Montag, 20. mai (912 Erster Blatt 162. Jahrgang Kr. M Die heutige Nummer umsatzt 12 Seiten. Adreßcntwurf. Der Adreß TN SN einer Meldung aus Smnrna aus der Gegend von Chios. Sie Haltung der Konstantinopel, 18. Die (Einigung über eine vesitzftener. Während die Annahme der Wchrv o r lagen im man durch Beunruhigung verschiedener Punkte Mleinaiiciu\ auch die inneren Verbindungen der lürlei zu erschweren Tie < uti.i Feil Italiens im Äegäischen Meere wird sich weiterhin in der Bc- 22 821 61 971 91188 216 48 811 [6001 92144 392 474 TOT 79 90 278 884 (8000] 483 628 648 85! 244 471 600 722 9 5389 90 « 2 81 91 98116 210 366 1000 J r 19 808 69 911 97108 [8000] ff 734 811 64 9 8010 100 9 60 61 n Wirkung mit Recht lütung von Verstopfung len. Von zahlreichen uchtkonfitliren M. I.— imdrllcklloh LAXIN. Die ietzirn Vorgänge im Reichstag. Die „Norddeutsche Ä l l g e m e i n e Zeitung^ schreibt: In der gestrigen Sitzung des Reichstages hat sich ciw Vorgang abgespielt, der aus dem gewöhnlichen pari amen-, tarijchen Rahmen heraussällt, und der, wie mehrere .Zeitungsberichte ergeben, nicht überall richtig bargcfielü wird.- Wir stellen daher den tatsächlichen Verlaus feit: 2er Ab-» geordnete Scheidemann als erster Redner zum Ctak des Reichskanzlers tarn in seinen Ausführungen, die von Anfang an von ungehörigen Wendungen ftroi . ■ i,..>^nehrq fach vom Präsidenten gerügt wurden, auch aus die Straße burger Aeußerungen des Kaisers zu sprechen und gcü brauchte im Zusammenhang damit Schmähungen gegen: Preußen, die selbst aus dem Munde eines SoIuc5w.no* traten im Reichstage bisher unerhört waren. D a an statt des von einem großen Teile des H a u -< seserwartetenOrdnungsrufesnureine .':l a fy nung zur Mäßigung feilens des Präsidenten erfolgte, sah sich der Reichskanzler mit den Vertretern des Bundesrars veranlaß:, der, Saal zu verlassen Nachdem Herr Scheibemann seine Rede beendet hattet erteilte ihm der Präsident für die Beschimpfungen! nicht einen Ordnungsruf, sondern beschränkte sich! auf die hypothetische Form der Zurechtweisung. Nach einer genauen Durchsicht des Stenogramms überzeugte sich der Präsident, das; diese Stelle o. r Sch.ioe-. mannschen Rede Ausdrücke enthielt, die Preu|,>. i aus daÄ schwerste beleidigten und er sprach nachti .. g l i c-. einen? O rdnungsruf aus. Danach kehrten die Mi. ( det des Bundesrats und der Reichskanzler zurüä Tas Verlassen» des Saales war allgemein als die schärf it . 7 o . it; d c s' Protestes gegen die unaualifi il. r r auf* gefaßt Korden, Die bürgerlichen Parteien gaben tyre# Deutsches Ueich. In der Sitzung der Sächsischen Zweiten K a m • in er am Samstag kam Fiuanziuiuisler v. .Seydowip bei der Beratung des Cisenbaunvoranjchlages am dir Zeuge der Reichs eisen bah ngömei ns ch aft zu sprechen. Er erklärte, diese sei gegenwärtig ohne jede pratii|che Bedeutung, weil die preugifche Regierung erst voi iurzem unzweideutig ausgesprochen habe, das; die preußische Fi* * nanzverwaltung ganz außer Stande sein würde, dem Anträge auf Uebergang der preußischen Ltaatseisenbahnen auf das Reich näher zu treten. Es bestehe also eine voll tont mene Uebereinftimmung zwischen der Auffassung der preußischen und d e i sächsischen 31 c - gierung. Bei Ablehnung der Reichseijenbahngemein- chaft durch Preußen fönnc an die Au.führung die,es Gedankens durch Sachsen nicht ernstlich gedacht werden. Bei dem Hamburgischen Komitee gingen bis 18. Mai für die Nationalflugspende l.,->0-> Mk. ein. In der letzten Woche wurden rund 34000 Ml. gesammelt. _______________________________ heute die Besprechung über den _ enuvurs betont bezüglich des Krieges, daß die Ottomanen, die wünschen ein wichtiger Faktor des Wetlsriedens zu sein, Die Forl- etzung und Ausdehnung des Krieges bedauern. Aber die otto- manische Nation, der vor allem ihre Rechte und ihre Souveränität heilig seien, verharre in der hartnäckigen Verteidigung der nationalen Ehre des Vaterlandes — Der zweite. Präsident des MriminalflcrubtS, ein Unteisuchimgsri htcr und einige Gerichtsbeamten aus Echos, die ihre Aemter aus Furcht vor einem italienischen Angriff verließen, wurden abgelebt etzung anderer Inseln zeigen. Tie Zahl der in die Ote’angenfdwft des Generals A nt c g l i 9 geratenen Türken beträgt 2300, darunter 36 Offiziere Sie zogen zwischen zwei in Reihen ausgestellten Bataillon u, die die v>c ivehre präsentierten, Hindura». Sie wurden nach Rhodos geführt, von wo sie sofort nad) Italien gebracht werden. u Miicg»bcntc beträgt 4000 Gewehre, zwei EebirgSbatterien, ztvei Maschinen gernebrbattenen und große Mengen Munit.o» Ter „Berliner Lokalanz." meldet aus Konstantinopel: Ein italienisches Geschwader kreuzt vor E I» > o '.Uad) hört man heftiges Geschützseuer türkischen Kammer. Mai. Die M a m m e r begann les. ein bayrisches«., flemetbet. x M Augsburgs ■ borden, ^(ht J * । Sten^? 8erlc^ i Kitten den Zug aani I großer Ärä * | abfahren Ich ^1 e'nen Zug nachzu.I 2^! °um Einheimische!: ß ^.«^großartigen 3» Unheimlicher: ty-, m bit Mte'ä ironiL chloß, den Großindustrie!. Geburtstag zum Ehren- süstete der Unterstühungz. und der Unterstützung-« )!k. Die Gesamtsumme bc ngen reicht an eine W seeboot „Eeo" ist du: oct. Das schiff, das vor nommen war, hatte eine 14 Mann sind gelandet, i. Das Schiff ist von der Instand anscheinend Hofs- SSL ae her iAn-alt mancher ft*- ß;", Knanoe^^fci 'eis. e* Tten Ms ■ sodann aina p«®?31” 7 dr°ULi,°er k' ec 1?- und 16 z 87 706 [10001 85 904 9 16 1 6 243 48 681 643 803 901 J 1 75 329 411 48 836 1 0597 J 0] 628 84 87 939 79 1041 8.« 726 39 945 1 08054 370 333 313 434 583 737 911 107 201 80 920 1 08064 232 80 738 K twsr«>' fcAwtS o] 421 68 698 701 IN »V . ) 308 85 15001 77 w MW WKK ? 62i 720 40 886 181°®^’f -ME B1R8 353 63 73 701 9S “ , 314 75 629 "glgl5 68 57 MMZ WÄW- 49 857.19451 890 934 3- ... 3 966 14*795 gT 736 Wp WWW O-W MW 45 1«,, 90 ” <1 Der Kaifer in Homburg. Homburg v. d. $?., 18. Mai. Tcr datier hörte Stute vormittag den Vortrag des zkriegsminrstcr General o. Heeringen und empfing später den lar|erltcyen Gesandten v. Reichenau. . . „ . Tas Kaiserpaar, Prinzessin Bittoria Luise und Prrnz Cslar unternahmen mit Gefolge am Sonntag vormittag einten Svaziergang nach dem Kurpark, wo sie am Gstisabethenbrunnen von dem Kurdirettor Grasen ^eppcltn ^iwpsangen wurden. Sie ließen sich die Ncuanlagen er- llftren. Der Kaiser besichtigte dann die seinerzeit aus seine Der italienisch-türkische Krieg. Italienischer Lieg in Rhodos. Rhodos ist nun endgültig im Besitz der Italiener, nachdem Die türkische Besatzung geschlagen und zum größten Teil nt Gcsangcnschail abgesührt worden ist. Eine Meldung aus Konstantinopel gibt dies selbst zu: K o n st a n t i n o v e l, 19. Mai. Nach einer im Kriegsministc- rium eingegangcnen Depesche haben die Türken auf Rhodos nach einem heftigen, angeblich 48-stündigen Kamps über 2 00 Tote verloren, der Rest der Türken, 1200 Mann, wurde gefangen genommen. Rhodos, 18. Mai. ** 2lu*laii0. Die schwedische Erste Kammer verwarf nach langer Aussprache mit 86 gegen 58 Stimmen den Gesetzentwurf der Regierung über die Einführung des-i Frauenwahlrechts zum Parlament Tie Ziveite Kammer nahm dagegen den Gesetzentwurf mit 140 gegen 66 Stimmen an. Ter Gesetzentwurf ist damit für Die»map verworfen. Heer und Flotte. Neue Krirgsichisse. B a r r o w, 18. Mai. Ter japanische Kreuzer „5T o n g o" ist heule vormittag in Gegenwart des tapanischen Botschafters! von der Werst von Vickers, Maxim u. Son vom Stapel gelaufen. Ter Kreuzer hat eine Wasserverdrängung von 27 500 Tonnen, die Länge ist 704 Fuß, die Schnelligkeit beträgt 28 Knoten. Er ist das schwerste je vom Stapel gelassene Kriegsschiffs da sich alle Maschinen außer den Turbinen bereits an Bord befinden. Newport-News iVirginia), 18. Mai. Tir Unlerdread- nought „Texas" ist heute vom Stapel gelaufen. Es dürfte^ das größte u n d ft ä r k st c K r i e g s s ch i f f d e r Welt fein. Seine Wasserverdrängung beträgt mit der gesamten Ausrüstung 28 367 Tonnen, die Länge 573 Fuß und die Schnelligkeit 21 Linolen. Neichslag mit einer Schnclliakcit und Einmütigkeit vor sich gegangen ist, die eines nachhaltigen demonstrativen Einorucks auf das Ausland nicht entbehren kann, hat, wie das ja freilich von vornherein zu erwarten war, die leckungsfragc nicht nur wesentlich größere Schwierigkeiten verursacht, sondern es steht schon jetzt fest, daß ihre endyültige Lösung der Zukunft Vorbehalten sein wird, k Immerhin ist cs auch hier gelungen, nach Parten Kämpfen | /ine Einigung zustande zu bringen, und cs ist mit Sicher- 1 i,eit darauf zu rechnen, daß das Plenum des Reichstags, | ivelches schon am Montag in die Beratung der Wehrvor- F lagen eintritt, sich auf den Boden der gestern vorn Bud F getausfchuß mit großer Mehrheit gefaßten Beschlüsse stellen r wird. Bemerkenswerter Weise haben sich zum Schluß alle [ Parteien auf den Standpuntt gestellt, daß der ur- jprüngliche Plmt der Regierung, wonach die Kosten der Lehrvorlagen lediglich durch die Etatsersparnissc mit Hilfe 1 der Aufhebung der Branntweinliebcsgabe gedeckt werden sollen, nicht mehr aufrecht zu erhalten ist. Dazu hat freilich auch die von der Ausschußmchrheit beschlossene „Reform" der Branntwcinstcucrvorlage ein gut Teil beige- tragen, denn die ursprünglich aus etwa 36 Millionen Mk. geschätzten Einnahmen aus dieser Maßnahme sind durch . die Abänderung und Abschtvächung der Vorlage allmäh- * lieh so zusammengeschrumpft, daß nunmehr kaum noch auf r die Hälfte jenes Ertrages zu rechnen ist, ganz abgesehen | davon, daß die durch die Vorlage unberührt gebliebene W Monopolstellung der Spirituszenirale dafür sorgen wird, I daß dieser bescheidene Gewinn für das Reich von den i Konsumenten getragen wird. I TaS Defizit, welches sich so für die Deckung der Wehr- I vorlagen ergibt, soll nun nnd) dem Einigungsvorschlag | der Nationalliberalen und des Zentrums provisorisch durch die Hinausschiebung der Zuckerfteucrermäßigung und endgültig durch „eine allgemeine, den verschiedenen Besitzformen gerecht werdende Besitzstcuer" gedeckt werden. Was die Zuckerstcucr betrifft, so ist diese im Jahre 1903 nach dem Inkrafttreten bei Brüsseler Zuckerlonvention von 20 auf 14 Mk. ermäßigt worden, und 1908 wurde beschlossen, sie vom folgenden Jahre ab um weitere 4 Mk. hcrabzu- setzen. Tiefe Maßnahme imirbe bei der großen Reichs sinanzreform auf ben 1. April 1914 hinausgeschoben, wäh renb sie nach bent jetzigen Vorschlag „spätestens nm 1. Oktober 1916" inkrasttrcten soll. Turch biese Htnnusschte- butifl der Steueren tg werden der Rcichskasse in br hdi etwa 40 Millionen Ml cingebracht, diese vorläufige Deckung der Wchrvorlagcn bedeutet aber eine abermalige Belastung der Konsumenten, da eine nicht eintretende Steuerermäßigung dasselbe ist wie eine neue Steuer. An die Stelle dieser provisorischen Tcckung soll aber nach der Einigung die endgültige Teckung durch eine Besitz st euer treten, und zwar soll die Regierung gehalten sein, dem Reichstage einen entsprechenden 0K'setzcntwurs dis zum 30. April 1913 vorzulegen. Tcr von tonservativer Leite gemachte Versuch, das Wort „Besitzsteuer" durch „Be Ijitzbestcuerung" zu ersetzen, scheiterte, und damit ist, wie and) im Ausschuß betont wurde, unzweideittig zum Ausdruck gebracht worden, daß nur eine allgemeine Besitzsteuer, d. h. eben nur die Vermögens- ober die Evb- schaf tssteuer, in Frage kommen kann. Welche von diesen beiden Steuerformen aber bic größeren Aussichten Hal, darüber kann kaum ein Zweifel bestehen, selbst dann, wenn etwa der Antrag der fortschrittlichen Volkspartei bc- messend Einbringung der Erbschaftssteuer im Plenum nicht zur Annahme gelangen sollte. Was bic Bcrmögen-'slcuer octrint, so ist cs nicht wahrscheinlich, baß her Bundesrat seine durch die Rücksicht auf die Einzelstaaten bedingten Bedenken jetzt zurückstellen wird, und der Reichsschatzfctte- lir Kühn hat ja auch, während er erklärte, baß bic Reichs- leitung dem EinigungSanlrag nid)t ablehnend gegenüber* stehe, zugleich den Vorbehalt geinackst, daß bic L>ohcits* rechte der Einzelstaaten hmsicluiich ihrer Vermögensbeftcue- rung nicht angetnftet werben bürsten, Bezug cmf bic krbanfallstcuer scheint ja das Zentrum, welches diefc steuer (noch vor drei Monaten als eine „Brüskierung zuruck- wics, setzt zu einer Revision seiner Anschauungen geneigt »u sein, und damit wäre, selbst wenn bic Konservativen auf ihrem ablehnenden Standpuntt verharren, auch ohne Hc Sozialdemokratie, aus die bei ihrer sehr vcrklauiulrcrten kmbfchaftssteucrbegeisterung im Ernstfall kaum zum rechnen ft, eine starke Mehrheit im Reichstage für bic .lachlaf;- Xuer gesichert. Was aber die Verbündeten Regierungen ctrifft, jo Iwben sic zwar, um bic Konservativen unb das Bentrum nicht vor den tfvpi zu stoßen, vffcubar uimt leichten ' Herzens aus biese Tcckungsmöglichkeit verzichtet, aber sie Derben diese schwerlich hartherzig zurückwerfen, wenn )ie ihnen von der Mehrheit des Reichstags freunbnnllig au .'m Präsentierteller bargebrachr wirb. Der Olehener Anzeiger M 'W<' MW Bezugspreis: erscheint täglich, außer jHw ▼ ▼ monatlich U’.,DtcrteI- 71 tt tot AM* «SK/Ivlivllvl vUljvMvl gernsprech-Anschlüße: N ■ Bf Verannvortlich '..r den für bie Redaktion 112, politischen Teil: August SS General-Anzeiger für Oderhefsen SsfeS NoIatlonkdiA» und Verlag ötr vrühl sch-n UniD..Bud)= und Sttinöruderei R. fange. Redaktion. (Erpeöition und Pmlerci! SchuNttatze 7. und hü Dormittagü 9 Uhr. Büdingen: Zenlsprecher Hr. 269 Geschäfttstelle Bahnhofstraße 16a. Auzeigenteü: H. Beck. Veranlassung geschehenen Baumsällungen und äußerte u dem später hinzuackommenen Oberbnrgermcistcr Lüblc >en Gedanken, bic Audenwiese als Park anzulegen und mit Blumen und Nadelholz zu bepflanzen. Cron berg i. T., 19. Mai. Tas Kaiserpaar und die Prinzessin Viktoria Luise waren heute nachmittag um 5 Uhr im Automobil von Homburg kommend hier cin- getrosscn, um das Prinzcnpaar Friedrich Karl von Hessen zu besuchen. Nach dem Tee fuhren die Herr- chasten nach Homburg zurück. Ter Kager unb Fürstbischof Tr. Kopp Breslau, 19 Mai Tcr Kaiser erkundigte fid), wic die „Schlesische Dollszcitui-.g' meldet, in einem ljer^ lichen Telegramm nach dem Befinden der Fürstbischofs Tr. Kopp. Auch üum Kronprinzen und einer Reihe anderer deutscher Fürstlichkeiten sind Tcicgranimc cinge- gangcn. lieber das Befinden des Fürstbifchofs D. Kopp wurde heute vormittag laut „Schlesischer Volkszeitung" folgen der Bericht ansgcgcben: „Bei langsam fortschreitender Besserung des Lolalbcsundcs macht sich die Rückwirkung der längeren Krankhcitsdaucr aus das Allgemeinbefinden cUvas mehr bemerkbar, jedoch nicht in befonders bcun ruhigender Weife." Tie Reife des Kaisers nach Hamburg. Hamburg, 18. Mai. Ter Kaiser wird zum Stapel l a u f des Dampfers „Imperator" am 23. Mai vormittags zwischen 8' ..—8 t Uhr mit großem Gesolgc im Tammtorbahnhoj cinttcffcn und von den Bürgermeistern Burchard unb Schröber empfangen werben. Tic Bürgermcisicr werben den Kaiser naü) dem St. Pauli- Landungsbrücken geleiten, von wo aus die Fahrt nach der Vuitanwcrjt um neun Uhr angetreten wird. Bürgermeister Burchard wirb bie Taufrebe ljalten, der K'aifer die Taufe des Schiffes vollziehen. Nach dem Stapellans, gegen 10 Uhr, begibt sich der Kaiser von den St. Pauli-Landungsbrücken zur preußischen Gesandtschaft. Um 12 .Uhr wirb ber Kaiser im Hause bes Bürgermeisters Burcharb bas Frühstück cinnehmen. Soweit bekannt, gebeult ber Kaiser etwa um 2'.» Uhr nachmittags vom Damm torbahnhof weiterzureisen. An bcm Stapellaus unb dein Frühstück bei Bürgermeister Burcharb wirb auch Herzog Albrecht vou Württemberg teilnehmcn. Der Streit um die französische Botschaft in Petersburg. Tas „Echo bc Paris", welches seine Melbung über bie von ber russischen Regierung geforderte Abbe.rufung des Botschafters Louis in vollem Umfange aufrecht erhält, berichtet, Iswolski unb Poincars hätten neuerdings eine Unterredung über diese Veröffentlichung gehabt und seien schließlich übereingekommen, daß Louis unter den gegenwärtigen Umständen seinen Posten nicht verlassen könne. lieber bic Ursache ber gegen Louis angezcttelten In- trigucn schreibt bas Blatt: In Petersburg besteht eine ein- slutzrciche Partei, bic Rußlanb in eine abenteuerliche Orientpolitik stürzen wolle und zu einem Anschluß an die italienische Aktion gegen bic Türkei dränge. Diese Politik l"ci durchaus nicht nach bcm Geschmack der französischen und der englischen Regierung, die eine strenge Neutralität beobachten wollten. Botfchastcr Louis habe eine Intervention Rußlands im Orient, die er gegenwärtig für sehr gefährlich halte, mit der größten Entschiedenheit be- kämpst und ^ch dabei die Feindschaft der Anhänger dieser Politik zugezogcn. Tem „Temps" zufolge rst es möglich, daß die ge- plantenbiplornatischenVeränderungennicht aus bic Petersburger Botschaft beschränkt bleiben, sonbcrn sich auch noch auf zwei andere Botschafter von bcrsclbeii Bedeutung erftreden werden. der elektrischen Bahn eint an Rheinhessen. und Hebereinftinrmung nut dem Reichskanzler durch starken Beifall kund, mit welchem sie die Rede des Kanzlers unter- stvichen haben.' Strom getötet wurde Becker von hier, als er Arbeit zu verrichten hatte und dabei die elektrische Leitung Kreid Wetzlar. . x Vetzberg, 18. Mai Ter Schart ich ist hie so stark aufgetreten, daß unsere Schule g.eschlosse: werden mußte. Die Krankheit ist bisher normal ver» laufen. . 1 s. AuSdem So Ims bachtal, 17. Mai. An dem umer» Ausbau der Stationsgebäude der Solmsbamt a» bahn (Albshausen—Grävenwiesbach) wird rüstig gearbeitet. *- - neue Bahnlinie wird eine Gesamtlänge von 24,0 Kilometer au weisen, davon entfallen 15,4 Kilometer auf den Kreis Wesw- Im Solmsbachtal konnten bisher nur eine Drahtfabrli und t\ - Fabrik landwrrtschanl. Maschinen uno Gcr-itc in Obernooricrou^ und einige [Innere, dem örtlichen Bedürfnis dienende vandw n betriebe entstehen. Die vollendete Bahn wird voraussichu eine nicht unbtixnücnbc Industrie (von 111 Grubemelderu ’ bis letzt kaum 40 ausgebeutet worden Hervorrufen. kehrsgediet umfaßt etwa 220 Quadratkilometer mit rund Bewohnern. Hclicn-N-nau. Königsberg, 18. 2)toL Am Hiinmelfabmac- verunglückte beim Radfahren der Sohn des Wirtes öakt' von BlaSbach, der auf der Fahrt nach Bieber begriffeni und auf der jäh abfallenden Straße hinter unserem L» - Gewalt über seine Maschine verloren hatte. An der gl- ■) Stelle in der Kurve, wo schon so viel Radsahrunfälle d° _ gefallen sind, flog Faber mit dem Kops an einen 2?ouin u blieb besinnungslos liegen. Architekt Karl PH- Müller Gießen, der unmittelbar nach den» Vorfall mit semem ’ " mobil aus dem Biebertal kam, nahm sich des vet e5^‘ jungen Mannes an, legte ihm einen Notverband an ' brachte ihn noch HohenjolmS zum Arzt und dann nach Ans Stadt und Land. Gießen, 20. Mai 1912. L U. Dem Prioatdozenten der Botanik an der Landes- unsversität, Dr. Werner Friedrich Bruck, ist die venia legendi auf das Fach der „Tropischen Landwirtschaft erweitert worden. _ ** Der Vorsitzende der Abteilung für Steuerwescn im Finanzministerium, Geheimerat Dr. Becker, nahm während der letzten Wochen als stellvertretender Bundesratsbevollmächtigter Hessens an den Ber- > andlungen der Branntweinsteuerkommission des Reichstags in' Berlin teil. Nachdem der Ausschuß die zweite Lesung der Vorlage beendet hat, ist Geheimerat Dr. Becker wieder nach Darmstadt zurückgckchrt. •• RuhestandSversetznno. Der Großherzog hat dem Forstwart der Kommunalforstmartei Gedern, Karl Junker zu Gedern, aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand daS Band deS Verdienstordens Philipps deS Großmütigen zu dem ihm bereits verliehenen Allgemeinen Ehrenzeichen mit der Inschrift .Für treue Dienste' verliehen. ** Aus dem Militär-Wochenblatt. Mit Wahrnehmung einer offenen Assisten.z-Arztstelle beauftragt: Pröhl, Unterarzt beim Großh. Hessischen Artillerie-Korps, 1. Hessisches Feldartillerie-Regiment Nr. 25; Gruner, Unterarzt beim Infanterie-Regiment Prinz Karl, 4. Hessisches Nr. 118. ** Regimentsj ubiläum. Aus allen Teilen des Hesicn- landes und aus Frankfurt, Siegen, Wetzlar und Marburg hatten sich gestern Abgesandte ehemaliger Angehörigen des Kaiser-Wilhclrn- RegimentS eingesunden. Als Vertreter der „Hassia" war Hauptmann Waldecker-Tarmstadt erschienen. Im Cafe Amend begrüßte der Vorsitzende des Vereins ehemaliger 116er, Rechtsanwalt K aut- mann- Gießen, die Kameraden und aanz besonders den Obersten des Regiments, von Trotta, den Major von Bibra und die übrigen Offiziere des Regiments. Rechtsanwalt Kaufmann erstattete Bericht über die bisherigen Besprechungen. Es wird mit einer Teilnehmerzahl von 10—12 000 Kameraden gerechnet, tchon letzt haben sich über 5000 Regimentsangehörige organisiert. Oberst von Trotta bat, von einer Festipcnde an das Regiment ab- sehen zu wollen. Die Frankjurter und Marburger Vertreter wrachen dafür, andere Redner dagegen. Die Stiftung wird mit Mehrheit abgelehnt. Die Regimcntsgeschichte wird von Generalleutnant Klingelhöser-Gießen versaßt und wird aus etwa 50 Psg. aas Stück kommen. Kullmaun-Vilbci wünscht, daß die Knegs- Dcteranen die Geschichte kostenlos erhalten. .Tic Vereine und losen Vereinigungen sollen bis 1. Oktober die Zahl der gewünschten Exemplare angeben, die Verteilung erfolgt dann durch die Ortsobmänner. Ter Regimentsvertreter erklärt, daß es dem Regiment unmöglich sei, die 10—12 000 Kameraden auf seine Kosten zu bewirten, es sei deshalb ein kleiner Festbeitrag notwendig. Die Leute sollen in Bürger- und Massenquartieren ^in Gießen und den umliegenden Orten untergebracht werden. Tie in der weiteren Umgebung Wohnenden sollen durch Sonderzüge noch nachts in die Heimat gebracht werden. Ueber die Speisung der Leute soll mit dem Gastwirteverein verhandelt werden. Es wird dann unter dem Namen „Jubiläumsvereinigung ehemaliger 116er" ein loser Verband gegründet. Kullmann-Vilbel und Daab-Lollar beantragen die Gründung eines geichästsführenden Ausschusses. Dies geschieht und es sollen die Vorsitzenden der Vereine und der tosen Vereinigungen dem Ausschuß angehören. Dieser.bestimmt einen engeren Ausschuß. Bei der Vorjtandswq.hl wurden gewählt: Rechtsanwalt Kauimann als 1. Vorsitzender, Blank-Gießen als Schriftführer und Borger-Gießen als Rechner. Der Oberst I-ebt ausdrücklich hervor, daß alle ehemaligen 116er der Feier beiwohnen tonnen und sollen, einerlei ob sie der „Hassia" angehören oder nicht. Eine ledhaste Aussprache entspann sich über den Festbeitrag und die Ausgaben für Verköstigung und Uebernachtuitg. Eine Einigung konnte nicht erzielt werden, die Sache wird dem Ausschuß überlassen. Mit einem Hoch auf den Regimentsinhaber, den Kaiser, schloß der Vorsitzende die Versammlung. *♦ Tas Museum des Oberstess. Geschichtsvereins und die Wilhelrn-Gailsarnrnlung haben wieder eine ganze Reihe Neuerwerbungen zu verzeichnen. Hervor- zuheben sind außer Waffen, Münzen, Porzellan und Steingut. Eine Zeichnung von I. G. Wille mit eigenhändiger Widmung 1786. Wille wurde 1715 auf der Obermühle bei Rod- Heim a. d. Bieber geboren. Tas Museum besitzt eine größere Anzahl von ausgezeichneten Kupferstichen von Wille. Beachtenswert ist eine Reliefdarstellung des neolithischen Wohnhauses von E b e r st a d t, Kr. Gießen, aufgedruckt 1911, Geschenk des Römisch-Germanischen Zentralmuseums zu Mainz. Eine sauber und lehrreiche Nachbildung einer Pfahlbauhütte wurde durch Oberprimaner W. Schmidt gestiftet. Tie Kasse des Obcrhesi. Geschichts-Vereins wurde durch Uebersendung von 500 M k.hocherfreut, und wir statten dem ungenannten Gönner an dieser Stelle unseren herzlichsten Tank ab. " Der Buren-Zirkus eröffnete am Samstag abend auf dem Juxplatz an der Lahn fein hiesiges Gastspiel mit einem sehenswerten Programm^ das sehr viä Beifall fand. Außer den gewohnten Zirkuskünsten ist auch manches neue und eigenartige zu sehen und manches, was man seither wohl kaum schon einmal in dieser Vollendung gesehen hat. Ta sind zunächst die Pferde- dressuren des Direktors Leysek, der seine schönen Tiere u. a. in ?incr sehr schwierigen Hebung ohne jedes andere Hilfsmittel als seine Kommandos leitet, ist das rechnende Pferd, das in sehr iiinerhaltender Weise seine Künste zeigt und vieles andere mehr. Sehr interessant ist das Zlvergzebu, das von Herrn Jackson vor- gcfuhrl wird, das dressierte Wildschwein, das Herr Fred den Beiuchcrn vorstelll u. v. a. Vorzüglich berittene Neger treten als Jockei) aus, Messer- und Tomahawkwerfer verblüffen durch ihre außerordentliche Sickterheit und als Kunstschütze findet der 2iret- tor mit recht großem Beisall. Hervorragende Vertreter der Akrobatik sind die Mpolous, die sehr schwierige Vorsührungen boten. Zu erwähnen ist vor allem noch die von Herrn Fernando gerittene hohe Schule und dann die Paiitomime: Der Ueberiall, in der vor allen Dingen die ausgezeichneten Lassowerser zu erwähnen sind. Mehrere schwarze und weiße Spaßmacher sorgen für lustige Abwechselung. _ * Zirkus Map. Man schreibt uns: Zu den Psingst- Feiertagen, an welchen die Bürger sich von den Lasten und Mühen des Tages mit Unterhaltung zu zerstreuen pflegen, kommt ein Gast in unsere Stadt, der, nach dem guten Ruf, der ihm voraus gebt, sich auch bei uns viele, viele Freunde erwerben wird. Mit einem gcroaltigen Transport — 2 Sonderzügen — wird er Gießen erreichen mit Löwen, Tigern, Eisbären, braunen und Kragenbären, Panthern, Leoparden, Zebras, Zebus, Kamelen, Gua- naeos, Hirschen usw. zieht er in Giepert ein. „Zirkus May" nennt sich unser Gast. Erfreuen will er Handwerker und Arbeitsmann und Aristokrat mit den Leistungen der Manege. Spiel und Sport in glänzendem Rahmen! Zirzensische und artistische Künste in hödntcr Vollendung. Tazu im weiten Rund des Zentralkäsigs, hinter den jchü freu Den Stäben des Probierzwingers „Raubtierdressuren '. Für ieden Besucher bietet der Zirkus etwas intet* ks,autes. Keiner wird und soll zu kurz kommen. Allen wird Freude und Zerst ung geboten. Eine ganz besondere Attraktion rührt der Zirkus May mit sich, von keinem anderen ZtrkuS ge- zeigt. Ein lebender £)rang-Hlang ist es, ein Menschenaffe, Io- lanntt genannt. Johanna lebt ihr Affenmädchen-Leben frei in i uniit zimmer. Mein Käsig zwinge ne zu unnatürlir. .m Hin und .»er hinter eisernen .Stäben. Tas eben war der Feister, non zoologischen Garten begangen, und das stets mir dem Eingehen einei derart empfindlichen Tieres, wie es ein Menrchenarre ut, b'i'can wird £ III Drang lebt ieu in Europa, und dieser einzig: Orang bennbet sich im Zirkus.May. In kem« andern Lukus- Sflritelluna taiyi öä Orang yn Mnicheu-LchvltchkLst gezeigt werden, nur an Zirkus Rcap. Tesyalo hat ,>o>^...ia cua och immensen Wert von hunderttausend Mark. Teshalb bietet auch der Zirkus Busch-Berlin eine Monatsgage von 12000 Mk. So kommt Zirkus Man, gerüstet zu sröblickcm Sinei nach Gießen. Und in den Pfingstfeiertagen wird jeder, der Unterhaltung und Zerstreuung sucht, wissen, wohin er seine Schritte zu lenken bat. ** DiezweiteUcbung der Jugendwehr sand für die Gruppen 3—6 am Samstag nachm. statt. Sie exerzierten zunächst etwa eine Stunde, während von jeder Gruppe fünf Jungens im Signalisieren mit Winkerflaggen nach dem Morsealphabet unterrichtet wurden^ _ Hierauf wurde ein Pfadfinder spiel in dem Waldstück östlich des Eulenkopfs, dem folgender Gedanke zugrunde lag, durchgespielt: „Eine Anzahl roter Versprengter, von denen einer das Tuch einer Fahne versteckt trägt, verbergen sich im Walde. Blaue Feinde dringen von allen Seiten ein. Es kam daraus an, daß Rot das Fahnentuch durch Blau hindurch, ohne daß der Träger des Tuches abgeschlagen wurde, auf den Eulenkopf rettete." Die Gruppen 1, 2 und sieben versammelten sich Sonntag morgen 7.00 Uhr an der Germania und unternahmen einen Marsch von 12 Kilometer, bei dem gleichzeitig folgende Hebung erledigt wurde: „Eine rote Abteilung soll innerhalb IV2 Stunden über den Hohen-Wart-Berg den Schiffenberg erreichen. Blau, dem das Marschziel von Rot unbekannt war, soll verfolgen. Während Rot zur Verschleierung seines Marsches Patrouillen zurückläßt, schiebt Blau solche vor, um die Verbindung aufrecht zu erhalten. Für Rot kam es daraus an, Blau irre zu führen; wenn ihm dies gelungen, wenn es den Schifsenberg erreichte, so hatte Rot gesiegt." Gelegentlich der Uebung wurde über Zurechtsinden im Gelände unterwiesen. Der an diesem Tage beteiligten jungen Kauf- leute wegen mußte die Uebung um 10.30 vormittags beendet sein. *♦ Ballon-Unsall. Am Samstag abend zwischen 8 und 9 Uhr fand auf dem Sportplatz des „Vereins für Bewegungsspiele" an der Marburger Straße die Füllung des Riesen-Luftballons (System Montgol- fiöre) zu einem Probeaufstieg statt. Kurz nach 9 Uhr stieg der Ballon mit Herrn Baumgart auf dem Trapez in die Höhe. Als das Luftschiff die Höhe von schätzungsweise 70 bis 80 Meter erreicht hatte, legte es sich aus die Seite und durch einen Riß in der Hülle entströmte die heiße Lust; der Ballon schlug um und sank. Von einer Höhe von etwa GO Metern sauste der Ballon mit Herrn Baumgart mit riesiger Geschwindigkeit injne Tiefe. Der sofort gerufene Arzt konnte an Ort und Stelle keine ernsteren Verletzungen des Herrn Baumgart feststcllen. Auch die nähere Untersuchung des Verunglückten ergab, daß keine Lebensgefahr besteht. — Von einem Beteiligten wird uns folgende Darstellung des Unfalles gegeben: Als der Luftschifser schon auf dem Trapez stand und der Ballon die Erde verlassen hatte, verfing sich ein Haken in dem Tuch des Ballons. Der Ballon stieg ungefähr 300 Meter hoch und der Stofs riß schnell weiter. Der Ballon drehte sich zwei bis dreimal in der Runde und stürzte daraufhin ab. Durch die Geistesgegenwart des Herrn Baumgart ist der Sturz noch glücklich ausgegangen. Der Luftschiffer kam stehend wieder zur Erde und hat sich nur Verrenkungen zugezogen. Die Wiederherstellung des Ballons wird ungefähr 10 Tage in Anspruch nehmen. " Ein aufregender Vorfall, der beinahe ein Menschenleben gekostet hätte, trug sich heute vormittag nach 10 Uhr an der Ecke des Kirchenplatzes nach dem Marktplätze zu. Eine Schulklasse vom Lande wollte die Fahrstraße überschreiten, als vom Marktplatz her in rascher Fahrt ein Radfahrer sich näherte. Er läutete, aber die Kinder konnten in der Verwirrung nicht rasch genug ausweichen, so daß ein Mädchen angefahren wurde und zu Boden fiel. In demselben Augenblick kam ein Bicrfuhrwerk um die Ecke, die Pferde gingen über das Kind hinweg und alle Zuschauer erwarteten, daß das Mädchen entweder tot oder doch schwer verletzt herauSgezogen werden würde. Statt dessen stellte es sich glücklicherweise heraus, daß das Kind nur einige leichte Hautabschürfungen an der Hand davongetragen hatte, im übrigen aber völlig unverletzt geblieben war. ♦* Gestohlen wurde am Samstag, 18. ds. Mts., abend ein großer Teppich, der auf einem Grundstück in der Gutenbergstraße aufgelegt war. Vor Ankauf luirix gewarnt. ** Unglücks fall. Gestern abend i/<9 Uhr wurde im hiesigen Rangierbahnhof der Rangierer Friedrich Volk von Dutenhofen, als er sich eine Laterne holen wollte, von einer Rangiermaschine erfaßt und ihm der rechte Fuß abgefahren. Volk kam in. die Klinik. Landkreis Gießen. z. Leihgestern, 19. Mai. Schwere Roheiten begingen aus der Rindsmühle gelegentlich einer Tanzbelustigung zwei junge Bahnarbeiter aus einem 4tachbar- ort. Der Kellner, der sie aufforderte, ihre Störungen zu unterlassen, wurde so zugerichtet, daß er blutüberströmt und bewußtlos in die Klinik gefahren werden mußte. Der Wirt erhielt Kopfwunden und mußte vom Arzt vernäht werden. Sein 20jähriger Sohn wurde ebenfalls mißhan- delt. Die Raufbolde schlugen alles entzwei: Stühle, Gläser, Flaschen usw., so daß die Gäste flüchteten. Erst als der Wirt einige blinde Schüsse abgab, entfernten sich die Raufbolde. Untersuchung ist eingeleitet. —m. Hungen, 19. Mai. Am^ Freitag begingen Hotelbesitzer Gustav Kohlhet-er und Fran das Fest ihrer silbernen Hochzeit. Der Gesangverein „Liederkranz" brachte abends dem Paar in Gestalt eines Ständchens seine Glückwünsche dar. Der Jubilar dankte für die ihm und seiner Frau erwiesene Ehre und lud die Sänger zu einer Nachfeier ein, die am Samstag abend bei Musik- unb Gesangsvorträgen einen sehr schönen Verlaus nahm. Kreis Büdingen. H. Büdingen, 17. Mai. Gemeinderatssitzung. Aiuvcsend: Bürgermeister Fendl, Beigeordneter Dotter und zehn Gemecnderatsmitglieder, als Vertreter des Fürpen Kammerdirettor Tr. Weimer und Kreisstraßenmeister Straub. Tas Gesuch einiger Bewohner des Großendorss um Anlage eines kleinen juß- wegs im Z i e g c 1 b e r g w e g wird, nachdem sich der Gemcrnde- rat durch Lrtsbesichtigung von der Notwendcgkert der Anlage, bic 50—60 Mk. beansprucht, überzeugt hat, genehmigt. — Zum Gesuch des Wilhelm Iöckel beschließt der Gemeinderat, auf der Unken Seite die Straße bi- zu den Anlagen des ^kr reg erben km als zu verbreitern, aus der anderen ^eitc gleufr- falls bic Fahrbahn um 1 Meter breiter zu gestalten und dann erst ein erhöhtes Trottoir mit Mosaikpilaster deritcllcn zu wpen. — Tie Anlage eines Vorgartens vor der Gewerbeschule wird genehmigt unter der Bedingung, daß die Anlage nach Angabe der Bauleitung ausgesühtt wirb. Auch die Benutzung des itäbtifdxn Geländes im Weg nach dem Junkern hör wird unter der Bedingung zugcstanben, daß ein Fevers ausgestellt und eine I kleine Anerkennunc,sget>uhr an die Stadtkasje S"ahtt wird. — $4C Saunanlay das ")toU*ün Mauser, bic gegen bic tbqtimmjing m. Offenbach a. M., 19. Mai. In dem Elektro»' werk wollte der in dem Versandlager beschäftigte Ai? beiter Jos. Witz Holz nach dem Fahrstuhl sehen, als dicfc: von dem oberen i^ejchoß heruntertam. Der Unglückltch: wurde von dem Fahrstuhl ersaßt und am Kopfe schwer verletzt. Wihholz wurde tns städtifche Krankenhaus gf bracht, wo er in bedenklichem Zu st and darniederliegl Den Lehrern der hiesigen Volksschulen wurde der Urlaub zu der Teilnahme an der Allgemeinen Deu' schen Lehrerversammlung, die während brr Psings* woche in Berlin tagt, versagt. Da in anderen hess^ schen Orten der gleiche Urlaub ohne Bedenken gewapj- wurde, haben sich nunmehr die abgewiesenen Lehrer wegcr Urlaubserteilung an das Ministerium gewandt. Kreis Schotten. O Gedern, 18. Mai Der hiesige Steinbruchbesitzec Ober heim verunglückte heute in seinem Stein» bruch. Er war mit Steinbrechen beschäftigt und nicrtie, baß sich über ihm plötzlich Steine lösten. Er wollte rasch beiseite springen, glitt aber aus unb mürbe von ben herabstürzenden Steinen schiver am Kopf und den Armen g.« troffen. Förster Bauer entdeckte den Verunglückten um leistete ihm die erste Hilfe. Der Mann mußte mit einem Wagen nach Hause gefahren werden, wo er schwer ver» letzt barnieberlicgt. Kreis Friedberg. X. Nieder-Esch bach, 19. Mai. Vom elektrtfche, in Dberurie l der Weißbindtt yauei iAS°Mc rAtzer« ZW Säi ’W11 I I ^ Mittags I Girant'1. -nu'llfh I \. Mem I S';'.!ul'ngE 1 I -Ä"« I ' k die emp P I *■; ; LolM-de kr lallen du^ B ,;ur I KKisrinöersu ^rkis-Rin.d< hielt am eo I ccuPtoeri I Zirtftor des I -^iberiit tut 19 I 7, {'aurtr-criammli I ' -urden hierbei _ I 7 iptredienDen - I UNd Sh-uei I fang guter Zuck | -nn und 'Mer n If-vieuie mußten |;7- und es konnte ■wynibe Tätiakeit« ■lifafeit zur vcraroß Iryaibrm weben, ■h’rf. inroßen-Linde |E vivaschaftlichm M der yerbbi | Sattagseinnahm | , au Zinsen |ir I Ü'tn Giesen unö I Tem Sapiti | srleiien, so daß es * wägt 493,05 9 ? frirtona gute Fort! is hrrdbuchliere uni : 3b abgelavienen j j^r>snr. Mainzlai ■ jb, tzroßen-Linden, 1 n Hattenrod und r ier Loranschlag xi und Ähaucn fi 11 tu Lori rage 101 I s-SÄrtn soll eine |ti W Urteil 11 & kommen bet i r. cünmentaler Zu VM ausbezahll wu «Kotljtn Nachdem Ist bit Anlage von i ieiien Antrag hii fidi: 2er Beamt« I m fcläuterungcn ü ' tie,l«eine roeientlii Um die Rind a Kerkblail für dic ■tito manchen Fin, y LeäMensmännei ; "kiM der perdbui 6 T- rmngscheine aus berührte. Starkenburg L'j S lo des 2_ . . .;Jil:.üt.iii* V.. iuL.’. I0il o lUit-C.i*J.I * 7'7 , •: VOV F5 8 Iadren abgc’d>(oivr?ii V-r'lwi wurde i Meuter int Beitrag die Vererbtigung zug^prowen, bic EinsriM- i qung auf diese Weise heriustellen. Nach den heut-gen Verdäst nissen ist sie aber durchaus rnißftändig. zte Bürgermeister?, wird beauftragt, mit Meuser wegen Befcitigung zu verhandeln — Aus Ersrarnisrücksickten wird bic seitherige E n a"ung der Anlagen am Kriegerdenkmal aus Sandncinrandsteinc bcüsisen: die fehlenden Steine fallen durch neue ersetzt werden. — Zu bem wiederholt eingereichten Gesuche des Baurats Funk um kaui liche Uebernabme ber von ihm vor etwa 8 Sabren aur ferne »osten ausgeführlen Wafferleitung wird befcklossen, nockmals über den Preis zu verbandeln. Da der Weg, in dem die Leitung liegt, an manchen Stellen um 3—4 Meter ausgefüllt werden muß, wird bic Leitung in einigen Jahren wertlos. Hausanfcklüne iutb in biefet Tieie nickt mehr herzustellen. Um aber den ubngcn Be wohnern dieser Straße heute sckon den Bezug von Da'ier Dauic bes Friedrich Breidenbach in der Altstadt, der Quadratmeter zu 3,50 Mk, wird beschlossen. — Ter „Gasmeistervertrag' wird in nichtöffentlicher Sitzung genehmigt. Kreis Lauterbach. (:) Lauterbach, 18 Mar. In einer heute abge- halte neu Hauptversammlung des lanbtoitt- chaftlrch'en Bezirksvereins Lauterbach berichtete Landwirtschaftslehrer Schwarz-Gießen über eine vom Landwirtschaftskammerausschuß für Cberbeffcn geplante Errichtung einer Kälbervermittlungsstelle die Angebot und Nachfrage von zur Zucht geeigneten Jungtieren regeln soll. Bisher sind an Orten mit entwickelter Viehzucht derartige Tiere mangels geeigneten Ad- atzes vielfach geschlachtet worden, jpäbrenb anderorts Bedarf ist und gute Preise angelegt zu werden pflegen. — Ferner wurde eine Abänderung der Kör 0 rdn u n g bekannt gegeben, die die Vorführung aller Herdbuchtiere vor eine Kommission in dreijährigen Zwischenräumen Vorsicht. Man will hierdurch verhindern, daß zur Zucht ungeeignete Tiere fernerhin als Herdbuchtiere notier geführt werden. Im Kreise Lauterbach findet in diesem Jahre eine derartige Schau für das Schlitzerland statt. Ctnc Zuchtviehauktion für die Kreise Lauterbach und Alsfeld findet am 29. Mai in Alsfeld statt. Eine Anregung, diese bewährten Auktionen tünftig abwechselnd in Lauter- bach und Alsfeld abzuhalten, soll der maßgebenden Stelle zur Berücksichtigung empfohlen werden. — Für Vtehpra- mierungszwecke sind der S t a d t L a u t e r b a ch vom Land-1 wirtfchaftskammerausschuß 120 Mk. überwiesen worden. Herr Schwarz hielt noch einen Vortrag über „Aufgaben auf dem Gebiete der Stammbaumfor-i f di ung", welcher moderne Anschauungen inbezug auf Viehzucht im allgemeinen behandelte. Zum Schluß der Per- j sammluug fand gemeinschaftliches Elfen statt mit Ab- schieds feier für den nach Friedberg verhetzten Kreis- amtmann Herberg von hier. Sq fceut’sich Jeder. der Besitzer eines „VefllMfe Qe»-Badeofens“ Ist JoK. Vai Ilan t G.m.b.H, Remscheid Gas-Badeöfen und automatische Heisswasserapparate. Katalog kostenlos. Verkauf nur durch Installateure. \' niiiir. M der Tas Luftschiff ,,Viktoria Um 8>« Uhr war es bereits wieder in Rranfairt und wurde. Fabrlkaet: , 19. Mai. Zur 5. Etappe des Deutschen [i Oberrhein Frankfurt am Main- Kaufhaus Fritz FJowach Sommer-ßandsdiuhe Enorme Auswahl! Billige Preise! Unreiner Verkaufsstellen durch dienen Plakat kenntlich. Amtlicher wetlerdericht. Wetteraussichten in Hessen für Dienstag, den 21. Mai 1913; Zunehmende Bewölkung, geringe Niederschläge, kühler. Ja keinem Haus hall fehle Roggenbrot iSvezialit.1 von Sinzerrdacher Stühle. Teleohon 770. Lieferung: Dtensl-.Donnerst. und Samstag. SKederoertLoer gondtt- Vorzüglichen Z 1910 er Iplelveiö Weiss-, Rot- u. Süd-Weine Kognak. Mousseux sowie alle sonstigen Liköre rc. in all- Preislagen billigst bei August Wallenfels Marktvl. 17. Tclepb. 262. Zuckerkranke, Magenleidende sollten Studt’s Xrenznacher Grahambrot effen — ein bekömmlicheres Brot gibt eS für sie kaum. Studt’s Grahamhaus, Kreuznach. 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Das Luftschiff bewegte sich bi< 7 Uhr in der Luft in einer Löhe von etwa 450 Metern und vottführte verschiedene Schleifenfahrten, bturj nach 7 Uhr erfolgte die Landung. riedberg. 19.®«. i Oberursel dcr W m der elektrischen nb dabei die elektrische > Weiss. Seitabalisl und Voile > für Blusen, Kleider Mtr. 1.40. 1J0 und 1.00 Mk. I. Salon $ Cie. Karlsruhe ,2U. Mai. Zur (Stoppe Karlsruhe—Fre»r^ ftorteten deute morgen bei wölk ntosem Himmel v-ruinont um 4 Uhr 32 Min 4ra' Wolfisi ! um 4 llbv_-*3 Mm 4 '"'^er, Oberleutnant Barend um » Uhr 23 Min 20 »<<., l beringens» Lirrh vunh 5 Uhr, außer .M-onturrcni Leutnant And) um 4 llhr 48 Min. 30 Sek. Leutnant Hartmann vom Forchheimer (SrerAtei* platz kommend, landete um Uhr 40 Min. glatt an' dem wütigen Ercraiervlatz. Dem Abflug ivodnre zaklreiches viiblinim bet, muh der (Srotibersog von Baden war zugegen. Badcn - Lo >, 20. Mai. Die ..edivahen" mu 12 LaFo- gieren an Bord bai inn 6,36 Uhr die Fahrt noch ivreümrg oä- getrcten unter Leining von Oberingenieur Dürr cic mextete dort zunächst die Anttinn der von Karlsruhe tonrmrnbcn Fliege ab und flog hinter dlesen Freiburg zu. Freiburg, 20. Mai. ?lls erster landete auf dem In engen Flugplatz Oberingcnicur Hirtb um 5 Uhr 10 Min Graf DolfS- kecl flog um 6 Uhr 43 Min., Leutnant Madnke iijn 6 Uhr 52 Min. und Oberleumant Barends um 7 Uhr 13 Min Freiburg, 20 Mai Leutnant Fisch ist 7,23 Udr glatt gelandet — Oberleutnant Hartmann kam gleichzeitig mit der Schwaben an Fr landete 8,24 Uhr, roäbrcnb des Luftschiff 8,30 Uhr landete. ♦ Frankfurt a. M., 19. Mai. Gestern abend fand die Eröffnungsfeier des neuen Eulerstuavlatzes statt- Prinz Leinrich von Preutzen, der älteste Euler-Pilot, hielt die EröfsnungSan- wwjeutuiifl des deutschen Männergesanges hin. Darauf sang bet Verein Teutonia ein BegrußungslieL Es folgten ^onzbelustigung und Gesangsvorträge der auswärtigen Zchweres LlsenbahnunglüL Auf der französischen Nordbahn bat sich ein schweres Eisenbahnunglück ereignet, das 11 Menschen das Leben kostete, lieber die näheren Umstände erhalten wir folgende.Trahtmeldungen: Paris, 18. Mai. Auf der Nordbahn soll sich beim Pont Morcadet ein folgenschwerer Zusammen st ost ereignet haben. Wie es beifei, sind mehrere Passagiere getötet worden. Paris, 19 Mai. lieber das Eisenbahnunglück bei Pont Marcadet wird amtlich bekanntgegeben: Drei Wagen des Zuges 31 wurden von der Lokomotive des Zuges 434 jcrmalmt. Bon den Reisenden in diesen Wagen wurden 1 1, darunter drei Militärpersoncn, getötet und d9 verwundet. ^MSlckilM schallt laut und frei und sie war am Tage vorher so überangeatrengt worden, dass am Abend kein Ton mehr heraus kam. Einpaar Wy her t- Tabletten haben die Stimme wieder rein, den Hals frei gemacht. Sie 1 sind für niemanden zu entbehren. viel und laut zu sprechen hat. Eine Schachtel mit ca 400 kostet in allen Apotheken nur 1 Mark. . ss-A. in Giessen: Pelikan-Apotheke Kreuzplatz 2. erbach. 'er hiesige Steinbruchd^ e heute m seinem 6hJ echen beschäftigt und md [eine lösten. Er wollte q rs und mrde von den M n Kops und den 9lnn(sJ .eckte den Verunglückten w Der Mann mutzte mü A werden, wo er schwer q Pickel. THteffer, Blüten verschwinden sehr schnell, wenn man abends den schäum von Zocker-* Patent-Medizinal-Seife. ä St. (15 e,0 ifl) und 150 M. <351 ifl, stärkste Form» eintrotfnen läßt. Schaum erst morgens abwaicbcn u-mitZuckooh- Creme lä /D Pi u. 2 M3 nachstreichen. Grostartige Wirkung von Tausenden bestätigt. Zu haben in der Uev vcrntätc> Äpotbeke, Hirich- Apotbcke, bei Ang. Noll, E Seibel, W Kilbinger, C. Sckaaf, (5. ft am, (ynrit Pcrstcigeruna. Dienstag, 21. ds. Mts., uacbm. 2 llbr, versteigere ich Bnbubontr. 57 dadier gegen Barzabluug: 1. 1 Büfett, 1 Kredenz, 1 Umbau, 1 Küchenbüfett, einen Divan mit Umbau, einen Ausziehtisch. 6 Stühle, ein Ehai'elongue, 2. 30 Lorbeerbäume, 1 Automobil. iLasienschrank.eine Schrcibmasch^Tvczerci-u. Schubwaren, Zigarren u. Zigaretten, 1 ’« ^tuck Deitzwein, *2 neue Bett- stellen mit Matratzen, zwei Nachtschranke, 1 2-chrerb^ tisch u. a. m. 13606 Tie Versteigerung zu 1 findet bestimmt statt. Born, Gerichtsvollzieher tn^tefeeu. Naturreine Fnichtsäfte. Marmeladen Prospekte gratis Reformhaus Kreuzplatz 5. 2992 Letzte Nackrictzten. Tanger, 20. Mai. Unter den Eingeborenen erhütt sich das Gerücht, dafe der Sultan h.eimlich abgeban.lt habe. St 0 ckh 0 lm , 20. Mai. Gestern in aller Frühe wurde ohne jedes Gedränge Strindberg beerdigt. Die Menschetnneuge, die den Weg vom Trauerhausc bis zum Friedhof besetzt hiät, war groß. Ein langer Zug von Arbeitern, Äochschülern und Studenten aus Upsala und Lund folgten dem Lctcheit-ua. Die Feier machte in dieser Stille und Einfachheit großen Eindruck. 's Kit® -ij | »ifcf f ■tSä9’|lll.,«tknli.':, I I * Wtlagin. ” ,™’™ MNÄ- IÖSSÄ« Luftschiffahkt. Ob er rheinischer Zuverlass igkeitsflug. ! Mainz, 19. Mai. Die am Himmelsahrtttwe abgesagten Passagierflügc des Zeppclinluftschifses „Bikwria Luise" sanden heute statt. Das Wetter war herrlich: in den oberen Höhenlagen herrschten jedoch Winde. Ilm 11 Uhr 10 Minuten wurde das Luftschiff vom Flugplätze Grotzer «vand cms gesichtet, den es um 11 Uhr 20 Minuten erreichte, in einer grasten Schleife umkreiste. Es landete um 11 Uhr 50 Minuten, begrufet von den Ntusik- klängen des Liedes „Wer kommt dort von der tzöh." und von dem Durrageschrei einer vieltausendköpfigen Menge. Um 12 Uhr 10 Minuten stieg er «u einer neuen Fuhrt über Mainz und die Umgegend mir, kehrte kurz vor 2 Uhr wieder zurück, um sofort eine neue Passagiersahrt nach Frankfurt am Main anzutrcten, von der es um 6 Uhr 50 Minuten zurückkcrm. Um 7 Uhr 15 Minuten trat es dann die Mnkreise nach Frarckfurt a. M. an. W 0 lfS kehl um 4.29 Uhr 20 Sek., Leutnant Mahnke 4.30 Uhr 54 Sek., Oberleutnant Barends 4.34 Uhr 53 Sek. und Oberingenieur D i r t h 4.42 Uhr 31 Sek. Frankfurt a. M., 19. Mai. Tie im 2lnschluß an den Zweiten Deutschen Zuverlässigkeitsflug veranlafetcn Flugveranstal- tungcn fanden heute nachmittag auf dem Flugplatz durch von den Fliegern Schauenburg und Wehl unternommene Schauslügc rhren Abschkufe. Karlsruhe, 19. Mpi Bon den Fliegern landete als erster Hirth um 5.49 Uhr 29 Sek., zweiter Barends 4.04 Uhr 29 Sek., dann Mahncke um 6.13 Uhr 49 Sek. und 10 Sekunden spater Graf Wolfskehl. ElhiMwsbriil mit der Flagge ist echtes Simonsbrot und bei gleichem Preis schwerer wie Casseler. Stets frisch nur bei 2342 Georg Walleniels Marktplatz 21 gegenüber derEngelavotheke Eine rege ziu»ipui(lK brachte der Punkt ftteütierid)ou in öiefeen mit sich. LondtaqSabg. Fenchel regt an, die Schau in Lich vt*r Hungen abzubalten. Es wirs daraufhin beschlossen, bat» die Bürgermeister Fendt-bungen und Dörmer Lich in d.. Ausstellungskommisiion kommen Zur Prämiierung stehen etwa 4000 Mk. von der Landwirtt'chaitskammer zur Beriüguna. verr Mrcuv* regt an, bat, an die leer ausgegangenen Züchter ein Wcgeaeld vergüte», wird Für Ehrenpren'e werden 150 Mk. und für Wegegeld 300 Mk bewilligt. T-ae Wegegeld soll eine Äom- mission bestimmen, zu der die Herren Ibreuv-Giefeen, 5?ahn.BcUer»- heim, Bürgermeister voller-Lberhörgern, LangSdors-Leibgestern und Bürgermeister Fendt-Öungen gewählt werden Tie aus zustellenden Tiere sollen vorher von Hertrauensmännern^besichligt werden, damit nur autr> Material ausgestellt wird. Stellt ein Züchter trotzdem aus,4o hat er keinen Äntpruch auf Wegvergutung. Mit der Äreisschcru ist eine deutsche RotviehauSstellung vetbunden Weiter teilt der Vertreter der Landwirtschaftskammer mit, dafe Zuchtviehmärkte und Auktwnen stattsinden: 29. Mai in Alsfeld, 13. Zum in Lauterbach, 9. Juli in Butzbach, 29. Juli in Alsfeld, 2. Sept, in Nidda, 30. Sept, in Hungen, 15. Lkt in £> u n g en und 23. CTt. in Friedberg. Es ertolgt weiter die Ausnahme von 28 Einzelmitgliedern. LandtagSabg. Fenchel regt unter allseitiger Zustimmung eine Aenderung des Körgesetzes an. Tie Zahl von 80 Tieren auf einen BuUen müsse hinaufgesetzt werden. Auch hinsichtlich des Baues von Fuselställen sollten die Gemeinden nicht so schwer belastet werden. Eine rege Aussprache schlotz sich an Manche Redner sprachen für eigene Wartung der Tiere durch die Gemeinden, andere für Vergebung der Faicl- Haltung. Einstimmig waren die Züchter der Ansicht, dafe die Zahl 80 für einen Fasel erhöht werden muffe. klunge Mädchen und Frauen, lie infolge ungenügender Ernährung, mangelhasterBlut- t t. Läftezirkulation, Bleich ftcht u. Blutarmut wenig leb »mgsfähig, leicht reizbar, ick wach und hinfällig und, ■Offen AI t buch horste r Markeprudel Stark- icellc trinken. Eine Kur ici einigen Wochen genügt «weist, um die Wangen zu tönen, Kraft u. Wohlbehagen, trcobftnn u. Lebensmut wie- ler einfebren zu lassen. Bon -aldlr. Professoren u. Aerzien :1 -nAcnb begutachtet.Fl.k^Ps. nt ) llniveriitäts Avorbckc urai gold. Engel u. in den vwogertcii 6. Seidel, W. Stilb inner, Aug. Noll, Otto kidaas u. tarnst Noll. '?l^-i Versteigerung. Mittwoch, 22. Mai l. I., ««chinittago 3 llbr, sollen 'M stöbt. Psandlokale Lei- lensweg 11 dadier, die »itgcn rückst. Steuer und tomolneb. vv. gevsändeten ^tgenstände.Möbel alleren, -anas,51onimoden, Schränke, tzvwtikos, Lviegel. Klaviere, 51 Büfettß, 2 Lassenschranke, lZöekretäre, 1 Rind und eine fcxrttc eich ne Bohlen oer stsgert werden. 1610 a-itnuneder, Pfandmemer. spräche. Frankfurt a. M., 19. Mai. — . .. Luise" flieg heute morgen um C« Uhr zu einer Rundfahrt auf, die es bis Mannheim führte, das bald nach 7 Uhr überflogen Bereute. w. Fulda, 19. Mai. Durch einen orkanartigen Sturm wurde in Allendorf eine 650 Jahre alte Linde gefällt, die einst für den Dichter W. Müller das Motiv 1 dem Bolksliede „Am Brunnen vor dein Tore" bildete, -.leim Fallen durchschlug der Baum das Dach des Gast- louses „zur grünen Linde". Kreistinöcrjud)töerein für Simmentaler Vieh. :|: Lich, 19. Mai. Ter üreis-Rinderzuchtverein für Simmentaler Vieh im Kreise (nefjen hielt am Samstag nachmfttag im Gasthaus zum Löwen fnnr Hauptverfammluny ab, die sehr stark besucht war. 2er Tirektor deS Vereins, RegierungSrat Welcker, verlas den .iabresbeucht für 1911 Am 20. Mai sand die vorjährige ordent- i dje Hauptversammlung statt, der eine Ausschuhsitzung vorausging. wurden hierbei verschiedene Unternehmungen beschlossen und die entsprechenden Mittel bereit gestellt, besonders für Ausstel- Uttern und Schauen, Zuschüsse zur Weidebeschickung und Anschauung guter Zuchttiere, Vorträge und Prämien an Bullenwärter und -Halter für gute Buchführung Durch die Maul- und Uaaenseuche mufeten leider die erwähnten Unternehmungen unterbleiben und es konnte keine die Zuchtbestrebungen unseres Vereins fördernde Tätigkeit entfaltet werden Dagegen ist mit der inneren tdhafeit zur Bcrgrösterung und sinanziellen Stärkuny deS Vereins fntgefabrat worden Es wurden drei weitere Gemeinden (Alten- fufed, Grohen-Linden, Lang-Gön'- Mitglieder, so dafe die Zahl Inr körverschaf'llickien Mitglieder ,eyt auf 48 anAewachsen ist. lie Zahl der Äerdbuchtiere hat sich um einige Stuck verringert, he Leitcagseinnahme beträgt 404,25 Mk., rückständig sind noch 18 Mk., au Zinsen sind eingegangen 39,78 Mk. Von den Bezirks- I sporkassen Giesen und Grünberg sind 90 Mk. Zuschüsse überwiesen reichen Dem Kapitalvermögen ist der Betrag von 339,78 Mk. z^eslossen, so bai; es jetzt 137L50 Mk. beträgt. Der Rechnnnas- rn beträgt 493,05 Mk., der Verein hat hiernach in finanzieller uehnng gute Fortschritte gemacht Neu angefört wurden 1911 . 137 L>erdbuchtiere und zwar 9 Bullen und 179 Kühe und Rinder. Am abgelautenat Winter hat die Landwirtschastskammer in tzing-Gön-., Mainzlar, Villingen, Eberstadl, Nonnenroth, Bellers- tzttm, Grofeen Linden, Saasen, Ober^Bessingen, Rodheim, Grün- bttg, Hattenrod und LangSdors Vorträge hallen lassen. Der Voranschlag für 1912 sieht 1034 Mk. vor, für Ausstel- Lugen und Schaum sollen 450 Mk, für Weidebeschickung 200 Mk. tiD für Vorträge 100 Mk. ansgegeben werden. An Bullenhalter unb -Wärter soll eine Prämie für gute Pflege der Tiere abgegeben werden Tas Urteil der Körkommission soll hierbei maßgebend ie.n. Es kommen bei der Prämiierung aber nur Orte in Betracht, k die Simmentaler Zuckt mit tzerdbuchtieren treiben. Da 1911 achte ausbezahlt wurde, so ist für 1912 die doppelte Summe > vorgesehen Nachdem der Vertreter der Landwirtschastskammer j* iüx die Anlage von Kälbergärten gesprochen hatte, wird u ®i seinen Antrag hierfür eine Summe in den Voranschlag ein- I 14* eilt Ter Beamte der Landwirtschaftskammer Kreutz gibt p tarn Erläuterungen über die neu eingerichtete Kälbervermittlungs^ |> ftdle, die eine wesentliche Förderung der Zuchtbestrebungen bringen vürde Um die Rindviehzuckt weiter zu heben, hat die Kammer ' an Merkblatt für die Zugviehaufzucht herausgegeben, da- dem Züchter manchen Fingerzeig bietet. Das Merkblatt wird durch {ne Vertrauensmänner an Die Züchter verteilt. Hinsichtlich der I Revision der Herdbuchtiere wird besonders auf die Wichtigkeit I Yr Sprungscheine aufmerksam gemacht. »SRHriM»- (1„| MLsE 1 Bedenk ,QU1' ohne lie abgcwl! fln6t. irinisterwm I £'.?>«» "X I OK d--s°K »" L-d- L Durch den Fall hat sich Fader ernt leichte Gehirn- ec^üttenma und eine Verletzung feines GebisieS zuqezoqen. Frankenback), 19 Mai Am Himmelier Geignavercin „Teutonia"-Frankenback seine neue Fal ne in Nachmittags bewegte sich der Festzug der Vereine : oat Feftplatz nach der Schule, wo die neue Fahne von en Jungfrauen abgeholt wurde. Der Dirigen-t, Lehrer hielt eine kernige Ansprache und wies auf die ■ inte verkaufe verschiedene Fabrikate sclime and 10 bis 50 Prozent unterm seitherigen Verkaufspreise Telephon 435 Sehulstrasse 10 APOTH.FECHER'S Pf. Pf. Rhein n. Pfalzweine 464 Moselweine Ferd. Nennstiel Dekorationen F. Mandler, Großer Steinweg 15 p. 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