1^ 274 Erstes Blatt 162. Jahrgang Mittwoch, 20. November M2 f ft Otetzentr monatttch75 111., otertel- S*i fll* AM AM >| *♦ -4 A* A AMBäSS 1 ■ ▼ ▼▼ I W ■ ▼ ▼! ▼ ▼ S*ÄteS:Ät ilrtfd|aftlid,e3citfrag:>.!vlech.Anlc1Uu»e: WF <*5Wf politxidicn Zeil. 'Jh.gufi »IW General-Anzeiger für Oberheffen MMM mnahme oon Anzeigen ROtafton$bni(! und Verlag der vrühl'fchen Univ. Buch- und Steinbrudcret R. Lange. Redaktion, (trpebition und Druckerei: Schulftratze Land": E.Hev. iüx den m Büdingen: Fernsprecher Nr. 269 GeschSstrstelle vahnhosstratze 16a. ^mciqenteii & Beck. i( nt die \t- uqclausdcrBeinwunde genommen wurde. I versehen sind, keinen unnützen Sein Zustand ist befnebiaenb. _ _______ drernpuwern Seit Die heutige Nummer umfaßt 12 Setten. j-urüdgciuorf en. l. Nov Mahmud Mukh -1 doch freut man sich, rote prächtig diese Kerle hier arbeiten. Dabei deutsche Hospital gebracht, wo | verschwenden sie, obwohl wir mit Munition mehr als reichli fa r Pascha wurde in das t r- i schütz, während die drüben unaus- MVlllu, v,,,„yMlvvt.. seit süns Stunden stehe ich nun hier oben und sehe zu, wie die bulgarischen Artilleristen das tfort vor mir suchen, das ihnen anscheinend sehr unbequem ist. Ununterbrochen feuern sie, bald rechts von mir, bald links fallen ihre Konstantinopel, 19. Nov. (2 Uhr nachmittags.) Ein soeben imGroßwesirateingetroffenesTele- g r a m m meldet: Die achteDivisionschlug gestcrn rüh die Bulgaren zurück, als diese mit der Front einer Division vorrücktcn. D i e Bulgaren erlitten g r o s;e B e r l u st e. Der Artilleriekarnpf dauert heute auf der ganzen Front fort. Wie die „Agenzia Stefani" meldet, ist bei der bulga- rischen Armee die Pest ausgebrochen. Wieder eine Siegesmeldung Razin, Paschas. Konstantinopel, 19. Nov. Das Kriegs m i n i - ’tcrium teilt ein Telegramm des Generalissimus von heute mit, das folgendes besagt: Die feindlichen Streitkräfte, die das türkische Zentrum angriffen, ziehen sich zurück. Eine türkische Division ist bis zu den von dem Feinde verlassenen Schanzen vorgedrungen und hat dort eine Menge vortrefflicher G ew e h r e, Munition und .Helme mit dcrZnschrift : „35. Regiment Branja" ge- funden. Die Bulgaren griffen auch den rechten Flügel der Türken an, wurden aber unter Verlusten von etwa 400 Toten, d a r u n t c r 20 O f f i z i e r e u, zurück getrieben. Die Türken nahmen ihnen zwei M i t r a i l l e u s e n fort. F a st die ganze Front der feindlichen Batterien ist zum Schweigen gebracht worden. Lchlachtcubcricht eines Augenzeugen bei den Türken. Dem Berliner „Lokalanzeiger" wird aus Konstantinopel vom 19. b. Mts. früh morgens gemeldet: Um 7 Uhr gelangten wir nach scharfem Ritt nt den Mittelpunkt der ganzen Linie, die alte Nedonte Machmud Pascha an der Bahn dicht bei Hademkiöi, von der fast die ganze Linie zu übersehen ift. Vor uns, 3V» Milomcter entfernt, befittbef sich der etwa 300 Meter hohe Otluck Badschir, dazwischen der kleine Fluß Karadscheh Lu, ein Nebenfluß des Katardschi. Jenscit desselben hatten die Türken Schützengräben ausgehoben, sic aber noch lischt besetzt. Tas halten die Bulgaren genau gemutzt. Zn der Nackt zum 17., als es dämmerte, bemerkten die türkischen Tirailleurc diesseits des Flusses die Gegner und begannen sofort Schnellfeuer. Tie Bulgaren hatten unterdes gerade uns gegenüber vier Batterien aufgefahren, südlich standen drei, rechts lm Zentrum vier andere: als id) auf unserm Posten anlangte, war die Schlacht auf "ber ganzen Linie in vollem Direkte Hriedensverhan-lungen. In Sofia hat man setzt die Pforte amtlich verständigt, daß mit dem türkischen Oberbefehlshaber in Verhandlungen wegen des Waffenstillstandes eingetreten werden soll. Das ist eine höchst erfreuliche Post, denn des unsäglichen Elends, das durch die Cholera noch in furchtbarer Weise gesteigert worden ist, ist es jetzt wahrlich genug. Freilich, Bulgarien hat jetzt allen Grund, die Friedensverhandlunaen zu beschleunigen, denn auch in fein Heer ist die Cholera eingeschleppt worden. Wenn die bisherigen Gegner vor dieser dritten grauenhaften Kriegspartei die Waffen strecken, so könnte das mit allgemein erlösender Erleichterung ausgenommen werden, wenn nicht eben die Freunde der Türkei dabei zu bedauern hätten, daß der Waffenstillstand in tiitem Augenblick eintritt, wo die türkischen Soldaten ihre ersten wirklichen Erfolge sich holten. Könnten sie am Ende das .Kriegs glück noch auf ihre Seite wenden? Auch heute sind wieder Meldungen cingclmtfen, daß die Bulgaren unter großen Verlusten bei Tschataldscha zurückgeschlagen worden liiib, und zuverlässige Augenzeugen im türkischen Lager bestätigen, daß ein ganz anderer Geist im türkischen Heere herrsche. Das sind die neu in die Schlachtordnung cingc» gerückten Truppen, die vom „schwarzen Tod" noch unberührt geblieben sind. Wir erhalten folgende Meldungen: Sofia, 19. Nov. Nach dem Einvernehmen mit de »verbündeten Kabinettenver st äudigkedie bulgarische Regierung die Pforte, daß sie Bevollmächtigte designiert habe, mit dem türkisch en Generalissimus die Bedingungen des Waffenstillstandes fest zu stellen, um dann zum Schluß des Friedens zu schreiten. Nach Mitteilung von kompetenter Stelle dürfte der Waffenstillstand, falls die Türken die Bedingungen des Valkanbundes annchmcn, demnächst unterzeichnet werden unb zwar seitens der Delegierten der Balkanstaaten einerseits und dem türkischen Generalissimus andererseits. I m bulgarisch enHanptquartier befinden sich höhere serbische und griechische Offiziere, welche da zu bevollmächtigt werden sollen. Falls die Türken die Bedingungen annehmen, wurden auch die Operationen sofort eingestellt und die frühere Absicht des Einzuges in Konstantinopel aufgegeben werden Die Fricdcnebcdingungcn der Balkanstaaten. Sofia, 19. Nov (Reuter.) Die Bedingungen für ficn Waffenstillstand sind heute früh zugleich mit den bauptfriedensbediugungen nach Konstantinopel übermittel worden. In den ^riedensbedingungen wird der Türkei die Stabt K v n st a n t i n o p e 1 sowie ein europäischer K ü st e n st r e i f e n belassen. Im übrigen gab Bulgarien im Namen des Balkanbunbes ber Türker als dedrngniigen für den Friedensschluß die Räumung -drianopels, Janinas und Skutaris sowie bei 1 s ch a t a l d s cha l i ni e binnen 2 4 ©tun b en, bas heißt bis Mittwoch mittag, bekannt, widrigenfalls bie bul- igarischeil Operationen fortgesetzt würden und ber Einmarsch ni Konstantinopel erfolge. Der Fortgang der Schlacht bei Tschataldscha. Konstantinopel, 19. Nov ™ an“r" Tic Scrbcngräucl in Albanien. Tie Berichte über angebliche Grausamkeiten der Serben gegen die Albanesen sind tendenziös unb in der offenkundigen Absicht verbreitet, die Bestrebungen ber Albanesen zu unterstützen Tie böswilligen Gerüchte entbehren jeder Begründung. Wahrend der Kämpfe sind allerdings st r c n g c M a ß r e g e l n angewandt ro e g e n der treulosen Haltung der kämpfenden Albanesen, bie in zahlreichen Fällen mit weitzen Fahnen Zeichen der Unterwerfung gaben und dann in verräterischer Weise die serbischen Offiziere töteten, die (id) ihnen näherten. Tie Albanesen terrorisierten die Bevölkerung, Frauen und Kinder z ü n d c t e n Häuser a n. Wir meldeten die Untaten uichr, weil die Aufmerksamleit Europas auf die Ereignisse des Krieges gerichtet iß. F a st in allen Gegenden kam die B c v o l k c - rung den serbisdien Behörden entgegen, um sich zu unterwerfen, da sie an vielen Beispielen erkannte, daß die serbischen Behörden gereckt vorgingen und Leben und Eigentum schützen. Die Militärgerichte in Uesküb, Prischtina und Prizrenb bestraften streng mehr fad) Soldaten und chriälichc Marodeure, die iidi Untaten zuschulden kommen ließen, sowie Ruhestörer, die die öffentliche Sicherheit gefährdeten, was guten Eindruck bei oen Albanesen hcrvorrief. Man darf also nicht von Verfolgungen sprechen, sondern mutz die tendenziösen Meldnngen auiiassen als in der Absicht verbreitet, den guten Ruf der serbischen Armee unb Verwaltung zu beflecken. _____________________________ Schrapnells, alle viel zu weit. 1LUhr. 100 Meter südlich von nur fährt eine Batterie auf, die die Türken seinerzeit den Serben abnahmen, und gibt fünf Probescküsse ab auf eine starke bulgarische Abteilung, die von Tickataldscha her ins Tal will. Der Ton bringt eine neue Note in dieses Höllcnkonzert, ganz hell und schmetternd ist er. Auf 4000 Meter stellt der Offizier ein. Die Geschosse auscn los, explodieren über der Kolonne mit einem Gerausck), bas unbedingt auf das Miauen von Katzen erinnert. Wieder kürzen eine Menge schwarzer Pünk l cki en. Die andern lausen panikartig in die Wälder, wo sie Teckung finden. Eine feindliche Batterie sckiemt fick) aut unser Grüppchen einzusckneßen. 10 Meter vor uns bohrt fick) ein Geschoß in den Boden. Wir ziehen uns hinter die Brüstung zuruck. Nock) einmal versuchen die Bulgaren, kiirz nacki 2 Uhr, einen Durchbruch, kommen aber gar nicht bis zum Fluß. ES beginnt t a r k zu regnen. Ter Pulverdampf macht die Atmoipl^re vollends unsichtig. Trotzdem dauert der Kampf an. Gegenüber dem Gasi Badsdür haben die Bulgaren bret Batterie n a ii t g c t a hr c n. Bevor noch eilt Schutz a b g c - geben ist, find Mannschaft unb Pferde getötet. Deulick erkenne id) von rückwärts neue Leute und Pferde. Sie sind weg, n o d) bevor sie ze hn Schritte heran sind. Tann ein mörderisches Schnellfeuer, und die Türken holen sich die schönen Kanonen. Ausfallend g e r i nq c Verluste hoben wir. Bor dem Fort Harbi.'h, kaum l-)00 Mieter davon, ließen die Bulgaren drei K a n o n c n t m 2 tiN' Mackmud Pascha, der Kommandeur des ReierGkorpS, gab bekannt, die Abteilung würde dekoriert, die fte hole. Bevor id) abrttt, haben sich mehr als vvanug darum beworben, um ii Uhr verstummte der Kampf Als roir an den Truppen vorbeikamen, die den ganzen Tag bercitgeftaiiben hatten, .dröhnte uns überall der Ruf entgegen: „Padisckah -ild'ü Jaschah! Xte Kerle strahlen förmlich, und man sah ihnen bie ivreube, die Lust an, mitzumachen. Heute, in der sJfad)t zum Montag, hat eine bulgarische Abteilung wieder un Zentrum einen ^urchbruchversuch gemacht. Hätten sie ihn vor sechs ^agen gemacht, vielleicht wäre er geglückt Heute gehl das nickst mehr. Tie Cholera in Belgrad ciugcschlcppt? Tie „Deutsche Tageszeitung" meldet ans Semlin: In Belgrad ist die Cholera durch türkische Gefangene -eingeschleppt worden. Von elf Erkrankungen verliefen sieben bisher tödlich. Gange. Die türkische Feuerdisziplin ist gut. 10 Uhr. Tas Torf Ezetin, südlich am Abhang des Otluck, roo sich die Bulgaren eingenistet haben, wird von untern Schrapnells getroffen und beginnt lichterloh zu brennen, ob- wohl es unaufhörlich regnet., 10 Uhr 25 Min. Deutlich bemerke ich durch das Glas eine st a r k e b n l ga r i s cki c A b t c 11 ii n g von etwa tausend Ät a n n nun Sturm über den Karadscheh vorgehen. Einen Augenblick verstummen unsere Geschütze, dann aber konzentriert sich das Feuer i u i bie Stelle, wo sich die Bulgaren gerade in ausgelösten Sckiützcnsdiroärmen befinden, südiveßlick des tyortd Hainidifcheh in der Richtung Ezetin, nördlich Gasi Badschir. Zch sehe, auf die ilhr, genau zwei Minuten hat esged^uert. Es steht kein Mann drüben mehr auf. Es ist furcktbar,^und Nach einem amtlichen Telegramm be« Oberbefehlshabers von heute dauerte der Artilleri ekampf mit geringerer Stärke als gestern auf der ganzen Linie fort. Die bulgarische F n sauer i e , die an einigen Punkten vorzurücken versuchte, wurde Dastieö von deiSlocke in Oer Vertonung von Moxvruch Zur Einführung in das Konzert des Gießener Sängerkranz es aml 24. November schreibt man uns: Die Glocke, dieses hohe Lied vom rnemchlichen Leben, ist von manchem Komponisten in Musik gesetzt worden. Don allen diesesl Serien ist jedoch nur noch die bekannte, l-auptfachlich bet Schuld jeierii gesungene Vertonung von Romberg, sowie die neuere von Aar Bruch erhalten geblieben. Die erftd verlangt nur beichcidene vkunstm-ittel und ist im Kvnzertsaal ganz verschollen. , | Dagegen hat sich die Max Bruchsche Koinpoiltwn in seinem Ihdberiieif und monumentalen Ausbau ht den weitesten Krepcn jüngebürgert. emDnngtta-.tCTt in ylenn u-uui uiu- \ v < j ; ‘ ut) sie geben ein prägnantes Bild von dem Aufbruch des treuer?. Nach dem resignierenden: „Mützig lieht er leine Terke und bewundernd untergehn" singt der Sopran das ausdrucksvolle idagio- „Ein süßer Trost ist ihm geblieben . Vom ^■jloauartctt uni) EHor wiederholt, gehört diese Stelle zu den ergrencnblten deS Tonwerkes. Hiermit schließt der 1. 4.cd. Zu Beginn des 2. Teiles verkündet der Meister die tvuUung bcc iyornt. Tann ertönen dumpfe Trauerklänge: die Glod.m- «s «hallen ernst und schwer und vermischen nck mit dem dusteren Srauergefang des Chors. Der ^olo-Alt gibt dem ^-chmerz über be: verlorene Gattin und Mutter: „Ach! die Gattin tlts, die Das Werk beginnt mit dem Giotto: ,,viyos,voco, mortuos iilanpo. fulgura frango". ,Lebende ruf' id), Tote beklag ick, Elitze brech' id)/1 Mit mächtigen Unisonoklängeii bringt Zuerst Ur Mänmn'ckwr das Motiv. Nach und nach von sämtlichen (stimmen roeilergeführt, wird es mit dem Crdie)ter geroaltiger irileigert Es folgt nun der teierltche Awang des Gedickstes. vochst farakteiinisch. ist später das Brodeln und Quterlen der kock)end)umvi ums Dasein wird in dem Mannerchor, ,,-tci ll'diin muß l inaiis ins feindliche Leben" wirkiingsvoll gezeichn.t. 5ilis Rul epuntt erscheint der vierstimmige «z-ranenchor „Und drinnen »Iiitct die zu ästige Hausfrau", der als Spinnlied gedackst icut dunte. Dumme Posaunentöne nebst Chor mahnen dann: „Loch mit Ikö Geschickes Mächten ist kein cro ger Bund zu tleckstew, und der 5brr: „Hört ihrs wimmern hock: vom Turm" gehört ohne .stvestel I- tu den gewaltigsten Chören des ganzen Werkes. Mn Eckender i Finbringliafeit ift hierin Chor und Orchester realistisch behandelt Teure" Ausdruck Doch bie düsteren Gedanken verscheucht das Baß-Rezitativ. Lieblick; und anspruchslos roiegt uns ein heiteres Tl-ema in frohe Latme und roir genießen mit den Gesellen „lebig aller Pslickst" die freundlichen Gaben der Mutter Natur. s.tc nächste Szene führt uns das farbenprächtige Bild der Heimkehr und den Tanz der Schnitter vor. . . Paukenwirbel unb Sopransolo führen dann ^u dem leierlichen Chor: „Heilige Ordnung", der untcrbrodxm wird von dem lebhaften Tempo „Tausend fleißige Hände regen" und „Arbeit ist des Bürgers Zierde". Von besonderem melodischen Reiz ist das Sopransolo „Holder Friede, süße Einttacht". An dessen Schluß erklingt vom Orchester wie in weiter Ferne das wohlvettraute Weihnackstslied „Stille Nacht, heilge Nackt". Inzwischen ist das Werk weiter gewachsen, die tyorm fallt Tyerab, und bald wird die Glocke in strahlendem Gewände vor uns stehen. Jetzt kündet uns ein trotziger Revolutionsmarsd)i des Orckxsters die Sckirecknisse deS Ausruhrs. Stöhnend verklingt der Glocken Geheul, gellend ertönen die Rufe der sinnlos wütenden Menge: „Geiährlick-, tst's, den Len zu rocien". Stoßze Posannenklänge verkünden die ValleTtdimg des^Wcrkes, jauchzend tönt es aus des Meisters Munde: „Freude hat mir Gott gegeben". Das Ord^ster malt die handelnde Bewegung des Glockenziiges. Der Meister gibt den Befehl zum Aufziehen der Glocke, und das Glockenmotiv erklingt in den Baffen „Friede sei ihr erst Geläute". ... m . c Ein gewaltiges Tcmgemälbe türmt nch über diesem Motto aut unb führt zu mächtigem Mschluß. Max Bruck) wurde am 6. Januar 1838 zu Köln a. Rhein geboren/ Seine musikalische Begabung entwickelte sich so schnell, daß er bereits 1852 als Vierzehnjähriger das Stipendium der Frankfurter Mozartstiftung erhielt Seinen Weltrut begründete er durch die Komposition der „Fritjossagc", und sein berühmtes Violinkonzert in G-moll: ferner sind nock „Normannenzilg'^und „Schön Ellen" besonders zu erwähnen. Auch hat er einige Symphonien und drei Messeitsätze geübrieben. Tie Sätze sind wahre Kabinettstücke des strengsten polyvlwnen Stils. Ueberblickt man das weite Gebiet der musikalischen Schöpfer- täiigtdt Bruchs, so erhält man das,Bild einer ftühzeitig in sich gefestigten und abgeschlossenen Persönlichkeit. Zwei Eigensckiaften geben seinen Werken besondere Bedeutung unb individuelles Gepräge: Ebenmaß der Form und Klarheit und Einpräglickkeit der Melodik. Während unsere Ultramoberntn in erster Linie daraus bedacht sind, mit neueriunbenen Instrumenten, mit immer neu ausgeklügelten Klangeffekten zu arbeiten, begnügt sich Bruch stets mit einfachen Mitteln. Nie wirb man iinben, daß eine Bruchsche Melodie von trivialen Anwandlungen getrübt, aber auch nie, daß eine seiner Harmonien von Mißlichen, unlogischen DesonanKen entstellt wird. Jede melodische Linte erhält bei chm ihre plastische Abrundung unb baburd: ihre unmittelbare Zündkrast. So wird uns Bruch -zum Vermittler einer im besten Sinne edlen Voltsmustk, die von innen heraus schSpfend, am ehesteii im,tcmde ist, Eingang in der Menschen Herz zu finden. — Czernys 70. Geburtstag Aus Heidelberg, 19. Nov., wird uns geschrieben: Dem berühmten Heidelberger Chirurg und Begründer des K r e b s - Forschungsinstituts, Er). Geheimrat Prof. Czerny, sind zu seinem heutigen 70. Geburtstage überaus zahlreiche Glückwünsche und Ehrungen zuteil geworden. Kultusminister Erz. Dr. Böhm überbrachte dem bereits 41 Jahre im badisdn'n Tienften tätigen Jubilar bie Glückwünsche ber badischen Regierung, Prof. (Geheimrat von Lilienthal biejenfacn der Universität, Geheimer^ Hofrat Fleiner die Glück-rmnsche der medizinischm Fakultät. Tie Gratulation des Heidelberger KrebsforsdmngSinstituts brachte Prof. Freiherr von Düngern, diejenigen ber Heidelberger Chirurgischen Klinik Pros. Films, und die des medizinisckm Vereins Prof. Bettmann dar. Im Namen der deutschen Gesellschaft für Chirurgie gratulierte Gel/eimrat Garr 6 - Bonn, im Namen der mittelrheinischen Chirurgifchen Gesellschaft Geheimrat Rehn-Frankiurt a. M. Tie Stabt Heidelberg, vertreten durch Bürgermeister Prof. Dr. Walz, hat eine neue Straße nach dem Jubilar, ihrem Ehrenbürger, benannt. Czernys Vaterstadt Trautcnau ernannte ihn zu ihrem Ehrenbürger. Schüler und Freunde, vertreten durch Professor Benno S ck m i b t, überreichten ihm eine vom Bildhauer Professor Seffner-Leivzig ausge'uhrte und für das Heidelberger Samariterl^aus beftimmte Marmorbüste. — Sluru Nachrichten aus Kun >1 u n 0 >en* f dj a 11. Tie Akademie des Bauwesens hat einer Berliner Korre- spon)en; zulolge die Begutachtung ber ihr durch den Minister oeröfsentlichren Arbeiten überwiesenen Enttourssskizzen zum Neubau des kgl. Opernhauses in Berlin abgeschlossen. Von 68 eingegangenen Arbeiten sind fünf als in erster Linie beachtenswert bezeichnet. Es sind dies in alphabetischer Reihenfolge die Entwurisskizzen von Martin T ü l f e r - Tresden, Jürgen- s e n und Bachmann- Charlottenburg, Otto March- Char- loticiiburg, Karl Mobitz- Köln unb Richard Seel - Berlin. —. In Zürich starb am 19. d. Mts. im Alter von 81 Jahren ber Mathematiker Prof. Tr. Wilhelm Fiedler. Er hatte von 1867 bis 1907 den Lehrstuhl für barstellende Geometrie an der eidgenössischen Technischen Hochschule inne4 der Krofdorf, Dio glöc JUNGEN „Wie lan-e noch? . Die „Morgenpostt^meldet aus Wien: „Tie „Reichs- Pos^, das Crgait des Thronfolgers, erklärt in einem sckiar- fen „Die lange noch?" überschriebenen Artikel, der zügellose Geist t^r Belgrader Königsmoröer scheine fetzt die serbische Politik zu unerhörten Erzessen zu verleiten, über deren Unerträglichkeit kein zivilisiertes Volk der Well im unklaren sein könne. Rach Belgrader Meldungen der „Reichspost" sind bereits dort englische und französische Kriegsberichterstatter eingetroffen, um den Krieg gegen Oesterreich auf serbischer Seite mitzumachen. Derrt-cdes Rer^. . Ter Kaiser in Kiel. -ter Sraifer speiste in Kiel am Dienstag ab"ud mit ®e- Tolgc un Komgl. Schloff bei dem Prinzen und der Prinzessin Lemrich un Heuten Kreise. Ter Kaiser ist um 10.45 Uhr nach Statwn Wildpark abgereift. Tie Betriebseinnahmen der Preuß.-fressischen , , Staatseisenbahnen ^aben nn Monat Oktober gegenüber dem gleichet: Monat Voriahres :m Personenverkehr zioei Millionten Mark gleich o,(>7 Prozent, im Güterverkehr 9,9 Millionen Mark gleich 7.12 Lrozent, insgesamt mit Einschluß der Mehreinnahmen aus sonstigen Quellen 13,7 Millionen Mark, gleich 6,71 Prozent Mehrbeträgen. jsthe" eitles" KJ q^. ...qengu L-la ui Kleine Tageschronik. Bei der Versteigerung des Nachlasses der im Rhein ertrunkenen Panier Schauspielerin L a n t e l nt e erzielte dar berühmte Perlenhalsband der Künstlerin 75 300 Franks. In Mexiko wurde ein heiliger, drei Minuten andauernder Er d st o b verspürt. Fünfzehn Personen kamen bei einem Maueremslurz um. Amtlicher Wetterbericht. O e s f c n t l i ch e W e t t e r d i c n st st e l l e G i e ß e u. Wetteraussichten in freffr: Ktt TonnerStag, den SI. Nov. IStt: Lvechselno vewölkt, Regenschauer (im Gebirge Schnee>, kälter. Kirdie und Schule. Em Vortrag Pfarrer Zathos in Darmstadt. c ,,,bs Darmstadt. 19. %>B. Aus Einladung des fressiscknrn Gvethebundes sprach heute abend Pfarrer Aatho aus Köln über den „Fall Traub und die Lehrfreiheit". Der große Saal der Turnhalle war ^verkauft. Jatlp, legte dar, wie denn eigentlich der „Fall Traub" zustande gekommen sei. Weil Traub die Ver- tetdtgung Iatlws vor dem Berliner Spruchkolleaiuntübernommen 'hatte und die Art und Weise, wie er diese Ber> tcibiguiig füllte, gaben d.m Qberkirchenrat ^ranlassuna gegen Traub vorzugehe-n. Ter Redner suchte dann die gegen Traub er habet um Vorwürfe zu entkräften. Die große Anhängerschaft, die Traub heute noch habe, beweise ia dag sein Wirken in der Genreinde segensreich war Nicht die Synoden und nicht die Behörden erfüllten die Ge» muter mit Religion, sondern der Mann müsse das tun ocr auf öer Kanzel stehe. Diesem aber müsse man völlige Freiheit setnes Geivissens lasse?:. Gerade auf der Freiheit ,e: die evangeltsche Kirche aufgebaut, und dadurch unter- schcwe sie sich von der römischen, die im älUltus den vc:lbrmger sehe. Mit viel Pathos trat Iatho am Schlüsse seiner Rede für die evangelische Glaubensfreiheit ein und oasur zu kampsen sei die Pflicht aller geistig Strebenden. ""viiilUUl .. Unseren M ^"erliche L SufemJet I 5|#»8 d-r 9‘"ch|tii3J ctNi9c I “ “"Wnl zul Diese Ausführungen sind sehr widerspruchsvoll und machen einen sehr ungünstigen Eindruck. Zuerst heißt es, die Albanesen hätten „die Bevölkerung terrorisier:" (was ziemlich unverständlich ist), und dann heißt es wieder, die Bevölkerung sei den Serben fast überall entgegen- gclommen. In früheren serbischen Meldungen war auch immer von „Entgegenkommen" der Albanesen gesprochen worden. Und gar die Untaten der Frauen und Kinder! Sie sollen Häuser angezündet haben. In den serbischen ,"Ausführungen liegt das Geständnis, daß die „strengen Maßregeln" auch gegen Frauen und Kinder angeordnet worden sind, und das genäßt Mit dem guten Ruf der serbischen Armee scheint es Nicht weit her zu fein. Die Verletzung des Völkerrechts durch die Serben. Rom, 19. Nov. Die „Tribuna" meldet aus Sem- Ausschreitungen gegen die Fudcn in Saloniki Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Konstanti- nopel: Aus Saloniki erhielt das hiesige Rabbinat d:e Meldung, daß die Griechen schwere Ausschrei- tungen gegen die Juden Salonikis begingen, d:c.Synagogen geplündert und teilweise Zerstört, dia Männer mißhandelt und sich an vielen Frauen vergangen hätten. Eine amtliche Bekanntmachung der Pforte ^0"stan tinopel, 19. Nov. Tie Pforte veröffent- ncyte eine amtliche Bekanntmachung über die Landung der fremden Truppen, welche besagt: „L.ie fremden Gesandten haben, um den Bitten ihrer Unter tanen, welcke die Lage im Lande nicht kennet: und von Furcht ergriffen sind, em Ende zu mach.n, um die Landung von Truppen gebeten. Tie Pforte hat, um sie zu beruhigen, die Landung genehmtgt. Indessen bat nicksts int Lande diese Maßregeln gegen jebc Eventualität notwendig gemacht. Es besteht Fein Grund c Bevölkerung, sich durch die von ben Fremden gefegten /fl“5dtfun-9m beeinflussen zu lassen. Tie Armee von Tscüa- taidicha ist zu erfolgreicher Verteidigung fähig. Teshalb soll metnand aut d:e Gerüchte achten, die von llebelwollcnden per- breitet werden, um die Fremden einzuschüchtern. Jeder soll vertrauensvoll fernen Arbeiten nachgehen." Zm englischen Unterhaus i^9te in Beantwortung einer Anfrage Bonar Laws, der um Mitteilungen über die Lage im nahen Osten ersuchte, Premierminister Asquith, die einzige Erklärung, die er abgeben lönne, fei folgende: Der britische Botschafter in Konstantinopel berichtete, daß angesichts der G e f a h r des Rückzuges einer wahrscheinlich großen Trup- p e n m e na e auf Konstantinopel die Vertreter der fremden Mächte beschlossen hätten, von den ausländischen Kriegsschiffen Abteilungen in Pera zu landen. G ein ast einem vorher ausgestellten Plan wurden diese Mann- schastcn in den Botschaften und aitderen Gebäuden verteilt: Ne dürfen andere O u a r t i e r e der Stadt nicht durchziehen, ausgenommen im Falle dringender Notwendigkeit. Dreitausend Mann wurden gelandet, von denen 500 Engländer sind. Tie türkischen Behörden, die von der Maßnahme in aller Form in Kenntnis gejetzt worden sind, versprächet: ihre Mitwirkung. u d e r F reibe nker-Vereinigung wird uns geschrieben: Arn Donnerstag abend spricht Herr Dr I. Schiller-Frankfurt a. M. über: „Die geheimen Kräfte im Katholizismus". (Näheres siehe Inseratenteil.) Herr Dr. Schiller, der zurzeit freireligiöser Prediger in Frankfurt ist, war bis zum Iensteller Am end in Gießen bic Etsenbahnschafsner Her big in Gießen, die Bahnbos- '^l'fncr frofmanu II. :n Wetzlar, Löll :n Kaneniurt und Möller tn Stockheim Eritamtk wurden dte Lokomotivheizer Arnke in Friedberg, Wirths in Als-cld Petermann in 9hbba zu Lokomotivführern, der Sd-ifL ner Zoll e r in Heldenbergcn-Dindecken zum Zugführer **■ National fl ug s pendc. Tic Sammlungen der Lrei» tomüees nt fressen für die Nationalflugspende haben mst ,-mrr Ge,amtctnnahmc von 41520,77 Mk. abgeschlossen. Tie ein. gegangenen Geldspenden verteilen sich auf die einzelnen Kreise wi«. folgt : Darm,ladt 9487,62 Mk., Cffenbacb 7555,44 Mk. @ i c fi e * 4596,17 Mk, Bensheim 2876,37 Mk., Hingen 2676,23 -">» Gr.-Gerau 259i, 19 ML, Worms 2432,38Mk., Maiiy 1795 27 Mk Oppenheim 1580,02 Mk , Erbach 875,75 Mf., L a u t c r b a 829,11 Mk., Büdingen 825,75 Mk, Alsfeld 824 35 M en K ar l Neurath, der Schwierigkeiten, die der Errichtung emes Sprunghügels entgegengestanden hätten, bis der Olroi,Herzog elngegnffen und die Anlage ermöglicht habe. Denn auch die Kosten sehr hock: seren, so hätte man damit doch den einigen mirntcb braudjbaren Sprunghügel im ganzen Mittelrheingebiet geichasfen, iromit der Vogelsberg einen neuen, bedeuterwei: An ziehungSpunkt gewonnen habe. Der Borfitzende überreichte bann dem Klubwirt e t e i n als Verwalter und dem Drivatdozentvi xr. z em oll als Vorsitzenden der Rennleitung die Schlüssel, nüb. renb er selbst auch einen in Verwahrung nahm. 9iachdem das Tau von der Sprungschanze gefalle:: iuar, brachte er ein froch den Großherzog aus, das begeistert auf genommen wurde — Wahrend des,anichließenden Mittagsmahles begrüßte der Bvp sitzende zunäckm die Gaste, insbesondere den 1. Vorsitzenden V.fr. E^ -Gesamtvereiit) frerrn Cberamtörirfner N ispel, fwwt exn:gc ^rankfutter und Gießener Herrn, und kvidmete bann dem Grokst-erzog als dem eifrigen Förderer des Wintersportes un Vogelsberg den berzl:chsten Tank des Vereins. Tanach sprack Herr vennaun^Schmidt als .stasfenwart auf die Spender, bic den Bau des Sprunghügels durch reichliche Gaben sehr geiörbcn batten, und gab die Namen der frerren und Vereilte bekannt die grotzere Beiträge gezeichnet haben. Alsdann sprach Herr Karl Schulz e als 2 Vorsitzender auf ben Vogelsberg. '?bn Jiadmitttag wurde der vügcl in Benutzung genommen, iutb z. I iel>r id'dtte Sprünge daran ansgesührt. Die Anlage ist mü Unterstützung der freuen Dr. Temoll und Zah>:arzt Füger ^^sn Architekt Eutft Schmidt entworseit mib von frerrn 2löant Wtrth :n Breungeshain außgeiübrt worden, und ist sowohl durch ,e:ne Lage als durch sein? Bauart der beste Sprunghügel :n unserem Gebiet, so daß sich in der Folge hier interessante 26ctt- Jamjiie absptelen werde,:, durch die der Vogelsberg zu einem be- '."Hten Wmtersportplatz werden dürfte. Wie sehr man in Dann. Itapt an btcier Entwickelimg teil nimmt, geht daraus hervor daß nch bereits mehrere hochstehende Persönlichkeiten zu dem nächsten 1 Kursus angemeldet Ijaben. Mächte der schuldige Respekt entgegengebracht werde. Die Pariser Blätter beurteilen den gegenwärtigen Stand des österreichisch-serbischen Zwistes mit unverhohlener Beunrnchigung. „Gau- ilois" schreibt über die Unterstützuirg des österreichischen Standpunktes durch den deutschen unb italienischen Gesandten in Belgrad: Die Intervention Deutschlands war Zweifellos vorauszusehen, dte italienische ruft jedoch einige Ueberraschung hervor, da sie mit ben von ber italicnifd>cn Presse unzweideutig bekundeten Au- silhten in Widerspruch steht. Sie würde beweisen, daß die italic- nuebe megierung sich den von bi San Giuliano bei feinem Berliner Besuche übernommenen Verpflichtungen nicht entziehen konnte. T:e Lage wirb infolgedessen von neuem sehr heikel. „Echo de Paris" schreibt: . r3»1 sranzösischen diplomatischen Kreisen hofft man, daß die fetbi^e Regierung die Weisheit haben werde, keine fraltuug anzunehmen, welche den europäischen Frieden gefährden könnte, ohne den serblfchen Interessen irgendwelchen Nutzen zu bringen. Es bnfct, die fcrbt|d)c Negierung habe infolge des Ei,tslusses der Mili- tarpartei alle Anträge Oesterreich-Ungarns abgekbnt und ivolle ntajt einmal den ans Rußland kommenden Mahitiingeit zur Mäßi- tragen. x$n Paris hofft man, daß die österreichisch- werden ^rhatwlungen gleichwohl in günstiger Weise fortgesetzt L „Figaro" schreibt unter frinweis auf das Expose ldes Grafen Berchtold: . , Tie Serben würden durch eine unnachgiebige Haltung ben schwersten Fehler begehen und würden die ihiteit bisher cntgegengebrachte Sympathie verlieren. Sie hätten nichts zu gewinnen und nur alles zu verlieren, wenn sie die öffentliche Mnnung Oesterreichs durch allzuschrosfe Erklärungen und Pole- mtken reizen würden. Sie sollten sich hüten, Nadelstiche ju ber^ feöen, da dies einen Vorwand für diejenigen Oesterreicher bilden wnnte, welche Schwertstreiche austeilen mochten. Eine italienische Gntgegung. Die „Vita" schreibt zu dem Artikel des „Tcmps"- c Tteser täusche sich, wenn er glaube, daß be-chglich der Lösung oes Balkanproblems ein Zwiespalt zwischen der ösfent- 'ÖJ?c»»-Meinung unb der Reg ie r u n g I t a li e ns herrsche. 6c8t?c(?c. im Grunde auch nur, einen Zwiespalt $ k fallen und lernen Verbündeten lfervorzurusen, was ihm ^doch mcht gelingen werde. Italien werde auf alle tanL.^rcibunb festhalten. Mehrere Jahre lnn- durch habe die auswärtige Polittk Italiens wegen Tripolis nicht nmner fonfequent erscheinen können, jetzt werde sie die gerade Lipie verfolgen unb nicht mehr umkehren. lin, unter den Vertretern der Großmächte in lden von den Serben okkupierten türkischen Städten herrsche große Unzufriedenheit, weil sdie serbischen Behörden ihnen nicht gestatte, mit ihren Regierungen zu korrespondieren. Die „Tribuna" hofft, daß der Zustand sofort aufhöre unb die Balkanvölker darüber wachen, daß den Vertretern Englische Mahnungen an die Sieger. WnHprCA;','^Lm y" ,rrt^t/r welchem Zweck eine Fortsetzung des Blutvergießens dimen soll, da die Verbündeten das Ziel des Krieges erreicht haben? Tas Blatt warnt Bulgarien auch vor einer vorübergehenden Besitznahme von Konstantinopel, da dirie keinen Nutzen, vielleicht aber nicht wieder gut ,3« madjenbe Schäden bringen werde. Bulgarien dürste vielleicht »b\c ^tere Unterstützung Europas rechnen, wenn die Zs!in?l^eüen unnötig verlängert würden im Verfolg ehrgeiziger 'm? 5/,^'Oe Matz überschritten. In derselben Lage, E.^k-b f°rt. bcfinbet sich Serbien. Wir fürchten dlnerkennung feiner Siege diesmal von erheblichen Vor- chehalten begleitet sein wird. Das Gefühl herrscht vor nrcht ohne Grund, daß die Serben die 1LV&UL •! k 9“Lt,erAra9en- Wir wünschten, daß sie tue dein Geiste besweidenen Schweigens aufnehmen wie Ä-9,?-^' ??nn da auf ihre natürlichen Eigenheiten "bhmen, aber die Geduld Europas ist nicht iu^rnriR^n^''cv ^b^erechtigkeitder ferbifdien Anspniche ist Öi”H(bt auch von lernen nächsten Nachbarn rcirf^ Horden. Diese Ansprüche iverben nicht gefördert, herausfordernder Weise und in einem ausgesprochen unge eignete n Moment vvraebracht Die enropälichen Nationen sind bereit, den serbischen Ansprüchen iede gerechtfertigte Berücksichtigung angedeihen zu lasten, w e n n der rechte Augenblick n c « VeOrSirfelnU bCr fs nicht willens, sich ht einen Krieg nirfu rnrntm ft* namentlich unsere Regierung wird sich nicht wegen eines lokalen Streites, der bei Friedenssckluß fcidit betgetegt werden kann, in einen Konflikt hineinziehen lassen. Auch Rumänien warnt. Der Belgrader Korrespondent des „Ternps^ will aus eT brfahren^aben, auch ber rumänische G e- r I)sT,C don. Mrnisterpräsidenten Pafitsch verstän- daß bic rimiaNische Regierung sich vollständig den Gesichtspunkten Oesterreich-Ungarns anschließe. Ncbcrgriffe eines montenegrinischen («cneralö. „Reick^pvst" wirb aus Sku- ra r I g-emevxt, daß der montenegrinische General tiHomrtfct), 1her am Svmita^ in S an Giovanni bi M c du a ankani, die dort befinblicheu 6 st erreichif ch- Mn g arischen Postsache, .dir „ach sfe«ri marcu beschlagnahmen ließ. ?Me Waren die ich?il Bord des .n Sa.l Giovanni di Medua verankerten Magazin Ichi^sev des ostcrreichisck-en Llovd befanden, find weaq?nmn- ?°>"Pser „Karlsbad" wurde rii^ttttar von den 9Nvnteuogrmern burd>fudjt. nri Die Montenegriner in bedrängter Lage. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Triest- Aus ^utarr wirtz gemeldet, die Montenegriner die S ^warteten, feien von den Türken und Ar nickn Lu^.^'^'7"ve gedrängt und würden, wenn sie ©an t’<’n Sr“tai1 u"b w. , Die „Hinnahme" von -lllessio. dic Tr"„P^"»Kn°7ar?^°" LNNLWMM “*r8abc ÄÄ b'C Znippen der verbündeten Staaten frenbi? uns •WfrMe auf die Könige Nik-laus und Pct?r Äs. * Jltis StaOt unS Land. , Wiegen, 20. November 1912. , r«. ♦ ^ageSf alenber für NUttwocb, 20. Nov. Stadt- lbeater: ./.'tuloliebchen- Anfang 7)L Uhr. -pell. ®aunerbanb gegen den AlkoHolismus- -d 3u8e„t t, ** b" derfonalnachrichten. % liefen wurde das Allgem. Ehrenzeichen in Silber dem Ausland. FranrösischeFlottenrüstung. Ter fraitzösische Abgeordnete und ehemalige Marineminister La n e sann hat in der französischen Kammer eine Ent- Ichlietzung eingebracht, in welcher der Warineminftcr auf gefordert nj:^, möglichst bald ein Flotten Programm vorzulegen, wo- nach vordem a hr e 1920 acht Panzers chisse gebaut werden wllen, die womöglich ben von den europäischen Seemächten gegenwärtig gebauten oder geplanten PanzerfEen überlegen fein sollen. ym englischen Unterhaus ^rde am gestrigen Dienstag die neue Finanzentschließung ber fromerule-Bill^unter dem Beifall ber Ministeriellen mit d 7r< • 9CQcn 20b 'Stimmen angenommen. Dte Zollbehandlung deutscher Waren in Amerika. ... Der amerikanische Schatzsekretär verschob den Termin für die Erhebung von Zuschlagszöllen auf deutsche Spliß - Erbsen und R o g g e n m e h l bis zürn 20. Dezember, um Deutschland Gelegenheit zu geben, w-eitere Ein- ivände zu erheben. Die Eröffnung des Panama-Kanals. Cnn soeben veröffentlichter Bericht des Panama-Kanul- Ausschuues bejagt, daß der Kanal sicher bis zum 1. Juli 1913 fertig gestellt sein wird, wenn auch die förmliche Er- ossnung 6 bis 12 Monate später stattfinden sollte. Bei besonderen Geschmacksrichtungen entweder: Wer h 5 Himbeer empfiehlt Elegante und bequem passende Mel Hlun- u. Seefische Lebende 1050 1250 1-50 1650 1800 Wllh. Herbert Tr^L2 V--* ■ fr-y 250 150 250 Die glückliche Geburt eines kräftigen JUNGEN zeigen hocherfreut an der ZU wir die zur Mit einer Kleinen Beimischung von Aecht Franck-Kaffeezusatz Nordseefchellfische große, Pfd. 36 Pfg Wie bereitet man KornfrancK?. Wie Kaffee und MalzKaffeel 190 220 200 280 260 260 in modernen Formen und grosser Auswahl, nur Qualitätsware 1 liefert billigst Brübl'iche Univ.-Druckerei Giesten. losnng der Kasse nach den Beschlüssen Generalversammlung vom 21. Oktober er. genehmigen. Gleichzeitig ersuchen noch etwaige Forderungen überhaupt an Kasse umgehend geltend zu machen und leicht heraus, welches Getränk seinem Geschmack am meisten zusagt. Milch und Zucker nimmt man nach Gewohnheit. 69 frisch vom Fang bei [6397 Si.eiwn.MtorO Zum Toten-Fest empfehle Waldkränze und Kreuze in schönster Ausführung. Kränze, Kreuze aus vräv.u. frischem Material, alles haltbar und dekorativ in größter Auswahl zu den billigsten Preisen. Friedhofsgärtnerei Carl Volk Licherttr. 7 gegenüber dem unteren Friedhoföeingang. Bismarckheringe und Rollmops 4-Liter-Dose 210 Pfg. Ruff. Sardinen 8>Pfd.-Faß IMPf. „ „ 2-Ltr.-Dose 95 „ MoMlocta stets billig abzugeben. J. A. Schach,3 Worms-Hochheim a. Rhein. „(Jin solch gutes Mittel gegen Wunden rote Hücker s „Taluderma" habe id) noch nie kennen gelernt. Mein Arm war stark vereitert-NurzroeimaligeAn- roendung von„Saludcrma" beseitigte sofort die Entzündung u. Eiterung. H. Ttöbr." Dose 50 Pf. und 1M. (stärkste Aormi bei W. 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Eine Flaä)e von 4000 Quadratmetern, etma der fünfte Teil des Modell- schuppens, wurde zerstört. Ter Schaden beträgt zwischen 300000 und 400000 8Dif. Die besten Metzger Werkzeuge, Maschinen und Ersatzteile kaufen Sie bei J.B.HöusttMD —- Neustadt 56. zzz Telephon 660. {7274 t »rt?» ■nC1i Ärttag u^r-< ? .a her Türker" - ** luu lT, Heerwesen t- onders e jnr; , 6icJT**bic» S& säsh. Sw,1,l'5- fitSä SS*"* Letzte Nachrichten. Ter Bormarsch der Griechen. Athen, 20. Nov. Der Kriegsminister empfing ein Telegramm des Thronfolgers, wonach dieser «n 5. Nov. den Bormarsch von Bodeno, Gramatoko und sbohani aus angetreten habe. Unter fortwährenden flle gengüssen sei am 16. und 17. Nov Kumanowo, tzatranika und t^strowo erreicht worden. Gestern sei zwischen Sorovitz und den Engpässen bei Garnitschovo und vstrowo der Feind erreicht worden._____________ Irotf. lütlilen-Äbillühoh VisitkiirtPii die .Qarrc 2,50 Mk. frei ans ■ leSllnCXl IvU Haus liefert (7313 Äüterci Bb. Sommerkorn, Bleichstrahe 12. H. 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