162. Jahrgang Zweites Blatt irv ien; nie -ter )ide auf eide 23°“ 8.- Ter auswärtige Handel Deutschlands im Jahre 1911. ,01 450 850 Qiert lopf- 3000 38?° ihr., etzt 12®? I450 1850 14®? 16®? I80? Ersihemt täglich mit Ausnahme des Sonntags. Sie „Gießener HamilienblStter" werden dem ^Anzeiger' Biennal wöchentlich beigelegt, das .^rchblfltl für den Kreis Sietzen" zweimal uöchentlich. Tie „Landwirlfchastlichen Seit» fragen" erschemen monatlich zweimal. .nfarbig. 4®® Drittel Stoffen fctt ; 95 gewählt. Die Vorstandswahlen ergaben: Von den Arbeitgebern wurde Gq »orle-Cffenbacf), Karl Knipp-Bad-Nauheim und Heinrich Sarnes-Tarmstadt, von den Arbeftnehmern: Neumann-On^bach, Sck'rnidt-Offenbach, Eckert-Offenbach, Göbel-Mainz, Fourier-Gictzen und Knoblauck-Tnrnrstadt gewählt. Nachmittags fand ein Rundgang durch die Stadt und d,e Besichtigung der Bade-Anlagcn uatt. S». Zahrervcriammlung der freien Vereinigung der Kranfcnfäffen in Reffen. h Bad-Nauheim, 21. Juli. Lier tagte am Samstag und Sonntag die 20. Jahresvcrsamm- lu_na der freien Bereinigung bessncher Krankenkassen ^ie Tagung ronir aus gan; Lessen sehr zahlrnch besucht, xte Verhandlungen ”nbar unter bem $oriiB bet- Herrn Otw Neumann Qfi-N. borch Aus der Versammlung am ^amstag )inb bewnders du. Mechnungsergebnisie der Kassen von Wichtigkeit. Ter Vereinigung a.chören zursiit 30 >trankenekanen an. Tie Turcknchnfttszahl der Wglieder beträgt für das Jahr 1911: 106105 int Boriahre bti 26 Ortskrankenkassen 97 034 Mitglieder, Mithin eine Er- hlöhung der Milgliederzahl der Versicherten um 9071, zwei Be- ttTiebSkrankenkassen verzeichnen 35o Mltgli^>er im ^urchichnilt. inn Vorjahre 307, allo ein Mehr von 28 Mitgliedern; zwe, Jnnungskrankenlasscn mit 769 Mitgliedern, m, Boriahre Zusammen sind in der Vereinigung alw 33 Kauen mit 107 209 Mitgliedern. An Gesamteinnahmen verzeichnen diese Kamn 4 523 557 Mark. Im Jahre 1910 waren es 007 <04 M k Tic! Gesamtausgaben betragen 4 185 807 Mk, 1910: 3 88- 030 Mk. Tie Verwaltungskosten erhöhten H(b, perionlicke um 19029 Mk. und sachliche um 1764 Mk. Tas Gesamtvermögen der 33 SUH en betrug Ende 1911 ß 722 554 Mk. Ende 1910 betrug es 2 297 075 Mk. An Reservefonds mar vorhanden Em>e 1-hi 1774 544 Mk. gegenüber 1910 ein Mehr von 228 332 Mk. xie Rechnung der freien Bereinigung selbst lAlicpt m Einnahme und Ausgabe mit 1690 Mk ab. Tiese Rechnung wurde angenommen. Es kamen dann noch einige innere Angelegenheiten riinacn entspricht unter 350 M k zu haben: in X arm Habt £ f f e n - bacb nicht unter 280 Mk. Diese Summen kann ein gewöhnlicher Mann nicht aufbringen unb er mutz baher Wohnungen nehmen bie den Norm en nicht entsprechen, also geiunbhcitsgcsahrlich sind. Um bas gesetzte Ziel zu erreichen, forbert er auf, .batz ftch die Kasselimitglieder an den Baugenossenschaften, die die Errichtung gesunder Wohnungen erstreben, beteiligen. Wo solche noch nickt bestehen, sollten die Krankenkassen dazu mit beitragen, wiche zu gründen, und sie durch Uebcrlah'ung von Kapitalien unterstützen Lierüber würde der Redner gern Auskunft erteilen. Er cklotz' Wenn bie Wolnmngen nicht gesunb angelegt ftnb, nutzen auch alle anberen sanitären Einrichtungen zur Verhütung von Krankheitsfällen nichts. Sbieran fdüofe nch eine längere ,-öe-! spreckung, in bet angeregt würbe, bie Vorschläge zu beherzigen unb in die Tat um-usctzen. Lierauf kamen Anträge zur Verhandlung. Zunächst der Antrag Darmstadt, die Vereinigung vereinsgefttzlick eintragen zu lassen G« wurde beschlossen, da die Angelegenheit noch nicht spruchreik ist, sie vorläufig noch zurückzustellen Ein weiterer Antrag ging dahin, an das Ministerium des Innern heranzu- lretcn und zu ersuchen, die Griftidung von Landkrankcnkaften nickt zu gestatten. Tie Versammlung war bannt cinoeritanben. Als nächster Ort ber Tagung würbe cmitummg Bensheim Montag, 22. Juli 1912 Rotationsdruck und Verlag der Brnbl'fchen UniversitätS - Buck- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: Redaktion:^S112.rel..Adr.:AnzeigerGießen. g Kriegen. Von den einzelnen Warengruppcn nahmen „Erzeug « her Land- und Forstwirtschaft und andere tierische In dem zweiten Dierteljahrsheft zur Statistik des Deut- ii Reiche wird der Spezialhandel des deutschen Wirt- sil.istsgebiets im Jahre 1911 unter Vergleichung mit den 4 Zorjahren dargestellt. Die Einfuhr hatte in 1911 ohne lSi'lmetalle einen Wert von 9706 Mill. Mk. (in den Vor- jfl(rren 1910 bis 1907: 8934, 8527, 7667 und 8749 Mill. Mk ). (le-icn das Jahr 1910 hat die Einfuhr 772 Mill. Mk. oder Bß u H, gegen 1907: 957 Mill. Mk. oder 10,9 v. L- zu- *Domnten. Der Wert der eingeführten Edelmetalle bc- lief sich 1911 auf 301 Mill. Mk. (gegen 376 Mill. Mk. im >ahre und 334, 411 und 252 Mill. Mk. in den Jahren VjhO, 1908 und 1907); er ist hiernach nur gegenüber 1907 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefjen 1100 Jahnen angemcldet. . __ Tas Königreich Sachsen entsendet allein 9100 tanger, Württemberg 3900, das sangessrohe Thüringen 1200, baS mcitentlegcnc Schlesien 1900, Lessen Nassau 1600, bie Provinz pochten 400, Westfalen 700, die Provinz Brandenburg 830, bie Orchesters in Niirnberg, ber grotzherzoglichen vo stapel le in Tarmstadt unb anberen Künstlern gebildetes Achester, unter Leitung ber Festdirigenten Pros. Förster (Stuttgart), Munkdirek- tor Wohlgemut fLeipzig), Prof. Schmidt (Berlin), Univerfitats- niusiLirektor Schneiber Prag), Direcktor Mayer-Olbemleben (Wurzburg) unb Musikdirektor Hirfch Nürnberg) beteiligt find. In der ersten Lanptaufführung werben ber Wiener Mannergesangverein, ber Berliner unb Schwäbisckse ©ängerbunb, m bet zweiten der Nieberösterreichische ©ängerbunb, bie ^tcie ^erantgung ber Sächsischen Sängerbünbc unb ber westfalisch Provinzialsanger- bunb mehrere Spezialchöre vortragen; baneben kommen natürlich auch Gesamtchöre zum Vortrag. Die Festhalle, in ber bie künstlerischen Veranstaltungen bes 8 Deutschen Sängerbundesfestes vor sich gehen werben, hat man inmitten bes schönen Nürnberger Stadtparks dem Luitpoldhain, errichtet. Ta aber ihr Pobium nur Ld 000 Sanger unb 200- Musiker saßt, so wirb man bie Veranstaltung wahrscheinlich teilen I müs'en. Für bie Zuhörer sinb 12 000 Sitz- und Stehplätze ge- schassen worben. Ten festlichen Veranstaltungen geht eine musikalische Vorwoche vorauf, an bie sich bann am Sonntag Die Uebergabe bes Bundesbanners an die Stadt Nürnberg und die mehrfach erwähnte Gedenkfeier anreihen. Am Sonntag nachmittag wird bann der große Jubiläumsfestzug die ^kratzen Nürnbergs durchziehen. Für den Festzug, der eine Ehrung des größten Sohnes der Stabt, bes Meistersingers LanS bringt, und runb 50 000 Mk. aufgetoenbet worben und es rst keine Frage, baß bieser Festzug ben Löhepunkt der festlichen Veranstaltung bilden wird. In bem Festzug wird auch das älteste -angey Wahrzeichen Teutschlands, eine altehrwürdige Meiftersmgerftan- barte aus bem 16. Jahrhundert mitgeführt werden, bie sich seit 1839 im Besitz bes „Ulmer Lieberkianz" bombet. Der Tag bes deutschen Liedes. Nürnberg, 21. Juli. Während noch in ber Mainmetropole bie Büchsen der Sckmtzcn- brüber knallen, rüstet sich bie Stadt Lans Sachsens und ber deutschen Meistersinger zu emem noch gewaltigeren nationalen Fest als cs das soeben in Frankfurt gefeierte deutsche Bundes- schießen war. Tas 8. Deutsche Sängerbundesfest wird mit 38 000 aktiven Teilnehmern für die deutsche Sängerschaft, einen ragenden Markstein bilden. Gleich wie das Frankfurter । Bundesschietzen schließt auch das Teutsche Sängerbundesfen in Nürnberg em: Tas Jubiläum ber 50. Wieberkehr bes Tages, da, ebenfalls in Nürnberg, bie beutsckxm Sänger bas erste allgemeine Teutsche Sängersest feierten. Em Jahr daraus fand bann in ber Resiben; bes Lerzogs Ernst II. von Sachsen-Koburg- Gotha bie Grünbung bes Deutschen Sängerbundes statt, ber beute in 5700 Vereinen runb 723000 Sänger beutscher^Zunge umfaßt. Es ist ein 2Rnt, das weit mehr noch als bas deutsche BunbeSschietzen als ein wahrhaft nationales anzusprechen in. xenn nur allzuoft ist, namentlich an ben Ostgrenzen des Reiches, bas (j'Jmc Edelmetalle). Die Ausfuhr erreichte 1911 ohne Edelmetalle einen filtert von 8106 Mill. Mk., sonach erheblich weniger als bte Einfuhr. Die Vorjahrswerte waren 7475, 6594, 6399 linib 6846 (1907) Mill. Mk. Tie Steigerung im Vergleiche utüt 1910 belief sich auf 631 Mill, oder 8 v. H., im Ver- iLiltnissc zum Jahre 1907 auf 1260 Mill, oder 18 ü. S?. ßdelmetalle wurden im letzten Jahre für 118 Mill. Mk. ensgefuhrt, in den Vorjahren für 170, 265, 82 und 249 |V9O7> Mill. Mk. Der Absatz hiervon ist demnach seit 1909 bem Werte nach zurückgegangen und übertraf im vergangenen Jahre nur noch dcnienigen von 1908 um 36 Mill. Mk. Von den einzelnen Tarifabschnitten wiesen „unedle Me- tckle und Waren daraus" mit 1438 Mill. Mk. den höchsten '.lmsfuhrwert auf. Annähernd hohe Wertziffern erreichten „Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft und andere Frische und pflanzliche Naturerzeugnisse: Nahrungs- und L enußnrittel" mit 1424 und „tierische und pflanzliche Spinn- i'Lvffe und Waren daraus; Menschenhaare: zugerichtete Schmuckfedern, Fächer und Hüte" mit 1411 Mill. Mk. Zu- Omnien brachten diese drei Abschnitte 53 v. H. des Gesamt- iNsfuhrwerts (ohne Edelmetalle) auf. Hicrnächst sind „Ma- Minen, elektrotechnische Erzeugnisse, Fahrzeuge" mit 913 DXin. oder 11 v. H. des Gesamtwerts zu erwähnen, ferner mod) „chemische und pharmazeutische Erzeugnisse, Farben u nb Farbwaren" mit 756 oder 9 v. H. und „mineralische und fessile Rohstoffe: Mineralöle" mit 640 oder 8 v. H. Auf DÜe verbleibenden 13 Tarif.ibschnitte entfielen 1524 Mill. Nark oder 19 v. H. des Gesamtwertes. Aus und (and. Gießen, 22. Juli 1912. •• Lahnkanalisation. In Limburg fand eine Sitzung der Gesellschaft zum Bau eines Probemotor- boot es für bie Lahn statt. In ihr wurde bekannt gegeben, daß das Kapital durch Beitritt neuer Mitglieder von 35 600 Mark auf 41 000 Mark erhöht wurde und daß der preußische Minister der öffentlichen Arbeiten anstatt eines unverzinslichen TarlehnS eine Zubuße von 7000 Mark bewilligt hat. Tas Probeboot soll im Januar eine Probefahrt auf der Lahn unternehmen und dann den Rhein befahren. •• AuS dem Militärwochenblatt. Der Garnison- Verwaltungs-Inspektor Leichnitz in Gießen wurde nach Bruchsal als Slmtsvorstand, der GarnisonverwaltungS-Jnspektor iJorra in Saarburg nach Mainz unb der Militär-Bau- sekretär Schmitt in Wiesbaden zum Militär-Bauamt Mainz III versetzt. " Vom Kais, statistischen Amt. Der hessische Finanzamtmann Philipp Steinmann ist zum Kais. 9ie- gierungSrat und Mitglied deS Statistischen Amtes ernannt worden. . *• 60jährigeS Stiftungsfest deS ,Wingolf . Eine der ältesten studentischen Korporationen an unserer Alma Mater, der Gießener „Wingolf, feiert in diesen Tagen (heute, morgen unb übermorgen) sein 60jahrigeS Stiftungsfest. Hunberte alter unb junger Wingolfiten werden Zusammenkommen, um an der Stätte ernsten LtudiuniS und jugendlicher Lust daS Jubelfest zu feiern. Für die Allgemeinheit dürfte am meisten der Fesizug von Interesse sein, ber morgen zwischen 6 unb 7 Uhr sich durch die Straßen bewegt und an SteinS Garten, dem Kommerslokal, sein Ende findet. Landkreis Giehen. = Stockhausen, 21. Juli. Tie Betriebsführerstelle der Eisenerzgrube Loffnung, bie durch den Tod des seitherigen Betriebsführers Joseph Zeiler erledigt wurde, tft dessen Sohn Jakob Zeiler in Stockhausen übertragen worden. . = Grünberg, 21. Juli. Tiese Woche tagte hier 'die luther. Konferenz für Oberhessen. Sre politische Lagesschan. Tas Gardeprinjip in der Diplomatie. Offiziöse Meldungen berichteten kürzlich über neu? N inner in der deutschen Tiplornatie. Zum deutschen o c felöten in Teheran wurde anstatt des nach Athen versetzten *u c fen Quadt Prinz Leinrich XXXI. Rcuß lunfl. L. aus- ([ (ben Ter AtlachL des deutschen Geiieralkonsulats tu «liuroctpen, Tr. Fritz von Voß, ist der deutschen Gesandt-! lieft im Haag zuerteilt worden. Freiherr von Rombergs v »um deutschen Gesandten in Bern ernannt worden. Für It- deutsche Owneralkonsulat in Kalkutta ist der Legations- Lot Gras von Luremburg, für das deutsche Generalkonsulat jin Budapest der Legationsrat Gras von Furftenberg- 3 Lmmfieim bestimmt Zum Legationsrat der Preutznchen il baubtfdiait in München i|t Prtn-. Gustav Alexander -ann rv Wittgenstein-Sayn ernannt Zilin Botschaftsrat in Kon- ^steatinopel ist Herr von Mutius bestimmt, und schlieijlicki ttfihrt man zur Berubigung über den Nachwuchs in der NLifdien Tiplornatie, das; der Oberleutnant Graf Georg vir Kanitz von den Garde-lllanen in den diplomatischen deutsche Lied daS Kampflied der national bebrobten beul'-Iven Stämme gewesen, bilbct es im Auslände oft das emsige <«nn«b das unter Teutschtum dort verbindet Nur alle 7 ^abre ct”m9‘ finbet überhaupt ein Deutsches Sängerbünde. ien |tntt, um io haben wir denn nach bem ersten Nürnberger gerieft uberlianw nur noch 7 unb zwar die Längerfeste ut o.resden, ..iuiuh , Hamburg, Dien, Stuttgart, Graz und Breslau erlebt unb. namentlich die Feste in Wien, Graz unb Breslau wurden beutfar nationale Kundgebungen eindringlichster Art. Nun ist es zum zweitenmal bie wunder,chone -stabt .'Nürnberg, in der sich die Längersämst beutsckfcr Zunge zu ihrem größten Feste vereinigt Wie Nark ihre Anz>ebuugSkraft gewesen ist, beweisen die Zahlen, mit betten bie verschiedene deutschen und ausländischen Sängerbündeosich.angemcldet. habetu. Nickt weniger benn 1700 Vereine nut 36 168 Mitglieder erscheinen in Nürnberg und 25 000 davon sind für den Festzug mit runb Am Sonntag vormittag 10 Uhr fand bie a u D t be r f am m• lung in der Turnhalle itatt, und der geräumige ^aal konnte fast nickt die zahlreich Erschienenen fassen. Tie Veriammlung wurde wieder von bem Vorsitzenben geleitet. Er eröffnete )tc unb begrüßte die Erschienenen, besonders u. a. den Vertreter des Ministeriums des Innern, Kreisamtmann Lerbergk Friedberg, den Vorsitzenden ber Lanbesversicherungsanstalt Geb- Regierungs rat Dr. Tietz Tarmstubt, ferner bie Vertreter der Behörden von Mainz, Tarmstadt unb Bab-Nauheim. Lieran an,cklietzenb ,vram er kurz über bas nun in Straft tretende neue Veinckernngsgefetz, , , .das eine qetoine llmmanblung in die Kraiikenkafsen bringe 1 ' "en. » rufen alle 'Kreise ran Sandel unb Industrie ^Daraus ®^«Xn®0.mb %in.el ■ bi: ich, daß das k a II f m a n ii i s ch e E l e m e n t IN unserer I [)Iicßcncn Veriicherungsgesetz". Er gab hier beachtenswerte Vor lvitwärtigen Vertretung mehr beruckfichtigt werden möchte bcn MQllcnüirluaitimgen über bie Lanbhabe des neuen j ♦ baß man nicht lediglich Leute des Lochadels für fähig (tz^ves unb erläuterte besonbers cingchenb bie 3wangsverftcke jeu solle, das Teutsche Reich an wichtigen Stellen zu rung, die Selbstversickerung unb bie Weiterverflcherung. Die , n reten Alljährlich betont der Staatssekretär des fetzte behanbeltc er besonbers emgehenb unb führte hier ba^ in S-iBern daß irgend eine Zurücksetzung des Bürgertums blichen mit bestem Erfolg eingcfüjrte Verfahren an Man mack ’jiXi’r nich. ftattfänbe. Tme die bei dir letzten Zeit beweisen aber, daß man gar nicht daran anderen Vorschlägen, bu- bie Kassenverwalter! ihr ft, auch nur das geringste in den bisherigen Vrrhalt-1 intcr^crcn büriten, wrack er dann weiter über die Anwart ]tj en zu ändern, und dag das Gardeprinzip m der -tiplo» nad) bem (Erlöschen der Zwangsversicherung, vom Witwen- ivÄie, wie es im Reichstage einst genannt wurde, auch unb bcr Witwenrente. Zum ecblun kam er bahui daß nx le noch vollkommen in Gelwng ist. Gleichzeitig sind ^s soziale Gesetz in Zukunft mehr als, bisher m Anfpriick ge Ick't gesamten Vorgänge und die nach wie vor betriebene nommen werben wird, unb weift bnrauf hin, daß bie Mrantciu in-r Gleichberechtigung des Bürgertums in >r^eutschland teilhaftig"werde Auck müßte der Kranken- und Wohnungs- if i-ernt sind. 1 ..... —Ki*** cy- or,,a Ver- ß5Q früher 22.- bis 36,— Mk. pfg. 68 |35 165 jSO Z8°° 26Ü - 1822 fürsorge'mehr BeÄ'tung"bcnn le gestellt werden In ber Aus spräche sprachen sich Geheimrat Xt. Lietz-Tarmftabt unb Graf Frankfurt in gleichem Sinne aus. . Lieran schloß sich ein Vortrag bes Lanbeswohnungsmspek tor/ Gretzschel-Tarrnstadt über: Tie Praxis der Woh- nnnasreform. Er führte aus, daß die Wohnungen nicht nur als Unterschlupf dienen sollen, sondern als eine Statte wo sich ein gutes Familienleben unterhalten kann Wo die Wohnungen nickt gut sind, da muß das Familienleben leiden, woraus allerlei Schwierigkeiten entstehen, was das ganze Gemeinde- leben gefähr.cn kann. Es müsse daher Fr große geräumige und gesunde Wohnungen gesorgt werben. Tas Mietskafernenshstem habe sich nickt bewährt. Als Mindeftforberung für eine gefunbe Wohnung führte er an, baß so viel Räume oorhanben sein muffen, ! daß sich alle familiären Vorgänge getrennt abftnelen können, also ein Wohn- unb ein Schlafraum und eine Kucke. Diese Mindestforderung sei aber in Lessen noch nickt überall erfüllt. Eine Umfrage hatte das Ergebnis, datz von 39 000 Mietwohntlngeii wii vuiuyuMivu *vuvyn«den Mindestforderungen entsprachen, alfo 19 000 waren I lii'i'e der Land- und Forstwirtschaft und andere tierische geeignet Es muß darnach gestrebt werden, diese Mif^ lirib pflanzliche Naturerzeugitisse: Nahrtmas- und 0>enu|3-1f.d;lbc befeitigen. Auch der Luftraum in den Wohnungen^ Drittel im Jahre 1911 mit 6542 Mill. Mk. 67 v. L- des ge ist oft ungenügend. Als Norm führt man gewöhnlich 20 Kubik- samt en Warcneinfuhrwertes (ohne Edelmetalle) in Anfpruch. mctcr an. In Lessin steht es gerade hierin lehr ungunftig In h folgten „miileralische und fossile Rohstoffe; Mineralöle" wenigen Fällen sind die Wohnungen den Normen entsprechend ki l 900 9«kill, oder 9 v. H. des Oiesamtwertes, „tierische Um nur einige Besserung zu crlangnt, bat ntan die Norm nur ”, “i N äÄ ÄrtÄ. L5' M SÄ*"ä tsiarmazeutische Erzeugnisse, Farven und Farbwaren nut - • - ■ nft»— | iii; Mill, oder annähernd 4 v. L- des Gesamtwertes. Für W' übrigen 14 Tarifabschnitte veikbleiben hiernach nur noch pl i Mill, oder 6 bis 7 v. H. des Gesamtwertes der Einfuhr war von 30 Pfarrern besucht, auch aus Starkenburg und Rheinhessen waren Gäste da, besonders erfreulich nxir die Anwesenheit jüngerer Pfarrer, welche das weitere Gedeihen der Konferenz verbürgten. Psarrer Ausfeld-Gießen be richtete über „Aufgaben der luther. Konferenz für Oberhessen" und Pfarrer Weber-Reichelsheim i. O. über „Vorbildlichkeit Jesu". Der Verlauf der Konferenz war sehr lebhaft, ergebnisreich und einträchtig. ^Hungen, 20. Juli. Verschüttet und getötet wurde auf der Grube „Friedrich" der Bergmann H i r - zinger aus Utphe. Kreis Friedberg. △ Friedb erg, 21. Juli. Die Einweihung des neuenGewer beschul Hauses fand heute vormittag statt. Um 11 Uhr versammelten sich zahlreiche Gäste vor dem Neubau zur Ueberreichung des Schlüssels. Diplom- Ingenieur Schmidt übergab als Bauleiter den Schlüssel dem Vorsitzenden des Ortsgewerbevereins, Frick, der die Schute dem Aufsichtsrat übergab. In dem unteren Saale begrüßte der Vorsitzende der Baukommission, Hierony- m u s, die Gäste, besonders den Vertreter der Regierung, Oberregierungsrat Gräf-Darmstadt, den Vertreter des Kreisamts, Roaierungsral Muhl-Friedberg, den Vertreter der Zentralstelle für Gewerbe, Schulrat Meier-Darmstadt und Bürgermeister Stahl. Darauf überreichte Oberregie- rungsrat Gräf-Darmstadt Herrn Ernst Windecker bas ihm vom Großherzog verliehene Ritterkreuz 2. Kl. des Verdienstordens Philipps des Großmütigen. .Herr Wind ecke r hat sich um die Verwirklichung des Baues dadurch verdient gemacht, daß er 50 000 Mk. spendete. Das Gebäude hat insgesamt 100 000 Ml. gekostet. Es umfaßt neun Lehrsäle, ein Sitzungszimmer, Zimmer für Bibliothek, Archiv, Modellsammlung, zwei Lehrerzimmer, ein Physikalium, Aufent- haltsräume für Schüler, Direktionszimmer, eine Wohnung für den Schuldiener und zwei Werkstätten. Zentralheizung, elektrische Beleuchtung und Wasserleitung sind vorhanden. An der Schule wirken neun Lehrkräfte. An die Besichtigung des Gebäudes schloß sich die Besichtigung der ausgestellten Schülerarbeiten. △ Steinfurth bei Bad-Nanbeim, 21. Juli. Die Roscnausstellung der hiesigen Gärtner-Vereinigung im Saale des Gastwirtes Graulich bot für den Laien und den Fachmann das schönste, was bis jetzt ans diesem Gebiete geleistet wurde. Die 18 Aussteller hatten herrliche Gruppen zusammengestellt. In allen Farben, vom tiefsten Dunkelrot bis zum schneeigen Weiß, sah man die Rosen. Um 11 Uhr eröffnete dec Vorsitzende Viehweg die Ausstellung Die Züchter können mit Stolz ans die wohlgelungene Ausstellung zurückblicken. Starkenburg und Rheinhessen. ch. Bingen, 21. Juli. G c st ar b en ist hier gestern abend das langjährige Mitglied der hiesigen Stadtverordnetenversammlung, Herr Richard Pennrich (liberal), im Alter von 53 Jahren. Hessen-Nassau. X Hanau, 21. Juli. Ein Liebesdrama hat sich heute in den Vormittagsstunden in einem Hause derGärtner- straße abgespielt. Die 20jährige Tochter des Schreiners Vogt unterhielt mit dem 21 Jahre alten Schlosser Otto I o st aus Echzell ein Liebesverhältnis, das zwar zu einer Verlobung geführt hatte, aber andererseits von den Eltern deS Mädchens nicht gern gesehen wurde. Als nun heute früh Jost sich in die Wohnung der Eltern seiner Braut begab, kam es zu einer Auseinandersetzung. Er zog plötzlich einen Revolver aus der Tasche und gab auf den Vater seiner Braut einen Schuß ab, der aber fehlging. Dann stürzte er in das Zimmer zu seiner Braut und verletzte diese durch zwei Schüsse in die Schultergegend und in die Hand. Dann versuchte er, sich selbst einen Schuß beizubringen, wurde jedoch von hinzueilenden Personen daran verhindert. Nun schwang er sich auf das Fensterbrett und stürzte sich aus dem Fenster der im 4. Stockwerk belegenen Wohnung hinab auf die gepflasterte Straße. Er trug einen Arm- und einen Beinbruch, sowie Verletzungen am Kopfe davon und wurde den: Landkrankenhause zugeführt. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 19. Juli. Gemeinschaftlicher Hausfriedensbruch. Der Angeklagte Viehschweizer B. zu Darmstadt ist vom Schöffengericht Büdingen wegen gemeinschaftlichen Hausfriedensbruchs mit zwei Monaten Gefängnis bestraft worden. Seine Berufung wurde aber als unbegründet verworfen, da sich die Strafkammer der Auffassung des Schöffengerichts durchaus anschloß. Diebstahl aus dem Habichtskorb. Der Taglöhner I. L. ans Weinheim hatte aus einer der Füllvorrichtungen, die der Kommunalforstwart P. in Vilbel in seinem Revier ausgestellt hatte, eine Taube gestohlen. Er war die Stange, auf der sich das Gehäuse mit der Taube und die Falle befand, hinaufgeklettert und hatte das Gehäusetürchen geöffnet und die Laube herausqeholt. Er will geglaubt haben, er habe es mit einer wilden Taube zu tun, die sich verirrt habe. Das Gericht erachtete cs aber für erwiesen, daß er gewußt hat, daß es sich um eine Fangvorrichtung handelt, und verurteilte ihn, da er bereits zwei Diebstahlsstrasen erlitten hat, wegen Rückfallsdiebstahls zu drei Monaten Gefängnis. In der Urteilsbegründung wurde hervorgehobcn, daß diese Strafe angesichts des geringen Werts der Taube sehr bart sei und daß dem Angeklagten, da eine geringere Strafe gesetzlich nicht möglich sei, überlassen bleiben müsse, im Gnadenwege eine Strafermäßigung herbeizuführen. Betrugsversuch. Der Desinfektor W. H. in Büdingen hatte sich von einem Kinde, das beim Spielen mit seinem Pslegekinde auf der Straße eine Damenuhr gefunden hatte, die Uhr geben lassen und sic zwei Tage später ans der Polizei auf den Namen seines Pflegekindes als Finderin ein tragen lassen. Wegen Betrugsversuchs angeklagt, wurde er vom Schöffengericht Büdingen frcigesprochcn. Die Straf- kammcr erkannte indessen auf die Berufung der Staatsanwaltschaft mit eine Geldstrafe von 5 Mark. Sie nahm an, der Angeklagte habe schon bei der Anmeldung zum Fundregister die Absicht gehabt, seinem Pslegekinde einen rechtswidrigen Vcrmögcnsvorteil, d. i. den Finderlohn oder das Eigentum an dem Funde, zu verschaffen, und erachtete seine Behauptung, er habe sein Pflegekind angegeben, weil ihm der Name der Finderin nicht eingefallen fei, für widerlegt. (BericbtsiaaL Agram, 20. Juli. Der Staatsanwalt erhob gegen den Studenten Lukas I u k i c s, der am 8. Juni den Banns Cuvai zu ermorden versuchre und den an feiner Stelle im Automobil neben dem Bonus sitzenden Banalrat Hervoics durch einen Revolverschuß tödlich verwundete, Anklage wegen Meuchelmord und versuchten Mordes. Tie Anklage erstteckt sich ferner gegen seäis Schüler verschiedener Mittelschulen wegen Mitschuld an dem Meuchelmorde, da diese monatelang vor der Ausführung der Lat Besprechungen über die Ermordung des Bonus gcpilogen haben. Auch sollen die Angeklagten eingestanden haben, daß sie die Ermordung verschiedener anderer politischer Persönlichkeiten geplant hoben. Jukics gab zu, daß er bereits früher beabsichtigte, den Bonus zu ermorden, jedoch den Mut verlor, worauf er danu^von dem Mitangeklagten Mittelschüler Horvat arg beschimpft und Feig ling genannt wurde. Er fei in Tränen ausgcbrochen und verübte wenige Tage danach das Attentat. UniversLtLits-Nncbrscbten. [] Marburg, 20. Juli. Der Professor der Staatswissen- schait und Direktor des staatswissenschaftlichen Seminars, Tr. phil. Walther Trocltson, wurde zum Rektor der hiesigen Universität für das Amtsjahr 1912 13 gewählt. Sport. F] Marburg, 21. Juli. Unter großer Beteiligung von Zusck)auern sand lMule hier das Endspiel um die akademische M e i st e r s ch af t T e u t s chl a n ds zwischen dem Marburger 23er ein für Bewegungsspiele und dem Kieler Fußbali-23erein „Hol stein" statt. Marburg, das im vorigen Jahr gegen Kiel gewann, vorlor diesmal mit 0:2. Nachweisung über den Stand der Maut- und Lilancn- seuche in Hessen vom 13. bis 19. Juli 1912. Vorn 13. bis Boni 13. bis Am 13. Juli waren 19. Juli 19. Juli Kreis. verseucht: sind neu uci- jll die Seuche feucht: erloschen in: Darmstadt . Arheilgen Darmstadt Darmstadt Schlachthos Schlachthof Bensheim . — — — Dieburg . . Urberach — — Erbach . . . — — — Gr.-Geratl . — —— — Heppenheinr — — — Lfjenbach . Dietzenbach, Hainhatlsen, — — Treieichenhain Gießen Lang-Göns — — Alsfeld . . . — — — Bübingen. . Büdingen, Nieder-Mock- — — habt Friebberg . Ockstadt, Okarben, Har- Fauerbach Okarben heim. Ossenheim Friedberg Lauterbach. Holzmühl — — Schotten . . Ulrichstein — — 'Dtaiitj . . . — — — Alzey.... — Alzey — Biitgen . . . — — — Oppenheim. — — — Worins. . . Eppelsheim — Eppelsheim vermischtes. e * Der Wettersturz. Die zahlreichen Ausflügler, die gestern in die nähere und weitere Umgebung Berlins gezogen waren, wurden von dem starken Staub belästtgt. Der vorgestrige Witterungsumschlag brachte keinen Tropfen Regen. — In München ist gestern ein schroffer Tempcrctturwechsel eingetreten. Es regnete anhaltend in Strömen und die Gebirgsflüsse führten bereits Hochwasser, das in München heute früh zu erwarten ist. — Auch in Wien folgte auf die große Hitze in den letzten Tagen ein jäher Temperatursturz. In den ersten Nachmittagsstundnr erhob sich ein furchtbarer Sturmwind; ein schwerer Wolkenbruch ging nieder und die Temperatur sank in wenigen Minuten auf 11 Grad. Gegen Abend ließ der Regen etwas nach, doch wütete der Sturm unvermindert fort. Aus vielen Teilen Nieder- und Oberösterreichs werden schwere Hagcl- schläge und Wolkenbrüche gemeldet. Aus M ü r r e n ging dem B. T. die Nachricht zu, daß ein lOstündiger Schneefall über Nackt die Berge bis ins Tal in eine vollständige Winterlandschaft verwandelt hat. *FeuerimSchifs. Das Meuter-Bureau meldet aus Kanea, 20. Juli: Heute vormittag brach auf Teck des vor dem Hafen verankerten Dampfers „ParoS" der deutschen Levantelinie ein heftiges Feuer aus, das durch die Explosion der Benzinfässer weiter verstärkt wurde. Ter Zustand des Dampfers ist hoffnungslos, da man eine Kesselexplosion befürchtet. Menschenleben sind wahrscheinlich nicht zu beklagen. Die deutsche Levantelinie Hamburg erhielt die Mitteilung, daß eine Benzin-Explosion an Bord des „ParoS", der heute vormittag aus Antwerpen hier ein- getrofsen war, erheblichen Schaden angerichtet hat. Um 3 Uhr nachmittags brannte der „ParoS" noch. Kapitän und Mannschaften kämpften mit großer Kaltblütigkeit gegen das Feuer und versuchten, es durch Pumpen auf das Hinterschiff zu beschränken. Tie in der Sundabai liegenden Stationsfchiffe boten Hilfe an. Der Kapitän hofft, das Feuer von den Kesseln fernhalten zu können. * Eisenbahnunfall. Am Sonntag morgen ist infolge zu frühzeitiger Freigabe der Strecke der Personenzug Nr. 816 an den infolge Bremsleitungsbruches in Kilometer 113.3 der Strecke Erfurt—Neudietendorf haltenden Eilgüterzug Nr. 6092 bei ftärferent Nebel aufgefahren und mit der Lokomotive, dem Packwagen und einem 4.-Klasse-Wagen entgleist. Der Heizer des Personenzuges wurde leicht, der Schluß- b r e m s e r des Eilgüterzuges am Kopf, Arm und Bein schwer verletzt. Reisende wurden nicht verletzt. Ter Materialschaden ist unerheblich. Das Personenzuggleise Erfurt—Neudietendor bleibt voraussichtlich acht Stunden gesperrt. Der Betrieb wird durch Vermittlung der Güterzuggleise ohne erhebliche Störung aufrechterhalten. * Das Denkmal eines Apfelbaums. Eine eigenartige Feier fand kürzlich in Tundela in der Rahe von Morrisburg, Ontario, statt, bei der ein Denkmal für einen Apselbamn eingeweibt wurde. Die Saiibleute der Gegend hatten dnrch eine Sul'skrivtion die Summe für einen Marmorblock aufgebracht, der an der Stelle, an der bis vor kurzem der Mc Intosb-Apielbaum über ein Jahrhundert lang reiche Frucht getragen hatte, errichtet wurde. Bor etiva 115 Jahren fand John Mc Intosh, der nach Canada aus- gewandert war, als er sich eine Stelle für sein Haris wählte, eine Anzahl Apfelbäume vor, von denen einer Früchte von prachtvoller D-nalität und Farbe trug. Ter nach seinem Besitzer genannte Baum erregte bald weithin die allgemeine Aniinerksamkeit nnb tanb überall Verbreitung. Jin Jahre 1896 nnirbe der alte Bau, fellweise vom Feuer zerstört, aber er trug immer noch Früchte bfe zum Jahre 1908, wo er völlig einging. Kleine SatKsdiromL In Köln ist einem Kassierer des A. Schaaffhaiisemckn, Bankvereins im Baukgebäudc ein Portefeuille gcstohl en morde» bas 47 600 Mark in ausländischen Gelbsorten enthielt. Mk ich der Diebstahl ereignen konnte, muß die Untersuchung ergebet In Berlin wollte ein Weißbicrkutsärer ein Faß in beu Keller bringen. Er glitt aus und stürzte hinab; das joj rollte über ihn hinweg. Er wurde schwer verletzt und ft a r b. In Berlin wurde die Kontoristin S ck w e n t c, als iic ihre Firma von dem Postscheckamt 200 Mark abholte, von cinq» 20 jährigen Burschen zu Boden geworfen, gewürgt und der Hand, taschc beraubt. Passanten versolgten den _9iänbcr und veranlag | seine Verhaftung. Auf der Polizeiwache stellte er sich taubjiumci Tas Mädchen kam mit dem Schrecken davon. Auf dem P l ö tz e n s e e kenterte ein Boot mit sechs Person«. ZweiMännerertranken. , I Auf einem Neubau in dem Halle scheu Vorort G i e b i ck e»< kein ft ü r st e ein Gerüst zusammen. Ein Maurer wurde gx, ötet, zwei schwer und einer leicht verletzt. Die 17 jährige Gertrud Vogl aus Schlesien, die ihre imicr. in Trient verlebte, fiel, als sic einem Tennisball nachlief, j» die Trient und ertrank. Im O e tz t a l ist die Sommersrischlerin U e ch t r i tz aus Bnß. lau beim Ebelweißsuchen abgeftürzt. Sie wurde zerschmeu«: aufgefunden. In Regensburg wurde in ihrer verschlossenen Wohnun- die 35jährige unverheiratete Helene Hincker, Teilhaberin btt Firma Hincker L Dorfmüller, tot aufgefunden. Die Gericht- kommission stellte fest, daß sie durch mehrere Messerstiche^ Herz getötet wurde. Es dürste Raubmord vorliegen. I In einem Wanderzirkus, der in Douai gastiert, stürz» die deutsche Artistin Grelinger vorn Schwcbereck und brach die W i r b e l s ä u l e. An der englischen Südostküsle wird der untergegangenc Ozcor dampsec „Oceana" gesprengt. Das Meer ist weithin bluttes gefärbt, da der Dampfer eine große Weinlabung an Bord bat. Die Fische sterben zu Tausenden. Zahlreiche Touristen ivobntn dem Schauspiel bei Tie Sprengungen dürften wegen der starkes Stahlwände vier Wochen in Anspruch nehmen. Tie Blättermeldung über die Zugentgleisung bei Le st rat wird dahin richtig gestellt, daß lediglich mehrere Reisende leicht; Quetschwunden erlitten haben. In der staatlichen Geschoßsabrik von Bologna expl? d i e r t c eine Kiste Schrapnellzünder. Ein Arbeiter rout^ getötet, drei schwer verwundet. Handel. •• Konkurse in Hessen, lieber bett Nachlaß d8 am 8. Juni verstorbenen Landwirts und Fuhrmanns Herniani "Albus zti O b er - S ch m i 11 e n nnirbe am 13. Juli bas Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt R a m g e in Nibba ivnrtt zum Konkursverwalter ernannt. Konkiirsiorderilngen sind bis zu« 29. Juli bei beut Amtsgericht Nibba aitzumelben. — lieber dcii Vermögen des Wilhelm Heinrich Z i ck e ,t h e i m c r, SW mann nnb Inhaber der Firma ,W. H. Zickenheinter in "Dl a hu, wurde am 6. Juli das Konkursverfahren eröffnet. Anwaltc-gehili« Peter Wirt h in Mainz wurde zum Konkursverwalter crnnmiL Konkursforberungen fiitb bis zum 30. Juli bei dem Amtsgericht Mainz anzuinelden. — lieber das Vermögen der Firnta Wettei- a n e r Basalt werke, Scherer & Eo , Kommanditgesellschaft ui Bell nt uth, tviirde am 8. Juli das Konkursverfahren eröffn«. Rechner Kämmerer in Ortenberg wurde zum Konkursverwalter ernannt. Koitkurssorderungen sind bis zum 30. Juli bet dem Amtsgericht Ortenberg anzumelden. — lieber das Vermögen des w bekannt wo abwesenden Kaufmanns Jakob Jakobsohn p Darmstadt wurde am 10. Juli das Konkursverfahren eröffnet, w der Pfleger seine Zahlungsunfähigkeit cingermtmt hat. Amv- aerichtstaxator Wolii zit Darmstadt ivurde zum Konkursoer walte: ernannt. KonkiirSforderlingen sind bis zum 30. Juli bei * Amtsgericht Darmstadt I anzumelden. > Ulärlte. 0 Kirchhain, 20. Juli. Bei der gestern hier abgehaltenen Kreisti erschau waren aufgetrieben etwa 70 Häupter Simmentaler, 100 Häupter Vogelsberger Bullen, Kühe und Rinder, foroie etwa 30 Ziegen. Das eiugetretenc Regenwetter hatte jedenfalls den Auftrieb etwas beeinträchtigt. Es erhielten folgende Aussteller erste Preise: Stabt Kirchhain für Simmentaler Zuchtbullen, H. Dippel-Kirchhain für Simmentaler Kühe, L. Tielemaiin- Kirchhain für Simmentaler Rinder, H. Ludwig Großseelheim rüt Simmentaler Jungvieh, Gemeinde Großseelheim für Vogelsberg?: Zuchtbullen, Joh. Deuker-Großseelheim für Vogelsberger Kiihc, W. Kaiser-Großseelheim für Vogelsberger Rinder, C. Huba- Neustadt für Vogelsberger Jungvieh, H. Dippel Kirchhain süi Zuchtfamilien, Stadt Neustadt für Ziegenböcke und C. Schweins berger Kirchl)ain für Ziegen. Mit der Viehsck)au war auch an< Ausstellung von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten vn- bunben. Spielplan der vereinigten frankfurter Stadtiheattt. Opernhaus. Montag, den 22. Juli, abends 7% Uhr: „Alt-Wien." Dien? tag, den 23. Juli *): „Eva." Mittivoch, den 24. Juli, abenfr 77, Uhr: „Mignon." Donnerstag, den 25. Juli: .Rigolello.' Freitag, den 26. Juli, geschloffen. Sainstag, den 27. Juli „Violetta" (La Traviata). Sonntag, den 28. Juli, abends 6 Utjr „Tristan und Isolde/ Montag, den 29. Jtili: „Königskinder/ Dienstag, den 30. Juli: ^Alessandro Stradella/ Mittwoch, der 31. Juli, abends 7*/2 Uhr: „Fräulein Teufe!/ *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Ute, Verantwortlich für ben politischen Teil I. V.: R. Lange. Muller'sche vaöeanstalt. W a s s e r w ä r m e d e r L a h n am 22. I u l i : 17° R. Meteorologische Beobachtungen der Station Sicher, höchste Temperatur am 20. bis 21. Juli = + 19,3 ‘ C. Niedrigste , , 20. , 21. . = + 12,80 C. Niederschlag: 1,2 mm. Juli 191? Barometer auf 0° reduziert , Temperatur O — c' & Relative Feuchtigkeit Windrichtung viedrichstr. 8 p. 150-7)___ Garantie für guten Sitz. Heuchelheim, 21. Juli 191 (Kreis Giessen) Im Namen der Hinterbliebenen: Frau Kalb. Sack Wwe. geb. Corr. Giessen (Alicestrasse 11), den 21. Juli 1912. neuen Friedhofs aus statt, mit Gartenanteil und Bleiche platz biv 1. August zu yerm. Lchntzenttranc 17 V. (QW^m Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sagt innigen Dank. beüöv an ruhige . die Neinigni'a von 3 Bureau niumen mit übernehmen, vcr verui. Slatban lOr. filbctuc Brosche vom Marktplatz über SelterSweg nach der Hardt verloren. Abzmieben «eg. Belohnung bet Biener Marktplatz. Für die uns anlässlich unserer silbernen Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. <*y>i Ferd. Sturm und Frau. Annerod, den 2L Juli 1912. Die Beerdigung findet Dienstag. 23. Juli, nachmittags 2 Uhr statt geb. Rabenau Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen Burschenschaft Alemannia sucht n- Stiftungsfest 2b.-29. 3iilimöbL3immcr.sd)rittl. Angeb. m. PrelSang. u. 060® n. d. Mictzcner Anzeiger erb. L-anloi« sucl» Stellung per ^raUlCHl l.Okt.alsftiiider- sraulein oder erstes Hausmädchen in besserem Haus. Schrift!. Angebote unt. 06072 a. d. Giestener Anzeiger erb. der Vestattung-senosscuschaft der freien 1 Echreinervereinigung Sieben Gesichts- ausschlag, Bickel, Mitesser, flechtenver- schwinden meist sehr schnell, wenn man den Schaum von Zucker"* Patent-Hedl- z.inal-Seife, a St. 50 Pf. (15 „iß) und L50 M- i35°/oifl, stärkste Prorm) abends ein- trocknen lästt. Sckaum erst morgens abwaschen und mit Zuckooh-Creme nachstreichen, ^ron- artige Wirkung, v. Tausenden bestätigt. Zu haben in der Univcrutäts - Apotheke, Hirich-Avotbcke, bet 2üm. Noll, 7 dabter, gegen Barzablung: ■3irtn 30 Jlaschen Wein u. 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Mass-Anfertigung eleganter Herren- und Damen-Garderoben Freunden und Bekannten die schmerzlichejMitteäung, dass heute nacht l8/* Uhr meine geliebte Tochter, unsere gute Schwester, Schwägerin und Nichte Sch. 5-Zimmerwolinuno v. 1. Juli ob zu vermieten. 36431 Scltcrswcg 3 ». Robespierre-Kragen nach Abbildung 95 Pf. A. Salomon * Cie. Lmnen.knüEkN, Metall. 6Üen, «Isidien «.Paaicr kaust Jakob Schneller, 06070 Stcinstrane 43. spräche bcizufügen. d»/7 Direktion der stadt.ElcktrizitätSwerke und der Straßenbahn Gießen. W. Schmitz.____ Versteigerung. Mittwoch, den 24.Juli d^J. nachmittags 2 Ubr werden in dem Laale Babnbos strafte 57 versteigert: I. Möbel aller Arten, eine Nähmaschine, lO Grabeins-, 9 Grabsockcl, 1 Gugel in Marmor,20 Hühner, IJahr- rad, 1 Meuers Konv-Ler-, 4 neue Viähmaschiuen, em Kassenschrank, 4 Lelb.lder alter Meister, 1 Pianino, 1 Sekretär, 1 Cickenstamm, 1 Schreibmaschine,2 Hirschgeweihe, 1 Oelbild «Jor terricri, 2 Kronleuchter, 2 Stehlampen, Teppiche, 1 Partie kl. Hausmobiltar, 4 Lochstanzen s. Handbetr., 1 Ladeneinrichtung u. a. II. 1 Crhoh Bordeaux- Wein und 200 J-laschen Rbcinaaucr Weine, eine vollst. Küchcneinrichtiing, 70 Schubleistcu, 2 teilten= regale, 1 Schusterswhl,etne Zinkwanne, eine Barne Slobliüte, mehrere Mille Dh^'erstcigerung unter IL finbet bestimmt statt. *** Geihler, Gerichtsvollzieher. Kcpädtransport Plockür": 06084 ________ Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass unser lieber Gatte, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Louis Feldbaus im Alter von 60 Jahren heute morgen 3»/. Uhr sanft verschieden ist. Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen* $trtin dcr fhjtroirtc m Sicijtn hhö Unj. ----------(?. B.---------- Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unsere» Ehrenmitgliedes Herrn Louis Feldbaus geziemend in .Kenntnis zu setzen und bittet um reckt zahlreiche Beteiligung bei der am DienSlag nachmittag 5 Uhr stattnndenden Beerdigung Jean Eckert Bismarckstrasse 11, Ecke Ludwigstrasse. Telephon 600 Verloren Z°^iL stecher von der Bahn bis zum Riegelvfad. Wieder- dringer erhält gute Belohn. «Ä\ Abzug Ricgclviad 41. Alle dieiemgcn, welche noch Jordernngen ans dem Nacklast der ver- üorbenen Auguitc ftrailina hab, woll-ste binnen s «.aflcn gelieud machen, andernsalls iie keine Brrückücktumng nnben. Karl ftrailina 5047 Süd Anlage 22. Hierdnrck die traurige Mitteilung, daß unser Altcrskollege Feldhaus verschieden ist Die Beerdigung findet Dienstag, den 23. Juli, nachmittags.*> Ubr, aus dem neuen ,vr,edbose itatt. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Todes-Anzeige. Frau Jobs. Schäfer XI., n wo. Eva Kretzig Alter von 27 Jahren nach langem Leiden plötzlich unerwartet sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Margaretha Kretzig Ww. Giessen (Schützenstr. 2), den 22. Juli 1912. 2 Zimmer zimmer nut Küche u. | Läden u. dcfL | Stallung zu vermieten. 06080 Süd Anlage Die Beerdigung findet Dienstag, den 23. Juli, nachmittags 5 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 49821 Mädchen empfiehlt sich im Bügeln in und auner dem Hauie. Asterweg 5«. Empfehle mich im Ansert. V.Tamcum.Hcrrengardcr. in u. nun. d.Hause.ft.Hübner, Schneider, Plockür. 8. sO7^ Emos, guten bürgerlichen Mittags- und Abcudtiich. 0HUG71 Nene« Bäue 5. DtMe $OMtinnöin, guter Jahrbund, billig zu vcrk. l«^i Eteinstrane 43. 8 zum Teil neue lhv1#/7 wirtfchastrzelte, Junger Mann, 27 Inh re alt, mit allen Komorarbcnen vertraut, sucht alsbald Stell. Schriftliche Angebote u.06068 an den Giestener An», erb. Jränl., selbst, in eins. Buchs-, sucht vass.St.,ev.a.halbe T age. Schriftl. 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Vrackemann, Biömarckitr. I! 05937 06082 Bahnhofstr. 51 V