■seist 1 HMfert a"ten V°Ü Xl letrsL Cni,°' billig iaftelnPr. bs- »in -» K Baron von Berger f- 93 i c n, 20. Aug. Baron Alfred von B e r g e r , der Tirektor des BnrgStheatcrs, ist heule früh int Aller von oO fahren gestorben. Ma um zweieinhalb Jahre in es Baron von Berger vergönnt gewesen. Leiter des Wiener Hofburgtheaters zu^ fern. TaS Burglhcaler war Baron BergcrS „ewige Xlicbc". ^lCjeni Urwiener bedeutete die Burg alles Hohe und Herrliche dramauicher Xuuft; er war ausgewachsen in jenen Glanzzeiten Laubes uiu Tingelstedls, da man den Namen dieses klaimchen Theaters nur mit ehrfürchtiger Scheu nannte und ein Wend tn der Burg eine stille Schönheitsfeier bedeutete. Und bann war er IclbU etne kurzc Zeit, wahrend des Provisoriums von 188d bis 188/ al» artistischer Sekretär an die spitze dcS JnNituls berufen worden, war dann lieber gegangen, als daß er nur als handlanger neben sonnenthal gcllandcn hätte, und seitdem war er der ewige Prätendent um den Burgthealertyron, der ewige Kandidat, dem immer wieder andere vorgezogen wurden, und der sich in brennen - Ücr Sehnsucht verzehrte. In dieser Zeit von 1888 bis Lbjy, da ihm Die praktische Bühncnardeit versagt war, hat er al-.- Aestethiker, als Xonscrenzicr Bedeutendes geleistet. 2 n,, taufen den von Borträgen" hat er, wie er ielbu bekennt, ju '..iillionen zesprochen und für seine dramaturgischen Ideen theorctuch gcwirti In den zehn Jahren, da er das Hamburger staduheatcr geleitet, har er die Wien wie die Neueltcn gleich beruanchligl and Wunderwerke des szenischen Nachichassens, be,anders bei einen Lieblingen Grillparzer und Hebbel, geboten, ^.och von Der Elbe zog es ihn stets zur schönen blauen xonau. Aus Wien Holle er sich die Ära;t, um in Hamburg zu wirken, und als cs ihm bann enblich vergönnt war, in der Heimat an per lang erträumten stelle zu stehen, da schwanden ihm die Hraitc. -ils an müder und kranker Mann bat Baron Berger ictnc ewige Liebe heimgeiübrt, um sie bald zu verlassen. Otto Schaag ,, ist von .jiaut/flJVLnbii’on-.Si Mbe. K. ME- . ob sie dies morgen noch sein werden, denn die üabinelts- krisis ist tn der Pforte ebenso chronisch geworden wie die orientalische Frage, würden auch sicherlich zu einem Frie- dcnssckfluß unter halbwegs erträglichen Bedingungen bereit ein, aber der heikelste Punkt liegt darin, ob die Araber zu einem Verzicht auf Tripolis z u bewegen wären, ob die in Tripolis kämpfenden arabischen Truppen und die ihre Lperationen leitenden türkischen Offiziere einen etwaigen Frieoensschluß milmachen würden Aller Voraussicht nach wurde es den Italienern in diesem Falle o ergehen, wie den Franzosen in Marokko, die sich ja auch ihre Molonic erst erkämpfen müssen Ader mag auch noch einige Zeit vergehen, bis die Vorverhandlungen sich zu Friedenspräliminarien verdichten, o bars man doch wohl schon jetzt die Zuversicht hegen, daß cm weiteres Umsichgreifen deS Balkanbrandes unter allen Umständen verhindert werden wird, obwohl die mazedonische Agitation in Bulgarien zurzeit intensiv tätig ist und die Montenegriner ihren schnur, über den Fortfall des türkischen Balschiscku's und bie Mürzung der russischen sudsidien in Modilisierungsverjucl^en auszu- toben beflissen sind. Nachdem aber jetzt auch Frankreich alb letzte der signatarmachte der Anregung des Grasen Berchtold, einen Psoinungsaustauschüber bie türniche iFtag. herbeizufuhren, zugestimmt hat, darf man wohl von dieser Aktion der Großmächte, so tvenig positive Erfolge man sich auch davon in Bezug auf bic Lösung des vielleicht unlösbareii Balkanprodiems versprechen mag, wenigstens bas eine erwarten, daß dieser wenn auch nur theoretischen Einmütigkeit der Grogen gegenüber die kleinen Ballankläffer verstummen. TeS lStafrn t’erdjlolbS Besuch in Rumänien. Sina ja, 24. Aug Der österreichische Minister des Aeußern, Graf Berchtold und Gemahlin, in Be- gleitung des Legatiousrates Graf tzohos sind heute früh hier eingetrossen. Sie wurden am Bahnhoie vom Ministerpräsidenten, einem Hofmarschall und dem öfter- reichifchen Gesandten mit dem Gesandtichaftspersonal empfangen. Gras Berchtold wurde um 11 Uhr vormittags vom König in zweistündiger Audienz empfangen. Lodann fand Familienfrühstuck statt, welchem ein Waldaus- flug mit dem ganzen Hose folgte. Abends sand Galadiner statt, an dem auch die rumänischen Minister und hohen Würdenträger teilnal-men. König Carol verlieh dem Grasen Berchtold das Großtreuz der Krone von Rumänien, dem Grafen Hoyos das konturkreuz des Sterns von '.Rumänien. Tie Blätter begrüßen einmütig den Grasen Berchtold und sagen, der Besuch befestige noch mehr die enge Freund- schäft, welche die beiden Souveräne und Völker verbindet. unb so sein Ruhm ins Unermevliche fliege. Tann griff man -u einem etwas mehr materiellen Mittel, indem man bie verlockendsten Gel-alter in Aussicht, steltte Drittens zeigte man ihnen, daß der Phonograph ihre Stimme so getreu roiebergcbe, baß von einer Entweihung keine Rede sein könnte. Und viertens legte man ihnen nabe, baß es doch ein Verbrechen an den Mitmenschen fei, wenn ic ihre summe nicht für eine möglichst große Anzahl erschallen ließen. — Der Mann mit dem halben Gehirn. Bor einigen Tagen wurde berichtet, daß ein amerikanischer Chirurg eine wunderbare Operation ausgeführt habe: er habe die Brustaorta eines Mannes, der schwer herzkrank und dem Tode nahe ivar, durch eine An Panzer von Golddraht gestärkt und der Arterie die schwindende Lebenskraft wiedergegeben. Die schwedischen Aerzw haben aber zeigen wollen, daß sie auf chirurgischem Gebiete noch größere Wunder tun können, und der ,r3niramigeant" erzählt, daß man gegenwärtig in Schweden einen Mann herumzeige, bet es fertig bringe, mit einem halben Ge Hirn zu leben. Dieser, ein gewisser Blomquist, genügte seiner Militärpilicht, als ihm — cs war im vorigen Jahre bei den großen Manooern — eine Don einem ungeschickten Soldaten abgefeuerte Kugel durch den schädel ging. Und da das Leben nicht entflohen war, beschlossen die Chirurgen, den von dem Geschoß zerfetzten Teil des Gehirn- l-erauszunehmen Die Lperalwn gelang vollständig: fünf Wochen 1 pater stand Blomquist wieder fest auf den Beinen, und man glaubte, daß er den vollständigen Gebrauch feiner gelingen tfäbig- leiten wiedererlangen würde. Man madjie iedoch bald die Entdeckung, daß er die Kenntnis der Buchitaben und der Zahlen vollständig verloren hatte: er konnte nicht mehr lesen und schreiben und rechnen Die Aerzte des Hv'puals gingen nun an bic schwierige Aufgabe, die Lücke auszufüllen, und ihre mühevolle Arbeit, der sie sich mit eiserner Geduld Hingaben, war von Erfolg gekrönt: in weniger als fünf Monaten hatte der Mann mit Dem amputierten Gehirn die Kenntnis des Alphabets unb der Arithmetik von neuem erlangt. Jetzt arbeitet er bei seinen Eltern, braven Bauersleuten m der Nähe von Stockholm, unb wer den geschickten Arbeiter, der sich ieines Lebens freut, schaffen und wirken steht, wurde es nicht für möglich halten, daß ihm die Hälfte der Gehirnmasse fehlt. Er erhalt seine Jnvalidenpension, und eine wisienicha'tliche Gesellschaft hat ihm außerdem noch an 1000 Mark im Jahr ;uge,'lchert für den Fall, daß er bereit ist, sich von Zett zu Zeu zu Experimenten herzugeben. Heilungen beibchalien, und bie Preise nicht wesentlich herab- sctzen, ist aus eine Besserung bet Bcrl)altmise nicht zu rechnen. — Wagner und Meyerbeer. In Spa soll demnächst ein Meyerbeerdenkmal enthüllt werden. Aus diesem Anlaß erinnert der „Gaulois" an eine nicht ganz unbekannte Aiiek- dote, bic den Komponisten bet „Hugenotten" mit dem Kompomiten dcs , Tannhauser" in Verbindung bringt. Als Richard Wagner als ziemlich unbekannter junger Meister nach Pans kam, suchte et Anschluß an Komponisten, bie bamald in l>ohem Ansehen itanben; einer der ersten, bie er besuchte, war Meyerbeer, bet zu jener Zeit gemert wurde wie fein anderer Musiker. Wagner mdnen einigemal bei dem Gewaltigen, in ber Hoffnung, von Meyerb.er irgend- eine Empfehlung an einen Verleger oder einen Theaterleiter zu erhalten Meyerbeer gab -war dem jungen Landsmann jedes- mal bie feierliche Versicherung, baß er ihn sckjätze und ihm wohl- wolle, konnte sich aber niemals entichließen, das gewünichte Emp- sehlungsbriescheu zu schreiben. Da Wagner aber immer onngenber txit, setzte sich ber große Beerenmeyer, wie ihn »eine nannte, cmes Tages bin und schrieb rasch ein Zettelchen, das Wagner bem Verleger Schlesinger geben sollte. Nichts Gutes ahnend, öffnete Wagner unterwegs den Briefumschlag und las folgciwes: .suchen Sie den Mann bald loszuwerden: er ist verrückt." l:s braucht wohl nicht erst gesagt zu werben, daß Wagner na schon hütete, das Bttefchen dem Adressaten zu übergeben. Ur micb von 3tunö an das Haus Meyerbcers, und man iveiy zur Genüge, wie er itd) später an dem Meister der „Großen Oper" gerächt hat — Was die Länger durch den Phonographen verdienen. Durch bie Gründung des Phonographen hat Ediwn den Sängern und Sängerinnen eine neue Einnahmeauellc geschossen. Nach einer Auntellung des „Musical American" werben alljährlich für phonographlfche Aufnah men ungefähr fünf Millionen Mark ansgegcben, und bie jährliche Einnahme LineS Stars aus seiner Tängkcit für den Phonographen wirb jvohl nut 100 000 Mark nicht zu hoch emgeschätzt fein, xen Rekord hält hier selbstverständlich (Enrico Caruso, der im letzten Sabre 500 OÖO Mark aus seiner „Phonographentatigkeit" de- roaen bat Heutzutage gibt es keinen großen Sänger, der seine Stimme Nicht m den Dienst des Phonographen stellt. Aniangs icdoch hatten die Phonographengeseltscharten mit sckKvierigkeit.:-. ju kämpfen: denn manch großer Geiangstar dielt es tüt unter iciner Würde, seine Stimme phonographiich autnehmen zu lauen. Vier sehr beweiskräftige Argumente, Die von den Geieliichanen ins Feld geführt wurden, Haven schlietzlich den «ünjtler'wl; über- 1 Zuerst wurde bem sich weigernden Länger klargelegt. Gleichzeitig bat der Äüifer den König, bic Parade in Geithain selbst abzuhalten Ter Kronprinz unb die übrigen Fürstlichkeiten wohnen als Gäste des Königs den o^stlicy- teiten unb der Parade bei. Der Matfec hat sich den MuskelrheumatiSmuS wahrenb der Truppenschau auf bem Großen Land bei Mainz zugezogen. Schon am 'Donnerstag ivar große Schonung erforderlich, um einem beginnenden Schnupfenfieber vorzubii.gen Am Freitag abend befiel den ütaifer plötzlich große Müdigkeit, die sofortige Bettruhe notig erfcheineii ließ. Am Samstag vormittag arbeitete der Kaiser einige Zeit außerlwlb des Bettes. Am Nachmittag mußte sich der üaifer auf Anordnung des Leibarztes Dr Zunkcr wieder zu Bett begeben, das er auch am Sonntag nicht verlassen durfte. Tas Schnupfeiificber war unter mäßigen Temperatursteigerungen ausgebrochen Ter staücr fühlte sich Sonntag früh sehr matt. Auch die Mai* f c r i n ist infolge der Erkrankung des Kaisers etwas an» ^^Der Berliner ,Lokalanzeiger" meldet noch aus Kassel: Die Erkältung und das Schnupfenjieber des Maisers haben im Laufe des Sonntags etwas nachgelassen. - ba yhampoomert y (Kopfw«^- -‘"wSSufb Der Kaifer ertrantt. Berlin, 23. Aug. Der Maifct ist in Wilhelms- Höhe an einer Erkältung ertrantt, welche nut leichtem aber sehr schmerzhaftem M u s k e l r h e u m a t i s - mus verbunden ist. Er mußte infolgedessen auf ärztlichen Rat seine Reise nach Merseburg und Tresden aufgeben. Tie Parade des 4. Armeekorps bei Merseburg wurde abgesagt. ,, T resden, 25. Aug. Wie das Lberhosmarfchallamt befanntgibt, verlieh der Kaiser in einem an den König gerichteten Telegramm seinem schmerzlichen Bedauern Ausdruck, den Festlichkeiten Sachsekvs und der schonen Hauptstadt wegen Ertranlung fernzubleiben unb auf bas Wiedersehen der braven sächsischen Truppen verzichten zu müssen und den Erfolg ber großartigen Vorbereitungen, bic zu seinem Empfange getroffen, nicht selbst sehen zu koiuieii. Die diskrete Mission. Ter am 29. September fällige Jahrestag des italienisch- türkischen Krieges dürfte beide Parteien in feiner sonderlich ubiläumsfreudigen Stimmung finden. Mühselig und er- eignisloS schleppte sich tiefer vperettenfrieg hin, ohne daß einer der beiden Kriegführenden bisher erhebliche Vorteile, dezw. ertistliche Nachteile zu verzeichnen hat. Zwar in Tripolis konnten bic Italiener in den letzten drei Monaten einige Fortschritte feststellen, und durch die Besetzung von Juara ist wenigstens die küstenlinie einigermaßen gesichert worden. Aber im Innern des vorzeitig einverleibten Landes sieht die Sachlage heute kaum anders aus als zu Beginn des Krieges, und die italienische Kriegsleitung, die sich wenigstens in einem leistungsfähig erwiesen Hal, nämlich im Telegraphieren, hat sogar darauf verzichtet, die früher so beliebten Meldungen über die glänzctiden Siege und die freiwillige Unterwerfung der Araber zu verbreiten, die bekanntlich nach den ursprünglichen italienischen Gerüchten die Italiener als Befreier begrüßt hatten Wenn das doch immerhin vergleichsweise siegreiche Italien keine Freude an diesem krieg hat, kann man das von der Türkei erst recht nicht verlangen. Zwar die Kriegführung in Tripolis braucht der Pforte wenig Kopfschmerzen zu machen, denn diesen Teil der Geschäfte führen bic Araber im wesentlichen selber, und diese Art Kleuitiieg kann sich zum Schluß jahrelang hinziehen, wobei am Ende den Italienern früher die finanzielle, als den vereinigten Arabern und Türken die militärische Puste ausgchen lönnte. Aber bedrohlicher als bie tripolitanische Gefahr sind die Wirren im Innern, einmal die noch immer nicht völlig gelöste albanische Gefahr, weiter das von Bulgarien aus geschürte mazedonische Problem, und Endlich die nicht mehr verhüllten Putschneigungen Montenegros, da-.' sein Töpfchen gern an bicjem Ballanbrande wärmen möchte. Unter diesen Umständen ist es wohl begreiflich, wenn sowohl in Italien, wo man das natürlich nicht zugibt, wie in der Türkei, wo man in bieicr Beziehung offenherziger ist, eine einigermaßen starke Friedensehnsuchk herrscht, unb Kenn nach Mitteln und Wegen gesucht wird, die Grundlage für einen FriedenSschluß zu schaffen. Und solche versuche werden zurzeit gemacht, trotz aller Ableugnungen, für die vielleicht auch das eine Zeitlang geflügelt gewordene ' Wort gilt: Die Sache wird dementiert, fie ist also richtig! I In der Türkei gibt man sich denn auch keine Muhe mehr, ! bas Geheimnis zu wahren. Von Konstantinopel aus ist berichtet worden, daß der Senator Azarian, der den türkisch en Thronfolger auf seiner Reife begleitet, mit einer diskreten Mission betraut ist, bie ihn voraussichtlich in Lausanne mit italienischen Delegierten zusammenführen werde, wobei vielleicht die Vermutung gerechtfertigt ist, daß nicht bloß der Begleiter des Thron- solgers, sondern auch dieser selbst etwas von der diskreten Mifsion weiß. Von Rom aus ist zwar diese ganze Meldung rundweg dementiert worden, ivoraus aber vielleicht nur hervorgeht, daß es sich eben um eine — diskrete Mission handelt. . , , ES ist freilich nicht zu übersehen, daß diese nicht mehr zu leugnende diskrete Mission auf außerordentliche Schwierigkeiten stößt, denn auf italienifcher Seite hat man keinen Zweifel darüber gelassen, daß man von der einmal dekretierten Einverleibung dos umstrittenen Besitzes kein Iota ablassen wolle und könne, während man zu gewissen Zugeständnissen, so den Verzicht auf die offizielle turkifche Anerkennung der italienischen Oberhoheit über Tripolis, und vor allem eine Geldentjchädigung, bereit sei. Tte türkischen Staatsmänner, die freilich heute noch nicht ivissen, Srantrcirf) und der neue Sultan von lllatoHo. Paris, 24. Aug. General Liautey ließ dem Mini» fterpräfibenten Poincars folgendes Telegramm des W c s i r - Muley Jussufs übermitteln: m t In bem Augenblick, in bem bas marokkaimche Volk in Spontaner Weise bie Proklamation bes Sultan« voigcnonimcn unb bic Delegierten bem Sultan den Traditionen gemäß ihre Ehr- crbictung erweisen, hielt eS der sultan für feine Pflicht, bem Präsidenten der Republik ni 11 j u - teilen, daß er entschlossen sei, bie Entente ju vcrvoll- ft ä n b i g e n unb bas sreunbschattliche Zusammenarbeiten mix Frankreich im Werke des Friedens unb des Fortschritts de« fchernifchen Reiche« -u vollenden, das die beiden befreundeten Regierungen in Angriff genommen haben. Pomcarä erwiderte: Er habe nicht verfehlt, bem Präsidenten der Republik da« Telegramm zu unterbreiten, ba« ber Wesir an Sie gerichtet hat. Der Präsident bittet sic, dem Sultan mitzuteilen, er hatte mit lebhaitester Genugtuung die ihm gegebene Versicherung feiner festen Absicht erhalten, die Entente der beiden Länder au vervollständigen und in freundschaftlicher Weise mit Frankreich iuiammcnjuarbeiten zur friedlichen Entwicklung des scherifischen Reiche«. Wollen ote bem Sultan mü- teilen, er könne auf die vollständige Mithilfe der republikanischen Regierung rechnen, bie ben Glauben unb die Trabition ber muselmanischen Bevölkerung achten will unb glücklich sein wirb, bei? Sultan bic Vorteile der Zivilisation erringen zu helfen. Die Kämpfe. Paris, 25. Aug. Ein Telegramm des Generals Liauteh vom 24. Aug meldet: Am 22. August wurden ziemlich beträchtliche Truppenabteilungen El HibaS gemeldet, die auf Mesra - ben»Abu marfchierten Der Kalif El Hibas ist 30 Kilometer nördlich von Marrakesch angenommen. Die Kolonne des Lbersten Mangin traf alle Vorbereitungen, um mit dem Feind in Fühlung zu fom- men und eine Vereinigung mit den Polizeiabteilungen, die von Suk-el-Tleta und Sidi-ben-Nur unterwegs sind, hcr- beizusühren. , z Casablanca, 25. Aug. Cberft Mangin brach am 22. August aus dem Lager von Suk el Ärba aus und überraschte das Lager des Kalifen. Er griff den Feind an und zerstreute ihn, nahm ihm die Fahnen unb 70U0 Patronen ab. Am 23. August früh, nahm Cberft Mangin den Marsch wieder auf unb vereinigte sich mit dem Cbersten Joseph Mangin schlug einige Truppenabteilungen de« Kalifen, welche die Kolonne umschwärmten. 2tc Franzofer» batten am 22. August einen Toten unb brei Verletzte, am 23 August zwei Tote und zweiundzwanug Verletzte. Neun — Frankfurter Theater-Sorgen, zas Geschäfts- fahr 1911 12 ber Frankfurter Theat c,r schließt nm_einem Fehlbetrag von 124 000 Mk. Tie Einnahmen des Lpern; und Sck-auspielhaufcs waren in ben letzten Monaten so gering, bau kaum die Kosten ber Beleuchtung davon gedeckt werden konnten. Tas Gesuch der Gesellschaft an bie Stabt, Dicie» xc-ijit zu beeten, wurde von der städtischen Theaterkommission abgetehnt, da die-, der ganzen Theaterverwaltung sehr kritisch gcgenubersteht und Dcm ,ia> nmgumxu uuiy«tsi, KMS Ä" SÄeXÄ-1 *6 -ein «äne durch ben m °u° L". IW«». nr. 200 Erstes Blatt 162. Jahrgang Montag, 26. August 1912 Eichener AuMer für die Redaktton 112, V ^»littfchen Teil: August WM General-Anzeiger für Gderheffen BtzML füreebi"l2ogeßnümmer ^otatlonr-nick und Verlag der vrühl'schen Univ.'vuch' und Steinöniderel H. tange. Rcbaftion, rrpedilio» und Dnidereh rchulstrahe 7. ^.y.'eß^,ür d«n |B vormittag» 9 lihr. Büdingen: Fernsprecher Hr. 269 Geschäftsstelle vahnhofstratze 16*. Anzeigenteil: y. ^tck. WW liit ein jartM, rrtiH W-‘ 1 ies jugenCfritt» HastftJr’. ^netwddx.haul^ M. Midi» erzeug'd.-tn ledenpferHineim^; 5tü& 50 Vf. ftrntT r... Tada-Ercam )te unb rilfigebaut lartnn.. ÄA&S f ,a JEV iß W; P "ardflt'.rUlfl "< .,1 «Mj! tb^tatSlnitinfln 1.3»Qmann in 8»',. ßrabeniiia-, . KIWtin in La» babe nach ftm Senuj W «adimtt« iunben.bahbt'8litbtT' rfchivundm find und die Herz- »eschwerdet ulathört haben ;aud) Ira'1*. reppen wieder (teigen, «jr I ivor (ehr ichwer tntit !-' in^r3u(tanbiflberben!tar. XeotelKHmar. Setjtlirr nploblm. Sm» der »-k 11.20.»Men der fci erufchörung pro t-z? i. lad)enetnatitl.C«(Ur.-.\‘' i. m. b. vachnn $3 Iain dlerdrogcr. CttecN: ’roenbrofletit in tfler; Hidoriabwui ilbclm -chradcr. Unb^ Md Franzosen aus Marakesch, die zu El Glaui vor ine Tore von Marakesch geflüchtet roaren, nnrrden von biefcin an 61 ötba ausgeliefert, der sie durch Soldaten gegen den 'Jbignrr letteus fanatischer Eingeborener bewachen läßt. El Hiba versprach El Glaui, die Franzosen an die Lüste bringen zu lassen. Aus Mazagau wird vom 23. August gemeldet: der Nahe von Suk et Arba wurden am 21. August Ansammlungen gemeldet. Um ihnen zu begegnen, wurden von der Kolonne Papp vier Kompagnien, eine Schwadron und eine Artillerieabteilung entsandt, die 8 Kilometer vorn Lager auf den Feind stießen. Es entspann sich ein hef- tiger Kampf, der von 7 Uhr morgens bis Mittags dauerte. Die Franzosen hatten drei Tote und sieben Verwundete. Die Verluste der Eingeborenen sind beträchtlich. In der Umgebung des Lagers sind weiter große feindliche Ansammlungen zu bemerken. Nach Nachrichten von Eingeborenen verließ El Söiba Marrakesch und wandte sich nach Norden. Zu den Dukhalastämmen schickte er Sendboten. TaS spanische Vorgehen. Madrid, 25. Aug. Wie aus Tanger gemeldet wird, erfolgte die Besetzung Arzilas ohne Flintenschuß. Oberst Ovilo sandte vorerst eingeborene Truppen zu Patrouillengängen auf den Straßen ab. Kleine Abteilungen besetzten dann am Mittwoch die die Stadt beherrschenden Stellungen, von wo aus sich Oberst Ovilo ohne Begleitung in die Stadt begab. Er hatte eine lange Unterredung mit Raisuli, der ihn seiner Freundschaft für Spanien der- s ich erte._________________________________________ Deutsches Reich. Durch das Reichsmarineamt wurde erflärt, daß die bevorstehenden Arbeiterentlassungen, die fein annor- malcs Ereignis im Werstbetrieb darstelltcn, sich keinesfalls auf 1OOO Arbeiter erstrecken würden. Tang egen über teilt die „Kieler Zeitung" aus einer Mitteilung der Kaiserlichen Werft in Kiel an das Reichsmarineamt mit, daß die Werft gezwungen sein würde, etwa 1000 Arbeiter zu entlassen, wenn ilxr nicht die nötigen Mittel zur Ausrechterhaltung des Betriebes entsprechend den durch das Flottengesetz erhöhten Anforderungen zur Verfügung gestellt werden. Diese Mitteilung ist dem Amt bisher noch nicht zugegangen. Aus .Anlaß des Einsturzes der Landungsbrücke in Binz ist den preußischen Regierungspräsidenten der Seebezirke eine schärfere Ueberwachung derartiger Anlagen sowie der Promenadenstege und Badeanstalten in bezug auf ihre Standfähigkeit und auf die Vorkehrungen zur (Ächerung des Verkehrs auf und in ihnen zur Pflicht gemacht worden. Die Vorstände der Wasserbauämter sollen beauftragt werden, noch während der diesjährigen Badezeit eine eingehende technische Prüfung aller dieser Anlagen vorzunehmen und auf die Beseitigung etwa gefundener Mängel hinwirken. Ueber die Regelung der auernben Ueberwachung sind die Regierungspräsidenten veranlaßt worden, der Zentralinstanz Vorschläge zu machen. In der Versammlung der Wahlvereine der Sozialdemokratie Groß-Berlins erklärte am gestrigen Sonntag der Vorsitzende des Verbandes Ernst, der „Morgenpost" zufolge, daß-in der Berliner Parteiorganisation im letzten Jahre kein nennenswerter Fortschritt zu verzeichnen sei. Der Kassierer des Verbandes teilte mit, die Beiträge der männlichen Mitglieder seien gegen das Vorjahr um 4 600 Mk. zurückgegangen. Wenn es mit der Beteiligung an der 9Tc ar freier so weiter gehe, müsse die Feier fru Grabe getragen werden._______________________' Heer und Flotte. Der Panzerkreuzer .Gäben". Berlin, 24. Ang. Der Panzerkreuzer „Gäben" kehrt heute abend nach Beendigung seiner Probefahrt aus der Danziger Bucht nach Kiel zurück, um nach kurzer Ausrüstung für die Herbstrnanöver in den Verband der Hochseeflotte einzutreten. Die Ergebnisse der Probefahrt, bei der das Schiff in dreistündiger forcierter Fahrt eine Höchst- geschwindigkeit von 28,4 Seemeilen erreicht hat, sind außerordentlich zufriedenstellend und haben die Kvn- struktionssorderungen in mehrfacher Hinsicht übertroffen. Besonders hervorzuheben ist unter anderem der geringe Kohl en verbrauch, der hinter dem Konstruktionsvoranschlag zurückbleibt, desgleichen die Geschwindigkeitsleistung, die trotz der nachträglich eingebauten Schlingerkiele erreicht wurde. Der neue Kreuzer hat damit die vorzüglichen Leistungen seiner Vorgänger „Von der Tann" und „Moltke" übcrtrosfen.___________________________________________________ Deutsche Kolonien. Die Erforschung des neuen Kamerungebietes. Hamburg, 24. Aug. Heute abend um 11 Uhr geht die erste der vier offiziellen Expeditionen nach dem neucrwor- beneu Kamern ngebiet mit dem Dampfer „Alexandra Wörmann" nach Lagos in See, um sich von dort nach dem neuen Kamernngebiet zu begeben. Ter Leiter dieser ersten Grenzexpedi- lion ist Hauptmann Bartsch. Die Arbeiten der Expedition dürsten etwa iy$ Jahr dauern.* Der Ertrag über den Bau der Bahnstrecke Duala-Bidjoka der Mittellandbahn in Ka - m c r u n ist dem Reichstage zugegangen. Nach dem Vertrage führt den Bau die deutsche Kolonial-Eisenbahn-Bau- unb Betriebsgesellschaft in Berlin aus. Der Inhalt des Vertrages entspricht den sonst üblichen Bestimmungen. Es handelt sich hier um die erste Teilstrecke der Kameruner Mittellandbahn, die 150 Kilometer lang ist. Die Bahn wird ftrerfcinveii'e zur Eröffnung kommen, vorgesehen sind zwei Bahnhöfe (Tuala und Edeaß acht .Haltestellen und weitere acht Haltepunkte. Die Geschwindigkeit der Bahn beträgt 40 Kilometer die Stunde, die Spurweite ist ein Meter. Der Kostenanschlag für die erste Teilstrecke bis Bid joka beläuft sich auf 23 780 000 Mk., für die Reststrecke der Mittellandbalm bleiben 20 220 000 Mk. reserviert. Die Bahn wird drei Flüsse überschreiten, der Betrieb ist nach Fertigstellung des Baues mit neun Lokomotiven, 12 Per fonen-, zwei Gepäck und 104 Güterwagen aufzunehmen Die Betriebsaufnahme soll am 1. Oktober 1913 erfolgen, der Bau hat bereits begonnen. Vom 1. Oktober dieses Jahres- ab soll auf den bereits fertig gestellten Strecken ein provisorischer Betrieb mit täglich einem Zuge in jeder Richtung erfolgen. 7. Derbantetag hessischer Bürgcrocrcinc. Kelsterbach, 25. Aug. Der Verband bessischer Bürgervereine hielt beute hier unter dem Vorsitze von Okmcinbcrat Schmidt Weisenau seinen 7 Ver bandstag ab. Amvesend waren die Vertreter von ettra 20 Ver einen, die zusammen mehr als 3000 Mitglieder ;üblen. Nach bmlicbcn Begrüßungsworten durch den Vorsitzenden des Ver bandes und Herrn Lautb vom hiesigen Bürgerverein erstattete I. Schmidt den Jalwesbericht, der sich vorwiegend mit Ein- gaben an die Kreisämter um Erlaß einer Verkehr Sordnung für Siu to mobil f ährten beschönigte Für die (Hemeinbeü sollen gleiche Schilder beschafft werden, ferner soll den schar f fahrenden Wagen arg aut die Finger gesehen werben. .Ueber die Beseitigung der Probierstrcckcn im Kreise Groß- Gerau haben sich die Behörden noch nicht geäußert: man will deshalb noch einmal beim Ministerium vor- 'tellia werden. Die Versammlung beschäftigte sich sodann mit zahlreichen Anträgen des Vorstandes und der einzelnen Vereine. Ueber ein Gesuch an die Regierung betr. Errichtung von Kreis- Gewerbegerichten in sämtlichen Kreisen berichtete Gemeinderat Neidecker-Weisenau. Bei der zunehmenden In- dustriealisierung des Landes macht sich das Bedürfnis nach Errichtung von Gewerbegerichten in immer höherem Maße fühlbar. Den Ärl-itern und Unternehmern entsteht unter den gegenwärtigen Verhältnissen großer Verlust an Geld und Zeit Große Kreise müssen zwei bis drei Gerichte haben. Der Antrag fand einstimmige Annahme. Hebet die einheitliche Regelung des Submissionswesens in Staat und Gemeinde sprach ebenfalls Herr Neideckcr. Er schilderte den augenblicklichen unhaltbaren Zustand im Versteigerungswesen und forderte von der Regierung Anweisungen über die Art des Ber- teigerns, nicht nur für die Gemeinden, sondern vor allem für die staatlichen Betriebe, wo noch vieles im argen liegt und wo die kleinen Unternehmer zum Teil gar keine Berücksichtigung änden. In der Aussprache wurden aus vielen Orten zahlreiche Fälle über Benachteiligung einzelner Kreise berichtet: auch über das zu späte Abrechnen, oft erst nach 2—3 Jahren, führte man lebhafte Klage. Eine zweimalige Bitte des Verbandes an die Regierung um Einführung einer Friedbofsordnung im Sinne des Gesetzes von 1905 für alle hessischen Gemeinden ist bisher erfolglos und unbeantwortet geblieben. Aus der Mitte der Ver- ammlung wurde über einige besonders schwere Verstöße gegen die Ruhe der Friedhöfe berichtet, besonders in Rheinhessen. Es soll nun ein drittes Gesuch in dieser Sache den Behörden unterbreitet werden. Vom Bürgerverein Weisenau lag ein Antrag an die Regierung um Beseitigung des jetzigen Submis- ionsver fahrens bei der Vornahme von S a n d b a g g e r u n- gen im Rhein vor. Gemeinderat N e i d e ck e r schilderte die jetzige Versteigerungsart, durch die die kleinen Unternehmer, die chon seit Jahrzehnten sich ihren Lebensunterhalt durch das Baggern erwerben, vom Großindustriellen an die Wand gedrückt werden. Vom Landtagsabg. Adelung-Mainz ist ein ähnlicher Antrag der 2. Kammer bereits eingereicht. Der Verband will diesen Antrag unterstützen. Der Bürgerverein Ober-Olm beantragt durch Herrn Golder die Erhebung der Beiträge zur Land - und orstwirtschastlichen Berufsgenossenschaft in vier Raten vollziehen zu lassen statt wie bisher in einer. Der Antrag inbet Annahme. Dagegen will man sich gegen den der 2. Kammer vom Abg. Schönberger eingebrachten Antrag wenden, der die Erhebung der Staats- und Gemeindesteuern von 6 auf 4 Ziele herabmindern will. Ein Dringlichkeitsantrag des Vereins Ober-Olm ersucht um Ergreifung von Maßregeln zur Verbesserung des Post- und Fernsprechverkehrs auf dem Lande. Der Bürgerverein Oppenheim bittet um Unterstützung bei einer Eingabe an die Eisenbahnbehörde, in der die Schaffung einer Fußgängerbrücke über die Staatsbahn oberhalb des Oppenheimer Bahnhofes gefordert wird. Beide Anträge werden ebenfalls einstimmig angenommen. , e. t t Auf Einladung des Bürgervereins B i b l t s findet der nächste Hauptverbandstag in Biblis statt. Mit der Besprechung eitriger kleiner Vorlagen unb den üblichen Dankesworten schloß der Vor- itzende die Tagung. Aus Stadt und Land. Gießen, 26. August 1912. Verband reifender Kaufleute. Die Sektion Gießen des Verbandes reisender Kaufleute Deutschlands feierte am Samstag und Sonntag ihr lbjächr. 'Stiftungsfest. Eingeleitet wurde die Feier am Samstag abend durch'einen Kommers in Steins Garten, in dessen Mittelpunkt zwei recht interessante Vorträge standen. Nach der Begrüßung der Versammlung durch den 1. Vorsitzenden sprach der erste Verbandsdirektor Henn. Pilz- Leipzig über: Die Zukunft des deutschen .Ausfuhrhandels und die Aufgaben der reisenden Kaufleute. Der Vortragende wies darauf hin, wie der deutsche Kaufmann infolge seines gründlichen Wissens und seiner rastlos vorwärts strebenden Tatkraft im Begriffe stehe, sich die Welt «u erobern. Heute schon könne man sagen: Wir brauchen das.Angel- sachsentum nicht zu fürchten. Unsere -lusfuhr nehme von Jahr zu Jahr zu, ein Stillstehen sei einfach undenkbar. Entweder ein festes Vorwärtsstteben oder eine völlige Verzichtleistung auf eine geachtete Weltmarktstellung seien heute die beiden Möglichkeiten. Obwohl nun bis jetzt keine Besorgnisse irgend welcher Art in dieser Hinsicht vorhanden wären, so müßte es doch als ein großer Fehler bezeichnet werden, Vogelstraußpolitik zu treiben. Los vom Ausland, also auch los von Deutschland, das fei der Ruf auf der ganzen Linie. Die Weltwirtschaft bewege sich nickt nach ewigen Gesetzen. Die Völker befreien sich, und damit.bröckeln unsere Ausfuhrmöglichkeiten für die Zukunft immer mehr ab. Und daß dies sogar verhältnismäßig rasch vor sich gehe, daran tragen unsere Landsleute mit einen Teil der Schuld, da sie infolge ganz besonderer Befähigung im Auslande als Lehrmeister auf den verschiedensten Gebieten mit hervorragendem Erfolg tätig sind. Darum gilt es, wach zu sein, bei Zeiten den Gefahren zu begegnen, sie abzuwenden. Neben gesunder Handelspolitik mit festen Tarifsätzen müsse eine um- und weitsichtige Kolonial - Politik verbunden, Handelskammern und Handelsagenttlren im Ausland errichtet und immer besser unterstützt werden. Die Mission der reisenden Kaufleute, dieser Pioniere im Kaufmannsstand, aber sei, die Schwächen der ausländischen Industrie auszusorschen, mit der ihnen eigenen Zähigkeit, Ausdauer, Unerschrockenheit und dem dazu nötigen Anpassungsvermögen immer neue Absatzgebiete zu schaffen und zu erhalten. Der Anschluß an den Verband sei unbedingte Notwendigkeit, denn dadurch werde das soziale Sicherheitsgefühl bedingt und gefördert. Auch dürfe es an der Güte der Waren nicht fehlen, nur das beste Fabrikat sei für die .Ausfuhr gerade gut genug. Werde man so verfahren, werde man auch dem Ausland gegenüber etwas vorsichtiger sein, ihm die Kenntnis deutscher Industrie und Kunsteinrichtungen erschweren, bann könne es nickt schwer fallen, auf der mit so großem Erfolg eingeschlagenen Bahn des Ausfuhrhandels weiter zu kommen, so daß man mit Recht behaupten könne: Die Welt wird deutscher mit jedem Tag. C. Weidig verbreitete sich dann über: „Die Tätigkeit der Verkehrskommissionen". Er gab zunächst ein Bild von dem Per' kehr in der „guten, alten Zeit" und verglich bannt unjero jetzigen Berkehrseinricktungen. Sodann wies er daraus hin, wie gerade durch die .fortgesetzte rege Tätigkeit der Verkehrskom Missionen die bestelxmden Mängel im Verkehrswesen im Interesse der reisenden Shntflaüe nach beseitigt wurden, oder, wo dies unb auck im allgemeinen Jnterefsc nicht gelungen sei, ihre Beseitigung angestrebt würde. Mit meltbcm Erfolg hier gearbeitet wird, gehe daraus hervor, daß selbst der Verkehrsminister die ersprießlickie Tätigkeit der Verkehrs-Kommission anerkannt habe und daß die Wahrscheinlichkeit bestehe, sie mit Sitz und Stimme im Eisenbahnrat vertreten zu sehen. Die beiden, mit Fleiß und Sachkenntnis ausgearbeiteren Vorträge wurden sehr beifällig auf genommen. Besondere Freude erregte Oie Verlesung von 17 neu emgetretenen Mitgliedern, unter denen auck 9 hiesige Firmen als stiftende oder außerordentliche Mitglieder vorhanden sind. Der kaufmännische Verein, der Deutsch- nationale Hanbluitgsgehilfeu-Verbaud Sektion Gießen unb der katholische kaufmännische Verein entboten dem festgebenden Ver ein zu seinem Ltritungsfeste die besten Wünsche Kommerzienrat Kling sp o r dankte im Namen der außerordentlichen Mitglieder. Block- Köln und Aufsichtsrat B o l o g i n i - Remscheid überbrach, te” Gruß und Glückwunsch der westdeutschen Berkehrskommtsston Das reichhaltige Programm wurde angenehm unterbrochen durch bie mit großem Beifall aufgenommenen Gesangsvorträge etnes Langer anart etts Einige Stunden nach Mitternacht konnte ve? Vorsitzende den offiziellen Teil des Abends mit herzlichem Dan an die erschienenen Mitglieder und Gäste, besonders aber an bi Mitwirkenden, schließen. — Das für Sonntag vorgesehene Garten fest mußte der unbeständigen Witterung wegen auöiaUen. Da',! fand in den Räumen des kaufmännischen VereinsbauieS tut Feier statt, die gut besucht war und sehr gemütlich verliess 4 Frankfurt c '«rjtiter beschlossen i pn Magistrat um .,:.r>berg- - LudwigStag. Gelegentlich des LudwigStoqeS, be: der Großherzog bei feinem Regierungsantritt auch als ferne i Namenstag erklärte, waren alle öffentlichen Gebäude beflagg'. fc. Schauarbeiten. Der Leiter der Maschinen. prüsungSstelle der Landwirtschaftskammer für den Regierungsbezirk Wiesbaden, Profeffor Dr. GiseviuS-Gießen un> cand. agr. W olf s-Gießen werden Schauarbeiten mit neuzeitlichen Bodenbearbeitungsgeräten in den verschiedenste'. Teilen des Regierungsbezirks Wiesbaden veranstalten, um die'.- neuzeitlichen Geräte unter den Landwirten des Bezirkes p verbreiten. Die ersten derartigen Vorsührungen finden im nördlichen Teile deS Kreises Limburg vom 26.—31. August sta^ und zwar am 26. August auf den Feldern der Gernarkun; Frickhofen, am 27. August auf denen der Gemarkung Langendernbach, am 28., 29. in den Gemarkungen Ellar, Lahr, 30. Steinbach unb 31. August Oberzcuzheim. ** Der 5 8. Bezirkstag des H a s s ia bezi rkt Gießen fand gestern im Lenzfchen Felfenkeller statt. Sämtlit» 39 Kriegervereine waren oertreten. Der Bezirksvorsteher Daab- Lollar eröffnete die Verhandlungen mit einem Hoch auf bet Steifer und berichtete sodann über den Hassiatag zu Niedtt-Oln Ter Wunsch des Bezirks, im Präsidium der Hassia nertrett ju fein, wurde nicht erfüllt, obwohl Gießen ber stärkste Ben? Ober bestens ist unb über 3000 Mitglieber zählt. Die Iaht redmung von 1911/12 wurde von Rechner B o l k nt a n n- 6cudM heim verlesen. Tie Einnahme betrug 97.21 Mk., die 'JUsae. 47 Mk. Das Sammelwerk ergab im 1. Vierteljahr 1912 50,75; Mark, im 2. Vierteljahr 40,90 Mk. Der bisherige Vorsten. wurde durch Zuruf wiedergewählt: Bezirksvorsteher: Lehrer Daad, StcUneirtreter: Landtagsabg. Leun- Großen-Linden, Rechurr B o l kma n - Heuchelheim, Schriftführer: Kanzleirat Schiff nie- Gießen unb Lehrer Keil, Klein-Linden. Der Voraaschia« 1912z13 mit 206,7*1 Mk. wurde genehmigt. Das Gesuch i\; Vereins Allertshausen, der eine Unterstützung »u seinem wünscht, wurde abgelehnt. Tas Bezirksfest 1913, zu dem jtt Garbenteich, Annerod, Wieseck und Beuern gemeldet hatten, finde in Garbenteich statt. Job. Balser-Steinbach erhielt fi 35 jährige Mitarbeit im Vorstand des Vereins Steinbach btt Hassia Plakette. Der Bezirk beschloß, dem Jungdeutschland-Vnis beizutreten. Nach Verlesung des Protokolls schloß der 2. Bczirl; Vorsteher Landtagsabg. Leun den Bezirkstag mit einem po< auf den Großherzog. •• Schlägerei. Am Neuenweg kam eS gestern abert Essenbach' 3*jS*5*fw Q’» te* tourte indessen sc Kn hier sehr S.ahA r- u^be Meftanden. r ,k Rüsselsheim rü,n wollte sich d'k * m letzten Slugenbl & Strömung gen zwischen Arbeitern zu einer Schlägerei, wobei das Meffer ernt Rolle spielte. Ein Arbeiter erhielt eine Slnzahl Mesierincht in den Kops und mußte durch Mannschaften der Samtätr- kolonne in die chirurgische Klinik gebracht werden. Trr .—Zimmer Täter wurde verhaftet. ' Unter Kameraden. Zwei Kutscher gerieten am SarnStag abend in Streit. In dessen Verlaus schlug btr eine dem andern ein BierglaS an den Kopf und verletzte ihn nicht unerheblich. ES wurde Anzeige erhoben. *♦ H-erbst«rrblicken In ben Straßen treiben Sinh unb Regen schon ihr Spiel, da ist cs wohl Zeit, an Umdecken der Dächer ist eine ihrer größten, gefurcht.k.i Ausgaben. Die Arbeit des Dachdeckers ist schwer zu koi> trollieren. So gut oder so schlecht es eben geht, fteijt ihm zwar der würdige Hauswirt aufs Dach nach. Wenn er aber später die Rechnung in Händen l-ält, kommt er M tu der Ueberzeugung, daß so manches darauf verzcichrr: rst, wovon er nichts weiß und was sich seiner Beurteilu-tz entzieht, selbst wenn die Posten chre Mchtigkeit habt mögen. Aber wie bitter weh der 65riff ins Poilemonne* auch tut, so ist es dock) andererseits eine Wohltat, wer, man nicht in grimmiger Kälte auf den Boden zu stciqr braucht, um da oben Schneelandschaften bcrunterzufchjpp mal, am besten im Herbst, prüfen, und warte nicht rrt, bis ein seuchter Beweis der Notwendigkeit dazu zwm^ Landkreis Gießen. — Wieseck, 24. Aua. Montag, den 26.August, oben« 8 Uhr, findet öffentliche GemeinderatSsihung nü folgender Tagesordnung statt: 1. Festsetzung des durchschm> lichen IahreSarbeitSverdiensteS der landwirtschaftlichen Arbecle. 2. Nachtrag zum OttSbaustatut. 3. Festsetzung einer 8a* fluchtlinie in der Philosophenstraße. 4. Abänderung der Ott'* sahung über Gemeindebedienstete. 5. Berkaus von Oflänx in der Philosophenstraße. 6. Ab- und Anschaffung tm< Bullen, sowie eines Ziegenbockes. 7. Erweüerung der leitung. -in Steinheim b. Hungen, 25. Aug. Ein o« einer preußischen Behörde wegen mehrerer Vergehen ocrfolgtl Korbflickerpaar, das nach Zigeuneratt umherzieht, wurde b-t von der Gendarmerie verhaftet und in das Gefängnis nch Hungen verbracht. Kreis Büdingen. Hirzenhain, 23. Aug. Im hiesigen HüttenwÄ gerieten zwei 14jährige Jungen in der Weckstätte m €trrt in deffen Verlauf der eine, nennens Faust, von seinem Gcgsa eine Ohrfeige erhielt. Der Geohrseigte ergriff ein Wettzerz ein zwei Hand langes Esten mit Schneide und Spitz« uü jchleuderte eS dem Davonlaufenden nach. DaS Elfen t.i ben Rücken und drang bis in die Lunge vor. Der Verleit' nnirbe, nachdem ein Notverband angelegt worden war, >’* Spital nach Büdingen verbracht. △ Effolderbach bei Stockheim, 26. Aug. Veteranen-Ehrentafel hat unsere Gemeinde für Kriegsteilnehmer von 1866 und 1870/71 gestiftet und M ' geweiht. Pfarrer Wolf-Ranstadt hielt die Wecherede. Posaunenchor aus Oder-Mockstadt verschünette die Feier. Kreis Alsfeld. B. Alsfeld, 25. Aug. Die für Mittwoch ongdo^ Vorstandssitzung der Landwirtschaftskammer im Tcustch" HauS mußte wegen Beschlußunfähigkeit vettagt werden, o die Mehrzahl der Mitglieder am Erscheinen verhindett war. nakft 2änunflS sSSf* ~2_£ininier ZM W. .^e*l-Oloh A? vQUt e nächste Sitzung wird in der ersten Hälfte de- Septembers cttfmdeu. Ureis Friedberg. ve rhaftet. Kleine Tagerchronik. 3 KornfrancR-Rezepte ßr Liter Wasser. jedesmal auf 1 r organisierten Bezirk Oberhesien suchen I Dsitflfü Tifüftllliblttn ügc zu baldigstem Eintritt als vt»» „ "p__ ____ i—i-j-. flciurot. KöiiDCim «5tno, |2frbl 107047] Eberhard, Bausickrer. Versteigerungen Vermietungen Verschiedenes Stellengesuche Empfehlungen Mietgesuche Verkäufe Amtliches Stellenangebote KornfrancK“ Bohnenkaffee Aecht Franck“ 2 frdl.Scklafttellen zu verm. dienen Baue 5 III- gr „KornfrancK“ „Aecht Franck“* Jänner Kaufmann sucht Ko l ii. L'otti» in gutem vqufc. ScbrihL Angebote unter .171/ an den (Siebener Anzeig erb. gesucht. Wilbetm Wind, DiiUflcr u. Äastwirt. Aried berg «Hessens 5719 zweitens : 16 S erstens r 25 5 •der bew&hrte Kafleezuaatz mit der KafteesöMe. Diese Gewichtsmengen Können natürlich zu Gunsten des einen oder andern verändert werden, so dass in jedem Falle der eigne GeschmacK getreuen wird. Maßeiwergistunaen. Nach dntm Diner, LaS der Hüriermeurer einer Stadt bei Neapel gab, erkrankten sämtliche Teilnebmer Sechzig non ihnen ftar'.m unter fduneren Vcrgirtoi** erscheinungen. die übrigen befinden sich zum -.eil in ^ebau- 0<'ti3n M ünchen sind die Oberrangicnnrifter im Hauptbahn- bof Müller und Schotten damI sowie ihre oknnnnen nach dem Genus; von selbstgepflückte nZil» en erkrankt. Die beiden Frauen sind zuerst gestorben Arn SamStaa abend statt»>'n auch Cfrerramitenmt'trr extiottre* baut 1 uad dessen Lchwiegeriolm Bud au den .fal0« vrrgi'wng Das Ableben de» rbrrningicrmeifter» Muller wird stündlich ntoonet Der Zustand dcS 1b labnaen Ludwig - 1EN- baml nt b Sto (*11c'• ’c pfcivvegu Itz Sst»v wagen m. Bogen stücke und Drebplanen, alles noch gut brauchb_ werd., da sofort. Berk, vorgeuommen w. must, zu jed. annehmbaren Preis, cd. auch geteilt, abgcg. Hnfr. sub J. 1332 an den Wiest. Aaze.ger erbet. [hv*,e Kognak und Liköre. flke leistungsfähige Aognakbrennerri und Ltttr- fabrik sucht zum baldigen Eintritt einen tn Ebetpenen und Hessen Nassau gut rlngeführten Re inend en. Nur Herren, die diese tüegcndcn mit Erfolg bercm haben, wollen nch melden. Der Bosten ,st gut bezahlt und dauernd. Tchristlichc Angebote unter 5/la an den fflrehcner Anzeiger erbeten._____ 3« verkaufen: I 32WenifIüflC, lÄartostelpflug, 1 Egge, 1 eiserner Schweine stall, 1 Schiebkarren, eme Wasserpumpe und sonfuge Gegenstände. r'712 Schützenstraste 18. lüdrt. SRaiAinmnifcerii gesucht. Weistzengnäberüu bevorzugt. . _ u7(W3- Schirmf abnk LeM. gr „Komfranck“ .. „Aecht Franck“ Drei reinrassige hellgelb- gescheckte Slramentnlcr Bullen, davon 1 iorung iatxq 15 Monate alt die beiden andern 13 u. 14 Monate all. zu oertenfen. 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Repancn- xr größten, flefiuc .eckers ist schwer »r echt es eben geb: inss Dach nach. den hält, komm-1- inches daraus rm'- L sich seiner denn- x ihre Richtigkeit Güsf ins Portal eits eine WotM /^ xi\ den Boden vH ) arten hermterzE SkD i die TM I-Wkl ra, uni wbifltot wq tT6t"86'®(fd ntiinbetatli**! 3. 3'N*’ «?. 4 Abä"dährige Gelegen- tcdlorbetter Eugen Husser verletzte gestern abend auf dem «imwege seine Geliebte, die 42jährige Ehefrau deS Zu- hlägerS Josef Glossen, btc zugleich die Schwester seiner von );0 geschiedenen Frau ist, mit einem Mcsier so schwer, do - t auf dem Wege nach dem Lrankenhause verstarb. Tcr jlibrr flüchtete, wurde aber heute mittag in einer 5Birt- hast verhaftet. ! Mainz, 25. Aug Vor Jahresfrist feNiggestellr, «chält die Kaserne des Brandenburgischen sresrung,- «Mlerie-ReginuTnls Nr. 3 jetzt schon einen um ftngreidKii Anbau, der bestimmt ist, die jetzt in den Neutor- rnb Weisenauer >tafernen liegenden Mannschaften auszu- nchmen In diese beiden Kasernen wird vom Herbst ab Mörserbatatllon des neu zu gründenden Festungs- «rtillerie-Rt-giments Nr. 18 untergebracht — 3m Sep- kmber d. I. findet hier eine große E bft- und Ger müseausstcllung statt. Es tvar ursprünglich beab» ' sichngi, damit eine Weinausstellung zu verbinden; der ! tzlan wurde indessen fallen gelassen. — der letzten Beit landen hier sehr zahlreiche Mansardendiebstähle statt, ohne MB eS der Polizei gelungen wäve, den Dieb zu ermitteln, tr wurde nun gestern von einem 2xcnftmabd)an auf frischer I i6t ertappt, und der junge Bursche hat sofort alle Dieb- slähle zugestanden. -h Rüsselsheim, 25. Aug. Ein hiesiges Dienst- mcdchkn wollte sich dieser Tage im Main ertränken, wurde aber im letzten Augenblicke von dem Huude seiner Herrschaft a»S der Strömung gerissen und an« User gezogen. Hcsskn^Nasfau. -h. Frankfurt a. M., 25. Aug. Die städtischen Arbeiter beschlosien in einer stark besuchten Versammlung, an den Magistrat um Erhöhung der Löhne heran- .»treten. Versteigerung. DteuStaa, den 27. do.Mts., nacbm. 2 llbr, versteigere ick, Babnboistr. 57 dabier gegen Barzobtung: 30 Lorbeerbäume. 120 Mistbeetfenster, 2dmb- und 2iielroaTcn, 1 Regiftrter- taffe, 1 SaffenfdnranL ein üaibDcrbcd, 1 Fahrrad, 3 Mtlle Zigarren, 1 Vaben- cinridnunn- 1 Stbrcibtifdi, 2 Zofafl, 3 Serviertische, 23 verschiedene 2 t üble, 1 «lüfdjfeffeL 2 Kleider- ständer, 1 Pianmo, ein Büfett u. andere 2adjen. Born, lYerichlSvollzieber in (Rieften. (5716 Bräute. Theater be« Setee« te Ctzarlatteahur, U ^laeeeii Charlottenburg, 25. Aug. Seit heute mittag brennt ber Dachstuhl des „Theaters des Westens' in der 'tantfiraue. Die Charlottenburger Feuerwehr ist bemüht, den Brand zu löfchen. Das Feuer entstund heute vormittag etwa um »*12 Uhr auS noch unbefannier UriadK und dauerte anderthalb Stunden. Das Bühnenhaus ist vollständig zer- tört. *Ter Zuschauerraum wurde vom Feuer nicht ergriffen, nahm aber durch das Wasser und den Rauch großen •Sdiaben Die Charlottenburger Feuerwehr war mu Jcd» Schlauchleitungen zur Stelle, sie wird noch mehrere Stunden mit b(n Aufräumungsarbeilen zu tun haben. Der Betrieb deS Theaters dürfte voraussichtlich dieses Jahr nicht mehr ausgenommen werben. lieber die Ursache des Feuers haben sich bestimmte Feststellungen noch nicht machen lassen, doch wird an* genommen, baß Brandstiftung borliegt Der Direktor soll In den letzten lagen mehrere erpresserische Drohbriefe erhalten haben Etwa 170 Angestellte des Theaters sind zunächst brotlos. Dahrschein- lich wird Direkwr Monti bis zur Wiederherstellung des Bühnenhauses an einem anderen Berliner Theater gastieren Alleinit. Frau ober finberL Ehepaar zum ^nftanboalten ber Wohn, eines ein* Herrn aca- freie Wodu. u. Lickt ac> Lcbnstl. Angebote unt. 07086 an den Wicncncr Ao zeig, erb. “aefrrae ob Mäbcke« für 2 Pcr'oncn Nähe Bieickstr «ei. Wo. lagt btc cSeftbärtfr- stelle des «iest. Anzeig. 1^ Pnijiin Srlltout »rbeater, mob. vauc, clcftr- Liebt Bad. Del., acntvalbci^. Wrut-Ritt- u-Abendnick.^ ll bis 2 irb(. ntöbl. Zimmer z. verm. Liebigstr. 63 v. ' '"TMli Eini. möbl. Simntcr c vermieten Hundsgan'e 4. Mich Schöne Scklaf.tclle ■ i vertu. Bavnhoiur. 56 II. Kiel, 26. Aug Auf den Howaldtwetrken zerstörte ein gestern nachmittag ausgclommeues Feuer Teile der Gießerei. London, 24. August. Heute abend gegen 7 Uhr brach in der vierten Etage des Haupttelegraphenamts in L o n d o n ein B r a n d aus. In kurzer Zeit standen mehr als 1 000 Drähtein Flammen Die Angestellten versuchten vergebens, das Feuer pi löschen Währenddessen kam die Feuerwehr, aber bereits standen alle Drähte in Flammen, so daß eS nicht möglich war, das Jirucr zu loschen. Alle Angestellte mußten sofort das Gebäude verlassen. Ter Schaden, der an den Drähten und an dem Gebäude angc- richtet ist, ist sehr groß. Durch Messungen wurde feftgefteUt, daß alle Verbindungen mit der Provinz unterbrochen sind. Es wirb mehrere Tage dauern, bis die Verbindungen wie- der hergeftellt sind und der Dienst wieder ausgenommen werden kann. _ w Petersburg, 24. Aug. In den Newa-Derk- stätten ist Grotzfeuer ausgebrochen. Die Reparaturabteilung und die >resselabteilung sind vollständig, die Schifssbauabteilung teiliveise verbrannt. Der Schaden wird auf 250000 Rubel geschätzt. ________________ ges.Strasicnbau SelterSwcg. i UitaiM. Letzte Nachrichten. Berlin, 26. Aug. Das ü ronprinzenpaar ist heute früh nach Merseburg abgereisl. Bleiben Nie ruhig feife, auch wenn man ihnen andere DchÜnbeitomittel alS noch uefier atwreifen sollte. Murrbolinfeife u't wegen ihrer aUaemctn anev kannten vorzüglichen Eigenschaften, basierend auf wtsienschaftitcher Zusammensevung, unerrcicht. .» ^ig. da.- ^t>td._____________b- drittens i © 8 ,jL 30 Pf , tötet sicher »opsiaud m. Brut, vm Ctio Sckaaf, SeUerSwegR. Neue Kartoffeln! Setterauer gesunde Ware, per „Rentner Aid 2./:> mit 2ad pUlatbn. Hugo Lckcib, Kartoffel • Per'andaefchaft, 5töbnen b. Rad-Naubeim. Lucke per sofort ein braves, ,lege< Mädchen für Sücke und Hausarbeit. Frao J. Kohn, Tomane Stockbeimerboi,Usi»qeni.r. Lehrmädchen zur Erlernung deS Verkaufs für unter Pub-- Weih- unb Wollwaren-c^efchait per bald ober etwas später genicku R. Loeweatbal £ Ev 15700 -Nnwaltsgchilsc für fof. aef. «ckriftl Angeb. u. ->72^an ben Gien. Anz. erb. ^chreinergeselle gejuckt. OTOtö H. Müller, Wicicck. ftonfmann acb-ftoL-^arcn- Detail-<^efckaft zu mieten evtl, später zu'kaufen. 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Stets echt und frisch zu haben in Wicken bei Earl Scdwaab, (sbcrb. Verwandten, freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, daß unser liebes Fritzchen am Samstag nachmittag 4 Uhr im zarten Alter von 16 Monaten nach kurzem, schweren Leiden sanft entschlafen ist. 07036 Um stilles Beileid bitten die tieftrauernden Eltern: Heinrich Beck u. Frau. Gießen (Lahnstr. 9), den 26. August 1912. Schwerhörige erhalten das „Otophonc“ 15 Tage zur Probe Persönlicher Besuch erbeten. Broschüre Nr. 18 kostenlos. Deutsche Otophone Co. Frankfurt am Hain Bockenheimer Anlage 50 pt geb. Floersheim unsere geliebte Mutter, Schwiegermutter, Gross- und Urgrossmutter. Aluskttnftstelle für Frauenberufe. !>rauen u. Mädchen erhalten uiicutncltlid) Rat und Auskunft inr alle Berufe im alten Ratbaus, Marktplatz 14, Dienstag nachmittags von 6', bis 7'/, Uhr. D1/« Gott dem Allmächtigen hat eö gefallen, unter innigstgeliebtes Töchterchen, Schwesterchen und Enkelchen Hanni nach langem, schwerem Leiden im Alter von 18 Monaten zu sich zu rufen. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Karl GregoriuS. Gießen (Steinstr. 78), 26. August 1912. [5714 Die Beerdigung findet Dienstag, den 27. Aug. nachmittags 5 Uhr auf dem neuen Friedhof statt. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Walzarbcitcn wird die Wilbclmstraßc zwischen Leihgesterncr Weg u. Ebelitraße von beute an bis auf weiteres für jeglichen Fuhrwerks und Nadsahroerkehr gesperrt. Zackerkraoke, Magenleidende sollten Studt’s Xreaznacher Grahambrot essen — ein bekömmlicheres Brot gibt eS für sie kaum. Studt’s Grahamhaus, Kreuznach. Dienstag und Freitag frisch bei Carl Schwaab Hoflieferant. 1485 eduirt**"1*' IvJ 1®. en ^flfltlinil Morgen,DtenStag. .lUHUIllf. trifft letzte große Sendung Einmach u.Senf gurken,sowieWcißkraut zu bill. Preisen ein. Berkaus DienSt. u. Mittwochv. morn. 8 Ubr an i. Hofe d. Wirtschaft Boller, Babnhosstr. 107039 Die tleuorö liS, *?fW »irb iJbIfllIertc ist • neue R Sti kStn. obiv 5f*rV^cn- Die i Änto. -Nll der I^Ä.Jknte; Lf 6er E*i iri le,yeb eif1, Sw M-Nn Heute ist unsere gute, treue Mutter Frau Katharina Weinei geb. Stübing nach langem, schwerem Leiden von uns gegangen. ’S N-"! 6tl Die unterm 24. Juli 1912 anaeordnete Sperre der Wagengasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 24. August 1912. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Gebhardt. Das V Präsident To •fcititag abend unte Iitt an den Kongr taa Entschließung, fi Aeslimmungen di bfnb eines Vertrag pib folgendes ausc jtn Negienmg geht ■ er t wird. Die Ha mflriihcr ist die, da Ung erfahren, fofan tu vm Sxuj^nmcefoi ! brob'itytn. Die ($nr (int Mchn ihren A Lrhandlnna, die der iwnbt wird. Tast t für andere Nationen rchiffe begünstigen, lommc man zu den Laoten, die den k liegt, ohne zu crha ’kn Handel in ih ■raubt feien, hxif als Handels durchfahren, dieses « ;~oteftiert geaen die 105 Recht, ihren H I y welches weder 1 P2aI durchfahrend Atzten wolle. JSafhington || । c wurde ein Ä Cltdl. Ofibecr. beste Leger, <; UMonaiMk-l.« größere Mk-1.^ ca. 4',-5 Mon« bald tegrrlf 2.,Aachn.abbti Katalog iib.fiimtLZacbc gefliig«* I grat iw. 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