Nr. 44 Erscheint tL-llch mU Ausnahme bei Sonntag«. T>e „Siebener ZamtilendlSNer" werden dem ,11njeigere viermal wöchentlich beigelegt, dal „Kreisblatt fir de> Krell Sietze»" iroetmal wöchentlich. Die „landwirtschastlicheo Leit- tragen" erscheinen monatlich zweunal. Mittwoch, 21. Februar 1912 162. Jahrgang Siebener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen RolaNonIdnlck and vertag bet vrüdlfche» Untoerfuät» • Vnch- und GtembrucfereL 9L Lange. Sieben. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schul- firabe ?. Expedition und Verlag: dl, Redaktion: e^llL. Del.-Lldr^Ante,gerDteben. demokratie gezeigt, unseren politischen Mb. Deutscher Reichstag. 10. Sitzung, Dienstag, den 20. Februar. Hm Tische del BundcSral»: Wahnschaffe, Krätke und l'reibcrr v. Hee ingen; später auch andere StaatSsekretärer. Präsident Dr. Kaemps eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 SRin. Die Generaldebatte zum Etat (Sechster Tag.) Abg. Dr. Sehda (Pole): Herr Arendt forderte natürlich die Regierung zur Weiter» führung ihrer Polen Politik auf. Nun, wir dürfen die Befriedigung aulsprcchen, daß die R e i ch ö p a r 1 e i so zusammen» geschrumpft und von ihrer parlamentarischen Bedeutung den größten Teil verloren hat. Die andere hakatistische Hauptvcr- tretung hier, die Nationalliberalen, sind zwar numerisch wenig geschwächt, aber sie haben ein außerordentlich weitgehende- merkwürdige- Verständnis für die politische Ligenart der Sozialdemokratie gezeigt, daß er un- hoffen läßt, daß sie auch für unseren politischen Standpunkt Verständnis gewinnen wird, für unsere Forderungen, die sie als liberale Partei doch unterstützen müßte. Den Konservativen mit ihrer christlichen Wcltan» schaunng rufe ich zu, einer der ersten Grundsätze de- Christentums ist: was du nicht willst, daß man dir tu, das füg' auch keinem andern zul Wir dürfen Sie sich über die Be- druckiing der Deutschen im Ausland beklagen, wenn wir im Deut» schen Reiche ebenso behandelt werden, wir auf unserer angestammten Scholle! Aber erfreulich ist, daß in diesem Reichstage eine Mehrheit für irgend welche politische Ausnahmegesetze ein für allemal anSgeschlosten ist. Zu unserer großen Freude ersehen wir aus den Anträgen der Linken und des Zentrums, daß hier im Hause eine ent» schiedene Mehrheit für die Aufhebung der Ausnahme- bestimmungen des Vereinsgesetzes vorhanden ist. (Sehr richtig! links.) Wir zweifeln nicht daran, daß der Sprachcnparagraph fallen wird, und daß man auch die Jugendlichen zu den Versammlungen zulassen nürb. In Taufen- den von Wahlversammlungen wurde polnisch, dänisch, französisch gesprochen! Hat dadurch die Autorität deS Staates gelitten? Tie jetzt außerhalb der Mahlzeit übliche Knebelung der Rede in nicht- deutscher Sprache ist eine durchaus unbegründete Mißhandlung freier Staatsbürger. Unglaubliche Manipulationen sind bei der Wahl in Sch wetz vorgekommen. Tort wurde die Wahl dcö Polen v. Saß-Jaworski hintertrieben, weil viele Stimmen in ganz ungesetzlicher Weise für ungültig erklärt wurden, die ganz richtig lauteten: Abgeordneter v. Sah-Iaworski. Denn Herr v. Saß-JaworSki ist preußischer LandtogSabgeordneter. DaS ist amtlicher Wahlschwindel! (Sehr richtig! bei den Polen.) Dem ReickSpartciler v. Halem, der für gewählt erklärt wurde, wird hoffentlich bald von der Wahlprüfungskommission bedeutet, daß er hier nichts zu suchen hat. Der Redner fordert eine gesetzliche Festlegung deS A u - I a n d e r r e ch t S und Die Ablehnung der Ostmarkenzulage, die nichts sei als ein politischer Korruptionsfonds. Abg. Schultz (Rp.)k> Ich will kein Mißverständnis über die Wahl unsere« Freundes b. Halem aufkommen lasten. ES sind Zettel zurückgewiefcn worden, auf denen die Nomen v. Saß-JaworSki falsch geschrieben war. Diese Zurückweisung erfolgte aber von feiten der Wahlvorstande, nicht von amtlicher Seite, nickt etwa vom Wablkomm'stor. Man will Herrn v. Halem etwa- anbängen. Es bleibt ober nicht der Schatten eine- Vorwurfs auf ihm sitzen. AIS er am Wahltage telephonisch gefragt wurde, ob die Stimmen gültig seien, auf denen Saß-JaworSki falsch geschrieben da hat er erklärt — waS 'ck nickt getan hätte —: Ja. sie find gültig! (Hort! Hort!) Uebr gen« ist die ganze Sache Angelegenheit der Wahlprusungskomm„sion. Nock ein allgemeines Wort: IedeSmal, wenn d.e Sache der R e i ck S p a r t e i schleckt stand, dann war auck im deutschen Volk ber nationale Gedanke verblaßt. DaS ist kein gutes Zeichen für die anderen Parteien. Abg. Dr. David (Soz.): Das Zentrum und die Reckte wollen keine Erbschaftssteuer Das beißt, sie verlangen neue indirekte Steuern. Wermuth bat wie ein Löwe gekämpft, aber er wird wohl unterliegen. Der Reichskanzler hat gestern schon versucht, den .Gt 18 «velber Erbschaftssteuer zurnckzunebmen. Zu spat! Er 'st schon im Rollen! Wo find die Reichen wenn ek «tcuern zu zahlen gilt? Wo sind die Herren Agrarier die immer den V w^llv°n b'esem KriegLsport nicktS reinen. Neunzig Prozent Bevcstkcrung und Kriegsgegner. Ihnen schadet der Krieg ^r. sie macken iake ne Geschäfte dabei, sie erhalten keine 9?ahfnnf^’d,enIe2s Tt 4 mal einen Leierkasten, trenn sie kaputtgesckosten Uru. Die Maste deS Volkes will den Frieden, Reickskanzter und die Staatsmänner in England, bie letzt v>.rha . die sozialdemokratisck'en Masten in beiden Landern hinter ick. Aber H e r r v o u Kid e r l e n bat sick eine ^uvm.st's^ Stim. miuifl verschrieben, um einen Druck auSzuuben ~a»i »it 1f zeichnend für seinen staatsmännischen Blick, daß er nck Z 1 Herrn auSsuckt, der eine Broschüre geschrieben bat bie. »enn sie auch nur nennenswerte Billigung un deuticken Bolke ji . Weltkrieg bedeutete. (Sehr wahr! ImkS.) Aber w.e der Zauberlehrling die Geister, die er rres, wird Herr von Serien nun nicht los. Ta hat er dieser Tage hier eine Erklärung ab- gegeben, die« und das, und hinzugefügt: sic werden eS mir . glauben I I«, wir waren geneigt, ihm zu glauben. AVer oa kommt ber Vorstand des alldeutschen Verbände» mit einer öffentlichen Erklärung und die lautet: Enten» ist el nickt wahr, daß die Besprechung kurz vor der Entsendung bei Schiffes nach Agadir stattfand. zweiten» ift eS nicht wahr, daß überhaupt eine dritte Besprechung mit Llaß stattgesunden hat. und dann schließt die Erklärung noch mit dem Sich, daß die Mit- teilung de» Herrn von ihberlcn in den entscheidenden Punkten nicht wahr sei. (Hört, hörtI) Wen soll man denn nun jetzt glauben? vorläufig wüsten wir unser Urteil zurückhalten, bis der Staatssekretär sich-erklärt hat. Ter Reichskanzler nennt unS antinational,, weil w i r international seien. Ach, bann sink» wir leider nicht allein antinational. Die schwarze Internationale (Lachen im Zentrum.), die goldene! Weil der Kapitalismus international die scheußlichen Zustände schafft, deshalb müssen wir ihm international entgegentreten. Und bann, bie königliche Internationale, die internationalste von allenI Die im Glashause sitzen, sollen nicht mit Steinen werfen. Aber international ist nicht antinational. Wir sind international i m Interesse unserer Nation. (Sehr richtig! bei den Soz.) Und wenn wir mit unfern Parteifreunden in anderen Ländern zusammenhalten, so geschieht eS nicht gegen daS Interesse unserer Nation. Tie Grundlage für unsere Internationalität ist die An- erkennung jeder einzelnen Nation, und niemals wird eine Nation dulden, daß ihre Selbständigkeit, daß ihr Recht auf Selbstbestimmung in Frage gestellt wird. Also damit bleiben Sie und vom Leibe. Wenn wir internationale Verein- barungen und Beziehungen erstreben, so tun wir c8 zum Wohle unseres eigenen Vaterlandes. (Beifall bei den Soz.) Was sind das für erbärmliche agita . oriscke Mittel! Tie Herren der Rechten warfen uns ReichSfeind- schäft vor! Tiefe Herren, voii denen Fürst Hohenlohe sagte: „Sie pfeifen aufs Reich!' Wer fein Vaterland lieb hat, muh die 4*/« Millionen sozmldemokrati scher Stimmen begrüßen. Dena damit ist ein starker Hort geschaffen für da- Wohl deS Vaterlandes. (Lachen rechts.) Nun malt man da- rote Gespenst, bie rätfel hafte rote Sphinx, bie immer mehr wächst. Nach dem .Kesseltreiben fron 1907 prophezeite man uns völlige Vernichtung bei den nächsten Wahlen. Der General v. Siebert wollte sogar den heiligen Ritter Georg bemühen. Die ordinäre .Uampfeswcise dieses RcickSvcrbandcS hat aber nichts geholfen. Alle religiöse Heuchelei war umsonst. Wir treiben mehr Prak- tischcö Eyristei'tum wie Sic von rechts! Gras PosadowSkh will unS mit Klugheit und Weisheit bekämpfen! Gut, da» ge- fällt und 1 Aber die Waffen, die er selbst im Wahlkampf gebraucht hat, waren nicht besonders sein geschliffen. Er hat behauptet, daß wir alles Privateigentum mit Beschlag legen wollen, daß nach dem Erfurter Programni auch da- kleinste Häuschen Staats- eigentum werden solle. Ich werde dem Grasen bann em Exemplar des Erfurter Programms schenken. Daraus wirb er ersehen, baß wir nur bie kapitalistischen ProbuktionSmittel berftaatlidm wollen. Graf PosadowSkh, ber a l S StaatSsekre- t ä r keine üble Nolle spielte, hat sich über bie Sozial- demokratie sehr oberflächlich orientiert Seme Darstellung war eine hahnebüchene Versimpelung unserer Theorie. Wir sind eine Partei ber Wissenschaft unb verschließen un« keiner Entwicklung. Die Rechte hat nach ihrer Praxis, au- bem Terror ein Shstem zu machen, kein Recht von Terrorismus zu sprechen. Graf Westarp will Gewaltpolitik treiben, will die Regierung gegen unS scharf machen. Er hält nichts von unseren Millioncnzahlen. Verstand sei nur bei wenigen zu finden. TaS ist der Verstand, gegen den selbst die Götter ver- gebens kämpfen. (Heiterkeit.) Tie Konservativen wollen eS bis zur blutigen Revolution treiben! Der Redner verliest unter lauten Huhu - Rufen der Sozialdemokraten eine Rede des Herrn v. Hehdebrand, in der ausgcführt wird, daß nur noch eine Stufe bis zur Revolution sei. Tann werde die Stunde der Konservativen gekommen sein. (Aha-Ruse links.) Wir versuchen auf dem Wege der Gesetzgebung das Los des Proletariats zu bessern. Wenn eS anders käme, dann ist die Rechte schuld. Nun der SammlungSruf deS Reichskanzlers, diese» „weitsichtigen, klugen Diplomaten“, wie ihn der „Lokalanzeiger“ nennt. (Heiterkeit.) Herr v. Bethmann suchte gestern noch Herrn Paasche zu rangen und rief: „Hermann, kehre zurück!“ (Heiterkeit). Es war ein rührende», aber auch komisches Bild. Die Liberalen können kiesen Locktönen ja gar nicht folg.'n, wenn sie nicht ihre Existenzberechtigung verlieren wollen. Tenn die jetzige Regie- rungspolilik geht gegen die Kleinen und Kleinsten, gegen Bauern, Arbeiter unb Mittelstand. Auch bie Anträge ber bürgerlichen Sin- kn weist er runbreeg ab. Und daS nennt er bann eine Poli» tif oer mittleren Linie! Man greift sich an bie Stirn! Wie muß es in biefem Kopfe au'sehen! Hoffnungslos — weicht der Mensch ber Gvlterstärke. (Heiterkeit.) TaS ist ber Gipfel ter Verständnislosigkeit. TaS ist bie mittlere Linie, auf ber Herr von Hevdebrand marschiert! (Heiterkeir.) Ta war Bülow ein anderer Kerl, er bot den Liberalen doch wenigstens Konzessionen, vor allem eine Reform des preußissticn Wahlrechts. Tenn als erst unS das Vereinsrecht und andere Tinge geboten wurden, sagte Herr von Paper: Ist ja ganz hübsch, Suppe, Vorgerichte, aber Fleisch, Fleisch wollen wir! (Heiterkeit.) Ta versprach Bülow in der Thronrede cm neue» Wahlrecht für Preußen. Darüber stürzte er Da hatte er eS mit den Konservativen rcrborbcnl Ter heutige Reickskanzler versucht eS erst gar.nicht einmal mit solchen Ver- spreckungen. ' . , „ Also in der Bülowscken Taktik lag dock noch wenigstens Ver- nunft. sie ist zusauimcngebrockcn, weil die Reckte nicht wollte Tie Spuren BulowS schrecken den jetzigen Kanzler. Sammelt er die Liberalen, bann werden wir Sozialdemokraten die liberalen Wähler für uns sammeln. Die Stellung zur Monarchie! Die Worte ScheidemannS über bie Hobenzollern, die man unS jetzt vorhält, haben cm Gegenstück in weit schärferen Be- leidigungen von der andern Seite gegen uns: und sie waren lange nickt so schlimm wie die konservative Preßhetze gegen Bülow, gegen den .König von Preußen (Unruhe rechts), bie barauf ging, baö Versprechen ber Thronrede nicht zu halten, einen Wortbruch zu begeben. Darauf arbeiten Sie ja jetzt noch immer, wir werden ja sehen, mit welchem Erfolg. Herr Mumm stand ja Herrn Stöcker nahe; denkt er nicht an den Scheiterbaufenbrief, als es aalt, BiSmarck in stürzen? Auf bie erste Meldung über bic Ablehnung des Besuchs des Präsidiums mußte ich an daö Wort Bülows denken: Ter Kaiser ist nickt kleinlich! Nun Bat Herr von Bethmann sich als verantwortlichen Rat- acbcr bekannt. Tas soll eine Pression gegen den Reichs- tag fein. Entspricht das ber Unabhängigkeit bes Reichstags? Mit u n 8 Revolutionären soll eS keine Mitarbeit geben. Nun, bie elsaß-lothringische Verfassung ist baran nicht gescheiter», ba fanb man den Weg zu uns; auch bei ben Caprivi- schon Handelsverträgen, der .rettenden Tat“. Aber das theoreti- sche Bekenntnis zur Revolution ist nicht verboten. BiSmarck war in seiner Jugend eine Zeitlang der Ueberzeugung, daß die Repu- blik die vernünftigste Staatsform sei. (Unruhe und Lachen rechts.) Lesen Sie den Anfang der .Gedanken und Erinnerungen. Ach. ober bann gab e» einen Kommunisten, ber ben Tyrannenmorb als politische Methode proklamierte! Der Mann hieß Johanne- Miquel unb er starb al» preußischer Staat-minister. Also so ganz unerhört ist eS nicht. Dec Regierung muß e» genügen, wenn unsere Partei erklärt, daß sie b e r e i t i st. p r a k t 11 ck m »t d e r Regierung be» Monarchen zu arbeiten, unb bafi ist wiebcrholt erklärt worben, in ganz cmreaubfrctct Weise. Bebe, bat Bülow erklärt, ein wirklich soziale» Königtum werde die So- ziakdemokratie unterstützen. Aber diese Sozialreform ist c» ja, wa- für die Rechte wirklich bestimmend ist; da- andere ist nur Vorwand. Man Will die Monarchie T«utsckla.ids zu einer Minderheit». Monarchie machen. Eine solche nuik aber zusammeiwrcmen genau so wie eine MinderheitSrepiihlik. Allgemeine Schulbildung Wehrpflicht, produktive Entwicklung führen zur Ökltuna be8 Volk», willens. Dieser Tage ist im fernen O it c n eine M t n d er . heitSmonarchie zusammengebrochen, weil sie ben Forberungen ber Zeit sich nickt anpaßte. Die preußisch en Mandschu » (große Heiterkeit) suchen auch die Monarchie al- Instrument ihres Willens zu gebrauchen. Die chinesische Republik ist in Wirklichkeit burch b i e ch i n e s i s ck c n I u n k e r zu,tande- gekommen; in Preußen arbeiten sie genau so. (Heiterkeit.) Vox pop uli. vox De i, das gilt auch für diese Wahlen. Wo sind die Staatsmänner, die heute dem König den Ratschlag neben, den Stein und Hardenberg gegeben hat? Geben Eie dein Volke eine moderne demokratische Verfassung auf ber Grundlage voller Gleichberechtigung, davon ist nichts al^uhandeln. Sehen Sie nach England! Der Weg dazu ist angcdcutct durch die Anträge, bic von unS, der bürgerlichen Linken, unb zum Teil auch vom Zentrum gestellt sind. Ta» ist Dreiviertel ber Wählerschaft. Aber bc r Reichskanzler hat nui ein Nein. Wir finb bereit zu biefer positiven Arbeit. Halten bie Antragsfraktionen zusammen, bann werden bic Forberimgen durchgesetzt und bic Wähler verlangen c8 von Ihnen. Gelingt eS uns nicht, den Widerstand der Regierung zu überwinden, bann haben roir ein gutes Gewißen, bann gibt eS ne u e Wahlen, ein neues VolkSgericht unb bann wirb bie vox Dei noch ein ganz anderes Wort dem Leiter unseres Staate» in die Lhren gellen. Versagt ber Liberalismus, macht er seinen Frieben mit ber Rechten, enttäuscht er seine Wähler, bann kann er sich begraben lassen, dann wird bic Sozialb.mokratie um so schneller wachsen, bis sie allein stark genug ist. Beseitigung ber Massennot, bie Kulturgüter auch für die Aerrnsten, da» ist unser EntwicklungSzicl. Darum spotten wir Ihrer, meine Herrcr Ritter unb Heiligen. Mit Ihren verrosteten Waffen werben Sie bie welthistorische Mission ber Sozialbemokratie nicht hinbern. (Beifall ber Soz.) Abg. Dr. Schisser (Natl.): Ich habe nur wenige Worte zu sagen. E» ist gestern hier von mir eine Erklärung verlangt worden, bie sich auf bie Vor- lange vor der Prasibentenwahl bezieht. 5» handelt sich um bic Erklärung, die bic Herren oer sozialdemokratischen Partei abgegeben haben über bie Frage, ob sie die Verpflichtung zum Besuche bei Hofe übernehmen würben. Ich kann unb muß nun diesem Rufe folgen unb muß erklären, baß die gestr'ge Darstellung meine- Freunbe» Paa sche zutreffeno ist. (Hört! Hört! recht» unb im Zentrum.) Der Abg. Bebel muß sich geirrt haben. Seine Dar- legungen waren, soweit sie reichten, zutrefsenb; sie reichen aber nicht bi» zu bem Moment, auf den c8 ankommt, nämlich bis zu denjenigen Erklärungen, bie bei ber letzten Besprechung mit dem Zentrum, der Volkspartei unb mit uns von ben Sozialdemokraten unb bem Abg. Bebel als ihrem Vertreter abgegeben worben sind. Bei biefer Besprechung haben die Aeußcrungen Bebel- keinen anderen Sinn gehabt und konnten nicht ander- aufgefaßt werden, al5 daß der sozialkemokratifcke Vizepräsident im Falle der Be- Hinderung bcS ersten Präsidenten bereit sein würde, den Be- such bei Hofe zu machen unb eventuell b a 8 Kaiser- yoch auszubringen. Nicht nur ich habe biefe Auffassung gehabt, fonbern Herr Bebel möge bic anberen Teilnehmer fragen, unb er wird bie Antwort erhalten, baß sie genau denselben Eindruck gehabt haben wie ich. (Hört, hört!) Ich habe mich aber vorsichtigerweise nicht damit begnügt, nur ba8 anzuhören, was Herr Bebel gesagt hat, fonbern ick habe mit der ausdrücklichen Begründung, cd müßten alle Mißverständnisse beseitigt und vermieden werden, diese Aeußerung festgestellt. (Abg. Bebel: Ist nicht wahr!) 3di habe den Herren vom Zentrum unb insbesondere bem Abg. Gröber gegenüber erklärt: Dies finb bie Erklärungen ber Sozialdemokraten, das sind bie weitergehenden Forderungen ber Herren vom Zentrum. Ich stelle fest, daß in diesem unb jenem Punkte Differenzen bestehen. baß bic Sozialdemokraten eS ablehnen, neben bem Präsidenten zu Hofe zu gehen, und baß sie eS ablehnen, sich zu ver» pflichten, während deS KaiserhochS den Saal nicht zu verlaisen. (Lebhaftes Hört, hört!) DaS habe ich ohne ieben Wiberfpruch festgestellt, eS ist ba- mit zugegeben worben Wenn der Abg. Bebel fick besten nicht erinnert, so wirb er sick vielleicht einer scherzhaften B e - merkung erinnern, die er selbst gemacht hat. Er sagte: er könne nicht dafür garantieren, daß an einem entscheidenden Tage dersozialbemokratisckeVizepräsidentaneiner Darmverschlingung ober sonstiaen schweren Krankheit leibe. (Lebhaftes Hört! Härt! Heiterkeit.) Nach diesen Worten, die, glaube ick. so charakteristisch finb, daß sie unmöglich in Abrede gestellt werden können, kann eS in ber Tat nickr anber8 erscheinen, als baß Herr Bebel etwas vergessen haben muh. Ich glaube, nach bem Gesagten mich babin zusammenfasten zu können, daß die Erklärungen, von denen 'ch gesprochen habe, unb bie mein Freunb Pansche hier vorgetragen bat, in bet Tat hier abgegeben worden sind. Allerdings mufe ick jetzt annehmen, baß bie Erklärung nicht bem wahren Sinn b e 8 Abg. Bebel unb seiner Partei entspricht. DaS ist eine Klärung, von ber ich annchrae, baß sie, f n weit e S notwendig ift, unterer polififcfcen Entschließung für bie Z u - I u n f t eine außeroeden'liche Erleichterung geben wirb. (Lebhaftes Hört! Hört! rechts unb im Zentrum Große Bewegung im ganzen Haufe. Unruhe bei ben Soz.) Abg. Bcbel (Soz.): Ich mutz sagen, ich bin einfach starr gewesen über b i e | e Erklärung- an ber ganzen Darstellung deS Abg. Schiffer ist kein wahre» Wort gewesen. (Große Unruhe unb Bewegung.) Zunächst will ich ’oniiaticun, baß ich an bem ersten Tage mit Dastermann verhandelte, außerdem mit dem Abg. Junck und auch dem Priozen Sckönaick-Carolath. Diese Verhandlungen fanden am 7. Februar statt, an Dem Tage, wo ber Reichstag eröffnet wurde. Bei diesen Letzhondlungen haben wir ausdrücklich bereit» auf den ersten < ■ Abg. Dr. Müller-Meiningen (Vp.): wegung im ganzen Lause) und dem Alter BebelS hier E Meteorologische Beobachtungen der Station Sietzen a ZZ + 10,3 ' C = -f 5,1'6 Niederschlag: 1,9 mm. Eounenscheüi Bed. Himme bebr. 1912 öri«2 bc streitet in großer Erregung ncchmals diese Darstellung und fragt den Abg. Innck, ob er nicht selber zugegen war, als seine Getreide-Wochenbericht der Preisberichtsstelle des Deutschen Landwirtschaftsrats uom 18. bis 19. Februar 1912. Angesichts des milden Wetters und der Aussicht aus baldige Beilegung des Eisenbahnerstreiks in Argentinien bekundete der Ge- trcidehandel überwiegend matte Haltung. Die Weltverschiffungen zeigten in der Berichtsivoche etwas größeren Umfang und mit der Wiederkehr geordneter Verhältnisse am La Plata rechnet man aus eine weitere Zunahme des Weltexports und damit allmählich aus eine reichlichere Versorgung, wenn auch die nächsten Wochen noch kleine Zufuhren bringen werden. Bezüglich der Wintersaaten hört man aus einigen Gebieten Deutschlands Klagen über Winterschaden und schwachen Stand, doch nahm der. Handel keinen Bezug daraus, zumal die Provinz wieder als Abgeber für Herdstlieierung auitrat. Auch in Amerika schien man der günstigen Beurteilung des Ein- cinnati Price Current mehr Beachtung zu schenken als den Klagen cmcS andern Jachblattes. Dagegen befürchtet man, daß der häufige Wechsel zwischen Tauwetter nnö starkem Frost bei fehlender Schneedecke in Rußland nicht ohne nachteilige Folgen bleiben durste. Tie Forderungen für ausländischen Weizen ivaren im allgemeinen ermäßigt. In Deutschland trug neben der schwächeren Haltung des Auslandes die Schwierigkeit des Alchlabsages dazu bei, die Untec- nehmungslust emzuschränkcu, zumal auch der Export mit Anschaffungen zurückhielt, und ivenn andererseits das Angebot keineswegs dringlich war, so zeigte sich bei der milden Witterung hier und dort mehr Neigung zn Verkäiiien. Im Lieierungsgeschäst verlor Weizen infolgedessen 4*/« bis 4\ Roggen 2* 4 bezw. 2*/„ per September 2 Mk. Besonders fühlbar machte sich der Einfluß der milden Witterung bei Jutlergelreide. TaL Halerangebot vom In- lande ist zwar keinesivegs reichlich, aber die Kauflust ivar anger- ordentlich schwach, so daß die Preise weiter nachgeben mußteii. Auch die russischen und argentinischen Jorderimgen waren teichl ermäßigt und im Zusammeiihang damit erfuhren auch die Liefe- rungspreise eine Abschwächung von ca. 2 Mk. Unter der allgemeinen Unlust hatte auch berste zu leiden, die sich 2-3 Pik. billiger stellte, obwohl Rußland nur spärlich offeriert. Die Forderungen für MaiS aller Art wurden seit der legien Woche um 3 bis t Mk. herabgesetzt. ES stellten sich die Preise für inländisches Getreide am letzten Markttag in Mart pro 1000 kg je nach Qualität, ivobei das Mehr (+j bezw. Weniger (—) gegenüber der Vorwoche m Klammern 0 beigefügt ist, wie folgt: iiu ^■5 Märtte. L. Friedberg, 20. Febr. Ter heutige Pserdemarkt war sehr gut besucht. Ilm 9 Uhr fand in der Woliengasse die Prü- mncrnng statt. Tle Stadt Friedberg, das Alarktkoinitee, wie der Laudespserdezuchlverein batten daziiVreise gestiftet. BlelePseide ivaren jur -cteUe gebracht und auf dem lUorftplalj der großen Allee entwickelte ncb em lebhafter vanbeL In den städtischen Pieideställen, ,v»e auch in andeien Stallen waren recht schöne Pferde au'gestellt. L.er Handel war gut, die Preise ivaren hoch. tc. Frankfurt a. M., 20. Febr. Heu- und St roh markt. Angefahren waren 4 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Man notierte: Heu 4.uü—4.70 Mk., Stroh (Kornlangitroh) 0.00—0.00 Alk., Xe = Abg. Haase (Doz.)"r __ Herr Schiffer Hat den grundlegenden Verhandlungen nicht beigewohnt. Er weiß aus eigener Beobachtung nicht, was seine Parteifreunde erklärt haben. Aus eigenem Antriebe haben die Nationalliberalen erklärt, daß sie den Anspruch der Sozialdemo- kraten auf dcn ersten Vizepräsidenten anerkennen, da ja die Sozialdemokratie die staatsrechtlichen Verpflichtungen übernehme, die mit diesem Amte verbunden seien; mehr zu fordern, hätten sie keinen Anlaß. (Hort, hört!) Damit war die Grundlage für alle Verhandlungen geschaffen. Als Herr Schiffer auf der Bildfläche erschien, wurde diese Grundlage in Zweifel gezogen. Die schon erledigte Frage kam noch einmal aufs Tapet. Als ich sagte, seine Partei sei mit unserem Standpunkte einverstanden, erklärte er, das müsse ein Mißverständnis sein. Ich be- stritt das und fügte hinzu, daß aus den Kreisen der national- liberalen Fraktion heraus mir noch weiter erklärt worden sei, cS könne doch niemand der sozialdemokratischen Fraktion, der stärksten des Hauses, zumuten, daß ein Angehöriger von ihr zu Hofe gehe; man müsse doch Rücksicht nehmen auf die Anschauungen und Gefühle der sozialdemokratischen Wähler. (Hört, hört!). - ES kann nun sein, daß Herr Bebel erklärt hat, als gefragt wurde, was denn geschehen wäre, wenn der Präsident krank sei: Nun, dann wird unser Vizepräsident die durch die GeschäftSord- keinen Anlaß hätten zu der Vermutung, daß sie nicht alle Verpflichtungen zu erfüllen bereit seien. Im Zusammenhang damit wurde nochmals — und darin täuscht sich Herr Bebel, denn es ging nicht so kurz zu, wie er es darsiellre, sondern cs wurde viel und her geredet — in Zusammenhang damit wurde gesagt, wir müßten die gleichen Bedingungen aufstellen, und wir kamen dabei zur Feststellung, wie weit die Herren Sozialdemokraten zu gehen bereit wären. Es ist zunächst gesagt worden: Erfüllung der staatsrechtlichen Verpflichtungen. Wir sagten darauf, daß uns daS nicht genügen könne. Wir verlangen von jedem Präsidenten ohne Unterschied, daß er sämtliche Verpflichtungen, mögen sie geschrieben oder ungeschrieben sein, erfüllen werde. (Hört hört! rechts.) Daraufhin Iain nun die Erklärung des Herrn Bebel. Nach meiner Erinnerung decken sich die Worte, die rch gehört habe, im wesentlichen mit denen, die H^r) Schiffer gehört hat. (Lebhafte Bewegung im - - T. ' nung begründeten Verpflichtungen erfüllen. (Hört! Hört!) Bebel bat auf § 12 hingewiesen und erklärt: Der sozialdemokratische Vizepräsident wird selbstverständlich auch die Konstituierung des Präsidiums beim Kaiser melden. Kein Mensch aber batte einen Zweifel daran, daß der sozialdemokratische Vizepräsident kein Kaiserhoch ausbringen würde. Bebel hat scherzhaft gesagt: Ich kann freilich keine Garantie übernehmen, ob der sozialdemo- kratische Vizepräsident nicht eine Darmverschlingung bekommt, wenn ein Kaiserhoch auszubringen wäre. Für einen verständigen Menschen heißt das also, daß der sozialdemokratische Vizepräsident sich nicht zu einer solchen Handlung hingeben würde. ES ist nicht seine Aufgabe, die Mehrheit des Hauses daran zu hindern, ihren Anschauungen und Bedürfnissen Ausdruck zu geben, und es wäre eine Taktlosigkeit, wenn er ein Kaiserhoch vereiteln würde. ES versteht sich von selbst, daß er bei einer solchen Gelegenheit die Geschäfte dem zweiten Vizepräsidenten übergeben würde. Bebel hat bis zum letzten Augenblick hervorgehoben, daß der sozialdemokratische Vizepräsident mit den beiden anderen Präsidenten nicht zu Hofe gehen würde. Es wäre kein Blatt dieses ganzen Kapitels aufgeschlagen worben, wenn die Verhandlungen mit denselben Herren der national- liberalen Partei bis zum Abschlüsse geführt worden wären, mit denen sie eingeleitet worden sind. (Hört! Hört!) BiS dahin waren sie klar. Erst als Herr Schiffer kam und für den rechten Flügel seiner Fraktion eine Erklärung haben wollte, da kam die Verwirrung. Der Wunsch ist bei ihm der Vater des Gedankens gewesen. Darum hat er die scherzhafte Bemerkung Bebels in feinem Sinne gedeutet und daher mißdeutet. Abg. Gröber (Zentr.): „ ich bin verpflichtet, zu sagen, was ich weiß. Darauf kam die Erklärung: wir würden bereit sein, wenn der erste Präsident verhindert sein sollte, in seine Funktionen einzutreten, und wenn der erste Präsident verhindert wäre, den! ^Esuch bei Hofe zu machen, dann auch zu Hofe zu (Lebh. Hört! Hörti und stürmische Rufe bei den So,-..: .fleinl Nein!) Und ebenso, wenn der erste Prä- srdent verhindert sein sollte, das Kaiserhoch selbst auszubringen, diese Vertretung des Prä- sidenten zu übernehmen. (Lebhaftes Hört! Hört! im Hau,e.) Dagegen haben die Herren Sozialdemokraten ausdrücklich erklärt, sie könnten nie damit einverstanden sein, daß ohne eine solche Zwangslage ihr Vertreter mit den beiden anderen Präsidenten den Hofbesuch mache; ebenso könne man von daß sie beim Kaiserhoch mitmache. (Siört! Hort!) Das ist meine Erinnerung. Was später folgte ist dann von untergeordneter Bedeutung. Ich habe dann erklärt, nachdem diese Aeußerung gefallen war, diese Erklärung kann uns mcyt genügen, wir verlangen unbeschränkt« und unbedingte Der- pflichtung des Präsidenten, alle Funktionen seines Amtes zu vollziehen. Darauf fiel dre Bemerkung, daß das weitere Zusammen- sein kernen Zweck mehr habe. Die Herren Sozialdemokraten haben darauf den Saal verlassen, die Nationalliberalen und die Volks- ^folgt, dre Sache war zu Ende, was später geschah, darüber kann ich keine Auskunft geben. Das ist es, toas 'ch bezeugen kann. 1 Wir haben die Sozialdemokraten in Kenntnis gesetzt, daß wir AlJn . 06 _cr Klbcr zugegen war, al- feine nicht in der Lage feien, für einen sozialdemokratischen Präsidenten '< '^unde |ich damit einverstanden erklärten, daß d,e Sozialdemo- oder Vize-Pväsidcnten zu stimmen. Tie Herren'waren dadurch 1 fl 7,en lediglich zur Uebernahme der staatsrechtlichen Verpflich. etwas erregt, und darauf fiel die Bemerkung des Ada Haase von Zungen bereit erklärten, und zu nichts mehr. Haben Sie dies er- der starken Zumutung. Ich habe darauf erklärt, daß wir dieselbe Kurt "der nicht? Ich frage Sie nochmals? (Lebhafter Wider- Bedingung bei jeder anderen Partei stellen müßten wie bei der [ j^uch b. d. Natt., große Bewegung und Unruhe.) Wie sollte ick Sozialdemokratie, wenn wir auch bei den büraerlickxn Parteien ■ dazu kommen, Erklärungen, wie die Herren dort behaupten, abzu- Abg. Dr. Schiffer (Natl.): Nach den Ausführungen des Abg. Gröber habe ich es eigentlich nicht nötig, noch zu sprechen; denn dieser hat Wort für Wo r t bestätigt, was ick gesagt habe. Der Ävg. Bebel, der ja hier eine lange Rede gehalten hat, hat zu von Dingen gesprochen, die entweder v o r der in Frage stehenden Unterredung oder n a ch ihr. geschehen sind. Ich habe ausdrücklich erklärt, daß ich nur einer Verhandlung beigewohnt habe. Von dieser aber hat der Abg. Bebel fast gar nichts gesagt. Der Abg. Bebel wird jetzt nach der Bestätigung meiner Erklärungen durch dm Abg. Gröber noch starrer sein. (Heiterkeit.) Was der Abg. Haase ge- )agt hat, hxr; im wesentlichen eine Auslegung von Tatsachen, die er an sich nicht bestritt. Aber in Anbetracht feiner Worte muß man an oaS Wort denken: „Legt Jhr'S nicht aus, so legt Jhr's unter." Wenn die Sozialdemokraten jetzt sagen, der Vizepräsident wurde, wenn repräsentative Pflichten an ihn heranträten, 'rank werden, so heißt das doch nichts anderes, als: Wir drücken uns, ivenn solche Verpflichtungen an uns herantreten. Wenn aber schließlich Abg. Haase eoipfahl, über die ganze Frage S ch l u ß z u I geben? Ick Batte ja bei den ersten Verhandlungen auf Grund unserer FraktiouSbeschlüsse Stellung genommen, und wie hä.1e .ck> an dem Abend desselben TageS eine feierliche Erklärung Derartig abändern können, um eine so weitgehende Erklärung abzugeben? ES ist nur zu bedauern, daß Freiherr v. Hertling nicht hier ist: er müßte meine Darstellung bestätigen, und hat ganz gewiß auck in diesem Sinne an feine Fraktion berichtet. Seine Fraktion hat ja darauf beschlossen, keinen sozialdemokratischen Vize-Präsidenten zu wählen. Ich frage, ob ein solches Verhalten meinerseits überhaupt möglich ist, da ich später geradezu daS Gegenteil behauptet haben soll. (Fortdauernde große Unruhe und Bewegung.) »CS £.■ machen, so kann ich fetz ig diesen Wünsch vollkommen teilen Denn die Sache ist vollständig geklärt. Sollte ebe- über die Stellung der Sozialdemokraiie bei jenen Verbannungen noch irgendeine Unklarheit herrschen, so wissen wir jedenfalls f ü t alle Zukunft ganz genau, was wir von den Herren Sozial, demokraten zu halten haben. (Stürmischer Beifall.) Abg. Dr. Junck (Natl.): Ich stelle fest, daß Abg. Bebel nach meiner Erinnerung, di? mich nicht trügt, uns die Mitteilung gemacht hat, ein sozial^ demokratischer Vizepräsident werde sich der Verpflichtung, das Kaiser-Hoch auSzubringcn, nicht entziehen, wenn daS bei Behinderung Leersten Präsidenten notwendig sei. (Hört? Hört! Hört! Lärm bei den Soz.) Anwesend sind bei dieser Gelegen hcit gewesen: der Abg. Gröber vom Zentrum und von der Fort, fckrittlicken Volkspartei Dr. Heckscher und Dr. Müller-Meiningcn. (Stürmisches Hört! Hört! rechts und im Zentrum, große wegung.) Ich bestätige, daß der Abg. Schiffer, nachdem Bebel diese Mitteilung gemacht hotte, nochmals feststellte, daß zwischen den Forderungen der Nationalliberalen Partei und denen des Zentrums nur ein quantitativer Unterschied bestehe. Ich bin also der Meinung und schließe mit dcm Eindrucks daß von feiten eines sozialdemokratifchen Vize^ Präsidenten eine Brüskierung der ni o n a r ch •. schen Gefühle nicht zu befürchten gewesen wäre. (Große Bewegung im ganzen Hause, Unruhe bei den Soz.) Abg. Bebel (Soz.) Vizepräsident Dove: Weitere Wortmeldungen liegen nicht bot — die Debatte ist geschloffen. Die Hauptteile des Etats gehen an die Gudgetkom» Mission. Abg. Erzberger (persönlich): Herr David hat erklärt, ich hätte in einer Versammlung in Mainz erklärt, daß Drutschland und England im September v. I. vor einem Krieg gestanden haben. Herr Dr. David hat das als ein Märchen bezeichnet. Ich Hobe allerdings in mehreren Versammlungen erklärt, daß England und Deutschland vor einem Weltkriege standen, he rvorge rufen durckdie englische Provokation. Ich habe das erklärt auf Grund der amtlichen Mitteilungen, die mir und anderen Herren, auch Parteifreunden des Dr. David, gemacht wuroen. Diese Mitteilungen stehen allerdings im Widerspruch mit Aeuherungen englischer Minister. Ich habe darüber eine Untersuchung nicht nötig, denn für mich steht von vornherein fest, ob ich den MitteUun, gen d e u t s ch e r oder englischer Staatsmänner mehr Glauben beizulegen habe. Die Anträge zur Verfassung und Geschäftsordnung — Anträge bet drei Parteien der Linken und des Zentrums — werden ohne erste Lesung der um sieben Mitglieder verstärkten Geschäftsordnungskommission überwiesen. ES folgt die erste Lesung kolonialer Rechnungssacheck. Sie gehen nach einiger Aussprache, an der sich die Wgg. NoSke (Soz.) und Erzberger (Zentr.) sowie UiiterstaatSsckretär Eonve vom Kolonialamt beteiligen, an die RechnungSkom- Mission. Mittwoch, 1 Uhr: Interpellationen über Ka r t off e l zo l-l und Futtermittel zölle. Schluß 5 Uhr. Wirrstroh 0,00-0,00 Mk. AlleS ssir 50 Kilo. Geschäft mittel,näßi^ Tie Zufuhren waren au5 Dberheffen und dem Kreise Dieburg. — «arloffclmarkt-Bericht vom 19. Februar 1912. Berlin Rote Datier Mk. 4.w—5.50, andere rote Sorten Mk. 4.00-4.fr. Magnum bomiin 4.50—5.00, weiße runde 3.75—4.25. BreSlar: Rote Taber Mk. 0.00—0.00, andere rote Sorten > .00 bis Ock>. Magnum bonum Mk. 3.75—4.00, weiße runde Mk. 3 JO - 3.6-. liiegnitj: Rote Taber Mk. 3.50—0.00, andere rote Sorte: Mk. 3.50—3.60, Magnum bonum Mk. 4.25—4.40, weiße tunlt Mk. 3,75—4.00 Dortmund: Magnum bonum 3.80—4.1 weiße runde Mk 3.00 bis 3.30, Gelbfleischige rote <3.70-4.1 Leipzig: Rote Taber Mk. 0.00, andere tote Sorten 3.90-0.0. Magnum bonum 4.50—0 00, weiße runde Mk. 4.00— 0.00, Geld fleischige blaue Mk. 0.00—0.00, Gelbfleischige rote Mk. 0.0U—0.0 Magdeburg: Rote Taber Mk. 0.00—0.00, andere rote Sorte 3 50—3.70, Magnum bonum 3.60—3.90, weiße runde Mk. 8.4 bis 3.60, Gelbfleischige rote Mk. 3.75—0.00, weiße Mk. 4.0O—4.» Ereleld: lliote Taber Mk. 0.00—0.00, andere rote Sorten M- 0.00-0.00, Magnnm bonum 3)11 3.70—3.00, weiße runde M- 0.00—0.00, Getbfleischige blaue Mk. 8.70—3.90, Gelbfleischige ro: Mk. 3.50-3.70. (Alles für 50 Kilo.) Präsidenten verzichtet, auf 5en wir sonst als stärkste Partei An- faruch gehabt hätten; wir hatten uns aber entschlossen, den ersten Vizepräsioenten zu stellen, und waren dafür bereit, die staatsrechtlichen Verpflichtungen zn übernehmen. Tas erklärten wir für selbstverständlich. ' Daraus erklärten uns die Herren: Etwas anderes hätten sie nicht erwartet, fie hätten dagegen nichts einzuwenden, mehr zu fordern hätten fie keinen Anlaß. Damit war für unS l> i e ganze Frage der Hofgängerci entschieden. Und die Herren bon der Dolwpartei waren damit einverstanden. Nun sind dann im Laufe des Mittwochs und Donnerstags wieder verschiedene Verhandlungen gewesen. Frhr. v. Hert- ling erklärte unS, eS iei wesentlich für ihn. daß der neue Vizepräsident auch die nötigen Verpflichtungen übernehme; den Präsidenten der Nationalliberalen würde das Zentrum unter keinen Umständen wählen. Auf feine Frage nach dem Kaiserhoch erklärte ich, daß eine Aenderung in unserer Stellung nicht eingc» treten sei. Dann ging ich zu den Nationalliberalen und Freisinnigen und erzählte ihnen diese Unterhaltung, und daß wir weitere Ansprüche abgelehnt hätten. Und das soll ich alles abends widerrufen haben? Daran ist fein wahres Wort. Am Nachmittage jenes Mittwochs hatten wir eine Zusammenkunft mit den Liberalen, es wurden dabei andere Kombinationen laut, die wir ablehnten. ES sollte nun eine allgemeine Besprechung auch mit dem Zentrum ftattfinben. AIS wir ^infamen, waren nur die Liberalen vorläufig da, es begann nun eine zwanglose Unterhaltung. ES wurde viel gescherzt und auch von Wadenstrümpfen gesprochen, die man bei Hofe tragen müsse. Ich habe auf Anfrage aber nur erklärt: Wenn der Präsident verhindert ist, die offiziellen Verpflichtungen zu erfüllen, wenn er krank ist, bann versteht eS sich von selbst, daß der erste Vizepräsident eintreten muß. (Hört! Hörti) Da war aber doch von der Hofgängerei kerne Rede, auch nicht vom Kaiserhoch. Dann kamen die Herren vom Zentrum, und der Frhr. von Hertling erklärte, seine Fraktion wolle feinen nationalliberalen Präsidenten wählen, aber auch keinen sozialdemokratischen, weil sie fordern müßten, daß der Präsident auch alle höfischen Verpslichtun- gen erfülle. DaS hatten wir doch abgelehnt. Da kann doch kein Mensch von gesunden Sinnen behaupten, daß wir unS für die Hofgängerei usw. erklärt hätten. Schließlich erklärten die Herren vom Zentrum: Wir sind nur hier, um mit den Vertretern der bürgerlichen Parteien zu verhandeln. Gut, sagten wir, da haben wir hier nichts mehr zu tun, und wir entfernten unS. Die Herren von der Volfspartei und die Nationalliberalen schlossen sich uns an und haben auch daS Lokal verlassen. Dann kam die entscheidende Stunde, ohne daß eine Vereinbarung vorhanden war. Wir er- klärten noch einmal, wir sind bereit, den nationalliberalen Präsidenten zu wählen und den VolfSparteiler als zweiten Vizepräsidenten, wir verlangen aber für uns den ersten Vizepräsidenten. Wir verlangen ausdrücklich, daß die nationalliberale Fraktion erklärt, daß sie iljn wählen wird. Da sträubte sich Herr Schiffer ganz gewaltig und wollte die Erklärung nicht abgeben, mit Rücksicht auf den rechtsstehenden Flügel der Nationalliberalen. Wir erklärten, ohne ausdrückliche Verpflichtung der Fraktion machen wir nicht mit. Später erklärten die Nationalliberalen, eine Mehrheit für einen ersten sozialdemokratischen Vizepräsidenten fei in ihrer Fraktion nicht zu haben, wohl aber eine große Mehrheit ür einen zweiten. Aber eine Garantie, daß alle Nationalliberalen den Sozialdemokraten wählen, könne nicht gegeben werden. Da ließen wir unS auf nichts mehr ein und sagten: macht was ihr wollt! Im dritten Wahlgange erhielt ich zu aller Ueberraschung 175 Stimmen. Da sagte ich: Da sind ja auch die National- liberalen! (Heiterkeit.) Dann bekam Scheidemann die Mehrheit, für den eine große Zahl von Nationalliberalen gc- stimmt haben. Daraufhin haben wir auck Paafche gewählt. Die Sache hat ungeheuerliches Aufsehen erregt, besonders als Paasche von seiner Partei moralisch gezwungen wurde, zu verzichten. Ich verstehe, daß dieNationalliberalen in einer pe in. lidten Sage sind. S i e suchen nun einen Sünden- bock, und der soll ich fein. Für eine solche Rolle danke ich aber. (Heiterkeit.) So lagen die Dinge, und jede andere Schilderung weise ich als unrichtig zurück Beifall bei den Soz^ Hört! Hört! und Unruhe.)^ ■/ • “1 P" liefert billigst d-e ßruhl sch Kuverts mit Firma sssiöää 2=5 h Es ist traurig, wenn derart vertrauliche Besprechungen, wie es hier geschehen ist, von den Parteien auSgebeutet werden. Diese ganze Debatte ist kein Segen für daS Parlament und entspricht nicht der Würde deS Hauses. Ganz objektiv muß ich aber bedauern, daß ich genötigt bin, hier Zeugnis abzulegen, ich hätte eS gern gesehen, wenn die Sache nickt so weit gegangen । wäre und nicht die Glaubwürdigkeit eines Mitgliedes dieses HauleS in schwerster Weise bezweifelt worden wäre, und ick bedauere das umsomehr^ wenn es sich um ein so hockangesebeneS Mitglied des Hauses wie Bebel handelt (Lacken rechts. Unruhe links, Bewegung un ganzen Hause), wenn ein Mitglied von der Stellung und dem Alter BebelS hier gewissermaßen blohgestellt wird, oder, wenn man sagen muß, daß er sich derart getauscht habe, daS ist immerhin unangenehm. (Große anhaltende Bewegung.) ES können nur hier feine irgendwie gearteten Motive untergelegt werden; ich muß aber das bestätigen, was der Abg. Grober hier gesagt hat und hoffe, daß damit die Sn- gelegenheit erledigt ist. : 5 c 5 55 hffi k ~ ) ) ) Weltmarktpreise: Weizen: Berlin Mai 214.50 (— 4.25); Budapeil April 2UU.4U (— 2.25); Liverpool März 177.00 (— U.OO); land Februar 219.30 (— 0.40); Chicago Mai 154.70 (— 4.60). Roggen: Berlin Mai 193.50 (— 2.7j). Hafer: Berlin Mai 191.50 (— 2.0 ). Futtergenie: ctl Hamburg Februar 154.00 (— 3.251, März 153.50 (— 2.00). MatS: Blixed Februar-März 134.00 (— 4.0u), Ldefsa schwimm. 138.00 (— 3.00, Touan schwimm. 134.00 (— 4.0O), La Plata Mai-Zuni 117.00 (— 4.00) Ml. M Höchste Temperatur am 19. bis 20. Februar — Niedrigste w , 19. , SO. e Weizen Roggen Haler Königsberg 207 (- 2) 180 (- 2) 190 (- 4) Danzig 205 (— 5) 185 (- 17,) 192 (— 3) Stettin 209 (- 2) 186 (— 3) 196 (- 1) Posen 205 (— 1) 183 (— 1) 192 (— 3) Breslau 205 (- ) 183 (— 1; 192 (- 2) Berlin 2111/, (-27,) 190^ (- 27,) 203 (— 3) Btagdeburg 208 (— 1) 188 (- 2) 209 (— 1) Halle 210 (- 1) 191 (- 1) 212 (- j Leipzig 206 (- 4) 190 (- 3) 216 (- 2) Dresden 208 (— 4) 186 (— 4) 208 (- 5; Rostock 209 (- 3) 189 (— 5) 200 (- 2) Hamburg 218 (- ) 202 (— ) 218 (— , Hainiover 203 (— 3) 197 (- 3) 215 (— 2) Tüffetdori 217 (— 1) 107 (— 5) 204 (- ) Köln 215 (- 1) 196 (- 2) 200 (— ) Frauksurt a.M. 220 (-37,) 201 *?, (- 17,) 213 (- wlannheim 225 (-27,) 2027, (- ) 2127, (— Straßburg -277, (-**/,) 210 (- ) 215 (— P'imchen 230 (— ) 213 (- ) 215 (- 20; 41,0 102 4,b 48 SW 4 5 20 1 41,5 5,6 83 SW 2 10 21. u •44 0 57 5.0 72 SW 2 10 - 5 io 2 r. iy I' (9 L 2 e> c»- (9 o ■s zl "5» L 2 «U^ 5' --L- (9 L <9-0 L ^J5 in =a B.S» 5 .S>p 19 L -9FL ey 8 L. '9 BS -b?: ngen liegen nicht * )ie Vudgetkoa- o e« M -b Smj = c;' •S E -6 »«gS *o ffö p •c ® = KZ Z-s S3 c'9 cp o o E -B S »B»-S (9 «> y 5e< o ■e ■7 - S(9 DM .oH 2 >5 ^2Sjr »X MS W2 AZ 4Z -7'9 »8'v L = (9 « = £<9 K- m c<9 Hs c"<9 - «■£ f5 roc /M»or i=B§ *SS ~ H-et' O _ <7? - 9 e •**££ eon^ H?g ~ ■Oä-c js «X c9 = 5 - i# CQlO hat erklärt, ich hi» :ob Deutschland L :iog gestanden data b^eichnet. Jchhtr irt, daß England vt hervorgerusre Ich habe das erkl-ü die mir und ander!' gemacht tvuroen. Dar uch mit Seußemp e Untersuchung mti ob ich den Rilteilv aänner mehr Elavba 5=^ Z-c s|«< ZA- 6e; itnb £-- bM A - 1 oemff;; ' -°ti,'ch d°r » geiocse. beibe«®i) :- 38« A <9 ty s= cs ogs i « _ •e§5 MärT*E a.P “ O jQ . O — —" §.|S'=«ÄC- BCf5«6= »5 .= -ä-c =‘C-3 V G> n» B sB (0. ®elcöa.-_. ZZS &££ •&540- ®*s Fchig°°J, ie rote vorte» ide -l( .(4'g)i[. av-; !chige l0*e. m't ef !-0.O0'°"^, de 5^' 0,'°<Ä4<- Xs*t - und Teschasi!- der Linken und» um sieben D'. xordnungSio«' echnungSsachk^- n der sich die Lx ic UnterstaatSsem« AechnungSi°» ■t KsrMe.i»^ ä =- C9 z 'c DarsiellW r eßfn hat, Ju Adle Ca,i:> w*»1S£ H°b«nSied«. Abhafter ch.) SithSl behaupten,^» Zungen auf $r„ W Ä&l t‘I'1'0 Nicht hin 5 I 5“ stanz geroit - ■ „.e Srofti«:- ■ |en V'zc.Präl^ I c" meinerseits jfe ■ Wcnenleit beba^ ■ nb Seiütflune.) OB«: Besprechungen, t* I ^utet rcerbtn. Sn I Parlament «L 'n- objektiv mut i I ugmS objulepen. r ■ ’t so weit flepar.;- ■ gliedes dieses Hac^ I e, und ich betaula ■ gesehenes SRilgM I ». Unruhe links, fe | ed von bet Steßq I oßgestcllt reitb, oi- fi täuscht habe, da? j W x Sereeflunfl.) z ■ Motive unterpd-,' ■ n, was der 8it I daß damit die!?• I = E- Har*1 Mil ® ge-« G 2 G S *H 5 o B (9 Z £'9 -- i22 ■*!> jO '’S* • 2ZZL epÄ8 M § 4Ö jO c W; -Z-W°;Z rpJ ^MZ-sZZV G-S- 2- G = = s G 3«? &jS s^*-»2 , - r iOn E s pSa tEiSÜH 3»ÄJs * ...'S G^c = »J p-° 2±*s tS -J — eS««c«t y Z7°rL-?d-sL - = 2 - W .2-P -S o.s'Sc - . ■ gflCU -2-e* = H"Z? ^2)c WZZr. B s = P 3=(9-^-~-9."2 'ä P.S--S "elerl.ciiäis->>ui#i Uni»? Gie86fl'- drück^ (9 E ■c t=o S 5$ «5 L M 0) M € E M L5 s (9 LA = G = ® » c i» » N N » cy K = ö B ?trM persönli W keweise ho i,,2e c«mil ge( '' -