Nk. 296 Erschein, lL-ttch mit Ausnahme des GenntagS. General-Anzeiger für Oberhessen eh. der Revierkonferenz abge eu Ter Ausstand soll nach 2. Januar 1913 seinen dem eine dem den und und Unstand der Saarbergleute, ordnungsmäßiger Kündigung am Anfang nehmen. Nach den von den Rednern in 6 bei dem wir allen rm Dekan Schwester ger-Verein letzteEhre. 'bliebenen; iimer. [010069 UM die Amtsdauer von Vertretern der Unternehmer der Versicherten bei den Berufsgenossenschaften der fall Versicherung. Das Reichstheatergesetz. Hauptversammlung Deutscher Arbeitgeber- Verbünde. In Berlin fand am Samstag unter dem Vorsitz des Landrats a. D. Roetger eine Berbandsversammlung der Hauptstclle Deutscher Arbeitgeber Verbände statt. Die auS dem Vorstand und dem Ausschüsse der.Hauptstelle satzungs- gcmäß ausscheidenden Herren wurden wiederaewählt. Kommerzienrat Müllensiefen und Direktor Bielhaber von der Firma Krupp-Essen wurden neu in den Vorstand gewählt. Nach Erledigung verschiedener Regularien erstattete der Spndikus der .Hauptstelle, Dr. Tänzler-Berlin, den Geschäftsbericht. Im Anschluß daran sprach Justizrat Dr. Fuld-Mainz über Streikpostenstehen und bürgerliches Ge setzbuch. Eine Entschließung betr. die Koalitionsfreiheit und die Freiheit des Arbeitsvcrtrages wurde einstimmig angenommen. 2lr beiter bcivcgung. Ein Ausstand der Saarbergleute. Saarbrücken, 15. Dez. Die heute nachmittag unter Teilnahme von 359 Vertretern der Belegschaften abgehal tene Aevierkonferenzdes Gewerkvereins christ- licher Bergarbeiter beschloß einstimmig den Aus- Montag, 16. Dezember 19(2 9tetatwn8bnid und Verlag der Brübffchen UnwersuälS • Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Aus Stadt und Land. Gießen, 16. Dezember 1912. •• Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde Schulamtsaspiranten Karl Euler aus Kirch-GönS Lchrerstelle an der Gemeindeschule zu Nieder-Ofleiden; Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: bl. Äfbflhiome^ 112. Tel.-Adr.:AnzeigerGleßen. Männer finden, die da sagen, dieser Stand darf nickt dadurch benachteiligt werden, daß in den obersten Stellen der Landwirt- schast nur Großgrundbesitzer die entscheidende Rolle spielen Ein starker Bauernstand wird die vorhandenen Schwierigkeiten zu überwinden wissen, ein starker Bauernstand ist auch nötig für unser Vaterland, denn es bat Feinde auf allen Seiten. Lebhafter Beifall.i Hieraus sprach Reichs- und Landtagsabgeordneter Warn Hofs Schledehausen), der eine Entwicklung der Landwirtschast im Osnabrücker Lande gab und dann einige Programmsragen des Bundes, z. B. die innere Kolonisation, erörterte. Reichstagsabgeordncter Löscher ^Ncuhos) begrüßte die Versammlung namens der Mitglieder im Norden und Osten mb verwarf ebenfalls die Mär von der Gründung des Bundes durch die nationalliberale Partei. Er als Mitglied der Reichsparlci suhle sich verpflichtet, das auszuspreck>en. Landwirt Harte Neutecklenburg) behandelte die Ostmarkenfrage. Es folgte eine freie Aussprache, an der sich Redner aus den verschiedensten Landestcilen beteiligten. Einstimmig wurde folgende Entschließung angenommen: „Tic Versammlung spricht dem Präsidium des Deutschen Bauernbundes ihren Dank und ihre Anerkennung aus für die energische Vertretung gegenüber den Absichten, ausländisches G ef r i c r s l e i s ch einzuführcn. Sie erklärt sich grundsätzlich gegen diese Einsuhr. Ferner erklärt sic sich gegen jede Abänderung des §12 des Fleisch- beschaugesetzes. Durch die Fortführung der jetzigen bewährten Wirtschaftspolitik und durch die Förderung der inneren Kolonisation wird die deutsche Landwirtschast in der Lage sein, den Bedarf des deutschen Volkes an Fleisch völlig decken zu können." Ausland. Eine Statistik der russischen Gewalttaten. Nach Angaben des russischen Ministeriums des Innern wurden vom 14. Januar 1907 bis 1. November 1912 in Rußland 38004 Ucbersällc mit bewaffneter Hand verübt, bei denen 1719 Amts Personen und 5997 Privatpersonen getötet, 2499 Amtspersonen und 5747 Privatpersonen verioundet wurden. Im Verlause der zehn ersten Monate des Jahres 1912 ivaren 2148 solcher lieber- fälle zu verzeichnen. Ein französischer Generalstreik gegen den Krieg'? Die „Berliner Morgenpost" meldet aus Paris: Von heute (Montags morgen 6 Uhr ab soll in ganz Frankreich ein 24- stündiger Generalstreik als Demonstration gegen den Krieg beginnen. Der Streik ist von der Föderation der Arbeiter organi fiert worden. I n Paris befürchtet man ungeheure V e r k e h r s st ö r u n g e n , weil auch die Elektrizitätsarbeiter be schlossen haben, am Streik teilzunehmen. Die „Stedwr FamttienbUttter" werden dem .Anzeiger' Biennal wöchentlich beigelegt, das „Nreirblatt ffir den Kreis «eßen- z.ve.mal wöchentlich. Die „randwirtschastlichen Seih fragen" erscheinen monatlich zweimal. - und tzbaifelom.: 0Kb uch, Wickensttck l Jonion^ Au; dcm Reichstage. Ein Zentrumsantrag. Das Zentrum hat im Reichstage den Antrag gestellt, die verbündeten Regierungen zu ersuchen, möglichst bald nach dem 1. Januar 1913 von der Vollmacht, den § 547 der Reichsversicherungsordnung, die Unfallversicherung auf bestimmte gewerbliche Berufskrankheiten (Augenzittern der Bergarbeiter) auszudchnen, Gebrauch zu machen. Ein nationalliberaler Antrag über Zwangs- versteigerung von Grundstücken. Die nationalliberale Fraktion des Reichstags beantragt, die verbündeten Regierungen um Vorlegung eines Gesetzentwurfs zu ersuchen, durch den der Gemeinde, den anderweiten Kommunalverbänden, dem Staate und dem Reiche bei allen Zwangsversteigerungen von Grundstücken ein kurz befristetes Borkaufsreck»- cingeräumt wird. Anträge der wirtschaftlichen Bereinigung. Zur zweitenEtatberatung beantragt die wirtschaftliche Vereinigung des Reichstags die Annahme folgender Entschließungen. Tie verbündeten Regierungen zu ersuchen, den Betrag für die W o h n u n g s f ü r s o r g c im nächstjährigen Voranschlag angemessen zu erhöhen, ferner darauf hinzuwirken, daß die gewerbliche Schaustellung von Angehörigen fremder Rassen durchweg verboten wird, in einem Nachtragsvoranschlag die Mittel für eine Freisahrt beurlaubter Soldaten in ihre Heimat und zurück anzufordern, schließlich darauf hinzuwirken, daß Pakete der Angehörigen an Soldaten bis 3 kg Post- und Bestellgeldsrei befördert werben. il der Krankenversicherung und über die Besetzung der Oberversicherungsämter mit Beisitzern, um die Schlichtung von Streitigkeiten, um Uebergangsbestimnrungen für die Unfallversicherung nach der Reichsversicherungsordnung, um die Pauschbeträge, die von den Versicherungsträgern zu Kosten der Lberversicherungsämter zu entrichten sind. W'i £- Deutsches Reich. Der Kaiser an den Prinzregenten Ludtoig. Der Kaiser hat an den Prinzregenten Ludwig folgendes Telegramm gerichtet: Herzlichen und innigen Dank für die treuen Gefühle, die Du mir in Deinem freundlichen Telegramm ausgesprochen hast. Die alte Freundschaft, die uns verbindet, wird in der neuen verantwortungsvollen Stellung, die Du jetzt einnimmst, für unseres Reiches Wohl besonders fruchtbringend sein. Ich bin überzeugt, daß das innige Einvernehmen, das unter Teigem hochseligen treuen Vater zwischen Wittelsbach und Hohenzol- lern bestand, auch zwischen uns in guten und bösen Zeiten fich erproben wird. Zur Teilnahme an den Beisetzungsfeierlichkeiten für den Prinz-Regenten Luitpold werden sich der Präsident des R e i ch s t a g s, Dr. Kämpf, der erste Vizepräsident Dr. P a a s ch e , der zweite Vize- Präsident Tove und der Direktor des Reichstags, I u n g - heim, nach München begeben. Der Bundesrat beschloß, zu den Beisetzungsfeierlichkeiten nach München eine Abordnung zu entsenden, deren Führung der Reichskanzler übernommen hat. Ihm gehören als Mitglieder an der sächsische Gesandte Frhr. v. Salza und Lichtenau, der hessische Gesandte Frhr. v. Biegeleben und der sächsische Ministerialdirektor Dr. Nebe. Außerdem wird sich der Staatssekretär Dr. Delbrück in der Eigenschaft als allgemeiner Stellvertreter des Reichskanzlers der Abordnung anschließen. EineReihe von Uebergangsbeftimmungen zur Reichsversicherungsordnung, die der Bundesrat angenommen hat, sind dem Reichstage zur Kenntnisnahme zugegangen. Es handelt sich hier um die Zuständigkeit der Versicherungsämter auf dem Gebiete SSswäDieS Kühler' Sweater- en auch m ößen und Schulamtsaspiranten Wilh. Lutz auSNiedcr-Bessingen dieLehrer- stellc an der Gemeindeschule zu Arnshain. ♦* Bismarck und Kurhessen. Im Obcrhessischen schichtsverein sprach im Cafe Ebel am Donnerstag abenh Prof. Tr. Busch-Marburg über Bismarck und Kurhessen und den Ursprung des Annexionsgedankens. Ter Redner wies darauf hin, daß Bismarck in den fünfziger Jahren als Gesandter in Paris an Eroberungspolitik nicht dachte. Auch dem alten König Wilhelm fiel, es nicht ein, als er zur Regierung kam, eine territoriale Vergrößerimg seines Preußen durch Absetzung von Fürsten zu erreichen, die, wie er von Gottes Gnaden waren. Er wollte nur moralische Eroberungen für Preußen machen. In Berlin war in den fünfziger Jahren bei Hofe eine Antibonapar- tistische Stimmung. Bismarck stellte sich zu Napoleon III. und seinen Staatsmännern freundlich und man wollte in Paris mit Bismarck, wenn er einmal zur Regierung kommen würde, zusammen Politik machen. Am Berliner Hose war Bismarck wegen seiner Ansichten über Napoleon III. unbeliebt und nur ungern wurde er vom König zum Minister ernannt. Bei der Politik Bismarcks handelte es sich darum, Preußen bei den deutsche Staaten die Vorherrschaft zu sichern, wobei an eine Besitzerweite- rnug nicht gedacht war. Sv kam der Krieg von 1866. Preußen verlangte von Kurhessen und Hannover nicht, daß sie mit ihm gegen Oesterreich marschieren, sondern daß beide Staaten neutral bleiben sollten. Oesterreich wünschte, daß beide Staaten sich aktiv am Kampfe gegen Preußen beteiligen sollten. Preußen garantierte den beiden Staaten im Fall ihrer Neutralität ihren imbebrngten Bestand. Beide Fürsten hätten politisch klug gebaiwdt» wenn sie in dem Kriege keine Partei ergriffen hätten. Als bei Königgrätz die Würfel zu Ungunsten Oesterreichs geölten waren. Die Hauptversammlung der Deutschen vauernbunder. "Osnabrück, 15. Dezember. Unter überaus zahlreicher Beteiligung seiner Mftglieder aus ganz ^-cutsckstand trat heute mittag hier in der Stadthallc der Deutsche Bauernbund zu seiner ersten Hauptversammlung zu sammen. Bereits am vormittag hatte eine Abordnung des Bundes am Denkmal des hannoversckten Staatsmiinslers Stüve einen Kranz niedergelegt, dessen Schleifen die Juschrist trugen: „Tcm Bauern befreiet der Teutsche Bauernbund!" Die Versammlung in der Stadthallc mürbe von bem Vorsitzenden bcs Bundes, Hosbesiyer Wachhorst dc Wcnte (Groß-Murnclage mit einem Gedenken an den verstorbenen Prinzregenten Luitpold von Bavern eröffnet. Die Hauptversammlung sei erst in diesem Jahre cinbcrufen worden, weil im vorigen Jahre die Rcichstagswahlen dazwischen kamen. Die Wahl des Ortes für die nächste Versammlung werde dem Vor- stand überlassen. In den drei Jahren seit der Gründung hat der Tod unter den Mitgliedern r ei die Ernte gehalten. (Die Ver sammlung erhebt sich zu Ehren der Verstorbenen von ihren Plätzen.) Hieraus begrüßte der Provinzialvorsitzendc, Reichstagsabgeord- neter Hofbesitzer Dr. Hoppe (Stade) die Versammlung im Namen des Provinzialvereins. Tie Provinz Hannover sei eine rechte Bauernprovinz, hier sitze ein freier Bauer auf freier Scholle. Leider habe ein Teil dieser Bauerri sich einsangen lassen durch den BunddcrL a n d w i r t e und sei den Grundsätzen der Väter untreu genwrden, tpie sie diese unter Bennigsen vertreten haben. Aber wenn sic sich auch den Ostelbiern zugewandt haben, so geben wir die Hoffnung nicht auf, daß sie sich dereinst mit uns zusammen finden merben. Nachdem als Vertreter der nationalliberalen Partei R.-A. Hcunmcrftäbt die Versammlung begrüßt hatte, nahm wieder der Vorsitzende Wachhorst dc Wcnte das Wort zur Beant- nrortung der Frage: „Warum ist der deutsche Saue ru - bunb gegründet worden und warum mußte er gegründet werden?" Der Redner führte ans: Wir leben in einer Zeit der Organisation, nicht allein auf politischem, sondern auch auf wirt- schastlickstMl Gebiete. Der Bauernstand durfte da nicht Zurückbleiben. Als im Jahre 1892 sich der Bund der Landwirte bildete, da haben wohl alle Landwirte ihm freudig zugejubelt und ich wünschte heute noch, daß wir keine Veranlassung gehabt hätten, eine neue Organisation zu gründen. Wir können von dem Bund der Landwirte nicht sagen, daß er es sich zur Ausgabe ge» mcuht hat, die Interessen aller seiner Mitglieder zu vertreten. Wir sahen, daß unter der Führung von Dr. Diederich Hahn immer mehr das bekämpft wurde, was nicht konservativ war. Das hat uns veranlaßt, den Bauernbund zu gründen. Es haben Interessen rein wirtschaftlicher Natur zu unserer Gründung geführt. Man hat uns gesagt, große und kleine Landwirte gehören zusammen, wir haben aber gesehen, daß dem nicht so ist. Das haben wir erlebt 1902 bei der Abstimmung über den Zolltarif. Durch dessen Annahme haben sich doch die Verhältnisse der deutschen Landwirtschaft wesentlich gebessert. Wir begrüßen es mit Freuden, daß die nationalliberale Partei unter der Führung Basscrmanns dafür eingetreten ist, daß dieser Zolltarif cingebracht wurde. LSBir lassen uns aber nicht einreden, daß die bestehenden Zölle 1 auf Futtermittel, z. B. Futtergerste ein Vorteil für uns sind. Wir müssen billige Futtermittel haben, um genügend Fleisch produzieren zu können und Deutschland vom Auslande unabhängig zu machen. Auch in der Frage des Kreistagswahlrechts gehen die Interessen von Groß- und Kleinbesitz auseinander. Wir kämpfen für ein vernünftiges jdrcistagswahlrecht, das jetzige kann man nur als ein Honorakiorenwahlrecht bezeichnen, in welchem die Interessen der Kleinen nicht berücksichtigt sind. Wenn wir ein anderes Kreistagswahlrecht haben, werden wir auch eine andere Zusammensetzung der Provinziallandtage und der Landwirtschafts' kammer bekommen. Tie nationalliberale Partei habe den Bund nicht gegründet. Schon 1908 hätte er mit einigen Freunden den Plan gehabt, eine wirtschaftspolitische Organisation in Hannover ins Leben zu rufen. Als er eine entsprechende Versammlung in Hannover abhielt, sei ein Vorstandsmitglied des national- liberalen Vereins gekommen und habe dringend abgeraten, eine neue Organisation zu gründen. Der Bund der Landwirte habe es trefflich verstanden, Mißtrauen gegen alles zu säen, was liberal ist, er habe wirtschaftliche mit politischen Fragen verknüpft. Dabei seien aber politische Fragen Ueberzeugungsftagen und wirtschaftliche Fragen Opportunitätsfragen. Wir haben es ja bei einem freisinnigen Mgeordneten gesehen, daß ein Liberaler sehr wohl für einen gemäßigten Zollschutz ein treten kann. Wir im Bund find der Uebcrzeugung, daß kein Stand an und für sich so wichtig ist, daß er allein berücksichtigt werden muß, jeder Stand muß ein Plätzchen au der Sonne haben. Auch die Bauern sehen in dem Bunde der Landwirte nickst mehr ihre rechte Vertretung, der nur unter dem Gesichtswinkel des Wohlergehens der Großgrundbesitzer arbeitet. Wir sind bekämpft worden, mit nicht schönen Mitteln, aber man sieht, daß der Bund lebt und weiter wächst. Wir haben unsere Vertreter im Parlament, mir stellen unsere Forderung, z. B. bei der inneren Kolonisation, wir fordern vor allem die Ansiedelung vieler kleiner Bauern. Wir wollen um Gottes willen nicht bei der Defensive stehen bleiben, sondern zur Offensive übergehen, nach den Worten Blüchers „Ten Finger d'rauf, das nehmen wir!" (Anhaltender großer Beifall.) Hierauf erstattete der Geschäftsführer Dr. Böhme den Ge schäftsberickst. Dr. Böhme wies darauf hin, daß der Bauernbund keine künstliche Gründung sei, sondern hervorgegangen sei aus der Ueberzeugung vieler deutscher Bauern, daß sic befreit werden müßten von der Herrschaft des Bundes der Landwirte. Tic Gegenseite habe es an Prophezeiungen nickst fehlen lassen, daß der Bauernbund dasselbe Schicksal teilen werde wie verschiedene andere Bewegungen vorher: cs sei aber anders gekommen^ Der Gedanke der Bauernbewegung ergreife immer weitere Kreise Die Werbearbeit auf dem Lande sei erfolgreich. Der Redner gab bann einige Fälle bekannt, wo Mitglieder des Bauernbundes außerordentlich unter dem Terrorismus der Großgrundbesitzer leiden. Es sei gelungen, die Mitgliederzahl auf 41 245 zu erhöhen Der Redner beschäftigte sich bann mit der Frage der f i n a n Stellen Abhängigkeit des Bauernbundes. Wenn euch die Führer im Anfang für das große Werk bei ihren Freunden gesammelt hätten, so stände doch jetzt der Bauernbund aus eigenen Füßen. Ans den Reden der Abgeordneten ersehe man die entschiedene Ucbcrzcugung, daß der Schutzzoll die Grundlage der E x i st e n z der d e u t s ch c n L a n d w i r t s ch a f t sei. Wir haben das auch bewiesen durch unsere Stellungnahme Zur Frage der Einführung des Gefrierfleisches. Wir Laben an England gesehen, welche Folgen der Freihandel für Las Lnad hat. Wir find auch entschicdeiie Gegner der Aufhebung Les 8 12 des Vicbseuchcngesetzcs. Wir streben danach, die Land Wirtschaft so zu heben, daß sic in der Viehproduktion das Vaterland unabhängig machen kann. Deshalb bekämpfen nur auch «entschieden die Fideikommisse, gegen bic uns seit langem em Vor gehen versprochen ist. In einem Lande, in dem sich die Bc- ftötfcrnna so drängt wie in Deutschland, ist es zu beklagen, daß iim letzten Jahre allein 250 000 Hektar zu Fideikommissen ver- einigt wurden. Wir wollen einen ehrlichen Kampf mit gleichen Massen Heber allen wirtschaftlichen Fragen, über den Fragen Les Wahlrechts des Reichstages steht noch etwas höheres, nämlich, Laß sich ein aufrechter Standesgeist im Bauernstände anfängt Su regen, daß überall im Baterlande sich freie und aufrechte gebenenen Erklärungen und einer gleichzeitig mit dem Streikbeschluß gefaßten Entschließung werden als Gründe für diesen Schritt insbesondere angegeben, daß die den Bergleuten gewährte L o h n - fteigerung in keiner Weise bem durch die günstige Konjunktur erzielten Mehrerträgnissen entspricht. In der Frage der Verschlechterung der Arbeitsordnung wird vornehmlich darauf hingcwiesen, daß die neue Fassung ermögliche, den Arbeitern für Betriebsstörungen von kurzer Tauer Lohnabzüge zu machen, die Einführung größerer Wagen ohne entsprechende Mehr Vergütung zu gestatten und den zu Unrecht bestraften Arbeitern den Rechtsweg zu beschneiden. Tie Verkürzung der Schlepperzeit sei unabhängig von der neuen Arbeitsordnung und längere Zeit voi deren Erlaß erfolgt und könne die Verschlechterung der Arbeitsordnung nicht aufheben. Weiter habe die Bergbehörde schon oft geäußerte Wünsche der Saarbergleute bei der Aendemng nicht be rücksichtigt, insbesondere nicht eine gerechte Entlohnung der Unsall- rentner und die Beseitigung der nur in den fiskalischen Bergbetrieben der Saar zu sindcndcn Strafe der zeitweiligen Ablegung. Die von den Arbeitervertretern unternommenen Bemühungen um Erzielung eines Entgegenkommens seien .gänzlich fruchtlos geblieben. Es stehe danach fest, daß die Bergarbeiter berechtigte Ursache hätten, für ckessere Lohn- und Ardeitsverhältnissc und gegen die geplante Verschlechterung zu kämpfen. Am Schluß bet gefaßten Entschlicßuna verpflichten sich die anwesenden Vertreter der Belegschaften, bis Ende Dezember den Ausbau der Organisation zu vollenden, indem sie bis dahin die Unorganisierten dem Gewerkverein christlicher Arbeiter zuführen und sic erkläre!,, daß ihnen , das möglich sein wird. Danach verpftichten sie sich dafür zu sorgen, daß "bic Einheitlichkeit und Geschlossenheit de r Bewegung gewahrt bleibt. Nach den von den anwesenden Vertretern des Gesamtverbandes christlicher Bergarbeiter abgegebenen Erklärungen gibt der Zentralvorstand die Zustimmung zu bem Ausstand unter der Bedingung, daß die ordnungsmäßige Kündigung eingehakten und die erwähnten Vorbereitungen bis zum Schluß dieses Monats erledigt werden. Tie Versammlung wurde mit der eindringlichen Mahnung geschlossen, ettvaigen Putschversuchen mit allen Kräften entgegenzutreten und die Ordnung und Einheitlichkeit der Bewegung zu wahren. Das I» ii M tettai ■ die Kinder sind Sweaters n Farben u. in a» a sortiert, finden ;« ns stets mindeste ■ 00 Stück ühren sie in M I wolleplattiert,, - K HMÄLI Zweites Blatt 162. jahrgang Gießener Anzeiger Ter Reichsanzeiger" veröffentlicht die vorläufigen, unverbindlichen Grundzüge für die gesetzliche Regelung der öffentlich rechtlichen und privatrechtlichen Verhältnisse der Bühnenunternehmungen und ähnlicher Veranstaltungen, die den Verbänden der Beteiligten in den nächsten Tagen zugehen sollen. Die mecklenburgische Verfassungsfrage. Nach den „Berliner Neuesten Nachrichten" sind der Schweriner Minister Staatsrat Dr. Langfeld und sein Strelitzer Kollege Dr. Boss art nach Berlin abgereist, um sich mit dem Reichskanzler über die mecklenburgische Verfassungsfrage zu besprechen. L 6 t/icli ITntAFVAiKr«» in langjährig erprobten guten Qualitäten GarantiefürjedesStück.A.Salomon&Cle. WWWVWVWV8WVWWVWWV Gg. 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Acht Organisten waren in dieser Zeil hier tätig, die Herren Gerhard, Naab, Wagner, Dietz und Knopp leben noch, während die Herren Schmeel, Krug und Krüger gestorben sind. Vorgänger deS Ä. war dessen Vater 22 Jahre lang. Ec hatte nur drei Organisten, Bauer, Köhler und Schmeel. Danwls betrug die Vergütung 12 Mk., sie stieg dann aus 18 Mk. und beträgt jetzt 35 Mk., weil Naturaloergütungen wegsielen. Fayencen der Grossh. Manufaktur Karlsruhe Kopenhagener Porzellan Fayencen der Aluminia Kopenhagen .* :: Meissener Porzellan :: Herren-Pelze, Pelz-Kragen und Mützen Fellteppiche, Jagdmufld, Handschuhe Moderne fachmännische Verarbeitung. — Solide Preise Kreis Schotten. ft. Schot ten, 14. Dez. In der amTonncrstag abgehaltenen -Stad 1 vorftandss itzung waren anwesend: Bürgermeister Krornrn, Beigeordneter Zinser und die Gemeinderatsmitgliedcr empfehle in VtxdbcV HuSWähl und zu niedrigsten Preisen vermischtes. * Unter den Rädern. Aus München wird gemeldet: Bet der Bahnübcrsahrt bei Trudoring wurde ein Zwcupänner- suhrwcrk vom Zuge ersaht. Der Wagenlenker wurde getötet. Der Schrankenwärter, der vergessen hatte, die Schranke zu schließen, machte einen Selbstmordversuch, indem er sich durch einen Schuh in den Mund schwer verletzte. ff. Gin Eingriff in den Kamps ums Dasein. Einige Tierarten, die von Europa aus nach anderen Weltteilen verpflanzt worden sind, haben sich hekanntlich dort zu wahren Landplagen entwickelt, so das Kaninchen in Australien und der Sperling in Nordamerika. Mit einem neuen Versuche der Einführung neuer Tiere ist cs nun wieder genau so gegangen: in Australien hat man die europäische Hauskatze eingeführt. GcrichtsKaal. Neisse, 13. Dez. In dem Prozeß gegen die Vorstandsmit- glieber des Vorschuftvereins Groft-Neundorf, Striezel und Blasig, die 640 000 Mark unterschlugen, ist heute das Urteil gefällt worden. Striezel erhielt zweieinhalb. Blasig zwei Jahre Gefängnis, aufterdem wurde jeber Angeklagte noch zu einer Geldstrafe von tausend Mark verurteilt. in grosser a fr- Kio Bal Kürschner Pelzwaren-Spezialhaus war Bismarck noch bereit, in eine Zweiteilung Deutschlands ohne Oesterreich zu willigen mit doppeltem Oberbefehl für das Heer, den rm Süden Bayern übernehmen sollte. Napoleon wies Preußen auf die 9btnefimt Sachsens hin, während er für Frankreich als Kompensation die Nheingrenze erftrebte. Bismarck oerzicAete Oesterreich zuliebe auf Sachsen. Er hätte aber Hessen Preußen einverleibt, n-enn nicht Rufstand seinen Einfluß für dessen Erhaltung ausgeboten hätte. Bismarck entschädigte sich dafür, daß er ixe Vormachtstellung Preußens über alle deutschen Staaten nicht durchführen konnte, durch den Landestzuwachs für Preußen an dessen Durchsülwung er vor Ausbruch des Krieges nicht gedacht hatte. Dr. Busch erörterte dann die Frage, ob das geeinte Deutschland ein Interesse daran habe, ein so mächtiges Preußen zu besitzen und ob nicht unter dem Zepter des Deutschen Kaisers Kurhessen und Hannover' als Bundesstaaten hätten weiterbestehen können Es sei anzuerkennen, wenn in jenen Provinzen heute »noch Manner leben, die an ihren alten Fürstenhäusern hängen, aber unrecht sei es, daß diese Männer gegen Bismarck und Preußen fortgesetzt Bvrwürfe erheben. Bismarck hatte die Entwicklung der deutschen Verhältnisse, wie sie das Jahr 1870/71 gebracht habe, nicht voraussehen können. Darum seien die Vorwürfe an jene MÄrner zu richten, die in Kurhessen und .Hannover aus dem Throne saßen, die die damaligen Verhältnisse falsch beurteilend, sich gegen Preußen stellten und dadurch ihre Länder einbüßten. Der interessante Vortrag wurde von lebhaftem Beifall begleitet. • * Zweihundert Mark verbrannt. In der Hitze deS Gefechtes passierte dieser Tage dem Kassierer einer staatlichen Kassestelle in Oberhessen ein unliebsames Mißgeschick. Eine Beamtenwitwe wollte die ihr zustehende Witwenpension abholen und verwahrte den ihr in Papierscheinen verabreichten Betrag von 200 Mark in einem leeren Briefumschlag. Während sie den Empfang quittierte, legte sie das Kouvert etwas abseits auf den Zahltisch und verließ daraus, ohne an die Rente zu denken, das Amtszimmer. Rach kurzer Zeit erschien die Dame wieder, um das vermißte Brieskouvert abzuholen. Es wurde ihr bedeutet, daß der Beamte ahnungslos den Um- -schlag nebst Inhalt inzwischen in den brennenden Ofen geworfen hatte, wo es inzwischen ein Opfer der Flammen geworden sei. Wer hier für den Schaden aufzukounnen hat, ist noch nicht festgestellt. •• Endlich an gekommen. Ein junger Mann aus einem Nachbarorte hatte am 5. März 1909 eine Ansichtskarte in Gießen zur Post gegeben. Ihr Bestimmungsort war Ettingshausen. Nunmehr bekam der Absender die Nachricht, daß seine Karte vom März 1909 am 2. Dezember 1912 glücklich angekommen sei. Landkreis Gießen. Dez. Der Dienst des . ^-Anlage 5 üpfehlenswt ‘ Helf Friedri cl Kongo zum | imandsen, N-, Deutscher Bar 18. Jahrh. I Bartsch. R. H„ Bloem. W., Dai Bloeni. W., 1 ol Bock. A., Die C ; Braun. Uly» D neue* Wilhelm solche Werl in d. Busch schätz“ uic I Chamberlain. I (rlapi, France u. Dokumei Crispi. Dei I Ernst. 0., Aus r Plaudcreiei I Kalenberg. He I Förster-Xietzs Ein Lebens I Greinz, R., Gei Hebbel, Friedl liroebcr. II. T I leyer, Rich, .t f neunzehnte Neurath, Karl. Moderne Plast Iranz., bei' Kart. 1.80 Raabe. Wilh., Rosegger. P„ Schreckenba« Schulze, Frie Befreiung Sick, J. 11. I) Simmel, ti.. i Goethe-Li Skratz, Rud„ _ Boman . '•chndi. H. v Ibbelohde-Ma nungen in '.a.rnhagen.Ra ’J’linger. 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Aus der nutzt öffentlichen Sitzung ist mftzuteilen, daß dem Christoph Weber die Erlaubnis erteilt wurde, auf städttschem Gelände beim Miethause ein Benzinlagerhäuschen zu errichten gegen Ausstellung eines Reverses und Zahlung einer Abgabe. — Der von der Bürgermeisterei vorgclegte Entwurf eines Mietvertrags für die Bewohner des neu- erbauten städtischen Miethauses wurde genehmigt: die Mietverträge sollen alsbald abgeschlossen werden. —- Verschiedene, aus Lieferung eines K a s f e n s ch r a n k e s für die hiesige Sladtkasse eingelaufene Angebote werden vorgelegt. Tie Bürgermeisterei wird beauftragt, zunächst noch einige Erhebungen zu veranstalten und dann wieder Vorlage zu machen. — Die von dem Armenausschuß vorgeschlagene Verteilung von 125,87 Mk. Stiftungszinsen an hiesige Arme, wird vorbehaltlich der Zustimmung der Verwandten der Stifter genehmigt. — In der öffentlichen Sitzung kamen die Pläne für dasFinanz- amtsgebäude zur Vorlage und fanden die Zustimmung des Stadlvorstandes. — Der vom Kerisbauinspektor aufgestellte V o r- a n s ch l a g über die Derstell ung eines erhöhten, vorläufig zu bekiesenden Fußsteigs auf der rechten Seite der Nidda- straße wurde, nach Abstrich von 180 Mark für Lieferung von Pflastersteinen, da solche noch genügend vorhanden sind, mit 1200 Mark genehmigt. Der Bettag soll im Voranschlag für 1913 eingestellt und die Arbeiten rechtzeitig ausgeschrieben werden. — Bezüglich der Llbtretung von Gelände an Kaspar Kraft, Betzenrod, und Georg Stong in Schotten, wurde der Beschluß vom 4. Nov. 1911 aufrecht erholten und die von einer Seite beantragte Aufrechnung von Kosten für Urbarmachung fragt. Geländes abgelehnt, weil der frühere Besitzer auch schon mehrere Jahre die Ernte von dem Gelände gehabt hat. — Die Abtretung von 69 'Quadratmeter Gelände von einem früher bestandenen Graben, der durch das Anwesen des A u g. Schlitt zog, wurde zum Preise von 50 Pfg. für den Quadratmeter beschlossen. — Wegen A b - tretung von Gelände an Hermann Bahner an der alten Straße soll zunächst eine Ortsbesichtigung vorgenommen werden. — Der Bürgermeister berichtete über die Verhandlungen mit den Grundbesitzern wegen Genehmigung zur Aufstellung der Masten für die elektrische Leitung der U eb erlaub- anlage Wölfersheim und die vielen Schwierigkeiten, die zu überwinden waren und teils noch zu überwinden sind. — Der Stadtvorstand beschließt, für alle in der hiesigen Gemarkung im Felde aufgestellten Masten Entschädigungen von 5 bis 10 Mark und 15 Mark als einmalige Abfindung zu getvälyrcn. — Am 31. d. M. feiert der frühere Karussellbesitzer Johannes Heck mit ferner Elsefrau in voller körperlicher und geistiger Frische das Fest der goldenen Hochzeit. und was daraus geworden ist, erzählt die Agricultural Gazette ' New South Wales. Tie Hauskatzen sind verwildert, und it wilden Zustande werden sie bedeutend großer und stärker. Ai? den Macguarre-Jnfeln hatte man zuerst Kaninchen eingrfübr. Diese vermehrten sich so sehr, daß sie großen Schaden an oci Feldfrüchten anrichtcten, und nun wurden zu ihrer Vertilgung Katzen eingeführt. Die Katzen waren ihrer Aufgabe oallfomnui gewachsen, aber als die Kaninchen ausgerottet waren, umrittet sich die wilden Katzen an die Seevögel. Irgend jemand schlug üd-, gegen die Katzenplage Hunde einzuführen. Die Hunde wurden bald der Katzen öerr, aber als die Katzen alle waren, fielen fe über die Robben her. Jetzt ist man dabei, die Hunde abzuschteßcr 1 Dies ist, wie die „Naturwissenschaftliche Wochenschrift" in einen Referate bemerkt, eines der vielen, aber auch eines der schönsten Beispiele, wie vorsichtig man mit der Einführung fremder Tien sein soll. Man weiß nie, was daraus wird. Kleine Lageschronik. Der „Deutsche Frauenverein vom Roten Kren- für die Kolonien" kann am 30. April 1913 auf ein fünf undzwanzigjähriges Bestehen zurückblicken. Zur Feier dieses Er eignisses soll anfangs Mai eine Tagung des Gesamtvorstand:: und die alljährlich abzuhaltende Hauptversammlung des Verein in B e r 1 i n stattsiuden. yüchertifch. — Heimatlieder von Karl Schäfer. Mit zahlreichen Illustrationen lOdenwaldansichten) von W. Gerling. Fein geb 4,50 Mk. Selbstverlag des Herausgebers, Darmstadt, Landwehr strafte 5. „Seinem lieben Hessenland" widmet unser Karl Schäfer sein letztes Werk, seine öeimatlieber Das Buch liegt in prächtige Ausstattung vor und wird hoffentlich auf manchem Weihnachtstisch eine Stelle finden. Es ist dies wert. Wer Sinn für unsere Heimc: hat, finbet hier Klänge, die in unseren Herzen widertönen. To; ganze Buch Hingt eben von Heimatliebe. Davon zeugt das erste Lied „Meiner Heimat", davon rauscht es bald fröhlich, halb roeb mutig aus den einzelnen Gedichten, davon hallt es heraus au3 dem Abschiedsgruß „Letzter Klang". Manches Lied, das hier in dieser sinnig ausgestatteten Sammlung eingeordnet ist,, ist längst Gemeingut untere» Volkes geworden, es hat in den hessischen Les. büdient der höheren Lehranstalten wie der Volksschulen schon lange Eingang gesunden und wird in unseren Schulen gerne gelungen. Andere wieder — und ihre Zahl ist nicht gering — sind von namhaften Komponisten verkont worden und Hingen im markigen, vierstimmigen Männerchor wie im Einzclgcsang. Bunt gestalt^ ist unseres Dichters Weise: von Leid und Freud, vom Frühling prangen und Winterwehmut versteht er zu fingen, und was unter: Heimat an alten Sagen und Geschichten in sich birgt, hat ber Brensbacher Schmiedjunge früh schon Tennen gelernt, daheim per der Mutter, deren der Mann so gerne dankbar gedenkt, draußen wn Land und Leuten, die er versteht, und bie_ er wie in seinen Erzählungen, so auch im Liede zu zeichnen weiß. „Die Heimatlieber' wollen all das sammeln, was im Lause der Jahrzehnte unser Kail Schäfer erfonnen und gesungen hat, und was seither in den oe> schiedensten Zeiffchristen und Büchern zerstteut war: doch bringt and) das Jahr 1911 noch einen neuen Beittag. Ein hervor, ragender Schmuck des Liedes sind die Bilder, die mit ganz neuen Aufnahmen in erfreulicher Darstellung eine große Reihe unserer Obenwaldorte, der Städtchen an der Bergstraße und im Neckar, tale bieten. So sind auch gerade diese Otte dem Herausgeber zu großem Dank für das Denkmal verpflichtet, das er ihnen biet in Wort und Bild gesetzt hat. Möge das neue Werk im Hessenland Freude bereiten und Freunde gewinnen; die „Heimatlieder" verdienen es in der Tat. Bettenhausen, 15. Linoleum- Teppiche Linoleum- Käufer Tisch■ Linoleum Wachs- und "£eder- Tuche 3apan- u. 'tfhina- Thatten Jtohos- Tilatten u. -Käufer nn 75^ türk., 2.00,1.50,95 Brandplatz 1 ,EckeSchlossgasse Mein schöner Süd-Anlage 5 GIESSEN Telephon 82 \Deut$(her|J Cognac, x * ****** * * *— * 12- 3.50 4.80 idohne 4.80 imen:: iger Bismarckstrasse 38 II Zigarren-Versand 8024 arlsruhe lagen ipfereien 464 71/, Uhr. 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Professor Georg Schumann: Mit Interesse habe ich den kleinen Mignon- Flügel kennen gelernt und mich über die große Tonfülle des kleinen auch äußerlich hübschen Flügels gefreut; insbesondere sind auch die Baßregister volltönend. Felix von Weingartner: Der kleine Mignon-Flügel wird weitgehendsten Anforderungen gerecht. Wilh.Rudolph Großh. Hess. Hoflieferant cw/. Elektrische Haltestelle: Grüne Linie „Asterweg“. a7,, Billigerer Verkauf nur bis zum Weihnachtsfeste. Tomalen-PureeD. 27, v, D 42,,,, Spinal feinster, gegrünt, passiert Erbsen mit Karotten in Würfcln Erdbeeren ... M. 1.25, Pfirsiche Landbutter, stets frisch, Tafelbutter Landbutter Ersatz, lias Beste;. Backen „Clever Stolz" — „Wilbclmia" — „Rbciupcrlc" Pfund Mk. 1.— Bitello.....Palmona.....Sanclla Begctalinc, bestes Pslanzensett . Pfund Mk. 0.65 Schweineschmalz, deutsch., gar. rein Psd. Mk. 0.80 Pflanzcnsrucht Schmalz.....Psd. 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