvositions- fonds der Regierung zur Verfügung zu stellen, und den Witwen und Waisen der vor 3nfTafttrn.il des neuen Gesetzes verstorbenen oder pensionierten Lehrer Unterstützungen zu gewahren. Ter Antrag des Abg. Henrich bezweckte in erster Lime eine Aende rung der einschlägigen Bestimmungen des WitwenpensionSgeictzes der Staatsbeamten vom Jahre 1886. Die Regierung stand dem letzteren Antrag im allgenieineu mdit ablehnend gegenüber, möchte aber ihre Erledigung bis zum Zeitpunkt der Abänderung des Witwenpensionsgesetzes verschieben. Alsdann wurde die Aus- dehiiiiiig den vom Abg. Hennch gewünschten Bestimmungen ohne weiteres erfolgen. Der AuSsclwß erklärte sowohl Dir Anträge Brauer-Weber, wie den Antrag Henrich für erledigt und beschloß, die Regierungsvorlage anzuneijmen und als Absatz 3 zu Art. 3 des Gesetzes folgenden Zusatz zu beantragen: „Den Hinterbliebenen derjenigen Lehrer, die zurzeit des InttasttretenS dieses Gesetzes bcfinüiD angcstellt sind, ist ein Witwen- und Waisengeld mindestens in der Höhe der Sätze des Gesetzes vom 21. Juli 1900 (in der Fassung der Bekanntmachiing vom 30. Oktober 1905) zu gewähren." Der Sufammcnftob in den Lüsten. Don dem tragischen Zusammenstoß in den Lüften, dem am Mitttvock) aus dem Flugplätze von La Brahelle zwei der tüchtigsten ttanzöfischcn Flieger osstziere zum Opfer gefallen sind, ent- lotrft ein Augenzeuge im Malin eine ausführliche -Schilderung. Ein leichter Tunst verschleierte die weite Ebene, der Ausblick aber war nickst gehindert, und der leichte Nebel ist für das Unglück nickst vcranlwottlich zu madxn. Der junge Leutnant Peignian, Der dein Fliegerkorps feit einigen Wochen zugcteüt ut, war um 6,20 Uhr früh mit seinem Breguel-Zweidecker aufgeiucgen und be- schrieb über dem Militärschuppcu in den Lüften seine »reife. In demselben Augenblicke gab auch der Hauptmann Dubois in (einem Zweidecker das Zeichen zum Loslassen und incg^auf. Beide Offiziere benutzten Maschinen vom gleichen Typ, DuboiS ober verfügte über einen stärkeren Motor, nnd infolgebefien über eine größere Geschwindigkeit. Ter Leutnaitt flog in diesem Augen- □liefe nach Osten, auf die Sonnenscheibe zu: es ist möglich, daß das i_'icht ihn blendete, so daß er den Apparat des Hauptmanns md« (eben konnte. Dubois aber, der in westlicher Richtung und zwar unmittelbar auf die Fluainafchinc seines Kameraden zuwuste, mutz unbedingt das Flugzeug P e i g n i a n s deutlich gesehen haben, denn er batte die Sonne im Rücken. Die Apparate näherten »ich einander mit rasender Schnelligkeit. Vielleicht hatte der Hauptmann Dubois gehofft, durch die größere L-cknelligkcit seines Flug^uges den Krcuzungspunkt der beiden Fluglinien eher zu erreich.« als Peignian. Mau wird die Ursachen des Zufammenftotzcs nie mehr aufklaren. Beide Flieger ruhen im Tode, ^.as Unglück vollzog fich in wenigen Sekunden. Vom Boden aus ,ah man, zunächst noch ohne Sorge, wie Die Flugzeuge fich- einander näherten: man nahm an, daß ein Ausweichen keine Schwierigkeiten bieten fönne. Plötzlid) fad man, rote Peignian mit einem schlage fein Flugzeug cmporriß und höher ftieg: er Hatto die Gefahr begriffen und wollte ihr auswcichcn. In derselben 'uche, einen Eriatz Tür Die,e- Material zu finden, find im Ganze. Nach den 2lus- führungen eines elekttischcn Fachmannes bestehen keine technischen Schwierigkeiten, nrit Hilfe dieser Sonnenscheinbatterie Straßen- bclcuchrungen durrhzuführen und Automobilmotoren zu treiben. . — Kurze Nachrichten aus Kunst und 23i£fcn- icha > l. Gelegentlich der Iahrhunoerneier des Kruppschen Werkes wurde in dem Durch Anbau vergrößerten Kunfnnuüuin per Stadt elfen die unter der Bezeichnung „Die Iuouftrie in der biloenöen Kunst" DeranftaJui. Gemäldeausstellung eröinic , an der die hervorragendstkn Meister, Die sich mit dem Problem des Indufttiebildes befaßt haben, teiluehme Ur- ^6 Erstes Blatt 162. Jahrgang Montag, 24- Juni 1912 Der Olehener Anzeiger A 4 3 3 sss" lli|AizA|t4%y II Bi zAtAAr vlvliv Ivl ZI livlUvl für di- Redaktion 112, » vermMvottlich für den MM..... General-Anzeiger für Oberhessen WM für die TageSniiminer Hotütionsorutf uno Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch. und Steindruckerei R. Lange. Redaktion. Lrpedition und Vruckerei: schnlstraße 7. bn vormittags 9 Uhr. vüdingen: Fernsprecher Nr. 269 Sefchäftrftelle Bahnhofstraße 16a. Anzeigenteil: H. Beck. einde. Juni: 'S * 8 W: «XIWl gSKW..... r hl. Konimilnivn. Predigt, "t Predigt, 1 daraus Fest-Andachl tni lnt«2» 23. Juni i811 b.z Llir sutreffen: pn« Goethestr. 44. euen Baue 25, **«S8ä* Uger ii j ., anner, %*$%'** eanstalt. am 22. Juni: 16* R. n der Station SiG WeUtt e s 5=| + 19,9' C. + 18,0*0, ! 21. Juni 21. , Bew. hiinme Kiarerhiminl Lonuriilchei» onrab Gölz, öulfabritürbfltr nell, Landwirt, 57 Jahre -!r rn. VM-xMtx lanbtoirt Iohames MVA m Teiegraphenarbeit« W ***US*8 Fraulem ^ralil(ui c- njederba«- . «jtbtnicP1. fi öötbl pert/Lfl de"'v-. Mob M * Idi*’ , MeicheMer Wilhelm ertrud Elise Margols.SM-»- e alt. in. . _ . 15. August Moser, ^Eclireinemeister 2. 6 Dem urattigw ® /jagen ein Sohn, n Dem Arbeitn M ifient Zimmergefellm k- ■M«*’8** a rinz. Herrn Kultursichel mit Bei! MietgesiK Pfeil drei eck-Seifen Leutnants Luigi de Giorgio entfernten gestern nichter- ^(obierte Granaten, die sie im Tande aufgefunben haben und eine ständige Gefahr bildeten: die Granaten wurden unbrauchbar gemacht. Gin Geschoß wurde auf einen Leichtergebracht. Hierbei explodierte die Granate und tötete den Leutnant und sieben Soldaten. Zwei wurden leicht verletzt. Eine Kommission hat bie Untersuchung eingeleitet.________ Schacht hinabgerisscn und dabei so fefepet verletzt, daß er nach wenigen Minuten verstarb. Fabrikat: ÄDcmt JaaabL Darmstadt. (ScricbUfaaL t Nidda, 22. Juni. Gestern hatte sich der 15 Jahre alte Schreinerlehrling K. W. von hier vor dem hiesigen Schössen-- Verkaufsstellen durch dieses Plakat kenntlich. Ä» allerer Tamew 1. Lttober eine 5 Z Mobuutift in beiter' iudit. inwünicht t' altm.il,ubct)6x,u)itl und Bodenräume niofllnb ^cntralbci iiriitl m. ' u- M» ,md baldig _Liehener Anzeiger Vermischter. * Die Bäcker non Toulouse richteten an die Bevölkerung einen Aufruf, in denr sie ankündigten, daß sie, falls ihre infolge der Getreide- und Mehlteuerung unternommenen Schritte erfolglos bleiben sollten, vom Montag ab ihre Backofen den Behörden zur Verfügung stellen, damit diese selbst für die 150 OOO Einwohner von Toulouse das erforderlübe Brot liefern könnten. * Dampferun g l"ü ck auf dem Wannsee. In der Nacht zum Sonntag stieß auf dem Wannsee unweit der Pfaueninscl ein mit Schülern dicht besetzte« Sterndampfer mit einem Motorboot zusammen. Der Anprall war so heftig, daß das Motorboot gespalten wurde. Die Insassen, etwa 25 bis 30, stürmten ins Wasser. Tie Mannsihaft des Dampfers und mehrere Fahrgäste stellten sofort Rettungsversuche an, die auch Erfolg hatten. Nur eine Dame und ein Herr nmr- • den vermißt. Die Schuld an dem Unglück dürfte nach den bisherigen Ermittelungen' den Führer des Motorbootes treffen. Der Kapitän des Stcrndampfers hat zweimal Notsignale gegeben. Trotzdem habe das Motorboot plötzlich den Kurs geändert, so daß ein Zusammenstoß unvermeidlich gewesen sei. Kleine Eaqesch/onik. In Metz versuchten in der Nacht zum Sonntag zwei Unteroffiziere des 130. Infanterie-Regiments, darunter der wachthabende Unteroffizier, einen Einbruch in den Kassen- raum des Regiments; sie wurden ßedoch dabei abgefaßt und verhaftet. Das Elektrizitätswerk her Stadt Feldkirch j im Voralberg ist durch Blitzschlag zum Stillstehen gc» bracht worden. Die Fabriken mußten ihren Betrieb ein- I stellen. Auf Schloß Schillingsfürst ist die Fürstin I Chariclee zu Hohenlohe-Schillingsfürst, geborene Prin- | zessin Ypsilanti, nach längerem Leiden im Alter von neun- 1 undvierzig Jahren gestorben. Ein Erdbeben in Eostarica hat mehrere Ortschaften teilweise zerstört. 85 Personen sollen getötet und 400 verletzt sein. Aus Alessandria wird gemeldet: Der in einer Irrenanstalt untergebrachte Geisteskranke Ponzena,dcr früher seine sechsjährige Tochter ermordet hatte, entwich und begab sich in sein Haus zurück, wo er fetneu Bruder, seine Schwägerin und ihre zwei Kinder durch I Messerstiche ermordete. , A f , k _ • QO ~ . • CT1VVX . ay . ... । geriebt zu verantworten. Der Angeklagte hatte einen Tausend- s.r» ' — n/ ~V ^lin.L 2^1^0^ 30 9 t TV. I ntarffdiein, den er für seinen Lehrherrn, einem Holzhändler, und feine Eh es ran 1 werten heute tu voller Rüstigkeit das > in Unter-Schmitten besorgen sollte, aus dem Briefumschlag heraus- handel. R. Reichelsheim, 22. Juni. Die diesjährige Gern einde-Grasversteigerung erbrachte einen beträchtlichen Mehrerlös wie die vorjährige Versteigerung. Essen a. b. R., 22. Juni. In der heutigen Beirats- sitzung des Rheinisch-Westfälischen Kohlensvn« dikats wurde beschlossen, die Berufungen der Gewerkschaft „Ewald" und der Gewerkschaft „Königin Elisabech" gegen btt Entfckseidungen der Kokskommission zu venverfen. Sodamt wurden die verschiedenen Vorschläge für bie durch den Tod des Geheimrat; Funke notwendig gewordene Ersatzwahl genehmigt. Die fia daran anschließende Zechenbeirtzerversammlung setzte die Beten ligungsanteile für Juli für Kohlen auf 95 Prozent (wie bisher in Koks auf 721/1 Proz. 75 Proz.) und in Briketts auf 85 Proz (wie bisher) fest und genehmigte den Antrag des Vorstandes wegen des Bergarbeiterausstandes den Monat Marz bei der Förderabrechnung für das Jahr 1912 auszuscheiden. Von den Ersatz- bennenungen zum Beirat nahm die Versammlung Kenntnis. Dr Amräge aus Vornahme verschiedener Ersatzwahlen wurden ge nehmigt. Zu Gesckräftliches wurden einige Veränderungen in der Koksbeteiligungszisfern mitgeteilt. Kommerzienrat O l fe r jnazfit' nod) zürn Schluß bie Mitteilung, baß er zum 1. Juli aus (9t sunbheitsrücksichten aus dem Vorstande ausscheiben werde, un in ben Ruhestand zu treten. * Telegramme nach Russisch-Asien. Dom 1. Jul ab gilt bie W 0 rttaxe für Telegramme nach dem curopäifrbfi Rußland auch für Telegramme nach dem asiatischen Rußland un? nach Bokhara, sie beträgt nunmehr für das gesamte Rußland itr direkten Verkehr mit Deutschland 20 Pfg. Tie bisherige Worttar« von 75 Pfg. für das asiatische Rußland und Bokhara wird demnach um fast 75 Proz. ermäßigt. D.RG.EN12808C ganze Länge 45 etr a-Ertr.-L.ual. stobi Unübertroffen aut Freistellung 0. Kulturen (Ent- sernung v ,"rorfiunfTaurrrn zu Läuterungen, awW" oJjaflbttieflcn. 21 tt L 3. ? ErnM Steinhaa»; Bscrdobl u 89. IC* 50jährige Ehejubiläum. — Unsere Landwirte sind eben damit beschäftigt, die Heuernte einzubringen. Der Ertrag auf guten Wiesen ist ungleich höher wie im Vorjahre. Starkenburg und Rheinhessen. hk. Darmstadt, 23. Juni. Geheimerat Professor Dr. phil. EraSmuS Mittler, der bekannte Vertreter der Elektrotechnik an der hiesigen Technischen Hochschule, begeht am 25. Juni seinen 6 0. Geburtstag. Prof. Littlec ist seit 1898 kommissarisches Mitglied der Abteilung für Bauwesen des Ministeriums der Finanzen, seit 1899 Mitglied der Ersten Rammet der Stände auf Lebenszeit. Seine akademische Laufbahn begann er 1881 als Privatdozent für Physik an der Technischen Hochschule in München. Am 1. November 1882 erhielt er die neugeschaffene Profesiur für Elektrotechnik in Darmstadt. TaS von Hittier hier geschaffene elektrotechnische Institut wurde vorbildlich für die meisten übrigen Hochschiilen. Einen zweimaligen Nus als Direktor einer großen Elektrotechnischen Firma und einen Ruf an eine auswärtige Hochschule hat er abgelehnt. Sein Hauptwerk ist das »Handbuch der Elektrotechnik'. Geheimerat KitUer stammt auS Schwabach bei Nürnberg. rm Darmstadt, 23. Juni. Die 20. Landes-Versammlung des FechtvereinS Walsenschutz fand heute hier statt. AuS dem von Horn-Mainz erstatteten Bericht ist zu ersehen, daß der Verband auS 23 Zweigveremen und 20 Sammelstellen besteht, die zusammen 5000 Mitglieder be- Ützen. Das Vereinsoermögen beträgt über Mk. 114 000, da- von nahezu Mk. 41 000 Baufonds. DaS Vermögen hat sich seit 1910 um 5390 Mk. vermehrt. Für das Unterbringen der Pfleglinge wurden Mk. 2417, für WelhnachtSbescherungen und Unterstützungen Mk. 5100 verausgabt. Der Voranschlag, der mit Mk. 11 462 abschließt, wird genehmigt. Der Prä- sident Horn-Mainz wird miedergewählt, ebenso die einzelnen Ausschußmitglieder, darunter neu Wißner-Mainz, Mohr-Mainz, Lindner-Eberstadt, MelcherS - Butzbach. Die nächstjährige Tagung soll in Eberstadt bei Darmstadt stattfinden. ! Mainz, 22. Juni. Die beiden Offiziersflieger, die vor einigen Tagen, von Straßburg hier eintrafen, sind gestern nachmittag auf ihrer Rumblertaube dahin zurückgekehrt. Ein Schaden am Benzinbehälter zwang sie in der Nähe von Worms $u einer Notlandung, die glatt von statten ging. Dem Schaden war bald abgeholfen, und die Flieger konnten heute morgen 4 Uhr ihre Reise fortsetzen. In Straßburg sind sie um 5.15 Uhr glücklich gelandet. w. Worms, 23. Juni. Zwei Handwerksbur- scheu, die im städtischen Krankenhaufe mit Fenster- Leiter. Dem einen wurde durch das Glas die Kehle durch- p utz en beschäftigt waren, stürzten gestern von der schnitten, so daß der Tod eintrat; der andere ist schwer verletzt. Die Personalien sind noch unbekannt. Hessen-Nassau. X M a r b u r g, 23. Juni. Dec reformiertenKirchen- ge>neinde ist von dem Professor August Dute zu Gunsten von Witivcn und Waisen ein Vermächtnis von 2 0 0 0 0 Mk. zugefallen. X Hanau, 23. Juni. Zur Erneuerung der Marien- kirche in Hanau sind von Gemeindegliedern der wallonischen Gemeinde, vom LandeSauSschuß zu Kassel und vom Gefamt- SynodalauSschuß freiwillige Gaben von insgesamt 12852 Mk. gespendet worden. h. Frankfurt a. M., 23. Juni. Zwischen dem Zirkus Schumann und der Frankfurter Presse ist ein Konflikt ausgebrochen, der auch für die Öffentlichkeit eines gewissen Interesses nicht entbehrt. Infolge einer scharfen, aber nicht unberechtigten Kritik über ein neues Ausstattungsstück des Zirkus Schumann hat die Direktion der Redattion der „V 0 l k s st i m me" das Passepartout und die Inserate entzogen. Diese Brüskierung hat bereits bi^ Folge gehabt, daß die „Frankfurter Zeitung" und „Kleine Presse" der Zirkusdirektion die den Redaktionen zur Verfügung gestellten Dauerkarten zurücksaudten. Dem Vernehmen nach werden sich auch die üdrigen Zeitungen, soweit sie Passepartouts besitzen, diesem Vorgehen anschließen und jede weitere Berichterstattung über den Zirkus und seine Leistungen einst e l l e n. 'Frankfurt a. M., 22. Juni. Heute morgen uml 7 Uhr 32 Minuten startete der Eulerpilot Leutnant v. Hid dessen mü 45 Kilogramm Postkarten auf seiner Eulerflugmaschine „Gelber Hund" von Frankfurt a. M. nach Darmstadt und kam in Darm- it a b t auf dem Truppenübungsplatz um' 8 Uhr an. Es mar ein böiges, windiges Wetter, wodurch die Fahrt sehr erüfovert wurde. Sie ging dessenungeachtet glatt vonstatten. Heute abend um 7 Uhr 22 Min., nackrdem die neue Darmstädter Post in einem versiegelten Poslsack von über einem Zentner in bie Eulerflugmaschine ausgenommen worben, fuhr Leutnant v. Hiddessen wieder auf dem Luftwege nach Frankfurt und landete glatt, nachdem er die Stadt Frankfurt in großer Höhe umkreist, nm 7 Uhr 37 Min. auf dem Eulerflugplatz. An den Zeitdifferenzen vom Morgen zum Albend ersieht man den großen Gegenwind am Wend. Bei der Landung auf dem Eulerflugplatz war der Generalinspektor der Berkehrstruppen, v. Lynckcr, zugcgegcn und gratulierte Herrn v. Hiddessen zu dem in so glänzendem Stil beendigten großen Postrundflug. Die Postkartennwche der Großherzogin von Hessen hat mit einem vollen Ersolg geendet. Die Eulerflugmaschine, geführt von Leutnant v. Hiddessen, hat die Strecken Frankfurt a M.- Tarmstadt, Tarmstadt-Worms, Worms-Mainz, Mainz-Frankfurt, Frankfuri-Darmstabt und Darmstadt-Frankfurt immer an den vor- geschriebenen Tagen und Stunden zurückgelegt, und zwar ist sie immer pünktlich, rote vorher bestimmt, abgeflogen und angc- kommen, was besonders hervorzuheben ist, weil während der ganzen Woche sehr stürmisches Wätter herrschte und die Windstärke zwischen 6 und 30 Sekundenmetern wechselte. Kreis Alsfeld. — Homberg a. d. Ohm, 20. Juni. Der Diebstahl auf Schloß S ch w e i n s b e r g harrt immer iwch der Aufklärung. Die Untersuchung, die mehrere Tage hindurch unter Mitwirkung von Frankfurter Kriminalpolizisten geführt wurde, ergab Anhaltspunkte dafür, daß die Einbrecher nicht etwa gewerbsmäßige SScrbrecbev aus der Großstadt sind, sondern Leute ans der Umaegend. Da die gestohlenen Drucksachen inzwischen überall ausgeschrieben worden sind, wird den Dieben der Berkaus sehr schwer, wenn nicht unmöglich sein, so daß es nicht ausgeschlossen zu sein scheint, daß die Qk-qentlaube, wie in anderen vielen Fällen, eines schönen Tages wieder zurückgeschickt werden. Kreis Friedberg. hi. Friedberg, 23. Juni. Der Bergarbeiter Adam Kissel ans Laubne-Eschbach wurde in der Grube „Ros- badj" vvu abbröckelndem Gestein in den 45 Meter liefen Arir Stadt und Land. Gießen, 24. Juni 1912. * In Audienz empfangen wurden vom Großherzog am SamStag u. a. Medizinalrat Dr. Bötticher von Gießen, Medizinalrat Dr. Dietz von Gießen und Seminarlehrer Lorentz von Lich. •• Stadltheater. Nachdem die Aufführung von .Eine Nacht in Venedig' bewiesen hat, daß die Direktion mit einem wirklich guten Personal vornehme und sehens- werte Operettrnoorstellungen bietet, ist dringend zu wünschen, daß die folgenden Operettenabende einen befferen Besuch aufweisen. LeharS „Graf von Luxemburg', der am morgigen Dienstag abend gegeben wird, darf den besten modernen Werken dieses GenreS beigezählt werden. Mit den Herren Beer, Harden und Norden, sowie den Damen Walle, Thaller und Scholz in den Hauptrollen kann eine vorzüglich abgerundete Aufführung erwartet werden. Zu diesem Albend gelten gewöhnliche Preise. Tie Herren Studierenden zahlen an der Abendkasse kleine Preise. ♦♦ Iubilciums-Gauturnfest Gießen 1912. Der geschäftsftrhreude Ausschuß für das Turnfest wendet sich heute in einem Aufruf an die Einwohnerschaft Gießens, in dem er um deren Mithilfe bei der Unterbringung der Festgäste bittet. In Betracht kommen die Nächte vom 6. bis 7. und vom 7. bis 8. Juli. — Bei dem morgen abend stattfindenden Schauturnendes Turnvereins von 1846 wirkt auch die Damenriege des Vereins mit ihren Festaufführungen mit. ** Vorsicht für Landwirte. In den Gebieten, in denen Ueberlandzentralen eingerichtet werden, finden auffällig oft Notf ch lach tun gen stall. Bei der Beschau wurden in den Eingeweiden der Rinder, besonders in der Wand des sogenannten Haubenmagens, Drahlabfälle von Telegraphen-, Telephonleitungen und von Leitungen für elektrisches Licht und Kraft usw. gefunden, die wahrscheinlich durch Unachtsamkeit der bei der Anlage beschäftigten Arbeiter achtlos in die Wiesen geworfen werden und bann beim Ernteschnitt mit unter das Futter geracn. Es wäre daher eine Anweisung an die Arbeiter am Platze, mit den Abfällen vorsichtiger zu verfahren, die Landwirte selbst sollten sich bei der Anlage von Leitungen über ihre Grundstücke darum kümmern, daß keine Drahtabfälle weggeworfen werden. Das Futter, namentlich das Grünfutter und Rauhfutter, schüttele man vor der Verabreichung an das Vieh gehörig durch. ** Die Volks hygienische Ausstellung im Saale des Hotel „Einhorn" war gestern sehr gut besucht. Die Ausstellung ist nur noch bis morgen geöffnet. ** Prügelei. In der Nacht zum Sonntag wurden einige von der Kneipe heimkehrende Sttrdenten auf dem Lindenplatz von mehreren Leuten angefallen, woraus sich eine heftige Prügelei entwickelte, bei Der die Burschen mit Balken und Brettern auf die Studenten einschlugen. Auch Messer scheinen dabei benutzt worden zu sein, denn mehrere Studenten hatten stark blutende Verletzungen erlitten. Erst als einige Studenten die Polizei zur Hilfe gerufen hatten, trat Ruhe ein. Die Polizisten geleiteten die Studenten nach ihren Wohnungen. ** Unfug. In der Nacht zum Sonntag machten sich einige angeheiterte junge Leute das Vergnügen, allerlei Unfug an dem Jahn denk st ein auszuüben. Mehrere Pflanzen wurden ausgerifsen, ein Wasserrohr zerstört usw. Landkreis Gießen. △ Allen dors a. d. Lahn, 23. Juni. Etwa vierzig Kriegervereine aus dem Hassiabezirk Gießen und aus den preußischen Nachbarorten hatten sich heute hier eingefunden, um das Bezirkskriegerfest des Bezirks Gießen in Verbindung mit dein 2 5jährigen Jubiläum des hiesigen Kriegervereins zu begehen. Das Dorf war sehr schön geschmückt. Ein stattlicher Festzug beweate sich durch das Dorf. Aus dem Festplatz begrüßte Bürgermeister Volk die Gäste namens der Gemeinde und der Vorsitzende Bi e hm an n namens des Vereins. Die Festrede hielt Mehrer Daab-Lollar und die Kaiser sch le if e überreichte Rogierun gerat Sanger manu. Ain Fräulein übergab eine von den Jungfrauen gestiftete 'Fahnenschleife. Pfarrer Heinebach sprach auf das Vaterland, während S ch e e r si Lauterbach ein Hoch auf die Veteranen ausbrachte. Der Vertreter des Turnvereins übergab ein Kaiserbild. △ Saasen, 23. Juni. Dem Flurschütz Damm flog beim .Holzspalten ein Scheit ins Auge, wodurch das Auge wahrscheinlich verloren ist. Man brachte ihn in die Gießener Klinik. Vertretung* für Oberhessen. Für eine konkurrenzlose Soezialmaschine, in der Schreinereibranche, Sägewerk ic. unentbehrlich und leicht eimührbar, [4371 Vertreter gesucht kür den selbständigen Berkaus dieser Maschinen. Erforderliches Savnal zirka 2000 Mk.. kaufmännische Kenntnisse nicht unbedingt erforderlich. Gefällige Offerten an H. I hrig. Ingenieur, Darmstadt. Ak. AW Nfait ÄÄ j OWN HW KE kkuellwca 17, ger «eben mit Lagcrro Aodlmng, auch geb *. ivaier zu verm. enr Marktstr. 25, iitiiti W cb. 38 qm, in beit« Wabechkirche geger vermieten. Gg. Z Uisabelhitrahe 4. W Walltoritrain kleiner Laden mit ’ ver sofort zu vermi Näheres E. H. Ml LchillersN ;tone 3-1 Zimt "“"fl wr1. Lktobei EAü'I. Slng. m. i Eikril Kl te« ?‘er -~ÖL8n4eiqcr_ Stalin Ä.W A genommen und angeblich an die Straßeichöschung gelegt: er schien aber dringend verdächtig, den Kassenschein venteckt zu haben. Ein Geständnis über den Verbleib des Geldes legte der ^chnunge nicht ab, obgleich er sich schon seit 27. April in Untersuchungshaft befand. Ta er die verschiedensten Angaben übcrjüc »teile, wo er den Schein hingelegt habe, machte, war alles suchen ver- vcrgebens. Er wurde zu vier Monaten Gefängnis verutteilt und zugleich Antrag auf Zwangserziehung gestellt.__________________ Citftfcbifyobrf. Ballonunfall. Danzig, 23. Juni. Ter Ballon „Danzig", der heute früh von der Gasanstalt ausgesticgcn war, ist infolge eines plötzlichen Windstoßes gegen ein Haus geworfen worden. Ter Führer, der Arzt S ch u ch t, wurde aus dem Korbe geschleudctt und war sofort tot. Ter Ballon wurde weiter getrieben gegen Mottlau zu. Der Student Hasseldack, der die Führung übernommen batte, riß an der Reisüeine, worauf der Ballon herunterging. Hasselbach und Professor Föttinger sprangen l-craus und blieben unverletzt, eine mitfahrcnde Tame wurde nur gering verletzt. Wetteraussichten in Hessen kür Dienstag, den 25. Juni 1912 Meist heiter, trocken, warm; Gewitterneigung. Letzte Nachrichten. Aschaffenburg, 24. Juni. AuS Eifersucht hat gesterr abend der 36 Jahre alte Johann Schneider feine gleich- eiterige Ehefrau durch einen Dolchstich in den Hais getötet. Der Täter wurde noch in der Nacht verhaftet. R I | || ■ e liefert In jeder gewünschten IrilPlfQQnnOn OllOr Art Ausstattung preiswert die Ul UbRudullull dllul n l Brühl sche Univ.-Druckerei Schulstrasse 7 Benonderheilen: Progressiv foMnoa Prtkmian fflr Labensversichfrungtn. /dr Manner und Fronen getrennte Kententarife. I. rr tlndcl 1» a Billigste Prämientarife für Lebens- wie für Rentenversicherungen. W Vertreter in allen grösseren Plätten. vse X. <7*^22^ MB« Ä^iebM^ nuttö< 3 Venstndt , jj-un. mit Kucke t- ly®® M. dafe ^Wtlbelmstr Verschied* fu< non Feld. Äff i ^Möbl. Zimi ÜiL ZiMtk w £<> Etemitrane 7< fvöbliertc Zimü ’üftiverren zu vei piji Viebiflitri Lüden u. ( irka i a» f«»r AiU0’* — mü gtriq | je- 4371 . <» SM, )el. Juni Die diessahrige Se> unq erbrachte einen » e vorjährige «eigens der heutigen Seitab fdänftf«« »»Ö Berufungen fa: GwnJ * Wmqin Nisabäh 9«tn * 'zu verMckn. Sodam tauben &bM«*» >3«®S? säsS; Kommewenrak OU J* daß er jufflrl-J x < rstande MWM u 111 „V s*ni eure. -- I ELE ter. —। “ »8 ti«4 ■'**» K& M'W Knnten. " ÄS.J& M'L - des Dompferv und wngErsuche die^ ne und ein .Herr wur Unglück dürfte nac , ben Führer des ffl0t0I, ' ^erndampfers hat zn«. iMl habe das Moloch ' daß ein Zusammen^: ihi'onik. ^ncht zum Sonntagw e-Regments, darunter bt n Einbruch in den .taffer, den Doch dabei abgefaß -f der Stabt Feldkire chlag zum Stillstehen gt- mußten ihren Betrieb en» ^sfürst ist die Färftu ingssürst, geborene Pin, Leiden im Wer von neu» n. ica hat mehrere Ort' 85 Personen sollen grÄc ) gemeldet: Der in eins !steskranke Ponzena,^ ’r ermordet hatte, tat* Ms zurück, roo er mtr , ihre Mi Kinder lmÄ als. Ion 7», . ,'S.Mtz aus dem L. ,4l ?otaui her «Ä.“*®' [,nF 'vrangm^kr. 2°me uni !Mchung 8.Ito, KW n '■’nananiä h l geitdlt8”^ VctUtttÜti^ ibvt^555555^ Ml. -luS ;s»r leint < Vermietungen [ 7 Zimmer " Tüd-Anlage 9 schöne 7 Jimmcnnobnunn 2, Stock, per 1. Juli zu verm NÄereS Parterre. (3l).v 6 Zimmer Sch. 5-Zimmerwohnung d L Juli ab zu vermieten. M48|_____Lelterswea 35. Schöne moderne 5 wimmer Wobu^vt.. m. Badeetnuckn.. per L3uli vd. fpat. n>cg. £vcn- » verm. Viebmftr. 76.105122 5 3i in in ft tu ob n unn. I. (<"1., tu Perm Stepbauftr. 2k»."" 3 Zimmer Xea*tndt 19 3 Zimm, mit Mürtjc '2. stock» tu verm 2tnb bnfelbft im Bibra u. Wilbelmftr.3K l"' **( 3 Z. W.m.<8artenant.u. 2 Zimmer I H30) 2 Zimmer mit Ätirbc an elnz. Herrn ob. Dame au vermieten Vndwigoplal» 2. [ Verschiedene Das von trcrb. 21 ff imteneb. *rileurAiniui. tticher Str. 6!« ist p. l.Cft. anbenv. z. v. A. a. a. ftiLflCcifl. Wob- das. b. Geisel. | Möbl. 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Mtö.. nachmulagS 5 Uhr, vom Portale des neuen JriedhoseS aud statt. 442H Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krankheit und beim Hinscheiden unseres lieben Söhnchens Robert sowie für die trostreichen Worte am Brabe, die Pllcge der evangelischen Schweftern und die zahlreichen Blumenspenden sagen herzlichen Dank I. Schneider und Frau. Kietzen, Lindengafle 2. (05246 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teil- nähme bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau und guten Mutter, besonders der Schwester für die liebevolle Pflege, dem Herrn Pfarrer Glück für die trostreichen Worte, ebenso für die zahlreichen Blumenspenden sagen innigsten Tank Jakob Schmidt n. Kinder. Heuchelheim, den 24. Juni 1912. öS» *0 Bekanntmachung. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Gärtners Louis Becker in Giehen ist infolge eines von dem Gemeinschuldncr gemachten Vorschlags ;u einem ZwangSoergletch, sowie zur Prüfung nachträglich angemeldeter Forderungen Termin auf ziistig, Öen ?(l. Zrli 181?, nrsittigi 8 Ufr, Zimmer Nr. 18, anberaumt. Der Bergleichtzvor'chlag, son-ie die zustimmende Erklärung deö GläubigerauSschssieS sind auf der Gerichtsschreioerel deS KonkurSge tchtS zur Ernficht. nähme der Beteiligten offen gele-, » Gießen, den 21. Juni 191 Grsßhcrzogluhes An gericht. Uttmlidk« m otmifiten frndittn mach den allgcmetnen Borschrtsten) 'Wirttttirfn» ü-Psuud - Eimer Mk. 1.20, ♦nqcillljnjc lOPsund killtet 3)lt 2.30, lose ver Pfund 30 Pfg. «**•#*" 5 Pfund-Eimer Mk. 1.35, „ lO Pfund-Elmer Mk. 2.40, lose per Pfuttd 35 Pfg. Metzer (von Moitrier) 10-Psd.-Etmcr Mk. 2.70, lofe per Psd. 40 Psg. JCelVetia-Xonfitiiren (Marmeladen mit ganzen Früchten) von Aprikosen, Himbeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren, Pflaumen, Zweifrucht und Hirschen per l-Pfd.-GlaS 65, 85, 90 Pfg. per 2.Pfd..DlaS 1.20, 1.40, 1.60 Mk. sowie lose und in 6- und lO-Pfd.-Eimern. Gebrüder Berdux Bahnhofstrabe 27 Telephon 231. Mitglied der Rabatt-Sparvereinigung. 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Horst, Westanlage 56 zu richten. Turnverein Gieöes gegr. 1846 Unsere Mitglieder erhalten Eintrittskarten zum Jubiläums - Gauturnfest zum Vorzugspreis von 1 Mk. Tie Karten werden am nächsten Dienstag, 25. Juni, von 8 bis 10 Uhr abends, am Mittwoch, 26. Juni, von 6 bis 8 Uhr nachm. und Freitag, 28. Juni, 8 bis 10 Uhr abends in der Turnhalle ausgegeben. Gleichzeitig werden auch Damenkarten abgegeben. v”/e Dienstag, 25. Juni, abends 9 Uhr Schauturnen in der Turnhalle. Probeturnen unserer turnerisch. Aufführungen beim Vauturnfest. Daran anschließend Hauptversammlung mit der Tagesordnung : Ernennung von Ehrenmitgliedern. Wir ersuchen unsere Mitglieder um recht zahlreiche Beteiligung. Der Vorstand. g Männer - Badeverein Männer-taverein Gin. Wir bitten unsere Dtttglieder, ihre ■V Turner-Fon!kurten "VQ zum Preise von Mk. 1.— von Mittwoch, den 26. b. Mts. ab bei der Firma Lana & Wieder stein, Marklstraßc 4, in Empfang au nehmen: daselbst sind auch Damenkarten im Vorverkauf zu Mk. 1.— zu haben. v"/, Ter Vorstand. 3 Gegründet 1836 Saison-Eröffnung! Schwimm- und Kastenbäder, lud-, licht- und Sonnenbad. Jahresbeitrag für ordentliche Mitglieder Mk. 3—, für außerordentliche Mitglieder Mk. 4.—. Söhne von Mitgliedern können das Bad bis zum 14. Lebensjahr unentgeltlich benutzen. Für Schüler, deren Väter dem Verein nicht angehören, ist der Beitrag auf Mk. 2.— festgesetzt. D Ml9 Meine Wohnung und mein Bureau befinden sich von heute ab Braugasse 11 part. Ecke der Braugasse u. Landgrafenstraße, in nächster Nähe des Gerichts. [4386 Dr. Meuser, Rechtsanwalt. KidEMtograpli Bahnhofetr. 54 05242 Bahnhofutr. 54 Nur heute als Einlage: 3m labyrinlh der Grossstadt w Großes soziales Drama aus dem Getümmel einer Millionenstadt. 2 Akte. Auf dornigem H'fade großes Drama in 3 Akten. In der Nacht ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ des Urwaldes Sensationellstes Tierdrama, das je gezeigt wurde u. a. mehr. Nur heute! Nur heute! Steins Garten. Donnerstag, 27. Juni III. AbMicfliEnts- Konzert der Kapelle des Inf.-Regts. „Kaiser Wilhelm“ Nr. 116, unter persönlicher Leitung des Obermusikmeisters Herrn W. Löber CM/« Solisten-Abend. Anfang 814 Uhr. Meniopl Waldhotel Tannhäuser Moderne Sommerfrische. IS11/» Zimmer mit Balkons, elektr. IJcht, _ vorzgl. Verpflegung bei mässigen an der Lahn. Pensionspreisen. Prospekt durch den Besitzer Ph. Heuser. Mai—Juni Preisermäßigung. Schöne Aussicht. Morgen, Dienstag: 05237 tk „Waffeltag". XfS L'eberraorgen "18 Ziehung am 26. und 27. Juni unwiderruflich!, Grosse Frankfurter Lotterie zu Gunsten des Vereins für Luftschlffahrt. 4492 Gewinne im Gesamtwerte Mk. 1OO ooo 50000 I IO ooo Frankfurter Lose 3 Mark Poerx?rauä)dpfJgSte versenden die General-Debits [hvM/s Ferd. 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Herr Fröhlich 5000 Mk.; 4. Herr Jaeger 5000 Mk. Etwaige Gläubiger unserer Gesellschaft wolle: sich bei uns melden. Gießen, den 21. Juni 1912. (Gesellschaft f. Tiefpumpenbau m.b.H Klavier- Stimmen Reparieren Polieren C*/i in tadellos. Ausführung. Wilb. Rudolph Großh. Hess. Hoflieferant Piano-Handlung und Reparaturwerkstätte. Seltersw. 9L Fernspr.389 vampkroosckanstalt Edelweiß Siehen • Krofdorfer Strafe 12 Nur Qualitätsporzellane a. d. ersten deutsch. Fabriken In Kaffee- u. Teetassen Sammel-Mokkatassen Kaffee-, Tee- und Obst- servicen etc. a’/4 unterhalte ich große Auswahl von Neuheiten und bitte um gefl. Besichtigung bei Bedarf. Ausstattungshaus Jul. Bach AlleMaqen' u. Darm leidende, Butfct kranke, Blutarme ufw. essen, um flefimben, bao 1 m rt M a h r 01. echte Kasseler '"10N SVr v versehen mit Streifband und schwarz wein roter Schutzmarke. Man maae einen Versuch mit unserer 10-Pfg LtetS echt u. frisch zu haben in Wich« bet Mcorn Adami, Earl Lkhwaa.. Ebcrb. Metzger Nchf.. E. 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