162. Zahrganv Sünftes Blatt Nr. 93 Gießener Anzeiger EUchttm tägllch mtf Ausnahme de» Sonntags. General-Anzeiger für Gderheffen Die „»lehener Zamiliendlätter" werden dem .Anzeiger^ viermal wöchentlich betgclegl, da» „Kretsblatl fflr den Kreis Sichen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Lett- frage»" erscheinen monatlich zweimal. Samstag, 20. April 1912 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'lchen UnwersitätS - Buch- und Stemdrucketel. R. Lange, Sieben. Redaktion, Exvedition und Druckerei: bckul- stratze 7. Expedition und Verlag: 5L Webaftlonte^ 112. TeU-Adr^AnzeigerDieben. Mb. Deutscher Reichstag. '41. Sitzung, Freitag, den 10. April. , (6m Tische deS BunbeSratS: Tr. L i S e o. Präsident Tr. Kaempf eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 15 Min. lind teilt mit. datz vom englischen Botschafter folgende» Schreiben ci»gegangen ist: Ew. Hochwohlgeboren erlaube ich mir mitzuteilen, daß ich nicht verfehlt habe, meiner Negierung über die eindrucksvollen Worte Bericht zu erstatten, mit denen Etv. Hochwohlgeboren das Beileid de» hohen Reichstag» über da» furchtbare Ereignis des Untergangs der „Titanic" ausgesprochen haben. Ich bin jetzt beauftragt worden, Ew. Hochwohlgeboren den tiefsten Dank der königl. großbritannischen Regierung für diesen liebenswürdigen Ausdruck des Mitgefühls zu übermitteln. Ich erlaube mir gleichzeitig zu erwähnen, daß ich gestern versucht habe, mir die Ehre zu geben. Ew. H. persönlich zu besuchen, um meinen eigenen Tank zu überbringen. Nehmen Sie den Ausdruck meiner besonderen We^^ätzung entg» gen. Goschen. Der HuÜIzefaf. (Dritter Tag.) _____Äbg. Heine (Soz.)> . $le Resolution Normann über die Schmutzliteratur lehnen Rh ab, weil hier deutlich ein Pferdefuß zu sehen ist. Es gilt den Kampf gegen die Freiheit der Presse und Literatur. Das machen wir nicht mit. Erziehen Sie doch die Jugend zu freiem und ernstem Denken, wie wir cs tun. Dann werden die jungen Leute nicht nach schmutzigen Bildern blicken und schmutzige Bücher kaufen, die auf allen Bahnhöfen zu haben sind. Durch unsere Presse sorgen wir für die Aufklärung der Jugend. (Zuruf rechts- „Wahrer Jakob!") TaS ist keine Jugend- schriftl Aber lesen Sie doch, was der konservative. Frhr. von GrotthuS im „Tu r m e r" und der sehr mäßig liberale Friedrich AvenariuS im „Kunstwort" über unsere Jugendfürsorge schreiben. Lesen Sie daS und dann halten Sie gefälligst den Mund! (Gelächter rcch.'S und im Zentrum.) Wir haben auf dem Gebiet der Jugenderziehung wirklich etwas geleistet. Ter pol- nifchen Resolution auf Tagegelder für Schöffen und Geschworenen stimmen wir zu. Gegen die Resolution Mumm, die eine Aufsicht für KinoS fordert, haben w:r einige Zweifel. Aber da die Theater unter Polizeiaufsicht stehen, kann daS auch für die mmdcrwertigeren Kinos gelten. Die Resolution Dr. Hoppe, die einen Gesetzentwurf über die Rechtskonsulenten fordert, lehnen wir ab. Nun die Rechtsanwälte. Ich sage meine persönliche Meinung ohne Rücksprache mit der Fraktion. Ich will nicht allcS verteidigen, was in den letzten Jahren vorgekommen ist. Auch Anwälte sind zuweit gegangen. Aber ebenso hat man vom Richtertische auS gefehlt. Nicht nur Anwälte wollen in der Presse genannt werden, auch Vorsitzende legen Wert darauf. Es wäre Vieles bester, wenn die Vorsitzenden nicht das Recht hatten, Orb- nungS st rasen zu verhängen. Das ist verletzend für den Anwaltsstand. DaS schließt jedes kollegiale Verhältnis zwischen Richtern und Anwälten auS. Der Vorsitzende steht immer mit dem Knüppel bereit. Damit erzielt man keine Erfolge. E» ist ein Kunststück für den Anwalt, bann ruhig zu bleiben, dann dem ungezogenen und ungeschickten Vorsitzenden nicht mit einer Beleidigung zu antworten, ihm nicht einen Puff in die Seite zu geben. ES ist richtig, daß manche RcchtSanwalts-Angestellten Gehälter beziehen, die schmachvoll niedrig sind. Selbstverständlich wird der Strasgesctzentwurf nicht vor einen Reichstag gebracht werden, der 110 Sozialdemokraten zählt. Er ist e i n Attentat auf Freiheit und Koalitionsrecht, das vor einen lieberen Reichstag gehört. Nach allem, was davon bekannt ist, ist er weiter nichts als ein verkapptes Zuchthausgesetz. Von der vorgeschlagencn Regelung der Konkurrenzllausel sind die Angestell.-en in keiner Weise befriedigt; sie muß überhaupt gesetzlich verboten werden. Jetzt macht sie die Angestellten zu willenlosen Sklaven der Unternehmer, man muß sie diesen aus der Hand winden, wie dem Straßenräuber seine Waffe. Charakteristisch war, was der Staatssekretär verschwieg, s o die Maßregelung des nationalliberalen Amts, richters Haven st ein, und sogar der nationalliberale Redner hatte sich darüber auSgcschwiegen! Und doch war es ein gröblicher Angriff auf die richterliche Freiheit. Ebenso hat er sich über den Duellerlaß auSgcschwiegen. Dabei werden die Strafbestimmungen über das Duell systematisch verletzt sogar von Behörden, die d>e Gesetze wahren sollen. Wenn sich Studenten duellieren, werden wir uns die Haare nicht auSraufen, aber wenn Behörden daS Duell begünstigen, so ist daß ein ungesetz- sicher Unfug. Beamte, die sich an diesen Duellen beteiligen, müßten wegen Verletzung der Staatspflicht zur Verantwortung gezogen werden. Die schlagenden Verbindungen haben den Zweck zu duellieren und müßten wie die Ehrenräte nach dem Vcreinsgcsetz aufgelöst und nach dem Strafgesetz verfolgt werden. Kein Student, der nicht die Zeichen feiner Duelle im Gesicht tragt, macht Karriere — nicht wahr, Herr Staatssekretär? (Staatssekretär Tr. LiSco zeigt lächelnd aus sein glattes, narbcnloses Gesicht; große Heiterkeit.) — Ja, Sie sind eine Ausnahme. Ter Staatssekretär hat behauptet, daß im Falle Hermann alles Nötige getan sei. Man hat bei der Untersuchung eben die Solidarität der Unterbcamten unterschätzt. Tie Polizei stellt nichts fest in einet gegen die Polizei gerichteten Strafsache. Gestern sprachen hier Atoei Richter sich selbst und ihren Kollegen das Vertrauen aus. Es ist ja recht schön, wenn man zu sich selber Vertrauen hat. (Heiterkeit.) Aber beweiskräftig ist so ctivas nicht. Herr Belzer hat sogar d i e U n b e st e ch l i ch k e i t der Richt e r gerühmt. Tas sollte im 20. Jahrhundert doch kein be,onberer Ruhm mehr sein. Wir stehlen doch alle nicht mehr. (Heiterkeit.) Schon zett Friedrich der Großen Zett nehmen die Richter Geld und Gelbe-- wert nicht mehr an. Herr Belzer tut also seinen Kollegen keinen Dienst, wenn er daS besonders betont. Die Vorbildung der Richter ist nicht so schlecht, sie sind gelehrt genug, aber zu weltfremd. Die Richter treiben Klassenjustiz aus dem Grunde, weil sie gar kein Verständnis für die sozialen Vcrhältnipc der Arbeiter haben. Vielleicht ergibt sich die Stellung der Richter auch aus einer Abneigung gegen die gewerkschaftliche Organisierung der Arbeiter überhaupt; in manchen Urteilen spricht sich geradezu ein Autori t a t S k o l l er aus. Wir haben nie bestritten, daß auch bei der Wahl die Richter durch das Volk die Fehlurteile nicht aufhören werden, aber die Wahl durch daS Volk ist dock das einzig Richtige, da sich dann die Vorurteile wenigstens abwechseln würden. Abg. Dr. Pfeiffer (Zentr.): Dir kennen Fälle, die noch schlimmer liegen als die hier erwähilten, wir sind aber doch alle der Ansicht, daß unsere Richter nicht bestechlich und bewußt parteiisch sind. In Würzburg ist cm Ingenieur, der für einen anderen gewählt hatte, freigcsprochen worden, weil er sich der Rechtswidrigkeit nicht bewußt gewesen sei; im nahen Schweinfurt wurde ein Arbeiter wegen desselben Vergehens zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Solche Fälle müssen aufreizend wirken. Bei der Vorbildung der Juristen darf nicht unerwähnt bleiben, in welcher Weise die Examina von einzelnen Professoren abgehalten werden. Man erzählt sich, da m eingeweihten Kreisen geradezu unglaublichen Fragen der Herren. Die Bedeutung des Kinematographen in ethnologischer,geographischer und naturwissenschaftlicher Beziehung ist zweifellos sehr hoch einzuschätzen, aber leider bringen sie außerordentliche Schädigungen unserer Jugend durch die vorgeführten Schauerromane mit sich, hier würde sich eine Zensur nach preußischem Muster für daS ganze Reich empfehlen; auch der numerus clausus ist der Erwägung wert. Abg. Frhr. b. Richthosen (9?atl.)w begründet im Anschluß an die gestrigen Ausführungen deS Abg. van (Faller eine Resolution der Nationalliberalen und der Volkspartei, die die verbündeten Regierungen ersucht, die für daS Reich einheitliche Regelung b er akademischen Vorbildung, der Examina und des Vorbereitungsdienstes der I u r i st e n in die Wege zu leiten. Ferner eine Resolution auf gesetzliche Regelung der ZulassungSbedin- gungen zum RechtSkonsulentengewerbe und Fest- stellung einer Gebührenordnung für die Rechtökonsulen- ten. Tie Spionagejustiz bedarf wohl einer Reform. ES mag dahingestellt fein, ob die Spionage eine custodia honesta verdient, jedenfalls sind doch dir Festungen nicht eingerichtet für Leute, die mit allen Sinnen in3 Freie wollen. Tie Sozialdemokraten behaupten ja nicht eine bewußte, sondern eine objektive, unbewußte Klassenjustiz. Mit der Wahl der Richter erreicht man nichts, als daß man sie abhängig macht von Majori- täten (Sehr wahr!), und das ist viel schlimmer als Abhängigkeit von angeborenen oder im Leben erworbenen Auffassungen. Jede Abhängigkeit der Richter muß verhindert werden, auch jeder Anschein, besonders wo es sich um politische Angelegenheiten handelt. Tie preußische Landtagsfraktion wird sich ja erkundigen, ob bet Amtsrichter Havenstein wegen seiner nationallibcralen Gesinnung vom Lberlaiidesgerichtspräsibenten tatsächlich moniert worden ist; daS wäre allerbingS sehr merkwürdig. Selbständig in politischen Singen soll an sich schon jeder Beamte fein, bet Richter ganz besonders. Aber auch beim (Staat sanwa11 sollte jeder Verdacht genommen werden, daß er auf die Verurteilung auSgeht; schon die Redensart: „Ter Staatsanwalt drohtI* ist nicht schön; er soll nicht der schwarze Mann fein. Es ist da manches zu ändern, wir haben alles Interesse, jeden Verdacht einer Klassenjustiz zu beseitigen. ’ '~r~ Staakssekrekar Dr. Liöco erhebt Bedenken gegen die gesetzliche Festlegung 5er ZukasfungS- bedingungen für die Rechtskonsulenten. Tie Rechtsanwälte haben bad Pcae, nur wenn nicht genügenb Rechtsanwälte an einem Amtsgericht sinb, sollen Prozeßanwälte zugelassen werden. Tie Zulastungkbcbingungen festzusetzen, also bas Gewerbe konzessionspflichtig zu machen, hat das Bebenken, baß ber Amtsrichter bann jeben, ber bi: Bebingungen erfüllt hat, bann unter allen Umständen zulasten muß. Die Strafrechtskommission ist der Meinung, daß die Bestimmungen des bisherigen Spio- nagegeseheS nicht ausreichen. Ob eine Novelle noch vor Erlaß ber allgemeinen Revision gemacht werben soll, untersteht der Prüfung bet Justanzen; bisher ist an uns eine Anregung von militärischer Seite noch nicht herangekommen. Der Staatssekretär äußert sich noch einmal kurz zu ber Frage ber juristischen Vorbildung; er nimmt bie Resolution entgegen^ ohne bestimmte Zusagen zu machen. . -7—7- j---' Abg. Dr. Ablaß' (Dp.)': ‘ Tie Schaffung bes HanbelsgesetzbucheS und der Wechsekord- nung im Jahre 1862 wat ber erste Sieg bes brutschen Einheit-« gedankenS. Vielleicht läßt sich auch trotz ber Schwierigkeiten, bie England und Amerika machen, ein Weltwechselrecht schaffen. Eine freie RechtSbewegung könnte manchen Mißständen des bestchenben Rechtes begegnen. Tie Angriffe, bie gegen meine Freunde gerichtet worden sind, als ob sie gegen eine stärkere Beteiligung des Laienelements an den Strafgerichten erster und zweiter Instanz feien, find durch und durch ungerechtfertigt. Im Gegenteil, wir sind für Popularisierung der Rechtswissenschaft und rechtspolitischen Fortschritt, gegen Buchstab.-nauSlegung und lasten« mäßige Abschlicßung des deutschen Juristenstandes. ES ist erfreulich, daß immer mehr verlangt wird, daß Orden und Ehrenzeichen an Richter nicht gegeben werden. Tie deutschen Richter werden nervös, wenn man sie weltfremd nennt. Man wirst aber auch der ganzen Anwaltschaft vor, daß sie auS wirtschaftlichen Gründen den gesunden Rechtsfortschritt hindert. Diese durch und durch maßlosen Angriffe weise ich entschieden zurück. (Sehr gutI) Tie Gebühren ber Rechtsanwälte sind seit 1879 nicht erhöht worden, sie sind daher viel zu niedrig. Tie Mark von 1879 ist bei weitem nicht mehr bie von 1912. Ter Anwaltstand ist überfüllt, auch deswegen, weil viele Angehörige ber jüdischen Religion Anwälte werden, da sie keine Aussicht haben, Richter zu werden. Die Zusammenstöße in Moabit sind nun schon ehw5 Alltägliches geworden. Nicht nur ber Jurist, sondern auch ber Laie fühlt sich angewidert von dem Treiben, das sich dort vollzieht. (Sehr richtig!) Die beiden Faktoren, bie Recht suchen sollen, steh.'n sich gegenüber wie zwei ergrimmte Streiter, von benen ber eine keine Achtung mehr hat vor ber Persönlichkeit bc8 anderen. TaS sind Zustände, die die beste Justiz in Grund und Boden ruinieren muffen. (Sehr richtig!) Hier muß Remedur cintreten. Ich fälle noch kein Urteil darüber, wo Reckt und Unrecht ist. Tas Recht wird wohl in ber Mitte liegen. Nach Beendigung bes ProzesieS muß unter allen Um- stäuben diesem würdelosen Treiben nachgegangen werden. (Sehr richtig!) Es muß ermittelt werden, wo Verstöße vorgekommen sind. Tie Justizverwaltung und die Anwaltskammer müssen Sorge tragen, baß solche widerlichen 8u- stände nickt wieder Vorkommen. (Sehr richtig!) Auch bei den Anwälten ist manche Schuld. Tie Reklame spielt eine Rolle. Zur Verteidigung des Raubmörders Trenk- l e r drängten sich zahlreiche Anwälte. Ich begrüße eß, daß der Vorstand ber Berliner Anwaltskammer strenge Direktiven gegen dieses Treiben erlassen hat. Ter Figur des Reklameanwalts muß so bald wie möglich daS verdiente Ende bereitet werden. (Sehr richtig!) Wir rechnen dabei auf bie Unterstützung der Presse. Tie Begriffsbestimmung: „Wahrung berechtigter Interessen' (§ 193) muß enger begrenzt werden. Jetzt weiß kein Mensch, weder Richter noch Anwalt, waS alles darunter fällt. Der Redner verweist auf drastische Fälle. Ein Landrat warnte vor einem Schwindelgeschäft. Ein Redakteur nahm die Warnung auf. Der Schwindler klagte — und der Redakteur wurde verurteilt, obgleich der Landrat den WahrheitS- beweis bieten konnte. (Lebh. Hört! Hört!) Tiefe Justiz versteht fein Mensch mehr. In demselben Sinne äußerte sich auch Exzellenz Hamm. Bei einer Reform wird § 193 sorgfältiger Beratung bedürfen. Bei ber letzten Dahl wurde gegen die Liberalen in gehässigster Weife gekämpft Der Abg. Tr. Hegenscheidt warf dem „Berliner Tageblatt" vaterlandslofe Gesinnung vor. Der Chefredakteur Theodor Wolff float, aber Dr. Hegenscheidt wurde auf Grund des § 193 freigespre hen, da er zu seiner Annahme -snbiektiv.berechtigt" sein konnte. (Lachen.^ Einem freisinnigen Redakteur, ber sich so gegen einen Lanbrat äußern würbe, würde man MoreS lehren. In Landshut werde einem konservativen Redakteur der § 193 zugesprochen, weil von ber Zahl der konservativen Abgeordneten, bie konservative Presse und damit auch das Schicksal dieses konservativen Redakteurs abbänge. Also habe et im eigenen Interesse gebandelt, wenn er bie Freisinnigen angreife unb habe den § 1Y3 für sich. (Lebh. Hört! Hört!) Noch setzt gelten Polizeivertrbnungen. die ein paar Jahrhunderte alt sind. (Hört! Hört!) Jede Pol'zeiver. orbnung sollte mit SO Jahren verjähren. Bei den Streikprozessen waren di- Strafen crorbitant bock. In einer Krisis muß bet Richterstand aber auch den Anschein vermeiden, al8 ob er Nck auf eine bestimmte Seite stellt. Sonst gräbt er sich selbst fein Grab. Vor der Justiz müssen alle gleich sein. (Beifall.) Abg Tombek (Pole) begründet die Resolution auf Gewährung von Tagegeldern an Schössen und Geschworene. Damit soll ermöglicht werden, auch N Arbeiter zu diesen Aemtern zuzuziehen. Abg. Bolz (Zentr.) tritt für die RecktSiähigfcit ber BetusSveteine unb die gesetzliche Regelung ber Tarifverträge ein. Abg. Siehr (Vp.) empfiehlt die Resolution auf einheitliche Regelung ber Vorbildung ber Juristen. Abg. Warmuth (b. k. P.) spricht über einige prozessuale Fragen. Die Aussprache schließ». Die Resolutionen gegen bie Schmutz- und Schundliteratur und bie Auswüchse bc8 Kinemato- grapfien werden angenommen, ebenso diejenigen, die Tagegelder für Schöffen unb Gcsckworcne unb eine Reform ber juristiichcn 93orbilbung fordern. Die Resolution über bie Rechtskonsulenten wird abgelehnt. Das Haus vertagt sich. Sonnabend, 11 Uhr: Schleuniger Antrag ber Rcichspartei, den Reichskanzler zu ersuchen, Erhebungen anzustellen, ob bei der Seeschiffahrt alle Vorkehrungen zur Sicherheit ber Passagiere unb ber Mannschaften getroffen sind, so daß sich solche Zustände, wie sie sich bei dem Unglücksfall bet „Titanic ergeben haben, nicht ereignen können; ferner Etat bet Reichseisenbahnen. Schluß 6.% Uhr.________________________________________ Der Untergang der Titanic. Die „Carpathia", dec einzige Tätlicher, der lieben lebende der „Titanic" an Bord hat, ist am Donnerstag abend in Nenyork angelangt, wo er von einer tausend- töpsigen Menge schweigend empfangen wurde. Eine große Anzahl von Aerzten und Krankenschwestern erwarteten die Ankommenden, aber glücklicherweise stellten sich die Nachrichten von schweren Erkrankungen und Todesfällen unter den Geretteten der Titanic als gewissenlos übertrieben heraus, da nach den seitherigen Berichten der Gesundheitszustand der Ueberlebenden durchaus normal ist und nur ein Passagier auf der Earpathia gestorben ist. Vier Mann waren umgekommen, als sie an Bord der Earpathia zu gelangen versuchten, und einer ertrank beim Kentern eines Bootes. Aus den Berichten der Augenzeugen, deren eine große Anzahl vorliegen, ist vor allem die musterhafte Disziplin der Mannschaft und die Kaltblütigkeit der Offiziere rühmend hervorzuheben, wenn auch keineswegs verkannt werden darf, daß sie in der .Absicht, eine Panik zu verhindern, den Fahrgästen gegenüber jede Gefahr ableugneten und dadurch viele Leute veranlaßten, an Bord zu bleiben. Auch die Passagiere bewiesen in vielen Fällen einen bewundernswerten Heldenmut. Manche Frauen weigerten sich, die Rettungsboote ohne ihre Männer zu besteigen, und die Männer waren fast alle bemüht, zuerst die FraUen in Sicherheit zu bringen. Nach den vorliegenden Meldungen ist als sicher anzunehmen, daß bei dem Zusammenstoß mit dem Eisberg die ganze Breitseite des Schiffes ausgerissen wurde, wodurch der größte Teil der Schotten — wasserdichte Kammern — zerstört wurde, deren Aufgabe es ist, das eindringende Wasser von den unversehrten Räumen des Schisses abzuhalten. Das war also unmöglich gemacht und somit blieb kein anderes Hilfsmittel als Rettungsboote und Rettungsgürtel. Daß alle Sicherheitsmaßregeln ergriffen waren, ist nach den seitherigen Berichten wohl anzunehmen, und es geht auch aus einer Aeußerung des Direktors Heineken vom „Norddeutschen Lloyd" hervor, der in einer Unterredung mit einem Bremer Journalisten seine Ansicht über die „Titanic"-Katastrophe aussprach. Aus die Frage, ob nicht das Nahen des Eisberges rechtzeitig hätte bemerkt weroen müssen, antwortete der Direktor: Das einzige sichere Anzeichen für das Nahen eines Eisberges sei die Abkühlung des Wassers. Aber auch dieses Mittel könne versagen, wenn schon längere Zeit kaltes Wetter geherrscht habe und insolgedessen die Wassertemperatur schon an sich niedrig sei. Die Mutmaßung, daß der Kapitän Smith eine Re- kordsahrt beabsichtigt habe, verweist er in das Gebiet der Fabel. Er hält Smith für einen außerordentlich gewissenhaften und tüchtigen Seemann, der in seiner 37jäh- rigen Berusstätigkeit noch nie eine ernste Havarie gehabt habe. Zu einer Rekorbfahrt habe auch gar' keine Veranlassung Vorgelegen. Tenn die „Titanic" sei gar nicht als Schnelldampfer gebaut, sie lause nur 20 bis 21 Knoten. Es sei also ein Unding, mit ihr einen Rekord aufstellen zu wollen. Auf die Frage, ob nicht etwa die „Titanic", um den Weg abzukürzen, den Kurs zu weit nördlich genommen habe, antwortete Direktor Heineken: Die „Titanic" habe ganz genau den oorgeschriebenen Kurs innegehalten. Ter Nord-^rack, der den Weg nach Neuyork um etwa 40 Seemeilen abkürze, werde bis in den Mai hinein gefahren, da erst dann bei normaler Witterung die Eisberge nach Süden kämen. Alsdann werde der Süd-Track genommen, da dort die Gefahr eines Zusammenstoßes mit Eisbergen viel geringer sei. In diesem Jahre aber seien bie Eisberge infolge der abnormen Hitze des vorigen Sommers und der starken Westwinde weit eher in Die Nähe öer Dampferbahnen getrieben, als es sonst gescheye. Tas sei der „Titanic" zum Verhängnis geworden. Es ist also vorläufig unmöglich, über die Ursache des ' durch besonders unglückliche Umstände veranlaßten Unalückes Die heutig' wie aus Aussagen des litettor? 3 may. Mrteorologischc veodachtungen Ser Station Siehe». tBeti* April 18. 18. Beb. Himme' Sonnenschein April l£ 1912 || Höchste Temperatur am Niedrigste , , = > 17,5 ' C. - 4- 63 °C. scharf durchgeführt. Tie Offiziere zogen ihre Revolver, aber in den meisten Fällen war es unnötig, sie zu gebrauchen. Revolvev- schüsse kurz vor dem Untergang rie’ett die GerÜht: hervor, der Kapitän und die Offiziere hätten Selbstmord verübt. Unmittelbar vor dem Untergang sprang der Kapitän von der Brücke hinab. Nach der Wegwaschung des Tecks sah man viele mit Rettungk». gürteln hinuntersinken. Leichen trieben umher, als die letzten Boote absticßen. Tas Streichorchester spielte beim Untergang im Salon: „Näher mein Gott zu Di r". Frau Isidor Straub weigerte sich, ihren Gatten zu verlassen. Niemand bestreitet den Heroismus der Mannschaft, welcher Oberft Astor und andere Passagiere der ersten Kajüte an Heldenmut gleichkamen. Tas Schottensyftem verhinderte nicht, verzögerte jedoch das Sinken. Tas Leck am Steuerbord lieb das Eiswasser ein, wodurch eine Explosion der Kessel herbeigeführt wurde. Die Explo- Kleine Cogerchronik. Wie die „Kölnische Zeitung" aus O h l i y S meldet, überfielen dort zwei holländische Arbeiter einen Schleifer, raubten ihm seine Bärschaft von 20 Ml. und brachten ihm schwere Kopfwunden bei, an denen er im Krankenhaus gestorben ist. Die Täter wurden der« hastet. « den Frauen und Kindern in der Dunkelheit verschwunden waren wurden die Männer ausgeforbert. die Boote zu besteigen. Dies wurde in aller Ruhe ausgeführt. Als Beaslcy inS Boot stieg war es 1 Uhr morgens. Die Nacht war herrlich und sternenklar ohne Mondschein Das Meer war ruhig wie ein Teich, aber es war bitterkalt. Gegen 2 Uhr bemerkte ich, ba& die ,,Titanic" sich langsam nach vorn neigte, mit dem Heck doch in die Lust. Die Lichter Mieten noch einmal auf und erloschen bann gleichzeitig Man hörte das Stöhnen der Maschinen. Das Schiff blieb etwa 5 Minuten aufrecht stehen, mit dem Rumpf 151 Fuß in die Luft ragend und ftfb als ickm'arze Masse gegen den Horizont abzeichnend. Dann neigte es sich zur Seile und ivr schmand unter dem Wasser. Gleichzeitig hörte man den grausen Schrci von hunderten von Mitmenschen, bic in dem eisigen Wasser um ihr Leben kämpften und um Hilfe schrien, die, wie sie selbst wußten, ihnen niemand mehr bringen konnte. bi« 19. . 19. Heilbewahrt bei Katarrhen, Husten Heiserkeit Verschleimung Nagen- säure.Jnfluenza u.Folgezustände. überall erhältlich In Apotheken, Drogen- und Mineralwasser■ Handlungen. Die nach- A prjip am Sonntag, 21. April »lebenden ßvl ZilG > on 1 Ihn iihu^k- •> s \l ur nur tue dringende Filii* ®-ch r »nzntreften: Dr. Ploch, Asterweg 34. SanitÄUral i>r. Zinner, Goetbestrasse 10. 1912, n Mein 1 D wödien ESZ Srpebit10' s&w ’J-t von W Sage* -5 pormittag5 y 4 Magdeburg, 19. April. Gelegentlich eines Streiks in den Hildebrandschen Mühlenwerien in Buckau kam es zu schweren Ausschreitungen, wobei Arbeitswillige schwer verletzt und an der Arbeit verhindert wurden. Der Gewerkschaftsbeamte M c n z hatte in der Näye der Mühle ein Streikbureau eingerichtet und seine Leute angehalten, ihm alle Arbeitswilligen vorzuführen, damit er ihnen zureden könne, sich dem Verbände unb bamit den Streikenden anzuschlieben. Die Beweisaufnahme ergab bic volle Schuld der Süigeflagten. Das Urteil lautete gegen Menz aus zwei Monate Gefängnis, die durch die Untermchungs- hast für verbüßt erklärt wurden: gegen die übrigen Angeklagten wurden Gefängnisstrafen von drei Tagen bis acht Monaten aus« gesprochen. den Schulen zurückkehren. Noch können die MngeuSeelen baf Qnatücf nicht begreifen, aber in den kleinen Gelichtern malt sich ^/Abglanz von ber Verzweiflung der Großen, ne stampfentraurig und fteudlos nackchause, ahnen dumpf, daß rrgendwo^ ^gend me etwas Entsetzliches geschehen ist und vermögen es nicht zu fasten «««ft, l ilJtr.T.r."' ivich L ^oI*3. Aus Ettling, di 3 .-^?3"-nen ! ' iu bring j 'E« aus q| I ^borden, I ./^alis jej ÄH 4 iWA i KW M (W; clCll » I KK . : btt. > l» ei 1 ttf*, ’Äll 1 "UN II, s Na- I I %iei Pie W Tas Kabinett , M in Ungam h JJi, bic der bwh ‘ Aeroary, Herr iMinen hat, wo! • ^en«Hederoary vri Jose! aber ;■ jer translcithansti isrbc, war es zu me jtabinettsmfi i ttzaiskrisis handi j;-|iDenten schon ' • lichlanspmchc mi i Marchie jcheiteri Kd) sein Hin- u ^ät-'partci unb M hatte. Es cichte darin, datz )on xroalien die! in einem Aug «^c in Kroatien zi Ist Luiacs bei »dahrenen Staat )it fZusthpartei, bi jiming in ber < k risatzreferve ii xdage angetiinb heranzuzieh! . ni Ausgabe, b « schon in . rjdl bet Koalii "«iftrte an dem m km bet Tisz von bet it :.*n, um wenigst! crören. Tie ei ’<3i für früher o! d bcn Ungarn I Liijenberg zu des Landes ber Kron n bet gtage bei nm zum Mus briet btm k tibinanb \V Zur Temiffion !>chlägt man, ber Met ber n - ine zweite Bes resorm. Angeki s ^nvilegienpariai t uigsrens annüher 1 Zahlte Voltsve : Mit auf öiest 5 i «ürchie durch etr i bic Reichsir ; Rament zu er ^^usihpari E)iresotm i Ipring dieser Rc I ' Ipricht die W I wird, diese j die Wehrvo -.7 von der JJWe in bei wartete Direktor Stachelin: „Simonins (ber ebenfalls gerettete Direktor des Schwerzer Bankvereins) und ich haben nichts ge) eh en, nur Tain: fc mir jetzt auf, baß es aus einmal so auberordentlich kalt gemorden war. Indessen hörie ich, als ich auf Deck gegangen war, bab einige Herren, bie noch im Pariser Salon grien en hatten, Den weißlich glänzenden turmhohen B e r g plötzlich im 45iaD bed Schiffes gesehen hätten. Da inbefsen bas Schiss schnell fuhr, war fein Entrinnen möglich gewesen." m Staebelins Darstellung zufolge war lonwhl in ben Booten, wie auf der „Carpathia" noch reichlich Platz. Neuyork, 19. April. Ein Passagier der "Carpathia" behauptet, daß sich K a p i t ä n S m rt h ^berKommanbobruckeer - scho ssen habe. Nach einem anderen Gerücht b-.gtng der e r U Offizier^Selbstmord. Gerettete Leute von der Mann chaft Meises jedoch biefe Gerüchte zurück. Der Fcwrtan wurde unmitteb bar bevor das Schiss sank, noch aus der Kommandobrücke gesehen London, 19 April. „Daily Ehromcle mel^t aus Dalnax vom 18. April: Ter Tampser „Parnana Don bet ailardinu: ist heute hier gelandet. Die „Pan)iana hatte bie. lose Meldung von der „Titanrc" am Sonntag um 10.30Uhr er halten, bevor ber Zusammemtoß enolgte. e t n 81 81 cr graphenbeamteder „Parisiana^ der 18 S t unbenti en ft getan hatte, begab sich danach zur Ruhe. Tie "^-anchaua wa 100 Meilen von ber Unglücksstelle enhemt unb hatte vor ber „Carpathia" eintressen können, wenn bic Hilfesignale Der , Titanic" übernommen worden waren. ' London, 18. April. Tie White Star Linie hat aus Danzig ein Telegramm des deutschen KronprinzeMmars erhalten. Neuyork, 19. April. Die fRe 11 u n g b e r U c b e r 1 eb c n- ben von der „Titanic" ist dem Umstande zu verdanken, daß der Marcenitelegraphist an Bord der ,,Garpat6ria cm Sonntag cärenb nicht zur gewöhnlichen Zeit schlafe ging und daher das erste Signal der „Titanic auJm9; g. In einem Bericht der Frist. Ztg. erzählt der Neuyorkct Ver^ tretet des Blattes von einer Unterredung, die er mit JJiax Staehelin, dem geretteten Direktor der Schweizer Treuhand- Gesellschaft gehabt hatte, in der im Msentlichen die Aussagen anderer Passagiere bestätigt werden. Aus die ..War denn kein Anzeichen von nahender Gefahr zu entdecken gewesen i ant- Merkwürdig ist übrigens, daß die seemännische Bevölkerung die Titanic mit einem unetüätlichen abergläubi'chen Mivtrauen betrackstet. Der Streik hatte schwere Not übet die Leute gebtaÄ und so mußten sie das Handgeld annehmen. Aberviele- von ihnen haben vorgezogen, weiter zu hungern. Sw wollten mcA an Bord dieses Sch.fses, tragt man warum, jo eAalt man nl^ Ant .omt nur ein Ackßrizucken. Seemannsaberglaube Emer ber »eijanifchen Schritten roieber davongeht, mur- mein die Lippen enttäuscht: „Wieder nur Passagiere, immer nur Passagiere." Ein wenig weiter, an den Stratzeitecken stehen die Männer in Teerjacken. Sie sprechen von der Titanic, £0 rote| Seeleute miteinander spreckxn. Sie sprechen von dem Schifte,, aber keiner spricht von den Menschen. Erne dumpfe abergläubische Angst hält sie zurück. Mit den Frauen ist es anders: die denken nicht an das Schiff, sie sprechen auch wenig, aber wenn, ihre Lippen sich bewegen, sprechen sie von ben Menschen. Und icdes kurze Wort, icber hastige leise hervorgestoßene Satz kündet eine Tragödie. Verlorene Worte, bie in ber bunklen Beklommenheit Atter kaum ein Echo fmben. „Sie hat brei kleme Kinder/ Er war Heizer, em braver präckstiger Mann." Ter arme alte Smith, seine vier Söhne waren an Bord." ,Zn der Mac NaughtenüZtreet ist das Mädel wahnsinnig geworden — sie ist erst seit einem Monat verheiratet: er ließ sich als istewarb an- Neuyork, 19. April. Der von dem Komitee der lieber» febenben an die Presse ausgegebcne Bericht betont bie ungtnü- genbe Zahl der Rettungsboote, den Mangel an ausgebildeten Seeleuten zur Bemannung der Boote und die ungenügende Zahl der Offiziere. Außerdem verlangt er von der amerifanifrfjen Regierung die Einberufung eines internationalen Kongresses, um die Schiffsgefellschaften zu zwingen, die Passagierschiffe mit ausreichenden Rettungsmitteln auszurüsten. m . s „ rr Neuyork, 19. April. Nach bem Bericht eines Passagiers ber „Carpathia" wurden an Bord ber „Titanic" schon am iruyen Abend zwei leichte Erschütterungen verspürt, die ;edoch zu unbedeuteiid waren, die geringste Sorge hervorzurufen. Trotzdem wurden die Maschinen sofort gestoppt. Neuyork, 19. April. In bem Bericht eines Passagiers der „Carpathia", des Korrespondenten der „Evening World", Charles Hurd, heißt es: Bei-dem Untergang ber „Titanic" sind etwa 1700 P crso nen umgekommen. Ter Eisberg wurde eine Viertelmeile entfernt entdeckt; der Zusammenprall erfolgte fast gleichzeitig. Tann hörte man das Knarren der Hebel, welchc die Maschinen stoppten und die Wasserdichten Türen verschlossen. Einen Augenblick später gab der Kapitän auf der Brücke bie Anweisung, Rettungsgürtel auszulegen und die Boote nieder- zulassen. Tie ersten Boote waren mit Männern gefüllt, bie zuerst auf'Deck erschienen waren. Als der Ansturm von ben erschreckten Männern, Frauen und weinenden Kindern au bas Teck erfolgte, wurde bie Regel: Fraum zuerst! f io n zerriß bas Schiff. Neuyork, 19. April. Der Passagier BeaSley von der „Titanic" erzählt, er habe zur Zeit bes Zusammenstoßes cm leichtes Ersckßittem bes Schiffes wahrgenommen unb jet Darauf mit wissenswerte,, allgemeinen Am Southampton in Trauer. | gaben über Reiseroute.., ^hrkarten, Zollreopio.i, Pa.'e te. 19 n 47,6 17 2 5.1 35 E 2 10 19 ■u 49,2 11 5 64 63 ESE 2 3 20. w 513 9.8 6,0 66 NNE 2 6 Emserwasser